[0001] Die Erfindung betrifft einen Füßling aus Maschenware, mit einem taschen- oder beutelartigen
Fußspitzenteil, einem beutelartigen Fersenteil und einem zwischen den Fußspitzen und
dem Fersenteil sich erstreckenden, die Sohle enthaltenden Mittelteil, durch die gemeinsam
eine einen Rand aufweisende Einstiegsöffnung für den Fuß eines Trägers begrenzt ist.
Außerdem bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Füßlings.
[0002] An modische Füßlinge oder kurze Söckchen wird die Forderung gestellt, dass sie einerseits
den Fuß des Trägers oder der Trägerin im Zehen- und Fersenbereich sowie längs der
Sohle abdecken und umhüllen, andererseits aber auch bei tief ausgeschnittenem Schuhwerk
von außen her möglichst nicht sichtbar sind. Darüberhinaus muss ein fester Halt des
Füßlings oder Söckchens an dem Fuß gewährleistet sein, um insbesondere zu verhindern,
dass der Füßling oder das Söckchen beim Tragen unbeabsichtigt über die Ferse abgestreift
wird.
[0003] Einfache Füßlinge, die nur aus einem rundgestrickten Schlauch bestehen, der an einem
Ende durch eine Naht verschlossen ist, genügen diesen Anforderungen in der Regel nicht.
Die
FR-1 079 155 A1 offenbart eine verbesserte Ausführung eines solchen Füßlings in der Weise, dass der
als einfacher Schlauch gestrickte und an seinem Ende mittels einer Naht verschlossene
Füßling etwa auf halber Höhe des Schlauches mit einem eingestrickten Beutel versehen
ist, der durch Mindern und Zunehmen von Maschen im Pendelgang der Rundstrickmaschine
hergestellt wird und der im Gebrauch als Fußspitzenteil zur Aufnahme der Zehen des
Trägers dient. Zur besseren Anpassung an die anatomische Form des Fußes kann das Gestrick
im Bereiche der den Schlauch verschließenden Naht vor deren Anbringung zugeschnitten
werden. Trotzdem ist die auf diese Weise zu erzielende Passform des Füßlings für viele
Anforderungen nicht ausreichend. Dies gilt auch für einen anderen aus der
DE 931 00 A1 bekannten Füßling, der aus einem verhältnismäßig lang ausgebildeten Spitzenteil und
einem verhältnismäßig kurz ausgebildeten Fersenteil besteht, zwischen denen sich ein
Zwischenstück gleich bleibender Breite erstreckt. Das Ende des Spitzenteils und des
Fersenteils werden nach der Herstellung des Rohlings abgekettelt, wobei der Rand der
Öffnung mit "Fadengummi" versehen wird. Bei dieser Art Füßlingen ist das lange Spitzenteil
häufig unerwünscht. Auch wird ein in den gesamten Rand der Einstiegsöffnung ringsum
eingearbeiteter Gummifaden, wie er zur Erzielung eines guten Haltens am Fuß erforderlich
ist beim Tragen als nachteilig empfunden. Ein grundsätzlich ähnlicher Füßling ist
schließlich aus der
EP 0 632 972 B1 bekannt, der zwei einander gegenüberliegend angeordnete, jeweils nach Art eines Fersenbeutels
gearbeitete Teile aufweist, die durch ein die Sohle enthaltendes Mittelteil miteinander
verbunden sind und zwar derart, dass die Verbindung zwischen den einzelnen Teilen
nahtlos und kontinuierlich ausgebildet ist, so dass der ganze Füßling einschließlich
seines die Einstiegöffnung umgebenden Randes vollständig nahtfrei ist.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde einen
gestrickten Füßling zu schaffen, der auch bei einem sehr großen Ausschnitt, vor allem
im Zehenbereich, sich durch einen zuverlässigen Halt an den Fuß des Trägers oder der
Trägerin auszeichnet und über eine einwandfreie Passform verfügt.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe weist der erfindungsgemäße Füßling die Merkmale des Patentanspruchs
1 auf.
[0006] Der erfindungsgemäße Füßling, der mit einem taschenartigen Fußspitzenteil, einem
beutelartigen Fersenteil und einem zwischen dem Fußspitzen- und dem Fersenteil sich
erstreckenden, die Sohle enthaltenden Mittelteil nahtlos gestrickt ist, weist ein
an das Mittelteil angestricktes Fersenteil auf, das nach Art eines einseitig offenen
Beutels gearbeitet und durch eine Naht verschlossen ist, die quer zu der Sohle verlaufend
angeordnet ist. Diese Naht kann eine Kettelnaht, eine Rosso-Naht oder eine andere
zweckentsprechende Naht sein und ist in einer bevorzugten Ausführungsform im Bereiche
der Sohle angeordnet. Bei gewissen Ausführungsformen kann es aber auch zweckmäßig
sein, die quer verlaufende Naht im oberen Fersenbereich nahe des Randes anzuordnen.
[0007] Die Einstiegsöffnung des Füßlings ist mit Vorteil durch einen an das Fußspitzenteil
und/oder das Fersenteil angestrickten elastischen Rand begrenzt, während in dem Mittelteil
wenigstens ein Bereich des die Einstiegsöffnung begrenzenden Randes mit einem im Wesentlichen
unelastischen Faden gestrickt ist.
[0008] Der neue Füßling kann mit einem extrem großen Ausschnitt im Zehenbereich des Trägers
ausgebildet werden, ohne die Passform zu verschlechtern. Es wurde erkannt, dass es
dazu wichtig ist, die Spitze des Füßlings sehr elastisch und dessen Ferse möglichst
unelastisch zu gestalten. Dies wird durch die quer zu der Sohle verlaufende Naht erreicht.
Außerdem darf der obere Rand des Füßlings in der Regel nicht so weit nach oben reichen,
dass er bei niedrig ausgeschnittenem Schuhwerk von außen her sichtbar ist. Um dies
zu erreichen, ist die Quernaht nach unten, d.h. in den Bereich der Sohle gelegt.
[0009] Das beutelartige Fersenteil kann nach Art einer bekannten Keilferse durch entsprechende
Minderung und Zunahme von Maschen gestrickt sein. Bei dieser Ausbildung des Fersenbeutels
ergibt sich etwa in der Mitte des Fersenbeutels auf beiden Seiten des Fußes jeweils
eine nach außen zu verlaufende Minderungskante. Da die Maschen des Gestrickes an den
Enden der Minderungskante fester angezogen sind, ergeben sich an diesen Stellen Wülste,
die gelegentlich unerwünscht sind. Auch treten am inneren Ende der Minderungskante
Spannungsspitzen in den maschenbildenden Garnen auf, die bei empfindlichen Garnen
die Gefahr der Entstehung von Löchern an diese Stellen beinhalten. Eine Abhilfe und
eine wesentliche Verbesserung der Passform des Füßlings lässt sich dadurch erzielen,
dass das Fersenteil mit einer neuartigen "invertierten" Minderung und Zunahme gearbeitet
wird, bei der der das Fersenteil bildende Beutel zwei vom Bereiche des Randes der
Einstiegsöffnung ausgehende Minderungskanten aufweist, die beidseitig der Sohle zu
der Quernaht hin verlaufen und die auf jeder Seite jeweils einen Winkel, beispielsweise
von 90°, miteinander einschließen. Die Minderungskanten liegen damit am Rande der
Fersenteils. Unerwünschte Stoffansammlungen im Fersenbereich, der in der Regel besonders
starken Scheuerbelastungen ausgesetzt ist, sind damit vermieden.
[0010] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen eines Füßlings, der im vorstehenden
erläuterten Art ist Gegenstand des Patentanspruchs 13.
[0011] Bei diesem Verfahren, das auf einer mit einer Minder-und Zunahmeeinrichtung ausgerüsteten
Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine mit zwei getrennt voneinander ansteuerbaren
Nadelgruppen ausgeführt wird, wird der Füßling beginnend mit der Fußspitze in folgender
Schrittfolge gestrickt:
[0012] Zuerst wird mit einer ersten Nadelgruppe im Pendelgang ein elastischer Rand für das
Fußspitzenteil des Füßlings gestrickt. Dieser Rand besteht aus einigen im Pendelgang
gestrickten Teilmaschenreihen, in denen ein zweckentsprechender elastischer Faden
verarbeitet ist.
[0013] An den Rand sich nahtlos anschließend wird mit den Nadeln der ersten Nadelgruppe
im folgenden ein taschen- oder beutelartiges Fußspitzenteil durch Mindern und anschließendes
Zunehmen von Maschen im Pendelgang gestrickt. Als nächstes wird, ebenfalls mit den
Nadeln der ersten Nadelgruppe, ein sich nahtlos an das Fußspitzenteil anschließendes,
die Sohle des Füßlings enthaltendes Mittelteil gestrickt, an das ein die Einstiegsöffnung
für den Träger des Füßlings begrenzender Rand durch Systemwechsel unter Einsatz eines
unelastischen Fadens, ebenfalls im Pendelgang, angestrickt wird.
[0014] An das so mit dem im Wesentlichen unelastischen Rand versehene Mittelteil schließt
sich ein im Pendelgang mit den Nadeln der der ersten Nadelgruppe diametral gegenüber
liegenden zweiten Nadelgruppe gestrickter vorzugsweise elastischer Rand des Fersenteils
an. Dieser Rand besteht aus im Pendelgang erzeugten Teilmaschenreihen in denen bspw.
ein elastischer Faden verarbeitet ist. An den Rand anschließend wird mit den Nadeln
der zweiten Nadelgruppe im Pendelgang das beutelartige Fersenteil gestrickt, indem
beispielsweise in einer für die Herstellung einer bekannten Keilferse gebräuchlichen
Weise Maschen gemindert und sodann wieder zugenommen werden. Nach Fertigstellung des
Fersenteils wird mit allen Nadeln beider Nadelgruppen gemeinsam im Rundlauf wenigstens
eine ringsum laufende Maschenreihe erzeugt, die die Öffnung des Fersenbeutels umgibt
und die vorzugsweise als Kettelmaschenreihe ausgebildet ist und an die sich gegebenenfalls
einige ebenfalls im Rundlauf gestrickte Draufreihen anschließen können.
[0015] Der so gestrickte Rohling wird an der sich an das Fersenteil anschließenden rundumlaufenden
Maschenreihe durch eine Naht verschlossen, die quer zu der Sohle des Füßlings verläuft
und in dessen Sohlenbereich angeordnet ist.
[0016] Der erfindungsgemäße Füßling kann, wie bereits erwähnt, mit einem extrem großen Ausschnitt
vor allem im Zehenbereich ausgebildet werden, was insbesondere beim Tragen des Füßlings
in Ballerinas gewünscht ist. Trotz seines großen Ausschnittes verschwindet der Füßling
jedoch vollständig im Schuh. Darüber hinaus zeichnet sich der Füßling durch eine sehr
gute Passform aus. Wie die Erfahrung gezeigt hat, werden unerwartet große Kräfte benötigt,
um den Füßling im Gebrauch über die Ferse "abzuwerfen" und zwar ungeachtet dessen,
dass er über einen sehr großen Ausschnitt verfügt. Da der Rand des Füßlings rings
um die Einstiegsöffnung bei der Herstellung des Rohlings, wie erläutert, mit angestrickt
wird, kann die bei vielen bekannten Füßlingen erforderliche Konfektion des Randes
wegfallen.
[0017] Weiterbildungen und weitere Ausgestaltungen des neuen Füßlings und des neuen Verfahrens
zu dessen Herstellung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung:
Figur 1 einen Füßling gemäß der Erfindung, in einer Draufsicht auf die Einstiegsöffnung,
Figur 2 den Füßling nach Figur 1, in einer Draufsicht auf die Sohle,
Figur 3 einen gestrickten Rohling zur Herstellung des Füßlings nach Figur 1, in perspektivischer
Darstellung mit Blick auf die Einstiegsöffnung,
Figur 4 den Rohling nach Figur 3, in perspektivischer Darstellung mit Blick auf die
Sohle,
Figur 5 den Rohling nach Figur 3, in einer Seitenansicht und
Figur 6 ein Schaubild zur Veranschaulichung des Strickvorgangs bei der Herstellung
eines Fersenteils mit invertierter Minderung und Zunahme des Füßlings nach Figur 1.
[0019] Der in den Figuren 1, 2 schematisch dargestellte aus Maschenware bestehende Füßling
weist ein beutel- oder taschenartiges Fußspitzenteil 1 und ein diesem gegenüber liegendes
ebenfalls taschen- oder beutelartiges Fersenteil 2 sowie ein zwischen dem Fußspitzen-
und dem Fersenteil 1, 2 sich erstreckendes, die Sohle 3 enthaltendes Mittelteil 4
auf. Das Fußspitzenteil 1 ist mit einem angestrickten elastischen Rand 5 versehen,
an den sich ein ebenfalls angestrickter, im Wesentlichen unelastischer Rand 6 des
Mittelteils 4 anschließt, der nahtlos mit einem an das Fersenteil 2 angestrickten
elastischen Rand 7 verbunden ist. Das Fußspitzenteil 1, das Fersenteil 2 und das Mittelteil
4 begrenzen mit ihren Rändern 5, 7, 6 die Einstiegsöffnung 8 für den Fuß des Trägers
des Füßlings.
[0020] Das Fußspitzenteil 1 ist in bekannter Weise durch Minderung und anschließende Zunahme
von Maschen beim Stricken im Pendelgang der Rundstrickmaschine beutel- oder taschenartig
gearbeitet, wobei die sich ergebenden Minderungskanten auf den beiden Seiten der Einstiegsöffnung
8 mit 9 bezeichnet sind. Die Minderungskanten erstrecken sich etwa von dem Rand 5
aus zu der Fußspitze hin. Wie insbesondere aus Figur 1 ersichtlich ist das Fußspitzenteil
1 so gestrickt, dass der Füßling mit einem extrem großen Ausschnitt 10 im vorderen
Bereich der Einstiegsöffnung 8 ausgebildet ist. Dieser Ausschnitt 10 ist im Wesentlichen
durch den elastischen Rand 5 begrenzt, welcher sich über einen Bogen von etwa 180°
erstreckt und aus einigen im Pendelgang erzeugten Teilmaschenreihen besteht, in denen
elastisches Fadenmaterial und/oder Gummifäden enthalten sind.
[0021] Im Bereiche des ebenfalls im Pendelgang gestrickten Mittelteils 4, das sich nahtlos
an das Fußspitzenteil 1 anschließt ist der ebenfalls aus einigen Maschenreihen bestehende
Rand 8 im Wesentlichen nicht elastisch. In seinen Maschenreihen ist im Wesentlichen
nur ein HE-Garn (Helanca) ohne EL (Elastan) oder Gummifäden verarbeitet. Das Mittelteil
4 ist glatt gestrickt und enthält zwei einander gegenüber liegende eingearbeitete
Markierungen 11, die als Messpunkte bei der Qualitätskontrolle dienen.
[0022] Das sich an das Mittelteil 4 nahtlos anschließende Fersenteil 2, ist durch Minderung
und Zunahme von Maschen beutelartig ausgebildet. Es kann nach Art einer bekannten
Keilferse gestaltet sein, wie dies beispielsweise in "Albert Diebler, Technologie
der Rundstrickerei Der Rundstrickstrumpfautomat, Konradin Verlag" beschrieben ist.
Alternativ kann das beutelartige Fersenteil 2 auch mit einer "invertierten" Minderung
und Zunahme der Maschen hergestellt sein, wie dies anhand der Figuren 5, 6 im Nachfolgenden
noch erläutert werden wird. Die sich ergebenden Minderungslinien oder -kanten, welche
von dem Rand 7 zu der Sohle 3 hin verlaufen, sind in Figur 2 bei 12 angedeutet.
[0023] Das zunächst als offener Beutel gearbeitete Fersenteil 2 ist im Sohlenbereich mit
dem Mittelteil durch eine Quernaht 13 verbunden, die quer zu der Sohle 3 verläuft
und als Kettelnaht oder Rosso-Naht oder als ähnliche Naht ausgebildet ist. Die Quernaht
13 liegt am Ende des Sohlenteils 3 am Übergang von dem Mittelteil 4 zu dem Fersenteil
2. Wie aus Figur 2 zu ersehen führen die beiden Minderungskanten 12 zu der Quernaht
13 hin.
[0024] Der an das Fersenteil 2 angestrickte, sich etwa über einen Umfang von 180° erstreckende
elastische Rand 7 besteht aus einigen im Pendelgang hergestellten Teilmaschenreihen
in denen ein elastischer Faden, beispielsweise ein Gummifaden verarbeitet ist.
[0025] Um den besonders großen Ausschnitt bei 10 des Füßlings ausbilden zu können, ohne
die Passform des Füßlings zu verschlechtern ist es wichtig, die Fußspitze möglichst
elastisch und die Ferse möglichst unelastisch zu gestalten. Auch darf der obere Rand
des Füßlings nicht zu weit nach oben reichen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
ist die Quernaht 13 vorgesehen, die im Bereiche der Sohle 3 liegt und ein wesentliches
Merkmal für die Stabilisierung der Ferse ist. Damit kann die Berandung des Füßlings
entlang der sich beim Tragen ergebenden optimalen Kraftlinie gestaltet werden. Da
die sich aus den sich nahtlos aneinander anschließenden Rändern 5, 7, 6 des Fußspitzenteils
1, des Mittelteils 4 und des Fersenteils 2 zusammensetzende Berandung der Einstiegsöffnung
8 aus an die einzelnen Teile angestrickten Maschenreihen besteht und somit bei der
Herstellung des Füßlings mit erzeugt wird, entfällt die bei gewissen bekannten Macharten
von Füßlingen erforderliche Konfektionierung der Berandung.
[0026] Die Herstellung des im Vorstehenden beschriebenen Füßlings erfolgt auf einer mit
einer Einrichtung zur Minderung und Zunahme von Maschen versehenen Rundstrickmaschine.
Sie kann grundsätzlich aber auch auf einer Flachstrickmaschine mit zwei Nadelreihen
geschehen. Das Herstellungsverfahren wird im Folgenden anhand der Figuren 3 bis 6
erläutert, in denen mit den Figuren 1, 2 gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen sind:
[0027] Der Füßling wird beginnend mit der Fußspitze zur Ferse hin gestrickt. Dazu wird zunächst
der elastische Rand 5 des Fußspitzenteils 1 im Pendelgang mit den Nadeln einer ersten
Nadelgruppe des Nadelzylinders der Rundstrickmaschine gestrickt, die sich etwa über
einen Umfang von 180° des Nadelzylinders erstreckt und ca. die Hälfte der Nadeln des
Nadelzylinders umfasst. Der elastische Rand besteht aus einigen im Pendelgang erzeugten
Teilmaschenreihen, die Fangmaschen enthalten und in denen beispielsweise ein Gummifaden
verarbeitet ist, um die Elastizität zu erzielen. An den Rand 5 anschließend wird mit
den Nadeln der ersten Nadelgruppe das taschen- oder beutelartige Fußspitzenteil 1
im Pendelgang gestrickt, wobei die Herstellung des Beutels in an sich bekannter Weise
durch Minderung und anschließende Zunahme von Maschen erfolgt, wobei die Minderungskanten
9 ausgebildet werden.
[0028] An das so hergestellte beutel- oder taschenartige Fußspitzenteil 1 nahtlos anschließend
wird mit den Nadeln der ersten Nadelgruppe im Pendelgang das Mittelteil 4 aus einem
zweckentsprechenden Garn glatt gestrickt. Dabei wird gleichzeitig der elastische Rand
6 im Randbereich des Mittelteils 4 durch entsprechenden Stricksystemwechsel im Pendelgang
mit angestrickt. Der Rand 6 besteht aus einigen Maschenreihen, in denen beispielsweise
Helancafaden mit Fangmaschen verarbeitet ist.
[0029] Der Strickvorgang wird nunmehr mit dem Stricken des Randes 7 fortgesetzt, der mit
Nadeln der zweiten Nadelgruppe gestrickt wird, die der auf dem Nadelzylinder der Rundstrickmaschine
der ersten Nadelgruppe diametral gegenüber liegt. Der Rand 7 besteht aus einigen Maschenreihen
in die einGummifaden eingearbeitet ist, so dass der Rand 7 elastisch ist.
[0030] An den Rand 7 schließen sich gegebenenfalls einige in dem Bereich 14 der Figur 3
liegende glatte Maschenreihen an, die mit den Nadeln der zweiten Nadelgruppe gestrickt
sind und gegebenenfalls sich in Maschenreihen des von Nadeln der ersten Nadelgruppe
gestrickten Maschenreihen des Mittelteils 4 fortsetzen, so dass sie insgesamt einige
rund laufende Maschenreihen bilden. In jedem Falle wird aber nach dem Stricken des
elastischen Randes 7 des Fersenteils 2 das Fersenteil 2 in Gestalt eines einseitig
offenen Beutels gestrickt, wozu Maschen gemindert und sodann wieder aufgenommen werden.
Dieser Fersenbeutel kann in Form einer bekannten Keilferse gestrickt sein, wie dies
in Figur 2, 3 mit den Minderungskanten 12 der Fall ist. Das Fersenteil 2 mit der Minderung
und Zunahme der Maschen wird im Pendelgang mit den Nadeln der zweiten Nadelgruppe
gestrickt und liegt somit dem die Sohle 3 enthaltenden Mittelteil 4 diametral gegenüber,
d.h. es ist auf dem Nadelzylinder gegenüber dem Mittelteil um 180° gedreht angeordnet.
[0031] Nach der Fertigstellung des beutelartigen Fersenteils 2 wird an dieses wenigstens
eine Maschenreihe im Rundlauf angestrickt, die die Öffnung des Fersenbeutels umschließt
und in der Regel als Kettelreihe ausgebildet und in Figur 3, 4 mit 15 bezeichnet ist.
An diese ringsumlaufende mindestens eine Maschenreihe 15 schließen sich einige ebenfalls
im Rundlauf gestrickte Maschenreihen 16 als sogenannten Draufreihen an, die bei dem
späteren fertigen Füßling entfallen.
[0032] Der insoweit fertig gestellte Rohling des Füßlings ist, wie die Figuren 3, 4, zeigen,
ein im Wesentlichen schlauchartiges Gebilde, das an einer Seite, im Bereiche der Maschenreihen
15, 16 offen ist und das seitlich eine Öffnung in Gestalt der Einstiegsöffnung 8 aufweist,
die von einer Berandung umgeben ist, welche sich aus den elastischen Rändern 5, 7
und dem unelastischen Randes 6 zusammensetzt.
[0033] In einem letzten Arbeitsgang wird längs der Kettelmaschenreihe der schlauchförmige
Rohling durch die quer zu der Sohle 3 verlaufende Kettelnaht 13 verschlossen, wobei
die Draufreihen 16 entfernt werden. Wie bereits erläutert, verläuft die als Kettelnaht
ausgebildete Quernaht 13, die auch als Rosso-Naht oder anders gestaltet sein kann,
am Ende der Sohle 3 beim Übergang vom Mittelteil 4 zum Fersenteil 2, wie dies aus
der Figur 2 zu entnehmen ist.
[0034] Anstelle einer herkömmlichen Keilferse kann das beutelartige Fersenteil 2 auch in
neuartiger Weise mit einer sogenannten "invertierten" Minderung und Zunahme von Maschen
gestrickt werden. Diese Ausführungsform ist in den Figuren 5, 6 veranschaulicht:
[0035] Das Schaubild nach Figur 5 zeigt in einer Abwicklung die bei einem Zentriwinkel von
180° aufgeschnittene Schlauchware anschließend an den Rand 7 und die diesem folgenden
Maschenreihen 14 des Rohlings nach Figur 3 unter Veranschaulichung der Maschenreihen
des Randes 7 und der Maschenreihen 14, sowie der im Rundlauf gestrickten Kettelmaschenreihe
15 und der sich daran anschließenden Draufreihen 16 sowie der dazwischen liegenden,
im Pendelgang von der zweiten Nadelgruppe erzeugten Teilmaschenreihen, die den Fersenbeutel
des Fersenteils 2 bilden. Diese Teilmaschenreihen sind an ihren Enden miteinander
unverstrickt dargestellt, um das Abnehmen (Mindern) und Aufnehmen (Zunehmen) der Maschen
während der Herstellung des Fersenbeutels darzustellen. Während das Fußspitzenteil
1 und das Mittelteil 4, wie erläutert, mit einer ersten Nadelgruppe im Pendelgang
gestrickt werden, die einen Umfangsbereich von etwa 270° bis 90° Zentriwinkel am Umfang
des Nadelzylinders einnimmt, wird das Fersenteil 2 mit seinem Rand 7 und seiner Kettelnaht
15 sowie den Draufreihen 16 mit den Nadeln einer zweiten Nadelgruppe erzeugt, die
den Nadeln der ersten Nadelgruppe gegenüber liegen und etwa einen Umfangsbereich zwischen
90° und 270° einnehmen. Diese Gradeinteilung längs um den Umfang des Nadelzylinders
ist in Figur 6 oben angegeben. Das Schaubild veranschaulicht die aufeinander folgenden
Maschenreihen schematisch jeweils durch horizontale Strichlinien.
[0036] Nach dem Stricken der sich an dem Rand 7 gegebenenfalls anschließenden im Rundlauf
gestrickten Maschenreihen 14 werden nach Erreichen der letzten Maschenreihe 14a die
Nadeln in dem Umfangsbereich zwischen 270° und 90° inaktiviert. Mit dem anschließend
im Pendelgang erfolgenden Stricken mit den verbleibenden aktiven Nadeln in dem Umfangsbereich
zwischen 90° und 270° werden Teilmaschenreihen hergestellt, derart, dass in der sich
an die noch außerhalb des Fersenbereichs liegende Maschenreihe 14a anschließenden
Teilmaschenreihe oder Teilmaschenreihengruppe 14b schlagartig die Maschenzahl auf
einen ersten Minimalwert vermindert wird. Dazu wird die Maschenzahl, wie in Figur
6 durch einen gestrichelten Pfeil 17 angedeutet, auf einen ersten Minimalwert bei
18 reduziert, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Nadelzahl entspricht,
welche etwa in dem Umfangsbereich zwischen 158° und 202° liegt.
[0037] Ausgehend von diesem ersten Minimalwert der Maschenzahl bei 18 wird in den nachfolgend
im Pendelgang gestrickten Teilmaschenreihen, die Maschenzahl in jeder Maschenreihe
einzeln oder in Maschenreihengruppen stückweise wieder vergrößert, d.h. es werden
entsprechend Maschen aufgenommen, bis eine Maschenreihe oder Maschenreihengruppe 19
erreicht ist, die eine maximale Maschenzahl aufweist, welche im vorliegenden Fall
der Nadelzahl in dem Umfangsbereich zwischen 90° und 270° entspricht. Diese Zunahme
der Maschenzahl von dem Minimalwert 18 auf dem Maximalwert 19 ist in Figur 6 durch
einen Pfeil 20 angedeutet.
[0038] Im weiteren Verlauf des im Pendelgang erfolgenden Strickvorgangs werden ausgehend
von dem Maximalwert der Maschenzahl in der oder den Maschenreihen bei 19 wieder Maschen
abgenommen, wie dies durch einen gestrichelten Pfeil 21 angedeutet ist, bis bei 22
ein zweiter Minimalwert der Maschenzahl erreicht ist, der bei dem gewählten Ausführungsbeispiel
der ersten Minimalzahl bei 18 entspricht. Nach Erreichen der minimalen Maschenzahl
bei 22 werden, wie durch einen Pfeil 23 angedeutet, wieder alle Maschen auf einmal
aufgenommen, so dass der Ausgangszustand mit allen in dem Umfangsbereich zwischen
90° und 270° liegenden Nadeln erreicht wird. Darauf wird der Rundlauf der Maschine
fortgesetzt, d.h. beginnend mit der ersten außerhalb des Beutelbereichs liegenden
rundumlaufenden Maschenreihe 15, die eine Kettelmaschenreihe sein kann, werden die
Draufreihen 16 als Schlauchware gestrickt.
[0039] Im Vergleich zu den Verhältnissen bei einer bekannten Keilferse zeichnet sich das
Fersenteil 2 bei dem erfindungsgemäßen Füßling somit durch eine "invertierte" Minderung
und Zunahme aus. Bei dieser Machart ist, wie in Figur 5 angedeutet, der eigentliche
Fersenbeutel 3 frei von Minderungskanten, so dass er sich sehr gut der anatomischen
Gestalt der Ferse anpassen kann, womit eine hervorragende Passform des Füßlings erreicht
wird. Die Minderungskanten 12a auf beiden Seiten der Ferse verlaufen, wie in Figur
5 dargestellt, am Rande des eigentlichen Fersenbeutels. Sie gehen jeweils von einer
gemeinsamen Stelle 24 in der Nähe der Kettelmaschenreihe 15 aus und schließen einen
Winkel 25 miteinander ein, der in der Regel in der Größenordnung zwischen 75° und
90° liegt. Von der Stelle 24 aus erstrecken sich die Minderungskanten 12a zu dem Rand
7 und zu der Kettelmaschenreihe 15, d.h. beim fertigen Füßling zu der Quernaht 13
hin, wie dies Figur 5 ohne Weiteres zu entnehmen ist.
[0040] In einer alternativen Ausführungsform kann das beschriebene beutelartige Fersenteil
2 unabhängig davon, ob es als Keilferse oder mit invertierter Minderung und Zunahme
der Maschen ausgeführt ist auch mit den Nadeln der ersten Nadelgruppe anschließend
an das Mittelteil 4 gestrickt werden. Damit ergibt sich ein schlauchförmiger Rohling
ähnlich wie er in Figur 4 dargestellt ist, jedoch mit dem Unterschied, dass das nach
Art eines offenen Beutels gestrickte Fersenteil 2 auf der Seite der Sohle 3 des Mittelteils
liegt. Die sich an den mit der zweiten Nadelgruppe gestrickten Rand 7 anschließende
rundumlaufende Kettelmaschenreihe 15, die auch durch einige dazwischen liegende rundumlaufenden
Maschenreihen 14 von dem Rand 7 beabstandet sein kann, bewirkt dann, dass beim Schließen
der Öffnung des Rohlings die quer zu der Sohle 3 verlaufende Naht 13 nicht im Sohlenbereich,
sondern in der Nähe des Randes 7, d.h. im oberen Bereich der Ferse zu liegen kommt.
Wegen der dazwischen liegenden Maschenreihen wäre der Rand 7 im Vergleich zur Ausführungsform
nach Figur 6 nach oben versetzt.
1. Füßling aus Maschenware, mit einem taschen- oder beutelartigen Fußspitzenteil (1),
einem beutelartigen Fersenteil (2) und einem zwischen dem Fußspitzen- und dem Fersenteil
sich erstreckenden, die Sohle (3) enthaltenden Mittelteil (4), durch die gemeinsam
eine einen Rand (5,7,6) aufweisende Einstiegsöffnung (8) für den Fuß eines Trägers
begrenzt ist, wobei das nach Art eines einseitig offenen Beutels gearbeitete, an das
Mittelteil (4) angestrickte Fersenteil (2) durch eine Naht (13) verschlossen ist,
die quer zu der Sohle (3) verlaufend angeordnet ist.
2. Füßling nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (13) eine Kettelnaht ist.
3. Füßling nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (13) eine Rosso-Naht ist.
4. Füßling nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (13) im Bereiche der Sohle (3) angeordnet ist.
5. Füßling nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (13) im oberen Fersenbereich nahe des Randes (7) angeordnet ist.
6. Füßling nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der das Fersenteil bildende Beutel an seiner Öffnung durch wenigstens eine rings
um die Öffnung verlaufende Maschenreihe (14) begrenzt ist.
7. Füßling nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der das Fersenteil (2) bildende Beutel zwei vom Bereich des Randes der Einstiegsöffnung
(8) ausgehende Minderungskanten (12) aufweist, die beidseitig der Sohle (3) zu der
Quernaht (13) verlaufen.
8. Füßling nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Fersenteil (2) bildende Beutel auf beiden Seiten der Sohle (3) mit zwei Minderungskanten
(12a) gearbeitet ist, die jeweils von einer Stelle (24) ausgehen und sich jeweils
zu dem Rand der Einstiegsöffnung erstrecken.
9. Füßling nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstiegsöffnung (8) durch einen an das Fußspitzenteil (1) und/oder das Fersenteil
angestrickten elastischen Rand (5,7,6) begrenzt ist.
10. Füßling nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Mittelteil (4) wenigstens ein Bereich des die Einstiegsöffnung (8) begrenzenden,
an das Mittelteil angestrickten Randes (7) unelastisch ausgebildet ist.
11. Füßling nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er im Bereiche des Fußspitzenteils (1) einen tiefen Ausschnitt (10) der Einstiegsöffnung
(8) aufweist.
12. Füßling nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußspitzenteil elastisch ausgebildet ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Füßlings nach einem der vorhergehenden Ansprüche auf
einer mit einer Minder-und Zunahmeeinrichtung ausgerüsteten Strickmaschine, insbesondere
Rundstrickmaschine, mit zwei getrennt voneinander ansteuerbaren Nadelgruppen, bei
dem der Füßling beginnend mit der Fußspitze mit folgender Schrittfolge gestrickt wird:
- Stricken des Randes (5) des Fußspitzenteils (1) mit einer ersten Nadelgruppe im
Pendelgang,
- an den Rand (5) nahtlos anschließend Stricken eines taschen- oder beutelartigen
Fußspitzenteils (1) mit der ersten Nadelgruppe durch an sich bekanntes Mindern und
anschließendes Zunehmen von Maschen im Pendelgang,
- daran nahtlos anschließend Stricken eines die Sohle (3) des Füßlings enthaltenden
Mittelteils (4) des Füßlings im Pendelgang auf der ersten Nadelgruppe,
- daran nahtlos anschließend Stricken eines Randes (7) für das Fersenteil (2) auf
einer der ersten Nadelgruppe gegenüberliegenden zweiten Nadelgruppe im Pendelgang,
- daran nahtlos anschließend Stricken eines Fersenteils (1) in Gestalt eines einseitig
offenen Beutels durch Mindern und anschließendes Zunehmen von Maschen im Pendelgang
auf der zweiten Nadelgruppe
- anstricken wenigstens einer die Öffnung des beutelförmigen Fersenteils rings umschließenden
Maschenreihe (15) und
- Verschließen der Öffnung des beutelartigen Fersenteils durch eine Naht (13), die
quer zu der Sohle (3) verläuft und im Bereiche der Sohle angeordnet ist.
14. Verfahren zum Herstellen eines Füßlings nach einem der Ansprüche 1 bis 12 auf einer
mit einer Minder- und Zunahmeeinrichtung ausgerüsteten Strickmaschine, insbesondere
Rundstrickmaschine, mit zwei getrennt voneinander ansteuerbaren Nadelgruppen, bei
dem der Füßling beginnend mit der Fußspitze mit folgender Schrittfolge gestrickt wird:
- Stricken des Randes (5) des Fußspitzenteils (1) mit einer ersten Nadelgruppe im
Pendelgang,
- an den Rand nahtlos anschließend stricken eines taschen- oder beutelartigen Fußspitzenteils
(1) mit der ersten Nadelgruppe durch an sich bekanntes Mindern und anschließendes
Zunehmen von Maschen im Pendelgang,
- daran nahtlos anschließend stricken eines die Sohle (3) des Füßlings enthaltenden
Mittelteils (4) des Füßlings im Pendelgang auf der ersten Nadelgruppe,
- daran nahtlos anschließend stricken eines Fersenteils (1) in Gestalt eines einseitig
offenen Beutels durch Mindern und anschließendes Zunehmen von Maschen im Pendelgang
auf der ersten Nadelgruppe
- stricken eines Randes (7) für das Fersenteil (2) auf einer der ersten Nadelgruppe
gegenüber liegenden zweiten Nadelgruppe im Pendelgang,
- anstricken wenigstens einer die Öffnung des beutelförmigen Fersenteils ringsumschließenden
Maschenreihen (15) und
- Verschließen der Öffnung des beutelartigen Fersenteils (2) durch eine quer zu der
Sohle (3) verlaufende Naht (13) im oberen, dem Rand (7) benachbarten Bereich des Fersenteils
(2).
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass an das Mittelteil in dem Randbereich jeweils ein in die Einstiegsöffnung (8) begrenzender
Rand (5) jeweils im Pendelgang angestrickt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (5) des Fußspitzenteils (1) und/oder der Rand (7) der Fersenteils (2) elastisch
ausgebildet werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass in dem elastischen Rand (5) oder (7) jeweils ein elastischer Faden verstrickt ist.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (6) des Mittelteils (4) unelastisch ausgebildet wird.
19. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Fersenteil (1) mit einer invertierten Minderung und Zunahme von Maschen im Pendelgang
gestrickt wird, wobei in einer ersten Maschenreihe (14b) ausgehend von einer Ausgangsmaschenzahl,
die Zahl der Maschen unmittelbar auf eine erste vorbestimmte Minimalmaschenzahl (18)
gemindert wird, die kleiner ist als die Maschenzahl in einer angrenzenden dem Rand
(5) benachbarten Maschenreihe (14a), an die erste randseitige Maschenreihe (14b) anschließend,
Maschenreihen gestrickt werden, in denen die Maschenzahl, ausgehend von der ersten
Minimalzahl (18) durch Zunehmen (20) fortlaufend bis auf eine vorgegebene Maximalzahl
(19) vergrößert wird, darauf folgend werden Maschenreihen gestrickt, deren Maschenzahl
durch Mindern (21) fortlaufend abnehmend bis auf eine vorgegebene zweite Minimahlzahl
(22) in einer zweiten randseitigen Maschenreihe (22) verringert wird, anschließend
die Maschenzahl in einer Maschenreihe wieder auf die Ausgangsmaschenzahl erhöht wird
und sodann wenigstens eine rundumlaufende Maschenreihe (15) im Rundlauf gestrickt
wird.