[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines personalisierten Zeitschriftenumschlages
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Druckereiprodukte in Form von Zeitschriften und Illustrierten sind hinlänglich bekannt.
Insbesondere weisen derartige Zeitschriften und Illustrierte einen Zeitschriftenumschlag
auf, welcher den Zeitschrifteninhalt in Form von mehreren, sammelgehefteten Einzelblättern
schützend umgibt.
[0003] Ein derartiger Zeitschriftenumschlag besteht hierbei im Wesentlichen aus einem vorzugsweise
rechteckförmigen Zuschnitt aus einem bedruckbaren Material wie beispielsweise Papier,
Karton oder Kunststofffolie, welches vorzugsweise aus einer Warenbahn hergestellt
wird.
[0004] Der vorzugsweise rechteckförmige Zuschnitt wird maschinell gefalzt, und zwar vorzugsweise
im Bereich der Querachse des vorzugsweise rechteckförmigen Zuschnittes, so dass der
Zuschnitt über den zumindest einen Falz in mindestens zwei, näherungsweise gleichgroße,
wiederum rechteckförmige Umschlagsabschnitte bzw. Umschlagsseiten aufgeteilt wird,
die vorzugsweise die Titelseite und die Rückseite der Zeitschrift bilden.
[0005] Die auf der Vorder- und Rückseite der beiden Umschlagsabschnitte vorhandene Druckfläche
ist für den Verleger einer Zeitschrift von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung,
da diese als Hauptträger von Werbebotschaften bzw. Werbanzeigen dienen. Auch kann
ein derartiger Zeitschriftenumschlag mehr als zwei Seiten umfassen oder mehrere Zeitschriftenumschläge
ineinander verschachtelt sein.
[0006] Derartige Zeitschriften oder Illustrierte werden überlicherweise in einem Arbeitgang
maschinell gefertigt, und zwar wird überlicherweise eine Papierbahn mit dem jeweiligen
Zeitschrifteninhalt bedruckt und anschließend die bedruckte Papierbahn entsprechend
in mehrere bedruckte Zuschnitte vereinzelt, so dass sich eine Vielzahl von bedruckten
Zuschnitten des Zeitschriftenumschlags ergeben, wobei ein bedruckter Zuschnitt beispielsweise
zumindest zwei Zeitschriftenseiten bildet.
[0007] Die Zuschnitte einschließlich des Zeitschriftenumschlages, welcher entweder aus derselben
Papierbahn oder einer weiteren Papierbahn mit ggf. höherer Papierstärke hergestellt
wurde, werden übereinander gelegt, anschließend sammelgeheftet und die überlappenden
Randbereiche beschnitten.
[0008] Zum postalischen Versand einer derartigen Zeitschrift an die unterschiedlichen Abonnenten
wird überlicherweise entweder auf der Titelseite oder auf der gegenüberliegenden Rückseite
des Umschlages der vollständig hergestellten Zeitschrift zumindest ein Adressetikett
aufgeklebt, auf dem der Name und die Adresse des Abonnenten gedruckt sind. Hierzu
wird im Rahmen des Herstellungsprozesses zunächst das vollständige Druckereiprodukt,
d.h. die Zeitschrift oder Illustrierte hergestellt und anschließend die für den individuellen
postalischen Versand vorgesehenen Druckereiprodukte mit dem entsprechenden Adressetikett
versehen, d.h. die Herstellung der Zeitschrift und die Herstellung des personalisierten
Adressetikett erfolgen getrennt voneinander in unterschiedlichen Arbeitsgängen.
[0009] Überlicherweise werden die personalisierten Adressetiketten derart mit der Zeitschrift
verbunden, das diese möglichst einfach und nahezu ohne merkliche Beeinträchtigung
des Druckbildes der entsprechenden Titelseite oder Rückseite nach dem Versand wieder
abgenommen werden können. Nachteilig ist unter Verwendung des beschriebenen Herstellungsverfahrens
keine individuelle Personalisierung der auf dem Zeitungsumschlag aufgedruckten Werbung
abhängig von dem darauf aufzuklebenden personalisierten Adressetikett mehr möglich.
[0010] Ferner sind Zeitungen oder Zeitschriften bekannt, auf deren Zeitungsumschlag zum
postalischen Versand unmittelbar die jeweilige Adressinformationen des Abonnenten
aufgedruckt werden.
[0011] Ausgehend vom dargelegten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Herstellung eines personalisierten Zeitschriftenumschlages anzugeben,
welches eine individuelle Personalisierung zum postalischen Versand der Zeitschrift
in einem Arbeitsgang technisch einfach und kostengünstig ermöglicht.
[0012] Die Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs der Patentanspruches
1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
[0013] Der wesentliche Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass
der Zeitschriftenumschlag und das personalisierte Element aus derselben Warenbahn,
und zwar vorzugsweise in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Besonders vorteilhaft
wird somit eine maschinelle Fertigung von Umschlägen mit personalisierten Elementen,
insbesondere Adressetiketten in einem Arbeitsgang und aus einer Papierbahn möglich.
Daneben ergeben sich hierdurch vielfältige weitere personenbezogene Personalisierungsmöglichkeiten
von auf den Zeitschriftenumschlag aufgedruckten Werbebotschaften, beispielsweise ist
eine auf den jeweiligen Abonnenten zugeschnittene Bedruckung des Zeitschriftenumschlages
möglich, die insbesondere eine zusätzliche Personalisierung der auf dem Zeitschriftenumschlag
vorgesehenen Werbebotschaft ermöglicht. Besonders vorteilhaft kann ein weiteres zusätzliches
personalisiertes Element, und zwar ein so genanntes "Response-Element" wie beispielsweise
eine voradressierte Postkarte gleichzeitig aus derselben Warenbahn hergestellt werden,
welche durch den Abonnenten an die bereits aufgedruckte Adresse zurückgesandt werden
kann.
[0014] Besonders vorteilhaft werden jeweils die auf dem zumindest einen personalisierten
Element vorgesehen Informationen, insbesondere Adress- und/oder Werbeinformationen
in unmittelbarer Nähe zum Inhalt des zugeordneten Zeitschriftenumschlages auf die
Warenbahn gedruckt werden und diese zur Bildung eines personalisierten Zuschnittes,
welcher sowohl den Zeitschriftenumschlag als auch das zumindest eine personalisierte
Element umfasst, aus der Warenbahn gestanzt oder geschnitten. Hierbei kann zumindest
das personalisierte Element vollständig aus dem personalisierten Zuschnitt ausgestanzt
werden oder derart aus dem personalisierten Zuschnitt freigestanzt werden, dass es
lediglich über eine annähernd gerade verlaufende Verbindungskante mit dem verbleibenden
personalisierten Zuschnitt verbunden ist.
[0015] Weiterhin vorteilhaft wird der das personalisierte Element umfassende Abschnitt des
personalisierten Zuschnittes auf den den Zeitschriftenumschlag bildenden Abschnitt
des personalisierten Zuschnittes gefalzt, auf dem das personalisierte Element aufnehmenden
Bereich des den Zeitschriftenumschlag bildenden Abschnitt des personalisierten Zuschnittes
das Befestigungsmittel, insbesondere Leim aufgebracht und nach dem Falzen des das
personalisierte Adressetikett umfassenden Abschnittes des Zuschnittes auf den den
Zeitschriftenumschlag bildenden Abschnitt des Zuschnittes der sich dadurch ergebende
Falzabschnitt des Zuschnittes abgeschnitten, und zwar vorzugsweise entlang der Verbindungskante
zwischen personalisiertem Adressetikett und dem verbleibenden Zuschnitt.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung wird anschließend an einem Ausführungsbeispiel anhand von Figuren näher
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- beispielhaft eine perspektivische Ansicht einer Zeitschrift;
- Fig. 2
- beispielhaft eine Draufsicht auf einen Zeitschriftenumschlag mit zumindest einem personalisierten
Element;
- Fig. 3
- beispielhaft in Ausschnittsdarstellung eine Draufsicht auf eine Warenbahn zur Herstellung
eines personalisierten Zeitschriftenumschlags;
- Fig.4
- beispielhaft einen personalisierten Zuschnitt;
- Fig.5
- beispielhaft der aus dem personalisierten Zuschnitt gemäß Figur 4 hergestellte Zeitschriftenumschlag;
- Fig.6
- beispielhaft ein Blockschaltbild einer Produktionsvorrichtung zur Herstellung eines
personalisierten Zeitschriftenumschlags aus einer Warenbahn;
- Fig. 7, 8
- beispielhaft alternative Ausführungsformen eines personalisierten Zuschnittes zur
Herstellung eines personalisierten Zeitschriftenumschlags;
- Fig. 9
- beispielhaft eine Anordnung des Zuschnittes quer zur Förderrichtung bzw. Längsachse
der Warenbahn;
- Fig. 10
- beispielhaft den bereits gefalzten personalisierten Zuschnitt gemäß Figur 9;
- Fig. 11
- beispielhaft einen aus dem personalisierten Zuschnitt gemäß Figur 9 und 10 hergestellten
Zeitschriftenumschlag;
- Fig. 12
- beispielhaft ein personalisierten Zuschnitt zur Herstellung einer in den Zeitschriftenumschlag
integrierten Versandtasche;
- Fig. 13
- beispielhaft der personalisierte Zuschnitt gemäß Figur 12 nach erfolgter Falzung des
personalisierten Elementes und Einlage eines Informationsblattes in die herzustellende
Versandtasche und
- Fig. 14
- beispielhaft eine Draufsicht auf den personalisierten Zeitschriftenumschlag mit integrierter
Versandtasche.
[0017] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Druckereiproduktes in Form einer
Zeitschrift oder Illustrierten 1 bestehend aus zumindest einem Zeitschriftenumschlag
2 sowie von einer Vielzahl von diesem aufgenommen Blättern 3, welche vorzugsweise
mittels einer Sammelheftung mit dem Zeitschriftenumschlag 2 verbunden sind.
[0018] Die Blätter 3 sind hierbei vorzugsweise durch einem rechteckförmigen Zuschnitt, welcher
entlang seiner Querachse QA gefalzt und entlang der Falzstelle 2' gefaltet ist, gebildet,
d.h. der rechteckförmige Zuschnitt bildet somit beispielsweise jeweils zwei Blätter
3 der Zeitschrift 1 aus.
[0019] Der Zeitschriftenumschlag 2 wird überlicherweise aus einer vorzugsweise beidseitig
bedruckten Warenbahn 4 hergestellt, und zwar in Form eines zumindest den Zeitschriftenumschlag
2 umfassenden Zuschnittes der vorzugsweise beidseitig bedruckten Warenbahn 4. Der
Zuschnitt verfügt überlicherweise über zumindest eine Falzstelle 2', durch welche
der den Zeitschriftenumschlag 2 bildende Zuschnitt in vorzugsweise einen ersten und
zweiten Abschnitt 2.1, 2.2 aufgeteilt wird, die im Wesentlichen die Vorder- bzw. Titelseite
2.1 der Zeitschrift 2 sowie die Rückseite 2.2 der Zeitschrift 2 bilden.
[0020] Zum postalischen Versand der Zeitschrift 2 an die Abonnenten wird die Vorderseite
2.1 und/oder die Rückseite 2.2 der Zeitschrift 2 gemäß Figur 2 mit zumindest einem
personalisierten Element, insbesondere einem personalisiertem Adressetikett 5, 5'
versehen, welches mittels eines Befestigungsmittels, insbesondere einem Leim lösbar
am Zeitschriftenumschlag 2 befestigt wird. Das personalisierte Adressetikett 5 kann
hierbei an unterschiedlichsten Stellen an der nach außen gerichteten Oberfläche des
Zeitschriftenumschlags 2 angeordnet sein und weist die üblichen zum Versand einer
Zeitschrift 2 erforderlichen Informationen, insbesondere Adressinformationen des Abonnenten
auf.
[0021] Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren zur Personalisierung einer
Zeitschrift wird das mit der Abonnentenadresse bedruckte und somit personalisierte
Adressetikett 5 aus einer separaten Warenbahn unabhängig von der Produktion der Zeitschrift
2 hergestellt, d.h. das personalisierte Adressetikett 5 und der Zeitschriftenumschlag
2 werden aus unterschiedlichen Warenbahnen 4 gefertigt.
[0022] Die zur Herstellung des Adressetikett 5 vorgesehen Warenbahn weist überlicherweise
ein reduziertes Format auf und ist aus einem unterschiedlichen Material hergestellt.
Nach abgeschlossener Produktion der Zeitschriften 2 werden die für den Versand vorgesehenen
Zeitschriften 2 mit den personalisierten Adressetiketten 5 versehen, und zwar werden
die vorbereiteten Adressetiketten 5 an der Vorder- und/oder Rückseite 2.1, 2.2 der
Zeitschrift 2 befestigt. Hierzu werden insbesondere Befestigungsmittel vorgesehen,
durch welche die Oberfläche des Zeitschriftenumschlags 2 nach Ablösen des personalisierten
Elementes, insbesondere des Adressetikettes 5 so wenig wie möglich beschädigt wird,
um die darauf abgedruckte Werbebotschaft möglichst vollständig zu erhalten.
[0023] Zur erfindungsgemäßen Herstellung eines personalisierten Zeitschriftenumschlags 2
unmittelbar aus einer Warenbahn 4 werden sowohl der Zeitschriftenumschlag 2 selbst
als auch das zumindest eine personalisierte Element, insbesondere ein Adressetikett
5 aus derselben Warenbahn 4 gefertigt. Hierzu werden jeweils die Informationen des
zumindest einen personatisierten Elementes 5 in unmittelbarer Nähe zu den den Zeitschriftenumschlag
2 bildenden Informationen auf die Warenbahn 5 gedruckt, und zwar vorzugsweise hintereinander
in Förderrichtung R der Warenbahn 4.
[0024] In Figur 3 ist beispielhaft ein Ausschnitt einer derartigen, in Förderrichtung R
bewegten Warenbahn 4 dargestellt, welche fortlaufend und vorzugsweise beidseitig mit
Informationen, Bildern und/oder Werbebotschaften bedruckt ist. Aus der Warenbahn 4
wird zur Herstellung des personalisierten Zeitschriftenumschlages 2 ein sowohl den
Zeitschriftenumschlag 2 als auch das zumindest eine personalisierte Element, insbesondere
personalisierte Adressetikett 5 umfassender personalisierter Zuschnitt 6 hergestellt.
[0025] Hierzu ist eine in Figur 6 beispielhaft dargestellte Produktionseinrichtung 20 zur
Herstellung von personalisierten Zeitschriftenumschlägen 2 vorgesehen, welche mehrere
Bearbeitungsstationen 22 - 26 , in denen die Warenbahn 4 bzw. die daraus erzeugten
personalisierten Zuschnitte 6 schrittweise bearbeitet werden, umfasst.
[0026] Beispielsweise wird die durch eine Papierbahn gebildete Warenbahn 4 von einer Rolle
21 abgezogen und zunächst einer Druckstation 22 zugeführt, welche sowohl den für den
Zeitschriftenumschlag 2 vorgesehenen Inhalt, insbesondere Informationen, Bildern und/oder
Werbebotschaften sowie den Personalisierungsinformationen auf die Warenbahn 4, vorzugsweise
beidseitig und fortlaufend entlang der Förderrichtung R aufdruckt.
[0027] Im Anschluss daran wird die bedruckte Warenbahn 4 einer Stanzstation 23 zugeführt,
welche aus der Warenbahn 4 den sowohl den Zeitschriftenumschlag 2 als auch das zumindest
eine personalisierte Element 5 umfassenden personalisierten Zuschnitt 6 ausstanzt
bzw. ausschneidet.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform werden durch die Stanzstation 23 die personalisierten
Elemente 5 vollständig aus der Warenbahn 4 ausgestanzt oder derart freigestanzt, dass
das jeweilige personalisierte Element, insbesondere Adressetikett 5 lediglich über
eine annähernd gerade verlaufende Verbindungskante 7 mit dem verbleibenden personalisierten
Zuschnitt 6 verbunden ist. Hierbei sind die auszustanzenden Flächenabschnitte in den
Figuren straffiert gezeichnet.
[0029] Im Anschluss daran wird der verbleibende personalisierte Zuschnitt 6 in einer Leimstation
24 weiterbehandelt, und zwar wird auf dem zumindest dem das personalisierte Adressetikett
aufnehmenden Bereich des den Zeitschriftenumschlag 2 bildenden Abschnittes 6' des
personalisierten Zuschnittes 6 ein Befestigungsmittel, insbesondere ein ablösbarer
Leim 8 aufgebracht, und zwar vorzugsweise in Form einer dünnen, transparenten Leimschicht.
Hierbei ist die Form und Anordnung der Leimschicht 8 von der Dimensionierung des personalisierten
Elements 5 abhängig. Die Leimschicht 8 ist in den Figuren beispielhaft mittels einer
wellenartigen Schraffierung angedeutet.
[0030] Der derart vorbereitete personalisierte Zuschnitt 6 wird im Weiteren einer Falzstation
25 zugeführt, welche diesen entlang zumindest zweier Falzstellen 2', 2" falzt. Insbesondere
wird hierbei der das personalisierte Element, insbesondere Adressetikett 5 umfassende
Abschnitt 6" des Zuschnittes 6 auf den den Zeitschriftenumschlag 2 bildenden Abschnitt
6' des Zuschnittes 6 entlang einer vorgegebenen Falzstelle 2" gefalzt, und zwar derart,
dass das personalisierte Element, insbesondere Adressetikett 5 auf dem Bereich des
den Zeitschriftenumschlag 2 bildenden Abschnittes 6' zu liegen kommt, der mit dem
Befestigungsmittel, insbesondere der Leimschicht 8 versehen ist. Vorzugsweise wird
hierbei die Leimschicht 8 vollständig von dem personalisierten Element, insbesondere
dem Adressetikett 5 überdeckt. Im Anschluss daran wird in der Falzstation 25 der verbleibende
personalisierte Zuschnitt 6 entlang der weiteren Falzstelle 2' erneut gefalzt, wobei
die Falzstellen 2', 2" vorzugsweise jeweils annähernd senkrecht zur Förderrichtung
R der Warenbahn 4 verlaufen.
[0031] Schlussendlich wird der zumindest zweifach gefalzte, personalisierte Zuschnitt 6
einer weiteren Stanzstation 26 zugeführt, mittels der noch störende Randbereiche des
gefalzten personalisierten Zuschnittes 6 entfernt werden. Insbesondere wird beispielsweise
zumindest der sich aufgrund des Falzens entlang der Falzstelle 2" gebildete, überlappende
Randbereich 6'" des personalisierten Zuschnitt 6 abgeschnitten, und zwar vorzugsweise
entlang der Verbindungskante 7 zwischen dem personalisiertem Element, insbesondere
Adressetikett 5 und dem den Zeitschriftenumschlag 2 bildenden verbleibenden Abschnitt
6' des personalisierten Zuschnittes 6, d.h. die Schnittkante verläuft entlang oder
parallel zur Verbindungskante 7. In den Figuren 4 und 5 ist beispielhaft der personalisierte
Zuschnitt 6 vor und nach dem Trennen des überlappenden Randbereiches 6'" dargestellt.
[0032] Zusätzlich zu dem zumindest einen personalisierten Adressetikett 5 kann zumindest
ein weiteres personalisiertes Element, insbesondere in Form zumindest einer Postkarte
gemäß der Figur 8 aus der Warenbahn 4 ausgestanzt bzw. ausgeschnitten werden, welche
beispielsweise über eine trennbare Perforationslinie 9 oder wiederum lösbaren Befestigungsmittel
8 mit dem Zeitschriftenumschlag 2 im Rahmen des erläuterten Fertigungsverfahren verbunden
wird. Beispielsweise können zwei, einen rechteckförmigen Streifen bildende, postkartenartige
personalisiertes Elemente 5, 5' vorgesehen sein, welche über eine Perforationslinie
9 miteinander verbunden sind und auf dem Zeitschriftenumschlag 2 mittels einer Leimschicht
8 lösbar verklebt sind. Hierbei kann - wie in den Figur 9 und 10 dargestellt - auch
unterschiedlich zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen der den Zeitschriftenumschlag
2 bildende Abschnitt 6' quer zur Förderrichtung R bzw. Längsachse der Warenbahn 4
verlaufen. In Figur 11 ist der personalisierte Zeitschriftenumschlag 2 dargestellt,
welcher über ein "banderollenartiges" personalisiertes Element 5 verfügt.
[0033] Auch kann zusätzlich die auf dem Zeitschriftenumschlag 2 gedruckte Werbebotschaft
analog zum zugeordneten personalisierten Element 5 ebenfalls personalisiert werden,
und zwar durch Druck einer personalisierten Werbebotschaft.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß der Figuren 12 bis 14 kann
der personalisierte Zeitschriftenumschlag 2 eine integrierte Versandtasche 10 zur
Aufnahme eines weiteren personalisierten Elementes 5" aufweisen, wobei die Versandtasche
10 ebenfalls aus der Warenbahn 4 hergestellt wird. Hierzu wird in der Warenbahn 4
mittels einer Perforierungsvorrichtung eine Öffnungslasche 11 vorgestanzt und das
ebenfalls in aus der Warenbahn 4 entnommene weitere personalisierte Element 5" über
eine Seite 2.1 des personalisierten Zeitschriftenumschlages 2 geführt, und zwar dort
vorzugsweise mittig platziert. Nach Abtrennen des weiteren personalisierten Elementes
5" von Warenbahn 4 werde die Ränder der das weitere personalisierte Elementes 5" aufnehmenden
Seite 2.1 des personalisierten Zeitschriftenumschlages 2 mit einer rahmenartigen Leimschicht
8' versehen und der die vorgestanzte Öffnungslasche 11 aufweisende Abschnitt 6'" des
Zuschnittes 6 auf den personalisierten Zeitschriftenumschlag 2 gefalzt. Hierdurch
bildet sich eine in der Vorder- oder Rückseite 2.1, 2.2 des personalisierten Zeitschriftenumschlag
2 integrierte Versandtasche 10 aus, in welcher das weitere personalisierte Element
5" bereits eingelegt ist. Das weitere personalisierte Element 5" kann hierbei beispielsweise
ein Anschreiben an den Abonnenten oder ein übliches "Response-Element" in Form einer
voradressierten Postkarte sein.
[0035] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Modifikationen und Änderungen der Erfindung möglich sind, ohne
dass hierdurch der Erfindungsgedanke verlassen wird.
[0036] Es ist insbesondere möglich, dass die einzelnen Verfahrensschritte in einer unterschiedlichen
Reihenfolge Anwendung finden oder einzelne Verfahrensschritte je nach Bedarf ausgelassen
werden.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Zeitschrift oder Illustrierte
- 2
- Zeitschriftenumschlag
- 2', 2"
- Falzstellen
- 3
- Blätter
- 4
- Warenbahn
- 5
- personalisiertes Element, insbesondere Adressetikett
- 5', 5"
- weiteres personalisiertes Element, insbesondere Postkarte
- 6
- personalisierter Zuschnitt
- 6'
- den Zeitschriftenumschlag umfassender Abschnitt
- 6"
- das personalisiertes Element umfassender Abschnitt
- 6"'
- die perforierte Öffnungslasche umfassender Abschnitt
- 7
- Verbindungskante
- 8
- Befestigungsmittel, insbesondere Leim bzw. Leimschicht
- 9
- Perforationslinie
- 10
- Versandtasche
- 11
- Öffnungslasche
- 20
- Produktionsvorrichtung
- 21
- Rolle
- 22
- Druckstation
- 23
- Stanzstation
- 24
- Leimstation
- 25
- Falzstation
- 26
- weitere Stanzstation
- R
- Förderrichtung
- QA
- Querachse
1. Verfahren zur Herstellung eines personalisierten Zeitschriftenumschlags (2), bei dem
aus einer vorzugsweise beidseitig bedruckten Warenbahn (4) zumindest ein den Zeitschriftenumschlag
(2) bildender Zuschnitt (6) hergestellt wird, an dem zumindest ein personalisiertes
Element (5), insbesondere ein personalisiertes Adressetikett mittels eines Befestigungsmittels
(7), insbesondere eines Leims lösbar befestigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitschriftenumschlag (2) und das personalisierte Element (5, 5', 5") aus derselben
Warenbahn (4) hergestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die auf dem zumindest einen personalisierten Element (5, 5', 5") vorgesehenen
Informationen, insbesondere Adressinformationen in unmittelbarer Nähe zum Inhalt des
zugeordneten Zeitschriftenumschlages (2) auf die Warenbahn (4) gedruckt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Warenbahn (4) ein sowohl den Zeitschriftenumschlag (2) als auch das zumindest
eine personalisierte Element (5, 5', 5"), insbesondere personalisierte Adressetikett
umfassender personalisierter Zuschnitt (6) gestanzt oder geschnitten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest personalisierte Element (5, 5', 5") vollständig aus dem personalisierten
Zuschnitt (6) ausgestanzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das personalisierte Element (5, 5', 5") derart aus dem personalisierten Zuschnitt
(6) freigestanzt wird, dass es lediglich über eine annähernd gerade verlaufende Verbindungskante
(7) mit dem verbleibenden personalisierten Zuschnitt (6) verbunden ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der das personalisierte Element (5, 5', 5") umfassende Abschnitt (6") des personalisierten
Zuschnittes (6) auf den den Zeitschriftenumschlag (2) bildenden Abschnitt (6") des
personalisierten Zuschnittes (6) gefalzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem das personalisierte Element (5, 5', 5") aufnehmenden Bereich des den Zeitschriftenumschlag
(2) bildenden Abschnitt (6") des personalisierten Zuschnittes (6) das Befestigungsmittel
(8), insbesondere Leim aufgebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Falzen des das personalisierte Element (5, 5', 5") umfassenden Abschnittes
(6", 6"') des Zuschnittes (6) auf den den Zeitschriftenumschlag (2) bildenden Abschnitt
(6') des Zuschnittes (6) der sich dadurch ergebende überlappende Randbereich des Zuschnittes (6) abgeschnitten wird, und zwar
vorzugsweise entlang der Verbindungskante (7) zwischen personalisiertem Element (5,
5') und dem verbleibenden Zuschnitt (6').
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem zumindest einen personalisierten Element (5) zumindest ein weiteres
personalisiertes Element (5', 5"), insbesondere eine Postkarte aus der Warenbahn hergestellt
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Zeitschriftenumschlag (2) gedruckte Werbebotschaft analog zum den auf
dem personalisierten Element (2) vorgesehenen Personalisierungsinformationen ebenfalls
personalisiert wird, und zwar vorzugsweise durch Druck einer personalisierten Werbebotschaft.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Zuschnitt (6) eine im personalisierten Zeitschriftenumschlag (2) integrierte
Versandtasche (10) zur Aufnahme des weiteren personalisierten Elementes (5") gebildet
wird.
12. Zeitschriftenumschlag (2) gekennzeichnet durch seine Herstellung nach einem Verfahren gemäß der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11.
13. Zeitschrift umfassend mehrere Blätter (3) und zumindest einen Zeitschriftenumschlag
(2) hergestellt nach einem Verfahren gemäß der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11.