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(11) |
EP 2 203 640 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.01.2019 Patentblatt 2019/04 |
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Anmeldetag: 11.09.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/062094 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/053162 (30.04.2009 Gazette 2009/18) |
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Regelelektronik, Steuergerät und Verfahren zur Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs
einer Verbrennungskraftmaschine
Electronic control, control device and method for controlling a multiple spark operation
of an internal combustion engine
Commande électronique, dispositif de commande et procédé pour commander une opération
d'allumage multiple d'un moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
26.10.2007 DE 102007051249
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.07.2010 Patentblatt 2010/27 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- MAIER, Mario
70806 Kornwestheim (DE)
- OPITZ, Bernhard
71229 Leonberg (DE)
- SENFTLEBEN, Hartwig
58566 Kierspe (DE)
- HILGENBERG, Bernd
72760 Reutlingen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-02/02923 DE-A1-102005 036 975 US-B1- 6 283 104
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DE-A1- 10 003 109 US-A1- 2007 175 461 US-B1- 7 121 270
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Regelektronik, Steuergerät und Verfahren zur Regelung
eines Mehrfachfunkenbetriebs einer Verbrennungskraftmaschine mit den im Oberbegriff
der unabhängigen Ansprüche genannten Merkmalen.
Stand der Technik
[0002] Eine Regelektronik, Steuergerät und Verfahren zur Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs
einer Verbrennungskraftmaschine der eingangs genannten Art sind im Allgemeinen bekannt.
Um in allen Betriebspunkten der Verbrennungskraftmaschine eine sichere Entflammung
eines Gemischs aus Kraftstoff und Luft zu gewährleisten, werden in einigen Betriebszuständen,
wie beispielsweise während einer Startphase, durch ein Wiedereinschalten eines Zündtransformators
unmittelbar nach einem Erlöschen eines Zündfunkens weitere Zündfunken in demselben
Zündzyklus im Sinne einer Mehrfachzündung mittels einer Zündkerze erzeugt. Anhand
eines Steuergeräts erfolgt eine Steuerung der Mehrfachzündung.
[0003] Darüber hinaus sind weiterführende Lösungen bekannt, die den Mehrfachfunkenbetrieb
- auch als Multispark Mode bezeichnet - verbessern. Dabei wird bereits vor dem Erlöschen
des Zündfunkens eine in dem Primärstromkreis des Transformators befindliche Primärinduktivität
nachgeladen. Auf Grund einer noch vorhandenen Restenergie im Zündtransformator ist
eine Nachladezeit der Primärinduktivität deutlich verkürzt. In diesem Zusammenhang
kann von einem Effekt profitiert werden, bei dem ein wesentlicher Teil einer von dem
Transformator erzeugten Zündfunkenenergie zu Beginn eines jeden Zündfunkens umgesetzt
wird, wenn also der Zündfunkenstrom am höchsten ist, wobei dieser im Anschluss daran
nahezu linear abnimmt. Auf diese Weise können folglich während eines Zündzyklus mehrere
Zündfunken kurzer Dauer, jedoch vergleichsweise hoher Energie erzeugt werden. Das
Steuergerät gibt dabei lediglich die Gesamtdauer des Mehrfachfunkenbetriebs vor, während
eine Regelungselektronik eine Regelung des Mehrfachfunkenbetriebs, also eine Serie
von aufeinander folgenden Zündfunken, übernimmt. In der Regel befindet sich die Regelungselektronik
zusammen mit dem Zündtransformator in einem gemeinsamen Gehäuse.
[0004] Typischerweise sind in der Regelungselektronik feste Schwellwerte für einen Primärstrom
und für einen Sekundärstrom hinterlegt, zu denen der Zündtransformator jeweils ausgeschaltet
oder wieder eingeschaltet wird. Es bestehen jedoch eine Reihe von Einflussfaktoren,
wie beispielsweise Zusammensetzung eines Kraftstoff-Luft-Gemischs, Zündkerzenalterung
und dergleichen, die bei festgelegten Schwellwerten einen optimalen Betrieb der Verbrennungskraftmaschine
erschweren.
[0005] Aus der
DE 100 03 109 A1 ist bereits eine Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs einer Verbrennungskraftmaschine
bekannt, bei dem ein Zündtransformator zur Abgabe oder Unterbrechung eines Zündfunkenstroms
anhand zumindest einer programmierbaren Stromschwelle abschaltbar oder wieder einschaltbar
ist.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Die erfindungsgemäße Regelektronik, Steuergerät und Verfahren zur Regelung eines
Mehrfachfunkenbetriebs einer Verbrennungskraftmaschine mit den in den unabhängigen
Ansprüchen genannten Merkmalen bietet demgegenüber den Vorteil, dass je nach Betriebszustand
der Verbrennungskraftmaschine eine individuelle Einstellung der Schwellwerte, insbesondere
Stromschwellen, für den Primärstrom und/oder für den Sekundärstrom vorgenommen werden
kann. Dabei erfolgt eine Programmierung zumindest einer Stromschwelle. Die individuelle
Einstellung der Stromschwellen ermöglicht demnach eine bedarfsorientierte Einstellung
der Folgestromschwellen des Mehrfachfunkenbetriebs in jedem einzelnen Zündzyklus beziehungsweise
Arbeitsspiel der Verbrennungskraftmaschine.
[0007] Anhand der individuellen Einstellung der Stromschwellen und der damit zusammenhängenden
bedarfsorientierten Einstellung der Folgestromschwellen des Mehrfachfunkenbetriebs
können somit bei Zündvorgängen auch Einflussfaktoren, wie beispielsweise Gemischzusammensetzung,
Zündkerzenalterung und dergleichen, die einen optimalen Betrieb der Verbrennungskraftmaschine
erschweren, berücksichtigt und kompensiert werden. Mit anderen Worten kann die Zuführung
einer Zündenergie an eine Zündkerze an den Bedarf des jeweiligen Betriebs- und Lastzustandes
der Verbrennungskraftmaschine optimal angepasst werden.
[0008] Letztlich lässt sich mit der vorliegenden Erfindung neben einer verbesserten Kraftstoffentflammung
auch ein zuverlässigerer Betrieb der Verbrennungskraftmaschine gewährleisten. Die
verbesserte Kraftstoffentflammung wirkt sich zudem positiv auf einen Kraftstoffverbrauch
der Verbrennungskraftmaschine einerseits und auf einen Leistungsabruf der Verbrennungskraftmaschine
andererseits aus.
Dabei ist es vorgesehen, dass die Übermittlung des Vorgabewertes für die Folgestromschwelle,
insbesondere Sekundärstrom-Abschaltschwelle, anhand der Dauer der Zeitspanne erfolgt.
Die Dauer der Zeitspanne beziehungsweise die Pausenzeit zwischen den beiden Ansteuersignalen
des Steuergeräts stellt eine ohnehin vorhandene Signallücke dar, die durch eine gezielte
und planmäßige Veränderung zu einer Werteassoziierung genutzt werden kann. So lässt
sich beispielsweise einer Zeitspanne von 30 µs eine Sekundärstrom-Abschaltschwelle
von 70 mA oder einer Zeitpause von 160 µs eine Sekundärstrom-Abschaltschwelle von
40 mA zuordnen.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen, insbesondere hinsichtlich der Programmierung der Schwellen,
ergeben sich durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche.
[0010] Gemäß eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung ist es vorgesehen, dass
in Abhängigkeit eines mit einem Erfassungsmittel erfassbaren beziehungsweise messbaren
Transformatorstroms, insbesondere Primärstrom und/oder Sekundärstrom, eine Einstellung
der zumindest einen Stromschwelle erfolgt. Hierbei kann anhand eines Steuergeräts
eine individuelle Einstellung der Schwellen dahingehend erfolgen, dass diese mit in
dem Steuergerät hinterlegten optimalen Schwellen, welche für jeden Betriebszustand
bekannt sind, in Übereinstimmung gebracht werden. Letztlich ist auf diese Weise, insbesondere
unter Einbeziehung der eingestellten Schwellen, der Mehrfachfunkenbetrieb möglich.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass eine Übermittlung
des Vorgabewertes für eine Folgestromschwelle von einem Steuergerät an eine Regelelektronik
des Zündtransformators anhand einer kodierten Zeitspanne zwischen einem von einem
Steuergerät ausgegebenen ersten Ansteuersignal und einem von dem Steuergerät ausgegebenen
zweiten Ansteuersignal erfolgt. Mittels der Kodierung der Zeitspanne beziehungsweise
der Pausenzeit zwischen den beiden Ansteuersignalen des Steuergeräts kann eine für
den Zündtransformator geeignete Information über eine vorzusehende Stromschwelle übermittelt
werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Übermittlung des Vorgabewertes in Kombination mit einem auf einer zusätzlichen Stromschwelle
basierenden weiteren Vorgabewert für eine zugehörige Folgestromschwelle, insbesondere
Primärstrom-Abschaltschwelle, anhand der Dauer der Zeitspanne erfolgt. Hierbei ergibt
sich ein Synergieeffekt, bei dem mittels lediglich eines Parameters, nämlich der Zeitspanne,
eine Wertekombination sowohl für die Sekundärstrom-Abschaltschwelle als auch für die
Primärstrom-Abschaltschwelle übermittelbar ist.
[0013] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Übermittlung des Vorgabewertes in Verbindung mit einem Stromschwellen-Differenzwert
über die Dauer der Zeitspanne erfolgt. Mit anderen Worten wird hierbei über die Pulspause
ein Wertedelta übermittelt, das die jeweilige Stromschwelle bei einer langen Pulspause,
beispielsweise um 10 mA, absenkt. Bei einer kurzen Pulspause kann anhand des Wertedeltas
die entsprechende Stromschwelle, beispielsweise um 10 mA, angehoben werden. Auch vorsehbar
ist eine Konstellation, bei der eine mittlere Pulspause zu keiner Veränderung der
relevanten Stromschwelle führt.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass eine bidirektionale
Schnittstelle zwischen dem Steuergerät und dem Zündtransformator, insbesondere zur
Übermittlung einer Funkenbrenndauer, vorgesehen ist. Dabei kann eine Rückmeldung von
Informationen des Zündtransformators über eine Umschaltung eines Ansteuerstroms erfolgen.
Zum Beispiel kann der Ansteuerstrom während der Funkenbrenndauer einem Wert von 20
mA und während einer Aufladephase einem Wert von 10 mA entsprechen. Das Steuergerät
ist dann in der Lage, über den Strom die Funkenbrenndauer zu ermitteln und erhöht
oder verringert die Sekundärstromschwelle in Abhängigkeit der benötigten Funkenbrenndauer.
Damit kann letztlich eine fehlerhafte Interpretation vorhandener Pulspausen, insbesondere
bei der Übermittlung von Stromschwellen-Differenzwerten, vermieden werden. Ferner
ist gewährleistet, dass die Informationen im Steuergerät und im Zündtransformator
stets übereinstimmen, wodurch eine Mitführung eines Fehlers in jedem weiteren Zündzyklus
unterbleibt.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Übermittlung des Vorgabewertes und/oder des weiteren Vorgabewertes anhand eines
Stromschwellenwerte beinhaltenden Protokolls über die Dauer der Zeitspanne erfolgt.
Hierbei umfasst das Protokoll Regeln, welche das Format, den Inhalt, die Bedeutung
und die Reihenfolge gesendeter Informationen zwischen verschiedenen Instanzen, insbesondere
zwischen der in dem Zündtransformator befindlichen Regelungselektronik und dem Zündtransformator
selbst oder zwischen dem Steuergerät und der Regelungselektronik, festlegen.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass
eine Erfassung eines Amplituden-Wertes eines ersten Primärstrompulses zur Einstellung
der zumindest einen Stromschwelle, insbesondere Primärstrom-Abschaltschwelle, erfolgt.
Die Amplitude des ersten Primärstrompulses wird demnach dazu verwendet, die Primärstromschwelle
einzustellen beziehungsweise zu programmieren. Dabei entspricht der Amplitudenwert
des ersten Pulses der Stromschwelle für alle nachfolgenden Pulse. Alternativ kann
die Stromschwelle um einen festen Faktor erhöht oder verringert werden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass während
der Erfassung des Amplituden-Wertes des ersten Primärstrompulses zur Einstellung der
Primärstrom-Abschaltschwelle die Übermittlung des Vorgabewertes der Sekundärstrom-Abschaltschwelle
über die Dauer der Zeitspanne erfolgt. Hierbei wird der Amplitudenwert als Vorgabe
für alle weiteren Primärstrom-Abschaltschwellen verwendet und gleichzeitig über die
Pause der Sekundärstrom-Schwellwert übermittelt.
Vorteilhaft ist auch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem vorgesehen ist,
dass mit der Amplitude respektive dem Amplituden-Wert des ersten Primärstrompulses
die Übermittlung einer Kombination aus Sekundärstrom-Abschaltschwelle und Primärstrom-Abschaltschwelle
erfolgt. Hierbei ergibt sich aus dem Schwellwert eine feste Wertekombination, wobei
die Pause unberücksichtigt bleibt. Beispielsweise kann einer Amplitude von 15 A eine
Wertekombination von 15 A für die Primärstrom-Abschaltschwelle und von 40 mA für die
Sekundärstrom-Abschaltschwelle zugeordnet werden. Weiterhin kann bei einer Amplitude
von 16 A die Abschaltschwelle für den Primärstrom bei 16 A und die Abschaltschwelle
für den Sekundärstrom bei 50 mA liegen. Bei einer Abschaltschwelle von 17 A für den
Primärstrom und einer Abschaltschwelle von 60 mA für den Sekundärstrom kann die Amplitude
einen Wert von 17 A aufweisen.
[0018] In einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es vorgesehen, dass
das Steuergerät in Abhängigkeit des Betriebszustandes der Verbrennungskraftmaschine
die Dauer der Zeitspanne einstellt, wobei zum Ende der Zeitspanne eine Messung und
Speicherung des anstehenden Sekundärstromwertes erfolgt, der als Vorgabewert der zugehörigen
Folgestromschwelle, insbesondere Sekundärstromschwellen, dient, wodurch eine weitere
Alternative zu den vorgenannten Wertevorgaben gegeben ist.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Übermittlung des Vorgabewertes und/oder des weiteren Vorgabewertes anhand eines
Stromschwellenwerte beinhaltenden Protokolls oder anhand eines die Stromschwellenwerte
beinhaltenden Wertesignals, insbesondere pulsweitenmoduliertes Wertesignal, über die
Dauer des zweiten Ansteuersignals erfolgt. Zur Übermittlung der entsprechenden Information
während der Mehrfachfunkenphase ist hierbei ein für Eindrahtschnittstellen geeignetes
Protokoll oder auch ein geeignetes pulsweitenmoduliertes Signal vorzusehen. Zur Vermeidung
eines unerwünschten Einschaltens oder Ausschaltens des Zündtransformators auf Grund
der Informationsübertragung, können vorzugsweise sehr kurze Pulse zum Einsatz kommen,
die für eine standardmäßige Funktion heraus gefiltert werden können. Die gesendeten
Informationen werden für diesen Fall erst im nächsten Zündzyklus verarbeitet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausgestaltungen gemäß den Merkmalen der weiteren
Ansprüche werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass insoweit eine Beschränkung der Erfindung erfolgt; diese
umfasst vielmehr alle Abwandlungen, Änderungen und Äquivalente, die im Rahmen der
Ansprüche möglich sind. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer Ansteuerspannung,
sowie mit einem Primärstromverlauf und mit einem Sekundärstromverlauf, bei dem die
Einstellung einer Sekundärstrom-Abschaltschwelle über eine kurze Pulspause erfolgt;
- Figur 2
- ein weiteres Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer
Ansteuerspannung, sowie mit einem Primärstromverlauf und mit einem Sekundärstromverlauf,
bei dem die Einstellung der Sekundärstrom-Abschaltschwelle über eine lange Pulspause
erfolgt;
- Figur 3
- ein Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer Ansteuerspannung,
und mit einem Verlauf eines Ansteuerstroms sowie mit einem Primärstromverlauf und
mit einem Sekundärstromverlauf, bei dem durch eine Regelungselektronik eines Zündtransformators
eine Änderung des Ansteuerstromes in Abhängigkeit des Betriebszustandes des Transformators
erfolgt (Nachladen = 20 mA und Entladen (Zündfunke) = 10 mA);
- Figur 4
- ein Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer Ansteuerspannung,
sowie mit einem Primärstromverlauf und mit einem Sekundärstromverlauf, bei dem die
Einstellung einer Primär- und der Sekundärstrom-Abschaltschwelle, insbesondere anhand
eines Abschaltschwellen-Wertepaars, über eine kurze Pulspause erfolgt;
- Figur 5
- ein weiteres Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer
Ansteuerspannung, sowie mit einem Primärstromverlauf und mit einem Sekundärstromverlauf,
bei dem die Einstellung der Primär- und der Sekundärstrom-Abschaltschwelle, insbesondere
anhand eines Abschaltschwellen-Wertepaars, über eine lange Pulspause erfolgt; und
- Figur 6
- ein Diagramm mit einem Ansteuersignalverlauf, insbesondere Verlauf einer Ansteuerspannung,
sowie mit einem Primärstromverlauf und mit einem Sekundärstromverlauf, bei dem eine
Informationsübertragung zur Einstellung der Strom-Abschaltschwellen während einer
Mehrfachfunkenphase erfolgt.
Ausführungsform(en) der Erfindung
[0021] In Figur 1 ist ein Diagramm 10 gezeigt, das den Verlauf einer Ansteuerspannung 11,
den Verlauf eines Primärstroms 12 sowie den Verlauf eines Sekundärstroms 13 umfasst.
Typischerweise sendet bei einem Mehrfachfunkensystem der vorliegenden Art ein Steuergerät
bei einem Einsatz einer Eindrahtschnittstelle in einem Zündzyklus einen ersten Puls
14 und einen zweiten Puls 15. Der erste Puls 14 entspricht dem Puls einer konventionellen
Transistorspulenzündung, wobei das Steuergerät sowohl eine Ladedauer als auch einen
Zündzeitpunkt vorgibt. Der zweite Puls 15 gibt die Dauer einer Mehrfachfunkenphase
vor. Zwischen den beiden Pulsen 14;15 - auch als Ansteuersignale bezeichnet - liegt
eine Pulspause 16 oder auch eine Zeitspanne vor, die gemäß Figur 1 relativ kurz ausfällt
und zur Programmierung zumindest einer Stromschwelle dient. Sofern die Pausenzeit
16 zwischen den beiden vom Steuergerät gesendeten Pulsen 14;15 kodiert ist, können
über die Pulspause 16 Informationen beziehungsweise Datenwerte, wie beispielsweise
Werte einer Sekundärstromschwelle 17, an den Zündtransformator, insbesondere Zündspule,
übermittelt werden. Die Kodierung kann dabei durch verschiedene Varianten erfolgen.
[0022] Gemäß Figur 1 erfolgt über die Dauer beziehungsweise Länge der Pulspause 16 eine
Übermittlung von Werten der Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17. In dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel weist die Pulspause 16 einen Wert von 10 µs auf und entspricht
somit einer Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17 von 80 mA, was einem hohen Abschaltstrom
gleich kommt. Neben der Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17 ist eine Primärstrom-Abschaltschwelle
18 gegeben. Bei weiteren Wertepaarungen weist die Pulsdauer 16 Werte von 30 µs, 60
µs, 100 µs oder 160 µs, während die Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17 auf Werte von
70 mA, 60 mA, 50 mA beziehungsweise 40 mA gesetzt wird. Gemäß Figur 2 beziehungsweise
gemäß einem zugehörigen Diagramm 20 entspricht die Sekundärstrom-Abschaltschwelle
17 mit dem letztgenannten Wert von 40 mA der Pulspause 16 in Höhe von 160µs, was einen
niedrigen Abschaltstrom bei einer vergleichsweise langen Pulspause widerspiegelt.
Im Übrigen entspricht das Diagramm nach Figur 2 dem Diagramm entsprechend Figur 1
und weist ebenfalls den Verlauf des Ansteuersignals 11, den Verlauf des Primärstroms
12 mit zugehöriger Primärstrom-Abschaltschwelle 18 sowie den Verlauf des Sekundärstroms
13 auf.
[0023] In Figur 3 ist ein Diagramm 30 gezeigt, das den Verlauf der Ansteuerspannung 11,
den Verlauf eines Ansteuerstroms 19 sowie den Verlauf des Primärstroms 12 und den
Verlauf des Sekundärstroms 13 wiedergibt. Hierbei wird über die Pulspause 16 ein Stromschwellen-Differenzwert
oder auch ein Wertedelta übermittelt. Eine lange Pulspause bedeutet in diesem Zusammenhang
eine Absenkung der Stromschwelle um 10 mA. Eine kurze Pulspause bewirkt eine Anhebung
der Stromschwelle um 10 mA. Eine mittlere Pausendauer hat keine Änderung zur Folge.
Um eine fehlerhafte Interpretation vorhandener Pulspausen, insbesondere bei der Übermittlung
von Stromschwellen-Differenzwerten, zu vermeiden, kann eine bidirektionale Schnittstelle
zwischen dem Steuergerät und dem Zündtransformator vorgesehen werden. Dabei kann eine
Rückmeldung von Informationen des Zündtransformators über eine Umschaltung eines Ansteuerstroms
erfolgen. Zum Beispiel kann der Ansteuerstrom 19 während einer Funkenbrenndauer einem
Wert 21 von 20 mA und während einer Aufladephase einem weiteren Wert 22 von 10 mA
entsprechen. Das Steuergerät ist dann in der Lage, über den Strom die Funkenbrenndauer
zu ermitteln und erhöht oder verringert die Sekundärstromschwelle in Abhängigkeit
der benötigten Funkenbrenndauer. Damit ist gewährleistet, dass die Informationen im
Steuergerät und im Zündtransformator stets übereinstimmen, wodurch eine Mitführung
eines Fehlers in jedem weiteren Zündzyklus unterbleibt.
[0024] In der Figur 4 ist ein Diagramm 40 gezeigt, das den Verlauf der Ansteuerspannung
11, den Verlauf des Primärstroms 12 sowie den Verlauf des Sekundärstroms 13 darstellt.
Hierbei wird über die Länge der Pulspause 16 eine Kombination von Werten aus der Sekundärstrom-Abschaltschwelle
17 und der Primärstrom-Abschaltschwelle 18 übermittelt. Die Dauer der Pulspause 16
von 160 µs entspricht dabei 50 mA für die Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17 und 17
A für die Primärstrom-Abschaltschwelle 18. Gemäß Figur 5, dessen Diagramm 50 ebenfalls
den Verlauf des Ansteuersignals 11, den Verlauf des Primärstroms 12 sowie den Verlauf
des Sekundärstroms 13 aufweist, beträgt die Dauer der Pulspause 100 µs, so dass für
die Sekundärstrom-Abschaltschwelle 17 ein Wert von 50 mA und für die Primärstrom-Abschaltschwelle
18 ein Wert von 15 A zugeordnet sind. Weitere Zuordnungen weisen für eine Pulspause
von 60 µs ein Stromschwellenverhältnis von 70 mA zu 17 A und bei einer Pulspause von
30 µs ein Stromschwellenverhältnis von 70 mA zu 15 A für die Sekundärstrom-Abschaltschwelle
17 beziehungsweise für die Primärstrom-Abschaltschwelle 18 auf.
[0025] In Figur 6 ist ein Diagramm 60 gezeigt, das den Verlauf der Ansteuerspannung 11 sowie
den Verlauf des Primärstroms 12 und den Verlauf des Sekundärstroms 13 umfasst. Die
Übermittlung der Information über die Stromschwellen erfolgt hierbei während der Mehrfachfunkenphase,
also während des zweiten Pulses 15. Zur Übermittlung der Informationen und Werte kann
ein für Eindrahtschnittstellen geeignetes Protokoll zum Einsatz kommen. Die Mehrfachfunkenphase
beziehungsweise deren Signalverlauf ist hierbei Grundlage für eine Programmierung
der Stromschwellen. Alternativ kann hierfür auch ein pulsweitenmoduliertes Signal
Anwendung finden. Zur Vermeidung eines unerwünschten Einschaltens oder Ausschaltens
des Zündtransformators auf Grund der Informationsübertragung während der Mehrfachfunkenphase,
werden vorzugsweise sehr kurze Pulse 15.1 bis 15.4 eingesetzt, die für eine standardmäßige
Funktion heraus gefiltert werden können. Die gesendeten Informationen werden für diesen
Fall erst im nächsten Zündzyklus verarbeitet, da die Mehrfachfunkenphase beziehungsweise
dessen Signal selbst als Informationsträger dient.
1. Steuergerät zur Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs einer Verbrennungskraftmaschine,
bei der ein Zündtransformator zur Abgabe oder Unterbrechung eines Zündfunkenstroms
anhand zumindest einer programmierbaren Stromschwelle abschaltbar oder wieder einschaltbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übermittlung des Vorgabewertes für eine Folgestromschwelle von dem Steuergerät
an eine Regelelektronik des Zündtransformators anhand einer Dauer einer Zeitspanne
(16) zwischen einem von dem Steuergerät ausgegebenen ersten Ansteuersignal (14) und
einem von dem Steuergerät ausgegebenen zweiten Ansteuersignal (15) erfolgt.
2. Regelelektronik eines Zündtransformators zur Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs
einer Verbrennungskraftmaschine, bei der ein Zündtransformator zur Abgabe oder Unterbrechung
eines Zündfunkenstroms anhand zumindest einer programmierbaren Stromschwelle abschaltbar
oder wieder einschaltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übermittlung des Vorgabewertes für eine Folgestromschwelle von einem Steuergerät
an die Regelelektronik des Zündtransformators anhand einer Dauer einer Zeitspanne
(16) zwischen einem von dem Steuergerät ausgegebenen ersten Ansteuersignal (14) und
einem von dem Steuergerät ausgegebenen zweiten Ansteuersignal (15) erfolgt.
3. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit eines Vergleichs von Folgestromschwelle und eines messbaren Transformatorstroms,
insbesondere Primärstrom und/oder Sekundärstrom, die Abgabe oder Unterbrechung des
Zündfunkenstroms erfolgt.
4. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung des Vorgabewertes in Kombination mit einem auf einer zusätzlichen
Stromschwelle basierenden weiteren Vorgabewert einer zugehörigen Folgestromschwelle,
insbesondere Primärstrom-Abschaltschwelle (18), anhand der Dauer der Zeitspanne (16)
erfolgt.
5. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung des Vorgabewertes in Verbindung mit einem Stromschwellen-Differenzwert
über die Dauer der Zeitspanne (16) erfolgt.
6. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine bidirektionale Schnittstelle zwischen dem Steuergerät und dem Zündtransformator,
insbesondere zur Übermittlung einer Funkenbrenndauer, gegeben ist.
7. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung des Vorgabewertes und/oder des weiteren Vorgabewertes anhand eines
Stromschwellenwerte beinhaltenden Protokolls über die Dauer der Zeitspanne (16) erfolgt.
8. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erfassung eines Amplituden-Wertes eines ersten Primärstrompulses zur Einstellung
der zumindest einen Stromschwelle, insbesondere Primärstrom-Abschaltschwelle (18),
erfolgt.
9. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass während der Erfassung des Amplituden-Wertes des ersten Primärstrompulses zur Einstellung
der Primärstrom-Abschaltschwelle (18) die Übermittlung des Vorgabewertes der Sekundärstrom-Abschaltschwelle
(17) über die Dauer der Zeitspanne (16) erfolgt.
10. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Amplitude des ersten Primärstrompulses die Übermittlung einer Kombination
aus Sekundärstrom-Abschaltschwelle (17) und Primärstrom-Abschaltschwelle (18) erfolgt.
11. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät in Abhängigkeit des Betriebszustandes der Verbrennungskraftmaschine
die Dauer der Zeitspanne (16) einstellt, wobei zum Ende der Zeitspanne (16) eine Messung
und Speicherung des anstehenden Sekundärstromwertes erfolgt, der als Vorgabewert der
zugehörigen Folgestromschwelle, insbesondere Sekundärstromschwellen, dient.
12. Steuergerät oder Regelelektronik nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung des Vorgabewertes und/oder des weiteren Vorgabewertes anhand eines
Stromschwellenwerte beinhaltenden Protokolls oder anhand eines die Stromschwellenwerte
beinhaltenden Wertesignals, insbesondere pulsweitenmoduliertes Wertesignal, über die
Dauer des zweiten Ansteuersignals (15) erfolgt.
13. Verfahren zur Regelung eines Mehrfachfunkenbetriebs einer Verbrennungskraftmaschine,
bei dem ein Zündtransformator zur Abgabe oder Unterbrechung eines Zündfunkenstroms
anhand zumindest einer Stromschwelle abgeschaltet oder wieder eingeschaltet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Übermittlung des Vorgabewertes für eine Folgestromschwelle von einem Steuergerät
an eine Regelelektronik des Zündtransformators anhand einer Dauer einer Zeitspanne
(16) zwischen einem von dem Steuergerät ausgegebenen ersten Ansteuersignal (14) und
einem von dem Steuergerät ausgegebenen zweiten Ansteuersignal (15) erfolgt.
1. Control device for controlling a multiple spark operation of an internal combustion
engine, in which an ignition transformer can be switched off or on again in order
to output or interrupt an ignition spark current on the basis of at least one programmable
current threshold, characterized in that the predefined value for a follow current threshold is transferred from the control
device to an electronic closed-loop control system of the ignition transformer on
the basis of a duration of a time period (16) between the first actuation signal (14)
which is output by the control device and a second actuation signal (15) which is
output by the control device.
2. Electronic closed-loop control system of an ignition transformer for controlling a
multiple spark operation of an internal combustion engine, in which an ignition transformer
can be switched off or on again in order to output or interrupt an ignition spark
current on the basis of at least one programmable current threshold, characterized in that the predefined value for a follow current threshold is transferred from the control
device to an electronic closed-loop control system of the ignition transformer on
the basis of a duration of a time period (16) between the first actuation signal (14)
which is output by the control device and a second actuation signal (15) which is
output by the control device.
3. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the outputting or interruption of the ignition spark current is carried out as a
function of a comparison of a follow current threshold and a measurable transformer
current, in particular primary current and/or secondary current.
4. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of the predefined value takes place in combination with a further predefined
value, based on an additional current threshold, of an associated follow current threshold,
in particular primary current switch-off threshold (18), on the basis of the duration
of the time period (16) .
5. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of the predefined value takes place in conjunction with a current threshold
difference value over the duration of the time period (16).
6. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that a bidirectional interface is provided between the control device and the ignition
transformer, in particular for transferring a spark duration.
7. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of the predefined value and/or of the further predefined value takes
place on the basis of a log containing current threshold values, over the duration
of the time period (16).
8. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that an amplitude value of a first primary current pulse is acquired in order to set the
at least one current threshold, in particular primary current switch-off threshold
(18).
9. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of the predefined value of the secondary current switch-off threshold
(17) takes place over the duration of the time period (16) during the acquisition
of the amplitude value of the first primary current pulse in order to set the primary
current switch-off threshold (18).
10. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of a combination of the secondary current switch-off threshold (17)
and primary current switch-off threshold (18) takes place with the amplitude of the
first primary current pulse.
11. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the control device sets the duration of the time period (16) as a function of the
operating state of the internal combustion engine, wherein at the end of the time
period (16) the secondary current value which is present is measured and stored, said
secondary current value serving as a predefined value of the associated follow current
threshold, in particular secondary current thresholds.
12. Control device or electronic closed-loop control system according to Claim 1 or 2,
characterized in that the transfer of the predefined value and/or of the further predefined value takes
place on the basis of a log containing current threshold values or on the basis of
a value signal, in particular pulse-width-modulated value signal, containing current
threshold values, over the duration of the second actuation signal (15).
13. Method for controlling a multiple spark operation of an internal combustion engine,
in which multiple spark operation an ignition transformer for outputting or interrupting
an ignition spark current is switched off or on again on the basis of at least one
current threshold, characterized in that the predefined value for a follow current threshold is transferred from the control
device to an electronic closed-loop control system of the ignition transformer on
the basis of a duration of a time period (16) between the first actuation signal (14)
which is output by the control device and a second actuation signal (15) which is
output by the control device.
1. Dispositif de commande pour commander une opération d'allumage multiple d'un moteur
à combustion interne, dans lequel un transformateur d'allumage peut être désactivé
ou réactivé pour délivrer ou interrompre un courant d'allumage sur la base d'au moins
un seuil de courant programmable, caractérisé en ce qu'une transmission de la valeur de consigne d'un seuil de courant séquentiel à une électronique
de commande du transformateur d'allumage est effectuée par le dispositif de commande
sur la base de la durée d'un intervalle de temps (16) entre un premier signal de commande
(14) délivré par le dispositif de commande et un second signal de commande (15) délivré
par le dispositif de commande.
2. Électronique de commande d'un transformateur d'allumage pour commander une opération
d'allumage multiple d'un moteur à combustion interne, dans laquelle un transformateur
d'allumage peut être désactivé ou réactivé pour délivrer ou interrompre un courant
d'allumage sur la base d'au moins un seuil de courant programmable, caractérisée en ce qu'une transmission de la valeur de consigne d'un seuil de courant séquentiel à l'électronique
de commande du transformateur d'allumage est effectuée par un dispositif de commande
sur la base de la durée d'un intervalle de temps (16) entre un premier signal de commande
(14) délivré par le dispositif de commande et un second signal de commande (15) délivré
par le dispositif de commande.
3. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'application ou l'interruption du courant d'allumage est effectuée en fonction d'une
comparaison du seuil de courant séquentiel mesurable à un courant de transformateur,
en particulier le courant primaire et/ou secondaire.
4. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la transmission de la valeur de consigne est effectuée en combinaison avec une autre
valeur de consigne basée sur un autre seuil de courant d'un seuil courant séquentiel
associé, en particulier d'un seuil de de désactivation de courant primaire (18), sur
la base de la durée de l'intervalle de temps (16).
5. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la transmission de la valeur de consigne est effectuée en liaison avec une valeur
de différence de seuil de courant pendant la durée de l'intervalle de temps (16).
6. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'il est prévu une interface bidirectionnelle entre le dispositif de commande et le
transformateur d'allumage, en particulier pour la transmission d'une durée de combustion
par allumage.
7. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la transmission de la valeur de consigne et/ou de l'autre valeur de consigne est
effectuée sur la base d'un protocole contenant des valeurs de seuil de courant pendant
la durée de l'intervalle de temps (16).
8. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'une détection d'une valeur d'amplitude d'une première impulsion de courant primaire
est effectuée pour régler ledit au moins un seuil de courant, en particulier le seuil
de désactivation de courant primaire (18).
9. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que, pendant la détection de la valeur d'amplitude de la première impulsion de courant
primaire pour régler le seuil de désactivation de courant primaire (18), la transmission
de la valeur de consigne du seuil de désactivation de courant secondaire (17) est
effectuée pendant la durée de l'intervalle de temps (16).
10. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'amplitude de la première impulsion de courant primaire est utilisée pour transmettre
une combinaison du seuil de désactivation de courant secondaire (17) et du seuil de
désactivation de courant primaire (18).
11. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le dispositif de commande règle la durée de l'intervalle de temps (16) en fonction
de l'état de fonctionnement du moteur à combustion interne, dans lequel, à la fin
de l'intervalle de temps (16), on effectue une mesure et un stockage de la valeur
actuelle du courant secondaire qui sert de valeur de consigne du seuil de courant
séquentiel associé, en particulier des seuils de courant secondaire.
12. Dispositif de commande ou électronique de commande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que la transmission de la valeur de consigne et/ou de l'autre valeur de consigne est
effectuée au moyen d'un protocole contenant des valeurs de seuil de courant ou sur
la base d'un signal de valeur contenant les valeurs de seuil de courant, en particulier
d'un signal de valeur modulé en largeur d'impulsion, pendant la durée du second signal
de commande (15).
13. Procédé pour commander une opération d'allumage multiple d'un moteur à combustion
interne, dans lequel un transformateur d'allumage est désactivé ou réactivé pour délivrer
ou interrompre un courant d'allumage sur la base d'au moins un seuil de courant, caractérisé en ce qu'une transmission de la valeur de consigne d'un seuil de courant séquentiel à une électronique
de commande du transformateur d'allumage est effectuée par un dispositif de commande
sur la base de la durée d'un intervalle de temps (16) entre un premier signal de commande
(14) délivré par le dispositif de commande et un second signal de commande (15) délivré
par le dispositif de commande.


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