[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufsteller zum Halten wenigstens eines im Wesentlichen
flächigen und sich in einer Höhenrichtung erstreckenden Informationsträgers, mit einem
Haltesockel, der eine Aufnahme mit einer Halteöffnung aufweist, durch die der Informationsträger
in Höhenrichtung ragt, wobei die Halteöffnung von mindestens einer wenigstens abschnittsweise
quer zur Höhenrichtung verlaufenden Haltelippe begrenzt ist und sich die Aufnahme
in Höhenrichtung hinter der Halteöffnung erweitert.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung einen Bausatz für einen Aufsteller mit einem Sockel
und wenigstens einem flächigen und mit dem Sockel verbindbaren Informationsträger.
[0003] Aufsteller für im Wesentlichen flächige Informationsträger sind aus dem Stand der
Technik bekannt und werden vielfach eingesetzt, um blattförmiges Informationsmaterial
zu präsentieren. Das blattförmige Informationsmaterial weist hierbei vielfach ein
Format in der Größe DIN A4 oder geringer auf und wird zwischen zwei Präsentationsflächen,
von denen wenigstens eine transparent ist, gehalten. Aufsteller für größeres Informationsmaterial,
zum Beispiel im Format DIN A2, sind ebenfalls bekannt
[0004] Zur schwenkbaren Befestigung des Informationsträgers an einem fest auf einem Tisch
aufstellbaren Sockel des Aufstellers weist beispielsweise die
US 5,408,774 einen Klemmmechanismus auf, in den ein an einem Rand des Informationsträgers vorgesehener
Befestigungsabschnitt einsteckbar ist. Der Klemmmechanismus dieser Druckschrift weist
eine zweischenklige Haltezange auf, die ein im Wesentlichen kreiszylindrisch ausgebildetes
Aufnahmevolumen umfasst. Der ebenfalls kreiszylindrisch ausgeformte Befestigungsabschnitt
des Informationsträgers ist durch das Aufnahmevolumen formschlüssig aufnehmbar und
kann um eine mit der Längsachse des kreiszylindrischen Aufnahmevolumens fluchtende
Schwenkachse verkippt werden.
[0005] Einer der beiden Schenkel der Haltezange ist im Wesentlichen unverformbar als ein
Halteschenkel und der zweite als ein Klemmschenkel ausgebildet. Der Klemmschenkel
kann vom Halteschenkel weg ausgelenkt werden, wobei er wenigstens abschnittsweise
elastisch verformt wird. Eine durch die elastische Verformung im Klemmschenkel erzeugte
Federkraft drückt den Befestigungsabschnitt gegen den Halteschenkel, wodurch der Befestigungsabschnitt
in dem Aufnahmevolumen gehalten ist. Nachteilig bei diesem Aufsteller ist, dass der
elastisch auslenkbare Klemmschenkel der Haltezange den Austausch von Informationsträgern
erschwert und nicht an unterschiedliche Informationsträger anpassbar ist. Ferner verschleißt
der Klemmschenkel durch die elastische Verformung in seinem Verformungsbereich. Diese
Nachteile weist auch ein Aufsteller für Preisinformationen der
US 4,134,222 auf.
[0006] In der
US 6,430,854 ist ein Halter für Fahrzeugpapiere gezeigt, bei dem der Befestigungsabschnitt des
Informationsträgers in das Aufnahmevolumen eingesetzt wird und dabei eine Engstelle
der Haltezange passieren muss. Der Sockel ist hier jedoch so ausgestaltet, dass die
das Aufnahmevolumen begrenzenden Seitenwandabschnitte des Sockels sich nicht wesentlich
verformen lassen, so dass der Befestigungsabschnitt in das im Wesentlichen kreiszylindrische
Aufnahmevolumen eingepresst werden müsste. Um durch den Einpressvorgang hervorgerufenes
Verschleißen zu vermeiden, ist das Aufnahmevolumen so ausgeformt, dass der Befestigungsabschnitt
einfach in dieses einlegbar ist Die Seitenwandabschnitte des Sockels können den Befestigungsabschnitt
jedoch nicht mit einer elastischen Haltekraft im Aufnahmevolumen halten. Vielmehr
wird der Befestigungsabschnitt über eine seitlich durch die Seitenwandabschnitte in
das Aufnahmevolumen ragende Festklemmschraube eingeklemmt. Der Befestigungsabschnitt
weist drei Aufnahmelöcher für die Festklemmschraube auf, die so angeordnet sind, dass
der Informationsträger in drei unterschiedlichen Schwenkpositionen festklemmbar ist.
Auch bei diesem Halter wird der Austausch des Informationsträgers insbesondere durch
die Festklemmschraube verkompliziert und der Halter ist nicht an unterschiedliche
Informationsträger anpassbar.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die bekannten Aufsteller so zu verbessern,
dass sie einfacher handhabbar sind und weniger schnell verschleißen.
[0008] Für den eingangs genannten Aufsteller wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass wenigstens
ein im Haltesockel verschieblich angeordneter Andruckkolben vorgesehen ist, mit dem
die mindestens eine Haltelippe bewegungsübertragend verbunden ist
[0009] Die Aufgabe wird für den eingangs genannten Bausatz dadurch gelöst, dass der Informationsträger
mit einem Befestigungsabschnitt eine einstückig handhabbar ausgestaltete erste Präsentationsbaugruppe
ausbildet, wobei die Präsentationsbaugruppe über den Befestigungsabschnitt im Sockel
festklemmbar ist und der Bausatz mit wenigstens einer und gegen die erste Präsentationsbaugruppe
tauschbare weitere Präsentationsbaugruppe erweiterbar ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung ist konstruktiv einfach und hat den Vorteil, dass der
Andruckkolben separat ausgeformt und somit in einer geradlinigen Bewegung elastisch
auslenkbar ist, ohne dass er nennenswert verformt wird. Folglich verschleißt der Andruckkolben,
der im Wesentlichen starr ausgeformt sein kann, im Betrieb nicht durch elastisches
Verformen. Auch kann der separat ausgebildete Andruckkolben austauschbar durch den
Haltesockel aufgenommen ausgestaltet sein. Somit können an unterschiedliche Informationsträger
angepasste Andruckkolben in den Haltesockel eingesetzt werden, wodurch der Aufsteller
flexibel einsetzbar ist. Auch durch intensive Benutzung womöglich dennoch verschlissene
Andruckkolben können ausgetauscht werden, so dass der restliche Aufsteller weiter
verwendet werden kann.
[0011] Der Informationsträger kann um eine durch die Aufnahme verlaufende Schwenkachse schwenkbar
durch den Andruckkolben in der Aufnahme gehalten sein. In einer Ausgangsposition,
in welcher der Informationsträger nicht geschwenkt ist, kann die Höhenrichtung im
Wesentlichen senkrecht durch die Hatteöffnung aus der Aufnahme heraus weisen. Diese
Ausrichtung der Höhenrichtung soll im Folgenden unverändert sein, auch wenn der Informationsträger
aus der Ausgangsposition in eine Auslenkposition heraus geschwenkt ist.
[0012] Der Bausatz kann vormontierte Baugruppen oder Vorprodukte umfassen, welche die Montage
des Aufstellers erleichtern können.
[0013] Die erfindungsgemäße Lösung kann durch verschiedene, jeweils für sich vorteilhafte,
beliebig miteinander kombinierbare Ausgestaltungsformen weiter verbessert werden.
Auf diese Ausgestaltungen und die mit ihnen verbundenen Vorteile wird im Folgenden
eingegangen.
[0014] So kann der Haltesockel zumindest ein separates Federelement aufweisen, gegen dessen
Federkraft der Andruckkolben die Halteöffnung vergrößernd beweglich ist. Die Federkraft
kann in einer quer zur Höhenrichtung verlaufenden Klemmrichtung wirken und der Andruckkolben
entgegen der Federkraft die Halteöffnung vergrößernd verschiebbar sein. Auch dieses
separat im Aufsteller angeordnete und insbesondere nicht mit dem Andruckkolben einstückig
ausgebildete Federelement ist unabhängig von den anderen Komponenten des Aufstellers
austauschbar.
[0015] Dies kann beispielsweise nötig sein, wenn der Informationsträger mit einer stärkeren
Federkraft in der Aufnahme gehalten sein soll. Hierzu können beispielsweise stärkere
Federelemente oder auch mehr als die ursprünglich im Aufsteller vorgesehenen Federelemente
verwendet werden. Soll die von dem mindestens einen Federelement aufgebrachte Federkraft
verändert werden, ohne das Federelement auszutauschen oder die Anzahl der Federelemente
zu ändern, können die Federelemente auch vorgespannt werden. Beispielsweise kann ein
entlang der Federkraft ausgerichtetes Schraubelement im Haltesockel vorgesehen sein,
das bewegungsübertragend mit einem Ende jeweils zumindest eines der Federelemente
verbunden sein kann. Je nach dem, wie weit das Schraubelement in Richtung der Federkraft
in den Haltesockel eingeschraubt ist, kann die Länge des Federelements elastisch geändert
und das Federelement um einen vorbestimmten Betrag vorgespannt sein.
[0016] Zum Beispiel können die Federelemente als eine aus Federstahl geformte Spiralfeder
ausgebildet sein, die durch ihre elastische Verformung nur unwesentlich verschleißen.
Sollte das Federelement dennoch im Laufe der Zeit verschleißen und beispielsweise
an Federkraft verlieren, so kann es einfach gegen ein neues Federelement ausgetauscht
werden.
[0017] Der Andruckkolben kann eine in die Aufnahme weisende Andruckfläche aufweisen, die
sich von der Halteöffnung weg in Höhenrichtung erstreckt. Die Andruckfläche kann wenigstens
teilweise entgegen der Klemmrichtung die Aufnahme erweiternd verlaufen. Eine die Aufnahme
in ihrem Verlauf erweiternde Andruckfläche erzeugt eine wenigstens abschnittsweise
konvex ausgebildete Aufnahme. Der in die Aufnahme durch die Halteöffnung eingesteckte
Informationsträger kann so gegen Bewegungen entgegen der Höhenrichtung und somit gegen
ein ungewolltes Trennen des Informationsträger vom Haltesockel gesichert sein. Die
Andruckfläche kann dabei speziell an einem bestimmten Befestigungsabschnitt ausgebildet
sein, so dass der Andruckkolben und der Informationsträger ein aufeinander abgestimmtes
Formpaar bilden können, die eine optimale Halterung des Informationsträgers im Haltesockel
gewährleisten.
[0018] Die Andruckflächen der womöglich mehreren Andruckkolben können voneinander in einer
quer zur Einsetz- und zur Klemmrichtung verlaufenden Längsrichtung der Aufnahme beabstandet
sein. In die Lücken zwischen den Andruckflächen können womöglich an der Seite des
Informationsträgers, die in der Aufnahme angeordnet ist, vorgesehene Führungs- oder
Halteelemente eingreifen. Hierdurch kann der Informationsträger gegen ungewollte Bewegungen
insbesondere entlang der Längsrichtung gesichert sein. Beispielsweise können die Halteelemente
mit den Lücken verrasten. Außerdem benötigen nicht durchgehende Andruckflächen weniger
Material als durchgehende Andruckflächen und tragen zu einem leichter ausgestalteten
Aufsteller bei. Auch können mehrere Andruckkolben die Aufnahme in unterschiedlichen
und insbesondere entgegengesetzten Richtungen begrenzen und sich dabei womöglich gegenüberliegend
angeordnet sein, wobei auf die Andruckkolben auf die Aufnahme gerichtete Federkräfte
wirken.
[0019] Jedoch kann es auch von Vorteil sein, wenn sich mehrere Andruckflächen aneinander
anschließend in Längsrichtung hintereinander angeordnet sind. So kann vermieden werden,
dass Gegenstände, wie zum Beispiel Büroklammern, Papierschnipsel oder andere Verunreinigungen,
über die Aufnahme und die Lücken zwischen den Andruckflächen in den Haltesockel und
dessen Mechanik eindringen. Insbesondere kann der Andruckkolben eine durchgehende
Andruckfläche aufweisen, die sich in Längsrichtung im Wesentlichen über die gesamte
Länge der Aufnahme erstreckt.
[0020] Der Aufsteller kann wenigstens einen Informationsträger umfassen, der in einem seiner
Seitenbereiche mit einem wenigstens teilweise formschlüssig in der Aufnahme aufnehmbaren
Befestigungsabschnitt versehen sein kann. Der Befestigungsabschnitt kann insbesondere
wenigstens abschnittsweise komplementär zur Aufnahme ausgeformt und in der Aufnahme
anordenbar sein, wobei der Andruckkolben bei in die Aufnahme eingestecktem Befestigungsabschnitt
entgegen der Federkraft ausgelenkt sein kann. Mit der Federkraft ist der Andruckkolben
in der Aufnahme einklemmt.
[0021] Die Aufnahme kann mit dem Befestigungsabschnitt ein Kipplager bilden, über das der
Informationsträger um mindestens eine Schwenkachse schwenkbar mit dem Haltesockel
verbindbar ist. Zum Beispiel kann der Befestigungsabschnitt kugelförmig und die Aufnahme
im Wesentlichen komplementär zum Befestigungsabschnitt, also beispielsweise sphärisch,
ausgebildet sein. Ist ein solcher Informationsträger in der beschriebenen Aufnahme
eingesetzt, so kann er um beliebig viele Schwenkachsen kippbar sein, wobei sich alle
Schwenkachsen im Mittelpunkt der Kugel schneiden.
[0022] Eine stabilere Halterung des Informationsträgers durch den Haltesockel kann sich
jedoch ergeben, wenn die Aufnahme und der Befestigungsabschnitt zylindrisch und die
Halteöffnung schlitzförmig ausgebildet sind, wobei sich die Aufnahme und die Halteöffnung
in Längsrichtung erstrecken können. Ist der Befestigungsabschnitt nun In die Aufnahme
eingesteckt und weisen sowohl die Aufnahme als auch der Befestigungsabschnitt einen
im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf, kann der Informationsträger um eine
parallel zur Längsrichtung verlaufende Schwenkachse kippbar sein.
[0023] Die Schwenkachse kann dabei im Wesentlichen mit der in Längsrichtung verlaufenden
Längsachse der im Wesentlichen und wenigstens abschnittsweise kreiszylindrisch ausgeformten
Aufnahme fluchten. Begrenzungsflächen der kreiszylindrischen Abschnitte der Aufnahme
können senkrecht zur Längsrichtung einen konstanten Abstand zur Längachse aufweisen.
Der Informationsträger kann nun um die Schwenkachse geschwenkt werden, ohne dass sich
die Lage des Andruckkolbens oder die Federkraft ändern.
[0024] Wenigstens der Befestigungsabschnitt kann jedoch auch anders und mit einem von der
Kreisform abweichenden Querschnitt ausgeformt sein. Zum Beispiel kann der Befestigungsabschnitt
einen ovalen Querschnitt aufweisen, dessen längere Achse parallel zu den Präsentationsflächen
und der Höhenrichtung verlaufen kann. Wird der so ausgeformte Informationsträger geschwenkt,
kann der auch hier noch abschnittsweise krelszylindrisch ausgebildete Andruckkolben
weiter entgegen der Klemmrichtung die Federkraft vergrößernd bewegt werden. In diesem
Ausführungsbeispiel kann der Informationsträger durch die sich ändernde Federkraft
in einer Sollschwenkposition, in der die Federkraft minimal ist, gehalten sein oder
in diese durch die Federkraft zurückgedrängt werden.
[0025] Alternativ kann die Aufnahme und insbesondere der die Aufnahme zumindest abschnittsweise
begrenzende Andruckkolben auch wenigstens eine Ausbuchtung aufweisen, in die das von
der Präsentationsfläche weg weisende Ende des ovalen Befestigungsabschnitts in einer
vorgegebenen Schwenkposition eingreifen kann. In dieser Schwenkposition kann die Federkraft
ein lokales Minimum aufweisen und der Informationsträger so in dieser Schwenkposition
gegen ungewünschte Lageänderungen gesichert sein.
[0026] Eine besonders stabile Halterung ergibt sich, wenn der Befestigungsabschnitt und
die Andruckfläche in Längsrichtung im Wesentlichen gleich groß und wenigstens abschnittsweise
komplementär zueinander ausgeformt sind. Die so an den Befestigungsabschnitt angepasste
Andruckfläche liegt in einem größtmöglichen Bereich an dem Befestigungsabschnitt an,
wodurch ein maximaler Reibschluss zwischen der Andruckfläche und dem an der Andruckfläche
anliegenden Bereich des Befestigungsabschnitts erzeugt werden kann.
[0027] Die Aufnahme kann wenigstens zwei sich gegenüberliegenden Haltelippen aufweisen,
von denen sie in Klemmrichtung begrenzt sein kann. Die sich gegenüberliegenden Haltelippen
können an zwei sich parallel zur Längsrichtung erstreckenden Längsseiten der Aufnahme
angeordnet sein und die Aufnahme sich in ihrem Verlauf weg von der Halteöffnung ab
den Haltelippen erweitern, so dass sie bikonvex ausgeformt ist. Der Befestigungsabschnitt
ist so beidseitig der Halteöffnung gegen Bewegungen entgegen der Höhenrichtungen in
der Aufnahme gesichert.
[0028] Zumindest eine der Haltelippen kann mit wenigstens einer in die Aufnahme weisenden
Rastkante versehen sein. Die Rastkante kann sich im Wesentlichen über die gesamte
Länge der Haltelippe parallel zur Längsrichtung erstrecken. Durch die Rastkante kann
lokal ein höherer Druck auf den Befestigungsabschnitt ausgeübt werden, so dass der
Informationsträger in einer verkippten Lage kraftschlüssig durch die wenigstens eine
Rastkante besser fixiert sein kann als durch die Andruckfläche allein. Der Befestigungsabschnitt
kann jedoch auch wenigstens einseitig eine Raststruktur mit mindestens einer Rastrille
oder Rastnut aufweisen, die zur Rastkante gewandt sein kann. Die Raststruktur kann
sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Befestigungsabschnitts entlang der
Längsrichtung erstrecken. Greift nun die Rastkante in einer vorgegebenen Schwenkposition
des Informationsträgers in die Raststruktur ein, so kann der Informationsträger in
dieser Position durch diesen Formschluss noch stabiler gehalten werden. Insbesondere
kann die Raststruktur an einer Oberseite des Befestigungsabschnitts, die neben den
Präsentationsflächen liegt, angeordnet sein. Die Rastkante weist nun wenigstens teilweise
in Höhenrichtung und trägt zur Sicherung des Informationsträgers gegen eine ungewolltes
Verkippen bei. Sind mehrere Rastrillen oder Rastnuten vorgesehen, die vorzugsweise
beieinander angeordnet sind, kann der Informationsträger in verschiedenen, durch die
Lage der Rastrillen oder-nuten vorgegebenen Schwenkpositionen gehalten sein.
[0029] Wenigstens eine der Haltelippen kann mindestens eine Anschlagfläche aufweisen, die
sich von der Aufnahme weg erstrecken und von der Halteöffnung weg neigen kann. Dabei
kann auch diese Anschlagfläche über die gesamte Länge der Haltelippe parallel zur
Längsrichtung verlaufend ausgebildet sein. Die Anschlagfläche kann die Auslenkung
des Informationsträger in Schwenkrichtung auf die Anschlagfläche begrenzen und bei
der Heraushebelung des Informationsträgers aus der Aufnahme als Hebellager dienen.
Sind zwei Anschlagfläche vorgesehen, können diese einen Trichter ausbilden. Durch
die voneinander weg verkippten und von der Einsetzöffnung weg verlaufenden Anschlagflächen
kann der Befestigungsabschnitt beim Einstecken in Richtung auf die Halteöffnung geführt
werden. Dieser Effekt kann, wenn auch vermindert, ebenfalls eintreten, wenn nur eine
Haltelippe mit einer Anschlagfläche versehen ist
[0030] Weist der Befestigungsabschnitt wenigstens einen Anschlagwulst auf, der im in die
Aufnahme eingesteckten Zustand des Informationsträgers längsseits wenigstens einer
der Anschlagflächen angeordnet ist, so kann der Anschlagwulst in einer Endlage, in
welcher der Informationsträger maximal in Richtung auf die Anschlagfläche geschwenkt
ist, an der Anschlagfläche anliegen. Hierzu kann der Anschlagwulst wenigstens eine
Begrenzungsfläche aufweisen, die an die Anschlagfläche angepasst sein und insbesondere
parallel zu den Präsentationsflächen verlaufen und von diesen weg weisen kann. Mögliche
Beschädigungen des transparenten Abschnitts des Informationsträgers durch den Kontakt
mit der Anschlagfläche können so vermieden werden. Auch kann sich der Anschlagwulst
vom Begrenzungsabschnitt weg erstrecken und mit einer zu der nächstliegenden Präsentationsfläche
weisenden Innenseite versehen sein, welche an der Präsentationsfläche anliegen und
diese stützen kann.
[0031] Die zu den Präsentationsflächen weisenden Seitenwandabschnitte oder Innenseiten des
Klemmschlitzes können konturiert sein und insbesondere eine die Verbindung zwischen
Befestigungsabschnitt und Präsentationsfläche verstärkende Struktur aufweisen. Zum
Beispiel kann die Innenseite Haltenoppen oder -stege aufweisen, die sich in Richtung
auf die Präsentationsfläche wölben können, wodurch die Haltekraft, welche den Informationsträger
mit dem Befestigungsabschnitt verbindet, steigen kann.
[0032] Der Befestigungsabschnitt kann als ein separates Adapterstück ausgeformt sein, über
das der Informationsträger mit dem Haltesockel verbindbar ist. Hierdurch können beispielsweise
unterschiedliche Informationsträger über einen an den im Aufsteller angeordneten Andruckkolben
angepassten Befestigungsabschnitt mit dem Aufsteller verwendet werden. Der Wechsel
des Informationsträgers kann so einfacher sein, als wenn ein Informationsträger mit
festem Befestigungsabschnitt womöglich zusammen mit dem Andruckkolben gewechselt werden
muss. Der neu zu verwendende Informationsträger kann beispielsweise höher oder breiter
sein als der bisher verwendete Informationsträger, wobei auch der neue Informationsträger
mit dem separaten Befestigungsabschnitt durch den Haltesockel gehalten werden kann.
Der separate Befestigungsabschnitt kann einen Klemmschlitz für den Informationsträger
aufweisen, der sich insbesondere in Längsrichtung des Befestigungsabschnitts erstrecken
kann. Ein Ende des hier die Präsentationsflächen umfassenden Informationsträgers kann
in den Klemmschlitz eingepresst werden.
[0033] Der Informationsträger und der Befestigungsabschnitt können jedoch alternativ unlösbar
miteinander verbunden sein, so dass sie gemeinsam als eine Präsentationsbaugruppe
handhabbar sind. Hierzu können der Informationsträger und der Befestigungsabschnitt
aus einem Teil ausgeformt sein. Einfacher ist jedoch, die Fertigung der Präsentationsbaugruppe
aus separat ausgeformtem Informationsträger und Befestigungsabschnitt, da an diese
beiden Teile unterschiedliche Ansprüche gestellt werden, vor allem wenn der Informationsträger
wenigstens abschnittsweise transparent sein soll. Die optischen Eigenschaften des
Befestigungsabschnitts sind für dessen Funktion eher unwichtig. Daher braucht dieser
nicht transparent zu sein, sollte jedoch auch nach vielen Bewegungen innerhalb der
Aufnahme möglichst wenig verschleißen.
[0034] Diese beiden Teile können zum Beispiel über eine lösbare Schraub- oder Pressverbindung
oder über eine nicht lösbare Nietverbindung aneinander befestigt sein. Eine besonders
vorteilhafte, weil im Wesentlichen unsichtbare Verbindung zwischen dem Informationsträger
und dem Befestigungsabschnitt ist eine Klebverbindung. Neben dem ästhetischen Aspekt
ist eine gute Klebverbindung auch noch fester als eine Pressverbindung allein.
[0035] Zur Vereinfachung des Klebevorgangs kann wenigstens eine der Innenseiten des Befestigungsabschnitts
Verteilungsrillen für den in der Regel flüssigen Klebstoff aufweisen. Diese Verteilungsrillen
können sich im Wesentlichen in Längsrichtung erstrecken.
[0036] Ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung des Befestigungsabschnitts ist
das Extrusions- oder Strangpresspressverfahren. Mit diesen Verfahren lässt sich der
Befestigungsabschnitt als ein so genannter Endlosformkörper herstellen und beispielsweise
als Meterware weiterverarbeiten. Die Endlosformkörper können zur Fertigung der Präsentationsbaugruppe
auf Maß abgelängt werden. Spezielle Werkzeuge für unterschiedlich lange Befestigungsabschnitte
werden nicht benötigt.
[0037] Mit dem oben genannten Verfahren lassen sich preiswerte Befestigungsabschnitte vor
allem unter Verwendung von Kunststoffen und insbesondere von thermoplastischen Kunststoffen
herstellen. Befestigungsabschnitte aus Kunststoff können jedoch schnell verschleißen.
Daher kann es vorteilhaft sein, wenn die Befestigungsabschnitte aus einem härteren
Material gefertigt sind. Wegen ihrer im Allgemeinen geringen Sprödheit kommen hierfür
Metalle in Frage. Gerade Aluminium ist gut geeignet, da es leicht ist und einfach
spannend verarbeitet werden kann. Zur Massenfertigung des Befestigungsmittels kann
dieses auch als Strangpressteil aus Aluminium gefertigt sein.
[0038] Die vordere und die hintere Präsentationsfläche des Informationsträgers können dazu
neigen, sich voneinander weg zu spreizen, wenn der Informationsträger aus zu weichem
Material gefertigt ist. Hierdurch kann eine zwischen den Präsentationsflächen angeordnetes
Blatt womöglich unzureichend im Informationsträger fixiert sein und aus diesem heraus
fallen. Um dies zu vermeiden, kann der Befestigungsabschnitt einen Verschlussmechanismus
aufweisen, der die vordere und die hintere Präsentationsfläche gegeneinander drückt.
[0039] Die Oberfläche des Informationsträgers kann auch wiederholt beschriftbar ausgestaltet
sein.
[0040] Im Haltesockel kann wenigstens eine unverschlebliche Stützvorrichtung mit einer senkrecht
zur Federkraft ausgerichteten Auflageplatte angeordnet sein. Die Auflageplatte kann
so ausgeformt sein, dass ein von der Aufnahme wegweisendes Ende des Federelementes
sich an der Auflageplatte abstützen kann. Die Auflageplatte kann sich über die gesamte
Länge des Haltesockels in Längsrichtung und im Wesentlichen eben erstrecken, so dass
sie als Referenzebene für die Federelemente dienen kann. Werden nun mehrere in Klemmrichtung
wirkende Federelemente gleichmäßig in Längsrichtung des Haltesockels verteilt angeordnet
und weisen diese Federelemente im Wesentlichen gleiche Federkonstanten auf, so können
diese Federelemente über die gesamte Länge des Andruckkolbens jeweils die gleiche
Kraft erzeugen, wenn der Andruckkolben in Klemmrichtung ausgelenkt ist.
[0041] Das von der Aufnahme weg weisende Ende des Andruckkolbens kann die Auflageplatte
in einem Überlappungsbereich wenigstens teilweise hintergreifen. Dadurch kann die
Bewegung des Andruckkolbens in Klemmrichtung begrenzt sein, wenn ein den Überlappungsbereich
bildender Vorsprung des Andruckkolbens an der entgegen die Klemmrichtung weisende
Seite der Auflageplatte bei maximal in Klemmrichtung ausgelenktem Andruckkolben anliegt.
[0042] Ist der Andruckkolben auf die Stützvorrichtung gesteckt und hintergreifen die Enden
des Andruckkolbens die Auflageplatte, so können der Andruckkolben und die Stützvorrichtung
eine einstückig handhabbare Kolbenbaugruppe ausbilden, die leicht in den Haltesockel
einsetzbar ist.
[0043] Zur Montage der Kolbenbaugruppe können die Federelemente zwischen dem Andruckkolben
und der Auflageplatte angeordnet werden und über Halteelemente der Auflageplatte gegen
ungewolltes Verschieben oder Verkippen gesichert sein. Anschließend wird der Andruckkolben
entgegen der Federkraft der Federelemente in Richtung auf die Stützvorrichtung geschoben,
bis seine auf die Stützvorrichtung zu weisenden Enden die Auflageplatte hintergreifen
und mit dieser eine Rastverbindung ausformen.
[0044] Zur Montage im Haltesockel kann die Kolbenbaugruppe entgegen der Federkraft wenigstens
teilweise zusammengeschoben und in diesem Zustand in Längsrichtung in den Haltesockel
eingeschoben werden. Hierzu kann der Haltesockel wenigstens einseitig eine sich in
Längsrichtung erstreckende Öffnung aufweisen.
[0045] Im Haltesockel können weitere Anlageflächen vorgesehen sein, an denen der Andruckkolben
anliegen kann, wenn er maximal in oder entgegen der Klemmrichtung verschoben ist.
Insbesondere kann eine Anlagefläche in Klemmrichtung vor der Auflageplatte angeordnet
sein, wobei die Auflageplatte auf dieser fußen kann. Das in Klemmrichtung weisende
Ende des Andruckkolbens kann eine von der Halteöffnung weg gerichtet verlaufende Anstoßfläche
aufweisen, die an eine unverschieblich im Haltesockel angeordnete weitere Anlagefläche,
die nicht direkt an die Aufnahme angrenzt, stoßen kann, wenn der Befestigungsabschnitt
vollständig außerhalb der Aufnahme angeordnet ist.
[0046] Die Kolbenbaugruppe kann im in den Haltesockel eingesetzten Zustand wenigstens teilweise
entgegen der Federkraft zusammengedrückt sein und sich an der Anlage- und der Anstoßfläche
abstützen. Über diese beiden Flächen und die Federkraft kann die Lage der Kolbenbaugruppe
reibschlüssig im Haltesockel gegen ungewollte Bewegungen in Längsrichtung gesichert
sein.
[0047] Sowohl der Andruckkolben als auch die Stützvorrichtung können mit den gleichen Verfahren
und den gleichen Materialien gefertigt sein, die zur Herstellung des Befestigungsabschnitts
geeignet sind. Da der Andruckkolben und die Stützvorrichtung weniger verschleißgefährdet
sein können und beispielsweise nicht wie der Befestigungsabschnitt an Rastelementen
anliegend bewegt werden, ist in vielen Fällen eine Ausgestaltung wenigstens der Stützvorrichtung
als ein Endlosformkörper aus Kunststoff ausreichend.
[0048] In Richtung der Federkraft weisende und als Führungsstifte ausgeformte Halteelemente,
an denen die Federelemente ausgerichtet werden können, können miteinander in Längsrichtung
fluchten und auf der Auflageplatte fußen. Die Führungsstifte können zusammen mit der
Stützvorrichtung extrudiert werden. Nach dem Extrusions- oder Strangpressvorgang müssen
noch die Zwischenräume zwischen den Führungsstiften vom Material befreit werden. Hierzu
können die Zwischenräume zum Beispiel ausgestanzt oder ausgeschnitten werden. Auf
die verbleibenden Führungsstifte können beispielsweise spiralfederförmige Federelemente
aufgesetzt werden.
[0049] Auch der Andruckkolben und die Stützvorrichtung können als Endlosformkörper ausgeformt
und in einem weiteren Fertigungsschritt auf Maß abgelängt werden. Alternativ zu den
oben beschriebenen Strangpress- oder Extrusionsverfahren können wenigstens die Kunststoffteile
des Aufstellers auch mit Hilfe eines Spritzgussverfahrens gefertigt werden. Die für
dieses Verfahren benötigten Spritzgussformen sind jedoch teuer und können nicht ohne
weiteres zur Herstellung von Kunststoffteilen mit unterschiedlichen Längen verwendet
werden.
[0050] Der Informationsträger kann durch die Halteöffnung aus der Aufnahme des Haltesockels
entfernbar und wieder in die Aufnahme einsetzbar ausgestaltet sein. Zur Entnahme des
Informationsträgers aus dem Haltesockel kann es vorteilhaft sein, wenn eine sich quer
zur Höhenrichtung erstreckende Längsseite der Halteöffnung die andere Längsseite überragt
Beispielsweise kann wenigstens eine der Längsseiten durch die am Andruckkolben vorgesehene
Haltelippe ausgebildet sein. Die Aufnahme kann ansonsten im Wesentlichen symmetrisch
ausgebildet sein. Nun kann der Informationsträger in Richtung auf die höhere der beiden
Seiten geschwenkt werden, bis er in einer bestimmten maximal ausgelenkten Schwenkposition
zumindest abschnittsweise an ihr anliegt. Wird der Informationsträger weiter in der
gleichen Richtung verkippt, schwenkt er um eine im Bereich der Kontaktfläche zwischen
Informationsträger und der einen Seite der Aufnahme gelegen Schwenkachse und kann
aus der Aufnahme herausgehebelt werden.
[0051] Besonders vorteilhaft ist, wenn die überragte Seite am beweglichen Andruckkolben
vorgesehen ist, der sich durch das Heraushebeln des Informationsträgers entgegen der
Federkraft verschieben und den Befestigungsabschnitt freigeben kann. Der Befestigungsabschnitt
kann also über die niedrigere Seite gleiten und so gegebenenfalls mit Unterstützung
durch die vom Federelement erzeugte Federkraft aus der Aufnahme gestoßen werden, sobald
die maximale Auslenkung des Andruckkolbens beim Heraushebeln des Informationsträgers
überschritten ist
[0052] Der Aufsteller kann modular aufgebaut sein und ein Gehäuse umfassen, in das der Haltesockel
einsetzbar sein kann. Das Gehäuse kann zum Beispiel als ein Hohlzylinder ausgebildet
sein, in den der Haltesockel einschiebbar sein kann und in den der Haltesockel form-
oder kraftschlüssig gegen ungewollte Bewegungen gesichert sein kann. Das Gehäuse kann
eine die Halteöffnung in Höhenrichtung überspannende Durchtrittsöffnung aufweisen,
durch die der Befestigungsabschnitt in die Aufnahme einsteckbar sein kann. Dieser
modulare Aufbau hat den Vorteil, dass verschiedene Gehäuse bzw. Gehäuseschalen mit
einem Informationsträger und einem Haltesockel verwendet werden können. Die Gehäuse
bzw. Gehäuseschalen können mechanisch anders ausgeformt sein, so dass der Aufsteller
zum Beispiel auf einem Tisch aufgestellt werden oder alternativ an einer Wand aufgehängt
werden kann. Auch können die Gehäuseschalen unterschiedliche Farbgebungen oder sonstige
Designmerkmale aufweisen.
[0053] Ist der Haltesockel aus Kunststoff und womöglich mittels eines Strangpressverfahrens
als Meterware ausgeformt und auf Maß abgelängt, kann das Gehäuse zur Abstützung des
Haltesockels und gegen die in ihm wirkenden Federkräfte benötigt werden.
[0054] Ist der Kunststoff des Haftesockels jedoch stabil genug, kann auf das Gehäuse verzichtet
werden. Sollten die Federkräfte jedoch zu groß sein oder nur das Material für das
Gehäuse eingespart werden, kann der Haltesockel, wie schon der Befestigungsabschnitt,
aus einem Metall und insbesondere aus Aluminium und auch mittels eines Strangpressverfahrens
gefertigt sein.
[0055] Alternativ kann der Aufsteller so ausgestaltet sein, dass die Federkräfte nicht zu
einer Verformung des Haltesockels führen. Insbesondere kann der Andruckkolben über
Kraftumlenkflächen mit dem Haltesockel verbunden sein, über welche die Federkraft
auf den Haltsockel übertragbar ist, ohne dass sich der Haltesockel nennenswert verformt.
Zum Beispiel kann die Federkraft so aufgespalten und umgelenkt werden, dass sie den
Haltesockel in seiner ursprünglichen Form hält oder dass die resultierenden und auf
den Haltesockel einwirkenden Kräfte, die diesen zu verformen suchen, sich gegenseitig
aufheben.
[0056] Insbesondere kann der Aufsteller als ein Bausatz ausgebildet sein. Der Bausatz kann
beispielsweise wenigstens zwei unterschiedlich ausgeformte und gegeneinander austauschbare
Andruckkolben bzw. Kolbenbaugruppen umfassen.
[0057] Des Weiteren kann der Bausatz zumindest zwei unterschiedliche Informationsträger,
mindestens zwei als separate Adapterstücke ausgebildete Befestigungsabschnitte oder
auch mehrere Federelemente mit unterschiedlichen Federkonstanten umfassen. Je ein
Befestigungsabschnitt kann zur Halterung eines der Informationsträger angepasst sein
und mit einem der Andruckkolben oder einer der Kolbenbaugruppen ein Festklemmpaar
bilden, wobei der Befestigungsabschnitt und der Andruckkolben zumindest abschnittsweise
zueinander komplementär ausgeformt sein können.
[0058] Einfacher handzuhaben sind jedoch unterschiedliche und zum Beispiel an verschiedene
Papierformate angepasste Präsentationsbaugruppen, die abwechselnd oder womöglich sogar
zusammen mit dem Aufsteller verwendet werden können, Zum Beispiel können die Präsentationsbaugruppen
in Längsrichtung hintereinander angeordnet durch die Aufnahme gehalten sein. Alternativ
kann der Aufsteller auch mehrere sich in Längsrichtung erstreckende und quer zur Längsrichtung
voreinander angeordnete Aufnahmen ausweisen, in die jeweils eine Präsentationsbaugruppe
eingesteckt sein kann. Die Aufnahmen können in unterschiedlichen Abständen zu einer
Stellfläche für den Aufsteller und zueinander versetzt angeordnet sein, so dass sich
der Andruckkolben einer der Aufnahmen mit einer benachbarten Aufnahme wenigstens abschnittsweise
überlappen kann. Insbesondere können dem Anwender mehrere und unterschiedlich ausgestaltete
Präsentationsbaugruppen zum Austausch zur Verfügung stehen.
[0059] Mit einem solchen Bausatz kann der Aufsteller für unterschiedlich formatierte Informationen,
die zum Beispiel vom Format DIN A4 abweichen und womöglich größer oder auch nur länger
sind, adaptiert werden und diese sicher halten.
[0060] Zur Montage des Aufstellers kann ein Bausatz vorteilhaft sein, der einen Haltesockel,
eine Kolbenbaugruppe und eine Präsentationsbaugruppe umfasst. Diese können einfach
und womöglich sogar ohne Hilfsmittel oder Werkzeuge zusammengesetzt werden. Nach der
Montage dieser Teile können Abschlusskappen auf die in Längsrichtung weisenden Enden
des Haltesockels aufgesetzt werden. Diese Abschlusskappen können beispielsweise formschlüssig
am Haltesockel gehalten sein. Alternativ kann der Haltesockel auch wenigstens eine
Aufnahme für eine Schraube umfassen, wobei die Schraube durch zumindest eine der Abschlusskappert
hindurch in die Aufnahme eingeschraubt werden kann.
[0061] Die Aufnahme für die Schraube kann als ein sich in Längsrichtung erstreckender und
hohlzylindrisch ausgeformter Schraubdom ausgebildet sein. Der Schraubdom kann parallel
zur Längsrichtung geschlitzt sein und quer zur Längsrichtung einen klauenförmigen
Querschnitt aufweisen. Ist auch der Schraubdom mittels eines Extrusionsverfahrens
hergestellt, kann ein Gegengewinde für die Schraube in ihn geschnitten sein. Alternativ
kann die Schraube dieses Gegengewinde in den womöglich aus Kunststoff hergestellten
Schraubdom schneidend ausgestaltet sein. Auch kann der Schraubdom in die Aufnahme
für die Schraube eingeklebt oder mit dieser verspritzt sein, wenn der Schraubdom zum
Beispiel aus Metall gefertigt ist.
[0062] Die Abschlusskappen können auch mit dem Haltesockel verklebt werden, wobei hier jedoch
eine im Wesentlichen unlösbare Verbindung zwischen Abschlusskappen und Haltesockel
entsteht und zumindest die Kolbenbaugruppe nicht mehr ohne weiteres ausgetauscht werden
kann.
[0063] Im Folgenden wird die Erfindung beispielhaft anhand von Ausführungsformen mit Bezug
auf die Zeichnungen erläutert. Die unterschiedlichen Merkmale der Ausführungsform
können dabei unabhängig voneinander kombiniert werden, wie es bei den einzelnen vorteilhaften
Ausgestaltungen bereits dargelegt wurde.
Es zeigen:
[0064]
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Aufstellers;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei
dem ein Informationsträger noch nicht in einen Sockel eingesteckt ist;
- Fig. 3
- eine Vergrößerung eines Details des Ausführungsbeispiels der Fig. 2;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung,
bei dem der Informationsträger in den Sockel des Aufstellers eingesteckt gezeigt ist;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung,
bei dem der Informationsträger verkippt ist;
- Fig. 6
- eine Vergrößerung eines Details des in der Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiels;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Rückansicht des Aufstellers:
- Fig. 9
- eine Vergrößerung eines Details des Ausführungsbeispiels der Fig. 8.
[0065] Zunächst sind Aufbau und Funktion eines Aufstellers 1 mit Bezug auf das Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 beschrieben. Der Aufsteller 1 ist in einer perspektivischen Ansicht mit
einem Sockel 2 und einem Informationsträger 3 gezeigt. Der Sockel 2 umfasst ein zylindrisches
Gehäuse 4, an dessen Stirnflächen Abschlusskappen 5, 5' vorgesehen sind. Im hier gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Abschlusskappen 5, 5' auf die Gehäuseenden aufgeschoben.
Der Informationsträger 3 umfasst eine hintere und eine vordere Präsentationsfläche
6, 7, die parallel zueinander angeordnet und über ein Joch 8 miteinander verbunden
sind. Die Präsentationsflächen 6, 7 können beispielsweise mit einem Filzstift mit
auszustellenden Informationen beschriftet werden. Alternativ kann wenigstens die vordere
Präsentationsfläche 6 aus einem transparenten Material gefertigt sein. Ein mit den
auszustellenden Informationen beschriftetes Blatt kann durch die vordere Präsentationsfläche
7 sichtbar zwischen der hinteren und der vorderen Präsentationsfläche 6, 7 angeordnet
werden. Das dem Joch 8 gegenüberliegende Ende 9 des Informationsträgers 3 reicht bis
in den Sockel 2.
[0066] Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei für Elemente, die in Funktion
und Aufbau den Elementen des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 entsprechen, dieselben
Bezugszeichen verwendet werden. Der Kürze halber wird lediglich auf die Unterschiede
zum Ausführungsbeispiel der Fig. 1 eingegangen.
[0067] Fig. 2 zeigt den Aufsteller 1 in einer Seitenansicht; die Abschlusskappe 5 ist nicht
dargestellt. Das dem Joch 8 gegenüberliegende Ende 9 des Informationsträgers 3 ist
entgegen einer Höhenrichtung K des Informationsträgers 3 vom Sockel 2 beabstandet
dargestellt und mit einem Befestigungsabschnitt 10 versehen. Der Befestigungsabschnitt
10 ist zylindrisch und sich parallel zu einer im Wesentlichen senkrecht zur Höhenrichtung
K verlaufenden und aus der Zeichenebene heraus weisenden Längsrichtung L erstreckend
ausgestaltet, weist einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf und ist mit
einem im Wesentlichen in Längsrichtung L und Höhenrichtung K verlaufenden Klemmschlitz
11 ausgeformt, der entgegen der Höhenrichtung K offen ist. Dessen parallel zur Höhenrichtung
K verlaufende Innenflächen 11', 11" sind uneben und insbesondere in Längsrichtung
L gerippt, wodurch das Ende 9 des Informationsträgers 3 sicher kraftschlüssig im Klemmschlitz
11 befestigbar ist. Durch die gerippte Struktur der Innenflächen 11', 11" können sich
insbesondere flüssige Klebstoffe gut über die Innenflächen 11', 11" verteilen, falls
der Informationsträger 3 und der Befestigungsabschnitt 10 miteinander verklebt sein
sollten.
[0068] Der Befestigungsabschnitt 10 ist mit zwei Anschlagwülsten 12, 12' ausgeformt, die
sich beidseitig des Klemmschlitzes 11 in Längsrichtung L erstrecken und den Klemmschlitz
11 verlängern. Die Anschlagwülste 12, 12' weisen jeweils eine Begrenzungsfläche 13,
13' auf, die sich im Wesentlichen parallel zur Höhenrichtung K erstrecken und vom
Klemmschlitz 11 weg weisen. In Höhenrichtung K hinter den Begrenzungsflächen 13, 13'
ist der Befestigungsabschnitt 10 beidseitig mit sich in Längsrichtung L erstreckenden
Raststrukturen 14, 14' ausgestaltet, die jeweils wenigstens eine Rastrille 15, 15'
und insbesondere wie hier dargestellt mit jeweils drei Rastrillen 15, 15' ausgestaltet
sind.
[0069] Der hier symmetrisch um den Klemmschlitz 11 dargestellte Befestigungsabschnitt 10
kann alternativ auch unsymmetrisch ausgebildet sein und insbesondere nur an einer
Seite mit einem der Anschlagwülste 12, 12' bzw. Rastbereiche 14, 14' ausgeformt sein.
[0070] Der Sockel 2 des Aufstellers 1 ist mit der Abschlusskappe 5 dargestellt, die auf
einem Haltesockel 16 aufgesteckt ist. Die hier dargestellte Abschlusskappe 5 oder
alternativ auch die nicht gezeigte Abschlusskappe 5' kann sich in Längsrichtung über
bis zu der gesamten Länge des Haltesockels 16 erstrecken und ein Gehäuse 17 ausbilden,
das durch die andere Abschlusskappe 5, 5' abgeschlossen werden kann. Ist eine der
Abschlusskappen 5, 5' als Gehäuse 17 ausgestaltet, kann das Gehäuse 17 eine senkrecht
zur Höhenrichtung K verlaufende untere Wandung 18 aufweisen, die eine Anordnung des
Aufstellers 1 auf ebenen Flächen ermöglicht. Insbesondere kann die untere Wandung
18 als Stellfläche ausgebildet sein, so dass der Aufsteller 1 auf im Wesentlichen
horizontalen Flächen, beispielsweise auf einem Tisch, aufgestellt werden kann. An
der unteren Wandung 18 sind in deren Eckbereichen Gumminoppen 19, 19' befestigt, die
ein ungewolltes Verschieben des Aufstellers 1 verhindern. Alternativ kann der Aufsteller
1 über in den Abschlusskappen 5, 5' oder in der unteren Wandung 18 vorgesehene Halteelemente
auch an senkrechten Flächen aufhängbar und zum Beispiel an diesen anschraubbar sein.
[0071] An den senkrecht zur Längsrichtung L und zur Höhenrichtung K gelegenen Enden der
unteren Wandung 18 der Abschlusskappe 5 weist die Abschlusskappe 5 eine vordere Wandung
20 bzw. eine hintere Wandung 21 auf, wobei die vordere und die hintere Wandung 20,
21 entlang der Längsrichtung L verlaufen und sich im Wesentlichen entgegen der Höhenrichtung
K erstrecken. Die entgegen der Höhenrichtung K gelegenen Enden der vorderen und der
hinteren Wandung 20, 21 sind Ober eine obere Wandung 22 miteinander verbunden. Die
obere Wandung 22 wölbt sich entgegen der Höhenrichtung K, wobei deren Krümmung von
der vorderen Wandung 20 in Richtung auf die hintere Wandung 21 zunimmt. In einem Hochpunktbereich,
in dem die obere Wandung 22 maximal von der unteren Wandung 18 beabstandet ist, weist
die obere Wandung 22 eine Durchtrittsöffnung 23 auf. Die Durchtrittsöffnung 23 ist
so bemessen, dass der Befestigungsabschnitt 10 durch sie hindurch ins Innere des Aufstellers
1 einführbar ist. Insbesondere bildet die Durchtrittsöffnung 23 einen sich in Längsrichtung
L erstreckenden Schlitz.
[0072] Gegenüber der Durchtrittsöffnung 23 ist an der Innenseite 24 der unteren Wandung
18 eine im Wesentlichen T-förmige Fixierschiene 25 vorgesehen und unverschieblich
mit der unteren Wandung 18 verbunden. Die Fixierschiene 25 ist über einen Verbindungskeil
25' mit der Innenseite 24 der unteren Wandung 18 verbunden und um einen Keilwinkel
W zur unteren Wandung 18 bzw. zu einer senkrecht zur Höhenrichtung K und zur Längsrichtung
L verlaufenden Richtung H verkippt. Der Keilwinkel W ist ein spitzer Winkel und insbesondere
kleiner als 45° bzw. kleiner als 20° oder auch kleiner als 10°. Die nicht dargestellte
Abschlusskappe 5' ist um eine quer zur Längsrichtung L verlaufende Ebene spiegelsymmetrisch
zur Abschlusskappe 5 ausgebildet.
[0073] Anstelle der Verbindung über die Fixierschiene 25 kann der Haltesockel 16 auch wenigstens
eine sich beispielsweise in Längsrichtung erstreckende Aufnahme für Schrauben aufweisen.
Wenigstens eine der Schrauben kann durch eine der Abschlusskappen 5, 5' in die Aufnahme
eingeschraubt sein und somit eine lösbare Verbindung zwischen Abschlusskappe 5, 5'
und Haltesockel 16 ausbilden. Die Aufnahme für die Schraube kann beispielsweise einfach
auch mittels Strangpress gemeinsam mit dem Haltesockel 16 hergestellt sein und als
eine sich in Längsrichtung erstreckende Halteklaue ausgebildet sein. Die Halteklaue
kann als ein sich in Längsrichtung L erstreckender zylindrischer Körper ausgebildet
sein, wobei die Grundfläche des zylindrischen Körpers einem Teilkreis entsprechen
kann, der sich über mehr als eine 180° und insbesondere über mehr als 270° erstrecken
kann.
[0074] Der Haltesockel 16 ist womöglich wechselbar mit dem Gehäuse 17 oder mit den Abschlusskappen
5, 5' verbunden, so dass der Aufsteller mit unterschiedlichen Gehäusen 17/Abschlusskappen
5, 5', die beispielsweise eine andere Farbgebung oder äußere Form aufweisen können,
verwendet werden kann.
[0075] Der Haltesockel 16 ist im Wesentlichen klauenförmig und insbesondere komplementär
zu der vorderen, der hinteren und der oberen Wandung 20, 21, 22 ausgebildet. Er weist
einen vorderen und einen hinteren Andruckschenkel 26, 27 auf, die sich entlang der
Längsrichtung L erstrecken und im Wesentlichen in Höhenrichtung K in Aufnahmemulden
28, 29, die in der unteren Wandung 18 vorgesehen sind, enden und die Andruckschenkel
26, 27 in Längsrichtung L führen. Die Andruckschenkel 26, 27 verlaufen im Wesentlichen
parallel zu der vorderen und der hinteren Wandung 20, 21 des Gehäuses 16, an denen
sie anliegen. An den entgegen der Höhenrichtung K weisenden Enden der vorderen und
hinteren Andruckschenkel 26 und 27 knickt der Haltesockel 17 ab und erstreckt sich
in aufeinander zu gewölbten vorderen und hinteren Teilschalen 30, 31, die an der Innenseite
der oberen Wandung 22 anliegen. Die vordere und die hintere Teilschale 30, 31 enden
im Bereich der in der oberen Wandung 22 vorgesehenen Durchtrittsöffnung 23.
[0076] Die untere Wandung 18, die vordere und die hintere Wandung 20, 21 sowie die obere
Wandung 22 bilden die Mantelflächen des zylindrisch ausgeformten Gehäuses 16 beziehungsweise
der becherförmigen Abschlusskappe 5. Die vordere und die hintere Teilschale 30, 31
sind über eine Haltevorrichtung 32 miteinander verbunden, die im Folgenden näher beschrieben
ist
[0077] Fig. 3 zeigt vergrößert die Haltevorrichtung 32 des Ausführungsbeispiels der Fig.
2, wobei für Elemente, die in Funktion und Aufbau den Elementen des Ausführungsbeispiels
der Fig. 2 entsprechen, dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0078] Die Haltevorrichtung 32 umfasst eine Verbindungsplatte 33, eine die Verbindungsplatte
33 mit der hinteren Teilschale 30 verbindende Stützplatte 34 und einen zwischen der
Verbindungsplatte 33 und der hinteren Teilschale 27 diese miteinander verbindend angeordneten
Halteabschnitt 35. Die Verbindungsplatte 33 verläuft im Wesentlichen parallel zu einer
um den Keilwinkel W zur Richtung H verkippten Klemmrichtung D und ist an ihren in
Klemmrichtung D gelegenen Ende mit zwei im Wesentlichen L-förmigen Fixierschienen
36, 36' ausgebildet. Die von der Verbindungsplatte 33 im Wesentlichen in Höhenrichtung
K weg weisenden Enden 37, 37' der L-förmigen Fixierschienen 36, 36' verlaufen im Wesentlichen
parallel zur Klemmrichtung D aufeinander zu und hintergreifen einen sich in Längsrichtung
L und in Klemmrichtung D erstreckenden Querbalken 38 der T-förmigen Fixierschiene
25. Die L-förmigen Fixierschienen 36, 36' können auch als Fixierwinkel oder Fixiergreifer
bezeichnet werden.
[0079] Die formschlüssige Verbindung der L-förmigen und der T-förmigen Fixierschienen 36,
36', 25 bestimmen die Position des Haltesockels 16 im Gehäuse 17 bzw. zu den Abschlusskappen
5, 5' und schützen den Haltesockel 16 insbesondere in Längsrichtung L durch Reibschluss
vor ungewollten Bewegungen.
[0080] Das entgegen der Klemmrichtung D weisende Ende der Verbindungsplatte 33 ist über
die Stützplatte 34 mit der vorderen Teilschale 30 verbunden gezeigt In Klemmrichtung
D hinter der Stützplatte 34 ist eine Stützvorrichtung 39 angeordnet, die auf der in
Klemmrichtung D weisenden Seite 40 der Stützpatte 34 fußt. Die Stützplatte 34ist entgegen
der Richtung H beabstandet von der Durchtrittsöffnung 24 und trifft auf die hintere
Teilschale 30, wobei sich die Stützplatte 34 im Wesentlichen senkrecht zur Klemmrichtung
D erstreckt.
[0081] Von der Stützplatte 34 in Klemmrichtung D beabstandet, umfasst die Stützvorrichtung
39 eine im Wesentlichen senkrecht zur Klemmrichtung D ausgerichtete Auflageplatte
41, die über zwei sich in Klemmrichtung D erstreckende Stützschienen 42, 42' mit der
Stützplatte 34 verbunden ist. Die in und entgegen der Höhenrichtung K gelegenen und
sich in Längsrichtung L erstreckenden Ränder 43, 43' der Auflageplatte 41 sind entgegen
der Klemmrichtung D geneigt und somit im Wesentlichen widerhakenförmig ausgebildet
[0082] Die Verbindungsplatte 33, die Stützplatte 34, die Auflageplatte 41 und die Stützschienen
42, 42' erstrecken sich in Längsrichtung L im Wesentlichen Ober die gesamte Länge
des Haltesockels 16.
[0083] Die Auflageplatte 41 weist wenigstens einen Führungsstift 44 auf, der sich in Klemmrichtung
D erstreckt und quer zur Klemmrichtung D im Wesentlichen mittig auf der Auflageplatte
41 fußt
[0084] Der sich im Wesentlichen quer zur Klemmrichtung D erstreckende Schenkel 45 der in
Richtung H hinteren L-förmigen Fixierschiene 36' überragt die Verbindungsplatte 33
in Richtung auf die Durchtrittsöffnung 23 des Gehäuses 17 und verbindet die Verbindungsplatte
33 mit dem Halteabschnitt 35. Das in Richtung auf die Durchtrittsöffnung 23 weisende
Ende des Schenkels 45 bildet dabei einen Abstandsnippel 46 aus, der einen Begrenzungsbogen
47 überragt. Der Begrenzungsbogen 47 verbindet den Schenkel 45 mit der hinteren Tellschale
31 und ist mit einem im Wesentlichen konstanten Krümmungsradius vom Abstandsnippel
46 ausgehend linksgekrümmt dargestellt.
[0085] Das von dem Abstandsnippel 46 wegweisende Ende des Begrenzungsbogens 47 weist eine
vorspringende erste Haltelippe 48 auf, die eine im Wesentlichen auf die Stützplatte
41 weisende und sich in Längsrichtung L erstreckende Rastkante 49 ausbildet. In Höhenrichtung
K vor der Rastkante 49 weist die erste Haltelippe 48 eine in Richtung H verkippte
und sich in Längsrichtung L erstreckende erste Anschlagfläche 48' auf.
[0086] In die Haltevorrichtung 32 ist ein Andruckkolben 50 eingesetzt, der zusammen mit
dem Begrenzungsbogen 47 eine Aufnahme 51 ausbildet, in die der Befestigungsabschnitt
10 wenigstens abschnittsweise einsteckbar ist. Der Andruckkolben 50 erstreckt sich
in Längsrichtung L und weist einen entgegen der Klemmrichtung D weisenden Rastbereich
52, einen in Klemmrichtung D weisenden Andruckabschnitt 53 und einen den Rastbereich
52 mit dem Andruckabschnitt 53 verbindenden Führungsabschnitt 54 auf.
[0087] Der Führungsabschnitt 54 weist zwei Führungsplatten 55, 55' auf, die parallel zur
Klemmrichtung D verlaufen und sich entlang der Längsrichtung L im Wesentlichen über
die gesamte Länge des Haltesockels 16 erstrecken. Sie sind senkrecht zur Klemmrichtung
D vor bzw. hinter dem Führungsstift 44 angeordnet und formen einen in Längsrichtung
L verlaufenden Führungskanal aus, in den der Führungsstift 44 parallel zu den Führungsplatten
55, 55' ragt. Der Führungsstift 44 ist im Wesentlichen mittig zwischen den Führungsplatten
55, 55' angeordnet. Die zum Führungsstift 44 weisenden Innenseiten 56, 56' der Führungsplatten
55, 55' sind im Wesentlichen eben und sich in Klemmrichtung D erstreckend ausgeformt
und führen wenigstens ein in den Andruckkolben 50 eingesetztes Federelement 57, das
so an Kippbewegungen in oder entgegen der Höhenrichtung K gesichert ist. Der wenigstens
eine Führungsstift 44 sichert das Federelement 57 gegen Kippbewegungen in Längsrichtung
L.
[0088] Insbesondere kann das Federelement 57 als eine auf den Führungsstift 44 aufgesteckte
Spiralfeder ausgebildet sein. Das entgegen der Klemmrichtung D weisende Ende des Federelementes
57 stützt sich auf der Auflageplatte 42 ab. Im Bereich der Auflageplatte 42 erweitert
sich der Andruckkolben 50, so dass der Innendurchmesser des Rastbereichs 52 wenigstens
dem senkrecht zur Klemmrichtung D verlaufenden Außendurchmesser der Auflageplatte
41 entspricht.
[0089] Das entgegen der Klemmrichtung D weisende Ende des Rastbereichs 52 ist mit ins Innere
des Andruckkolbens 50 vorspringenden und womöglich wenigstens teilweise in Klemmrichtung
D weisenden Rasthaken 58, 58' versehen. Der Rastbereich 42 kann entgegen der Klemmrichtung
D über die Auflageplatte 42 hinweg geschoben werden, wobei er sich aufgrund von an
der Auflageplatte 42 und womöglich auch an den Rasthaken 58, 58' vorgesehenen Gleitebenen
aufweitet. Ist der Andruckkolben 50 um einen vorgegebenen Betrag über die Andruckfläche
42 entgegen der Klemmrichtung D geschoben, können die Rasthaken 58, 58' in bzw. entgegen
der Höhenrichtung K zurückschnappen und überlappen in einem Überlappungsbereich U,
U' zumindest die Ränder 43, 43' der Auflageplatte 41. Zumindest durch diesen Überlappungsbereich
U, U' ist eine Bewegung des Andruckkolbens 50 in Klemmrichtung D begrenzt.
[0090] Wird der Andruckkolben 50 entgegen der Klemmrichtung D bewegt, so kann das entgegen
der Klemmrichtung D weisende Ende des Rastbereichs 52 womöglich gegen die in Druckrichtung
D weisende Seite der Stützplatte 34 stoßen, wodurch eine Bewegung des Andruckkolbens
50 entgegen der Klemmrichtung D beschränkt sein kann.
[0091] Der Andruckkolben 50 kann, wenn er mit der Stützvorrichtung 39 verrastet und über
wenigstens ein Federelement 57 vorgespannt ist mit diesen Teilen eine einstückig handhabbare
Kolbengruppe A ausbilden.
[0092] Entgegen die Klemmrichtung D weisend, umfasst der Andruckabschnitt 53 zwei Anlageschienen
59, 59' für das in Klemmrichtung D weisende Ende des Federelementes 57, das sich an
den Anlageschienen 59, 59' abstützt und so eine vom Federelement 57 aufgebrachte und
in Klemmrichtung D weisende Federkraft F auf den Andruckkolben 50 übertragen kann.
Die zum Begrenzungsbogen 47 gewandte Seite des Andruckabschnitts 53 ist im Wesentlichen
splegelsymmetrisch zum Begrenzungsbogen 47 ausgeformt, verläuft vom Abstandsnippel
46 ausgehend rechtsgekrümmt und begrenzt zusammen mit dem Begrenzungsbogen 47 die
nunmehr bikonvex ausgestaltete Aufnahme 51. Die in die Aufnahme 51 weisende Seite
des Andruckabschnitts 53 umfasst eine zweite vorspringende Haltelippe 60, an die sich
in Höhenrichtung K eine gekrümmte Andruckfläche 61 anschließt. Weiter in Höhenrichtung
K hinter der Andruckfläche 61 weist der Andruckkolben 50 einen in die Aufnahme 51
weisenden, aber in Bezug auf die Andruckfläche 61 zurückspringenden, zweiten Begrenzungsbogen
62 auf. In Höhenrichtung K vor der Andruckfläche 61 weist die zweite Haltelippe 60
eine sich von der Aufnahme 51 weg erstreckende und entgegen der Klemmrichtung D geneigte
zweite Anschlagfläche 60' auf.
[0093] Die Aufnahme 51 ist im Wesentlichen konvex ausgestaltet, wobei sie entgegen der Höhenrichtung
K eine von den Haltelippen 48 und 60 gebildete, mit einer gestrichelten Linie angedeutete
Halteöffnung 63 ausbildet und sich in Höhenrichtung K hinter der Halteöffnung 63 erweitert.
Ist in der Aufnahme 51 kein Befestigungsabschnitt 10 angeordnet, kann das wenigstens
eine Federelement 57 entgegen der Klemmrichtung D wenigstens teilweise durch den Andruckkolben
50 gestaucht sein. Das in Klemmrichtung D weisende Ende des Andruckkolbens 50 liegt
wenigstens abschnittsweise am Schenkel 45 der Fixierschiene 36' an und wird mit der
Federkraft F gegen diesen gedruckt. Die Rasthaken 58, 58' des Andruckkolbens 50 sind
entgegen der Klemmrichtung D von der Auflageplatte 41 beabstandet.
[0094] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei für Elemente, die in Funktion
und Aufbau den Elementen der Ausführungsbeispiele der bisherigen Figuren entsprechen,
dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Der Kürze halber wird lediglich auf die
Unterschiede zu den Ausführungsbeispielen der bisherigen Figuren eingegangen.
[0095] In der Fig. 4 ist der Aufsteller 1 wieder in einer Seitenansicht und ohne die Abschlusskappe
5 dargestellt, wobei der Befestigungsabschnitt 10 des Informationsträgers 3 in Höhenrichtung
K durch die Durchtrittsöffnung 23 in die im Haltesockel 16 angeordnete Aufnahme 51
eingesetzt gezeigt ist. Der Andruckkolben 50 ist entgegen der Klemmrichtung D verschoben,
wobei er das Federelement 57 entgegen der durch das Federelement 57 erzeugten und
parallel zur Klemmrichtung D wirkenden Federkraft F zusammendrückt. Die Rasthaken
58, 58' des Andruckkolbens 50 sind entgegen der Klemmrichtung D von der Auflageplatte
41 beabstandet gezeigt.
[0096] Der Befestigungsabschnitt 10 ist mit der Federkraft F zwischen dem Andruckkolben
50 und dem Begrenzungsbogen 47 eingeklemmt. Die Begrenzungsfläche 13' des Anschlagwulstes
12' liegt an der ersten Anschlagfläche 48' an. Der Informationsträger 3 ist parallel
zur Höhenrichtung K ausgerichtet und kann aufgrund des Kontaktes der Begrenzungsfläche
13' mit der ersten Anschlagfläche 48' nicht in Richtung auf die Rastkante 49 geschwenkt
werden. Der Befestigungsabschnitt 10 liegt an der Andruckfläche 61, dem Abstandsnippel
46 und der Rastkante 49 an. Die Andruckfläche 61, Abstandsnippel 46 und die Rastkante
49 erstrecken sich in Längsrichtung L und bieten eine Auflage für den Befestigungsabschnitt
10, die einer Dreipunkt- bzw. einer Dreilinienauflage entspricht.
[0097] Fig. 5 zeigt das Ausführungsbeispiel der Fig. 4, wobei der Informationsträger 3 um
eine parallel zur Längsrichtung L durch eine Zentralachse des einen im Wesentlichen
kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Befestigungsabschnitt 10 verlaufende Schwenkachse
S verkippt durch die Aufnahme 51 gehalten ist. Für Elemente, die in Funktion und Aufbau
den Elementen der Ausführungsbeispiele der bisherigen Figuren entsprechen, werden
dieselben Bezugszeichen verwendet. Der Kürze halber wird lediglich auf die Unterschiede
zum Ausführungsbeispiel der Fig. 4 eingegangen.
[0098] Der Informationsträger 3 bildet mit der Aufnahme 51 und dem Befestigungselement 10
ein Kipplager B und ist hier um die aus der Zeichenebene heraus weisende Schwenkachse
S in Richtung auf die vordere Wandung 20 verkippt. Die Begrenzungsfläche 13' des Anschlagwulstes
12' folgt der Kippbewegung des Informationsträgers 3 in Richtung auf die vordere Wandung
20 und ist dementsprechend entgegen der Richtung H beabstandet von der ersten Anschlagfläche
48' dargestellt. Die Rastkante 49 greift in eine der Rastrillen 15' ein, wodurch eine
formschlüssige Verbindung zwischen der Rastkante 49 und der Rastrille 15' entsteht,
durch welche die aktuelle Kippposition des Informationsträgers 3 fixiert ist
[0099] Die Auslenkung des Andruckkolbens 50 ist im Vergleich zum Ausführungsbeispiel der
Fig. 4 im Wesentlichen unverändert, da sowohl der Befestigungsabschnitt 10 als auch
die Aufnahme 51 mit einem im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt ausgeformt sind
und miteinander fluchtende Zentralachsen aufweisen. Die Zentralachsen fallen mit der
Schwenkachse S zusammen.
[0100] Ist jedoch wenigstens der Befestigungsabschnitt 10 mit einem im Wesentlichen unrunden
Querschnitt bzw. einem ovalen Querschnitt ausgebildet, wobei der Befestigungsabschnitt
10 insbesondere parallel zu einer der Präsentationsflächen 6, 7 eine größere Ausdehnung
aufweist als quer zu den Präsentationsflächen 6, 7, kann sich die Position des Andruckkolbens
50 bei einer Verkippung des Informationsträgers 3 in Richtung auf die hintere Wandung
20 entgegen der Klemmrichtung D verändern. Hierdurch steigt die durch das Federelement
57 erzeugte Federkraft F und klemmt den Informationsträger 3 stärker in der Aufnahme
51 ein.
[0101] Fig. 6 zeigt eine Vergrößerung der Haltevorrichtung 32 des Ausführungsbeispiels der
Fig. 5, wobei für Elemente, die in Funktion und Aufbau den Elementen des Ausführungsbeispiels
der Fig. 5 entsprechen, dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0102] Insbesondere in dieser Figur ist klar erkennbar, dass der Befestigungsabschnitt 10
in diesem Ausführungsbeispiel ausschließlich Ober die Rastkante 49, den Abstandsnippel
46 und die Andruckfläche 61 in der Aufnahme 51 gehalten ist. Beide Begrenzungsflächen
13, 13' der Anschlagwülste 12, 12' sind frei und liegen weder an der ersten noch an
der zweiten Anschlagfläche 48', 60' an. Der Informationsträger 3 ist dementsprechend
um die parallel zur Längsrichtung L verlaufende und in der Aufnahme 51 angeordnete
Schwenkachse S sowohl in Richtung auf die vordere Wandung 20 als auch in Richtung
auf die hintere Wandung 21 schwenkbar.
[0103] Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei für Elemente, die in Funktion
und Aufbau den Elementen der Ausführungsbeispiele der bisherigen Figuren entsprechen,
dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Der Kürze halber wird lediglich auf die
Unterschiede zu den Ausführungsbeispielen der bisherigen Figuren eingegangen.
[0104] In der Fig. 7 ist der in die Aufnahme 51 eingesteckte Informationsträger 3 maximal
in Richtung auf die vordere Wandung 20 verkippt dargestellt. Die Begrenzungsfläche
13 liegt an der Anschlagfläche 60' an, so dass der Informationsträger 3 nicht weiter
in Richtung auf die vordere Wandung 20 verkippt werden kann, ohne dass sich dessen
Lage entgegen der Höhenrichtung K ändert. Die Rastkante 49 verhindert jedoch Bewegungen
entgegen der Höhenrichtung K des Befestigungsabschnitts 10.
[0105] Ein einfaches Verfahren zur Entnahme des Befestigungsabschnitts 10 aus der Aufnahme
51 umfasst, dass der Informationsträger 3 in Richtung auf die hintere Wandung 21 geschwenkt
wird, bis die Begrenzungsfläche 13' an der Anschlagfläche 48' anliegt und im Folgenden
weiter in Richtung auf die hintere Wandung 21 geschwenkt wird. Durch das nun entstehende
Kippmoment schwenkt der Informationsträger 3 um eine durch die Rastkante 49 verlaufende
Schwenkachse S', der Andruckkolben 50 wird entgegen der Klemmrichtung D bewegt und
gibt folglich den Befestigungsabschnitt 10 entgegen der Höhenrichtung K frei. Dieses
Verfahren wird dadurch begünstigt, dass der Halteabschnitt 37, also die in Klemmrichtung
D hintere Seite der Aufnahme 51, die vordere Seite der Aufnahme 51, also das in Klemmrichtung
D weisende Ende des Andruckkolbens 50, entgegen der Höhenrichtung U überragt.
[0106] Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei für Elemente, die in Funktion
und Aufbau den Elementen der Ausführungsbeispiele der bisherigen Figuren entsprechen,
dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Der Kürze halber wird lediglich auf die
Unterschiede zu den Ausführungsbeispielen der bisherigen Figuren eingegangen.
[0107] In der Fig. 8 ist der Aufsteller 1 in einer rückwärtigen Ansicht gezeigt. Der Informationsträger
3 ist in Richtung auf die hintere Wandung 20 verkippt in den Hattesockel 16 eingesteckt.
Der Haltesockel 16 ist in einem in Längsrichtung L aus der Zeichenebene weisender
Bereich 64 aufgebrochen gezeigt. Die Schwenkachse S verläuft parallel zur Längsrichtung
L.
[0108] Fig. 9 zeigt den aufgebrochenen Bereich 64 des Ausführungsbeispiels der Fig. 8, wobei
für Elemente, die in Funktion und Aufbau den Elementen des Ausführungsbeispiels der
Fig. 8 entsprechen, dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0109] In dieser perspektivischen Ansicht der Fig. 9 wird deutlich, dass sich die relevanten
und oben beschriebenen Elemente entlang der Längsrichtung L im Wesentlichen Ober die
gesamte Länge des Haltesockels 17 erstrecken. Insbesondere der Befestigungsabschnitt
10, der Andruckkolben 50, der Begrenzungsbogen 47 und die Haltevorrichtung 34 erstrecken
sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Haltesockels 16. In Längsrichtung
L sind mehrere Führungsstifte 44 miteinander fluchtend an der Auflageplatte 41 befestigt,
wobei ausgewählte Führungsstifte 44, in diesem Beispiel jeder dritte Führungsstift
44, mit einem als Spiralfeder ausgebildeten Federelement 57 versehen sind.
[0110] Durch diesen modularen Aufbau ist es möglich, sowohl den Andruckkolben 50 als auch
die Federelemente 57 gegen anders ausgebildete zu tauschen oder auch Federelemente
57 hinzuzufügen oder wegzunehmen, so dass der Aufsteller 1 an unterschiedliche Informationsträger
3 angepasst werden kann. Noch einfacher ist diese Anpassung, wenn vormontierte Kolbenbaugruppen
A gegeneinander getauscht werden. Auch kann der Befestigungsabschnitt 10 gegen einen
an einen beispielsweise größer oder kleiner ausgestalteten Informationsträgers 3 angepassten
Befestigungsabschnitt 10 tauschbar sein. Hier kann es ebenfalls bequemer sein, vormontierte
Präsentationsbaugruppen P gegeneinander zu tauschen.
[0111] Dabei kann der Aufsteller 1 als ein Bausatz ausgebildet sein, der womöglich mehrere
Präsentationsgruppen P und/oder Kolbenbaugruppen B sowie zumindest einen Haltesockel
16 und womöglich mehr als zwei Abschlusskappen 5, 5' umfassen kann, wobei insbesondere
jeweils einer der Befestigungsabschnitte 10 und der Andruckkolben 50 zumindest abschnittsweise
komplementär zueinander ausgeformt sein und ein Festklemmpaar bilden können.
1. Aufsteller (1) zum Halten wenigstens eines im Wesentlichen flächigen und sich in einer
Höhenrichtung (K) erstreckenden Informationsträgers (3), mit einem Haltesockel (16),
der eine Aufnahme (51) mit einer Halteöffnung (63) aufweist, durch die der Informationsträger
(3) in Höhenrichtung (K) ragt, wobei die Halteöffnung (63) von mindestens einer wenigstens
abschnittsweise quer zur Höhenrichtung (K) verlaufenden Haltelippe (48,60) begrenzt
ist und sich die Aufnahme (51) in Höhenrichtung (K) hinter der Halteöffnung (63) erweitert,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein im Haltesockel (16) verschieblich angeordneter Andruckkolben (50)
vorgesehen ist, mit dem die mindestens eine Haltelippe (48, 60) bewegungsübertragend
verbunden ist.
2. Aufsteller (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltesockel (16) zumindest ein separates Federelement (57) aufweist, gegen dessen
Federkraft (F) der Andruckkolben (50) wenigstens die Halteöffnung (63) vergrößernd
beweglich ist.
3. Aufsteller (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Andruckkolben (50) eine in die Aufnahme (51) weisende Andruckfläche (61) aufweist,
die sich in Höhenrichtung (K) erstreckt.
4. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (3) in einem seiner Seitenbereiche (9) mit einem wenigstens
teilweise formschlüssig in der Aufnahme (51) aufnehmbaren Befestigungsabschnitt (10)
versehen ist.
5. Aufsteller (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (51) mit dem Befestigungsabschnitt (10) ein Kipplager (B) ausbildet,
über das der Informationsträger (3) um mindestens eine Schwenkachse (S) schwenkbar
mit dem Haltesockel (16) verbindbar ist.
6. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich quer zur Höhenrichtung (K) erstreckende Längsseite der Halteöffnung (63)
die andere Längsseite überragt.
7. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (10) und die Andruckfläche (61) quer zur Höhenrichtung
(K) im Wesentlichen gleich groß und wenigstens abschnittsweise komplementär zueinander
ausgeformt sind.
8. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (51) wenigstens zwei sich gegenüberliegenden Haltelippen (48, 60) aufweist
und zumindest eine der Haltelippen (48, 60) mit wenigstens einer in die Aufnahme (51)
weisenden Rastkante (49) versehen ist und der Befestigungsabschnitt (10) des Informationsträgers
(3) mindestens eine zur Haltelippe (48, 60) gewandte Raststruktur (14, 14') aufweist,
wobei die Rastkante (49) in einer vorgegebenen Schwenkposition des Informationsträgers
(3) in die Raststruktur (14, 14') eingreifen und so den Informationsträger (3) in
der Schwenkposition halten kann.
9. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (51) von wenigstens zwei sich gegenüberliegenden Haltelippen (48, 60)
begrenzt ist und wenigstens eine der Haltelippen (48, 60) mindestens eine sich von
der Aufnahme (51) weg erstreckenden und von der Halteöffnung (63) weg geneigten Anschlagfläche
(48', 60') aufweist und der Befestigungsabschnitt (10) mit wenigstens einem Anschlagwulst
(12, 12') ausgeformt ist, der längsseits der Anschlagfläche (48', 60') angeordnet
ist und in einer Endlage, in welcher der Informationsträger (3) maximal um die Schwenkachse
(S) geschwenkt ist, an der Anschlagfläche (48', 60') anliegt.
10. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Haltesockel (17) wenigstens eine unverschiebliche Stützvorrichtung (39) mit einer
senkrecht zur Federkraft (F) ausgerichteten Auflageplatte (42), an der ein von der
Aufnahme (51) weg weisendes Ende des Federelements (57) anliegt, angeordnet ist.
11. Aufsteller (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Aufnahme (51) weg weisende und als ein Rastbereich (52) ausgestaltete
Ende des Andruckkolbens (50) die Auflageplatte (42) in einem Überlappungsbereich (U,
U') wenigstens teilweise hintergreift und die Bewegung des Andruckkolbens (50) in
Klemmrichtung (D) durch den Überlappungsbereich (U, U') begrenzt ist.
12. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (3) durch die Halteöffnung (63) aus der Aufnahme (51) entfernbar
und wieder in die Aufnahme (51) einsetzbar ausgestaltet ist.
13. Aufsteller (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (10) als ein separates Adapterstück ausgeformt ist, über
das der Informationsträger (3) mit dem Haltesockel (17) verbindbar ist
14. Aufsteller (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der als Adapterstück ausgeformte Befestigungsabschnitt (10) mit einem Klemmschlitz
(11) zur Befestigung des Informationsträgers (3) ausgeformt ist
15. Bausatz für einen Aufsteller (1) mit einem Sockel (2) und wenigstens einem flächigen
und mit dem Sockel (2) verbindbaren Informationsträger (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (3) mit einem Befestigungsabschnitt (10) eine einstückig handhabbar
ausgestaltete erste Präsentationsbaugruppe (P) ausbildet, die über den Befestigungsabschnitt
(10) im Sockel (2) festklemmbar ist und der Bausatz mit wenigstens einer und gegen
die erste Präsentationsbaugruppe (P) tauschbaren weiteren Präsentationsbaugruppe (P)
erweiterbar ist.
16. Bausatz nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Bausatz wenigstens eine einstückig handhabbare Kolbenbaugruppe (A) mit einem
Andruckkolben (50), einer Stützvorrichtung (39) und wenigstens einem Federelement
(57) umfasst, wobei der Andruckkolben (50) mit der Stützvorrichtung (39) über eine
mittels des wenigstens einen Federelementes (57) vorgespannte Rastverbindung selbsthaltend
verbunden ist.