(19)
(11) EP 2 204 514 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
07.07.2010  Patentblatt  2010/27

(21) Anmeldenummer: 09015994.8

(22) Anmeldetag:  23.12.2009
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04D 13/072(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA RS

(30) Priorität: 05.01.2009 DE 102009004091

(71) Anmelder: Riegelhof & Gärtner oHG
64331 Weiterstadt-Gräfenhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Jäger, Wolfgang
    63303 Dreieich (DE)

(74) Vertreter: Wolff, Felix et al
Kutzenberger & Wolff Theodor-Heuss-Ring 23
50668 Köln
50668 Köln (DE)

   


(54) Befestigung einer Dachrinne über einen Keil


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft die Befestigung einer Dachrinne an einem Dach (1) mit einem Dachrinnenhalter (2), indem zwischen den Dach (1) und den Dachrinnenhalter mindestens ein Keil (3) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Befestigung einer Dachrinne an einem Dach mit einem Dachrinnenhalter.

[0002] Derartige Befestigungen sind aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt, weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie an unterschiedliche Neigungswinkel bzw. unterschiedliche Abstände zwischen Dachrinne und Dach nicht anpassbar sind.

[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Befestigung einer Dachrinne an einem Dach zur Verfügung zu stellen, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und der universell für unterschiedliche Montagesituationen einsetzbar ist.

[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einer Befestigung einer Dachrinne an einem Dach mit einem Dachrinnenhalter, wobei zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter mindestens ein Keil angeordnet ist.

[0005] Die vorliegende Erfindung betrifft die Befestigung einer Dachrinne an einem Dach mit einem Dachrinnenhalter. Bei derartigen Dachrinnenhaltern handelt es sich i. d. R. um Bügel, auf denen die Dachrinne aufliegt und die an dem Dach befestigt, beispielsweise angenagelt oder angeschraubt, werden. Die Dachrinnenhalter werden vorzugsweise an Sparren des Daches befestigt, wobei sie sowohl mit deren Stirnseite als auch mit einer der Seitenflächen verbunden werden können.

[0006] Erfindungsgemäß ist nun zwischen dem Dach und der Dachrinne ein Keil angeordnet. Dieser Keil kann aus jedem beliebigen, dem Fachmann geläufigen, Material hergestellt werden. Vorzugsweise handelt es sich jedoch um ein Leichtbaumaterial, insbesondere um Kunststoff.

[0007] Dieser Keil weist i. d. R. zwei, in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen und eine Schmalseite auf. Der Schmalseite gegenüberliegend ist eine Stirnfläche angeordnet. Vorzugsweise beträgt der spitze Winkel 5 - 15°, vorzugsweise 7,5 - 12,5° und ganz besonders bevorzugt 9,5 - 10,5°.

[0008] Vorzugsweise sind das Dach und der Dachrinnenhalter jeweils mit einer der Seitenflächen des Keils verbunden. Vorzugsweise wird der Keil dabei mit der Stirnfläche beispielsweise eines Dachsparrens verbunden.

[0009] Weiterhin bevorzugt ist das Dach mit einer Seitenfläche und der Dachrinnenhalter mit der Stirnfläche des Keils verbunden. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird der Keil vorzugsweise mit der Seitenfläche beispielsweise eines Dachsparrens verbunden.

[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter mindestens zwei Keile angeordnet. Dadurch ist es möglich Dachrinnen an besonders steil vorgesehenen Dächern anzuordnen. Vorzugsweise wird einer der Keile dabei mit der Stirnfläche beispielsweise eines Dachsparrens verbunden. Die beiden Keile liegen dann vorzugsweise mit ihren Seitenflächen aneinander. Die Seitenfläche eines anderen Keils wird dann mit dem Dachrinnenhalter verbunden.

[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform sind Schmalseite und die Stirnfläche der mindestens zwei Keile gleichsinnig angeordnet.

[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Schmalfläche und die Stirnfläche der Keile gegensinnig angeordnet.

[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Keile teilweise gleichsinnig und teilweise gegensinnig angeordnet.

[0014] Weiterhin bevorzugt sind die Keile in Längsrichtung versetzt zueinander angeordnet. Dadurch lassen sich unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach und der Dachrinne und /oder ein vertikaler Versprung realisieren. Die Längsrichtung des Keils erstreckt sich von der Schmalseite zu der Stirnfläche.

[0015] Vorzugsweise sind an den Keilen Befestigungsmittel angeordnet, mit dem der Keil an dem Dach bzw. die Dachrinne an dem Keil befestigt werden kann und/oder mit denen die Keile untereinander befestigt werden können.

[0016] In einer noch weiter bevorzugten Ausführungsform weisen zumindest die Seitenflächen einen erhöhten Reibkoeffizient auf, was beispielsweise durch eine Aufrauhung der Oberfläche erzielbar ist. Dadurch wird verhindert, dass die Keile gegeneinander verrutschen.

[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren 1-7 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Figur 1
zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit einem Keil.
Figur 2
zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit zwei gleichsinnig angeordneten Keilen.
Figur 3
zeigt die erfindungsgemäße Befestigung mit zwei gegensinnig angeordneten Keilen, die versetzt zueinander angeordnet sind.
Figur 4
zeigt die Ausführung gemäß Figur 1 mit einem anderen Versatz der Keile als in Figur 3.
Figur 5
zeigt eine weitere Ausführungsform mit einem Keil.
Figur 6
zeigt die Verbindung zwischen zwei Keilen.
Figur 7
zeigt einen Keil mit einer aufgerauten Seitenfläche.


[0018] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigung mit einem Keil 3. Dieser Keil 3 weist zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen 3.1 sowie eine der Schmalseite 3.3 gegenüberliegende Stirnfläche 3.2 auf. Der Keil 3 ist mit einer seiner Seitenflächen 3.1 an dem Dach, hier mit der Stirnseite eines Dachsparren 1, mittels Befestigungsmitteln 4, beispielsweise Schrauben oder Nägel, befestigt. Auf der gegenüberliegenden Seitenfläche 3.1 ist der Keil mit dem Dachrinnenhalter 2 ebenfalls mittels Befestigungsmitteln 4 verbunden. In den Dachrinnenhalter 2 wird eine Dachrinne (nicht dargestellt) eingelegt.

[0019] Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachhalterung 6. In dem vorliegenden Fall sind zwischen dem Dach 1 und dem Dachrinnenhalter 2 zwei Keile angeordnet, die gleichsinnig zueinander angeordnet sind, d. h. die Stirnfläche 3.2 und die Schmalseite 3.3 der beiden Keile befinden sich jeweils auf derselben Seite. Die Seitenfläche 3.1 eines Keils ist mit der Stirnfläche eines Dachsparrens 1 verbunden. Die Seitfläche 3.1 des anderen Keils ist mit dem Dachrinnenhalter verbunden. Die Keile liegen mit ihren Seitenflächen aneinander. Durch diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachhalterung ist es möglich ein besonders steiles Dach mit einem horizontal angeordneten Dachrinnenhalter zu verbinden. Weiterhin ist es mit dieser Ausführung möglich unterschiedliche Abstände zwischen Dach 1 und Dachrinnenhalter 2 zu realisieren.

[0020] Figur 3 zeigt im Wesentlichen die Ausführungsform gemäß Figur 2, wobei in dem vorliegenden Fall die beiden Keile gegensinnig zueinander angeordnet sind, d. h. die Schmalseite 3.3 des einen Keils befindet sich auf derselben Seite wie die Stirnfläche 3.2 des anderen Keils. Insbesondere durch ein Verschieben der Keile in Längsrichtung ist es möglich unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter oder einen vertikalen Versprung zwischen dem Dach und dem Dachrinnenhalter zu realisieren, was insbesondere einem Vergleich zwischen den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist. Im Übrigen wird auf die Ausführungen zu Figur 2 verwiesen.

[0021] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dachrinnenhalterung mit einem Keil. In dem vorliegenden Fall ist eine Seitenfläche 3.1 mit einer Seitenfläche des Daches, hier einer Dachsparre 1, verbunden. Der Dachrinnenhalter 2 ist an der Stirnfläche 3.2 des Keils angeordnet. Diese Ausführungsform ermöglicht es, nahezu beliebige Winkel und unterschiedliche Abstände zwischen dem Dach 1 und dem Dachrinnenhalter zu realisieren.

[0022] Figur 6 zeigt die Verbindung von zwei Keilen mittels Befestigungsmitteln, beispielsweise Schrauben 4.

[0023] Figur 7 zeigt einen Keil mit einer aufgerauten, hier welligen, Seitenfläche 3.1. Die Aufrauhung dient dazu den Reibkoeffizient zwischen zwei Keilen zu erhöhen, um zu erschweren, dass diese gegeneinander verrutschen.

Bezugszeichenliste



[0024] 
1
Dach, Dachsparre
2
Dachrinnenhalter
3
Keil
3.1
Seitenfläche
3.2
Stirnfläche
3.3
Schmalseite
4
Befestigungsmittel
5
Reibkoeffizient, Reibkoeffizient-Erhöhungsmiftel
6
Dachrinnenhalterung



Ansprüche

1. Befestigung (6) einer Dachrinne an einem Dach (1) mit einem Dachrinnenhalter (2), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dach (1) und dem Dachrinnenhalter mindestens ein Keil (3) angeordnet ist.
 
2. Befestigung (6) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Seitenflächen (3.1) und eine einer Schmalseite (3.3) gegenüberliegende Stirnfläche (3.2) aufweist.
 
3. Befestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (1) und der Dachrinnenhalter (2) jeweils mit einer Seitenfläche (3.1) verbunden sind.
 
4. Befestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (1) mit einer Seitenfläche (3.1) und der Dachrinnenhalter (2) mit der Stirnfläche (3.2) verbunden ist.
 
5. Befestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dach (1) und dem Dachrinnenhalter mindestens zwei Keile (3) angeordnet sind.
 
6. Befestigung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (3.3) und die Stirnfläche (3.2) gleichsinnig angeordnet sind.
 
7. Befestigung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseite (3.3) und die Stirnfläche (3.2) gegensinnig angeordnet sind.
 
8. Befestigung nach einem der Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Keile (3) versetzt zueinander angeordnet sind.
 
9. Befestigungsmittel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil Befestigungsmittel (4) aufweist.
 
10. Befestigungsmittel nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reibkoeffizient (5) mindestens einer Fläche (3.1) erhöht ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht