[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Registrierung eines Fehlers an einer Materialbahn
vor dem Aufwickeln der Materialbahn zu einer Materialrolle und Wiedererkennen des
Fehlers beim Abwickeln der Materialbahn von der Materialrolle, bei welchem Verfahren
zur Ortsbestimmung eines Fehlers auf der aufzuwickelnden Materialbahn die im Zeitpunkt
des Erscheinens des Fehlers an einem Beobachtungsort aufgewickelte Länge der Materialbahn
dient.
[0002] Bei laufenden Materialbahnen, insbesondere bei hochempfindlichen Folienbahnen, wie
z. B. ein- oder mehrlagige Kunststofffolien, gegebenenfalls im Verbund mit weiteren
Materialien, wie z. B. Papier oder Metallfolien, können unterschiedliche Fehler auftreten,
wie beispielsweise Materialrisse, Verwerfungen, Umfaltungen und dergleichen. Beim
Bedrucken solcher Bahnen können darüber hinaus auch Fehlerstellen durch Fehldrucke
oder dergleichen auftreten.
[0003] Aus der Praxis ist es bekannt, beim Bedrucken von Kunststofffolienbahnen Papierstreifen
an solchen Stellen der Materialrolle einzulegen, an denen Fehlerstellen vorhanden
sind. Durch die eingelegten Papierstreifen wird einer Bedienperson jeweils ein Hinweis
gegeben, dass an dieser Stelle eine Fehlerstelle vorhanden ist. Die Bedienperson hat
es dann in der Hand, die entsprechenden Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen,
dass die Fehlerstelle nicht bei einem nachfolgenden Bearbeitungsschritt eine Störung
verursacht. Die Materialbahn kann auch umgewickelt werden, um Bereiche mit fehlerhaften
Stellen aus der Materialbahn herauszutrennen, so dass für einen nachfolgenden Bearbeitungsschritt
wieder eine fehlerfreie Materialbahn zur Verfügung steht. Aus
DE 198 47 466 A1 ist es bei einem derartigen Verfahren bekannt, die in einem Materialbahnwickel eingewickelten
Papierstreifen mit einem Sensor automatisch zu erfassen und über eine Signalverarbeitungseinrichtung
Steuerimpulse auszulösen, um beispielsweise beim Auftreten einer Fehlerstelle eine
Anlage automatisch stillsetzen oder abbremsen zu können. Das Einlegen von Papierstreifen
ist jedoch eine umständliche, zeitaufwendige Verfahrensweise und ist überdies mit
einem Unfallrisiko für die Bedienperson verbunden, wenn der Papierstreifen nicht mit
einem Gerät eingebracht wird.
[0004] Aus
DE 20 2004 014 157 A1 ist eine Markiereinrichtung für die Markierung von Fehlstellen an bewegten Bahnen
bei Druckeinrichtungen bekannt. Die Markiereinrichtung weist eine automatische oder
manuell fernbedienbare Auftragvorrichtung mit einem Auftragkopf für einen Kontaktauftrag
einer Farbflüssigkeit auf der Bahn auf.
[0005] Farbmarkiersysteme ermöglichen zwar eine genaue Lokalisierung fehlerhafter Stellen.
Insbesondere bei Verpackungsmaterialien müssen jedoch strenge Vorschriften hinsichtlich
der verwendeten Farben eingehalten werden. Zudem ist das Markieren am Rand von Materialbahnen
ein eher teures Verfahren.
[0006] Aus
WO 99/10833 A1 ist ein Überwachungssystem für sich bewegende Materialbahnen bekannt. Das System
umfasst eine nahe der Bahn angeordnete Videokamera, welche in Echtzeit Bilder der
Bahnoberfläche an ein Bildverarbeitungssystem liefert. Mit dem Bildverarbeitungssystem
können auch Fehler erkannt werden. Die gesamte Materialbahn wird mittels der Videokamera
aufgenommen, und die Bildaufnahmen können interaktiv während der Aufnahme oder für
eine detaillierte Untersuchung nach Zurückspulen z. B. in Zeitlupe betrachtet werden.
Zum Erfassen von echten Fehlstellen sind Videokameras wenig geeignet, da die Einstellung
einer geeigneten Empfindlichkeit nicht einfach ist.
[0007] Markierverfahren, die zur Lokalisierung von Fehlern die bis zum Erscheinen eines
Fehlers auf- bzw. abgewickelte Länge der Materialbahn als Bezugsgrösse verwenden,
eignen sich schlecht für eine Materialbahnbearbeitung über mehrere Verfahrensstufen,
wenn die Materialbahn mehrmals umgewickelt und bei jedem Umwickelvorgang eine im wesentlichen
unbekannte, unter Umständen jedoch beträchtliche Länge fehlerhaften Materials aus
der Materialbahn herausgetrennt wird.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, welches auf einfache Weise und unabhängig von der Länge der gewickelten
Materialbahn eine genaue Lokalisierung von Fehlerstellen ermöglicht.
[0009] Zur erfindungsgemässen Lösung der Aufgabe führt, dass im Zeitpunkt des Erscheinens
des Fehlers beim Beobachtungspunkt der Durchmesser der den Fehler enthaltenden Wicklung
der Materialbahn beim Aufwickeln der Materialbahn zur Materialrolle als Vergleichswert
zum Wiedererkennen des Fehlers beim Abwickeln der Materialbahn von der Materialrolle
bestimmt wird.
[0010] Bei einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Länge
der pro Umdrehung der Materialrolle aufgewickelten Materialbahn gemessen und daraus
rechnerisch der Durchmesser der den Fehler aufweisenden Wicklung der Materialbahn
auf der Materialrolle bestimmt.
[0011] Zweckmässig wird die Länge zur Ausführung von 1 bis 10, beispielsweise etwa 3 bis
6 Umdrehungen gemessen und ein Mittelwert zur Berechnung des Durchmesser bestimmt.
Bei der Messung der idealen Länge der aufgewickelten Materialbahn ist auch die Dicke
des Materials zu berücksichtigen, da z. B. 2 mm eines 20 µm dicken Materials auf einem
grossen Umfang mehr Material (Laufmeter) sind als 2 mm eines 100 µm dicken Materials.
[0012] Beim Erscheinen eines Fehlers am Beobachtungsort kann eine Bedienperson ein Signal
zur Messung und Speicherung der Zeit und der Länge der bei n Umdrehungen der Materialrolle
aufgewickelten Materialbahn auslösen.
[0013] Das Erscheinen eines Fehlers am Beobachtungsort kann auch automatisch erfasst werden
und ein Signal zur Messung und Speicherung der Zeit und der Länge der bei n Umdrehungen
der Materialrolle aufgewickelten Materialbahn auslösen.
[0014] Die allen Fehlern zugeordneten Durchmesser werden bevorzugt in einer so genannten
Betriebsdatenerfassung (Shop-Floor-System) elektronisch gespeichert und im nächsten
Verarbeitungsschritt wieder verwendet. Falls eine Video-Bahnüberwachungsanlage installiert
ist, könnte zudem noch ein Bild mit dem Fehler gespeichert werden.
[0015] Bei einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird im Zeitpunkt
des Erscheinens eines Fehlers der Radius der den Fehler enthaltenden Wicklung durch
Messen der Distanz zwischen einem ortsfest montierten und berührungsfrei arbeitenden
Längenmesssensor und der Oberfläche der gewickelten Materialbahn auf der Materialrolle
längs eines senkrecht auf die Materialbahn gerichteten Messstrahls ermittelt.
[0016] Beim Erscheinen eines Fehlers am Beobachtungsort kann eine Bedienperson ein Signal
zur Speicherung der vom Längenmesssensor gemessenen Distanz auslösen.
[0017] Das Erscheinen eines Fehlers am Beobachtungsort kann auch automatisch erfasst werden
und ein Signal zur Speicherung der vom Längenmesssensor gemessenen Distanz auslösen.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
schematisch in
- Fig. 1, 2
- das Verfahrensprinzip einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens;
- Fig. 3, 4
- das Verfahrensprinzip einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens.
[0019] In den Figuren ist aus Gründen einer übersichtlicheren Darstellung jeweils an Stelle
des in der Beschreibung erwähnten Durchmessers D der entsprechende Radius R eingezeichnet.
Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass, unter Berücksichtigung der Beziehung 2R=D,
Radius und Durchmesser gleichbedeutende und somit austauschbare Parameter sind.
[0020] Bei einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird gemäss Fig.
1 in einem in der Zeichnung nicht dargestellten, ersten Verarbeitungsschritt A beispielsweise
aus einem ersten Kunststofffilm durch Extrusionskaschieren mit einem zweiten Kunststofffilm
eine folienförmige Materialbahn 10 -- z. B. eine Verpackungsfolie einer Dicke von
beispielsweise 40 µm -- hergestellt und anschliessend auf einen zylindrischen Wickelkern
12 zu einer Materialrolle 16 gewickelt. Der Wickelkern 12 umfasst eine Antriebswelle
14, die über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Antriebseinheit mittels einer
Steuerung in Bandlaufrichtung y in Rotation versetzt werden kann.
[0021] Unmittelbar vor dem Wickeln wird die Materialbahn 10 visuell von einer Bedienperson
oder automatisch mittels eines Fehlererkennungssystems, z. B. über eine über der Materialbahn
10 angeordnete Zeilenkamera 18, auf fehlerhafte Stellen untersucht. Sobald ein Fehler
F bei einem Beobachtungsort P vorbeiläuft, wird die für n Umdrehungen der Materialrolle
16 benötigte Länge L
Fn gemessen und daraus der Ort des Fehlers F auf der Materialbahn 10 als momentaner
Durchmesser D
F der Materialrolle 16 im Zeitpunkt des Erscheinens des Fehlers F beim Beobachtungsort
P wie folgt errechnet:
- n
- Anzahl Umdrehungen der Materialrolle 16
- LFn
- Länge der Materialbahn 16 für n Umdrehungen der Materialrolle 16 bei Erscheinen eines
Fehlers F
- UF
- Umfang der Materialrolle 16 bei Erscheinen eines Fehlers F
- DF
- Durchmesser der Materialrolle 16 bei Erscheinen eines Fehlers F
[0022] Je nach Bahnlaufgeschwindigkeit liegt die für eine Längenmessung ideale Anzahl Umdrehungen
zwischen 1 und etwa 10, bei mittleren Bahnlaufgeschwindigkeiten von etwa 100 bis 200
m/Minute zwischen etwa 3 und 6.
[0023] Während des Wickelvorganges wird die Länge L der auf- bzw. abgewickelten Materialbahn
10 kontinuierlich registriert. Beim Auftreten eines Fehlers wird zu einer Länge L
1 eine Zeit t
1 bestimmt. Nach n Umdrehungen wird die Länge L
2 bei einer Zeit t
2 bestimmt. Die Länge L
Fn der Materialbahn 10 für n Umdrehungen der Materialrolle 16 ergibt sich aus L
Fn = L
2 - L
1. Der Durchmesser D
F wird für einen Mittelwert (t
1 + t
2) / 2 mit einer zum späteren Auffinden des Fehlers F hinreichend genauen Zeitmessung
von ± 1 Sekunde bestimmt.
[0024] Für jeden Fehler F wird der zugehörige Durchmesser D
F zu Beginn und beim Ende des Fehlers sowie die Länge des Fehlers (Laufmeter) in einem
Rechnersystem gespeichert.
[0025] Das Auslösen der Längenmessung beim Auftreten eines Fehlers kann z. B. durch eine
Bedienperson mittels Knopfdruck erfolgen. Die Längenmessung kann aber auch automatisch
durch Anordnung eines entsprechenden Fehlererkennungssystems ausgelöst werden. In
Verbindung mit einer Videokamera ist es auch möglich, die Auslösung der Längenmessung
mit einer Bildaufnahme zu koppeln, so dass der Fehler z. B. vor der darauf folgenden
Verarbeitungsstufe sichtbar gemacht werden kann.
[0026] Die fertig aufgewickelte Materialrolle 16 von Fig. 1 wird nun gemäss Fig. 2 abgewickelt
und einer nächsten Verarbeitungsstufe B zugeführt. Hierbei wird kontinuierlich die
Anzahl n Umdrehungen der Materialrolle 16 und die Länge L
x der auf- bzw. abgewickelten Materialbahn 10 kontinuierlich registriert und daraus
der jeder Länge L
x zugehörige momentane Durchmesser D
x der Materialrolle 16 errechnet. Hierbei ist ein vorgängiges Entfernen der äussersten
paar Windungen beim Einrichten der Materialbahn 10 zur Weiterverarbeitung in der nachfolgenden
Verarbeitungsstufe B ohne Einfluss auf die Berechnung der momentanen Durchmesser D
x. Durch Vergleich von D
F mit D
x kann der nach der Verarbeitungsstufe A festgestellte Fehler F beim Abwickeln der
Materialbahn 10 von der Materialrolle 16 vor der Weiterverarbeitung in der Verarbeitungsstufe
B bei Übereinstimmung D
x = D
F mit hoher Genauigkeit lokalisiert werden. Eine Bedienperson kann zu diesem Zeitpunkt
entweder den Fehler F vor der Verarbeitungsstufe B entfernen, oder den Fehler F die
Verarbeitungsstufe B passieren lassen und ihn gegebenenfalls vor Eintritt in eine
weitere Verarbeitungsstufe C auf dieselbe beschriebene Weise lokalisieren und entfernen.
[0027] Bei einer der ersten Ausführungsform gemäss den Fig. 1 und 2 entsprechenden zweiten
Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird gemäss Fig. 3 beim Vorbeilaufen
eines Fehlers F auf der Materialbahn 10 beim Beobachtungsort P der momentane Durchmesser
D
F der Materialrolle 16 durch Messen der Distanz e
F zwischen einem in konstantem Abstand S zur Drehachse der Materialrolle 16 ortsfest
montierten und berührungsfrei arbeitenden Längenmesssensor 20 und der Oberfläche der
gewickelten Materialbahn 10 auf der Materialrolle 16 längs eines senkrecht auf die
Oberfläche der Materialrolle 10 gerichteten Messstrahls M auf einfache Weise aus der
Differenz zwischen dem Abstand S und der Distanz e
F zu R
F = S - e
F bestimmt und gespeichert. Mit R
F wird hier der momentane Radius entsprechend dem halben momentanen Durchmesser D
F / 2 der Materialrolle 16 bezeichnet.
[0028] Beim Abwickeln der Materialrolle 16 und Zuführen der Materialbahn 10 zu einer nächsten
Verarbeitungsstufe B wird gemäss Fig. 4 kontinuierlich der momentane Durchmesser D
x der Materialrolle 16 bestimmt. Wie vorstehend anhand der Fig. 2 erläutert, kann durch
Vergleich von R
F mit R
x der nach der Verarbeitungsstufe A festgestellte Fehler F beim Abwickeln der Materialbahn
10 von der Materialrolle 16 vor der Weiterverarbeitung in der Verarbeitungsstufe B
bei der Übereinstimmung R
x = R
F lokalisiert werden. Wesentlich bei der direkten Messung der Distanz e
F bzw. e
x mittels eines Längenmesssensors 20 ist dessen Messgenauigkeit in einem Bereich von
etwa 20 bis 50 µm sowie der Rundlauf der Materialrolle 16.
1. Verfahren zur Registrierung eines Fehlers (F) an einer Materialbahn (10) vor dem Aufwickeln
der Materialbahn (10) zu einer Materialrolle (16) und Wiedererkennen des Fehlers (F)
beim Abwickeln der Materialbahn (10) von der Materialrolle (16), bei welchem Verfahren
zur Ortsbestimmung eines Fehlers (F) auf der aufzuwickelnden Materialbahn (10) die
im Zeitpunkt des Erscheinens des Fehlers (F) an einem Beobachtungsort (P) aufgewickelte
Länge der Materialbahn (10) dient,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Zeitpunkt des Erscheinens des Fehlers (F) der Durchmesser (DF) der den Fehler (F) enthaltenden Wicklung der Materialbahn (10) beim Aufwickeln der
Materialbahn (10) zur Materialrolle (16) als Vergleichswert zum Wiedererkennen des
Fehlers (F) beim Abwickeln der Materialbahn (10) von der Materialrolle (16) bestimmt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (LF) der pro Umdrehung der Materialrolle (16) aufgewickelten Materialbahn (10) gemessen
und daraus rechnerisch der Durchmesser (DF) der den Fehler (F) aufweisenden Wicklung der Materialbahn (10) auf der Materialrolle
(16) bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge (LFn) zur Ausführung von 1 bis 10, insbesondere etwa 3 bis 6 Umdrehungen gemessen und
ein Mittelwert zur Berechnung des Durchmesser (DF) bestimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bedienperson beim Erscheinen eines Fehlers (F) am Beobachtungsort (P) ein Signal
zur Messung und Speicherung der Zeit (t) und der Länge (LFn) der bei n Umdrehungen der Materialrolle (16) aufgewickelten Materialbahn (10) auslöst.
5. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Erscheinen eines Fehlers (F) am Beobachtungsort (P) automatisch erfasst wird
und ein Signal zur Messung und Speicherung der Zeit (t) und der Länge (LFn) der bei n Umdrehungen der Materialrolle (16) aufgewickelten Materialbahn (10) auslöst.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmesser (DF) für alle Fehler (F) elektronisch gespeichert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Zeitpunkt des Erscheinens eines Fehlers (F) der Radius (RF) der den Fehler (F) enthaltenden Wicklung durch Messen der Distanz (eF) zwischen einem ortsfest montierten und berührungsfrei arbeitenden Längenmesssensor
(20) und der Oberfläche der gewickelten Materialbahn (10) auf der Materialrolle (16)
längs eines senkrecht auf die Materialbahn (10) gerichteten Messstrahls (M) ermittelt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bedienperson beim Erscheinen eines Fehlers (F) am Beobachtungsort (P) ein Signal
zur Speicherung der vom Längenmesssensor (20) gemessenen Distanz (eF) auslöst.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Erscheinen eines Fehlers (F) am Beobachtungsort (P) automatisch erfasst wird
und ein Signal zur Speicherung der vom Längenmesssensor (20) gemessenen Distanz (eF) auslöst.