[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regeln eines Dampfkraftwerks mit einem Generator
und einer Turbine.
[0002] Dampfkraftwerke tragen maßgeblich zur Spannungs- und Frequenzstabilisierung sowohl
in Verbundnetzen als auch in Inselnetzen bei. Um diesen Stabilisierungsanforderungen
gerecht zu werden, müssen die Regelungsstrategien der Dampfkraftwerke höchsten Ansprüchen
genügen. Die Regelungsstrategien sind dabei besonders bei Netzstörfällen und schnellen
Laständerungen von Bedeutung.
[0003] Weicht z.B. die Drehzahl des Generators stark vom Nennwert ab und die Maschine gerät
in Gefahr zu Schlüpfen oder der Wellenstrang von Generator und Turbine ist durch Überdrehzahl
gefährdet, muss das gesamte Dampfkraftwerk gezielt vom zugehörigen Netz abgekoppelt
und auf Eigenbedarf abgefahren werden, damit es schnellstmöglich wieder für den Netzaufbau
zur Verfügung steht. Nach einem solchen Lastabwurf reduziert sich die Leistung an
den Klemmen des Generators in kurzer Zeit auf sehr geringe Werte. Damit der Wellenstrang
durch eine solche Verminderung der Ist-Leistung des Generators nicht zu stark beschleunigt
wird, müssen Ventile der zugehörigen Turbine schnell zugefahren werden. Nach einem
Lastabwurf bleibt die elektrische Leistung an den Klemmen des Generators im Allgemeinen
längere Zeit auf einem niedrigen Wert.
[0004] Der im Folgenden Kurzschlussunterbrechung genannte Störfall ist hingegen ein in der
Regel 3-poliger Netzkurzschluss in der Nähe des Kraftwerks, welcher nur wenige 100
ms andauert. Die Leistung an den Klemmen des Generators ist bei einem solchen Netzstörfall
aufgrund des genannten Spannungseinbruchs kurzzeitig gleich Null. Sofern der Kurzschluss
innerhalb einer Fehlerklärungszeit von mindestens 150 ms gelöscht werden kann, soll
der Generator weiterhin Wirk- und Blindleistung ins Netz einspeisen, um Frequenz und
Spannung zu stabilisieren. Wenn der Kurzschluss also 150 ms oder kürzer anliegt, darf
weder der Wellenstrang durchschlüpfen noch die zugehörige Turbine heruntergefahren
werden. In vielen Dampfkraftwerken ist die mögliche Fehlerklärungszeit noch deutlich
kürzer.
[0005] Die Regelung eines Dampfkraftwerks muss auf beide Störfälle reagieren, wobei das
Problem besteht, dass der Leistungsabwurf und die Kurzschlussunterbrechung zum jeweiligen
Beginn nicht zu unterscheiden sind, da in beiden Fällen die Leistung an den Klemmen
des Generators abfällt. Ferner besteht die Problematik, dass zwar bei der Kurzschlussunterbrechung
die elektrische Leistung nach der Fehlerklärung zurückkommt, woraufhin die Turbine
weiterbetrieben werden müsste, die elektrische Leistung aber dennoch im weiteren Verlauf
mehrfach durch ihren Nulldurchgang pendelt, sodass bekannte Regler beim Unterschreiten
vordefinierter Leistungsgrenzwerte erneut einen Störfall erkennen. Mit jeder Störfallerkennung
wird insbesondere bei bekannten Dampfkraftwerken die Leistung der zugehörigen Turbine
dadurch reduziert, dass zugehörige Ventile schnell zugefahren werden. Ein solcher
Ventilschnellgang der Dampfturbine kann durch das genannte Pendeln der Generatorwirkleistung
um den Nullpunkt nach einer Kurzschlussunterbrechung mehrmals hintereinander ansprechen.
Dadurch wird die Turbinenleistung und somit die Wirkleistungseinspeisung ins Netz
für eine unverhältnismäßig lange Zeit von mehreren Sekunden stark reduziert.
[0006] Bei einem Auftreten dieses Problems in mehreren Dampfkraftwerken führt das zu nicht
tolerierbaren Lastfluss- und Frequenzproblemen. Die Dampfkraftwerke müssen bei derartigen
Fehlern im Zeitbereich von wenigen 100 ms die Frequenz- und Spannungsstabilität des
Netzes sichern.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Regeln eines Dampfkraftwerks
mit einem Generator und einer Turbine zu schaffen, bei dem die oben genannten Probleme
weitestgehend vermieden sind und insbesondere eine Spannungs- und Frequenzstabilität
im zugehörigen Netz sowohl bei einem Lastabwurf als auch einer Kurzschlussunterbrechung
gewährleistet sind.
[0008] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Regeln eines Dampfkraftwerks
mit einem Generator und einer Turbine gemäß Anspruch 1 gelöst. Ferner ist die Aufgabe
mit einer Vorrichtung zum Regeln eines Dampfkraftwerks gemäß Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Regeln eines Dampfkraftwerks mit einem Generator
und einer Turbine umfasst die Schritte: Bereitstellen eines ersten Signals, welches
eine Verminderung der Ist-Leistung des Generators anzeigt, Erzeugen eines zweiten
Signals, welches eine Kurzschlussunterbrechung anzeigt, in Abhängigkeit des ersten
Signals, Zurücksetzten des zweiten Signals nach einer vorbestimmten ersten Zeitspanne
und Blockieren des zweiten Signals für eine vorbestimmte zweite Zeitspanne, Stoppen
und anschließendes Starten der Turbine in Abhängigkeit des zweiten Signals, Erzeugen
eines dritten Signals, welches einen Lastabwurf anzeigt, in Abhängigkeit des ersten
Signals sowie dauerhaftes Stoppen der Turbine in Abhängigkeit des dritten Signals.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung basiert auf der Erkenntnis, dass bei einer Kurzschlussunterbrechung
zwar das mehrfache Ansprechen und eine unsymmetrische Stellzeit der Ventile der zugehörigen
Turbine bei Schnellgangauslösung in Auf- und Zurichtung möglichst vermieden werden
soll, weil dadurch nach und nach die Leistung der Turbine heruntergefahren wird, dass
aber ferner selbst bei einer Kurzschlussunterbrechung ein einmaliges Schalten des
Schnellgangs nicht verhindert werden soll, weil ein solcher Schnellgang zu einer Rücknahme
des Turbinenmomentes führt, was eine dämpfende Wirkung auf die sich sonst ergebende
Netzpendelung hat. Die erfindungsgemäße Lösung geht davon ausgehend den Weg, dass
bei beiden genannten Störfällen (also sowohl bei Kurzschlussunterbrechung als auch
bei Lastabwurf) ein Signal erzeugt wird, welches zunächst zu einem Stoppen der Turbine
führt. Dieses Signal ist im Wortlaut des Anspruchs 1 das zweite Signal, welches in
Abhängigkeit oder zeitgleich mit einem ersten Signal generiert wird, welches eine
Verminderung der Ist-Leistung des Generators anzeigt. Mit anderen Worten wird die
Turbine des erfindungsgemäßen Dampfkraftwerks also gestoppt bzw. in ihrer Leistung
reduziert (was in der Regel durch einen Ventilschnellgang erfolgt), sobald ein zugehöriges
Signal eine nennenswerte Verminderung der Ist-Leistung des Generators anzeigt. Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren wird ferner im Anschluss an dieses Stoppen der Turbine
diese wieder gestartet. Während dieses Stoppens und Startens wird mit dem erfindungsgemäßen
Regler des zugehörigen Dampfkraftwerks abgeprüft, ob weitere Kriterien für einen Lastabwurf
vorliegen. Sofern ein Lastabwurf erkannt wird und ein zugehöriges drittes Signal erzeugt
wird, wird erst dann ein dauerhaftes Stoppen der Turbine in Abhängigkeit dieses, im
Wortlaut des Anspruchs 1 dritten Signals, ausgelöst. Mit anderen Worten wird bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren sowohl bei einer Kurzschlussunterbrechung als auch einem
Lastabwurf die Turbine zunächst grundsätzlich gestoppt und erst im weiteren Zeitverlauf
geprüft, ob zwischen Kurzschlussunterbrechung und Lastabwurf unterschieden werden
kann. Während dieses Zeitverlaufs wird die Turbine vorsorglich wieder in den Startmodus
versetzt, damit sie durchstartet, sobald die Kurzschlussunterbrechung erkannt und
die Lastabwurf-Situation eben nicht erkannt worden ist.
[0011] Wichtig ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ferner, dass das zweite Signal, welches
eine Kurzschlussunterbrechung anzeigt, zurückgesetzt und anschließend blockiert wird.
Dadurch wird sichergestellt, dass dieses zweite Signal eine Kurzschlussunterbrechung
nicht erneut anzeigen kann, wenn im nachfolgenden Zeitverlauf die Generatorwirkleistung
um den Nullpunkt pendelt.
[0012] Anders ausgedrückt kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zwischen einem Lastabwurf
und einer Kurzschlussunterbrechung dadurch unterschieden werden, dass ein sogenanntes
zweites Signal immer ein kurzzeitiges Abregeln der zugehörigen Turbine auslöst, die
Soll-Leistung des Generators also kurzzeitig auf Null gesetzt wird. Erst ein drittes
Signal löst ein dauerhaftes Abregeln der zugehörigen Turbine aus, wobei dann die Soll-Leistung
des Generators dauerhaft auf Null gesetzt wird. Dieses dritte Signal wird unabhängig
vom zweiten Signal erzeugt und bildet das Unterscheidungssignal, um die zunächst angenommene
Kurzschlussunterbrechung von einem Lastabwurf zu unterscheiden.
[0013] Bei einer ersten vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
das erste Signal bereitgestellt, wenn sich die Ist-Leistung des Generators sprunghaft
um einen vorbestimmten Wert vermindert hat oder die Ist-Leistung des Generators größer
als ein vorbestimmter negativer Wert ist sowie die Ist-Leistung des Generators kleiner
als das Zweifache des Eigenbedarfs geworden ist sowie die Referenz zwischen einer
Soll-Leistung und der Ist-Leistung des Generators größer als das Zweifache des Eigenbedarfs
geworden ist. Mit anderen Worten wird das erste Signal, welches eine Verminderung
der Ist-Leistung des Generators anzeigt, generiert, wenn sich die Generatorleistung
sprungförmig vermindert, wobei diese sprungförmige Verminderung bevorzugt mindestens
70% beträgt. Zur Überprüfung auf Leistungssprünge wird bevorzugt das Leistungssignal
zunächst durch ein DT1-Glied gefiltert. Mit dieser Bedingung ist in Form einer Oder-Verknüpfung
folgende Verbindung gekoppelt: die Generatorleistung wird mit einem vorbestimmten
negativen Wert, insbesondere -2%, verglichen. Sofern die Generatorleistung größer
als dieser Wert ist, befindet sich der Generator nicht in einem Motorbetrieb, dessen
Leistungen größer als diese Nennleistung ist. Ferner wird überprüft, ob die Ist-Leistung
des Generators kleiner als das Zweifache des Eigenbedarfs geworden ist. Als dritte
Bedingung wird geprüft, ob die Differenz zwischen Leistungssollwert und Leistungsistwert
größer oder kleiner als das Zweifache des Eigenbedarfs ist. Ein Absinken der Ist-Leistung
kann somit detektiert werden. Die drei oben genannten Bedingungen sind dabei mit einem
logischen Und verknüpft. Das Signal wird also erzeugt, wenn alle diese Bedingungen
erfüllt sind oder sich die Generatorleistung um den genannten vorbestimmten Wert sprunghaft
geändert hat.
[0014] Bei einer zweiten vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens beträgt
die vorbestimmte erste Zeitspanne zwischen 100ms und 200ms, insbesondere 150ms. Die
vorbestimmte erste Zeitspanne dient dazu, festzulegen, wie lange das zweite Signal
gesetzt bleibt und damit eine Kurzschlussunterbrechung angezeigt ist. Diese zweite
vorbestimmte Zeitspanne ist vorteilhaft so bemessen, dass die zugehörige Turbine gestoppt
bzw. deren Ventile schnell geschlossen werden können, also der Schnellgang ausgelöst
werden kann. Zugleich ist diese vorbestimmte erste Zeitspanne so gewählt, dass die
Turbine ausreichend schnell wieder in den Startmodus versetzt wird, um durch Einspeisen
von Wirk- und Blindleistung mit dem Generator die Frequenz- und Spannungsstabilität
im Netz zu stützen. Das Starten selbst birgt eine gewisse Verzögerung in sich, die
dazu führt, dass die Turbine im Rahmen der nachfolgenden Lastabwurf-Kontrolle ausreichend
schnell dauerhaft gestoppt werden kann.
[0015] Bei einer dritten vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens beträgt
die vorbestimmte zweite Zeitspanne zwischen 4s und 10s, insbesondere 7s. Die vorbestimmte
zweite Zeitspanne dient dazu das zweite Signal zu verblocken und zu verhindern, dass
nach einem Erkennen einer Kurzschlussunterbrechung durch ein Pendeln der Generatorwirkleistung
um den Nullpunkt die Kurzschlussunterbrechungs-Erkennung mehrmals hintereinander anspricht.
Die vorbestimmte zweite Zeitspanne ist dabei vorteilhaft derart gewählt, dass das
mechanische Moment und folglich die elektrische Leistung des Generators schneller
wieder zurückkommen als diese gewählte zweite Zeitspanne.
[0016] Bei einer vierten vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt
das Erzeugen des dritten Signals, welches einen Lastabwurf anzeigt, in Abhängigkeit
des ersten Signals und einer vorbestimmten dritten Zeitspanne. Für das den Lastabwurf
anzeigende Signal ist also wiederum das erste Signal der Auslöser und es wird zusätzlich
ermittelt, ob dieses erste Signal während einer vorbestimmten dritten Zeitspanne dauerhaft
besteht. Ein Lastabwurf liegt also dann vor, wenn über einen längeren Zeitraum, eben
diese vorbestimmte dritte Zeitspanne, die Ist-Leistung des Generators stark vermindert
ist. Bei einer Kurzschlussunterbrechung liegt eine Leistung von nahe Null im Allgemeinen
hingegen nur wenige 100ms an.
[0017] Besonders bevorzugt ist die vorbestimmte dritte Zeitspanne mit einem Wert zwischen
1,5s und 2,5s, insbesondere 2s gewählt. Diese Zeitspanne führt dazu, dass sicher festgestellt
werden kann, ob ein Lastabwurf vorliegt oder etwa nur ein Pendeln der elektrischen
Leistung um die mechanische Leistung nach einer Kurzschlussunterbrechung. Ferner ist
die Zeitspanne derart gewählt, dass die zugehörige Turbine ausreichend früh dauerhaft
gestoppt wird. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass nach einem erneuten Starten
der Turbine im Anschluss an das Setzen des Signals Kurzschlussunterbrechung dieses
Starten durch eine zugehörige Drehzahlregelung der Turbine gesteuert wird. Mit dem
Wegfall der elektrischen Leistung des Generators beschleunigt der Antriebsstrang der
Turbine derart stark, dass deren Drehzahlregelung ausreichend eingreift und ein Überdrehen
der Turbine verhindert. Dies führt auch dazu, dass die Turbine, welche nach ca. 1,5
s nach dem Stoppen wieder mit dem eigentlichen Starten beginnt, beim dauerhaften Stoppen
nach 2 s nicht überdreht und allenfalls ein sehr kurzfristiges Schlüpfen am Generator
stattfindet. Nach einem Lastabwurf beschleunigt also der Wellenstrang und nimmt die
überschüssige Leistung der Turbine auf, die sie nicht mehr an das Netz abgeben kann.
Die Drehzahl der Turbine steigt über den Nennwert an (beispielsweise auf einen Wert
bis zu 5% über dem Nennwert). Daraufhin bestimmt maßgeblich der Drehzahlregler die
Stellgröße für das Öffnen der zugehörigen Ventile der Turbine. Dadurch bleiben die
Ventile zu, selbst wenn bereits wieder das Signal zum Starten der Turbine in Abhängigkeit
des zweiten Signals anliegt. Nachfolgend kommt gegebenenfalls das Signal zum dauerhaften
Stoppen der Turbine, sodass die Ventile während dieses Zeitraums insgesamt noch geschlossen
bleiben und das Turbinenmoment wie gefordert auf Null gefahren wird, bis die Drehzahl
der Turbine unterhalb des Sollwerts liegt.
[0018] Bei einer sechsten vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt
das Erzeugen des dritten Signals, welches einen Lastabwurf anzeigt, in Abhängigkeit
eines Lastschalters für den Generator. Der Lastschalter des Generators gibt an, ob
der Generator überhaupt elektrische Leistung ins Netz einspeisen soll. Allerdings
wird ein solcher Lastschalter nicht bei jedem Lastabwurf sicher mitbetätigt, sodass
aus diesem Grund zusätzlich die oben genannten Bedingungen berücksichtigt werden,
um einen Lastabwurf sicher zu erkennen.
[0019] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Lösung anhand der
beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Schaubild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Regeln eines Dampfkraftwerks,
- Fig. 2
- ein Schaubild eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Regeln eines Dampfkraftwerks,
- Fig. 3
- die Verläufe von diversen Kenngrößen eines Dampfkraftwerks im Falle einer Kurzschlussunterbrechung
gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 4
- die Verläufe diverser Kenngrößen eines Dampfkraftwerks im Falle einer Kurzschlussunterbrechung
gemäß der erfindungsgemäßen Lösung und
- Fig. 5
- die Verläufe diverser Kenngrößen eines Dampfkraftwerks im Falle eines Lastabwurfs
gemäß der erfindungsgemäßen Lösung.
[0020] In Fig. 1 ist eine Schaltungsanordnung bzw. Vorrichtung 10 zum Regeln eines weiter
nicht dargestellten Dampfkraftwerks mit einem Generator 12 und einer Turbine 14 veranschaulicht.
Die Vorrichtung 10 umfasst als wesentliche Elemente eine PEL-Signalleitung 16 sowie
eine PSW-Signalleitung 18, die von dem Generator 12 zu einem Mittel 20 zum Bereitstellen
eines ersten Signals führen. Dieses Mittel 20 ist als Steuer- bzw. Regeleinrichtung
ausgestaltet, in dem insgesamt sechs Schaltelemente 20a, 20b, 20c, 20d, 20e und 20f
ausgebildet sind. Dabei wird über die PEL-Signalleitung 16 die Ist-Leistung (PEL)
des Generators 12 an das Schaltelement 20a weitergegeben, welches überprüft, ob die
Ist-Leistung sprunghaft um einen vorbestimmten Wert GPLSP abgesunken ist. Dabei wird
vorliegend insbesondere eine sprungförmige Verminderung um größer 70% überprüft. Zur
Überprüfung auf solche Leistungssprünge wird das Leistungssignal PEL zunächst durch
ein DT1-Glied gefiltert.
[0021] In dem Schaltelement 20b wird aus dem Eingangssignal PEL abgeleitet, ob die Ist-Leistung
des Generators 12 größer als ein bestimmter negativer Wert GPNEG ist. Vorliegend wird
dabei insbesondere die Generatorleistung mit dem Wert GPNEG = -2% verglichen. Es wird
dadurch überprüft, ob sich der Generator 12 im Motorbetrieb mit Leistungen größer
-2% der Nennleistung befindet.
[0022] Im Schaltelement 20c wird überprüft, ob die Ist-Leistung PEL des Generators 12 kleiner
als das Zweifache des Eigenbedarfs GP2EB geworden ist. Es wird so ein Absinken der
Ist-Leistung auf kleiner zweimal Eigenbedarf erkannt.
[0023] Mit dem Schaltelement 20d wird mittels der Eingangssignale Ist-Leistung PEL und Soll-Leistung
PSW des Generators 12 die Differenz zwischen dem Leistungssollwert und dem Leistungsistwert
ermittelt und mit dem Wert 2 x Eigenbedarf verglichen. Es wird so ein Absinken der
Ist-Leistung detektiert.
[0024] Die Ergebnisse der Schaltelemente 20b, 20c und 20d sind über das Schaltelement 20e
miteinander verknüpft, wobei dieses eine UND-Verknüpfung bildet. Das Ergebnis dieser
Verknüpfung ist mittels des Schaltelements 20f mit dem Ergebnis des Schaltelements
20a verknüpft, wobei diese Verknüpfungen im Schaltelement 20f eine Oder-Verknüpfung
ist. Auf diese Weise wird mit dem Mittel 20 zum Bereitstellen eines ersten Signals
ein Signal S1 generiert, welches angibt, ob eine Verminderung der Ist-Leistung PEL
des Generators 12 vorliegt. Dieses Signal S1 wird einem Mittel 22 zum Erzeugen eines
zweiten Signals KU zugeführt. Dieses Signal KU wird als ein Signal betrachtet, welches
grundsätzlich eine Kurzschlussunterbrechung anzeigt und zwar in Abhängigkeit des ersten
Signals S1. Das erzeugte zweite Signal KU wird nach einer vorbestimmten ersten Zeitspanne
TKU von vorliegend 150ms zurückgesetzt und nachfolgend für eine vorbestimmte zweite
Zeitspanne CSPKU von vorliegend 7 s blockiert. Dies geschieht mit einem Mittel 24
zum Zurücksetzen und Blockieren des zweiten Signals KU, wobei dieses Mittel mit einem
RS-Flipflop und einem zugehörigen Setsignal gestaltet ist. Das Signal wird für die
Zeitspanne von CSPKU gehalten und auf den Reset-Eingang des Flipflops gegeben. Diese
Verschaltung bewirkt, dass das KU-Signal maximal 150ms ansteht und danach erst nach
frühestens 7 s wieder anstehen kann. Das KU-Signal wird über eine KU-Signalleitung
26 an die Turbine 14 weitergeleitet, wo ein nicht dargestelltes Mittel in Gestalt
eines Reglers zum Stoppen und Starten der Turbine 14 vorgesehen ist. Dieser Regler
bewirkt aufgrund des kurzzeitigen KU-Signals ein vorübergehendes Abschalten des Leistungssollwertes
PSW der Turbine 14.
[0025] Das Signal S1 wird ferner an ein Mittel 28 zum Erzeugen eines dritten Signals LAW
geleitet, wobei dieses dritte Signal LAW gebildet wird, wenn das erste Signal S1 länger
als eine vorbestimmte dritte Zeitspanne TLAW, vorliegend 2s, besteht. Das Signal LAW
wird dabei über eine LAW-Signalleitung 30 an die Turbine 14 geleitet, wo ein nicht
dargestelltes Mittel zum dauerhaften Stoppen der Turbine in Abhängigkeit des LAW-Signals
30 vorgesehen ist.
[0026] In Fig. 2 ist der zugehörige Verfahrensablauf zum Regeln eines Dampfkraftwerks mit
dem Generator 12, der Turbine 14 und der Vorrichtung 10 veranschaulicht. Das Verfahren
umfasst einen Schritt 34, bei dem das erste Signal S1 bereitgestellt wird, welches
eine Verminderung der Ist-Leistung PEL des Generators 12 anzeigt. Dieses Signal ist
entweder Nein bzw. 0, wobei man zum Eingang des Schritts 34 zurückkehrt oder das Signal
S1 ist 1 bzw. Ja, wobei zunächst ein weiterer Schritt 36 des Erzeugens des zweiten
Signals KU stattfindet. Das Signal KU zeigt, wie oben erläutert, grundsätzlich eine
Kurzschlussunterbrechung an bzw. es wird davon ausgegangen, dass eine solche Kurzschlussunterbrechung
vorliegen könnte. In einem nachfolgenden Schritt 38 wird dann das zweite Signal KU
nach einer vorbestimmten ersten Zeitspanne TKU zurückgesetzt und nachfolgend die vorbestimmte
zweite Zeitspanne TSPKU blockiert. Dabei wird eine Schleife durchlaufen, die zurück
zum Schritt 36 führt. Zugleich wird das derart erzeugte, dann zurückgesetzte und blockierte
Signal einem Schritt 40 zugeführt, bei dem die Turbine 14 stoppt und anschließend
wieder gestartet wird. Der Weg vom Schritt 40 führt nachfolgend zurück zum Schritt
34.
[0027] Mit dem positiven Signal S1 wird in einem Schritt 42 zeitgleich mit den Schritten
36, 38 und 40 ferner geprüft, ob das Signal S1 nur die dritte Zeitspanne TLAW von
vorliegend 2s dauerhaft anliegt. Ist dies nicht der Fall, kehrt das Verfahren zurück
zum Schritt 34. Ist dies aber der Fall, wird das zugehörige dritte Signal LAW auf
Ja bzw. 1 gesetzt und es wird in einem Schritt 44 die Turbine 14 dauerhaft gestoppt.
[0028] In Fig. 3 sind verschiedene Verläufe von Signalen und Messwerten des Generators 12
und der Turbine 14 über der Zeit angetragen. Dabei ist ein Verfahren zum Regeln eines
Dampfkraftwerks gemäß dem Stand der Technik veranschaulicht, wobei eine erste Kurve
46 den Verlauf des mechanischen Moments der Turbine 14 zeigt. Es ist zu erkennen,
wie dieses mechanische Moment aufgrund einer plötzlichen Verminderung der Ist-Leistung
des Generators abfällt und nachfolgend wegen des Vorliegens einer Kurzschlussunterbrechung
wieder zumindest geringfügig ansteigt. Die Kurven 48 und 50 zeigen den zugehörigen
Verlauf des elektrischen Moments des Generators 12 sowie der Wirkleistung des Generators
12. Diese Wirkleistung entspricht der Ist-Leistung PEL. Es ist zu erkennen, dass sowohl
das elektrische Moment als auch die Wirkleistung aufgrund der Kurzschlussunterbrechung
zu schwingen beginnen und mehrmals einen Nulldurchlauf aufweisen. Die Kurve 52 zeigt
den zugehörigen Verlauf bzw. die Kurve des sich damit gemäß dem Stand der Technik
ergebenden ersten Signals S1. Dieses Signal wird mit der Kurzschlussunterbrechung
selbst generiert und nachfolgend noch mehrmals aufgrund des Durchlaufens des Nulldurchgangs.
Dabei ergibt sich, dass aufgrund des Signals S1 die zugehörige Turbine 14 mehrmals
gestoppt wird (siehe die drei Kreismarkierungen bei Kurve 46) und es dadurch zu einer
starken Minderung und Verzögerung der Leistung der Turbine kommt. Zugehörige Kurven
54 und 56 zeigen schließlich noch den Polradwinkel in ° sowie den Schlupf am Generator
12.
[0029] In den Fig. 4 und 5 ist veranschaulicht, wie sich der Verlauf von derartigen und
ähnlichen Kurven verändert, wenn man die erfindungsgemäße Lösung einsetzt. Insbesondere
ist in Fig. 4 mit der Kurve 58 veranschaulicht, wie sich das mechanische Moment über
der Zeit verhält, wenn mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der zugehörigen Vorrichtung
eine Kurzschlussunterbrechung ermittelt wird. Es ist deutlich zu erkennen, dass es
nicht zu einem mehrmaligen Stoppen bzw. Schnellgangauslösung kommt. Während die Kurven
60 und 62 das zugehörige elektrische Moment sowie die zugehörige Wirkleistung des
Generators 12 zeigen, ist mit der Kurve 64 veranschaulicht, dass bei der erfindungsgemäßen
Vorgehensweise nur einmalig ein vergleichsweise kurzes KU-Signal erzeugt wird. Dieses
wird, wie oben erläutert, zurückgesetzt und nachfolgend derart blockiert, dass es
nicht zu einem erneuten Auslösen eines Schnellgangs kommen kann. Entsprechend führt
dieses Vorgehen zu einem sehr zeitnahen Wiederstart der zugehörigen Turbine 14 mit
entsprechend anderem Polradwinkel (siehe Kurve 66) sowie etwas anderem Schlupfverhalten
(siehe Kurve 68).
[0030] In Fig. 5 ist veranschaulicht, wie sich das erfindungsgemäße Dampfkraftwerk verhält,
wenn es zu einem Lastabwurf kommt. Eine Kurve 70 zeigt dabei die Wirkleistung des
Generators und eine Kurve 72 die zugehörige Soll-Leistung (PSW). Eine Kurve 74 zeigt
das Verhalten eines zugehörigen Turbinenreglers, wobei zu erkennen ist, dass dieser
Turbinenregler nach einer kurzen Unterbrechung zwar die zugehörige Turbine 14 wieder
startet, dennoch aber deren Drehzahl begrenzt. Mit Kurven 76 und 78 ist der zugehörige
Verlauf des Mitteldrucks der Ventile der Turbine 14 sowie des Frischdampfdrucks der
Ventile der Turbine 14 veranschaulicht. Es ist dabei zu erkennen, dass die Ventile
mit dem Wegfall des mechanischen Moments mit dem Turbinenregler geschlossen werden
und nachfolgend vom Turbinenregler auch gezielt 1,5s geschlossen gehalten werden.
Eine Kurve 80 zeigt das zugehörige, oben genannte erste Signal und dessen Verlauf.
Es ist zu erkennen, dass dieses Signal ab dem Wegfall des mechanischen Moments konstant
anliegt. Eine Kurve 82 zeigt schließlich den Verlauf des zugehörigen, oben genannten
zweiten Signals (KU), welches kurzzeitig erzeugt, dann zurückgesetzt und nachfolgend
blockiert wird. Eine Kurve 84 zeigt den Verlauf eines oben genannten dritten Signals
(LAW) welches dadurch generiert wird, dass das erste Signal (siehe Kurve 80) fortdauernd
anliegt. Mit diesem dritten Signal 84 wird entsprechend die Turbine 14 dauerhaft gestoppt,
was wieder am Verlauf der Kurve 74 (Turbinenregler) zu erkennen ist. Eine Kurve 86
zeigt den Verlauf des mechanischen Moments an der Turbine, wobei zu erkennen ist,
wie dieses mechanische Moment aufgrund des Wegfalls des mechanischen Moments des Generators
12 absinkt. Mit dem Absinken des mechanischen Moments beschleunigt zugleich die Turbine
14, da ein erhebliches Maß Schwungmasse vorhanden ist, wenngleich die zugehörigen
Ventile geschlossen gehalten werden (siehe Kurven 76 und 78). Mit diesem Beschleunigen
der Turbine 14 bildet sich eine Kurve 88, welche den Verlauf der Abweichung der Drehzahl
darstellt. Es ist zugleich zu erkennen, dass dieses Beschleunigen derart begrenzt
stattfindet, dass es nicht zu einem Überdrehen der Turbine 14 kommen kann.
[0031] Erfindungsgemäß wird also der Schnellgang der Ventile an der Turbine 14 durch das
Signal KU ausgelöst und dieses Auslösen erfolgt aus den genannten Gründen nur einmal.
Wenn nach einer vordefinierten Zeit das Signal, welches zur Erzeugung des Signals
KU geführt hat, weiterhin anliegt, wird das Signal LAW erzeugt und die Ventile bleiben
geschlossen, bis die Drehzahl der Turbine weitestgehend abgesunken ist, danach kann
das mechanische Moment gefahrlos auf Eigenbedarf erhöht werden. Diese Verzögerungsphase
schützt den Generator 12 vor Überdrehzahl und dauert im Allgemeinen länger als 10s.
[0032] Aus den Fig. 4 und 5 lässt sich schließen, dass ein mehrmaliges Auslösen des Schnellgangs
bei einer reinen Kurzschlussunterbrechung erfindungsgemäß nicht stattfinden kann.
Bei Eintritt des Kurzschlusses wird das Turbinenmoment heruntergefahren und steigt
nach 1,5s wieder an. Das elektrische Moment (Kurve 60), der Schlupf (Kurve 68) und
der Polradwinkel (Kurve 66) des Generators 12 zeigen das bekannte Verhalten eines
Dampfkraftwerks beim 3-poligen Netzkurzschluss. Der Polradwinkel (Kurve 66) pendelt
um den Nullwert, was bedeutet, dass der Generator 12 noch nicht begonnen hat zu schlüpfen.
Bei einem Lastabwurf auf Eigenbedarf wird durch das erfindungsgemäße Verblocken bzw.
Blockieren des eigentlich mehrmaligen Auslösens des KU-Signals ein geordnetes Herunterfahren
der Turbine 14 nicht beeinträchtigt. Es löst vielmehr zunächst das Signal KU den Schnellgang
auch bei Lastabwürfen aus. Danach wird die Turbine 14 eigentlich zwar wieder gestartet,
wodurch deren Wellenstrang beschleunigt wird und die überschüssige Leistung der Turbine
14 aufnimmt, da die Turbine 14 keine Leistung mehr über den Generator an das Netz
abgeben kann. Die Drehzahl des Wellenstrangs steigt auf bis zu 5% über den Nennwert
an (siehe Kurve 88). Dabei bestimmt maßgeblich der Drehzahlregler (siehe Kurve 74)
die Stellgröße für das Öffnen der Ventile der Turbine 14. Dadurch bleiben die Ventile
zu und das Turbinenmoment wird wie gefordert auf Null gefahren, bis die Drehzahl unterhalb
des Sollwerts liegt. Nach Verstreichen einer Zeitspanne TLAW wird das Signal LAW gesetzt
und bleibt vorliegend 5 s stehen. Dies führt dazu, dass die Turbine über diesen Zeitraum
dauerhaft gestoppt wird.
1. Verfahren zum Regeln eines Dampfkraftwerks mit einem Generator (12) und einer Turbine
(14), mit den Schritten:
- Bereitstellen (34) eines ersten Signals (S1), welches eine Verminderung der Ist-Leistung
(PEL) des Generators (12) anzeigt,
- Erzeugen (36) eines zweiten Signals (KU), welches eine Kurzschlussunterbrechung
anzeigt, in Abhängigkeit des ersten Signals (S1),
- Zurücksetzten (38) des zweiten Signals (KU) nach einer vorbestimmten ersten Zeitspanne
(TKU) und Blockieren (38) des zweiten Signals für eine vorbestimmte zweite Zeitspanne
(TSPKU),
- Stoppen und anschließendes Starten (40) der Turbine (14) in Abhängigkeit des zweiten
Signals (KU),
- Erzeugen (42) eines dritten Signals (LAW), welches einen Lastabwurf anzeigt, in
Abhängigkeit des ersten Signals (S1) sowie
- dauerhaftes Stoppen (44) der Turbine (14) in Abhängigkeit des dritten Signals (LAW).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
bei dem das erste Signal bereitgestellt wird, wenn
sich die Ist-Leistung (PEL) des Generators (12) sprunghaft um einen vorbestimmten
Wert (GPLSP) vermindert hat oder
die Ist-Leistung (PEL) des Generators (12) auf einen vorbestimmten negativen Wert
(GPNEG) abgesunken ist sowie die Ist-Leistung (PEL) des Generators (12) kleiner als
das Zweifache des Eigenbedarfs (GP2EB) geworden ist sowie die Differenz zwischen einer
Soll-Leistung (PSW) und der Ist-Leistung (PEL) des Generators (12) größer als das
Zweifache des Eigenbedarfs (GP2EB) geworden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem die vorbestimmte erste Zeitspanne (TKU) zwischen 100ms und 200ms, insbesondere
150ms beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem die vorbestimmte zweite Zeitspanne (TSPKU) zwischen 4s und 10s, insbesondere
7s beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem das Erzeugen des dritten Signals (LAW), welches einen Lastabwurf anzeigt,
in Abhängigkeit des ersten Signals und einer vorbestimmten dritten Zeitspanne (TLAW)
erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
bei dem die vorbestimmte dritte Zeitspanne (TLAW) zwischen 1,5s und 2,5s, insbesondere
2s beträgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
bei dem das Erzeugen des dritten Signals (LAW), welches einen Lastabwurf anzeigt,
in Abhängigkeit eines Lastschalters für den Generator erfolgt (GLSE).
8. Vorrichtung zum Regeln eines Dampfkraftwerks mit einem Generator und einer Turbine,
mit:
- einem Mittel (20) zum Bereitstellen (34) eines ersten Signals (S1), welches eine
Verminderung der Ist-Leistung (PEL) des Generators (12) anzeigt,
- einem Mittel (22) zum Erzeugen (36) eines zweiten Signals (KU), welches eine Kurzschlussunterbrechung
anzeigt, in Abhängigkeit des ersten Signals (S1),
- einem Mittel (24) zum Zurücksetzten (38) des zweiten Signals (KU) nach einer vorbestimmten
ersten Zeitspanne (TKU) und Blockieren (38) des zweiten Signals (KU) für eine vorbestimmte
zweite Zeitspanne (TSPKU),
- einem Mittel zum Stoppen (40) und anschließendes Starten (40) der Turbine (14) in
Abhängigkeit des zweiten Signals (KU),
- einem Mittel (28) zum Erzeugen (42) eines dritten Signals (LAW), welches einen Lastabwurf
anzeigt, in Abhängigkeit des ersten Signals (S1) sowie
- einem Mittel zum dauerhaften Stoppen (44) der Turbine (14) in Abhängigkeit des dritten
Signals (LAW).