[0001] Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung für Werkstücke mit einer Last-Hängebahn,
die umfasst
- a) eine Lastschiene,
- b) wenigstens einen Lastaufnahmewagen an dem die Werkstücke zur Beförderung angehängt
werden können und der auf der Lastschiene verfahrbar ist, und
- c) wenigstens ein Antriebsmittel zum Bewegen des wenigstens einen Lastaufnahmewagens,
welches entlang der Lastschiene läuft,
wobei
d) das Antriebsmittel wenigstens einen motorisch angetriebenen Antriebswagen aufweist,
der auf einer Antriebsbahn verfahrbar ist, die parallel zur Lastschiene verläuft,
e) der Antriebswagen über lösbare Kopplungsmittel mit dem Lastaufnahmewagen koppelbar
ist, derart, dass der Antriebswagen in der Lage ist, den Lastaufnahmewagen anzutreiben
und/oder abzubremsen,
f) die Antriebsbahn eine Antriebs-Laufschiene aufweist und wenigstens ein motorisch
angetriebenes Antriebsrad des Antriebswagens auf einer Antriebs-Lauffläche der Antriebs-Laufschiene
abrollt.
[0002] Derartige Fördervorrichtungen werden in Industrieanlagen zum Transport von Werkstücken
eingesetzt. Die Werkstücke können damit beispielsweise von einer Fertigung über eine
Lackiererei, einen Montagebereich, einen Kommissionierungsbereich, eine Packerei,
Puffer, einen Sortierspeicher und ein Lager zu einem Versandbereich transportiert
werden. Bei den Werkstücken kann es sich um kleinere Anbauteile handeln, welche an
Gehängen befestigt sind, die wiederum am Lastaufnahmewagen hängen. Es können aber
auch schwere Lasten direkt an dem Lastaufnahmewagen oder mehreren hintereinander fahrenden
Lastaufnahmewagen angehängt werden.
[0003] Bei marktbekannten Zweischienen-Fördersystemen, die als "power-and-free-Förderer"
bekannt sind, ist eine Last- oder Führungsschiene bedarfsgerecht an einen Stahlbau
unterhalb einer Hallendecke oder an einer separaten Tragkonstruktion angehängt. Oberhalb
der Führungsschiene verläuft parallel zu dieser eine Antriebsschiene, welche fest
mit der Führungsschiene verbunden ist. In der Führungsschiene laufen die Lastaufnahmewagen,
welche an ihrer Oberseite, die der Antriebsschiene zugewandt sind, Mitnehmernocken
aufweisen. In der Antriebsschiene verläuft eine mit Antriebsmotoren angetriebene Antriebskette,
welche über beabstandete Ketten-Mitnehmer verfügt, die lösbar kraftschlüssig mit den
Mitnehmernocken zusammenarbeiten, so dass die Antriebskette den Lastaufnahmewagen
mitschleppt. Das Gewicht der Werkstücke und des Lastaufnahmewagens wird durch die
Führungsschiene getragen. Auf die Antriebskette wirkt lediglich die Antriebskraft.
In Einstreckenbereichen oder bei Verzweigungen der Lastschiene wird die geschlossene
Antriebskette leer, das heißt ohne Lastaufnahmewagen, und entfernt von der Lastschiene
zurückgeführt.
[0004] Bei einer Fördervorrichtung der eingangs genannten Art, wie sie beispielsweise aus
der
EP 1 522 481 A bekannt ist, ist also wenigstens ein motorisch angetriebener Antriebswagen vorgesehen,
welcher auf der Antriebsbahn variabel verfahrbar ist. Der Antriebswagen ist über ein
lösbares Koppelungsmittel mit dem Lastaufnahmewagen koppelbar und treibt diesen bedarfsgerecht
an. Dies hat den großen Vorteil, dass eine Vielzahl von Lastaufnahmewagen nahezu unabhängig
voneinander auf einem Führungsschienensystem bewegt werden kann und der Lastaufnahmewagen
einfach auch zwischen unterschiedlichen Führungsschienenkreisläufen wechseln kann.
Der Antriebswagen rollt erheblich leiser als eine Antriebskette entlang der Antriebsbahn.
Da einzelne Antriebswagen im Vergleich zu einer Antriebskette geringere Reibungsverluste
haben, kann der Motor des Antriebswagens auch entsprechend klein dimensioniert und
optimal auf die zu transportierenden Werksstücke und deren Gewicht ausgelegt sein.
Einzelne Antriebswagen sind weitaus flexibler bezüglich der Streckenführung der Antriebsbahn
als Antriebsketten. Beispielsweise können sie auch im Einstreckenbetrieb eingesetzt
werden, da sie vorwärts und rückwärts gefahren werden können. Bekannte Antriebsketten
hingegen müssen leer zurückgeführt werden.
[0005] Vorteilhafterweise weist die Antriebsbahn eine Antriebs-Laufschiene auf und rollt
wenigstens ein motorisch angetriebenes Antriebsrad des Antriebswagens auf einer Antriebs-Lauffläche
der Antriebs-Laufschiene ab. Derartige Antriebswagen sind bewährt, bekannt und geräuscharm.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Fördervorrichtung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, dass der wenigstens eine Lastaufnahmewagen möglichst variabel
insbesondere in Bezug auf die Streckenführung und die Steuerung gefahren werden kann.
Die Fördervorrichtung soll dabei möglichst leise sein und mit einem geringen Energieaufwand
betrieben werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
g) das Kopplungsmittel so ausgestaltet ist, dass sowohl bei einer Beschleunigung als
auch bei einer Verzögerung die Antriebsachse in Richtung auf die Antriebs-Lauffläche
bewegbar ist, um den Anpressdruck des Antriebsrads auf die Antriebs-Lauffläche last-
und beschleunigungs- oder verzögerungsabhängig zu vergrößern.
[0008] Um den Anpressdruck des Antriebsrades auf die Antriebs-Laufschiene lastabhängig zu
vergrößern und um zu verhindern, dass das Antriebsrad durch die Last des Werkstückes
und des Lastaufnahmewagens von der Laufschiene abhebt, ist das Kopplungsmittel, insbesondere
der Antriebswagen-Mitnehmer, so ausgestaltet, dass bei einer Beschleunigung oder Verzögerung
die Antriebsachse in Richtung auf die Antriebs-Lauffläche der Antriebs-Laufschiene
zu bewegbar ist, um den Anpressdruck des Antriebsrads auf die Antriebs-Lauffläche
last- und beschleunigungs- oder verzögerungsabhängig zu vergrößern. Auf diese Weise
wird beim Beschleunigen des Antriebswagens und des Lastaufnahmewagens beziehungsweise
beim Abbremsen derselben das Risiko des Durchrutschens des Antriebsrades auf der Antriebs-Laufschiene
verkleinert und gegebenenfalls sogar ein Abheben des Antriebsrades verhindert.
[0009] Vorzugsweise ist das Kopplungsmittel der Antriebswagen-Mitnehmer.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Lastschiene eine Laufschiene oder
eine Schiene einer Magnetschwebebahn. Auf einer Laufschiene können die Lastaufnahmewagen
einfach auf Rollen verfahren werden. Eine Magnetschwebebahn zeichnet sich durch geringe
Reibungsverluste und geringe Laufgeräusche aus.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Kopplungsmittel wenigstens
einen mit dem Antriebswagen verbundenen Antriebswagen-Mitnehmer auf, der trennbar
kraftschlüssig mit wenigstens einem mit dem Lastaufnahmewagen verbundenen Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
zusammenwirkt. Kraftschlüssig zusammenwirkende Mitnehmer haben den Vorteil, dass sie
auch bei großen Lasten nicht durchrutschen können.
[0012] Vorzugsweise kann das Antriebsrad drehbar an einer Motorkonsole gelagert sein und
die Motorkonsole kann mittels des Kopplungsmittels schwenkbar in einem Rahmen des
Antriebswagens gelagert sein. So kann die Kraft, die von dem Lastaufnahmewagen an
dem Kopplungsmittel angreift, direkt auf die Motorkonsole wirken, so dass die Motorkonsole
mit der Achse des Antriebsrads gemeinsam in geeigneter Weise bewegt wird, bei welcher
der Anpressdruck des Antriebsrads vergrößert wird.
[0013] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform erstreckt die Antriebs-Lauffläche
sich oben, insbesondere horizontal, an der Laufschiene. Dies hat den Vorteil, dass
der Anpressdruck durch die Last des Antriebswagens von vornherein schon erhöht ist,
und die Antriebsrolle auch dann nicht einfach durchrutscht, wenn kein Lastaufnahmewagen
angekoppelt ist.
[0014] Alternativ kann die Antriebs-Lauffläche sich seitlich, insbesondere vertikal, an
der Laufschiene erstrecken. Auf diese Weise trägt die Antriebsrolle selbst keine Last
und kann entsprechend kleiner dimensioniert sein. Der Anpressdruck kann so auch in
weiteren Grenzen variiert werden. Beispielsweise ist so eine Rutschkupplung realisierbar,
bei der die Antriebsrolle durchrutscht, sobald kein Lastaufnahmewagen angekoppelt
ist.
[0015] Ferner kann die Antriebsbahn seitlich neben der Lastschiene verlaufen. Auf diese
Weise können die Antriebsbahn und die Führungsschiene dort, wo es erforderlich ist,
beispielsweise in einem ex-geschützten Bereich, wo motorisch angetriebene Antriebswagen
nicht zugelassen sind, voneinander weg verlaufen und die Lastaufnahmewagen können
dort von einem anderen zugelassenen Antriebsmittel, beispielsweise einer Antriebskette
übernommen werden. Im Anschluss an einen solchen getrennt befahrenen Bereich können
die Antriebsbahn und die Führungsschiene wieder zusammen laufen und die Antriebswagen
wieder den Antrieb der Lastaufnahmewagen übernehmen.
[0016] Alternativ kann die Antriebsbahn platzsparend auch oberhalb der Lastschiene verlaufen.
[0017] Der Antriebswagen kann ferner eine eigene Steuereinheit aufweisen, so dass er individuell
und variabel steuerbar ist. Die Steuereinheit ermöglicht die Kommunikation mit anderen
Antriebswagen im Fördersystem und/oder mit der zentralen Steuerung. Hierdurch wird
auch eine Ortsbestimmung aller Antriebswagen und der mit diesen verbundenen Lastaufnahmewagen
jederzeit möglich. Die Lastaufnahmewagen lassen sich durch entsprechenden Befehl aktiv
an die Antriebswagen ankoppeln und von diesen abkoppeln. Hierbei kann die Energieversorgung
über Stromschiene oder berührungslos erfolgen. Der Daten- und Informationsaustausch
kann über die Stromschiene oder gesonderte Datenschienen, Funk, W-LAN oder in sonstiger
Weise berührungslos erfolgen.
[0018] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert werden; es zeigen
- Figur 1
- schematisch in einem Schnitt quer zur Förderrichtung ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Zweischienen-Fördersystems mit einem Antriebswagen, der auf einer AntriebsLaufschiene
fährt, und einem Lastaufnahmewagen der auf einer Lastschiene fährt;
- Figur 2
- schematisch die Unteransicht des Antriebswagens aus Figur 1 beim Beschleunigen des
Lastaufnahmewagens;
- Figur 3
- schematisch die Unteransicht des Antriebswagens aus den Figuren 1 und 2 beim Verzögern
des Lastaufnahmewagens;
- Figur 4
- schematisch in einem Schnitt quer zur Förderrichtung ein zweites Ausführungsbeispiel
eines Zweischienen-Fördersystems, das zu dem Zweischienen-Fördersystem aus den Figuren
1 bis 3 ähnlich ist, wobei hier ein Antriebsrad des Antriebswagens von oben an der
AntriebsLaufschiene angreift;
- Figur 5
- schematisch in einem Schnitt quer zur Förderrichtung ein drittes Ausführungsbeispiel
eines Zweischienen-Fördersystems, bei dem die Antriebs-Laufschiene oberhalb der Lastschiene
angeordnet ist;
- Figur 6
- schematisch einen Förderkreislauf, bei dem eines der Zweischienen-Fördersysteme aus
den Figuren 1 bis 5 eingesetzt wird.
[0019] In Figur 1 ist ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehenes Zweischienen-Fördersystem
für Werkstücke, beispielsweise Fahrzeugkarosserien, mit einer Lastschiene 12 rechts
und einer Antriebs-Laufschiene 14 links im Schnitt gezeigt.
[0020] Die Antriebs-Laufschiene 14 befindet sich neben der Lastschiene 12 und verläuft parallel
zu dieser. Die Antriebs-Laufschiene 14 und die Lastschiene 12 verlaufen in der Figur
1 senkrecht zur Zeichenebene, also in Förderrichtung, horizontal. Sie können aber
auch schräg zur Horizontalen verlaufen.
[0021] Auf der Lastschiene 12 ist ein Lastaufnahmewagen 16 verfahrbar.
[0022] Der Lastaufnahmewagen 16 kann mit einem motorisch angetriebenen Antriebswagen 18
angetrieben und verzögert werden, der auf der Antriebs-Laufschiene 14 fährt. Eine
Mehrzahl solcher Antriebswagen 18 und Lastaufnahmewagen 16 können auf der Antriebs-Laufschiene
14 und der Lastschiene 12 unabhängig voneinander bewegt werden.
[0023] Die Lastschiene 12 ist über eine Vielzahl von U-förmigen, nach unten offenen Aufhängelaschen
20 an einem horizontalen Träger 24 eines Stahlbaus befestigt. Die Aufhängelaschen
20 sind entlang der Lastschiene 12 verteilt hintereinander angeordnet. Sie sind dabei
an ihren Oberseiten mit entsprechenden Haltewinkeln 22 verbunden, die an der Unterseite
des Trägers 24 angelegt und von oben über Befestigungselemente 26 fixiert sind.
[0024] Die Lastschiene 12 selbst besteht aus zwei parallelen U-förmigen Schienenteilen 12a
und 12b, deren offene Seiten einander zugewandt sind. Die Schienenteile 12a und 12b
sind symmetrisch zu einer in der Figur 1 vertikalen Mittelebene angeordnet. Sie sind
jeweils mit ihren einander abgewandten, geschlossenen Rückseiten an den Schenkeln
der Aufhängelasche 20 befestigt. Die in der Figur 1 horizontalen Oberseiten der jeweils
unteren Schenkel der Schienenteile 12a und 12b dienen als Laufflächen für weiter unten
näher erläuterte Laufrollen 38 der Lastaufnahmewagen 16.
[0025] Zwischen den beiden Schienenteilen 12a und 12b befinden sich oben und unten zwei
fluchtende Spalte 27a beziehungsweise 27b. Durch den oberen Spalt 27a führt eine Befestigungsstange
28 für einen in der Figur 1 horizontal verlaufenden oberen Mitnehmer 30 hindurch.
[0026] Der Mitnehmer 30 ist ein konventioneller Mitnehmer, der mit einer Antriebskette eines
bekannten power-and-free-Förderers zusammenwirkt. Über die Antriebskette kann der
Lastaufnahmewagen 16 in herkömmlicher Weise angetrieben werden, wenn er den Bereich
der Antriebslaufschiene 14 bei einer Verzweigung verlässt und von dem power-and-free-Förderer
übernommen wird.
[0027] Durch den unteren Spalt 27b führen zwei längliche parallele Anschlussstücke 32 des
Lastaufnahmewagens 16 hindurch, welche an ihren freien unteren Enden jeweils einen
länglichen, in der Figur 1 horizontalen, seitlichen Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 34
tragen.
[0028] Die Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 34 erstrecken sich jeweils unterhalb der Aufhängelaschen
20, ihre freien Enden überragen etwas äußeren vertikalen Ränder der Aufhängelaschen
20.
[0029] Im unteren Spalt 27b laufen außerdem hintereinander Führungsrollen 36 des Lastaufnahmewagens
16. Die Achsen der Führungsrollen 36 sind senkrecht zu den Flächen der Schenkel der
Schienenteile 12a und 12b, in der Figur vertikal, ausgerichtet.
[0030] Der Lastaufnahmewagen 16 weist zwei der oben genannten Laufrollen 38 auf, deren Achsen
parallel zu den Oberseiten der Schenkel der Schienenteile 12a und 12b, in der Figur
1 horizontal, verlaufen. Die Laufrollen 38 befinden sich beidseitig der Befestigungsstange
28 und rollen auf den Laufflächen des jeweiligen Schienenteils 12a beziehungsweise
12b ab. Unten an die Anschlussstücke 32 kann in hier nicht weiter interessierender
Weise das Werkstück angehängt werden.
[0031] Insgesamt stimmt die Bauweise der Lastschiene 12 und des Lastaufnahmewagens 16 weitestgehend
mit den Verhältnissen bei herkömmlichen power-and-free-Förderern überein.
[0032] Die Antriebs-Laufschiene 14 hat ein I-Profil und besteht aus zwei übereinander angeordneten
parallel verlaufenden im wesentlichen im Querschnitt rechtwinkligen Profilbereichen.
Die rechtwinkligen Profilbereiche sind über einen in der Figur 1 vertikalen Stegbereich
einstückig miteinander verbunden. Die einander abgewandten Außenflächen des oberen
und unteren rechtwinkligen Profilbereichs sind eben und verlaufen in der Figur 1 horizontal.
Sie bilden eine jeweilige Lauffläche 44a beziehungsweise 44b.
[0033] Die Antriebs-Laufschiene 14 ist über Schienenhalter 42 an den Aufhängelaschen 20
befestigt, die auf einem Stützprofil an der der Lastschiene 12 zugewandten Seite des
Stegbereichs befestigt sind.
[0034] Oben auf der oberen Lauffläche 44a läuft ein Paar von Antriebswagen-Tragrollen 46
des Antriebswagens 18 ab. Die Antriebswagen-Tragrollen 46 tragen so die Last des Antriebswagens
18.
[0035] An der unteren Lauffläche 44a rollt von unten ein Paar von Antriebswagen-Gegenrollen
48 ab.
[0036] Die Achsen der Antriebswagen-Tragrollen 46 und der Antriebswagen-Gegenrollen 48 verlaufen
parallel zueinander und parallel zu den Laufflächen 44a und 44b in der Figur 1 also
horizontal. Die Antriebswagen-Tragrollen 46 und die Antriebswagen-Gegenrollen 48 greifen
kraftschlüssig an der Antriebs-Laufschiene 14 an, so dass der Antriebswagen 18 in
lateraler Richtung senkrecht zur Förderrichtung, welche in Figur 2 mit dem Pfeil 50
angedeutet ist, nicht verrutschen kann aber dennoch möglichst reibungsfrei darauf
fährt.
[0037] Die rechtwinkligen Profilbereiche der Antriebs-Laufschiene 14 weisen darüber hinaus
in Längsrichtung beidseits der Laufflächen 44a und 44b zwei Führungslaufflächen 52a
und 52b, in Figur 1 oben, eine Antriebs-Lauffläche 53 und eine seitliche Führungslauffläche
54 unten auf, welche sich senkrecht zu den Laufflächen 44a und 44b erstrecken.
[0038] An den oberen Führungslaufflächen 52a und 52b rollen einander gegenüberliegende obere
Antriebswagen-Führungsrollen 56a und 56b ab, derart, dass die beiden Antriebswagen-Führungsrollen
56a und 56b entlang der Antriebs-Laufschiene 14 kraftschlüssig geführt sind.
[0039] Die Achsen der Antriebswagen-Führungsrollen 56a und 56b verlaufen parallel zu den
Laufflächen 44a und 44b und senkrecht zu den Achsen der Antriebswagen-Tragrollen 46
beziehungsweise Antriebswagen-Gegenrollen 48.
[0040] Die Achsen der oberen Antriebswagen-Führungsrollen 56a und 56b sind an der Unterseite
einer Führungsplatte 58 gelagert. Die Führungsplatte 58 erstreckt sich oberhalb der
Antriebswagen-Laufschiene 14 quer über diese und ist an ihrer der Lastschiene 12 abgewandten
Seite mit einem Antriebswagen-Rahmen 60 verbunden.
[0041] Auf der der Lastschiene 12 zugewandten unteren seitlichen Führungslauffläche 54 rollt
eine untere Antriebswagen-Führungsrolle 62 ab, welche symmetrisch zu einer in der
Figur 1 horizontalen Mittelebene gegenüber der entsprechenden oberen Antriebswagen-Führungsrolle
56b angeordnet ist. Die Achse der unteren Antriebswagen-Führungsrollen 62 verläuft
parallel oder koaxial zu der Achse der oberen Antriebswagen-Führungsrolle 56b. Sie
ist oben auf einer unteren Führungsplatte 63 des Antriebswagen-Rahmens 60 gelagert.
[0042] Auf der der Lastschiene 12 abgewandten Antriebs-Lauffläche 53 rollt eine Antriebsrolle
/ Antriebsrad 64 ab, deren in den Figuren 2 und 3 gezeigte Achse 66 parallel zu den
Achsen der Antriebswagen-Führungsrollen 56a, 56b und 62 verläuft. Die Achse 66 der
Antriebsrolle 64 ist an einer Antriebswagen-Motorkonsole 68 befestigt.
[0043] Die Antriebsrolle 64 wird mit einem Elektro-Antriebswagenmotor 70 angetrieben. Der
Antriebswagenmotor 70 ist ebenfalls auf der Antriebswagen-Motorkonsole 68 befestigt.
[0044] Die Antriebswagen-Motorkonsole 68 ist über eine Konsolenschwenkachse 72 mit dem Antriebswagen-Rahmen
60 verbunden. Die Konsolenschwenkachse 72 verläuft parallel zu den Achsen der Antriebswagen-Führungsrollen
56a, 56b und 62, in der Figur 1 vertikal. Die Antriebswagen-Motorkonsole 68 mit dem
Antriebswagenmotor 70 und der Antriebsrolle 64 ist so um die Konsolenschwenkachse
72 in der Figur 1 horizontal relativ zum Antriebswagen-Rahmen 60, den Antriebswagen-Tragrollen
46, den Antriebswagen-Gegenrollen 48 und den Antriebswagen-Führungsrollen 56a, 56b
und 62 schwenkbar.
[0045] An der Antriebswagen-Motorkonsole 68 sind Antriebswagen-Mitnehmer 74a und 74b befestigt
(Vgl. die Unteransicht in den Figuren 2 und 3), welche einen der beiden Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
34 gabelartig umgreifen. In Figur 1 ist der in Förderrichtung 50 hintere (nacheilende)
Antriebswagen-Mitnehmer 74b gezeigt.
[0046] Die Antriebswagen-Mitnehmer 74a und 74b überlappen den Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
34 so, dass letztere bei einem Auseinanderlaufen der Lastschiene 12 und der Antriebs-Laufschiene
14 aus der Parallelführung, beispielsweise bei einer Verzweigung, aus der Gabel der
Antriebswagen-Mitnehmer 74a und 74b herausfährt. Auf diese Weise werden der Lastaufnahmewagen
16 und der Antriebswagen 18 automatisch voneinander getrennt.
[0047] Die Antriebswagen-Mitnehmer 74a und 74b haben in Förderrichtung 50 betrachtet jeweils
die Form eines Kreissegments, vorliegend eines Viertelkreises (Figur 1), dessen Symmetrieebene
in der Normalstellung vertikal ausgerichtet und das schräg unterhalb der unteren Antriebswagen-Führungsrolle
62 auf der der Lastschiene 12 zugewandten Seite angeordnet ist. Die Antriebswagen-Mitnehmer
74a und 74b sind um die jeweilige Mittelpunktsachse der Kreissegmente schwenkbar,
so dass sie zum Trennen von dem Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 34 mittels eines nicht
gezeigten Motors oder eines Magnetschalters von diesem weg geschwenkt werden können.
[0048] Bei einer Relativbewegung des Antriebswagens 18 zum Lastaufnahmewagen 16 in oder
entgegen der Förderrichtung 50 wird eine Antriebskraft oder eine Verzögerungskraft
über den Antriebswagen-Mitnehmer 74a beziehungsweise 74b und den Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
34 an den Lastaufnahmewagen 16 übertragen.
[0049] Bei der Beschleunigung des Antriebswagens 18 und in Folge des Lastaufnahmewagens
16 drückt der in Förderrichtung 50 hintere Antriebswagen-Mitnehmer 74b gegen den Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
34, wie in der Figur 2 gezeigt ist. Die Antriebskraft bewirkt dabei, dass der Antriebswagen-Mitnehmer
74b mit der Antriebswagen-Motorkonsole 68 abhängig von der Last des Lastaufnahmewagens
16 und des daran hängenden Werkstücks relativ zum Antriebswagen-Rahmen 60 in Richtung
des Pfeils 75 um die Konsolenschwenkachse 72 geschwenkt wird und dabei die Antriebsrolle
64 gegen die Antriebs-Lauffläche 53 gedrückt wird. Der last- und beschleunigungabhängig
erhöhte Anpressdruck verhindert ein Durchrutschen der Antriebsrolle 64.
[0050] In Figur 3 ist die Situation bei der Verzögerung des Antriebswagens 18 und in der
Folge des Lastaufnahmewagens 16 dargestellt. Dabei drückt der Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
34 gegen den vorderen Antriebswagen-Mitnehmer 74a, sodass dieser in Förderrichtung
50 nach vorne gedrückt wird.
[0051] Der vordere Antriebswagen-Mitnehmer 74a ist um eine in der Figur 3 gezeigte Mitnehmer-Schwenkachse
76 in Richtung des Doppelpfeils 77 (Mitnehmer-Schwenkrichtung) schwenkbar am Antriebswagen-Rahmen
60 gelagert. Die Mitnehmer-Schwenkachse 76 verläuft parallel zur Konsolenschwenkachse
72.
[0052] Die Mitnehmer-Schwenkachse 76 befindet sich an der Antriebswagen-Motorkonsole 68
gegenüber der Konsolenschwenkachse 72 auf der der Lastschiene 12 zugewandten Seite
der Antriebs-Laufschiene 14, schräg unterhalb der unteren Antriebswagen-Führungsrolle
62.
[0053] Auf der der Lastschiene 12 abgewandten Seite der Mitnehmer-Schwenkachse 76 befindet
sich auf dem vorderen Antriebswagen-Mitnehmer 74a eine Nocke 78, welche in eine entsprechende
Aussparung 80 der Antriebswagen-Motorkonsole 68 eingreift.
[0054] Beim Verzögern des Antriebswagens 18 wird der vordere Antriebswagen-Mitnehmer 74a
in Figur 3 gegen den Uhrzeigersinn geschwenkt und der Antriebswagen-Mitnehmer 74a
wirkt als Hebel, welcher die Nocke 78 gegen den in Förderrichtung 50 betrachtet hinteren
Rand der Aussparung 80 drückt. Die Antriebswagen-Motorkonsole 68 wird dadurch um die
Konsolenschwenkachse 72 in der Richtung des Pfeils 73 zur Antriebs-Laufschiene 14
hin schwenkt, so dass die Antriebsrolle 64 last- und verzögerungsabhängig gegen die
Antriebs-Lauffläche 53 gepresst wird. Auf diese Weise wird auch beim Verzögern des
Antriebswagens 18 und des Lastaufnahmewagens 16 ein Durchrutschen der Antriebsrolle
64 verhindert.
[0055] Die Energieversorgung des Antriebswagens 18 und die Übermittlung von Steuersignalen
erfolgt über Schleifkontakte 82, welche an der der Antriebs-Laufschiene 14 zugewandten
Seite des Antriebswagen-Rahmens 60 angeordnet sind. Die Schleifkontakte 82 stehen
im Kontakt mit entsprechenden Schleifbahnen 83 an dem vertikalen Stegbereich der Antriebs-Laufschiene
14.
[0056] Die Steuerung des Antriebswagens 18, insbesondere des Antriebswagenmotors 70, erfolgt
über eine Antriebswagen-Steuereinrichtung 84, die sich auf der der Antriebs-Laufschiene
14 abgewandten Seite des Antriebswagen-Rahmens 60 befindet (Vgl. Figur 1). Die Antriebswagen-Steuereinrichtung
84 ist über die entsprechenden Schleifkontakte 82 und die Schleifbahnen 83 mit einer
zentralen nicht gezeigten Steuereinrichtung des Zweischienen-Fördersystems 10 verbunden
und individuell ansprechbar. Auf diese Weise ist eine Vielzahl von Antriebswagen 18
unabhängig voneinander auf der Antriebsachsen-Laufschiene 14 verfahrbar.
[0057] Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel, dargestellt in der Figur 4, sind diejenigen
Elemente, die zu denen des ersten, in den Figuren 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsbeispiels
ähnlich sind, mit demselben Bezugszeichen zuzüglich 100 versehen, so dass bezüglich
deren Beschreibung auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel Bezug genommen
wird. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von ersten dadurch, dass der Antriebswagenmotor
170 hier schräg oberhalb der Antriebs-Laufschiene 114 angeordnet ist. Außerdem greift
beim zweiten Ausführungsbeispiel die Antriebsrolle / das Antriebsrad 164 an der oberen,
in der Figur 4 horizontalen, Antriebs-Lauffläche 153 an. An der unteren seitlichen
Führungslauffläche 154a rollt stattdessen die Antriebswagen-Gegenrolle 162a ab. Die
in der Figur 4 verdeckte Achse der Antriebsrolle 164 verläuft parallel zur Antriebs-Lauffläche
153, senkrecht zu den seitlichen Führungslaufflächen 152a, 152b, 154a und 154b. Die
Antriebsrolle 164 wirkt hier gleichzeitig als Tragrolle, so dass der Anpressdruck
durch das Gewicht des Antriebswagens 118 zusätzlich vergrößert wird.
[0058] Außerdem verläuft die Konsolenschwenkachse, welche in Figur 4 verdeckt ist, parallel
zu der Antriebsachse 166 der Antriebsrolle 164, in der Figur 4 horizontal. Auf diese
Weise ist die Antriebswagen-Motorkonsole 168 zur Antriebs-Lauffläche 153 hin so schwenkbar,
dass die Antriebsrolle 164 mit erhöhtem Anpressdruck gegen diese gepresst wird.
[0059] Zwei Antriebswagen-Mitnehmer 174a und 174b sind über eine in Figur 4 verdeckte Umlenkeinrichtung
mit der Antriebswagen-Motorkonsole 168 so verbunden, dass beim Beschleunigen oder
Verzögern die Antriebswagen-Mitnehmer 174a, 174b um eine vertikale Achse verschwenkt
werden, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, wobei jedoch eine Umlenkung dieser Schwenkbewegung
auf eine Linearbewegung der Antriebswagen-Motorkonsole 168 in vertikaler Richtung
erfolgt. Diese Umlenkeinrichtung ist in der Art eines Scharniergelenks aufgebaut,
bei dem die einander zugewandten an einander anliegenden Oberflächen der Scharnierteile
zu ihrer gemeinsamen Drehachse geneigt sind, so dass beim Drehen der Scharnierteile
relativ zueinander um die Drehachse gleichzeitig eine Relativbewegung axial zu der
Drehachse statt findet.
[0060] Bei einem dritten Ausführungsbeispiel, dargestellt in der Figur 5, sind diejenigen
Elemente, die zu denen des ersten, in den Figuren 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsbeispiels
ähnlich sind, mit demselben Bezugszeichen zuzüglich 200 versehen, so dass bezüglich
deren Beschreibung auf die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel Bezug genommen
wird. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von ersten dadurch, dass die Antriebs-Laufschiene
214 oberhalb der Lastschiene 212 verläuft. Die Antriebs-Laufschiene 214 ist dabei
ebenfalls zwischen den Schenkeln der U-förmigen Aufhängelaschen 220 angeordnet und
ebenso wie die Lastschienen 212 an diesen befestigt. Schleifkontakte und Schleifbahnen
283 für die Energieversorgung und zur Ü-bermittlung von Steuersignalen verlaufen oberhalb
der Antriebs-Laufschiene 214 parallel zu dieser.
[0061] Die Antriebs-Laufschiene 214 besteht hier aus zwei Schienenteilen 214a und 214b jeweils
mit einem L-Profil. Die Schienenteile 214a und 214b sind jeweils oberhalb eines Schienenteils
212a und 212b der Lastschiene 212 symmetrisch zu einer in Figur 5 vertikalen Mittelebene,
welche auch die Symmetrieebene der Lastschiene 212 ist, angeordnet. Die beiden Schienenteile
214a und 214b sind mit einem in der Figur 5 vertikal ausgerichteten Schenkel, dessen
freier Rand zur Lastschiene 212 hin nach unten zeigt, an dem entsprechenden Schenkel
der Aufhängelaschen 220 befestigt. Ein in der Figur 5 horizontal ausgerichteter Schenkel,
dessen freier Rand zum jeweils anderen Schienenteil 214a beziehungsweise 214b der
Antriebs-Laufschiene 214 zeigt, weist jeweils eine Antriebs-Lauffläche 253 für eine
Antriebsrolle / ein Antriebsrad 264 des Antriebswagens 218 auf.
[0062] Zwischen den horizontal ausgerichteten Schenkeln der beiden Schienenteile 214a und
214b ist ein Spalt vorgesehen, durch den die Antriebswagen-Motorkonsole 268 hindurch
reicht.
[0063] Die den Spalt begrenzenden Ränder 252a und 252b der horizontalen Schenkel der Schienenteile
214a und 214b dienen als Führungslaufflächen. An den Führungslaufflächen 252a und
252b rollen paarweise angeordnete Antriebswagen-Führungsrollen 256a und 256b ab, deren
Achsen parallel zueinander und senkrecht zu den horizontalen Schenkeln der Schienenteile
214a und 214b verlaufen. Mit den Antriebswagen-Führungsrollen 256a und 256b wird der
Antriebswagen 218 in der Spur gehalten.
[0064] Insgesamt sind zwei Antriebsrollen 264 und zwei nicht sichtbare Tragrollen vorgesehen,
die paarweise jeweils auf einer Achse befestigt und auf diesen antreibbar sind. In
Figur 5 sind die in Förderrichtung hinteren Tragrollen durch die vorderen Antriebsrollen
264 mit ihren Antriebsachsen 266 verdeckt. Die Antriebsachsen 266 der Antriebsrollen
264 verlaufen senkrecht zur Förderrichtung. Die Förderrichtung erstreckt sich in der
Figur 5 senkrecht zur Zeichenebene.
[0065] Die Achsen der Antriebsrollen 264 und der Tragrollen sind an dem Antriebswagen-Rahmen
260 befestigt.
[0066] Der Antriebswagenmotor 270 befindet sich oberhalb der Antriebsachse 266. Die Antriebsachse
266 ist über ein Getriebe 290 mit dem Antriebswagenmotor 270 verbunden.
[0067] Die den Antriebsrollen 264 abgewandten Unterseiten der horizontalen Schenkel der
Schienenteile 214a und 214b bilden Gegenlaufflächen 244. Auf jeder Gegenlauffläche
244 rollen zwei Antriebswagen-Gegenrollen 248 ab. Die Achsen 249 der Antriebswagen-Gegenrollen
248 verlaufen vertikal unterhalb und parallel zu den Antriebsachsen 266.
[0068] Die Achsen 249 sind ebenfalls an dem Antriebswagen-Rahmen 260 in einer Weise gelagert,
dass sie sich in vertikaler Richtung bewegen können. Der Außendurchmesser der Antriebswagen-Gegenrollen
248 ist kleiner als der Außendurchmesser der Antriebsrollen 264.
[0069] An der Unterseite des Antriebswagen-Rahmens 260 sind zwischen den Antriebswagen-Gegenrollen
248 zwei parallele Haltestreben 275 für einen Antriebswagen-Mitnehmer 274 befestigt.
Der Antriebswagen-Mitnehmer 274 überlappt an seinem freien Ende, in der Figur 5 unten,
einen konventionellen Mitnehmer des Lastaufnahmewagens 216 zur Verwendung mit einem
bekannten power-and-free-Förderer. Der konventionelle Mitnehmer wirkt hier auch als
Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 234.
[0070] Der Antriebswagen-Mitnehmer 274 hat etwa die Form einer rechteckigen Platte, welche
senkrecht zur Förderrichtung verläuft, in Figur 5 also parallel zur Zeichenebene.
[0071] Der Lastaufnahmewagen 218 besitzt in diesem Ausführungsbeispiel zwei Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
234, von denen der eine dem anderen in Bewegungsrichtung vorauseilt. Dies entspricht
der üblichen Bauweise von Lastaufnahmwagen bei power-and-free-Förderern. Der Antriebswagen-Mitnehmer
274 greift zwischen die beiden Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 234 ein.
[0072] Beim Beschleunigen des Antriebswagens 218 drückt der Antriebswagen-Mitnehmer 274
gegen den vorauseilenden Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 234.
[0073] Beim Verzögern des Antriebswagens 218 rollt der Lastaufnahmewagen 216 zunächst weiter.
Dabei löst sich der in Bewegungsrichtung vorauseilende Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
234 vom Antriebswagen-Mitnehmer 274 des Antriebswagens 218, bis der in Bewegungsrichtung
nacheilende Lastaufnahmemitnehmer an dem Antriebswagen-Mitnehmer anliegt. Ab diesem
Zeitpunkt wird der Lastaufnahmewagen 216 durch den Antriebswagen 218 verzögert.
[0074] Beim Beschleunigen und beim Verzögern wirkt eine seitliche Kraft auf den Antriebswagen-Mitnehmer
274, die von dem entsprechenden Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 234 ausgeübt wird. Hierdurch
wird der Antriebswagen-Mitnehmer 274 in Bewegungsrichtung oder gegen die Bewegungsrichtung
ausgelenkt. Um diese Auslenkbewegung zu ermöglichen, ist der Antriebswagen-Mitnehmer
274 entsprechend am Antriebswagen-Rahmen 260 gelagert. Ein geeigneter Mechanismus
überträgt die Auslenkbewegung des Antriebswagen-Mitnehmers 274 auf die Gegenrollen
248 und drückt diese nach oben gegen die entsprechende Lauffläche der Antriebs-Laufschiene
214. Auf diese Weise wird beim Beschleunigen und beim Verzögern der Schlupf zwischen
den Antriebsrollen 264 und der Antriebs-Laufschiene 214 minimiert.
[0075] In Figur 6 ist ein Groblayout für einen Schienenverlauf eines Transportsystems gezeigt,
bei dem ein Zweischienen-Fördersystem 10, 110 und/oder 210 gemäß einem der drei Ausführungsbeispiele
Verwendung finden kann. Beispielhaft ist hier die Verwendung des ersten Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren 1 bis 3 aufgezeigt.
[0076] Die Antriebs-Laufschiene 14 führt von einem Aufgabebereich 90 in der Figur 6 oben
links für die Werkstücke außen an einer Lackiereinrichtung 92 vorbei zu einer Trocknereinrichtung
94, die sie ebenfalls außen passiert.
[0077] In Förderrichtung 50 hinter der Trocknereinrichtung 94 zweigen von der Antriebs-Laufschiene
14 zunächst zwei Leerziehspeicher 96 ab, welche jeweils eine Sackgasse bilden. Im
Anschluss an diese Verzweigungen folgen zwei weitere Verzweigungen, hinter denen die
Antriebs-Laufschiene 14 sich in drei funktional parallele Zweige aufteilt, hinter
denen sie wieder als eine einzige Antriebs-Laufschiene 14 weiterführt. Die drei parallelen
Zweige der Antriebs-Laufschienen 40 bilden jeweils Sortierspeicher 98.
[0078] Hinter den Sortierspeichern 98 teilt sich die Antriebs-Laufschiene 14 ein weiteres
Mal in zwei parallele Zweige eines Endmontagebereichs 99, die später wieder zusammenlaufen.
[0079] Hinter dem Endmontagebereich 99 folgt ein Abnahmebereich 97, in dem die Abnahme der
fertig montierten beziehungsweise behandelten Werkstücke von den Lastaufnahmewagen
16 erfolgt.
[0080] Am Ende des Abnahmebereichs 97 schließt sich die Antriebs-Laufschiene 14, so dass
die Antriebswagen 18 mit den leeren Lastaufnahmewagen 16 unmittelbar weiter zum Aufgabebereich
90 fahren können. Die Antriebswagen 18 können sich so alleine oder mit den Lastaufnahmewagen
16 insgesamt in einem geschlossenen Kreislauf bewegen.
[0081] Die Lastschiene 12 verläuft bis auf die Bereiche bei der Lackiereinrichtung 92 und
der Trocknereinrichtung 94 in der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Weise parallel
zur Antriebs-Laufschiene 14. In Förderrichtung 50 vor der Lackiereinrichtung 92 zweigt
die Lastschiene 12 jedoch ab und führt direkt durch die Lackiereinrichtung 92 hindurch.
[0082] An der Abzweigung trennen sich die Antriebswagen-Mitnehmer 74a und 74b, wie oben
beschrieben, automatisch von den Lastaufnahmewagen-Mitnehmern 34. Dies ist erforderlich,
da die Lackiereinrichtung 92 ein exgeschützter Bereich ist, und die mit eigenen Antriebswagen-Motoren
70 und Schleifkontakten 82 ausgestatteten Antriebswagen 18 hier nicht durchfahren
dürfen.
[0083] In der Lackiereinrichtung 92 erfolgt der Antrieb der Lastaufnahmewagen 16 über einen
Kettenantrieb, wie dies bei power-and-free-Förderern üblich ist. Dabei wirken die
Mitnehmer der Förderkette mit den Mitnehmern 30 der Lastaufnahmewagen 16 zusammen;
die seitlichen Mitnehmer 34 sind hier funktionslos.
[0084] Im Anschluss an die Lackiereinrichtung 92 trifft die Lastschiene 12 wieder auf die
Antriebs-Laufschiene 14. Die Lastaufnahmewagen 16 werden dort automatisch wieder von
den entsprechenden Antriebswagen 18 übernommen.
[0085] Analog zweigt im Bereich der Trockeneinrichtung 94 die Lastschiene 12 von der Antriebs-Laufschiene
14 ab. Dort ist dies erforderlich, weil die Antriebswagen 18, insbesondere die Antriebswagen-Motoren
70 und die Antriebswagen-Steuereinheiten 34, temperaturempfindlich sind und daher
die Trocknereinrichtung 94 nicht passieren dürfen.
[0086] In der Trocknereinrichtung 94 erfolgt der Antrieb der Lastaufnahmewagen 16 mittels
einer Antriebskette 304, die über zwei Umlenkrollen 302 umgelenkt ist.
[0087] Im Anschluss an die Trocknereinrichtung 94 laufen die Lastschiene 12 und die Antriebs-Laufschiene
14 wieder zusammen.
[0088] Die Förderanlage in Figur 6 wird wie folgt betrieben:
Im Aufgabenbereich 90 werden die Lastaufnahmewagen 16 mit den Werkstücken beladen.
Jeder Lastaufnahmewagen 16 wird mit einem Antriebswagen 18 bewegt. Die Antriebswagen
18 werden unabhängig voneinander angesteuert und in Förderrichtung 50 entlang der
Lastschiene 12 zur Lackiereinrichtung 92 befördert. Dort laufen die Lastschiene 12
und die Antriebs-Laufschiene 14 auseinander, wobei automatisch die Antriebswagen-Mitnehmer
74 und die Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 34 getrennt werden.
[0089] Die Antriebswagen 18 fahren anschließend automatisch weiter bis zu der Stelle, an
der die Lastschiene 12 wieder auf die Antriebs-Laufschiene 14 trifft und warten dort
auf die Lastaufnahmewagen 16. Diese werden automatisch von der Förderkette übernommen,
welche sie durch die Lackiereinrichtung 92 befördert. In der Lackiereinrichtung 92
werden die Werkstücke in hier nicht weiter interessierender, bekannter Weise lackiert.
[0090] An der Stelle, an der die Lastschiene 16 und die Antriebs-Laufschiene 14 wieder zusammentreffen,
werden die Lastaufnahmewagen 16 automatisch wieder von den Antriebswagen 18 übernommen,
indem die Antriebswagen-Mitnehmer 74 die seitlichen Lastaufnahmewagen-Mitnehmer 34
umgreifen.
[0091] Analog werden in der Trocknereinrichtung 94 die Lastaufnahmewagen 16 von den Antriebswagen
18 getrennt und anschließend wieder zusammengeführt.
[0092] Bei Bedarf werden die Lastaufnahmewagen 16 mit den Antriebswagen 18 in den Leerziehspeichern
96 zwischengeparkt und zu einem späteren Zeitpunkt rückwärts mit den Antriebwagen
18 wieder herausgefahren.
[0093] Abhängig von der darauf folgenden gegebenenfalls individuellen Bearbeitung der Werkstücke
werden die Lastaufnahmewagen 16 unabhängig voneinander in die entsprechenden Sortierspeicher
98 gefahren.
[0094] Aus den Sortierspeichern 98 werden die Lastaufnahmewagen 16 mit den Werkstücken in
den entsprechenden Strang des Endmontagebereichs 99 gefahren, wo die Endmontage durchgeführt
wird.
[0095] Schließlich werden die fertig bearbeiteten Werkstücke beziehungsweise die Zwischenprodukte
in dem Abnahmebereich 97 von den Lastaufnahmewagen 16 abgenommen.
[0096] Bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen eines Zweischienen-Fördersystems
10; 110; 210 sind unter Anderem folgende Modifikationen möglich:
Anstelle des Getriebes 290 in dem dritten Ausführungsbeispiel in Figur 5 können auch
Ketten oder andere Kraftübertragungsmittel vorgesehen sein, um die Antriebsachsen
266 mit dem Antriebswagenmotor 270 anzutreiben.
[0097] Die Übermittlung von Steuersignalen von der zentralen Steuereinrichtung an die Antriebswagen
18; 118; 218 kann statt über die Schleifkontakte 82; 182; 282 und die Schleifbahnen
83; 183; 283 auch kontaktlos, beispielsweise über Funk- oder Lichtsignale, insbesondere
Infrarotsignale, erfolgen.
[0098] Die Antriebswagen-Motoren 70; 170; 270 können auch batterie- oder akkubetrieben sein,
so dass diesbezüglich auf die Schleifkontakte 82; 182; 282 und die Schleifbahnen 83;
183; 283 verzichtet werden kann.
[0099] Die Lastschienen 12; 112; 212 können statt als Laufschienen auch als Schienen einer
Magnetschwebebahn ausgebildet sein.
1. Fördervorrichtung (10; 110; 210) für Werkstücke mit einer Last-Hängebahn, die umfasst
a) eine Lastschiene (12; 112; 212),
b) wenigstens einen Lastaufnahmewagen (16; 116; 216), an dem die Werkstücke zur Beförderung
angehängt werden können und der auf der Lastschiene (12; 112; 212) verfahrbar ist,
und
c) wenigstens ein Antriebsmittel (18; 118; 218) zum Bewegen des wenigstens einen Lastaufnahmewagens
(16; 116; 216), welches entlang der Lastschiene (12; 112; 212) läuft,
wobei
d) das Antriebsmittel wenigstens einen motorisch angetriebenen Antriebswagen (18;
118; 218) aufweist, der auf einer Antriebsbahn (14; 114; 214) verfahrbar ist, die
parallel zur Lastschiene (12; 112; 212) verläuft,
e) der Antriebswagen (18; 118; 218) über lösbare Kopplungsmittel (34, 74a, 74b; 134,
174a, 174b; 234, 274) mit dem Lastaufnahmewagen (16; 116; 216) koppelbar ist, derart,
dass der Antriebswagen (18; 118; 218) in der Lage ist, den Lastaufnahmewagen (16;
116; 216) anzutreiben und/oder abzubremsen,
f) die Antriebsbahn eine Antriebs-Laufschiene (14; 114; 214) aufweist und wenigstens
ein motorisch angetriebenes Antriebsrad (64; 164; 264) des Antriebswagens (18; 118;
218) auf einer Antriebs-Lauffläche (53; 153; 253) der Antriebs-Laufschiene (14; 114;
214) abrollt,
dadurch gekennzeichnet, dass
g) das Kopplungsmittel (74a, 74b; 174a, 174b; 274) so ausgestaltet ist, dass sowohl
bei einer Beschleunigung als auch bei einer Verzögerung die Antriebsachse (66; 166;
266) in Richtung auf die Antriebs-Lauffläche (53; 153; 253) bewegbar ist, um den Anpressdruck
des Antriebsrads (64; 164; 264) auf die Antriebs-Lauffläche (53; 153; 253) last- und
beschleunigungs- oder verzögerungsabhängig zu vergrößern.
2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsmittel (74a, 74b; 174a, 174b; 274) der Antriebswagen-Mitnehmer ist.
3. Fördervorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastschiene eine Laufschiene (12; 112; 212) oder eine Schiene einer Magnetschwebebahn
ist.
4. Fördervorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopplungsmittel wenigstens einen mit dem Antriebswagen (18; 118; 218) verbundenen
Antriebswagen-Mitnehmer (74a, 74b; 174a, 174b; 274) aufweist, der trennbar kraftschlüssig
mit wenigstens einem mit dem Lastaufnahmewagen (16; 116; 216) verbundenen Lastaufnahmewagen-Mitnehmer
(34; 134; 234) zusammenwirkt.
5. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (64) drehbar an einer Motorkonsole (68; 168) gelagert ist und die
Motorkonsole (68; 168) mittels des Kopplungsmittels (74a, 74b; 174a, 174b) schwenkbar
in einem Rahmen (60; 160) des Antriebswagens (18; 118) gelagert ist.
6. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs-Lauffläche (153; 253) sich oben, insbesondere horizontal, an der Laufschiene
(114; 214) erstreckt.
7. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs-Lauffläche (53) sich seitlich, insbesondere vertikal, an der Laufschiene
(14) erstreckt.
8. Fördervorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsbahn (14; 114) seitlich neben der Lastschiene (12; 112) verläuft.
9. Fördervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsbahn (214) oberhalb der Lastschiene (212) verläuft.
10. Fördervorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebswagen (18; 118) eine eigene Steuereinheit (84; 184) aufweist.
1. Conveying device (10; 110; 210) for workpieces having a load suspension track, which
comprises
a) a load rail (12; 112, 212),
b) at least one load-receiving carriage (16; 116; 216) on which the workpieces can
be suspended for conveyance and which can be moved on the load rail (12; 112; 212),
and
c) at least one drive means (18; 118; 218) for moving the at least one load-receiving
carriage (16; 116; 216) which runs along the load rail (12; 112; 212),
wherein
d) the drive means has at least one motor-driven drive carriage (18; 118; 218) which
can be moved on a drive track (14; 114; 214) which extends parallel to the load rail
(12; 112; 212),
e) the drive carriage (18; 118; 218) can be coupled to the load-receiving carriage
(16; 116; 216) via releasable coupling means (34, 74a, 74b; 134, 174a, 174b; 234,
274) in such a way that the drive carriage (18; 118; 218) is capable of driving and/or
braking the load-receiving carriage (16; 116; 216),
f) the drive track has a drive running rail (14; 114; 214) and at least one motor-driven
drive wheel (64; 164; 264) of the drive carriage (18; 118; 218) rolls on a drive running
surface (53; 153; 253) of the drive running rail (14; 114; 214),
characterized in that
g) the coupling means (74a, 74b; 174a, 174b; 274) is designed such that, both during
an acceleration and during a deceleration, the drive axle (66; 166; 266) can be moved
in the direction of the drive running surface (53; 153; 253) in order to increase
the contact pressure of the drive wheel (64; 164; 264) on the drive running surface
(53; 153; 253) in a load- and acceleration- or deceleration-dependent manner.
2. Conveying device according to Claim 1, characterized in that the coupling means (74a, 74b; 174a, 174b; 274) is the drive carriage driver.
3. Conveying device according to one of the preceding claims, characterized in that the load rail is a running rail (12; 112; 212) or a rail of a magnetic suspension
track.
4. Conveying device according to one of the preceding claims, characterized in that the coupling means has at least one drive carriage driver (74a, 74b; 174a, 174b;
274) which is connected to the drive carriage (18; 118; 218) and which interacts separately
in a non-positive manner with at least one load-receiving carriage driver (34; 134;
234) connected in the load-receiving carriage (16; 116; 216).
5. Conveying device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the drive wheel (64) is rotatably mounted on a motor bracket (68; 168) and the motor
bracket (68; 168) is pivotably mounted in a frame (60, 160) of the drive carriage
(18; 118) by means of the coupling means (74a, 74b; 174a, 174b).
6. Conveying device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the drive running surface (153; 253) extends at the top of, in particular horizontally
on, the running rail (114; 214).
7. Conveying device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the drive running surface (53) extends laterally, in particular vertically, on the
running rail (14).
8. Conveying device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive track (14; 114) extends laterally next to the load rail (12; 112).
9. Conveying device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the drive track (214) extends above the load rail (212).
10. Conveying device according to one of the preceding claims, characterized in that the drive carriage (18; 118) has a dedicated control unit (84; 184).
1. Dispositif de convoyage (10 ; 110 ; 210) dévolu à des pièces usinées et doté d'une
voie suspendue porte-charges incluant
a) un rail (12 ; 112 ; 212) porte-charges,
b) au moins un chariot (16 ; 116 ; 216) récepteur de charges auquel les pièces peuvent
être suspendues en vue du convoyage, et qui peut être déplacé sur ledit rail (12 ;
112 ; 212) porte-charges, et
c) au moins un moyen d'entraînement (18 ; 118 ; 218) qui est destiné à mouvoir ledit
chariot (16 ; 116 ; 216) récepteur de charges, à présence minimale, et se meut le
long dudit rail (12 ; 112 ; 212) porte-charges,
sachant que
d) ledit moyen d'entraînement présente au moins un chariot d'entraînement (18 ; 118
; 218) à commande motorisée, déplaçable sur une piste d'entraînement (14 ; 114 ; 214)
qui s'étend parallèlement audit rail (12 ; 112 ; 212) porte-charges,
e) le chariot d'entraînement (18 ; 118 ; 218) peut être couplé au chariot (16 ; 116
; 216) récepteur de charges par l'intermédiaire de moyens d'accouplement (34, 74a,
74b ; 134, 174a, 174b ; 234, 274) libérables, de telle sorte que ledit chariot d'entraînement
(18 ; 118 ; 218) soit en capacité de mener et/ou de freiner ledit chariot (16 ; 116
; 216) récepteur de charges,
f) ladite piste d'entraînement est pourvue d'un rail (14 ; 114 ; 214) de roulement
d'entraînement et au moins une roue menante (64 ; 164 ; 264) dudit chariot d'entraînement
(18 ; 118 ; 218), commandée par moteur, roule sur une surface (53 ; 153 ; 253) de
roulement d'entraînement dudit rail (14 ; 114 ; 214) de roulement d'entraînement,
caractérisé par le fait que
g) le moyen d'accouplement (74a, 74b ; 174a, 174b ; 274) est conçu de façon telle
que lors d'une accélération, de même que lors d'une décélération, l'axe d'entraînement
(66 ; 166 ; 266) puisse être mû en direction de la surface (53 ; 153 ; 253) de roulement
d'entraînement, en vue d'accroître la pression de contact de la roue menante (64 ;
164 ; 264) sur ladite surface (53 ; 153 ; 253) de roulement d'entraînement, d'une
manière tributaire de la charge et de l'accélération ou de la décélération.
2. Dispositif de convoyage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le moyen d'accouplement (74a, 74b ; 174a, 174b ; 274) est l'organe entraîneur du
chariot d'entraînement.
3. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le rail porte-charges est un rail de roulement (12 ; 112 ; 212), ou un rail d'une
piste à sustentation magnétique.
4. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le moyen d'accouplement est doté d'au moins un organe entraîneur (74a, 74b ; 174a,
174b ; 274) du chariot d'entraînement, qui est relié audit chariot d'entraînement
(18 ; 118 ; 218) et coopère, par engagement positif et de manière dissociable, avec
au moins un organe entraîneur (34 ; 134 ; 234) du chariot récepteur de charges, relié
audit chariot (16 ; 116 ; 216) récepteur de charges.
5. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que la roue menante (64) est montée à rotation sur une console (68 ; 168) de moteur et
ladite console (68 ; 168) de moteur est montée à pivotement, à l'aide du moyen d'accouplement
(74a, 74b ; 174a, 174b), dans un cadre (60 ; 160) du chariot d'entraînement (18 ;
118).
6. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la surface (153 ; 253) de roulement d'entraînement s'étend en partie haute sur le
rail de roulement (114 ; 214), en particulier dans le sens horizontal.
7. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la surface (53) de roulement d'entraînement s'étend latéralement sur le rail de roulement
(14), en particulier dans le sens vertical.
8. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la piste d'entraînement (14 ; 114) s'étend latéralement à côté du rail (12 ; 112)
porte-charges.
9. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la piste d'entraînement (214) s'étend au-dessus du rail (212) porte-charges.
10. Dispositif de convoyage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le chariot d'entraînement (18 ; 118) est équipé d'une propre unité de commande (84
; 184).