[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abstreckdrückwalzen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zum Drückwalzen
eines rohrförmigen Werkstücks nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Bei dem bekannten Verfahren wird ein rohrförmiges Werkstück um einen Drückdorn angeordnet,
in Drehung versetzt und durch Zustellen von mindestens einer Umformrolle umgeformt,
wobei das Werkstück abgestreckt wird. Beim Abstrecken verringert sich die Wanddicke
und das rohrförmige Werkstück wird durch das verdrängte Material gelängt.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist aus der
DE 43 07 775 A1 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren kann das Werkstück mit einer einheitlichen
Innenkontur versehen werden, welche durch die Außenkontur des Drückdorns vorgegeben
ist.
[0004] Die bekannte Vorrichtung weist einen Drückdorn auf, welcher in dem rohrförmigen Werkstück
anordbar ist, mindestens eine Umformrolle zum Zustellen und Umformen des Werkstücks
sowie einen Drehantrieb zum drehenden Antreiben des Werkstücks.
[0005] Für das Einformen von Hinterschneidungen in ein rohrförmiges Werkstück ist es beispielsweise
aus der
DE 102 26 605 A1 bekannt, dies durch radiales Zustellen einer Rolle gegen einen Drückkegel durchzuführen.
Dieses sogenannte Einziehen ist jedoch nur am Außenrand eines Rohres zweckmäßig. Zudem
ist auch hier die mögliche Formenwahl begrenzt.
[0006] Aus der
DE 2 230 554 A ist beispielsweise die Verwendung geteilter Drückdorne zum Formen einer inneren Durchmesserreduzierung
bekannt. Die Drückdorne sind in aufwendiger Weise für jede Werkstückform herzustellen.
Bei diesem Umformverfahren und Vorrichtungen müssen zur Umformung von Werkstücken
mit einer großen Länge entsprechend lange Drückdorne verwendet werden, was zu hohen
Herstellungs- und Instandhaltungskosten führt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit denen rohrförmige
Werkstücke effizient und mit großer Formenvielfalt drückgewalzt werden können.
[0008] Die Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und mit einer
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Drückdorn während der Umformung relativ in axialer Richtung gegenüber dem Werkstück
verfahren wird.
[0010] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, dass der Drückdorn während der Umformung relativ in axialer Richtung gegenüber dem Werkstück
verfahrbar gelagert ist.
[0011] Ein Grundgedanke der Erfindung kann darin gesehen werden, das Werkstück nicht, wie
bisher bekannt, an einen stationären, sondern an einen sich unter dem Werkstück hinweg
bewegenden Drückdorn anzuformen. Es genügt somit, einen Drückdorn mit einer relativ
geringen Länge vorzusehen, welche insbesondere wesentlich geringer als die Länge des
zu bearbeitenden Werkstücks sein kann. Hierdurch reduzieren sich die Herstellungs-
und Wartungskosten für den Drückdorn erheblich. Das erfindungsgemäße Verfahren ist
somit besonders wirtschaftlich und mit einem Drückdorn sind unterschiedliche Werkstückformen
herstellbar.
[0012] Die Umformung erfolgt vorteilhafterweise durch den Einsatz von mindestens zwei Drückrollen.
Die Umformrollen sind vorzugsweise gleichmäßig um den Umfang des Werkstücks beziehungsweise
des Drückdorns verteilt. So können unerwünschte Querkräfte und damit Auslenkwagen
des Drückdorns vermieden werden.
[0013] Besonders bevorzugt ist es nach der Erfindung, wenn ein universaler Drückdorn mit
in axialer Richtung unterschiedlichen Außendurchmessern zur Herstellung verschieden
gestalteter zylindrischer und/oder konischer Hohlteile verwendet wird. Der Drückdorn
kann auch in axialer Richtung unterschiedliche Konturen aufweisen und ist insbesondere
komisch. Auch sind nicht rotationssymmetrische Konturen, wie beispielsweise Vielecke,
möglich. In diesem Fall wird die Bezeichnung Außendurchmesser entsprechend angewandt.
Durch den variablem Außendurchmesser und/oder die variablen Konturen ist es möglich,
beim laufenden Umformvorgang an der Umformzone, also dem Berührungspunkt zwischen
Umformrolle, Werkstück und Drückdorn, einen variablen Drückdorndurchmesser bereitzustellen.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, das Verfahren
im Gegenlauf durchzuführen, wobei Werkstoff des Werkstücks entgegen einer Vorschubrichtung
der Umformrollen fließt. Der Werkstoff fließt bei der Umformung unter den Umformrollen
durch und in Richtung eines freien Drückdornendes und hierüber hinaus. Längsvorschub
der Umformrollen und Fließrichtung des Werkstoffs sind also einander gegengerichtet.
Die Fließgeschwindigkeit des Werkstoffs ist bedingt durch die Reduktion der Wanddicke
des Werkstücks, welches durch die Umformrollen axial gegen eine Spann- oder Halteeinrichtung
gedrückt wird.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist vorgesehen, dass
das Verfahren im Gleichlauf durchgeführt wird, wobei Werkstoff des Werkstücks in Vorschubrichtung
der Umformrollen fließt. Längsvorschub der Umformrollen und Fließrichtung des Werkstoffs
erfolgen somit in gleicher Richtung. Ausgangswerkstück für einen im Gleichlauf durchgeführten
Umformprozess ist vorzugsweise ein ronden- oder napfförmiges Werkstück, welches zwischen
dem Drückdorn und einem Andrückelement eingespannt ist.
[0016] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn die Umformrollen und der Drückdorn relativ
in axialer Richtung gegenüber dem Werkstück verfahren werden, wobei zur Ausbildung
veränderlicher Durchmesser und/oder Wandstärken des Werkstücks die Umformrollen relativ
in axialer und/oder radialer Richtung gegenüber dem Drückdorn verfahren werden.
[0017] Durch das axiale Verfahren der Drückrollen gegenüber dem Werkzeugdorn kann bei gleichbleibendem
Außendurchmesser die Wandstärke beziehungsweise der Innendurchmesser des zu bearbeitenden
Werkstücks verändert werden.
[0018] Zur Ausbildung veränderlicher Außendurchmesser und/oder Wandstärken des zu bearbeitenden
Werkstücks werden die Umformrollen vorzugsweise relativ in radialer Richtung gegenüber
dem Drückdorn verfahren.
[0019] Durch die radiale und/oder axiale Verschiebung der Umformrollen gegenüber dem Drückdorn
in Verbindung mit dem variablen Außendurchmesser und/oder den variablen Konturen des
Drückdorns kann insgesamt ein variabler Drückdorndurchmesser bereitgestellt werden.
Dabei sind auch unterschiedliche Wanddicken an dem Werkstück herstellbar. Die Umformrollen
werden unter Berücksichtigung des gewünschten Außendurchmessers und der gewünschten
Wandstärke des Werkstücks radial zu dem Drückdorn zugestellt.
[0020] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können insbesondere lange konische und/oder zylindrische
Hohlteile, wie zum Beispiel Vorformen für Laternenmasten oder Fahnenstangen, auf besonders
wirtschaftliche Weise hergestellt werden. Dabei können bereichsweise veränderliche
Durchmesser und/oder Wanddicken in die Werkstücke eingeformt werden, was zu einer
Verringerung des Bauteilgewichts der Produkte führen kann. Darüber hinaus können die
Querschnitte des Werkstücks an die zu erwartenden Belastungen angepasst werden und
somit eine besonders gleichmäßige Spannungsverteilung und damit eine besonders günstige
Ausnutzung des eingesetzten Werkstoffes erreicht werden.
[0021] Zur Ausbildung eines Werkstückabschnitts mit konstantem Durchmesser und konstanter
Wandstärke werden die Umformrollen vorzugsweise mit gleicher Geschwindigkeit wie der
Drückdorn gegenüber dem Werkstück verfahren. Hierzu kann beispielsweise das Werkstück
zwischen feststehenden Umformrollen und feststehendem Drückdorn hindurchgedrückt oder
-gezogen werden. Dabei erfolgt die Bewegung des Werkstücks in Richtung eines freien,
also nicht eingespannten Endes des Drückdorns. Alternativ kann vorgesehen sein, Umformrollen
und Drückdorn gegenüber einem feststehenden Werkstück zu verfahren. Auch eine Kombination
dieser beiden Varianten ist möglich.
[0022] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gegeben, dass das
relative Verfahren der Umformrollen in axialer und/oder radialer Richtung gegenüber
dem Drückdorn in Abhängigkeit von einer Relativstellung der Umformrollen gegenüber
dem Drückdorn und in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Spalt zwischen Umformrollen
und Drückdorn mittels einer Mess- und Steuereinrichtung gesteuert wird. Mit anderen
Worten erfolgt die Steuerung der Umformrollen und/oder des Drückdorns in Abhängigkeit
von dem gewünschten Durchmesser und der gewünschten Wandstärke des zu bearbeitenden
Werkstückabschnitts, welche durch die Relativstellung zwischen Umformrollen und Drückdorn
bestimmt werden. Weiterhin werden vorzugsweise die Länge und/oder die Wandstärke des
zu bearbeitenden Werkstücks gemessen und diese Werte als Eingangsgrößen in der Mess-
und Steuereinrichtung verarbeitet. So können auch aus Ausgangswerkstücken mit Maßabweichungen
einheitliche Endprodukte gefertigt werden.
[0023] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens ist dadurch gegeben, dass
das Werkstück an einem Spannfutter eingespannt wird, welches drehend gelagert und
angetrieben ist, und dass der Drückdorn gegenüber dem Spannfutter axial verfahren
wird. Das Werkstück wird also über das Spannfutter in Drehung versetzt. Gleichzeitig
erfolgt vorzugsweise eine Rotation des Drückdorns mit gleicher Drehgeschwindigkeit,
wobei der Drückdorn während der Umformung relativ gegenüber dem Spannfutter axial
verfahren wird. Da es nur auf eine relative Bewegung zwischen Werkstück, Drückdorn
und Umformrolle ankommt, kann auch vorgesehen sein, dass das Spannfutter gegenüber
einem feststehenden Drückdorn verfahren wird.
[0024] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es bevorzugt, dass der Drückdorn unterschiedliche
Außendurchmesser aufweist, insbesondere eine konische, zylindrische und/oder bombierte
Form aufweist. Durch die unterschiedlichen Außendurchmesser beziehungsweise die konische
Form wird ein variabler Drückdorn mit einem variablen Drückdorndurchmesser bereitgestellt.
Hierbei erfolgt ein relativer axialer Vorschub der Umformrollen gegenüber dem Drückdorn
und ein Zustellen der Umformrollen relativ radial auf den entsprechenden Durchmesser
des Drückdorns, unter Berücksichtigung des gewünschten Spalts zwischen Umformrollen
und Drückdorn. Dieser Umformspalt bestimmt die Wandstärke des Werkstücks.
[0025] Der Drückdorn kann auch weitere geometrische Formen aufweisen, beispielsweise zylindrische
und/oder kegelige Absätze, Radienübergänge, Profile, wie zum Beispiel Rippen oder
Nuten, oder andere Querschnitte, wie zum Beispiel Vielecke, Sechskante, Ellipsen oder
Polyone. Auch weitere geometrische Ausgestaltungen sind möglich.
[0026] Durch den Verzicht auf einen langen Volldorn, welcher mindestens so lang ist wie
das zu bearbeitende Werkstück, ergeben sich wesentliche Vorteile. So ist das erfindungsgemäße
Verfahren für variable Werkstückdurchmesser und/oder variable Wandstärken an einem
Werkstück vorteilhaft einsetzbar. Durch den erfindungsgemäßen Drückdorn, welcher auch
als Kurzdorn bezeichnet werden kann, reduzieren sich die Werkzeugkosten sowie die
Kosten für die Instandhaltung des Drückdorns erheblich. Auch das Gewicht des Drückdorns
ist gegenüber einem Volldorn reduziert, wodurch die Flexibilität der Maschine erheblich
verbessert wird.
[0027] Eine weitere geeignete Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass der Drückdorn
an seinem Außenumfang Innenrollen aufweist. An dem Umfang des Drückdorns sind vorzugsweise
mindestens zwei gelagerte Innenrollen gleichmäßig verteilt und drehfest angeordnet.
Die Innenrollen sind um ihre eigene Achse drehbar, aber gegenüber einer Längsachse
des Drückdorns drehfest. Vorzugsweise sind zugehörige Umformrollen, etwa in einer
entsprechenden Anzahl vorgesehen, welche mit den Innenrollen zusammenwirken. Hierdurch
entstehen Rollenpaare, welche aus Umformrolle und Innenrolle gebildet sind. Zwischen
jedem der Rollenpaare wird an dem Werkstück eine Zone des plastischen Materialzustandes
von außen und innen erzeugt. Es ergibt sich so eine Aufteilung der Rollenkräfte und
der Umformarbeit. Die Umformarbeit wird auf die doppelte Anzahl von Rollen verteilt.
Durch den Einsatz von Innenrollen kann somit die Umformgeschwindigkeit gesteigert
werden. Durch eine Symmetrie in der Umformzone wird ein Eigenspannungszustand im drückgewalzten
Werkstück stark abgebaut.
[0028] Die Umformrollen, welche auch als Außenrollen bezeichnet werden können, sind vorzugsweise
axial und/oder radial versetzbar oder verschiebbar. Hierdurch können unterschiedliche
Umformaufgaben, beispielsweise unterschiedliche Durchmesser und/oder Wandstärken,
durchgeführt werden. Ebenso kann auch durch axiales Verschieben des Drückdorns eine
Spaltverstellung vorgenommen werden.
[0029] Eine besondere Bedeutung in der Drückwalztechnik hat der Rollendurchmesser. Er ist
abhängig von der zu walzenden Wanddicke und vom Werkstückdurchmesser. Vorzugsweise
haben Innenrollen und Außenrollen den gleichen Durchmesser. Ein Durchmesserunterschied
von ca. 30% sollte nicht überschritten werden.
[0030] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht
darin, dass der Drehantrieb mit einem Spannfutter zum Spannen des Werkstücks und/oder
ein Support mit mindestens zwei Umformrollen gegenüber einem Maschinenbett axial verfahrbar
ist. Mit Verfahren des Drehantriebs kann ein axiales Verschieben des Werkstücks gegenüber
dem Maschinenbett erreicht werden. Eine konstruktive Ausgestaltung kann darin bestehen,
dass der Drehantrieb an einem Spindelkasten gelagert ist, welcher gegenüber dem Maschinenbett
axial verfahrbar ist. Durch Verfahren des Spindelkastens beziehungsweise des Drehantriebs
wird somit das über das Spannfutter eingespannte Werkstück axial verfahren. Zusätzlich
oder alternativ hierzu kann auch der Support mit den Umformrollen gegenüber dem Maschinenbett
axial bewegbar sein. In diesem Fall ist es möglich, dass der Drehantrieb fest an dem
Maschinenbett angeordnet ist.
[0031] Zum Erreichen der relativen radialen und/oder axialen Zustellung der Umformrollen
kann vorgesehen sein, dass die Umformrollen radial und/oder axial verfahrbar an dem
Support angeordnet sind. Auch der Anstellwinkel zur Drehachse des Werkstücks kann
veränderbar sein. Der Support selbst kann fest oder verschiebbar an dem Maschinenbett
angeordnet sein. Die Lagerung der Umformrollen an dem Support mit der radialen und/oder
axialen Verfahrbarkeit bewirkt eine kompakte Bauform der Vorrichtung. Die Umformrollen
können eine geeignete Form aufweisen, etwa zylindrisch oder kegelförmig. Auch die
Umformrollen können Konturen zur optimalen Umformung aufweisen.
[0032] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gegeben, dass der
Drückdorn gegenüber dem Spannfutter axial verfahrbar ist. Besonders bevorzugt ist
es, wenn der Drückdorn zusammen mit dem Spannfutter und/oder dem Werkstück drehend
antreibbar ist. Dies kann beispielsweise durch ein Keilnutenprofil zwischen Drückdorn
und Spannfutter erreicht werden. Durch die Möglichkeit einer axialen Verschiebung
zwischen Drückdorn und Spannfutter wird die erfindungsgemäße relative Verfahrung des
Drückdorns gegenüber dem Werkstück auf einfache und zuverlässige Weise erreicht.
[0033] Für eine zuverlässige Umformung mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es
besonders bevorzugt, dass eine Mess- und Steuereinrichtung zum Messen einer Länge
und/oder einer Wandstärke und/oder eines Durchmessers des Werkstücks und zum Steuern
einer radialen Bewegung der Umformrollen und/oder einer relativen axialen Bewegung
der Umformrollen gegenüber dem Drückdorn vorgesehen ist.
[0034] Das erfindungsgemäße Verfahren beruht insgesamt auf relativen Bewegungen zwischen
Drückdorn, Werkstück und Umformrollen. Diese Elemente müssen abgestimmt aufeinander
und in Abhängigkeit von der gewünschten Umformung bewegt werden. Hierzu ist vorrichtungsmäßig
eine Mess- und Steuereinrichtung angeordnet. Diese misst aktuelle geometrische Parameter,
wie beispielsweise Position, Länge und Durchmesser des Werkstücks, und steuert auf
dieser Basis die Bewegung der genannten Elemente zueinander.
[0035] Eine besonders wirtschaftliche Vorrichtung wird dadurch erreicht, dass eine Vorschubstange
vorgesehen ist, welche mit dem Drückdorn verbunden ist und einen Durchmesser aufweist,
der möglichst geringer ist als der maximale Durchmesser des Drückdorns, und dass ein
Axialantrieb zum Verfahren der Vorschubstange vorgesehen ist. Grundsätzlich kann die
Vorschubstange auch axial feststehend angeordnet sein, wobei sie dann lediglich die
Funktion einer Verlängerungs- oder Zwischenstange hat, welche zwischen dem Drückdorn
und einer Lagerung oder Befestigung angeordnet ist.
[0036] Eine Funktion der Vorschubstange ist die Bereitstellung eines Abstandshalters zwischen
Drückdorn und dessen maschinenseitiger Einspannung. Zu Beginn des Umformvorgangs kann
das Werkstück um die Vorschubstange herum angeordnet werden. Während der Umformung
erfolgt eine Relativbewegung zwischen Werkstück und Drückdorn, wobei das Werkstück
sich in Richtung des freien Endes des Drückdorns bewegt.
[0037] Die Rotation des Drückdorns mit der Vorschubstange kann über Reibschluss zwischen
Umformrolle, Werkstück und Drückdorn erfolgen. Zwischen Drückdorn und Vorschubstange
kann ein Druckkopf vorgesehen sein, welcher für eine Drehentkopplung zwischen Drückdorn
und Vorschubstange sorgt. Bei dieser Ausführungsform ist nur ein axialer Vorschub
für den Drückdorn erforderlich.
[0038] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Drückdorn und/oder eine variable Innenrolle
über eine CNC-Achse oder durch Druck, beispielsweise einen Hydraulikzylinder, axial
verschiebbar ist, um mit dem Drückdorn eine Spaltverstellung, also eine Wanddickenveränderung
am Werkstück, zu erzielen. Dies war bisher nur durch eine radiale Verstellung der
Umformrollen möglich.
[0039] Die relative Bewegung zwischen Werkstück und Drückdorn kann durch eine absolute Bewegung
des Werkstücks gegenüber einem feststehenden Drückdorn und/oder eine absolute Bewegung
des Drückdorns erfolgen. Die absolute Bewegung des Drückdorns wird vorzugsweise durch
ein axiales Verfahren der Vorschubstange erreicht, wozu ein Axialantrieb vorgesehen
ist.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter
beschrieben, welche schematisch in den Zeichnungen dargestellt sind. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausgangswerkstück;
- Figuren 2 bis 7
- Umformschritte gemäß einer ersten Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens
als Gegenlauf-Drückwalzverfahren;
- Fig. 8
- ein Werkstück nach Umformung;
- Fig. 9
- eine erste Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 10
- ein zweites Ausgangswerkstück;
- Figuren 11 bis 16
- Umformschritte gemäß einer zweiten Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens
als Gegenlauf-Drückwalzverfahren;
- Fig. 17
- ein zweites Werkstück nach Umformung;
- Fig. 18
- eine zweite Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 19
- einen Umformschritt gemäß einer dritten Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens
als Gegenlauf-Drückwalzverfahren;
- Figuren 20 bis 21
- ein umgeformtes Werkstück;
- Fig. 22
- eine dritte Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 23
- ein weiteres Ausgangswerkstück;
- Figuren 24 bis 26
- Umformschritte zur Umformung des in Fig. 23 gezeigten Werk- stücks im Gegenlauf-Drückwalzverfahren;
- Figuren 27 bis 28
- ein umgeformtes Werkstück;
- Fig. 29
- eine weitere Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 30
- ein weiteres Ausgangswerkstück;
- Figuren 31 bis 39
- Umformschritte gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens
als Gegenlauf-Drückwalzverfahren;
- Figuren 40 bis 41
- ein umgeformtes Werkstück;
- Fig. 42
- eine weitere Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 43
- ein weiteres umgeformtes Werkstück;
- Figuren 44 bis 47
- Umformschritte zur Herstellung eines Katalysatorgehäuses;
- Fig. 48
- eine weitere Ausführungsform eines Drückdorns;
- Fig. 49
- eine Umformung mittels einer Mehrbereichs-Umformrolle;
- Fig. 50
- eine Mehrbereichs-Umformrolle;
- Fig. 51
- einen Umformschritt mittels eines Drückdorns mit Innenrollen;
- Fig. 52
- ein napfförmiges Ausgangswerkstück;
- Figuren 53 bis 57
- Umformschritte gemäß einer Ausgestaltung des erfindungs- gemäßen Verfahrens als Gleichlauf-Drückwalzverfahren;
- Fig. 58
- ein umgeformtes Werkstück;
- Fig. 59
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Drückwalzen;
- Fig. 60
- eine Querschnittsansicht aus Fig. 59;
- Fig. 61
- eine zweite Vorrichtung zum Drückwalzen.
[0041] Figuren 1 bis 9 zeigen in schematischer Weise eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0042] Fig. 1 zeigt ein erstes rohrförmiges Werkstück 10, welches als Ausgangswerkstück
zur Umformung vorgesehen ist. Das Werkstück 10 hat einen kreisförmigen Querschnitt
mit einem Außendurchmesser D0 und einer Wandstärke S0. Figuren 2 bis 7 zeigen Umformschritte
der Umformung des Werkstücks 10 in einen konischen Hohlkörper, welcher in Fig. 8 dargestellt
ist. Zur Umformung wird ein Drückdorn 20 verwendet, welchen Fig. 9 zeigt.
[0043] Der Drückdorn 20 ist ein rotationssymmetrischer Körper und weist eine Längsachse
auf. Die Längsachse bildet eine Drehachse des Drückdorns 20, um welche der Drückdorn
20 drehbar gelagert ist. Auf der in den Figuren rechten Seite weist der Drückdorn
20 ein freies Ende 22 auf, während auf der linken Seite ein Verbindungsende 24 ausgebildet
ist, über welches der Drückdorn 20 mit einer Maschineneinspannung verbunden und gegebenenfalls
angetrieben ist. Ein grundsätzlicher Aspekt des erfindungsgemäßen Drückdorns 20 besteht
darin, dass ein Durchmesser des Drückdorns vom freien Ende 22 in Richtung des Verbindungsendes
24 nicht abnimmt, sondern entweder konstant ist oder zunimmt. Der Drückdorn 20 weist
einen Konusabschnitt 26 und einen Zylinderabschnitt 28 auf. Der Konusabschnitt 26
ist als Kegelstumpf ausgebildet, wobei das Ende mit dem kleinsten Durchmesser das
freie Ende 22 des Drückdorns 20 bildet. An dem Verbindungsende 24, also dem dem freien
Ende 22 gegenüberliegenden Ende des Drückdorns 20, ist eine Vorschubstange 34 angeordnet.
Die Vorschubstange 34 weist mindestens einen zylinderförmigen Abschnitt 36 auf und
ist in der dargestellten Ausführungsform als Vollzylinder ausgebildet. Ein Durchmesser
der Vorschubstange 34, insbesondere des zylinderförmigen Abschnitts 36 der Vorschubstange
34, ist vorzugsweise geringer als ein Durchmesser des Zylinderabschnitts 28 des Drückdorns
20. Die Vorschubstange 34 kann einstückig mit dem Drückdorn 20 ausgebildet sein oder
als getrenntes Element mit dem Drückdorn 20 lösbar verbunden sein. Der Drückdorn kann
so gewechselt werden.
[0044] Um den Außenumfang des Drückdorns 20 herum sind gleichmäßig verteilt mehrere Umformrollen
40 angeordnet. Fig. 2 zeigt zwei Umformrollen 40, wobei auch beispielsweise drei oder
vier Umformrollen 40 angeordnet sein können. Die Umformrollen 40 sind rotationssymmetrische
Körper und in der dargestellten Ausführungsform kegelstumpfförmig ausgebildet. Die
Umformrollen 40 sind um eine Rotationsachse 42 herum drehbar gelagert, wobei die Rotationsachse
42 eine Längsachse des Kegelstumpfes ist. Die Rotationsachsen 42 der Umformrollen
sind schräg zu einer Längsachse 32 des Drückdorns 20 ausgerichtet.
[0045] Bei den nachfolgend beschriebenen Umformverfahren im Gegenlaufverfahren ist grundsätzlich
vorgesehen, dass das Werkstück 10 während der Umformung in einem nicht bearbeiteten
Bereich spindelkastenseitig eingespannt ist.
[0046] Ein erster Verfahrensschritt der Umformung des Werkstücks 10 ist in Fig. 2 dargestellt.
Das Werkstück 10 wird zunächst um den Drückdorn 20 und die Vorschubstange 34 angeordnet.
Bei dem dargestellten Verfahrensstadium ist ein erster Axialbereich 11 des Werkstücks
10 um die Vorschubstange 34 angeordnet, wobei zwischen Werkstück 10 und Vorschubstange
34 ein ringförmiger Freiraum 38 gebildet ist. Ein zweiter, mittlerer Axialbereich
12 des Werkstücks 10 ist um den Zylinderabschnitt 28 des Drückdorns 20 angeordnet.
Dabei liegt das Werkstück 10 an einer Außenumfangsfläche des Zylinderabschnitts 28
an. Ein dritter Axialbereich 13 des Werkstücks 10 ist um einen ersten Teilabschnitt
des Konusabschnitts 26 des Drückdorns 20 angeordnet.
[0047] Die Umformrollen 40 sind in dem in Fig. 2 dargestellten Verfahrensstadium axial beabstandet
von dem Werkstück 10 um einen zweiten Teilabschnitt des Konusabschnitts 26 des Drückdorns
20 angeordnet und kontaktieren das Werkstück 10 nicht.
[0048] Drückdorn 20 und Werkstück 10 werden, vorzugsweise mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit,
in Rotation versetzt. Die Umformrollen 40 werden radial in Richtung des Drückdorns
20 zugestellt und axial in Richtung des Werkstücks 10 verfahren.
[0049] In einem zweiten Verfahrensschritt, welcher in Fig. 3 dargestellt ist, wird am Ende
des Werkstücks 10 ein Kegelbereich 14 angeformt. Hierzu werden die Umformrollen 40
und der Drückdorn 20 axial mit gleicher Axialgeschwindigkeit gegenüber dem Werkstück
10 verfahren. Hierbei kommt es lediglich auf eine Relativbewegung an, so dass auch
das Werkstück 10 gegenüber Drückdorn 20 und Umformrollen 40 verfahren werden kann.
Die Umformrollen 40 kontaktieren einen Außenumfangsbereich des Werkstücks 10 und werden
über Reibschluss mit dem Werkstück 10 in Drehbewegung versetzt. Durch das axiale Verfahren
von Umformrollen 40 und Drückdorn 20 gegenüber dem Werkstück 10 wird ein axialer Endbereich
des Werkstücks 10 an einen Außenumfang der Umformrollen 40 angeformt und zu dem 14
Kegelbereich eingezogen. Dabei kontaktiert das Werkstück 10 mit seinem Kegelbereich
14 zunächst nicht den Drückdorn 20, sondern nur die Umformrollen 40. Während des Einziehens
erfolgt im Wesentlichen keine Wandstärkenreduzierung des Werkstücks 10.
[0050] Am Ende dieses Verfahrensschritts steht ein Verfahrensstadium, bei welchem ein axiales
Ende des Werkstücks 10 an dem Drückdorn 20 anliegt, also zwischen Drückdorn 20 und
Umformrollen 40 eingeklemmt ist. An dem axialen Ende weist das Werkstück 10 einen
Innendurchmesser D1 auf, welcher einem Außendurchmesser des Drückdorns 20 an dieser
axialen Stelle entspricht. Dieses Verfahrensstadium ist in Fig. 4 dargestellt.
[0051] Mit zunehmendem Vorschub der Umformrollen 40 in axialer Richtung beginnt dann als
dritter Verfahrensschritt das eigentlichen Abstreckdrückwalzen, welches auch als Konus-Drückwalzen
bezeichnet werden kann und in den Figuren 5 bis 7 dargestellt ist. Bei dem Konus-Drückwalzen
wird das Werkstück 10 an den Konusabschnitt 26 des Drückdorns 20 angeformt, wie in
Fig. 5 gezeigt. Dabei erfolgt eine stetige Verstellung der Umformrollen 40 in radialer
Richtung während der Umformung. Der zuvor eingezogene Kegelbereich 14 wird durch die
eingeleitete Drückwalzoperation abgestreckt, wobei eine Reduzierung der Wandstärke
des Werkstücks 10 erfolgt. Gleichzeitig mit dem axialen Vorschub der Umformrollen
40 erfolgt eine relative axiale Verschiebung des Drückdorns 20 zu den Umformrollen
40. Dabei werden die Umformrollen 40 in Richtung eines zunehmenden Durchmessers des
Drückdorns 20 relativ axial gegenüber dem Drückdorn 20 verfahren. Hierdurch wird an
dem Werkstück 10 ein zunehmender Durchmesser ausgebildet.
[0052] Durch die unmittelbare Druckeinwirkung bildet sich unter den Umformrollen 40 eine
Zone des plastischen Materialzustandes aus, in der die Wandstärke des Werkstücks 10
reduziert wird, wie in Fig. 6 dargestellt. Der verdrängte Werkstoff fließt dabei hauptsächlich
in Richtung des freien Endes 22 des Drückdorns 20, also entgegen der Vorschubrichtung
der Umformrollen 40. Die Wandstärkenreduzierung bewirkt eine Längenvergrößerung des
Werkstücks 10.
[0053] Die Umformrollen 40 werden gegenüber dem Drückdorn 20 bis zu dem gewünschten maximalen
Außendurchmesser des Werkstücks 10 relativ axial verfahren. Fig. 7 zeigt ein Verfahrensstadium,
bei welchem die Umformrollen 40 den Zylinderabschnitt 28 des Drückdorns 20 erreicht
haben. Mit weiterem axialem und radialem Vorschub der Umformrollen 40 erfolgt eine
Beendigung des Kontakts zwischen Umformrollen 40 und Werkstück 10 und die Drückwalzoperation
wird beendet.
[0054] Mit dem dargestellten Verfahren wird ein in Fig. 8 gezeigtes Werkstück 10, welches
ein konischer Hohlkörper ist, hergestellt. Der konische Hohlkörper weist an einem
axialen Ende den kleinen Innendurchmesser D1 (vgl. Fig. 4) und an einem gegenüberliegenden
Ende einen großen Innendurchmesser auf. Der kleine Innendurchmesser D1 entspricht
mindestens einem minimalen Durchmesser des Konusabschnitts 26 des Drückdorns 20. Der
große Durchmesser ist maximal gleich einem Durchmesser des Zylinderabschnitts 28 des
Drückdorns 20. Durch die relative axiale Verschiebung des Drückdorns 20 gegenüber
dem Werkstück 10 weist der konische Hohlkörper eine andere Konizität auf als der Konusabschnitt
26 des Drückdorns 20.
[0055] Figuren 10 bis 18 zeigen eine zweite Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Hierin zeigt Fig. 10 zeigt ein zweites rohrförmiges Werkstück 10a, welches als Ausgangswerkstück
zur Umformung vorgesehen ist. Das Werkstück 10a weist ein Innenprofil auf, das mehrere
an einer Innenseite des Werkstücks ausgebildete Längsrippen 15 umfasst. In den übrigen
Abmessungen entspricht das Werkstück 10a dem in Figur 1 dargestellten Werkstück 10.
Figuren 11 bis 16 zeigen Umformschritte zur Umformung des Werkstücks 10a. Fig. 17
zeigt das Werkstück 10a als ein fertiges Umformteil nach der Umformung. In Fig. 18
ist ein Drückdorn 20 dargestellt, welcher als profilierter Drückdorn 20a ausgebildet
ist und bei dem Verfahren verwendet wird.
[0056] Im Unterschied zu dem in Fig. 9 dargestellten Drückdorn 20 weist der profilierte
Drückdorn 20a gemäß Fig. 18 an seiner Außenfläche Längsnuten 21 auf. Die Längnuten
21 erstrecken sich sowohl entlang des Zylinderabschnitts 28 als auch entlang des Konusabschnitts
26 des Drückdorns und entsprechen an dem Zylinderabschnitt 28 hinsichtlich Anzahl
und Anordnung den Längsrippen 15 des Werkstücks 10a. An dem Konusabschnitt 26 verlaufen
die Längsnuten 21 konisch.
[0057] Das Werkstück 10a wird auf den profilierten Drückdorn 20a aufgeschoben und in analoger
Weise zu dem zuvor beschriebenen Verfahren umgeformt. Die in den Figuren 11 bis 17
dargestellten Verfahrensschritte entsprechen im Wesentlichen den in den Figuren 2
bis 7 gezeigten Verfahrensschritten. Das Profil des Drückdorns 20 ist entsprechend
der Volumenanteile des Rohrprofils, unter Berücksichtigung der Durchmesserverringerung
durch den Drückwalzvorgang, größer gestaltet. In Fig. 17 ist ein umgeformtes Werkstück
10a als Endform der Umformung dargestellt, welches sich von dem in Fig. 8 dargestellten
Hohlkörper im Wesentlichen dadurch unterscheidet, dass an seiner Innenfläche ein Innenprofil
gebildet ist, das parallele und konisch zulaufende Innenrippen 16 umfasst. Das Innenprofil
kann somit als zylindrisches und konisches Innenprofil bezeichnet werden. Das umgeformte
Werkstück 10a gemäß Fig. 17 weist eine Wandstärke S1 auf, welche geringer ist als
die Wandstärke S0 des Ausgangswerkstücks.
[0058] Eine dritte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in den Figuren 19
bis 22 dargestellt. Ausgangswerkstück ist ein rohrförmiges Werkstück 10, wie in Fig.
1 dargestellt. Fig. 19 zeigt einen Verfahrensschritt der Umformung. Das Werkstück
10 ist als fertiges Umformteil in Fig. 20 in perspektivischer Ansicht und in Fig.
21 in Aufsicht von vorne beziehungsweise im Querschnitt dargestellt. Fig. 22 zeigt
als Drückdorn 20 einen profilierten Drückdorn 20a.
[0059] Der in Fig. 22 dargestellte profilierte Drückdorn 20a entspricht im Wesentlichen
dem in Fig. 18 dargestellten profilierten Drückdorn 20a.
[0060] Die Umformung erfolgt in grundsätzlich gleicher Weise wie im Zusammenhang mit den
Figuren 1 bis 9 beschrieben. Im Unterschied hierzu wird während des Drückwalzens Material
des Werkstücks 10 in die Längsnuten 21 des profilierten Drückdorns 20a eingebracht.
Infolge der Druckbeanspruchung in der Umformzone, also der Zone des plastischen Materialzustandes,
fließt Werkstoff auch in radialer Richtung und füllt den Nutenquerschnitt vorzugsweise
vollständig aus. Gleichzeitig erfolgt ein axialer Werkstofffluss, insbesondere an
den nicht mit Nuten versehenen Dornbereichen. Dieser kann durch eine entsprechend
an die Geometrie des Drückdorns angepasste Umformrollengeometrie gefördert werden.
[0061] Ein konisches und/oder zylindrisches Innenprofil kann nicht nur in langen Hohlteilen,
wie beispielsweise Masten, sondern auch in kurzen Hohlteilen, wie Getriebeteile mit
Verzahnungen, etwa Kupplungslamellenträgern, hergestellt werden.
[0062] Figuren 23 bis 29 zeigen eine vierte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei diesem Verfahren wird ein rohrförmiges Werkstück 10, wie in Fig. 23 dargestellt,
in ein als Hohlwelle oder Zylinderrohr ausgebildetes Werkstück 10 mit mindestens einem
Innensechskantbereich 60 und mindestens einem zylindrischem Bereich 62 umgeformt.
Figuren 24 bis 27 zeigen Verfahrensschritte zur Umformung des Werkstücks 10. Ein Werkstück
10 als fertig bearbeitetes Umformteil ist in Fig. 28 dargestellt.
[0063] Als Drückdorn 20 wird ein wie in Fig. 29 dargestellter Mehrbereichsdrückdorn 20b
verwendet. Dieser weist einen Sechskantabschnitt 25, einen Zylinderabschnitt 28 und
einen zwischen diesen angeordneten Konusabschnitt 26 auf. Der Sechskantabschnitt 25
hat einen Durchmesser, welcher geringer ist als ein Durchmesser des Zylinderabschnitts
28. Der Konusabschnitt 26 vermittelt zwischen dem Sechskantabschnitt 25 und dem Zylinderabschnitt
28 und weist mindestens eine Schräge 27 auf, in welcher ein Durchmesser zunimmt.
[0064] Die zur Umformung verwendeten Umformrollen 40 weisen zwei konische Abschnitte 44,
46 auf, welche einander entgegengesetzt sind. Durch einen ersten konischen Abschnitt
44 wird ein Einlaufwinkel definiert, ein zweiter konischer Abschnitt 46 definiert
einen Glättwinkel. Zwischen den beiden konischen Abschnitten 44, 46 ist der Umformradius
R ausgebildet. Die konischen Abschnitte 44, 46 haben eine gemeinsame Längsachse 48,
welche eine Rotationsachse der jeweiligen Umformrolle 40 bildet. Im Gegensatz zu den
bisherigen Ausführungsbeispielen sind die Rotationsachsen der Umformrollen 40 parallel
zu der Längsachse 32 des Drückdorns ausgerichtet.
[0065] Das rohrförmige Werkstück 10 wird um den Drückdorn 20 angeordnet. In einem ersten
Umformschritt wird ein erster Sechskantbereich 60 an dem Werkstück angeformt. Dieser
weist eine zylinderförmige Außenmantelfläche und eine sechskantförmige Innenmantelfläche
auf. Zur Ausformung des Sechskantbereichs 60 mit zylinderförmiger Außenmantelfläche
werden die Umformrollen 40 zusammen mit dem Drückdorn 20 gegenüber dem Werkstück 10
axial verfahren, wobei keine axiale und radiale Relativbewegung zwischen Umformrollen
40 und Drückdorn 20 erfolgt. Wie bereits beschrieben kann auch das Werkstück gegenüber
Umformrollen und Drückdorn relativ verfahren werden.
[0066] In einem zweiten Umformschritt wird ein konischer Übergangsbereich 61 dadurch ausgebildet,
dass die Umformrollen im Bereich des Konusabschnitts 26 des Drückdorns 20 axial und
radial gegenüber dem Drückdorn 20 relativ verfahren werden.
[0067] Nachfolgend wird das Werkstück in einem dritten Umformschritt weiter abgestreckt,
wobei ein erster zylindrischer 62 Bereich geformt wird, welcher einen größeren Durchmesser
aufweist als ein Durchmesser des ersten Sechskantbereichs 60.
[0068] In einem vierten Verfahrensschritt wird ein zweiter Übergangsbereich 63 angeformt,
bei welchem ein Durchmesser des Werkstücks 10 ausgehend von dem zylindrischen Bereich
62 abnimmt. Hierzu werden die Umformrollen 40 relativ zu dem Drückdorn 20 axial in
Richtung des freien Endes 22 des Drückdorns 20 bewegt und radial zugestellt. Die Ausformung
des zweiten Übergangsbereichs 63 erfolgt somit in umgekehrter Bewegungsfolge zu der
Ausformung des ersten Übergangsbereichs 61.
[0069] Anschließend wird in einem fünften Umformschritt ein zweiter Sechskantbereich 64
durch weiteres Abstrecken des Werkstücks 10 geformt. Dieser weist einen kleineren
Durchmesser auf als ein Durchmesser des ersten zylindrischen Bereichs 62.
[0070] Schließlich wird in analoger Weise zur Ausbildung des ersten Übergangsbereichs 61
und des ersten zylindrischen Bereichs 62 ein Abschlussbereich 65 geformt, welcher
einen dritten Übergangsbereich 66 und einen zweiten zylindrischen Bereich 67 umfasst.
[0071] Eine fünfte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in den Figuren 30
bis 43 dargestellt. Hierbei wird ein in Fig. 30 gezeigtes rohrförmiges Werkstück 10
in ein als zylindrisches Hohlteil mit einem Hinterschnitt ausgebildetes Werkstück
10 umgeformt, wie es beispielhaft in Fig. 40 und Fig. 41 dargestellt ist. Die Umformung
erfolgt mittels eines Drückdorns 20, welcher in Fig. 42 gezeigt ist. Der Drückdorn
20 entspricht von seinem grundsätzlichen Aufbau dem in Fig. 9 dargestellten Drückdorn
20, wobei die Längenverhältnisse von Zylinderabschnitt 28 und Konusabschnitt 26 und
die Konizität des Konusabschnitts 26 verändert und an die Umformaufgabe angepasst
sind.
[0072] Die zur Umformung verwendeten Umformrollen 40 sind in grundsätzlich gleicher Weise
aufgebaut wie die im Zusammenhang mit dem in Figuren 23 bis 29 beschriebenen Umformrollen
40.
[0073] Das rohrförmige Werkstück 10 wird um den Drückdorn 40 angeordnet, Fig. 31. In einem
ersten in Fig. 32 gezeigten Umformschritt wird durch axiales Verfahren der Umformrollen
40 gegenüber dem Werkstück 10 und dem Drückdorn 20 ein Endbereich des Werkstücks 10
eingezogen. Anschließend wird ein erster zylindrischer Bereich 70 mit einem Durchmesser
D1 und einer Wandstärke S1 geformt, vergleiche Fig. 40. Der Durchmesser D1 ist geringer
als der Durchmesser D0 des Ausgangswerkstücks. Ebenso ist die Wandstärke S1 geringer
als die Wandstärke S0 des Ausgangswerkstücks. Zur Ausformung des ersten zylindrischen
Bereichs 70 werden Umformrollen 40 und Drückdorn 20 mit gleicher Axialgeschwindigkeit
relativ gegenüber dem Werkstück 10 axial verfahren, wie in Fig. 33 dargestellt.
[0074] Fig. 34 zeigt einen zweiten Umformschritt. In diesem wird ein konischer Übergangsbereich
71 dadurch ausgebildet, dass die Umformrollen 20 im Bereich des Konusabschnitts 26
des Drückdorns 20 axial und radial gegenüber dem Drückdorn 20 verfahren werden.
[0075] Nachfolgend wird das Werkstück 10 in einem dritten Umformschritt, welcher in Fig.
35 veranschaulicht ist, weiter abgestreckt. Hierbei wird ein zweiter zylindrischer
Bereich 72 geformt, welcher einen Durchmesser D2 aufweist, der größer ist als der
Durchmesser D1 des ersten zylindrischen Bereichs 70.
[0076] Fig. 36 zeigt einen vierten Verfahrensschritt. In diesem wird ein zweiter Übergangsbereich
73 angeformt, bei welchem ein Durchmesser des Werkstücks 10 ausgehend von dem zweiten
zylindrischen Bereich 72 abnimmt. Hierzu werden die Umformrollen 40 relativ zu dem
Drückdorn 20 axial in Richtung des freien Endes 22 des Drückdorns 20 bewegt und radial
zugestellt. Die Ausformung des zweiten Übergangsbereichs 73 erfolgt somit in umgekehrter
Bewegungsfolge zu der Ausformung des ersten Übergangsbereichs 71.
[0077] Anschließend wird in einem fünften Umformschritt ein dritter zylindrischer Bereich
74 mit einem Durchmesser D3 durch weiteres Abstrecken des Werkstücks 10 geformt. Der
Durchmesser D3 ist geringer als der Durchmesser D2 des zweiten zylindrischen Bereichs
72, wie Fig. 40 zu entnehmen ist. Dieser Umformschritt ist in Fig. 37 dargestellt.
[0078] Figuren 38 und 39 zeigen weitere Verfahrensschritte, in denen ein dritter Übergangsbereich
75 und ein vierter zylindrischer Bereich 76 mit einem Durchmesser D4 in analoger Weise
zu dem ersten Übergangsbereich 71 und dem zweiten zylindrischen Bereich 72 geformt
werden.
[0079] Schließlich wird ein Abschlussbereich 77 geformt, welcher einen vierten Übergangsbereich
78 und einen fünften zylindrischen Bereich 79 umfasst. Der fünfte zylindrische Bereich
79 weist den Durchmesser D0 des Ausgangswerkstücks und die Wandstärke S0 des Ausgangswerkstücks
auf.
[0080] Mit dem Verfahren ist es auf einfache Weise möglich, nahezu beliebige Wandstärken
und Durchmesser auf besonders wirtschaftliche Weise zu formen. In Fig. 40 ist ein
Werkstück gezeigt, welches mehrere Axialbereiche mit unterschiedlichen Wandstärken
S0 bis S4 aufweist, wobei lediglich in dem zuletzt geformten Abschlussbereich die
ursprüngliche Wandstärke des Ausgangswerkstücks S0 vorliegt. Das in Fig. 40 dargestellte
Werkstück ist in Fig. 41 in perspektivischer Ansicht gezeigt.
[0081] Fig. 43 zeigt ein weiteres Werkstück, welches mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens
umgeformt wurde. Das Werkstück weist einen Ausgleichsbereich 19 auf, welcher in einem
mittleren Bereich des Werkstücks ausgebildet ist. Der Ausgleichsbereich kann dazu
vorgesehen sein, Maßschwankungen des Ausgangswerkstücks auszugleichen, indem überschüssiges
Material in den Ausgleichsbereich 19 verlagert oder fehlendes Material gegebenenfalls
aus diesem entfernt wird.
[0082] Das in Fig. 43 gezeigte Werkstück 10 weist einen im Wesentlichen konstanten Außendurchmesser
auf, wobei in dem Ausgleichsbereich 19 eine erhöhte Wandstärke, mithin ein verringerter
Innendurchmesser vorliegt. Das Werkstück 10 ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
auf besonders einfache und kostengünstige Weise herstellbar.
[0083] Figuren 44 bis 48 zeigen eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Hierbei wird in einer einzigen Aufspannung aus einem gerundeten, längs geschweißten
Ring oder einem nahtlosen Rohr ein Katalysatorgehäuse 50 gefertigt.
[0084] Ein Ziel dieses Verfahrens ist es, ein Katalysatorgehäuse 50 passgenau auf die Außenabmessungen
eines keramischen Trägerkörpers 52 anzupassen. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde,
dass die Außenabmessungen des Trägerkörpers 52 von Fertigungslos zu Fertigungslos
stark streuen. Dies führt dazu, dass Trägerkörper 52 mit Untermaß im Gehäuse lose
sitzen, während Trägerkörper 52 mit Übermaß Defekte verursachen können. Mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren können die Abmessungen des Katalysatorgehäuses 50 auf den Trägerkörper 52
angepasst werden, so dass ein optimaler Sitz des Trägerkörpers 52 im Katalysatorgehäuse
50 erzielt wird.
[0085] Bei dem Verfahren wird ein Drückdorn 20 verwendet, welcher in Fig. 48 dargestellt
ist. Der Drückdorn 20 weist einen endseitigen ersten Zylinderabschnitt 28a auf. An
diesen angrenzend ist ein erster Konusabschnitt 26a ausgebildet, wobei zwischen erstem
Zylinderabschnitt 28a und erstem Konusabschnitt 26a ein abgerundeter Übergangsabschnitt
29 gebildet ist. An den ersten Konusabschnitt 26a angrenzend ist ein zweiter Konusabschnitt
26b ausgebildet, welcher eine geringere Konizität aufweist als der erste Konusabschnitt
26a. Mit anderen Worten verläuft der zweite Konusabschnitt 26b flacher als der erste
Konusabschnitt 26a, der Durchmesser nimmt also pro Längeneinheit weniger schnell zu.
Dem zweiten Konusabschnitt 26b folgt ein zweiter Zylinderabschnitt 28b, welcher einen
größeren Durchmesser aufweist als der erste Zylinderabschnitt 28a. Schließlich ist
angrenzend an den zweiten Zylinderabschnitt 28b eine Vorschubstange 34 integral mit
dem Drückdorn 20 ausgebildet, welche einen geringeren Durchmesser aufweist als der
zweite Zylinderabschnitt 28b.
[0086] In einem ersten Verfahrensschritt, welcher in Fig. 44 dargestellt ist, wird das Werkstück
10 um den Drückdorn 20 angeordnet.
[0087] Fig. 45 zeigt einen zweiten Verfahrensschritt, in welchem ein erster Stutzen 54 des
Katalysatorgehäuses 50 angeformt wird. Dabei wird ein Endbereich des Werkstücks 10
an eine Außenfläche des Drückdorns 20 angedrückt und/oder drückgewalzt.
[0088] In einem dritten Verfahrensschritt wird durch eine Messeinrichtung ein Außendurchmesser
eines in das Katalysatorgehäuse 50 einzusetzenden Trägerkörpers 52 oder Keramikinnenteils
gemessen. Dieser Messwert wird einer Steuereinrichtung übermittelt und gegebenenfalls
mit dem zuvor gemessenen Innendurchmesser und/oder der zuvor gemessenen Wandstärke
des Werkstücks verarbeitet. Durch die Steuereinrichtung wird eine Bewegung der Umformrollen
40, des Drückdorns 20 und/oder des Werkstücks 10 gesteuert. Insbesondere wird hierbei
ein Innendurchmesser des Werkstücks 10 durch axiales Verschieben der Umformrollen
40 gegenüber dem Drückdorn 20 eingestellt beziehungsweise gesteuert und so das Werkstück
10 passgenau auf den gewünschten Innendurchmesser abgestreckt. Für eine besonders
feinfühlige Steuerung ist dabei der zweite Konusabschnitt 26b vorgesehen, welcher
eine flache Steigung aufweist. Bei der Umformung kann ein freies Ende des Werkstücks
10 in einer Zentrier- oder Spanneinrichtung gehalten sein.
[0089] In einem vierten Verfahrensschritt wird der Drückdorn 20 vollständig aus dem Werkstück
10 entfernt und der Trägerkörper 52 oder das Keramikinnenteil eingesetzt.
[0090] In einem fünften Verfahrensschritt wird ein zweiter Stutzen 56 des Katalysatorgehäuses
oder ein Abschlussende endgeformt.
[0091] Eine siebte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in Figuren 49 und
50 dargestellt. Fig. 49 zeigt einen Umformschritt mit einer Mehrbereichs-Umformrolle
40a, welche auch als Mehrbereichswalze bezeichnet werden kann. Eine vergrößerte Ansicht
der Mehrbereichswalze ist in Fig. 50 dargestellt.
[0092] Mit der Mehrbereichs-Umformrolle 40a beziehungsweise Mehrbereichswalze kann die Umformgeschwindigkeit
beim Abstrecken zylindrischer Hohlteile erhöht werden. Die Mehrbereichs-Umformrolle
40a weist ein Rollenprofil mit mindestens zwei Umformradien 41 und mindestens einem
Abstreckradius 43 auf. Durch diese mindestens drei Radien kann das Werkstück 10 an
mehreren Stellen gleichzeitig umgeformt werden. Vor und hinter den Umformradien 41
ist jeweils ein Wellental 45 angeordnet. Die Wellentäler 45 dienen dazu, eine Berührungsfläche
zwischen Mehrbereichs-Umformrolle 40a und Werkstück 10 zu reduzieren. Weiterhin können
die Wellentäler 45 dazu verwendet werden, Schmier- und Kühlflüssigkeit zwischen Mehrbereichs-Umformrolle
40a und Werkstück 10 einzubringen, um eine Reibungsverminderung zu erreichen. Im Bereich
des größten Durchmessers der Mehrbereichs-Umformrolle 40a, welcher als Öffnungsdurchmesser
bezeichnet werden kann, ist eine Niederhalterfläche 47 angeordnet, um eine Wulstbildung
am Werkstück 10 zu verhindern. Hinter dem Abstreckradius 43 schließt sich eine Glättfläche
49 zum Glätten des Werkstücks 10 an. Die Glättfläche 49 mündet in einen Freiwinkel
49a.
[0093] Die Absolutbeträge der Radien und Arbeitswinkel sind werkstoffabhängig und müssen
im Experiment ermittelt werden.
[0094] Fig. 51 zeigt eine achte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Dargestellt
ist ein Umformschritt mit einem zwei oder mehr Innenrollen 39 aufweisenden Drückdorn.
Die Innenrollen 39 sind um den Umfang des Drückdorns 20 gleichmäßig verteilt und dort
um eine eigene Achse drehbar gelagert. Bezüglich einer Längsachse 32 des Drückdorns
sind die Innenrollen 39 drehfest. Die Innenrollen 39 sind ohne Axial-und Radialversatz
angeordnet.
[0095] Die Zahl der Innenrollen 39 ist vom Innendurchmesser des Werkstücks 10 abhängig.
In Fig. 51 sind zwei Innenrollen 39 dargestellt; es können aber auch drei, vier oder
mehr Innenrollen 39 vorgesehen sein. Die Außenrollen beziehungsweise Umformrollen
40 entsprechen hinsichtlich Anzahl und Teilung den Innenrollen 39, die so jeweils
als Arbeitspaar wirken und umformen.
[0096] Eine achte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in den Figuren 52
bis 58 gezeigt. Diese Ausführungsform betrifft das Umformen eines Werkstücks im Gleichlauf-Drückwalzverfahren.
Ausgangswerkstück kann eine zylindrische oder konische Vorform sein. Fig. 52 zeigt
ein napfförmiges Ausgangswerkstück 10. Das Werkstück 10 weist einen Zylindermantel
17 und einen Bodenbereich 18 auf.
[0097] Der Drückdorn 20 ist als Hohldorn ausgeführt, in welchem ein Innendorn 23 angeordnet
ist. Drückdorn 20 und Innendorn 23 sind axial zueinander verschiebbar gelagert.
[0098] In Fig. 53 ist das Werkstück 10 zwischen dem Innendorn 23 und einem Andrückelement
8, beispielsweise einer Ausstoßerscheibe, drehfest eingespannt. Der Zylindermantel
17 des Werkstücks 10 liegt lose auf dem Drückdorn 20 an. Der Drückdorn 20 weist entsprechend
den vorherigen Ausführungsformen einen Konusabschnitt 26 und einen Zylinderabschnitt
28 auf.
[0099] Eine Umformrolle 40 wird nahe dem Übergang von Konusabschnitt 26 zu Zylinderabschnitt
28 positioniert. Als erster Verfahrensschritt wird ein Teil des Zylindermantels 17
des Werkstücks 10 kontrolliert eingezogen. Durch die unmittelbare Druckeinwirkung
bildet sich zwischen der Umformrolle 40 und dem Drückdorn 20 eine Zone des plastischen
Materialzustandes aus, in der die Wanddicke reduziert wird. Der verdrängte Werkstoff
fließt dabei in Richtung des axialen Vorschubs der Umformrolle 40. Die Umformrolle
40 wird dabei radial und axial zugestellt. Der Drückdorn 20 wird in axialer Richtung
auf einen ständig sich verkleinernden Durchmesser zurückgezogen.
[0100] Fig. 54 zeigt ein Zwischenstadium dieses Umformprozesses.
[0101] In Fig. 55 ist der Einziehumformvorgang beendet. Der eingezogene Werkstückbereich
liegt nun auf dem Drückdorn 20 an.
[0102] In Fig. 56 ist ein weiterer Verfahrensschritt gezeigt, bei welchem das Werkstück
10 auf den Innendorn 23 zylindrisch im Gleichlaufdrückwalzen abgestreckt wird. Hierbei
werden die Umformrollen 40 und der Drückdorn 20 axial verschoben. Das Werkstück 10
wird zwischen Umformrollen 40 und Drückdorn 20 umgeformt.
[0103] In Fig. 57 ist zu sehen, dass ein weiterer Teilbereich des Werkstücks 10 zwischen
Umformrolle 40 und Drückdorn 20 im Gleichlaufdrückwalzen abgestreckt wird und im weiteren
Verlauf ein vergrößerter Öffnungsdurchmesser angeformt wird.
[0104] Ein fertig umgeformtes Werkstück 10 ist in Fig. 58 gezeigt.
[0105] Fig. 59 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 80 zum Gegenlaufdrückwalzen. Die
Vorrichtung 80 weist ein Maschinenbett 82, einen Spindelkasten 84 und einen Support
86 auf. Der Spindelkasten 84 ist gegenüber dem Maschinenbett 82 axial verschiebbar.
Zum axialen Verschieben des Spindelkastens 84 ist ein Spindelkastenantrieb 88 vorgesehen.
[0106] An dem Spindelkasten 84 ist ein Drückdorn 20 axial verschiebbar in Bezug auf den
Spindelkasten 84 und in Bezug auf das Maschinenbett 82 gelagert. In einer axialen
Verlängerung des Drückdorns 20 ist eine Vorschubstange 34 angeordnet, welche mit dem
Drückdorn 20 über einen Druckkopf 90 verbunden ist. Der Druckkopf 90 ist zwischen
Vorschubstange 34 und Drückdorn 20 angeordnet und bewirkt eine Drehentkopplung zwischen
Vorschubstange 34 und Drückdorn 20. Sobald die Umformrollen 40 das Werkstück 10 auf
den Drückdorn 20 drücken, wird der Drückdorn 20 über Reibschluss zwischen Umformrolle
40 und Werkstück 10 in Rotation versetzt. Der Druckkopf 90 verhindert, dass sich die
Vorschubstange 34 mitdreht. Am Ende der Vorschubstange 34 ist zur axialen Verschiebung
des Drückdorns 20 beziehungsweise der Vorschubstange 34 ein Axialantrieb 92 mit Verdrehsicherung
angeordnet.
[0107] Das Werkstück 10 ist spindelkastenseitig durch ein Spannfutter 94 eingespannt. Zwischen
Spindelkasten 84 und Support 86 sowie auch hinter dem Support 86 können Lynetten 96
zur Unterstützung des Werkstücks 10 angeordnet sein. Die Vorrichtung 80 umfasst ferner
einen Z-Achsen-Antrieb 98 zum Vorschub des Spindelkastens 84 in axialer Richtung.
[0108] Mit der Vorrichtung 80 kann das am Spindelkasten 84 eingespannte Werkstück 10 durch
axiales Verfahren des Spindelkastens 84 axial bewegt werden. Dies ist insbesondere
bei der Bearbeitung langer Werkstücke 10, beispielsweise zur Herstellung von Laternenmasten,
besonders vorteilhaft und verkürzt die Gesamtbaulänge der Vorrichtung 10.
[0109] Fig. 60 zeigt eine Querschnittsansicht durch die in Fig. 52 dargestellte Vorrichtung
80 entlang der Schnittlinie A-A. An dem Support 86 sind vier angetriebene Umformrollen
40 radial entlang je einer Radialachse 87 und axial entlang einer Axialachse relativ
verfahrbar zum Drückdorn 20 beziehungsweise zu einer Hauptspindel angeordnet. Der
Support 86 ist fest mit dem Maschinenbett 82 verbunden.
[0110] In Fig. 61 ist eine weitere Vorrichtung 80 zum Gegenlaufdrückwalzen veranschaulicht.
Bei dieser Ausgestaltung ist der Support 86 axial verfahrbar an dem Maschinenbett
82 angeordnet und der Spindelkasten 84 fest mit dem Maschinenbett 82 verbunden. An
dem Support, insbesondere an einer Radialachse 87, 86 sind die Umformrollen 40 radial
verfahrbar gelagert.
[0111] Eine weitere, nicht dargestellte Möglichkeit besteht darin, hinter dem Support 86
einen Reitstock oder eine Haltevorrichtung vorzusehen.
[0112] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen
sich rohrförmige Werkstücke insgesamt besonders wirtschaftlich und präzise umformen.
1. Verfahren zum Abstreckdrückwalzen, bei welchem ein rohrförmiges Werkstück (10) um
einen Drückdorn (20) angeordnet, in Drehung versetzt und durch Zustellen von mindestens
einer Umformrolle (40) umgeformt wird, wobei eine Wanddicke des rohrförmigen Werkstücks
(10) verringert und das rohrförmige Werkstück (10) gelängt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) während der Umformung relativ in axialer Richtung gegenüber dem
Werkstück (10) verfahren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein universaler Drückdorn (20) mit in axialer Richtung unterschiedlichen Außendurchmessern
zur Herstellung verschieden gestalteter zylindrischer und/oder konischer und/oder
bombierter Hohlteile verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren im Gegenlauf durchgeführt wird, wobei Werkstoff des Werkstücks (10)
entgegen einer Vorschubrichtung der Umformrolle (40) fließt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren im Gleichlauf durchgeführt wird, wobei Werkstoff des Werkstücks (10)
in Vorschubrichtung der Umformrolle (40) fließt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformrolle (40) und der Drückdorn (20) relativ in axialer Richtung gegenüber
dem Werkstück (10) verfahren werden, wobei zur Ausbildung veränderlicher Durchmesser
und/oder Wandstärken des Werkstücks (10) die Umformrolle (40) relativ in axialer und/oder
radialer Richtung gegenüber dem Drückdorn (20) verfahren wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ausbildung eines Werkstückabschnitts mit konstantem Durchmesser und konstanter
Wandstärke die Umformrolle (40) mit gleicher Geschwindigkeit wie der Drückdorn (20)
gegenüber dem Werkstück (10) verfahren wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das relative Verfahren der Umformrolle (40) in axialer und/oder radialer Richtung
gegenüber dem Drückdorn (20) in Abhängigkeit von einer Relativstellung der Umformrolle
(40) gegenüber dem Drückdorn (20) und in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Spalt
zwischen Umformrolle (40) und Drückdorn (20) mittels einer Mess- und Steuereinrichtung
gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Werkstück (10) an einem Spannfutter (94) eingespannt wird, welches drehend gelagert
und angetrieben ist, und
dass der Drückdorn (20) gegenüber dem Spannfutter (94) axial verfahren wird.
9. Vorrichtung zum Abstreckdrückwalzen eines rohrförmigen Werkstücks (10), insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit
einem Drückdorn (20), welcher in dem rohrförmigen Werkstück (10) anordbar ist, mindestens
einer Umformrolle (40) zum Zustellen und Umformen des Werkstücks (10) sowie einem
Drehantrieb zum drehenden Antreiben des Werkstücks (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) während der Umformung relativ in axialer Richtung gegenüber dem
Werkstück (10) verfahrbar gelagert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) unterschiedliche Außendurchmesser aufweist, insbesondere eine
konische, zylindrische und/oder bombierte Form aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) an seinem Außenumfang mindestens eine Innenrolle (39) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehantrieb mit einem Spannfutter (94) zum Spannen des Werkstücks (10) und/oder
ein Support (86) mit mindestens zwei Umformrollen (40) gegenüber einem Maschinenbett
(82) axial verfahrbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformrollen (40) radial und/oder axial verfahrbar an dem Support (86) angeordnet
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) gegenüber dem Spannfutter (94) axial verfahrbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mess- und Steuereinrichtung zum Messen einer Länge und/oder einer Wandstärke
und/oder eines Durchmessers des Werkstücks (10) und zum Steuern einer radialen Bewegung
der Umformrollen (40) und/oder einer relativen axialen Bewegung der Umformrollen (40)
gegenüber dem Drückdorn (20) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Vorschubstange (34) vorgesehen ist, welche mit dem Drückdorn (20) verbunden
ist und einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der maximale Durchmesser
des Drückdorns (20), und
dass ein Axialantrieb (92) zum Verfahren der Vorschubstange (34) vorgesehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verfahren zum Abstreckdrückwalzen, bei welchem ein rohrförmiges Werkstück (10) um
einen Drückdorn (20) angeordnet, in Drehung versetzt und durch Zustellen von mindestens
einer Umformrolle (40) umgeformt wird,
wobei
- eine Wanddicke des rohrförmigen Werkstücks (10) verringert und das rohrförmige Werkstück
(10) gelängt wird,
- als Drückdorn (20) ein universaler Drückdorn (20) mit in axialer Richtung unterschiedlichen
Außendurchmessern zur Herstellung verschieden gestalteter zylindrischer und/oder konischer
und/oder bombierter Hohlteile verwendet wird,
- die Umformrolle und der Drückdorn (20) während der Umformung relativ in axialer
Richtung gegenüber dem Werkstück (10) verfahren werden, wobei zur Ausbildung veränderlicher
Durchmesser und/oder Wandstärken des Werkstücks (10) die Umformrolle (40) relativ
in axialer Richtung gegenüber dem Drückdorn (20) verfahren wird,
- das Werkstück (10) an einem Spannfutter (94) eingespannt wird, welches drehend an
einem Spindelkasten (84) gelagert und angetrieben ist, und
- der Drückdorn (20) an dem Spindelkasten (84) gelagert ist und während der Umformung
axial gegenüber dem Spannfutter (94) und dem Spindelkasten (84) verfahren wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren im Gegenlauf durchgeführt wird, wobei Werkstoff des Werkstücks (10)
entgegen einer Vorschubrichtung der Umformrolle (40) fließt.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren im Gleichlauf durchgeführt wird, wobei Werkstoff des Werkstücks (10)
in Vorschubrichtung der Umformrolle (40) fließt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformrolle (40) und der Drückdorn (20) relativ in axialer Richtung gegenüber
dem Werkstück (10) verfahren werden, wobei zur Ausbildung veränderlicher Durchmesser
und/oder Wandstärken des Werkstücks (10) die Umformrolle (40) relativ in axialer und
radialer Richtung gegenüber dem Drückdorn (20) verfahren wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Ausbildung eines Werkstückabschnitts mit konstantem Durchmesser und konstanter
Wandstärke die Umformrolle (40) mit gleicher Geschwindigkeit wie der Drückdorn (20)
gegenüber dem Werkstück (10) verfahren wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das relative Verfahren der Umformrolle (40) in axialer und/oder radialer Richtung
gegenüber dem Drückdorn (20) in Abhängigkeit von einer Relativstellung der Umformrolle
(40) gegenüber dem Drückdorn (20) und in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Spalt
zwischen Umformrolle (40) und Drückdorn (20) mittels einer Mess- und Steuereinrichtung
gesteuert wird.
7. Vorrichtung zum Abstreckdrückwalzen eines rohrförmigen Werkstücks (10), insbesondere
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
- mit einem Drückdorn (20), welcher in dem rohrförmigen Werkstück (10) anordbar ist,
mindestens einer Umformrolle (40) zum Zustellen und Umformen des Werkstücks (10) sowie
einem Drehantrieb zum drehenden Antreiben des Werkstücks (10),
wobei
- der Drückdorn (20) in axialer Richtung unterschiedliche Außendurchmesser aufweist,
- die Umformrolle (40) und der Drückdorn (20) während der Umformung relativ in axialer
Richtung gegenüber dem Werkstück (10) verfahrbar gelagert sind, wobei zur Ausbildung
veränderlicher Durchmesser und/oder Wandstärken des Werkstücks (10) die Umformrolle
(40) relativ in axialer Richtung gegenüber dem Drückdorn verfahrbar angeordnet ist,
- das Werkstück (10) an einem Spannfutter (94) einspannbar ist, welches an einem Spindelkasten
(84) drehend gelagert und angetrieben ist, und
- der Drückdorn (20) an dem Spindelkasten (84) gelagert ist und gegenüber dem Spannfutter
(94) und dem Spindelkasten (84) axial verfahrbar gelagert ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) eine konische, zylindrische und/oder bombierte Form aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drückdorn (20) an seinem Außenumfang mindestens eine Innenrolle (39) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehantrieb mit dem Spannfutter (94) zum Spannen des Werkstücks (10) und/oder
ein Support (86) mit mindestens zwei Umformrollen (40) gegenüber einem Maschinenbett
(82) axial verfahrbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umformrollen (40) radial und/oder axial verfahrbar an dem Support (86) angeordnet
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mess- und Steuereinrichtung zum Messen einer Länge und/oder einer Wandstärke
und/oder eines Durchmessers des Werkstücks (10) und zum Steuern einer radialen Bewegung
der Umformrollen (40) und/oder einer relativen axialen Bewegung der Umformrollen (40)
gegenüber dem Drückdorn (20) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Vorschubstange (34) vorgesehen ist, welche mit dem Drückdorn (20) verbunden
ist und einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der maximale Durchmesser
des Drückdorns (20), und
dass ein Axialantrieb (92) zum Verfahren der Vorschubstange (34) vorgesehen ist.