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EP 2 202 158 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.08.2012 Patentblatt 2012/35 |
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Anmeldetag: 17.12.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Umreifungsvorrichtung und Verfahren zum Betrieb davon
Strapping device and method for operation
Dispositif de cerclage et son procédé de fonctionnement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.12.2008 CH 20192008
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.2010 Patentblatt 2010/26 |
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Patentinhaber: Ferag AG |
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8340 Hinwil (CH) |
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Erfinder: |
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- Müller, Holger
04425 Taucha (DE)
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| (74) |
Vertreter: Frei Patent Attorneys et al |
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Frei Patentanwaltsbüro AG
Postfach 1771 8032 Zürich 8032 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-2004/009448 FR-A- 2 133 078 FR-A- 2 481 227
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DE-A1-102004 058 830 FR-A- 2 480 255 US-B1- 6 782 678
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Weiterverarbeitung von Druckereiprodukten
und betrifft eine Vorrichtung zur Umreifung von liegenden Stapeln von Druckereiprodukten
mit einem Umreifungsband sowie ein entsprechendes Betriebsverfahren.
[0002] In der Druckereiindustrie müssen Zwischen- und Teilprodukte, wie beispielsweise einzelne
Sektionen von Zeitungen oder Zeitschriften, die vor anderen Sektionen gedruckt werden,
Signaturen, aus denen später Bücher hergestellt werden, oder Einzelblätter, Prospekte,
kleinere Broschüren, Teilbögen etc., die später Zeitungen oder Zeitschriften als Beilagen
oder Sammelteile beigegeben werden, zwischen ihrer Herstellung und ihrer weiteren
Verarbeitung zwischengelagert und dafür innerhalb des Betriebs und gegebenenfalls
auch von einem Betrieb zu einem anderen Betrieb transportiert werden. Für solche Zwischenlagerungen
und Transporte bewährt es sich seit langem, die Zwischenprodukte in liegenden Stapeln,
sogenannten Stangen, anzuordnen und diese beispielsweise auf Paletten gestapelt zu
lagern und zu transportieren.
[0003] Üblicherweise haben diese Stapel eine Länge (senkrecht zur Fläche der Druckereiprodukte),
die bedeutend grösser ist als die Kantenlängen der Druckereiprodukte. Es handelt sich
also um Stapel, die ohne Hilfsmittel nicht stabil sind, auch nicht senkrecht stehend.
Die Länge der Stapel ist beispielsweise auf die Abmessungen der Paletten, auf denen
sie gestapelt und mit denen sie transportiert und gelagert werden, abgestimmt, das
heisst, die Stapel sind üblicherweise 120 oder 150 cm lang und umfassen beispielsweise
200 bis 300 Druckereiprodukte. Die Stapel werden auf den Paletten liegend aufeinander
geschichtet und bilden so mit allgemein üblichen Lagerfahrzeugen einfach und platzsparend
manipulierbare Lagereinheiten.
[0004] Die Stirnseiten der Stapel sind üblicherweise mit Endplatten stabilisiert, beispielsweise
Holzbrettchen, die auf das Format der gestapelten Produkte abgestimmt sind. Die Stapel
werden durch eine Umreifung mit einem Umreifungsband, das beispielsweise aus Kunststoff
besteht, in gepresstem Zustand zusammengehalten. Die Umreifung verläuft über die längeren
Kanten von rechteckigen Druckproduken. Je nach Produkteformat wird einmal mittig oder
zweimal umreift. Bei zwei Umreifungen teilen diese die Stirnflächen in drei etwa gleich
grosse Teile teilen.
[0005] Die liegenden Stapel werden üblicherweise durch Aneinanderreihen von auf einer Kante
stehenden Produkten, durch beidseitige Stabilisierung der aneinandergereihten Produkte
mittels Endplatten und durch darauffolgendes Pressen und Umreifen hergestellt. Für
die Umreifung werden die abgetrennten und mit Endplatten versehenen Stapel durch eine
Handhabungseinheit gehalten und in Stapelrichtung in einen Umreifungsbereich gefördert,
wo sie gegebenenfalls auch quer zur Stapelrichtung verschoben werden. Im Umreifungsbereich
wird mittels eines Bandkanals eine Schlaufe aus Umreifungsband vorgelegt und um den
Stapel festgezogen. Nach der Umreifung werden die Stapel weggefördert.
[0006] Vorrichtungen zur Umreifung von liegenden Stapeln von Druckereiprodukten sind beispielsweise
bekannt aus den Publikationen
EP 0623542,
WO 2004/009448 (
EP 1523443),
EP 1380506 und
US 6782678. Sie basieren grundsätzlich auf zwei verschiedenen alternativen Konzepten:
[0007] Entweder ist - wie bei der
EP 0623542 oder der
US 6782678 - die Umreifungseinheit, insbesondere der Bandkanal, stationär, und der Bandkanal
weist einen beweglichen Kanalabschnitt auf, der beispielsweise unter die Förderauflage
abgesenkt oder seitlich verschoben wird. Diese Konstruktion ermöglicht es, einen Stapel
im geöffneten Zustand in den vom Bandkanal umschlossenen Umreifungsbereich zu fördern
und den Bandkanal anschliessend für das eigentliche Umreifen zu schliessen. Derartige
Vorrichtungen sind grundsätzlich für das Umreifen an einer einzigen Umreifungsposition
(Einfach-Umreifen) geeignet. Sollen mehrere Umreifungen angebracht werden, muss die
Handhabungseinheit noch quer zur Förderrichtung verschiebbar ausgebildet werden.
[0008] Gemäss dem anderen Konzept, das in der
WO 2004/009448 oder
EP 1380506 beschrieben ist, wird die Umreifungseinheit relativ zum Stapel bzw. zum Umreifungsbereich
verschoben. Der Bandkanal ist stets geschlossen, so dass die Schlaufe bereits vorgelegt
werden kann, während der umreifte Stapel weggefördert und ein neuer Stapel in den
Umreifungsbereich gefördert wird. Anschliessend wird der Bandkanal durch Verschieben
quer zur Stapel-Förderrichtung in den Umreifungsbereich bewegt. Vorteile gegenüber
dem ersten Konzept bestehen darin, dass die Zyklusdauer verringert wird, da die Schlaufe
bereits beim Fördern des Stapels in den Umreifungsbereich gebildet werden kann. Ausserdem
besteht Flexibilität hinsichtlich der Anzahl und der Lage der Umreifungen. Nachteilig
sind die relativ grossen Massen, die in kurzer Zeit über relativ grosse Distanzen
bewegt werden müssen, denn üblicherweise bilden der Bandkanal zusammen mit einer Stapelauflage
und gegebenenfalls weiteren Komponenten zur Lagerung einer Bandvorratsrolle sowie
zum Antrieb und zum Festziehen/Verschweissen des Umreifungsbands eine gemeinsam verfahrbare
Einheit.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine bekannte Umreifungsvorrichtung so
weiterzuentwickeln, dass eine grössere Flexibilität hinsichtlich der Lage der Umreifungen
und des Ablaufs des Umreifungsprozesses erreichbar ist.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Umreifungsvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch
1 sowie durch ein Betriebsverfahren dafür mit den Merkmalen von Anspruch 10. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0011] Die Umreifungsvorrichtung umfasst in an sich bekannter Weise eine Handhabungseinrichtung
mit zwei Pressbacken zum Zusammenpressen und Fördern des Stapels in einer in Stapellängsrichtung
verlaufenden Förderrichtung von einem Stapelbildungsbereich in einen Umreifungsbereich,
sowie eine Umreifungseinheit mit einer Stapelauflage und einem Bandkanal. Die Umreifungseinheit
ist in einer quer zur Förderrichtung verlaufenden Ausstossrichtung verfahrbar. Der
Bandkanal ist dabei in einer senkrecht zur Ausstossrichtung orientierten Ebene angeordnet.
Er kann durch das Bewegen quer zur Förderrichtung sowohl um den Umreifungsbereich
herum gelegt werden, wobei sich die Stapelauflage dann unterhalb des Umreifungsbereichs
befindet, als auch seitlich davon angeordnet werden. Als Umreifungsbereich wird vorliegend
derjenige Raumbereich bezeichnet, in dem sich der Stapel befindet, wenn die Umreifung
stattfindet. Der Umreifungsbereich ist beispielsweise durch eine bestimmte Stellung
der Pressbacken und/oder durch eine Führungseinrichtung für die Pressbacken vorgegeben.
Erfindungsgemäss weist der Bandkanal einen beweglichen Kanalabschnitt auf, so dass
der Bandkanal einen offenen und einen geschlossenen Zustand einnehmen kann. Ein Stapel
ist somit im offenen Zustand des Bandkanals in Förderrichtung in den vom Bandkanal
umschlossenen Bereich einführbar und kann in die Umreifungsposition gebracht werden.
Die Umreifung kann dann im geschlossenen Zustand stattfinden.
[0012] Obwohl es angesichts der Verschiebbarkeit der Umreifungseinheit nicht notwendig scheint,
den Bandkanal steuerbar, d.h. mit einem beweglichen Kanalabschnitt, zu gestalten,
hat dieses Merkmal in Kombination mit einer verschiebbaren Umreifungseinheit folgende
überraschende Vorteile:
- Es sind mehrere Betriebsarten möglich, die jeweils hinsichtlich bestimmter Parameter
optimiert werden können, wie z.B. Energieverbrauch oder kurze Zyklusszeit: Soll nur
eine Einfach-Umreifung angebracht werden, kann die Umreifungseinheit ortsfest um die
Umreifungsposition herum bleiben. Der Bandkanal wird geschaltet, d.h. der bewegliche
Kanalabschnitt wird zum Einführen des Stapels geöffnet und dann wieder geschlossen.
Hierdurch wird der Energieverbrauch und der Verschleiss reduziert, denn die massive
Umreifungseinheit wird nicht bewegt. Soll eine Mehrfach-Umreifung gemacht werden,
wird der Bandkanal zuerst in eine erste und dann in eine zweite Umreifungsposition
gebracht. Er bleibt dann vorzugsweise in der zweiten Umreifungsposition, und der nachfolgende
Stapel wird zuerst an der zweiten und dann an der ersten Position umreift. Auf diese
Weise wird der notwendige Hub (Fahrweg quer zur Förderrichtung) und damit ebenfalls
Verschleiss und Energieverbrauch reduziert. Falls die Zyklusdauer reduziert werden
soll, kann der Kanal in beiden Fällen auch geschlossen bleiben und die Umreifungseinheit
mit entsprechend grösserem Hub quer zwischen einer Umreifungsposition und einer Ruheposition
verfahren werden. In der Ruheposition kann der Stapel am geschlossene Bandkanal vorbei
in den Umreifungsbereich gefördert werden.
- Die Bewegung der Umreifungseinheit quer zur Förderrichtung kann genutzt werden, um
gleichzeitig zwei Wirkungen zu erreichen: Zum einen wird der Bandkanal zwischen verschiedenen
Positionen (verschiedene Umreifungspositionen oder Umreifungs-/Ruheposition) verfahren.
Hierdurch ergibt sich grosse Flexibilität bezüglich Lage und Anzahl der Umreifungen.
Da vorzugsweise auch die Stapelauflage mitbewegt wird, kann der umreifte Stapel bereits
eine gewisse Strecke in Ausstossrichtung bewegt werden, sobald er von der Handhabungseinheit
freigegeben wurde. Hierdurch wird ebenfalls die Zyklusdauer reduziert und die Bewegung
der Umreifungseinheit doppelt genutzt.
[0013] Das erfindungsgemässe Verfahren umfasst die folgenden Schritte, die nicht zwingend
in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt werden müssen:
- a) Zuführen des Stapels in einer in Stapellängsrichtung verlaufenden Förderrichtung
vom Stapelbildungsbereich in den Umreifungsbereich;
b1) Verfahren der Umreifungseinheit in und/oder entgegen der Ausstossrichtung, um
den Bandkanal an wenigstens eine Umreifungsposition zu bringen, in der er den Umreifungsbereich
umschliesst;
und/oder
b2) Öffnen des beweglichen Kanalabschnitts, falls sich der Bandkanal bei Schritt a)
bereits in einer Umreifungsposition befindet, und Schliessen des beweglichen Kanalabschnitts
nach Schritt a);
c) Umreifen des Stapels an wenigstens einer Umreifungsposition;
d) Verfahren der Umreifungseinheit und/oder des Stapels in Ausstossrichtung, um den
umreiften Stapel in wenigstens eine Abgabeposition zu bringen, in der er sich in Ausstossrichtung
seitlich vom Umreifungsbereich befindet.
[0014] Wie bereits erwähnt, kann die Umreifungsvorrichtung in vorteilhafter Weise einen
Teil der Ausstossbewegung des Stapels übernehmen und dadurch gleichzeitig den Umreifungsbereich
zwecks Zuführen eines neuen Stapels freigeben.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Stapelauflage selbst unabhängig
von der Verfahrbarkeit der Umreifungseinheit aktiv oder passiv zum Bewegen des Stapels
in Ausstossrichtung ausgebildet, z.B. indem eine Fördereinheit für den Stapel vorhanden
ist (aktiv) oder indem die Stapelauflage Mittel aufweist, die die Reibung in Ausstossrichtung
vermindern (passiv). Besonders bevorzugt kommt ein Rollenteppich mit quer zur Ausstossrichtung
angeordneten, ggfs. angetriebenen Rollen zum Einsatz.
[0016] Zum Bewegen des Bandkanals bzw. der Umreifungseinheit, des beweglichen Kanalabschnitts
und der Handhabungseinheit sind entsprechende Antriebe vorhanden, die vorzugsweise
durch eine gemeinsame Steuereinheit gesteuert werden. In der Steuereinheit kann der
Betriebsmodus eingestellt werden, so dass diese die entsprechenden Bewegungen der
genannten Einheiten veranlasst. Vorzugsweise steuert die Steuereinrichtung den Antrieb
für die Umreifungseinheit derart, dass diese in Ausstossrichtung um weniger als eine
Stapelbreite verfahren wird.
[0017] Beispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und nachfolgend beschrieben.
Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1-5 eine erfindungsgemässe Umreifungsvorrichtung beim Umreifen eines Stapels
in mehreren Momentaufnahmen;
Fig. 6+7 einen Bandkanal mit beweglichem Kanalabschnitt im offenen bzw. geschlossenen
Zustand.
[0018] Fig. 1-5 zeigen eine erfindungsgemässe Umreifungsvorrichtung 1 beim Umreifen eines
Stapels 2. Die Umreifungsvorrichtung 1 umfasst ein ortsfestes Traggestell 3, an dem
die folgenden Komponenten z.T. beweglich gelagert sind: Eine Umreifungseinheit 10
mit einer Stapelauflage 20 und einem Bandkanal 30; eine Handhabungseinheit 40 für
den Stapel 2; eine Zwischenablage 50.
[0019] Die Handhabungseinheit 40 umfasst zwei an einem Träger 41 gelagerte Pressbacken 42,
die einen Stapel in klemmender Weise zwischen sich aufnehmen können. Der Träger 41
ist in einer am Traggestell 3 angebrachten Führung 44 in einer Förderrichtung F, die
hier senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft, linear verschiebbar gelagert. Relativ
zum Träger 41 können die Pressbacken 42 mittels einer entsprechenden Führung 43 auch
in einer senkrecht zur Förderrichtung hier horizontal verlaufenden Richtung A verschoben
werden. Diese Richtung ist vorliegend als Ausstossrichtung A bezeichnet, da sie der
Richtung entspricht, in der der Stapel 2 nach dem Umreifen bewegt wird. Die Handhabungseinheit
40 ist so ausgebildet, dass der Stapel 2 in einem hier nicht gezeigten Stapelbildungsbereich
aufgenommen werden kann und in einen Umreifungsbereich U bewegt werden kann. Der Umreifungsbereich
U ist derjenige Raumbereich, in dem sich der Stapel 2 beim Umreifen befindet. Die
Umreifungseinheit 10 kann verschiedene Stellungen relativ dazu einnehmen, die nachfolgend
als Umreifungs- bzw. Ruheposition(en) bezeichnet werden. Der Stapel 2 selbst kann
ebenfalls verschiedene Positionen relativ zum Umreifungsbereich U einnehmen, insbesondere
beim Zu- und Wegfördern.
[0020] Details der Handhabungseinheit und der Stapelbildung, die hier ebenfalls verwirklicht
sein können, ergeben sich beispielsweise aus der eingangs genannten
WO 2004/009448.
[0021] Die Umreifungseinheit 10 umfasst eine Stapelauflage 20 und ein Bandkanal 30, die
an einem mittels Rollen 13 verfahrbaren Wagen 12 gelagert sind. Der Wagen 12 ist in
Ausstossrichtung A innerhalb der stationären Teile des Traggestells 3 verfahrbar.
Es sind entsprechende, hier nicht gezeigte Führungen dafür vorhanden. Am Wagen 12
ist eine Vorratsrolle 15 für Umreifungsband mittels einer Lagerung 14 gelagert und
wird mit der Umreifungseinheit 10 mitbewegt. Die Stapelauflage 20 ist durch einen
horizontalen Teppich aus nebeneinander liegenden Rollen 22 gebildet, deren Achsen
in Förderrichtung F weisen. Die Oberseiten der Rollen 22 definieren eine in einer
Auflageebene E liegende Auflagefläche 23, die unmittelbar unterhalb des Umreifungsbereichs
U angeordnet ist bzw. an dessen untere Begrenzungsfläche angrenzt oder mit dieser
zusammenfällt. Die Rollen 22 sind durch einen Antrieb 24 angetrieben, hier in Form
eines reibschlüssig mit den Rollen 22 zusammenwirkenden, über mehrere Umlenkungen
geführten Antriebsbandes.
[0022] Der Bandkanal 30 ist vertikal orientiert, wobei die durch ihn definierte Ebene parallel
zur Förderrichtung F verläuft. Fig. 6+7 zeigen eine Aufsicht auf diese Ebene. Der
Bandkanal 30 umfasst einen etwa U-förmigen stationären Kanalabschnitt 32 sowie einen
etwa geraden beweglichen Kanalabschnitt 34, mit dem der Kanal 30 geschlossen (Fig.
7) bzw. geöffnet (Fig. 6) werden kann. Wie Fig. 1-5 zeigen, ist der Bandkanal 30 bzw.
sein stationärer Abschnitt 32 relativ zur Stapelauflage 20 ortsfest. Der bewegliche
Abschnitt 34 kann mit einem geeigneten Antrieb nach unten unterhalb der Stapelauflage
20 abgesenkt werden, um den Kanal 30 zu öffnen. Durch hier nicht gezeigte Mittel kann
im geschlossenen Zustand eine Schlaufe eines Umreifungsbands in den Kanal 30 eingeführt
und um den Stapel 2 festgezogen und verbunden werden. Die Rollen 22 des Rollenteppichs
sind dazu im Bereich des Bandkanals 30 voneinander beabstandet.
[0023] Zu den stationären Komponenten der Umreifungsvorrichtung 1 gehört auch die Zwischenablage
50, deren Auflagefläche 53 ebenfalls durch einen Teppich aus nebeneinander liegenden
Rollen 52 gebildet ist und in derselben Ebene E wie die Auflagefläche 23 der Stapelauflage
20 liegt. Zwischen den beiden Auflageflächen 23, 53 befindet sich eine Lücke 4, deren
Breite b durch Bewegen der Umreifungseinheit 10 verändert bzw. die sogar ganz geschlossen
werden kann. Zum Bewegen der Umreifungseinheit 10 in Ausstossrichtung A dient eine
Antriebsvorrichtung 16, die hier ein um Rollen 22, 52 der beweglichen bzw. stationären
Stapelauflage 20, 50 sowie um eine weitere Rolle 17 geführtes Band 19 umfasst. Die
weitere Rolle 17 ist in einer vertikalen Führung 18 beweglich, wozu ein hier nicht
näher dargestellter Antrieb vorgesehen ist. Durch Bewegen der weiteren Rolle 17 nach
unten kann die Umreifungsvorrichtung 10 zur stationären Zwischenablage 50 gezogen
werden, so dass eine kontinuierliche Auflagefläche 23, 53 gebildet wird (Fig. 5).
Die Umreifungsvorrichtung 10 ist vorzugsweise so gelagert, insbesondere vorgespannt,
dass sie wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt, wenn die Zugspannung durch das Band
19 der Antriebsvorrichtung 16 nachlässt. Das Band 19 ist vorzugsweise so ausgebildet,
dass es das Gewicht eines Stapels 2 aufnehmen kann. Somit bilden die Auflageflächen
23, 53 und das obere Trum des Bandes 19 eine kontinuierliche Auflagefläche variabler
Breite.
[0024] Im Folgenden wird die Funktion der Umreifungsvorrichtung 1 beschrieben. Dabei werden
auch verschiedene Betriebsvarianten erläutert.
[0025] Fig. 1+2 zeigen die Umreifungseinheit 10 an einer ersten Umreifungsposition U1, bei
der die Ebene des Bandkanals 30 den Umreifungsbereich U, der sich in definierter Lage
von der stationären Führung 44 der Handhabungseinheit 40 befindet, etwa mittig schneidet.
Der Bandkanal 30 ist in Fig. 1 offen, d.h. der bewegliche Kanalabschnitt 34 unter
die Auflagefläche 23 abgesenkt. Der Stapel 2 wird durch die Handhabungseinheit 40
durch die Öffnung des Bandkanals 30 in den Umreifungsbereich U gebracht, jedoch noch
nicht losgelassen. Die Stapelunterseite befindet sich auf oder kurz oberhalb der Auflagefläche
23, wobei das Gewicht zum grösseren Teil durch die Handhabungseinheit 40 aufgenommen
wird. Der bewegliche Kanalabschnitt 34 wird anschliessend, wie in Fig. 2 gezeigt,
nach oben verfahren und der Kanal 30 geschlossen. In dieser Position U1 kann die Umreifung
(Einfachumreifung) stattfinden. Hierbei werden die Pressbacken 42 mit umreift. Anschliessend
an die Umreifung werden die Pressbacken 42 in der horizontalen Führung 43 zurückgezogen
und der umreifte Stapel 2 auf die Stapelauflage 20 aufgelegt. Die entsprechende Stellung
der Pressbacken 42 ist so, wie in Fig. 4 für den Fall des Mehrfachumreifens dargestellt.
Zum Abgeben des Stapels 2 werden die Rollen 22 angetrieben und fördern den Stapel
2 entlang der Auflagefläche 23 und über das Band 19 zur Zwischenablage 50.
[0026] Falls die Zyklusdauer optimiert werden soll, wird bei der Stapelabgabe die gesamte
Umreifungseinheit 10 in Ausstossrichtung A bewegt, bis die Auflagefläche 23 der Stapelauflage
20 in die Auflagefläche 53 der Zwischenablage 50 übergeht. Die entsprechende Position
der Umreifungseinheit 10 ist so, wie in Fig. 5 für den Fall des Mehrfachumreifens
dargestellt. Der Bandkanal 30 befindet sich hier ausserhalb des Umreifungsbereichs
U an einer Ruheposition R1, so dass gleichzeitig ein neuer Stapel 2 ohne Öffnen des
Bandkanals 30 in die Umreifungsposition gebracht werden kann. Im Bandkanal 30 kann
währenddessen eine Schlaufe vorgelegt werden. Der Wagen 12 wird anschliessend wieder
zurück gefahren, um den Bandkanal 30 wieder in die Umreifungsposition U1 zu bewegen.
Die Ausstossbewegung des umreiften Stapels 2 wird hier in vorteilhafter Weise mit
einer Bewegung des Bandkanals 30 in eine Ruheposition R1 kombiniert.
[0027] Fig. 3+4 zeigen eine Variante des geschilderten Verfahrens zur Herstellung einer
Mehrfachumreifung an zwei im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zur Mittenebene des Stapels
2 angeordneten Umreifungspositionen U2, U3. Die Umreifungseinheit 10 wird mit kleinem
Hub nur so verschoben, dass sich der Bandkanal 30 an einer der Umreifungspositionen
U2, U3 befindet. In Fig. 3 wurde der Stapel 2 ähnlich wie in Fig. 2 bei offenem Bandkanal
30 in den Umreifungsbereich U gebracht und der Bandkanal 30 anschliessend geschlossen.
In der Umreifungsposition U2 findet eine erste Umreifung statt. Anschliessend wird
die Umreifungseinheit 10 entgegen der Ausstossrichtung A verschoben, so dass der Bandkanal
30 an der weiteren Umreifungsposition U3 positioniert wird (Fig. 4). Der zweifach
umreifte Stapel 2 wird nach Freigabe durch die Handhabungseinheit 40 durch Betätigen
der Rollen 22 von der Stapelauflage 20 zur Zwischenablage 50 befördert. Der Kanal
30 wird geöffnet und ein neuer Stapel 2 zugeführt und in der umgekehrten Reihenfolge
U3-U2 umreift. Der Hub der Umreifungseinheit 10 (Änderung des Abstands b) ist hier
stets kleiner als eine Stapelbreite. Vorteilhaft ist dabei dadurch reduzierte Energiebedarf.
[0028] Fig. 5 zeigt eine Abwandlung des Verfahrens gemäss Fig. 3+4, bei dem die Umreifungseinheit
10 nach einer Doppelumreifung so weit verschoben wird, dass die Breite b der Lücke
4 auf Null reduziert ist und sich der Bandkanal 30 an einer Ruheposition R1 ausserhalb
des Umreifungsbereichs U befindet. Diese Betriebsart hat wiederum den Vorteil, dass
die Schlaufe im geschlossen bleibenden Bandkanal 30 vorgelegt werden kann.
[0029] Es ist möglich, dass keine stationäre Zwischenablage 50 vorhanden ist oder dass die
stationäre Zwischenablage 50 und die bewegliche Stapelauflage 20 durch ein Zwischen-
oder Endstück variabler Breite zu jedem Zeitpunkt und in jeder Stellung des Wagens
12 miteinander verbunden sind. Beispielsweise könnte der Rollenteppich kontinuierlich
ausgebildet sein, wobei das in Ausstossrichtung vordere Ende nach unten ablenkbar
ist, so dass die Auflagefläche 23, 53 stets an derselben Stelle im Raum endet.
[0030] Es ist auch möglich, die Vorrichtung so abzuwandeln, dass der Stapel zu weiteren
Seiten bzw. in weitere Richtungen ausgestossen wird, z.B. zu der Seite, auf der sich
die Handhabungseinheit befindet.
1. Vorrichtung zur Umreifung von liegenden Stapeln (2) von Druckereiprodukten mit einem
Umreifungsband, umfassend eine Handhabungseinrichtung (40) mit zwei Pressbacken (42)
zum Zusammenpressen und Fördern des Stapels (2) in einer in Stapellängsrichtung verlaufenden
Förderrichtung (F) von einem Stapelbildungsbereich in einen Umreifungsbereich (U),
sowie eine Umreifungseinheit (10) mit einer Stapelauflage (20) und einem Bandkanal
(30), wobei die Umreifungseinheit (10) in einer quer zur Förderrichtung (F) verlaufenden
Ausstossrichtung (A) verfahrbar ist und wobei der Bandkanal (30) in einer senkrecht
zur Ausstossrichtung (A) orientierten Ebene angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandkanal (30) einen beweglichen Kanalabschnitt (34) aufweist, so dass der Bandkanal
(30) einen offenen und einen geschlossenen Zustand einnehmen kann, wobei ein Stapel
(2) im offenen Zustand in Förderrichtung (F) in einen vom Bandkanal (3) umschlossenen
Umreifungsbereich (U) bringbar ist.
2. Umreifungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen ersten Antrieb zum Bewegen der Handhabungseinrichtung (40) in Förderrichtung
(F), einen zweiten Antrieb (16) zum Bewegen der Umreifungseinheit (10) in Ausstossrichtung
(A) sowie einen dritten Antrieb zum Bewegen des beweglichen Kanalabschnitts (34) zwecks
Öffnen und Schliessen des Bandkanals (30).
3. Umreifungsvorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung zum Steuern der Antriebe.
4. Umreifungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungseinheit (10) in Ausstossrichtung um weniger als eine Stapelbreite verfahrbar
ist.
5. Umreifungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelauflage (20) den Stapel aktiv oder passiv in Ausstossrichtung (A) zu bewegen
imstande ist, insbesondere indem sie einen Rollenteppich aus quer zur Ausstossrichtung
(A) angeordneten, angetriebenen und/oder frei drehbaren Rollen (22) aufweist.
6. Umreifungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine ortsfeste Zwischenablage (50) für umreifte Stapel (2) vorhanden ist, die in
Ausstossrichtung (A) seitlich von der Stapelauflage (20) angeordnet ist.
7. Umreifungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungseinheit (10) so weit verschiebbar ist, dass die Auflageflächen (23,
53) der Stapelauflage (20) und der Zwischenablage (50) aneinander angrenzen und in
Ausstossrichtung (A) miteinander fluchten.
8. Umreifungsvorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Handhabungseinheit (40) eine in Förderrichtung angeordnete Linearführung (44)
aufweist, entlang derer die Pressbacken (42) verfahrbar sind, wobei die Pressbacken
(42) zum Loslassen des Stapels (2) quer zur Linearführung (44) verschiebbar sind.
9. Verfahren zum Umreifen eines Stapels (2) mit einer Vorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, mit den folgenden Schritten:
a) Zuführen des Stapels (2) in einer in Stapellängsrichtung verlaufenden Förderrichtung
(F) vom Stapelbildungsbereich in den Umreifungsbereich (U);
b1) Verfahren der Umreifungseinheit (10) in und/oder entgegen der Ausstossrichtung
(A), um den Bandkanal (30)an wenigstens eine Umreifungsposition (U1, U2, U3) zu bringen,
in der er den Umreifungsbereich (U) umschliesst;
und/oder
b2) Öffnen des beweglichen Kanalabschnitts (34), falls sich der Bandkanal (30) bei
Schritt a) bereits in einer Umreifungsposition (U1, U2, U3) befindet, und Schliessen
des beweglichen Kanalabschnitts nach Schritt a);
c) Umreifen des Stapels an wenigstens einer Umreifungsposition (U1, U2, U3);
d) Verfahren der Umreifungseinheit (10) und/oder des Stapels (2) in Ausstossrichtung
(A), um den umreiften Stapel (2) in wenigstens einen Abgabebereich zu bringen, in
der er sich in Ausstossrichtung (A) seitlich vom Umreifungsbereich (U) befindet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungseinheit (10) nach Umreifen des Stapels (2) an einer ersten Umreifungsposition
(U2) relativ zum Stapel (2) so verschoben wird, dass der Bandkanal an einer zweiten
Umreifungsposition (U3) angeordnet wird, und dass der Stapel (2) an der zweiten Umreifungsposition
(U3) erneut umreift wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandkanal (30) nach Schritt d) in der zweiten Umreifungsposition (U3) bleibt,
dass der bewegliche Kanalabschnitt (34) zum Zuführen eines weiteren Stapels (2) geöffnet
und anschliessend wieder geschlossen wird und dass der weitere Stapel (2) zuerst an
der zweiten und durch Verschieben der Umreifungseinheit anschliessend an der ersten
Umreifungsposition (U3, U2) umreift wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Umreifungseinheit (10) in Ausstossrichtung (A) maximal um weniger als eine Stapelbreite
verfahren wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stapel (2) nach dem Umreifen durch die Handhabungseinheit (40) freigegeben wird
und von der Stapelauflage von unten abgestützt wird.
1. A device for strapping lying stacks (2) of printed products with a strap, comprising
a handling device (40) with two press jaws (42) for pressing together and conveying
the stack (2) in a conveying direction (F) running in the stack longitudinal direction,
from a stack formation region into a strapping region (U), as well as a strapping
unit (10) with a stack rest (20) and with a strap channel (30), wherein the strapping
unit (10) is traversable in an ejection direction (A) running transversely to the
conveying direction (F), and wherein the strap channel (30) is arranged in a plane
orientated perpendicularly to the ejection direction (A), characterised in that the strap channel (30) comprises a movable channel section (34), so that the strap
channel (30) may assume an open and a closed condition, wherein a stack (2) in the
open condition, may be brought in the conveying direction (F) into a strapping region
(U) enclosed by the strap channel (3).
2. A strapping device according to claim 1, characterised by a first drive for moving the handling device (40) in the conveying direction (F),
a second drive (16) for moving the strapping unit (10) in the ejection direction (A),
as well as a third drive for moving the movable channel section (34) for the purpose
of opening and closing the strap channel (30).
3. A strapping device according to claim 2, characterised by a control device for controlling the drives.
4. A strapping device according to one of the preceding claims, characterised in that the strapping unit (10) is traversable in the ejection direction by less than a stack
width.
5. A strapping device according to one of the preceding claims, characterised in that the stack rest (20) is capable of moving the stack in the ejection direction (A)
in an active or passive manner, in particular by way of it comprising a roller carpet
of driven and/or freely rotatable rollers (2) which are arranged transversely to the
ejection direction (A).
6. A strapping device according to one of the preceding claims, characterised in that a stationary intermediate storage (50) for strapped stacks (2) is present, which
in the ejection direction (A) is arranged laterally of the stack rest (20).
7. A strapping device according to claim 6, characterised in that the strapping unit (10) may be displaced so far, that the rest surfaces (23, 53)
of the stack rest (20) and of the intermediate storage (50) border one another and
are aligned to one another in the ejection direction (A).
8. A strapping device according to one of the preceding claims, characterised in that the handling unit (40) comprises a linear guide (44) arranged in the conveying direction,
along which the press jaws (42) are traversable, wherein the press jaws (42) are displaceable
transversely to the linear guide (44), for letting go of the stack (2).
9. A method for strapping a stack (2), with a device according to one of the preceding
claims, with the following steps:
a) feeding the stack (2) in a conveying direction (F) running in the stack longitudinal
direction, from the stack formation region into the strapping region (U);
b1) traversing the strapping unit (10) in and/or opposite the ejection direction (A),
in order to bring the strap channel (30) to at least one strapping position (U1, U2,
U3), in which it encloses the strapping region (U);
and/or
b2) opening the movable channel section (234), should the strap channel (30) with
step a) already be located in a strapping position (U1, U2, U3), and closing the movable
channel section after step a);
c) strapping the stack at at least one strapping position (U1, U2, U3);
d) traversing the strapping unit (10) and/or the stack (2) in the ejection direction
(A), in order to bring the strapped stack (2) into at least one release region, in
which it is located laterally of the strapping region (U) in the ejection direction
(A).
10. A method according to claim 9, characterised in that the strapping unit (10) after strapping the stack (2) at a first strapping position
(U2), is displaced relative to the stack (2), such that the strap channel is arranged
at a second strapping position (U3), and that the stack (2) is strapped afresh at
the second strapping position (U3).
11. A method according to claim 10, characterised in that the strap channel (30) after step d) remains in the second strapping position (U3),
that the movable channel section (34) is opened for feeding a further stack (2) and
subsequently closed again, and that the further stack (2) is firstly strapped at the
second strapping position (U3) and subsequently, by way of displacing the strapping
unit, is strapped at the first strapping position (U2).
12. A method according to one of the claims 9 to 11, characterised in that the strapping unit (10) in the ejection direction (A) is traversed maximally by less
than a stack width.
13. A method according to one of the claims 9 to 12, characterised in that the stack (2) after the strapping is released by the handling unit (40) and is supported
from below by the stack rest.
1. Ensemble pour cercler à l'aide d'un ruban de cerclage des piles (2) de produits d'imprimerie
posés à plat, l'ensemble comprenant :
un dispositif de manipulation (40) doté de deux mâchoires de poussée (42) qui compriment
et transportent la pile (2) dans une direction de transport (F) qui s'étend dans le
sens de la longueur de la pile, depuis une zone de formation de pile jusque dans une
zone de cerclage (U), et
une unité de cerclage (10) qui présente un appui de pile (20) et un canal (30) pour
ruban,
l'unité de cerclage (10) pouvant être déplacée dans une direction d'expulsion (A)
qui s'étend transversalement par rapport à la direction de transport (F) et
le canal (30) pour le ruban étant disposé dans un plan orienté perpendiculairement
à la direction d'expulsion (A),
caractérisé en ce que
le canal (30) pour ruban présente une partie mobile (34) de canal de telle sorte que
le canal (30) pour ruban peut prendre une position ouverte et une position fermée,
une pile (2) pouvant être amenée dans le dispositif de transport (F) dans une zone
de cerclage (U) entourée par le canal (3) pour ruban lorsque le canal est en position
ouverte.
2. Ensemble de cerclage selon la revendication 1, caractérisé par un premier entraînement qui déplace le dispositif de manipulation (40) dans la direction
de transport (F), un deuxième entraînement (16) qui déplace l'unité de cerclage (10)
dans la direction d'expulsion (A) ainsi qu'un troisième entraînement qui déplace la
partie mobile (34) du canal en vue d'ouvrir et de fermer le canal (30) pour ruban.
3. Ensemble de cerclage selon la revendication 2, caractérisé par un dispositif de commande qui commande les entraînements.
4. Ensemble de cerclage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de cerclage (10) peut être déplacée de moins que la largeur d'une pile dans
la direction d'expulsion.
5. Ensemble de cerclage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'appui (20) pour pile est en mesure de déplacer la pile activement ou passivement
dans la direction d'expulsion (A), en particulier par le fait qu'elle présente un
tapis à rouleaux constitué de rouleaux (22) disposés transversalement par rapport
à la direction d'expulsion (A) et entraînés et/ou aptes à tourner librement.
6. Ensemble de cerclage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un appui intermédiaire fixe (50) est prévu pour des piles (2) cerclées et est disposé
latéralement par rapport à l'appui (20) pour pile dans la direction d'expulsion (A).
7. Ensemble de cerclage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité de cerclage (10) peut être déplacée suffisamment pour que les surfaces de
pose (23, 53) de l'appui (20) pour pile et de l'appui intermédiaire (50) soient adjacentes
l'une à l'autre et soient alignées l'une sur l'autre dans la direction d'expulsion
(A).
8. Ensemble de cerclage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité de manipulation (40) présente un guide linéaire (44) disposé dans la direction
de transport et le long duquel les mâchoires de poussée (42) peuvent être déplacées,
les mâchoires de poussée (42) pouvant être déplacées transversalement par rapport
au guide linéaire (44) pour libérer la pile (2).
9. Procédé pour cercler une pile (2) à l'aide d'un ensemble selon l'une des revendications
précédentes, le procédé présentant les étapes suivantes :
a) amenée de la pile (2) dans une direction de transport (F) qui s'étend dans le sens
de la longueur de la pile depuis la zone de formation de pile jusque dans la zone
de cerclage (U),
b1) déplacement de l'unité de cerclage (10) dans la direction d'expulsion (A) et/ou
dans la direction opposée pour amener le canal (30) pour ruban en au moins une position
de cerclage (U1, U2, U3) dans laquelle il entoure la zone de cerclage (U),
et/ou
b2) ouverture de la partie mobile (34) du canal au cas où le canal (30) pour ruban
se trouve déjà dans la position de cerclage (U1, U2, U3) lors de l'étape a), et fermeture
de la partie mobile du canal après l'étape a),
c) cerclage de la pile en au moins une position de cerclage (U1, U2, U3),
d) déplacement de l'unité de cerclage (10) et/ou de la pile (2) dans la direction
d'expulsion (A) pour amener la pile (2) cerclée dans au moins une zone de sortie dans
laquelle elle est située à côté de la zone de cerclage (U) dans la direction d'expulsion
(A).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'après le cerclage de la pile (2), l'unité de cerclage (10) est déplacée par rapport
à la pile (2) jusque dans une première position de cerclage (U2) de telle sorte que
le canal pour ruban soit disposé dans une deuxième position de cerclage (U3) et que
la pile (2) soit de nouveau cerclée en la deuxième position de cerclage (U3).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'après l'étape d), le canal (30) pour ruban reste dans la deuxième position de cerclage
(U3), en ce que la partie mobile (34) du canal s'ouvre pour amener une autre pile (2) et est ensuite
de nouveau fermée et en ce que l'autre pile (2) est d'abord cerclée en la deuxième position de cerclage et ensuite
en la première position de cerclage (U3, U2) par déplacement de l'unité de cerclage.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que l'unité de cerclage (10) est déplacée au maximum de moins qu'une largeur de pile
dans la direction d'expulsion (A).
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'après le cerclage, la pile (2) est libérée par l'unité de manipulation (40) et est
soutenue par le bas par l'appui de pile.
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