[0001] Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere ein Wäschebehandlungsgerät
zum Waschen und/oder Trocknen von Wäsche, und eine Geräteanordnung. Speziell betrifft
die Erfindung das Gebiet der Waschmaschinen und Waschtrockner.
[0002] Aus der
EP 1 209 275 A2 ist eine Waschmaschine bekannt. Die bekannte Waschmaschine weist einen trommelförmigen
Laugenbehälter auf, in dem eine um eine Horizontalachse drehbar gelagerte Wäschetrommel
angeordnet ist. Dem Laugenbehälter kann über eine Leitung, ein Magnetventil und eine
Waschmitteleinspüleinrichtung Wasser zugeführt werden. Waschmittel aus der Waschmitteleinspüleinrichtung
wird durch das Wasser in die Wäschetrommel gespült.
[0003] Die aus der
EP 1 209 275 A2 bekannte Waschmaschine hat den Nachteil, dass die Einspüleinrichtung im Laufe der
Zeit verschmutzt. Hierbei können sich im Bereich der Einspüleinrichtung Biofilme bilden,
die nach einiger Zeit als schwarze oder rot-braune Beläge sichtbar werden und den
hygienischen Eindruck der Wäschepflege mindern.
[0004] Ferner ist aus
DE 41 04 760 A1 eine zum Trocknen eingerichtete Waschmaschine bekannt, welche einen Behälter mit
einer darin drehbar gelagerten Trommel, eine Waschmitteleinspüleinrichtung und eine
einen Trockenluftstrom erzeugende Einrichtung aufweist. Die Einspüleinrichtung ist
mit dem Behälter über eine Einspülleitung verbunden. Ferner weist die Waschmaschine
einen Nebenluftkanal auf, über welchem zum Vermindern der Temperatur im oberen Maschineninnenraum
aus dem oberen Innenraum Luft abgesaugt wird. Zum Ausblasen des durch die Nebenluft
entstehenden Luftüberschusses wird über die Einspülleitung an die Einspüleinrichtung
geführt und dort an die Umgebung abgeblasen.
DE 41 04 760 A1 offenbart jedoch keine Maßnahmen zur Verbesserung des hygienischen Gesamteindrucks
der Waschmaschine.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein wasserführendes Haushaltsgerät und eine Geräteanordnung
zu schaffen, bei denen der hygienische Gesamteindruck verbessert ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät mit
den Merkmalen des Hauptanspruchs und durch eine erfindungsgemäße Geräteanordnung mit
den Merkmalen des Weiteren unabhängigen Anspruchs gelöst. Speziell besteht der Vorteil,
dass eine Biofilmbildung im Bereich der Einspüleinrichtung verhindert oder zumindest
verringert ist.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
des im Hauptanspruch angegebenen wasserführenden Haushaltsgeräts und der im weiteren
unabhängigen Anspruch angegebenen Geräteanordnung möglich.
[0008] Vorteilhaft ist es, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit mit dem Behälter verbunden
ist und dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugte Warm- und/oder
Trockenluftstrom über eine mit der Einspüleinrichtung verbundenen Leitung der Einspüleinrichtung
zuführbar ist und dass die Einspüleinrichtung mit einer Abluftleitung verbunden ist,
durch welche der durch die Einspüleinrichtung geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom
abführbar ist. Durch eine gezielte Anordnung der Leitung und der Abluftleitung an
der Einspüleinrichtung ist es möglich, im wesentlichen alle Oberflächen im Innenraum
der Einspüleinrichtung mit dem Warm- und/oder Trockenluftstrom in Kontakt zu bringen.
Daher wird über die Leitung der Einspüleinrichtung der Warm- und/oder Trockenluftstrom
zuführbar ist,
[0009] Hierdurch ergibt sich eine einfache Ausgestaltung des wasserführenden Haushaltsgeräts.
Dabei kann die erwärmte Kondensationsluft zunächst durch die Einspüleinrichtung geleitet
werden, bevor diese an die Umgebung abgegeben wird oder einem Trocknungsprozessluftkreislauf
zurückgeführt wird. Dies kann während des gesamten Betriebs zum Trocknen der Wäsche
erfolgen. Am Ende des Trocknungsprozesses der Wäsche ist dann auch die Einspüleinrichtung
trocken. Eine Biofilmbildung ist dadurch verhindert.
[0010] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Leitung und die Abluftleitung
derartig an der Einspüleinrichtung angeordnet sind, dass der Warm- und Trockenluftstrom
im Wesentlichen durch den gesamten Innenraum der Einspüleinrichtung leitbar ist. Hierdurch
ist möglich die Einspüleinrichtung möglichst schnell und vollständig zu trocknen,
da bei der günstigen Positionierung der Zu- und Abluftleitung an der Einspüleinrichtung
der Warm- und/oder Trockenluftstrom an möglichst vielen innen liegenden Flächen der
Einspüleinrichtung vorbeigeleitet wird.
[0011] Vorzugsweise ist die Leitung im Bereich eines ersten Endes der Einspüleinrichtung
und die Abluftleitung in einem Bereichen eines zweiten Endes der Einspüleinrichtung
angeordnet, wobei das zweite Ende am weitesten von dem ersten Ende der Einspüleinrichtung
entfernt ist. Somit wird bei einer solchen Anordnung der Warm- und/oder Trockenluftstrom
längs der größten Erstreckung der Einspüleinrichtung durch dieselbe geleitet. Die
Anordnung kann auch neben den am weitesten voneinander entfernt liegenden Bereichen
angeordnet sein, sofern immer noch der Warm- und/oder Trockenluftstrom im Wesentlichen
vorbei an allen innen liegenden Oberflächen der Einspüleinrichtung leitbar ist.
[0012] Vorteilhaft ist es auch, dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugte
Warm- und/oder Trockenluftstrom über den Behälter in die mit dem Behälter verbundene
Einspüleinrichtung eingeleitet wird. In diesem Fall ist der Behälter mit der Einspüleinrichtung
über die genannte Leitung verbunden.
[0013] Vorteilhaft ist es allerdings auch, dass eine Verbindungsleitung vorgesehen ist und
dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit über die Verbindungsleitung mit der Einspüleinrichtung
verbunden ist. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit
mit dem Behälter verbunden ist, dass zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder
Trockenlufteinheit erzeugten Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung
zu der Einspüleinrichtung geleitet wird und dass ein anderer Teil des Warm- und/oder
Trockenluftstroms in den Behälter geleitet wird. Bei dieser Variante wird ein Teilstrom
der Prozessluft durch die Einspüleinrichtung geleitet. Dies hat den Vorteil, dass
der Teilstrom direkt nach dem Aufheizen der Prozessluft zu der Einspüleinrichtung
geleitet wird und somit eine geringere relative Luftfeuchte als auch eine höhere Lufttemperatur
aufweist. Speziell in diesem Fall ist es vorteilhaft, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit
einen Warm- und/oder Trockenluftstrom mit einer Temperatur von mehr als 60°C erzeugt.
Zusätzlich zur Austrocknung der Einspüleinrichtung wirkt dann auch die hohe Temperatur
des Trockenluftstroms in der Einspüleinrichtung Keimzahl reduzierend.
[0014] In vorteilhafter Weise ist ein mit der Einspüleinrichtung verbundenes Gebläse vorgesehen,
das zum Erzeugen eines Unterdrucks in der Einspüleinrichtung dient. Hierdurch kann
die in der Einspüleinrichtung vorgesehene Luft gewissermaßen abgesaugt werden, so
dass die Entstehung eines Warm- und/oder Trockenluftstroms durch die Einspüleinrichtung
gefördert ist. Speziell in einem Fall, in dem der Warm- und/oder Trockenluftstrom
über den Behälter durch die Einspüleinrichtung geleitet wird, kann die Warm- und/oder
Trockenluft aus dem Behälter in die Einspüleinrichtung gesaugt werden, um den Warm-
und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung zu erzeugen. Hierbei ist es
auch vorteilhaft, dass eine Abluftleitung vorgesehen ist und dass das Gebläse in der
Abluftleitung angeordnet ist.
[0015] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein wasserführendes Haushaltsgerät in einer schematischen Darstellung entsprechend
einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- ein wasserführendes Haushaltsgerät in einer schematischen Darstellung entsprechend
einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung und
- Fig. 3
- eine Geräteanordnung, bei der zwei Haushaltsgeräte miteinander verbunden sind, in
einer schematischen Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
[0016] Fig. 1 zeigt ein wasserführendes Haushaltsgerät 1 entsprechend einem ersten Ausführungsbeispiel
in einer schematischen Darstellung. Das wasserführende Haushaltsgerät 1 kann insbesondere
als Wäschebehandlungsgerät ausgestaltet sein und zum Waschen und/oder Trocknen von
Wäsche dienen. Speziell kann das wasserführende Haushaltsgerät 1 als Waschmaschine
oder Waschtrockner ausgestaltet sein. Das wasserführende Haushaltsgerät 1 der Erfindung
eignet sich allerdings auch für andere Anwendungsfälle.
[0017] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf, in dem ein Behälter
3 angeordnet ist. Der Behälter 3 kann beispielsweise als Laugenbehälter ausgestaltet
sein. Hierbei kann in dem Behälter 3 eine Trommel vorgesehen sein, die um eine horizontale
Achse drehbar ist. Der Behälter 3 ist über eine elastische Manschette 4 mit dem Gehäuse
2 verbunden. Hierbei ist in dem Bereich der Manschette 4 eine Tür 5 an dem Gehäuse
2 angebracht, über die ein Benutzer Wäsche in die in dem Behälter 3 angeordnete Trommel
einbringen und wieder entnehmen kann.
[0018] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist ferner eine in dem Gehäuse 2 angeordnete
Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 auf. Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 ist
über eine Verbindungsleitung 7 mit dem Behälter 3 verbunden. Im Betrieb erzeugt die
Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 einen Warm- und/oder Trockenluftstrom, der über
die Verbindungsleitung 7 in den Behälter 3 geleitet wird. Hierbei dient der Warm-
und/oder Trockenluftstrom zum Trocknen der in dem Behälter 3 vorgesehenen Wäsche.
[0019] Das wasserführende Haushaltsgerät 1 weist außerdem eine in dem Gehäuse 2 angeordnete
Einspüleinrichtung 8 auf. Die Einspüleinrichtung 8 kann beispielsweise ein Schalengehäuse
aufweisen, in das eine Einspülschale einführbar ist. Die Einspüleinrichtung 8 kann
aber auch auf andere Weise ausgestaltet sein. In die Einspüleinrichtung 8 wird vor
einem Waschgang ein Waschmittel oder ein anderes Wäschebehandlungsmittel eingefüllt.
Dabei ist ein Zulaufstrang 9 vorgesehen, der ein Magnetventil 10 aufweist. Zu Beginn
eines Waschgangs wird das Magnetventil 10 betätigt, wodurch Wasser über den Zulaufstrang
9 in die Einspüleinrichtung 8 geführt wird. Der Zulaufstrang 9 weist eine Düse 11
auf, die in die Einspüleinrichtung 8 gerichtet ist. Ferner ist eine Einspülleitung
12 vorgesehen, über die das in die Einspüleinrichtung 8 geführte Wasser in den Behälter
3 gelangen kann. Das in der Einspüleinrichtung 8 vorgesehene Waschmittel wird hierbei
mit dem Wasser durch die Einspülleitung 12 in den Behälter 3 gespült. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Einspülleitung 12 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits
mit dem Behälter 3 verbunden.
[0020] Nach dem Einspülen ist die Einspüleinrichtung 8 im Inneren mit Wasser benetzt, wobei
auch gewisse Wasserreste in der Einspüleinrichtung 8 verbleiben können. In diesem
Ausführungsbeispiel ist das wasserführende Haushaltsgerät 1 als Waschtrockner ausgestaltet.
An den Waschgang schließt sich somit ein Trockenvorgang an.
[0021] In diesem Ausführungsbeispiel weist das wasserführende Haushaltsgerät 1 eine Abluftleitung
13 auf. In der Abluftleitung 13 ist ein Gebläse 14 angeordnet. Die Abluftleitung 13
verbindet hierbei die Einspüleinrichtung 8 mit der Umgebung. Die Abluftleitung 13
kann allerdings auch zurück zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 oder einer
hiervon getrennten Kondensationseinheit geführt sein, um eine Kondensation der erwärmten
Kondensationsluft zu erreichen.
[0022] Während des Trockenvorgangs wird das Gebläse 14 betätigt, so dass in der Einspüleinrichtung
8 ein Unterdruck erzeugt wird. Hierdurch wird die Warm- und/oder Trockenluft aus dem
Behälter 3 über die Einspülleitung 12 in die Einspüleinrichtung 8 gesaugt. Dadurch
entsteht ein Warm- und/oder Trockenluftstrom, der über die Einspülleitung 12, die
Einspüleinrichtung 8 und die Abluftleitung 13 geleitet wird. Dieser Warm- und/oder
Trockenluftstrom trocknet die Einspüleinrichtung 8 nach und nach aus, so dass diese
am Ende des Trockenvorgangs für die in dem Behälter 3 vorgesehene Wäsche getrocknet
ist. Hierbei kann der Warm- und/oder Trockenluftstrom auch an der Düse 11 vorbeigeführt
werden, die in die Einspüleinrichtung 8 ragt. Dadurch kann auch die Düse 11 getrocknet
werden. Entsprechend können auch weitere, gegebenenfalls vorgesehene Bauteile oder
Einrichtungen getrocknet werden.
[0023] Die Einspüleinrichtung 8 wird bei jedem Waschvorgang mit Wasser durchspült. Hierbei
besteht das Problem, dass sich in der Einspüleinrichtung 8 Biofilme bilden können.
Biofilme bilden sich dabei bevorzugt in feuchter, warmer Umgebung bei ausreichender
Nährstoffsituation. Um diese Bereiche sauber zu halten, ist es denkbar, dass die in
Frage kommenden Oberflächen regelmäßig mechanisch gereinigt oder mittels geeigneter
Chemikalien desinfiziert werden. Allerdings kann die Einspüleinrichtung 8, die Düse
11 oder ein anderes Bauteil unzugänglich sein oder unzugängliche Stellen aufweisen,
an denen eine Reinigung nur schwer oder gar nicht möglich ist. Außerdem besteht beim
Einsatz von Chemikalien eine Umwelt- und Gesundheitsgefährdung.
[0024] Durch die Trocknung der Einspüleinrichtung 8 während des Trockenvorgangs des wasserführenden
Haushaltsgeräts 1 kann die relative Luftfeuchte im Bereich der Einspüleinrichtung
8 und an weiteren Elementen, insbesondere der Düse 11 und der Einspülleitung 12, reduziert
und eine Trocknung erreicht werden. Eine Biofilmbildung wird dadurch verhindert oder
zumindest verlangsamt und somit verringert. Hierbei ergibt sich auch der Vorteil,
dass die Entstehung von unschönen, sichtbaren Belägen verhindert ist, so dass sich
ein hygienischer Gesamteindruck des Waschgeräts und der Wäschepflege ergibt. Außerdem
kann durch einen Warm- und/oder Trockenluftstrom mit hoher Temperatur, insbesondere
einer Temperatur von mehr als 60°C, eine Abtötung von Keimen und somit eine Keimzahlreduzierung
erreicht werden.
[0025] Fig. 2 zeigt ein wasserführendes Haushaltsgerät 1 entsprechend einem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Einspülleitung
12 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits mit der Manschette 4 verbunden.
Ferner ist die Abluftleitung 13 in diesem Ausführungsbeispiel ohne Gebläse 14 ausgestaltet.
[0026] Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgestaltet,
dass ein Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung 7 in
den Behälter 3 geleitet wird. Ein anderer Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms
wird über eine Verbindungsleitung 20 in die Einspüleinrichtung 8 geleitet. Dabei ist
die Verbindungsleitung 20 einerseits mit der Einspüleinrichtung 8 und andererseits
mit der Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 verbunden. Der in die Einspüleinrichtung
8 geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom strömt durch die Einspüleinrichtung 8
und über die Abluftleitung 13 in die Umgebung. Die Abluftleitung 13 kann allerdings
auch wie im ersten Ausführungsbeispiel zurück zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit
6 oder einer hiervon getrennten Kondensationseinheit geführt sein. Dadurch wird die
Einspüleinrichtung 8 getrocknet. Ferner werden weitere Elemente, insbesondere die
Düse 11, getrocknet. Hierbei besteht der Vorteil, dass der Teilstrom durch die Einspüleinrichtung
8 direkt nach dem Aufheizen der Prozessluft durch die Warm- und/oder Trockenlufteinheit
6 genutzt wird. In diesem Fall hat der Warm- und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung
8 eine geringere relative Luftfeuchte und eine höhere Lufttemperatur, so dass eine
Austrocknung und aufgrund der höheren Temperatur auch eine Keimzahlreduzierung weiter
verbessert sind.
[0027] Fig. 3 zeigt eine Geräteanordnung 21 mit Haushaltsgeräten 1, 22 in einer schematischen
Darstellung entsprechend einem dritten Ausführungsbeispiel. In diesem Ausführungsbeispiel
ist das Haushaltsgerät 1 als wasserführendes Haushaltsgerät 1, insbesondere als Waschmaschine,
ausgestaltet. Das Haushaltsgerät 22 ist als Trockner oder Waschtrockner ausgestaltet.
[0028] Das Haushaltsgerät 1 weist den Behälter 3 und die Einspüleinrichtung 8 auf. Die Einspüleinrichtung
8 ist dabei über die Einspülleitung 12 mit dem Behälter 3 verbunden. Ferner ist der
Zulaufstrang 9 mit dem Magnetventil 10 und der Düse 11 vorgesehen, wobei die Düse
11 zum Durchspülen der Einspüleinrichtung 8 mit Wasser dient.
[0029] Das Haushaltsgerät 22 weist ein Gehäuse 23 und einen in dem Gehäuse 23 angeordneten
Behälter 24 auf. In dem Behälter 24 kann eine Trommel angeordnet sein, die um eine
horizontale Achse drehbar ist. Der Behälter 24 ist über eine Manschette 25 mit dem
Gehäuse 23 verbunden. Ferner ist eine Tür 26 vorgesehen, die an dem Gehäuse 2 angebracht
ist und zum Einbringen und Entnehmen von Wäsche in bzw. aus dem Behälter 24 geöffnet
werden kann. Außerdem ist in dem Gehäuse 23 des Haushaltsgeräts 22 eine Warm- und/oder
Trockenlufteinheit 6 angeordnet, die über eine Verbindungsleitung 7 mit dem Behälter
24 verbunden ist. Die Warm- und/oder Trockenlufteinheit 6 erzeugt einen Warm- und/oder
Trockenluftstrom, der zum Trocknen der in dem Behälter 24 vorgesehenen Wäsche dient.
Hierbei kann ein Teil des Warm- und/oder Trockenluftstroms über eine Abluftleitung
27 zu einem Ausgang 28 des Haushaltsgeräts 22 geleitet werden.
[0030] Das Haushaltsgerät 1 weist einen Eingang 29 auf, der über eine Verbindungsleitung
30 mit der Einspüleinrichtung 8 verbunden ist.
[0031] Die Geräteanordnung 21 weist eine externe Verbindungsleitung 31 auf, die den Ausgang
28 des Haushaltsgeräts 22 mit dem Eingang 29 des Haushaltsgeräts 1 verbindet. Der
zu dem Ausgang 28 des Haushaltsgeräts 22 geleitete Teil des von der Warm- und/oder
Trockenlufteinheit 6 erzeugten Warm- und/oder Trockenluftstroms wird über die externe
Verbindungsleitung 31 an dem Eingang 29 in das Haushaltsgerät 1 geleitet. Hierbei
strömt die Warm- und/oder Trockenluft von dem Eingang 29 durch die Verbindungsleitung
30 in die Einspüleinrichtung 8 des Haushaltsgeräts 1. Hierdurch kann die Einspüleinrichtung
8 mit der Warm- und/oder Trockenluft des Haushaltsgeräts 22 getrocknet werden. Hierbei
werden auch weitere Elemente, insbesondere die Düse 11 oder die Einspülleitung 12,
getrocknet. Hierdurch kann auch bei einem wasserführenden Haushaltsgerät 1, das keine
Trockenfunktion aufweist, eine Trocknung der Einspüleinrichtung 8 erzielt werden.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- wasserführendes Haushaltsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Behälter
- 4
- Manschette
- 5
- Tür
- 6
- Warm- und/oder Trockenlufteinheit
- 7
- Verbindungsleitung
- 8
- Einspüleinrichtung
- 9
- Zulaufstrang
- 10
- Magnetventil
- 11
- Düse
- 12
- Einspülleitung
- 13
- Abluftleitung
- 14
- Gebläse
- 20
- Verbindungsleitung
- 21
- Geräteanordnung
- 22
- Haushaltsgerät
- 23
- Gehäuse
- 24
- Behälter
- 25
- Manschette
- 26
- Tür
- 27
- Abluftleitung
- 28
- Ausgang
- 29
- Eingang
- 30
- Verbindungsleitung
- 31
- externe Verbindungsleitung
1. Wasserführendes Haushaltsgerät (1), insbesondere Wäschebehandlungsgerät, mit einer
Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6), die zum Erzeugen eines Warm- und/oder Trockenluftstroms
dient, einem Behälter (3) und einer Einspüleinrichtung (8), die zumindest mittelbar
mit dem Behälter (3) verbunden ist, wobei die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6)
zumindest mittelbar mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist und wobei zumindest
ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbaren Warm- und/oder
Trockenluftstroms über eine mit der Einspüleinrichtung (8) verbundenen Leitung (16,
20) der Einspüleinrichtung (8) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspüleinrichtung (8) mit einer Abluftleitung (13) verbunden ist, durch welche
der durch die Einspüleinrichtung (8) geleitete Warm- und/oder Trockenluftstrom abführbar
ist.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (12, 20) und die Abluftleitung (13) derartig an der Einspüleinrichtung
(8) angeordnet sind, dass der Warm- und/oder Trockenluftstrom im Wesentlichen durch
den gesamten Innenraum der Einspüleinrichtung (8) leitbar ist.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (12, 20) im Bereich eines ersten Endes der Einspüleinrichtung (8) und
die Abluftleitung (13) in einem Bereichen eines zweiten Endes der Einspüleinrichtung
(8) angeordnet sind, wobei das zweite Ende am weitesten von dem ersten Ende der Einspüleinrichtung
(8) entfernt ist.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluftleitung (13) zur Abführung des über die Einspüleinrichtung (8) geführten
Warm- und/oder Trockenstrom an die Umgebung des Haushaltsgerät (1) ausgebildet ist
oder zu der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) oder zu einer hiervon getrennten
Kondensationseinheit geführt ist.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) mit dem Behälter (3) verbunden ist und
dass der von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbare Warm- und/oder Trockenluftstrom
über den Behälter (3) und über die Leitung (16) in die mit dem Behälter (3) verbundene
Einspüleinrichtung (8) einleitbar ist.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung als eine Verbindungsleitung (20) vorgesehen ist, über welche die Warm-
und/oder Trockenlufteinheit (6) mit der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist.
7. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) mit dem Behälter (3) verbunden ist, dass
zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) erzeugbaren Warm-
und/oder Trockenluftstroms in den Behälter (3) einleitbar ist und dass zumindest ein
anderer Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugbaren Warm- und/oder
Trockenluftstroms über die Verbindungsleitung (20) in die Einspüleinrichtung (8) einleitbar
ist.
8. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Einspüleinrichtung (8) verbundenes Gebläse (14) vorgesehen ist, das zum
Erzeugen eines Unterdrucks in der Einspüleinrichtung (8) dient.
9. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abluftleitung (13) vorgesehen ist und dass das Gebläse (14) in der Abluftleitung
(13) angeordnet ist.
10. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einspülleitung (12) vorgesehen ist, die einerseits mit der Einspüleinrichtung
(8) verbunden ist, und dass die Einspülleitung (12) andererseits mit dem Behälter
(3) oder mit einer mit dem Behälter (3) verbundenen Manschette (4) verbunden ist.
11. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6) ausgestaltet ist, einen Warm- und/oder
Trockenluftstrom mit einer Temperatur von mehr als 60°C zu erzeugen.
12. Geräteanordnung (21) mit einem ersten Haushaltsgerät (1) und einem zweiten Haushaltsgerät
(22), wobei das erste Haushaltsgerät (1) einen Behälter (3) und eine Einspüleinrichtung
(8) aufweist, die zumindest mittelbar mit dem Behälter (3) verbunden ist, wobei das
erste Haushaltsgerät (1) einen Eingang (29) aufweist, der zumindest mittelbar mit
der Einspüleinrichtung (8) verbunden ist, wobei das zweite Haushaltsgerät (22) eine
Warm- und/oder Trockenlufteinheit (6), die zum Erzeugen eines Warm- und/oder Trockenluftstroms
dient, und eine Abluftleitung (27) mit einem Ausgang (28) aufweist, wobei der Ausgang
(28) der Abluftleitung (27) des zweiten Haushaltsgeräts (22) über eine externe Verbindungsleitung
(33) mit dem Eingang (29) des ersten Haushaltsgeräts (1) verbindbar ist und wobei
zumindest ein Teil des von der Warm- und/oder Trockenlufteinheit erzeugbaren Warm-
und/oder Trockenluftstroms über die Abluftleitung (27) und die externe Verbindungsleitung
(31) zu dem Eingang (29) des ersten Haushaltsgeräts (1) leitbar ist, um den Warm-
und/oder Trockenluftstrom durch die Einspüleinrichtung (8) des ersten Haushaltsgeräts
(1) zu leiten.
13. Geräteanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Haushaltsgerät (1) als Waschmaschine (1) ausgestaltet ist und dass das
zweite Haushaltsgerät (22) als Trockner oder Waschtrockner ausgestaltet ist.