[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anordnen von Repräsentanten
von über zumindest eine Eingabeeinrichtung aus einer Vielzahl von Programmen für Gargeräte
ausgewählten Programmen auf zumindest einer Anzeigeeinrichtung, die mit der Eingabeeinrichtung
und einer Steuer- oder Regeleinrichtung in Wirkverbindung steht, wobei die Steuer-
oder Regeleinrichtung mit einer Speichereinrichtung zum Speichern einer Vielzahl von
Programmen für Gargeräte in Wirkverbindung steht und mit zumindest einem Gargerät
verbunden oder von einem Gargerät bereitgestellt ist, und ein Gargerät zum Durchführen
solch eines Verfahrens.
[0002] Gargeräte, bei denen eine Eingabeeinrichtung mit einer Anzeigeeinrichtung zumindest
teilweise in Einem ausgeführt ist, sind im Stand der Technik gut bekannt. Aus der
DE 20 2004 018 719 U1 ist so beispielsweise ein Bedienelement für ein Gargerät, umfassend ein Touchscreen
mit einer Display-Anzeige, die zumindest ein betätigbares Touchelement aufweist, durch
dessen Betätigung ein Wechsel der Display-Anzeige in eine vor- oder nachgeordnete
Ebene eines Bedienmenüs durchführbar ist, bekannt.
[0003] Aus der
EP 1 989 978 A1 ist ein Verfahren zum Führen eines Garvorganges in einem Garraum eines Gargerätes
auf der Grundlage einer Mehrzahl von über eine Eingabeeinrichtung des Gargerätes eingebbaren
Parametern, bei dem über die Parameter Gargüter oder Garprogramme sowie Start- oder
Endzeiten des Garens und Garparameter ausgewählt werden können, bekannt. Beispielsweise
kann bei Auswahl einer Vielzahl von Garprogrammen von einer Ausgabeeinrichtung angegeben
werden, wann welches Gargut in einen Garraum zu laden und aus dem Garraum zu entfernen
ist, wobei eine Reihenfolge des Garens unter bestimmten Parametern. wie beispielsweise
eine vom Gargerät verbrauchte Energie, eine benötigte Zeit oder einen Gewichtsverlust
jedes Gargutes, optimiert werden kann.
[0004] Die
DE 10 2006 008 096 A1 offenbart ein Verfahren zum Führen von Garprogrammen in einem Garraum eines Gargerätes
für zu verschiedenen Zeitpunkten und auf einer Vielzahl von Behandlungsebenen in einen
Garraum eingebrachte, unterschiedliche Gargüter, wobei zu einem Startzeitpunkt die
zu einem späteren Zeitpunkt mit Gargut zu beladenen Behandlungsebenen ausgewählt werden
und ein Garraumklima in Abhängigkeit von der Beladung eingestellt wird. In dem bekannten
Verfahren können Signale für einen Entnahmezeitpunkt eines Gargutes oder mehrere Gargüter
von dem Gargerät ausgegeben werden.
[0005] In der
DE 10 2006 039 235 A1 ist ein Verfahren für eine Darstellung von Bedienmenüs für Gargeräte mit einer Bedienvorrichtung
beschrieben, ebenso wie ein Gargerät mit einer solchen Bedienvorrichtung, einer Eingabevorrichtung
und einer Ausgabeeinrichtung, wobei die Eingabevorrichtung Berührschalter aufweist,
und die Ausgabeeinrichtung als Display zur Ausgabe von Bildinformationen ausgebildet
ist. Dieses Verfahren ermöglicht, aufgrund einer Eingabe an der Eingabeeinrichtung
eine geänderte Abbildung auf der Ausgabeeinrichtung darzustellen, wobei die Eingabevorrichtung
und die Ausgabevorrichtung nach Art eines Touchscreens kombiniert sein können. Durch
eine Steuereinrichtung des Gargerätes können Abbildungen wie Symbole oder dergleichen
auf dem Display in Abhängigkeit von einer Eingabe geändert werden.
[0006] In der
US 5,111,028 ist ein Steuerungssystem für ein Gargerät offenbart, welches abhängig von der Art
eines Gargutes eine optimale Position des Gargutes in einem Gargerät vorschlagen kann.
Dabei kommen eine Eingabevorrichtung und eine Ausgabevorrichtung zum Einsatz, mittels
derer der Benutzer eine Vielzahl zu garender Gargüter eingeben bzw. eingegebene Gargüter
anzeigen kann und eine Optimierung von Ablage-Positionen einer Vielzahl von Gargüter
in einem Ablagegestell des Gargerätes entsprechend gewünschter Parameter des Benutzers
erfolgen kann.
[0007] Aus der
EP 1 719 952 A2 ist ein Verfahren zum Wechseln zwischen Anzeigebereichen, die jeweils repräsentativ
für ein Kochmodul sind, wie beispielsweise für zwei Tiegel eines Gargeräts, bekannt.
Somit können im Wechsel über eine Anzeigeeinrichtung Informationen über beide Tiegel
angezeigt werden, beispielsweise in Form von Kochparametern.
[0008] Die
DE 202 03 117 U1 offenbart ein System mit mehreren Gargeräten und mit mindestens einem Bedienteil,
bei dem jedes Gargerät und jedes Bedienteil über mindestens eine Schnittstelle mit
einem Bus gekoppelt ist.
[0009] In der nicht-vorveröffentlichten
DE 10 2008 057 319 ist ein Verfahren zur Arbeitsprogrammschritt-Anzeige eines Gargeräts beschrieben,
bei der einer Bedienperson des Gargeräts während des Ablaufs eines Arbeitsprogramms
in dem Gargerät, wie beispielsweise beim Garen, ein genauer Überblick über den Verlauf
des Arbeitsprogramms und den jeweiligen Stand desselben gegeben wird, indem jeder
Schritt eines Arbeitsprogramms, das eine Vielzahl von Schritten umfassen kann, auf
einer Anzeigeeinrichtung angezeigt wird und der jeweils aktive bzw. ablaufende Schritt
des Arbeitsprogramms gekennzeichnet ist. Dies bietet der Bedienperson eine große Hilfe
zur Verbesserung der Küchenlogistik, also bei der Produktions- und Ablaufsplanung
in einer Küche.
[0010] In der nicht-vorveröffentlichten
DE 10 2008 032 453 ist die Verwendung eines Touchscreens bei der Menüführung eines Gargeräts beschrieben,
bei der sich verschiedene Ebenen des Bedienmenüs als Seiten eines virtuellen Buches
darstellen lassen. Durch Überstreichen von Bereichen des Touchscreens kann ein Blättern
zwischen verschiedenen Bedienmenüs in der gleichen oder in einer anderen Hierarchieebene
eingeleitet werden.
[0011] Aus der
EP 1 798 479 A1 ist ein Verfahren für einen Betrieb eines Gargerätes bekannt, bei dem eine Auswahl
eines Gargutes mit einem zugeordneten Garprogramm oder zumindest eine Auswahl eines
Garparameters mit einem zugeordneten auszuwählenden Gargut erfolgt und im Anschluß
das Gargerät mit dem ausgewählten Produkt beschickt wird. Nach einem Starten des zugehörigen
Garprogrammes erfolgt eine Anzeige eines Programmnamens und einer Restgarzeit auf
einer Anzeigeeinrichtung des Gargerätes, und im Folgenden kann eine automatisierte
Zuordnung von weiteren, zum Garprogramm des ersten Garguts passenden, Gargütern bzw.
Garprogrammen in Abhängigkeit entsprechender Garparametern erfolgen. Das gattungsgemäße
Verfahren ist dazu geeignet, in einer zeitlichen Abfolge von Garprogrammen zu gewünschten
Zeitpunkten, auch zu einer Vielzahl sich bereits im Gargerät befindenden Gargütern,
einem Benutzer für eine weitere Auswahl die zugeordneten Gargüter bzw. Garprogramme
anzuzeigen, wobei auch eine jeweilige Restgarzeit der ausgewählten Gargüter angezeigt
werden kann.
[0012] Den oben erörterten Verfahren des Stands der Technik ist gemeinsam, dass eine Visualisierung
von Garprogrammen durch Anzeigen eines Codewortes und/oder einer graphischen Darstellung
vonstatten geht. Beim Betrieb eines Restaurants hat sich jedoch seit vielen Jahren
ein sogenanntes Bonsystem durchgesetzt. Wählt ein Gast eines Restaurants nämlich eine
auf einer Speisekarte aufgelistete Speise aus, so wird meist von einem Kellner entweder
der Name der Speise oder ein anderer Repräsentant der Speise, wie eine Zahl, auf einem
Zettel aufgeschrieben, und dieser Zettel (Bon) wird sodann an ein Brett (Bonbrett)
in einer Küche angebracht. Grundsätzlich hat sich dieses Bonsystem in der Vergangenheit
gut bewährt, weist jedoch den Nachteil auf, dass Handschriften schwer lesbar sind.
Zettel (Bons) verloren gehen und die Informationen auf den Zetteln (Bons) noch an
ein Gargerät weitergegeben werden müssen.
[0013] Eine elektronische Speisekarte ist beispielsweise in der nicht-vorveröffentlichten
DE 10 2007 040 652 beschrieben. Diese ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen einem Restaurantgast
und einem Gargerät.
[0014] In der nicht-vorveröffentlichten
DE 10 2008 027 597 ist die Bedienung einer Vielzahl von Gargeräten über ein und dieselbe Anzeigeeinrichtung
beschrieben.
[0015] Verfahren zur Kontrolle der Präsentation von Objekten auf einem Computerbildschirm
sind außerhalb der Gartechnologie mannigfach bekannt, so beispielsweise aus der
US 5,859,639.
[0016] Aufgabe der Erfindung ist es, das gattungsgemäße Verfahren derart weiterzuentwickeln,
dass eine weitere Vereinfachung einer Bedienbarkeit eines Gargerätes, insbesondere
eine Vereinfachung bei einem Erstellen von zeitlichen Ablaufplänen, Funktionsplänen
und/oder Funktionsabläufen von Programmen für Gargeräte, ermöglicht wird.
[0017] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jeder Programmrepräsentant
in Form eines virtuellen Bons in mindestens einem Bereich in Form eines virtuellen
Bonbretts angeordnet werden kann, wobei das virtuelle Bonbrett eine Darstellung innerhalb
eines mehrdimensionalen Raumes ermöglicht, und in Abhängigkeit von mindestens einem
Parameter zumindest eines in dem Bereich angeordneten Programmrepräsentanten ein Anordnen
mindestens eines anderen in dem Bereich anzuordnenden Programmrepräsentanten mit mindestens
einem anderen Parameter automatisch stattfindet oder vorgeschlagen wird, wobei jeder
Parameter zumindest charakteristisch für das Gargerät, eine Funktionseinrichtung des
Gargeräts, eine Behandlungsebene, Behandlungsspalte, Behandlungszeile und/oder Behandlungszone
des Gargeräts, einen Zeitpunkt, einen Zeitraum, eine Priorisierung und/oder eine Klimagröße
des dem jeweiligen Programmrepräsentanten entsprechenden Programms ist.
[0018] Dabei kann vorgesehen sein, dass jedes Programm ausgewählt wird aus einer Gruppe,
umfassend Garprogramme, insbesondere bestimmt durch Garbetriebsarten, Garprozesse,
Garparameter und/oder Gargüter, Reinigungsprogramme, insbesondere bestimmt durch Reinigungsbetriebsarten,
Reinigungsprozesse, Reinigungsparameter und/oder Reinigungsmittel, Hilfsprogramme
und/oder Diagnoseprogramme, und/oder jedes virtuelle Bon einen Codenamen und/oder
eine graphische Darstellung für das entsprechende Programm aufweist.
[0019] Erfindungsgemäß bevorzugt ist, dass das die Darstellung auf dem virtuellen Bonbrett
ein Koordinatensystem mit zumindest zwei Positionsachsen zur Bestimmung einer Behandlungszone
im Garbereich des Gargeräts oder mit zumindest einer Positionsachse zur Bestimmung
einer Behandlungsebene, Behandlungsspalte oder Behandlungszeile des Garbereichs des
Gargeräts und einer Zeitachse zur Bestimmung zumindest eines Zeitpunktes und/oder
Zeitraums des Betriebs des Gargeräts zugrunde legt, wobei vorzugsweise das Koordinatensystem
des virtuellen Bonbretts über eine erste Positionsachse wenigstens eine Behandlungsebene
des Gargeräts und/oder über eine zweite und/oder dritte Positionsachse mindestens
eine Behandlungszone, insbesondere einer Behandlungsebene, des Gargeräts und/oder
über eine Zeitachse mindestens einen Zeitpunkt und/oder einen Zeitraum zumindest eines
ausgewählten Programms, Funktionsplanes und/oder Funktionsablaufes bestimmt, und/oder
vorzugsweise die Achsen des Koordinatensystems gebogen oder gerade, insbesondere senkrecht
zueinander, verlaufen, und/oder vorzugsweise die erste, zweite und/oder dritte Positionsachse
und/oder die Zeitachse ausgewählt und/oder verändert werden kann bzw. können, insbesondere
entlang derselben gescrollt werden kann bzw. können, und/oder vorzugsweise die Zeitachse
sich als Funktion der Zeit automatisch, insbesondere schrittweise oder kontinuierlich,
ändert.
[0020] Ferner kann vorgesehen sein, dass der für eine Priorisierung charakteristische Parameter
als Prioritäts-Parameter bestimmt wird durch einen Energieverbrauch, einen Wasserverbrauch,
einen Reinigungsmittelverbrauch, einen Zeitbedarf, eine Zielzeit, eine Startzeit und/oder
einen Raumbedarf und/oder eine Reduzierung eines Gargutgewichtsverlustes, einer Verschmutzung,
einer Rauchentstehung und/oder eines Geruches und/oder eine Verbesserung eines Programmergebnisses,
wie einer Qualität eines fertiggegarten Garguts und/oder der Sauberkeit eines Garraums,
und/oder ein Verfallsdatum, eine Empfindlichkeit, eine Menge und/oder einen Preis
eines Garguts; und/oder der für eine Klimagröße charakteristische Parameter als Klima-Parameter
bestimmt wird durch eine Temperatur, eine Feuchte, einen Druck, eine Strömungsgeschwindigkeit
und/oder eine Mikrowellenenergie in einem Gargerät, insbesondere einer Behandlungsebene
und/oder Behandlungszone, wobei vorzugsweise der Prioritäts- und/oder Klima-Parameter
auswählbar, anzeigbar, speicherbar und/oder veränderbar ist bzw. sind.
[0021] Mit der Erfindung wird auch vorgeschlagen, dass eine räumlich identische Anordnung
eines ersten Programmrepräsentanten eines ersten ausgewählten Programms und mindestens
eines zweiten Programmrepräsentanten eines zweiten ausgewählten Programms automatisch
verweigert wird, und/oder eine räumlich unterschiedliche und zeitlich identische Anordnung
eines dritten Programmrepräsentanten eines dritten ausgewählten Programms, bestimmt
durch mindestens einen dritten Klima-Parameter, und zumindest eines vierten Programmrepräsentanten
eines vierten ausgewählten Programms, bestimmt durch mindestens einen vierten Klima-Parameter,
automatisch verweigert wird, wenn der vierte Klima-Parameter sich von dem dritten
Klima-Parameter, insbesondere um ein bestimmtes Toleranzmaß, unterscheidet, und/oder
bei einer räumlich und/oder zeitlich identischen Anordnung mindestens eines fünften
Programmrepräsentanten eines fünften ausgewählten Programms, bestimmt durch zumindest
einen fünften Prioritäts-Parameters, und zumindest eines sechsten Programmrepräsentanten
eines sechsten ausgewählten Programms, bestimmt durch zumindest einen sechsten Prioritäts-Parameters,
die Anordnung von den fünften und sechsten Prioritäts-Parametern abhängt, wobei vorzugsweise
der Programmrepräsentant mit der niedrigeren Priorisierung automatisch alternativ
räumlich und/oder zeitlich angeordnet wird.
[0022] Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass eine Anordnung von Programmrepräsentanten, insbesondere
nach einer Auswahl, Aktivierung, Duplizierung, Erzeugung und/oder Anzeige, vorzugsweise
in einem Auswahlfenster auf der Anzeigeeinrichtung, in Abhängigkeit der entsprechenden,
insbesondere über eine Eingabeeinrichtung ausgewählten und/oder veränderten, Parameter
automatisch erfolgt, insbesondere in Abhängigkeit eines, vorzugsweise auswählbaren
und/oder änderbaren, Automations-Parameters, vorzugsweise bestimmt durch eine Zugangsberechtigung
und/oder eine Zeitspanne, in welcher keine Eingabe an der Eingabeeinrichtung erfolgt,
und/oder eine Anordnung von Programmrepräsentanten manuell, insbesondere unter Ausnutzung
eines "Drag and Drop"-Verfahrens oder durch Berühren, insbesondere Drücken, zumindest
eines Programmrepräsentanten und/oder unter Ausnutzung zumindest einer Orientierungslinie,
insbesondere in Form einer Fanglinie und/oder eines kritischen Pfades, erfolgt.
[0023] Mit der Erfindung wird dabei auch vorgeschlagen, dass die Orientierungslinie zumindest
zeitweise, vorzugsweise im Bonbrett, angezeigt wird und/oder von zumindest einem Parameter,
insbesondere dem Prioritäts-Parameter und/oder Klima-Parameter, abhängt, insbesondere
im Falle der Ausgestaltung als kritischer Pfad, wobei vorzugsweise ein Vielzahl von
Orientierungslinien zur Bestimmung von Behandlungsebenen, Behandlungsspalten, Behandlungszeilen
und/oder Behandlungszonen und/oder Zeitpunkten gewählt werden, insbesondere zumindest
eine erste Orientierungslinie parallel zur ersten Positionsachse, zumindest eine zweite
Orientierungslinie parallel zur zweiten Positionsachse, zumindest eine dritte Orientierungslinie
parallel zur dritten Positionsachse, zumindest eine vierte Orientierungslinie parallel
zur Zeitachse, mindestens eine fünfte Orientierungslinie durch einen Zeitpunkt auf
der Zeitachse und/oder zumindest eine sechste Orientierungslinie zur Kennzeichnung
eines Zeitraums auf der Zeitachse angezeigt werden kann bzw. können und/oder über
die Eingabeeinrichtung verändert werden kann bzw. können und/oder über die Speichereinrichtung
gespeichert werden kann bzw. können.
[0024] Dabei kann vorgesehen sein, dass bei Anordnung zumindest eines Programmrepräsentanten
in einem vorher bestimmten oder über eine Eingabeeinrichtung ausgewählten oder veränderten
Abstand zu der ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften und/oder sechsten Orientierungslinie
automatisch zu derselben zwecks Ablage in dem Bereich ausgerichtet wird.
[0025] Zudem kann vorgesehen sein, dass in zumindest einer virtuellen Bonleiste, insbesondere
in Form des Auswahlfensters, in einem weiteren Bereich der Anzeigeeinrichtung oder
einer weiteren Anzeigeeinrichtung auswählbare virtuelle Bons und/oder ausgewählte
virtuelle Bons angezeigt werden, wobei vorzugsweise Bons in der Bonleiste unter-,
neben- und/oder übereinander angeordnet werden können, insbesondere in der Chronologie
der Auswahl der dazugehörenden Programme und/oder in Abhängigkeit zumindest eines
Prioritäts-Parameters und/oder zumindest einer Orientierungslinie, und/oder vorzugsweise
zumindest ein Bon vor einem räumlichen und/oder zeitlichen Anordnen auf dem virtuellen
Bonbrett in wenigstens einer virtuellen Bonleiste und/oder nach einer zeitlichen und/oder
räumlichen Zuordnung auf dem virtuellen Bonbrett in der virtuellen Bonleiste, insbesondere
über eine Eingabeeinrichtung, abgelegt und/oder angezeigt wird, und/oder vorzugsweise
die virtuelle Bonleiste und/oder das virtuelle Bonbrett auf der jeweiligen Anzeigeeinrichtung
verschoben, vergrößert und/oder verkleinert werden kann bzw. können.
[0026] Bevorzugt ist erfindungsgemäß, dass ein virtuelles Bon ausgewählt wird durch Auswahl
eines gespeicherten Programms, Verändern eines gespeicherten Programms, Duplizieren
eines Bons und/oder Zusammenstellung eines neuen Programms und/oder zumindest zwei
virtuelle Teil-Bons umfasst, und/oder ein virtuelles Bon oder Teil-Bon nach Auswahl
in wenigstens einer virtuellen Bonleiste und/oder auf zumindest einem virtuellen Bonbrett
angezeigt wird, und/oder die Auswahl jedes virtuellen Bons oder Teil-Bons bestätigt
werden muss, wobei vorzugsweise die Visualisierung der ausgewählten, noch nicht bestätigten,
virtuellen Bons oder Teil-Bons sich von der der ausgewählten, bestätigten, virtuellen
Bons oder Teil-Bons unterscheidet, und/oder vorzugsweise die ausgewählten, noch nicht
bestätigten, virtuellen Bons oder Teil-Bons in der virtuellen Bonleiste und die ausgewählten,
bestätigen, virtuellen Bons oder Teil-Bons auf dem virtuellen Bonbrett angezeigt werden.
[0027] Erfindungsgemäße Verfahren können auch dadurch gekennzeichnet sein, dass zumindest
ein Programmrepräsentant, zumindest ein Bereich, zumindest eine Achse, ausgewählt
aus der ersten, zweiten und/oder dritten Positionsachse und/oder der Zeitachse, und/oder
zumindest eine Orientierungslinie, ausgewählt aus der ersten, zweiten, dritten, vierten,
fünften und/oder sechsten Orientierungslinie, zumindest ein Bonbrett und/oder zumindest
eine Bonleiste, insbesondere über eine Eingabeeinrichtung, verändert werden kann bzw.
können, insbesondere durch ein zumindest zeitweises Verschieben, Verkleinern, Vergrößern,
Ausblenden, Farbändern, Musterändern und/oder Helligkeitsändern.
[0028] Ferner kann vorgesehen sein, dass Programmrepräsentanten mit zumindest einem gleichen
Parameter, insbesondere in Form des Klima- und/oder Prioritäts-Parameters, und/oder
einer gleichen Orientierungslinie mit zumindest einer gleichen optischen Kennzeichnung
dargestellt und/oder in dem Bereich miteinander verbunden dargestellt werden, und/oder
Programmrepräsentanten, die Programmen entsprechen, die in unterschiedlichen Gargeräten,
Behandlungsebenen, Behandlungsspalten, Behandlungszeilen und/oder Behandlungszonen
und/oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten und/oder Zeiträumen und/oder mit unterschiedlichen
Parametern, umfassend Prioritäts- und Klima-Parameter, und/oder mit unterschiedlichen
Orientierungslinien und/oder mit unterschiedlichen Funktionseinrichtungen durchgeführt
werden, optisch unterschiedlich dargeboten werden.
[0029] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Anzeigeeinrichtung wahlweise zumindest ein Bon,
ein Teil-Bon, eine Bonleiste und/oder ein Bonbrett eines ersten oder eines zweiten
Gargeräts oder von zumindest zwei Gargeräten zeigt.
[0030] Die Erfindung liefert auch ein Gargerät mit zumindest einer Funktionseinrichtung
zur Durchführung zumindest eines Programms und einer Steuer- oder Regeleinrichtung
in Wirkverbindung mit einer Eingabeeinrichtung, einer Anzeigeeinrichtung, einer Speichereinrichtung
und der Funktionseinrichtung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
wobei die Funktionseinrichtung eine Heizeinrichtung, umfassend zumindest eine elektrische
Heizung, einen Gasbrenner, einen Wärmetauscher und/oder eine Einrichtung zur Abstrahlung
elektromagnetischer Strahlung in den Garraum, insbesondere in Form einer Mikrowellenquelle,
eine Einrichtung zum Einführen von Feuchtigkeit in den Garraum, umfassend zumindest
einen Dampfgenerator, einen Wasserzerstäuber und/oder Beschwadungseinrichtung, eine
Einrichtung zum Abführen von Feuchtigkeit aus dem Garraum, umfassend zumindest eine
Frischluftzufuhr und/oder einen Kondensator, eine Einrichtung zum Zirkulieren von
Garraumatmosphäre, umfassend zumindest ein Gebläse und/oder eine Pumpe, eine Einrichtung
zum Anlegen eines Drucks in dem Garraum, umfassend zumindest eine Absperreinrichtung,
und/oder eine Reinigungseinrichtung aufweist, und das Gargerät die Anzeigeeinrichtung
umfasst oder mit der Anzeigeeinrichtung verbindbar ist, und das Gargerät die Eingabeeinrichtung
umfasst oder mit der Eingabeeinrichtung verbindbar ist, und das Gargerät die Speichereinrichtung
umfasst oder mit der Speichereinrichtung verbindbar ist.
[0031] Dabei kann vorgesehen sein, dass das Gargerät, die Steuer- oder Regeleinrichtung,
die Anzeigeeinrichtung, die Eingabeneinrichtung und/oder die Speichereinrichtung mit
einer Vielzahl weiterer Gargeräte zum Bereitstellen eines Küchennetzwerkes verbindbar
ist.
[0032] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Visualisieren von Programmrepräsentanten
in Form von virtuellen Bons in einem Bereich einer Anzeigeeinrichtung in Form eines
virtuellen Bonbretts durch die Existenz von Hilfsfunktionen insbesondere beim Anordnen
der Programmrepräsentanten in besagtem Bereich erleichtert werden kann. Bevor auf
die Hilfsfunktionen an sich eingegangen wird, werden im Anschluss mögliche Darstellungen
der Programmrepräsentanten an sich sowie in dem Bereich beschrieben, um sodann die
Hilfsfunktionen anhand dieser Beispiele konkretisieren zu können.
[0033] Bevorzugt ist nach Erfindung, dass durch einfache Maßnahmen eine Anordnung von Programmrepräsentanten
erfolgen kann, sei es zum Ablegen eines Programmrepräsentanten in einem Bereich einer
Anzeigeeinrichtung oder zum Verschieben innerhalb des Bereichs oder aber zur Änderung
einer optischen Darstellung, indem jeweils ein Berühren eines Teils des Bereichs oder
Annähern an besagten Teil des Bereichs stattfindet, vorzugsweise mit einem Finger.
Besonders bevorzugt ist dabei beim Ablegen eines Programmrepräsentanten der Einsatz
eines für die Bedienung graphischer Benutzeroberflächen von Rechnern gut bekannten
"Drag and Drop" (Ziehen und Fallenlassen) Verfahrens, bei dem also ein Programmrepräsentant
über ein Zeigegerät, beispielsweise einen Finger, zuerst sozusagen von der Anzeigeeinrichtung
weggezogen und dann an einer gewünschten Stelle fallengelassen werden kann.
[0034] Für die Realisation des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorteilhafterweise eine
Darstellung von Programmen, insbesondere Garprogrammen, vorzugsweise bestimmt durch
Garbetriebsarten, Garprozesse, Garparameter und/oder Gargüter, Reinigungsprogrammen,
insbesondere bestimmt durch Reinigungsbetriebsarten. Reinigungsprozesse, Reinigungsparameter
und/oder Reinigungsmittel, Hilfsprogrammen, Diagnoseprogrammen und dergleichen, über
Programmrepräsentanten in Form von virtuellen Bons in einem zumindest zweidimensionalen
Bereich in Form von einem virtuellen Bonbrett mit entweder einer Zeitachse und zumindest
einer Positionsachse oder zumindest zwei Positionsachsen, und ggf. zusätzlich oder
zeitlich versetzt in einer virtuellen Bonleiste über eine Anzeigeeinrichtung vorgesehen,
um die Bedienbarkeit eines Gargeräts zu vereinfachen, da bislang in Restaurantbetrieben
übliche Bons in digitalisierter Form zum Einsatz kommen. Es muss also grundsätzlich
keine Umlernung eines Küchenpersonals stattfinden, während gleichzeitig Übermittlungsfehler
reduziert werden können, indem ein Wunsch eines Restaurantgastes auf einer Anzeigeeinrichtung
in einer Küche des Restaurants angezeigt und auch unmittelbar verarbeitet werden kann.
Im Vergleich zu üblichen Bons können die virtuellen Bons jedoch eine größere Anzahl
von Programmen repräsentieren und unterschiedlichst dargeboten werden, insbesondere
in beliebigen Formen, Farben, Mustern, Helligkeiten, Größen, in 1, 2 oder 3 Dimensionen,
mit oder ohne Beschriftung und dergleichen.
[0035] Ein virtuelles Bonbrett, durch das ein ebenes oder gebogenes, selbst walzenförmig
geformtes, Brett graphisch dargestellt wird, kann ebenfalls unterschiedlichst realisiert
sein. Beispielsweise kann es nach Art einer Pinnwand oder einer Drehtrommel, wie sie
auch für Spielautomaten bekannt ist, auf einem Display wiedergegeben werden. Analoges
gilt für die Darstellung einer virtuellen Bonleiste, die ebenfalls unterschiedliche
Geometrien und Dimensionen einnehmen kann.
[0036] Virtuelle Bons können in der virtuellen Bonleiste unter-, neben- und/oder übereinander
angeordnet werden, insbesondere in der Chronologie der Auswahl der entsprechenden
Programme und/oder in Abhängigkeit zumindest eines Optimierungs- bzw. Prioritäts-Parameters.
Die Bonleiste kann eine Art Auswahlfenster darstellen, von wo aus Bons in das Bonbrett
transferiert werden können, wie später noch detailliert beschrieben.
[0037] Zudem kann eine einfache zeitliche Anordnung von virtuellen Bons auf dem virtuellen
Bonbrett mit einer Zeitachse oder einem Zeitstrahl ermöglicht werden, indem jedes
virtuelle Bon einen Codenamen und/oder eine graphische Darstellung für ein Programm
aufweist und auf dem Zeitstrahl oder längs desselben abgelegt werden kann. Auf dem
Zeitstrahl kann dabei mindestens ein Zeitpunkt und/oder ein Zeitraum zumindest eines
ausgewählten Programms, Funktionsplans und/oder Funktionsablaufs visualisiert werden.
In diesem Fall stellt das Bonbrett ein Zeitfenster dar. Zusätzlich kann eine einfache
räumliche Zuordnung der virtuellen Bons zu Behandlungsebenen einer Vielzahl von Behandlungsebenen
über eine Positionsachse oder zu Behandlungszonen einer Vielzahl von Behandlungszonen,
beispielsweise in einer Einschubebene oder auf einem Tiegelboden, über zwei Positionsachsen
realisiert werden. Das virtuelle Bonbrett kann auch nur Positionsachsen zur Bestimmung
von Behandlungszonen aufweisen. Die jeweiligen Achsen des Bonbretts, ausgewählt aus
der Zeitachse und/oder jeder Positionsachse, stehen dabei vorzugsweise senkrecht aufeinander.
Dabei kann durch die Achsen ein rechtwinkliges oder gekrümmtes Koordinatensystem aufgespannt
werden.
[0038] Sowohl das virtuelle Bonbrett und/oder die virtuelle Bonleiste als auch ein dadurch
bestimmbarer Funktions- oder Ablaufplan und/oder Funktionsablaufs können graphisch
auf der Anzeigeeinrichtung dargestellt und in einer Speichereinrichtung gespeichert
werden. Ein gespeicherter Funktions- oder Ablaufplan und/oder Funktionsablauf kann
jederzeit abgerufen oder verändert werden.
[0039] Zudem kann eine weitere Vereinfachung der Erstellung des Ablaufplanes von Programmen,
z.B. zum Garen von Gargütern und/oder Durchführen von Garprogrammen, Garbetriebsarten,
Garprozessen und/oder Garschritten, erreicht werden, wenn eine gemeinsame Eingabe-
und Anzeigeeinrichtung in Form eines Sensorbildschirms oder Touchscreens einem Benutzer
ein Ablegen der virtuellen Bons auf dem virtuellem Bonbrett, insbesondere von der
virtuellen Bonleiste, entlang der Zeitachse bzw. dem Zeitstrahl zu der Positionskoordinate
oder entlang einer ersten Positionsachse zu einer Koordinate einer zweiten Positionsachse,
beispielsweise über "Drag and Drop" und/oder durch ein Berühren, Annähern, Entfernen,
Vorbeistreichen, Auseinanderziehen und/oder Zusammenziehen von Fingern intuitiv ermöglicht.
Eine farbliche und/oder geometrisch eindeutige Darstellung der virtuellen Bons unterstützt
vorzugsweise eine intuitive Zuordnung von gemeinsam zu garenden Gargütern und/oder
gleichzeitig durchzuführenden Garprogrammen und/oder Garschritten.
[0040] Die Anzeigeeinrichtung kann an einem erfindungsgemäßen Gargerät bereitgestellt sein.
Sie kann aber auch einer Kommunikation mit einer Vielzahl in Wechselwirkung stehender
Gargeräte dienen. Die Gargeräte können dabei auch unterschiedlich sein, beispielsweise
die Funktion eines unter dem Handelsnamen SelfCooking Center® oder eines unter dem
Handelsnamen Vario-Cooking Center® bekannten Gargeräts erfüllen. Jedes erfindungsgemäße
Gargerät kann mit einer Eingabeeinrichtung versehen und/oder über eine entfernte Eingabeeinrichtung
bedienbar sein, wobei die entfernte Eingabeeinrichtung in Form einer elektronischen
Speisekarte ausgestaltet sein kann. Es ist zudem vorstellbar, dass die Anzeigeeinrichtung
und die Eingabeeinrichtung in Form eines Touchscreens als Teil eines Gargerätes und/oder
eigenständig über Kabel oder drahtlos mit zumindest einem Gargerät kommunizierend
ausgebildet sind. Kommt nur eine Anzeigeeinrichtung für mehrere Gargeräte zum Einsatz,
kann entweder die Anzeige von Informationen zu einem der Gargeräte ausgewählt werden,
oder es können Informationen mehrerer der Gargeräte gleichzeitig angezeigt werden.
[0041] Wird das erfindungsgemäße Verfahren für eine Erstellung eines gemeinsamen Ablaufplanes
für eine Vielzahl miteinander vernetzter Gargeräte eingesetzt, dann kann über eine
Anzeige- und Eingabeeinrichtung in Form eines Touchscreens auch ein Steuern, Anzeigen
und/oder Erstellen von Ablaufplänen für jedes mit der Anzeige- und Eingabeeinrichtung
verbundene Gargerät erfolgen. Zum Wechsel der Steuerung. Anzeige und/oder Erstellung
von Ablaufplänen zwischen unterschiedlichen Gargeräten kann eine Taste, ein Schalter
oder dergleichen vorgesehen sein, wobei über ein Touchscreen auch die Möglichkeit
des "Blätterns" zwischen Menüebenen unterschiedlicher Gargeräte besteht.
[0042] Es ist ferner möglich, das virtuelle Bonbrett auf einem ersten Bereich der Anzeigeeinrichtung
und/oder die virtuelle Bonleiste auf einem zweiten Bereich der Anzeigeeinrichtung
darzustellen, wobei ausgewählt werden kann, ob der erste und/oder zweite Bereich angezeigt
wird bzw. werden, und/oder in welcher Größe, Farbe, Form und/oder Helligkeit der erste
und/oder zweite Bereich angezeigt wird bzw. werden. Auch kann vorgesehen sein, dass
es frei wählbar ist, wo der erste und/oder zweite Bereich angezeigt wird bzw. werden.
Selbstverständlich ist die Anordnung der Bereiche auf der Anzeigeeinrichtung frei
wählbar und veränderbar.
[0043] Ein Erstellen eines virtuellen Bons, beispielsweise repräsentativ für ein Garen eines
Gargutes, bestimmt durch ein Garprogramm, kann durch einen Benutzer derart erfolgen,
dass zuerst ein Garprogramm ausgewählt wird, beispielsweise bestimmt durch eine Garbetriebsart,
wie "Fleisch", so dann ein Garprozess ausgewählt wird, wie "Braten", und schließlich
zumindest ein Garparameter, wie ein "Bräunungsgrad" und/oder eine "Kerntemperatur",
ausgewählt wird. Alternativ kann ein Bon aus einer Vielzahl gespeicherter Bons ausgewählt
oder durch Duplizierung oder Veränderung eines anderen Bons erhalten werden. Die entsprechend
ausgewählten virtuellen Bons können dann auf einem virtuellen Bonbrett und/oder in
einer virtuellen Bonleiste in einem Anzeigebereich der Eingabe- und Anzeigevorrichtung
dargestellt werden.
[0044] Eine Auswahl eines Garprogrammes kann beispielsweise derart erfolgen, dass einem
Benutzer die von dem erfindungsgemäßen Gargerät durchführbaren Betriebsarten auf dem
Touchscreen in Form eines Hauptbedienmenus dargestellt werden. Z. B. durch Berühren
eines Bedienfelds, wie in Form einer digitalen Taste, einer Vielzahl von Bedienfeldern,
die über Buchstaben, Zahlen, Farben, Symbolen und/oder geometrischen Formen repräsentativ
für die Garbetriebsarten sind, trifft ein Benutzer eine erste Auswahl. Im Folgenden
kann sich optional ein erstes Unterbedienmenü öffnen, in dem die zu der ausgewählten
Betriebsarten korrespondierenden Prozesse aufscheinen, so dass wiederum über Bedienfelder
der Prozess ausgewählt werden kann. Es kann vorgesehen sein, dass für weitere Einstellungen,
beispielsweise für ein Einstellen eines Garparameters, mindestens ein zweites Unterbedienmenü
geöffnet werden kann. Das so ausgewählte Garprogramm kann eine Vielzahl von Garschritten
umfassen, wobei jeder Garschritt einen Programm-Abschnitt darstellt.
[0045] Es kann vor einer Erzeugung eines virtuellen Bons durch ein erfindungsgemäße Gargerät
vorgesehen sein, dass ein Benutzer eine getroffene Auswahl bestätigen muss. Alternativ
können auch vorläufige, noch nicht bestätigte virtuelle Bons erzeugt werden, wobei
sich bestätigte und noch nicht bestätigte virtuelle Bons in ihrer Visualisierung unterscheiden
können. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass bestätigte bzw. noch nicht bestätigte
virtuelle Bons auf der Anzeigeeinrichtung, insbesondere in der Bonleiste, für einen
Benutzer durch eine gesonderte graphische Darstellung unterscheidbar sind. Es ist
offensichtlich, dass beliebige Programme, beispielsweise in Form von Garprogrammen,
als virtuelle Bons darstellbar sind. Fernen können selbstverständlich beliebig viele
virtuelle Bons auf dem virtuellen Bonbrett ablegt werden.
[0046] Eine graphische Darstellung von virtuellen Bons kann sich durch optische Hervorhebung,
beispielsweise anhand einer geometrischen Form, einer Bemaßung, einer Änderung einer
Schraffur, einer Umkastelung, eines Aufblinkens, eines Unterstreichens, ein Muster,
einer Farbintensität und/oder einer Farbe unterscheiden. Es kann vorgesehen sein,
dass virtuelle Bons, die in einem bestimmten Garraumklima gegart werden, über eine
entsprechende Farbe oder Musterung, die für das spezielle Garraumklima steht, gekennzeichnet
sind. Auch kann eine optische Hervorhebung eines Fortschritts während eines Programmablaufs
erfolgen. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass Bons zu Gargütern, die, bis sie fertig
gegart sind, mehr als einen Garschritt durchlaufen müssen, in mindestens zwei Farben
gehalten sind, wobei beispielsweise ein Ort eines Wechsels der optischen Hervorhebung
eine Garraumklimaänderung visualisiert. Auch ist es denkbar, dass die Kennzeichnung
von virtuellen Bons in mehreren Farben oder Mustern derart erfolgt, dass daran bereits
eine Reihenfolge der benötigten Garraumklimata erkennbar ist. Beispielsweise kann
ein Garraumklima, in dem sowohl "Fisch" als auch "Geflügel" gebraten werden kann,
in der Farbe Rot dargestellt werden. Ein "Dämpfbetrieb", der ein anderes Garraumklima
voraussetzt, farblich beispielsweise in Blau gekennzeichnet ist. Eine farbliche Darstellung
virtueller Bons kann dabei derart erfolgen, dass ein zuerst benötigtes Garraumklima
links auf einem virtuellem Bon dargestellt ist und die folgenden Garraumklimata von
links nach rechts auf dem virtuellen Bon dargestellt sind. Der Fortschritt eines Garprogramms
kann zudem auf jedem Bon durch Kennzeichnungsänderungen oder einen Fortschrittsbalken,
einen Pfeil oder dergleichen dargestellt werden.
[0047] Eine Darstellung eines zeitlichen Ablaufes von virtuellen Bons kann derart erfolgen,
dass ein feststehendes, skalierbares Zeitfenster über einen bestimmten Zeitraum, beispielsweise
für drei Stunden, mittels der Zeitachse auf der Anzeigeeinrichtung darstellbar ist.
Das feststehende Zeitfenster zeigt somit nur einen Ausschnitt aus einer Produktionsplanung,
die beispielsweise den Küchenbetrieb eines Tages abdecken soll, so dass die jeweils
ablaufenden Programme, beispielsweise Garprogramme, automatisch in bestimmten Zeitintervallen,
beispielsweise von rechts nach links, durch den durch das Zeitfenster dargestellten
Ausschnitt der Produktionsplanung, vorzugsweise in Echtzeit, laufen können. Dabei
kann vorgesehen sein, dass die Zeitintervalle entsprechend kurz sind, so dass eine
Verschiebung der dargestellten virtuellen Bons in dem Zeitfenster für das menschliche
Auge fließend verläuft. Auch kann vorgesehen sein, dass das dargestellte Zeitfenster
beliebig verkleinert und/oder vergrößert werden kann, indem beispielsweise über eine
Gestensteuerung eine Skalierung erfolgt und/oder durch ein Berühren des Zeitfensters
mit einem Finger und ein anschließendes Bewegen des Fingers ein alternativer zeitlicher
Ausschnitt der Produktionsplanung im Zeitfenster dargestellt werden kann. Auch ist
es selbstverständlich möglich, dass ein anderer zeitlicher Ausschnitt über eine direkte
Eingabe eines Start- und/oder Endzeitpunktes oder eines alternativen Zeitraums einstellbar
ist, oder eine Vergrößerung und/oder Verkleinerung über eine symbolisierte Lupenfunktion
ermöglicht ist. Ein Zoomen mit zwei Fingern ist auch möglich.
[0048] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass kein feststehendes Zeitfenster dargestellt wird,
sondern ein Berühren eines Sensorbildschirmes oder Touchscreens mit einem Finger und
anschließendes Bewegen des Fingers zeitlich in der Vergangenheit liegende Bereiche
wieder sichtbar gemacht werden können oder zukünftig ablaufende Bereiche darstellbar
sind, indem das Zeitfenster entlang des Zeitstrahls, der mittels eine Zeitachse dargestellt
sein kann, verschoben wird. Also ist ein Durchscrollen der Zeitachse möglich.
[0049] Auch ist es möglich, dass in dem Zeitfenster ein oder mehrere Teilbereiche optisch
hervorgehoben werden können. Beispielsweise kann eine Vergrößerungs- oder Zoomfunktion
vorgesehen sein, die es ermöglicht, virtuelle Bons, Texte oder dergleichen, die sich
innerhalb des Zoombereiches befinden oder sich in diesen hinein bewegen, innerhalb
des Zoombereichs vergrößert darzustellen. Alternativ ist bzw. sind als optische Hervorhebung
eine Vergrößerung, eine Verkleinerung, ein Aufblinken, eine Umkastelung, eine Farbänderung,
eine Helligkeitsänderung und/oder ein Zusatzsymbol denkbar. Verlassen virtuelle Bons
den Zoombereich, so kann sich die Anzeige derselben automatisch wieder auf ihre Ursprungsgröße
verkleinern. Zudem kann sowohl die Position des Teilbereichs mit Zoomfunktion als
auch dessen zeitliche Ausdehnung festgelegt werden. Eine Festlegung des Zoombereichs
kann beispielsweise durch ein Drehen an einem Einstellrad durch einen Benutzer erfolgen,
oder durch ein Verschieben des Zoombereiches mit einer Gestensteuerung, entsprechend
der beschriebenen Funktionen zum Verschieben eines dargestellten Zeitbereiches im
Zeitfenster. Dabei ist offensichtlich, dass eine Position und eine Breite des Zoombereiches
frei wählbar sind, und es auch vorgesehen sein kann, dass ein Berühren eines virtuellen
Bons direkt in einer vergrößerten Darstellung resultieren kann. Weiterhin ist es offensichtlich,
dass ein Vergrößerungs- und/oder Verkleinerungsgrad im Zoombereich frei wählbar sein
kann.
[0050] Auch kann vorgesehen sein, dass virtuelle Bons anhand ihrer geometrischen Form unterscheidbar
sind. Im Allgemeinen sind beliebige geometrische Formen zur Unterscheidung der virtuellen
Bons geeignet. Zudem kann vorgesehen sein, dass die geometrische Form der virtuellen
Bons bereits auf eine optimale Abfolge des Garens zur Optimierung eines Verbrauchs
an Ressourcen, eines Zeitplans und/oder eines Programmergebnisses und/oder zur Reduzierung
eines Gargutgewichtsverlusts, einer Verschmutzung, einer Rauchentstehung und/oder
eines Geruchs schließen lässt, indem die geometrische Form der virtuellen Bons beispielsweise
über eine graphisch dargestellte Schlüssel-Schloss-Symbolik an einem linken und/oder
rechten Rand der virtuellen Bons dem Nutzer eine bestimmte Garreihenfolge verdeutlicht.
Dabei kann über die geometrische Ausformung ein für das entsprechende Programm charakteristischer
Parameter visualisiert werden, wobei auf zumindest einer Bonleiste virtuelle Bons
der ausgewählten Programme angezeigt werden, die in zumindest einem Parameter des
Programms und/oder in der Anordnung relativ zu zumindest einer Positionsachse und/oder
der Zeitachse übereinstimmen. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass eine Kombination,
bestehend aus einer spezifischen geometrischen Form an einem linken und/oder einem
rechten Rand eines virtuellen Bons und einer farblichen Kennzeichnung, möglich ist.
[0051] Dabei ist offensichtlich, dass eine Übereinstimmung eines rechten Rands eines ersten
virtuellen Bons mit einem linken Rand eines zweiten virtuellen Bons und/oder eine
farbliche Übereinstimmung des rechten Rands des ersten und des linken Rands des zweiten
virtuellen Bons eine optimale Reihenfolge einer Ausführung von Programmen, insbesondere
Garprogrammen, darstellen können. Wenn keine Übereinstimmung der Randbereiche vorliegt,
so liegt insofern keine optimale Reihenfolge vor, als dass beispielsweise eine Anpassung
des Klimas im Garraum vorzunehmen ist. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass der zeitliche
Ablauf eines Garprogramms nicht nur von links nach rechts in einem Bon wiedergegeben
werden kann, sondern auch andere Kennzeichnungen möglich sind, wie von oben nach unten
oder dergleichen.
[0052] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass anstelle oder zusätzlich zu der beschriebenen
farblichen Kennzeichnung und der speziellen Geometrie am linken und rechten Rand über
alternative graphische Kennzeichnungen der virtuellen Bons weitere Informationen für
den Benutzer zugänglich gemacht werden. Auf dem virtuellen Bonbrett kann eine beliebige
Anzahl virtueller Bons abgelegt werden, und zwar auch in Abhängigkeit von der Art
und Anzahl damit in Wirkverbindung stehender erfindungsgemäßer Gargeräten. Für eine
Unterscheidung der virtuellen Bons auf dem virtuellem Bonbrett kann selbstverständlich
vorgesehen sein, dass eine Kennzeichnung der virtuellen Bons mit einer Beschriftung
und/oder einem Symbol repräsentativ beispielsweise für das jeweilige Gargerät auf,
neben und/oder in der Nähe des jeweiligen virtuellen Bons dargestellt ist.
[0053] Auch kann vorgesehen sein, dass virtuelle Bons, insbesondere über eine Eingabeeinrichtung,
vorzugsweise vergrößert, verkleinert und/oder in ihrer Farbe, ihrer Musterung, ihrer
Platzierung und/oder ihrer geometrischen Ausgestaltung verändert werden können.
[0054] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass virtuelle Bons auf dem virtuellen Bonbrett mittels
"Drag and Drop" von dem Benutzer vorsortiert werden können. Eine solche Vorsortierung
nach den Prioritäten des Benutzers kann eine nachfolgende Erstellung eines Ablaufplanes
vereinfachen. Zudem kann durch die Verwendung des Touchscreens und/oder durch die
Betätigung einer separaten Eingabevorrichtung durch den Benutzer eine gezielte Vergrößerung
und/oder Verkleinerung der Darstellung der virtuellen Bons auf dem virtuellen Bonbrett
möglich sein, wobei der Grad der Vergrößerung bzw. Verkleinerung individuell von dem
Benutzer einstellbar ist. Es ist zudem vorgesehen, dass nur eine bestimmte Anzahl
virtueller Bons auf dem virtuellen Bonbrett dargestellt wird und der Benutzer über
eine Eingabe an einem, optional virtuellen, Regler, z. B. in Form eines Drehkopfs,
Drehreglers, Schiebereglers und/oder Drehrads, eine Auswahl der anzuzeigenden virtuellen
Bons trifft. Andere Auswahlverfahren, wie "Touch" oder "Markieren" eines Bereichs
mit einem oder mehreren Fingern, sind selbstverständlich auch möglich.
[0055] Auch kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Bereich als Anzeigewechsel-Bereich
auf einer Anzeigeeinrichtung derart ausgelegt ist, dass wenigstens ein virtuelles
Bonbrett und/oder eine virtuelle Bonleiste beispielsweise mittels "Drag and Drop"
auf diesen Anzeigewechsel-Bereich gezogen werden kann bzw. können und damit ein einfacher
Wechsel des virtuellen Bonbretts und/oder der virtuellen Bonleiste von einem ersten
Tiegel auf das bzw. die eines zweiten Tiegels und/oder von einer ersten Ebene auf
einer zweiten Ebene eines Gargerätes erfolgt. Weiterhin kann der Bereich auch dafür
ausgelegt sein, einen entsprechenden Wechsel zwischen zumindest zwei Gargeräten zu
ermöglichen.
[0056] Ein Verändern eines virtuellen Bons, eines Bonbretts und/oder einer virtuellen Bonleiste,
insbesondere ein Verschieben auf einen Anzeigewechsel-Bereich, kann zu einer Veränderung
der optischen Darstellung, insbesondere bestimmt durch die Größe, Farbe, Musterung,
Schraffur, Form und/oder Helligkeit, und/oder der Position der angezeigte Bereiche
auf der Anzeigeeinrichtung, führen.
[0057] Es ist offensichtlich, dass anstelle eines Verschiebens eines virtuellen Bonbretts
und/oder einer virtuellen Bonleiste auch einzelne virtuelle Bons mittels "Drag and
Drop" auf einen Bereich, der für einen Wechsel beispielsweise zwischen Tiegeln, Ebenen
und/oder Gargeräten vorgesehen ist, erfolgen kann. Dabei kann bei einem Bewegen eines
virtuellen Bons von einem dargestellten ersten virtuellen Bonbrett auf den Bereich
eines Anzeigewechsels zum Ablegen des virtuellen Bons auf einem zweiten virtuellen
Bonbrett führen. Es ist offensichtlich, dass auch mehrere Bereiche auf einer Eingabe-
und Anzeigeeinrichtung vorgesehen sein können, so dass jeder Bereich für einen bestimmten
Tiegel, eine bestimmte Ebene und/oder ein bestimmtes Gargerät stehen kann.
[0058] Auch ist es selbstverständlich möglich, einen ausschließlichen Wechsel der Anzeige
der angezeigten Ebenen, Tiegel und/oder Geräte durchzuführen.
[0059] Die in der virtuellen Bonleiste dargestellten virtuellen Bons werden vorzugsweise
alle in der selben Breite dargestellt. Aber die Breite der Bons kann auch unterschiedlich
sein und dem Anzeigen der Dauer des entsprechenden Programms dienen. Demnach wäre
ein Bon eines längeren Programms breiter als der Bon eines kürzeren Bons. Es kann
auch vorgesehen sein, dass die Breite der Bons erst dann in Abhängigkeit von der Dauer
des entsprechenden Programms eingestellt wird, wenn die Bons entlang eines Zeitstrahls
und/oder auf einem Bonbrett abgelegt werden.
[0060] Somit kann der Benutzer über eine Änderung der Breite der virtuellen Bons über die
jeweilige benötigte Ausführungszeit informiert werden. Während zum Beispiel auf der
virtuellen Bonleiste alle virtuellen Bons vorzugsweise die selbe Breite besitzen,
wird diese bei einer Ablage auf dem Zeitstrahl dabei entsprechend dem Verhältnis der
Dauer der jeweiligen Garschritte dargestellt.
[0061] Die Höhe der dargestellten virtuellen Bons kann Informationen über einen benötigten
Raumbedarf, beispielsweise über eine benötigte Anzahl von Einschubebenen eines erfindungsgemäßen
Gargerätes, enthalten. Ein doppelt so hoher virtueller Bon benötigt dementsprechend
die doppelte Anzahl an Einschubebenen eines erfindungsgemäßen Gargeräts. Auch ist
eine entsprechende Visualisierung von Behandlungszonen in einer Behandlungsebene denkbar,
beispielsweise unter Ausnutzung einer variablen Tiefe der Bons.
[0062] Weiterhin ist es möglich, dass ein virtuelles Bon in mindestens zwei virtuelle Teil-Bons,
entsprechend der für ein Garprogramm durchlaufenen unterschiedlichen Garschritte,
unterteilt wird, wobei vorzugsweise Teil-Bons zu zeitlich voneinander trennbaren Programmabschnitten
auf der Anzeigeeinrichtung räumlich getrennt angezeigt werden können. Es kann dabei
vorgesehen sein, dass eine farbliche und/oder geometrische Kennzeichnung der virtuellen
Teil-Bons erfolgt. Beispielsweise kann ein virtueller Bon für ein Garprogramm, bestehend
aus einem ersten Garschritt "Dämpfen", der z.B. ein Drittel der benötigten Gesamtgarzeit
umfasst, und einem zweiten Garschritt "Braten", der die verbleibende Restgarzeit umfasst,
farblich derart gekennzeichnet werden, dass ein erstes Drittel des virtuellen Bons
auf der linken Seite in einer Farbe gehalten ist, die sich deutlich von der Farbe
des sich anschließenden zwei Drittels des virtuellen Bons abhebt. Durch diese Art
der farblichen Kennzeichnung kann beispielsweise schon auf dem virtuellen Bonbrett
sichtbar werden, welchen zeitlichen Anteil die unterschiedlichen Garschritte des virtuellen
Bons beanspruchen. Eine mögliche Teilung eines virtuellen Bons kann durch eine symbolisierte
Trennlinie verdeutlicht werden.
[0063] Es ist auch vorgesehen, dass ein virtuelles Bon vor einem zeitlichen und/oder räumlichen
Anordnen auf zumindest einem virtuellen Bonbrett in wenigstens einer virtuellen Bonleiste
anzeigbar ist.
[0064] Für eine Erstellung eines Ablaufplanes zur Ausführung von durch virtuelle Bons repräsentierten
Programmen, beispielsweise in Form von Garprogrammen, in einem erfindungsgemäßen Gargerät
kann eine graphische Anordnung der virtuellen Bons auf einem Zeitstrahl, der optional
von einer Startzeit und/oder einer Endzeit begrenzt ist, derart erfolgen, dass ein
Benutzer die virtuellen Bons von der virtuellen Bonleiste mittels "Drag and Drop"
zu gewünschten Zeitpunkten und in einer gewünschten Reihenfolge längs des Zeitstrahls
im virtuellen Bonbrett ablegt. Verfügt ein erfindungsgemäßes Gargerät über mehr als
eine Behandlungsebene, beispielsweise über mehrere Einschubebenen, so werden diese
Einschubebenen entsprechend einem Koordinatensystem, bestehend aus einer Zeitachse
in Form des Zeitstrahls und einer Positionsachse für die Einschubebenen, also zweidimensional,
dargestellt. Ist zudem in jeder Einschubebene eine Vielzahl von Behandlungszonen bereitgestellt,
so kann dies durch zumindest eine zweite Positionsachse berücksichtigt werden, so
dass schlussendlich eine dreidimensionale Darstellung des virtuellen Bonbretts entsteht.
[0065] Alternativ zur einer dreidimensionalen Darstellung kann vorgesehen sein, dass nach
einer Wahl einer Einschubebene anstelle einer Darstellung einer zweiten Positionsachse
ein Wechsel in der Darstellung derart erfolgt, dass in einem Anzeigebereich ein ausgewählter
Bereich dargestellt wird, in dem eine Vielzahl von Behandlungszonen beispielsweise
mittels einer Piktogrammdarstellung angezeigt wird. Dabei wird weiterhin die Zeitachse
in Form des Zeitstrahles dargestellt, und virtuelle Bons können auf den über Piktogramme
dargestellten Behandlungszonen abgelegt werden. Dabei kann vorgesehen sein, dass bei
einem Übertragen von virtuellen Bons von der virtuellen Bonleiste eine benötigte Anzahl
an Behandlungszonen kenntlich gemacht wird. Ein Wechsel zwischen den Darstellungen
kann über das Berühren eines Eingabefeldes, ein Drehen eines Drehreglers und/oder
automatisch bei einem virtuellen Ablegen eines Bons auf einer Einschubebene erfolgen.
[0066] Es sind auch Darstellungen ohne Zeitachse denkbar, die also über Positionsachsen
Behandlungszonen in einem Gargerät charakterisieren.
[0067] Es sind selbst vierdimensionale Darstellungen möglich, nämlich mit drei Raumdimensionen
und einer Zeitdimension. Innerhalb eines mehrdimensionalen Raums können Darstellungen
in niedrigere Dimensionen projiziert werden, oder aber verschoben, verkleinert und/oder
vergrößert werden, in Analogie zur Handhabung eines zuvor beschriebenen Zeitfensters.
[0068] Auch ist ein Wechsel der Darstellung möglich, und zwar manuell oder automatisch in
Abhängigkeit von einem gewählten Programm. Ferner kann eine erste Darstellung klein
und eine zweite Darstellung groß wiedergegeben werden, wobei die Größe veränderbar
ist, beispielsweise durch ein Zoomen mittels eines Auseinander- oder Zusammenziehens
von zwei Fingern oder durch einen Platztausch eines "Drag- and-Drop"-Verfahrens.
[0069] Eine Erstellung eines Ablaufplanes durch den Benutzer wird durch die beschriebenen
graphischen Merkmale der virtuellen Bons, wie eine farbliche Kennzeichnung, spezielle
geometrische Formen oder virtuelle Teil-Bons, vereinfacht. Auch kann vorgesehen sein,
dass ein Anordnen in Abhängigkeit von mindestens einem Parameter zumindest eines bereits
auf einem virtuellen Bonbrett angeordneten virtuelle Bons ein Anordnen mindestens
eines anderen auf diesem Bonbrett anzuordnenden virtuellen Bons mit mindestens einem
anderen Parameter stattfindet, und jeder Parameter zumindest charakteristisch für
ein Gargerät, eine Funktionseinrichtung des Gargeräts, eine Behandlungsebene des Gargeräts,
eine Behandlungszone der Behandlungsebene, einen Zeitpunkt, einen Zeitraum, eine Priorisierung
und/oder eine Klimagröße des dem jeweiligen virtuellen Bon entsprechenden Programms
ist.
Die erfindungsgemäßen Hilfsfunktionen können wie folgt realisiert werden:
[0070] Die Erstellung des Ablaufplanes kann vorzugsweise dadurch weiter vereinfacht werden,
dass ein Ablegen von virtuellen Bons unterschiedlicher Farbe und/oder Geometrie, die
dementsprechend jeweils unterschiedliche Garraumklimata benötigen, untereinander,
übereinander oder teilweise überschneidend, also zu einem gleichen Zeitpunkt auf dem
Zeitstrahl auf unterschiedlichen oder der selben Behandlungszone automatisch verweigert
wird.
[0071] Wie bereits erwähnt, kann vorgesehen sein, dass virtuelle Bons mittels eines Prioritäts-Parameters
priorisierbar sind, wobei der für eine Priorisierung charakteristische Parameter (Prioritäts-Parameter)
insbesondere bestimmt wird durch einen Energieverbrauch, einem Wasserverbrauch, einem
Reinigungsmittelverbrauch, einem Zeitbedarf, eine Zielzeit, eine Startzeit und/oder
einem Raumbedarf und/oder eine Reduzierung eines Gargutgewichtsverlustes, einer Verschmutzung,
einer Rauchentstehung und/oder eines Geruchs und/oder eine Verbesserung eines Programmergebnisses,
wie einer Qualität eines fertiggegarten Garguts und/oder der Sauberkeit eines Garraums.
Beispielsweise kann ein Energieverbrauch effizient eingestellt werden; ein Zeitbedarf
kann reduziert werden; und auch die weiteren Prioritäts-Parameter ermöglichen gezielte
Optimierungen. Aber auch ein Warenwirtschaftssystem kann Prioritäts-Parameter bestimmen,
und zwar beispielsweise in Abhängigkeit von einem Verfallsdatum, einer Empfindlichkeit,
einer Menge, einem Preis oder dergleichen von einem Gargut.
[0072] Ein Platzieren eines ersten virtuellen Bons mit einer höheren Priorität räumlich
und/oder zeitlich identisch mit einem bereits platzierten zweiten virtuellen Bons
mit einer niedrigeren Priorität kann selbst zu einer automatischen Neuanordnung des
zweiten virtuellen Bons führen.
[0073] Ein für eine Klimagröße charakteristischer Parameter (Klima-Parameter), bestimmt
durch eine Temperatur, eine Feuchte, einen Druck, eine Strömungsgeschwindigkeit und/oder
eine Mikrowellenenergie in einem Gargerät, insbesondere einer Behandlungsebene und/oder
Behandlungszone, kann ebenfalls berücksichtigt werden, alternativ oder kumulativ.
[0074] Weiterhin kann dem Benutzer eine unterstützende Funktion zur Verfügung stehen, die
entsprechend einem Start- oder Endzeitpunkt eines virtuellen Bons Orientierungslinien
in Form von "Fanglinien" einblendet. Bewegt ein Benutzer einen virtuellen Bon z.B.
von der virtuellen Bonleiste mittels "Drag and Drop" zu einer gewünschten Stelle auf
einem virtuellen Bonbrett, werden ihm die Fanglinien zur Orientierung für mögliche
Ablagepunkte eingeblendet.
[0075] Beispielsweise. ist es möglich, dass Fanglinien zu von einem Benutzer festgelegten
Referenzzeitpunkten auf einem Zeitstrahl eingeblendet werden, welche ein Abschließen
von Garschritten zu bestimmten Zeitpunkten vereinfachen können. Die Fanglinien werden
z.B. am linken und am rechten Ende der virtuellen Bons oder Teil-Bons senkrecht zur
Zeitachse eingeblendet.
[0076] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass für ein erfindungsgemäßes Gargerät, das über
mehr als eine Einschubebene verfügt, zusätzlich Fanglinien waagerecht entlang des
unteren und/oder des oberen Endes des virtuellen Bons zumindest zeitweise, vorzugsweise
auf Anfrage, eingeblendet werden. Selbstverständlich kann auch vorgesehen sein, dass
Fanglinien, die eine Begrenzung von Einschubebenen darstellen, permanent eingeblendet
werden. Wenn ein Benutzer z.B. ein virtuelles Bon in einem bestimmten Abstand zu einer
Fanglinie "loslässt", kann das virtuelle Bon automatisch entsprechend der sich am
nächsten befindenden Fanglinien angeordnet werden. Ein Einblenden von Fanglinien erfolgt
optional auch bei einem Verschieben von virtuellen Bons innerhalb eines Ablaufplanes.
[0077] Auch ist es möglich, die beschriebenen virtuellen Teil-Bons zu unterschiedlichen
Zeitpunkten auf einem Ablaufplan anzuordnen und zu Fanglinien auszurichten. Dies kann
beispielsweise erfolgen, wenn ein Gargut einen Zwischenbehandlungsschritt außerhalb
eines Gargerätes benötigt und im Anschluss an den Zwischenbehandlungsschritt eine
erneute Beschickung des Gargerätes mit den Gargut erfolgen muss. Aber auch ein Vorgaren
und Finishing ist über zwei virtuelle Teil-Bons darstellbar.
[0078] Es ist auch möglich, dass der Fortschritt beim Ablauf zumindest eines ausgewählten
Programms, Funktionsplanes und/oder Funktionsablaufes in dem Bereich angezeigt wird,
beispielsweise mittels mindestens eines Zeitindikators entlang der Zeitachse.
[0079] Zudem kann vorgesehen sein, ablaufende Fortschrittsbalken anzuzeigen, die einen Fortschritt
der jeweiligen Garschritte der virtuellen Bons auf, neben und/oder in der Nähe der
jeweiligen virtuellen Bons darstellen können. Alternativ oder zusätzlich zu der Darstellung
von Fortschrittsbalken ist es ebenfalls möglich, auf, neben oder in der Nähe der jeweiligen
virtuellen Bons eine numerische Restzeitanzeige darzustellen. Auch kann vorgesehen
sein, einen ablaufenden Fortschrittsbalken für alle virtuellen Bons gemeinsam graphisch
darzustellen, oder eine gemeinsame Restgarzeit numerisch einzublenden. Es ist offensichtlich,
dass jede beliebige graphische Darstellung von Restgarzeiten möglich ist, beispielsweise
über eine analoge Uhr, Kuchenstücke oder dergleichen. Auf jeden Fall können sowohl
ein Fortschritt als auch eine Restgarzeit als Programmparameter verstanden werden,
die in Form einer Zusatzmarkierung auch auf einem Bon und/oder Teil-Bon visualisiert
sein können.
[0080] Auf einem Bon können alle für ein Arbeitsprogramm notwendigen Informationen, wahlweise
und/oder zumindest zeitweise, anzeigbar sein, beispielsweise nach einem Berühren des
Bons, einer Vergrößerung der Bons oder dergleichen. Diese Informationen können Garparameter,
wie einen gewünschten internen Gargrad, z.B. in Form einer Kerntemperatur, und einen
gewünschten externen Gargrad, z.B. in Form einer Bräunung, enthalten und sind wahlweise
änderbar, beispielsweise nach Berühren des Bons.
[0081] Weiterhin ist es möglich, einem Benutzer einen kritischen Pfad der virtuellen Bons
oder Teil-Bons einzublenden, der dem Benutzer verdeutlicht, dass alle mittels des
kritischen Pfades hervorgehobenen virtuellen Bons bzw. Teil-Bons zur Einhaltung des
Ablaufplanes insgesamt zu exakt den angegebenen Zeiten be- und/oder entladen werden
müssen. Eine Verzögerung der Abfolge des kritischen Pfads sollte daher möglichst vermieden
werden. Ein kritischer Pfad kann somit zu priorisierende Programme kennzeichnen, so
dass der kritische Pfad auch als Zusatzmarkierung eines Bons und/oder Teil-Bons verstanden
werden kann und von den entsprechenden Prioritäts-Parametern und/oder Klima-Parameter
abhängt. Der kritische Pfad kann auch als Orientierungslinie, vorzugsweise in Form
einer Fanglinie, ausgebildet sein.
[0082] Es ist selbstverständlich auch eine automatische Erstellung eines Ablaufplanes durch
ein erfindungsgemäßes Gargerät möglich. Für eine automatische Erstellung des Ablaufplanes
kann vorgesehen sein, dass virtuelle Bons auf dem virtuellen Bonbrett in Abhängigkeit
von von einem Benutzer gewählten Parametern optimal angeordnet werden können. Eine
automatische Anordnung kann dabei unter energetischen Gesichtspunkten, einer möglichst
kurzen Zeit der Gerätebenutzung und/oder einer minimalen eingesetzten Arbeitszeit
erfolgen. Im Allgemeinen ist eine Optimierung der Anordnung auch unter anderen Parametern
(Prioritäts-Parameter) vorgesehen, die sich zu einer Optimierung einer zeitlichen
Abfolge von virtuellen Bons eignen.
[0083] Auch können anstelle von Zeitpunktvorgabe definierte Pausen zwischen einzelnen Bons,
zum Beispiel alle 2 min, vorgegeben sein und als Optimierung angesehen werden. Alternativ
dazu können auch Pausen-Bons erstellt werden, die also repräsentativ für ein Pausenprogramm
sind.
[0084] Auch kann vorgesehen sein, dass ein Benutzer eine beliebige Anzahl virtueller Bons
auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegt. Dabei kann es sich beispielsweise um virtuelle
Bons, die repräsentative für Gerichte eines Mittagsbuffets sind, die zu einem festen
Zeitpunkt fertig gegart sein müssen, handeln. Weitere Individualbestellungen von Gästen
eines Restaurants können dann beispielsweise von einem erfindungsgemäßen Gargerät
automatisch um die zeitlich festgelegten virtuellen Bons herum optimal angeordnet
werden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass eine graphische Unterscheidung zwischen
zeitlich fixierten und variablen virtuellen Bons stattfindet.
[0085] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass eine automatische Neuanordnung eines Ablaufplanes
nach einer Umpriorisierung des Benutzers erfolgen kann. Wünscht ein Benutzer eine
manuelle Umpriorisierung der virtuellen Bons, kann dies zu einer neuen automatisch
optimierten Abfolge. Z.B. aller nicht manuell neu angeordneten virtuellen Bons, führen.
Weiterhin kann vorgesehen sein, dass ein Benutzer gewählte Prioritäts-Parameter im
Nachhinein entsprechend einer Umpriorisierung abändert, und ein neuer Ablaufplan entsprechend
der abgeänderten Parameter automatisch erstellt wird.
[0086] Im Allgemeinen sind Optimierungsverfahren, die für die beschriebene automatische
Anordnung der virtuellen Bons benötigt werden, im Stand der Technik gut bekannt.
[0087] Insbesondere kann ein Einsatz linearer Optimierungsverfahren, beispielsweise Simplex-Verfahren,
Innere-Punktverfahren und/oder Ellipsoidmethoden, in einem erfindungsgemäßen Gargut
vorgesehen sein.
[0088] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand von schematischen Zeichnungen beispielhaft
erläutert sind. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Eingabe- und Anzeigeeinrichtung in Form eines Touchscreens eines erfindungsgemäßen
Gargerätes, auf der ein Hauptbedienmenü dargestellt ist;
- Figur 2
- das Touchscreen von Figur 1, bei dem ein erstes Unterbedienmenü geöffnet ist;
- Figur 3
- das Touchscreen von Figur 1, bei dem ein zweites Unterbedienmenü geöffnet ist;
- Figur 4
- das Touchscreen von Figur 1, bei dem Garprogramme in einer virtuellen Bonleiste dargestellt
sind;
- Figur 5
- virtuelle Bons für Garprogramme mit unterschiedlichen Farben;
- Figur 6
- eine Anordnung von virtuellen Bons für Garprogramme aus Figur 5 an Hand ihrer farblichen
Kennzeichnung;
- Figur 7
- virtuelle Bons für Garprogramme mit unterschiedlichen geometrischen Formen;
- Figur 8
- eine mögliche Anordnung von virtuellen Bons für Garprogramme aus Figur 7 anhand ihrer
geometrischen Form;
- Figur 9
- das Touchscreen von Figur 1 mit einer Darstellung einer ersten zeitlichen und räumlichen
Anordnung von Bons in einem virtuellen Bonbrett und einer virtuellen Bonleiste;
- Figur 10
- das Touchscreen von Figur 1 mit einer Darstellung einer zweiten zeitlichen und räumlichen
Anordnung von Bons in einem Bonbrett und einer Bonleiste;
- Figur 11 und 12
- Darstellung von virtuellen Bons für Garprogramme mit unterschiedlichen zeitlichen,
aber gleichen räumlichen Anordnungen;
- Figur 13
- ein System vernetzter Gargeräte mit einer gemeinsamen Eingabe- und Anzeigeeinrichtung;
- Figur 14
- eine Darstellung eines automatisch optimierten Ablaufplans mit zeitlich festgelegten
virtuellen Bons;
- Figur 15
- ein Touchscreen zur Darstellung von Behandlungszonen in Einschubebenenen für eine
zeitliche Zuordnung von virtuellen Bons, und
- Figuren 16 und 18
- das Touchscreen von Figur 1 mit einer Darstellung von Anzeigewechsel-Bereichen zwischen
Ebenen und/oder Tiegeln eines Gargerätes und/oder Gargeräten.
[0089] Die in Figur 1 gezeigte Eingabe- und Anzeigeeinrichtung in Form eines Sensorbildschirms
oder Touchscreens 1 eines erfindungsgemäßen Gargerätes (nicht gezeigt) weist einen
ersten Anzeigebereich 2 für ein später in Detail beschriebenes virtuelles Bonbrett,
einen zweiten Anzeigebereich 3 zur Auswahl von Garprogrammen und einen dritten Anzeigebereich
4 zum Auswählen eines Modus des Gargeräts auf. Unterhalb des ersten Anzeigebereichs
2 befinden sich vier rechteckige Touchelemente in Form von digitalen Tasten 5, die
mit weiteren Funktionen, nach Bedarf, belegbar sind, wie einer Reinigungsfunktion,
einer Hilfefunktion, einer Menüebenenwechselfunktion und dergleichen. Innerhalb des
ersten Anzeigebereichs 2 befindet sich ein Zeitstrahl 6. auf welchem ein zeitlicher
Ablauf von in dem Gargerät ablaufenden Garprogrammen dargestellt werden kann. Der
Zeitstrahl 6 verfügt über eine Anzeige eines Startzeitpunktes 7 und mindestens eines
weiteren Orientierungszeitpunktes 8, der beispielsweise einem Zeitpunkt entsprechen
kann, an dem zu garende Gargüter fertig gegart sein sollen. Ein erfindungsgemäßes
Gargerät kann zudem über mehrere, insbesondere sechs. Einschub- oder Beschickungsebenen
9 für Gargüter verfügen, in denen mehrere Garprogramme zumindest teilweise parallel
ablaufen können. Bei dem Gargerät kann es sich beispielsweise um ein Gargerät zur
Beaufschlagung von Gargut mit Heißluft und/oder Dampf, wie in einem Self-Cooking Center®
der Anmelderin. Handeln.
[0090] Für eine bessere zeitliche Orientierung kann dem Benutzer die aktuelle Uhrzeit 10
angezeigt werden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass eine verbleibende Restgarzeit
eines oder mehrerer Garprogramme oder eine Restgarzeit aller in einem erfindungsgemäßen
Gargerät ablaufenden Garprogramme (nicht gezeigt) einem Benutzer angezeigt werden.
[0091] In dem zweiten Anzeigebereich 3 stehen in einem Hauptbedienmenü mindestens ein, im
dargestellten Fall jedoch sechs verschiedene Touch- oder Auswahlelemente 11 für unterschiedliche
Garbetriebsarten des erfindungsgemäßen Gargerätes für eine Auswahl durch einen Benutzer
zur Verfügung, wie "Fleisch", "Fisch", "Geflügel", "Beilagen", "Backwaren" oder "Finishing".
[0092] Eine gewünschte Garbetriebsart kann von einem Benutzer beispielsweise durch ein Berühren
eines der Garbetriebsart-Auswahlelemente 11 ausgewählt werden. Nachdem ein Benutzer
eine Garbetriebsart ausgewählt hat, wird das Auswahlelement 12 der ausgewählten Garbetriebsart
12 optisch kenntlich gemacht, beispielsweise durch ein Aufblinken wie für "Geflügel"
in Fi-gur 1 symbolisiert. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass eine Vielzahl weiterer
Anzeige- oder Auswahlelemente vorgesehen sein kann. Eine Auswahl kann beispielsweise
auch mittels eines Dreh-knopfes 13 erfolgen, wobei zwei Pfeile die möglichen Drehrichtungen
des Drehknopfes 13 angeben. Bei dem Drehknopf 13 kann es sich auch um einen virtuellen
Drehknopf handeln.
[0093] Die gezeigten Auswahlelemente 11 für unterschiedliche Garbetriebsarten sind diejenigen
Elemente, die beispielsweise nach einem Einschalten des erfindungsgemäßen Gargerätes
angezeigt werden können, und zwar nach Auswahl eines Modus über eines der in dem dritten
Anzeigebereich 4 befindlichen Anzeigefelder 14, beispielsweise für einen halbautomatischen
intelligenten Modus.
[0094] Nachdem der Benutzer des Gargerätes "Geflügel" als Garbetriebsart ausgewählt hat,
öffnet sich für diese ausgewählte Garbetriebsart ein in Figur 2 dargestelltes erstes
Unterbedienmenü mit Auswahlelementen 15 für Garprozesse, wie "Braten Grillen", "Kurzgrilllen".
"Dämpfen (+Halten)". "Schmoren (+Halten)" und "Pekingente".
[0095] Alternativ zu den in Figur 1 und 2 dargestellten Buchstaben bzw. Codewörtern zur
Kennzeichnung der Auswahlelemente 11, 15 für Garbetriebsarten und Garprozesse sind
auch Symbole und/oder Zahlen abbildbar. Beispielsweise können so Abbildungen der jeweiligen
Gargüter angezeigt werden. Es ist offensichtlich, dass eine Vielzahl nicht dargestellter
Garprozesse ebenfalls für eine Anzeige vorgesehen sein können. Auch kann es für die
Auswahl eines Garprogramms ausreichend sein, nur eine Garbetriebsart zu wählen, wie
"Finishing", so dass eine Auswahl eines Garprozesses unnötig wird und sich daher auch
keine erste Unterbedienmenüebene öffnet.
[0096] Die in Figur 2 dargestellte Anordnung des Bedienmenüs mit den Auswahlelementen 11,
15 für Garbetriebsarten und für Garprozesse ist nur beispielhaft, und es sind beliebige
graphische Anordnungen der Auswahlelemente 11, 15 möglich.
[0097] Bestätigt der Benutzer beispielsweise durch ein Berühren des Auswahlelements 16 "Braten
Grillen", kann dieser ausgewählte Garprozess optisch hervorgehoben werden, wie durch
ein in Figur 2 angedeutetes Aufblinken, und es kann sich ein in Figur 3 dargestelltes
zweites Unterbedienmenü öffnen.
[0098] Das in Figur 3 dargestellte zweite Unterbedienmenü umfasst weitere Anzeigeelemente
17, 18, 19, 20, 21 für die Auswahl von Garparametern, die für ein Geflügelbraten bzw.
-grillen geeignet sind, nämlich ein Bräunungs-Anzeigeelement 17, samt Bräunungsintensitäts-Anzeigeelementen
18 sowie ein Kerntemperatur-Anzeigeelementen 19 samt Kerntemperaturhöhen-Anzeigeelement
20. Der Benutzer kann nun eines der Bräunungsintensitäts-Anzeigeelemente 20 berühren
und mittels eines Auswahlelementes 21 in Form eines Schiebereglers eine gewünschte
Kerntemperatur für ein Gargut einstellen. Neben der graphischen Darstellung der ausgewählten
Bräunungsintensität und Kerntemperatur können die ausgewählten Werte dem Benutzer
auch numerisch angezeigt werden, beispielsweise über ein Anzeigeelement 22 für die
ausgewählte Kerntemperatur.
[0099] Nachdem der Benutzer beispielsweise durch ein Berühren einer der Anzeigeelemente
18 der Bräunungsintensität und ein Verschieben des Kerntemperatur-Auswahlelements
21 einen gewünschten Wert der Kerntemperatur, in Figur 3 88° C, eingestellt hat, kann
der Benutzer diese Werte über ein Bestätigen, beispielsweise mittels eines Berührens
eines Bestätigungselementes 23 mit einem Finger, abschließen. Es kann selbstverständlich
vorgesehen sein, dass ein solches Bestätigen nicht notwendigerweise erfolgen muss.
[0100] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass in dem zweiten Anzeigebereich 3 kontextsensitive
Informationen 24 über die bereits gewählte Betriebsart, "Geflügel" und/oder den gewählten
Garprozess, also "Braten/Grillen", angezeigt werden, und es ist für den Fachmann offensichtlich,
dass dies in jeder Bedienmenüebene möglich ist.
[0101] Nachdem der Benutzer über das Bestätigungselement 23 seine bisherigen Eingaben bestätigt
hat, kann das dann ausgewählte Garprogramms, das sich also aus der ausgewählten Betriebsart,
dem ausgewählten Garprozess und den eingestellten Garparametern bestimmt und mit den
Codewörtern "Geflügel braten" charakteristisiert werden kann, einem virtuellen Bon
101G in einer virtuellen Bonleiste 100 zugewiesen werden. In Figur 4 ist solch eine
virtuelle Bonleiste 100 nach Auswahl von drei Garprogrammen, nämlich zusätzlich zu
"Geflügel braten" (erstes Garprogramm) noch "Fisch braten" (zweites Garprogramm) und
"Fisch dämpfen" (drittes Garprogramm), mit drei virtuellen Bons 101G, 102G und 103G
dargestellt, und zwar nach Auswahl der Garparameter des dritten Garprogramms über
Auswahlelemente 19', 20', 21 und mit dem Anzeigeelement 22' der Kerntemperatur und
der Information 24'. Dabei wird jedes Garprogramm analog wie das im Detail beschriebene
erste Garprogramm ausgewählt. Über eine Berührung eines weiteren Auswahlelements 26
könnte nun ein viertes Garprogramm ausgewählt werden.
[0102] Figur 4 stellt dabei eine vierte Unterbedienmenüebene dar, bei der die im ersten
Anzeigebereich 2 dargestellte virtuelle Bonleiste 100 alle von einem Benutzer bestätigten
Garprogramme, die als virtuelle Bons 101G, 102G und 103G angezeigt werden, abdecken.
Alternativ ist es selbstverständlich möglich, auch vor einer Bestätigung durch den
Benutzer virtuelle Bons in der virtuellen Bonleiste anzuzeigen und diese optional
unterscheidbar von bestätigten virtuellen Bons graphisch und/oder über Symbole zu
kennzeichnen.
[0103] Berührt ein Benutzer beispielsweise mit einem Finger einen der virtuellen Bons 101
G, 102G, 103B, so können im zweiten Anzeigebereich 3 die Garparameter für die jeweilige
Betriebsart und den jeweiligen Garprozess des zu dem berührten Bon gehörenden Garprogramms
angezeigt und entsprechend den Anforderungen des Benutzers angepasst werden.
[0104] Die vom erfindungsgemäßen Gargerät automatisch erzeugten virtuellen Bons können durch
ihre Farbe und ihre Form Informationen darüber enthalten, inwieweit ein Garprogramm
gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Garprogrammen in einer Mischbeschickung
gegart werden kann, wie im Anschluss näher erläutert.
[0105] Wie in Figur 5 dargestellt, können virtuelle Bons 101G, 102G, 103B über eine Farbe
für jedes benötigte Garraumklima des zu dem virtuellen Bon gehörenden Garprogramms
gekennzeichnet sein. Beispielsweise können der virtuelle Bon "Geflügel braten" 101
G' sowie der virtuelle Bon "Fisch braten" 102G in Grün (G) gehalten sein, um ein Garklima
kenntlich zu machen, in dem sowohl Fisch als auch Geflügel gebraten werden kann. Der
virtuelle Bon "Fisch dämpfen" 103B' ist mit der Farbe Blau (B) gekennzeichnet, da
ein Dämpfprozess separat, d.h. entweder vor oder nach einem für ein Braten geeigneten
Garraumklima, ablaufen muss. Es ist ohne Weiteres offensichtlich, dass die Wahl der
Farben nicht auf die beschriebenen Farben beschränkt ist, sondern dass beliebige Farben
für eine Unterscheidung herangezogen werden können. Auf jeden Fall ist festzuhalten,
dass virtuelle Bons bzw. virtuelle Teil-Bons gleicher Farbe zeitgleich in einem Garraum
durchfahrbare Garprogramme bzw. Garschritte kennzeichnen, da sie gleiche Klima-Parameter
fordern. Dabei kann bzw. können die Temperatur, die Feuchte, die Strömungsgeschwindigkeit,
der Druck und/oder die Mikrowellenenergie in einem Garraum bzw. die Klima-Parameter
bestimmen.
[0106] Auch kann vorgesehen sein, dass ein virtueller Bon in mehr als in einer Farbe darstellbar
ist. Es kann notwendig sein, dass ein Gargut, bis es fertig gegart ist, mehrere Garschritte
durchlaufen muss, und dementsprechend die einzelnen Garschritte des dazugehörenden
Garprogramms mit unterschiedlichen Farben gekennzeichnet werden. So stimmt beispielsweise
ein benötigtes Garraumklima für ein Garprogramm "Semmeln", das durch einen roten ®
Bon 104R repräsentiert ist, mit einem benötigten Garraumklima einer Anbratphase (=
1. Garschritt) eines Garprogramms "Schmorbraten", siehe den zweifarbigen Bon 106RG,
sowie mit einer am Ende des Garprogramms "Gratin" mit dem zweifarbigen Bon 105GR benötigten
Überkrustenphase (= 2. Garschritt) überein. Ein gemeinsames Garen der in diesem Ausführungsbeispiel
mit Rot ® gekennzeichneten Bereiche der virtuellen Bons 104R, 105GR, 106RG ist aufgrund
des benötigten identischen Garraumklimas zeitgleich möglich. Auch ist vorstellbar,
Gargüter, die über mehr als zwei Garschritte gegart werden müssen, mit einer jeweiligen
Farbe für jede der benötigten Garschritte zu kennzeichnen.
[0107] Figur 6 zeigt eine möglicher Anordnung der virtuellen Bons 104R, 105GR, 106RG der
Figur 5 in einem Bonbrett an Hand ihrer farblichen Kennzeichnung, über die Garschritte
mit identischen Garraumklima dargestellt werden. Wie in Figur 6 verdeutlicht wird,
ermöglicht eine Darstellung von farblich unterteilten virtuellen Bons 104R", 105GR",
106RG" (Teil-Bons) dem Benutzer eine einfache Zusammenfassung der Garschritte mit
identischen Garraumklima und eine daraus resultierende effiziente Zubereitung unterschiedlicher
zu garender Gargüter. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass eine Vielzahl unterschiedlicher
Gargüter mit identischen oder variierenden Garschritten farblich unterscheidbar dargestellt
werden können.
[0108] Figur 7 zeigt eine andere mögliche graphische Darstellung von alternativen virtuellen
Bons "Geflügel braten" 107, "Fisch braten" 108, "Fisch dämpfen" 109 und "Fisch grillen"
110. Anstelle einer farblichen Kennzeichnung, wie mit Bezug auf die Figuren 5 und
6 beschrieben, sind die virtuelle Bons der Figur 7 mit verschieden ausgeformten Anfängen
und/oder Enden dargestellt. Diese geometrische Form der virtuellen Bons 107, 108,
109, 110 vermittelt optisch zum Einen eine Information über Garprogramme, die gemeinsam
gegart werden können, und zum Anderen eine Information darüber, in welcher Abfolge
unterschiedliche Gargüter optimalerweise gegart werden sollen. Eine gleiche Geometrie
von virtuellen Bons bedeutet, dass die entsprechenden Gargüter gemeinsam gegart werden
können. Liegen komplementäre Geometrien an zwei Rändern vor, wie beispielsweise bei
dem linken Rand des Bons 107 oder 108 und dem rechten Rand des Bons 109, bedeutet
dies, dass die Garprogramme der Bons 109 und 107 oder 108 nacheinander durchlaufen
werden können, wie später mit Bezug auf Figur 8 beschrieben.
[0109] Auch ist vorstellbar, dass zusätzlich zu einer speziellen geometrischen Form bzw.
Geometrie virtuelle Bons farbliche Kennzeichnungen aufweisen. Eine geometrische Unterscheidung
der virtuellen Bons kann u. a. den Vorteil bieten, dass über die Geometrie eine Information
über eine optimale Abfolge einer Beschickung eines erfindungsgemäßen Gargerätes mit
Gargütern für einen Benutzer ersichtlich ist. Es kann beispielsweise energetisch sinnvoll
sein, bei einem kalten Gargerät eine Abfolge, wie sie in Figur 8 dargestellt ist,
einzuhalten.
[0110] In Figur 8 wird zuerst das Garprogramm des virtuellen Bons "Fisch dämpfen" 109 im
erfindungsgemäßen Gargerät ausgeführt, um anschließend ein aus dem Dämpfen resultierendes
mittleres Temperaturniveau beim Ausführen des Garprogramms des virtuellen Bons "Fisch
braten" 108 zu halten und erst danach bei einem hohen Temperaturniveau das Garprogramm
des virtuellen Bons "Fisch grillen" 110 auszuführen. Diese optimale Abfolge wird durch
eine vom Gargerät automatisch graphisch dargestellte Schlüssel-Schloss-Symbolik am
linken und/oder rechten Rand der virtuellen Bons 108, 109, 110 dem Benutzer verdeutlicht.
Ferner können selbstverständlich auch Kombinationen, bestehend aus einer geometrischen
Form am Anfang und/oder Ende eines virtuellen Bons und einer farblichen Kennzeichnung
erfolgen. Ferner ist für den Fachmann offensichtlich, dass jede geometrische Form
zur Kennzeichnung von virtuellen Bons angewendet werden kann.
[0111] Vor einem Garen von Gargütern in einem erfindungsgemäßen Gargerät mit einer Vielzahl
von Einschubebenen ist eine zeitliche Zuordnung sowie eine räumliche Anordnung der
virtuellen Bons zu dem in Figur 9 dargestellten Einschubebenen 9 und einem Zeitstrahl
6 notwendig. Eine solche Zuordnung kann sowohl über einen Benutzer als auch in Form
einer automatischen Zuordnung durch das erfindungsgemäße Gargerät erfolgen. Sie kann,
beispielsweise ausge-hend von dem vierten Unterbedienmenü der Figur 4 als fünftes
Unterbedienmenü nach Verstreichen einer bestimmten Zeit ohne Betätigung eines Auswahlelements
automatisch aufscheinen.
[0112] Wie in Figur 9 gezeigt, befindet sich die virtuelle Bonleiste 100 mit den drei virtuellen
Bons "Geflügel braten" 101G, "Fisch braten" 102G, "Fisch dämpfen" 103B, in dem zweiten
Anzeigebereich 3 rechts neben einem virtuellem Bonbrett 200 des Touchscreens 1. Der
Benutzer hat durch die Touchfunktion des Touchscreens 1 die Möglichkeit, beispielsweise
durch "Drag and Drop"-Funktionen, die als virtuelle Bons abgebildeten Garprogramme
auf die Einschubebenen 9 zu einem gewünschten Zeitpunkt längs des Zeitstrahls 6 des
erfindungsgemäßen Gargerätes zu ziehen. Dabei kann der Nutzer selbstverständlich die
durch die Farbe und/oder Geometrie der virtuellen Bons gegebene Zusatzinformationen
berücksichtigen.
[0113] Im Rahmen der zeitlichen und räumlichen Anordnung der virtuellen Bons 101G, 102G,
103B können dem Benutzer jedoch noch weitere Funktionen behilflich sein, die im Folgenden
weiter ausgeführt sind.
[0114] Eine Funktion "verweigerte Parkposition" verhindert, dass virtuelle Bons bzw. virtuelle
Teil-Bons unterschiedlicher Farbe und/oder Geometrie, die dementsprechend jeweils
unterschiedliche Garraumklimata benötigen, unter- oder übereinander zu einem gleichen
Zeitpunkt auf dem Zeitstrahl 6, beispielsweise auf unterschiedlichen Einschubebenen
9, angeordnet werden können. Somit wird ein zumindest kurzzeitiger zeitlicher Überlapp
von Garprogrammen bzw. Gar-schritten, die unterschiedliche Klima-Parameter, wie beispielsweise
Temperatur, Feuchte, Strömungsgeschwindigkeit, Druck und/oder Mikrowellenbeaufschlagung,
fordern, vermieden.
[0115] Eine weitere den Benutzer unterstützende Funktion ist einfach durch die Breite der
jeweiligen virtuellen Bons gegeben. Wie aus Figur 9 ersichtlich, wird bei einem Übertrag
der virtuellen Bons 101G, 102G, 103B von der virtuellen Bonleiste 100 auf den Zeitstrahl
6, der von einem Startzeitpunkt 7 der Garprogramme und einem Orientierungszeitpunkt
8 begrenzt wird, und somit in das Bonbrett 200, die Breite der virtuellen Bons 101G,
102G, 103B längs des Zeitstrahls 6 verändert. Während die virtuellen Bons 101 G, 102G,
103B solange sie sich in der virtuellen Bonleiste 100 befinden, eine identische Breite
besitzen, wird diese im Bonbrett 200 entsprechend dem Verhältnis der Dauer der jeweiligen
Garprogramme dargestellt. Dies bedeutet also, dass die Breite eines virtuellen Bons
101G, 102G, 103B auch tatsächlich die Gesamtgarzeit des jeweiligen Garprogramms symbolisiert.
Die benötigte Garzeit eines jeweiligen Garprogramms ist dabei durch Zugriff auf empirische
ermittelte Werte und/oder selbsterlernt, nämlich durch vorausgegangene Aktionen des
Benutzers, bestimmbar.
[0116] Vorzugsweise steht dem Benutzer weiterhin eine dritte unterstützende Funktion "Orientierungslinien"
oder "Fanglinien" zur Verfügung. Bei einer Positionierung der virtuellen Bons 101G,
102G, 103B dienen Fanglinien 112 im virtuellen Bonbrett 200 einer Unterstützung einer
einfachen Anordnung. Die Fanglinien 112 werden sichtbar, wenn der Benutzer ein virtuelles
Bon 101G, 102G, 103B von der Bonleiste 100 in den Zeitstrahl 6 zieht, und/oder wenn
ein virtuelles Bon 101G, 102G, 103B innerhalb einer Einschubebene 9 zeitlich entlang
des Zeitstrahls 6 verschoben wird, und/oder von einer ersten Einschubebene auf eine
zweite Einschubebenen 9 verschoben wird. Dieses Verschieben eines virtuellen Bons
101G, 102G, 103B kann durch "Drag and Drop" erfolgen. Die Fanglinien 112 stellen eine
Verbindung zwischen möglichen Ablagezeiten und Einschubebenen 9 dar. Bewegt der Benutzer
mittels "Drag and Drop" einen der virtuellen Bons 101G, 102G, 103B in die Nähe einer
der Fanglinien 112, wird z.B. ab einem definierten Abstand zu einer der Fanglinien
112 bei einem Loslassen des virtuellen Bons 101G, 102G, 103B der Punkt, der am nächsten
zu der Fanglinien 112 liegt, automatisch gewählt. Es ist ohne weiteres ersichtlich,
dass eine Vielzahl horizontaler und vertikaler Fanglinien für eine Unterstützung des
Benutzers angezeigt werden können, wobei selbstverständlich auch andere geometrische
Formen von Fanglinien denkbar sind. Die Fanglinien können auch wahlweise von einem
Benutzer aktiviert werden oder entfernt werden.
[0117] Eine weitere Unterstützung für den Benutzer bei einem Erstellen eines Ablaufplanes
für ein Garen von Gargütern ist in Figur 10, als Alternative für das fünfte Unterbedienmenü
der Figur 9, dargestellt. In der virtuellen Bonleiste 100 und im virtuellen Bonbrett
200 sind dabei virtuellen Bons "Geflügel braten" 201, "Fisch braten" 202, "Fisch dämpfen"
203 und "Kuchen" 204 mit unterschiedlichen Höhen dargestellt. Die Höhe gibt jeweils
einen zu erwartenden Bedarf an Einschubebenen 9 an. Dem Benutzer wird somit über die
unterschiedlichen Höhen der virtuellen Bons 201, 202, 203, 204 bereits vor einem Ablegen
derselben auf einer der Einschubebenen 9 verdeutlicht, mit welchem räumlichen Bedarf
der jeweilige Garvorgang verbunden ist. Beispielsweise benötigt ein durch den virtuellen
Bon 201 "Geflügel braten" gekennzeichnetes Garprogramm zwei Einschubebenen 9, da während
eines Geflügel-Braten-Programms üblicherweise Gargutträger, die z. B. unter dem Handelsnamen
Superspike seitens der Anmelderin vertrieben werden, zum Einsatz kommen.
[0118] Weiterhin kann für Gargüter, beispielsweise für Kuchen, eine Teilung des dazugehörenden
virtuellen Bons 204 in mehrere Teil-Bons, beispielsweise in einen virtuellen Teil-Bon
"Kuchen Boden" 204a und virtuellen Teil-Bon "Finishing Kuchen" 204b vorgesehen sein.
Bestimmte Gargüter durchlaufen nämlich bis zu einem Ende eines Garprogramms mehrere
Garschritte, zwischen denen selbst ein Behandlungszwischenschritt außerhalb des erfindungsgemäßen
Gargerätes erfolgen muss. Für den virtuellen Bon "Kuchen" 204 kann beispielsweise
vorgesehen werden, dass zuerst ein Boden des Kuchens, wie durch das virtuelle Teil-Bon
204a angedeutet, bei hohen Temperaturen, und zwar gemeinsam mit den Garprogrammen
der virtuellen Bons 201, 203 gegart wird, während nach einem Behandlungszwischenschritt
außerhalb des Gargeräts ein abschließendes Garen, das durch das virtuelle Teil-Bon
204b gekennzeichnet ist, in einem Garraumklima mit einer niedrigeren Temperatur erfolgt,
ohne dass dieser spätere Zeitpunkt in Figur 10 dargestellt ist.
[0119] Es ist offensichtlich, dass die Höhe der virtuellen Bons sich nach dem räumlichen
Bedarf des entsprechenden Garprogramms richtet und nicht auf zwei Einschubebenen 9
begrenzt sein muss. Weiterhin ist selbstverständlich, bei Bedarf eine beliebige Unterteilung
virtueller Bons in eine entsprechend benötigte oder gewünschte Vielzahl von virtuellen
Teil-Bons zu ermöglichen.
[0120] Automatische Anordnungen von virtuellen Bons in dem virtuellen Bonbrett 200 sind
in den Figuren 11 und 12 gezeigt. Dabei werden virtuelle Bons "Semmeln" 301 R, "Gratin"
302RG, und "Schmorbraten" 303GR, die auf der virtuellen Bonleiste 100 abgelegt sind,
zu entsprechenden Zeitpunkten auf dem Zeitstrahl 6, welcher über den Startzeitpunkt
7 und den Orientierungszeitpunkt 811 begrenzt ist, und/oder auf entsprechende Einschubebenen
9 abgelegt.
[0121] Eine automatische Anordnung kann unter unterschiedlichen Prioritäten, also mit unterschiedlichen
Prioritäts-Parametern, durch ein erfindungsgemäßes Gargerät automatisch erfolgen.
Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die virtuellen Bons 301R, 302RG, 303GR
optimal unter energetischen Gesichtspunkten angeordnet werden, beispielsweise indem
zuerst ein Dampf-Garschritt, gefolgt von einem Kombi-Dampf-Garschritt und einem anschließenden
Heißluft-Garschritt durchlaufen wird. Diese Anordnung kann auch durch geometrische
Formen der virtuellen Bons 301R, 302RG, 303GR, wie beispielsweise für die virtuellen
Bons 107, 108, 109, 110 in Figur 7 dargestellt, dem Benutzer verdeutlicht werden.
Alternativ ist denkbar, dass eine optimale Anordnung der virtuellen Bons 301R, 302RG,
303GR unter dem Gesichts-punkt einer möglichst kurzen Gerätebenutzung mit entsprechender
Reduktion von benötigten Ressourcen, wie zum Beispiel einer eingesetzten Arbeitszeit,
erfolgen kann. Im Allgemeinen ist einer Optimierung der Anordnung auch unter anderen
Parametern in dem erfindungsgemä-ßen Gargerät möglich und offensichtlich nicht auf
die aufgeführten Beispiele beschränkt.
[0122] Eine beispielhafte Anordnung der virtuellen Bons 301R, 302RG, 303GR ist in Figur
11 gezeigt. Ist der Benutzer mit der vorgeschlagenen automatischen Zuordnung der virtuellen
Bons 301R, 302RG, 303GR unzufrieden, kann beispielsweise eine Umpriorisierung durch
den Benutzer erfolgen, die zu einer Umordnung der virtuellen Bons 301R, 302RG, 303GR
z.B. gemäß Figur 12 führen kann. Hat der Benutzer beispielsweise den Wunsch, dass
das Garprogramm zum virtuellen Bon "Semmeln" 301R" bereits zu einem früheren Zeitpunkt
erfolgreich ausgeführt wird, kann er diesen, beispielsweise mittels "Drag and Drop",
von dem in Figur 11 gezeigten Zeitpunkt auf dem Zeitstrahl 6 auf einen früheren Zeitpunkt
vorziehen. Nachdem eine Umpriorisierung des Benutzers stattgefunden hat, ist es denkbar,
dass eine automatische Neuordnung der Zeitpunkte und der jeweiligen Einschubebenen
der verbliebenen virtuellen Bons 302RG, 303GR unter den vom Benutzer gewählten Randbedingungen
automatisch von dem Gargerät durchgeführt wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich,
dass beliebige Umpriorisierungen durch den Benutzer veranlasst werden können, mit
einer entsprechenden automatischen Anpassung des zeitlichen Ablaufs und/oder der räumlichen
Anordnung der Garprogramme gemäß den ausgewählten virtuellen Bons (nicht gezeigt)
durch das erfindungsgemäße Gargerät.
[0123] Weiterhin ist es vorstellbar, dass einem Benutzer ein kritischer Pfad eingeblendet
wird (nicht gezeigt), der virtuelle Bons umfasst, die zwingend zu bestimmten Zeitpunkten
be- bzw. entladen werden müssen, um den gewünschten Ablaufplan einhalten zu können.
[0124] Auch kann vorgesehen werden, dass ein Benutzer sich den auf dem Zeitstrahl 6 dargestellten
Zeitraum, beispielsweise über ein Festlegen eines Anzeigezeitraumes über einen Startzeitpunkt
7 oder einen Orientierungszeitpunkt 8, beliebig einstellen kann oder aber ein dargestellter
Zeitraum entlang der Zeitachse verschiebbar ist. Entsprechend dem gewünschten Zeitraum
der Anzeige eines Ablaufplans kann die Größe von virtuellen Bons (nicht gezeigt) automatisch
von den erfindungsgemäßen Gargerät angepasst werden. Selbstverständlich ist eine Auswahl
eines gewünschten Zeitraums nicht auf die beschriebenen Möglichkeiten beschränkt,
es ist ebenfalls denkbar, einen Benutzer einen Anzeige-Zeitraum über eine Gestensteuerung
festlegen zu lassen, oder andere dafür geeignete Mittel einzusetzen.
[0125] Auch ist es grundsätzlich möglich, die Darstellung im Bereich des virtuellen Bonbretts
200 nicht nur zweidimensional, sondern drei- oder selbst vierdimensional aufscheinen
zu lassen. Bei drei Dimensionen hätte man zwei Orts-Koordinaten (Positionsachsen)
und eine Zeitkoordinate (Zeitachse), während eine vierdimensionale Darstellung eine
Darstellung des dreidimensionalen Raums über die Zeit ermöglichen würde. Über die
Orts-Koordinaten lassen sich Behandlungszonen innerhalb eines Garraums genau festlegen,
beispielsweise über eine Nummer einer Einschubebene und die Anordnung einer Behandlungszone
innerhalb einer Einschubebene. Da jeder Benutzer unterschiedliche Vorlieben hat, ist
es dabei möglich, dass der Benutzer auswählen kann, wie viele Dimensionen das Bonbrett
200 aufweist und welche Dimensionen aufgetragen werden. Bei den zuvor beschriebenen
Bonbrettern 200 ist stets lediglich eine Orts-Koordinate, nämlich für die Nummer einer
Einschubebene 9, und eine Zeit-Koordinate, nämlich in Form eines Zeitstrahls 6, gewählt
worden, um die Darstellungen einfach zu halten. Die gewählten Darstellungen sind also
nicht als Beschränkung anzusehen, sondern es ist eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten
für ein erfindungsgemäßes Verfahren vorgesehen, um Benutzern mit unterschiedlichen
Bedürfnissen die jeweils gewünschte Darstellung zu liefern.
[0126] Weitere Flexibilität bei der Darstellung wird selbstverständlich dann ermöglicht,
wenn ein Benutzer nicht nur die Dimension der Darstellung wählen kann, sondern zudem
eine Verkleinerung, Vergrößerung oder Verschiebung des Anzeigebereichs hervorrufen
kann. Auch ist es möglich, räumliche Darstellungen über die Zeit wandern zu lassen
und dergleichen.
[0127] Weiterhin kann zumindest ein Fortschrittsbalken angezeigt werden (nicht gezeigt),
der einen Fortschritt zumindest eines Garprogramms über die Zeit darstellt. Auch kann
jedem Garprogramm und somit jedem virtuellen Bon im virtuellen Bonbrett je ein Fortschrittsbalken
zugewiesen sein. Dabei ist es besonders wünschenswert, wenn ein Benutzer wählen kann,
ob und ggf. wie viele Fortschrittsbalken anzuzeigen sind. Es ist offensichtlich, dass
für eine Darstellung der Fortschrittsbalken jede dafür geeignete graphische Darstellung
verwendet werden kann und dass diese graphische Darstellung beliebig auf, neben oder
in der Nähe der jeweiligen virtuellen Bons erfolgen kann, sofern eine Zuordnung der
Fortschrittsbalken zu den virtuellen Bons eindeutig erkennbar ist. Es ist dabei unerheblich,
ob die Zuordnung bei virtuellen Bons auf dem virtuellen Bonbrett oder längs des Zeitstrahls
6 erfolgt. Alternativ oder kumulativ zu einer Darstellung eines oder mehrerer Fortschrittsbalken
kann auch eine numerische Darstellung einer Restgarzeit erfolgen. Weiterhin ist selbstverständlich
eine beliebige Anordnung des Gesamtfortschrittsbalkens möglich, ebenso wie eine numerische
Darstellung einer Gesamt-Restgarzeit.
[0128] Eine in Figur 13 dargestellte Eingabe- und Anzeigeeinrichtung in Form eines getrennt
von einem Gargerät, beispielsweise in einer Servicestation angeordneten, Touchscreens
1' kann auch für eine zentrale Steuerung eines oder mehrere Gargeräte 401, 402, 403
eingesetzt werden. Auf dem Touchscreen 1' befindet sich dafür eine virtuelle Bonleiste
404 und ein virtuelles Bon-brett 405, wahlweise für alle mit dem Touchscreen 1' verbundenen
Gargeräten 401, 402« 403 oder jeweils nur für eines dieser Gargeräte 401, 402, 403.
Eine Verbindung der Gargeräte 401, 402, 403 untereinander bzw. mit den Touchscreen
1' kann dabei über Netzwerkkabel 406a, 406b, 406c erfolgen. Alternativ kann vorgesehen
sein, dass das Touchscreen über Wireless-Lan mit der Vielzahl von Gargeräten 401,
402, 403 kommuniziert. Auch kann vorgesehen sein, dass die Gargeräte 401, 402, 403
über ein Bussystem 407 miteinander verbunden sind, und je eine erfindungsgemäße Eingabe-
und Anzeigeeinrichtung in Form eines Touchscreens auf jedem der Gargeräte 401, 402.
403 vorhanden ist, um eine Verteilung von virtuellen Bons auf jedes Gargerät 401,
402, 403 der Vielzahl an Gargeräten zu ermöglichen.
[0129] In Figur 14 sind in einer virtuellen Bonleiste 500 virtuelle Bons 501, 502 abgebildet,
die zu einer festen Zeit gegart werden müssen, während für weitere virtuelle Bons
503, 504 und 505 keine Zeitvorgaben seitens des Benutzers vorliegen. Diese unterschiedlichen
Zeitvorgaben sind durch Schraffur bzw. Nichtschraffur optisch gekennzeichnet. Etwaige
manuelle Verschiebungen im zeitlichen Ablauf der Garprogramme zu den virtuellen Bons
503, 504, 505 haben keine Einfluss auf einen Garzeitpunkt der Garprogramme gemäß den
virtuellen Bons 501, 502. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass ein in zwei
Garschritte und somit zwei Teil-Bon 501a', 501b" unterteiltes Garprogramm zu einer
bestimmten Uhrzeit vor einem Mittagsbuffet fertig gegart sein muss, während ein Garprogramm
des virtuellen Bons 502 pünktlich zu einer möglichen Eröffnung um 12 Uhr 08 fertig
gegart sein sollte. Daher müssen lediglich die Bons 501 und 502 an bestimmten Positionen
relativ zum Zeitstrahl 6 in dem virtuellen Bonbrett 600 abgelegt werden, während alle
weiteren virtuellen Bons 503, 504. 505, die auf dem virtuellen Bonbrett 600 abgelegt
sind, optimal entsprechend gewünschter Parameter des Benutzers um die virtuellen Bons
501, 502 angeordnet werden können.
[0130] Es ist offensichtlich, dass einer beliebige Anzahl virtueller Bons eine feste Ausführungszeit
zugewiesen werden kann, wobei dies entweder eine feste Startzeit 7 und/oder eine feste
Endzeit 8 des Garprogramms ermöglicht, beispielsweise für eine rollierende Beschickung
oder Entnahme. Weiterhin ist es offensichtlich, dass die beschriebenen Funktionen
für eine Unterstützung des Benutzers bei der Erstellung eines Ablaufplanes mit der
Festlegung von bestimmten virtuellen Bons 501, 502 auf eine feste Ausführungszeit
kombinierbar sind.
[0131] Für eine räumliche Zuordnung von virtuellen Bons kann, wie in Figur 15 dargestellt,
auch ein vierter Anzeigebereich 700 mit virtuellen Behandlungszonen 701 angezeigt
werden. Nach einem Ablegen von virtuellen Bons auf einer der in beispielsweise Figur
9 gezeigten Einschubebenen 9 kann auf Wunsch eines Benutzers oder automatisch eine
Anzeige der virtuellen Behandlungszonen 701 erfolgen. Dabei werden noch nicht belegte
Behandlungszonen 703 und bereits belegte Behandlungszonen 704, 705 derart unterschiedlich
gekennzeichnet, beispielsweise durch eine verschiedene Farbwahl und/oder eine jeweils
eindeutige Schraffierung, dass der Benutzer erkennen kann, in welchen Behandlungszonen
703, 704, 705 ein Ablegen von noch nicht räumlich zugeordneten virtuellen Bons möglich
ist. Es kann dabei vorgesehen sein, dass eine Anzahl von benötigten Behandlungszonen
von virtuellen Bons dem Benutzer bereits vor Ablage auf den virtuellen Behandlungszonen
701 verdeutlicht wird. Dies kann beispielsweise anhand von dargestellten virtuellen
Bons 710, 711 derart erfolgen, dass eine jeweils benötigte Anzahl an Behandlungszonen,
beispielsweise 9 bei dem virtuellen Bon 710 oder 4 Behandlungszonen bei dem virtuellen
Bon 711, mittels horizontaler und vertikaler Linien verdeutlicht wird. Alternativ
kann es selbstverständlich auch möglich sein, eine benötigte Anzahl numerisch in der
Nähe, neben und/oder auf einem virtuellen Bon anzuzeigen.
[0132] Es ist offensichtlich, dass bei einer Ablage der virtuellen Bons 710, 711 auf den
virtuellen Behandlungszonen 701 weitere Funktionen einen Benutzer bei einer Ablage
unterstützen können. Beispielsweise kann eine automatische Sperrfunktion vorgesehen
sein, die ein Ablegen eines virtuellen Bons 710, 711 auf zumindest teilweise bereits
belegte Behandlungszonen 704, 705 automatisch verhindert. Auch kann selbstverständlich
eine automatische Zuordnung unter Berücksichtigung von noch zur Verfügung stehenden
Behandlungszonen erfolgen. Sind gewünschte virtuellen Bons entsprechenden virtuellen
Behandlungszonen zugeordnet, kann vorgesehen sein, dass ein Benutzer mittels eines
Bestätigungselementes 702 die getroffene Auswahl abschließend bestätigt.
[0133] Zudem ist offensichtlich, dass eine Vielzahl von freien Behandlungszonen entsprechend
den dargestellten virtuellen Behandlungszonen 701 angezeigt werden können, auch gleichzeitig
für mehreren Einschubebenen eines Gargerätes und/oder eine Vielzahl von Gargeräten.
Auch ist selbstverständlich eine Vielzahl virtueller Bons mit einem beliebigen Bedarf
an virtuellen Behandlungszonen darstellbar.
[0134] Eine Anzeigewechselmöglichkeit zwischen zwei Behandlungsräumen, beispielsweise in
Form von zwei Tiegeln und/oder zwei Ebenen eines Gargerätes, ist in den Figuren 16
und 17 dargestellt. Ein gewünschter Anzeigewechsel kann dabei derart erfolgen, dass
ein Anzeigewechsel-Bereich 802, 902 auf einem Touchscreen 1" dargestellt wird, der
auch als ein verkleinerter, unterschiedlich farblich gekennzeichneter, anders ausgeformter,
schraffierter, positionierter und/oder mit einer unterscheidbaren Helligkeit versehener
Anzeigebereich eines weiteren Tiegel und/oder einer weiteren Ebene ausgebildet sein
kann. Die Figuren 16 und 17 unterscheiden sich lediglich in der Anordnung des jeweiligen
Anzeigewechsel-Bereichs 802. 902, nämlich in Figur 16 unten rechts und in Figur 17
unten links. Ein Bewegen einer virtuellen Bonleiste 100, eines virtuellen Bonbretts
200 und/oder zumindest eines der virtuellen Bons 101G, 102G, 103B, beispielsweise
mittels "Drag and Drop", auf den Anzeigewechsel-Bereich 802, 902 kann eine Anzeige
für den weiteren Tiegel und/oder die weitere Ebene verursachen. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die virtuelle Bonleiste 100 und/oder das virtuelle Bonbrett 200 durch ein
Berühren und Verschieben auf den Anzeigewechsel-Bereich 802, 902 zu einem Verschieben
der Bonleiste 100 und/oder des Bonsbrettes 200 führt.
[0135] Alternativ ist es offensichtlich, dass ein Verschieben eines einzelnen virtuellen
Bons 101G, 102G, 103 B von der virtuellen Bonleiste 100 und/oder dem virtuellen Bonbrett
200 auf eine nicht gezeigte virtuelle Bonleiste und/oder ein nicht gezeigtes virtuelles
Bonbrett entsprechend erfolgen kann. Dabei ist es auch denkbar, dass nach einem Bewegen
eines virtuellen Bonbretts 200. einer virtuellen Bonleiste 100 und/oder eines virtuellen
Bons 101G, 102G, 103B auf den Anzeigewechsel-Bereich 802, 902 kein direktes Ablegen
durch ein Loslassen erfolgt, sondern dass auch vorgesehen sein kann, dass bei einem
Festhalten ein Wechsel in der Anzeige des Touchscreens 1" erfolgt, so dass beispielsweise
die virtuellen Bons 101G. 102G, 103B direkt auf einer gewünschten Einschubebene und/oder
zu einem gewünschten Zeitpunkt auf einem weiteren nicht gezeigten virtuellen Bonbrett
und/oder einer virtuellen Bonleiste ablegbar sind und nach dem Ablegen auch ein automatischer
Wechsel zurück zur vorangegangenen Anzeige vorgesehen sein kann.
[0136] Ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Anzeigebereichen, die repräsentativ für Behandlungsräume,
Behandlungszonen, Tiegel und/oder Gargeräte sind, ist selbstverständlich nicht auf
die zwei beschriebenen Anzeigewechsel-Bereiche 802, 902 beschränkt. Es kann vielmehr,
wie in Figur 18 dargestellt, auch vorgesehen sein, dass ein Anzeigewechsel zwischen
mehr als zwei Anzeigebereiche eines Gargerätes und/oder ein Anzeigewechsel zwischen
einer Vielzahl untereinander vernetzter Gargeräte viele Anzeigewechsel-Bereich 1002,
1003, 1004 fordert. So kann neben einem Anzeigenwechsel-Bereich 1002, beispielsweise
für einen Anzeigewechsel zwischen Ebenen eines Gargeräts, auch jeweils ein Anzeigewechsel-Bereiche
1003, 1004 für zwei weitere Gargeräte vorliegen. Dabei ist offensichtlich, dass eine
beliebige Vielzahl von Anzeigewechsel-Bereichen dargestellt werden können. Auch kann
vorgesehen sein, dass jeder Anzeigewechsel-Bereich über eine farbliche Kennzeichnung,
eine Schraffierung, eine geometrische Form oder dergleichen eindeutig einem bestimmten
Gargerät und/oder einer bestimmten Ebene zugeordnet ist, wobei beispielsweise jedem
Gargerät eine eindeutige Farbe zugeordnet sein kann und Anzeigebereiche durch eine
Schraffierung und/oder eine geometrische Ausprägung unterscheidbar sind.
[0137] Die in der voranstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie Zeichnungen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination
für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich
sein.
Bezugszeichenliste
[0138]
- 1, 1', 1"
- Eingabe-/Ausgabeeinrichtung in Form eines Touch-scree
- 2
- Erster Anzeigebereich
- 3
- Zweiter Anzeigebereich mit Bedienmenüs
- 4
- Dritter Anzeigebereich
- 5
- Tasten
- 6
- Zeitstrahl
- 7
- Startzeitpunkt der Garprogramme
- 8
- Orientierungszeitpunkt
- 9
- Einschubebenen
- 10
- Aktuelle Uhrzeit
- 11
- Garbetriebsart-Auswahlelement
- 12
- Auswahlelement der ausgewählten Garbetriebsart (Geflügel)
- 13
- Bedienelement
- 14
- Anzeigefelder
- 15
- Garprozess-Auswahlelement
- 16
- Auswahlelement des ausgewählten Garprozess (Braten/Grillen)
- 17
- Bräunungs-Anzeigeelement
- 18
- Bräunungsintensitäts-Anzeigeelement
- 19, 19'
- Kerntemperatur-Anzeigeelement
- 20, 20'
- Kerntemperaturhöhe-Anzeigeelement
- 21,21
- Kerntemperatur-Auswahlelement
- 22, 22'
- Anzeigeelement für die ausgewählte Kerntemperatur
- 23
- Bestätigungselement
- 24. 24'
- Kontextsensitive Information
- 26
- Auswahlelemente für weiteres Garprogramm
- 100, 100"
- Virtuelle Bonleiste
- 101G
- Virtuelles Bon "Geflügel braten"
- 102G
- Virtuelles Bon "Fisch braten"
- 103B
- Virtuelles Bon "Fisch dämpfen"
- 104R
- Virtuelles Bon "Semmeln (Rot)"
- 105GR
- Virtuelles Bon "Gratin (Grün/Rot)"
- 106RG
- Virtuelles Bon "Schmorbraten"
- 107
- Virtuelles Bon "Geflügel braten*'
- 108
- Virtuelles Bon "Fisch braten"
- 109
- Virtuelles Bon "Fisch dämpfen"
- 110
- Virtuelles Bon "Fisch grillen"
- 111
- Auswahlelement Speichern
- 112
- Fanglinien
- 113
- Zweiter Anzeigebereich
- 200
- Virtuelles Bonbrett
- 201
- Virtuelles Bon "Geflügel braten"
- 202
- Virtuelles Bon "Fisch braten"
- 203
- Virtuelles Bon "Fisch dämpfen"
- 204
- Virtuelles Bon "Kuchen"
- 204a
- Virtuelles Teil-Bon "Kuchen Boden"
- 204b
- Virtuelles Teil-Bon "Finishing Kuchen"
- 30IG
- Virtuelles Bon "Semmeln"
- 302RG
- Virtuelles Bon "Gratin"
- 303RG
- Virtuelles Bon "Schmorbraten"
- 304
- Startzeitpunkt der Garprogramme
- 305
- Orientierungszeitpunkt
- 401
- Gargerät
- 402
- Gargerät
- 403
- Gargerät
- 404
- Virtuelle Bonleiste
- 405
- Virtuelles Bonbrett
- 406a, b, c
- Netzwerkkabel
- 407
- Bussystem
- 500
- Virtuelle Bonleiste
- 501
- Virtuelles Bon
- 501 a
- Virtuelles Teil-Bon
- 501b
- Virtuelles Teil-Bon
- 502
- Virtuelles Bon
- 503
- Virtuelles Bon
- 504
- Virtuelles Bon
- 505
- Virtuelles Bon
- 600
- Virtuelles Bonbrett
- R
- rot
- G
- grün
- B
- blau
- 700
- vierter Anzeigebereich mit virtuellen Behandlungszonen
- 701
- virtuelle Behandlungszonen
- 702
- Bestätigungselement
- 703
- belegte Behandlungszone
- 705
- belegte Behandlungszone
- 710
- virtuelles Bon mit 9 Behandlungszonen
- 711
- virtuelles Bon mit 4 Behandlungszonen
- 712
- horizontale Linie
- 713
- vertikale Linie
- 801
- Anzeigefelder
- 802
- Anzeigewechsel-Bereich
- 902
- Anzeige-Bereich
- 1002
- Anzeigewechsel-Bereich
- 1003
- Anzeigewechsel-Bereich
- 1004
- Anzeigewechsel-Bereich
1. Verfahren zum Anordnen von Repräsentanten von über zumindest eine Eingabeeinrichtung
aus einer Vielzahl von Programmen für Gargeräte ausgewählten Programmen auf zumindest
einer Anzeigeeinrichtung, die mit der Eingabeeinrichtung und einer Steuer- oder Regeleinrichtung
in Wirkverbindung steht, wobei die Steuer- oder Regeleinrichtung mit einer Speichereinrichtung
zum Speichern einer Vielzahl von Programmen für Gargeräte in Wirkverbindung steht
und mit zumindest einem Gargerät verbunden oder von einem Gargerät bereitgesetellt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Programmrepräsentant in Form eines virtuellen Bons in mindestens einem Bereich
in Form eines virtuellen Bonbretts angeordnet werden kann, wobei
das virtuelle Bonbrett eine Darstellung innerhalb eines mehrdimensionalen Raumes ermöglicht,
und
in Abhängigkeit von mindestens einem Parameter zumindest eines in dem Bereich angeordneten
Programmrepräsentanten ein Anordnen mindestens eines anderen in dem Bereich anzuordnenden
Programmrepräsentanten mit mindestens einem anderen Parameter automatisch stattfindet
oder vorgeschlagen wird, wobei
jeder Parameter zumindest charakteristisch für das Gargerät, eine Funktionseinrichtung
des Gargeräts, eine Behandlungsebene, Behandlungsspalte, Behandlungszeile und/oder
Behandlungszone des Gargeräts, einen Zeitpunkt, einen Zeitraum, eine Priorisierung
und/oder eine Klimagröße des dem jeweiligen Programmrepräsentanten entsprechenden
Programms ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Programm ausgewählt wird aus einer Gruppe, umfassend Garprogramme, insbesondere
bestimmt durch Garbetriebsarten, Garprozesse, Garparameter und/oder Gargüter, Reinigungsprogramme,
insbesondere bestimmt durch Reinigungsbetriebsarten, Reinigungsprozesse, Reinigungsparameter
und/oder Reinigungsmittel, Hilfsprogramme und/oder Diagnoseprogramme, und/oder
jedes virtuelle Bon einen Codenamen und/oder eine grafische Darstellung für das entsprechende
Programm aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
das die Darstellung auf dem virtuellen Bonbrett ein Koordinatensystem mit zumindest
zwei Positionsachsen zur Bestimmung einer Behandlungszone im Garbereich des Gargeräts
oder mit zumindest einer Positionsachse zur Bestimmung einer Behandlungsebene,
Behandlungsspalte oder Behandlungszeile des Garbereichs des Gargeräts und einer Zeitachse
zur Bestimmung zumindest eines Zeitpunktes und/oder Zeitraums des Betriebs des Gargeräts
zugrunde legt, wobei vorzugsweise das Koordinatensystem des virtuellen Bonbretts über
eine erste Positionsachse wenigstens eine Behandlungsebene des Gargeräts und/oder
über eine zweite und/oder dritte Positionsachse mindestens eine Behandlungszone, insbesondere
einer Behandlungsebene, des Gargeräts und/oder über eine Zeitachse mindestens einen
Zeitpunkt und/oder einen Zeitraum zumindest eines ausgewählten Programms, Funktionsplanes
und/oder Funktionsablaufes bestimmt, und/oder
vorzugsweise die Achsen des Koordinatensystems gebogen oder gerade, insbesondere senkrecht
zueinander, verlaufen, und/oder
vorzugsweise die erste, zweite und/oder dritte Positionsachse und/oder die Zeitachse
ausgewählt und/oder verändert werden kann bzw. können, insbesondere entlang derselben
gescrollt werden kann bzw. können, und/oder
vorzugsweise die Zeitachse sich als Funktion der Zeit automatisch, insbesondere schrittweise
oder kontinuierlich, ändert.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der für eine Priorisierung charakteristische Parameter als Prioritäts-Parameter bestimmt
wird durch einen Energieverbrauch, einen Wasserverbrauch, einen Reinigungsmittelverbrauch,
einen Zeitbedarf, eine Zielzeit, eine Startzeit und/oder einen Raumbedarf und/oder
eine Reduzierung eines Gargutgewichtsverlustes, einer Verschmutzung, einer Rauchentstehung
und/oder eines Geruches und/oder eine Verbesserung eines Programmergebnisses, wie
einer Qualität eines fertiggegarten Garguts und/oder der Sauberkeit eines Garraums,
und/oder ein Verfallsdatum, eine Empfindlichkeit, eine Menge und/oder einen Preis
eines Garguts; und/oder
der für eine Klimagröße charakteristische Parameter als Klima-Parameter bestimmt wird
durch eine Temperatur, eine Feuchte, einen Druck, eine Strömungsgeschwindigkeit und/oder
eine Mikrowellenenergie in einem Gargerät, insbesondere einer Behandlungsebene und/oder
Behandlungszone, wobei
vorzugsweise der Prioritäts- und/oder Klima-Parameter auswählbar, anzeigbar, speicherbar
und/oder veränderbar ist bzw. sind.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
eine räumlich identische Anordnung eines ersten Programmrepräsentanten eines ersten
ausgewählten Programms und mindestens eines zweiten Programmrepräsentanten eines zweiten
ausgewählten Programms automatisch verweigert wird, und/oder
eine räumlich unterschiedliche und zeitlich identische Anordnung eines dritten Programmrepräsentanten
eines dritten ausgewählten Programms, bestimmt durch mindestens einen dritten Klima-Parameter,
und zumindest eines vierten Programmrepräsentanten eines vierten ausgewählten Programms,
bestimmt durch mindestens einen vierten Klima-Parameter, automatisch verweigert wird,
wenn der vierte Klima-Parameter sich von dem dritten Klima-Parameter, insbesondere
um ein bestimmtes Toleranzmaß, unterscheidet, und/oder
bei einer räumlich und/oder zeitlich identischen Anordnung mindestens eines fünften
Programmrepräsentanten eines fünften ausgewählten Programms, bestimmt durch zumindest
einen fünften Prioritäts-Parameters, und zumindest eines sechsten Programmrepräsentanten
eines sechsten ausgewählten Programms, bestimmt durch zumindest einen sechsten Prioritäts-Parameters,
die Anordnung von den fünften und sechsten Prioritäts-Parametern abhängt, wobei vorzugsweise
der Programmrepräsentant mit der niedrigeren Priorisierung automatisch alternativ
räumlich und/oder zeitlich angeordnet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Anordnung von Programmrepräsentanten, insbesondere nach einer Auswahl, Aktivierung,
Duplizierung, Erzeugung und/oder Anzeige, vorzugsweise in einem Auswahlfenster auf
der Anzeigeeinrichtung, in Abhängigkeit der entsprechenden, insbesondere über eine
Eingabeeinrichtung ausgewählten und/oder veränderten, Parameter automatisch erfolgt,
insbesondere in Abhängigkeit eines, vorzugsweise auswählbaren und/oder änderbaren,
Automations-Parameters, vorzugsweise bestimmt durch eine Zugangsberechtigung und/oder
eine Zeitspanne, in welcher keine Eingabe an der Eingabeeinrichtung erfolgt, und/oder
eine Anordnung von Programmrepräsentanten manuell, insbesondere unter Ausnutzung eines
"Drag and Drop"-Verfahrens oder durch Berühren, insbesondere Drücken, zumindest eines
Programmrepräsentanten und/oder unter Ausnutzung zumindest einer Orientierungslinie,
insbesondere in Form einer Fanglinie und/oder eines kritischen Pfades, erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die Orientierungslinie zumindest zeitweise, vorzugsweise im Bonbrett, angezeigt wird
und/oder von zumindest einem Parameter, insbesondere dem Prioritäts-Parameter und/oder
Klima-Parameter, abhängt, insbesondere im Falle der Ausgestaltung als kritischer Pfad,
wobei
vorzugsweise ein Vielzahl von Orientierungslinien zur Bestimmung von Behandlungsebenen,
Behandlungsspalten, Behandlungszeilen und/oder Behandlungszonen und/oder Zeitpunkten
gewählt werden, insbesondere zumindest eine erste Orientierungslinie parallel zur
ersten Positionsachse, zumindest eine zweite Orientierungslinie parallel zur zweiten
Positionsachse, zumindest eine dritte Orientierungslinie parallel zur dritten Positionsachse,
zumindest eine vierte Orientierungslinie parallel zur Zeitachse, mindestens eine fünfte
Orientierungslinie durch einen Zeitpunkt auf der Zeitachse und/oder zumindest eine
sechste Orientierungslinie zur Kennzeichnung eines Zeitraums auf der Zeitachse angezeigt
werden kann bzw. können und/oder über die Eingabeeinrichtung verändert werden kann
bzw. können und/oder über die Speichereinrichtung gespeichert werden kann bzw. können.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
bei Anordnung zumindest eines Programmrepräsentanten in einem vorher bestimmten oder
über eine Eingabeeinrichtung ausgewählten oder veränderten Abstand zu der ersten,
zweiten, dritten, vierten, fünften und/oder sechsten Orientierungslinie automatisch
zu derselben zwecks Ablage in dem Bereich ausgerichtet wird.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einer virtuellen Bonleiste, insbesondere in Form des Auswahlfensters,
in einem weiteren Bereich der Anzeigeeinrichtung oder einer weiteren Anzeigeeinrichtung
auswählbare virtuelle Bons und/oder ausgewählte virtuelle Bons angezeigt werden, wobei
vorzugsweise Bons in der Bonleiste unter-, neben- und/oder übereinander angeordnet
werden können, insbesondere in der Chronologie der Auswahl der dazugehörenden Programme
und/oder in Abhängigkeit zumindest eines Prioritäts-Parameters und/oder zumindest
einer Orientierungslinie, und/oder vorzugsweise zumindest ein Bon vor einem räumlichen
und/oder zeitlichen Anordnen auf dem virtuellen Bonbrett in wenigstens einer virtuellen
Bonleiste und/oder nach einer zeitlichen und/oder räumlichen Zuordnung auf dem virtuellen
Bonbrett in der virtuellen Bonleiste, insbesondere über eine Eingabeeinrichtung, abgelegt
und/oder angezeigt wird, und/oder
vorzugsweise die virtuelle Bonleiste und/oder das virtuelle Bonbrett auf der jeweiligen
Anzeigeeinrichtung verschoben, vergrößert und/oder verkleinert werden kann bzw. können.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
ein virtuelles Bon ausgewählt wird durch Auswahl eines gespeicherten Programms, Verändern
eines gespeicherten Programms, Duplizieren eines Bons und/oder Zusammenstellung eines
neuen Programms und/oder zumindest zwei virtuelle Teil-Bons
umfasst, und/oder
ein virtuelles Bon oder Teil-Bon nach Auswahl in wenigstens einer virtuellen Bonleiste
und/oder auf zumindest einem virtuellen Bonbrett angezeigt wird, und/oder
die Auswahl jedes virtuellen Bons oder Teil-Bons bestätigt werden muss, wobei vorzugsweise
die Visualisierung der ausgewählten, noch nicht bestätigten, virtuellen Bons oder
Teil-Bons sich von der der ausgewählten, bestätigten, virtuellen Bons oder Teil-Bons
unterscheidet, und/oder
vorzugsweise die ausgewählten, noch nicht bestätigten, virtuellen Bons oder Teil-Bons
in der virtuellen Bonleiste und die ausgewählten, bestätigen, virtuellen Bons oder
Teil-Bons auf dem virtuellen Bonbrett angezeigt werden.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Programmrepräsentant, zumindest ein Bereich, zumindest eine Achse,
ausgewählt aus der ersten, zweiten und/oder dritten Positionsachse und/oder der Zeitachse,
und/oder zumindest eine Orientierungslinie, ausgewählt aus der ersten, zweiten, dritten,
vierten, fünften und/oder sechsten Orientierungslinie, zumindest ein Bonbrett und/oder
zumindest eine Bonleiste, insbesondere über eine Eingabeeinrichtung, verändert werden
kann bzw. können, insbesondere durch ein zumindest zeitweises Verschieben, Verkleinern,
Vergrößern, Ausblenden, Farbändern, Musterändern und/oder Helligkeitsändern.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Programmrepräsentanten mit zumindest einem gleichen Parameter, insbesondere in Form
des Klima- und/oder Prioritäts-Parameters, und/oder einer gleichen Orientierungslinie
mit zumindest einer gleichen optischen Kennzeichnung dargestellt und/oder in dem Bereich
miteinander verbunden dargestellt werden, und/oder Programmrepräsentanten, die Programmen
entsprechen, die in unterschiedlichen Gargeräten, Behandlungsebenen, Behandlungsspalten,
Behandlungszeilen und/oder Behandlungszonen und/oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten
und/oder Zeiträumen und/oder mit unterschiedlichen Parametern, umfassend Prioritäts-
und Klima-Parameter, und/oder mit unterschiedlichen Orientierungslinien und/oder mit
unterschiedlichen Funktionseinrichtungen durchgeführt werden, optisch unterschiedlich
dargeboten werden.
13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigeeinrichtung wahlweise zumindest ein Bon, ein Teil-Bon, eine Bonleiste und/oder
ein Bonbrett eines ersten oder eines zweiten Gargeräts oder von zumindest zwei Gargeräten
zeigt.
14. Gargerät (401, 402, 403) mit zumindest einer Funktionseinrichtung zur Durchführung
zumindest eines Programms und einer Steuer- oder Regeleinrichtung in Wirkverbindung
mit einer Eingabeeinrichtung, einer Anzeigeeinrichtung, einer Speichereinrichtung
und der Funktionseinrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Funktionseinrichtung eine Heizeinrichtung, umfassend zumindest eine elektrische
Heizung, einen Gasbrenner, einen Wärmetauscher und/oder eine Einrichtung zur Abstrahlung
elektromagnetischer Strahlung in den Garraum, insbesondere in Form einer Mikrowellenquelle,
eine Einrichtung zum Einführen von Feuchtigkeit in den Garraum, umfassend zumindest
einen Dampfgenerator, einen Wasserzerstäuber und/oder Beschwadungseinrichtung, eine
Einrichtung zum Abführen von Feuchtigkeit aus dem Garraum, umfassend zumindest eine
Frischluftzufuhr und/oder einen Kondensator, eine Einrichtung zum Zirkulieren von
Garraumatmosphäre, umfassend zumindest ein Gebläse und/oder eine Pumpe, eine Einrichtung
zum Anlegen eines Drucks in dem Garraum, umfassend zumindest eine Absperreinrichtung,
und/oder eine Reinigungseinrichtung aufweist, und das Gargerät die Anzeigeeinrichtung
umfasst oder mit der Anzeigeeinrichtung verbindbar ist, und
das Gargerät die Eingabeeinrichtung umfasst oder mit der Eingabeeinrichtung verbindbar
ist, und
das Gargerät die Speichereinrichtung umfasst oder mit der Speichereinrichtung verbindbar
ist.
15. Gargerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät, die Steuer- oder Regeleinrichtung, die Anzeigeeinrichtung, die Eingabeneinrichtung
und/oder die Speichereinrichtung mit einer Vielzahl weiterer Gargeräte zum Bereitstellen
eines Küchennetzwerkes verbindbar ist.