Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalungsanordnung für den Freivorbau von Brücken.
[0002] Beim Freivorbau von Brücken aus Beton müssen diejenigen Schalungen, zwischen welche
die notwendigen Bewehrungen eingebracht werden und der das nächste Teilstück bildende
Beton eingegossen wird, über den bereits erstellten und ausreichend ausgehärteten
Abschnitt der Brücke abgestützt werden. Zu diesem Zweck werden am Ende des bereits
erstellten Brückenabschnitts im Wesentlichen Träger oder Schienen angebracht, in denen
eine obere Trägeranordnung beweglich gelagert ist. Die obere Trägeranordnung kann
in der Freivorbaurichtung und/oder über den seitlichen Rand des bereits erstellten
Brückenabschnitts auskragen. An Abschnitten der oberen Trägeranordnung können Schalungen
für den oberen Bereich der Brücke angebracht sein. Ferner kann an der oberen Trägeranordnung
eine untere Trägeranordnung abgehängt sein, die zur gegebenenfalls verschieblichen
Lagerung weiterer Schalungen für untere Bereiche der Brücke und/oder Innenschalungen
im Fall eines Hohlkastenprofils der Brücke vorgesehen sind. Die Lagerung sämtlicher
verschiebbarer Elemente erfolgt üblicherweise mittels Rollen. Nachdem ein neuer Bauwerksabschnitt
erstellt wurde, kann die Schalungsanordnung vorangeschoben werden, um die Bewehrungen
für den nächsten Abschnitt einzurichten. In diesem Zusammenhand können die Schienen
oder Träger, auf denen die Schalungsanordnung gelagert ist, auf den zuletzt erstellten
Bauwerksabschnitt verlängert werden.
Stand der Technik
[0003] Eine Schalungsanordnung für den Freivorbau von Brücken, bei der Rollenlagerungen
vorgesehen sind und eine Schalung unabhängig von einer äußeren Schalung beweglich
ist, ist aus der
WO 83/04274 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalungsanordnung für den Freivorbau
von Brücken mit einem erweiterten Einsatzgebiet und/oder einer verbesserten Sicherheit
zu schaffen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im Anspruch 1 beschriebene Schalungsanordnung.
[0007] Demzufolge weist diese zumindest ein weitgehend horizontales Gleitlager auf, das
zumindest ein Lagerteil aus Kunststoff, insbesondere Polyethylen, besitzt. Die Verwendung
von Gleitlagern bietet gegenüber den bislang verwendeten Rollenlagerungen folgende
Vorteile. Bei Rollenlagern besteht bereits bei geringen Brückenradien die Gefahr,
dass die Rollen aus den für sie vorgesehenen Schienen oder "auf" die sie lagernden
Trägerabschnitte geraten und beispielsweise auf Flanschen oder dergleichen auflaufen/aufreiten.
Unter Berücksichtigung des erheblichen Gewichts derartiger Schalungsanordnungen, die
beispielsweise mehrere Zigtonnen schwer sein können. Besteht ein erhebliches Sicherheitsproblem
dahingehend, dass die Schalungsanordnung nach einem derartigen Aufreiten einer Rollenlagerung
in die eigentlich vorgesehene "Lagerschiene" zurückfällt. Ferner sind Rollenlagerungen
bei Bauwerken mit Gefälle problematisch, weil zum Voranbewegen der Schalungsanordnung
üblicherweise oszillierende Zylinder vorgesehen sind, die sich in einem ersten Betriebszustand
an einem Träger oder einer Schiene abstützen, die an einem bereits erstellten Bauwerksabschnitt
befestigt ist, und die Schalungsanordnung voranbewegen. In einem zweiten Betriebszustand
bleibt die Schalungsanordnung an Ort und Stelle, und die Zylinder werden eingezogen,
so dass die Abstützungen nachgezogen werden. In dieser Situation ist die üblicherweise
tonnenschwere Schalungsanordnung ungesichert und kann sich bei Gefälle aufgrund der
beschriebenen Rollenlagerungen voranbewegen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko
darstellt.
[0008] Durch das erfindungsgemäße Kunststoff-Lagerteil besteht eine deutlich geringere Gefahr,
dass sich die Lagerung aus ihrer Schiene oder von dem zur Lagerung vorgesehenen Träger
bewegt. Ferner hat sich ein Kunststoff-Lagerteil dahingehend als vorteilhaft erwiesen,
dass es bis zu einem gewisse Gefälle selbsthemmend ausgeführt ist. Dementsprechend
kann auch bei Bauwerken mit Gefälle die Schalungsanordnung sicher an Ort und Stelle
bleiben und die Abstützung, wie beschrieben, nachgezogen werden. Mit anderen Worten
sind die Lagerkräfte berechenbar und können für ein definiertes Verhalten der gesamten
Schalungsanordnung auch während des oben beschriebenen zweiten Betriebszustandes,
berücksichtigt werden. Schließlich bietet das erfindungsgemäße KunststoffGleitlager
eine gegenüber Rollenlagern verbesserte, nämlich flächige Krafteinleitung.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Schalungsanordnung sind in den
weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0010] Das Kunststoff-Lagerteil wird erfindungsgemäß an einem beweglichen Teil der Schalungsanordnung
angeordnet. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der unbewegliche Teil der Schalungsanordnung,
beispielsweise eine oder mehrere Schienen oder Träger eine erhebliche Längserstreckung
aufweisen können, um einen gewissen Bewegungsbereich für die Schalungsanordnung zu
gewährleisten. Wenn man daran Kunststoff-Lagerteile vorsehen würde, müssten sich diese
ebenfalls über einen erheblichen Bereich erstrecken. Insoweit wird derzeit aus Gründen
der Effizienz bevorzugt, die Kunststoff-Lagerteile an dem vergleichsweise kurzen beweglichen
Teil der Schalungsanordnung oder lediglich an einzelnen Abschnitten desselben vorzusehen.
[0011] Für die Materialpaarung im Rahmen des Gleitlagers der erfindungsgemäßen Schalungsanordnung
hat sich als weiteres Lagerteil, dass mit dem Kunststoff-Lagerteil zusammenwirkt,
ein Lagerteil aus Metall, vorzugsweise Stahl als günstig erwiesen. Durch eine derartige
Materialpaarung können besonders gut kalkulierbare, beispielsweise selbsthemmende
Lagereigenschaften realisiert werden.
[0012] Das Gleitlager ist bis zu einem Gefälle von etwa 5%, bevorzugt etwa 6% und weiter
bevorzugt bis zu 10% selbsthemmend. Hierdurch kann eine große Bandbreite von Anwendungsfällen
mit einer besonders sicheren Vorgehensweise abgedeckt werden.
[0013] Unter Berücksichtigung des Aufwands, der sich aus einem Verschleiß der Lagerteile
ergibt, erweist es sich ferner als vorteilhaft, zumindest ein Lagerteil, bevorzugt
das Kunststoff-Lagerteil austauschbar vorzusehen.
[0014] Die Befestigung des Kunststoff-Lagerteils kann besonders einfach und effizient in
magnetischer Art und Weise erfolgen.
[0015] Ferner kann das Kunststoff-Lagerteil in vorteilhafter Weise als Teil eines Gleitlagers
zwischen jeglichen beweglichen Komponenten oder Abschnitten einer Schalungsanordnung
für den Freivorbau, insbesondere von Brücken vorgesehen sein. Bei ersten Versuchen
wurden jedoch besonders gute Erfahrungen gemacht, wenn ein derartiges Gleitlager zwischen
einem Innenschalwagen und/oder einer Seitenschalung einerseits und einem feststehenden
Abschnitt der Schalungsanordnung andererseits vorgesehen war.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand beispielhaft in den Zeichnungen dargestellter
Ausführungsformen näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Schalungsanordnung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines Hohlprofil-Trägers in der Schalungsanordnung von
Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Unteransicht eines Gleitlagers in der Schalungsanordnung von
Fig. 1; und
- Fig. 4
- eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht eines Details aus Fig. 1.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
[0018] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist die erfindungsgemäße Schalungsanordnung 10, die
in der Freivorbau-Richtung eine Erstreckung von einigen Metern, beispielsweise von
fünf Metern, aufweisen kann, an einem bereits erstellten Abschnitt 30 einer Brücke
abgestützt. Der bereits erstellte Brückenabschnitt 30 kann frei auskragen, und die
Schalungsanordnung 10 kann dafür vorgesehen sein, ein weiteres, wiederum auskragendes
Teilstück zu erstellen. Zur Abstützung der Schalungsanordnung 10 sind an dem bereits
erstellten Brückenabschnitt 30 in dem gezeigten Fall vier Träger 32 angebracht, die
im Wesentlichen der Lagerung und Abstützung der Schalungsanordnung 10 dienen. Die
Träger 32 wirken im Wesentlichen als Schienen, an denen die Schalungsanordnung 10,
wie nachfolgend genauer beschrieben, verschiebbar gelagert ist. In Fig. 1 ist ein
Zustand gezeigt, in dem die Schalungsanordnung 10, von der jegliche Schalungen nicht
dargestellt sind, aus dem zuletzt erstellten Teilstück heraus vorgeschoben wurde und
sich in der gezeigten Situation unmittelbar vor dem zuletzt erstellten Teilstück befindet.
[0019] Die Abstützung der Schalungsanordnung 10 an den Trägern 32 erfolgt in dem gezeigten
Fall durch Gleitlager 34, die im Wesentlichen mit den oberen Flächen der Träger 32
zusammenwirken. Die Vorwärtsbewegung wird bei dem gezeigten Fall durch zwei Hydraulikzylinder
36 bewerkstelligt, die oszillieren und abwechselnd, sich an Abstützungen 38 abstützend,
die Schalungsanordnung 10 voranbewegen oder, während die Schalungsanordnung 10 ortsfest
bleibt, die Abstützungen 38 nachziehen. Neben den beschriebenen Gleitlagern 34 sind
Gegenlager 40 vorgesehen, die beispielsweise überstehende Flansche der Träger 32 untergreifen
können, um das Gewicht der auskragenden Schalungsanordnung abzustützen. Ferner können
für diesen Zweck Ankerstäbe vorgesehen sein.
[0020] Allgemein gesprochen weist die Schalungsanordnung eine obere Trägeranordnung 12 auf,
die aus Quer- 20 und Längsträgern 42 besteht. Über mehrere Stäbe 16 ist von der oberen
Trägeranordnung 12 eine untere Trägeranordnung 14 abgehängt, die ebenfalls Quer- 20
und Längsträger 42 aufweist. An der oberen 12 und/oder der unteren Trägeranordnung
14 können, unter anderem aufgrund der nachfolgend beschriebenen Möglichkeiten zur
Anbringung von Standardbauteilen, standardisierte Bühnen angebracht sein. Bei dem
gezeigten Beispiel sind sämtliche Querträger 20 als Hohlprofil-Träger ausgeführt,
wie nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 2 näher erläutert. In Fig. 1 ist ergänzend
zu erkennen, dass zwischen den Trägern 20, insbesondere im Fall der oberen Trägeranordnung
12 durch zusätzliche, beispielsweise diagonal ausgerichtete Streben 44 eine Stabilisierung
der Trägeranordnung erfolgen kann. Ferner können diagonal nach unten verlaufende Träger
46 vorgesehen sein, um die obere Schalungsanordnung 12 mit fachwerkartigen Abschnitten
auszubilden. Hieraus ergibt sich ferner, dass die obere Trägeranordnung, maßgeblich
in Form der Querträger 20, in vertikaler Richtung von der Oberfläche des Brückenabschnitts
30 beabstandet ist, so dass der unter der oberen Trägeranordnung befindliche Raum
in vorteilhafter Weise für die erforderlichen Arbeiten, beispielsweise die Einbringung
von Bewehrungen, freigehalten wird. Der hierfür zur Verfügung stehende Raum wird ferner
dadurch vergrößert, dass die erwähnten Diagonalstreben 44 in vergleichsweise äußeren
Bereichen angeordnet sind, so dass der dazwischenliegende innere Bereich in günstiger
Weise für die Anlieferung von Bewehrung und dergleichen genutzt werden kann. Die Aufhängung
der unteren Trägeranordnung 14 erfolgt bei dem gezeigten Beispiel durch mehrere Stäbe
16, an denen die untere Trägeranordnung 14 in einer besonderen Art und Weise gelagert
ist, die nachfolgend genauer beschrieben wird.
[0021] Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird zunächst der Aufbau der jeweiligen Querträger 20
der Schalungsanordnung von Fig. 1 genauer beschrieben. Wie in Fig. 2 erkennbar ist,
weist der jeweilige Träger 20, im Querschnitt gesehen, wie am vorderen Ende (Fig.
2) erkennbar, einen geschlossenen, kastenartigen Querschnitt auf. Dieser wird bei
dem gezeigten Beispiel durch unterschiedliche Abschnitte gebildet, in dem gezeigten
Fall durch zwei weitgehend horizontal ausgerichtete Abschnitte 22.1 und zwei in der
Darstellung weitgehend vertikal ausgerichtete Stegabschnitte 22.2. Dadurch, dass die
horizontalen Abschnitte 22.1 eine größere Breite aufweisen, als die Stegabschnitte
22.2 voneinander beabstandet sind, entstehen an den seitlichen Rändern des Trägers
20 überstehende Flansche 24. Anhand Fig. 2 ist schematisch zu erkennen, dass die horizontalen
Abschnitte 22.1 etwas dicker sind als die Stegabschnitte 22.2. Dies bringt zum Ausdruck,
dass diese Abschnitte, in Übereinstimmung mit den daran gestellten unterschiedlichen
Anforderungen, mit unterschiedlicher Dicke und/oder aus unterschiedlichem Material
vorgesehen sein können. Im rechten oberen Bereich der Fig. 2, d.h. im (gemäß Fig.
2) hinteren Bereich des Trägers 20 ist eine Endplatte 48 zu erkennen, die bei dem
gezeigten Beispiel in sämtlichen Richtungen über die Abschnitte 22 des Trägers 20
vorsteht. Es sei erwähnt, dass der Träger 20 auch an seinem anderen Ende, d.h. dem
vorderen Ende gemäß Fig. 2 eine derartige Endplatte 48 aufweisen kann, die aus Gründen
der Darstellung des Innenlebens des Trägers 20 in Fig. 2 weggelassen ist. An der Endplatte
48 sind zahlreiche Befestigungseinrichtungen in Form von Befestigungsöffnungen 50
zu erkennen, mittels derer die Anbringung umgebender Komponenten möglich ist.
[0022] Dies gilt in ähnlicher Weise für die Raster von Befestigungseinrichtungen in Form
von Öffnungen 26, die sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Trägers 20 und
in Längsrichtung desselben erstrecken. In dem gezeigten Fall ist an sämtlichen seitlich
überstehenden Flanschen 24 des Trägers 20 ein vergleichsweise enges Raster von Befestigungseinrichtungen
in Form von Öffnungen vorgesehen. Die einzelnen Öffnungen dieses Rasters können beispielsweise
einen Abstand von etwa 10 cm aufweisen und der Befestigung von "Fachwerkkomponenten"
wie den Diagonalstützen 44 und/oder den Diagonalträgern 46 dienen. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel weisen die Befestigungseinrichtungen 26.2 eines zweiten Rasters,
das sich im Bereich des (im Querschnitt gesehen) geschlossenen, kastenartigen Bereichs
befindet, einen größeren Abstand und einen größeren Durchmesser der Öffnungen auf.
Der Abstand kann beispielsweise 20 cm betragen und kann der Durchführung von Stäben
16 (vgl. Fig. 1) für die Aufhängung der unteren Trägeranordnung 14 dienen. Wie Fig.
2 zeigt, kann das Profil des Trägers 20 als I-Profil mit doppeltem Mittelsteg beschrieben
werden, so dass ein im Bereich des Mittelstegs (im Querschnitt gesehen) geschlossenes
Hohlprofil entsteht. Die horizontalen Abschnitte 22.1 und die Stegabschnitte 22.2
des Trägers 20 sowie die Endplatten 48 können beispielsweise miteinander verschweißt
sein. Beispielhaft kann der in Fig. 2 gezeigte Träger eine Höhenabmessung (in Richtung
der Stegabschnitte 22.2) von etwa 40 cm aufweisen.
[0023] In Fig. 3 ist eine Antriebseinheit gezeigt, die im Wesentlichen ein Gleitlager 34,
einen Hydraulikzylinder 36 und eine Abstützung 38 aufweist. Die Wirkungsweise der
Antriebseinheit wurde vorangehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 erläutert. Aus Fig.
3 ist ergänzend zu erkennen, dass das Gleitlager 34 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
zwei Kufen 52 aufweist, die verschiebbar auf die Oberseiten der an dem fertiggestellten
Brückenabschnitt 30 angebrachten Träger 32 vorgesehen sind. Die Kufen 52 weisen seitliche
Begrenzungen 54 weitgehend in Form von Platten sowie Kunststoff-Lagerteile 28 auf.
Die Kunststoff-Lagerteile 28 können auf das andere Lagerteil, in dem gezeigten Fall
die Träger 32, derart abgestimmt sein, dass die Lagerung bis zu einem gewisse Gefälle
selbsthemmend ist. Ferner können die Kunststoff-Lagerteile austauschbar und/oder magnetisch
an den Kufen 52 befestigt sein. An der in Fig. 3 gezeigten Antriebseinheit ist ferner
eine sich weitgehend in Längsrichtung, d.h. in Freivorbau-Richtung erstreckende Achse
56 vorgesehen, an der die obere Trägeranordnung um eine weitgehend horizontale Achse
drehbar gelagert sein kann.
[0024] Fig. 4 zeigt ein Detail der in einer Gesamtansicht in Fig. 1 zu erkennenden gelenkigen
Aufhängung der unteren Trägeranordnung 14 an der oberen Trägeranordnung 12 (vgl. Fig.
1). Von der unteren Trägeranordnung ist in Fig. 4 ein Längsträger 42 sowie ein sich
daran anschließendes Gehäuse 18 erkennbar. Wie vorangehend erläutert, ist das Gehäuse
an einem Querträger 20 befestigt. Die gelenkige Aufhängung erfolgt im Einzelnen an
einem Stab 16, an dessen unterem Ende, das hierfür ein Gewinde aufweisen kann, beispielsweise
mittels einer Mutter 58 eine Kugelkalotte 60 angebracht ist. Die Kugelkalotte 60 weist
eine sphärische Oberfläche auf und wirkt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit
einem ringartig ausgeschnittenen Gegenstück 62 mit einer sphärischen Innenfläche 64
zusammen. Es ist zu erkennen, dass der Ausschnitt des Gegenstücks 62 größer ist als
der Durchmesser des Stabes 16, so dass eine Neigung der unteren Trägeranordnung, an
der das in Fig. 4 gezeigte Gehäuse 18 angebracht ist, um sämtliche Achsen möglich
ist. Hierdurch kann, wie oben erwähnt, die Trägeranordnung in besonders flexibler
Weise an geneigte Brückengeometrien und sonstige besonderen Anwendungsfälle angepasst
werden.
1. Schalungsanordnung (10) für den Freivorbau, insbesondere von Brücken, mit zumindest
einer Schalung, zumindest einem feststehenden Träger (32) und zumindest einem beweglichen
Teil (20, 42) gekennzeichnet durch zumindest ein weitgehend horizontales Gleitlager (34), das zumindest ein Lagerteil
(28) aus Kunststoff aufweist, das an dem beweglichen Teil der Schalungsanordnung und
zwischen dem feststehenden Träger (32) und dem beweglichen Teil vorgesehen ist, wobei
das Gleitlager (34) bis zu einem Gefälle von etwa 5%, bevorzugt etwa 6%, weiter bevorzugt
etwa 10% selbsthemmend ist.
2. Schalungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlager (34) ferner zumindest ein Lagerteil (32) aus Metall, vorzugsweise
Stahl aufweist.
3. Schalungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lagerteil, bevorzugt das Kunststoff-Lagerteil (28) austauschbar vorgesehen
ist.
4. Schalungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Lagerteil, bevorzugt das Kunststoff-Lagerteil (28) magnetisch befestigt
ist.
5. Schalungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Innenschalwagen und/oder eine Seitenschalung aufweist, und dass zumindest
ein Gleitlager zwischen dem Innenschalwagen und/oder der Seitenschalung einerseits
und dem feststehenden Träger der Schalungsanordnung andererseits vorgesehen ist.
1. Formwork assembly (10) for cantilever construction, in particular of bridges, having
at least one formwork component, at least one fixed beam (32) and at least one movable
part (20, 42), characterised by at least one largely horizontal plain bearing (34) having at least one bearing portion
(28) made of plastic which is provided on the movable part of the formwork assembly
and between the fixed beam (32) and the movable part, wherein the plain bearing (34)
is self-locking up to a gradient of about 5%, preferably about 6%, further preferably
about 10%.
2. Formwork assembly according to claim 1, characterised in that the plain bearing (34) further has at least one bearing portion (32) made of metal,
preferably steel.
3. Formwork assembly according to either of the preceding claims, characterised in that at least one bearing portion, preferably the plastic bearing portion (28), is provided
replaceably.
4. Formwork assembly according to any of the preceding claims, characterised in that at least one bearing portion, preferably the plastic bearing portion (28), is attached
magnetically.
5. Formwork assembly according to any of the preceding claims, characterised in that it has an inner formwork carriage and/or a side formwork component, and in that at least one plain bearing is provided between the inner formwork carriage and/or
the side formwork component on the one hand and the fixed beam of the formwork assembly
on the other hand.
1. Dispositif de coffrage (10) pour une construction en encorbellement, en particulier
de ponts, avec au moins un coffrage, au moins une poutre fixe (32) et au moins une
partie mobile (20, 42), caractérisé par au moins un palier lisse (34) sensiblement horizontal comportant au moins un élément
de palier (28) en matière plastique, lequel est prévu contre la partie mobile du dispositif
de coffrage et entre la poutre fixe (32) et la partie mobile, le palier lisse (34)
étant autobloquant jusqu'à une pente de près de 5 %, préférentiellement de près de
6 %, et tout particulièrement de près de 10 %.
2. Dispositif de coffrage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le palier lisse (34) comporte en outre au moins un élément de palier (32) en métal,
préférentiellement en acier.
3. Dispositif de coffrage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu qu'au moins un élément de palier, préférentiellement l'élément de palier
(28) en matière plastique, soit renouvelable.
4. Dispositif de coffrage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins un élément de palier, préférentiellement l'élément de palier (28) en matière
plastique, est magnétiquement fixé.
5. Dispositif de coffrage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
celui-ci comporte un chariot de coffrage intérieur et/ou un coffrage latéral, et en ce qu'au moins un palier lisse est prévu entre le chariot de coffrage intérieur et/ou le
coffrage latéral d'une part, et la poutre fixe du dispositif de coffrage d'autre part.