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EP 2 204 714 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.2019 Patentblatt 2019/16 |
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Anmeldetag: 20.11.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Manipulationssichere Übertragung von Signalen
Manipulation-proof transmission of signals
Transmission protégée contre la manipulation de signaux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
29.11.2008 DE 102008059687
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.07.2010 Patentblatt 2010/27 |
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Patentinhaber: DEUTZ Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Brardt, Jürgen
53804 Much (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 213 658
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DE-A1-102007 012 477
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einem
elektronischen Steuergerät, das Informationen über den Zustand der Brennkraftmaschine
mittels Sensoren erfasst und die Brennkraftmaschine steuert und regelt, wobei eine
in dem Steuergerät abgelegte Software aus den Informationen unter Einhaltung der maximal
zulässigen Leistung zum Schutz von Brennkraftmaschinenkomponenten und zur Einhaltung
der Abgasgesetzgebung die maximale Kraftstoffmenge berechnet, wodurch die maximale
Momentanleistung und das maximale Momentandrehmoment der Brennkraftmaschine bestimmt
wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren beziehungsweise Vorgehen ist bekannt und wird standardmäßig
zum Betreiben einer Brennkraftmaschine verwendet. Dabei ist zu beachten, dass zumindest
sehr ähnliche Brennkraftmaschinen einer Baureihe für unterschiedliche zulässige Leistungen
vom Hersteller der jeweiligen Brennkraftmaschine freigegeben sind. Die jeweilige Freigabe
hängt von dem jeweiligen Einsatz der Brennkraftmaschine ab, gegebenenfalls unter zusätzlicher
Berücksichtigung der für den jeweiligen Einsatz einzuhaltenden Abgasgesetzgebung.
Beispielsweise werden Brennkraftmaschinen, die bei bestimmungsgemäßem Einsatz häufig
im Bereich der jeweiligen maximal zulässigen Leistung eingesetzt werden, mit einer
geringeren zulässigen maximalen Leistung freigegeben als bei der gleichen Brennkraftmaschine,
die bei bestimmungsgemäßem Einsatz ganz überwiegend im Bereich von Teillast eingesetzt
wird. Ein Beispiel für den ersteren Fall ist die Verwendung bzw. der Einsatz der Brennkraftmaschine
bei einem landwirtschaftlichem Gerät, insbesondere einem Schlepper.
[0003] Die in dem Steuergerät abgelegten Informationen sind gegen einen unberechtigten Zugriff
gesichert, so dass diese normalerweise nicht verändert oder sogar manipuliert werden
können. Es ist aber denkbar, dass die mittels Sensoren erfassten Informationen beispielsweise
durch Einschaltung von Manipulatoren verfälscht werden. Beispiele hierfür sind gemessene
Temperaturen oder Drücke, deren tatsächlich gemessenen Werte durch einen Manipulator
verringert werden. Dadurch wird dem Steuergerät unterstellt, dass beispielsweise eine
eingestellte Grenze, die durch eine beispielsweise Bauteiltemperatur oder beispielsweise
einen Raildruck vorgegeben ist, noch nicht erreicht ist. Dies hat zur Folge, dass
beispielsweise der Raildruck weiter erhöht wird und somit die maximale Leistung der
Brennkraftmaschine angehoben wird.
DE102007012477 beschreibt ein verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche geschilderte Manipulation zu
verhindern.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Ausgangssignal des Sensors verschlüsselt
an das Steuergerät gesendet wird. Dadurch wird eine Manipulation der Ausgangssignale
ausgeschlossen, da der Verschlüsselungscode dem möglichen Manipulator unbekannt ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Verschlüsselung in dem Steuergerät
und dem Sensor beziehungsweise einer dem Sensor zugehörigen Sensoraufbereitungselektronik
abgelegt. Dabei ist die Verschlüsselung so angelegt, dass diese sich bevorzugt selbsttätig
ändert, so dass überhaupt keine Manipulationsmöglichkeit mehr gegeben ist. Wird dennoch
eine Manipulation versucht, wird kein oder ein ungültiges Ausgangssignal respektive
ein ungültiger Messwert von dem Steuergerät empfangen. Dies führt je nach Wichtigkeit
des Messwerts zu einem Fehlereintrag in einen entsprechenden Speicher, zu einer Einstellung
eines leistungsreduzierten Notbetriebs oder einer (verzögerten) Abstellung der Brennkraftmaschine.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung kommuniziert der Sensor bzw. die Sensoraufbereitungselektronik
mit dem Steuergerät der Brennkraftmaschine über insbesondere einen CAN-Bus. Der besondere
Vorteil eines CAN-Busses ist es, dass über einen einzigen Kabelstrang eine Vielzahl
von Sensordaten übermittelt werden können. Der Nachteil ist aber, dass die Ausgangssignale
als solche direkte Rückschlüsse zu entsprechenden Messwerten zulassen und daher einfach
zu manipulieren sind. Daher ist im Zusammenhang mit einem CAN-Bus die Erfindung besonders
vorteilhaft einsetzbar.
[0007] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, zusätzlich zu den verschlüsselten Ausgangssignalen
die gleichen Ausgangssignale unverschlüsselt an das Steuergerät zu senden. Dies ist
dann sinnvoll, wenn für die Steuerung und Regelung der Brennkraftmaschine eine sehr
schnelle Übermittlung von Ausgangssignalen und daran anschließend eine sofortige Aufbereitung
bzw. Auswertung in dem Steuergerät erfolgt. Um hierbei gegebenenfalls auftretende
Verzögerungen durch eine verschlüsselte Übertragung zu vermeiden, wird zunächst die
Steuerung bzw. Regelung der Brennkraftmaschine mit den unverschlüsselt übermittelten
Ausgangssignalen vorgenommen, dann anschließend werden aber die entsprechenden verschlüsselten
und unverschlüsselten Ausgangssignale miteinander verglichen und bei Auftreten von
einer Differenz größer einem vorgegebenen Grenzwert wird ein Fehlereintrag in einen
entsprechenden Speicher eingeschrieben und/oder eine Leistungsreduzierung der Brennkraftmaschine
eingestellt und/oder eine Stillsetzung der Brennkraftmaschine veranlasst. Dabei ist
es nicht erforderlich, jeden verschlüsselten Wert mit dem jeweiligen unverschlüsselten
Wert zu vergleichen (aber selbstverständlich möglich), sondern es ist ausreichend,
in geeigneten Zeitabständen einen "stichprobenartigen" Vergleich durchzuführen. Die
verschlüsselte Übertragung erfolgt bevorzugt über den CAN-Bus, während die unverschlüsselte
Übermittlung über normale (schnelle) Datenleitung erfolgt.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung
zu entnehmen, in der ein in der Fig. dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher beschrieben ist.
[0009] Die einzige Figur zeigt einen Sensor 1, der über eine Datenleitung 2 mit einer Sensoraufbereitungselektronik
3 verschaltet ist. Die Sensoraufbereitungselektronik 3 ist ihrerseits über eine serielle
Datenschnittstelle 4 in Form eines CAN-Busses mit dem elektronischen Steuergerät 5
der Brennkraftmaschine verschaltet. In der Sensoraufbereitungselektronik 3 erfolgt
eine Verschlüsselung der von dem Sensor 1 übermittelten Messwerte, die dann verschlüsselt
an das Steuergerät 5 weitergeleitet werden. Das Steuergerät 5 kennt den Verschlüsselungskode
und kann folglich die verschlüsselten Daten wieder in die ursprünglichen Messwerte
zurückwandeln und auswerten.
Bezugszeichenliste
[0010]
- 1
- Sensor
- 2
- Datenleitung
- 3
- Sensoraufbereitungselektronik
- 4
- Datenschnittstelle
- 5
- Steuergerät
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit einem elektronischen Steuergerät,
das Informationen über den Zustand der Brennkraftmaschine mittels Sensoren erfasst
und die Brennkraftmaschine steuert und regelt, wobei eine in dem Steuergerät abgelegte
Software aus den Informationen unter Einhaltung der maximal zulässigen Leistung zum
Schutz von Brennkraftmaschinenkomponenten und zur Einhaltung der Abgasgesetzgebung
die maximale Kraftstoffmenge berechnet, wodurch die maximale Momentanleistung und
das maximale Momentandrehmoment der Brennkraftmaschine bestimmt wird, wobei das Ausgangssignal
des Sensors (1) verschlüsselt oder zusätzlich die gleichen Ausgangssignale unverschlüsselt
an das Steuergerät (5) gesendet wird, anschließend werden aber die entsprechenden
verschlüsselten und unverschlüsselten Ausgangssignale miteinander verglichen und bei
Auftreten von einer Differenz größer einem vorgegebenen Grenzwert wird ein Fehlereintrag
in einen entsprechenden Speicher eingeschrieben und/oder eine Leistungsreduzierung
der Brennkraftmaschine eingestellt und/oder eine Stillsetzung der Brennkraftmaschine
veranlasst.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlüsselung in dem Steuergerät (5) und dem Sensor (1) bzw. einer dem Sensor
(1) zugehörigen Sensoraufbereitungselektronik (3) abgelegt ist.
3. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (1) beziehungsweise die Sensoraufbereitungselektronik (3) mit dem Steuergerät
(5) der Brennkraftmaschine über insbesondere einen CAN-Bus kommuniziert.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (1) beziehungsweise die Sensoraufbereitungselektronik (3) zusätzlich zu
den verschlüsselten Ausgangssignalen die gleichen Ausgangssignale unverschlüsselt
an das Steuergerät (5) sendet.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die verschlüsselten Ausgangssignale mit den unverschlüsselten Ausgangssignalen verglichen
werden.
1. Method for operating an internal combustion engine having an electronic control device
which acquires information about the status of the internal combustion engine by means
of sensors and performs open-loop and closed-loop control of the internal combustion
engine, wherein a software which is stored in the control device calculates the maximum
quantity of fuel from the information while maintaining the maximum permissible power
in order to protect internal combustion engine components and in order to comply with
regulations around exhaust gas emissions, as a result of which the maximum instantaneous
power and the maximum instantaneous torque of the internal combustion engine are determined,
wherein the output signal of the sensor (1) is transmitted in encrypted form, or additionally
the same output signals are transmitted in unencrypted form, to the control device
(5), but the corresponding encrypted and unencrypted output signals are subsequently
compared with one another, and when a difference which is greater than a predetermined
limiting value occurs a fault entry is written into a corresponding memory and/or
a reduction in power of the internal combustion engine is set and/or deactivation
of the internal combustion engine is brought about.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that the encryption is stored in the control device (5) and the sensor (1) or sensor conditioning
electronics (3) associated with the sensor (1).
3. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the sensor (1) or the sensor conditioning electronics (3) communicate with the control
device (5) of the internal combustion engine via, in particular, a CAN bus.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that the sensor (1) or the sensor conditioning electronics (3) transmit the same output
signals in unencrypted form, in addition to the encrypted output signals, to the control
device (5).
5. Method according to Claim 4,
characterized in that the encrypted output signals are compared with the unencrypted output signals.
1. Procédé pour le fonctionnement d'un moteur à combustion interne comportant un appareil
de commande électronique qui, au moyen de capteurs, détecte des informations concernant
l'état du moteur à combustion interne et commande et régule le moteur à combustion
interne, dans lequel un logiciel stocké dans l'appareil de commande calcule la quantité
maximale de carburant à partir desdites informations tout en maintenant la puissance
maximale -admissible pour protéger des composants du moteur à combustion interne et
pour respecter la réglementation en matière de gaz d'échappement, cela permettant
de déterminer la puissance maximale instantanée et le couple maximal instantané du
moteur à combustion interne, dans lequel le signal de sortie du capteur (1) est crypté
ou les mêmes signaux de sortie sont en outre envoyés à l'appareil de commande (5)
sans être cryptés, mais les signaux de sortie cryptés et non cryptés correspondants
sont ensuite comparés les uns aux autres et lorsqu'une différence supérieure à une
valeur limite prédéterminée se produit, une entrée d'erreur est enregistrée dans une
mémoire correspondante et/ou une réduction de puissance du moteur à combustion interne
est réglée et/ou un arrêt du moteur à combustion interne est déclenché.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cryptage est stocké dans l'appareil de commande (5) et dans le capteur (1) ou
dans une électronique de traitement de capteur (3) associée au capteur (1).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur (1) ou l'électronique de traitement de capteur (3) communique avec l'appareil
de commande (5) du moteur à combustion interne, notamment par l'intermédiaire d'un
bus CAN.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur (1) ou l'électronique de traitement de capteur (3) envoie les mêmes signaux
de sortie non cryptés à l'appareil de commande (5) en plus des signaux de sortie cryptés.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que les signaux de sortie cryptés sont comparés aux signaux de sortie non cryptés.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente