Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Fussbekleidungsstück, das insbesondere in der
Ausbildung einer Socke oder eines Strumpfes, bestehend aus einem im Wesentlich ausgebildeten
Strumpfelement, das mindestens teilweise den Fuss bedeckt, sowie mindestens einem
Sohlenelement, wobei Strumpf und Sohlenelement einstückig miteinander verbunden sind.
Definitionen
[0002] In den nachfolgenden Beschreibungs- und Ausführungsbeispielen sowie den Ansprüchen
werden Begriffe verwendet, die nachstehend erläutert werden.
[0003] Unter dem Begriff
Fussbekleidungsstück ist ein Bekleidungsstück zu verstehen, das zumindest teilweise zur Bedeckung des
Fusses eines menschlichen Körpers geeignet ist. Fussbekleidungsstücke können zum Beispiel
Schuhe, aber auch Socken oder sockenähnliche Ausbildungen sein.
[0004] Der Fuss des menschlichen Körpers ist als unterstes Teil des Beines zu verstehen.
Die Struktur des menschlichen Fusses ist derart ausgebildet, dass dieser aus Zehen,
Ballen, Sohle, Ferse, Spann (Fussrücken und Ristaussenkante) besteht. Insbesondere
im Fusssohlenbereich und in den Zehen sind eine Vielzahl von Rezeptoren zum Fühlen
angeordnet. Der Fuss selbst weist ein Längsgewölbe und ein Quergewölbe auf. Dadurch
wird das Körpergewicht hauptsächlich über die drei Punkte, nämlich die Ferse, das
Grosszehengrundgelenk (Grosszehenballen) und das Kleinzehengrundgelenk (Kleinzehenballen)
getragen. Zusätzliche Muskulatur stützt das entsprechende Fussgewölbe.
[0005] Die Fusssohle bildet sich im Wesentlichen aus einem Fettkörper, der Stösse dämpft
und damit eine polsternde Wirkung aufweist. Nicht die gesamte Fusssohle hat einen
Kontakt zum Boden. Im Bereich des Längsgewölbes beziehungsweise Fussinnenrandes liegt
sie bei einem gesunden Fuss nicht auf.
Stand der Technik sowie Nachteile des Standes der Technik
[0006] Aus dem Stand der Technik sind Fussbekleidungsstücke in vielfältigen Formen bekannt.
Fussbekleidungsstücke können Socken, Schuhe, Füsslinge oder ähnlich vorgesehene Einrichtungen
sein. Alle Einrichtungen haben das Ziel, den Fuss beziehungsweise die Fusssohle vor
Verletzungen zu schützen oder auch den gesamten Fuss so entsprechend zu schützen,
dass keine oder nur geringe Verletzungen auftreten, wenn entsprechende Beanspruchungen
erfolgen.
[0007] Insbesondere im Wassersport ist es wünschenswert, den Fuss zum einen vor Verletzungen
zu schützen, aber auch höhere Standfestigkeiten herbeizuführen, um die auftretenden
Kräfte besser übertragen zu können. Insbesondere beim Surf- oder Kitesport ist es
notwendig, dass ein optimaler Kontakt zum Brett besteht. Optimaler Kontakt ist darin
zu sehen, dass eine hohe Haftreibung vorgesehen ist, die mit einem Verrutschen des
Fusses vermieden wird, da entsprechend hohe Scherkräfte auftreten und das Wasser noch
zusätzlich dazu beiträgt, dass die Haftreibung geringer wird, insbesondere wenn ein
Wasserfilm zwischen dem Fussbekleidungsstück und dem Brett vorliegt.
[0008] Um diesem Effekt entgegenzuwirken, sind sogenannte Surfschuhe entwickelt worden.
So ist beispielsweise aus der
DE 8902123 U (WINWARD SURF- ) 22.02.1989 ein Surfschuh beschrieben, dessen Aussenhaut aus elastischem Neopren besteht und
eine Sohle aufweist, die aus einer Kautschukmischung gebildet ist. Die Kautschukmischung
ist derart ausgebildet, dass eine gute Haftung und eine hohe Abriebfestigkeit erbracht
wird. Auf der Haut ist Aussen im Vorderfussbereich und Knöchelbereich eine Lage aus
einem reckfesten Stoff aufkaschiert.
[0009] Diese Schuhe sind deswegen für den Surfsport geeignet, da sie den entsprechenden
Schutz für den Fuss bereitstellen, da ein fest durchgehendes Sohlenelement vorhanden
ist, das sich von dem Zeh bis zur Ferse des Fusses erstreckt. In der Regel ist die
Sohle auch entsprechend hart und wenig biegsam, so dass eine gerade Fläche von dem
Zeh bis zur Fussferse vorgegeben ist. Damit ist ein fester Stand gewährleistet.
[0010] Zudem besteht das entsprechende Strumpfelement des Surfschuhs aus einer oder mehreren
Schichten Neopren. Dadurch wird vermieden, dass der Fuss auskühlt und so Krankheiten
hervorgerufen werden können.
[0011] Die auftretenden Scherkräfte werden aufgrund des festen Sitzes des Schuhs aufgenommen
und abgeleitet.
[0012] Das harte Sohlenelement trägt dazu bei, dass dieses abriebfest ist, so dass der Surfschuh
neben dem Wassersport auch beispielsweise im Sand getragen werden kann. Aufgrund des
dicken Sohlenelements und auch der harten Ausgestaltung des Sohlenelements ist aber
das an sich gewünschte und, um den Wassersport auszuüben, notwendige Barfussgefühl
nicht vorhanden. Die Rezeptoren, die an der Fusssohle angeordnet sind, können nicht
die entsprechenden Strukturen unterhalb des Sohlenelements aufnehmen, da das Sohlenelement
dick und fest ist.
[0013] Eine Alternative zu dem zuvor beschriebenen Surfschuh stellen sogenannte Wasserschuhe
dar. Sie weisen zwar die ähnlichen Vorteile und Eigenschaften auf wie Surfschuhe,
unterscheiden sich jedoch darin, dass zum einen das Sohlenelement wesentlich weicher
ausgestaltet ist und dass auch das übrige Strumpfelement des Schuhs weicher ausgestaltet
ist. In der Regel ist das Strumpfelement wesentlich kürzer gestaltet und erstreckt
sich nur minimal über einen herkömmlichen Schuhrand. Aber auch hier ist das entsprechende
Barfussgefühl nicht gegeben. Zudem können auftretende Scherkräfte nicht aufgenommen
werden, da der Schuh sehr locker am Fuss sitzt.
[0014] Eine weitere Ausführungsform gemäss dem Stand der Technik sieht vor, dass handelsübliche
Socken im Fussbereich mit einer gummiartigen Sohle versehen sind. Dadurch ist es nicht
mehr notwendig, beispielsweise Hausschuhe zu tragen, da die gummiartige Sohle die
Fusssohle entsprechend schützt und wärmt. Diese Ausführungsform hat jedoch den Nachteil,
dass sie weder Wasser noch Sand ausgesetzt werden kann.
[0015] Sie weisen jedoch auch die Nachteile auf, dass keine Scherkräfte aufgenommen werden
können und auch durch die entsprechende Dicke beziehungsweise noppenartige Ausbildung
des Sohlenelements, das gewünschte Barfussgefühl nicht entstehen kann.
[0016] Weitere Ausbildungen von Fussbekleidungsstücken, die insbesondere im Wassersport
Anwendung finden, sind sogenannte Sandsocks. Diese bestehen überwiegend aus dünnem
Neopren und sind dafür geeignet, insbesondere den Fuss bei Sportarten, wie Beachvolleyball,
zu schützen. Es handelt sich dabei um eine sockenartige Ausgestaltung mit einem dünnen
Neoprenmaterial, das zusätzlich auf der Fusssohlenseite mit einer abriebfesten Gummischicht
kaschiert ist.
[0017] Sie sind auch den Surfschuhen ähnlich, unterscheiden sich jedoch darin, dass das
Sohlenelement dünner ausgebildet ist. Das übrige Strumpfelement der Sandsocks ist
ein- oder zweilagiges Neopren, das einstückig vernäht ist.
[0018] Auch die Sandsocks weisen den Nachteil auf, dass das sogenannte Barfussgefühl fehlt.
Zudem können die Sandsocks kaum Scherkräfte aufnehmen, da sie sehr locker am Fuss
angeordnet sind. Bei auftretenden Scherkräften verrutscht die Socke, wirft Falten
und so können Blasen entstehen und auch der sichere Stand ist damit nicht mehr gewährleistet.
[0019] Andere gemäss dem Stand der Technik vorgesehene Ausbildungen für Fussbekleidungsstücke
sind sogenannte Zehensocken. Diese Zehensocken sind derart ausgestaltet, dass die
Zehen entsprechend einzelne Aufnahmen aufweisen, so dass ähnlich wie ein Fingerhandschuh,
die Zehen einzeln von dem Strumpfelement umgeben sind. Dadurch sind die Freiheiten
der einzelnen Zehen grösser und auch das Gefühl hinsichtlich des Untergrundes, auf
dem der Fuss abrollt, ist wesentlich grösser.
[0020] Insbesondere sind aus dem Stand der Technik Freeclimbingschuhe bekannt, die bereits
zehenartige Ausnehmungen aufweisen. Diese Schuhe sitzen sehr enganliegend und flach
an dem Aussenspann des Fusses. Auch diese Schuhe sind nicht dafür geeignet, zum einen
mit Wasser in Kontakt zu treten, da jeglicher Halt innerhalb des Schuhes dadurch verloren
geht und zum anderen können auch solche Schuhe nur geringe Scherkräfte aufnehmen,
da sie an sich nur für Senkrechtbelastung und für den Schutz der Fusssohle geeignet
sind.
[0021] Aus der
US 2005/0166427 A1 (Greene et al., 30. Januar 2004) ist ein Fussbekleidungsstück bekannt, das geeignet ist, bei Sportausübungen im Sand
zu tragen. Das Fussbekleidungsstück besteht aus einem im Wesentlichen ausgebildeten
Strumpfelement, das zumindest teilweise den Fuss eines Menschen bedeckt sowie mindestens
einem Sohlenelement, wobei Strumpf- und Sohlenelement einstückig verbunden sind. Zudem
ist ein Fixierungsmittel in der Ausbildung eines Riemens vorgesehen, das sich zumindest
über den medialen Vorfuss ersteckt. Die Zehen werden von dem Fussbekleidungsstück
derart aufgenommen, dass der grosse Zeh separat und die vier übrigen Zehen zusammen
in einer Aufnahme Platz finden. Um eine hohe Traktion insbesondere im Sand zu ermöglichen,
sind auf der Fusssohlenseite Stollenelemente vorgesehen.
[0022] Alle vorgenannten Schuhe ergeben aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und aufgrund
ihres Anwendungsgebiets dem Benutzer nicht das Gefühl, barfuss zu laufen, bei gleichzeitiger
Sicherheit, sich aufgrund von Scherben oder dergleichen, nicht zu verletzen.
Aufgabe der Erfindung
[0023] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fussbekleidungsstück bereitzustellen, das geeignet
ist, den Fuss beziehungsweise die Fusssohle vor entsprechenden Verletzungen, die beispielsweise
durch Scherben, Korallen oder ähnliches entstehen können, zu schützen und dennoch
ein "Barfuss-Gefühl" zu vermitteln.
Lösung der Aufgabe
[0024] Die Lösung der Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 dargestellt.
Vorteile der Erfindung
[0025] Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein Fussbekleidungsstück
geschaffen worden ist, das den Fuss, insbesondere vor Verletzungen, schützt, beispielsweise
beim Surfen, aber auch beim Strandlaufen oder durch Gewässergehen und beispielsweise
beim Start eines Surfvorganges durch Korallen oder Scherben.
[0026] Gleichzeitig ist die Fussbekleidung derart ausgestaltet, dass das Barfussgefühl nicht
verloren geht. Das Barfussgefühl ist deswegen wichtig, da es insbesondere zur Ausübung
des Surf- und Kitesports notwendig ist, um den Kontakt zum entsprechenden Brett herzustellen
und die Reaktion entsprechend zu fühlen. Auch beim Strandlaufen ist es notwendig,
auf der einen Seite den Fuss vor Verletzungen zu schützen, aber auch wünschenswert,
den Kontakt zur Natur und zur entsprechenden Bodenstruktur zu erhalten.
[0027] Alternativ und in einer besonderen Ausfühungsform kann vorgesehen werden, das Fussbekleidungsstück
für den tatsächlichen Barfussläufer auszubilden, so dass dieses auch optisch mit der
normalen Tageskleidung zusammen getragen werden kann. Dies ermöglicht es dem Benutzer,
zu jederzeit auch in Großstädten, in denen an sich aufgrund von Scherben oder ähnlichen
Gegenständen erhebliches Verletzungspotential besteht, "barfuss zu laufen". Das besondere
Fussbekleidungsstück ist vorzugsweise ähnlich einer Socke ausgebildet, jedoch mit
einem bestimmten beschichteten Material versehen, das die Eigenschaft aufweist, Scherben
oder dergleichen von der Haut abzuhalten. Alternativ kann auch vorgesehen sein, zumindest
teilsweise ein spezielles Gewebe zu verwenden, das dieselben Eigenschaften zeigt.
Die den Fuss umschliessende Bandage gibt einen besonderen Halt. Sie kann beispielswiese
aus einem elastischen oder auch lederartigen Material ausgebildet sein.
[0028] Für die Gestaltung des erfindungsgemässen Fussbekleidungsstücks wird vorteilhafterweise
ein Material vorgeschlagen, das sehr dünn und leicht ist, aber schnittfeste Eigenschaften
aufweist. Vorzugsweise ist es nicht oder nur geringfügig dehnbar. Durch diese Eigenschaften
wird ein "geschütztes Barfussgefühl" vermittelt.
[0029] Als Grundelement wird eine speziell ausgestaltetes Sockenelement bereitgestellt,
das sich von herkömmlichen Fussbekleidungsstücken dadurch unterscheidet, dass die
Zehen jeweils (vergleichbar mit Fingerhandschuhen) aufgenommen werden. Das Grundelement,
nachstehend Strumpfelement genannt, wird aus einem leichten und dünnen, vorzugsweise
schnittfesten Material gebildet, das vorzugsweise an mehreren Stellen durch netzartiges
Gewebe durchsetzt ist. Letzteres Gewebe, auch Mesh-Gewebe genannt, ist dehnfähig und
lässt Flüssigkeiten, wie beispielsweise Wasser nahezu ungehindert durchfliessen. Dieses
Mesh-Gewebe bringt neben dem bequemeren (da dehnfähig) Einsteigen in das Fussbekleidungsstück
somit auch den Vorteil mit, dass das in dem übrigen Strumpfelement gehaltene Wasser
durch dieses Mesh-Gewebe abfliessen kann.
[0030] Alternativ kann auch ein aus dem Stand der Technik bekanntes Gewebe verwendet werden,
das in einem weiteren Bearbeitungsprozess beschichtet wird, so dass die gewünschten
Eigenschaften bereitgestellt werden können.
[0031] Aus fertigungstechnischen Gründen ist das Strumpfelement in zwei Teile aufgeteilt,
wobei die Naht vorzugsweise im Bereich des Mesh-Gewebes des oberen Fussrists angeordnet
ist. Dadurch ist ein einfaches und unsichtbares Zusammenfügen möglich.
[0032] Um einen optimalen Halt des Fussbekleidungsstücks an dem Fuss zu gewährleisten, ist
neben einer enganliegenden Passform ein zusätzlicher Bandageriemen vorgesehen. Ein
freies Ende des Bandageriemens ist im Fussbereich des Strumpfelements fest angeordnet.
Es lässt sich nach dem Anziehen des Strumpfelements über den Rist des Fusses und anschliessend
um den Bereich des Fussknöchels bandagemässig wickeln.
[0033] Vorteilhafterweise ist der Bandageriemen im Bereich des Fussgewölbes an dem Strumpfelement
unverlierbar angeordnet. Zusätzlich besteht er aus einem flexiblen Material.
[0034] Um vorteilhafterweise die Eigenschaften der Schnittfestigkeit zu erhöhen und damit
das Verletzungsrisiko zu verringern, aber dennoch nicht das Barfussgefühl zu mindern,
wird keine durchgängige Sohle verwendet, wie sie beispielsweise aus dem Stand der
Technik bekannt ist. Vielmehr werden nur ausgewählte Bereiche mit einem Sohlenteilelement
versehen, damit insbesondere (neben der zusätzlichen Schnittfestigkeit) auch ein rutschfester
Stand gewährleistet wird.
[0035] Hierzu wird das Sohlenelement ausschliesslich im Bereich der Fussferse (FF), des
Fussballens (FB) und eventuell des grossen Zehs (FGZ) mit einer zusätzlichen gummiartigen
Schicht belegt beziehungsweise bedruckt. Insbesondere im Bereich des Fussballens sind
zusätzlich kreisförmige Rillen angeordnet, die ein Drehen des Fusses unter Belastung
erleichtern.
[0036] Im Bereich der Zehen ist eine dünne gummiartige Schicht auf das Strumpfelement aufgedruckt.
Zusätzlich sind an dem Fussbekleidungsstück die Randausbildungen des Bandageriemens
mit einer dünnen gummiartigen Schicht bedruckt. Dadurch wird ebenfalls eine bessere
Standfestigkeit erreicht.
[0037] Das erfindungsgemässe Fussbekleidungsstück ist vielseitig einsetzbar. Auf der einen
Seite kann es im Bereich Sport eingesetzt werden, bei dem es unmittelbar in Kontakt
mit Wasser gelangt. Durch diese erfindungsgemässe Ausbildung wird dem Benutzer ein
Barfussgefühl und trotzdem optimaler Halt auf einem Untergrund, wie beispielsweise
ein Schiffsdeck oder ein Kiteboard, geboten. Auch ein Einsatz im Bereich des Beachvolleyballs
oder -handballs ist vorgesehen. Auch hier steht die Vermittlung des Barfussgefühls
im Vordergund mit gleichzeitigem Schutz des Fusses vor Verletzungen wie Schürfungen,
Verbrennungen et cetera. Auf der anderen Seite bietet das vielfältig auszugestaltende
Fussbekleidungsstück die Möglichkeit, es als "Schuh" im herkömmlichen Sinne zu verwenden.
Viele Menschen haben das Bedürfnis, frei von Zwängen eines herkömmlichen Schuhs, barfuss
zu gehen. Sie vermeiden es jedoch, um insbesondere in Städten keine Verletzungen zu
erleiden. Das erfindungsgemässe Fussbekleidungsstück bietet jetzt die Möglichkeit,
anstelle eines herkömmlichen Schuhs getragen zu werden, um den Benutzer das Gefühl
des "barfussgehens" zu haben und dennoch vor Verletzungen geschützt zu sein. Auch
optisch und technisch lässt sich das Fussbekleidungsstück derart gestalten, dass es
einem herkömmlichen Schuh - bezogen auf seine Optik - nicht nachsteht.
[0038] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung, den
Ansprüchen sowie den Zeichnungen hervor.
Zeichnungen
[0039] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Seitenansicht auf das erfindungsgemässe Fussbekleidungsstück
im angezogenen Zustand;
- Figur 2
- eine Unteransicht auf das Fussbekleidungsstück gemäss Figur 1;
- Figur 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Strumpfelements des erfindungsgemässen Fussbekleidungsstück
gemäss Figur 1, jedoch ohne erfindungsgemässen Bandageriemen;
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Strumpfelements des erfindungsgemässen Fussbekleidungsstück
gemäss Figur 1, jedoch ohne erfindungsgemässen Bandageriemen;
- Figur 5 [A - E]
- Visualisierung des Anziehvorganges des erfindungsgemässen Fussbekleidungsstückes gemäss
Figur 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0040] In Figur 1 ist das erfindungsgemässe Fussbekleidungsstück 1 dargestellt. Das Fussbekleidungsstück
1 besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen, nämlich einem Strumpfelement 2 und einem
Bandageriemen 3.
[0041] Das Strumpfelement 2 erstreckt sich von ungefähr dem Fussknöchel FK bis zu den Zehen
Z und weist damit eine strumpfartige Ausbildung auf. Vorzugsweise ist die strumpfartige
Ausbildung ähnlich einer herkömmlichen Socke beziehungsweise eines Strumpfes. Aus
Herstellungsgründen weist dieses Strumpfelement 2 zwei Teile auf.
[0042] Das Strumpfelement 2 ist in mehrere Bereiche unterteilt.
[0043] Im Bereich der Zehen Z weist das Strumpfelement 2 Aufnahmen 4 für die jeweiligen
Zehen Z, die in den Zeichnungen nicht näher dargestellt sind, auf. Von hier aus ausgehend
erstreckt sich das Strumpfelement 2 über die Fusssohle FS beziehungsweise den Fussspann
FSP über die Fussferse FF und dem Fussknöchel FK bis vorzugsweise hin zum Fussrist
FR.
[0044] Das Strumpfelement 2 besteht überwiegend aus einem vorzugsweise einlagig verarbeiteten
Spezialstoff 5, der die Eigenschaften aufweist, dünn ausgebildet zu sein, aber dennoch
schnittfest und vorzugsweise elastisch zugleich zu sein. Vorzugsweise ist ein Spezialstoff
5, bestehend aus einer Mischung von Teflon und Baumwolle, vorgesehen.
[0045] Insbesondere in den Bereichen des Fussknöchels FK und in Teilen des Fussspannes FSP
sind leicht elastische, vorzugsweise zweischichtige Netzmaterialien 6 vorgesehen.
[0046] Diese Netzmaterialien 6 dienen dazu, dass das Strumpfelement 2 einfach angezogen
werden kann, sofern der übrige Spezialstoff 5 nur eine geringe oder keine Dehnfähigkeit
aufweist. Gerade im Bereich der Fussknöchel FK, aber auch im Bereich des Fussspannes
FSP, ist beim Anziehen Elastizität gefordert, damit das Fussbekleidungsstück 1 von
den Zehen Z bis hin zum Fussrist FR einfach übergestreift werden kann.
[0047] Das Strumpfelement 2 weist weiterhin die Eigenschaft auf, dass es zwar anliegend
an dem Fuss ausgestaltet ist, jedoch aufgrund der, insbesondere beim Surfen und Laufen,
auftretenden Scherkräfte, sehr leicht verrutschen kann.
[0048] Um dies zu verhindern, ist erfindungsgemäss ein Bandageriemen 3 vorgesehen. Der Bandageriemen
3 erstreckt sich von der Fusssohle FS über den Fussspann FSP bis hin zum Fussrist
FR.
[0049] Vorzugsweise besteht dieser Bandageriemen 3 aus einem elastischen Band, beispielsweise
einem Neoprenstoff und ist entsprechend der Form des Fusses angepasst. Somit dient
der Bandageriemen 3 dazu, das Fussbekleidungsstück 1 am Fuss zu fixieren.
[0050] Damit ein einfaches Fixieren des Bandageriemens 3 möglich ist, ist am freien Ende
des Bandageriemens 3 ein Klettverschluss 8 vorgesehen.
[0051] Wie in Figur 2 in Unteransicht des Fussbekleidungsstückes 1 dargestellt, ist insbesondere
in den Bereichen, in denen die Fusssohle FS in Kontakt mit einem Boden, einem Surfbrett
oder ähnlichem tritt, eine gummiartige Schicht 9 aufgebracht. Vorzugsweise ist diese
gummiartige Schicht 9, wie sie auch in Figur 1 an unterschiedlichen Stellen dargestellt
ist, insbesondere im Bereich der Fussferse FF des Fussballens FB und des grossen Zehs
FGZ angeordnet und vorzugsweise auch mit einem entsprechenden Profil ausgestattet.
Das Profil soll zur wesentlich besseren Bodenhaftung führen und dass der, zwischen
der auftretenden Fläche und der gummiartigen Schicht 9, entstehende Wasserfilm in
das Profil eindringen kann und so die Kontaktfläche verbessert wird. Bei dem hier
dargestellten Ausführungsbeispiel unterscheidet sich das Profil der gummiartigen Schicht
9 von dem übrigen dadurch, dass es kreisförmig ausgestaltet ist. Dadurch ist ein einfacheres
Verdrehen des Fusses in diesem 'Punkt' möglich.
[0052] In den übrigen Bereichen, die mit dem Boden in Kontakt kommen, insbesondere die übrigen
Zehen Z und die Randausbildungen 10 des Bandageriemens 3, ist vorzugsweise eine dünne
Gummischicht 11 aufgedruckt. Auch diese dünne Gummischicht 11 dient dazu, die Haftreibung
zwischen dem Boden und dem Fuss zu verbessern.
[0053] Da nur wenige Bereiche der Fusssohle FS mit der gummiartigen Schicht 9 oder aber
auch der dünnen Gummischicht 11 vorgesehen sind, bleibt das Barfussgefühl soweit erhalten.
[0054] Im Hinblick auf die Fertigung ist vorgesehen, das Fussbekleidungsstück 1, so wie
es in Figur 3 dargestellt ist, zweiteilig auszubilden und über eine Naht 12 miteinander
unverlierbar zu verbinden.
[0055] Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des Strumpfelements 2. Es unterscheidet
sich von dem gemäss Figur 3 dadurch, dass im Bereich des Fussspanns FSP beziehungsweise
der Naht 12 ein Netzmaterial 6 vorgesehen ist.
[0056] Das Netzmaterial 6 weist grundsätzlich die Eigenschaft auf, dass es Wasser durchlässt.
Ferner weist es die Eigenschaft auf, dass es eine entsprechende Dehnfähigkeit aufweist.
Zudem weist das Netzmaterial 6 eine definierte Dicke auf. Dadurch wird ein angenehmer
Tragekomfort gewährleistet.
[0057] Der Bandageriemen 3 ist als langgestrecktes Element ausgebildet und weist vorwiegend
einen schalartigen Charakter auf. Das eine freie Ende des Bandageriemens 3 ist fest
im Bereich des Fussgewölbes FG der Fusssohle FS verbunden. Vorzugsweise ist der Bandageriemen
3, so wie es beispielhaft in Figur 5A dargestellt ist, angenäht.
[0058] Für den Einstieg in das Fussbekleidungsstück 1 greift der Benutzer mit einer Hand
an einer Zuglasche 13, sobald er diese über die Zehen und den Fussrist FR gezogen
hat. Durch Ziehen in Pfeilrichtung 14 (Figur 5A) wird das Fussbekleidungsstück 1 über
die Fussferse FF gezogen. Dabei dehnt sich das Netzmaterial 6 im Bereich des Fussknöchels
FK.
[0059] Sobald das Fussbekleidungsstück 1 über den Fuss gezogen worden ist und sockenartig
den Fuss umschliesst, wird gemäss Figur 5A der Bandageriemen 3 mit der Hand unter
dem Fussgewölbe FG hindurchgeführt und wie es in Figur 5B gezeigt ist, über den Fussspann
FS bis hin zum Fussrist FR, wie in Figur 5C dargestellt, geführt. Wickelartig wird
das weitere freie Ende um den Fussrist FR geführt bis das freie Ende über den Klettverschluss
8 an dem eigenen Bandageriemen 3 fixiert werden kann.
[0060] Aufgrund der Elastizität des Bandageriemens 3 entsteht eine entsprechende Fixierung
des Fussbekleidungsstückes 1 an dem Fuss und es wird insbesondere verhindert, dass
bei den auftretenden Scherkräften das Fussbekleidungsstück 1, insbesondere im Sohlenbereich
hin- und herrutscht.
[0061] Eine optimale Fixierung ist somit gewährleistet.
[0062] Das beschriebene Ausführungsbeispiel ist nicht beschränkend. Vielmehr sind unter
dem erfindungsgemässen Fussbekleidungsstück alle die Ausführungen und Einsatzgebiete
zu verstehen, bei denen ein "barfussgefühl" gewünscht ist und trotzdem die Eigenschaft
vorhanden sein muss, den Fuss vor Verletzungen zu schützen. Aus diesem Grund können
auch solche Ausführungsformen vorgesehen sein, die nicht für den Sport vorgesehen
sind, sondern vielmehr die Eigenschaft mit sich bringen, mit eleganter oder alltäglicher
Kleidung getragen werden zu können. Daher ist es nicht unbedingt Voraussetzung, dass
ausschliesslich High-Tech-Materialien verwendet werden. Insbesondere als Bandageelement
können auch lederartige Materialien eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Fussbekleidungsstück
- 2
- Strumpfelement
- 3
- Bandageriemen
- 4
- Aufnahme
- 5
- Spezialstoff
- 6
- Netzmaterial
- 8
- Klettverschluss
- 9
- gummiartige Schicht
- 10
- Randausbildung
- 11
- dünne Schicht
- 12
- Naht
- 13
- Zuglasche
- 14
- Pfeilrichtung
- FK
- Fussknöchel
- Z
- Zehe
- FS
- Fusssohle
- FF
- Fussferse
- FSP
- Fussspann
- FR
- Fussrist
- FB
- Fussballen
- FGZ
- grosser Zeh
- FG
- Fussgewölbe