[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Obergriff des Anspruchs 1 oder
3.
[0002] Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in der
WO 2006/119929 A2 beschrieben. Bei dieser vorbekannten Vorrichtung weist die Kerbvorrichtung vier Kerbleisten
auf, die in einer Querebene des Durchgangs angeordnet und jeweils durch einen eigenen
Antrieb zwischen einer einem rechteckigem Querschnitt des Durchgangs freigebenden
Ausgangsstellung und einer in den Strang eintauchenden Kerbstellung bewegbar sind.
Die Kerbleisten und die Antriebe sind jeweils an einem sich quer zum Durchgang erstreckenden
rahmenförmigen Träger angeordnet, mit dem sie ein Trägermodul bilden.
[0003] Der Vorrichtung ist eine Schneidevorrichtung zum Schneiden des Stranges in den durch
die Kerbleisten erzeugten Kerben vorgesehen. Bei den Kerbleisten kann es sich um sogenannte
ungeteilte oder geteilte Kerbleisten handeln. Ungeteilte Kerbleisten weisen eine keilförmige
Querschnittsform auf. Geteilte Kerbleisten sind jeweils durch zwei sich in der Umfangsrichtung
des Förderdurchgangs nebeneinander erstreckende Anfasleisten gebildet, die einen in
der Längsrichtung des Förderdurchgangs gerichteten Abstand voneinander aufweisen,
wobei die Schneidevorrichtung einen Schneidedraht aufweist, der zwischen den Anfasleisten
quer durch den Förderdurchgang bzw. durch den von den Kerbleisten beim Kerben begrenzten
Querschnitt bewegbar ist. Beim Vorhandensein ungeteilter Kerbleisten erfolgt das Schneiden
längsversetzt nach dem Kerben in einer besonderen Schneideebene. Beim Vorhandensein
geteilter Kerbleisten erfolgt das Schneiden unmittelbar nach dem Kerben in einer gemeinsamen
Kerb- und Schneideebene. Dabei können mehrere Kerbvorrichtungen mit zugehörigen Schneidevorrichtungen
längs des Durchgangs hintereinander angeordnet und im Wesentlichen gleichzeitig betätigbar
sein, wobei die Anfasleisten jeweils durch ein Paar Kolbenzylinder bewegbar sind,
die jeweils an der Hinterseite eines rahmenförmigen Trägers gehalten sind. Dabei erstrecken
sich die Anfasleisten soweit in der Längsrichtung des Durchgangs durch das Durchgangsloch
in zugehörigen rahmenförmigen Träger zu dessen Vorderseite, so dass der zwischen zwei
zueinander gehörenden Anfasleisten gehörende Spalt sich zwischen zwei Tragrahmen befindet.
Die zugehörige Schneidvorrichtung ist so angeordnet, dass der Schneidedraht zwischen
diesen Tragrahmen im Spalt zwischen den Anfasleisten quer durch den Durchgang bewegbar
ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 oder 3 den Kerbantrieb zu verbessern. Im Weiteren sollen der Kerbvorgang
und die Kerbenqualität verbessert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass auf Grund des Vorhandenseins einer
an einer Seite des Durchgangs angeordneten Kerbleiste eine in eine Umfangsrichtung
des Durchgangs gerichtete Antriebsbewegung besonders günstig ist und raumgünstige
Ausgestaltungen für den Kerbantrieb ermöglichen sollte. Diese Antriebsbewegung ist
insbesondere dann günstig, wenn mehrere Kerbleisten an mehreren Seiten des Durchgangs
angeordnet sind.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung gemäß Anspruch 1 sind die Antriebselemente
jeweils mit einem Basiselement eines Getriebes antriebsmäßig verbunden, dass eine
in eine Umfangsrichtung des Durchgangs gerichtete Bewegung des Basiselements in die
quer gerichtete Bewegung der zugehörigen Kerbleiste umwandelt. Hierbei wird eine in
die Umfangsrichtung des Durchgangs gerichtete Antriebsbewegung ausgenutzt, deren Richtung
und Wirkbereich eine raumgünstige Anordnung und Ausgestaltung des zugehörigen Kerbantriebsteils
ermöglicht. Es lässt sich deshalb eine raumgünstige Konstruktion der Kerbantriebsteile
verwirklichen, die in der Längsrichtung des Durchgangs eine geringe Abmessung aufweist,
und sich deshalb für den Kerbantrieb besonders gut eignet.
[0008] Der Erfindung liegt im Weiteren die Erkenntnis zugrunde, dass die sich in die Umfangsrichtung
des Durchgangs erstreckende Antriebsbewegung es in einfacher Weise ermöglicht, die
auf dem Umfang verteilt angeordneten Basiselemente des Kerbantriebs miteinander zu
verbinden, so dass die Kerbleiste nicht nur gleichzeitig, sondern auch mit einem gemeinsamen
Antriebsmotor bewegt werden kann.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Weiterbildung gemäß Anspruch 3 ist die Kerbführung für
die Kerbleiste schräg angeordnet, wobei sie mit der in einer Umfangsrichtung des Durchgangs
folgenden Horizontalen oder Vertikalen einen spitzen Winkel einschließt. Bei dieser
Ausgestaltung steht auf Grund der schräg gerichteten Kerbenführung ein größerer Antriebsweg
zum Kerben zur Verfügung als wie es bei bekannten Ausgestaltungen der Fall ist, bei
denen die Kerbenführung vertikal und horizontal gerichtet ist. Außerdem führt die
Kerbleiste eine der Größe der Schräg-stellung entsprechende Seitenquerbewegung bezüglich
der vertikalen Längsebene des Durchgangs aus, was sich ebenfalls positiv auf das Kerben
und insbesondere auf die Kerbenqualität auswirkt.
[0010] Ein weiterer Vorteil dieser Ausgestaltung besteht darin, dass sie sich besonders
gut für Kerbleisten eignet, die sich in den Eckenbereichen einander überlappen und
permanent aneinander liegen. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese spezielle Kerbenleistungskonstruktion
eingeschränkt.
[0011] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eignet sich vorzüglich für eine Kerbvorrichtung,
deren Kerbleisten in einer gemeinsamen Querebene angeordnet und bewegbar sind. Dabei
kann es sich um ungeteilte oder sogenannte geteilte Kerbleisten handeln.
[0012] Es eignen sich die erfindungsgemäße Ausgestaltung auch sehr vorteilhaft für eine
Kerbleistenanordnung viereckiger oder quadratischer Querschnittsform, bei der von
zwei im Eckenbereich einander benachbarten Kerbleisten die eine Kerbleiste die andere
Kerbleiste überlappt und in der zugewandten Stirnseite eine Ausnehmung aufweist, in
die der Kerbsteg der einen Kerbleiste schließend einfasst. Eine solche Kerbleistenausgestaltung
ermöglicht eine Bewegung der Kerbleisten bei ständigem Berührungskontakt in den Eckenbereichen,
so dass beim Kerben kein Material des Stranges in den Eckenbereichen zwischen die
Kerbleisten gelangen kann.
[0013] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist es zur Vergrößerung der Arbeitsleistung
vorteilhaft, zwei oder mehrere in der Längsrichtung des Durchgangs hintereinander
liegende und voneinander beabstandete Gruppen von kombinierten Kerb- und Schneidevorrichtungen
vorzusehen, die jeweils zum Kerben bzw. Anfasen und Schneiden m Wesentlichen gleichzeitig
bewegbar sind. Bei dieser Weiterbildung können somit mehrere Längsabschnitte im Wesentlichen
gleichzeitig gekerbt und abgeschnitten werden.
[0014] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung eigenen sich für eine Schneidevorrichtung, bei
der der eine Schneidedrahthalter in die Umfangsrichtung des Durchgangs bewegbar ist
und der andere Schneidedrahthalter stationär angeordnet ist, vorzugsweise an einem
der beiden Tragrahmen, der zur Lagerung dieses stationären Schneidedrahthalters seitlich
verlängert sein kann, so dass der stationäre Schneidedrahthalter außerhalb einer Ringführung
für den bewegbaren Schneidedrahthalter angeordnet werden kann.
[0015] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, die wenigstens eine Kerbleiste
jeweils mit einem Antriebselement zu bewegen, dass mit einem Basiselement eines Getriebes
antriebs-mäßig verbunden ist, dass eine in eine Umfangsrichtung des Durchgangs gerichtete
Bewegung des Basiselements in eine Querbewegung der zugehörigen Kerbleiste umwandelt.
Diese Ausgestaltung ermöglicht es, das Kerben mit einer gewünschten Kerbgeschwindigkeit
durchzuführen, die durch das Übersetzungsverhältnis des Getriebes bestimmbar ist.
Hierzu lassen sich unterschiedliche Getriebeausgestaltungen integrieren, wobei eine
einfache und kleine Konstruktion für das Getriebe realisierbar ist. Als Getriebeelement
eignet sich eine Pleuelstange sehr gut, die die in die Umfangsrichtung gerichtete
Bewegung des Basiselements in die Querbewegung der Kerbleiste umwandelt. Die Anordnung
einer Pleuelstange ermöglicht im Weiteren eine degressive Kerbgeschwindigkeit beim
Kerben, was sich auf die zunehmende Verdrängung des zu kerbenden Materials beim Kerben
günstig auswirkt. Außerdem lässt sich mit einer Pleuelstange eine beim Kerben progressive
Kerbkraft erzeugten.
[0016] Weitere Weiterbildungen der Erfindung ermöglichen einfache und kleine Detailkonstruktionen
der Vorrichtung, die auch eine vereinfachte Montage bzw. Demontage und eine kostengünstige
Herstellung gewährleisten.
[0017] Nachfolgend werden vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung anhand von mehreren
Ausführungsbeispielen und Zeichnungen näher erläutert.
[0018] Es zeigt
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Kerbvorrichtung in einer vereinfachten Hinteransicht für eine
erfindungsgemäße Vorrichtung zum Trennen eines Stranges aus plastischem Material in
Längsabschnitte, wobei die Kerbvorrichtung sich in den Ausgangsstellungen ihrer Kerbleisten
befindet;
- Fig. 2
- die Kerbvorrichtung in perspektivischer Darstellung, wobei die Kerbleisten sich in
ihren Kerbstellungen befinden;
- Fig. 2a
- eine erfindungsgemäße Kerbvorrichtung in der Ansicht gemäß Fig. 2 jedoch in abgewandelter
Ausgestaltung;
- Fig. 3
- eine Garnitur erfindungsgemäßer und sich in der Kerbstellung befindlicher Kerbleisten
in vergrößerter Hinteransicht;
- Fig. 4
- eine Garnitur erfindungsgemäßer und sich in der Kerbstellung befindlicher Kerbleisten
in vergrößerter Hinteransicht und in abgewandelter Ausge- staltung;
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Kerbvorrichtung in perspektivischer Hinteransicht und in abgewandelter
Ausgestaltung;
- Fig. 6
- den vertikalen Längsschnitt VI-VI in Fig. 5;
- Fig. 7
- eine blockförmige Aufnahmevorrichtung mit mehreren längs des Durchgangs hintereinander
angeordneten Trägermodulen mit jeweils einer Kerbvor- richtung und Schneidevorrichtung
in der Seitenansicht;
- Fig. 8
- eine abgewandelte Aufnahmevorrichtung in der Hinteransicht;
- Fig. 9
- die Aufnahmevorrichtung in perspektivischer Hinter- und Seitenansicht schräg von oben;
- Fig. 10
- die Aufnahmevorrichtung in perspektivischer Vorder- und Seitenansicht schräg von oben;
- Fig. 11
- ein teilweise demontiertes Trägermodul der Aufnahmevorrichtung in perspektivischer
Hinteransicht schräg von oben;
- Fig. 12
- den vertikalen Längsschnitt XII-XII in Fig. 8;
- Fig. 13
- die Aufnahmevorrichtung mit Ausführungsbeispielen für seitliche Begren- zungen von
Aufnahmefächern für Trägermodule in perspektivischer Seiten- ansicht von rechts und
von hinten;
- Fig. 14
- die Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. 13 in der Seitenansicht von rechts und vorne, wobei
die Aufnahmevorrichtung mit nur einem ersten Trägermodul bestückt ist;
- Fig. 15
- die Aufnahmevorrichtung mit abgewandelten Begrenzungen für Aufnahme- fächer in der
Seitenansicht von rechts und von vorne sowie ohne Träger- module;
- Fig. 16
- die Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. 15; wobei die Aufnahmevorrichtung mit einem ersten
Trägermodul bestückt ist;
- Fig. 17
- den Teilschnitt XVII-XVII in Fig. 16, wobei die Aufnahmevorrichtung vollständig mit
Trägermodulen bestückt ist.
[0019] Die in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnete Vorrichtung besteht aus mehreren Bauteileinheiten,
mit z. B. einem auf dem Boden stehenden Gestell G (nur in Fig. 1 angedeutet), in dem
ein sich in dessen Längsrichtung erstreckender freier Förderdurchgang 2 für den Strang
3 angeordnet ist. Zum Trennen des Stranges 3 in Strang-Längsabschnitte 3a ist wenigstens
eine Schneidevorrichtung 4 mit einem sich quer zum Durchgang 2 erstreckenden Schneidedraht
4a vorgesehen, wobei der Strang 3 vor dem Schneiden an allen Seiten mit vorzugsweise
in einer gemeinsamen Querebene angeordneten Kerben 5a versehen wird, die sich quer
erstrecken, und in denen das plastische Material des Stranges 3 quer geschnitten wird.
Aufgrund des Schneidens in den Kerben 5a wird ein Schneidgrat vermieden oder vermindert,
insbesondere jeweils ein über die Außenflächen der Strangabschnitte 3a hinausragender
Schneidgrat vermieden. Je nach Anforderung an die Kantenbeschaffenheit der mit der
Vorrichtung 1 durch Schneiden herstellbaren Strang-Längsabschnitte 3a kann es ausreichen,
eine Kerbleiste 6 an einer Seite oder zwei Kerbleisten 6 an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten des Durchgangs 2 anzuordnen, mit denen in einer gemeinsamen Querebene angeordnete
Kerben 5a an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Strangs 3 eindrückbar sind,
wobei die beim Kerben entstehenden Druckkräfte sich aufgrund der einander gegenüberliegenden
Anordnung im wesentlichen aufheben. Es kann aber auch ausreichen, für ein dreiseitiges
Kerben drei Kerbleisten 6 in der gemeinsamen Querebene anzuordnen, die den Strang
3 bzw. Durchgang 2 im Bereich von zwei einander benachbarten Ecken umgeben. Die sich
zwischen diesen beiden einander gegenüberliegenden Kerbleisten 6 erstreckende dritte
Kerbleiste 6 ist vorzugsweise eine obere Kerbleiste 6c. Bei einer solchen Anordnung
ohne eine unterseitige Kerbleiste 6a werden der Strang 3 bzw. die Längsabschnitte
3a nur seitlich und oberseitig gekerbt. Für anspruchsvolle Längsabschnitte 3a weist
die Vorrichtung 1 an allen vier Seiten Kerbleisten 6 zum Eindrücken einer umlaufenden
Kerbe 5a auf.
[0020] Der Schneidedraht 4a ist durch zwei einen Querabstand voneinander aufweisende und
beiderseits des Durchgangs 2 angeordnete Schneidedrahthalter 24a, 24b unter einer
Spannung des Schneidedrahtes 4a gehalten, wobei die Schneidedraht-halter 24a, 24b
quer von einer zur anderen Seite des Durchgangs 2 durch einen nur in Fig. 8 und folgende
dargestellten Schneideantrieb 26 bewegbar sind.
[0021] Bei allen Ausführungsbeispielen sind gleiche oder vergleichbare Teile mit gleichen
Bezugszeichen bezeichnet.
[0022] Zum Fördern des Stranges 3 von hinten nach vorne durch die Vorrichtung 1 im Durchgang
2 dient eine den Strang 3 vorzugsweise kontinuierlich vorbewegende Fördereinrichtung
1a (Fig. 6), die mit mehreren in der Durchgangsrichtung 2a hintereinander angeordneten
Fördereinrichtungs-Abschnitten, z. B. je ein Förderband oder Auflager-Abschnitten,
gebildet sein kann. Der Strang 3 kann dabei von einer Strangpresse auf bzw. in die
Fördereinrichtung 1a gelangen.
[0023] Das Kerben und das Schneiden erfolgt vorzugsweise während der Durchgangsbewegung
des Stranges 3. Hierzu kann ein an sich bekannter Schieber S angeordnet sein, der
wenigstens ein Trägermodul 9 mit einer Kerbvorrichtung 5 und eine dazu längs nach
vorne versetzte Schneidevorrichtung 4 (in Fig. 1 bis 5 nicht dargestellt) oder ein
Trägermodul 9 mit wenigstens einer Kerbvorrichtung 5 und ein dazu längs nach vorne
versetztes Trägermodul 9 mit wenigstens einer Schneidevorrichtung 4 (in Fig. 6 beispielhaft
angedeutet) trägt, längs der Durchgangsrichtung 2a hin und her verschiebbar ist und
beim Kerben und Schneiden mit der Vorbewegungsgeschwindigkeit des Stranges 3 vor bewegt
wird und dann wieder in seine Ausgangsstellung zurück bewegt wird, aus der ein nächster
Kerb- und Schnittvorgang erfolgen kann. Während der Vorbewegung des wenigstens einen
Trägermoduls 9 mit der Kerbvorrichtung 5 und der Schneidevorrichtung 4 kann der Schneidedraht
4a zum Schneiden immer von der einen Seite des Durchgangs 2 zur anderen Seite bewegt
werden und nach einer Spreizung des getrennten Längsabschnitts 3a bei einem Leerhub
wieder zurückbewegt werden, was mit einseitigem bzw. monodirektionalem Schneiden bezeichnet
wird (an sich bekannt). Es ist jedoch auch ein wechselseitiges bzw. bidirektionales
Schneiden möglich, bei dem der Schneidedraht 4a während einer Vorbewegung von einer
Seite auf die andere Seite und nach einer Rückbewegung sowie bei der nächsten Vorbewegung
ohne die vorbeschriebene Spreizung wieder zur einen Seite zurückbewegt wird (ebenfalls
an sich bekannt).
[0024] Der Schieber S kann ein plattenförmiger Träger sein, und er ist mit an ihm angeordneten
Führungsbuchsen 10a auf sich längs dem Durchgang 2 erstreckenden Führungsstangen 10b
durch einen Längsantrieb 10c hin und her verschiebbar gelagert. Die Führungsstangen
10b sind mittels Lagerböcken 10d am Gestell G gelagert. Zum Verschieben des Schiebers
S in der z. B. so gebildeten und mit 10 bezeichneten Längsführung kann der Längsantrieb
10c einen geeigneten Verschiebemotor aufweisen.
[0025] Die Vorrichtung 1 ist prinzipiell mit nur einer Kerbvorrichtung 5 und nur einer in
Fig. 6 angedeuteten Schneidevorrichtung 4 funktionsfähig, die jeweils an einem Trägermodul
9 angeordnet und getragen sein können, das sich quer zum Durchgang 2 von dessen einer
Seite zur anderen Seite erstreckt und vorzugsweise rahmenförmig ausgebildet ist. Dabei
können diese Trägermodule 9 als plattenförmiger Rahmen 9a ausgebildet und hochkant
angeordnet sein, ein der Querschnittsgröße des Durchgangs 2 in etwa entsprechendes
Durchgangsloch 11 aufweisen und um die Länge L1 des Strang-Längsabschnitts 3a in die
Durchgang-Längsrichtung 2a versetzt sein. Die Schneidevorrichtung 4 ist bezüglich
der Kerbvorrichtung 5 in die Durchgangsrichtung 2a um den Abstand versetzt angeordnet.
[0026] Zur Befestigung des oder der wenigstens zwei Trägermodule 9 am Schieber S dient eine
in Fig. 1 vereinfacht dargestellte Verbindungsvorrichtung 12, mit der das Trägermodul
9 vorzugsweise durch eine quer gerichtete Montagebewegung, z. B. von oben (nicht dargestellt)
oder von einer der beiden Horizontalseiten her (dargestellt), auf dem Schlitten S
montierbar und zur Demontage wieder demontierbar ist, wobei jeweils das Trägermodul
9 mit der Kerbvorrichtung 5 und das mit der Schneidevorrichtung 4 eine vormontierbare
Modulbaueinheit 32 bilden können, die wahlweise in der Vorrichtung 1 montierbar und
demontierbar ist.
[0027] In den Zeichnungsfiguren ist die Verbindungsvorrichtung 12 durch eine Schnellschlussverbindung,
z. B. durch eine Steckverbindung 13, mit einer zu einer Seite hin oder nach oben hin
offenen Steckfassung oder Steckausnehmung, gebildet, in die das Trägermodul 9 von
der betreffende Seite her eingesteckt und durch ein lösbares Sicherungselement gesichert
ist. Die Verbindungsvorrichtung 12 wird weiter unten noch näher beschrieben.
[0028] Zur Leistungssteigerung und rationellen Fertigung der Längsabschnitte 3a ist es vorteilhaft,
gemäß Fig. 7 mehrere solcher Trägermodule 9 in der Durchgangsrichtung 2a in z. B.
gleichen Abständen c, hintereinander anzuordnen, so dass der Strang 3 in mehreren
hintereinander angeordneten Ebenen gekerbt und geschnitten werden kann. Vorzugsweise
ist die Bewegungssteuerung der Kerbvorrichtungen 5 und der Schneidevorrichtungen 4
so ausgebildet, dass alle Kerbvorrichtungen 5 und alle Schneidedrähte 4a gleichzeitig
bewegt werden. Da die Trägermodule 9 im Wesentlichen gleich ausgebildet sind, braucht
nur ein Trägermodul 9 beschrieben zu werden.
[0029] Wie insbesondere Fig. 2 erkennen lässt, ist das Trägermodul 9 durch einen plattenförmigen
Rahmen 9a gebildet, dessen jeweils zwei horizontale und vertikale Rahmenabschnitte
das viereckige Durchgangsloch 11 begrenzen. Der Durchgang 2 befindet sich im Durchgangsloch
11, wobei letzteres im Querschnitt größer gemessen ist als der größte Strangquerschnitt.
[0030] Die Kerbvorrichtung 5 weist an allen Umfangsseiten Kerbleisten 6 auf, z. B. vier
Kerbleisten 6 bzw. 6a, 6b, 6c, 6d, die sich an allen vier Seiten des Durchgangs 2
quer über die gesamte jeweilige Seite des Durchgangs 2 in einer gemeinsamen Querebene
E1 (Fig. 6) erstrecken, die rechtwinklig zur Mittelachse 2b des Durchgangs 2 steht.
Die Kerbleisten 6 sind jeweils durch einen in Fig. 1 bis 4 als Doppelpfeil verdeutlichten
Schub- und Zugantrieb 7 quer zum Durchgang 2 verstellbar. Die Schub- und Zugantriebe
7 können jeweils z. B. durch einen Spindelantrieb oder durch einen Hydraulikzylinder
mit einer aus- und einschiebbaren Schub- und Zugstange gebildet sein. Dabei sind die
Kerbleisten 6 jeweils aus einer Freigabestellung, in der ein sich an ihrem inneren
Rand befindlicher Kerbsteg 6e einen Abstand zum Strang 3 bzw. zu einer betreffenden
Querschnittsabmessung des Durchgangs 2 aufweist (Fig. 1), in Richtung auf den Durchgang
2 in eine Kerbstellung verschiebbar, in der der Kerbsteg 6e um eine vorbestimmte Kerbentiefe
t in den Strang 3 eingedrückt ist. Die Kerbstege 6e weisen jeweils die gewünschte,
vorzugsweise keilförmige, Kerbenkontur oder den gewünschten, insbesondere keilförmigen,
Kerbenwinkel auf.
[0031] Wie bereits erwähnt, kann die Kerbvorrichtung 5 im Rahmen der Erfindung weniger als
vier Kerbleisten 6e aufweisen, wobei an einer oder an mehreren entsprechenden Seiten
jeweils keine Kerbleiste 6 vorhanden ist. Fig. 2a zeigt beispielhaft eine Kerbvorrichtung
mit drei Kerbleisten 6b, 6c, 6d, die durch zwei seitliche und eine obere Kerbleiste
gebildet sind. An der Unterseite des Durchgangs 2 ist keine Kerbleiste vorhanden.
Bei einer solchen Ausgestaltung sind die Enden der vorhandenen Kerbleisten 6, die
der unbesetzten Seite zugewandt sind, so lang ausgebildet, dass sie die zugehörige
Seite des Strangs 3 wenigstens bedecken, wobei diese freien Enden der Kerbleisten
6, die sich zu ihnen quer erstreckende Seite des Strangs 3 überragen können. Beim
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2a, bei der die untere Kerbleiste 6a fehlt, erstrecken
sich die Kerbleisten 6b, 6d wenigstens bis zur Oberseite von Auflage-Abschnitten 57,
auf denen der Strang 3 aufliegt und durch den Durchgang 2 gefördert wird. Vorzugsweise
überragen die Kerbleisten 6b, 6d die Oberseite der AuflageAbschnitte 57 und somit
auch den Strang 3 nach unten.
[0032] Im Rahmen der Erfindung können die Führungs- und Halterungselemente 8a, 8b, 8c für
eine fehlende Kerbleiste 6a am zugehörigen Träger 9a angeordnet sein oder nicht Im
ersteren Fall ist die Kerbleiste 6a wahlweise montierbar und demontierbar.
[0033] Da die Kerbleisten 6 gleich ausgebildet und bezüglich dem Durchgang 2 entsprechend
gleich angeordnet und durch den zugehörigen Schub- und Zugantrieb 7 gleichzeitig verschiebbar
sind, kann zur Vereinfachung eine Beschreibung der übrigen Kerbleisten 6 im Einzelnen
unterbleiben.
[0034] Der Strang 3 kann eine immer gleiche Querschnittsabmessung oder unterschiedliche
Querschnittsabmessungen haben, wobei die Querschnittsform des Stranges 3 vorzugsweise
rechteckig oder quadratisch ist. Andere Querschnittsformen sind im Rahmen der Erfindung
jedoch auch möglich. Es ist in vielen Anwendungsfällen auch gewünscht, eine rechteckige
oder quadratische Querschnittsform mit gerundeten Ecken für den Strang 3 zu haben.
Bei einer solchen Ausgestaltung sind die Kerbstege 6e im gerundeten Eckenbereich vorzugsweise
ebenfalls entsprechend gerundet, was anhand Fig. 4 noch beschrieben wird.
[0035] Zur quer gerichteten Bewegungsführung der Kerbleisten 6a bis 6d ist jeweils eine
Führungsvorrichtung 8 vorgesehen, die mit der vertikalen bzw. horizontalen einen spitzen
Winkel W1 einschließt, der vorzugsweise etwa 30° bis 60°, insbesondre etwa 45° beträgt.
Dabei sind die Führungsvorrichtungen 8 - in der Längsrichtung des Förderdurchgangs
3 gesehen - in die gleiche Umfangsrichtung schräg angeordnet, so dass die Führungsrichtungen
der jeweils einander gegenüberliegenden Führungsvorrichtungen 8 parallel zueinander
gerichtet sind bzw. miteinander fluchten. Die Führungsvorrichtungen 8 mit den Kerbleisten
6 sind am Rahmen 9a gelagert, der vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet ist, um
in der Längsrichtung eine verhältnismäßig geringe bzw. kurze Abmessung zu erreichen.
Bei einem scheibenförmigen Rahmen 9a sind die Kerbvorrichtungen 5 somit an einer von
seinen Breitseiten angeordnet, z. B. an der nach hinten bzw. zum Extruder hin gerichteten
Breitseite. Die quer gerichtete Form des Rahmens 9a kann vorzugsweise ebenfalls rechteckig
oder quadratisch sein.
[0036] Die Führungsvorrichtung 8 ist bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen durch wenigstens
einen, insbesondere plattenförmigen, Führungsschieber 8a gebildet, der breitseitig
am Rahmen 9a gelagert ist und an seinem der Mittelachse 2b zugewandten Innenrand mit
der zugehörigen Kerbleiste 6 verbunden ist und diese trägt.
[0037] Der Schieber 8a kann sich bei einer vertikalen bzw. horizontalen Führungsrichtung
vertikal bezüglich der oben und der unteren Kerbleiste 6a, 6c und horizontal bezüglich
den seitlichen Kerbleisten 6b, 6d erstrecken. Bei einer schrägen Bewegungsführung
erstreckt sich der Schieber 8a dazu schräg.
[0038] Die sich insbesondere gerade erstreckende Führung ist zwischen dem Schieber 8a und
dem Rahmen 9a ausgebildet und wirksam. Beim Ausführungsbeispiel ist die Führung durch
beiderseits der Längsachse des jeweiligen Schiebers 8a angeordnete und miteinander
in Eingriff stehende Führungselemente zwischen dem Schieber 8a und dem Rahmen 9a gebildet.
Ein solches Führungspaar oder zwei parallel zueinander angeordnete Führungspaare (dargestellt),
kann bzw. können jeweils durch wenigstens einen Führungszapfen 8b an dem einen Führungsteil,
z. B. am Rahmen 9a, gebildet sein, der sich in eine zugehörige Führungsnut 8c im anderen
Führungsteil erstreckt. Die Führungszapfen 8b können durch im Querschnitt vorzugsweise
runde Führungsbolzen gebildet sein, wobei auf der längeren Seite der Schieberachse
ein länglicher Führungszapfen oder zwei einen Abstand voneinander aufweisende Führungszapfen
8b vorhanden sein können. Es können aber auch andere Führungselemente oder Führungen
vorgesehen sein, z.B. Kugelumlauflührungen.
[0039] Die in Fig. 1 und 2 durch Doppelpfeile verdeutlichten Schub- und Zugantriebe 7 können
am Rahmen 9a abgestützt sein, und sie greifen am zugehörigen Schieber 8a an, insbesondere
im dessen zugehörige Kerbleiste 6 abgewandten Endbereich.
[0040] Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen sind alle vier Kerbleisten 6 bezüglich
ihrer sich quer zum Durchgang 2 erstreckenden Länge so an die Querabmessungen des
Strangs 3 angepasst, dass sie in ihren Kerbstellungen eine umlaufende Kerbe 5a in
den Strang 3 eindrücken, wie es Fig. 2 zeigt. Fig. 1 zeigt die Kerbleisten 6 in ihrer
zurückgezogenen und den Strang 3 freigebenden Freigabestellung, in der die Kerbstege
6e jeweils in einem nach außen gerichteten Abstand vom Strang 3 bzw. von einer entsprechenden
Querabmessung des Durchgangs 2 angeordnet sind.
[0041] Wie es insbesondere die vergrößerte Darstellung gemäß Fig. 3 zeigt, sind die Kerbleisten
6a bis 6d im jeweiligen Eckenbereich der viereckigen Kerbleistengarnitur so lang ausgebildet,
dass sie jeweils die benachbarte und sich quer dazu erstreckende Kerbleiste wenigstens
im Bereich des Kerbstegs 6e der benachbarten Kerbleiste überlappen, wobei die benachbarte
Kerbleiste an ihrer der einen Kerbleiste zugewandten Stirnseite eine sich in der gemeinsamen
Kerbleistenebene erstreckende Ausnehmung 6f aufweist, deren Querschnittsform der Querschnittsform
des Kerbstegs 6e der einen Kerbleiste entspricht und dazu passt, so dass die Flächen
des Kerbstegs 6e und der Ausnehmung 6f aneinander anliegen.
[0042] Vorzugsweise überlappt die eine Kerbleiste die benachbarte Kerbleiste etwa vollständig,
wobei die Ausnehmung 6f sich über die gesamte Querabmessung der benachbarten Kerbleiste
erstreckt.
[0043] Diese überlappende Kerbleistenanordnung in den Eckenbereichen der Kerbleistengarnitur
ist in allen Ecken gleich ausgebildet, wobei jedoch die Überlappung von Eckbereich
zu Eckbereich in der Umfangsrichtung um 90° verdreht angeordnet ist. D. h., die Überlappungsrichtung,
mit der die eine Kerbleiste die benachbarte Kerbleiste überlappt, ist in allen Eckenbereichen
in die gleiche Umfangsrichtung gerichtet.
[0044] Diese Ausgestaltung der Kerbleisten 6 bzw. der Kerbleistengarnitur ermöglicht eine
Querbewegung der Kerbleisten 6 um den Kerbhub, der z. B. die Abmessungen des Freigabeabstandes
in Fig. 1 zuzüglich die Kerbentiefe t umfasst, wobei bei einer gleichen und gleichzeitigen
Bewegung der Kerbleisten 6 die Anlage der Kerbleisten im Eckenbereich aufrechterhalten
bleibt, so dass beim Kerben kein Strangmaterial zwischen die Kerbleisten 6 gelangen
kann. Bei dieser vorzugsweise flächigen Anlage füllt der betreffende Kerbsteg 6e die
Ausnehmung 6f aus. Dabei laufen die Flankenflächen 6g des überlappten Kerbstegs 6e
an den Flankenflächen 6g des überlappenden Kerbstegs 6e aus. Bei einer von den Kerbleisten
6 begrenzten rechteckigen Querschnittsform ist der Auslauf der Flankenflächen 6g des
überlappten Kerbstegs 6e in Fig. 1 als schräge Kante 6h sichtbar. Hierbei handelt
es sich nicht um eine Gehrungsschräge, sondern um eine sich ergebenden Auslauf der
Flankenfläche 6g des überlappten Kerbstegs 6e.
[0045] Wenn eine rechteckige Querschnittsform für den Strang 3 mit gerundeten Ecken verwirklicht
werden soll, wie es als Ausführungsbeispiel in Fig. 4 dargestellt ist, sind die der
Überlappung zugewandten Endbereiche der Kerbstege 6e der überlappten Kerbleisten in
die der Überlappungsrichtung entgegen gesetzten Richtung gekrümmt, wobei sie die Rundung
der Ecke bilden und in die der Überlappungsrichtung entgegen gesetzten Richtung versetzt,
an den Flankenflächen 6g der überlappenden Kerbleiste 6e auslaufen. Dieser Auslauf
ist in Fig. 4 an sich horizontal bzw. vertikal erstreckenden Auslaufkanten 6i erkennbar,
die bezüglich der zugehörigen Horizontalen bzw. Vertikalen einen Winkel W2 von etwa
90° einschließen.
[0046] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen unter anderem durch andere Ausgestaltungen für die Schub- und
Zugantriebe 7. Bei dieser Ausgestaltung ist jeweils zwischen der zugehörigen Kerbleiste
6a bis 6d bzw. dem zugehörigen Führungsschieber 8a ein Getriebe 51 eingeschaltet,
dass eine in eine Umfangsrichtung des Durchgangs 3 gerichtete und als Doppelpfeil
52 verdeutlichte Antriebsbewegung eines zugehörigen Basiselements 53 in eine quer
zur Längsachse 2b des Durchgangs 2 gerichtete Kerbbewegung und Rückzugsbewegung umwandelt.
Ein solches Getriebe 51 lässt sich in unterschiedlichen Konstruktionen realisieren.
Beim Ausführungsbeispiel ist der Führungsschieber 8a durch ein Antriebselement 54
in Form einer Pleuelstange 54a mit dem Basiselement 53 so gelenkig verbunden, dass
in der Ausgangsstellung des in die Umfangsrichtung bewegbar geführten Basiselements
53 die Pleuelstange 54a in einer bezüglich der Führungsrichtung des Führungsschiebers
8a schrägen Ausgangsstellung in eine Kerbstellung geschwenkt wird, in der die Pleuelstange
54a in eine sich der Führungsrichtung nähernde Stellung oder dieser entsprechende
Stellung geschwenkt wird. Die sich in die Umfangsrichtung erstreckende Kerbführung
ist mit 50 bezeichnet.
[0047] Ein solches Getriebe 51 ist nicht nur von kleiner und einfacher Konstruktion, die
sich in einfacher Weise integrieren lässt, sondern es führt auch zu einer Bewegungssteuerung
für die zugehörige Kerbleiste 6, wobei die Bewegungsgeschwindigkeit mit zunehmender
Verschiebung in die Kerbrichtung verringert wird und die wirksame Kerbkraft vergrößert
wird, weil die Pleuelstange 54a und das Antriebselement 54 ein Kniehebelgetriebe bilden.
[0048] Die Antriebselemente 54 aller Kerbleisten 6 sind vorzugsweise in der Umfangsrichtung
mechanisch miteinander verbunden. Dadurch ist es möglich, einen gemeinsamen Antriebsmotor
55 zum Bewegen aller Antriebselemente 54 und Kerbleisten 6a bis 6d vorzusehen, wodurch
die Konstruktion und Steuerung vereinfacht wird sowie der Platzbedarf für den Antrieb
verringert ist.
[0049] Die in die Umfangsrichtung gerichtete Verbindung aller Antriebselemente 54 ist beim
Ausführungsbeispiel durch einen ringförmigen Antriebskörper 53a, insbesondere in der
Form eines geschlossenen Ringes gebildet, an dem der Antriebsmotor 55 sekantial order
tangential angreifen kann, wie es durch einen den Antriebsmotor 55 verdeutlichenden
Doppelpfeil 52 dargestellt ist. Zur Verbindung des Antriebsmotors 55 kann ein Verbindungsstutzen
53b abstehen, z. B. radial nach außen, mit dem der Antriebsmotor 55 durch ein Gelenk
53c verbunden sein kann.
[0050] Zur Führung des ringförmigen Antriebskörpers 53a eignet sich eine Ringführung, die
beim Ausführungsbeispiel durch wenigstens drei oder vier Führungsrollen 56 gebildet
ist, die auf den Umfang verteilt am Rahmen 9a drehbar gelagert sind und den Antriebskörper
53a an seinem Außenrand (dargestellt) oder Innenrand (nicht dargestellt) begrenzen
und in die Umfangsrichtung führen. Die Führungsrollen 56 weisen vorzugsweise eine
Ringnut in ihrer Mantelfläche auf, in denen der Rand, z. B. der Außenrand, des Antriebsringes
53a geführt ist.
[0051] Im Bereich des Trägermoduls 9 ist ein plattenförmiges Tragteil 57 in horizontaler
Anordnung vorgesehen, auf dem der Strang 3 aufliegen und gleitend gefördert werden
kann. Das Tragteil 57 kann am oder vorzugsweise auf dem unteren Rand des Durchgangslochs
11 befestigt sein, wobei es sich z. B. neben der unteren Kerbleiste 6a befindet.
[0052] Zur Vereinfachung der Herstellung und der Montage bzw. Demontage ist es besonders
vorteilhaft, bei einer Vorrichtung 1 mit mehreren längs des Durchgangs 2 hintereinander
angeordneten Trägermodulen 9 diese durch eine Aufnahmevorrichtung 31 zu der Modulbaueinheit
32 vorzugsweise lösbar zu verbinden, die durch die Verbindungsvorrichtung 12 mit dem
Schieber S verbindbar und somit daran montierbar und wieder demontierbar oder austauschbar
ist, vorzugsweise durch eine quer zum Durchgang 2, insbesondere horizontal, gerichtete
Montage- bzw. Demontagebewegung.
[0053] Die Aufnahmevorrichtung 31 weist wenigstens zwei auf einander gegenüberliegenden
Seiten angeordnete und sich parallel zum Durchgang 2 erstreckende Aufnahmestangen
33 auf, auf denen die Trägermodule 9 mit darin, z. B. unten, angeordneten passenden
Aufhahmelöchern 34 aufgesteckt sind. Vorzugsweise sind zur Vergrößerung der Stabilität
der Modulbaueinheit 32 mehr als zwei, z. B. drei oder vier, Aufnahmestangen 33 drei-
oder viereckförmig verteilt vorgesehen, die sich durch Aufnahmelöcher 34 erstrecken,
die vorzugsweise im oberen und unteren Bereich des bzw. der Trägermodule 9 angeordnet
sind. Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen sind drei oder vier Aufnahmestangen
33 vorgesehen, die sich durch Aufnahmelöcher 34 erstrecken, die in den Eckenbereichen
des bzw. der Trägermodule 9 angeordnet sind, z. B. unten zwei und oben eine Aufnahmestange
33. Der sich quer zum Durchgang 2 und quer zu den Schneidedrähten 4a erstreckende
Abstand f (Fig. 6) zwischen den Aumahmestangen 33 ist größer als der Abstand der Schneidedrähte
4a in ihren beiden Schnittendstellungen, so dass die Aufnahmestangen 33 sich außerhalb
des Schnittbereichs oder Durchgangs 2 befinden und diesen nicht behindern.
[0054] Die Trägermodule 9 können durch auf den Verbindungsstangen 33 angeordnete Distanzstücke,
z. B. Distanzringe, in einem Längsabstand voneinander gehalten sein. Die Modulbaueinheit
32 ist mit Trägermodulen 9 wahlweiser Anzahl vormontierbar, so dass eine gewünschte
vorgefertigte Modulbaueinheit 32 schnell montierbar ist. Dabei lässt sich die angestrebte
handhabungsfreundliche und schnelle Demontage und/oder Montage durch die Verbindungsvorrichtung
12 in Form einer Schnellschlussverbindung, insbesondere in Form einer Steckverbindung
13, erreichen.
[0055] Bei einem oder mehreren hinter einander angeordneten Trägermodulen 9 sind jeweils
zwei auf beiden Seiten des Durchgangs 2 hinter einander angeordnete Verbindungsvorrichtungen
12 vorgesehen, um die Stabilität der Befestigung zu vergrößern.
[0056] Die dem Schieber S zugehörigen Verbindungsteile, z. B. Lagerböcke, der Verbindungsvorrichtung
12 sind mit 12a bezeichnet, und die der Modulbaueinheit 32 zugeordneten Verbindungsteile
sind mit 12b bezeichnet.
[0057] Die bei den Ausführungsbeispielen vorhandene Steckverbindung 13 ist jeweils durch
eine Steckfassung oder Steckausnehmung 13a in dem einen Verbindungsteil und einen
Steckzapfen 13b in dem anderen Verbindungsteil gebildet. Z. B. kann gemäß Fig. 7 die
Steckausnehmung 13a in den schieberseitigen Verbindungsteilen 12a angeordnet und vorzugsweise
seitlich offen sein, wobei die modulseitigen Verbindungsteile 12b durch die Verbindungsstangen
33 gebildet sein können, zum Beispiel durch die Stirnbereiche der Verbindungsstangen
33, die in den Steckausnehmungen 13a passend aufgenommen sind.
[0058] Zur längs gerichteten Positionierung der Modulbaueinheit 32 dienen zwei quer angeordnete
Positionierflächen 39a an den schieberseitigen Verbindungsteilen 12a, die z. B. aufeinander
zu gerichtet sind, und an denen damit korrespondierende modulseitige Positionierflächen
39b anliegen. Es ergibt sich eine einfach und kostengünstig herstellbare Konstruktion,
wenn die Positionierflächen 39a durch quer angeordnete Seitenflächen der Steckausnehmungen
13a gebildet sind und die damit korrespondierenden Positionierflächen 39b durch die
Stirnflächen der Aufnahmestangen 33 gebildet sind.
[0059] Der längs gerichtete Abstand h zwischen den Positionierflächen 39a kann somit der
Länge L2 der Aufnahmestangen 33 entsprechen.
[0060] Zur Fixierung gegen eine ungewollte Rückbewegung können ein oder mehrere Sicherungselemente
13c dienen, die beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 prinzipiell und gemäß Fig. 8
bis 11 als noch zu beschreibende Vorrichtung ausgebildet sind.
[0061] Wie in Fig. 7 angedeutet ist, können eine Kerb-Modulbaueinheit 32 und eine Schneidemodulbaueinheit
32 einzeln oder als gemeinsame Modulbaueinheit 32 angeordnet sein.
[0062] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 bis 12 unterscheidet sich von den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen in mehrfacher Hinsicht, nämlich bezüglich der Kerbvorrichtung
5, der Schneidevorrichtung 4, des bzw. den Modulträgern 9 und der Modulbaueinheit
32.
[0063] Im Gegensatz zu den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen, bei denen die wenigstens
eine Kerbvorrichtung 5 und die wenigstens eine Schneidevorrichtung 4 in einem Längsabstand
angeordnet sind, sind die ein oder mehrere Kerbvorrichtungen 5 und die ein oder mehreren
Schneidevorrichtungen 4 bei den Ausführungsbeispielen gemäß 8 bis 12 in einer jeweils
gemeinsamen Quer- bzw. Schnittebene E1 angeordnet und wirksam. Die Kerbvorrichtung
5 ist durch eine an sich bekannte Anfasvorrichtung 14 gebildet ist, die an den Rändern
der Stirnenden der noch zu schneidenden Längsabschnitte 3a bzw. Formlinge Fasen 14a
in den Strang 3 hineindrücken, wobei jeweils zwei an der Querebene E1 einander benachbarte
Fasen 14a eine gemeinsame Kerbe 5a bilden. Bei dieser Ausgestaltung sind auf allen
vier Seiten des Förderdurchgangs 2 in ihrer Längsrichtung geteilte Kerbleisten 6,
nämlich zwei sogenannte Anfasleisten 15, parallel zueinander angeordnet, die - quer
zum Durchgang 2 gesehen - als Anfasleisten-Paar der Ausgestaltungsform ungeteilter
Kerbleisten 6 entsprechen. Dabei weisen jedoch die Anfasleisten 15 einen sich längs
des Durchgangs 2 erstreckenden Abstand a voneinander und somit einen Schlitz 15a zwischen
sich auf, der unter Berücksichtigung eines Bewegungsspiels der Querschnittsabmessung
des vorzugsweise runden Schneidedrahtes 4a entspricht. Bei dieser Ausgestaltung kann
das Kerben und das Schneiden im Wesentlichen gleichzeitig bzw. unmittelbar nacheinander
in ein und derselben Querebene E1 erfolgen, wobei die Anfasleisten 15 den Schneidedraht
4a nicht nur eine Führung bieten, sondern auch Aufwerfungen des Strangmaterials bzw.
Schnittgrate vermeiden oder vermindern. Die Fasen an den Rändern der Strangabschnitte
können aber auch aus anderen Gründen gewünscht sein, z.B. bei Strangabschnitten, bei
denen es sich um Pflasterklinker handelt.
[0064] Die der gewünschten Querschnittsform der Fasen 14a entsprechenden Anfasflächen 15c
an den Anfasleisten 15 sind vorzugsweise ebenfalls Keilflächen, die mit der quer verlaufenden
Schnittebene E1 einen spitzen Winkel W3 von z.B. etwa 30 bis 60°, insbesondre etwa
45° einschließen, so dass der gemeinsame Kerbwinkel etwa 60° bis 120°, insbesondere
etwa 90°, beträgt.
[0065] Quer zur Durchgangsrichtung 2a gesehen sind im Bereich der Kerb/Schnittebene E1 die
zwei ein Paar bildenden Anfasleisten 15 spiegelbildlich zueinander angeordnet, deren
Anfasflächen 15c einander abgewandt sind und deren einander zugewandte Seitenfläche
15b sich parallel oder mit einem Freiwinkel zur zugehörigen Schnittebene E1 erstrecken.
Diese beiden Anfasleisten 15 bilden eine Kerbbewegungseinheit. Dabei sind die beiden
Anfasleisten 15 jeweils am zugehörigen Führungsschieber 8a befestigt, vorzugsweise
in einer Stufenausnehmung 8d, in der sie jeweils an einer Ausnehmungsstufe entgegen
dem Kerbdruck formschlüssig abgestützt sind. Dabei sind die Anfasleisten 15 im Bereich
ihrer einander abgewandten Seiten jeweils am zugehörigen Führungsschieber 8a ebenfalls
abgestützt und/oder befestigt, wobei die Führungsschieber 8a an ihren einander abgewandten
Seiten am zugehörigen plattenförmigen Rahmen 9a angeordnet und in der zugehörigen
Führungsvorrichtung 8 verschiebbar geführt sind. Die beiden bezüglich der Kerb- und
Schnittebene E1 spiegelbildlich angeordneten Rahmen 9a sind z. B. mittels den Verbindungsstangen
36 zu dem Trägermodul 9 verbunden, die noch näher beschrieben werden.
[0066] Zwischen den zueinander gehörigen Führungsschiebem 8a ist ein Freiraum 58 vorhanden,
in dem der Schneidedraht 4a der Schneidevorrichtung 4 quer zum Durchgang 2 bewegbar
ist, z. B. wenigstens, und der auf seinen Drahthalterseiten oder gemäß Fig. 8 bis
12 auf seiner einem stationären Drahthalter 24a zugewandten Umfangsseite für den Durchgang
des Schneidedrahtes 4a offen ist.
[0067] Im Rahmen der Erfindung können zur Schneidedraht-Halterung und -Bewegungsführung
zwei Drahthalter 24a, 24b vorgesehen sein, zwischen denen sich der Durchgang 2 wenigstens
zeitweise befindet, und die so bewegbar sind, dass der Schneidedraht 4a von der einen
Seite zur anderen Seite des Durchgangs 2 bewegbar ist. Dabei kann bei allen Ausführungsbeispielen
die Bewegungsrichtung z. B. etwa vertikal oder etwa horizontal gerichtet sein, wobei
die Drahthalter 24a, 24b in einer entsprechenden Schneide-Bewegungsführung 25 hin
und her bewegbar sind.
[0068] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 bis 12 weist die Schneidevorrichtung 4 nur
einen bewegbaren, nämlich in der Bewegungsführung 25 bewegbaren, Drahthalter 24a auf,
der im Freiraum 58 zwischen den zueinander gehörigen Führungsschiebern 8a bzw. Rahmen
9a angeordnet und so hin und her bewegbar ist, dass der Schneidedraht 4a von der einen
zur anderen Seite des Durchgangs 2 bewegt wird. Der andere Drahthalter 24b ist unbeweglich
bzw. stationär am Gestell G, vorzugsweise gemäß Fig. 8 bis 12 zwischen den einander
gegenüberliegenden Rahmen 9a gelagert, und zwar in einer solchen Position, dass der
Schneidedraht 4a bei der Schneidebewegung des einen Drahthalters 24a einen winkelförmigen
Bewegungsbereich W4 bestreicht.
[0069] Beim Ausführungsbeispiel ist der bewegbare Drahthalter 24a in einer Ringführung 25a
etwa konzentrisch um die Längsachse 2b des Durchgangs 2 bewegbar geführt. Hierbei
ist der bewegbare Drahthalter 24a durch ein z. B. scheibenförmiges Halterelement 24c
gebildet, dass um eine zum Durchgang 2 parallele Drehachse 24d drehbar an einem Schneideschieber
59 gelagert, der in die etwa koaxial um den Durchgang 2 gekrümmten Bewegungsführung
25 in der Umfangsrichtung des Durchgangs 2 bewegbar ist. In Fig. 11 sind eine Mehrzahl
Umfangspositionen des bewegbaren Drahthalters 24b mit dem Schneidedraht 4a strichpunktiert
angedeutet.
[0070] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind der Schneideschieber 59 durch einen den
Durchgang 2 umgebenden Ringschieber 59a und die Bewegungsführung 25 durch auf den
Umfang verteilt angeordnete, z. B. vier Stück, Führungsrollen 25b gebildet, an denen
der Ringschieber 59a mit seinem Rand, vorzugsweise mit seinem Innenrand, drehbar geführt
ist. Die Führungsrollen 25b können in einer mit dem Innenrand des Ringschiebers 59a
(dargestellt) oder mit dem Außenrand in Führungskontakt stehenden Position am zugehörigen
Rahmen 9a drehbar gelagert sein. Die Bewegungsführung 25 kann formschlüssig allseitig
auf den Ringschieber 59a dadurch wirken, dass die Führungsrollen 25b den Ringschieber
59a beidseitig mit Führungsflanschen 25c umgreifen.
[0071] Der stationäre, jedoch um seine Achse drehbare, spulenförmige Drahthalter 24b ist
radial außerhalb des Ringschiebers 59a angeordnet und zwischen den Rahmen 9a an einem
oder beiden Rahmen 9a oder beim Ausführungsbeispiel an einer Verlängerung. 9b eines
der beiden Rahmen 9a gehalten.
[0072] Der Schneideschieber 59 bzw. Ringschieber 59a wird durch einen Schneideantrieb 26
um den Durchgang 2 so bewegt, dass der Schneidedraht 4a von der einen Seite zur anderen
Seite des Durchgangs 2 gelangt. Vorzugsweise wird der Schneideschieber 59 in die eine
Umfangsrichtung drehangetrieben, wobei er für einen Schnitt von einer Ausgangsposition
des Drahthalters 24b, die z. B. in Fig. 11 bei 13 Uhr liegt, in die eine Umfangsrichtung
gedreht wird, und wobei der Schneidedraht 4a mit dem Drahthalter 24b zur anderen Seite
des Durchgangs 2 und dann wieder zur Ausgangsposition gelangt. Für monodirektionales
Schneiden kann der Ringschieber 59a eine Umdrehung ausführen, wobei er in seiner Ausgangsstellung
zurückkehrt. Für bidirektionales Schneiden kann der Ringschieber 59a zwischen seiner
Ausgangsstellung und einer gegenüberliegenden Stellung hin und her geschwenkt werden.
Bei beiden Schnittarten führt der bewegbare Drahthalter 24a eine Bogenbewegung aus,
bei der der Abstand zwischen den Drahthaltern 24a, 24b sich aufgrund des Bogens verändert.
Um deshalb eine veränderliche Schneidedrahtlänge zwischen den Drahthaltern 24a, 24b
zu ermöglichen, ist ein Drahthalter, insbesondere der stationäre Drahthalter 24b,
so ausgebildet, dass bei Aufrechterhaltung seiner Schneidedrahthalterung die jeweils
erforderliche Längenveränderung des Schneidedrahtes 4a möglich ist. Dies wird z. B.
dadurch ermöglicht, dass dieser Drahthalter 24b spulenförmig ausgebildet ist, so dass
bei einer Längenvergrößerung des Schneidedrahtes 4a dieser vom Drahthalter 24b selbsttätig
abgezogen werden kann und bei einer Längenverringerung der Schneidedraht 4a selbsttätig
auf die integrierte Spule des Drahthalters 24b aufgewickelt werdenkann. Um dies zu
ermöglichen, kann der Drahthalter 24b selbst oder eine integrierte Spule, an der das
zugehörige Ende des Schneidedrahtes 4a gehalten ist, in die Aufwickel-Drehrichtung
so nachgiebig vorgespannt sein, dass bei einer Drahtlängenvergrößerung der Schneidedraht
4a abgezogen wird und bei einer Drahtlängenverringerung der Schneidedraht 4a aufgewickelt
wird. Durch die Spannung dieser elastischen Nachgiebigkeit ist zugleich eine Spannvorrichtung
61 in diesen Drahthalter 24b integriert, deren Spannkraft so groß ist, dass der Schneidedraht
4a unter einer hinreichenden Spannung steht. Ein die Spannkraft erzeugendes Spannelement
der Spannvorrichtung 61 ist beim Ausführungsbeispiel durch einen Kolbenzylinder 61a
gebildet, dessen Kolbenstange den stationär und z.B. drehbar gelagerten Drahthalter
24b oder dessen Spule in die Drehrichtung beaufschlagt, die dem bewegbaren Drahthalter
24a abgewandt ist.
[0073] Die Kerbvorrichtung 5 kann dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 entsprechen,
wobei jeweils zwei Basiselemente 53 oder zwei Ringkörper 53a längs einander gegenüberliegend
am zugehörigen Rahmen 9a drehbar gelagert sein können, die jeweils durch Pleuelstangen
54 mit den Kerbleisten 6 bzw. deren Führungsschiebern 8a mechanisch verbunden sind.
Beide den Freiraum 58 zwischen sich aufweisende Antriebstränge können durch einen
gemeinsamen Antriebsmotor 55 bewegt werden, wodurch sich bei kleiner und raumgünstiger
Ausgestaltung eine gleichzeitige Bewegung der jeweils ein Paar bildenden hinteren
und vorderen Anfasleisten 15 ergibt.
[0074] Die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 8 bis 12 unterscheiden sich von den Ausführungsbeispielen
gemäß Fig. 1 bis 6 auch dadurch unterschiedliche Ausgestaltungen der Aufnahmevorrichtung
31, der Modulbaueinheit 32 und der Antriebe für die Kerbvorrichtungen 5 und die Schneidevorrichtungen
4.
[0075] Die Aufnahmevorrichtung 31 ist so ausgebildet, dass die Trägermodule 9 jeweils einzeln
und wahlweise durch eine quer zum Durchgang 2 gerichtete, vorzugsweise horizontale,
Bewegung montierbar bzw. demontierbar sind, wobei die Verbindungsvorrichtung 12 ebenfalls
als Schnellverbindung, insbesondere Steckvorrichtung, ausgebildet sein kann, die ein
handhabungsfreundliches und schnelles Montieren bzw. Demontieren ermöglicht, um insbesondere
bei einer etwa horizontalen Einschubrichtung 65 ein selbsttätiges bzw. ungewolltes
Ausschieben der Trägermodule 9 aus der Aufnahmevorrichtung 31 zu verhindern, ist eine
in der Einschubstellung wirksame Fixiervorrichtung 66 vorgesehen, die jeweils zwischen
den Trägermodulen 9 und der Aufnahmevorrichtung 31 wirksam ist. Um die Handhabung
weiter zu verbessern, ist die Fixiervorrichtung 66 vorzugsweise durch eine Rastvorrichtung
gebildet, die in der Einschubstellung, insbesondere selbsttätig einrastet und z. B.
manuell lösbar ist.
[0076] Die Aufnahmevorrichtung 31 weist zur Aufnahme und Positionierung der Trägermodule
9 jeweils ein Aufnahmefach 67 auf, das durch eine durch Begrenzungselemente begrenzte
Steckausnehmung 67a gebildet ist. Die Trägermodule 9 sind somit mit geringem Bewegungsstil
in die Aufnahmefächer 67 einsteckbar und wieder herausnehmbar, wobei vorzugsweise
die Aufnahmefächer 67 und die Trägermodule 9 jeweils gleiche Abmessungen aufweisen,
so dass die Trägermodule 9 in wahlweise Aufnahmefächer 67 montierbar sein können.
[0077] Die Summe der Aufnahmefächer 67 sind in der Längsrichtung des Durchgangs 2 durch
ein hinteres und ein vorderes Stirnteil 71 a, 71 b begrenzt, die durch ein sich in
die Längsrichtung erstreckendes Verbindungsteile 71c z. B. ein Bodenteil, miteinander
verbunden sind. Diese Teile 71 a, 71 b, 71c sind beim Ausführungsbeispiel plattenförmige
Teile, die einen gehäuseförmigen Aufnahmekörper 31a bilden, der wenigstens an seiner
Einschubseite 65a offen ist. Beim Ausführungsbeispiel ist der Aufnahmekörper 31 a
an beiden Seiten und oberseitig offen. Die Stirnteile 71a, 71b können die Form eines
C aufweisen, das vorzugsweise zur Bediendungsseite 65a hin offen ist. Durch die C-Form
sind in den Stirnteilen 71a, 71b Ausnehmungen 71d gebildet, deren Querschnittsgröße
wenigstens der Querschnittsgröße des erforderlichen Durchgangs 2 entspricht, und die
somit ebenfalls den Durchgang 2 bilden.
[0078] Es ist ein wesentliches Merkmal der Aufnahmevorrichtung 31 bzw. Aufnahmekörpers 31a,
dass Antriebsteile des Kerbantriebs 18 und/oder des Schneideantriebs 26 an der Aufnahmevorrichtung
31 bzw. am Aufnahmekörper 31 a abgestützt sind. Hierdurch ist es möglich, die Aufnahmevorrichtung
31 mit einem oder mit beiden Antrieben 18, 26 als Aufnahmeblock 31c und Modulbaueinheit
32 auszubilden, der bzw. die vorfertigbar ist und als Baueinheit an der Vorrichtung
1 montierbar bzw. demontierbar ist oder gegen wenigstens einen weiteren bezüglich
einer Anbaubarkeit gleich ausgebildeten Aufnahmeblock 31c bzw. Modulbaueinheit austauschbar
ist. Der bzw. die Aumahmeblöcke 31c können z. B. durch jeweils andeutungsweise dargestellte
Verbindungselemente 36 mit dem Schieber S verbunden sein.
[0079] Der Kerbantrieb 18 und/oder der Schneideantrieb 26 weisen jeweils vorzugsweise einen
gemeinsamen Antriebsmotor 18a bzw. 26a für die den Trägermodulen 9 zugeordneten Kerb-
bzw. Schneidevorrichtungen 5, 4 auf.
[0080] Der Kerbantrieb 18 weist ein mit den ringförmigen Antriebskörpern 53a der Trägermodule
9 zusammenwirkendes gemeinsames Antriebselement 19a auf, dass durch eine sich horizontal
und zwischen den Stirnteilen 71 a, 71b erstreckende Verbindungsstange 19b gebildet
ist, die durch einen Kurbelantrieb 19 hin und her, beim Ausführungsbeispiel auf und
ab, bewegbar ist. Der Kurbelantrieb 19 weist eine sich vorzugsweise über der Verbindungsstange
19b zwischen den Stirnteilen 71a, 71b erstreckende Kurbelwelle 19d auf, von der ein
oder zwei einen Abstand voneinander aufweisende Kurbelarme 19e abstehen, die jeweils
durch ein Kniegelenk mit einer Kurbelstange 19f verbunden sind, die in ihrem freien
Endbereich mit der Verbindungsstange 19b verbunden ist. Es sind zwei Kurbeltriebe
19 vorhanden, die mit den Endbereichen der Verbindungsstange 19b verbunden sind und
zwischen den Stirnteilen 71 a, 71b angeordnet sind. Der gemeinsame Kerb-Antriebsmotor
55 ist ebenfalls zwischen den Stirnteilen 71a, 71b angeordnet und z. B. an einem Stirnteile
71b befestigt. Zur Verbindung des gemeinsamen Antriebsmotors 55 und der Kurbelwelle
19d ist ein Drehantrieb 21, z. B. ein Riementrieb vorgesehen der z. B. außenseitig
an dem zugehörigen Stirnteil 71b angeordnet sein kann, wobei die Kurbelwelle 19d und
die Antriebswelle des Antriebsmotors 55 sich jeweils durch ein Durchgangsloch in diesem
Stirnteil 71b erstrecken können.
[0081] Der Schneideantrieb 26 weist ebenfalls einen gemeinsamen Antriebsmotor 26a auf, der
zwischen den Stirnteilen 71a, 71b angeordnet ist und an der Innenseite eines der Stirnteile,
vorzugsweise an dem gleichen Stirnteil 71b wie der Kerb-Antriebsmotor 18a, befestigt
ist. Dabei kann sich der Schneide-Antriebsmotor 26a über den Trägermodulen 9 befinden.
Der Schneide-Antriebsmotor 26a treibt ein für die Schneidevorrichtungen 4 gemeinsames
Dreh-Antriebselement 27a an, das beim Ausführungsbeispiel Teil eines Drehantriebs
27, insbesondere eines Zahntriebs, ist, der die Ringschieber 59a der Schneidevorrichtungen
4 antreibt. Das Antriebselement 27a, z.B. ein walzenförmiges Zahnrad, erstreckt sich
über die gesamte Längsabmessung der Trägermodule 9 und kann an den Stirnteilen 71a,
71b in Drehlagern drehbar gelagert sein. Im Falle eines Zahntriebs 27d kann die so
gebildete Antriebswelle 27a längs durchgehend verzahnt sein oder Zahnräder in der
Anzahl der Trägermodule 9 aufweisen, die jeweils mit Zahnrädern 27b kämmen, die jeweils
am zugehörigen Trägermodul 9 drehbar gelagert sind, z. B. mittels einer Welle 27c
oder Achse, die an den Tragrahmen 9a gelagert ist. Die Zahnräder 27b stehen durch
einen weiteren Zahntrieb 27e mit einem am Umfang des Ringschiebers 59a angeordneten
Verzahnung in Drehantriebsverbindung.
[0082] Der gemeinsame Schneide-Antriebsmotor 26 steht durch einen Drehantrieb 28, insbesondere
durch einen Riementrieb, in Antriebsverwendung mit dem gemeinsamen Antriebselement
27a, wobei der Drehantrieb 28 bezüglich dem zugehörigen Stirnteil 71 b außen angeordnet
sein kann.
[0083] Die Rastvorrichtung 66a weist eine für die Trägermodule 9 gemeinsame Raststange 66b
auf, die in der Einschubstellung vorzugsweise selbsttätig in Rastausnehmungen 66c
in den Trägermodulen 9 einrastet. Die Rastausnehmung 66c sind vorzugsweise am oberen
Rand der Trägermodule 9 angeordnet und nach oben offen, wobei die Raststange 66b über
den Trägermodulen 9 etwa vertikal beweglich gelagert ist und aufgrund ihrer Schwerkraft
beim Einschieben der Trägermodule 9 selbsttätig in die Rastausnehmungen 66c einrastet.
Die Raststange 66b ist am Aufnahmekörper 31 a vertikal beweglich gelagert, z. B. durch
zwei Schwenkarme 66d, die an ihren der Raststange 66b angewandten Enden vertikal schwenkbar
an den Stirnteilen 71 a, 71 b gelagert sind.
[0084] Nachfolgend werden weitere Einzelheiten der Verbindungsvorrichtung 12 zum lösbaren
Montieren der Trägermodule 9 an der Vorrichtung 1 beschrieben, die jeweils vorzugsweise
durch wenigstens eine Schnellschlussverbindung, insbesondere in Form einer Steckverbindung
13, gebildet ist.
[0085] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 4 sind zwei Schnellschlussverbindungen
bzw. Steckverbindungen 13 vorgesehen, die so ausgebildet sind, dass durch die Einschubbewegung
des Trägermoduls 9 der Steckzapfen 13b in die zugehörige Steckausnehmung 13a gelangt.
Wenn die Steckausnehmungen 13a am Trägermodul 9 angeordnet sind, wie es Fig. 1 zeigt,
sind sie in die Einschubrichtung 65 offen, wobei die in die Einschubrichtung 65 hintere
Steckausnehmung 13a durch eine verlängerte
[0086] Öffnung 13c auch unterseitig offen ist, damit der zugehörige Steckzapfen 13b in die
Steckausnehmung 13a gelangen kann. Wenn die Steckausnehmung 13a am Trägermodul 9 angeordnet
ist, ist der Steckzapfen 13b am Schieber S angeordnet bzw. befestigt, z. B. mittels
Lagerböcken 12a.
[0087] Die Rastausnehmung 66c ist im oberen Bereich des Trägermoduls 9 angeordnet und nach
oben offen, wobei sie vorzugsweise zur Bedienungsseite 65a der Vorrichtung 1 hin außermittig
versetzt angeordnet ist. Fig. 1 zeigt die Steckverbindung 13 und die Rastvorrichtung
66a jeweils in der fixierten Einschub-Endstellung.
[0088] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 bis 12 unterscheidet sich von der vorbeschriebenen
Verbindungsvorrichtung 12 auch dadurch, dass die vorzugsweise ebenfalls durch Steckvorrichtungen
13 gebildeten Verbindungsvorrichtungen 12 nicht zwischen dem Trägermodul 9 und dem
Schieber S, sondern zwischen dem Trägermodul 9 und der Aufnahmevorrichtung 31 angeordnet
und wirksam sind. D. h., die nicht zum Trägermodul 9 gehörigen Verbindungsteile 12a
sind an der Aufnahmevorrichtung 31 bzw. am Aufnahmekörper 31 a angeordnet. Dabei können
im Falle von Steckausnehmungen 13a am Trägermodul 9 jeweils ein gemeinsamer Steckzapfen
31d an der Aufnahmevorrichtung 31 bzw. am Ausnahmekörper 31a angeordnet sein, die
sich jeweils in Form einer Steckstange 31d zwischen den Stirnteilen 71 a, 71 b erstrecken
und daran befestigt sein können, so dass letztere durch die Steckstangen 31d stabilisiert
werden.
[0089] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 bis 12 sind drei Steckvorrichtungen 13 vorgesehen,
wobei bezüglich den Trägermodulen 9 eine dritte Steckvorrichtung 13 im oberen Bereich
auf der der Bedienungsseite 65a gegenüberliegenden Seite zugeordnet ist, die die Stabilität
vergrößert.
[0090] Insbesondere Fig. 1 und 8 zeigen deutlich eine einfache Handhabung beim Montieren
oder Demontieren des wenigstens einen Trägermoduls 9. Es ist ersichtlich, dass im
Endbereich der Einschubbewegung die Steckvorrichtungen 13 selbsttätig in ihre Positionierstellungen
gelangen.
[0091] Zu dieser einfachen Handhabung und Vereinfachung der Montage bzw. Demontage trägt
auch der Zahntrieb 27d bei, der so ausgebildet ist, dass die Zähne der zugehörigen
Zahnräder 27a, 27b am Ende der Einschubbewegung selbsttätig in Eingriff gelangen und
beim Herausziehen selbsttätig getrennt werden. Dies ist beim Ausführungsbeispiel möglich,
weil die Zähne des, z.B. gemeinsamen Antriebszahnrads 27a und der Zahnräder 27b einander
in der Einschubendstellung überlappen, wobei das Antriebszahnrad 27a oberhalb der
Zahnräder 27b oder in der der Einschubsrichtung 65 entsprechenden Umfangsrichtung
versetzt und somit tiefer als oberhalb angeordnet ist, so dass die kämmenden Zähne
bei der Einschub- bzw. Ausschubbewegung selbsttätig in bzw. außer Eingriff gelangen.
Diese lösbare Antriebsverbindung ist in Fig. 11 mit V1 bezeichnet.
[0092] Eine funktionell vergleichbare Antriebsverbindung V2 ist auch zwischen dem für alle
Kerbvorichtungen 5 gemeinsamen Antriebs-Ringkörper 53a und dem Kerb-Antriebsmotor
55 vorgesehen. Das heißt, diese Antriebsverbindung V2 wird beim Einschieben des beziehungsweise
der Trägermodule 9 selbsttätig geschlossen und beim Herausziehen selbsttätig gelöst.
Wie bei der Antriebsverbindung V1 bedarf es auch bei der Antriebsverbindung V2 keiner
besonderen Montage- bzw. Demontagemaßnahmen, um die Antriebsverbindungen V1, V2 beim
Einschieben und Herausziehen zu schließen und zu lösen. Dies gilt beim Vorhandensein
nur eines Trägermoduls 9 mit nur einer Kerbvorrichtung 5 gemäß Fig. 5 und 6 oder beim
Vorhandensein von mehreren Kerbvorrichtungen gemäß Fig. 7 oder auch beim Vorhandensein
von mehreren Trägermodulen 9 gemäß Fig. 8 bis 12.
[0093] Die Antriebsverbindung V2 kann zum Beispiel durch eine Steckverbindung gebildet sein,
die bei einer Relativbewegung der Steckverbindungsteile in die Einschubrichtung 65
sich fliessbar ist und entgegen der Einschubrichtung 65 lösbar ist. Eine solche Steckverbindung
kann durch eine Steckausnehmung gebildet sein, die in oder entgegen der Einschubrichtung
65 offen ist, und in die ein zugehöriger Steckzapfen einsteckbar und herausziehbar
ist.
[0094] Bei den vorliegenden Ausführungsbeispielen ist diese Steckverbindung durch eine in
der Einschubrichtung 65 offene Steckausnehmung 53d im zugehörigen Ringkörper 53a oder
Verbindungsstutzen 53b angeordnet, wobei der Steckzapfen durch den Gelenkbolzen des
zugehörigen Gelenks 53c (Fig. 5) gebildet sein kann, der beim Ausführungsbeispiele
gemäß Fig. 8 bis 12 durch die Kurbelstange 19b des dort vorhandenen Kurbeltriebs 19
gebildet und in die Umfangsrichtung des Durchgangs 3 bzw. auf und ab bewegbar ist,
um den Kerbantrieb 5 des wenigstens einen Trägermoduls 9 anzutreiben.
[0095] Zur weiteren Vereinfachung der Handhabung ist es vorteilhaft, im der Einschubrichtung
65 entgegen gerichteten Randbereich der Trägermodule 9 jeweils ein Griffelement 72
zum manuellen Ergreifen anzuordnen, dass beim Ausführungsbeispiel durch ein Loch,
z. B. ein vertikales Langloch, gebildet ist. Um die Zugänglichkeit weiter zu verbessern,
ist das Griffelement 72 im freien Randbereich einer Verlängerung 9b eines der beiden
Tragrahmen 9a angeordnet. Vorzugsweise ist diese Verlängerung horizontal so lang,
dass sie bzw. das darin ausgebildete Angriffselement 72 den seitlich versetzt angeordneten
stationären Schneidedrahthalter 24b bzw. dessen Spule überragt.
[0096] In den Aufnahmefächern 67 ist das betreffende Trägermodul 9 allseitig mit geringem
Bewegungsspiel begrenzt und somit positioniert. Dies wird in und entgegen der Einschubrichtung
65 durch die Fixiervorrichtung 66, in der Vertikalen durch die Verbindungsvorrichtungen
12 und seitlich, das heißt in und entgegen der Durchgangsrichtung 2a durch seitliche
Begrenzungen Ba, Bb gegrenzt, die durch die Tragrahmen 9a oder durch besondere Begrenzungselemente
Ba1, Bb1 gebildet sein können. Dabei können die Begrenzungselemente Ba1, Bb1 vorzugsweise
an den Innenseiten der Stirnwände 71a, 71b oder an anderen Teilen der Aufnahmevorrichtung
positioniert sein. Dies gilt sowohl für ein als auch mehrere längs des Durchgangs
3 hintereinander angeordnete Aufnahmefächer 67. Im letzteren Falle kann jedem Trägermodul
9 ein Aufnahmefach 67 zugeordnet sein, in dem das zugehörige Trägermodul 9 unabhängig
von dem benachbarten Trägermodul 9 positioniert ist.
[0097] Es ist jedoch auch möglich, ein oder beide benachbarten Trägermodulen 9 als Begrenzungen
Ba, Bb zu benutzen, zum Beispiel dadurch, dass nur eine hintere Begrenzung Ba vorhanden
ist, an der das zugehörige Trägermodul 9 mit seiner hinteren Breitseite anliegt, wobei
das zweite, dritte usw. Trägermodul mit seiner jeweiligen hinteren Seite an die Vorderseite
des vorherigen Trägermoduls 9 angesetzt wird. Eine solche Ausgestaltung und Anordnung
zeigen Fig. 15 bis 17, was noch beschrieben wird.
[0098] Beim Vorhandensein von durch Einzelstücke gebildeten Begrenzungselementen Ba1, Bb1
bedarf es jeweils wenigstens drei solcher auf dem Umfangsbereich des bzw. der Trägermodule
9 angeordneter Elemente, um seitlich eine stabile Abstützung zu erhalten. Dabei ist
es vorteilhaft, im unteren Bereich zwei Begrenzungselemente Ba1 bzw. Bb1 auf beiden
Seiten des Durchgangs 3 und im oberen Bereich wenigstens ein Begrenzungselement Ba1,
Bb1 anzuordnen, wobei letzteres mittig oder außermittig bezüglich der zugehörigen
Breitseite des Trägermoduls 9 angeordnet sein kann.
[0099] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 sind die Begrenzungselemente Ba1, Bb1 durch
Ringbunde 31 e auf den Steckzapfen 31 d bzw. Steckstangen gebildet, wobei die Ringbunde
31e daran einteilig abgeformt oder durch darauf aufgesteckte Hülsen gebildet sein
können, die zum Beispiel durch eine nicht dargestellte Fixierschraube fixiert sind.
[0100] Der Abstand d der Ringbunde 31 e voneinander ist unter Berücksichtigung eines geringen
Bewegungsspiels an die Breitenabmessung des zugehörigen Trägermoduls 9 bestimmt. Die
Abstände d sind bei vorzugsweise gleichen Trägermodulen 9 ebenfalls gleich groß. Die
Breite i der Ringbunde 31e ist so groß ausgebildet, dass die Trägermodule 9 einen
seitlichen Abstand voneinander aufweisen.
[0101] Es reicht für eine stabile seitliche Abstützung aus, wenn im unteren Bereich zwei
Begrenzungselemente Ba1, Bb1 und im oberen Bereich ein Begrenzungselement Ba1, Bb1
dreieckförmig auf dem Umfang verteilt angeordnet sind, zum Beispiel an den Steckstangen
31d. Darüber hinaus oder als drittes Begrenzungselement Ba1, Bb2 kann wenigstens ein
vorzugsweise ebenfalls durch einen Ringbund 31e gebildetes Begrenzungselement Ba1,
Bb1 am Fixierelement der Fixiervorrichtung 66 gebildet sein, zum Beispiel an der Fixierstange
66b.
[0102] Im Rahmen der Erfindung kann bzw. können nur der hinterste Ringbund 31e oder auch
die übrigen nicht dargestellten Ringbunde vorhanden sein. Fig. 14 zeigt das vorbeschriebene
Ausführungsbeispiel der Aufnahmevorrichtung 31 bzw. Modulbaueinheit 32 mit einem ersten,
in das erste Aufnahmefach 67 eingeschobenen Trägermodul 9, das allseitig positioniert
ist.
[0103] Die Positionen der Begrenzungen Ba, Bb bzw. Begrenzungselemente Ba1, Bb1 können längs
des Durchgangs 3 einstellbar sein. Dies kann durch ein Lösen, Verschieben und Fixieren,
z. B. der Bunde 31e, erfolgen. Es können auch mit entsprechend unterschiedlichen Abmessungen
d, i ausgebildete Steckstangen 31d. und/oder Fixierstangen 66b lösbar und befestigbar
und austauschbar sein, siehe Doppelpfeil in Fig. 14. Die Steckstangen 31d oder auch
die Fixierstangen 66b können z. B. an einem Ende einen Kopf und am anderen Ende eine
aufschraubbare Mutter 31 f aufweisen.
[0104] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15 bis 17 unterscheidet sich vom vorbeschriebenen
Ausführungsbeispiel in mehrfacher Hinsicht, wobei die Begrenzungen Ba, Bb der Aufnahmefächer
67 - mit Ausnahme der hintersten Begrenzung Ba - durch die hinteren und vorderen Breitseiten
der Trägermodule 9 gebildet sind. Es sind nur die hintersten, zum Beispiel drei oder
vier Stück, Begrenzungselemente Ba1 vorhanden, die eine vertikale Bezugsebene bilden,
und an der das hinterste Trägermodul 9 mit seiner Hinterseite anliegt und somit auch
das gesamte Trägermodulpaket anliegt.
[0105] Bei dieser Ausgestaltung könnte das Trägermodulpaket an seiner gegenüberliegenden
Seite, nämlich mit der vorderen Breitseite des vordersten Trägermoduls 9, durch vordere
Begrenzungselemente Bb1 begrenzt sein, die in einem der Außenabmessung des Trägermodulpakets
entsprechenden Abstand von den hinteren Begrenzungselementen Ba1 angeordnet sind.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15 bis 17 sind die vorderen Begrenzungselemente
Bb1 jedoch durch wenigstens eine Druckvorrichtung 73 gebildet, mit der die Trägermodule
9 gegen die hinteren Begrenzungselemente Ba1 drückbar sind. Es können drei oder vier
Druckvorrichtungen 73 auf dem Umfang verteilt angeordnet, vorzugsweise den Begrenzungselementen
Ba1 längs gegenüberliegend oder in der Nähe, bzw. neben den Steckstangen 31d.
[0106] Die Druckvorrichtungen 73 können von Hand betätigbar sein. Beim Ausführungsbeispiel
sind sie jeweils durch eine Gewindespindel 73a gebildet, die jeweils in ein horizontales
Gewindeloch eingeschraubt ist, das sich z. B. in der zugehörigen Stirnwand 71 b neben
den Löchern für die Steckstangen 31d befindet und im Bereich der Fixiervorrichtung
66 im zugehörigen Schwenkarm 66d angeordnet sein kann. Die Gewindespindel 73a weisen
jeweils im Bereich ihres äußeren Endes wenigstens ein Drehangriffselement 74 auf,
das zum Beispiel durch winkel- oder T-förmig abstehende Hebelarme gebildet sein kann.
[0107] Die Druckvorrichtungen 73 bzw. Spindeln 73a sind so lang ausgebildet, dass sie jeweils
gegen die gewählte Anzahl der Trägermodule 9 drückbar sind.
[0108] Die Anordnung der wenigstens einen Druckvorrichtung 73 ermöglicht es, das oder die
Trägermodule 9 nicht nur spielfrei zu halten, sondern auch gegen die eine Bezugsebene
E2 bildenden Vorderseiten der Begrenzungselemente Ba1 zu drücken, wodurch eine exakte
Positionierung der Trägermodule 9 in der Längsrichtung des Durchgangs 3 gewährleistet
ist.
[0109] Bei allen Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 8 bis 17 kann auch das vorderste Aufnahmefach
67 als erstes Fach 67 dienen, wobei die weiteren Trägermodule in einer sich nach hinten
erstreckenden Reihe zu einem Packet vervollständigt werden können.
[0110] Bei allen Ausführungsbeispielen ist es deshalb möglich ausgehend vom ersten (hintersten
oder vordersten) Trägermodul möglich, die Anzahl der Trägermodule 9 frei zu wählen.
[0111] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 13 und 14 kann eine wahlweise Anzahl Trägermodule
9 in wahlweisen Aufnahmenfächern 67 bestückt werden.
[0112] Im Rahmen der Erfindung, wie inden Ansprüchen definiert, können die vorbeschriebenen
Ausbildungen auch in anderen Kombination und auch jeweils in anderen Formgestaltungen
vorgesehen sein.
1. Vorrichtung (1) zum Trennen eines längs eines Förderdurchgangs (2) bewegbaren Stranges
(3) aus plastischem Material in Längsabschnitte (3a), mit wenigstens einer Kerbvorrichtung
(5) zum quer gerichteten Kerben des Stranges (3) und einer Schneidevorrichtung (4)
zum Schneiden des Stranges (3) in den Kerben (5a),
wobei die Kerbvorrichtung (5) wenigstens eine Kerbleiste (6) aufweist, die an einer
Seite des Durchgangs (2) und in einer Querebene (E1) angeordnet ist, wobei die Kerbleiste
(6) durch ein Antriebselement (54) in einer Kerbführung (50) zwischen einer Freigabestellung
und einer Kerbstellung hin und her bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebselement (54) mit einem Basiselement (53) eines Getriebes (51) antriebsmäßig
verbunden ist, das eine in eine Umfangsrichtung des Durchgangs (2) gerichtete Bewegung
des Basiselements (53) in die quer gerichtete Bewegung der zugehörigen Kerbleiste
(6) umwandelt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbführung (8) schräg angeordnet ist und mit der in einer Umfangsrichtung des
Durchgangs (2) folgenden Horizontalen oder Vertikalen einen spitzen Winkel (W1) einschleißt.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbführung (8) schräg angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbführung (8) mit der Vertikalen oder Horizontalen einen Winkel (W1) von 45°
einschließt.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Basiselement (53) in einer sich in einer Umfangsrichtung erstreckenden Führung
(50) bewegbar geführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbvorrichtung (5) zwei Kerbleisten (6) in einer gemeinsamen Querebene (E1)
aufweist, wobei die Kerbleisten (6) einander gegenüberliegend angeordnet sind, vorzugsweise
seitlich des Durchgangs und in aufrechter Position angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich zwischen den zwei Kerbleisten (6) eine dritte Kerbleiste (6) erstreckt, die
vorzugsweise eine obere Kerbleiste (6c) ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbvorrichtung (5) eine vierte Kerbleiste (6) zum umlaufenden Kerben des Stranges
(3) aufweist, die vorzugsweise eine untere Kerbleiste (6a) ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kerbführungen (8) mit der in einer Umfangsrichtung des Durchgangs (2) folgenden
Horizontalen oder Vertikalen einen gleich großen Winkel (W1) einschließen.
10. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basiselemente (53) in der Umfangsrichtung mechanisch miteinander verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Basiselemente (53) durch einen Bogen oder Ring (53a) gebildet sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führung (50) durch mehrere auf dem Umfang verteilt angeordnete Führungsrollen
(56) gebildet ist, an denen der Innenrand oder der Außenrand des Bogens oder des Ringes
(53a) drehbar gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsrollen (56) den Bogen oder den Ring (53a) mit Flanschen übergreifen.
14. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei einander gegenüberliegende Kerbleisten (6a, 6b, 6c, 6d) insbesondere zwei seitliche
Kerbleisten (6b, 6d) oder alle Kerbleisten gleichzeitig bewegbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass von zwei einander in einer Ecke benachbarten Kerbleisten (6) die eine Kerbleiste
wenigstens mit ihrem Kerbsteg (6e) über wenigstens den Kerbsteg (6e) der anderen Kerbleiste
verlängert ist, und die andere Kerbleiste wenigstens in ihrem von der einen Kerbleiste
überlappten Stirnwandbereich eine Ausnehmung (6f) aufweist, die an die Querschnittsform
des Kerbstegs (6e) der einen Kerbleiste angepasst ist,
und dass die Kerbleisten (6) in ihren in der Umfangsrichtung folgenden Eckenbereichen jeweils
bezüglich dem vorherigen Eckenbereich um 90° verdreht ausgebildet und angeordnet sind.
1. A device (1) for separating a slab (3) made of plastic material movable along a conveyor
passage (2) into longitudinal portions (3a), with at least one notching device (5)
for the transversely directed notching of the slab (3) and a cutting device (4) for
cutting the slab (3) in the notches (5a),
wherein the notching device (5) provides at least one notching plate (6), which is
arranged on one side of the passage (2) and in a transverse plane (E1),
wherein the notching plate (6) is movable by a drive element (54) within a notching
guide (50) to and fro between a released position and a notching position,
characterised in that
the drive element (54) is connected in a driven manner to a base element (53) of a
gearbox (51) which converts a movement of the base element (53) directed in the peripheral
direction of the passage (2) into the transversely directed movement of the associated
notching plate (6).
2. The device according to claim 1,
characterised in that
the notching guide (8) is arranged diagonally and encloses an acute angle (W1) with
the following horizontal or vertical in a peripheral direction of the passage (2).
3. The device (1) according to claim 1,
characterised in that
the notching guide (8) is arranged diagonally.
4. The device according to any one of claims 1 to 3,
characterised in that
the notching guide (8) encloses an angle (W1) of 45° with the vertical or horizontal.
5. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the base element (53) is guided in a movable manner in a guide (50) extending in a
peripheral direction.
6. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the notching device (5) provides two notching plates (6) in a common transverse plane
(E1), wherein the notching plates (6) are disposed opposite to one another, preferably
at the sides of the passage and in an upright position.
7. The device according to claim 6,
characterised in that
a third notching plate (6) which is preferably an upper notching plate (6c) extends
between the two notching plates (6).
8. The device according to claim 7,
characterised in that
the notching device (5) provides a fourth notching plate (6), which is preferably
a lower notching plate (6a), for the peripheral notching of the slab (3).
9. The device according to any one of claims 6 to 8,
characterised in that
the notching guides (8) enclose an angle (W1) of the same size with the horizontal
or vertical following in a peripheral direction of the passage (2).
10. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the base elements (53) are mechanically connected to one another in the peripheral
direction.
11. The device according to claim 10,
characterised in that
the base elements (53) are formed by an arc or a ring (53a).
12. The device according to claim 11,
characterised in that
the guide (50) is formed by several guide rollers (56) arranged distributed around
the periphery, on which the internal edge or the external edge of the arc or ring
(53a) is mounted in a rotatable manner.
13. The device according to claim 12,
characterised in that
the guide rollers (56) engage with flanges over the arc or the ring (53a).
14. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
two notching plates (6a, 6b, 6c, 6d) disposed opposite to one another, especially
two lateral notching plates (6a, 6b), or all notching plates are movable simultaneously.
15. The device according to any one of the preceding claims,
characterised in that,
with regard to two notching plates (6) adjacent to one another at a corner, the one
notching plate is extended at least with its notching web (6e) at least over the notching
web (6e) of the other notching plate, and, at least in its frontwall region overlapped
by the one notching plate, the other notching plate provides a recess (6f), which
is adapted to the cross-sectional shape of the notching web (6e) of the one notching
plate,
and that, in their corner regions following in the peripheral direction, the notching
plates (6) are formed and arranged respectively rotated through 90° with reference
to the preceding corner region.