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EP 2 208 552 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2011 Patentblatt 2011/15 |
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Anmeldetag: 19.01.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Feinschneiden von Werkstücken
Method and device for fine cutting of workpieces
Procédé et dispositif destinés à couper fin des pièces à usiner
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
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Patentinhaber: Finova Feinschneidtechnik GmbH |
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42897 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- Zimmermann, Martin
52064 Aachen (DE)
- Watermann, Martin
51467 Bergisch Gladbach (DE)
- Trump, Konrad
51519 Odenthal (DE)
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Vertreter: Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche |
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Patentanwaltskanzlei
Friedrich-Engels-Allee 430-432 42283 Wuppertal 42283 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 131 770 JP-A- 7 112 234 US-A1- 2003 066 329
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IT-B- 1 137 113 JP-A- 2002 307 130
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft zunächst ein Verfahren zum Feinschneiden von Werkstücken,
wie Zahnräder od. dgl., bei dem der Werkstoff, vorzugsweise Blech, zumindest zwischen
einer Pressplatte und einer Schneidplatte eingespannt und ein Schneidstempel mittels
einer Einrichtung zur Führung zwangsgeführt ist sowie das Werkstück mittels einer
Schneidkontur sowie Schneidflächen des Schneidstempels und eines entgegengesetzt wirkenden,
in der Schneidplatte geführten Gegenhalters ausgeschnitten wird.
[0002] Ein derartiges Verfahren nach dem Stand der Technik ist grundsätzlich aus der
DE OS 3324680 bekannt. Im Gegensatz zum Stanzen handelt es sich hierbei um ein Verfahren, bei dem
der Werkstoff - meist ein Blechstreifen - vor und während des Schneidvorganges fest
eingespannt und mit engen Toleranzen geführt wird. So wird vor dem Schneidvorgang
der Blechstreifen zwischen der Schneidplatte und der Pressplatte eingeklemmt. Eine
zusätzliche Einspannung des Blechstreifens geschieht zwischen dem Gegenhalter und
dem Schneidstempel, wobei sich die jeweiligen Kräfte zunächst die Waage halten. Durch
Erhöhung der Stempelkraft wird der Schneidvorgang eingeleitet, so dass der Schneidstempel
den Gegenhalter verdrängt. Letztlich wird das herausgeschnittene Werkstück vom Gegenhalter
aus der Schneidplatte ausgeworfen und der Blechstreifen für den nächsten Schneidvorgang
vorgeschoben.
[0003] Ein derartiges Verfahren weist auf vorteilhafte Weise gegenüber dem Stanzen einen
deutlich reduzierten Schneidspalt auf, wodurch eine höhere Maßgenauigkeit der Schnittflächen
erreicht wird.
[0004] Mit diesem grundsätzlich vorteilhaften Verfahren können jedoch auf nachteilige Weise
nur Werkstücke feingeschnitten werden, deren Schnittflächen senkrecht zur Blechebene
liegen, dadurch sind zwar Geradverzahnungen herstellbar, nicht aber die im Bereich
der Laufverzahnung bedeutenderen Schrägverzahnungen.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein neues Verfahren zum Feinschneiden
von Werkstücken, wie Zahnräder od. dgl., zu schaffen, welches einen größeren Einsatzbereich
aufweist.
[0006] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1, wonach während
des Schnittvorganges zumindest der Schneidstempel eine vertikale Relativbewegung und
gleichzeitig eine rotative Relativbewegung in Bezug zur Schneidplatte vollzieht.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Feinschneiden hat den grundsätzlichen Vorteil,
dass der Einsatzbereich des Feinschneidens auch auf Werkstücke erweitert wird, deren
Schnittflächen nicht senkrecht zur Blechebene verlaufen, wodurch es beispielsweise
möglich wird, die immer wichtiger werdenden Schrägverzahnungen herzustellen. Da in
der Vergangenheit nur die zeitintensive zerspanende Herstellung von Schrägverzahnungen
möglich war, ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur eine erhebliche Erweiterung
des Einsatzbereiches des Feinschneidens, sondern auch eine deutlich günstigere Herstellung
von Schrägverzahnungen.
[0008] Um eine schräge Verzahnung aus einem Blechstreifen zu schneiden, ist es erfindungsgemäß
erforderlich, dass die Schneidbewegung nicht senkrecht, sondern schräg durch das Blech
geführt wird. Im Falle eines schrägverzahnten Stirnlaufrades bedeutet das die Überlagerung
der senkrechten Schneidbewegung mit einer Rotation der Schneidelemente zueinander.
Diese Rotation kann grundsätzlich auf zwei Arten erzeugt werden, nämlich entweder
durch eine Drehung von Schneid- und Führungsplatte bei drehfester Position von Stempel
und Gegenhalter oder durch eine Drehung von Stempel und Gegenhalter bei drehfester
Lage von Schneid- und Führungsplatte, weil für die Erzeugung der Schrägverzahnung
einzig und allein die Relativbewegung zwischen Schneidplatte und Stempel von Bedeutung
ist. Zwar ist erfindungsgemäß die Rotationsbewegung durch Schneidstempel und Gegenhalter
als bevorzugt anzusehen, jedoch umfasst das erfindungsgemäße Verfahren auch die oben
dargelegte andere Möglichkeit.
[0009] Aus dem heterogenen Stand der Technik, nämlich dem italienischen Patent
1137113 des Erfinders Luigi Belcredi ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem ein Schrägstirnrad
feingeschnitten wird, jedoch weist dieses Verfahren grundsätzliche Unterschiede auf.
[0010] Im Gegensatz zum erfindungsgemäßen Verfahren können die schrägverzahnten Zahnräder
nicht direkt aus einem Blechstreifen geschnitten werden, sondern es müssen vorher
Blechrohlinge (Platinen) erstellt werden, deren Außendurchmesser den späteren Kopfkreisdurchmesser
des Schrägstirnrads aufweisen. Durch einen im Schneidstempel angeordneten rechteckigen
Stift wird die eine entsprechende Öffnung aufweisende Platine drehfest an der Unterseite
des Schneidstempels fixiert. Nach dem Einklemmen der Platine zwischen Schneidstempel
und Abstreifer wird der Schneidvorgang eingeleitet. Dabei wird der Schneidstempel
mit darunter angeordneter Platine nach unten gedrückt. Mit der Hilfe einer in den
Schneidstempel und den Abstreifer sowie in die Führung und die Matrize eingebrachten
Schrägverzahnung werden der Schneidstempel einschließlich Platine zu einer Rotation
gezwungen. Dadurch werden aus den Platinen während der Rotation die Zahnzwischenräume
herausgeschnitten.
[0011] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vollzieht
während des Schnittvorganges auch der Gegenhalter eine vertikale Relativbewegung und
gleichzeitig eine rotative Relativbewegung im Bezug zur Schneidplatte.
[0012] Durch diese übereinstimmende Rotation von Schneidstempel und Gegenhalter verbessert
sich die geometrische Genauigkeit des schrägverzahnten Werkstückes.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
weisen Schneidstempel und Gegenhalter vor dem Feinschneiden eine Position zueinander
auf, bei der die Verlängerung der jeweiligen Schnittflächen übereinander liegen und
sich Schneidstempel und Gegenhalter während des Feinschneidens im Hinblick auf ihre
Rotation synchron bewegen.
[0014] Durch dieses Zusammenwirken von Schneidstempel und Gegenhalter wird zusätzlich die
Qualität der erstellten Schnittflächen insbesondere in dem dem Gegenhalter naheliegenden
Werkstückbereich deutlich verbessert, da der Gegenhalter bezüglich des Werkstücks
während des Schnittvorgangs eine verbesserte Stützfunktion aufweist.
[0015] Des Weiteren betrifft die Erfindung gemäß Anspruch 4 eine Vorrichtung zum Feinschneiden
von Werkstücken, wie Zahnräder od. dgl., im wesentlichen bestehend aus einem, mit
einer Schneidkontur sowie Schneidflächen versehenen Schneidstempel, der mit einer
Einrichtung zur Zwangsführung versehen ist, einer Pressplatte sowie einer Schneidplatte,
in der ein Gegenhalter geführt ist, wobei zwischen der Pressplatte und der Schneidplatte
ein Blech unverrückbar gehalten ist.
[0016] Ausgehend von dem oben dargelegten Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung
darin, eine Vorrichtung zu schaffen, die einen erweiterten Einsatzbereich bei der
Herstellung von Werkstücken mittels der Feinschneidtechnik aufweist.
[0017] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 4, wonach zumindest
der Schneidstempel und die Schneidplatte relativ zueinander drehbar angeordnet sind
und dass der Schneidstempel mit im Winkel zur vertikalen Bewegungsrichtung des Schneidstempels
angeordneten Schneidflächen versehen ist.
[0018] Der wesentliche erfindungsgemäße Vorteil der neuen Vorrichtung zum Feinschneiden
besteht nunmehr darin, dass mit dieser auch Schnittflächen erstellt werden können,
die nicht senkrecht zur Blechebene angeordnet sind. Dadurch besteht nun die Möglichkeit,
den Einsatzbereich des Feinschneidens beispielsweise auf die immer wichtiger werdenden
Schrägverzahnungen zu erweitern.
[0019] Vorrichtungsgemäß ist es von Vorteil, wenn wie bei einer weiteren Ausführungsform
auch der Gegenhalter und die Schneidplatte relativ zueinander drehbar angeordnet sind
sowie eine zum Schneidstempel analog ausgebildete Schneidkontur sowie Schneidflächen
aufweisen. Durch diese Ausbildung des Feinschneidwerkzeuges erhöht sich die geometrische
Genauigkeit der Werkstücke deutlich.
[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind der Schneidstempel und der Gegenhalter
drehbar gelagert und die Pressplatte und die Schneidplatte umdrehbar, jedoch vertikal
beweglich gelagert.
[0021] Eine zusätzliche Einrichtung zur Synchronisation von Schneidstempel und Gegenhalter
hinsichtlich ihrer Schneidlinien sowie der Rotationsgeschwindigkeit während des Feinschneidens
weist eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung auf. Hierdurch wird
das Zusammenwirken von Schneidstempel und Gegenhalter während des Schneidvorgangs
verbessert, so dass die Qualität der erstellten Schnittflächen insbesondere in dem
dem Gegenhalter naheliegenden Werkstückbereich größer ist, da der Gegenhalter bezüglich
des Werkstücks während des Schneidvorgangs eine verbesserte 4Stützfunktion aufweist.
[0022] Letztlich weist der Schneidstempel bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
einen Stempelfuß aus, der in einem Druckraum drehbar gelagert ist, welcher mit Hydraulikflüssigkeit
gefüllt ist. Hierdurch wird auf vorteilhafte Weise im Lagerbereich des Stempels auch
bei großen Belastungen erreicht, dass die Oberflächen voneinander getrennt sind. Durch
die großzügige Dicke des Ölposters von mehreren Millimetern rotiert der Stempelfuß
jederzeit ausschließlich auf dem Ölpolster.
[0023] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
[0024] Es zeigen:
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung des Feinschneidens nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 eine Abbildung eines Schrägstirnrades,
Fig. 3 eine prinzipielle Darstellung des rotationsüberlagerten Feinschneidens und
Fig. 4 eine Darstellung einer Lagerung des Schneidstempels gemäß Fig. 4
[0025] In den Figuren 1 und 2 ist zunächst prinzipiell das Feinschneiden nach dem Stand
der Technik dargestellt.
[0026] Die Fig. 1 zeigt, dass im Unterschied zum Stanzen beim Feinschneiden zusätzlich neben
einem Schneidstempel A und einer Schneidplatte B ein Gegenhalter C und eine Führungsplatte
D vorhanden ist, wobei in die Führungsplatte D eine Ringzacke E integriert ist, mit
der eine vollständige Einspannung des Blechstreifens G im Bereich der Schnittlinie
ermöglicht wird. Durch die vollständige Einspannung des Blechstreifens G liegt in
der Scherzone während des Schnittvorgangs eine reine Scherung vor, wodurch vollständig
glatte Schnittflächen ohne Bruchzonen entstehen können. Dies wird unter anderem durch
einen deutlich reduzierten Schneidspalt erreicht.
[0027] Des Weiteren erkennt man in der Fig. 1, dass der Schneidstempel A mit der Stempelkraft
F
ST, der Blechstreifen G mit der Ringzackenkraft F
R, der Gegenhalter C mit der Gegenhalterkraft F
G und die Schneidplatte B mit der Stößelkraft F
stößei belastet wird.
[0028] Die prinzipielle Darstellung gemäß Fig. 1 zeigt, dass beim Feinschneiden nach dem
Stand der Technik der Schneidstempel A eine rein vertikale, im rechten Winkel zum
Blechstreifen G verlaufende Schneidbewegung vollzieht, so dass die erstellten Schnittflächen
in einem rechten Winkel zur Blechstreifenebene angeordnet sind.
[0029] In der Fig. 2 ist ein Schrägstirnrad S abgebildet, welches heutzutage einen großen
Einsatzbereich in unterschiedlichen Ausgestaltungen aufweist, jedoch mit einer Vorrichtung
gemäß der Fig. 1 nach dem Stand der Technik nicht herstellbar ist.
[0030] In den Figuren 3 und 4 ist eine Vorrichtung zum rotationsüberlagerten Feinschneiden
dargestellt und insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.
[0031] Eine derartige Vorrichtung 10 wird einerseits von einem rotierenden Schneidstempel
11 gebildet, der in einer drehfesten Führungsplatte 12 angeordnet ist. Der Schneidstempel
11 weist eine Außen-Schrägverzahnung 13
a auf und wird durch eine übereinstimmende Innen-Schrägverzahnung 13
b der Führungsplatte 12 geführt.
[0032] Darüber hinaus weist die Vorrichtung 10 einen innerhalb einer drehfesten Schneidplatte
15 ebenfalls rotierend angeordneten Gegenhalter 14 mit einer Schrägverzahnung 16
a auf, der ebenfalls mittels einer Schrägverzahnung 16
b der Schneidplatte 15 geführt ist. Die vorgenannten Schrägverzahnungen 13
a und 16
a des Schneidstempels 11 sowie des Gegenhalters 14 sind mit im Winkel zur Vertikalen
angeordneten Schneidflächen versehen. Zwischen dem Schneidstempel 11 und der Führungsplatte
12 einerseits und dem Gegenhalter 14 bzw. der Schneidplatte 15 andererseits ist ein
Blechstreifen 17 angeordnet, der zusätzlich durch eine nicht dargestellte Ringzacke
zwischen Schneidplatte 15 und Führungsplatte 12 vollständig eingespannt ist.
[0033] Vor dem Beginn eines Schneidvorganges ist es zwingend erforderlich, dass Schneidstempel
11 und Gegenhalter 14 mit ihren jeweiligen Schrägverzahnungen 13 und 16 eine Position
zueinander einnehmen, dass die jeweiligen Schneidflächen der Schrägverzahnungen 13
bzw. 16 übereinstimmende Schnittlinien s aufweisen. Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung
10 auf nicht dargestellte Weise auch mit einer Einrichtung zur exakten Positionierung
der Schrägverzahnung 16 des Gegenhalters 14 zur Schrägverzahnung 13 des Stempels 11
versehen.
[0034] In der Fig. 4 ist ergänzend die Lagerung des Schneidstempels 11 dargestellt.
[0035] Man erkennt grundsätzlich die in der Fig. 3 dargestellte Vorrichtung bestehend aus
Schneidstempel 11, Führungsplatte 12, Schrägverzahnungen 13/16, Gegenhalter 14 sowie
Schneidplatte 15.
[0036] Zusätzlich sind ein Innenformgegenhalter sowie ein Innenformstempel 18 und 19 dargestellt,
welche jedoch im Folgenden keine Bedeutung aufweisen.
[0037] Ein sogenannter Obersatz 20 ist mit einem Druckraum 21 versehen, in dem ein Stempelfuß
22 vertikal beweglich geführt ist, der mit dem Schneidstempel 11 verbunden ist. Der
Druckraum 21 ist mit einer Hydraulikflüssigkeit, vorzugsweise Öl, befüllt und auf
nicht dargestellte Weise von einem Rückschlagventil verschlossen. Mit Hilfe dieser
Anordnung ist eine Lagerung des Schneidstempels 11 während des Schneidvorgangs mit
Hilfe eines Ölpolsters 23 möglich.
[0038] Das Ölpolster 23 als Variante des sogenannten hydrostatischen Prinzips sichert genau
dann automatisch die Trennung der Oberflächen von Stempelfuß 22 und Obersatz 20, wenn
die Belastungen groß sind. Der Aufwand für die Versorgung der Einrichtung ist äußerst
gering, da das als Druckmedium verwendete Feinschneidöl bereits in einem entsprechend
vorgespannten Vorratsbehälter an der Presse zur Verfügung steht. Durch die Lagerung
des Stempelfußes 22 auf einem Ölpolster 23 wird die geforderte Trennung der Oberflächen
von Stempelfuß 22 und Obersatz 20 zuverlässig erfüllt. Durch die großzügige Dicke
des Ölpolsters 23 von mehreren Millimetern rotiert der Stempelfuß 22 jederzeit ausschließlich
auf dem Ölpolster 23. Ein Rückfluss von Öl durch die Zuleitung wird durch ein nicht
dargestelltes Rückschlagventil verhindert, dessen Wirkung sich bei steigendem Druck
im Ölpolster 23 selbst verstärkt.
1. Verfahren zum Feinschneiden von Werkstücken, wie Zahnräder od. dgl., bei dem der Werkstoff,
vorzugsweise Blech, zumindest zwischen einer Pressplatte und einer Schneidplatte (15)
eingespannt und ein Schneidstempel (11) mittels einer Einrichtung zur Führung zwangsgeführt
ist sowie das Werkstück mittels einer Schneidkontur sowie Schneidflächen des Schneidstempels
(11) und eines entgegengesetzt wirkenden, in der Schneidplatte (15) geführten Gegenhalters
(14) ausgeschnitten wird, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schnittvorganges zumindest der Schneidstempel (11) eine vertikale Relativbewegung
und gleichzeitig eine rotative Relativbewegung in Bezug zur Schneidplatte (15) vollzieht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des Schnittvorganges auch der Gegenhalter (14) eine vertikale Relativbewegung
und gleichzeitig eine rotative Relativbewegung in Bezug zur Schneidplatte (15) vollzieht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass Schneidstempel (11) und Gegenhalter (14) vor dem Feinschneiden eine Position zueinander
aufweisen, bei der die Verlängerungen der jeweiligen Schnittflächen übereinander liegen
und dass sich Schneidstempel (11) und Gegenhalter (14) während des Feinschneidens
in Hinblick auf ihre Rotation synchron bewegen.
4. Vorrichtung (10) zum Feinschneiden von Werkstücken, wie Zahnräder od. dgl., im wesentlichen
bestehend aus einem, mit einer Schneidkontur sowie Schneidflächen versehenen Schneidstempel
(11), der mit einer Einrichtung zur Zwangsführung versehen ist, einer Pressplatte
sowie einer Schneidplatte (15), in der ein Gegenhalter (14) geführt ist, wobei zwischen
der Pressplatte und der Schneidplatte (15) ein Blech unverrückbar haltbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Schneidstempel (11) und die Schneidplatte (15) relativ zueinander drehbar
angeordnet sind und dass der Schneidstempel (11) mit im Winkel zur vertikalen Bewegungsrichtung
des Schneidstempels (11) angeordneten Schneidflächen versehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Gegenhalter (14) und Schneidplatte (15) relativ zueinander drehbar angeordnet
sind sowie eine zum Schneidstempel (11) analog ausgebildete Schneidkontur sowie Schneidflächen
aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidstempel (11) und der Gegenhalter (14) drehbar gelagert sind und dass Pressplatte
(12) und Schneidplatte (15) undrehbar, jedoch vertikal beweglich gelagert sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Synchronisation von Schneidstempel (11) und Gegenhalter (14)
hinsichtlich ihrer Schneidlinien sowie der Rotationsgeschwindigkeit während des Feinschneidens.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidstempel (11) einen Stempelfuß (22) aufweist, der in einem Druckraum (21)
drehbar gelagert ist, welcher mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (21) von einem Rückschlagventil verschlossen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkontur bzw. die Schneidflächen des Schneidstempels (11) bzw. des Gegenhalters
(14) als Schrägverzahnung (13a, 16a) ausgebildet sind.
1. A method for the precision blanking of workpieces, such as toothed wheels or the like,
in which the material, preferably metal sheet, is clamped at least between a pressing
plate and a cutting plate (15), and a cutting punch (11) is constrainedly guided by
means of a means for guidance and the workpiece is cut out by means of a cutting contour
and cutting surfaces of the cutting punch (11) and by means of a counter-support (14)
acting in the opposite direction and guided in the cutting plate (15), characterised in that during the cutting operation at least the cutting punch (11) executes a vertical
relative movement and simultaneously a rotary relative movement in relation to the
cutting plate (15).
2. A method according to Claim 1, characterised in that during the cutting operation the counter-support (14) also executes a vertical relative
movement and simultaneously a rotary relative movement in relation to the cutting
plate (15).
3. A method according to Claim 1 or 2, characterised in that the cutting punch (11) and counter-support (14), before the precision blanking, have
a position relative to each other in which the extensions of the respective cutting
surfaces lie one above the other and in that the cutting punch (11) and counter-support (14) during the precision blanking move
synchronously with regard to their rotation.
4. A device (10) for the precision blanking of workpieces, such as toothed wheels or
the like, substantially consisting of a cutting punch (11) provided with a cutting
contour and cutting surfaces, which punch is provided with a means for constrained
guidance, a pressing plate and a cutting plate (15), in which a counter-support (14)
is guided, with a metal sheet being able to be held in non-shiftable manner between
the pressing plate and the cutting plate (15), characterised in that at least the cutting punch (11) and the cutting plate (15) are arranged rotatably
relative to each other, and in that the cutting punch (11) is provided with cutting surfaces arranged at an angle to
the vertical direction of movement of the cutting punch (11).
5. A device according to Claim 4, characterised in that also the counter-support (14) and cutting plate (15) are rotatably arranged relative
to each other and has a cutting contour formed analogously to the cutting punch (11),
and also cutting surfaces.
6. A device according to Claim 4 or 5, characterised in that the cutting punch (11) and the counter-support (14) are rotatably mounted, and in that the pressing plate (12) and cutting plate (15) are mounted non-rotatably, but vertically
movably.
7. A device according to one of Claims 4 to 6, characterised by a means for synchronisation of the cutting punch (11) and counter-support (14) with
regard to their cutting lines and the speed of rotation during the precision blanking.
8. A device according to one of Claims 4 to 7, characterised in that the cutting punch (11) has a punch foot (22) which is rotatably mounted in a pressure
space (21) which is filled with hydraulic fluid.
9. A device according to Claim 8, characterised in that the pressure space (21) is closed by a non-return valve.
10. A device according to one of Claims 4 or 9, characterised in that the cutting contour or the cutting surfaces of the cutting punch (11) or of the counter-support
(14) are formed as helical gearing (13a, 16a).
1. Procédé pour couper fin des pièces à usiner, comme des roues dentées ou similaires,
selon lequel le matériau, de préférence de la tôle, est serré au moins entre une plaque
de serrage et une plaque de découpage (15), et un poinçon de coupage (11) est contraint
de se déplacer au moyen d'un dispositif de guidage et la pièce à usiner est découpée
à l'aide d'un contour de coupe ainsi que des faces de coupe du poinçon de coupage
(11) et d'un contre-appui (14) guidé dans la plaque de découpage (15) agissant en
sens inverse, caractérisé en ce que, pendant l'opération de coupe, au moins le poinçon de coupage (11) exécute un mouvement
relatif vertical et, en même temps, un mouvement relatif rotatif par rapport à la
plaque de découpage (15).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pendant l'opération de coupe, le contre-appui (14), également, exécute un mouvement
relatif vertical et, en même temps, un mouvement relatif rotatif par rapport à la
plaque de découpage (15).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le poinçon de coupage (11) et le contre-appui (14) présentent l'un par rapport à
l'autre, avant le coupage fin, une position selon laquelle les prolongements des faces
de coupe respectives sont superposés et en ce que, pendant le coupage fin, le poinçon de coupage (11) et le contre-appui (14) se déplacent
de façon synchrone en ce qui concerne leur rotation.
4. Dispositif (10) pour couper fin des pièces à usiner, comme des roues dentées ou similaires,
essentiellement composé d'un poinçon de coupage (11) muni d'un contour de coupe, de
faces de coupe et d'un dispositif de guidage forcé, d'une plaque de serrage ainsi
que d'une plaque de découpage (15), dans laquelle est guidé un contre-appui (14),
sachant qu'entre la plaque de serrage et la plaque de découpage (15), une tôle peut
être maintenue inamoviblement, caractérisé en ce qu'au moins le poinçon de coupage (11) et la plaque de découpage (15) sont disposés orientables,
de façon relative, l'un par rapport à l'autre et en ce que le poinçon de coupage (11) est muni de faces de coupe disposées selon un angle par
rapport au sens vertical de déplacement du poinçon de coupage (11).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'aussi, le contre-appui (14) et la plaque de découpage (15) sont disposés orientables,
de façon relative l'un par rapport à l'autre et qu'il présente également un contour
de coupe réalisé de façon analogue au poinçon de coupage (11) et des faces de coupe.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que le poinçon de coupage (11) et le contre-appui (14) sont placés de manière orientable,
et en ce que la plaque de serrage (12) et la plaque de découpage (15) sont placées non-orientables,
mais mobiles verticalement.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé par un dispositif pour synchronisation du poinçon de coupage (11) et du contre-appui
(14), en ce qui concerne leur ligne de coupe et la vitesse de rotation pendant le
coupage fin.
8. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que le poinçon de coupage (11) présente un talon de poinçonnage (22) qui est logé de
manière orientable dans un espace de pression (21) lequel est rempli de liquide hydraulique.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'espace de pression (21) est obturé par un clapet anti-retour.
10. Dispositif selon l'une des revendications 4 ou 9, caractérisé en ce que le contour de coupe ou les faces de coupe du poinçon de coupage (11) ou du contre-appui
(14) est/sont réalisé(es) en tant que denture oblique (13a, 16a).
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