(19)
(11) EP 2 202 341 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.06.2010  Patentblatt  2010/26

(21) Anmeldenummer: 09179293.7

(22) Anmeldetag:  15.12.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D06F 25/00(2006.01)
D06F 39/08(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 17.12.2008 DE 102008054820

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Hanau, Andreas
    12359 Berlin (DE)
  • Koch, Thomas
    13591 Berlin (DE)
  • Schaub, Hartmut
    14656 Brieselang (DE)

   


(54) Wasserführendes Haushaltsgerät mit einer Einspüleinrichtung mit einer Warm- und/oder Trockenlufteinheit


(57) Ein wasserführendes Haushaltsgerät (1), das insbesondere als Wäschebehandlungsgerät dient, weist eine Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6), die zum Erzeugen eines Warm- und/oder Trockenluftstroms dient, einen Behälter (3) und eine Einspüleinrichtung (8) auf. Die Einspüleinrichtung (8) ist mit dem Behälter (3) verbunden. Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) ist mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden. Dabei ist zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugten Warm- und/oder Trockenluftstroms durch die Einspüleinrichtung (8) leitbar. Dadurch kann die Einspüleinrichtung (8) während eines Trockenvorgangs des wasserführenden Haushaltsgeräts (1) getrocknet werden. Dadurch kann die Entstehung eines Biofilms im Bereich der Einspüleinrichtung (8) verhindert oder zumindest verringert werden. Hierdurch kann ein hygienischer Gesamteindruck des wasserführenden Haushaltsgeräts (1) aufrechterhalten werden.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere ein Wäschebehandlungsgerät zum Waschen und/oder Trocknen von Wäsche, und eine Geräteanordnung. Speziell betrifft die Erfindung das Gebiet der Waschmaschinen und Waschtrockner.

[0002] Aus der EP 1 209 275 A2 ist eine Waschmaschine bekannt. Die bekannte Waschmaschine weist einen trommelförmigen Laugenbehälter auf, in dem eine um eine Horizontalachse drehbar gelagerte Wäschetrommel angeordnet ist. Dem Laugenbehälter kann über eine Leitung, ein Magnetventil und eine Waschmitteleinspüleinrichtung Wasser zugeführt werden. Waschmittel aus der Waschmitteleinspüleinrichtung wird durch das Wasser in die Wäschetrommel gespült.

[0003] Die aus der EP 1 209 275 A2 bekannte Waschmaschine hat den Nachteil, dass die Einspüleinrichtung im Laufe der Zeit verschmutzt. Hierbei können sich im Bereich der Einspüleinrichtung Biofilme bilden, die nach einiger Zeit als schwarze oder rot-braune Beläge sichtbar werden und den hygienischen Eindruck der Wäschepflege mindern.

[0004] Ferner ist aus DE 41 04 760 A1 eine zum Trocknen eingerichtete Waschmaschine bekannt, welche einen Behälter mit einer darin drehbar gelagerten Trommel, eine Waschmitteleinspüleinrichtung und eine einen Trockenluftstrom erzeugende Einrichtung aufweist. Die Einspüleinrichtung ist mit dem Behälter über eine Einspülleitung verbunden. Ferner weist die Waschmaschine einen Nebenluftkanal auf, über welchem zum Vermindern der Temperatur im oberen Maschineninnenraum aus dem oberen Innenraum Luft abgesaugt wird. Zum Ausblasen des durch die Nebenluft entstehenden Luftüberschusses wird über die Einspülleitung an die Einspüleinrichtung geführt und dort an die Umgebung abgeblasen. DE 41 04 760 A1 offenbart jedoch keine Maßnahmen zur Verbesserung des hygienischen Gesamteindrucks der Waschmaschine.

[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein wasserführendes Haushaltsgerät und eine Geräteanordnung zu schaffen, bei denen der hygienische Gesamteindruck verbessert ist.

[0006] Diese Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Hauptanspruchs und durch eine erfindungsgemäße Geräteanordnung mit den Merkmalen des Weiteren unabhängigen Anspruchs gelöst. Speziell besteht der Vorteil, dass eine Biofilmbildung im Bereich der Einspüleinrichtung verhindert oder zumindest verringert ist.

[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen des im Hauptanspruch angegebenen wasserführenden Haushaltsgeräts und der im weiteren unabhängigen Anspruch angegebenen Geräteanordnung möglich.

[0008] Vorteilhaft ist es, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit mit dem Behälter verbunden ist und dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugte Warm- und/oder Trockenluftstrom über eine mit der Einspüleinrichtung verbundenen Leitung der Einspüleinrichtung zuführbar ist und dass die Einspüleinrichtung mit einer Abluftleitung verbunden ist, durch welche der durch die Einspüleinrichtung geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom abführbar ist. Durch eine gezielte Anordnung der Leitung und der Abluftleitung an der Einspüleinrichtung ist es möglich, im wesentlichen alle Oberflächen im Innenraum der Einspüleinrichtung mit dem Warm- und/oder Trockenluftstrom in Kontakt zu bringen. Daher wird über die Leitung der Einspüleinrichtung der Warm- und/oder Trockenluftstrom zuführbar ist,

[0009] Hierdurch ergibt sich eine einfache Ausgestaltung des wasserführenden Haushaltsgeräts. Dabei kann die erwärmte Kondensationsluft zunächst durch die Einspüleinrichtung geleitet werden, bevor diese an die Umgebung abgegeben wird oder einem Trocknungsprozessluftkreislauf zurückgeführt wird. Dies kann während des gesamten Betriebs zum Trocknen der Wäsche erfolgen. Am Ende des Trocknungsprozesses der Wäsche ist dann auch die Einspüleinrichtung trocken. Eine Biofilmbildung ist dadurch verhindert.

[0010] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Leitung und die Abluftleitung derartig an der Einspüleinrichtung angeordnet sind, dass der Warm- und Trockenluftstrom im Wesentlichen durch den gesamten Innenraum der Einspüleinrichtung leitbar ist. Hierdurch ist möglich die Einspüleinrichtung möglichst schnell und vollständig zu trocknen, da bei der günstigen Positionierung der Zu- und Abluftleitung an der Einspüleinrichtung der Warm- und/oder Trockenluftstrom an möglichst vielen innen liegenden Flächen der Einspüleinrichtung vorbeigeleitet wird.

[0011] Vorzugsweise ist die Leitung im Bereich eines ersten Endes der Einspüleinrichtung und die Abluftleitung in einem Bereichen eines zweiten Endes der Einspüleinrichtung angeordnet, wobei das zweite Ende am weitesten von dem ersten Ende der Einspüleinrichtung entfernt ist. Somit wird bei einer solchen Anordnung der Warm- und/oder Trockenluftstrom längs der größten Erstreckung der Einspüleinrichtung durch dieselbe geleitet. Die Anordnung kann auch neben den am weitesten voneinander entfernt liegenden Bereichen angeordnet sein, sofern immer noch der Warm- und/oder Trockenluftstrom im Wesentlichen vorbei an allen innen liegenden Oberflächen der Einspüleinrichtung leitbar ist.

[0012] Vorteilhaft ist es auch, dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugte Warm- und/oder Trockenluftstrom über den Behälter in die mit dem Behälter verbundene Einspüleinrichtung eingeleitet wird. In diesem Fall ist der Behälter mit der Einspüleinrichtung über die genannte Leitung verbunden.

[0013] Vorteilhaft ist es allerdings auch, dass eine Verbindungsleitung vorgesehen ist und dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit über die Verbindungsleitung mit der Einspüleinrichtung verbunden ist. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit mit dem Behälter verbunden ist, dass zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugten Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung zu der Einspüleinrichtung geleitet wird und dass ein anderer Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms in den Behälter geleitet wird. Bei dieser Variante wird ein Teilstrom der Prozessluft durch die Einspüleinrichtung geleitet. Dies hat den Vorteil, dass der Teilstrom direkt nach dem Aufheizen der Prozessluft zu der Einspüleinrichtung geleitet wird und somit eine geringere relative Luftfeuchte als auch eine höhere Lufttemperatur aufweist. Speziell in diesem Fall ist es vorteilhaft, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit einen Warm- und/oder Trockenluftstrom mit einer Temperatur von mehr als 60°C erzeugt. Zusätzlich zur Austrocknung der Einspüleinrichtung wirkt dann auch die hohe Temperatur des Trockenluftstroms in der Einspüleinrichtung Keimzahl reduzierend.

[0014] In vorteilhafter Weise ist ein mit der Einspüleinrichtung verbundenes Gebläse vorgesehen, das zum Erzeugen eines Unterdrucks in der Einspüleinrichtung dient. Hierdurch kann die in der Einspüleinrichtung vorgesehene Luft gewissermaßen abgesaugt werden, so dass die Entstehung eines Warm- und/oder Trockenluftstroms durch die Einspüleinrichtung gefördert ist. Speziell in einem Fall, in dem der Warm- und/oder Trockenluftstrom über den Behälter durch die Einspüleinrichtung geleitet wird, kann die Warm- und/oder Trockenluft aus dem Behälter in die Einspüleinrichtung gesaugt werden, um den Warm- und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung zu erzeugen. Hierbei ist es auch vorteilhaft, dass eine Abluftleitung vorgesehen ist und dass das Gebläse in der Abluftleitung angeordnet ist.

[0015] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1
ein wasserführendes Haushaltsgerät in einer schematischen Darstellung entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2
ein wasserführendes Haushaltsgerät in einer schematischen Darstellung entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung und
Fig. 3
eine Geräteanordnung, bei der zwei Haushaltsgeräte miteinander verbunden sind, in einer schematischen Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung.


[0016] Fig. 1 zeigt ein wasserführendes Haushaltsgerät 1 entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel in einer schematischen Darstellung. Das wasserführende Haushaltsgerät 1 kann insbesondere als Wäschebehandlungsgerät ausgestaltet sein und zum Waschen und/oder Trocknen von Wäsche dienen. Speziell kann das wasserführende Haushaltsgerät 1 als Waschmaschine oder Waschtrockner ausgestaltet sein. Das wasserführende Haushaltsgerät 1 der Erfindung eignet sich allerdings auch für andere Anwendungsfälle.

[0017] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf, in dem ein Behälter 3 angeordnet ist. Der Behälter 3 kann beispielsweise als Laugenbehälter ausgestaltet sein. Hierbei kann in dem Behälter 3 eine Trommel vorgesehen sein, die um eine horizontale Achse drehbar ist. Der Behälter 3 ist über eine elastische Manschette 4 mit dem Gehäuse 2 verbunden. Hierbei ist in dem Bereich der Manschette 4 eine Tür 5 an dem Gehäuse 2 angebracht, über die ein Benutzer Wäsche in die in dem Behälter 3 angeordnete Trommel einbringen und wieder entnehmen kann.

[0018] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist ferner eine in dem Gehäuse 2 angeordnete Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 auf. Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 ist über eine Verbindungsleitung 7 mit dem Behälter 3 verbunden. Im Betrieb erzeugt die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 einen Warm- und/oder Trockenluftstrom, der über die Verbindungsleitung 7 in den Behälter 3 geleitet wird. Hierbei dient der Warm- und/oder Trockenluftstrom zum Trocknen der in dem Behälter 3 vorgesehenen Wäsche.

[0019] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist außerdem eine in dem Gehäuse 2 angeordnete Einspüleinrichtung 8 auf. Die Einspüleinrichtung 8 kann beispielsweise ein Schalengehäuse aufweisen, in das eine Einspülschale einführbar ist. Die Einspüleinrichtung 8 kann aber auch auf andere Weise ausgestaltet sein. In die Einspüleinrichtung 8 wird vor einem Waschgang ein Waschmittel oder ein anderes Wäschebehandlungsmittel eingefüllt. Dabei ist ein Zulaufstrang 9 vorgesehen, der ein Magnetventil 10 aufweist. Zu Beginn eines Waschgangs wird das Magnetventil 10 betätigt, wodurch Wasser über den Zulaufstrang 9 in die Einspüleinrichtung 8 geführt wird. Der Zulaufstrang 9 weist eine Düse 11 auf, die in die Einspüleinrichtung 8 gerichtet ist. Ferner ist eine Einspülleitung 12 vorgesehen, über die das in die Einspüleinrichtung 8 geführte Wasser in den Behälter 3 gelangen kann. Das in der Einspüleinrichtung 8 vorgesehene Waschmittel wird hierbei mit dem Wasser durch die Einspülleitung 12 in den Behälter 3 gespült. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Einspülleitung 12 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits mit dem Behälter 3 verbunden.

[0020] Nach dem Einspülen ist die Einspüleinrichtung 8 im Inneren mit Wasser benetzt, wobei auch gewisse Wasserreste in der Einspüleinrichtung 8 verbleiben können. In diesem Ausführungsbeispiel ist das wasserführende Haushaltsgerät 1 als Waschtrockner ausgestaltet. An den Waschgang schließt sich somit ein Trockenvorgang an.

[0021] In diesem Ausführungsbeispiel weist das wasserführende Haushaltsgerät 1 eine Abluftleitung 13 auf. In der Abluftleitung 13 ist ein Gebläse 14 angeordnet. Die Abluftleitung 13 verbindet hierbei die Einspüleinrichtung 8 mit der Umgebung. Die Abluftleitung 13 kann allerdings auch zurück zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 oder einer hiervon getrennten Kondensationseinheit geführt sein, um eine Kondensation der erwärmten Kondensationsluft zu erreichen.

[0022] Während des Trockenvorgangs wird das Gebläse 14 betätigt, so dass in der Einspüleinrichtung 8 ein Unterdruck erzeugt wird. Hierdurch wird die Warm- und/oder Trockenluft aus dem Behälter 3 über die Einspülleitung 12 in die Einspüleinrichtung 8 gesaugt. Dadurch entsteht ein Warm- und/oder Trockenluftstrom, der über die Einspülleitung 12, die Einspüleinrichtung 8 und die Abluftleitung 13 geleitet wird. Dieser Warm- und/oder Trockenluftstrom trocknet die Einspüleinrichtung 8 nach und nach aus, so dass diese am Ende des Trockenvorgangs für die in dem Behälter 3 vorgesehene Wäsche getrocknet ist. Hierbei kann der Warm- und/oder Trockenluftstrom auch an der Düse 11 vorbeigeführt werden, die in die Einspüleinrichtung 8 ragt. Dadurch kann auch die Düse 11 getrocknet werden. Entsprechend können auch weitere, gegebenenfalls vorgesehene Bauteile oder Einrichtungen getrocknet werden.

[0023] Die Einspüleinrichtung 8 wird bei jedem Waschvorgang mit Wasser durchspült. Hierbei besteht das Problem, dass sich in der Einspüleinrichtung 8 Biofilme bilden können. Biofilme bilden sich dabei bevorzugt in feuchter, warmer Umgebung bei ausreichender Nährstoffsituation. Um diese Bereiche sauber zu halten, ist es denkbar, dass die in Frage kommenden Oberflächen regelmäßig mechanisch gereinigt oder mittels geeigneter Chemikalien desinfiziert werden. Allerdings kann die Einspüleinrichtung 8, die Düse 11 oder ein anderes Bauteil unzugänglich sein oder unzugängliche Stellen aufweisen, an denen eine Reinigung nur schwer oder gar nicht möglich ist. Außerdem besteht beim Einsatz von Chemikalien eine Umwelt- und Gesundheitsgefährdung.

[0024] Durch die Trocknung der Einspüleinrichtung 8 während des Trockenvorgangs des wasserführenden Haushaltsgeräts 1 kann die relative Luftfeuchte im Bereich der Einspüleinrichtung 8 und an weiteren Elementen, insbesondere der Düse 11 und der Einspülleitung 12, reduziert und eine Trocknung erreicht werden. Eine Biofilmbildung wird dadurch verhindert oder zumindest verlangsamt und somit verringert. Hierbei ergibt sich auch der Vorteil, dass die Entstehung von unschönen, sichtbaren Belägen verhindert ist, so dass sich ein hygienischer Gesamteindruck des Waschgeräts und der Wäschepflege ergibt. Außerdem kann durch einen Warm- und/oder Trockenluftstrom mit hoher Temperatur, insbesondere einer Temperatur von mehr als 60°C, eine Abtötung von Keimen und somit eine Keimzahlreduzierung erreicht werden.

[0025] Fig. 2 zeigt ein wasserführendes Haushaltsgerät 1 entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Einspülleitung 12 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits mit der Manschette 4 verbunden. Ferner ist die Abluftleitung 13 in diesem Ausführungsbeispiel ohne Gebläse 14 ausgestaltet.

[0026] Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgestaltet, dass ein Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung 7 in den Behälter 3 geleitet wird. Ein anderer Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms wird über eine Verbindungsleitung 20 in die Einspüleinrichtung 8 geleitet. Dabei ist die Verbindungsleitung 20 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits mit der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 verbunden. Der in die Einspüleinrichtung 8 geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom strömt durch die Einspüleinrichtung 8 und über die Abluftleitung 13 in die Umgebung. Die Abluftleitung 13 kann allerdings auch wie im ersten Ausführungsbeispiel zurück zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 oder einer hiervon getrennten Kondensationseinheit geführt sein. Dadurch wird die Einspüleinrichtung 8 getrocknet. Ferner werden weitere Elemente, insbesondere die Düse 11, getrocknet. Hierbei besteht der Vorteil, dass der Teilstrom durch die Einspüleinrichtung 8 direkt nach dem Aufheizen der Prozessluft durch die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 genutzt wird. In diesem Fall hat der Warm- und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung 8 eine geringere relative Luftfeuchte und eine höhere Lufttemperatur, so dass eine Austrocknung und aufgrund der höheren Temperatur auch eine Keimzahlreduzierung weiter verbessert sind.

[0027] Fig. 3 zeigt eine Geräteanordnung 21 mit Haushaltsgeräten 1, 22 in einer schematischen Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Haushaltsgerät 1 als wasserführendes Haushaltsgerät 1, insbesondere als Waschmaschine, ausgestaltet. Das Haushaltsgerät 22 ist als Trockner oder Waschtrockner ausgestaltet.

[0028] Das Haushaltsgerät 1 weist den Behälter 3 und die Einspüleinrichtung 8 auf. Die Einspüleinrichtung 8 ist dabei über die Einspülleitung 12 mit dem Behälter 3 verbunden. Ferner ist der Zulaufstrang 9 mit dem Magnetventil 10 und der Düse 11 vorgesehen, wobei die Düse 11 zum Durchspülen der Einspüleinrichtung 8 mit Wasser dient.

[0029] Das Haushaltsgerät 22 weist ein Gehäuse 23 und einen in dem Gehäuse 23 angeordneten Behälter 24 auf. In dem Behälter 24 kann eine Trommel angeordnet sein, die um eine horizontale Achse drehbar ist. Der Behälter 24 ist über eine Manschette 25 mit dem Gehäuse 23 verbunden. Ferner ist eine Tür 26 vorgesehen, die an dem Gehäuse 2 angebracht ist und zum Einbringen und Entnehmen von Wäsche in bzw. aus dem Behälter 24 geöffnet werden kann. Außerdem ist in dem Gehäuse 23 des Haushaltsgeräts 22 eine Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 angeordnet, die über eine Verbindungsleitung 7 mit dem Behälter 24 verbunden ist. Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 erzeugt einen Warm- und/oder Trockenluftstrom, der zum Trocknen der in dem Behälter 24 vorgesehenen Wäsche dient. Hierbei kann ein Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms über eine Abluftleitung 27 zu einem Ausgang 28 des Haushaltsgeräts 22 geleitet werden.

[0030] Das Haushaltsgerät 1 weist einen Eingang 29 auf, der über eine Verbindungsleitung 30 mit der Einspüleinrichtung 8 verbunden ist.

[0031] Die Geräteanordnung 21 weist eine externe Verbindungsleitung 31 auf, die den Ausgang 28 des Haushaltsgeräts 22 mit dem Eingang 29 des Haushaltsgeräts 1 verbindet. Der zu dem Ausgang 28 des Haushaltsgeräts 22 geleitete Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 erzeugten Warm- und/oder Trockenluftstroms wird über die externe Verbindungsleitung 31 an dem Eingang 29 in das Haushaltsgerät 1 geleitet. Hierbei strömt die Warm- und/oder Trockenluft von dem Eingang 29 durch die Verbindungsleitung 30 in die Einspüleinrichtung 8 des Haushaltsgeräts 1. Hierdurch kann die Einspüleinrichtung 8 mit der Warm- und/oder Trockenluft des Haushaltsgeräts 22 getrocknet werden. Hierbei werden auch weitere Elemente, insbesondere die Düse 11 oder die Einspülleitung 12, getrocknet. Hierdurch kann auch bei einem wasserführenden Haushaltsgerät 1, das keine Trockenfunktion aufweist, eine Trocknung der Einspüleinrichtung 8 erzielt werden.

[0032] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.

Bezugszeichenliste



[0033] 
1
wasserführendes Haushaltsgerät
2
Gehäuse
3
Behälter
4
Manschette
5
Tür
6
Warm- und/oder Trockenlufteinheit
7
Verbindungsleitung
8
Einspüleinrichtung
9
Zulaufstrang
10
Magnetventil
11
Düse
12
Einspülleitung
13
Abluftleitung
14
Gebläse
20
Verbindungsleitung
21
Geräteanordnung
22
Haushaltsgerät
23
Gehäuse
24
Behälter
25
Manschette
26
Tür
27
Abluftleitung
28
Ausgang
29
Eingang
30
Verbindungsleitung
31
externe Verbindungsleitung



Ansprüche

1. Wasserführendes Haushaltsgerät (1), insbesondere Wäschebehandlungsgerät, mit einer Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6), die zum Erzeugen eines Warm- und/oder Trockenluftstroms dient, einem Behälter (3) und einer Einspüleinrichtung (8), die zumindest mittelbar mit dem Behälter (3) verbunden ist, wobei die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) zumindest mittelbar mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist und wobei zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbaren Warm- und/oder Trockenluftstroms über eine mit der Einspüleinrichtung (8) verbundenen Leitung (16, 20) der Einspüleinrichtung (8) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspüleinrichtung (8) mit einer Abluftleitung (13) verbunden ist, durch welche der durch die Einspüleinrichtung (8) geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom abführbar ist.
 
2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (12, 20) und die Abluftleitung (13) derartig an der Einspüleinrichtung (8) angeordnet sind, dass der Warm- und/oder Trockenluftstrom im Wesentlichen durch den gesamten Innenraum der Einspüleinrichtung (8) leitbar ist.
 
3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (12, 20) im Bereich eines ersten Endes der Einspüleinrichtung (8) und die Abluftleitung (13) in einem Bereichen eines zweiten Endes der Einspüleinrichtung (8) angeordnet sind, wobei das zweite Ende am weitesten von dem ersten Ende der Einspüleinrichtung (8) entfernt ist.
 
4. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftleitung (13) zur Abführung des über die Einspüleinrichtung (8) geführten Warm- und/oder Trockenstrom an die Umgebung des Haushaltsgerät (1) ausgebildet ist oder zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) oder zu einer hiervon getrennten Kondensationseinheit geführt ist.
 
5. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) mit dem Behälter (3) verbunden ist und dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbare Warm- und/oder Trockenluftstrom über den Behälter (3) und über die Leitung (16) in die mit dem Behälter (3) verbundene Einspüleinrichtung (8) einleitbar ist.
 
6. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung als eine Verbindungsleitung (20) vorgesehen ist, über welche die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist.
 
7. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) mit dem Behälter (3) verbunden ist, dass zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbaren Warm- und/oder Trockenluftstroms in den Behälter (3) einleitbar ist und dass zumindest ein anderer Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugbaren Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung (20) in die Einspüleinrichtung (8) einleitbar ist.
 
8. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Einspüleinrichtung (8) verbundenes Gebläse (14) vorgesehen ist, das zum Erzeugen eines Unterdrucks in der Einspüleinrichtung (8) dient.
 
9. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abluftleitung (13) vorgesehen ist und dass das Gebläse (14) in der Abluftleitung (13) angeordnet ist.
 
10. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einspülleitung (12) vorgesehen ist, die einerseits mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist, und dass die Einspülleitung (12) andererseits mit dem Behälter (3) oder mit einer mit dem Behälter (3) verbundenen Manschette (4) verbunden ist.
 
11. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) ausgestaltet ist, einen Warm- und/oder Trockenluftstrom mit einer Temperatur von mehr als 60°C zu erzeugen.
 
12. Geräteanordnung (21) mit einem ersten Haushaltsgerät (1) und einem zweiten Haushaltsgerät (22), wobei das erste Haushaltsgerät (1) einen Behälter (3) und eine Einspüleinrichtung (8) aufweist, die zumindest mittelbar mit dem Behälter (3) verbunden ist, wobei das erste Haushaltsgerät (1) einen Eingang (29) aufweist, der zumindest mittelbar mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist, wobei das zweite Haushaltsgerät (22) eine Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6), die zum Erzeugen eines Warm- und/oder Trockenluftstroms dient, und eine Abluftleitung (27) mit einem Ausgang (28) aufweist, wobei der Ausgang (28) der Abluftleitung (27) des zweiten Haushaltsgeräts (22) über eine externe Verbindungsleitung (33) mit dem Eingang (29) des ersten Haushaltsgeräts (1) verbindbar ist und wobei zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugbaren Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Abluftleitung (27) und die externe Verbindungsleitung (31) zu dem Eingang (29) des ersten Haushaltsgeräts (1) leitbar ist, um den Warm- und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung (8) des ersten Haushaltsgeräts (1) zu leiten.
 
13. Geräteanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Haushaltsgerät (1) als Waschmaschine (1) ausgestaltet ist und dass das zweite Haushaltsgerät (22) als Trockner oder Waschtrockner ausgestaltet ist.
 




Zeichnung











Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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