[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Befestigung einer Dachrinne an einem Dach
mit einem Dachrinnenhalter.
[0002] Derartige Befestigungen sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt, weisen
jedoch den Nachteil auf, dass sie an unterschiedliche Neigungswinkel bzw. unterschiedliche
Abstände zwischen Dachrinne und Dach nicht anpassbar sind.
[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Befestigung einer Dachrinne
an einem Dach zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik
nicht aufweist und der universell für unterschiedliche Montagesituationen einsetzbar
ist.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einer Befestigung einer Dachrinne an einem Dach mit einem
Dachrinnenhalter, wobei zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter mindestens ein
Keil angeordnet ist.
[0005] Die vorliegende Erfindung betrifft die Befestigung einer Dachrinne an einem Dach
mit einem Dachrinnenhalter. Bei derartigen Dachrinnenhaltern handelt es sich i. d.
R. um Bügel, auf denen die Dachrinne aufliegt und die an dem Dach befestigt, beispielsweise
angenagelt oder angeschraubt, werden. Die Dachrinnenhalter werden vorzugsweise an
Sparren des Daches befestigt, wobei sie sowohl mit deren Stirnseite als auch mit einer
der Seitenflächen verbunden werden können.
[0006] Erfindungsgemäß ist nun zwischen dem Dach und der Dachrinne ein Keil angeordnet.
Dieser Keil kann aus jedem beliebigen, dem Fachmann geläufigen, Material hergestellt
werden. Vorzugsweise handelt es sich jedoch um ein Leichtbaumaterial, insbesondere
um Kunststoff.
[0007] Dieser Keil weist i. d. R. zwei, in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen
und eine Schmalseite auf. Der Schmalseite gegenüberliegend ist eine Stirnfläche angeordnet.
Vorzugsweise beträgt der spitze Winkel 5 - 15°, vorzugsweise 7,5 - 12,5° und ganz
besonders bevorzugt 9,5 - 10,5°.
[0008] Vorzugsweise sind das Dach und der Dachrinnenhalter jeweils mit einer der Seitenflächen
des Keils verbunden. Vorzugsweise wird der Keil dabei mit der Stirnfläche beispielsweise
eines Dachsparrens verbunden.
[0009] Weiterhin bevorzugt ist das Dach mit einer Seitenfläche und der Dachrinnenhalter
mit der Stirnfläche des Keils verbunden. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird
der Keil vorzugsweise mit der Seitenfläche beispielsweise eines Dachsparrens verbunden.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter
mindestens zwei Keile angeordnet. Dadurch ist es möglich Dachrinnen an besonders steil
vorgesehenen Dächern anzuordnen. Vorzugsweise wird einer der Keile dabei mit der Stirnfläche
beispielsweise eines Dachsparrens verbunden. Die beiden Keile liegen dann vorzugsweise
mit ihren Seitenflächen aneinander. Die Seitenfläche eines anderen Keils wird dann
mit dem Dachrinnenhalter verbunden.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform sind Schmalseite und die Stirnfläche der mindestens
zwei Keile gleichsinnig angeordnet.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Schmalfläche und die Stirnfläche
der Keile gegensinnig angeordnet.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Keile teilweise gleichsinnig
und teilweise gegensinnig angeordnet.
[0014] Weiterhin bevorzugt sind die Keile in Längsrichtung versetzt zueinander angeordnet.
Dadurch lassen sich unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach und der Dachrinne
und /oder ein vertikaler Versprung realisieren. Die Längsrichtung des Keils erstreckt
sich von der Schmalseite zu der Stirnfläche.
[0015] Vorzugsweise sind an den Keilen Befestigungsmittel angeordnet, mit dem der Keil an
dem Dach bzw. die Dachrinne an dem Keil befestigt werden kann und/oder mit denen die
Keile untereinander befestigt werden können.
[0016] In einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform weisen zumindest die Seitenflächen
einen erhöhten Reibkoeffizient auf, was beispielsweise durch eine Aufrauhung der Oberfläche
erzielbar ist. Dadurch wird verhindert, dass die Keile gegeneinander verrutschen.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1-7 erläutert. Diese Erläuterungen
sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht
ein.
- Figur 1
- zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit einem Keil.
- Figur 2
- zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit zwei gleichsinnig angeordneten Keilen.
- Figur 3
- zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit zwei gegensinnig angeordneten Keilen, die
versetzt zueinander angeordnet sind.
- Figur 4
- zeigt die Ausführung gemäß Figur 1 mit einem anderen Versatz der Keile als in Figur
3.
- Figur 5
- zeigt eine weitere Ausführungsform mit einem Keil.
- Figur 6
- zeigt die Verbindung zwischen zwei Keilen.
- Figur 7
- zeigt einen Keil mit einer aufgerauten Seitenfläche.
[0018] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigung mit einem Keil
3. Dieser Keil 3 weist zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen
3.1 sowie eine der Schmalseite 3.3 gegenüberliegende Stirnfläche 3.2 auf. Der Keil
3 ist mit einer seiner Seitenflächen 3.1 an dem Dach, hier mit der Stirnseite eines
Dachsparren 1, mittels Befestigungsmitteln 4, beispielsweise Schrauben oder Nägel,
befestigt. Auf der gegenüberliegenden Seitenfläche 3.1 ist der Keil mit dem Dachrinnenhalter
2 ebenfalls mittels Befestigungsmitteln 4 verbunden. In den Dachrinnenhalter 2 wird
eine Dachrinne (nicht dargestellt) eingelegt.
[0019] Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachhalterung 6.
In dem vorliegenden Fall sind zwischen dem Dach 1 und dem Dachrinnenhalter 2 zwei
Keile angeordnet, die gleichsinnig zueinander angeordnet sind, d. h. die Stirnfläche
3.2 und die Schmalseite 3.3 der beiden Keile befinden sich jeweils auf derselben Seite.
Die Seitenfläche 3.1 eines Keils ist mit der Stirnfläche eines Dachsparrens 1 verbunden.
Die Seitfläche 3.1 des anderen Keils ist mit dem Dachrinnenhalter verbunden. Die Keile
liegen mit ihren Seitenflächen aneinander. Durch diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Dachhalterung ist es möglich ein besonders steiles Dach mit einem horizontal angeordneten
Dachrinnenhalter zu verbinden. Weiterhin ist es mit dieser Ausführung möglich unterschiedliche
Abstände zwischen Dach 1 und Dachrinnenhalter 2 zu realisieren.
[0020] Figur 3 zeigt im Wesentlichen die Ausführungsform gemäß Figur 2, wobei in dem vorliegenden
Fall die beiden Keile gegensinnig zueinander angeordnet sind, d. h. die Schmalseite
3.3 des einen Keils befindet sich auf derselben Seite wie die Stirnfläche 3.2 des
anderen Keils. Insbesondere durch ein Verschieben der Keile in Längsrichtung ist es
möglich unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter oder
einen vertikalen Versprung zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter zu realisieren,
was insbesondere einem Vergleich zwischen den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist. Im
Übrigen wird auf die Ausführungen zu Figur 2 verwiesen.
[0021] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachrinnenhalterung
mit einem Keil. In dem vorliegenden Fall ist eine Seitenfläche 3.1 mit einer Seitenfläche
des Daches, hier einer Dachsparre 1, verbunden. Der Dachrinnenhalter 2 ist an der
Stirnfläche 3.2 des Keils angeordnet. Diese Ausführungsform ermöglicht es, nahezu
beliebige Winkel und unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach 1 und dem Dachrinnenhalter
zu realisieren.
[0022] Figur 6 zeigt die Verbindung von zwei Keilen mittels Befestigungsmitteln, beispielsweise
Schrauben 4.
[0023] Figur 7 zeigt einen Keil mit einer aufgerauten, hier welligen, Seitenfläche 3.1.
Die Aufrauhung dient dazu den Reibkoeffizient zwischen zwei Keilen zu erhöhen, um
zu erschweren, dass diese gegeneinander verrutschen.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Dach, Dachsparre
- 2
- Dachrinnenhalter
- 3
- Keil
- 3.1
- Seitenfläche
- 3.2
- Stirnfläche
- 3.3
- Schmalseite
- 4
- Befestigungsmittel
- 5
- Reibkoeffizient, Reibkoeffizient-Erhöhungsmiftel
- 6
- Dachrinnenhalterung
1. Befestigung (6) einer Dachrinne an einem Dach (1) mit einem Dachrinnenhalter (2),
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dach (1) und dem Dachrinnenhalter mindestens ein Keil (3) angeordnet
ist.
2. Befestigung (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen (3.1)
und eine einer Schmalseite (3.3) gegenüberliegende Stirnfläche (3.2) aufweist.
3. Befestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (1) und der Dachrinnenhalter (2) jeweils mit einer Seitenfläche (3.1) verbunden
sind.
4. Befestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (1) mit einer Seitenfläche (3.1) und der Dachrinnenhalter (2) mit der Stirnfläche
(3.2) verbunden ist.
5. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dach (1) und dem Dachrinnenhalter mindestens zwei Keile (3) angeordnet
sind.
6. Befestigung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (3.3) und die Stirnfläche (3.2) gleichsinnig angeordnet sind.
7. Befestigung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (3.3) und die Stirnfläche (3.2) gegensinnig angeordnet sind.
8. Befestigung nach einem der Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Keile (3) versetzt zueinander angeordnet sind.
9. Befestigungsmittel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil Befestigungsmittel (4) aufweist.
10. Befestigungsmittel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibkoeffizient (5) mindestens einer Fläche (3.1) erhöht ist.