[0001] Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Folienbeutels, der zumindest ein Griffband
aufweist.
[0002] Mit einem Griffband versehene Folienbeutel können auch bei einem hohen Gewicht leicht
transportiert werden. Aus der Praxis sind sowohl an ihrem oberen Ende offene Folienbeutel
als einfache Tragetaschen oder Folienverpackungsbeutel bekannt, die vor der Entnahme
des Füllgutes verschlossen sind.
[0003] Ein Verfahren zur Herstellung eines an seinem Ende offenen Folienbeutels ist aus
der
US 3 850 724 bekannt. Die aus einer heißsiegelbaren Folie gebildeten Materialstreifen werden zunächst
U-förmig gefaltet und nachfolgend in einem weiteren Verfahrensschritt auf einen Trägerzettel
aufgelegt. Der so vorgefertigte Tragegriff kann dann vor oder nach der Bildung eines
Folienschlauches an einer Beutelfolie befestigt werden, wobei der Tragegriff sowohl
an der Innenseite, als auch an der Außenseite des zu bildenden Folienbeutels angeordnet
werden kann. Da der Tragegriff auf unterschiedlichen Vorrichtungen in mehreren Verfahrensschritten
vorgefertigt werden muss, ist das beschriebene Verfahren aufwendig. Insbesondere ist
die zu erreichende Geschwindigkeit durch die erforderliche Bereitstellung vorgefertigter
Tragegriffe begrenzt.
[0004] Die
EP 1 712 482 A1 betrifft einen Folienbeutel mit Beutelflächen und mindestens einem Tragegriff aus
einer heißsiegelbaren Folie, wobei die Beutelflächen eine beutelinnenseitige Schicht
aus einem heißsiegelbaren Material aufweisen. In den Beutelflächen sind fensterartige,
von den Rändern des Folienbeutels beabstandete Öffnungen vorgesehen, die von Folienzetteln
abgedeckt sind, wobei die Folienzettel auf der heißsiegelbaren folieninnenseitigen
Schicht der Beutelflächen befestigt sind. Der zumindest eine Tragegriff ist mit seinen
Enden im Bereich der Öffnungen von außen auf die Folienzettel aufgesiegelt. Gemäß
der bekannten Ausführung ist es möglich geschlossene Folienverpackungsbeutel zu bilden,
die an ihrer Außenseite eine nicht siegelbare oder nur schlecht siegelbare Schicht
aufweisen, wobei die an dem Folienbeutel angeordneten Tragegriffe über die Folienzettel
kraftschlüssig mit der Beutelfolie verbunden sind. In der Praxis stellt sich die Herstellung
des beschriebenen Beutels und insbesondere die Zuführung und Befestigung der Tragegriffe
als schwierig heraus.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde ein
Verfahren zur Herstellung eines Folienbeutels anzugeben, welches auf einfache und
zuverlässige Weise bei einem hohen Durchsatz die Bildung von Folienbeuteln ermöglicht,
welche mit Griffbändern versehen sind.
[0006] Lösung der Aufgabe und Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
eines Folienbeutels, wobei in einem Verfahrensschritt zur Befestigung eines als Griffband
vorgesehenen Materialstreifens der gerade Materialstreifen im ungefalteten Zustand
zugeführt wird und nachfolgend dessen Enden umgefaltet werden, die umgefalteten Enden
des Materialstreifens durch eine Schwenkbewegung auf eine für die Bildung des Folienbeutels
vorgesehene Materialbahn aufgelegt und mit dieser kraftschlüssig verbunden werden
und die Schwenkbewegung um eine außerhalb des gefalteten Materialstreifens verlaufende
Schwenkachse durchgeführt wird, die gegenüber der Flächennormale der Materialbahn
derart schräg ausgebildet ist, dass die Schwenkachse ausgehend von der Flächennormalen
in Längsrichtung der Materialbahn um einen Kippwinkel verkippt ist. Erfindungsgemäß
wird der gefaltete Materialstreifen bei der Drehung um die außerhalb liegende Schwenkachse
seitlich zu der vorgesehenen Befestigungsstelle zugeführt. Durch die Verkippung der
Schwenkachse gegenüber der Flächennormale der Materialbahn wird der Materialstreifen
jedoch zusätzlich abgesenkt und damit mit seinen Enden auf die Materialbahn aufgelegt,
so dass eine unmittelbar nachfolgende Befestigung der Enden an der Materialbahn ermöglicht
wird. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden eine seitliche Zuführung und eine
Absenkung durch eine einzige Schwenkbewegung um eine in Längsrichtung der Materialbahn
um einen Kippwinkel verkippte Schwenkachse kombiniert. Während der Befestigung der
Enden des Materialstreifens an der Materialbahn ruhen zweckmäßigerweise sowohl die
Materialbahn als auch der Materialstreifen. Zur Bildung einer Vielzahl von Folienbeuteln
erfolgt dann eine taktweise Bewegung der Materialbahn.
[0007] Üblicherweise wird der Materialstreifen derart gefaltet, dass seine umgefalteten
Enden und ein die Enden verbindender mittlerer Abschnitt in einer Ebene liegen. Im
Rahmen einer solchen Ausgestaltung ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Schwenkachse
im Wesentlichen senkrecht zu dieser Ebene ist.
[0008] Um den gefalteten Materialstreifen um die Schwenkachse drehen zu können, kann dieser
an einen Arm, Halter, Träger oder dergleichen gehalten werden.
[0009] Der Kippwinkel liegt bevorzugt zwischen 3° und 30°, besonders bevorzugt zwischen
10° und 20°. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei einem geringen Kippwinkel nur
eine vergleichsweise geringe Absenkung erfolgt und bei einem zu großen Kippwinkel
die Gefahr besteht, dass die Enden des Materialstreifens bei dem Auflegen unkontrolliert
umknicken und so nicht befestigt werden können.
[0010] Um den Materialstreifen um die Schwenkachse drehen zu können, ist dieser zweckmäßigerweise
an einem Arm, Träger oder dergleichen gehalten. Im Rahmen der Erfindung liegt dabei
insbesondere, dass das Falten des Materialstreifens während eines ersten Abschnittes
und das Auflegen des gefalteten Materialstreifens auf die Materialbahn während eines
zweiten Abschnittes der Schwenkbewegung erfolgen, wobei dann geeignete feststehende
oder mitdrehende Falteinrichtungen vorzusehen sind. Sofern eine Schwenkbewegung in
mehreren Abschnitten vorgesehen ist, wird diese zweckmäßigerweise taktweise durchgeführt.
Schließlich kann auch vorgesehen sein, dass an einem Halter, Träger oder dergleichen
mehrere Materialstreifen angeordnet sind, die nacheinander auf die taktweise entlang
ihrer Längsrichtung in Transportrichtung bewegten Materialbahn aufgelegt und optional
zuvor noch gefaltet werden.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind zur Herstellung eines Folienbeutels
zwei Griffbänder vorgesehen, die an gegenüberliegenden Seitenflächen des Folienbeutels
angeordnet werden. Entsprechend ist üblicherweise vorgesehen, dass für die Bildung
eines Folienbeutels zwei Materialstreifen zugeführt, umgefaltet und befestigt werden.
[0012] Das Verfahren zur Herstellung eines Folienbeutels umfasst gemäß einer bevorzugten
Ausführung als weitere Verfahrensschritte das Zuführen einer Beutelfolie, das Erzeugen
von Öffnungen in der Beutelfolie, vorzugsweise durch Stanzen, das Befestigen zumindest
eines Folienzettels an einer ersten Seite der Beutelfolie zur Abdeckung der Öffnungen,
das Falten der Beutelfolie zu einer als Folienschlauch ausgebildeten Materialbahn,
wobei der Folienzettel an der Innenseite des Folienschlauches angeordnet wird und
durch die zumindest eine zugeordnete Öffnung zugänglich ist, das Befestigen der umgefalteten
Enden des Materialstreifens an dem zumindest einen Folienzettel, wodurch die Enden
über den zugeordneten Folienzettel kraftschlüssig mit der Beutelfolie verbunden werden
und das Abtrennen eines Folienbeutels von der Materialbahn. Besonders bevorzugt werden
die einzelnen Verfahrensschritte in der angegebenen Reihenfolge durchgeführt. Dabei
ist vorgesehen, dass die Beutelfolie zunächst gefaltet wird, bevor das Griffband an
der zu einem Folienschlauch gefalteten Materialbahn befestigt wird. Die Materialbahn
weist dabei vorzugsweise in Längsrichtung verlaufende Seitenfalten auf, die beispielsweise
durch entsprechend positionierte Schwerte und Formschultern ausgebildet werden können.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht insbesondere bei einem hohen Fertigungsdurchsatz
eine kostengünstige Herstellung der aus der
EP 1 712 482 A1 bekannten Folienbeutel. Um an beiden Seiten des Folienschlauches Materialstreifen
als Griffbänder zu befestigen, ist zweckmäßigerweise auf jeder Seite der Materialbahn
eine Zuführung von Materialstreifen vorgesehen.
[0014] Gemäß alternativer Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann grundsätzlich
auch vorgesehen sein, bei der Bildung eines Folienbeutels lediglich einen Materialstreifen
vorzusehen oder die Materialstreifen vor der Bildung eines Folienschlauches auf der
Beutelfolie als Materialbahn zu befestigen. Um dabei einen Folienbeutel mit zwei außen
liegenden Griffbändern herzustellen werden die umgefalteten Materialstreifen für einen
Folienbeutel nebeneinander auf die Materialbahn aufgelegt, wobei die Beutelfolie nachfolgend
derart zu einem Folienschlauch gefaltet wird, dass die Griffbänder außen liegend angeordnet
sind.
[0015] Die kraftschlüssige Verbindung der Enden des Materialstreifens mit der Beutelfolie,
die Bildung einer schlauchförmigen Materialbahn und die Befestigung von Folienzetteln
an der Beutelfolie erfolgen, soweit vorgesehen, vorzugsweise durch Heißsiegeln, wobei
die jeweils für die Verbindung vorgesehenen Flächen entsprechend heißsiegelbar ausgeführt
sein müssen. Unter Heißsiegeln wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung allgemein
eine lokale stoffschlüssige Verbindung durch Druck und/oder Temperatureinwirkung verstanden.
Neben üblichen beheizten Siegelbacken können dazu auch andere Verfahren wie beispielsweise
Ultraschall- oder Hochfrequenzschweißen eingesetzt werden. Grundsätzlich kann die
kraftschlüssige Verbindung auch durch mehrfaches Siegeln gebildet werden. So können
die Enden des Materialstreifens beispielsweise zunächst durch Ultraschallschweißen
angeheftet und dann durch Heißsiegelbacken durch einfaches oder mehrfaches Siegeln
fest verbunden werden.
[0016] Vorzugsweise wird der Materialstreifen als Griffband derart auf die Beutelfolie aufgebracht,
dass die mit der Beutelfolie verbundenen Enden in Transportrichtung, das heißt Vorschubrichtung
der Beutelfolie weisen. Durch eine solche Ausrichtung kann verhindert werden, dass
sich der mittlere Abschnitt des Materialstreifens bei der weiteren Handhabung ungewollt
aufstellen und verklemmen kann. Des Weiteren kann vorgesehen sein den Materialstreifen
zusätzlich zu der kraftschlüssigen Verbindung an seinen Enden, beispielsweise durch
Hotmelt-Klebstoff, an der Beutelfolie zu fixieren. Diese zusätzliche Fixierung dient
dabei üblicherweise einer leichten Handhabung während der Fertigung. Dazu kann insbesondere
eine punktuelle Verklebung des Materialstreifens mit der Beutelfolie ausreichend sein.
Die zusätzliche Verbindung soll insbesondere gewährleisten, dass die Griffe bei der
Verarbeitung an dem Beutel anliegen und nicht hochklappen. Daher befinden sich die
Fixierpunkte an oder nahe an einem mittleren Griffabschnitt der Materialstreifen.
Diese zusätzliche Fixierung dient jedoch in der Regel nicht dazu, zusätzlich zu der
Verbindung an den Enden des Materialstreifens bei der Benutzung des Folienbeutels
die wirkenden Zugkräfte aufzunehmen. Die Fixierung ist zweckmäßigerweise vielmehr
so beschaffen, dass sie bei einer ersten Benutzung der Materialstreifen als Griffband
gelöst wird. Zu der beschriebenen zusätzlichen Fixierung können neben Hotmelt-Klebstoff
beispielsweise ein Klebetape zwischen der Beutelaußenseite und dem zugeordneten Materialstreifen,
ein innenseitig an einer zusätzlichen Aussparung angeordnetes Klebetape, eine peelbare
Siegelung gegen einen an einer weiteren Ausstanzung angeordneten Folienzettel oder
auch eine Verbindung durch einen Heiß- oder einen Kaltsiegellack vorgesehen sein.
[0017] Der vorzugsweise heißsiegelbare Materialstreifen kann beispielsweise aus einem Polyolefin
wie Polyethylen oder Polypropylen gebildet sein. Um die Tragfähigkeit des Materialstreifens
zu erhöhen, kann dieser durch das Falten eines Folienstreifens auf sich selbst gebildet
sein, wobei die Längsränder des Folienstreifens vorzugsweise durch Heißsiegeln fixiert
sind. Der Folienstreifen kann dabei so gefaltet werden, dass die Längsränder bei dem
gebildeten Materialstreifen seitlich oder mittig angeordnet sind. Zusätzlich oder
alternativ kann zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit auch vorgesehen sein, die
Materialstreifen aus einer mehrschichtigen Folie zu bilden. So kann zur Bildung des
Materialstreifens insbesondere eine Folie vorgesehen sein, die siegelbare Außenschichten
aus Polyolefin, beispielsweise Polyethylen, und eine Kernschicht aus Polyamid aufweist.
[0018] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann zur Bildung des Griffbandes ein bandförmiges
Material zugeführt werden, wobei dann einzelne Materialstreifen von dem bandförmigen
Material abgetrennt werden.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt eines Folienbeutels in einer Schnittdarstellung und
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine für die Fertigung des Folienbeutels vorgesehene Materialbahn.
[0020] Fig. 1 zeigt einen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gefertigten Folienbeutel 1,
der zwei jeweils zu einem U-förmigen Griffband gefaltete Materialstreifen 2 mit ungefalteten
Enden 2a und einem dazwischen angeordneten mittleren Abschnitt 2b aufweist. Bei der
Herstellung des Folienbeutels wird eine Beutelfolie 3 zugeführt und durch Stanzen
mit Öffnungen 4 versehen, wobei der Abstand zwischen jeweils vier nebeneinander angeordneten
Öffnungen 4 der Länge der Beutelfolie 3 entspricht, die für die Bildung eines Folienbeutels
1 vorgesehen ist. Nachfolgend werden auf eine erste, heißsiegelbare Seite 5 der Beutelfolie
3 Folienzettel 6 zur Abdeckung der Öffnungen 4 aufgelegt und durch Heißsiegeln befestigt.
Gemäß der dargestellten Ausführung ist für jede der Öffnungen 4 ein zugeordneter Folienzettel
6 vorgesehen. Alternativ können aber beispielsweise auch zwei der Öffnungen 4 von
einem gemeinsamen Folienzettel 6 abgedeckt werden.
[0021] Nachfolgend wird die Beutelfolie 3 mit Schwert und Schulter zu einer Seitenfalten
aufweisenden Materialbahn 7 geformt. Anschließend werden mit Siegelbacken Längssiegelnähte
8a, 8b erzeugt. Wie der Schnittdarstellung der Fig. 2 zu entnehmen ist, dient eine
der Längssiegelnähte 8a zur Verbindung der Längskanten der Beutelfolie 3, während
die weiteren Längssiegelnähte 8b zur Verstärkung vorgesehen sind.
[0022] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Folienbeutel 1 ist die Beutelfolie 3 von einer Verbundfolie
gebildet und weist an einer innenliegenden ersten Seite 5 eine Schicht aus einem Polyolefin,
zum Beispiel Polyethylen (PE) und gegenüberliegend eine Außenschicht aus Polyethylenterephthalat
(PET) auf. Die PET-Schicht ist auf der ihrer ersten Schicht 5 zugewandten Seite bedruckt.
Zwischen der ersten Schicht 5 und der Außenschicht können eine oder mehrere Zwischenschichten,
beispielsweise Haftvermittlerschichten und Barriereschichten, angeordnet sein. Die
fensterartige, in etwa rechteckförmige Öffnung 4 ist an der Beutelinnenseite von dem
Folienzettel 6 abgedeckt, der die Öffnung 4 randseitig überlappt. In dem überlappendenden
Bereich ist der Folienzettel 6 mit einer durchgehenden, in sich geschlossenen Siegelnaht
9, die die Öffnung 4 umgibt, an der ersten Seite 5 der Beutelfolie 3 befestigt. Die
Seite des Folienzettels 6, die an der ersten Seite 5 der Beutelfolie 3 anliegt, besteht
auch aus einem Polyolefin, zum Beispiel Polyethylen (PE), wodurch eine gute Siegelbarkeit
gewährleistet ist. Der Folienzettel 6 kann mehrschichtig ausgebildet sein und insbesondere
eine Barriereschicht, beispielsweise aus PET, aufweisen. Der Materialstreifen kann
beispielsweise aus Polyethylen gebildet sein und ist an seinen umgefalteten Enden
2a entlang einer durchgehenden, in sich geschlossenen Siegelnaht 9 auf den Folienzettel
6 aufgesiegelt.
1. Verfahren zur Herstellung eines Folienbeutels, wobei in einem Verfahrensschritt zur
Befestigung eines als Griffband vorgesehenen Materialstreifens (2)
der gerade Materialstreifen (2) im ungefalteten Zustand zugeführt wird und nachfolgend
dessen Enden (2a) umgefaltet werden,
die umgefalteten Enden (2a) des Materialstreifens durch eine Schwenkbewegung auf eine
für die Bildung des Folienbeutels (1) vorgesehenen Materialbahn (7) aufgelegt und
mit dieser kraftschlüssig verbunden werden und
die Schwenkbewegung um eine außerhalb des gefalteten Materialstreifens (2) verlaufende
Schwenkachse durchgeführt wird, die gegenüber der Flächennormalen der Materialbahn
(7) derart schräg ausgerichtet ist, dass die Schwenkachse ausgehend von der Flächennormalen
in Längsrichtung der Materialbahn (7) um einen Kippwinkel verkippt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der gefaltete Materialstreifen (2) derart geführt
wird, dass die Schwenkachse im Wesentlichen senkrecht zu einer Ebene ist, die von
den Enden (2a) und einem die Enden (2a) verbindenden mittleren Abschnitt (2b) des
gefalteten Materialstreifens aufgespannt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2
wobei eine Beutelfolie (3) zugeführt wird,
wobei in der Beutelfolie (3) Öffnungen (4), vorzugsweise durch Stanzen, erzeugt werden,
wobei an einer ersten Seite (5) der Beutelfolie (3) zur Abdeckung die Öffnungen (4)
zumindest ein Folienzettel (6) befestigt wird,
wobei durch Falten der Beutelfolie (3) die Materialbahn als Folienschlauch derart
gebildet wird, dass der Folienzettel (6) an der Innenseite des Folienschlauchs angeordnet
und durch die zumindest eine zugeordnete Öffnung (4) zugänglich ist,
wobei die umgefalteten Enden (2a) des Materialstreifens (2) an dem zumindest einen
Folienzettel (6) befestigt und damit kraftschlüssig mit der Materialbahn (7) verbunden
werden und
wobei ein Folienbeutel (1) von der Materialbahn (7) abgetrennt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Kippwinkel zwischen 5° und 30°,
vorzugsweise zwischen 10° und 20° liegt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Falten des Materialstreifens
(2) während eines ersten Abschnittes und das Auflegen des gefalteten Materialstreifens
(2) auf die Materialbahn (7) während eines zweiten Abschnittes der Schwenkbewegung
erfolgen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Schwenkbewegung taktweise durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Materialstreifen (2) durch das
Falten eines Folienstreifens auf sich selbst gebildet wird und wobei die Längsränder
des Folienstreifens durch Heißsiegeln fixiert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Materialstreifen (2) an seinen
Enden (2a) durch Heißsiegeln an der Materialbahn (7) befestigt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Materialbahn (7) entlang ihrer
Längsrichtung taktweise in eine Transportrichtung bewegt wird und wobei die Enden
(2a) des Materialstreifens (2) in die Transportrichtung weisen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Schwenkachse ausgehend von der Flächennormalen
der Materialbahn (7) in Transportrichtung verkippt ist.