[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Geräteeinheit mit einem Modulgehäuse, das
elektrische und/oder elektronische Einbauteile beinhaltet und in ein Rahmengehäuse
einsteckbar ist.
[0002] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine elektrische Geräteeinheit der eingangs
beschriebenen Art dahingehend weiterzubilden, dass mit einfachen Mitteln ein gefahrloser
und sicherer Austausch des Modulgehäuses möglich ist, ohne die Betriebseinrichtung
oder Teile davon zuvor abzuschalten oder elektrische Anschlussleitungen zu trennen.
[0003] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0004] Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale
der Unteransprüche gekennzeichnet.
[0005] Weitere Vorteile und wesentliche Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer Darstellung bevorzugte
Ausführungsformen als Beispiel zeigt. Es stellen dar:
- FIG. 1
- eine erfindungsgemäße elektrische Geräteeinheit in einer Sprengdarstellung,
- FIG. 2
- die Geräteeinheit der FIG. 1 in einer ersten Montageposition, teilweise geschnitten,
- FIG. 3
- die Geräteeinheit der FIG. 2 in einer geschnittenen Ansicht,
- FIG. 4
- die Geräteeinheit ähnlich der FIG. 2 in einer zweiten Montage-position, teilweise
geschnitten,
- FIG. 5
- die Geräteeinheit der FIG. 4 in einer weiteren Montageposition, teilweise geschnitten,
- FIG. 6
- die Geräteeinheit der FIG. 5 in einer geschnittenen Ansicht,
- FIG. 7
- einen Teil der Steckverbindung gemäß dem Ausschnitt A der FIG. 6 in einer vergrößerten
Schnittansicht,
- FIG. 8
- die Geräteeinheit der FIG. 5 in einer fertig montierten Endposition, teilweise geschnitten,
- FIG. 9
- die Geräteeinheit der FIG. 8 in einer geschnittenen Ansicht,
- FIG. 10
- einen Teil der Steckverbindung gemäß dem Ausschnitt B der FIG. 9 in einer vergrößerten
Schnittansicht.
[0006] Die erfindungsgemäße elektrische Geräteeinheit 1 ist für den Einsatz in gefährdeten,
insbesondere explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen und umfasst ein Rahmengehäuse
2, ein Modulgehäuse 3 und einen Betätiger 4, der einer lösbaren Verriegelung des in
das Rahmengehäuse 2 einsteckbaren Modulgehäuses 3 zugehörig ist.
[0007] Das Rahmengehäuse 2 besitzt einen Grundkörper 5, der an einer im Querschnitt ungefähr
U-förmigen Hutschiene 6 lösbar befestigbar ist. Für die lösbare Befestigung des Rahmengehäuses
2 ist am Grundkörper 5 eine Rastvorrichtung 7 vorgesehen, die an dem Grundkörper 5
quer zur Längsrichtung der Hutschiene 6 verschiebbar gelagert ist. An der der Rastvorrichtung
7 gegenüberliegenden Seite der Hutschiene 6 weist der Grundkörper 5 eine Steckeraufnahme
8 auf, die mehrere auf Abstand zueinander angeordnete Kontaktbuchsen 9 besitzt. Die
Kontaktbuchsen 9 sind von einer Begrenzungswand 10 umfasst, die zweckmäßig von vier
rechtwinklig zueinander angeordneten Wänden gebildet ist, so dass die Steckeraufnahme
8 im Querschnitt im Wesentlichen rechteckförmig ist.
[0008] Jede einzelne Kontaktbuchse 9 befindet sich in einem elektrisch nicht leitenden Isolierkörper
11, der als etwa kreisförmiger Zylinder ausgeführt sein kann. Der Isolierkörper 11
kann deutlich länger, vorzugsweise ungefähr doppelt so lang sein wie die Kontaktbuchse
9, die zweckmäßig im unteren Teil des Isolierkörpers 11 angeordnet ist, so dass ein
Einführteil 12 des Isolierkörpers 11 die Buchsenöffnung 13 der Kontaktbuchse 9 erheblich
überragt. Der Einführteil 12 des Isolierkörpers 11 besitzt eine koaxial zur Kontaktbuchse
9 angeordnete Einführbohrung 14, in die ein Kontaktstift 15 einführbar ist. Um das
Einbringen der Kontaktstifte 15 in die Einführbohrungen 14 zu erleichtern, können
die Isolierkörper 11 mit den Kontaktbuchsen 9 in der Steckeraufnahme 8 schwimmend
gelagert sein. An den Kontaktbuchsen 9 können zudem hülsenförmige Anschlussteile 16
ausgebildet sein, die aus der Steckeraufnahme 8 herausragen und an denen elektrische
Leitungen zum Beispiel durch Löt- oder Quetschverbindungen kontaktiert werden können.
[0009] Auf der Oberseite des Grundkörpers 5 sind zwei in einem Abstand zueinander parallele
Stützwände 17, 18 angeordnet, die mittels einer quer dazu angeordneten Stirnwand 19
verbunden sind, so dass ein dreiseitig begrenzter Aufnahmeraum gebildet ist. In jeder
der beiden Stützwände 17, 18 befindet sich je eine kreisförmige Lageraufnahme 20,
die einander gegenüberliegen. Der Lageraufnahme 20 ist eine Eintrittsöffnung 21 zugehörig,
die in der Stützwand 17, 18 als schlitzförmige Ausnehmung ausgebildet ist. Außerdem
besitzen die Stützwände 17, 18 an ihren Innenseiten einander gegenüberliegend je eine
sich in Einsteckrichtung des Modulgehäuses 3 erstreckende Längsnut 22 und an den Außenseiten
gegenüberliegend je einen Rastnocken 23. Und schließlich weisen die Stützwände 17,
18 je einen Sperrteil 51 auf, der neben dem Umfangsbereich der Lageraufnahme 20 angeordnet
ist.
[0010] Das Modulgehäuse 3 ist im Wesentlichen als Rechteckkörper ausgebildet und weist an
der dem Rahmengehäuse 2 zugewandten Unterseite einen Stecker 24 auf, der von einer
aus vier rechtwinklig zueinander angeordneten Wandteilen gebildeten Umfangswand 25
begrenzt ist. Der Stecker 24 mit der Umfangswand 25 ist somit im Querschnitt im Wesentlichen
rechteckförmig. Die Umfangswand 25 umgibt die auf Abstand zueinander angeordneten
Kontaktstifte 15, die mit den innerhalb des Modulgehäuses 3 befindlichen elektrischen
oder elektronischen Einbauteilen elektrisch leitend verbunden sind. Der Durchmesser
der Kontaktstifte 15 ist so gewählt, dass er geringfügig kleiner ist als der Durchmesser
der Einführbohrung 14 des Isolierkörpers 11 im Rahmengehäuse 2. Wenn der Stecker 24
in die Steckeraufnahme 8 eingeführt ist, besteht zwischen der Umfangsfläche der Kontaktstifte
15 und der Innenfläche der Einführbohrungen 14 jeweils ein durch die DIN EN 50018
und DIN EN 60079 definierter zünddurchschlagsicherer Spalt 33.
[0011] An beabstandeten parallelen Seitenwänden 26, 27 des Modulgehäuses 3 ist je ein Verriegelungszapfen
28 angeordnet, die einander gegenüberliegend in entgegengesetzten Richtungen und nach
außen hin vorstehen. Außerdem befindet sich an den Außenseiten der Seitenwände 26,
27 gegenüberliegend je ein Steg 29. Ein Wandteil 30 der Seitenwände 26, 27 ist etwas
nach innen zurückgesetzt und durch eine etwa wellenförmige Randkontur 31 begrenzt.
Entsprechend dieser Randkontur 31 weisen die Außenränder der Stützwände 17, 18 eine
ebenfalls etwa wellenförmige Stirnseitenkontur 32 auf, die in der in FIG. 8 dargestellten
Endmontagestellung mit der Randkontur 31 korrespondiert. Die Tiefe der zurückgesetzten
Wandteile 30 entspricht etwa der Dicke der Stützwände 17, 18, die an den Wandteilen
30 anliegen.
[0012] Der Betätiger 4 weist zwei einander beabstandete parallele Schenkel 34, 35 und einen
Griffteil 36 auf, der etwas gebogen sein kann und die Schenkel 34, 35 verbindet, so
dass der Betätiger 4 im Wesentlichen als U-förmiger Bügel ausgebildet ist. Der Betätiger
4 ist an den Stützwänden 17, 18 des Rahmengehäuses 2 angeordnet und schwenkbar gelagert.
Dazu ist an den Innenseiten der Schenkel 34, 35 an deren freien Enden je ein Lagerteil
37 angeordnet, die einander spiegelsymmetrisch gegenüberliegen und je eine Führungsnut
38 aufweisen. Die Lagerteile 37 sind als kreisringförmige Scheiben ausgebildet und
sind formschlüssig in den Lageraufnahmen 20 der Stützwände 17, 18 gelagert, wobei
die Mittenachsen der kreisringförmigen Lagerteile 37 die Schwenkachse des Betätigers
4 bilden.
[0013] Neben dem Umfangsbereich der Lagerteile 37 ist an den Schenkeln 34, 35 des Betätigers
4 je eine Sperrteilaufnahme 52 ausgebildet, in welche die Sperrteile 51 der Stützwände
17, 18 formschlüssig eingreifen, und zwar so, dass der Betätiger 4 sowohl in seinen
Endstellungen als auch während des Verschwenkens unlösbar gehalten ist und nicht entfernt
werden kann.
[0014] Die Führungsnuten 38 sind ungefähr radial in dem Lagerteil 37 ausgebildet und verlaufen
von einer am Umfangsrand der Lagerteile 37 ausgebildeten Einführöffnung 39 ungefähr
halbkreisförmig in Richtung zur Mittenachse des Lagerteils 37. Die Breite der Führungsnuten
38 ist so bemessen, dass sie etwa gleich oder nur geringfügig größer ist als der Durchmesser
der Verriegelungszapfen 28, so dass letztere in den Führungsnuten 38 weitgehend spielfrei
geführt sind. Außerdem befinden sich an den Innenseiten der beiden Schenkel 34, 35
des Betätigers 4 zwei einander spiegelbildlich gegenüberliegende Widerlager 40, die
an einem Anschlag 41 der Rastnocken 23 anliegen. Den Widerlagern 40 ist für den Rastnocken
23 eine Auflaufschräge 42 vorgeordnet und eine Ausnehmung 43 nachgeordnet. Weiterhin
weist der Betätiger 4 an seinen Schenkeln 34, 35 nasenförmige Vorsprünge 44 auf, die
an ihren Innenseiten einander spiegelbildlich gegenüberliegende Verriegelungskanten
45 besitzen. In der Verschlussposition des Betätigers 4 übergreifen die Vorsprünge
44 jeweils einen Wandungsteil 46, die an gegenüberliegenden Seiten der Rastvorrichtung
7 ausgebildet sind. Die Wandungsteile 46 besitzen eine Sperrkante 47, die an der Verriegelungskante
45 anliegt, wodurch ein unbeabsichtigtes Verschieben der Rastvorrichtung 23 in eine
Öffnungsstellung verhindert ist.
[0015] In den Figuren 2 und 3 befindet sich das Modulgehäuse 3 der Geräteeinheit 1, deren
Rahmengehäuse 2 mittels der Rastvorrichtung 7 an der Hutschiene 6 befestigt ist, in
einer ersten Montageposition. Dabei ist der Betätiger 4 im Uhrzeigersinn ganz nach
hinten in eine begrenzte Öffnungsposition geschwenkt, wobei die Eintrittsöffnungen
21 der Stützwände 17, 18 und die Einführöffnungen 39 der Lagerteile 37 deckungsgleich
sind. Das Modulgehäuse 3 ist in den von den Stützwänden 17, 18 und der Stirnwand 19
dreiseitig begrenzten Aufnahmeraum des Rahmengehäuses 2 so eingesetzt, dass sich die
Stege 29 dicht über den Längsnuten 22 und die Verriegelungszapfen 28 in einem etwas
größeren Abstand über den Eintritts- und Einführöffnungen 21, 39 befinden. Die FIG.
3 zeigt, dass in dieser ersten Montageposition der Abstand des Modulgehäuses 3 über
dem Rahmengehäuse 2 so groß ist, dass der Stecker 24 ebenfalls noch einen deutlichen
Abstand zu der Steckeraufnahme 8 des Rahmengehäuses 2 aufweist.
[0016] Der FIG. 4 ist zu entnehmen, dass das Modulgehäuse 3 gegenüber den Darstellungen
der Figuren 2 und 3 weiter in Richtung nach unten in den Aufnahmeraum des Rahmengehäuses
2 hineingedrückt bzw. hineingeschoben worden ist, wobei die Stege 29 in den Längsnuten
22 weitgehend spielfrei geführt sind und somit eine einwandfreie Verschiebung in die
dargestellte zweite Montageposition gewährleisten. Der Betätiger 4 befindet sich noch
immer in seiner ganz nach hinten geschwenkten Öffnungsposition und die Verriegelungszapfen
28 sind durch die Eintrittsöffnungen 21 und Einführöffnungen 39 hindurchgeführt worden.
Sie befinden sich jetzt am Anfang der teilkreisförmigen Führungsnuten 38 der Lagerteile
37. Ein weiteres Hineindrücken bzw. Hinunterdrücken des Modulgehäuses 3 in Richtung
gegen das Rahmengehäuse 2 ist nunmehr nicht mehr möglich. Das Modulgehäuse 3 kann
jetzt nur noch durch Verschwenken des Betätigers 4 weiter in Richtung gegen das Rahmengehäuse
2 verlagert werden.
[0017] Die Figuren 5 und 6 offenbaren, dass der Betätiger 4 gegenüber der Darstellung der
FIG. 4 im Gegenuhrzeigersinn etwas verschwenkt wurde. Gemäß der FIG. 5 sind damit
auch die Einführöffnungen 39 der Lagerteile 37 nicht mehr deckungsgleich mit den Eintrittsöffnungen
21 der Stützwände 17, 18, so dass die Verriegelungszapfen 28 innerhalb der Führungsnuten
38 nunmehr oben übergriffen sind. In dieser Montageposition ist das Modulgehäuse 3
durch den formschlüssigen Übergriff der Verriegelungszapfen 38 also bereits derart
gesichert, dass es beispielsweise durch einen explosionsartigen Gegendruck nicht mehr
von dem Rahmengehäuse 2 weg in Richtung nach oben gedrückt werden kann.
[0018] Wie der FIG. 6 zu entnehmen ist, ist in dieser Montageposition der Stecker 24 des
Modulgehäuses 3 bereits teilweise in die Steckeraufnahme 8 des Rahmengehäuses 2 eingeführt.
Dabei ist die Umfangswand 25 des Steckers 24 ungefähr zur Hälfte in eine schlitzförmige
Aussparung 48 eingeführt, die vorzugsweise in der Begrenzungswand 10 der Steckeraufnahme
8 ausgebildet ist. Die vergrößerte Darstellung in FIG. 7 macht deutlich, dass die
Kontaktstifte 15 sich zunächst lediglich in den Einführbohrungen 14 der Isolierkörper
11 befinden und noch nicht mit den Kontaktbuchsen 9 korrespondieren. Zwischen den
freien Enden der Kontaktstifte 15 und den Buchsenöffnungen 13 der Kontaktbuchsen 9
besteht ein axialer Mindestkontaktabstand 49, der den Vorschriften der DIN EN 50018
und DIN EN 60079 entspricht.
[0019] In den FIG. 8 und 9 ist die Endmontagestellung der Geräteeinheit 1 dargestellt. Der
Betätiger 4 ist in Richtung gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt worden und befindet
sich in seiner horizontalen Verschlussposition. Während des Verschwenkens glitten
die Auflaufschrägen 42 des Betätigers 4 kurz vor Erreichen der Verschlussposition
über die Rastnocken 23 der Stützwände 17, 18, bis dann am Ende der Schwenkbewegung
die Rastnocken 23 in die Ausnehmungen 43 des Betätigers 4 einschnappten, so dass die
Widerlager 40 an den Anschlägen 41 der Rastnocken 23 anliegen. Dadurch ist ein unbeabsichtigtes
Hochschwenken des Betätigers 4 im Uhrzeigersinn mit Sicherheit unterbunden und eine
stabile Fixierung der Verschlussposition gewährleistet. Außerdem wurden durch das
Verschwenken des Betätigers 4 die in den halbkreisförmigen Führungsnuten 38 formschlüssig
gelagerten und somit zwangsgeführten Verriegelungszapfen 28 in Richtung nach unten
zum Rahmengehäuse 2 hin und gleichzeitig auch zum Ende der Führungsnuten 38 hin verschoben.
In dieser Endlage sind die Verriegelungszapfen 38 vorzugsweise koaxial mit der Schwenkachse
des Betätigers 4. Da die Verriegelungszapfen 38 an dem Modulgehäuse 3 ortsfest angeordnet
sind, ist letzteres selbstverständlich auch in Richtung nach unten gegen das Rahmengehäuse
2 in seine Endlage verschoben worden. In der dargestellten Verschlussposition des
Betätigers 4 übergreifen dessen Vorsprünge 44 die Wandungsteile 46 der Rastvorrichtung
7. Dabei liegen die Sperrkanten 47 der Wandungsteile 46 an den Verriegelungskanten
45 der Vorsprünge 44 an und verhindern somit das horizontale Verschieben der Rastvorrichtung
7 in der Ebene des Grundkörpers 5.
[0020] Der FIG. 9 ist zu entnehmen, dass die Umfangswand 25 des Steckers 24 nunmehr vollkommen
bis zum Grund der schlitzförmigen Aussparung 48 der Steckeraufnahme 8 eingeschoben
ist. Und weiterhin zeigt die FIG. 9 und insbesondere die vergrößerte Darstellung in
FIG. 10, dass die Kontaktstifte 15 des Steckers 24 in den Kontaktbuchsen 9 der Steckeraufnahme
8 über eine axiale Mindestkontaktstrecke 50 eingesteckt sind, so dass eine dauerhaft
zuverlässige Kontaktierung gegeben ist.
[0021] Wenn das Modulgehäuse 3 zum Beispiel im Falle eines Defekts bei laufendem Betrieb
ausgetauscht werden soll, ist in umgekehrter Weise als beim zuvor beschriebenen Montagevorgang
vorzugehen. Das heißt, dass zunächst die Sicherung der Verschlussposition des Betätigers
4 aufgehoben werden muss. Dann ist der Betätiger 4 im Uhrzeigersinn in die in FIG.
2 dargestellte Öffnungsposition zu schwenken, wobei das Modulgehäuse 3 durch die exzentrische
Verriegelungszapfenführung weg von dem Rahmengehäuse 2 in Richtung nach oben verlagert
und die Steckverbindung entkuppelt wird. Nach dem Erreichen der Öffnungsposition des
Betätigers 4 kann das Modulgehäuse 3 von Hand in Richtung nach oben aus dem Aufnahmeraum
des Rahmengehäuses 2 herausgezogen und ein neues eingeschoben werden.
[0022] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Geräteeinheit 1 besteht darin, dass in kritischer
explosionsgefährdeter Umgebung das aktive Modul, also das Modulgehäuse 3 mit den elektrischen
und/oder elektronischen Bauteilen, im Betriebszustand gefahrlos gewechselt werden
kann, ohne die Anlage abzuschalten. Es müssen dazu keine durch Anschlussleitungen
fest verbundene Kontaktierungen gelöst werden, sondern alle Anschlüsse bleiben mit
dem Grundgehäuse, dem Rahmengehäuse 2, verbunden. Weder beim Einstecken noch beim
Entfernen des Modulgehäuses 3 können im Innenbereich der Steckverbindung entstehende
Funken auf Grund der vorbeschriebenen Maßnahmen nach außen durchschlagen und eine
explosive Umgebungsatmosphäre zur Entzündung bringen, so dass insgesamt eine hohe
Sicherheit gegeben ist.
1. Elektrische Geräteeinheit (1) mit einem Rahmengehäuse (2), das elektrische Anschlüsse
besitzt, einem Modulgehäuse (3), das elektrische und/oder elektronische Einbauteile
beinhaltet und in das Rahmengehäuse (2) einsetzbar ist, einer Steckverbindung, die
mindestens eine Kontaktbuchse (9) und mindestens einen in letztere eingreifenden Kontaktstift
(15) besitzt, und einer Verriegelung, die der Steckverbindung zugeordnet ist und einen
um eine Achse schwenkbaren Betätiger (4) aufweist.
2. Elektrische Geräteeinheit nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstift (15) einem Stecker (24) zugehörig ist, der an der dem Rahmengehäuse
(2) zugewandten Unterseite des Modulgehäuses (3) angeordnet ist und eine den Kontaktstift
(15) auf Abstand umgebende Umfangswand (25) aufweist, wobei der Stecker (24) mit der
Umfangswand (25) im Querschnitt bevorzugt etwa rechteckförmig ist.
3. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktstift (15) des Steckers (24) den elektrischen oder elektronischen Einbauteilen
des Modulgehäuses (3) und die Kontaktbuchse (9) der Steckeraufnahme (8) elektrischen
Zu- und Ableitungen zugeordnet ist.
4. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbuchse (9) einer Steckeraufnahme (8) zugehörig ist, die an der dem Modulgehäuse
(3) zugewandten Oberseite des Rahmengehäuses (2) angeordnet ist und eine die Kontaktbuchse
(9) umfassende Begrenzungswand (10) aufweist, wobei die Steckeraufnahme (8) mit der
Begrenzungswand (10) im Querschnitt bevorzugt etwa rechteckförmig ist.
5. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbuchse (9) in einem elektrisch nicht leitenden Isolierkörper (11) angeordnet
ist, der mit der Kontaktbuchse (9) in der Steckeraufnahme (8) schwimmend gelagert
ist.
6. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (11) einen die Buchsenöffnung (13) der Kontaktbuchse (9) überragenden
Einführteil (12) mit einer Einführbohrung (14) für den Kontaktstift (15) aufweist,
wobei zwischen der Umfangsfläche des Kontaktstiftes (15) und der Innenfläche der Einführbohrung
(14) ein den Richtlinien des Explosionsschutzes genügender zünddurchschlagsicherer
Explosionsschutzspalt (33) gebildet ist.
7. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangswand (25) des Steckers (24) in einer schlitzförmigen Aussparung (48) der
Steckeraufnahme (8) in Eingriff ist.
8. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengehäuse (2) mindestens eine Stützwand (17, 18) aufweist, die an einer Seitenwand
(26, 27) des Modulgehäuses (3) anliegt, und dass an der Seitenwand (26, 27) des Modulgehäuses
(3) mindestens ein Steg (29) angeordnet ist, der in einer sich in Einsteckrichtung
des Modulgehäuses (3) erstreckenden Längsnut (22) geführt ist, die an der Stützwand
(17, 18) des Rahmengehäuses (2) ausgebildet ist.
9. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätiger (4) der Verriegelung an dem Rahmengehäuse (2) über eine Sperreinrichtung
nicht lösbar befestigt ist, die einen bevorzugt an der Stützwand 17, 18 ausgebildeten
Sperrteil (51) aufweist, der in eine am Betätiger (4) ausgebildete Sperrteilaufnahme
(52) eingreift, wobei der Betätiger (4) der Verriegelung an der Stützwand (17, 18)
des Rahmengehäuses (2) mindestens einen Lagerteil (37) und eine Lageraufnahme (20)
schwenkbar angelenkt ist.
10. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung der Steckverbindung mindestens einen in eine an dem Lagerteil (37)
des Betätigers (4) etwa halbkreisförmige Führungsnut (38) eingreifenden Verriegelungszapfen
(28) aufweist, der an der Seitenwand (26, 27) des Modulgehäuses (3) ausgebildet ist,
wobei die teilkreisförmige Führungsnut (38) sich von einer am Umfangsrand des Lagerteils
(37) vorgesehenen Einführöffnung (39) etwa radial in Richtung zur Schwenkachse des
Betätigers (4) hin erstreckt.
11. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageraufnahme (20) in der Stützwand (17, 18) des Rahmengehäuses (2) für den Verriegelungszapfen
(28) eine Eintrittsöffnung (21) aufweist, die bei in eine Öffnungsposition zurückgeschwenktem
Betätiger (4) mit der Einführöffnung (39) der Führungsnut (38) deckungsgleich ist.,
und dass bei in die Eintrittsöffnung (21) und die Einführöffnung (39) der Führungsnut
(38) eingeführtem Verriegelungszapfen (28) das Modulgehäuse (3) ausschließlich durch
Verschwenken des Betätigers (4) in Richtung gegen das Rahmengehäuse (2) verlagerbar
ist.
12. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einführen des Verriegelungszapfens (28) in die Einführöffnung (39) und einem
geringfügigen Verschwenken des Betätigers (4) in Richtung einer Verschlussposition
der Verriegelungszapfen (28) gegen ein Hinausgleiten durch die Einführöffnung (39)
in der Führungsnut (38) formschlüssig gesichert ist und zwischen dem Kontaktstift
(15) und der Kontaktbuchse (9) in dem Isolierkörper (11) ein den Richtlinien des Explosionsschutzes
entsprechender Mindestkontaktabstand (49) gegeben ist.
13. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Einführen des Verriegelungszapfens (28) in die Einführöffnung (39) und dem
Verschwenken des Betätigers (4) in die Verschlussposition der Kontaktstift (15) in
der Kontaktbuchse (9) in Eingriff ist und der Betätiger (4) in der Verschlussposition
durch ein gegen einen Rastnocken (23) anschlagendes Widerlager (40) gegen ein unbeabsichtigtes
Zurückschwenken in die Öffnungsposition gesichert ist.
14. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmengehäuse (2) mittels einer verschiebbar gelagerten Rastvorrichtung (7) an
einer im Querschnitt etwa U-förmigen Hutschiene (6) lösbar befestigbar ist, wobei
die Rastvorrichtung (7) in der Verschlussposition des Betätigers (4) durch eine an
einer Verriegelungskante (45) anliegenden Sperrkante (47) gegen ein unbeabsichtigtes
Verschieben gesichert ist.
15. Elektrische Geräteeinheit nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Modulgehäuse (3) an einander gegenüberliegenden Seitenwänden (26, 27) je einen
Verriegelungszapfen (28) und einen Steg (29) aufweist, dass das Rahmengehäuse (2)
zwei auf Abstand parallele Stützwände (17, 18) besitzt, die je eine Lageraufnahme
(20) mit einer Eintrittsöffnung (21) sowie einen Rastnocken (23), eine Längsnut (22)
und einen Sperrteil (51) aufweisen und mittels einer Stirnwand (19) verbunden sind,
und dass der Betätiger (4) mit zwei Schenkeln (34, 35) und einem diese verbindenden
Griffteil (36) als etwa U-förmiger Bügel ausgebildet ist und an beiden Schenkeln (34,
35) je ein Lagerteil (37) mit der Führungsnut (38) und der Einführöffnung (39), je
ein Widerlager (40), je eine Verriegelungskante (45) und je eine Sperrteilaufnahme
(52) aufweist.