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EP 2 210 512 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.12.2010 Patentblatt 2010/51 |
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Anmeldetag: 26.01.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer
Protective helmet, in particular for motorbike riders
Casque de protection, notamment pour conducteurs de motos
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.07.2010 Patentblatt 2010/30 |
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Patentinhaber: |
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- Hipp + Partner Consult Ltd.
8222 Paphos, Zypern (CY)
- Gorton, Tim
Auckland (NZ)
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Erfinder: |
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- Hipp, Hans-Joachim
30938, Burgwedel (DE)
- Jaspis, Sven
30938, Burgwedel (DE)
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Vertreter: Meyer, Ludgerus |
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Jungfernstieg 38 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 797 783 US-A- 3 110 034
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WO-A-96/13993
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0002] Die Erfindung betrifft einen Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0003] Übliche Motorradschutzhelme weisen eine im Wesentlichen geschlossene Helmkalotte
auf, an deren Vorderseite eine Visieröffnung zur Aufnahme eines aufklappbaren Hauptvisiers
ausgebildet ist. Die Helmkalotte enthält auf ihrer Innenseite ein Kopfpolster, das
nahezu die gesamte Innenseite der Helmkalotte durch eine mehrere Zentimeter dicke
Polsterschicht abdeckt.
[0004] Es ist auch bekannt, neben einem Hauptvisier zusätzlich eine Sonnenblende vorzusehen,
die unabhängig vom Hauptvisier betätigt werden kann, wobei sie in Gebrauchsstellung
einen Teil des Helmausschnitts abdeckt, und in Außer-Gebrauchsstellung in einen Spalt
einschiebbar ist, der sich zwischen der Innenseite der Helmkalotte und dem Kopfpolster
befindet. Der Schwenkpunkt der Sonnenblende kann mit dem Schwenkpunkt des Hauptvisiers
übereinstimmen oder im Abstand dazu angeordnet sein. Die Betätigung erfolgt in der
Regel über ein griffgünstig angeordnetes Schieberelement auf der Außenseite der Helmkalotte.
Der Schieber wirkt über ein Hebelgestänge auf der Innenseite der Helmkalotte auf die
Sonnenblende und kann daher die Sonnenblende zwischen zwei Stellungen verschwenken.
[0005] Eine entsprechende Ausbildung eine derartige Sonnenblende ist aus der
EP 1 393 642 B1 bekannt. Dort befindet sich an der Außenseite der Helmkalotte ein Betätigungselement,
das auf der Innenseite der Helmkalotte auf eine Stellmechanik einwirkt, die eine Bewegung
der Sonnenblende ermöglicht. Sonnenblende und Hauptvisier sind an beabstandeten Gelenkpunkten
gelagert.
[0006] Aus der
DE 10 2007 031 636 A1 ist ein Helm bekannt, der ebenfalls ein Hauptvisier sowie eine Sonnenblende enthält.
Ergänzend zur Sonnenblende ist auch noch eine Nebelblende vorgesehen, die parallel
zur Sonnenblende verläuft. Hauptvisier, Sonnenblende und Nebelblende sind dabei um
das gleiche Gelenk verschwenkbar. Dies führt zu erheblichem Platzbedarf im seitlichen
Bereich des Helms, so dass dort entweder der Helm sehr breit ausgestattet werden muss
oder die Polsterdicke im Gelenkbereich erheblich reduziert ist.
[0007] Aus der
WO 99/27999 ist ein Helm für professionelle Zwecke bekannt, bei dem neben einem Hauptvisier eine
Sonnenblende vorgesehen ist, die um einen Gelenkpunkt verschwenkbar ist, der sich
parallel zum Gelenkpunkt des Hauptvisiers befindet. Die Verschwenkung der Sonnenblende
erfolgt mittels eines zentralen Schiebers auf einem oberseitigen undurchsichtigen
Teil des Hauptvisiers. Damit ist jedoch das Hauptvisier relativ aufwendig gestaltet,
so dass es für einen Schutzhelm für Motorradfahrer in der Regel zu kostenaufwendig
ist.
[0008] Die
DE 10 2004 048 842 B3 zeigt schließlich einen Integralhelm mit einer Helmkalotte, die eine verschiebbare
Sonnenblende umfasst, die die Visieröffnung teilweise abdecken kann. Anders als in
den oben genannten Ausführungsformen wird die Sonnenblende gemäß dieser Druckschrift
durch zwei seitliche Führungen in Form eines Bogenabschnitts geführt, wobei die Bewegung
der Seitenflügel in den Führungen durch ein Betätigungselement gesteuert wird, das
in Form eines Schiebers an der Außenseite der Helmkalotte befestigt ist. Die Bewegungsübertragung
zwischen Schieber und Sonnenblende erfolgt mittels eines Bowdenzuges.
[0009] Aufgrund dieser Ausführungsform ist der Aufwand zur Ausbildung der Sonnenblendenbetätigung
erheblich. Des Weiteren ist es erforderlich, dass die Betätigung der beiden Enden
der Sonnenblende streng parallel verläuft, da es anderenfalls zu einem Verkanten der
Enden der Sonnenblende in den Führungen kommen kann.
Aus der
EP 1 797 783 A1 ist ein Helm bekannt, der ein Hauptvisier sowie eine Sonnenblende enthält. Die Sonnenblende
weist eine seitliche Lagerung über ein Drehgelenk auf. Eine seitliche Lagerung erfordert,
dass die Bewegungsbahn der Sonnenblende entlang eines Kreisabschnitts verläuft.
Darstellung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer,
anzugeben, der neben einem Hauptvisier eine verschiebbare Sonnenblende verwendet,
die einfach betätigbar ist, sicher zu handhaben ist und die nur einen geringen konstruktiven
Aufwand erfordert.
Technische Lösung
[0012] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
[0013] Die Erfindung geht aus von einem Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer, der
eine stoßfeste Helmkalotte und ein inneres Kopfpolster aufweist, wobei die Helmkalotte
einen Ausschnitt für eine Hauptvisieröffnung mit einem seitlich drehbar gelagertem
Hauptvisier zur Abdeckung der Hauptvisieröffnung enthält, wobei oberseitig der Visieröffnung
ein Spalt zum Einschieben einer Sonnenblende ausgebildet ist, und wobei die Sonnenblende
in dem Spalt zwischen einer die Visieröffnung freilassenden Ruhestellung und einer
die Visieröffnung teilweise abdeckende Gebrauchsstellung verschiebbar ist.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Sonnenblende in ihrem zentralen Bereich mittels eines über
einen Führungsspalt der Helmkalotte geführten Betätigungsknopfes verschiebbar. Die
Seitenflügel der Sonnenblende sind mittels zweier in die Helmkalotte geführte Seitenführungen
gegen Bewegung in Normalrichtung der Sonnenblende stabilisiert.
[0015] Durch die zentrale Anordnung des Betätigungsschiebers kann dieser unmittelbar auf
den mittleren Bereich der Sonnenblende einwirken, so dass keinerlei weitere Kraftübertragungsmittel,
wie Hebel, Bowdenzüge oder ähnliches, erforderlich sind, um die Sonnenblende zu betätigen.
Der Betätigungsschieber bzw. der Betätigungsknopf greift durch einen Spalt der Helmkalotte
hindurch und wird gleichzeitig durch den Spalt geführt.
[0016] Da es sich bei einer Sonnenblende in der Regel um eine randlos gefertigte dünne Kunststoffscheibe
handelt, würde sie bei rein zentraler Befestigung an dem Betätigungsschieber häufig
nicht ausreichend stabil gegen Bewegungen in Normalrichtung gesichert sein. Daher
sieht die Erfindung vor, die Seitenflügel der Sonnenblende zu stabilisieren, indem
sie mittels Seitenführungen gegen Bewegung gesichert sind.
[0017] Vorzugsweise ist der Betätigungsschieber als länglicher Schieber ausgebildet, der
in dem Führungsspalt der Helmkalotte in Längsrichtung verschiebbar ist. Der Betätigungsschieber
kann auch Führungsansätze mit wenigstens zwei im Abstand in dem Führungsspalt verlaufenden
Führungselementen aufweisen. Der Führungsspalt kann dabei aus U-förmigen Schienen
gebildet sein, in denen der als flacher Stab ausgebildete Betätigungsschieber gleitet.
Der Vorteil der Verwendung eines stabförmigen Schiebers liegt auch darin, dass damit
gleichzeitig der Spaltdurchlass der Helmkalotte vor dem Betätigungsknopf gegen Zugluft
abgedichtet werden kann.
[0018] Der Betätigungsschieber ist auf der Außenseite der Helmkalotte mit einem Betätigungsknopf
verbunden, der an dem Betätigungsschieber z. B. über stiftförmige Führungselemente
befestigt ist.
[0019] In vorteilhafter Weiterbildung kann bei der Erfindung auch vorgesehen sein, dass
der Betätigungsschieber in einer oder mehreren Raststellungen in Bezug auf die Helmkalotte
festlegbar ist. Damit kann die Stellung der Sonnenblende in mehrere Stellungen eingestellt
werden.
[0020] Die Seitenflügel der Sonnenblende werden über flache Seitenführungen stabilisiert,
welche in einer in Bezug auf die Helmkalotte festen Führungsleiste beim Verschwenken
der Sonnenblende geführt sind. Da die Seitenführungen nicht in Längsrichtung belastet
sind, besteht ihre einzige Aufgabe darin, die Sonnenblende in Querrichtung zu stabilisieren.
Entsprechend kann der Führungsaufbau der Seitenführungen sehr einfach gehalten werden.
[0021] Die Seitenführungen sind im mittleren oder Endbereich zwischen dem Betätigungsschieber
und dem jeweiligen Flügelende der Sonnenblende angeordnet. Damit ergibt sich eine
bestmögliche Sicherheit gegen Bewegung und Flattern der Sonnenblende.
[0022] Sowohl der Betätigungsschieber als auch oder alternativ die Seitenführungen können
anstelle über eine Führung an der Innenseite der Helmkalotte auch unmittelbar im Innenpolster
geführt werden. Zur Erhöhung der Lebensdauer einer derartigen Führung kann vorgesehen
sein, dass die Leisten zur Aufnahme der länglichen Führungen als Hülsen ausgebildet
sind, die in dem Polster verankert sind. In diesem Fall ist es auch möglich, den Spalt
zum Einschieben der Sonnenblende nicht zwischen Helmkalotte und Innenpolster auszubilden,
sondern unmittelbar im Innenpolster selbst, welches den Vorteil hat, dass damit ein
Teil des Innenpolsters im Bereich der einschiebbaren Sonnenblende unmittelbar an der
Helmkalotte befestigt bleiben kann, so dass sich damit eine höhere Schlagfestigkeit
der Helmkalotte ergibt. Die Spaltrichtung zum Einschieben der Sonnenblende kann dabei
auch besser variiert sein, und muss in diesem Fall nicht unbedingt dem Verlauf der
Helmkalotte folgen.
[0023] Durch die Erfindung ergibt sich ein Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer,
der eine einfach betätigbare Sonnenblende enthält, die konstruktiv einfach aufgebaut
ist, leicht bedienbar ist und damit kostengünstig herstellbar ist.
Kurze Beschreibung der Abbildungen der Zeichnungen
[0024] In der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung anhand
von Zeichnungen näher erläutert.
[0026] Fig. 1 einen Schutzhelm von oben betrachtet mit heruntergefahrener Sonnenblende,
[0027] Fig. 2 einen Schutzhelm von oben betrachtet mit eingefahrener Sonnenblende,
[0028] Fig. 3 einen Schnitt durch Betätigungsknopf und Betätigungsschieber, und
[0029] Fig. 4 einen Innenansicht der wesentlichen Gestaltungselemente der Sonnenblende mit
ihren Führungs- und Betätigungselementen.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung
[0030] Die in Fig. 1 dargestellte Helmkalotte 10 enthält eine Sonnenblende 4, die mittels
eines Betätigungsschiebers 3 über den Betätigungsknopf 2 verschiebbar ist. Die Sonnenblende
weist dazu an ihrem oberen Rand eine Verstärkung 5 auf. Im Zentralbereich der Sonnenblende
befindet sich an der Verstärkung 5 der Verbinder 7, an dem der Bestätigungsschieber
3 über ein Führungsgelenk 9 angelenkt ist. Der Betätigungsschieber 3 lässt sich gemäß
Fig. 3 in einem Führungsspalt 8 über den Betätigungsknopf 2 verschieben. Der Betätigungsschieber
ist als flacher Stab ausgebildet, der in dem Führungsspalt z. B. über eine seitliche
Schwalbenschwanzführung oder U-förmige Schienen geführt ist.
[0031] Durch Rechts-Links-Schieben des Betätigungsknopfes 2 kann der stabförmige Betätigungsschieber
3 und damit die Sonnenblende 4 nach rechts/links bzw. herauf und herunter geschoben
werden. Der Knopf 2 kann als reiner Schieberknopf ausgebildet sein, er kann jedoch
auch als Rastknopf ausgebildet sein, der beispielsweise nur betätigt werden kann,
wenn er ein Stück eingedrückt wird, oder er kann auch als Doppelknopf ausgebildet
sein, der nur betätigbar ist, wenn beide Teile des Knopfes zusammengedrückt werden.
Die beiden Teile sind dabei in Ruhestellung durch eine Feder auseinander gedrückt.
[0032] Kurz von den beiden seitlichen Enden der Sonnenblende befinden sich an der Verstärkung
5 von der Sonnenblende abstehende Seitenführungen, die blockförmig ausgebildet sind
und in Führungsleisten 1 gleiten, die an der Innenseite der Helmkalotte 10 angeordnet
sind. Die Seitenführungen können mit den Führungsleisten ebenfalls schwalbenschwanzförmig
in Verbindung stehen.
[0033] Fig. 2 zeigt die Sonnenblende in eingeschobener Ansicht. Es ist erkennbar, dass die
Seitenführungen 6 in den Führungsleiten 1 nach oben geschoben ist. Anstelle einer
starren blockförmigen Ausbildung der Seitenführungen 6 kann auch vorgesehen sein,
dass die Sonnenblende rückseitige längliche Stäbe enthält, die in Laschen auf der
Innenseite der Helmkalotte geführt sind. Die Stäbe können auch unmittelbar in dem
Innenpolster des Helms geführt sein. Da die Stäbe nicht unter Kraft stehen, ist ihre
Funktion darauf beschränkt, eine Querbewegung der Seitenflügel der Sonnenblende zu
verhindern.
[0034] Fig. 4 zeigt die Innenansicht eines Schutzhelms mit ausgebildeter Sonnenblende. Es
sind deutlich die blockförmigen Seitenführungen 6 erkennbar, die in den Führungsleisten
1 gelagert und geführt sind.
[0035] Die Seitenführungen 6 benötigen einen Abstand von den Führungsleisten um ein Verschieben
der Sonnenblende zu ermöglichen, wenn die Seitenführungen 6 auf der Innenseite der
Sonnenblende an dem Verstärkungsrand 5 befestigt sind. Die eigentliche Führung der
Seitenführungen in den Führungsleisten erfolgt daher über nicht dargestellte Schiebeelemente,
die ebenso wie die Sonnenblende selbst an der Seitenführung über Stifte 12 und 13
befestigt sind.
[0036] In einer Weiterbildung der Erfindung kann auch vorgesehen sein, Seitenführung und
Verstärkungsrand einstückig auszubilden, so dass auf die Stifte 13 und 14 verzichtet
werden kann.
[0037] Um den Betätigungsschieber 3 gegenüber dem Verbinder 7 nicht unter Spannung zu setzen,
ist vorgesehen, dass der Betätigungsschieber 3 gegenüber dem Verbinder 7 gelenkig
gelagert ist, z. B. über ein stabförmiges Führungsgelenk 9.
[0038] Der Spalt, der gemäß Fig. 3 zur Durchführung der Halteknöpfe 11 und 12 zur Verbindung
des Betätigungsknopfes mit dem Betätigungsschiebers dient, kann zusätzlich verwendet
werden, um eine steuerbare Belüftung des Helms vorzusehen. Zu diesem Zweck kann der
Betätigungsknopf ganz am Ende des Betätigungsschiebers angesetzt sein, so dass bei
heruntergeklappter Sonnenblende der rückwärtige Bereich des Führungsspalts offen ist,
so dass Außenluft in den Helm eindringen kann. Um den Spalt steuerbar zu verschließen,
kann ferner vorgesehen sein, dass auf der Rückseite des Betätigungsknopfes ein weiterer
Schieber ausgebildet ist, der bei Heranschieben an den Betätigungsknopf den rückseitigen
Spalt schließt und bei Entfernen vom Betätigungsknopf den Spalt öffnet. Damit ist
es möglich, auf einfache Weise zusätzlich einen Lüftungsschieber auf der Oberseite
des Helms auszubilden.
[0041] 2 Betätigungsknopf
[0042] 3 Betätigungsschieber
[0044] 5 Verstärkungsrand
1. Schutzhelm, insbesondere für Motorradfahrer, mit einer stoßfesten Helmkalotte (10)
und mit einem Kopfpolster, wobei die Helmkalotte (10) einen Ausschnitt als Hauptvisieröffnung
mit einem seitlich drehbar gelagerten Hauptvisier zur Abdeckung der Visieröffnung
aufweist und oberseitig der Visieröffnung ein Spalt zum Einschieben einer Sonnenblende
(4) ausgebildet ist, wobei die Sonnenblende im Spalt zwischen einer die Visieröffnung
freilassenden Ruhestellung und einer die Visieröffnung teilweise abdeckenden Gebrauchsstellung
verschiebbar ist, wobei die Sonnenblende (4) in ihrem zentralen Bereich mittels eines
über einen Führungsspalt (8) der Helmkalotte (10) geführten Betätigungsknopfes (2)
verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflügel der Sonnenblende mittels zweier in der Helmkalotte geführter Seitenführungen
(6) gegen Bewegung quer zur Sonnenblende stabilisiert sind, wobei die Seitenführungen
jeweils im Endbereich zwischen Betätigungselement und seitlichem Ende der Sonnenblende
an deren Rückseite befestigt sind.
2. Schutzhelm, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt zwischen Helmkalotte (10) und Kopfpolster ausgebildet ist.
3. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt innerhalb des Kopfpolsters ausgebildet ist.
4. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Außenseite der Helmkalotte angeordnete Betätigungsknopf an einem auf
der Innenseite der Helmkalotte geführten Betätigungsschieber befestigt ist.
5. Schutzhelm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsknopf mit einem als länglichen Schieber ausgebildeten Betätigungsschieber
(3) verbunden ist, der in dem Führungsspalt (8) der Helmkalotte in Längsrichtung verschiebbar
ist.
6. Schutzhelm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsschieber (3) mit dem Bestätigungsknopf verbundene Führungsansätze
mit wenigstens zwei im Abstand zueinander in dem Führungsspalt verlaufenden Führungselementen
(13, 14) aufweist.
7. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsknopf oder der Betätigungsschieber in einer oder mehreren Raststellungen
in Bezug auf die Helmkalotte festlegbar sind.
8. Schutzhelm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenführungen (1) als an der Sonnenblende rückseitig befestigte flache Leisten
ausgebildet sind, welche in in Bezug auf die Helmkalotte festen Führungsleisten beim
Verschwenken der Sonnenblende (4) geführt sind.
9. Schutzhelm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleisten an der Innenseite der Helmkalotte befestigt sind.
10. Schutzhelm nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleisten in einem Ausschnitt des Kopfpolsters ausgebildet sind.
11. Schutzhelm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfpolster flache Hülsen enthält, in denen die Führungsleisten geführt sind.
1. Protective helmet, particularly for motorcyclists, having a shock-resistant helmet
dome (10) and having a head cushion, wherein the helmet dome (10) has a cutaway portion
as the main visor aperture with a main visor, which is rotatably mounted at the sides,
for covering said visor aperture, and a slot for the insertion of a sun shield (4)
is constructed on the upper side of the visor aperture; wherein the sun shield is
displaceable, within the slot, between an inoperative position which leaves the visor
aperture free and a position of use which partially covers said visor aperture; and
wherein the sun shield (4) is displaceable, in its central region, by means of an
actuating knob (2) which is guided via a guide slot (8) in the helmet dome (10),
characterised in that
the lateral vanes of the sun shield are stabilised, by means of two lateral guides
(6) which are guided in the helmet dome, against movement transversely to said sun
shield, said lateral guides being each fastened to the rear side of the sun shield
in the end region between the actuating element and the lateral end of said sun shield.
2. Protective helmet according to claim 1,
characterised in that
the slot is constructed between the helmet dome (10) and the head cushion.
3. Protective helmet according to claim 1,
characterised in that
the slot is constructed inside the head cushion.
4. Protective helmet according to claim 1,
characterised in that
the actuating knob arranged on the outside of the helmet dome is fastened to an actuating
slide which is guided on the inner side of said helmet dome.
5. Protective helmet according to claim 4,
characterised in that
the actuating knob is connected to an actuating slide (3) which is constructed as
an oblong slide and is displaceable in the longitudinal direction within the guide
slot (8) in the helmet dome.
6. Protective helmet according to claim 4,
characterised in that
the actuating slide (3) has guide extensions which are connected to the actuating
knob and have at least two guide elements (13, 14) which extend within the guide slot
at a distance from one another.
7. Protective helmet according to claim 1,
characterised in that
the actuating knob or actuating slide can be immobilised in one or more detent positions
with respect to the helmet dome.
8. Protective helmet according to claim 1,
characterised in that
the lateral guides (1) are constructed as flat strips which are fastened to the sunshield
on the rear side and are guided in guided strips, which are fixed with respect to
the helmet dome, when the sun shield (4) is tilted.
9. Protective helmet according to claim 8,
characterised in that
the guide strips are fastened to the inner side of the helmet dome.
10. Protective helmet according to claim 8,
characterised in that
the guide strips are constructed in a cutaway portion of the head cushion.
11. Protective helmet according to claim 10,
characterised in that
the head cushion contains flat sleeves within which the guide strips are guided.
1. Casque de protection, notamment pour motocyclistes, avec une calotte de casque (10)
résistante aux chocs et un rembourrage pour la tête, étant précisé que la calotte
(10) présente une découpe comme ouverture de visière principale avec une visière principale
montée pour pouvoir pivoter latéralement et destinée à couvrir l'ouverture de visière,
et qu'une fente est formée sur le côté supérieur de l'ouverture de visière pour glisser
un écran solaire (4), que l'écran solaire est apte à coulisser dans la fente entre
une position de repos qui dégage l'ouverture de visière et une position d'utilisation
qui couvre partiellement celle-ci, et que l'écran solaire (4) est apte à coulisser
dans sa zone centrale à l'aide d'un bouton d'actionnement (2) guidé par l'intermédiaire
d'une fente de guidage (8) de la calotte (10), caractérisé en ce que les ailes latérales de l'écran solaire sont stabilisées à l'encontre d'un mouvement
transversal par rapport à l'écran solaire à l'aide de deux guides latéraux (6) guidés
dans la calotte, les guides latéraux étant fixés chacun, dans la zone d'extrémité
entre l'élément d'actionnement et l'extrémité latérale de l'écran solaire, au côté
arrière de celui-ci.
2. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que la fente est formée entre la calotte (10) et le rembourrage pour la tête.
3. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que la fente est formée à l'intérieur du rembourrage pour la tête.
4. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bouton d'actionnement disposé sur le côté extérieur de la calotte est fixé à un
coulisseau d'actionnement guidé sur le côté intérieur de la calotte.
5. Casque de protection selon la revendication 4, caractérisé en ce que le bouton d'actionnement est relié à un coulisseau d'actionnement (3) qui est conçu
comme un coulisseau oblong et qui est apte à coulisser dans le sens longitudinal dans
la fente de guidage (8) de la calotte.
6. Casque de protection selon la revendication 4, caractérisé en ce que le coulisseau d'actionnement (3) présente des saillies de guidage reliées au bouton
d'actionnement, avec au moins deux éléments de guidage (13, 14) qui s'étendent, espacés
l'un de l'autre, dans la fente de guidage.
7. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bouton d'actionnement ou le coulisseau d'actionnement sont aptes à être bloqués
dans une ou plusieurs positions de verrouillage par rapport à la calotte.
8. Casque de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que les guides latéraux (1) sont conçus comme des bordures plates, fixées côté arrière
à l'écran solaire, qui sont guidées dans des bordures de guidage fixes par rapport
à la calotte, lors du pivotement de l'écran solaire (4).
9. Casque de protection selon la revendication 8, caractérisé en ce que les bordures de guidage sont fixées au côté intérieur de la calotte.
10. Casque de protection selon la revendication 8, caractérisé en ce que les bordures de guidage sont formées dans une découpe du rembourrage pour la tête.
11. Casque de protection selon la revendication 10, caractérisé en ce que le rembourrage pour la tête contient des manchons plats dans lesquels les bordures
de guidage sont guidées.
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