[0001] Die Erfindung betrifft einen Stützfuß für einen Kraftschrauber zum Ableiten der beim
Schrauben entstehendend Reaktionskraft nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bekannt sind manuelle, hydraulische, pneumatische oder elektrische Kraftschrauber
zum Drehen von Schrauben. Bei derartigen Kraftschraubern ist am Gehäuse ein Stützfuß
angeordnet, der in Anlage an ein ortsfestes Widerlager gebracht werden kann, um die
beim Schrauben entstehende Reaktionskraft abzuleiten. Der Stützfuß weist beispielsweise
einen Ring mit einer Arretiereinrichtung, beispielsweise in Form einer Innenverzahnung
auf, die auf eine am Gehäuse angeordnete Verzahnung des Kraftschraubers in unterschiedlichen
Drehpositionen aufschiebbar ist und dort in einer drehfesten Position gehalten wird.
Der die Innenverzahnung aufweisende Ring weist dabei eine axiale Länge auf, die etwas
kürzer ausgebildet ist als die axiale Länge der Außenverzahnung am Gehäuse des Kraftschraubers,
um so einen Höhenausgleich des Stützfußes an dem Gehäuse zu ermöglichen und hiermit
eine Anpassung an bauliche Gegebenheiten und insbesondere an ein ortsfestes Widerlager
zu ermöglichen.
[0003] Aus der
DE 203 01 759 U1 ist ein Kraftschrauber mit einem Gehäuse bekannt geworden, das eine Antriebsvorrichtung
für eine Ausgangswelle enthält und einen Stützfuß zum Ableiten der beim Schrauben
entstehenden Reaktionskraft, wobei der Stützfuß mit einer Verzahnung des Gehäuses
zusammengreift und in unterschiedlichen Drehpositionen auf die Verzahnung aufschiebbar
ist. Hierbei ist eine Blockiervorrichtung vorgesehen, die eine begrenzte Verschiebung
des Stützfußes am Gehäuse zulässt und das Abziehen des Stützfußes vom Gehäuse blockiert,
wobei der Stützfuß im Bereich der begrenzten Verschiebung zwischen einer Eingriffsposition
und einer Leerlaufposition verschiebbar ist.
[0004] Bei diesem Kraftschrauber ist eine Blockiervorrichtung erforderlich, um das Abziehen
des Stützfußes vom Gehäuse zu blockieren. Zwar ist eine begrenzte Verschiebung des
Stützfußes in Axialrichtung möglich, diese Verschiebung ist jedoch nur geringfügig,
sodass eine Anpassung an verschiedene bauliche Gegebenheiten in vielen Fällen nicht
möglich ist.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stützfuß für einen Kraftschrauber
zu vermitteln, welcher so ausgebildet ist, dass er in Längsrichtung des Gehäuses in
weitem Umfang verschiebbar ist und gleichzeitig auf einfache Weise in einer sowohl
in Axialrichtung als auch in Drehrichtung definierten Position an dem Gehäuse des
Kraftschraubers fixierbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Stützfuß für Kraftschrauber mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Grundidee der Erfindung ist es, einen Stützfuß bereitzustellen, der
nicht nur in weitem Umfang entlang der Längsrichtung des Gehäuses verschiebbar ist
und dabei nicht nur in beliebigen Drehpositionen durch die Arretiereinrichtung arretierbar
ist, sondern auch in beliebigen Positionen entlang der Axialrichtung auf einfache
und einfach handhabbare Weise fixierbar ist. Dies wird dadurch erreicht, dass die
an dem Stützfuß angeordnete Arretiereinrichtung eine Fixiereinrichtung aufweist, die
so betätigbar ist, dass der Stützfuß im nicht fixierten Zustand in Axialrichtung verschieblich
und im fixierten Zustand an einer beliebigen Stelle der an dem Gehäuse des Kraftschraubers
angeordneten Arretiereinrichtung fixierbar ist.
[0007] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in dem unabhängigen Anspruch angegebenen Stützfußes möglich.
[0008] So sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung vor, dass die an dem Stützfuß angeordnete
Arretiereinrichtung eine in einem Ring angeordnete Innenverzahnung ist, die in eine
am Gehäuse des Kraftschraubers angeordnete Außenverzahnung eingreift. Solche ineinandergreifende
Verzahnungen erlauben zum einen eine in kleinen Winkelschritten wählbare drehfeste
Arretierung, zum anderen ermöglichen sie gleichzeitig eine hohe Drehmomentaufnahme.
[0009] Eine sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Fixiereinrichtung umfasst ein in einem Zahn
der Innenverzahnung angeordnetes Feststell- oder Fixierelement, das durch Betätigen
einer Betätigungseinrichtung in Radialrichtung des Rings radial verschieblich gelagert
ist und in wenigstens einer Position fixierbar ist. In dieser Position steht das Feststellelement
teilweise über die Zahnflanken des Zahnes über und ermöglicht so eine Fixierung der
Innenverzahnung des Stützfußes an der Außenverzahnung des Gehäuses durch eine dadurch
ausgebildete Klemmwirkung.
[0010] Das Feststellelement kann durch eine Kugel gebildet sein. Die Kugel besteht bevorzugt
aus einem Metall, insbesondere Stahl, Aluminium, Titan oder Legierungen dieser Metalle,
sie kann auch aus Gummi, insbesondere Hartgummi oder einem vergleichbaren Material
bestehen.
[0011] Die Betätigungseinrichtung weist vorzugsweise einen in Axialrichtung der Hohlwelle
verschieblichen, federvorgespannt niedergedrückten Betätigungsstift auf, der in Längsrichtung,
und damit auch in Drehrichtung des Kraftschraubers eine Kulisse aufweist, derart,
dass die Kugel im nicht betätigten Zustand über die Zahnflanken des Zahns übersteht
und im betätigten Zustand hinter die Zahnflanken des Zahns zurückgleitet. Hierdurch
kann zwischen der fixierten und der nicht fixierten Position des Stützfußes an dem
Kraftschrauber durch Betätigen des Betätigungsstifts in Form von Niederdrücken beliebig
gewählt werden.
[0012] Der Betätigungsstift ist dabei bevorzugt manuell betätigbar, wobei er so angeordnet
ist, dass eine Bedienungsperson bei Betätigen, also Niederdrücken des Betätigungsstiftes
gleichzeitig eine Axialverschiebung des Stützfußes an dem Kraftschraubergehäuse vornimmt
und durch Loslassen des federvorgespannten Betätigungsstiftes eine unmittelbare und
sofort einsetzende Arretierung des Stützfußes an dem Kraftschrauber auslöst.
[0013] Eine andere Ausgestaltung sieht als Feststellelement mindestens einen form- und kraftschlüssigen
Zahn vor, der in seiner "Fixierposition" wenigstens teilweise in Radialrichtung und/oder
in Umfangsrichtung über die Zahnflanken der Zähne der Innenverzahnung übersteht und
radial verschieblich ist. Dieser Zahn besteht vorzugsweise ebenfalls aus einem Metall,
insbesondere Stahl, Aluminium, Titan oder einer Legierung von Metallen oder aus Gummi,
insbesondere Hartgummi oder einem vergleichbaren Material.
[0014] Der Zahn ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform in Längsrichtung verschieblich,
wobei hier eine Betätigungseinrichtung vorgesehen sein kann, aufgrund deren Betätigung
die Verschiebung in Längsrichtung ermöglicht wird.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine isometrische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines von der Erfindung Gebrauch
machenden Stützfußes;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht des Stützfußes in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Ausschnittvergrößerung der Schnittansicht gemäß Fig. 2;
- Fig. 4
- eine isometrische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines von der Erfindung Gebrauch
machenden Stützfußes;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf den in Fig. 4 dargestellten Stützfuß und
- Fig. 6
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht des in Fig. 4 und Fig. 5 dargestellten Stützfußes.
[0017] Ein Stützfuß 100 für einen (nicht dargestellten) Kraftschrauber umfasst an seinem
abgewinkelten unteren Ende einen Anschlag 110, mit dem er an ein ortsfestes (nicht
dargestelltes) Widerlager zu Anlage gebracht wird, um die beim Schrauben entstehende
Reaktionskraft abzuleiten.
[0018] Im oberen Bereich weist der Stützfuß einen Ring 120 auf, in dessen Innerem eine Innenverzahnung
130 angeordnet ist. Die Innenverzahnung 130 greift in eine an einem Gehäuse des Kraftschraubers
angeordnete Außenverzahnung ein (nicht dargestellt). Dabei weist der Ring 120 eine
geringere Höhe und damit kleinere axiale Länge auf als die Außenverzahnung am Kraftschrauber,
um den Stützfuß nicht nur aufgrund der Verzahnung in verschiedenen Drehpositionen
drehfest, sondern insbesondere auch höhenverschiebbar an verschiedene bauliche Gegebenheiten
anpassen zu können. Nur durch diese Anpassung ist eine optimale Ableitung der beim
Schrauben entstehenden Reaktionskraft an ein Widerlager möglich. Der Stützfuß 100
wird - anders ausgedrückt - hinsichtlich seiner Drehposition und hinsichtlich seiner
Axialposition, das heißt hinsichtlich seiner Höhe so verstellt, dass der Anschlag
110 beim Festziehen der Schraube oder ein diesem gegenüberliegender Anschlag 110'
beim Lösen der Schraube optimal am Widerlager anliegen.
[0019] Um nun den Stützfuß in Axialrichtung verschieben zu können und gleichzeitig an einer
gewünschten Position fixieren zu können, ist in dem Ring 120 des Stützfußes eine nachfolgend
noch näher beschriebene Fixiereinrichtung 200 vorgesehen, die ein Fixierelement in
Form einer Kugel 205 und einen Betätigungsstift 210 umfasst.
[0020] Wie in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt ist, ist der in einer entsprechenden Bohrung
verschieblich geführte Betätigungsstift 210 durch eine Feder 220 in einer Ausgangsposition,
in der die Kugel 205 über eine Zahnflanke vorspringt, vorgespannt (vergleiche Fig.
1). In dieser Position wird der Stützfuß 100 an dem Kraftschrauber in einer definierten
axialen Position gehalten. Zum Verschieben des Stützfußes 100 in Axialrichtung drückt
eine Bedienungsperson den Betätigungsstift 210 nieder, wodurch eine Komprimierung
der Feder 220 bewirkt wird. Dabei läuft die Kugel 205 auf eine an der äußeren Umfangsfläche
des Betätigungsstiftes 210 angeordneten Kulisse 240 ab und bewegt sich auf diese Weise
in Fig. 2 und Fig. 3 nach links, das heißt aus der Zahnflanke heraus. Hierzu ist die
Kugel 205 in einer in dem Ring 120 verlaufenden Bohrung 206 geführt.
[0021] Der federvorgespannte Betätigungsstift 210 stellt also eine Betätigungseinrichtung
der Fixiereinrichtung 200 dar, derart, dass die Kugel 205 im nicht betätigten Zustand
des Betätigungsstiftes 210 über die Zahnflanken des Zahns, in dem sie angeordnet ist,
übersteht und im betätigten Zustand hinter die Zahnflanken des Zahns zurückgleitet.
Die Kugel 205 steht dabei über beide den Zahn begrenzenden Zahnflanken über. An dieser
Stelle ist zu bemerken, dass es rein prinzipiell auch möglich wäre, die Kugel 205
nicht in einem Zahn, sondern in dem Zwischenraum zwischen zwei Zähnen am Zahngrund
anzuordnen, derart, dass sie im fixierten Zustand geringfügig über den Zahngrund übersteht
und im nicht fixierten Zustand hinter den Zahngrund zurückspringt. Auch hierdurch
wäre eine Fixierung des Stützfußes 100 an dem Gehäuse des Kraftschraubers möglich.
Versuche haben jedoch gezeigt, dass die Anordnung der Kugel 205 in dem Zahn und das
Vorspringen der Kugel 205 über die Zahnflanken im fixierten Zustand und das Zurückspringen
der Kugel 205 hinter die Zahnflanken im nicht fixierten Zustand eine besonders optimale
Fixierung des Stützfußes 100 an dem Kraftschrauber ermöglichen.
[0022] In Verbindung mit Fig. 4 bis Fig. 6 wird eine weitere Ausführungsform eines von der
Erfindung Gebrauch machenden Stützfußes beschrieben, wobei gleiche Elemente mit den
gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 3 bezeichnet sind, sodass bezüglich
deren Beschreibung auf das Vorstehende Bezug genommen wird. Im Unterschied zu dem
in Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten Stützfußes weist der in Fig. 4 bis Fig. 6 dargestellte
Stützfuß ein Fixierelement in Form eines form- und kraftschlüssigen Zahnes 305 auf,
der beispielsweise aus Kunststoff, Gummi, insbesondere Hartgummi, oder einem vergleichbaren
Material oder auch aus einem Metall, beispielsweise Stahl, einem Nichteisen-Metall,
beispielsweise Aluminium, Titan, oder einer Metalllegierung besteht. Auch dieser Zahn
305 ist durch ein (nicht dargestelltes) Betätigungselement entsprechend dem Vorbeschriebenen
radial verschiebbar. Der form- und kraftschlüssige Zahn 305 steht seitlich über die
Zahnflanken der übrigen Zähne der Innenverzahnung 130 über. Er kann so verschoben
werden, dass er hinter die Zahnflanken der Innenverzahnung 130 zurückspringt und so
ein Lösen des Stützfußes an der korrespondierenden Außenverzahnung ermöglicht. Statt
nur eines Zahnes können auch mehrere Zähne vorgesehen sein.
1. Stützfuß (100) für Kraftschrauber zum Ableiten der beim Schrauben entstehenden Reaktionskraft
mit einer an dem Stützfuß (100) angeordneten Arretiereinrichtung (130), die mit einer
an einem Gehäuse des Kraftschraubers angeordneten Arretiereinrichtung so zusammenwirkt,
dass der Stützfuß (100) drehfest, aber gleichzeitig in Axialrichtung verschieblich
befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Stützfuß (100) angeordnete Arretiereinrichtung (130) eine Fixiereinrichtung
(200) aufweist, die so betätigbar ist, dass der Stützfuß (100) im nicht fixierten
Zustand in Axialrichtung verschieblich und im fixierten Zustand an einer beliebigen
Stelle der an dem Gehäuse des Kraftschraubers angeordneten Arretiereinrichtung fixierbar
ist.
2. Stützfuß (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem Stützfuß (100) angeordnete Arretiereinrichtung eine in einem einen Ring
(120) angeordnete Innenverzahnung (130) ist, die in eine am Gehäuse des Kraftschraubers
angeordnete Außenverzahnung eingreift.
3. Stützfuß (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung durch ein in oder an einem Zahn der Innenverzahnung (130) angeordnetes
Feststellelement umfasst, das in Radialrichtung des Ringes (120) radial verschieblich
gelagert und in einer beliebigen Position fixierbar ist.
4. Stützfuß (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Feststellelement eine Kugel (205) ist.
5. Stützfuß (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugel aus einem der folgenden Materialien besteht: Stahl, Nichteisen-(NE)-Metall,
Kunststoff.
6. Stützfuß (100) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betätigungseinrichtung vorgesehen ist, die einen in Axialrichtung des Rings
(120) verschieblichen, federvorgespannten Betätigungsstift (210) umfasst, der eine
Kulisse (240) aufweist derart, dass die Kugel im nicht betätigten Zustand über die
Zahnflanken des Zahns seitlich übersteht und im betätigten Zustand hinter die Zahnflanken
des Zahns zurückgleitet.
7. Stützfuß (100) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Feststellelement mindestens ein form- und kraftschlüssiger Zahn ist.
8. Stützfuß (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahn (305) aus einem der folgenden Materialien besteht: Kunststoff, Gummi, Metall,
insbesondere Stahl, Aluminium, Titan oder einer Legierung dieser Metalle.
9. Stützfuß (100) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der form- und kraftschlüssige Zahn (305) in Radialrichtung derart verschieblich ist,
dass er in seiner Fixierposition in Radialrichtung und/oder in Richtung der Zahnflanken
über die Zähne der Innenverzahnung (130) übersteht und in seiner nicht fixierten Position
in Radialrichtung und/oder in Umfangsrichtung hinter die Zahnflanken der Zähne der
Innenverzahnung (130) zurückspringt.