Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Hochdruckentladungslampe gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Derartige Lampen sind insbesondere Hochdruckentladungslampen mit keramischen
Entladungsgefäß für die Allgemeinbeleuchtung.
Stand der Technik
[0002] Die
US-A 4 970 431 offenbart eine Natrium-Hochdruckentladungslampe, bei der der Kolben des Entladungsgefäßes
aus Keramik gefertigt ist. An den zylindrischen Enden des Entladungsgefäßes sind flossenartige
Fortsätze aufgesteckt, die der Wärmeabfuhr dienen.
[0003] Aus der
EP-A 506 182 sind Beschichtungen aus Graphit oder Carbon o.ä. bekannt, die auf keramische Entladungsgefäße
an den Enden aufgebracht sind, um eine Kühlung zu bewirken.
[0004] Eine Metallhalogenidlampen gemäß overbegriffs des Anspruchs 1 ist ans der
US-A-2005/184632 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Hochdruckentladungslampe bereitzustellen,
deren Farbstreuung gegenüber bisherigen Lampen deutlich reduziert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
[0007] Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Die Hochdruckentladungslampe ist mit einem keramischen längsgestreckten Entladungsgefäß
ausgestattet. Das Entladungsgefäß definiert eine Lampenachse und besitzt einen zentralen
Teil und zwei Endbereiche, die jeweils durch Abdichtungen verschlossen sind, wobei
Elektroden in den Abdichtungen verankert sind, die sich in das vom Entladungsgefäß
umhüllte Entladungsvolumen erstrecken, wobei außerdem eine Füllung, die Metallhalogenide
enthält, im Entladungsvolumen untergebracht ist. Dabei sitzt an mindestens einem Endbereich
eine ringförmige Struktur, die sich, was zumindest ihren Grundkörper betrifft, im
wesentlichen achsparallel nach außen erstreckt und von der Abdichtung beabstandet
ist. Die Abdichtungen sind Kapillaren.
[0009] Die Erfindung betrifft insbesondere Lampen mit erhöhtem Aspektverhältnis, oder auch
Lampen, welche verkürzte Strukturen für die Abdichtungen aufweisen. Bevorzugt weist
der Endenbereich eine sich verjüngende Innenkontur im Elektrodenrückraum auf. Das
heißt, dass der zentrale Teil des Entladungsgefäßes einen maximalen oder konstanten
Innendurchmesser ID besitzt und die Endbereiche einen kleineren Innendurchmesser aufweisen.
[0010] Die Ringstruktur ist bevorzugt konzentrisch außen um die Elektrodenkonstruktion bzw.
die Abdichtung am Endenbereich angeformt. Das Entladungsgefäß besteht typisch aus
aluminiumhaltiger Keramik wie PCA oder auch YAG, AlN, oder AlY03. Es wird eine freistehende,
von der Abdichtung beabstandete Kühlungsstruktur verwendet, die selbst aus Keramik
geformt ist und insbesondere integraler Bestandteil des Endenbereichs sein kann. Es
kann sich jedoch auch um ein separates Bauteil handeln, gemäß voliegender Erfindung
aus transluzenter Keramik wie Al
2O
3 oder AlN, alternativ beispielsweise auch aus Steatit. Das separate Bauteil ist mittels
Zement oder Kleber am Ende des Entladungsgefäßes befestigt.
[0011] Die Erfindung ist besonders geeignet für hochbelastete Metallhalogenidlampen, bei
denen das Verhältnis zwischen der Innenlänge IL und dem maximalen Innendurchmesser
ID des Entladungsgefäßes, das sog. Aspektverhältnis IL/ID, zwischen 1,5 und 8 liegt.
[0012] Es zeigt sich, dass bei diesen Brennerformen, insbesondere wenn sie zum Ende hin
sich verjüngende Endenbereiche besitzen, eine lokale Endenkühlung sinnvoll ist. Diese
verbessert die Füllungsverteilung im Brenner, weil sich die Füllung bevorzugt im Bereich
hinter den Elektroden im sogenannten Elektroden-Rückraum ablagert und damit zu einer
verbesserten Farbstabilität als auch zu einer erhöhten Lichtausbeute führt. Insbesondere
bei Verwendung von Na- und/oder Ce-haltigen Füllungen lassen sich extrem hohe Lichtausbeuten
mit hoher Farbwiedergabe erzielen. Es zeigt sich, dass bei Anwendung eines geeigneten
Betriebsverfahrens die Leistungskennlinie der Lampe günstig beeinflusst werden kann,
so dass eine Lichtausbeute bis über 150 1m/W bei Beibehaltung eines Farbwiedergabeindex
Ra > 80 langzeitstabil erzielt werden kann. Derartige Betriebsverfahren sind beispielsweise
in
EP 1560 472,
EP 1 422 980,
EP 1 729 324 und
EP 1768 469 angegeben.
[0013] Unabhängig von der Formgebung der Wand zwischen den Elektroden kann der Temperaturgradient
bei hochbelasteten Brennern, die typisch eine Wandbelastung von mindestens 30 W/cm
2 im Bereich der axialen Länge zwischen den Elektroden erreichen, durch die Wahl des
Ansatzpunktes für die Kühlstruktur beeinflusst und eingestellt werden. Damit kann
die Konstanz der Farbtemperatur und die Ausbeute der resultierenden Metallhalogenidlampe
wesentlich verbessert werden.
[0014] Durch das Vermeiden eines Kontaktes zwischen Kühlstruktur und Abdichtung (meist eine
Elektroden-Durchführungs-Kapillare) wird eine effektive Kühlung am Ansatzpunkt der
Kühlstruktur gewährleistet und gleichzeitig ein Wärmefluss auf die Abdichtung vermieden.
Dies vermindert die Verluste an den Enden und erhöht den Temperaturgradienten im Bereich
der Abdichtung.
[0015] Dies gilt insbesondere bei Metallhalogenidlampen, welche mindestens eines der Halogenide
des Ce, Pr oder Nd, insbesondere zusammen mit Halogeniden des Na und/oder Li enthalten.
Hier treten sonst Farbtemperaturschwankungen aufgrund von Destillationseffekten auf.
[0016] Bevorzugt ist auch die Anwendung bei Lampen mit hohem Aspektverhältnis von 2 bis
6 und bei Lampen mit Anregung von akustischen Resonanzen, die zur Aufhebung von longitudinaler
Segregation in vertikaler Brennlage verwendet werden.
[0017] Erfindunggemäß sing die Abdichtungen als Kapillaren ausgeführt. Sie können aber auch
anders ausgeführt sein, siehe beispielsweise
DE-A 197 27 429, wo ein Cermetstift verwendet wird.
[0018] Besonders gute Kühlwirkung lässt sich bei Lampen mit konstantem Innendurchmesser
erzielen, wenn der Kühlring den gleichen maximalen Durchmesser wie der Endenbereich
hat. Aber auch ein kleinerer Durchmesser kann ausreichen.
[0019] Im allgemeinen hat der Kühlring einen Innendurchmesser von 1,1 bis 2 x DU (DU = Außendurchmesser
der Kapillare). Insbesondere ist seine Wandstärke etwa 0,3 bis 3 mm. Insbesondere
kann die den Innendurchmesser mit dem Außendurchmesser verbindende Stirnfläche abgeschrägt
sein. Sie kann auch mit einer Beschichtung versehen sein. Die Beschichtung sollte
hochemissiv sein. Geeignete Materialien sind insbesondere Graphit oder Carbon, also
andere Kohlenstoff-Modifikationen wie z.B. DLC (diamond-like carbon).
[0020] Generell kann das Kühlungsverhalten auch dadurch gesteuert werden, daß ein Teil des
Ringes wie die Stirnfläche mit einer Beschichtung hoher Emissivität bedeckt ist.
[0021] Als Material des Kolbens kann PCA oder jede andere übliche Keramik verwendet werden.
Auch die Wahl der Füllung unterliegt keiner besonderen Einschränkung.
[0022] Entladungsgefäße für Hochdrucklampen mit annähernd gleichmäßiger Wanddickenverteilung
und schlank auslaufenden Endenformen zeigen bisher abhängig von der Füllungszusammensetzung
eine teilweise hohe Farbstreuung durch die starke Verteilung der Metallhalogenid-Füllung
im Inneren des Entladungsgefäßes. Typisch kondensiert die Füllung im Bereich hinter
einer Linie, die durch Projektion der Elektrodenspitze auf die innere Brenner-Oberfläche
bestimmt ist. Die Füllungspositionierung auf eine Zone der Oberfläche im Innern des
Entladungsgefäßes, die einem engen Temperaturbereich entspricht, und in die Restvolumina
der -eventuell vorhandenen- Kapillaren hinein ist bisher nicht hinreichend genau einstellbar.
[0023] Bisherige Entladungsgefäße haben oft eine Form mit verstärkter Wanddicke an den Endflächen,
z.B. bei zylindrischen Brennerformen, und erzeugen dadurch eine vergrößerte Endenoberfläche.
Ein weiteres Problem ist die durch den wanddickenabhängigen spezifischen Emissionskoeffizienten
der Keramik erhöhte Abstrahlung von IR-Strahlung beim Betrieb des Entladungsgefäßes
im evakuierten oder gasgefüllten Außenkolben.
[0024] Hierdurch wird durch einen Wärmesenkeneffekt am Ende des Entladungsgefäßes der größte
Teil der Füllung lokalisiert, die den Dampfdruck der verwendeten Metallhalogenide
im Entladungsgefäß derart bestimmt, dass bei Keramiklampensystemen ein befriedigender
Wert der Streuung der Farbtemperatur von höchstens 75 K für größere Lampengruppen
gleicher Betriebsleistung einstellbar ist.
[0025] Bei kugeligen Entladungsgefäßen oder solchen mit Halbkugelendformen oder konisch
zulaufenden Endenformen oder elliptisch ausgeformten Endenformen und zylindrischem
Mittenteil mit einem relativ hohen Aspektverhältnis von IL/ID von etwa 1,5 bis 8 ergeben
sich besonders gravierende Probleme. Aufgrund des sich verjüngenden Übergangs in den
Bereich der Abdichtung, meist ein Kapillarbereich, ergeben sich teilweise unzureichende
Kühlungseffekte am Ende des Entladungsgefäßes und damit eine unzureichende Festlegung
der Temperatur, die für eine zielgenaue Füllungsablagerung in einem engen Temperaturbereich
der Innenwandung nicht ausreicht.
[0026] Bei einer Brennergeometrie, die keine Kühlstruktur aufweist, siehe Figur 8, wird
ein sehr kleiner Temperaturgradient von Brennerkörper zur Verschluss-Struktur erzeugt,
was eine bevorzugte Destillation der Füllung in der Durchführungsstruktur zu Folge
hat.
[0027] Bei einer Brennergeometrie, bei der die Abdichtung als massiver Stopfen ausgeführt
ist, siehe Figur 9, wird ein vergrößerter Kühleffekt der Außenoberfläche erzeugt.
Gleichzeitig wird aber auch eine große Wärmemenge in die angrenzende Abdichtung eingeführt,
was eine vergrößerte Brennermasse und vergrößerte Wärmeleitungsverluste mit sich bringt.
[0028] Beide Lösungen haben Nachteile für die Leistungscharakteristik der Metallhalogenidlampe.
[0029] Eine weitere bekannte Lösung (Figur 10) sind Finnen oder flossenartige Ausformungen.
Diese erhöhen zwar die kühlende Oberfläche, sie bilden jedoch eine Wärmebrücke zwischen
Brennerende und Abdichtung, insbesondere wenn kurze Kühlungslängen bevorzugt werden
und die Kühlungsstruktur eine erhöhte Anzahl von Kühlrippen aufweist.
[0030] Diese Nachteile werden von der erfindungsgemäßen Kühlstruktur in Ringform vermieden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Kühlstruktur ganz oder
teilweise mit einer Beschichtung versehen. Sie besteht aus einem Material, das im
Nahen Infrarot (NIR), insbesondere im Wellenlängenbereich zwischen 1 und 3 µm, gegenüber
dem keramischen Material der Kühlstruktur eine erhöhte hemisphärische Emissivität
ε im Temperaturbereich zwischen 650 und 1000°C aufweist. Die Beschichtung sollte vorzugsweise
im Bereich des Überganges zwischen dem Ende des Entladungsgefäßes und der Abdichtung
angebracht sein. Als Beschichtungsmaterialien eignen sich hochtemperaturfeste Beschichtungen
mit hemisphärischen Emissionskoeffizienten ε, wobei für ε bevorzugt gilt, dass ε ≥
0,6. Darunter fällt Graphit, Mischungen von A1203 mit Graphit, Mischungen von Al203
mit Carbiden der Metalle Ti, Ta, Hf, Zr, sowie von Halbmetallen wie Si. Geeignet sich
auch Mischungen, die noch zusätzlich andere Metalle zur Einstellung eventuell gewünschter
elektrischer Leitfähigkeit enthalten.
[0031] Selbstverständlich können beide Maßnahmen miteinander geeignet kombiniert werden,
so dass ein Teil der Oberflächenabstrahlungserhöhung über eine Vergrößerung der Oberfläche
durch die Ringstruktur und gleichzeitig ein Teil durch die Beschichtung von Teilen
dieser Ringstruktur oder der angrenzenden kälteren Abdichtungsbereiche erfolgt.
[0032] Insgesamt ergeben sich eine Reihe von Vorteilen bei Verwendung eines integralen Kühlrings
bei keramischen Entladungsgefäßen:
- 1. Effektivere Kühlung bei gleichzeitig relativ geringer zusätzlicher Keramikmasse;
- 2. Verringerung des longitudinalen Wärmeflusses in die Abdichtung;
- 3. deutlich vergrößerte Flexibilität der Oberflächeneinstellung im Endenbereich;
- 4. Verringerung der Abschattungseffekte im Raumwinkelbereich der Elektrodenzuführung;
- 5. Einstellbarkeit effektiver lokaler Thermostatwirkung mittels relativ kleiner Oberflächenbereiche.
[0033] Diese Eigenschaften sind insbesondere für hochbelastete Formen von Entladungsgefäßen
mit kleiner Gesamtoberfläche und evtl. erhöhtem Aspektverhältnis wichtig, da unter
diesen Voraussetzungen eine lokale Kühlung durch Wärmefluss über relativ große Wandquerschnittsflächen
schwierig wird.
[0034] Die Gesamtmasse des Entladungsgefäßes erhöht sich durch diese Art von Ringkühlung
nur unwesentlich und bleibt damit unter einem kritischen Wert, der das Anlaufverhalten
der Lampe bei der Zündung negativ beeinflussen würde. Es gibt somit einen ausgeklügelten
Kompromiss zwischen guter Zündung und effektiver Kühlung. Diese Maßnahme erlaubt eine
sehr hohe Farbstabilität unter der bewussten Inkaufnahme einer schlechten Isothermie.
Dies geschieht in Abkehr von der bisherigen Zielsetzung möglichst guter Isothermie
und erlaubt es, die Zone der Kondensation der Füllung exakt zu bestimmen durch bewusste
Gestaltung eines Temperaturgradienten.
[0035] Die Kühlwirkung lässt sich insbesondere steuern durch die maximale Höhe der Ringkühlung,
insbesondere wenn sie am Endenbereich des Entladungsgefäß ansetzt, da je nach Ansatzhöhe
die Ableitung von einem anderen Temperaturniveau aus erfolgt.
[0036] Ein besonderer Vorteil einer derartigen integralen Ringkühlung ist, dass sie nicht
nur effektiv kühlt, sondern daß sie auch einfach herzustellen ist, wenn man moderne
Fertigungsverfahren wie Spritzguss, Schlickerguss oder rapid prototyping verwendet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Im Folgenden soll die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Die Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine Hochdruckentladungslampe mit Entladungsgefäß;
- Fig. 2
- ein Detail des Entladungsgefäßes aus Figur 1 in Perspektive (Fig. 2a) und in Längsschnitt
(Fig 2b);
- Fig. 3-4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Endenbereichs eines Entladungsgefäßes;
- Fig. 5-6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Entladungsgefäßes;
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Endenbereichs eines Entladungsgefäßes;
- Figur 8-10
- Ausführungsbeispiele eines Endenbereichs gemäß dem Stand der Technik;
- Figur 11-13
- weitere Ausführungsbeispiele eines EndenBereichs eines Entladungsgefäßes.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
[0038] Figur 1 zeigt eine Metallhalogenidlampe 1. Sie besteht aus einem rohrartigen Entladungsgefäß
2 aus Keramik, in das zwei Elektroden eingeführt sind (nicht sichtbar). Das Entladungsgefäß
hat einen zentralen Teil 5 und zwei Enden 4. An den Enden sitzen zwei Abdichtungen
6, die hier als Kapillaren ausgeführt sind. Bevorzugt ist das Entladungsgefäß und
die Abdichtungen integral aus einem Material wie PCA hergestellt.
[0039] Das Entladungsgefäß 2 ist von einem Außenkolben 7 umgeben, den ein Sockel 8 abschließt.
Das Entladungsgefäß 2 ist im Außenkolben mittels eines Gestells, das eine kurze und
lange Stromzuführung 11 a und 11b beinhaltet, gehaltert. An den Abdichtungen 6 sitzt
jeweils eine Ringkühlungsstruktur 10, die um die Abdichtung umläuft.
[0040] Figur 2a zeigt eine Ringkühlungsstruktur 10 in perspektivischer Ansicht in Verbindung
mit einer kurzen Abdichtung 16. Figur 2b zeigt einen Längsschnitt des Bereichs einer
Abdichtung 16. Die Ringkühlungsstruktur 10 setzt im sich verjüngenden Endenbereich
4 des Entladungsgefäßes 2 an und umgibt die Abdichtung mit einigem Abstand.
[0041] Figur 3 zeigt eine Ringkühlungsstruktur 13, die statt eines konstanten Innendurchmessers
und Außendurchmessers sichelförmig oder auch halbkreisförmig ausgeschnittene Strukturen
19 besitzt, die außen am Ring 13 ansetzen. Somit ist der Innendurchmesser ID zwar
konstant, aber der Außendurchmesser AD variiert periodisch.
[0042] Schließlich ist es auch möglich, dass kleine Aussparungen 20 die Ringstruktur 13
unterbrechen, siehe Figur 4. Dies zielt darauf ab, die abstrahlende Oberfläche zu
vergrößern. Die Anzahl der Aussparungen beträgt vorteilhaft bis drei, wie hier gezeigt.
[0043] Figur 5 zeigt ein Entladungsgefäß 2, bei dem die Abdichtung durch eine Kapillare
realisiert ist. Der Kühlring 13 weist eine Aussparung 20 auf. Mit Aussparung ist hier
eine Unterbrechung gemeint, deren Winkellänge sehr klein im Vergleich zur Winkellänge
des verbleibenden Ringes ist. Die Aussparungen machen zusammen typisch höchstens 10
% der gesamten Winkellänge von 360° aus. Dieser Wert ist deshalb möglichst niedrig
zu wählen, weil die Unterbrechungen die Kühlleistung mindern. Derartige konzentrische
oder teilweise konzentrisch angeordnete (teil)zylindrische Ansätze des Kühlrings im
Bereich der sich verjüngenden Innenkontur bilden eine Kühlstruktur, ohne dass dies
longitudinal in Richtung der Brennerachse einen Wärmefluss zum Brennerendenbereich
bewirkt.
[0044] Durch Ansatzort, Wandstärke und Höhe des Kühlrings lässt sich der Kühleffekt auf
der Oberflächenzone des Brennergefäßes lokal einstellen und auf die jeweiligen Erfordernisse
maßschneidern.
[0045] Der Ansatzpunkt des Kühlrings auf dem sich verjüngenden Endenbereich 4 ist gegeben
ist durch den Innendurchmesser DRI, wobei DRI im Bereich zwischen 95% und 25% des
Maximaldurchmessers Dmax des Entladungsgefäßes liegt. Bevorzugt liegt DRI zwischen
80% und 25% von Dmax. Die Wandstärke TH des sich verjüngenden Endenbereichs 4 ist
häufig, wie hier gezeigt, nicht konstant. Bevorzugt wird die Orientierung der ringförmig
angeordneten Kühlstruktur derart gewählt (Figur 6), dass der Ansatzpunkt der Ringstruktur
außerhalb der engsten Stelle E des sich verjüngenden Endenbereich 4 liegt. Häufig
ist der Eingang der Kapillare als ebene Fläche 25 ausgebildet, die quer zur Lampenachse
liegt, wodurch eine engste Stelle sich zwangsläufig ergibt. DRA ist der Außendurchmesser
der Ringstruktur.
[0046] Die minimale Wandstärke im Endenbereich besitzt bevorzugt 20-80% der maximalen Wandstärke
im Endenbereich, wie sie insbesondere am Beginn der Verjüngung auftritt.
[0047] WD ist die Wandstärke im Zentrum des Entladungsgefäßes. Die Ringstruktur 13 sollte
möglichst vermeiden, dass im sich verjüngenden Endenbereich 4 eine Wandstärke TH >
WD auftritt, da sonst ein erhöhter Wärmefluss in die Kapillarquerschnittsfläche erfolgt
und dies zu erhöhten Wärmeleitungsverlusten führen kann.
[0048] Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Entladungsgefäßes 30, bei dem das Ende
31 des Entladungsgefäßes sich nicht verjüngt, sondern das Entladungsgefäß einen konstanten
Durchmesser DD aufweist. Die Kapillare 6 sitzt in einem Stopfen 32. Die Ringstruktur
ist als weiteres stopfenartiges zylindrisches Teil 33 zwischen Stopfen 32 und Ende
31 des Entladungsgefäßes eingesetzt und jeweils mit Stopfen 32 und Entladungsgefäß
30 versintert.
[0049] Integrale Kühlstrukturen sollten in etwa achsparallel sein, damit sie leicht zu fertigen
sind. Vorteilhaft sind jedoch in ihrer Geometrie modifizierte Kühlstrukturen, die
von der Achsparallelität abweichen. Damit wird eine Rück-Reflexion auf das Ende des
Entladungsgefäßes, insbesondere auf die Kapillare elegant und effektiv vermieden.
Figur 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem eine Ringstruktur 39 einen achsparallelen
Grundkörper 40 hat, der einen Stopfen umgibt, und der einen von der Achse nach außen
geneigten Abstrahlungskörper in Gestalt einer abstehenden umlaufenden Finne oder auch
einzelner Stacheln 41 hat. Es können auch mehrere Stacheln axial hintereinander auf
einem Grundkörper angeordnet sein.
[0050] Bevorzugt ist die Ablenkung des Abstrahlungskörpers gegen die Längsachse etwa 90°,
um Rückreflexion auf die Kapillare 6 weitestgehend zu vermeiden. Vorteilhaft ist,
dass die abstehende Länge AB deutlich den Durchmesser DU des Entladungsgefäßes 38
verlängert um jegliche Rückreflexion zu minimieren.
[0051] Figur 12 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem am Grundkörper 40 ein tellerartiges
Endteil als Abstrahlkörper 43 angesetzt ist, das etwa einen Winkel von 45° zur Längsachse
bildet.
[0052] Figur 13 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Problem der Rückreflexion auf
andere Weise gelöst worden ist. Hier ist die Ringstruktur am entladungsfernen Ende
spitz zulaufend, so dass ihre innenliegende Wandseite, die zur Kapillare zeigt, so
abgeschrägt (44) ist, dass die abgegebene Strahlung nach Reflexion an der Kapillare
schräg nach außen gelangt. Zur verbesserten Unterdrückung der schädlichen IR-Strahlung
sind außerdem bevorzugt auf mindestens einer der beiden Flächen Kapillare und/oder
Innenseite der Ringstruktur eine IR-reflektierende Beschichtung 50 wie an sich bekannt
aufgebracht.
1. Hochdruckentladungslampe (1) mit einem keramischen längsgestreckten Entladungsgefäß
(2) mit einem zentralen Teil (5) und zwei Enden (4) und einer Achse, wobei die Enden
(4) durch Abdichtungen (6), die als Kapillaren ausgebildet sind, verschlossen sind, wobei Elektroden in den Abdichtungen (6) verankert sind, die sich
in das vom Entladungsgefäß (2) umhüllte Entladungsvolumen erstrecken, wobei eine Füllung,
die Metallhalogenide enthält, im Entladungsvolumen untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem ersten Ende (4) eine Ringstruktur (10;13) sitzt, die aus Keramik geformt ist, und die beabstandet von der Abdichtung (6) ist und die um die Abdichtung (6) herumläuft.
2. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Grundkörper (40) der Ringstruktur sich achsparallel nach außen erstreckt.
3. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (4) sich verjüngt und die Ringstruktur im sich verjüngenden Endenbereich ansetzt.
4. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäß (2) ein Aspektverhältnis von 1,5 bis 8 besitzt.
5. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringstruktur (10;13) außerhalb der engsten Stelle des Endenbereichs ansetzt.
6. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser der Ringstruktur konstant ist oder periodisch variiert.
7. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringstruktur maximal drei Unterbrechungen besitzt.
8. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke der Ringstruktur im Bereich von 0,5 bis 3 mm liegt.
9. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite der Ringstruktur abgeschrägt ist und insbesondere mit einer Beschichtung
versehen ist.
10. Hochdruckentladungslampe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringstruktur einen achsparallelen Grundkörper (40) sowie einen von der Längsachse
nach außen geneigten Abstrahlkörper (43) besitzt.
1. A high-pressure discharge lamp (1) having an elongate ceramic discharge vessel (2)
with a central part (5) and two ends (4) and an axis, the ends (4) being closed by
seals (6) which are configured as capillaries, electrodes which extend into the discharge
volume enclosed by the discharge vessel (2) being anchored in the seals (6), and a
fill which contains metal halides being accommodated in the discharge volume, characterized in that a ring structure (10; 13), which is formed from ceramic acid which is separated from
the seal (6) and extends around the seal (6), is placed on at least one first end
(4).
2. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that at least one base body (40) of the ring structure extends axially parallel outward.
3. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the first end (4) tapers and the ring structure is placed in the tapering end region.
4. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the discharge vessel (2) has an aspect ratio of from 1.5 to 8.
5. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the ring structure (10; 13) is placed outside the narrowest position of the end region.
6. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the outer diameter of the ring structure is constant or varies periodically.
7. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the ring structure has at most three interruptions.
8. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the wall thickness of the ring structure lies in the range of from 0.5 to 3 mm.
9. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 1, characterized in that the end side of the ring structure is chamfered and, in particular, provided with
a coating.
10. The high-pressure discharge lamp as claimed in claim 2, characterized in that the ring structure has an axially parallel base body (40) and a radiation body (43)
inclined outward from the longitudinal axis.
1. Lampe à décharge haute pression comprenant une enceinte de décharge (2) en céramique
de forme allongée avec une partie centrale (5), deux extrémités (4) et un axe, lesdites
extrémités (4) étant fermées par des obturations (6) réalisées sous forme de tubes
capillaires, dans lesdites obturations (6) étant ancrées des électrodes pénétrant
dans le volume de décharge enveloppé par l'enceinte de décharge (2), et un remplissage
contenant des halogénures métalliques étant placé dans le volume de décharge, caractérisée en ce qu'une structure annulaire (10 ; 13) est placée au moins sur une première extrémité
(4), laquelle structure est formée de céramique, se trouve à distance de l'obturation
(6) et fait le tour de l'obturation (6).
2. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un corps de base (40) de la structure annulaire s'étend vers l'extérieur,
parallèlement à l'axe.
3. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première extrémité (4) se rétrécit et que la structure annulaire prend naissance
sur la partie d'extrémité rétrécie.
4. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'enceinte de décharge (2) possède un rapport d'aspect de 1,5 à 8.
5. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que la structure annulaire (10 ; 13) prend naissance hors de l'endroit le plus rétréci
de la partie d'extrémité.
6. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre extérieur de la structure annulaire est constant ou varie périodiquement.
7. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que la structure annulaire possède au maximum trois ruptures.
8. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'épaisseur de paroi de la structure annulaire est comprise entre 0,5 et 3 mm.
9. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 1, caractérisée en ce que la face de la structure annulaire est biseautée et en particulier munie d'un revêtement.
10. Lampe à décharge haute pression selon la revendication 2, caractérisée en ce que la structure annulaire possède un corps de base (40) parallèle à l'axe, ainsi qu'un
corps de rayonnement (43) incliné depuis l'axe longitudinal vers l'extérieur.