Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kommutierungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie eine elektrische Maschine, insbesondere einen Elektromotor oder einen Generator,
gemäß Anspruch 16.
[0002] In der Elektrotechnik wird mit einer Kommutierungseinrichtung eine Einrichtung zur
Stromwendung in elektrischen Maschinen bezeichnet. Die Stromwendung erzeugt einen
relativ zur Ankerwicklung drehenden oder wandernden Strom. Bekannte Kommutierungseinrichtungen
umfassen einen drehfest auf einer Ankerwelle sitzenden Kommutator mit mehreren in
Umfangsrichtung nebeneinander angeordneten und elektrisch voneinander isolierten Lamellen,
die von mindestens zwei Schleifelementen elektrisch kontaktiert werden. Durch die
ständige Reibung zwischen den ortsfesten Schleifelementen und dem rotierend angetriebenen
Kommutator entsteht Abrieb, in der Regel Kohlestaub. Dieser setzt sich in Drehrichtung
des Kommutators gesehen vor den Schleifelementen ab, was zu einer Vorkommutierung
und damit zu einer Reduzierung der Laufzeit einer mit einer derartigen Kommutierungseinrichtung
ausgestatteten elektrischen Maschine führt. Ferner setzt sich der entstehende Abrieb
in Luft- bzw. Isolierspalten zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung benachbarten
Lamellen ab, was zu Kurzschlüssen führen kann.
[0003] Eine Kommutierungseinrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist bereits aus
der Druckschrift
US-A-6 097 128 bekannt.
Offenbarung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Kommutierungseinrichtung vorzuschlagen,
mit der Vorkommutierungen durch Abriebablagerungen vermieden werden. Ferner besteht
die Aufgabe darin, eine entsprechend verbesserte elektrische Maschine vorzuschlagen.
Technische Lösung
[0005] Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Kommutierungseinrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und hinsichtlich der elektrischen Maschine mit den Merkmalen des Anspruchs
16 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen auch sämtliche Kombinationen aus zumindest
zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen und/oder den Figuren offenbarten Merkmalen.
[0006] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Ablagerung von bei der Kommutierung
entstehendem Abrieb, insbesondere von Kohlestaub, auf den Kommutator dadurch zu verhindern,
dass Mittel zum Abführen des Abriebs vorgesehen sind. Dabei sind diese Mittel bevorzugt
derart ausgebildet, dass der Abrieb in radialer Richtung nach außen abtransportiert
wird. Durch das Abführen des Abriebs werden Ablagerungen am Kommutator und/oder an
den Schleifkontakten und damit Vorkommutierungen vermieden, was wiederum zur Laufzeiterhöhung
einer mit einer nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Kommutierungseinrichtung
ausgestatteten elektrischen Maschine führt. Darüber hinaus kann die Ablagerung des
Abriebs in Isolierspalten zwischen in Umfangsrichtung nebeneinander angeordneten Lamellen
und somit elektrische Kurzschlüsse vermieden werden.
Vorteilhaft ist bei der Erfindung, dass die Mittel zum Abführen des bei der Kommutierung entstehenden Abriebs mindestens
eine an dem Kommutator anliegende Feder umfassen, wobei die Feder zur Vermeidung von
Kurzschlüssen [ ] aus einem elektrisch nicht leitenden Material ausgebildet ist. Durch
das Anliegen der Feder an dem Kommutator wird das Absetzen von Abrieb vor dem mindestens
einen Schleifelement auf dem Kommutator erfolgreich verhindert. Darüber hinaus dient
die, insbesondere als Blattfeder ausgebildete, Feder als eine Art Leitblech zum Abführen
des Abriebs nach außen. [ ]
[0007] Bevorzugt ist die Feder derart ausgebildet und angeordnet, dass sie sich ausgehend
von ihrer Festlegungsstellung in Richtung ihres freien Endes in Umfangsrichtung des
Kommutators erstreckt und in Richtung des Kommutators gebogen oder nach radial innen
abschrägt angeordnet ist, um somit den Kommutator, insbesondere in radialer Richtung,
mit einer Federkraft beaufschlagen zu können, die dafür sorgt, dass die Feder während
der Drehbewegung des Kommutators an dessen Außenumfang anliegt und somit ein Durchschlüpfen
von Abrieb unter der Feder hindurch vermieden wird. Das Vorsehen mindestens einer
den Abrieb nach radial außen abführenden Feder ermöglicht es, die Mittel zum Abführen
des Abriebs in den zur Verfügung stehenden Bauraum zu integrieren, wodurch eine elektrische
Maschine, die mit einer nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Kommutierungseinrichtung
ausgestattet ist, nicht größer baut als ohne Mittel zum Abführen des Abriebs. Dabei
ist es von Vorteil, wenn die, insbesondere als Blattfeder ausgebildete, Feder mit
ihrem von dem Kommutator abgewandten Ende an einem Bauteil der Kommutierungseinrichtung,
insbesondere an einen Schleifelementhalter (und dort bevorzugt außen an einen Köcher
für ein Schleifelement) festgelegt ist und mit ihrem freien Ende beziehungsweise im
Bereich ihres freien Endes an den Kommutator anliegt.
[0008] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Mittel, insbesondere Feder,
aus einem elektrisch nicht leitenden Kunststoff ausgebildet sind/ist.
[0009] Um eine Ablagerung von Abrieb über die gesamte Längserstreckung des Kommutators erfolgreich
zu verhindern, ist eine Ausführungsform von Vorteil, bei der die Breite der Mittel,
insbesondere Feder, zumindest näherungsweise der Axialerstreckung des Kommutators
beziehungsweise der Axialerstreckung der in Umfangsrichtung nebeneinander angeordneten
Lamellen des Kommutators entsprechen/entspricht. Ebenso ist eine Ausführungsform möglich,
bei der die Mittel, vorzugsweise die Feder, den Kommutator in axialer Richtung ein-
oder beidseitig überragen/überragt.
[0010] Um einen sauberen Anlauf im Bereich des freien Endes der Mittel, insbesondere der
mindestens einen Feder, garantieren zu können, ist eine Ausführungsform von Vorteil,
bei der die Mittel, vorzugsweise die Feder, im Bereich ihres freien, am Kommutator
anliegenden Endes eine gebogene oder schräge Anlaufkante aufweisen/aufweist. Neben
einem sauberen Anlauf wird durch die Abschrägung beziehungsweise Biegung des freien
Endes in Richtung von dem Kommutator weg eine bessere Abführmöglichkeit für den Abrieb
in radialer Richtung gewährleistet. Wie später noch erläutert werden wird, ist auch
eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Mittel mit (geringem) Radialabstand
zu dem Kommutator angeordnet sind.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Kommutierungseinrichtung
einen Schleifelementhalter mit mehreren Köchern zur Aufnahme jeweils eines, insbesondere
graphithaltigen, Schleifelementes aufweist. Um die Ablagerung von Abrieb in Drehrichtung
des Kommutators gesehen vor jedem Schleifelement zu verhindern, ist eine Ausführungsform
von Vorteil, bei der mindestens einem Schleifelement, vorzugsweise jedem Schleifelement,
Mittel zum Abführen von Abrieb, vorzugsweise eine an den Kommutator anliegende Feder,
zugeordnet, sind/ist, wobei die jeweiligen Mittel, insbesondere die jeweilige Feder,
bevorzugt in Drehrichtung des Kommutators gesehen vor dem zugehörigen Schleifelement
beziehungsweise vor dem das Schleifelement haltenden Köcher, angeordnet sind/ist.
Dabei ist eine Anordnung der Mittel, insbesondere der Federn, von Vorteil, bei der
diese sich ausgehend von dem jeweiligen Köcher, vorzugsweise ausgehend von ihrer Befestigungsstelle,
in Umfangsrichtung entgegen der Drehrichtung des Kommutators erstrecken.
[0012] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der die Mittel, vorzugsweise
die Federn, insbesondere mit dem von dem Kommutator abgewandten Ende, an dem Schleifelementhalter
festgelegt sind. Dabei liegt es im Rahmen der Weiterbildung die Mittel, insbesondere
die Federn, einstückig mit dem Schleifelementhalter auszubilden oder eine Befestigungsmöglichkeit
für die Mittel, insbesondere die Federn, an dem Schleifelementhalter vorzusehen, die
einen Austausch der Mittel, insbesondere der Federn, ermöglicht, so dass die Mittel,
insbesondere die Federn, im Falle eines Verschleißes ausgewechselt werden können.
[0013] Für den Fall, dass der Schleifelementhalter derart ausgebildet ist, dass die Mittel,
insbesondere die Federn, lösbar an diesem festlegbar sind, ist eine Ausführungsform
von Vorteil, bei der jedes Mittel, insbesondere jede Feder, in zwei unterschiedlichen
Richtungspositionen am Schleifelementhalter festlegbar ist, also eine drehrichtungsabhängige
Befestigungsmöglichkeit der Federn an dem Schleifelementhalter gegeben ist. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel, insbesondere die Federn, an dem
Schleifelementhalter durch Klemmen festlegbar.
[0014] Von besonderem Vorteil ist eine Ausführungsform, bei der die Mittel zum, insbesondere
radialen, Abführen von bei der Kommutierung entstehendem Abrieb aus demselben Material
ausgebildet sind, wie der zugehörige Köcher des Schleifelementshalters, in welchem
ein Schleifkontakt, insbesondere eine Kohlebürste in radialer Richtung relativ zu
dem Kommutator verstellbar ist. Bevorzugt bestehen die Mittel aus Kunststoff, vorzugsweise
aus elektrisch nicht leitendem Kunststoff, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
[0015] Wie eingangs erwähnt, ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die Mittel zum
Abführen des Abriebs einteilig mit dem Schleifkontakthalter und/oder einteilig mit
dem zugehörigen Köcher, insbesondere jeweils in der Art eines einteiligen Fortsatzes,
ausgebildet ist. Dabei ist es im Hinblick auf eine effiziente und kostengünstige Herstellung
von besonderem Vorteil, wenn die Mittel mit dem zugehörigen Köcher als gemeinsames
Spritzgussteil hergestellt sind. Besonders bevorzugt ist es, wenn sämtliche Köcher
mit zugehörigen Mitteln als gemeinsames Spritzgussteil ausgebildet sind.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Außenkontur der
Mittel an die Außenkontur des rotierbar angeordneten Kommutators angepasst sind. Bevorzugt
sind die Mittel hierzu auf der dem Kommutator zugewandten Seite in Richtung der Umfangserstreckung
des Kommutators gekrümmt ausgebildet.
[0017] Wie eingangs erwähnt, ist eine Ausführungsform realisierbar, bei der die mindestens
eine Feder, bei der Rotation des Kommutators außen an diesem anliegt.
[0018] Die Erfindung führt auch auf eine elektrische Maschine, insbesondere einen Elektromotor
oder einen Generator, mit einer zuvor beschriebenen Kommutierungseinrichtung, wobei
der Kommutator der Kommutierungseinrichtung drehfest auf einer Ankerwelle angeordnet
ist. Durch das Vorsehen einer nach dem Konzept der Erfindung ausgebildeten Kommutierungseinrichtung
werden Vorkommutierungen vermieden und somit die Laufzeit der elektrischen Maschine
gegenüber bekannten elektrischen Maschinen erhöht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt einer Kommutierungseinrichtung, bei der jedem Schleifelement
Mittel zum Abführen von Abrieb zugeordnet sind,
Fig. 2 einen Schleifelementhalter der Kommutierungseinrichtung gemäß Fig. 1, und
Fig. 3 als Stand der Technik, der das Verständnis der Erfindung erleichtert, einen
Schleifelementhalter mit einstückig mit den Köchern für Schleifelemente ausgebildeten
Mitteln zum Abführen von Abrieb.
Ausführungsformen der Erfindung
[0020] In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit der gleichen Funktion mit den
gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0021] In Fig. 1 ist eine Kommutierungseinrichtung 1 für eine elektrische Maschine gezeigt.
Die Kommutierungseinrichtung 1 umfasst einen Kommutator 2 zur drehfesten Anordnung
an einer nicht gezeigten, senkrecht auf der Zeichnungsebene stehenden Ankerwelle.
Der Kommutator 2 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel vier in Umfangsrichtung
nebeneinander angeordnete Lamellen 3, 4, 5, 6 aus Kupfer. Die Lamellen 3, 4, 5, 6
sind elektrisch leitend mit nicht gezeigten Ankerwicklungen eines Ankerpaketes verbunden.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Lamellen befindet sich ein in axialer Richtung
verlaufender Luftspalt 7, 8, 9, 10 zur elektrischen Isolierung der Lamellen 3, 4,
5, 6 voneinander.
[0022] Der Kommutator 2 ist innehalb eines Schleifelementhalters 11 angeordnet, der in diesem
Ausführungsbeispiel vier gleichmäßig in Umfangsrichtung beabstandete Köcher 12, 13,
14, 15 für jeweils ein Schleifelement 16, 17, 18, 19 (Kohlebürste) aufweist. Jedes
Schleifelement 16, 17, 18, 19 ist mittels einer nicht gezeigten Feder radial nach
innen in Richtung des Kommutators 2 federkraftbeaufschlagt, so dass die Schleifelemente
16, 17, 18, 19 am Außenumfang des Kommutators 2, genauer an den Lamellen 3, 4, 5,
6, anliegen und diese bei der Drehbewegung des Kommutators 2 elektrisch kontaktieren.
Durch die Reibung zwischen dem Kommutator 2 und den Schleifelementen 16, 17, 18, 19
entsteht Abrieb 20 (Kohlestaub). Zur Abführung des Abriebes 20 in radialer Richtung
nach außen sind Mittel 21 zur Abführung des Abriebs vorgesehen. Diese Mittel 21 zur
Abführung des Abriebs umfassen vier in Umfangsrichtung voneinander beabstandete, jeweils
als Blattfeder aus Kunststoff ausgebildete Federn 22, 23, 24, 25, die lösbar an dem
Schleifelementhalter 11 festgelegt sind. Die Axialerstreckung der Federn 22, 23, 24,
25, also ihre Erstreckung in die Zeichnungsebene hinein, entspricht im Wesentlichen
der Axialerstreckung der Lamellen 3, 4, 5, 6. Die Federn 22, 23, 24, 25 erstrecken
sich entgegen der durch den Pfeil gekennzeichneten Drehrichtung 36 des Kommutators
2 in Umfangsrichtung des Kommutators 2 und sind mit ihrem jeweiligen von dem Kommutator
2 abgewandten Ende 26, 27, 28, 29 an den Schleifelementhalter 11 festgelegt. Die Federn
22, 23, 24, 25 sind in radialer Richtung nach innen auf den Kommutator 2 zu gebogen
ausgeformt, wodurch eine federnde Wirkung in radialer Richtung erzielt wird. Mit ihrem
jeweiligen freien Ende 30, 31, 32, 33 liegen die Federn 22, 23, 24, 25 am Außenumfang
des Kommutators 2 beziehungsweise der Lamellen 3, 4, 5, 6 auf und führen den bei der
Drehbewegung entstehenden Abrieb 20 in radialer Richtung nach außen ab.
[0023] Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, sind die Federn 22, 23, 24, 25 im Bereich ihres jeweiligen
freien Endes 30, 31, 32, 33 leicht nach außen abgebogen, um einen sauberen Anlauf
zu gewährleisten.
[0024] Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, ist jedem Schleifelement 16, 17, 18, 19 eine Feder
22, 23, 24, 25 zugeordnet, die in Drehrichtung 36 gesehen vor dem jeweiligen Schleifelement
16, 17, 18, 19 angeordnet ist. Für den Fall, dass die Drehrichtung 36 des Kommutators
2 geändert werden soll, ist es möglich, die Federn 22, 23, 24, 25 derart an den Schleifelementhalter
11 zu montieren, dass sie sich nicht wie gezeigt im Uhrzeigersinn und radial nach
innen, sondern im Gegenuhrzeigersinn und radial nach innen erstrecken, um somit eine
Abführung des Abriebs 20 nach radial außen sicherzustellen.
[0025] In Fig. 2 ist ein Schleifelementhalter 11 in Alleinstellung gezeigt. Zu erkennen
ist ein in der Zeichnungsebene nach hinten weisender Hohlfortsatz 34 zur Aufnahme
von Kontakten einer elektrischen Maschine. In seinem in der Zeichnungsebene vorderen
Bereich ist der Schleifelementhalter 11 scheibenförmig ausgebildet und weist vier
jeweils um 90° zueinander versetzte Köcher 12, 13, 14, 15 für jeweils ein nicht gezeigtes
Schleifelement auf. In den Köchern 12, 13, 14, 15 ist jeweils ein Schleifelement in
Richtung nach radial innen auf den Kommutator 2 federkraftbeaufschlagt.
[0026] In einer zentrischen Öffnung 35 ist im montierten Zustand ein Kommutator 2 angeordnet.
Bei der gezeigten Konfiguration des Schleifelementhalters 11 rotiert der nicht eingezeichnete
Kommutator im Uhrzeigersinn (Pfeil 36).
[0027] An jedem Köcher 12, 13, 14, 15 ist eine als Blattfeder ausgebildete Feder 22, 23,
24, 25 mit ihrem von der Öffnung 35 abgewandten Ende 26, 27, 28, 29 lösbar festgelegt.
Die Federn 22, 23, 24, 25 erstrecken sich ausgehend von dem jeweiligen Köcher 12,
13, 14, 15 im Gegenuhrzeigersinn und sind nach innen gebogen ausgebildet. Ihre freien
Enden 30, 31, 32, 33 sind nach radial außen in Richtung von der Öffnung 35 weg umgebogen,
um einen sauberen Anlauf des Kommutators 2 zu gewährleisten und damit ein Verhaken
mit den Luftspalten 7, 8, 9, 10 zwischen den Lamellen 3, 4, 5, 6 des Kommutators 2
zu verhindern.
[0028] Der nach außen abgeführte Abrieb 20 fällt schwerkraftbedingt in einem Bereich außerhalb
des Kommutators 2 nach unten in das nicht gezeigte Gehäuse der elektrischen Maschine
und kann von Zeit zu Zeit bei Bedarf entfernt werden.
[0029] In Fig. 3 ist als Stand der Technik, der das Verständnis der Erfindung erleichtert,
ein Schleifelementhalter 11 gezeigt. Der Schleifelementhalter 11 umfasst gleichmäßig
in Umfangsrichtung verteilt angeordnete Köcher 12, 13, 14, 15 für jeweils ein nicht
gezeigtes Schleifelement 16, 17, 18, 19 (analog Fig. 1). Auch bei dem in Fig. 3 gezeigten
Schleifelementhalter 11 entsteht durch die Reibung zwischen dem aus Übersichtlichkeitsgründen
nicht gezeigten, in der zentrischen Öffnung 35 anzuordnenden, Kommutator und dem Schleifelement
Abrieb. Zur Abführung des Abriebs in radialer Richtung nach außen sind jedem Köcher
12, 13, 14, 15 Mittel 21 zum Abführen des Abriebs zugeordnet. Die Mittel 21 sind jeweils
als einteilig mit dem zugehörigen Köcher 12, 13, 14, 15 ausgebildete starre Fortsätze
ausgeführt, wobei die Köcher 12, 13, 14, 15 wiederum einteilig mit einer Grundplatte
37 des Schleifelementhalters 11 ausgebildet sind. Der in Fig. 3 gezeigte Schleifelementhalter
11 bildet zusammen mit dem nicht gezeigten Kommutator eine Kommutierungseinrichtung
für eine elektrische Maschine. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, verläuft die Drehrichtung
36 des nicht gezeigten Kommutators im Gegenuhrzeigersinn. Die Mittel 21 sind bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 als integrale Fortsätze der Köcher 12, 13, 14, 15
ausgebildet, die sich in Umfangsrichtung ausgehend von dem zugehörigen Köcher 12,
13, 14, 15 entgegen der Drehrichtung 36 erstrecken. Die Mittel 21 sind rampenartig
ausgebildet und verjüngen sich in Richtung ihrer freien Enden 38. Anders ausgedrückt,
nimmt die Radialerstreckung der als Fortsätze ausgebildeten Mittel 21 im Gegenuhrzeigersinn
zu.
[0030] Wie sich weiterhin aus Fig. 3 ergibt, ist eine (untere, bzw. radial innere) Seite
39 der als Fortsätze ausgebildeten Mittel 21 gegenüber einer zugehörigen, radial inneren
Köcheröffnung 40, 41, 42, 43 nach radial innen versetzt angeordnet, wodurch eine in
Umfangsrichtung wirkende Barriere gegen Abrieb gebildet ist, wodurch ein (übermäßiges)
Auftreffen von Abrieb auf den in Fig. 3 nicht gezeigten Kohlebürsten verhindert wird.
[0031] Die dem Kommutator zugewandten Seiten 39 der Mittel 21 sind in Umfangsrichtung gekrümmt
ausgebildet und sind mit Abstand zu dem nicht gezeigten Kommutator angeordnet, wobei
zwischen den Seiten 39 und dem Kommutator nur ein minimaler Umfangsspalt mit einer
in Umfangsrichtung gleichbleibender Radialerstreckung von in diesem Ausführungsbeispiel
0, 5mm gebildet ist.
1. Kommutierungseinrichtung mit einem rotierbaren Kommutator (2) und mit mindestens einem
den Kommutator (2) kontaktierenden Schleifelement (16, 17, 18,19),
wobei Mittel (21) zum Abführen von bei der Kommutierung entstehendem Abrieb (20) vorgesehen
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (21) mindestens eine elektrisch nicht leitende, an dem Kommutator (2)
anliegende Feder (22, 23, 24, 25) umfassen.
2. Kommutierungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feder (22, 23, 24, 25) als in Richtung des Kommutators (2) gebogene und/oder
schräg angeordnete Blattfeder ausgebildet ist.
3. Kommutierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) aus einem elektrisch nicht leitenden Kunststoff ausgebildet sind/ist.
4. Kommutierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Mittel (21) zumindest näherungsweise der Axialerstreckung des
Kommutators (2) entspricht oder diesen axial überragt.
5. Kommutierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) im Bereich ihres freien, am Kommutator (2) anliegenden Endes
(30, 31, 32, 33) eine gebogene oder schräge Anlauffläche aufweisen/aufweist.
6. Kommutierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schleifelementhalter (11) mit mehreren Köchern (12, 13, 14, 15) zur Aufnahme
jeweils eines Schleifelementes (16, 17, 18, 19) vorgesehen ist, und dass mindestens
einem Köcher (12,13,14,15), vorzugsweise jedem Köcher (12, 13, 14, 15) eine in Drehrichtung
(36) des Kommutators (2) gesehen vor dem Köcher (12, 13, 14, 15) an dem Kommutator
(2) anliegende Feder (22, 23, 24, 25), zugeordnet sind/ist.
7. Kommutierungseinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) einstückig mit dem Schleifelementhalter (11) ausgebildet, oder
an diesem festlegbar, insbesondere festklemmbar, sind/ist.
8. Kommutierungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) in Abhängigkeit der Drehrichtung (36) des Kommutators (2) in
zwei unterschiedlichen Richtungspositionen am Schleifelementhalter (11) festlegbar
sind/ist.
9. Kommutierungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) aus demselben Material, vorzugsweise aus Kunststoff, ausgebildet
sind, wie der zugehörige Köcher (12, 13, 14, 15) des Schleifelementhalters (11).
10. Kommutierungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) mit den zugehörigen Köcher (12, 13, 14, 15) als gemeinsames Spritzgussteil
ausgebildet sind.
11. Kommutierungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (21) auf der dem Kommutator (2) zugewandten Seite (39) in Richtung
der Umfangserstreckung des Kommutators (2) gekrümmt sind.
12. Elektrische Maschine, insbesondere Elektromotor oder Generator, mit einer Kommutierungseinrichtung
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, deren Kommutator (2) drehfest auf einer
Ankerwelle angeordnet ist.
1. Commutation device having a rotatable commutator (2) and having at least one grinding
element (16, 17, 18, 19) which makes contact with the commutator (2), wherein means
(21) for discharging abraded material (20) which is produced during commutation are
provided, characterized in that the means (21) comprise at least one electrically non-conductive spring (22, 23,
24, 25) which bears against the commutator (2).
2. Commutation device according to Claim 1, characterized in that the spring (22, 23, 24, 25) is in the form of a leaf spring which is bent and/or
arranged in a sloping manner in the direction of the commutator (2).
3. Commutation device according to either of the preceding claims, characterized in that the means (21) are/is formed from an electrically non-conductive plastic.
4. Commutation device according to one of the preceding claims, characterized in that the width of the means (21) corresponds at least approximately to the axial extent
of the commutator (2) or projects axially beyond the said commutator.
5. Commutation device according to one of the preceding claims, characterized in that the means (21) have/has a bent or sloping run-on face in the region of their/its
free end (30, 31, 32, 33) which bears against the commutator (2).
6. Commutation device according to one of the preceding claims, characterized in that a grinding element holder (11) with a plurality of cartridges (12, 13, 14, 15) for
accommodating in each case one grinding element (16, 17, 18, 19) is provided, and
in that a spring (22, 23, 24, 25) which bears against the commutator (2) in front of the
cartridge (12, 13, 14, 15) as seen in the rotation direction (36) of the commutator
(2) is associated with at least one cartridge (12, 13, 14, 15), preferably each cartridge
(12, 13, 14, 15).
7. Commutation device according to Claim 6, characterized in that the means (21) are/is integrally formed with the grinding element holder (11), or
can be secured, in particular fixedly clamped, to the said grinding element holder.
8. Commutation device according to either of Claims 6 and 7, characterized in that the means (21) can be secured to the grinding element holder (11) in two different
directional positions depending on the rotation direction (36) of the commutator (2).
9. Commutation device according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the means (21) are formed from the same material as the associated cartridge (12,
13, 14, 15) of the grinding element holder (11), preferably from plastic.
10. Commutation device according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the means (21) with the associated cartridges (12, 13, 14, 15) are in the form of
a common injection-moulded part.
11. Commutation device according to one of the preceding claims, characterized in that the means (21) are curved in the direction of the circumferential extent of the commutator
(2) on that side (39) which faces the commutator (2).
12. Electrical machine, in particular electric motor or generator, having a commutation
device (1) according to one of the preceding claims, the commutator (2) of the said
commutation device being arranged in a rotationally fixed manner on an armature shaft.
1. Dispositif de commutation comprenant un commutateur rotatif (2) et au moins un élément
frottant (16, 17, 18, 19) venant en contact avec le commutateur (2),
des moyens (21) étant prévus pour évacuer l'abrasion (20) formée lors de la commutation,
caractérisé en ce que les moyens (21) comprennent au moins un ressort (22, 23, 24, 25) électriquement non
conducteur, s'appliquant contre le commutateur (2).
2. Dispositif de commutation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le ressort (22, 23, 24, 25) est réalisé sous forme de ressort à lame cintré dans la
direction du commutateur (2) et/ou disposé obliquement.
3. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens (21) sont réalisés en matière plastique non conductrice de l'électricité.
4. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la largeur des moyens (21) correspond au moins approximativement à l'étendue axiale
du commutateur (2) ou dépasse axialement celui-ci.
5. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens (21) présentent une surface de butée cintrée ou oblique dans la région
de leur extrémité libre (30, 31, 32, 33) s'appliquant contre le commutateur (2).
6. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'un support d'éléments frottants (11) avec plusieurs fourreaux (12, 13, 14, 15)
pour recevoir respectivement un élément frottant (16, 17, 18, 19) est prévu, et en
ce qu'au moins un fourreau (12, 13, 14, 15), de préférence chaque fourreau (12, 13,
14, 15) est associé à un ressort (22, 23, 24, 25) s'appliquant contre le commutateur
(2) avant le fourreau (12, 13, 14, 15), vu dans le sens de rotation (36) du commutateur
(2).
7. Dispositif de commutation selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
les moyens (21) sont réalisés d'une seule pièce avec le support d'éléments frottants
(11), ou peuvent être fixés sur celui-ci, notamment par serrage.
8. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
les moyens (21) peuvent être fixés en fonction du sens de rotation (36) du commutateur
(2) dans deux positions de sens différents sur le support d'éléments frottants (11).
9. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
les moyens (21) sont réalisés en le même matériau, de préférence en plastique, que
le fourreau associé (12, 13, 14, 15) du support d'éléments frottants (11).
10. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce que
les moyens (21) avec les fourreaux associés (12, 13, 14, 15) sont réalisés sous forme
de pièce commune moulée par injection.
11. Dispositif de commutation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les moyens (21) sur le côté (39) tourné vers le commutateur (2) sont courbés dans
la direction de l'étendue circonférentielle du commutateur (2).
12. Machine électrique, en particulier moteur électrique ou générateur, comprenant un
dispositif de commutation (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dont le commutateur (2) est disposé de manière solidaire en rotation sur un arbre
d'induit.