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(11) |
EP 2 206 195 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2016 Patentblatt 2016/11 |
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Anmeldetag: 30.09.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2008/001614 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/059573 (14.05.2009 Gazette 2009/20) |
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KABELENDSTÜCK, INSBESONDERE FÜR HOCHVOLTLEITUNGEN BEI HYBRID- UND/ODER ELEKTROFAHRZEUGEN
WIRE END COVER, PARTICULARLY FOR HIGH-VOLTAGE WIRES IN HYBRID AND/OR ELECTRIC VEHICLES
RACCORD DE CÂBLE NOTAMMENT DESTINÉ À DES CONDUITES HAUTE TENSION DANS DES VÉHICULES
HYBRIDES ET/OU ÉLECTRIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.11.2007 DE 102007053921
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.07.2010 Patentblatt 2010/28 |
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Patentinhaber: TEMIC Automotive Electric Motors GmbH |
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10553 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- GÜRTLER, Sönke
14169 Berlin (DE)
- DZIEDZEK, Ingo
13189 Berlin (DE)
- WELKE, Knut
14612 Falkensee (DE)
- VOSS, Martin
15566 Schöneiche (DE)
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| (74) |
Vertreter: Büchner, Jörg et al |
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Continental Automotive GmbH
Postfach 22 16 39 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 848 343 US-A- 5 030 122 US-A1- 2004 106 325
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NL-A- 6 413 352 US-A1- 2002 048 994
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kabelendstück gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Bisher hat sich kein Standard zur Anbindung von Hochvoltkabeln in Hybrid- und/oder
Elektrofahrzeugen etablieren können. Häufig werden Hochvoltkabel nur prototypisch
über Kabelschuhe angebunden und behelfsmäßig abgedichtet.
[0003] Der Nachteil liegt in mangelnder elektromagnetischer Abschirmung und mangelhafter
Abdichtung der Hochvoltkabelbefestigung.
[0004] In der Druckschrift
US 2004/0106325 ist ein Verbindungsstück mit Abschirmung beschrieben, wobei sich an die kabelseitige
Abschirmung, in der Kabel geführt werden, ein abschirmender Flanschabschnitt anschließt,
welcher über eine Abdichtung an einem Gehäuse befestigt ist. Die Abschirmung ist mittels
eines Stemmrings auf diejenige Seite des Flanschabschnitts aufgezogen, der der Abdichtung
und dem Gehäuse gegenüberliegt. Die Abschirmung endet daher (in Verlaufsrichtung der
Kabel) an dem Stemmring und somit bereits an der Seite des Flanschabschnitts, der
den Kabeln zugewandt ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit ein Kabelendstück mit guter elektromagnetischer
Abschirmung und zuverlässiger Abdichtung.
[0006] Die Aufgabe wird durch ein Kabelendstück mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sind aus den Unteransprüchen, wobei
auch Kombinationen und Weiterbildungen einzelner Merkmale miteinander denkbar sind.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Kabelendstück umfasst eine Schirmhülse, auf die das Schirmgeflecht
des Kabels aufgezogen ist. Zusätzlich umfasst das Kabelendstück eine Crimp-Hülse.
An einer ersten Stelle, der ersten "Crimp-Stelle", ist die über dem Schirmgeflecht
und der Schirmhülse liegende Crimp-Hülse derart vercrimpt, dass dadurch Schirmhülse
und Schirmgeflecht elektrisch leitend miteinander verbunden sind. An einer zweiten
Crimp-Stelle, an der der Außenmantel des Kabels nicht abgetrennt ist, ist die Crimp-Hülse
mit dem Kabelaußenmantel vercrimpt ist. Die Schirmhülse reicht hierbei nicht bis in
den Bereich der zweiten Crimp-Stelle, sie reicht nur bis zu dem Bereich, in dem der
Kabelaußenmantel abgetrennt ist.
[0008] Der Vorteil dieses Kabelendstücks liegt darin, dass aufgrund der Abschirmung die
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) gewährleistet ist. Durch die doppelte Vercrimpung
ist der Kabelaußenmantel mechanisch angebunden, was für die erforderliche Zugentlastung
sorgt. Das Kabelendstück ist zudem extrem kompakt aufgebaut, umfasst wenige Bauteile
und ist daher kostengünstig herstellbar.
[0009] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform des Kabelendstücks trägt die Schirmhülse
eine Umweltdichtung. Dies kann besonders bevorzugt durch einen O-Ring realisiert werden,
der in eine Nut eingesetzt ist.
[0010] Dadurch wird die Abdichtung beim Anschließen des Kabelendstücks wesentlich verbessert.
[0011] Zusätzlich kann die Schirmhülse gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des Kabelendstücks eine Schirmanbindung tragen. Dies kann besonders bevorzugt durch
einen EMV-Dichtungsring realisiert werden, der in eine Nut eingesetzt ist.
[0012] Dadurch werden die EMV-Eigenschaften des Hochvoltanschlusses weiter verbessert.
[0013] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform des Kabelendstücks ist in der Schirmhülse
eine Nut vorgesehen, in der ein Befestigungselement zur Arretierung des Kabelendstücks
an einem Gehäuse zu liegen kommt. Als Befestigungselement kann bevorzugt ein Befestigungsclip
dienen.
[0014] Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, dass eine dauerhafte Befestigung des Kabelendstücks
am Gehäuse gewährleistet ist.
[0015] Das Kabelendstück ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform mit einem
Kunststoff umspritzt. Als Kunststoff ist insbesondere Silikon geeignet. Durch die
Form der Kunststoffumspritzung kann die Kontaktfläche zum Gehäuse definiert werden.
Die Lage der Kontaktfläche bestimmt die Eindringtiefe des Kabelendstücks in das Gehäuse.
[0016] Dadurch ist eine zusätzliche Dichtungsschicht des Kabelendstücks gegeben. Insbesondere
für den Bereich des Kabelendstücks, der nach dem Anschließen an das Gehäuse außerhalb
des Gehäuses verbleibt, ist diese Ausführungsform sehr empfehlenswert.
[0017] Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Kabel zwei oder mehrere
Leitungen. Das Kabel ist somit ein zwei- oder mehrgliedriges Hochvoltkabel. Ein zweigliedriges
Kabel kann insbesondere eine Plus- und eine Minus-Leitung umfassen. Der Mantel einer
einzelnen Leitung wird als Leitungsmantel bezeichnet.
[0018] Durch das Zusammenfassen mehrerer Leitungen in einem Kabel werden EMV-Abschirmungen
und gegebenenfalls Dichtungen und/oder Kunststoffumspritzungen gespart.
[0019] Die Kontaktierung des Leitungsendes oder der Leitungsenden des Kabelendstücks mit
einem oder mehreren Anschlüssen im Gehäuse kann entsprechend einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform über einen oder mehrere gecrimpte Kabelschuhe erfolgen.
[0020] Diese im Inneren des Gehäuses befindliche Anschlussgestaltung ist einfach und zweckmäßig.
Zusammen mit einem bereits beschriebenen Befestigungselement ist die Anbindung des
Hochvoltkabels an das Gehäuse stabil und zuverlässig. Die Verbindung kann auch wieder
gelöst werden, wodurch im Falle eines defekten Kabels nur das Kabel ausgetauscht werden
muss, das Gehäuse aber weiterverwendet werden kann.
[0021] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Kabelendstücks wird der Kabelaußenmantel
im Endbereich des Kabels abgetrennt. Eine Crimp-Hülse wird auf den Kabelaußenmantel
aufgeschoben. Eine Schirmhülse wird auf einen oder mehrere Leitungsmäntel aufgesteckt,
so dass sie alle Leitungen des Kabels umgibt. Das Schirmgeflecht des Kabels wird auf
die Schirmhülse aufgezogen. Die Crimp-Hülse wird auf das Schirmgeflecht und die Schirmhülse
aufgezogen. Schirmhülse und Schirmgeflecht werden durch Vercrimpen der Crimp-Hülse
an einer ersten Stelle elektrisch leitend miteinander verbunden. Die Crimp-Hülse wird
an einer zweiten Stelle mit dem Kabelaußenmantel vercrimpt. Das Vercrimpen kann vorteilhaft
als doppelter Rundcrimp ausgeführt werden.
[0022] Der Vorteil dieses Herstellungsverfahrens liegt darin, dass es mit wenigen Bauteilen
auskommt und daher kostengünstig ist.
[0023] Entsprechend einem bevorzugten Herstellungsverfahren wird das Kabelendstück mit Kunststoff,
besonders bevorzugt Silikon, umspritzt.
[0024] Bei einem weiteren bevorzugten Herstellungsverfahren wird die Schirmhülse mit mindestens
einer Nut versehen für eine Umweltdichtung, eine Schirmanbindung und/oder ein Befestigungselement
im Gehäuse.
[0025] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage eines Kabelendstücks wird das Kabelendstück
in eine dafür vorgesehene Gehäuseöffnung gesteckt. Anschließend wird das Kabelendstück
mittels des Befestigungselements am Gehäuse befestigt und der bzw. die Kabelschuh(e)
der Leitung(en) im Inneren des Gehäuses angeschraubt.
[0026] Der Vorteil dieses Montageverfahrens liegt in der leichten Montierbarkeit, die in
nur drei Prozessschritten (Kabelendstück einstecken, Befestigungselement montieren
und Kabelschuh anschrauben) durchgeführt wird.
[0027] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Kabelendstück.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt des Kabelendstücks (A-A).
Fig. 3 zeigt eine Vergrößerung des Längsschnitts aus Fig. 2.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt des Kabelendstücks (B-B).
[0028] In der Darstellung nach Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes
Kabelendstück (1) zu sehen. Das Kabel kommt von links und findet hier seinen Abschluss.
Am linken Rand befindet sich ein Teil des Kabelaußenmantels (10). Daran schließt sich
rechts eine Kunststoffumspritzung (4) an. Die Form der Kunststoffumspritzung (4) gibt
die Kontaktfläche (9) zum Gehäuse vor und bestimmt wesentlich die Geometrie des Anschlusses.
Rechts von der Kunststoffumspritzung (4) ist ein Teil einer Schirmhülse (2) dargestellt.
Die Schirmhülse (2) ist ein Hauptbestandteil des Abschirmkonzepts des Kabelendstücks
(1). Ein O-Ring als Umweltdichtung (6) und ein EMV-Dichtungsring als Schirmanbindung
(7) sind hier in zwei Nuten der Schirmhülse (2) eingelassen.
Rechts sieht man zwei Leitungen (3) des Kabels, die jeweils von einem Leitungsmantel
(13) umgeben sind. In diesem Ausführungsbeispiel umfasst das Kabel eine Plus- (+)
und eine Minus- (-) Leitung (3), mit einen anderen Kabelendstück (1) können aber auch
eingliedrige Kabel oder Kabel mit drei oder mehr Leitungen (3) angeschlossen werden.
Die Kontaktierung der Leitungen erfolgt über gecrimpte Kabelschuhe (5).
[0029] Zur Montage des Kabelendstücks (1) in bzw. an einem Gehäuse wird das Kabelendstück
in eine dafür vorgesehene Gehäuseöffnung eingesteckt, bis die Kontaktfläche (9) zum
Gehäuse des Kabelendstücks (1) am Gehäuse anliegt. Das Kabelendstück (1) wird anschließend
mittels eines Befestigungselements (8) am Gehäuse befestigt und schließlich wird jeder
Kabelschuh (5) im Inneren des Gehäuses angeschraubt.
[0030] In Fig. 1 ist die Schnittfläche A-A markiert. Den Querschnitt des Kabelendstücks
(1) entlang dieser Schnittfläche A-A zeigt Fig. 2. Links ist die Kunststoffumspritzung
(4) dargestellt, die den Kabelaußenmantel (10) umschließt. Der Kabelaußenmantel (10)
umschließt das Schirmgeflecht (11) des Kabels. Innerhalb des Schirmgeflechts (11)
liegen die beiden Leitungen (3), von denen eine Leitung (3) mit dem Leitungsmantel
(13) dargestellt ist. Weiter rechts ist eine Crimp-Hülse (12) dargestellt, deren linker
Teil einen Teil des Kabelaußenmantels (10) umschließt. Die Crimp-Hülse (12) ist ihrerseits
vollständig von der Kunststoffumspritzung (4) umschlossen. Im rechten Teil befindet
sich innerhalb der Crimp-Hülse (12) ein Hohlraum (14), da hier der Kabelaußenmantel
(10) abgetrennt wurde. Weiter innen folgt das Schirmgeflecht (11) des Kabels, das
auf die Schirmhülse (2) aufgezogen wurde. In die Schirmhülle (2) sind drei Nuten eingelassen,
in die (von links nach rechts) der O-Ring (6), der EMV-Dichtungsring (7) und das Befestigungselement
(8) zur Arretierung des Kabelendstücks (1) am Gehäuse angeordnet sind.
Nach rechts ragt eine Leitung (3), deren Leitungsmantel (13) am Leitungsende beim
Vercrimpen mit einem Kabelschuh (5) abgetrennt wurde.
[0031] Fig. 3 stellt eine Vergrößerung eines Ausschnitts von Fig. 2 dar. Anhand dieses Ausschnitts
soll das Verfahren zur Herstellung des hier dargestellten, vorteilhaften Kabelendstücks
(1) beschrieben werden.
Als erstes wird der Kabelaußenmantel (10) im Endbereich des Kabels abgetrennt, dadurch
entsteht der spätere Hohlraum (14). Eine Crimp-Hülse (12) wird von rechts auf den
Kabelaußenmantel (10) aufgeschoben. Sodann wird von rechts eine Schirmhülse (2) auf
die beiden Leitungsmäntel (13) aufgesteckt. Von links wird das Schirmgeflecht (11)
des Kabels auf die Schirmhülse (2) aufgezogen, beziehungsweise wird die Schirmhülse
(2) nach links "unter" das Schirmgeflecht (11) des Kabels geschoben. Anschließend
wird von links die Crimp-Hülse (12) auf das Schirmgeflecht (11) des Kabels und die
Schirmhülse (2) aufgezogen. Ein Hohlraum (14) verbleibt zwischen Crimp-Hülse (12)
und Schirmgeflecht (11). Beim anschließenden Vercrimpen, z.B. durch einen doppelten
Rundcrimp, werden die Bauteile umgeformt und der Hohlraum (14) verkleinert oder eliminiert.
Durch zweifaches Vercrimpen der Crimp-Hülse (12) wird an einer ersten Crimp-Stelle
(21) rechts die Schirmhülse (2) mit dem Schirmgeflecht (11) des Kabels elektrisch
leitend miteinander verbunden und an einer zweiten Crimp-Stelle (22) links die Crimp-Hülse
(12) mit dem Kabelaußenmantel (10) vercrimpt.
Das dargestellte Kabelendstück (1) wurde abschließend bis auf den äußeren Bereich
der Schirmhülse (2) mit einem Kunststoff umspritzt (4). Die Kunststoffumspritzung
(4) umschließt einen Teil des Kabelaußenmantels (10), die Crimp-Hülse (12) und damit
die beiden Crimp-Stellen (21, 22) sowie einen kleinen Bereich der Schirmhülse (2).
[0032] In Fig. 2 ist die Schnittfläche B-B markiert. Den Längsschnitt des Kabelendstücks
(1) entlang dieser Schnittfläche B-B zeigt Fig. 4. Von außen nach innen sind die Kunststoffumspritzung
(4), die Crimp-Hülse (12), der Kabelaußenmantel (10), das Schirmgeflecht (11) des
Kabels und die beiden Leitungen (3) mit den jeweiligen Leitungsmänteln (13) dargestellt.
Die beiden Leitungen (3) sind hier wieder eine Plus- und eine Minus-Hochvoltleitung.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Kabelendstück
- 2
- Schirmhülse
- 3
- Leitung
(+) Plus-Leitung
(-) Minus-Leitung
- 4
- Kunststoffumspritzung
- 5
- Kabelschuh
- 6
- Umweltdichtung
- 7
- Schirmanbindung
- 8
- Befestigungselement
- 9
- Kontaktfläche zum Gehäuse
- 10
- Kabelaußenmantel
- 11
- Schirmgeflecht
- 12
- Crimp-Hülse
- 13
- Leitungsmantel
- 14
- Hohlraum
- 21
- erste Crimp-Stelle
- 22
- zweite Crimp-Stelle
1. Kabelendstück (1) für Hochvoltleitungen bei Hybrid- und/oder Elektrofahrzeugen, mit
einer Schirmhülse (2), auf die ein Schirmgeflecht (11) des Kabels aufgezogen ist,
wobei das Kabelendstück (1) zusätzlich eine Crimp-Hülse (12) umfasst, die an einer
ersten Crimp-Stelle (21) derart vercrimpt ist, dass dadurch Schirmhülse (2) und Schirmgeflecht
(11) elektrisch leitend verbunden sind, dadurch gekennzeichnet dass die mit dem Kabelaußenmantel (10) an einer zweiten Crimp-Stelle (22) vercrimpt ist,
dass die Schirmhülse (2) mit mindestens einer Nut für eine Umweltdichtung (6), für
eine Schirmanbindung (7) und/oder für ein Befestigungselement (8) zur Arretierung
des Kabelendstücks (1) an einem Gehäuse versehen ist.
2. Kabelendstück (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelendstück bis auf den äußeren Bereich, in dem die mindestens eine Nut vorgesehen
ist, von einer Kunststoffumspritzung (4) umgeben ist..
3. Kabelendstück (1) nach Anspruch 2, wobei die Form der Kunststoffumspritzung (4) Form
die Kontaktfläche (9) zum Gehäuse definiert.
4. Kabelendstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel zwei oder mehrere Leitungen (3) umfasst.
5. Kabelendstück (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktierung des Kabelendstücks mit einem oder mehreren Anschlüssen im Gehäuse
über einen oder mehrere gecrimpte Kabelschuhe (5) erfolgt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Kabelendstücks nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für
Hochvoltleitungen bei Hybrid- und/oder Elektrofahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass
der Kabelaußenmantel (10) im Endbereich des Kabels abgetrennt wird,
eine Crimp-Hülse (12) auf den Kabelaußenmantel (10) aufgeschoben wird,
eine Schirmhülse (2) auf einen oder mehrere Leitungsmäntel (13) aufgesteckt wird,
das Schirmgeflecht (11) des Kabels auf die Schirmhülse (2) aufgezogen wird,
die Crimp-Hülse (12) auf das Schirmgeflecht (11) und die Schirmhülse (2) aufgezogen
wird,
Schirmhülse (2) und Schirmgeflecht (11) durch Vercrimpen der Crimp-Hülse (12) an einer
ersten Stelle (21) elektrisch leitend miteinander verbunden werden und
die Crimp-Hülse (12) mit dem Kabelaußenmantel (10) an einer zweiten Stelle (22) vercrimpt
wird, wobei die Schirmhülse (2) mit mindestens einer Nut versehen wird für eine Umweltdichtung
(6), eine Schirmanbindung (7) und/oder ein Befestigungselement im Gehäuse (8).
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelendstück (1) mit Kunststoff (4) umspritzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei das Kabelendstück bis auf einen äußeren Bereich
der Schirmhülse (2), in dem die Schirmhülse mit der mindestens einen Nut versehen
wird, mit einem Kunststoff (4) umspritzt wird.
9. Verfahren zur Montage eines Kabelendstücks (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in
bzw. an einem Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelendstück in eine vorgesehene Gehäuseöffnung eingesteckt wird, das Kabelendstück
mittels des Befestigungselements (8) am Gehäuse befestigt wird und der bzw. die Kabelschuhe
(5) im Inneren des Gehäuses angeschraubt werden.
1. Cable end piece (1) for high-voltage lines in hybrid and/or electric vehicles, comprising
a screening sleeve (2) onto which a screening braid (11) of the cable is drawn, wherein
the cable end piece (1) additionally comprises a crimping sleeve (12) which is crimped
at a first crimping point (21) in such a way that the screening sleeve (2) and the
screening braid (11) are electrically conductively connected as a result, characterized in that said crimping sleeve is crimped to the cable outer sheath (10) at a second crimping
point (22), in that the screening sleeve (2) is provided with at least one groove for an environmental
seal (6), for a screening connection (7) and/or for a fastening element (8) for locking
the cable end piece (1) to a housing.
2. Cable end piece (1) according to Claim 1, characterized in that the cable end piece, apart from the outer region in which the at least one groove
is provided, is surrounded by a plastic encapsulation (4).
3. Cable end piece (1) according to Claim 2, wherein the shape of the plastic encapsulation
(4) defines the contact surface (9) to the housing.
4. Cable end piece (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the cable comprises two or more lines (3).
5. Cable end piece (1) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that contact is made with the cable end piece by way of one or more connections in the
housing by means of one or more crimped cable shoes (5).
6. Method for producing a cable end piece according to one of Claims 1 to 5 for high-voltage
lines in hybrid and/or electric vehicles, characterized in that the cable outer sheath (10) is detached in the end region of the cable, a crimping
sleeve (12) is pushed onto the cable outer sheath (10), a screening sleeve (2) is
attached to one or more line sheaths (13), the screening braid (11) of the cable is
drawn onto the screening sleeve (2), the crimping sleeve (12) is drawn onto the screening
braid (11) and the screening sleeve (2), the screening sleeve (2) and the screening
braid (11) are electrically conductively connected to one another by crimping the
crimping sleeve (12) at a first point (21), and the crimping sleeve (12) is crimped
to the cable outer sheath (10) at a second point (22), wherein the screening sleeve
(2) is provided with at least one groove for an environmental seal (6), a screening
connection (7) and/or a fastening element in the housing (8).
7. Method according to Claim 6, characterized in that the cable end piece (1) is encapsulated in plastic (4).
8. Method according to Claim 6 or 7, wherein the cable end piece, apart from an outer
region of the screening sleeve (2) in which the screening sleeve is provided with
the at least one groove, is encapsulated in a plastic (4).
9. Method for mounting a cable end piece (1) according to one of Claims 1 to 5 in or
on a housing, characterized in that the cable end piece is inserted into a provided housing opening, the cable end piece
is fastened to the housing by means of the fastening element (8), and the cable shoe
or cable shoes (5) is/are fitted by screws in the interior of the housing.
1. Raccord de câble (1) pour lignes à haute tension sur véhicules hybrides et/ou électriques,
comportant un manchon de blindage (2) sur lequel un treillis de blindage (11) du câble
est glissé, le raccord de câble (1) comprenant en outre un manchon serti (12) qui
est serti à un premier point de sertissage (21) de manière à ce que le manchon de
blindage (2) et le treillis de blindage (11) soient reliés sous conduction électrique,
caractérisé en ce que
le manchon serti est serti avec l'enveloppe extérieure du câble (10) à un second point
de sertissage (22) de manière à ce que le manchon serti (2) soit pourvu d'au moins
une gorge pour un joint environnant (6), pour une connexion blindée (7) et/ou pour
un élément de fixation (8) servant à bloquer le raccord de câble (1) au niveau d'un
boîtier.
2. Raccord de câble (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le raccord de câble est entouré de plastique injecté (4) sauf dans sa partie extérieure
dans laquelle l'au moins une gorge est prévue.
3. Raccord de câble (1) selon la revendication 2, dans lequel la forme du plastique injecté
(4) définit la forme de la surface de contact (9) avec le boîtier.
4. Raccord de câble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que le câble comprend deux conduites ou plus (3).
5. Raccord de câble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le contact du raccord de câbles se fait par un ou plusieurs raccordements dans le
boîtier via un ou plusieurs sabots de câble sertis (5).
6. Procédé de fabrication d'un raccord de câbles selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 pour conduites à haute tension sur véhicules hybrides et/ou électriques,
caractérisé en ce que la gaine extérieure du câble (10) est sectionnée dans la partie arrière du câble,
un manchon serti (12) est glissé sur la gaine extérieure du câble (10),
un manchon de blindage (2) est fiché sur une ou plusieurs gaines de conduite (13),
le treillis de blindage (11) du câble est glissé sur le manchon serti (2),
le manchon serti (12) est glissé sur le treillis de blindage (11) et le manchon de
blindage (2),
le manchon de blindage (2) et le treillis de blindage (11) sont reliés entre eux sous
conduction électrique par sertissage du manchon serti (12) à un premier point (21)
et le manchon serti (12) est serti avec la gaine extérieure du câble (10) à un second
point (22), le manchon de blindage (2) étant pourvu d'au moins une gorge pour un joint
environnant (6), une connexion de blindage (7) et/ou un élément de fixation dans le
boîtier (8).
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le raccord de câble (1) est entouré de plastique injecté (4).
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, dans lequel le raccord de câble est entouré
de plastique injecté (4) sauf sur une partie extérieure du manchon de blindage (2)
dans laquelle le manchon de blindage est pourvu de l'au moins une gorge.
9. Procédé de montage d'un raccord de câbles (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5 dans ou au niveau d'un boîtier,
caractérisé en ce que le raccord de câble est fiché dans un orifice prévu du boîtier, le raccord de câble
est fixé au boîtier au moyen de l'élément de fixation (8) et le ou les sabots de câble
(5) sont vissés à l'intérieur du boîtier.
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