[0001] Die Erfindung betrifft eine Sanitärwanne aus Metall mit einer emaillierten Oberfläche,
wobei die emaillierte Oberfläche in zumindest einem Abschnitt mit einem rutschhemmenden
Antislip-Belag versehen ist, der durch Einbrennen fest mit der emaillierten Oberfläche
verbunden ist. Bei der Sanitärwanne kann es sich um eine Badewanne oder Duschwanne,
insbesondere auch eine plane Duschwanne für einen bodenbündigen Einbau, handeln.
[0002] Der rutschhemmende Belag, der vorstehend und im Folgenden auch als Antislip-Belag
bezeichnet wird, zeichnet sich durch eine raue Oberfläche aus und sorgt für einen
sicheren Stand beim Betreten der Bade- oder Duschwanne. Er ist auf der Standfläche
einer Duschwanne oder im Bodenbereich einer Badewanne appliziert, wobei die gesamte
Stand- bzw. Bodenfläche oder auch nur ein Flächenabschnitt mit dem Antislip-Belag
versehen sein kann. Der Antislip-Belag besteht vorzugsweise aus einer Glas/Keramik-Mischung.
Aufgrund von Streuung und Reflektionen wird das Material auf einer weißen emaillierten
Oberfläche ästhetisch störend angesehen und würde von dem Verbraucher als Farbfehler
oder Materialfehler interpretiert. Auch ein auf farbigen Wannenflächen applizierter
transparenter Antislip-Belag weist diese störenden optischen Effekte auf. Das starke
Einfärben des Antislip-Belags führt ebenfalls zu keinen optisch überzeugenden Ergebnissen
und ist auch unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten nicht unproblematisch, da
die Zugabe von Farbpigmenten in großen Mengen die Körnung der zu applizierenden Masse
verändert und sich auf die Verarbeitung der Masse auswirkt.
[0003] In
DE 43 09 019 A1 wird eine Sanitärwanne beschrieben, die eine durch Aufrauen erzeugte rutschfeste
Bodenfläche aufweist. Das Aufrauen erfolgt durch eine Strahlbehandlung mit Korund
oder Glasperlen, durch Ätzen, Bürsten oder Schleifen. Die beschriebene Methode eignet
sich vornehmlich für Wannen aus Acrylglas, soll aber auch für emaillierte Stahlwannen
einsetzbar sein. Ein mechanischer Materialabtrag von emaillierten Oberflächen ist
fertigungstechnisch sehr aufwendig und hat den Nachteil, dass die hochwertige emaillierte
Oberfläche beschädigt wird. Durch einen mechanischen Materialabtrag ist ferner nur
eine begrenzte Rauigkeit realisierbar, deren rutschhemmende Wirkung unzureichend ist.
[0004] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Sanitärwanne
anzugeben, die eine emaillierte Oberfläche und eine ästhetisch ansprechend gestaltete
rutschfeste Standfläche aufweist.
[0005] Ausgehend von einer Sanitärwanne mit den eingangs beschriebenen Merkmalen wird die
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass auf der emaillierten Oberfläche unterhalb
des Antislip-Belags ein drucktechnisch erzeugtes Druckbild aufgebracht ist. Bei dem
Druckbild kann es sich um eine ein- oder mehrfarbig gestaltete Fläche, einen Schriftzug,
Ornamente, florale Muster oder sonstige Motive handeln. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
einen rutschhemmenden, durchscheinenden Antislip-Belag sowie ein Druckbild zumindest
abschnittsweise überlappend anzuordnen, wobei die raue Fläche des Antislip-Belags
und das Druckbild sich hinsichtlich ihrer ästhetischen Wirkungen ergänzen und zu dem
dekorativen Gesamteindruck beitragen. Der rutschhemmende Antislip-Belag besteht vorzugsweise
aus transparenten Materialien, wobei unter dem Begriff "Transparenz" durchscheinende
und milchig trübe Materialien verstanden werden, die auf einem einfarbigen Hintergrund
den Eindruck eines Farbfehlers erzeugen können. Der Erfindung liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass optische Veränderungen durch ein transparentes Antislip-Material durch
einen darunter liegenden Motivaufdruck kaschiert und darüber hinaus zu einem besonders
dekorativen Gesamterscheinungsbild kombiniert werden können. Um in unmittelbarer Verbindung
mit dem Motivaufdruck ein gewünschtes Erscheinungsbild hervorzurufen, kann das Antislip-Material
in Überdeckung, Überlappung oder angrenzend zu einem bedruckten Oberflächenbereich
vorgesehen sein. Um weitere Gestaltungsvarianten zu ermöglichen, ist auch eine Einfärbung
des Antislip-Materials möglich, welche jedoch dann im Gegensatz zum Stand der Technik
eine unmittelbar mit dem Druckbild in Wechselwirkung stehende Gestaltungskomponente
darstellt.
[0006] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre ergeben sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Antislip-Belag ist großflächig oder in Form eines Musters auf der emaillierten
Oberfläche appliziert. Dabei kann der Antislip-Belag konturdeckend über dem Druckbild
angeordnet sein oder eine über die Außenabmessungen des Druckbildes überstehende Fläche
bedecken. Eine weitere, bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass der Antislip-Belag
in Form eines Musters auf der emaillierten Oberfläche appliziert ist und dass das
Druckbild Bildelemente aufweist, die von dem Muster des rutschhemmenden Belags abweichen,
wobei die Bildelemente und die raue und optisch matte Oberfläche des in einem Muster
aufgetragenen Antislip-Belags sich zu einem Motiv ergänzen. Dabei kann das Druckbild
zusätzliche farbige Flächen umfassen, die konturgenau unter den von dem Antislip-Belag
bedeckten Flächen angeordnet sind. Unter den Begriff "farbige Flächen" sollen auch
graue und schwarze Flächen fallen.
[0007] In weiterer Ausgestaltung lehrt die Erfindung, dass über dem Druckbild eine säure-
und laugenbeständige Schutzschicht angeordnet ist, welche die Farben des Druckbildes
vor Veränderungen durch Seifen und Reinigungsmitteln schützt.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung einer Sanitärwanne
mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird
zunächst ein Farbträger mit einer temperaturfesten Farbe bedruckt. Auf dem bedruckten
Farbträger wird ein rutschhemmender Antislip-Belag aus anorganischen Materialien flächig
oder in einem Muster aufgebracht. Auf die bedruckte und mit dem Antislip-Belag versehene
Seite des Farbträgers wird eine Lackschicht aufgebracht, die zu einer Trägerschicht
aushärtet. Die Trägerschicht wird dann von dem Farbträger abgelöst und auf einer emaillierten
Oberfläche der Sanitärwanne appliziert, wobei der Antislip-Belag und das zuvor auf
den Farbträger aufgedruckte Druckbild an der Trägerschicht haften sowie an der emaillierten
Oberfläche der Sanitärwanne zur Anlage kommen. Der Antislip-Belag und das Druckbild
werden schließlich bei einer Temperatur von über 600 °C in die emaillierte Oberfläche
der Sanitärwanne eingebrannt, wobei die Trägerschicht verbrennt.
[0009] Als Farbträger kann eine Folie oder Papier verwendet werden. Vorzugsweise weist der
Farbträger auf der zu bedruckenden Seite eine Releaseschicht aus einem Haftklebstoff
auf, die an der bedruckten und mit dem Antislip-Belag versehenen Seite der Trägerschicht
haftet, wenn die Trägerschicht von dem Farbträger abgelöst wird.
[0010] Die Bedruckung des Farbträgers erfolgt vorzugsweise nach einem Siebdruckverfahren,
wobei aber andere herkömmliche Druckverfahren nicht ausgeschlossen sein sollen. Als
Druckfarbe für die Bedruckung des Farbträgers wird eine Paste mit anorganischen Farb-Pigmenten
verwendet.
[0011] Der Antislip-Belag ist vorzugsweise transparent, wobei unter diesen Begriff durchscheinende,
milchig trübe Materialien fallen sollen. Als Antislip-Belag kann eine Glaskörper enthaltende
körnige keramische Masse verwendet werden, wobei die Glaskörper beim Einbrennen aufschmelzen
und die körnigen keramischen Bestandteile binden. Die Korngröße der keramischen Bestandteile
ist so gewählt, dass sie eine raue Oberfläche bilden.
[0012] Der Antislip-Belag und das Druckbild werden bei einer Temperatur von über 600° C
in die emaillierte Oberfläche eingebrannt. Bevorzugt ist eine Einbrenntemperatur im
Bereich von 800 bis 820° C. Die Releaseschicht, die von dem Farbträger zusammen mit
der Trägerschicht abgelöst wird und die von der Trägerschicht gelösten Schichten an
der emaillierten Oberfläche der Sanitärwanne fixiert, verbrennt ebenso wie die Trägerschicht
bei der Einbrenntemperatur rückstandsfrei, Als Trägerschicht wird vorzugsweise ein
Lack auf Acrylharzbasis verwendet.
[0013] Gegenstand der Erfindung ist schließlich ein vorgefertigtes Verbundmaterial zur Durchführung
des Verfahrens, welches aus einem Farbträger und einer Trägerschicht besteht, wobei
der Farbträger auf seiner der Trägerschicht zugewandten Innenseite mit einer temperaturbeständigen
Farbe bedruckt sowie mit einem flächig oder in einem Muster applizierten, anorganischen
Antislip-Belag beschichtet ist, wobei die Druckfarbe und der Antislip-Belag fest an
der Trägerschicht haften und der Farbträger von der bedruckten und mit dem Antislip-Belag
beschichteten Trägerschicht ablösbar ist. Bevorzugte Ausführungen des Verbundmaterials
sind in den Ansprüchen 18 bis 21 beschrieben.
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren, die lediglich Ausführungsbeispiele
darstellen, beschrieben. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Sanitärwanne in Form einer Duschwanne, die eine Standfläche mit einem rutschhemmenden
Antislip-Belag aufweist,
- Fig. 2
- ein Verbundmaterial zur Fertigung der in Fig. 1 dargestellten Oberfläche der Sanitärwanne,
- Fig. 3
- den Schichtenaufbau des in Fig. 2 dargestellten Verbundmaterials in einer stark vereinfachten,
sehr schematischen Darstellung,
[0015] Die in Fig. 1 dargestellte Sanitärwanne besteht aus Metall und weist eine emaillierte
Oberfläche 1 auf. Die emaillierte Oberfläche 1 ist in zumindest einem Abschnitt mit
einem rutschhemmenden Antislip-Belag 2 versehen, der durch Einbrennen fest mit der
emaillierten Oberfläche 1 verbunden ist. Auf der emaillierten Oberfläche 1 ist unterhalb
des Antislip-Belags 2 ein drucktechnisch erzeugtes Druckbild 3 aufgebracht.
[0016] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Aritislip-Belag 2
aus einem durchscheinenden Material und weist eine raue Oberfläche auf. Der Antislip-Belag
ist in Form eines beispielsweise wellenförmigen Musters auf der emaillierten Oberfläche
1 appliziert, wobei das Druckbild 3 Bildelemente 4 aufweisen kann, die von dem Muster
des rutschhemmenden Belags abweichen. Die drucktechnisch erzeugten Bildelemente 4
und die raue matte Oberfläche des in einem Muster aufgetragenen Antislip-Belags 2
ergänzen sich zu einem beispielsweise floralen Motiv. Das Druckbild 3 umfasst zusätzliche
farbige Flächen, die konturgenau unter den von dem Antislip-Belag 2 bedeckten Flächen
angeordnet sind und im Zusammenspiel mit dem Antislip-Belag 2 als matte, farbig gestaltete
Fläche erscheinen. Es versteht sich, dass die farbig gestalteten Fläche auch in grau
oder schwarz gestaltet sein können. Alle umgebenden Flächen 5 und Zwischenräume 6
zwischen den mit einem Antislip-Belag 2 versehenen Flächen weisen eine hochglänzende,
emaillierte Oberfläche1 auf, die farbig oder mit Motiven bedruckt ist.
[0017] Zur Herstellung der in Fig. 1 dargestellten rutschfesten Standfläche wird ein Verbundmaterial
7 verwendet, das in Fig. 2 in der Draufsicht und Fig. 3 in einer stark vereinfachten
Schnittdarstellung gezeigt ist. Das Verbundmaterial 7 besteht aus einem Farbträger
8 und einer Trägerschicht 9, wobei der Farbträger 8 auf seiner der Trägerschicht 9
zugewandten Innenseite mit einer temperaturbeständigen Farbe 10 bedruckt sowie mit
einem flächig oder in einem Muster applizierten anorganischen Antislip-Belag 2 beschichtet
ist. Die Druckfarbe 10 und der Antislip-Belag 2 haften fest an der Trägerschicht 9,
die aus einem Acrylharz besteht. Die Umrisse 11 der Trägerschicht wird an die Flächen
des Druckbildes 3 und die mit einem Antislip-Belag 2 beschichteten Flächen angepasst.
Der Farbträger 8 ist von der bedruckten und mit dem Antislip-Belag 2 beschichteten
Trägerschicht 9 ablösbar und besteht aus einer Folie oder Papier. Der Farbträger weist
auf der zu bedruckenden Seite eine Releaseschicht 12 aus einem Haftklebstoff auf,
die an der bedruckten und mit dem Antislip-Belag 2 versehenen Seite der Trägerschicht
9 haftet, wenn die Trägerschicht 9 von dem Farbträger 8 abgelöst wird. Die Trägerschicht
9 weist eine Dicke von beispielsweise 20 µm bis 30 µm auf. Die Releaseschicht 12 wird
als Klebefolie genutzt, um das an der Trägerschicht 9 fixierte Druckbild 3 und die
ebenfalls an der Trägerschicht fixierten Flächen aus dem Antislip-Belag 2 nach dem
Ablösen des Farbträgers an der emaillierten Oberfläche der Sanitärwanne zu fixieren.
[0018] Das in den Fig. 2 und 3 gestellte Verbundmaterial 7 wird auf folgende Weise hergestellt.
Zunächst wird der Farbträger 8 mit einer temperaturfesten Farbe 10 bedruckt. Auf dem
bedruckten Farbträger 8 wird danach ein rutschhemmender Antislip-Belag 2 aus anorganischen
Materialien flächig oder in einem Muster aufgebracht. Auf die bedruckte und mit dem
Antislip-Belag versehene Seite des Farbträgers 8 wird eine Lackschicht aufgebracht,
die zu der Trägerschicht 9 aushärtet. Die Bedruckung des Farbträgers 8 erfolgt vorzugsweise
im Siebdruckverfahren, wobei auch andere herkömmliche Druckverfahren nicht ausgeschlossen
sein sollen. Als Druckfarbe für die Bedruckung des Farbträgers wird eine Paste mit
anorganischen Farb-Pigmenten verwendet. Als Antislip-Belag 2 kann eine körnige keramische
Masse mit Glaskörpern verwendet werden, die beim späteren Einbrennvorgang aufschmelzen
und die körnigen keramischen Bestandteile binden.
[0019] Nachdem die Trägerschicht 9 von dem Farbträger 8 abgelöst und auf einer emaillierten
Oberfläche 1 der Sanitärwanne appliziert worden ist, werden der Antislip-Belag 2 und
das Druckbild 3 bei einer Temperatur von über 600° C, vorzugsweise bei einer Temperatur
im Bereich von 800 bis 820° C, in die emaillierte Oberfläche 1 der Sanitärwanne eingebrannt.
Dabei verbrennt die Trägerschicht 9 sowie die für die Fixierung verwendete Releaseschicht
12 rückstandsfrei.
1. Sanitärwanne aus Metall mit einer emaillierten Oberfläche (1), wobei die emaillierte
Oberfläche (1) in zumindest einem Abschnitt mit einem rutschhemmenden Antislip-Belag
(2) versehen ist, der durch Einbrennen fest mit der emaillierten Oberfläche (1) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der emaillierten Oberfläche (1) unterhalb des Antislip-Belags (2) ein drucktechnisch
erzeugtes Druckbild (3) aufgebracht ist.
2. Sanitärwanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) aus einem durchscheinenden Material besteht.
3. Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) großflächig oder in Form eines Musters auf der emaillierten
Oberfläche (1) appliziert ist.
4. Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) konturdeckend über dem Druckbild (3) angeordnet ist.
5. Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) eine über die Außenabmessungen des Druckbildes (3) überstehende
Fläche bedeckt.
6. Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) in Form eines Musters auf der emaillierten Oberfläche (1)
appliziert ist und dass das Druckbild (3) Bildelemente (4) aufweist, die von dem Muster
des Antislip-Belags (2) abweichen, wobei die Bildelemente (4) und die raue matte Oberfläche
des in einem Muster aufgetragenen Antislip-Belags (2) sich zu einem Motiv ergänzen.
7. Sanitärwanne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbild (3) zusätzliche farbige Flächen umfasst, die konturgenau unter den
von dem Antislip-Belag (2) bedeckten Flächen angeordnet sind.
8. Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Druckbild (3) eine säure- und laugenbeständige Schutzschicht angeordnet
ist.
9. Verfahren zur Herstellung einer Sanitärwanne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
- ein Farbträger (8) mit einer temperaturfesten Farbe bedruckt wird,
- auf dem bedruckten Farbträger (8) ein rutschhemmender Antislip-Belag (2) aus anorganischen
Materialien flächig oder in einem Muster aufgebracht wird,
- auf die bedruckte und mit dem Antislip-Belag (2) versehene Seite des Farbträgers
(8) eine Lackschicht aufgebracht wird, die zu einer Trägerschicht (9) aushärtet,
- die Trägerschicht (9) von dem Farbträger (8) abgelöst und auf einer emaillierten
Oberfläche (1) der Sanitärwanne appliziert wird, wobei der Antislip-Belag (2) und
das zuvor auf dem Farbträger (8) aufgedruckte Druckbild (3) an der Trägerschicht (9)
haften sowie an der emaillierten Oberfläche (1) der Sanitärwanne zur Anlage kommen,
und
- der Antislip-Belag (2) und das Druckbild (3) bei einer Temperatur von über 600°
C in die emaillierte Oberfläche (1) der Sanitärwanne eingebrannt werden, wobei die
Trägerschicht (9) verbrennt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Farbträger (8) eine Folie oder Papier verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbträger (8) auf der zu bedruckenden Seite eine Releaseschicht (12) aus einem
Haftklebstoff aufweist, die an der bedruckten und mit dem Antislip-Belag (2) versehenen
Seite der Trägerschicht (9) haftet, wenn die Trägerschicht (9) von dem Farbträger
(8) abgelöst wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbträger (8) im Siebdruckverfahren bedruckt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfarbe für die Bedruckung des Farbträgers (8) eine Paste mit anorganischen
Farb-Pigmenten verwendet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Antislip-Belag (2) eine Glaskörper enthaltende körnige keramische Masse verwendet
wird, wobei die Glaskörper beim Einbrennen aufschmelzen und die körnigen keramischen
Bestandteile binden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) und das Druckbild (3) bei einer Einbrenntemperatur von 800
bis 820° C in die emaillierte Oberfläche eingebrannt werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass für die Trägerschicht (9) ein Lack auf Acrylharzbasis verwendet wird.
17. Verbundmaterial (7) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis
16, bestehend aus einem Farbträger (8) und einer Trägerschicht (9), wobei der Farbträger
(8) auf seiner der Trägerschicht (9) zugewandten Innenseite mit einer temperaturbeständigen
Farbe (10) bedruckt sowie mit einem flächig oder in einem Muster applizierten anorganischen
Antisfip-Belag (2) beschichtet ist, wobei die Farbe (10) und der Antislip-Belag (2)
fest an der Trägerschicht (9) haften und der Farbträger (8) von der bedruckten und
mit dem Antislip-Belag (2) beschichteten Trägerschicht (9) ablösbar ist.
18. Verbundmaterial nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbträger (8) aus einer Folie oder Papier besteht und auf der zu bedruckenden
Seite eine Releaseschicht (12) aus einem Haftklebstoff aufweist.
19. Verbundmaterial nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Antislip-Belag (2) aus einer im Siebdruckverfahren verarbeitbaren Masse besteht,
die eine Mischung aus Glaskörpern und körnigen keramischen Materialien, die eine höhere
Schmelztemperatur als die Glaskörper aufweisen, umfasst.
20. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (9) aus einem Acrylharz besteht.
21. Verbundmaterial nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der bedruckten Fläche und dem Antislip-Belag (2) eine säure- und laugenbeständige
Schutzschicht angeordnet ist.