[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bodenablaufsystem mit einem Rostrahmen zur
Aufnahme eines Ablaufrostes, einem Ausgleichsrohr, an dem der Rostrahmen gehalten
und das zum Ausgleichen einer Bodenbelagsdicke höhenverstellbar an einer weiteren
Komponente des Bodenablaufsystems angeordnet ist, und einem Geruchverschluss.
[0002] Derartige Bodenablaufsysteme sind im Stand der Technik bekannt. Sie dienen dazu,
sich am Boden ansammelndes Wasser in ein entsprechendes Abwassersystem einzuleiten.
[0003] Ein Beispiel eines bekannten Bodenablaufsystems 100, das von der Anmelderin unter
der Handelsbezeichnung "Schlüter Kerdi Drain" vertrieben wird, ist in Figur 3 schematisch
dargestellt. Das Bodenablaufsystem 100 umfasst einen Ablaufrost 102, an dem mehrere
Ablauföffnungen 104, durch die Abwasser abfließen kann, sowie Bohrungen 106 zur Aufnahme
von Befestigungsschrauben (nicht gezeigt) ausgebildet sind. Der Ablaufrost 102 ist
in einen Rostrahmen 108 eingelegt und mit diesem verschraubt. Der Rostrahmen 108 ist
wiederum an einem Ausgleichsrohr 110 befestigt, das zum Ausgleichen einer Bodenbelagsdicke
vorgesehen ist. Das Bodenablaufsystem 100 umfasst ferner einen Ausgleichsring 112.
Als weitere Komponente weist das Bodenablaufsystem 100 eine mattenartig ausgebildete
Dichtungsmanschette 116 auf, die in Figur 3 zu Darstellungszwecken nur halb dargestellt
ist. Zum Ausgleichen einer Dicke einer Zwischenschicht ist eine Höhenkompensationseinrichtung
118 vorgesehen, die aus einem Rohrabschnitt 120 und einem endseitig an dem Rohrabschnitt
120 ausgebildeten und radial auswärts vorstehenden Auflageflansch 122 besteht. Zur
Aufnahme des Ausgleichsrings 112 ist an dem Auflageflansch der Höhenkompensationseinrichtung
118 eine im wesentlichen ringförmige Vertiefung 123 vorgesehen. Der Außendurchmesser
der ringförmigen Vertiefung 123 ist größer als der Außendurchmesser des Ausgleichsrings
112 ausgebildet und der Außendurchmesser des Ausgleichsrohrs 110 ist kleiner als der
Innendurchmesser des Rohrabschnitts 120 ausgebildet, so dass der Ausgleichsring 112
innerhalb der ringförmigen Vertiefung 123 bzw. das Ausgleichsrohr 110 innerhalb des
Rohrabschnittes 120 verschiebbar ist, um bei der Montage die Position des Rostrahmens
108 in gewissen Grenzen justieren zu können. Entlang seines Außenumfangs ist der Auflageflansch
122 ferner mit einer Vielzahl von Durchgangsöffnungen 124 versehen, die bei der Montage
des Bodenablaufsystems 100 eine Verklammerung der Höhenkompensationseinrichtung 118
mit dem verwendeten Mörtel oder Kleber bewirken. Um ein Austreten von unangenehmen
Gerüchen zu verhindern, umfasst das Bodenablaufsystem 100 ferner einen Geruchverschluss
126, der ein becherartig ausgebildetes Basiselement 128 und ein Einsatzelement 130
aufweist. Das Basiselement 128 besteht aus einem becherförmigen Abschnitt 132 und
einem Ringabschnitt 134, der über Distanzelemente 134 an der Oberseite des becherförmigen
Abschnittes 132 gehalten ist und eine Auflagefläche für das Einsatzelement 130 definiert.
Das Einsatzelement 130 ist im Wesentlichen trichterförmig ausgebildet und weist an
seinem oberen Ende eine Ringnut 138 auf, in der ein O-Ring 140 gehalten ist. Ferner
umfasst das Bodenablaufsystem 100 ein Ablaufgehäuse 142 mit einem topfförmigen Abschnitt
144, einem sich seitlich aus dem topfförmigen Abschnitt 144 erstreckenden rohrförmigen
Ablauf 146 und einem am oberen Ende des topfförmigen Abschnittes 144 ausgebildeten
und sich radial auswärts erstreckenden ringförmigen Flanschabschnitt 148, der eine
durch eine Dichtung 150 begrenzte Einlauföffnung 151 definiert. Unterhalb der Einlauföffnung
151 sind im Inneren des topfförmigen Abschnittes 144 radial einwärts vorstehende Vorsprünge
152 ausgebildet, die Auflageflächen für die Unterseite des Ringabschnittes 136 des
Geruchverschlusses 126 bilden.
[0004] Zur Montage des in Figur 3 dargestellten Bodenablaufsystems 100 wird zunächst das
Ablaufgehäuse 142 in eine entsprechend dimensionierte Öffnung einer Tragkonstruktion
derart eingesetzt, dass der Flanschabschnitt 148 auf der Oberseite der Tragkonstruktion
aufliegt. Anschließend wird der Ablauf 146 des Ablaufgehäuses 142 an ein vorhandenes
Entwässerungssystem angeschlossen.
[0005] Daraufhin wird das Einsatzelement 130 in den becherförmigen Anschnitt 132 eingesetzt
und gemeinsam mit diesem in die Einlauföffnung 151 des Ablaufgehäuses 142 eingeführt,
bis die Unterseite des Ringabschnittes 136 des Geruchverschlusses 126 an der Oberseite
der Vorsprünge 152 zur Anlage kommt. In dieser Position sind der Geruchverschluss
126 und das Ablaufgehäuse 142 über den an dem Einsatzelement 130 vorgesehenen O-Ring
140 gegeneinander abgedichtet.
[0006] In einem nächsten Schritt wird normalerweise eine Zwischenschicht auf die Tragkonstruktion
aufgetragen, über die ein zum Ablaufrost 102 des fertig montierten Bodenablaufsystems
100 geneigtes Gefälle realisiert wird. Eine solche Zwischenschicht kann beispielsweise
durch Auftragen von Mörtelmaterial hergestellt werden. Ebenso ist es möglich, die
Zwischenschicht über Dämmstoffplatten oder dergleichen zu realisieren. Dabei ist darauf
zu achten, dass die Einlauföffnung 151 des Ablaufgehäuses 142 bei angeordneter Zwischenschicht
weiterhin vollständig zugänglich ist.
[0007] Nach der Fertigstellung der Zwischenschicht wird deren Höhe unter Verwendung der
Höhenkompensationseinrichtung 118 kompensiert. Hierzu wird der Rohrabschnitt 120 entsprechend
der Höhe der Zwischenschicht abgelängt und anschließend in die Einlauföffnung 151
des Ablaufgehäuses 142 eingesetzt. Die Dichtung 150 sorgt dabei für eine entsprechende
Abdichtung des Ablaufgehäuses 142 gegenüber dem Rohrabschnitt 120 der Höhenkompensationseinrichtung
118.
[0008] Nunmehr wird der Mörtel oder Kleber so eingebracht, dass der gelochte Auflageflansch
122 der Höhenkompensationseinrichtung 118 bündig mit der Oberseite der Zwischenschicht
abschließt. Durch Aufkleben der Dichtungsmanschette 116 wird anschließend ein dichter
Übergang zwischen der Oberseite des Auflageflansches 122 und der Oberseite der Zwischenschicht
erzielt.
[0009] In einem weiteren Schritt wird der Ausgleichsring 112 in der ringförmigen Vertiefung
123 der Höhenkompensationseinrichtung 118 angeordnet. Ferner wird das Ausgleichsrohr
110 mit dem daran gehaltenen Rostrahmen 108 in dem Ausgleichsring 112 vorpositioniert,
so dass zwischen dem Ausgleichsring 112 und dem Rostrahmen 108 noch ausreichend Platz
für den zu verlegenden Bodenbelag verbleibt. Daraufhin wird der Bodenbelag verlegt,
beispielsweise in Form von Fliesen. Während der Verlegung des Bodenbelags gegen den
Rostrahmen 108 kann der Ausgleichsring 112 innerhalb der Vertiefung 123 und somit
das Ausgleichsrohr 110 innerhalb des Rohrabschnittes 120 verschoben werden, falls
eine solche Justage erforderlich ist. Nach der Verlegung des Bodenbelages wird das
Ausgleichsrohr 110 mit dem daran gehaltenen Rostrahmen 108 dann tiefer in den Ausgleichsring
112 gedrückt, bis die Oberseite des Rostrahmens 108 mit der Oberseite des Bodenbelags
bündig abschließt. In einem letzten Schritt wird der Ablaufrost 102 an dem Rostrahmen
108 fixiert.
[0010] Soll das Abwasser das Bodenablaufsystem 100 nicht seitlich sondern vertikal verlassen,
so kann anstelle des Ablaufgehäuses 142 ein Ablaufgehäuse mit vertikalem Ablauf verwendet
werden, das ansonsten den gleichen Aufbau wie das Ablaufgehäuse 142 aufweist.
[0011] Ein Nachteil der in Figur 3 dargestellten Anordnung besteht darin, dass das Bodenablaufsystem
100 insgesamt relativ hoch aufbaut. Soll beispielsweise eine Duschkabine auf einem
vorhandenen Fußboden installiert werden, so muss ein verhältnismäßig hohes Podest
vorgesehen werden, um die einzelnen Komponenten des Bodenablaufsystems 100 unterbringen
zu können.
[0012] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass ein Kürzen des Rohrabschnittes 120 der
Höhenkompensationseinrichtung 118 entsprechend der Höhe der Zwischenschicht sehr mühsam
und zeitaufwendig ist. Wird der Rohrabschnitt 120 zudem versehentlich zu stark gekürzt,
so ist die gesamte Höhenkompensationseinrichtung 118 nicht mehr zu gebrauchen.
[0013] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bodenablaufsystem der eingangs
genannten Art zu schaffen, das eine geringe Bauhöhe aufweist. Ferner ist es eine Aufgabe
der Erfindung, ein Bodenablaufsystem zu schaffen, bei dem ein Kürzen der Höhenkompensationseinrichtung
- wenn eine solche verwendet wird - nicht unbedingt erforderlich ist. Zudem soll in
speziellen Anwendungsfällen eine Reduzierung der Anzahl von Bauteilen ermöglicht werden.
[0014] Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung ein Bodenablaufsystem
der eingangs genannten Art, bei dem das Ausgleichsrohr und/oder der Rostrahmen derart
ausgebildet ist/sind, dass der Geruchverschluss an diesem/diesen fixierbar ist. Im
Gegensatz zu dem unter Bezugnahme auf Figur 3 beschriebenen bekannten Bodenablaufsystem
100 wird der Geruchverschluss also nicht am Ablaufgehäuse sondern am Ausgleichsrohr
oder am Rostrahmen befestigt. Entsprechend kann die Höhe des Ablaufgehäuses, falls
ein solches verwendet wird, bei gleich bleibender Gesamthöhe des Geruchverschlusses
verringert werden, wodurch auch die Gesamthöhe des Bodenablaufsystems reduziert wird.
[0015] Zur Aufnahme des Geruchverschlusses ist an einem Innendurchmesser des Ausgleichsrohrs
oder des Rostrahmens bevorzugt ein radial einwärts vorstehender Vorsprung vorgesehen.
Auf diese Weise wird eine einfache Montage und Demontage des Geruchverschlusses sichergestellt.
[0016] Bevorzugt ist eine Dichtung zum Abdichten des Geruchverschlusses gegenüber dem Ausgleichsrohr
oder dem Rostrahmen vorgesehen. Ein Austreten von Gerüchen kann entsprechend verhindert
werden.
[0017] Das Bodenablaufsystem umfasst vorteilhaft eine Höhenkompensationseinrichtung zum
Ausgleichen einer Dicke einer Zwischenschicht, wobei die Höhenkompensationseinrichtung
einen Rohrabschnitt und einen endseitig an dem Rohrabschnitt ausgebildeten Auflageflansch
aufweist. Durch das Vorsehen einer solchen Höhenkompensationseinrichtung ist das erfindungsgemäße
Bodenablaufsystem sehr flexibel einsetzbar. Zur Fixierung der Höhenkompensationseinrichtung
kann der Auflageflansch eine Reihe von Durchgangsöffnungen aufweisen, durch die zwecks
Verankerung während der Montage Mörtel oder Kleber hindurchtreten kann.
[0018] Am Innendurchmesser des Rohrabschnitts der Höhenkompensationseinrichtung ist gemäß
einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung eine Dichtung vorgesehen, die das Ausgleichsrohr
höhenverstellbar aufnimmt.
[0019] Alternativ kann das Bodenablaufsystem einen Ausgleichsring aufweisen, an dessen Innendurchmesser
eine Dichtung vorgesehen ist, welche das Ausgleichsrohr höhenverstellbar aufnimmt,
wobei der Außendurchmesser des Ausgleichsrohrs kleiner als der Innendurchmesser des
Rohrabschnitts der Höhenkompensationseinrichtung ist. Auf diese Weise kann das in
der Höhenkompensationseinrichtung aufgenommene Ausgleichsrohr seitlich in im Wesentlichen
horizontaler Richtung geringfügig verschoben werden, so dass die Position des Rostrahmens
in Bezug auf den Bodenbelag in gewissen Grenzen justierbar ist. Zur Fixierung des
Ausgleichsringes kann dieser ebenfalls mit Durchgangsöffnungen versehen sein, durch
die während der Montage Mörtel oder Kleber hindurchtreten kann. Zur Aufnahme des Ausgleichsringes
ist an dem Auflageflansch der Höhenkompensationseinrichtung bevorzugt eine im wesentlichen
ringförmige Vertiefung ausgebildet, wobei der Außendurchmesser der ringförmigen Vertiefung
derart größer als der Außendurchmesser des Ausgleichsrings ist, dass der Ausgleichsring
innerhalb der Vertiefung verschiebbar ist.
[0020] Soll das in das erfindungsgemäße Bodenablaufsystem eingeleitete Abwasser vertikal
abgeführt werden, so kann an den Rohrabschnitt der Höhenkompensationseinrichtung direkt
ein Abwasserrohr eines lokalen Entwässerungssystems angeschlossen werden. Auf ein
separates Ablaufgehäuse mit vertikalem Ablauf kann entsprechend verzichtet werden,
wodurch Kosten eingespart werden können. Bei dem unter Bezugnahme auf Figur 3 beschriebenen
bekannten Bodenablaufsystem ist hingegen der Geruchverschluss an dem Ablaufgehäuse
befestigt, weshalb ein Weglassen des Ablaufgehäuses nicht ohne weiteres möglich ist.
[0021] Alternativ kann natürlich auch ein Ablaufgehäuse mit zumindest einem vertikalen Ablauf
vorgesehen sein, wobei das Ablaufgehäuse an seiner Oberseite eine mit einer Dichtung
versehene Öffnung umfasst, in welcher der Rohrabschnitt der Höhenkompensationseinrichtung
insbesondere höhenverstellbar aufnehmbar ist. Eine solche höhenverstellbare Aufnahme
der Höhenkompensationseinrichtung in dem Ablaufgehäuse hat den Vorteil, dass ein Kürzen
der Länge des Rohrabschnittes der Höhenkompensationseinrichtung im Gegensatz zum Stand
der Technik in den meisten Fällen nicht erforderlich ist. Vielmehr wird die Höhe der
Zwischenschicht kompensiert, indem der Rohrabschnitt der Höhenkompensationseinrichtung
entsprechend tief in das Ablaufgehäuse eingeschoben wird.
[0022] Soll das in das erfindungsgemäße Bodenablaufsystem eingeleitete Abwasser seitlich
abgeführt werden, so weist das erfindungsgemäße Bodenablaufsystem bevorzugt ein zumindest
einen seitlichen Ablauf aufweisendes Ablaufgehäuse auf, das an seiner Oberseite eine
mit einer Dichtung versehene Öffnung umfasst, in welcher der Rohrabschnitt der Höhenkompensationseinrichtung
insbesondere höhenverstellbar aufnehmbar ist.
[0023] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie auf die nachfolgende Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Explosionsansicht eines Bodenablaufsystems gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht des in Figur 1 dargestellten Bodenablaufsystems im zusammengesetzten
Zustand und
- Fig.3
- eine perspektivische Explosionsansicht eines bekannten Bodenablaufsystems.
[0024] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Bodenablaufsystem 10 umfasst einen Ablaufrost
12, der bevorzugt aus Metall oder Kunststoff hergestellt ist. An dem Ablaufrost 12
sind mehrere Ablauföffnungen 14 ausgebildet, durch die Abwasser abfließen kann. Ferner
sind an dem Ablaufrost 12 Bohrungen bzw. Aussparungen 16 vorgesehen, die zur Aufnahme
von nicht näher dargestellten Befestigungsschrauben dienen.
[0025] Das Bodenablaufsystem 10 weist ferner einen Geruchverschluss 18 mit einem becherartig
ausgebildeten Basiselement 20 und einem Einsatzelement 22 auf, die beide bevorzugt
aus Kunststoff hergestellt sind. Das Basiselement 20 besteht aus einem becherförmigen
Abschnitt 24 und einem Ringabschnitt 26, der über Distanzelemente 28 an der Oberseite
des becherförmigen Abschnitts 24 gehalten ist und eine Auflagefläche für das Einsatzelement
22 definiert. Das Einsatzelement 22 ist im wesentlichen trichterförmig ausgebildet
und weist an seinem oberen Ende eine Ringnut 30 auf, in der ein O-Ring 32 gehalten
ist.
[0026] Zur Aufnahme des Ablaufrostes 12 ist ein Rostrahmen 34 vorgesehen, der ebenfalls
bevorzugt aus einem Metall oder Kunststoff hergestellt ist. An dem Rostrahmen 34 sind
mit Gewinden versehene Bohrungen 36 ausgebildet, so dass der Ablaufrost 12 mit dem
Rostrahmen 34 verschraubt werden kann. Der Rostrahmen 34 ist wiederum an einem Ausgleichsrohr
38 befestigt, das zum Ausgleichen einer Bodenbelagsdicke vorgesehen ist. Im oberen
Bereich des Ausgleichsrohrs 38 sind radial einwärts vorstehende Vorsprünge 39 ausgebildet,
die Auflageflächen für den Geruchverschluss 18, insbesondere für die Unterseite des
Ringabschnittes 26 des Geruchverschlusses 18 bilden.
[0027] Das Bodenablaufsystem 10 umfasst ferner einen Ausgleichsring 40 aus Kunststoff, der
entlang seines Innendurchmessers mit einer Dichtung 42 versehen ist. Entlang des Umfangs
des Ausgleichsrings 40 sind Durchgangsöffnungen 44 ausgebildet, durch die während
der Montage des Bodenablaufsystems 10 Mörtel oder Kleber zur Festlegung des Ausgleichsringes
40 hindurchdringen kann.
[0028] Als weitere Komponente ist eine mattenartig ausgebildete Dichtungsmanschette 46 vorgesehen,
die in Figur 1 zu Darstellungszwecken nur halb dargestellt ist.
[0029] Zum Ausgleichen einer Dicke einer Zwischenschicht umfasst das Bodenablaufsystem 10
eine Höhenkompensationseinrichtung 48, die bevorzugt aus Kunststoff hergestellt ist.
Die Höhenkompensationseinrichtung 48 besteht aus einem Rohrabschnitt 50 und einem
endseitig an dem Rohrabschnitt 50 ausgebildeten und radial auswärts vorstehenden ringförmigen
Auflageflansch 52. Am Innenumfang des Auflageflansches 52 ist eine ringförmige Vertiefung
53 zur Aufnahme des Ausgleichsrings 40 ausgebildet. Der Außendurchmesser der ringförmigen
Vertiefung 53 ist größer als derjenige des Ausgleichsrings 40 ausgebildet und der
Außendurchmesser des Ausgleichsrohrs 38 ist kleiner als der Innendurchmesser des Rohrabschnitts
50 der Höhenkompensationseinrichtung 48 ausgebildet, so dass der Ausgleichsring 40
innerhalb der ringförmigen Vertiefung 53 bzw. das Ausgleichsrohr 38 innerhalb des
Rohrabschnitts 50 verschiebbar ist. Auf diese Weise wird in gewissen Grenzen eine
Feinpositionierung des Rostrahmens 34 während der Montage ermöglicht. Entlang seines
Außenumfangs ist der Auflageflansch 52 ferner mit einer Vielzahl von Durchgangsöffnungen
54 versehen, die bei der Montage des Bodenablaufsystems 10 eine Verklammerung der
Höhenkompensationseinrichtung 48 mit dem verwendeten Mörtel oder Kleber bewirken.
[0030] Zudem umfasst das Bodenablaufsystem 10 ein Ablaufgehäuse 56 mit einem topfförmigen
Abschnitt 58, einem sich ausgehend von dem topfförmigen Abschnitt 58 seitwärts erstreckenden
rohrförmigen Ablauf 60 und einem am oberen Ende des topfförmigen Abschnitts 58 ausgebildeten
und sich radial auswärts erstreckenden ringförmigen Flanschabschnitt 62, der eine
durch eine Dichtung 64 begrenzte Einlauföffnung 66 definiert.
[0031] Zur Montage des Bodenablaufsystems 10 wird zunächst das Ablaufgehäuse 56 in eine
entsprechend dimensionierte Öffnung einer Tragkonstruktion derart eingesetzt, dass
der Flanschabschnitt 62 auf der Oberseite der Tragkonstruktion aufliegt. Anschließend
wird der Ablauf 60 des Ablaufgehäuses 56 an ein vorhandenes Entwässerungssystem angeschlossen.
[0032] In einem nächsten Schritt wird normalerweise eine Zwischenschicht auf die Tragkonstruktion
aufgetragen, über die ein zum Ablaufrost 12 des fertig montierten Bodenablaufsystems
10 geneigtes Gefälle realisiert wird. Eine solche Zwischenschicht kann beispielsweise
durch Auftragen von Mörtelmaterial hergestellt werden. Ebenso ist es möglich, die
Zwischenschicht über Dämmstoffplatten oder dergleichen zu realisieren. Dabei ist darauf
zu achten, dass die Einlauföffnung 66 des Ablaufgehäuses 56 bei angeordneter Zwischenschicht
weiterhin vollständig zugänglich ist.
[0033] Nach der Fertigstellung der Zwischenschicht wird deren Höhe unter Verwendung der
Höhenkompensationseinrichtung 48 kompensiert. Hierzu wird der Rohrabschnitt 50 in
die Einlauföffnung 66 des Ablaufgehäuses 56 eingesetzt. Die Dichtung 64 sorgt dabei
für eine entsprechende Abdichtung des Ablaufgehäuses 56 gegenüber dem Rohrabschnitt
50 der Höhenkompensationseinrichtung 48. Innerhalb des Ablaufgehäuses 56 ist der Rohrabschnitt
50 der Höhenkompensationseinrichtung 48 in Höhenrichtung verschiebbar, so dass der
Abstand zwischen der Oberseite des Flanschabschnittes 62 des Ablaufgehäuses 56 und
der Unterseite des Auflageflansches 52 der Höhenkompensationseinrichtung 48 in Abhängigkeit
von der Dicke der Zwischenschicht justiert werden kann. Ein Ablängen des Rohrabschnittes
50 der Höhenkompensationseinrichtung 48 ist hierbei normalerweise nicht erforderlich.
[0034] Nunmehr wird der Mörtel oder Kleber so eingebracht, dass der gelochte Auflageflansch
52 der Höhenkompensationseinrichtung 48 bündig mit der Oberseite der Zwischenschicht
abschließt. Durch Aufkleben der Dichtungsmanschette 46 wird anschließend ein dichter
Übergang zwischen der Oberseite des Auflageflansches 52 und der Oberseite der Zwischenschicht
erzielt.
[0035] In einem weiteren Schritt wird das Einsatzelement 22 des Geruchverschlusses 18 in
das zugehörige Basiselement 20 eingesetzt. Daraufhin wird der montierte Geruchverschluss
18 in das Ausgleichsrohr 38 mit dem daran gehaltenen Rostrahmen 34 eingesetzt, bis
die Unterseite des Ringabschnittes 26 an der Oberseite der radial einwärts vorstehenden
Vorsprünge 39 zur Anlage kommt.
[0036] Daraufhin wird der Ausgleichsring 40 in der ringförmigen Vertiefung 53 der Höhenkompensationseinrichtung
48 angeordnet und das Ausgleichsrohr 38 mit dem daran gehaltenen Rostrahmen 34 und
Geruchverschluss 18 leicht in den Ausgleichsring 40 gedrückt, so dass zwischen dem
Ausgleichsring 40 und dem Rostrahmen 34 noch ausreichend Raum für den zu verlegenden
Bodenbelag verbleibt. Daraufhin wird der Bodenbelag verlegt, beispielsweise in Form
von Fliesen. Während der Verlegung der Fliesen gegen den Rostrahmen 34 kann der Ausgleichsring
40 innerhalb der Vertiefung 53 und somit das Ausgleichsrohr 38 innerhalb des Rohrabschnittes
50 verschoben werden, um eine Feinpositionierung des Rostrahmens 34 zu erzielen. Nach
der Verlegung des Bodenbelags wird das Ausgleichsrohr 38 tiefer in den Ausgleichsring
40 gedrückt, bis die Oberseite des Rostrahmens 34 mit der Oberseite des Bodenbelags
bündig abschließt. Eine Abdichtung des Ausgleichsrohrs 38 gegenüber dem Ausgleichsring
40 erfolgt dabei über die Dichtung 42. In einem letzten Schritt wird der Ablaufrost
12 an dem Rostrahmen 34 befestigt.
[0037] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Konstruktion des erfindungsgemäßen Bodenablaufsystems
10 ist zum einen dahingehend von Vorteil, dass aufgrund der höhenverstellbaren Aufnahme
der Höhenkompensationseinrichtung 48 in dem Ablaufgehäuse 56 ein Kürzen der Länge
des Rohrabschnittes 50 beim Kompensieren der Dicke der Zwischenschicht normalerweise
nicht erforderlich ist. Zum anderen besteht ein Vorteil dahingehend, dass die Gesamtbauhöhe
des Bodenablaufsystems verglichen mit dem unter Bezugnahme auf Figur 3 beschriebenen
bekannten Bodenablaufsystem geringer ist, da der Geruchverschluss 18 nicht im Ablaufgehäuse
56 sondern im Ausgleichsrohr 38 oder alternativ am Rostrahmen 34 fixiert ist. Entsprechend
kann das Ablaufgehäuse 56 flacher ausgebildet werden, da es nicht den gesamten Geruchverschluss
aufnehmen muss.
[0038] Soll das Abwasser das Bodenablaufsystem 10 nicht seitlich sondern vertikal verlassen,
wie es beispielsweise bei einem Deckendurchbruch der Fall ist, so kann ein Abwasserrohr
eines lokalen Entwässerungssystems auch direkt mit dem Rohrabschnitt 50 der Höhenkompensationseinrichtung
48 verbunden werden. Bei dieser Variante kann vollständig auf ein Ablaufgehäuse verzichtet
werden. Alternativ kann natürlich auch ein Ablaufgehäuse mit vertikalem Ablauf verwendet
werden, dessen Aufbau ansonsten demjenigen des Ablaufgehäuses 56 entspricht.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Bodenablaufsystem
- 12
- Ablaufrost
- 14
- Ablauföffnung
- 16
- Bohrung
- 18
- Geruchverschluss
- 20
- Basiselement
- 22
- Einsatzelement
- 24
- becherförmiger Abschnitt
- 26
- Ringabschnitt
- 28
- Distanzelement
- 30
- Ringnut
- 32
- O-Ring
- 34
- Rostrahmen
- 36
- Bohrung
- 38
- Ausgleichsrohr
- 39
- Vorsprung
- 40
- Ausgleichsring
- 42
- Dichtung
- 44
- Durchgangsöffnung
- 46
- Dichtungsmanschette
- 48
- Höhenkompensationseinrichtung
- 50
- Rohrabschnitt
- 52
- Auflageflansch
- 53
- Vertiefung
- 54
- Durchgangsöffnung
- 56
- Ablaufgehäuse
- 58
- topfartiger Abschnitt
- 60
- rohrförmiger Ablauf
- 62
- Flanschabschnitt
- 64
- Dichtung
- 66
- Einlauföffnung
- 100
- Bodenablaufsystem
- 102
- Ablaufrost
- 104
- Durchtrittsöffnung
- 106
- Bohrung
- 108
- Rostrahmen
- 110
- Ausgleichsrohr
- 112
- Ausgleichsring
- 116
- Dichtungsmanschette
- 118
- Höhenkompensationseinrichtung
- 120
- Rohrabschnitt
- 122
- Auflageflansch
- 123
- Vertiefung
- 124
- Durchgangsöffnung
- 126
- Geruchverschluss
- 128
- Basiselement
- 130
- Einsatzelement
- 132
- Becherabschnitt
- 134
- Ringabschnitt
- 136
- Distanzelement
- 138
- Ringnut
- 140
- O-Ring
- 142
- Ablaufgehäuse
- 144
- topfförmiger Abschnitt
- 146
- Ablauf
- 148
- Flanschabschnitt
- 150
- Dichtung
- 151
- Einlauföffnung
- 152
- Vorsprung
1. Bodenablaufsystem (10) mit einem Rostrahmen (34) zur Aufnahme eines Ablaufrostes (12),
einem Ausgleichsrohr (38), an dem der Rostrahmen (34) gehalten ist und das zum Ausgleichen
einer Bodenbelagsdicke höhenverstellbar an einer weiteren Komponente des Bodenablaufsystems
(10) angeordnet ist, und einem Geruchverschluss (18), dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsrohr (38) und/oder der Rostrahmen (34) derart ausgebildet ist/sind,
dass der Geruchverschluss (18) an diesem/diesen fixierbar ist.
2. Bodenablaufsystem (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Innendurchmesser des Ausgleichsrohrs (38) oder des Rostrahmens (34) zumindest
ein radial einwärts vorstehender Vorsprung (39) zur Aufnahme des Geruchverschlusses
(18) vorgesehen ist.
3. Bodenablaufsystem (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtung (32) zum Abdichten des Geruchverschlusses (18) gegenüber dem Ausgleichsrohr
(38) oder dem Rostrahmen (34) vorgesehen ist.
4. Bodenablaufsystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhenkompensationseinrichtung (48) zum Ausgleichen einer Dicke einer Zwischenschicht
vorgesehen ist, die einen Rohrabschnitt (50) und einen endseitig an dem Rohrabschnitt
(50) ausgebildeten Auflageflansch (52) aufweist.
5. Bodenablaufsystem (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Innendurchmesser des Rohrabschnittes (50) der Höhenkompensationseinrichtung (48)
eine Dichtung vorgesehen ist, die das Ausgleichsrohr (38) höhenverstellbar aufnimmt.
6. Bodenablaufsystem (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgleichsring (40) vorgesehen ist, an dessen Innendurchmesser eine Dichtung
(42) vorgesehen ist, welche das Ausgleichsrohr (38) höhenverstellbar aufnimmt, wobei
der Außendurchmesser des Ausgleichsrohrs (38) kleiner als der Innendurchmesser des
Rohrabschnitts (50) der Höhenkompensationseinrichtung (48) ist.
7. Bodenablaufsystem (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Auflageflansch (52) der Höhenkompensationseinrichtung (48) eine im wesentlichen
ringförmige Vertiefung (53) zur Aufnahme des Ausgleichsrings (40) ausgebildet ist,
wobei der Außendurchmesser der ringförmigen Vertiefung (53) derart größer als der
Außendurchmesser des Ausgleichsrings (40) ist, dass der Ausgleichsring (40) innerhalb
der Vertiefung (53) verschiebbar ist.
8. Bodenablaufsystem (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein zumindest einen vertikalen Ablauf aufweisendes Ablaufgehäuse vorgesehen ist,
das an seiner Oberseite eine mit einer Dichtung versehene Öffnung aufweist, in welcher
der Rohrabschnitt (50) der Höhenkompensationseinrichtung (48) insbesondere höhenverstellbar
aufnehmbar ist.
9. Bodenablaufsystem (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zumindest einen seitlichen Ablauf (60) aufweisendes Ablaufgehäuse (56) vorgesehen
ist, das an seiner Oberseite eine mit einer Dichtung (64) versehene Öffnung (66) aufweist,
in welcher der Rohrabschnitt (50) der Höhenkompensationseinrichtung (48) insbesondere
höhenverstellbar aufnehmbar ist.