[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Montageplatten zum Verlegen von Bodenabläufen,
die beispielsweise bei der Installation von Böden in Duschkabinen oder bei der Herstellung
von Bodenflächen mit Wasserablauf Anwendung finden.
[0002] Derartige Montageplatten sind im Stand der Technik bereits bekannt. Grundsätzlich
unterscheidet man zwischen solchen Montageplatten, die in erster Linie zur Aufnahme
eines Ablaufgehäuses sowie eines Ablaufrohrs eines Bodenablaufs dienen, und solchen
Montageplatten, die vornehmlich zur Erzeugung eines Gefälles in Richtung einer Ablauföffnung
des Bodenablaufs dienen, wobei beide Montageplatten häufig gemeinsam verwendet werden.
[0003] Montageplatten der zuerst genannten Art werden normalerweise immer dann eingesetzt,
wenn ein Ablaufgehäuse mit seitlichem Ablauf sowie ein an dieses anzuschließendes
Ablaufrohr nicht in den vorhandenen Untergrund versenkt werden können. Im einfachsten
Fall wird eine solche Montageplatte bei der Montage vor Ort erzeugt, indem in eine
ebene Platte meist mittig eine Gehäuseaussparung zur Aufnahme des Ablaufgehäuses und
ein sich ausgehend von der Gehäuseaussparung erstreckender Rohrkanal zur Aufnahme
des Ablaufrohrs gesägt oder geschnitten werden. Die manuelle Herstellung der Gehäuseaussparung
und des Rohrkanals nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Ferner muss der bei der Herstellung
entstehende Abfall entsorgt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass die Montageplatte
fehlerhaft zugeschnitten wird, so dass diese gänzlich unbrauchbar wird. Auch ist ein
manueller passgenauer Zuschnitt der Gehäuseaussparung insbesondere für eine bündige
Aufnahme des Ablaufgehäuseflansches kaum möglich.
[0004] Zur Lösung dieses Problems ist eine Montageplatte 100 gemäß Figur 4 bekannt, die
in ähnlicher Form beispielsweise von der Firma LUX ELEMENTS GmbH & Co. KG vertrieben
wird. Bei dieser Montageplatte 100 sind eine beidseitig offene quadratische Gehäuseaussparung
102 zur Aufnahme des Ablaufgehäuses und ein von der Gehäuseaussparung 102 ausgehender
und beidseitig offener Rohrkanal 104 zur Aufnahme des Ablaufrohrs bereits vorgefertigt,
so dass ein Aussägen oder Ausschneiden vor Ort entfällt. Der Montageaufwand wird entsprechend
verringert. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass die Festigkeit der Montageplatte
100 aufgrund des vorgefertigten Rohrkanals 104 stark verringert wird. Entsprechend
kann die Montageplatte 100 insbesondere vor ihrer Montage leicht beschädigt werden.
Zudem kann der vorgefertigte Rohrkanal 104 nicht verwendet werden, wenn das Ablaufrohr
des Bodenablaufs ausgehend von der Gehäuseaussparung 102 diagonal geführt werden soll.
Für diesen Fall wäre eine Montageplatte mit einem vorgefertigten diagonalen Rohrkanal
erforderlich. Alternativ könnte in die in Figur 4 dargestellte Montageplatte 100 natürlich
auch ein diagonaler Rohrkanal gesägt oder geschnitten werden. Dies hätte allerdings
zwingend zur Folge, dass die Montageplatte 100 in zwei Teile unterteilt wird, was
in Bezug auf die Montage und ggf. in Bezug auf die Stabilität der Montageplatte 100
im montierten Zustand nicht wünschenswert ist. Noch ein weiterer Nachteil besteht
darin, dass die quadratische Gehäuseaussparung 102 das darin anzuordnende Ablaufgehäuse
nicht passgenau aufnehmen kann. Eine ordnungsgemäße Vorpositionierung des Ablaufgehäuses
während der Montage ist daher nur bedingt möglich. Ferner ist die Montageplatte 100
sehr sperrig und entsprechend schlecht zu handhaben, insbesondere zu transportieren.
[0005] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Montageplatte zum Verlegen eines
zumindest ein Ablaufgehäuse und ein an dieses anzuschließendes Ablaufrohr aufweisenden
Bodenablaufs zu schaffen, welche die eingangs genannten Probleme zumindest teilweise
beseitigt.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die vorliegende Erfindung eine Montageplatte der
genannten Art umfassend eine vorgefertigte Gehäuseaussparung zur Aufnahme des Ablaufgehäuses,
deren Abmessungen und/oder Kontur vorteilhaft an diejenigen des darin aufzunehmenden
Ablaufgehäuses angepasst sind, und wenigstens einen vorgefertigten, sich ausgehend
von der Gehäuseaussparung erstreckenden Rohrkanal zur Aufnahme des Ablaufrohrs, wobei
der wenigstens eine Rohrkanal zumindest teilweise nur einseitig offen ist.
[0007] Aufgrund der Tatsache, dass sich der wenigstens eine Rohrkanal in zumindest einem
Bereich nicht über die gesamte Montageplattendicke erstreckt, wird die Festigkeit
der Platte gegenüber einer Montageplatte mit einem durchgehend beidseitig offenen
Rohrkanal wesentlich erhöht, so dass durch den Rohrkanal verursachte Beschädigungen
der Montageplatte weitestgehend verhindert werden können. Zudem kann der Rohrkanal,
sollte dies erforderlich sein, durch Vorsehen wenigstens einer Versteifungsrippe verstärkt
bzw. versteift werden.
[0008] Auch können mehrere vorgefertigte, sich in verschiedene Richtungen erstreckende Rohrkanäle
vorgesehen werden, ohne die Montageplatte zu durchtrennen, wie es bei der Verwendung
beidseitig offener Rohrkanäle der Fall wäre. Auf diese Weise kann die Montageplatte
variabel eingesetzt werden.
[0009] Die gegenüber einem beidseitig offenen Rohrkanal verminderte Höhe eines nur einseitig
offenen Rohrkanals ist in den meisten Anwendungsfällen ohne Bedeutung, da sich die
Dicke der Montageplatte normalerweise nach dem höher aufbauenden Ablaufgehäuse richtet,
so das auch im Falle eines nur einseitig offenen Rohrkanals in den meisten Fällen
ausreichend Platz zur Verlegung des Ablaufrohrs verbleibt.
[0010] Die Gehäuseaussparung ist im Gegenzug bevorzugt beidseitig offen ausgebildet, wodurch
ihre Höhe maximiert und die Gesamtdicke der Montageplatte minimiert werden kann.
[0011] An der Oberseite der Montageplatte ist bevorzugt eine die Gehäuseaussparung einfassende
ringförmige Vertiefung zur Aufnahme eines Auflageflansches des Ablaufgehäuses vorgesehen,
so dass die Oberseite des Auflageflansches im Wesentlichen bündig mit der Oberseite
der Montageplatte abschließt. Ferner kann über die Vertiefung eine passgenaue Aufnahme
des Auflageflansches und somit eine vorbestimmte Positionierung des Ablaufgehäuses
realisiert werden.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Montageplatte weist der wenigstens
eine Rohrkanal ausgehend von der Gehäuseaussparung einen beidseitig offenen Kanalabschnitt
auf, dessen Länge vorteilhaft derart bemessen ist, dass eine Verbindungsstelle zwischen
Ablaufgehäuse und Ablaufrohr frei liegt und entsprechend gut zugänglich ist. Zum einen
wird auf diese Weise die Montage erleichtert. Zum anderen ist die Verbindungsstelle
normalerweise dicker als der sonstige Ablaufrohrdurchmesser, weshalb zur Aufnahme
der Verbindungsstelle mehr Platz bereitgestellt werden sollte.
[0013] Sind mehrere Rohrkanäle vorgesehen, so sind benachbarte Rohrkanäle vorteilhaft in
einem Winkel von 90 ° oder weniger zueinander angeordnet, insbesondere etwa 45 °,
so dass sich bei einer rechteckigen Montageplatte ein Rohrkanal entlang der Montageplattendiagonalen
erstreckt.
[0014] Für den Fall, dass die Höhe eines nur einseitig offenen Kanalabschnittes für die
Aufnahme bestimmter Ablaufrohre nicht ausreichend sein sollte, können die nur einseitig
offenen Rohrkanalabschnitte natürlich freigesägt bzw. freigeschnitten werden. Hierzu
sind bevorzugt Schnittführungslinien und/oder Schnittführungsvertiefungen zum Erleichtern
eines manuellen Freischneidens vorgesehen.
[0015] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist die Montageplatte eine
mehreckige, beispielsweise rechteckige Außenkontur auf. Wird anstelle der mehreckigen
Außenkontur eine andere Außenkontur gewünscht, wie beispielsweise eine runde oder
elliptische Außenkontur, so kann die Montageplatte mittels Sägen oder Schneiden in
die gewünschte Form gebracht werden. Hierzu sind vorteilhaft Schnittführungslinien
und/oder Schnittführungsvertiefungen zum Erleichtern eines manuellen Ausschneidens
einer von der rechteckigen Außenkontur abweichenden Außenkontur vorgesehen, insbesondere
einer runden oder elliptischen Außenkontur.
[0016] Bevorzugt ist zumindest eine Oberfläche der Montageplatte mit Haftfördermitteln versehen,
die ein Haften und/oder Verklammern eines Mörtels oder Klebers an der Oberfläche unterstützen.
Insbesondere können als Haftfördermittel Vertiefungen bzw. Vorsprünge an der zumindest
einen Oberfläche der Montageplatte ausgebildet sein.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Montageplatte
in mehrere separate Montageplattensegmente unterteilt, insbesondere in zwei Montageplattensegmente.
Eine solche Unterteilung der Montageplatte in Segmente erleichtert die Handhabung,
insbesondere den Transport und auch die Verpackung.
[0018] Die Montageplattensegmente weisen bevorzugt im Wesentlichen die gleichen Abmessungen
auf. Hierdurch wird insbesondere die Verpackung der Montageplattensegmente erleichtert.
[0019] Auch können die Montageplattensegmente identisch ausgebildet sein. können für die
Herstellung der Montageplatten dieselben Werkzeuge verwendet werden, weshalb die Kosten
der Fertigung gering sind.
[0020] Alternativ weist nur eines der Montageplattensegmente einen oder mehrere Rohrkanäle
auf. Hierdurch wird insbesondere verhindert, dass die Festigkeit der Montageplatte
in ihrer Gesamtheit zu stark verringert wird.
[0021] Die Stoßflächen der Montageplattensegmente sind bevorzugt mit Verbindungsmitteln
versehen, die dazu dienen, einander benachbarte Montageplattensegmente aneinander
zu befestigen, wobei die Verbindungsmittel bevorzugt formschlüssig ineinandergreifen.
Hierzu können beispielsweise schwalbenschwanzförmige Vorsprünge in schwalbenschwanzförmige
Aussparungen greifen.
[0022] Die Montageplatte ist bevorzugt zumindest teilweise aus Hartschaum hergestellt, insbesondere
aus Polystyrol, da sich Hartschaum sowohl bei der Fertigung (insbesondere aufgrund
seiner leichten Formgebung, der Einstellbarkeit der Dichte und somit der Festigkeit
der Montageplatte etc.) als auch bei der späteren Montage (Hartschaum lässt sich einfach
schneiden, sägen etc.) sehr gut verarbeiten lässt.
[0023] Ferner schafft die vorliegende Erfindung ein Montageplattenset umfassend wenigstens
eine Montageplatte der zuvor beschriebenen Art und wenigstens eine zweite Montageplatte,
die eine vorgefertigte Durchgangsöffnung zur Aufnahme einer rohrartig ausgebildeten
Komponente des Bodenablaufs und eine mit einem Gefälle in Richtung der Durchgangsöffnung
versehene Oberseite aufweist.
[0024] Die zweite Montageplatte ist bevorzugt in mehrere separate Montageplattensegmente
unterteilt ist, insbesondere in zwei Montageplattensegmente. Die Unterteilung der
zweiten Montageplatte in mehrere Segmente führt wie bereits erläutert insbesondere
dazu, dass sich die Montageplatte besser handhaben und transportieren lässt. Die Montageplattensegmente
können im Wesentlichen die gleichen Abmessungen aufweisen, wodurch die Verpackung
der Montageplatte erleichtert wird. Die Montageplattensegmente können ferner identisch
ausgebildet sein, wodurch geringe Produktionskosten erzielt werden. Zur Befestigung
einander benachbarter Montageplattensegmente aneinander können die Stoßflächen der
Montageplattensegmente zudem mit Verbindungsmitteln versehen sein, insbesondere mit
formschlüssig ineinandergreifenden Verbindungsmitteln. Auch kann zumindest eine Oberfläche
der Montageplatte mit Haftfördermitteln versehen sein, die ein Haften und/oder Verklammern
eines Mörtels oder Klebers an der Oberseite unterstützen, beispielsweise in Form von
Vertiefungen oder Vorsprüngen, die an der Oberfläche der Montageplatte ausgebildet
sind. Die Oberseite der zweiten Montageplatte kann ferner mit einem Abdichtungsmaterial
versehen sein, beispielsweise in Form eines bahnförmigen Materials, das an der Oberseite
der zweiten Montageplatte befestigt ist, oder in Form eines Beschichtungsmaterials,
das auf die Oberseite der zweiten Montageplatte aufgetragen ist. Entsprechend wird
ein Eindringen von Feuchtigkeit sicher verhindert. Die zweite Montageplatte ist an
ihrer Oberseite zudem bevorzugt mit einer ringförmigen Vertiefung versehen, welche
die Durchgangsöffnung umgibt und zur Aufnahme eines ringförmigen Auflageflansches
einer weiteren Komponente des Bodenablaufsystems dient. An der Oberfläche der ringförmigen
Vertiefung können Rippen ausgebildet sein, die während der Montage die Ausbildung
einer definierten Mörtelschichtdicke unterstützen. Bevorzugt ist die Montageplatte
zumindest teilweise aus Hartschaum hergestellt, insbesondere aus Polystyrol, da sich
Hartschaum sehr gut verarbeiten lässt.
[0025] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie auf die nachfolgende Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Montageplatte gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Montageplatte gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Montageplatte gemäß der vorliegenden Erfindung
und
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer bekannten Montageplatte.
[0026] Die in Figur 1 dargestellte Montageplatte 10 gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung besteht aus zwei Montageplattensegmenten 12 und 14 aus Polystyrol,
die lösbar aneinander befestigt werden können. Hierzu sind an den einander gegenüberliegenden
Stoßflächen 16 und 18 der jeweiligen Montageplattensegmente 12 und 14 Verbindungsmittel
in Form von formschlüssig ineinandergreifenden Vorsprüngen 20a, 20b, 20c und Aussparungen
22a, 22b, 22c vorgesehen, wobei in Figur 1 nur die Verbindungsmittel des Montageplattensegmentes
14 zu erkennen sind. Der zweiteilige Aufbau der Montageplatte 10 ist dahingehend von
Vorteil, dass sich die Montageplatte 10 gut handhaben, insbesondere transportieren
und verpacken lässt.
[0027] Die Montageplattensegmente 12 und 14 definieren gemeinsam eine kreisförmige Gehäuseaussparung
24 zur Aufnahme eines im Wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Ablaufgehäuses eines
Bodenablaufs. Hierzu sind mittig an den einander gegenüberliegenden Stoßflächen 16
und 18 halbkreisförmige Aussparungen 24a und 24b ausgebildet. Ferner sind an der Oberseite
der Montageplatte 10 halbkreisförmige Vertiefungen 25a und 25b vorgesehen, welche
die halbkreisförmigen Aussparungen 24a und 24b umfassen. Diese Vertiefungen 25a und
25b dienen zur Aufnahme eines ringförmigen Auflageflansches des Ablaufgehäuses, so
dass die Oberseite dieses Auflageflansches im angeordneten Zustand im Wesentlichen
bündig mit der Oberseite der Montageplatte 10 abschließt. Ferner wird durch die Aufnahme
des Auflageflansches in den Vertiefungen 25a und 25b eine vorbestimmte Positionierung
des Ablaufgehäuses erzielt. Ausgehend von der halbkreisförmigen Aussparung 24b des
Montageplattensegmentes 12 sind in das Montageplattensegment 12 zwei einseitig offene
Rohrkanäle 26 und 28 zur Aufnahme eines Ablaufrohrs des Bodenablaufs eingebracht,
die vorliegend in einem Winkel von 45 ° zueinander angeordnet sind. Entsprechend kann
die Montageplatte 10 entweder ein sich entlang der Montageplattendiagonalen erstreckendes
Ablaufrohr in dem Rohrkanal 28 oder ein sich entlang der in einem Winkel von 45° zur
Montageplattendiagonalen angeordneten Plattenhalbierenden erstreckendes Ablaufrohr
in dem Rohrkanal 26 aufnehmen. Die Montageplatte 10 ist somit sehr variabel einsetzbar.
Zum Versteifen der Rohrkanäle 26 und 28 können ferner bevorzugt einteilig mit der
Montageplatte ausgebildete und leicht entfernbare Versteifungsrippen vorgesehen sein,
die in Figur 1 jedoch nicht dargestellt sind.
[0028] Um ein vollständiges Freischneiden der Rohrkanäle 26 und 28 zur Erzeugung eines beidseitig
offenen Rohrkanals 26 oder eines beidseitig offenen Rohrkanals 28 zu erleichtern,
sind Schnittführungslinien 30 vorgesehen. Anstelle der Schnittführungslinien 30 können
auch Schnittführungsvertiefungen ausgebildet sein. Ein solches Freischneiden kann
beispielsweise in Fällen erforderlich sein, in denen die Höhe eines der Rohrkanäle
26 oder 28 zur Aufnahme eines Ablaufrohrs nicht ausreicht oder eine bessere Zugänglichkeit
für die Rohrverlegung erzielt werden soll.
[0029] Ferner sind Schnittführungslinien 32 oder alternativ Schnittführungsvertiefungen
an der Oberseite der Montageplatte 10 vorgesehen, die ein Schnittmuster zur Herstellung
einer im Wesentlichen runden Montageplatte 10 mittels Sägen oder Schneiden definieren.
[0030] Zudem ist auf beiden Seiten der Montageplatte 10 eine Vielzahl kleiner Vertiefungen
34 verteilt, die nur andeutungsweise dargestellt sind. Diese Vertiefungen 34 dienen
als Haftfördermittel zum Unterstützen des Haftens und/oder Verklammerns eines Mörtels
oder Klebers an der Montageplatte 10.
[0031] Es sollte klar sein, dass anstelle von zwei vorgefertigten Rohrkanälen 26 und 28
auch nur ein einzelner Rohrkanal oder mehr als zwei Rohrkanäle vorgesehen werden können.
Ferner sollte klar sein, dass das Montageplattensegment 14 auch durch ein Montageplattensegment
ersetzt werden kann, das mit dem Montageplattensegment 12 baugleich ist.
[0032] Figur 2 zeigt eine Montageplatte 40 gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Die Montageplatte 40 unterscheidet sich von der in Figur 1 dargestellten
Montageplatte 10 allein durch die Ausbildung der in dem Montageplattensegment 12 ausgebildeten
Rohrkanäle 42 und 44. Im Gegensatz zu den Rohrkanälen 26 und 28 der Montageplatte
10 weisen die Rohrkanäle 42 und 44 der Montageplatte 40 jeweils einen sich ausgehend
von der Gehäuseaussparung 24 erstreckenden Rohrkanalabschnitt 42a, 44a, der beidseitig
offen ist, einen sich daran anschließenden Rohrkanalabschnitt 42b, 44b, der nur einseitig
offen ist und wiederum einen Rohrkanalabschnitt 42c, 44c auf, der beidseitig offen
ist. Die Länge der beidseitig offenen Rohrkanalabschnitte 42a, 44a ist derart bemessen,
dass in diesen Rohrverbindungsstellen positionierbar und somit gut zugänglich sind.
Zum einen wird auf diese Weise die Montage des Bodenablaufs erleichtert. Zum anderen
wird auch ein größerer Raum zur Aufnahme der Verbindungsstellen zur Verfügung gestellt,
die normalerweise größer als der sonstige Durchmesser des Ablaufrohrs sind. Die Rohrkanäle
42 und 44 können ebenso wie bei der in Figur 1 der dargestellten ersten Ausführungsform
mit bevorzugt leicht entfernbaren Versteifungsrippen versteift sein, die vorliegend
jedoch nicht dargestellt sind.
[0033] Figur 3 zeigt eine weitere Montageplatte 50 gemäß der vorliegenden Erfindung. Die
Montageplatte 50 besteht aus zwei Montageplattensegmenten 52 und 54 aus Polystyrol,
die lösbar aneinander befestigt werden können. Hierzu sind an den einander gegenüberliegenden
Stoßflächen 56 und 58 der Montageplattensegmente 52, 54 Verbindungsmittel in Form
von formschlüssig ineinandergreifenden Vorsprüngen 60a, 60b, 60c und Aussparungen
62a, 62b, 62c vorgesehen. Die beiden Montageplattensegmente 52 und 54 definieren gemeinsam
eine kreisförmige Durchgangsöffnung 64 zur Aufnahme einer rohrartig ausgebildeten
Komponente eines Bodenablaufs. Zur Bildung der Durchgangsöffnung 64 sind jeweils mittig
an den Stoßflächen 56 und 58 halbkreisförmige Aussparungen 64a, 64b ausgebildet. Die
halbkreisförmigen Aussparungen 64a und 64b werden von an der Oberseite der Montageplatte
50 ausgebildeten halbkreisförmigen Vertiefungen 65a und 65b umfasst, die zur Aufnahme
eines Auflageflansches einer weiteren Komponente des Bodenablaufs dienen. Die Oberflächen
der beiden halbkreisförmigen Vertiefungen 65a und 65b sind jeweils mit einer Vielzahl
von Rippen 65c versehen, die während der Montage die Ausbildung einer definierten
Mörtel- bzw. Kleberschichtdicke unterstützen.
[0034] Zur Erzeugung eines Gefälles in Richtung der Durchgangsöffnung 64 ist die Oberseite
der Montageplatte 50 in mehrere im Wesentlichen dreieckige, abwärts in Richtung der
Durchgangsöffnung 64 geneigte Flächen 66 unterteilt. Der in Figur 3 dargestellte Aufbau
der Montageplatte 50 ist insbesondere dahingehen vorteilhaft, dass die Montageplatte
50 aufgrund ihrer Unterteilung in zwei Montageplattensegmente 52 und 54 weniger sperrig
und somit besser zu handhaben, insbesondere zu transportieren und zu verpacken ist.
[0035] Die Oberseite der Montageplatte 50 kann mit einem Abdichtungsmaterial versehen sein,
beispielsweise in Form eines bahnförmigen Abdichtungsmaterials, das an der Oberseite
der Montageplatte 50 befestigt ist, oder in Form eines Beschichtungsmaterials, das
auf die Oberseite der Montageplatte 50 aufgetragen ist (in Figur 3 nicht gezeigt).
[0036] Zudem ist auf beiden Seiten der Montageplatte 50 eine Vielzahl kleiner Vertiefungen
66 verteilt, die nur andeutungsweise dargestellt sind. Diese Vertiefungen 66 dienen
als Haftfördermittel zum Unterstützen des Haftens und/oder Verklammerns eines Mörtels
oder Klebers an der Montageplatte 50.
[0037] Die Montageplatte 50 wird entweder alleine oder zusammen mit einer der in den Figuren
1 und 2 dargestellten Montageplatten 10 und 40 montiert. Für den letzteren Fall können
die Montageplatten 10 und 50 oder die Montageplatten 40 und 50 zu einem Montageplattenset
zusammengefasst werden.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Montageplatte
- 12
- Montageplattensegment
- 14
- Montageplattensegment
- 16
- Stoßfläche
- 18
- Stoßfläche
- 20 a, b, c, d
- Vorsprung
- 22 a, b, c
- Aussparung
- 24
- Gehäuseaussparung
- 24 a, b
- halbkreisförmige Aussparung
- 25a, b
- Vertiefung
- 26
- Rohrkanal
- 28
- Rohrkanal
- 30
- Schnittführungslinie
- 32
- Schnittführungslinie
- 34
- Vertiefung
- 40
- Montageplatte
- 42
- Rohrkanal
- 42 a, b
- Rohrkanalabschnitt
- 44
- Rohrkanal
- 44 a, b
- Rohrkanalabschnitt
- 50
- Montageplatte
- 52
- Montageplattensegment
- 54
- Montageplattensegment
- 60 a, b, c
- Vorsprung
- 62 a, b, c
- Aussparung
- 64
- Durchgangsöffnung
- 65a, b
- Vertiefung
- 65c
- Rippe
- 66
- Vertiefung
- 100
- Montageplatte
- 102
- Gehäuseaussparung
- 104
- Rohrkanal
1. Montageplatte (10) zum Verlegen eines Bodenablaufs, der zumindest ein Ablaufgehäuse
und ein an dieses anzuschließendes Ablaufrohr aufweist, umfassend eine vorgefertigte
Gehäuseaussparung (24) zur Aufnahme des Ablaufgehäuses und wenigstens einen vorgefertigten,
sich ausgehend von der Gehäuseaussparung (24) erstreckenden Rohrkanal (26, 28; 42,
44) zur Aufnahme des Ablaufrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Rohrkanal (26, 28; 42, 44) zumindest teilweise nur einseitig
offen ist.
2. Montageplatte (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Versteifungsrippe zum Versteifen des Rohrkanals (26, 28; 42, 44)
vorgesehen ist.
3. Montageplatte (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseaussparung (24) beidseitig offen ist.
4. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an ihrer Oberseite eine die Gehäuseaussparung (24) einfassende ringförmige Vertiefung
(24a, 24b) zur Aufnahme eines Auflageflansches des Ablaufgehäuses vorgesehen ist.
5. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Rohrkanal (42, 44) ausgehend von der Gehäuseaussparung einen
beidseitig offenen Kanalabschnitt (42a, 44a) aufweist.
6. Montageplatte (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der beidseitig offene Kanalabschnitt (42a, 44a) bezüglich seiner Länge derart bemessen
ist, dass die Verbindungsstelle zwischen Ablaufgehäuse und Ablaufrohr zugänglich ist.
7. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei vorgefertigte Rohrkanäle (26, 28; 42, 44) vorgesehen sind.
8. Montageplatte (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rohrkanäle (26, 28; 42, 44) in einem Winkel von 90 ° oder kleiner zueinander
angeordnet sind, bevorzugt etwa 45 °.
9. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Schnittführungslinien (30) und/oder Schnittführungsvertiefungen zum Erleichtern eines
manuellen Freischneidens des wenigstens einen Rohrkanals (26, 28; 42, 44) vorgesehen
sind.
10. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine mehreckige Außenkontur aufweist.
11. Montageplatte (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Schnittführungslinien (32) und/oder Vertiefungen zum Erleichtern eines manuellen
Ausschneidens einer von einer rechtekkigen Außenkontur abweichenden Außenkontur vorgesehen
sind, insbesondere einer runden oder elliptischen Außenkontur.
12. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Oberfläche der Montageplatte (10) mit Haftfördermitteln versehen ist,
die ein Haften und/oder Verklammern eines Mörtels oder Klebers an der Oberseite unterstützen.
13. Montageplatte (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Haftfördermittel Vertiefungen (34) vorgesehen sind.
14. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese in mehrere separate Montageplattensegmente (12, 14) unterteilt ist, insbesondere
in zwei Montageplattensegmente (12, 14).
15. Montageplatte (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplattensegmente (12, 14) im Wesentlichen die gleichen Abmessungen aufweisen.
16. Montageplatte (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplattensegmente (12, 12) identisch ausgebildet sind.
17. Montageplatte (10) nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass nur eines der Montageplattensegmente (12) einen oder mehre Rohrkanäle (26, 28; 42,
44) aufweist.
18. Montageplatte (10) nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßflächen (16, 18) der Montageplattensegmente (12, 14) mit Verbindungsmitteln
(20a, b, c, 22a, b, c) versehen sind, die dazu dienen, einander benachbarte Montageplattensegmente
(12, 14) aneinander zu befestigen.
19. Montageplatte (10) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (20a, b, c, 22a, b, c) formschlüssig ineinandergreifen.
20. Montageplatte (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese zumindest teilweise aus Hartschaum hergestellt ist, insbesondere aus Polystyrol.
21. Montageplattenset umfassend wenigstens eine Montageplatte nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und wenigstens eine zweite Montageplatte (50), die eine vorgefertigte Durchgangsöffnung
(64) zur Aufnahme einer rohrartig ausgebildeten Komponente des Bodenablaufs und eine
mit einem Gefälle in Richtung der Durchgangsöffnung versehene Oberseite aufweist.
22. Montageplattenset nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Montageplatte (50) in mehrere separate Montageplattensegmente (52, 54)
unterteilt ist, insbesondere in zwei Montageplattensegmente (52, 54).
23. Montageplattenset nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplattensegmente (52, 54) der zweiten Montageplatte (50) im Wesentlichen
die gleichen Abmessungen aufweisen.
24. Montageplattenset nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplattensegmente (52, 54) der zweiten Montageplatte (50) identisch ausgebildet
sind.
25. Montageplattenset nach einem der Ansprüche 21 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoßflächen (56, 58) der Montageplattensegmente (52, 54) der zweiten Montageplatte
(50) mit Verbindungsmitteln (60a, b, c; 62a, b, c) versehen sind, die dazu dienen,
einander benachbarte Montageplattensegmente (52, 54) aneinander zu befestigen.
26. Montageplattenset nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (60a, b, c; 62a, b, c) formschlüssig ineinandergreifen.
27. Montageplattenset nach einem der Ansprüche 21 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Oberfläche der zweiten Montageplatte (50) mit Haftfördermitteln versehen
ist, die ein Haften und/oder Verklammern eines Mörtels oder Klebers an der Oberseite
unterstützen.
28. Montageplattenset nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass als Haftfördermittel Vertiefungen (66) vorgesehen sind.
29. Montageplattenset nach einem der Ansprüche 21 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der zweiten Montageplatte (50) mit einem Abdichtungsmaterial versehen
ist.
30. Montageplattenset nach einem der Ansprüche 21 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Montageplatte (50) an ihrer Oberseite mit einer ringförmigen Vertiefung
(65a, 65b) versehen ist, welche die Durchgangsöffnung (64) umgibt.
31. Montageplattenset nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der ringförmigen Vertiefung (65a, 65b) Rippen (65c) ausgebildet
sind, welche während der Montage die Ausbildung einer definierten Mörtel- oder Kleberschichtdicke
unterstützen.
32. Montageplatte (50) nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass diese zumindest teilweise aus Hartschaum hergestellt ist, insbesondere aus Polystyrol.