[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder, mit einem vorderen rohrförmigen
Gehäuseabschnitt, in dem ein mehrteiliger Isolierkörper mit elektrischen Kontaktteilen
angeordnet ist, wobei der Isolierkörper mindestens einen Kontaktträger mit radial
eingelegten Kontaktteilen und ein auf den Kontaktträger aufschiebbares Kontaktträgermantelteil
zum Halten der Kontaktteile aufweist, die in axialer Richtung von einer der Einsteckseite
des Steckverbinders gegenüberliegenden Seite des Gehäuseabschnittes her in den Gehäuseabschnitt
einführbar sind, wobei der Kontaktträger mit dem Kontaktträgermantelteil lösbar verriegelbar
und das Kontaktträgermantelteil an dem Gehäuseabschnitt lösbar festlegbar ist.
[0002] Ein derartiger Steckverbinder in Form eines Rundsteckers ist aus der Europäischen
Patentanmeldung
EP 1 628 367 A1 bekannt. Bei diesem Steckverbinder nimmt ein mehrteiliger Kontaktträger die elektrischen
Kontakte einem bestimmten Polbild entsprechend in Kontakthaltern auf, der spielfrei
in ein Steckergehäuse des Steckverbinders einbringbar ist. Der Kontaktträger besteht
aus mehreren, ineinander verschachtelten Kontakthaltern mit entlang dem Umfang der
Querschnittsformen angeordneten, den Kontaktteilen zugeordneten, verriegelbaren Klemmhalterungen
und einem die Verriegelung der Klemmhalterungen bildenden topfförmigen Kontaktträgergehäuse,
welches die Kontakthalter über einen Teil ihrer axialen Länge hin übergreift. Die
Kontakthalter weisen eine Vielzahl von radial angeordneten, mit Stegen verbundenen
Klemmhalterungen zur Aufnahme der Kontaktteile auf. Das isolierende Kontaktträgergehäuse
mit einer zylindrischen Innenmantelfläche schließt die Kontaktteile in den Klemmhalterungen
ein, wobei das Kontaktträgergehäuse und Kontaktträger über vorgesehene Rastelemente
miteinander lagegenau verrastbar sind, die sowohl eine gegenseitige Verriegelung als
auch eine Entriegelung ermöglichen. Der Kontaktträger ist mit dem Kontaktträgergehäuse
in dem Steckverbindergehäuse durch Verrasten lösbar festlegbar.
[0003] Als großer Nachteil des aus dem Stand der Technik bekannten Rundsteckers hat sich
insbesondere der hohe Zeitaufwand für den Zusammenbau und für das Zerlegen des Steckverbinders
zum Anschluss von elektrischen Zuleitungen an die Kontaktteile erwiesen. Dies ist
insbesondere darin begründet, dass die Entriegelung des mehrteiligen Kontaktträgers
von dem Steckverbindergehäuse sowie die Entriegelung des äußeren Kontakthalters von
dem topfförmigen Kontaktträgergehäuse nur mit einem Werkzeug und damit aufwändig lösbar
ist.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Steckverbinder
vorzuschlagen, bei dem insbesondere bei betriebssicherer gegenseitiger Verriegelung
von Kontaktträger, Kontaktträgergehäuse und dem aufnehmenden Gehäuseabschnitt die
Montierbarkeit und die Zerlegbarkeit des Steckverbinders verbessert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen elektrischen Steckverbinder mit dem
Merkmal des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0006] Danach weist der erfindungsgemäße elektrische Steckverbinder ein Kontaktträgermantelteil
auf, an dem an einem der Einsteckseite abgewandten hinteren Mantelende sich axial
erstreckende Federarme angeordnet sind, wobei mindestens ein erster Federarm ein radial
zum Gehäuseabschnitt hin vorstehendes äußeres Rastelement und mindestens ein zweiter
Federarm ein radial in Richtung des Kontaktträgers abstehendes inneres Rastelement
aufweist.
[0007] Der zweite Federarm dient zur Verriegelung des Kontaktträgers mit dem Kontaktträgermantelteil
nach dem Einführen des Kontaktträgers in das Kontaktträgermantelteil. In einer Endlage
des Kontaktträgers gegenüber dem Kontaktaktträgermantelteil erfolgt zweckmäßigerweise
eine selbstständige Verriegelung des Kontaktträgers mit dem Kontaktträgermantelteil
mittels dem inneren Rastelement des zweiten Federarms. Die Verriegelung erfolgt vorzugsweise,
indem das innere Rastelement den Kontaktträger an dem der Einsteckseite des Steckverbinders
gegenüberliegendem hinteren Ende übergreift, wobei das andere vordere Ende des Kontaktträgers
sich an dem Kontaktträgermantelteil axial abstützt.
[0008] Der so gebildete, vormontierte Isolierkörper ist axial in den vorderen rohrförmigen
Gehäuseabschnitt von einer der Einsteckseite des Steckverbinders gegenüberliegenden
hinteren Seite des Gehäuseabschnittes her in den Gehäuseabschnitt einführbar, wobei
der erste Federarm zur axialen Festlegung des Isolierkörpers in dem aufnehmenden Gehäuseabschnitt
im eingeführten Zustand dient. Bei vollständig von dem Gehäuseabschnitt aufgenommenen
Isolierkörper verrastet das Kontaktträgermantelteil des Isolierkörpers automatisch
mit dem Gehäuseabschnitt, sobald das äußere Rastelement des ersten Federarms einer
komplementär ausgebildeten Rastausnehmung des Gehäuseabschnittes genau gegenüberliegt.
[0009] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, mindestens jeweils zwei erste und zweite Federarme
an dem Kontaktträgermantelteil vorzusehen, die symmetrisch verteilt an dem hinteren
Mantelende angeordnet sind. Dies erbringt den Vorteil, dass der Kontaktträger und
das Kontaktträgermantelteil sowie der Isolierkörper und der vordere Gehäuseabschnitt
des Steckverbinders immer hochgenau in axialer Richtung koaxial zueinander angeordnet
sind.
[0010] Die Verriegelung zwischen dem Kontaktträger und dem Kontaktträgermantelteil ist derart
sicher ausgeführt, dass sich der Kontaktträger beim Einführen des Isolierkörpers in
den Gehäuseabschnitt des Steckverbinders auch mit an den Kontaktteilen befestigten
elektrischen Anschlussleitungen nicht unerwünscht von dem Kontaktträgermantelteil
löst. Sie verhindert ein unerwünschtes Lösen des Kontaktträgers von dem Kontaktträgermantelteil
auch bei montiertem Isolierkörper zuverlässig. Die lösbare Festlegung des Kontaktträgermantelteils
in dem Gehäuseabschnitt erfolgt in axialer Richtung zug- und druckfest. Sie sichert
zudem die Verriegelung zwischen dem Kontaktträger und dem Kontaktträgermantelteil,
so dass ein Lösen der Verrastung zwischen dem Kontaktträgermantelteil des Isolierkörpers
und dem Kontaktträger zumindest erschwert ist. Ein Lösen des Isolierkörpers von dem
umgebenden Gehäuseabschnitt erfolgt erst dann, wenn der erste Federarm bewusst soweit
in Richtung des Isolierkörpers geschwenkt wird, dass das äußere Rastelement des Kontaktträgermantelteils
und die Rastausnehmung des Gehäuseabschnittes außer Eingriff geraten. Eine unerwünschte
Entriegelung von Steckverbindergehäuse, Kontaktträgermantelteil und Kontaktträger
ist somit vollständig ausgeschlossen.
[0011] Vorteilhafterweise lässt sich die Verriegelung zwischen dem Kontaktträger und dem
Kontaktträgermantelteil bei mit dem Gehäuseabschnitt verrastetem Isolierkörper nicht
lösen. Damit wird zum einen die Funktionssicherheit und zum anderen der Personenschutz
beim ordnungsgemäßen Gebrauch des elektrischen Steckverbinders sichergestellt. Dies
wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass bei in den Gehäuseabschnitt eingeführten
Isolierkörper sich der zweite Federarm an dem Gehäuseabschnitt innen abstützt. Dies
verhindert zuverlässig ein Schwenken des zweiten Federarms in Richtung des Gehäuseabschnittes
und damit ein unbeabsichtigtes Lösen der Verriegelung an dem Isolierkörper. Um den
Kontaktträger aus dem Kontaktträgermantelteil entnehmen zu können, muss zuvor der
Isolierkörper von dem Gehäuseabschnitt entfernt werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Kontaktträger eine dem
ersten Federarm zugeordnete Ausnehmung auf, die ein Lösen des äußeren Rastelements
des Kontaktträgermantelteils von dem Gehäuseabschnitt ermöglicht. Auf diese Weise
kann der erste Federarm des Kontaktträgermantelteils ohne hohen Kraftaufwand in Richtung
des Kontaktträgers geschwenkt werden, bis sich die Verrastung zwischen dem Isolierkörper
und dem Gehäuseabschnitt löst. Bei gelöster Verrastung lässt sich der Isolierkörper
entgegen seiner Einführrichtung aus dem Gehäuseabschnitt entnehmen. Die Zugänglichkeit
zu dem ersten Federarm bzw. dessen Betätigbarkeit hängt im wesentlichen von dem Durchmesser
des rohrförmigen Gehäuseabschnittes des Steckverbindergehäuses und von dem Überstand
des ersten Federarms gegenüber dem Kontaktträger an der der Einsteckseite des Steckverbinders
gegenüberliegenden Seite ab. Abhängig davon, kann der erste Federarm nur mit einem
Werkzeug oder werkzeuglos betätigt werden.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders
weist der das hintere Mantelende umgreifende Gehäuseabschnitt in einem Bereich des
ersten Federarms eine Freisparung auf, die eine vereinfachte Betätigung des ersten
Federarms ermöglicht. Idealerweise weist die Freisparung eine Größe auf, die ein Drücken
des ersten Federarms in Richtung des Kontaktträgers ohne Hilfswerkzeug mit einem Finger
zulässt. Dies gewährleistet eine einfache Betätigung des ersten Federarms zum Trennen
des Isolierkörpers von dem entsprechenden Gehäuseabschnitt.
[0014] Bei einer zweckmäßigen Variante des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders
weist das innere Rastelement des zweiten Federarms in Verriegelungs- und in Entwicklungsrichtung
geneigte Flanken auf. Damit kann in Abhängigkeit von der Steifigkeit des zweiten Federarms
ein automatisches Entriegeln und Verriegeln von Kontaktträger und Kontaktträgermantelteil
erreicht werden, sobald das Kontaktträgerteil mit einer entsprechenden Druckkraft
oder der Kontaktträger mit einer entsprechenden Zugkraft in axialer Richtung gegeneinander
beaufschlagt wird. Die Ver- und Entriegelung ist nur bei aus dem Gehäuseabschnitt
entnommenem Isolierkörper möglich, da nur so der zweite Federarm in radialer Richtung
nach außen schwenken kann.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
des Ausführungsbeispiels der Erfindung in Verbindung mit den Ansprüchen und der beigefügten
Zeichnung. Die einzelnen Merkmale der Erfindung können für sich allein oder zu mehreren
bei unterschiedlichen Ausführungsformen der Erfindung verwirklicht sein. Es zeigen:
- Figur 1
- Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders in einer perspektivischen
Explosionszeichnung;
- Figur 2
- den Isolierkörper aus Figur 1 in einer perspektivischen Explosionszeichnung;
- Figur 3
- den elektrischen Steckverbinder gemäß Figur 1 montiert in einer ersten Achsschnittdarstellung;
und
- Figur 4
- den elektrischen Steckverbinder gemäß Figur 1 montiert in einer zweiten Achsschnittdarstellung.
[0016] Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung handelt
es sich um einen elektrischen Steckverbinder in Form eines Gehäuseflansches. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf einem derartigen Flansch beschränkt. Vielmehr kann das Steckverbindergehäuse
des erfindungsgemäßen Steckverbinders auch an dem freien Ende einer losen elektrischen
Leitung angeordnet sein. Unverzichtbar ist dabei, dass das Steckverbindergehäuse,
das an sich mit einer beliebigen Kontur ausgebildet sein kann, einen vorderen rohrförmigen
Gehäuseabschnitt zur Aufnahme des Isolierkörpers aufweist.
[0017] Die Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen, als Gehäuseflanschsteckverbinder ausgebildeten
elektrischen Steckverbinder 1. Der Steckverbinder 1 weist ein flanschartiges Steckverbindergehäuse
2 mit einem rohrförmigen Gehäuseabschnitt 3 auf, indem ein mehrteiliger Isolierkörper
4 mit elektrischen Kontaktteilen 5 angeordnet ist. Der Isolierkörper 4 und der Gehäuseabschnitt
3 sind im wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Das Steckverbindergehäuse 2 weist
eine quadratische Befestigungsplatte 6 mit Befestigungslöchern 7 für eine Befestigung
des Steckverbinders 1 an einem in der Zeichnung nicht dargestellten Anschlussgehäuse
auf. Der Isolierkörper 4 umfasst einen Kontaktträger 8 mit radial eingelegten Kontaktteilen
5, die sich parallel zueinander in dem Kontaktträger 8 erstrecken, und ein Kontaktträgermantelteil
9, das den Kontaktträger 8 umfangsseitig umschließt und die Kontaktteile 5 in dem
Isolierkörper 4 einschließt und darin lagestabil hält.
[0018] Das Kontaktträgermantelteil 9 trägt in etwa mittig einen O-Ring 10 zum Abdichten
des Isolierkörpers 4 gegenüber dem Gehäuseabschnitt 3. Des weiteren sind außen an
dem Kontaktträgermantelteil 9 axial verlaufende Kodierstege 11 ausgebildet, die ein
Einführen des Isolierkörpers 4 in den rohrförmigen Gehäuseabschnitt 3 nur in einer
bestimmten Ausrichtung zueinander gestatten. Dazu sind an dem rohrförmigen Gehäuseabschnitt
3 innen korrespondierende Kodiernuten 11' angeformt, die in der Zeichnung nur teilweise
sichtbar sind.
[0019] Die Figur 2 zeigt den Isolierkörper 4 aus Figur 1 in auseinandergenommem Zustand.
Zu erkennen sind jetzt deutlich die radial in den Kontaktträger 8 eingelegten Kontaktteile
5, sowie an einem der Einsteckseite des Isolierkörpers 4 abgewandten hinteren Mantelende
19 des Kontaktträgermantelteils 9 zwei erste Federarme 12 mit äußeren Rastelementen
13 und zwei zweite Federarme 14 mit inneren Rastelementen 15. Die Federarme 12, 14
erstrecken sich im wesentlichen in axialer Richtung des Isolierkörpers 4, wobei das
Rastelement 13 des ersten Federarms 12 radial zum Gehäuseabschnitt 3 hin über den
Federarm 12 vorsteht und das Rastelement 15 des zweiten Federarms 14 radial in Richtung
des Kontaktträgers 8 von dem Federarm 14 absteht. Das innere Rastelement 15 ist zum
Verriegeln des Kontaktträgers 8 mit dem Kontaktträgermantelteil 9 und das äußere Rastelement
13 zum Verrasten des Kontaktträgermantelteils 9 mit dem Gehäuseabschnitt 3 vorgesehen.
[0020] Wie die Figur 3 des montierten Steckverbinders 1 in einer ersten Längsschnittdarstellung
durch die Mittelachse des Steckverbinders 1 und die zweiten Federarme 14 zeigt, weist
das Kontaktträgermantelteil 9 innen ein bundförmiges Gegenlager 22 für den Kontaktträger
8 auf, an dem sich der verrastete Kontaktträger 8 in Richtung der Einsteckseite des
Steckverbindergehäuses 2 abstützt. Des weiteren weist der Gehäuseabschnitt 3 innen
eine Verjüngung 23 als Anlage für das Kontaktträgermantelteil 9 des Isolierkörpers
4 auf, die die maximale Einführtiefe des Isolierkörpers 4 in den Gehäuseabschnitt
3 festlegt. Außerdem bestimmt das Gegenlager 22 die Rastposition des Kontaktträgers
8 axial und die Einschnürung 23 die des Isolierkörpers 4. Dabei liegen die Federarme
14 bei in den Gehäuseabschnitt 3 eingeführten Isolierkörper 4 an dem Gehäuseabschnitt
3 innen an und stützen sich dort radial ab, während die inneren Rastelemente 15 den
Kontaktträger 8 an einem hinteren Ende 17 übergreifen. Ein Entriegeln des Kontaktträgers
8 gegenüber dem Kontaktträgermantelteil 9 ist daher bei in dem Gehäuseabschnitt 3
aufgenommenen Isolierkörper 4 nicht möglich.
[0021] Die Rastelemente 15 der zweiten Federarme 14 weisen zum Verriegeln und zum Entriegeln
des Kontaktträgers 8 in und entgegen der Steckrichtung des Steckverbinders 1 geneigte
hintere und vordere Rastelementflanken 16, 16' auf. Beim Einführen des Kontaktträgers
8 in das Kontaktträgermantelteil 9 außerhalb des Gehäuseabschnittes 3 ermöglicht die
geneigte vordere Rastelementflanke 16 ein selbstständiges Verrasten des Kontaktträgers
8 mit dem Kontaktträgermantelteil 9. Die geneigte hintere Rastelementflanke 16' bewirkt
eine automatische Entriegelung des Kontaktträgers 8 von dem Kontaktträgermangelteil
9 bei nicht in dem Gehäuseteil 3 angeordneten Isolierkörper 4, sobald der Kontaktträger
8 entgegen der Einsteckrichtung des Steckverbindergehäuses 2 in axialer Richtung des
Isolierkörpers 4 von dem Kontaktträgermantelteil 9 weggezogen wird.
[0022] Wie der Figur 4 zu entnehmen ist, weisen die ersten Federarme 12 eine radial nach
außen gerichtete Vorspannung auf, so dass die äußeren Rastelemente 13 beim Einführen
des Kontaktträgers 8 in das Kontaktträgermantelteil 9 von selbst mit komplementär
ausgebildeten, an einem hinteren Mantelende 9 des Gehäuseabschnittes 3 angeordnete
Rastausnehmungen 18 in Eingriff gelangen. Das Lösen der Verrastung erfolgt, indem
die Federarme 12 in radialer Richtung nach innen zum Kontaktträgermantelteil 9 hin
ausgerückt werden. Um dies zu ermöglichen, sind den Federarmen 12 gegenüberliegend
an dem hinteren Mantelende 12 des Kontaktträgermantelteils 9 zugeordnete Ausnehmungen
20 vorgesehen, in die die Federarme 12 federnd zurückgeschwenkt werden können.
[0023] Um eine gute Zugänglichkeit zu den ersten Federarmen 12 zum Entrasten des Isolierkörpers
4 von dem Gehäuseabschnitt 3 zu erreichen, weist der das hintere Mantelende 19 umgreifende
Gehäuseabschnitt 3 in einem Bereich der Federarme 12 eine Freisparung 21 auf, die
eine Betätigung der ersten Federarme 12 von außen in radialer Richtung nach innen
ermöglichen. Die beiden Freisparungen 21 sind in der Figur 1 am dargestellten Steckverbindergehäuse
2 noch deutlicher zu erkennen als in der Figur 4. Sie weisen eine Größe auf, die eine
Entriegelung des Isolierkörpers 4 von dem Steckverbindergehäuse 2 ohne Hilfswerkzeug
ermöglichen. Insbesondere lassen diese ein Ausrücken der äußeren Rastelemente 13 der
ersten Federarme 12 aus den Rastausnehmungen 18 des Gehäuseabschnittes 3 durch Drücken
der ersten Federarme 12 in Richtung des Kontaktträgers 8 mit zwei Fingern zu.
1. Elektrischer Steckverbinder (1), mit einem rohrförmigen Gehäuseabschnitt (3), indem
ein mehrteiliger Isolierkörper (4) mit elektrischen Kontaktteilen (5) angeordnet ist,
wobei der Isolierkörper (4) mindestens einen Kontaktträger (8) mit radial eingelegten
Kontaktteilen (5) und ein auf den Kontaktträger (8) aufschiebbares Kontaktträgermantelteil
(9) zum Halten der Kontaktteile (5) aufweist, die in axialer Richtung von einer der
Einsteckseite des Steckverbinders (1) gegenüberliegenden Seite des Gehäuseabschnittes
(3) her in den Gehäuseabschnitt (3) einführbar sind, wobei der Kontaktträger (8) mit
dem Kontaktträgermantelteil (9) lösbar verriegelbar und das Kontaktträgermantelteil
(9) an dem Gehäuseabschnitt (3) lösbar festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktträgermantelteil (9) an einem der Einsteckseite abgewandten hinteren Mantelende
(19) axial angeordnete Federarme (12, 14) aufweist, wobei mindestens ein erster Federarm
(12) ein radial zum Gehäuseabschnitt (3) hin vorstehendes äußeres Rastelement (13)
und mindestens ein zweiter Federarm (14) ein radial in Richtung des Kontaktträgers
(8) abstehendes inneres Rastelement (15) aufweist.
2. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei in den Gehäuseabschnitt (3) eingeführtem Isolierkörper (4) sich die zweiten Federarme
(14) an dem Gehäuseabschnitt (3) innen abstützen.
3. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (8) eine dem ersten Federarm (12) zugeordnete Ausnehmung (20) aufweist,
die ein Lösen des äußeren Rastelementes (13) von dem Gehäuseabschnitt (3) ermöglicht.
4. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der das hintere Mantelende (19) umgreifende Gehäuseabschnitt (3) in einem Bereich
des ersten Federarms (12) eine Freisparung (21) aufweist, die eine vereinfachte Betätigung
des ersten Federarms (12) ermöglicht.
5. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Freisparung (21) eine Größe aufweist, die ein Drücken des ersten Federarms (12)
in Richtung des Kontaktträgers (8) ohne Hilfswerkzeug zulässt.
6. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Rastelement (15) des zweiten Federarms (14) in Verriegelungs- und Entriegelungsrichtung
geneigte Flanken (16, 16') aufweist.