[0001] Die Erfindung betrifft eine Klappenanordnung für ein Schienenfahrzeug, insbesondere
für einen Hochgeschwindigkeitszug, wobei die Klappenanordnung bewegliche Elemente
aufweist, die in einem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche am Bug
oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden und eine im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs
angeordnete Kupplungsvorrichtung abdecken. In einem geöffneten Zustand ermöglichen
die beweglichen Elemente einen Gebrauch der Kupplungsvorrichtung. Die Erfindung betrifft
ferner ein Verfahren zum Kuppeln eines Schienenfahrzeugs, insbesondere eines Hochgeschwindigkeitszuges,
mit einem anderen Schienenfahrzeug, wobei eine im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs
angeordnete Kupplungsvorrichtung zunächst in einem geschlossenen Zustand durch eine
Klappenanordnung abgedeckt ist und wobei bewegliche Elemente der Klappenanordnung
in einen geöffneten Zustand gebracht werden, in dem die Kupplungsvorrichtung gebraucht
wird. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Klappenanordnung
für ein Schienenfahrzeug, insbesondere für einen Hochgeschwindigkeitszug, wobei bewegliche
Elemente der Klappenanordnung bereitgestellt werden, die in einem geschlossenen Zustand
einen Teil der Außenoberfläche am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden und eine
im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs angeordnete Kupplungsvorrichtung abdecken und
die in einem geöffneten Zustand einen Gebrauch der Kupplungsvorrichtung ermöglichen.
Die Erfindung umfasst auch ein Schienenfahrzeug mit einer derartigen Klappenanordnung.
[0002] Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitszügen, d.h. Schienenfahrzeugen und Schienenfahrzeug-Zugverbänden,
die Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h und mehr erreichen, richtet sich die Formgestaltung
des Bugs und Hecks nach aerodynamischen Kriterien. Insbesondere um einen Zugverband
bilden zu können, weisen die Fahrzeuge jedoch meist eine Kupplungsvorrichtung auf,
die von einer Klappenanordnung abgedeckt wird, wenn sie nicht in Gebrauch ist. Am
Bug befindet sich die Klappenanordnung vorne vor der Kupplungsvorrichtung, so dass
die Klappe oder die Klappen einen für die Aerodynamik besonders wichtigen Teil der
Außenoberfläche bilden. Z.B. beim ICE-3 der Deutschen Bahn AG weist die Bugklappenanorcfnung
zwei bewegliche Klappen auf, die durch Drehung jeweils um eine vertikale Drehachse
geöffnet werden können, um die Kupplungsvorrichtung für den Gebrauch freizugeben.
[0003] Da die Kupplungsvorrichtung während des Gebrauchs, d.h. während das Schienenfahrzeug
mit einem anderen Schienenfahrzeug gekuppelt ist, über einen verhältnismäßig großen
Winkelbereich verschwenkbar sein muss, erstrecken sich die Bugklappen insbesondere
in horizontaler Richtung, aber auch in vertikaler Richtung über einen großen Bereich
des Bugs (oder bei entgegengesetzter Fahrtrichtung des Hecks). Die Klappen bilden
daher keinen ebenen, sondern vielmehr einen meist stark gekrümmten Teil der Außenoberfläche
des Schienenfahrzeugs, wenn sie sich in dem geschlossenen Zustand befinden. Dies erschwert
andererseits eine Konstruktion, die das Öffnen ermöglicht, d.h. eine Bewegung der
Klappen in den geöffneten Zustand erlaubt. Wenn die Kupplungsvorrichtung freiliegt,
müssen die Bugklappen im Bugraum untergebracht werden können. Dabei sollte die Bewegungsvorrichtung
zum Bewegen der Bugklappen robust sein, um bei den teils rauen Einsatzbedingungen
dauerhaft zuverlässig zu funktionieren.
[0004] Anforderungen an das Aufprallverhalten bei einem Zusammenstoß mit anderen Schienenfahrzeugen
oder sonstigen Hindernissen erschweren die Konstruktion zusätzlich. So sollen z.B.
bei zukünftigen Hochgeschwindigkeitszügen mehrere Stoßabsorber im Bugraum untergebracht
werden, die jeweils für eine Absorption von Stößen bei einem bestimmten Stoßereignis
(z.B. Aufprall auf einen Güterzug) ausgelegt sind.
[0005] Um Platz im Bugraum zu schaffen, ist bereits vorgeschlagen worden, die Kupplungsvorrichtung
in Fahrtrichtung verfahrbar auszugestalten, so dass sie für den Gebrauch in Fahrtrichtung
ausgefahren werden kann. Kosten und Gewicht können jedoch gespart werden, wenn die
Kupplungsvorrichtung nicht verfahrbar ist. Auch ist die Zuverlässigkeit einer nicht
verfahrbaren Kupplungsvorrichtung größer.
[0006] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schienenfahrzeug, eine Klappenanordnung
für ein Schienenfahrzeug, ein Verfahren zum Kuppeln eines Schienenfahrzeugs und ein
Verfahren zum Herstellen einer Klappenanordnung anzugeben, die den Einsatz einer robusten
Bewegungsmechanik zum Öffnen der Bugklappen bei geringem Platzbedarf für das Öffnen
der Bugklappen ermöglichen. Dabei soll möglichst eine Kupplungsvorrichtung eingesetzt
werden können, die nicht in Fahrtrichtung verfahrbar ist. Außerdem soll möglichst
Platz für Stoßabsorber verbleiben, die in der Höhe und in dem Abstand von Puffern
für Güterzugwagons angeordnet sind.
[0007] Es wird vorgeschlagen, dass die Klappenanordnung drei bewegliche Elemente aufweist,
die in dem geschlossenen Zustand einen Teil (insbesondere jedes Element einen separaten
Teil) der Außenoberfläche am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden und eine im
Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs angeordnete Kupplungsvorrichtung abdecken und
die in einem geöffneten Zustand einen Gebrauch der Kupplungsvorrichtung ermöglichen.
Eines der beweglichen Elemente (im Folgenden: das erste bewegliche Element) weist
eine ungefähr horizontal verlaufende Grenzlinie zu den anderen beiden beweglichen
Elementen (im Folgenden: zweites und drittes bewegliches Element) auf. Das zweite
und dritte bewegliche Element weisen in dem geschlossenen Zustand der Klappenanordnung
eine ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie zueinander auf. Anders ausgedrückt besitzt
die dreiteilige (d.h. aus zumindest drei beweglichen Elementen bestehende) Klappenanordnung
sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Teilung, wenn sie in dem geschlossenen
Zustand betrachtet wird, d.h. zwei der Elemente sind nebeneinander angeordnet und
diese beiden Elemente sowie das erste Element sind übereinander angeordnet.
[0008] Bevorzugt wird dabei, dass sich das erste bewegliche Element oberhalb der beiden
anderen beweglichen Elemente befindet. Der umgekehrte Fall ist jedoch insbesondere
bei bestimmten Gestaltungen des Bugs oder Hecks des Schienenfahrzeugs ebenfalls möglich.
[0009] Bisher sind aus dem Stand der Technik zweiteilige Bugklappenanorcinungen bekannt,
wobei die Teilung vertikal war, so dass die beiden Klappen um eine etwa vertikal verlaufende
Drehachse gedreht werden konnten. Vereinzelt wurden aber auch einteilige, nach oben
und gleichzeitig nach hinten in den Bug hinein bewegbare Bugklappen vorgeschlagen,
wie beispielsweise bei dem in Norwegen betriebenen FT/XT/IC, die jedoch wegen der
Größe der Bugklappe mit einer komplexen Bewegungsmechanik ausgestattet werden mussten.
[0010] Mit der vorliegenden Erfindung werden diese beiden Lösungsansätze kombiniert. Aufgrund
der dreiteiligen Ausführung fallen bei gleicher Bugklappenöffnungsgröße die einzelnen
Teile jedoch kleiner aus und können daher mit einfacher ausgeführter Bewegungsmechanik
geöffnet und geschlossen werden. Außerdem benötigen sie weniger Platz. Dies betrifft
insbesondere ihre Abmessung senkrecht zum Verlauf der Oberfläche, die im geschlossenen
Zustand die Außenoberfläche bildet. Anders ausgedrückt kann bei geringeren Abweichungen
der einzelnen beweglichen Elemente von der im Idealfall Platz sparenden ebenen Form
dennoch eine im geschlossenen Zustand insgesamt gekrümmte Formgestaltung des Bugs
oder Hecks erreicht werden.
[0011] Vorteilhafterweise sind das zweite und das dritte bewegliche Element, welche im geschlossenen
Zustand eine ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie aufweisen, etwa gleich groß
und bezüglich der Grenzlinie etwa spiegelsymmetrisch ausgestaltet.
[0012] Die etwa horizontal verlaufende Grenzlinie zwischen einerseits dem ersten beweglichen
Element und andererseits dem zweiten und dritten beweglichen Element kann vorzugsweise
etwa an dem in Fahrtrichtung am weitesten vorne liegenden Punkt bzw. am weitesten
vorne liegenden Bereich des Bugs verlaufen, wenn sich die Klappenanordnung in dem
geschlossenen Zustand befindet. Entsprechendes gilt bei umgekehrter Fahrtrichtung
für das Heck. Eine solche Teilung hat den Vorteil, dass die einzelnen Elemente verhältnismäßig
wenig gekrümmt sind.
[0013] Die Dreiteiligkeit, d.h. das Vorhandensein von drei beweglichen Elementen der Klappenanordnung,
schließt nicht aus, dass die Klappenanordnung weitere Elemente aufweist, die im geschlossenen
Zustand einen Teil der Außenoberfläche am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden.
Z.B. könnte zumindest eines der beweglichen Elemente aus zwei oder mehr Teilelementen
bestehen, die jedoch in der Regel beim Öffnen und Schließen der Klappenanordnung gemeinsam
ohne oder mit geringer Relativbewegung zueinander bewegt werden. Alternativ oder zusätzlich
kann die Klappenanordnung ein separates Element aufweisen, welches in dem geschlossenen
Zustand an zumindest einem der drei beweglichen Elemente befestigt ist. Ein solches
zusätzliches Element kann z.B. eine Revisionsklappe sein, die es einem Servicetechniker
ermöglicht, in das Innere des Bugs hineinzusehen, ohne die drei beweglichen Elemente
bewegen zu müssen. Wenn es auch nicht bevorzugt wird, so wäre es dennoch möglich,
dass ein zusätzliches Element der Klappenanordnung (z.B. an dem Ort, wo im geschlossenen
Zustand die horizontal verlaufende Grenzlinie und die vertikal verlaufende Grenzlinie
bzw. ihre Verlängerungen aufeinandertreffen) abnehmbar ist, um z. B. die Klappenanordnung
manuell betätigen zu können.
[0014] Das erste bewegliche Element ist zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung vorzugsweise
um eine etwa horizontal verlaufende Drehachse drehbar. Um die Drehbewegung zu bewirken,
kann z.B. eine hydraulisch oder pneumatisch betätigbare Kolben-/Zylindereinheit vorgesehen
sein, welche vom Fahrzeugführer bedienbar ist. Auf ein Ausführungsbeispiel wird noch
näher eingegangen.
[0015] Alternativ oder zusätzlich können das zweite und dritte bewegliche Element zum Öffnen
und Schließen der Klappenanordnung jeweils um eine etwa vertikal verlaufende Drehachse
drehbar sein, wobei es sich bevorzugter Maßen um dieselbe Drehachse handelt. Wiederum
kann die Kolben-/Zylindereinheit oder eine andere Einheit die Drehbewegung bewirken.
[0016] Die Außenränder der beweglichen Elemente grenzen im geschlossenen Zustand der Klappenanordnung
in der Regel an feststehende Teile der Außenhülle des Schienenfahrzeugs an. Außerdem
haben die beweglichen Elemente eine nicht vernachlässigbar kleine Dicke, insbesondere
um als Bugklappenanordnung den mechanischen Belastungen (Stöße und Luftwiderstand
vor allem bei hohen Fahrgeschwindigkeiten) standhalten zu können. Wenn (wie bei den
zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen) die beweglichen Elemente lediglich
durch eine Drehbewegung um eine Drehachse in die geöffnete Stellung und wieder zurück
in die geschlossene Stellung gebracht werden sollen, sind die Außenränder der beweglichen
Elemente vorzugsweise abgefast, d.h. der jeweilige Rand verläuft nicht senkrecht,
sondern schräg zur Außenoberfläche des Elements. Alternativ oder zusätzlich sind auch
die Ränder der im geschlossenen Zustand gegenüberstehenden Ränder der feststehenden
Teile der Außenhülle abgefast.
[0017] Insbesondere bei einem Hochgeschwindigkeitszug können die drei beweglichen Elemente
in dem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche des Schienenfahrzeugs
bilden, der in einer vertikal verlaufenden Ebene, die sich in Fahrtrichtung des Schienenfahrzeugs
erstreckt, einen Verlauf aufweist, welcher ausgehend von einem in Fahrtrichtung am
weitesten vorstehenden Punkt sowohl nach oben als auch nach unten zurückweicht. In
anderen Worten bilden die drei beweglichen Elemente in dem geschlossenen Zustand zumindest
einen Bereich des in Fahrtrichtung vorspringenden Bugs (oder nach hinten zurückspringenden
Hecks, wobei "zurückspringen" nicht als stufenartige Formgestaltung zu verstehen ist,
sondern die für Hochgeschwindigkeitszüge bekannten gekrümmten Konturen mit einschließt).
[0018] Das zweite und dritte bewegliche Element können sich in dem geöffneten Zustand jeweils
zwischen einerseits einem Stoßabsorber zum Aufnehmen von kinetischer Energie beim
Aufprall des Schienenfahrzeugs und andererseits einer Außenhülle des Schienenfahrzeugs
befinden. Dies ist möglich, da aufgrund der dreiteiligen Ausführungsform wenig Platz
für das zweite und dritte bewegliche Element benötigt wird. Konkreter handelt es sich
bei der Außenhülle um einen Bereich, der unten und/oder seitlich rechts oder links
den Bug oder das Heck des Schienenfahrzeugs begrenzt.
[0019] Wie bereits eingangs erwähnt, umfasst die Erfindung auch ein Schienenfahrzeug mit
der Klappenanordnung in einer der hier beschriebenen Ausgestaltungen.
[0020] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Kuppeln eines Schienenfahrzeugs,
insbesondere eines Hochgeschwindigkeitszuges, wie eingangs erwähnt, wobei zum Öffnen
des Bugs oder Hecks drei bewegliche Elemente der Klappenanordnung bewegt werden, die
in dem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs
bilden, wobei ein erstes der beweglichen Elemente in dem geschlossenen Zustand eine
ungefähr horizontal verlaufende Grenzlinie zu dem zweiten und dritten beweglichen
Element aufweist und wobei das zweite und dritte bewegliche Element in dem geschlossenen
Zustand eine ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie zueinander aufweisen.
[0021] Das erste bewegliche Element kann zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung um
eine etwa horizontal verlaufende Drehachse gedreht werden. Alternativ oder zusätzlich
können das zweite und dritte bewegliche Element zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung
jeweils um eine etwa vertikal verlaufende Drehachse gedreht werden, wobei die beiden
Drehachsen auch dieselbe Drehachse sein können.
[0022] Weitere Ausgestaltungen des Verfahrens ergeben sich aus der Beschreibung der Klappenanordnung.
[0023] Außerdem gehört zum Umfang der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Klappenanordnung
für ein Schienenfahrzeug, wie eingangs erwähnt. Drei bewegliche Elemente werden derart
angeordnet, dass ein erstes der beweglichen Elemente in dem geschlossenen Zustand
eine ungefähr horizontal verlaufende Grenzlinie zu dem zweiten und dritten beweglichen
Element aufweist und dass das zweite und dritte bewegliche Element in dem geschlossenen
Zustand eine ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie zueinander aufweisen.
[0024] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung beschrieben. Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine dreidimensionale Ansicht des Bugs eines Hochgeschwindigkeitszuges
von vorne links gesehen,
- Fig. 2
- schematisch eine Ansicht von vorne auf den in Fig. 1 dargestellten Bug, wobei die
linke Seite der Außenhülle und der Bugklappen des Schienenfahrzeugs weggelassen ist,
um den Blick auf das Innere des Bugs freizugeben,
- Fig. 3
- eine Darstellung ähnlich der in Fig. 2, wobei jedoch die obere Klappe und die untere
rechte Klappe der Bugklappenanordnung nicht wie in Fig. 2 in dem geschlossenen Zustand
sind, sondern in dem geöffneten Zustand,
- Fig. 4
- die Darstellung gemäß Fig. 2, wobei der Blick jedoch von links vorne auf den Bug und
das Innere des Bugs gerichtet ist,
- Fig. 5
- die Darstellung gemäß Fig. 3, wobei jedoch wie in Fig. 4 der Blick von schräg vorne
auf den Bug und das Innere des Bugs gerichtet ist und wobei wie in Fig. 4 ein auf
Höhe der Kupplungsvorrichtung angeordneter Stoßabsorber auf der linken Seite des Bugs
nicht dargestellt ist, um den Blick auf die Bewegungsmechanik zu ermöglichen,
- Fig. 6
- eine Darstellung ähnlich der in Fig. 5, wobei jedoch die gesamte obere Bugklappe dargestellt
ist, der auf Höhe der Kupplungsvorrichtung angeordnete linke Stoßabsorber ebenfalls
dargestellt ist und wobei sich die untere rechte Bugklappe in dem geschlossenen Zustand
befindet,
- Fig. 7
- eine Darstellung wie in Fig. 2, wobei jedoch der Blick von links seitlich auf den
Bug und das Innere des Bugs gerichtet ist und
- Fig. 8
- eine Darstellung wie in Fig. 3, wobei der Blick jedoch von links seitlich auf den
Bug und das Innere des Bugs gerichtet ist.
[0025] Aus Fig. 1 erkennt man den Bug (bzw. bei umgekehrter Fahrtrichtung das Heck) eines
Hochgeschwindigkeitszuges. Unterhalb der Frontscheibe 3, durch die der Fahrer bei
Vorwärtsfahrt auf den vor dem Schienenfahrzeug liegenden Teil des Schienenweges 4
blicken kann, befindet sich in dem am weitesten in Fahrtrichtung vorspringenden Bereich
der Außenhülle des Fahrzeugs eine dreiteilige Klappenanordnung, die im Falle der Vorwärtsfahrt
eine Bugklappenanordnung ist und im Falle der Rückwärtsfahrt eine Heckklappenanordnung
ist. Die Klappenanordnung 5 weist drei bewegliche Elemente (im Folgenden auch Klappen
genannt) auf. Eine obere Klappe 7 erstreckt sich über die gesamte Breite der Klappenanordnung
5. Dagegen sind zwei spiegelsymmetrisch zueinander angeordnete und gestaltete untere
Klappen 8, 9 durch eine in der Mitte des Schienenfahrzeugs (d.h. etwa oberhalb der
Mitte zwischen den beiden Fahrschienen des Schienenweges 4) vertikal verlaufende Grenzlinie
gegeneinander abgegrenzt. In dem in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Zustand der
Klappenanordnung 5 stoßen die beiden unteren Klappen 8, 9 an der vertikal verlaufenden
Grenzlinie aneinander an. Ferner stoßen die beiden unteren Klappen 8, 9 an ihrem oberen
Rand, d.h. an einer horizontal verlaufenden Grenzlinie an dem unteren Rand der oberen
Klappe 7 an.
[0026] Die Grenzlinien müssen im Allgemeinen, d.h. bei anderen Ausführungsformen der Erfindung,
nicht durchgehend horizontal bzw. vertikal verlaufen. Vielmehr können z.B. lediglich
Abschnitte der Grenzlinien horizontal oder vertikal verlaufen. Auch müssen die Grenzlinien
oder die Abschnitte nicht exakt horizontal bzw. vertikal verlaufen. So ist z.B. auch
eine in Wellenform oder zickzackförmig verlaufende Grenzlinie möglich.
[0027] Die Klappen 7-9 können aus demselben Material hergestellt werden, das auch für die
Herstellung der anderen Bereiche der Außenhülle des Schienenfahrzeugs verwendet wird,
z.B. Blech oder faserverstärkter Kunststoff. Es ist jedoch auch möglich, für die Bugklappen
andere Materialien als für den übrigen Teil der Außenhülle zu verwenden. Durch die
Verwendung von Kunststoffmaterialien kann gegenüber Blechen Gewicht gespart werden,
wodurch die Bewegungsmechanik, einschließlich der entsprechenden Antriebseinrichtungen,
entlastet wird.
[0028] Anders als in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel kann die ungefähr horizontal
verlaufende Grenzlinie die Bugklappenanordnung in einem anderen Höhenverhältnis teilen.
In dem anhand der Fig. 1 bis 8 beschriebenen Ausführungsbeispiel liegt die Teilung
etwa in der Mitte der Höhe.
[0029] Sowohl die obere Klappe 7 als auch die beiden unteren Klappen 8, 9 weisen eine konvexe
Form auf, wobei die Krümmungsradien stellenweise sehr klein sind und an anderen Stellen
der Außenoberfläche deutlich größer sind, wie z.B. aus Fig. 3 und Fig. 8 erkennbar
ist, die jeweils Klappen in geöffneter Stellung, d.h. in dem geöffneten Zustand, zeigen.
Die gesamte Kontur der Klappenanordnung 5 in der vertikalen Mittelebene des Schienenfahrzeugs
lässt sich aus Fig. 7 erkennen.
[0030] Die Außenkontur der einzelnen Platten muss jedoch nicht in allen Außenoberflächenbereichen
konvex sein. Insbesondere könnten die unteren Bugklappen in der Nähe ihres unteren
Randes aus aerodynamischen Gründen einen konkaven Außenoberflächenbereich haben.
[0031] Im Folgenden wird auf die Bewegungsmechanik und die Antriebseinrichtungen eingegangen,
die eine Bewegung der Bewegungsmechanik und damit der Klappen 7, 8, 9 ermöglichen.
Dadurch können die Klappen 7-9 aus der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Stellung
in die z.B. in Fig. 3 und Fig. 5 dargestellte offene Stellung gebracht werden. Wie
gut aus Fig. 3, Fig. 5 und Fig. 6 erkennbar ist, ist die obere Klappe 7 um eine horizontal
verlaufende Drehachse 11 drehbar. Dabei reicht die Drehbewegung um die Drehachse 11
(wie auch bei den bevorzugten anderen Ausführungsformen der Erfindung) aus, um die
obere (erste) Klappe der dreiteiligen Klappenanordnung von dem geschlossenen Zustand
in den geöffneten Zustand zu bringen und umgekehrt. Insbesondere werden daher z.B.
keine Kulissenführungen oder Bewegungsmechaniken benötigt, die der Drehbewegung eine
Linearbewegung überlagern.
[0032] Aus Fig. 5 ist im linken unteren und im linken oberen Figurenteil jeweils ein feststehendes
Teil 81a, 81 b der Außenhülle dargestellt, der einen abgefasten Randbereich 82a, 82b
aufweist, um eine Drehbewegung der entsprechenden Klappe 7, 8 aus der geschlossenen
Stellung in die offene Stellung und umgekehrt zu ermöglichen. Der entsprechend abgefaste
untere Rand 83a der Klappe 8 und der entsprechend abgefaste obere Rand 83b der Klappe
7 sind aus Fig. 6 erkennbar.
[0033] Die Drehbewegung zum Drehen der oberen Klappe 7 um die Drehachse 11 wird von einer
Kolben-/Zylindereinheit 12 bewirkt (z.B. Fig. 7). Dabei ist z.B. die Kolbenstange
13 der Einheit 12 an einem horizontal verlaufenden, von tragenden Teilen 14 des Fahrzeugs
in Fahrtrichtung vorspringenden Träger 15 befestigt. Die Befestigung an dem Träger
15 ist als gelenkige Verbindung 16 ausgeführt, die beim Öffnen oder Schließen der
Klappe 7 eine Drehbewegung der Kolbenstange 13 um eine horizontale Drehachse ermöglicht.
[0034] Der Zylinder 17 der Einheit 12 ist ebenfalls über eine gelenkige Verbindung 18 mit
horizontaler Drehachse mit einem bügelartigen Klappenträger 19 verbunden. Die Gewichtskraft
der Klappe 7 und die weiteren auf die Klappe wirkenden Kräfte, insbesondere bei Fahrt
mit hoher Geschwindigkeit, werden daher über den Klappenträger 19, die Drehmechanik
20, welche die Drehbeweglichkeit um die Drehachse 11 ermöglicht, und den Träger 15
auf die tragende Konstruktion des Schienenfahrzeugs abgeleitet. Um die Klappe 7 stabil
an dem Klappenträger 19 zu befestigen, weist jeder Schenkel 23a, 23b des Klappenträgers
19 eine gabelartige Verzweigung 21a, 21 b auf, über die der Schenkel 23 mit einer
Strebe 22a, 22b verbunden ist, welcher an der Klappe 7 befestigt ist (siehe z.B. Fig.
5 und Fig. 7).
[0035] Der Bügel 24 des Klappenträgers 19 ist vorzugsweise der Form der Klappe 7 an ihrer
innenseitigen Oberfläche angepasst, so dass die aus Fig. 4 erkennbare obere Oberfläche
(im geschlossenen Zustand) des Bügels 24 vollflächig oder an zahlreichen Punkten mit
der inneren Oberfläche der Klappe 7 verbunden sein kann. Dadurch wird eine sehr stabile
und dauerhafte Verbindung zwischen Klappenträger und Klappe geschaffen.
[0036] Ein bügelartiger Klappenträger für das erste bewegliche Element der dreiteiligen
Klappenanordnung kann nicht nur bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel eingesetzt
werden. Allgemeiner formuliert kann bei Ausführungsformen der Erfindung ein beweglicher,
insbesondere um eine Drehachse drehbeweglicher Klappenträger vorgesehen sein, der
zwei Schenkel aufweist, die über einen bügelförmigen Verbindungsbereich miteinander
verbunden sind. Insbesondere kann der bügelförmige Verbindungsbereich vollflächig
oder an zahlreichen Stellen mit der zu tragenden Klappe verbunden sein.
[0037] Insbesondere am in Fahrtrichtung vorne liegenden Ende des erwähnten Trägers (im Ausführungsbeispiel
Träger 15), welcher auch die drehbewegliche Verbindung 20 zu dem bügelförmigen Klappenträger
19 trägt, kann sich die vertikal verlaufende Drehachse 39 für die unteren beiden Klappen
8, 9 befinden (siehe z.B. Fig. 3, Fig. 5, Fig. 7 und Fig. 8). Bei der Drehachse 39
handelt es sich um eine gemeinsame Drehachse für die Drehbewegungen, welche zum Öffnen
bzw. Schließen der beiden unteren Klappen 8, 9 führen. Jede der unteren Klappen 8,
9 ist über eine gabelförmige, das Gewicht der Klappe 8, 9 tragende Strebenkonstruktion
40 mit dem Gelenk 41 verbunden, welches die Drehbewegung und die Drehachse 39 ermöglicht.
Wie z.B. aus Fig. 4 gut erkennbar ist, weist die gabelförmige Tragkonstruktion 40
der Klappe 9 (der unteren linken Klappe, die in den Fig. 2 bis 8 nicht dargestellt
ist) insgesamt vier Streben 42a-42d auf, die an ihrem Ende mit der Klappe 9 verbunden
sind. Dabei verlaufen zwei untere Streben 42a, 42b ungefähr sternförmig ausgehend
von einem Gabelansatz in der Nähe des Gelenks 41 in horizontaler Richtung und etwa
geradlinig zu dem Befestigungspunkt zu der Klappe. In dem Verlauf der beiden horizontalen
Streben 42a, 42b zweigt jeweils eine sich schräg nach oben erstreckende Strebe 42c,
42d ab, die die Klappe an einem höher liegenden Kontaktpunkt kontaktiert (siehe z.B.
Fig. 4 und Fig. 7). Mit Ausnahme der Anbringung dieser beweglichen Tragkonstruktion
an dem Gelenk 41 ist die Tragkonstruktion der unteren rechten Klappe 8 genau spiegelbildlich
gestaltet, wie die Tragkonstruktion der unteren linken Klappe 9.
[0038] Die gabelförmigen Tragkonstruktionen 40 können z. B. durch eine zumindest teilweise
in dem Träger 15 untergebrachte Kolben-/Zylindereinheit 63 um die Drehachse 39 gedreht
werden (Fig. 6 und 7). Dazu kann am in Fahrtrichtung vorne liegenden Ende einer Kolbenstange
(oder Verlängerung der Kolbenstange) der Einheit 63 ein sich etwa in horizontaler
Richtung quer zur Längserstreckung der Kolbenstange erstreckendes Endstück 62 befestigt
sein. An dem Endstück 62 ist rechts und links jeweils eine Verbindungsstrebe 61 gelenkig
(um eine in vertikaler Richtung verlaufende Drehachse drehbar) angelenkt, die an ihrem
gegenüberliegenden Ende wiederum gelenkig (um eine in vertikaler Richtung verlaufende
Drehachse drehbar) mit einer der horizontal verlaufenden Streben 42a, 42b verbunden
ist. Befinden sich die Klappen 8, 9 in dem geschlossenen Zustand und sollen geöffnet
werden, wird die Kolbenstange 63 in Fahrtrichtung nach hinten zurückgezogen, wodurch
sich auch das Endstück 62 nach hinten, von den Klappen 8, 9 weg bewegt. Da die Verbindungsstreben
61 in einem Abstand zu der Drehachse 39 an der jeweiligen gabelförmigen Tragkonstruktion
40 der Klappe 8 und der Klappe 9 angreifen, werden sie um die Drehachse 39 gedreht
und die Klappen 8 und 9 gelangen in den geöffneten Zustand.
[0039] Die Fig. 2 bis 8 zeigen außer der Bewegungsmechanik zum Öffnen und Schließen der
dreiteiligen Klappenanordnung 5 auch Stoßabsorber 51a, 51b, 152a, 152b. Dabei befinden
sich die Stoßabsorber 51 unterhalb der Stoßabsorber 152, etwa auf Höhe der stabförmigen,
etwa in horizontaler Richtung nach vorne vorspringenden Tragkonstruktion 55 der Kupplungsvorrichtung
56. Diese Kupplungsvorrichtung 56 ist in manchen Figuren (z.B. Fig. 3, Fig. 6 und
Fig. 8) in verschiedenen möglichen Positionen dargestellt, die während des Betriebes
des Schienenfahrzeugs bei Kupplung zu einem weiteren Schienenfahrzeug vorkommen können.
Es ist nur eine Kupplungsvorrichtung 56 in dem Bug vorhanden.
[0040] Die Stoßabsorber 152 befinden sich in dem geöffneten Zustand der Klappenanordnung
oberhalb der oberen Klappe 7, d.h. das erste bewegliche Element der Klappenanordnung
befindet sich zwischen dem Träger der Kupplungsvorrichtung und den oberen Stoßabsorbern
152, wie z.B. Fig. 6 und Fig. 8 zeigen. Dabei befindet sich genauer gesagt lediglich
ein Teilbereich des ersten beweglichen Elements (hier: der Klappe 7) unmittelbar zwischen
dem oberen Stoßabsorber 152 und dem Träger 55.
[0041] Um das erste bewegliche Element aus dem geschlossenen Zustand in den offenen Zustand
zu bringen, kann insbesondere eine Drehbewegung um eine ungefähr horizontal verlaufende
Drehachse (im Ausführungsbeispiel Drehachse 11) ausgeführt werden, die die Klappe
um einen Winkel im Winkelbereich von 40° bis 100°dreht, im Ausführungsbeispiel ca.
65°. Abhängig von der Gestaltung der Außenhülle des Schienenfahrzeugs im Bugbereich
bzw. Heckbereich kann jedoch auch ein anderer Drehwinkel gewählt werden, um einerseits
die ausreichende Bugklappenöffnungsgröße zu erreichen und andererseits das erste bewegliche
Element in eine geeignete Lage im geöffneten Zustand zu bringen.
[0042] Das zweite und dritte bewegliche Element kann durch Drehbewegung, wie z.B. Fig. 4
und Fig. 5 zeigen, in einen Zwischenraum zwischen der Außenhülle und dem unteren Paar
von Stoßabsorbem 51 in den offenen Zustand gebracht werden. Dabei befindet sich die
jeweilige Klappe in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 8 nicht auf der Höhe der
Stoßabsorber 51. Die Außenhülle des Schienenfahrzeugs erstreckt sich jedoch im Bugbereich
in ihrem Verlauf von horizontal seitlich der Stoßabsorber 51 nach unten einwärts in
Richtung vertikaler Mittelebene des Schienenfahrzeugs, so dass (wie Fig. 3 zeigt)
Klappe 8 im offenen Zustand unterhalb des Stoßabsorbers 51 b und oberhalb des darunter
liegenden Teils der Außenhülle des Schienenfahrzeugs positioniert ist.
[0043] Auch in Bezug auf das zweite und dritte bewegliche Element sind andere Gestaltungen
möglich, bei denen abhängig von der Form des Bugs und der im Bug untergebrachten Bauteile
(wie Kupplung, Stoßabsorber, Bewegungsmechanik usw.) die beweglichen Elemente in andere
Zwischenräume zwischen den Bauteilen und/oder der Außenhülle in den offenen Zustand
gebracht werden.
[0044] Die Vorteile der Erfindung können wie folgt zusammengefasst werden:
- Durch die dreiteilige Ausführung der Klappenanordnung können verschiedene Freiräume
im Bugbereich oder Heckbereich des Schienenfahrzeugs dazu benutzt werden, das jeweilige
bewegliche Element im geöffneten Zustand der Klappenanordnung unterzubringen. Der
Platzbedarf für die einzelnen beweglichen Elemente ist geringer als bei einer zweiteiligen
Klappenausführung.
- Die Bewegungsmechanik kann einfacher und daher zuverlässiger ausgeführt werden als
bei zweiteiliger oder einteiliger Ausführung der Klappenanordnung, da kleinere Elemente
auf einfache Weise durch Drehbewegung in die gewünschte Position für den geöffneten
Zustand gebracht werden können.
- Der geringere Platzbedarf für die beweglichen Elemente der Klappenanordnung im geöffneten
Zustand schafft zusätzlichen Platz für Stoßabsorber und die Kupplungsvorrichtung im
Bug oder Heck, so dass die Kupplungsvorrichtung nicht in Fahrtrichtung ausfahrbar
und einfahrbar gestaltet werden muss.
[0045] Bei der in dieser Beschreibung genannten Kupplungsvorrichtung handelt es sich insbesondere
um die so genannte Mittelpufferkupplung, d.h. um die Kupplungsvorrichtung, die klassischerweise
bei Wagons und Lokomotiven zwischen den Stoßpuffern angeordnet war. Dies bedeutet
jedoch nicht, dass ein Schienenfahrzeug mit der erfindungsgemäßen Klappenanordnung
derartige Stoßpuffer aufweisen muss. Vielmehr wird insbesondere bei Hochgeschwindigkeitszügen
auf derartige Stoßpuffer verzichtet.
1. Klappenanordnung (5) für ein Schienenfahrzeug, insbesondere für einen Hochgeschwindigkeitszug,
wobei die Klappenanordnung bewegliche Elemente (7, 8, 9) aufweist, die in einem geschlossenen
Zustand einen Teil der Außenoberfläche am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden
und eine im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs angeordnete Kupplungsvorrichtung (56)
abdecken und die in einem geöffneten Zustand einen Gebrauch der Kupplungsvorrichtung
(56) ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Klappenanordnung drei der beweglichen Elemente (7, 8, 9) aufweist, wobei ein erstes
(7) der beweglichen Elemente (7, 8, 9) in dem geschlossenen Zustand eine ungefähr
horizontal verlaufende Grenzlinie zu dem zweiten (8) und dritten (9) beweglichen Element
aufweist und wobei das zweite (8) und dritte (9) bewegliche Element in dem geschlossenen
Zustand eine ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie zueinander aufweisen.
2. Klappenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das erste bewegliche Element
(7) zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung um eine etwa horizontal verlaufende
Drehachse (11) drehbar ist.
3. Klappenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite (8) und
dritte (9) bewegliche Element zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung jeweils
um eine etwa vertikal verlaufende Drehachse (39) drehbar sind.
4. Klappenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, bei das zweite (8) und dritte (9)
bewegliche Element um dieselbe Drehachse (39) drehbar sind.
5. Klappenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die drei beweglichen
Elemente (7, 8, 9) in dem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche des
Schienenfahrzeugs bilden, der in einer vertikal verlaufenden Ebene, die sich in Fahrtrichtung
des Schienenfahrzeugs erstreckt, einen Verlauf aufweist, welcher ausgehend von einem
in Fahrtrichtung am weitesten vorstehenden Punkt sowohl nach oben als auch nach unten
zurückweicht.
6. Klappenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich das zweite (8)
und dritte (9) bewegliche Element in dem geöffneten Zustand jeweils zwischen einerseits
einem Stoßabsorber (51) zum Aufnehmen von kinetischer Energie bei einem Aufprall des
Schienenfahrzeugs und andererseits einer Außenhülle des Schienenfahrzeugs befindet.
7. Klappenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Klappenanordnung
(5) in dem geschlossenen Zustand eine nicht in Fahrtrichtung verfahrbare Kupplungsvorrichtung
(56) abdeckt.
8. Schienenfahrzeug, insbesondere Hochgeschwindigkeitszug, mit einer Klappenanordnung
(5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Verfahren zum Kuppeln eines Schienenfahrzeugs, insbesondere eines Hochgeschwindigkeitszuges,
mit einem anderen Schienenfahrzeug, wobei eine im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs
angeordnete Kupplungsvorrichtung (56) zunächst in einem geschlossenen Zustand durch
eine Klappenanordnung abgedeckt ist, wobei bewegliche Elemente (7, 8, 9) der Klappenanordnung
in einen geöffneten Zustand gebracht werden, in dem die Kupplungsvorrichtung (56)
brauchbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum Öffnen des Bugs oder Hecks drei bewegliche Elemente (7, 8, 9) der Klappenanordnung
(5) bewegt werden, die in dem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche
am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden, wobei ein erstes (7) der beweglichen
Elemente (7, 8, 9) in dem geschlossenen Zustand eine ungefähr horizontal verlaufende
Grenzlinie zu dem zweiten (8) und dritten (9) beweglichen Element aufweist und wobei
das zweite (8) und dritte (9) bewegliche Element in dem geschlossenen Zustand eine
ungefähr vertikal verlaufende Grenzlinie zueinander aufweisen.
10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das erste bewegliche Element (7)
zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung (5) um eine etwa horizontal verlaufende
Drehachse (11) gedreht wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite (8) und dritte
(9) bewegliche Element zum Öffnen und Schließen der Klappenanordnung (5) jeweils um
eine etwa vertikal verlaufende Drehachse (39) gedreht werden.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, bei das zweite (8) und dritte (9) bewegliche
Element um dieselbe Drehachse (39) gedreht werden.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite (8) und dritte
(9) bewegliche Element von dem geschlossenen Zustand jeweils zwischen einerseits einen
Stoßabsorber (51) zum Aufnehmen von kinetischer Energie bei einem Aufprall des Schienenfahrzeugs
und andererseits eine Außenhülle des Schienenfahrzeugs bewegt werden, um den Bug oder
das Heck zu öffnen.
14. Verfahren zum Herstellen einer Klappenanordnung (5) für ein Schienenfahrzeug, insbesondere
für einen Hochgeschwindigkeitszug, wobei bewegliche Elemente (7, 8, 9) der Klappenanordnung
(5) bereitgestellt werden, die in einem geschlossenen Zustand einen Teil der Außenoberfläche
am Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs bilden und eine im Bug oder Heck des Schienenfahrzeugs
angeordnete Kupplungsvorrichtung (56) abdecken und die in einem geöffneten Zustand
einen Gebrauch der Kupplungsvorrichtung (56) ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet, dass
drei der beweglichen Elemente (7, 8, 9) bereitgestellt werden und die drei beweglichen
Elemente (7, 8, 9) derart angeordnet werden, dass ein erstes (7) der beweglichen Elemente
(7, 8, 9) in dem geschlossenen Zustand eine ungefähr horizontal verlaufende Grenzlinie
zu dem zweiten (8) und dritten (9) beweglichen Element aufweist und dass das zweite
(8) und dritte (9) bewegliche Element in dem geschlossenen Zustand eine ungefähr vertikal
verlaufende Grenzlinie zueinander aufweisen.