[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Gasbrenner mit einem Brennerunterteil, in dem ein
nach oben offener unterer Gasverteilungsraum ausgebildet ist, mit einem auf das Brennerunterteil
lose aufsetzbaren Brenneroberteil, welches den unteren Gasverteilungsraum teilweise
verschließt, welches einen Brennerring, in dem ein oberer Gasverteilungsraum ausgebildet
ist, umfasst und welches mindestens eine mit dem unteren Gasverteilungsraum korrespondierende
Gasdurchtrittsöffnung aufweist, die den unteren Gasverteilungsraum mit dem oberen
Gasverteilungsraum verbindet.
[0002] Gasbrenner der genannten Art werden in Gaskochstellen, beispielsweise in Gaskochfeldern,
welche in eine Küchenarbeitsplatte eingebaut werden, oder in frei stehenden Gasherden
eingesetzt. Der Gasbrenner ist an einer in der Regel aus Stahl, aus Glaskeramik oder
aus Hartglas ausgeführten Kochfeldplatte, auch "Top-Sheet" genannt, befestigt. Hierbei
ist das Brennerunterteil von unten in eine Öffnung der Kochfeldplatte eingesteckt
und ist derart an der Kochfeldplatte fixiert, dass es nach oben aus der Kochfeldplatte
herausragt. Das Brenneroberteil ist von oben auf das Brennerunterteil aufgesetzt,
wobei es ohne Zuhilfenahme von Werkzeug abgenommen und wieder aufgelegt werden kann.
[0003] Der Gasbrenner umfasst mindestens eine unterhalb der Kochfeldplatte angeordnete Düsen-Injektor-Einheit,
mit welcher dem zum Gasbrenner strömenden Gas Primärluft zugemischt und somit ein
Gas-Luftgemisch gebildet wird. Hinter der Düsen-Injektor-Einheit strömt das Gas-Luft-Gemisch
in den unteren Gasverteilungsraum, in dem das Gas-Luftgemisch möglichst gleichmäßig
verteilt wird. Der untere Gasverteilungsraum befindet sich in dem Brennerunterteil
und ist in diesem nach oben offen ausgebildet. Das auf das Brennerunterteil aufgesetzte
Brenneroberteil begrenzt den unteren Gasverteilungsraum nach oben und dichtet den
unteren Gasverteilungsraum nach außen ab. Ein in dem Brenneroberteil ausgebildeter
oberer Gasverteilungsraum ist mit dem unteren Gasverteilungsraum verbunden, so dass
das Gas-Luft-Gemisch von dem unteren Gasverteilungsraum in den oberen Gasverteilungsraum
überströmen kann. Zumindest am Außenumfang des Brennerrings befinden sich von dem
oberen Gasverteilungsraum ausgehende Gasaustrittsöffnungen, an denen während des Betriebs
des Gasbrenners eine Gasflamme brennt. Sekundärluft, die zur vollständigen Verbrennung
des Gas-Luft-Gemisches erforderlich ist, gelangt von außen zu den am Außenumfang des
Brennerrings brennenden Gasflammen.
[0004] Zusätzliche Gasaustrittsöffnungen, die ebenfalls von dem oberen Gasverteilungsraum
des Brennerrings abzweigen, können sich im Bereich des Innenumfangs des Brennerrings
befinden. Die an diesen Gasaustrittsöffnungen brennenden Gasflammen sind in Richtung
des Zentrums des Brennerrings nach innen gerichtet. Zusätzlich zu den Gasaustrittsöffnungen
am Brennerring können sich weitere Gasaustrittsöffnungen an einem Innenbrenner befinden,
der als separates Bauteil in der Mitte des Brennerrings angeordnet ist. Die Versorgung
dieses Innenbrenners mit Gas-Luft-Gemisch kann über dieselbe Düsen-Injektor-Einheit
und denselben unteren Gasverteilungsraum erfolgen, die auch den oberen Gasverteilungsraum
des Brennerrings versorgt. Bekannt ist es jedoch ebenfalls, den Innenbrenner mittels
einer separaten Düsen-Injektor-Einheit mit Gas-Luft-Gemisch zu versorgen. In diesem
Fall kann die Gasversorgung des Innenbrenners unabhängig von der Gasversorgung des
Brennerrings gesteuert werden.
[0005] Die am Innenumfang des Brennerrings brennenden Gasflammen und die am Innenbrenner
brennenden Gasflammen müssen, um eine vollständige Verbrennung des Gas-Luft-Gemisches
zu erreichen, ebenfalls mit Sekundärluft versorgt werden. Hierbei kann die Sekundärluft
radial von außen dem Innenbereich in der Mitte des Brennerrings zugeführt werden.
Im Stand der Technik ist es bekannt, zu diesem Zweck ein Bauteil mit radialen und
vertikalen Bohrungen vorzusehen, welches auf das Brennerunterteil aufgesetzt wird,
wobei die horizontalen Bohrungen der Sekundärluftversorgung des Innenbereichs des
Brenners dienen und die vertikalen Bohrungen ein Überströmen von Gas-Luft-Gemisch
vom unteren Gasverteilungsraum in den oberen Gasverteilungsraum ermöglichen. Dieses
mit Bohrungen durchsetzte Bauteil ist aufwändig in der Herstellung. Darüber hinaus
muss sowohl die Sekundärluft beim Durchströmen der radialen Bohrungen als auch das
Gas-Luft-Gemisch beim Durchströmen der vertikalen Bohrungen einen erheblichen Strömungswiderstand
überwinden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen besonders einfach gestalteten
Gasbrenner zur Verfügung zu stellen, der eine besonders zuverlässige Versorgung des
Innenbereichs des Brenners mit Sekundärluft gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Brennerunterteil mindestens
eine radiale Sekundärluftpassage zur Zuführung von Sekundärluft in einen Innenbereich
des Gasbrenners aufweist. Die Zuführung von Sekundärluft in den Innenbereich erfolgt
damit auf Höhe des Brennerunterteils, und nicht, wie im Stand der Technik, oberhalb
des Brennerunterteils. Hierzu weist das Brennerunterteil mindestens eine Sekundärluftpassage
auf, durch welche die Sekundärluft von außen nach innen strömen kann. "Radial" bedeutet
in diesem Zusammenhang, dass die Strömungsrichtung der die Sekundärluftpassage durchströmenden
Sekundärluft zumindest eine radiale Komponente besitzt; sie kann also in radialer
Richtung horizontal, aber auch schräg nach oben gerichtet sein.
[0008] Bevorzugt weist das Brenneroberteil mindestens eine Sekundärluftdurchtrittsöffnung
auf, welche einen im Innenbereich des Gasbrenners, insbesondere in der Mitte des Brennerrings
vorhandenen Raum mit der radialen Sekundärluftpassage verbindet. Die Sekundärluftdurchtrittsöffnung
stellt die vertikale Verbindung zwischen der Sekundärluftpassage und dem Innenbereich
des Gasbrenners dar, in welchem sich die Flammen des Innenbrenners und gegebenenfalls
die nach innen gerichteten Flammen des Brennerrings befinden.
[0009] Ein wichtiger Aspekt der Erfindung besteht darin, dass der untere Gasverteilungsraum
im Brennerunterteil durch ein einziges Bauteil definiert ist. Dies ermöglicht eine
besonders einfache Herstellung des Brennerunterteils, da es den unteren Gasverteilungsraum
nach unten und zur Seite hin begrenzt. Durch die Verwendung eines einteiligen Bauteils
sind bei der Fertigung des Brennerunterteils keine Schraub- oder Klebevorgänge erforderlich.
[0010] Der untere Gasverteilungsraum besitzt einen zentralen Bereich und mindestens zwei,
vorzugsweise drei, sich von dem zentralen Bereich nach außen erstreckende äußere Bereiche.
Die äußeren Bereiche sind über den zentralen Bereich miteinander verbunden. Wenn drei
äußere Bereiche vorgesehen sind, besitzt der untere Gasverteilungsraum, von oben betrachtet,
eine Y-Form. Der untere Gasverteilungsraum kann aber auch sternförmig mit vier oder
mehr äußeren Bereichen ausgeführt sein.
[0011] Im Brennerunterteil sind sowohl der zentrale Bereich des unteren Gasverteilungsraums
als auch die äußeren Bereiche des unteren Gasverteilungsraums nach oben offen.
[0012] Hieraus ergibt sich, dass das Brennerunterteil derart nach oben offen ausgebildet
ist, das der gesamte untere Gasverteilungsraum senkrecht von oben zugänglich ist.
Dies ermöglicht eine besonders einfache Herstellung des Brennerunterteils, da keine
Hinterschneidungen zu fertigen sind.
[0013] Besonders vorteilhaft ist, dass an der Außenseite des Brenners, zwischen jeweils
zwei äußeren Bereichen des unteren Gasverteilungsraums die radiale Sekundärluftpassage
gebildet wird. Die Sekundärluftpassage befindet sich damit außerhalb des unteren Gasverteilungsraums
an der Außenseite des Brennerunterteils. Die Sekundärluft kann in dem zwischen zwei
äußeren Bereichen des unteren Gasverteilungsraums vorhandenen Raum radial nach innen
strömen. Die Anzahl der Sekundärluftpassagen entspricht dabei der Anzahl der äußeren
Bereiche der unteren Gasverteilungsräume.
[0014] Bevorzugt korrespondiert jede Sekundärluftdurchtrittsöffnung des Brenneroberteils
mit einer radialen Sekundärluftpassage. Die Sekundärluftdurchtrittsöffnung mündet
dabei in das radial innere Ende der Sekundärluftpassage.
[0015] Vorteilhaft ist es, wenn die Sekundärluftdurchtrittsöffnung, in Strömungsrichtung
betrachtet, eine Länge von höchstens 10 mm, vorzugsweise von höchstens 7 mm, besonders
bevorzugt von höchstens 5 mm aufweist. Die Strömungsrichtung des Gas-Luft-Gemisches
durch die Sekundärluftdurchtrittsöffnung wird hierbei als senkrecht angenommen. Die
Länge der Sekundärluftdurchtrittsöffnung in Strömungsrichtung entspricht dem Abstand
der radialen Sekundärluftpassage zum Brennerinnenraum. Dieses Maß ist festgelegt durch
die Materialstärke des Bauteils des Brenneroberteils im Bereich der Sekundärluftdurchtrittsöffnung.
Eine möglichst geringe Ausdehnung der Sekundärluftdurchtrittsöffnung in Strömungsrichtung
ist wichtig, um den Strömungswiderstand für die Sekundärluft zu minimieren. Weiter
ist es zweckmäßig, wenn jede Gasdurchtrittsöffnung des Brenneroberteils mit einem
äußeren Bereich des unteren Gasverteilungsraum korrespondiert. Das Gas-Luft-Gemisch
strömt somit über die äußeren Bereiche des unteren Gasverteilungsraum durch die Gasdurchtrittsöffnungen
in das Brenneroberteil. Die Anzahl der Gasdurchtrittsöffnungen entspricht der Anzahl
der äußeren Bereiche der unteren Gasverteilungsräume.
[0016] Bevorzugt besitzt jede Gasdurchtrittsöffnung, in Strömungsrichtung betrachtet, eine
Länge von höchstens 10 mm, vorzugsweise von höchstens 7 mm. Die Länge in Strömungsrichtung
entspricht dem vertikalen Abstand zwischen dem unteren Gasverteilungsraum und dem
oberen Gasverteilungsraum im Brenneroberteil. Sie ist vorgegeben durch die Materialstärke
des Bauteils des Brenneroberteils an der Stelle, an der sich die Gasdurchtrittsöffnung
befindet. Eine möglichst geringe Ausdehnung der Gasdurchtrittsöffnung in Strömungsrichtung
ist wichtig, um den Strömungswiderstand für das Gas-Luft-Gemisch zu minimieren. In
diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass die Ausdehnung der Gasdurchtrittsöffnung
in jeder Richtung senkrecht zur Strömungsrichtung größer ist als die Länge der Gasdurchtrittsöffnung
in Strömungsrichtung.
[0017] Die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen sind radial innerhalb der Gasdurchtrittsöffnungen
angeordnet. Dies ergibt sich daraus, dass die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen in
den Innenbereich des Brenners münden, während die Gasdurchtrittsöffnungen mit dem
den Innenbereich umgebenden Brennerring verbunden sind. Darüber hinaus sind die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen
in Umfangsrichtung versetzt zu den Gasdurchtrittsöffnungen angeordnet. Dieser radiale
Versatz ist deshalb erforderlich, weil die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen von den
radialen Sekundärluftpassagen ausgehen, während die Gasdurchtrittsöffnungen von den
äußeren Bereichen des unteren Gasverteilungsraums ausgehen.
[0018] Gemäß einer besonders zweckmäßigen konstruktiven Ausführung weist das Brenneroberteil
eine Brennerringaufnahme auf, die auf dem Brennerunterteil aufliegt und in welcher
die Gasdurchtrittsöffnungen und die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen ausgebildet sind.
Die Brennerringaufnahme liegt derart dichtend auf dem Brennerunterteil auf, dass die
gesamte Oberkante der Begrenzungswand des unteren Gasverteilungsraum relativ zur Brennerringaufnahme
abgedichtet ist. Die Brennerringaufnahme kann dabei scheibenförmig ausgebildet sein.
Hierbei besitzt sie eine nur geringe Ausdehnung in vertikaler Richtung.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besitzt die Brennerringaufnahme
in der Mitte eine Gaszuführung für einen im Innenbereich befindlichen Innenbrenner.
Über die mittige Gaszuführung wird der Innenbrenner mit Gas-Luft-Gemisch versorgt.
Der Innenbrenner befindet sich im Zentrum des Brennerrings und wird über die radiale
Sekundärluftpassage und die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen mit Sekundärluft versorgt.
[0020] Gemäß einer ersten möglichen konstruktiven Ausführung liegt der Brennerring auf der
Brennerringaufnahme auf. Brennerring und Brennerringaufnahme sind dabei von zwei getrennten
Bauteilen gebildet, die beispielsweise aus unterschiedlichen Materialien gefertigt
sein können. Hierdurch kann der Einsatz von teuren Materialien, wie beispielsweise
Messing, auf diejenigen Bauteile beschränkt werden, für welche dies aus technischen
Gründen oder zur Einhaltung von Normen erforderlich ist. Für die übrigen Bauteile
des Brenneroberteils kann beispielsweise eine günstige Aluminiumlegierung verwendet
werden.
[0021] Eine alternative konstruktive Ausführung sieht vor, den Brennerring und die Brennerringaufnahme
als gemeinsames Bauteil auszubilden. Die Anzahl der Bauteile des Brenneroberteils
ist hiermit minimiert. Sofern es technisch möglich und zulässig ist, kann das komplette
Brenneroberteil aus einer Aluminiumlegierung gefertigt sein.
[0022] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt
- Figur 1
- einen erfindungsgemäßen Gasbrenner,
- Figur 2
- den Gasbrenner in Explosionsdarstellung,
- Figur 3
- ein Brennerunterteil des Gasbrenners,
- Figur 4
- das Brennerunterteil mit aufgesetzter Brennerringaufnahme,
- Figur 5
- die Brennerringaufnahme von unten.
[0023] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Gasbrenner mit einem Brennerunterteil 1 und
einem Brenneroberteil 2. Zu dem Brenneroberteil 2 gehören ein Brennerring 3 mit einem
aufgesetzten Brennerdeckel 4. In den Brennerring 3 sind Gasaustrittsöffnungen 5 eingearbeitet,
an denen während des Betriebs des Gasbrenners Gasflammen brennen. Diese Gasaustrittsöffnungen
5 sind nach oben durch den Brennerdeckel 4 begrenzt. In einem Innenbereich des Brennerrings
3 befindet sich ein separater Innenbrenner 6, der nach oben durch einen Innenbrennerdeckel
7 abgeschlossen ist. Der Innenbrenner 6 besitzt ebenfalls Gasaustrittsöffnungen 8,
an denen während des Betriebs des Innenbrenners Gasflammen brennen.
[0024] Zu dem Brennerunterteil 1 gehört eine Düsen-Injektor-Einheit 9, in der das zur Verbrennung
vorgesehene Gas mit Luftkomponenten (der sogenannten Primärluft) gemischt wird. Die
Düsen-Injektor-Einheit 9 dient zur Versorgung der am Brennerring 3 befindlichen Gasaustrittsöffnungen
5. Eine weitere Düsen-Injektor-Einheit 10 ist zur Versorgung des Innenbrenners 6 vorgesehen.
[0025] Weiter zu erkennen ist eine Spannungsversorgungsleitung 11 für eine Zündelektrode
des Gasbrenners sowie eine Signalleitung 12 eines Thermoelements, welches zur Detektion
einer am Brenner vorhandenen Flamme eingesetzt wird.
[0026] In Figur 2 ist der Brenner gemäß Figur 1 in Explosionsdarstellung abgebildet. Zu
erkennen ist hier insbesondere der im Brennerunterteil 1 vorhandene untere Gasverteilungsraum
13, in dem das von der Düsen-Injektor-Einheit 9 kommende Gas-Luft-Gemisch verteilt
wird. Von dem unteren Gasverteilungsraum 13 gelangt das Gas-Luft-Gemisch in den oberen
Gasverteilungsraum 14, der im Brennerring 3 ausgebildet ist.
[0027] In dem oberen Gasverteilungsraum 14 verteilt sich das Gas-Luft-Gemisch gleichmäßig
über dessen Umfang und tritt durch die Gasaustrittsöffnungen 5, an denen die Gasflammen
brennen, aus. Der obere Gasverteilungsraum ist nach oben durch den Brennerringdeckel
4 verschlossen.
[0028] In dem Brennerunterteil 1 ist eine Gaszuführung 15 für den Innenbrenner 6 eingearbeitet,
welche die Düsen-Injektor-Einheit 10 mit dem Innenbrenner 6 verbindet. Darüber hinaus
befindet sich in dem Brennerunterteil 1 eine Aufnahmeöffnung 16 für die Zündelektrode
17 und das Thermoelement 18.
[0029] Figur 3 zeigt das Brennerunterteil 1 in montiertem Zustand. Das Brennerunterteil
1 ragt dabei von unten aus einem Wärmeschutzschild 19, welches sich direkt auf einer
nicht dargestellten Kochfeldplatte befindet, heraus. Das Wärmeschutzschild 19 dient
dazu, die beispielsweise aus Hartglas ausgebildete Kochfeldplatte vor der Wärmestrahlung
des Gasbrenners zu schützen. Der untere Gasverteilungsraum 13 des Brennerunterteils
1 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel Y-förmig gestaltet, wobei von einem zentralen
Bereich 20 des unteren Gasverteilungsraum 13 drei äußere Bereiche 21 abzweigen. Der
zwischen den äußeren Bereichen 21 des unteren Gasverteilungsraum 13 befindliche Raum
außerhalb des Brennerunterteils 1 dient als radiale Sekundärluftpassage 22. Durch
jede, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei radialen Sekundärluftpassagen 22
kann Sekundärluft von außen in den Innenbereich des Brenners strömen. Die Strömungsrichtung
der Sekundärluft besitzt im Bereich der radialen Sekundärluftpassagen 22 zumindest
eine von außen nach innen gerichtete radiale Komponente. Die Sekundärluft strömt dabei
in der Regel von außen schräg nach innen und oben.
[0030] Figur 4 zeigt das Brennerunterteil 1 gemäß Figur 3 mit einer aufgesetzten Brennerringaufnahme
23. Die Brennerringaufnahme 23 ist Bestandteil des Brenneroberteils 2 und ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als separates Bauteil ausgeführt. Ebenso möglich ist es jedoch,
die Brennerringaufnahme 23 und den Brennerring als gemeinsames Bauteil auszuführen.
Zu erkennen ist, dass die Brennerringaufnahme 23 drei Sekundärluftdurchtrittsöffnungen
24 besitzt, die mit den radialen Sekundärluftpassagen 22 in Verbindung stehen. Die
Sekundärluft kann ausgehend vom Raum außerhalb des Gasbrenners über die radialen Sekundärluftpassagen
22, durch die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen 24 in den Innenbereich des Gasbrenners,
konkret in den zwischen dem Innenbrenner 6 und dem Brennerring 3 vorhandenen Ringraum
(siehe Figur 1) strömen. Auf diese Weise werden die an den Gasaustrittsöffnungen 8
des Innenbrenners 6 vorhandenen Flammen von unten mit Sekundärluft versorgt.
[0031] Weiter besitzt die Brennerringaufnahme 23 drei Gasdurchtrittsöffnungen 25, welche
den unteren Gasverteilungsraum 13 mit dem oberen Gasverteilungsraum 14 im Brennerring
3 verbinden. Die Gasdurchtrittsöffnungen 25 korrespondieren mit den äußeren Bereichen
21 des unteren Gasverteilungsraums 13. Die übrigen Bereiche des unteren Gasverteilungsraums
13 sind durch die Brennerringaufnahme 23 nach oben abgedeckt.
[0032] Die Gasdurchtrittsöffnungen 25 sind in Umfangsrichtung versetzt und radial außerhalb
der Sekundärluftdurchtrittsöffnungen 24 angeordnet. Das Brennerunterteil 1 und die
Brennerringaufnahme 23 definieren damit den Strömungsweg für das Gas-Luft-Gemisch,
mit dem der Brennerring 3 versorgt wird und den davon getrennten Strömungsweg für
die Sekundärluft, die dem Innenbrenner 6 zugeführt wird.
[0033] Zentrierstifte 26 dienen zur Definition der Lage des auf die Brennerringaufnahme
23 aufgesetzten Brennerrings 3.
[0034] Figur 5 zeigt die Brennerringaufnahme 23 von unten. Zu erkennen sind hier ebenfalls
die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen 24 und die Gasdurchtrittsöffnungen 25. Eine Dichtfläche
27 ist zur Auflage auf der Oberseite des Brennerunterteils 1 vorgesehen und folgt
der Kontur des unteren Gasverteilungsraums 13 im Brennerunterteil 1. Die Dichtfläche
27 ist als plane, nicht unterbrochene Dichtfläche 27 ausgeführt. Gleiches gilt für
die Oberseite des Brennerunterteils 1, welche ebenfalls eine plane, nicht unterbrochene
Dichtfläche bildet.
Bezugszeichenliste:
[0035]
- 1.
- Brennerunterteil
- 2.
- Brenneroberteil
- 3.
- Brennerring
- 4.
- Brennerringdeckel
- 5.
- Gasaustrittsöffnungen (Brennerring)
- 6.
- Innenbrenner
- 7.
- Innenbrennerdeckel
- 8.
- Gasaustrittsöffnungen (Innenbrenner)
- 9.
- Düsen-Injektor-Einheit (Brennerring)
- 10.
- Düsen-Injektor-Einheit (Innenbrenner)
- 11.
- Spannungsversorgungsleitung Zündelektrode
- 12.
- Signalleitung Thermoelement
- 13.
- unterer Gasverteilungsraum
- 14.
- oberer Gasverteilungsraum
- 15.
- Gaszuführung für Innenbrenner
- 16.
- Aufnahmeöffnung
- 17.
- Zündelektrode
- 18.
- Thermoelement
- 19.
- Wärmeschutzschild
- 20.
- zentraler Bereich des Gasmischraums
- 21.
- äußeren Bereich des Gasmischraums
- 22.
- radiale Sekundärluftpassage
- 23.
- Brennerringaufnahme
- 24.
- Sekundärluftdurchtrittsöffnung
- 25.
- Gasdurchtrittsöffnung
- 26.
- Zentrierstift
- 27.
- Dichtfläche
1. Gasbrenner mit einem Brennerunterteil (1), in dem ein nach oben offener unterer Gasverteilungsraum
(13) ausgebildet ist, mit einem auf das Brennerunterteil (1) lose aufsetzbaren Brenneroberteil
(2), welches den unteren Gasverteilungsraum (13) teilweise verschließt, welches einen
Brennerring (3), in dem ein ringförmiger oberer Gasverteilungsraum (14) ausgebildet
ist, umfasst und welches mindestens eine mit dem unteren Gasverteilungsraum (13) korrespondierende
Gasdurchtrittsöffnung (25) aufweist, die den unteren Gasverteilungsraum (13) mit dem
oberen Gasverteilungsraum (14) verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennerunterteil (1) mindestens eine radiale Sekundärluftpassage (22) zur Zuführung
von Sekundärluft in einen Innenbereich des Gasbrenners aufweist.
2. Gasbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brenneroberteil (2) mindestens eine Sekundärluftdurchtrittsöffnung (24) aufweist,
welche einen im Innenbereich des Gasbrenners, insbesondere in der Mitte des Brennerrings
(3) vorhandenen Raum mit der radialen Sekundärluftpassage (22) verbindet.
3. Gasbrenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Gasverteilungsraum (13) im Brennerunterteil (1) durch ein einziges Bauteil
definiert ist.
4. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Gasverteilungsraum (13) einen zentralen Bereich und mindestens zwei, vorzugsweise
drei, sich von dem zentralen Bereich (20) radial nach außen erstreckende äußere Bereiche
(21) aufweist.
5. Gasbrenner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Brennerunterteil (1) der zentrale Bereich des unteren Gasverteilungsraums (13)
und die äußeren Bereiche der unteren Gasverteilungsräume (13) nach oben offen sind
und/oder dass das Brennerunterteil (1) derart nach oben offen ausgebildet ist, dass
der gesamte untere Gasverteilungsraum (13) senkrecht von oben zugänglich ist.
6. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bist 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Außenseite des Brennerunterteils (1), zwischen jeweils zwei äußeren Bereichen
des unteren Gasverteilungsraums (13), die radiale Sekundärluftpassage (22) gebildet
wird.
7. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Sekundärluftdurchtrittsöffnung (24) des Brenneroberteils (2) mit einer radialen
Sekundärluftpassage (22) korrespondiert.
8. Gasbrenner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärluftdurchtrittsöffnung (24), in Strömungsrichtung betrachtet, eine Länge
von höchstens 10 mm, vorzugsweise von höchstens 7 mm, besonders bevorzugt von höchstens
5 mm aufweist.
9. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gasdurchtrittsöffnung (25) des Brenneroberteils (2) mit einem äußeren Bereich
des unteren Gasverteilungsraums (13) korrespondiert.
10. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasdurchtrittsöffnung (25), in Strömungsrichtung betrachtet, eine Länge von höchstens
10 mm, vorzugsweise von höchstens 7 mm aufweist.
11. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen (24) radial innerhalb der Gasdurchtrittsöffnungen
(25) angeordnet sind und/oder dass die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen (24) in Umfangsrichtung
versetzt zu den Gasdurchtrittsöffnungen (25) angeordnet sind.
12. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Brenneroberteil (2) eine Brennerringaufnahme (23) aufweist, die auf dem Brennerunterteil
(1) aufliegt und in welcher die Gasdurchtrittsöffnungen (25) und die Sekundärluftdurchtrittsöffnungen
(24) ausgebildet sind.
13. Gasbrenner nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerringaufnahme (23) in der Mitte eine Gaszuführung (15) für einen im Innenbereich
befindlichen Innenbrenner (6) aufweist.
14. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennerring (3) auf der Brennerringaufnahme (23) aufliegt.
15. Gasbrenner nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennerring (3) und die Brennerringaufnahme (23) von einem gemeinsamen Bauteil
gebildet sind.