[0001] Die Erfindung betrifft ein kraftgetriebenes Handwerkzeug mit einem Gehäuse, mit einer
Arbeitsspindel zum Antrieb eines Werkzeuges, wobei das Werkzeug zwischen einem werkzeugseitigen
Ende der Arbeitsspindel und einem Befestigungselement fixierbar ist, mit einer Verschiebeeinrichtung
mit einem um eine Schwenkachse verschwenkbaren Spannhebel zur Verschiebung des Befestigungselements
zwischen einer Lösestellung, in der das Befestigungselement von der Arbeitsspindel
lösbar ist, und einer Spannstellung, in der das Befestigungselement gegen die Arbeitsspindel
durch eine Feder gespannt ist.
[0002] Ein derartiges kraftgetriebenes Handwerkzeug mit einer Spanneinrichtung zum manuellen
Spannen eines Werkzeuges ist aus der
WO 00 2005 102605 A1 bekannt.
[0003] Bei dem bekannten Handwerkzeug kann es sich um einen Winkelschleifer oder um ein
Handwerkzeug mit einer oszillierend angetriebenen Arbeitsspindel handeln. Das Handwerkzeug
weist eine hohl ausgebildete Arbeitsspindel mit einem darin verschiebbaren Spannschaft
auf, der mittels einer Spanneinrichtung zwischen einer Spannstellung und einer Lösestellung
verschiebbar ist. In der Spannstellung wird ein Werkzeug, bspw. eine Schleifscheibe,
mit Hilfe des Spannschaftes gegen einen Befestigungsabschnitt auf der Arbeitsspindel
gespannt und nach Bewegen der Spanneinrichtung in die Spannstellung unter Federkraft
gehalten.
[0004] Eine derartige Spannvorrichtung ist für die beschriebenen Anwendungsfälle zum Spannen
eines Werkzeuges ausreichend. Es hat sich aber gezeigt, dass zwar eine zuverlässige
Befestigung des Werkzeuges gegeben ist, jedoch die Handhabung der Verschiebeeinrichtung
beim Übergang von der Löse- in die Spannstellung beeinträchtigt ist. Die Verschiebeeinrichtung
ist derart ausgelegt, dass ein selbsttätiges sicheres Spannen des Werkzeuges gegenüber
der Arbeitsspindel gewährleistet wird, sobald der Spannhebel aus der Lösestellung
geschwenkt wird. Hierbei treten Kräfte auf, die bewirken, dass der Spannhebel abrupt
in die Spannstellung übergeht. Dieses schnelle Umschlagen des Spannhebels beeinträchtigt
den Betätigungskomfort.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein kraftgetriebenes
Handwerkzeug der eingangs genannten Art anzugeben, mit einfacher Handhabung, zuverlässiger
Befestigung des Werkzeuges, das weiterhin ein einfaches Wechseln des Werkzeuges ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem kraftgetriebenen Handwerkzeug gemäß der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass eine mit dem Spannhebel zusammenwirkende Hemmeinrichtung
zur Hemmung der Schwenkbewegung des Spannhebels zwischen der Löse- und der Spannstellung
vorgesehen ist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß kann nämlich der Übergang des Spannhebels von der Löse- in die Spannstellung
beeinflusst werden, um ein schnelles Umschlagen des Spannhebels zu vermeiden. Auf
diese Weise vereinfacht sich die Handhabung, während die Zuverlässigkeit der Befestigung
des Werkzeuges beibehalten wird. Ein einfaches Wechseln des Werkzeuges ist weiterhin
ermöglicht.
[0009] Im Sinne dieser Anmeldung ist unter Lösestellung diejenige Stellung der Verschiebeeinrichtung
zu verstehen, bei der das Befestigungselement derart verschoben ist, dass das Werkzeug
lösbar ist. Dementsprechend ist die Spannstellung diejenige Stellung, bei der die
Verschiebeeinrichtung und das Befestigungselement derart angeordnet sind, dass das
Werkzeug sicher gegen die Arbeitsspindel gespannt ist.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Hemmeinrichtung mindestens
ein elastisches Hemmelement und eine relativ dazu bewegliche Gegenkontur auf.
[0011] Hierdurch kann die zur Hemmung der Schwenkbewegung des Spannhebels erforderliche
Kraft durch einfache geometrische Ausgestaltung der Gegenkontur abhängig von der jeweiligen
Relativlage zum Hemmelement kontrolliert aufgebracht werden. Der abrupte Übergang
des Spannhebels zwischen Löse- und Spannstellung wird unterbunden. Der Wechsel des
Werkzeuges vereinfacht sich.
[0012] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Gegenkontur in einem Schwenkbereich
des Spannhebels zwischen Lösestellung und Spannstellung zum kraftschlüssigen Zusammenwirken
mit dem Hemmelement ausgebildet.
[0013] Auf diese Weise kann das schnelle Umschlagen des Spannhebels zwischen Lösestellung
und Spannstellung unterbunden werden, indem über kraftschlüssigen Kontakt zwischen
Gegenkontur und Hemmelement eine Kraft aufgebracht wird, welche die Bewegung des Spannhebels
zwischen Lösestellung und Spannstellung hemmt. Hierdurch vereinfacht sich die Handhabung
des Handwerkzeuges.
[0014] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist die Gegenkontur in der Spannstellung
des Spannhebels eine Rastposition für das Hemmelement auf.
[0015] Auf diese Weise wird die Spannstellung durch das Hemmelement zusätzlich gesichert.
Auf weitere Elemente zur Sicherung der Spannstellung des Spannhebels kann verzichtet
werden, es ergibt sich ein noch kostengünstigerer Aufbau des Handwerkzeuges.
[0016] Des Weiteren kann durch das Zusammenwirken der Gegenkontur mit der Rastposition mit
dem Hemmelement in der Spannstellung des Spannhebels eine Sicherung der Spannstellung
ohne zusätzlichen Krafteintrag durch das Hemmelement bewirkt werden. Dies kann ermöglicht
werden, indem das Hemmelement einen Totpunkt auf der Gegenkontur, bei dem das Hemmelement
eine maximale elastische Verformung erfährt, überwindet und anschließend in einer
Rastposition weitgehend entspannbar ist. Diese Rastposition kann nur durch erneutes
Überwinden des Totpunktes verlassen werden.
[0017] Auf diese Weise lassen sich Einflüsse durch das Hemmelement auf die Spannstellung,
in der das Werkzeug mittels der Feder zwischen dem werkzeugseitigen Ende der Arbeitsspindel
und dem Befestigungselement verspannt ist, vermeiden. Die zuverlässige Befestigung
des Werkzeuges wird weiterhin sichergestellt.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Hemmelement als Metallfeder
ausgebildet.
[0019] Auf diese Weise kann die Hemmeinrichtung als Hemmelement eine Blattfeder aus Flachmaterial
oder eine Biege- oder Torsionsfeder aus Rundmaterial aufweisen. Hierdurch wird ein
kostengünstiger Aufbau des Handwerkzeuges möglich gemacht.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Gegenkontur am Spannhebel
und das Hemmelement am Gehäuse angeordnet.
[0021] Auf diese Weise vereinfacht sich der Aufbau des Handwerkzeuges, da es ermöglicht
ist, direkt bei der Herstellung des Spannhebels die Gegenkontur zu berücksichtigen.
Dies ergibt einen kostengünstigen Aufbau des Handwerkzeuges.
[0022] In zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung ist die Gegenkontur auf einem von der
Schwenkachse aus radial versetzten Umfangsbereich des Spannhebels angeordnet.
[0023] Auf diese Weise ergibt sich ein geringer Platzbedarf der Hemmeinrichtung seitlich
des Spannhebels. Die Elemente der Hemmeinrichtung können in der Lösestellung oder
der Spannstellung vom Spannhebel abgedeckt und geschützt werden.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Gegenkontur auf einer Seitenfläche
des Spannhebels angeordnet.
[0025] Dies kann fertigungstechnisch vorteilhaft sein, z.B. können bei formgebundener Fertigung
des Spannhebels die Gegenkontur und die Kontur für die Schwenkachse in eine Werkzeugrichtung
entformt werden. Weiterhin ergibt sich ein geringer Platzbedarf der Hemmeinrichtung
im radialen Umfangsbereich des Spannhebels.
[0026] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist das Hemmelement am Spannhebel
und die Gegenkontur am Gehäuse angeordnet.
[0027] Durch diese Maßnahme kann es bewirkt werden, dass die Gegenkontur bei der Fertigung
des Gehäuses unmittelbar am Gehäuse angebracht wird. Der Aufbau des Handwerkzeuges
kann sich vereinfachen.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Hemmelement auf der Schwenkachse
angeordnet.
[0029] Auf diese Weise kann das Hemmelement auf der Schwenkachse gelagert und axial gesichert
sein. Es kann auf zusätzliche Elemente zur Befestigung des Hemmelements verzichtet
werden. Dadurch kann ist ein kostengünstiger, weiter vereinfachter Aufbau des Handwerkzeuges
ermöglicht werden.
[0030] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch
in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
vorliegenden Erfindung zu verlassen.
[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges mit einem Oszillationsantrieb
im Bereich des Getriebekopfes in geschnittener Darstellung mit einer Position des
Spannhebels zwischen Lösestellung und Spannstellung;
- Fig. 2
- das Handwerkzeug gemäß Fig. 1 in der Spannstellung;
- Fig. 3
- das Handwerkzeug gemäß Fig. 1 in der Lösestellung;
- Fig. 4
- einen Teilschnitt einer zweiten Ausführung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges;
- Fig. 5
- einen Teilschnitt einer dritten Ausführung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges;
- Fig. 6
- einen Teilschnitt durch das Handwerkzeug gemäß Fig. 5 längs der Linie VI-VI;
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung eines erfindungsgemäßen Hemmelements;
- Fig. 8
- einen Teilschnitt einer vierten Ausführung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges;
- Fig. 9
- einen Teilschnitt durch das Handwerkzeug gemäß Fig. 8 längs der Linie IX-IX.
[0032] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes kraftgetriebenes Handwerkzeug im Bereich seines
Getriebekopfes geschnitten dargestellt und insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet.
Bei dem Handwerkzeug 10 handelt es sich um einen Oszillationsantrieb zum oszillierenden
Antrieb eines Werkzeuges mit kleinem Verschwenkwinkel und hoher Frequenz um die Längsachse
35 einer Arbeitsspindel 12. Derartige Oszillationsantriebe werden verwendet, um zahlreiche
Spezialarbeiten auszuführen, wozu u.a. das Austrennen von Kraftfahrzeugscheiben mittels
eines oszillierend angetriebenen Messers, das Sägen mit oszillierend angetriebenen
Sägemessern, das Schleifen und vieles mehr gehören. Alternativ könnte es sich um einen
Winkelschleifer handeln mit rotatorisch angetriebener Arbeitsspindel.
[0033] Die Arbeitsspindel 12 weist ein Spindelrohr 14 auf, welches in seinem oberen Bereich
mittels eines Lagers 20 und in seinem unteren Bereich mittels eines Lagers 22 im Gehäuse
16 gelagert ist.
[0034] Zur Befestigung des Werkzeuges 18 am äußeren Ende des Spindelrohres 14 ist eine insgesamt
mit 38 bezeichnete Befestigungseinrichtung vorgesehen, die in eine Öffnung im Werkzeug
18 eingreift. Die Befestigungseinrichtung 38 ist ferner mit dem Spindelrohr 14 verbunden
und in der Spannstellung durch einen Spannschaft 44 gegen die Arbeitsspindel 12 derart
verspannt, dass das Werkzeug 18 durch eine Klemmhülse 58 gegen das äußere Ende des
Spindelrohres 14 verspannt ist. Zur Übertragung der Spannkräfte sind an der Klemmhülse
58 und am Spannschaft 44 der Innenflansch 42 und der Außenflansch 40 vorgesehen. Die
Klemmhülse 58 ist auf dem Spannschaft 44 angeordnet und mittels eines Sicherungsringes
45 gesichert.
[0035] Die zum Verspannen des Werkzeuges 18 notwendige Spannkraft wird über eine Feder 48,
die als Tellerfederpaket ausgebildet ist, aufgebracht. Die Feder 48 ist im Spindelrohr
14 angeordnet, auf einer Federhülse 49 geführt, die mittels eines Sicherungselementes
52 axial im Spindelrohr 14 gesichert ist. Die Feder 48 erzeugt eine Kraft längs der
Ausdehnung des Spannschafts 44, die gegen eine Spannhülse 50 gerichtet ist. Die Spannhülse
50 weist an ihrem Umfang Ausschnitte auf, in denen Klemmstücke 54 entlang einer Schrägfläche
51 geführt werden. Vorteilhaft sind über den Umfang der Spannhülse 50 drei oder vier
Ausschnitte mit Schrägflächen 51 und Klemmstücke 54 in gleichmäßigen Winkelabständen
zueinander vorgesehen. Im Bereich der Spannhülse 50 weist der Spannschaft 44 eine
Verzahnung 46 auf. Die Klemmstücke 54 weisen eine damit korrespondierende Gegenverzahnung
60 auf. Aufgrund der Krafteinwirkung durch die Feder 48 erfährt die Spannhülse 50
eine Verlagerung in Längsrichtung des Spannschaftes 44. An der Schrägfläche 51 ergeben
sich Kraftkomponenten, die zum einen axial zur Längsachse 35 gerichtet sind, zum anderen
radial zur Längsachse 35 gerichtet sind. Die Radialkomponenten bewirken einen Kraftschluss
zusätzlich zum Formschluss der korrespondierenden Verzahnung 46 und der Gegenverzahnung
60. Die Axialkomponente bewirkt eine axiale Verlagerung der Klemmstücke 54 und dadurch
ebenso eine Verlagerung der Befestigungseinrichtung 38 in Richtung des unteren Endes
des Spindelrohres 14. Hierdurch wird die Spannkraft auf die Klemmhülse 58 und das
Werkzeug 18 übertragen und die Befestigung kraftschlüssig gesichert.
[0036] Die Klemmstücke 54 weisen an ihrem oberen Ende Bohrungen 64 auf, in denen Federn
62 angeordnet sind. Die Federn 62 wirken zusammen mit einem Druckstück 31, welches
im oberen Abschnitt des Spindelrohres 14 längsverschiebbar angeordnet ist.
[0037] Das Druckstück 31 weist an seinem oberen Ende eine Kontaktfläche 30 auf. Die Kontaktfläche
30 wirkt zusammen mit einem Exzenter 28, der Bestandteil einer insgesamt mit 24 bezeichneten
Verschiebeeinrichtung ist. Die Verschiebeeinrichtung 24 ist schwenkbar gelagert auf
einer Schwenkachse 32. Die Verschiebeeinrichtung 24 weist einen Spannhebel 26 auf,
über den die Schwenkbewegung des Exzenters 28 um die Schwenkachse 32 aufgebracht wird.
[0038] Neben der Verschiebeeinrichtung 24 ist eine Hemmeinrichtung, insgesamt mit 66 bezeichnet,
angeordnet. Die Hemmeinrichtung 66 weist ein Hemmelement 68, das mit einer Gegenkontur
70, die dem Spannhebel 26 zugeordnet ist, zusammenwirkt, auf. Das Hemmelement 68,
in Form einer gebogenen Blattfeder, ist mittels eines Befestigungselementes 72, in
Form einer Schraube, die in ein Gewinde 74 eingedreht ist, am Gehäuse 16 befestigt.
[0039] In der Fig. 1 ist ein Versatz zwischen der Längsachse 35 und der senkrecht dazu angeordneten
Schwenkachse 32 erkennbar. Dieser Versatz und die Ausgestaltung des Exzenters 28 in
der gezeigten Position des Spannhebels 26 bewirken zusammen mit der Kraft der Feder
48, die mittels der Spannhülse 50 auf das Druckstück 31 übertragen wird, ein Schwenkmoment
im Uhrzeigersinn um die Schwenkachse 32. Dieses Schwenkmoment unterstützt das Schwenken
des Spannhebels 26 aus einer Lösestellung in eine Spannstellung. Hierdurch wird ein
sicheres verlässliches Spannen des Werkzeuges 18 gewährleistet. Das Verschwenken geschieht
sehr abrupt. In der in Fig. 1 gezeigten Position des Spannhebels 26 tritt das Hemmelement
68 in Kontakt mit einer Gegenkontur 70 auf dem Spannhebel 26. Hierdurch wird eine
Hemmkraft bewirkt, welche die abrupte Schwenkbewegung hemmt.
[0040] Es versteht sich, dass das schnelle Umschlagen des Spannhebels 26 auch durch andere
Umstände bewirkt werden kann, welche nicht den hier beispielhaft dargestellten entsprechen.
[0041] In Fig. 2 ist das erfindungsgemäße Handwerkzeug aus Fig. 1 in einer Spannstellung,
gekennzeichnet durch die neue Lage des Spannhebels 26', dargestellt und insgesamt
mit 10' bezeichnet. In der dargestellten Spannstellung besteht kein Kontakt zwischen
dem Exzenter 28 und der Kontaktfläche 30 des Druckstückes 31. Folglich muss der Spannhebel
26' auf seiner Schwenkbahn geführt werden, um nicht selbsttätig eine Schwenkbewegung
ausführen zu können. Die Gegenkontur 70 weist einen Totpunkt, einen Punkt mit einem
maximalen Abstand von der Schwenkachse 32 auf, den das Hemmelement 68 überwinden muss,
wenn der Spannhebel 26 in die Spannstellung geschwenkt wird. Es liegt nun, wie in
Fig. 2 dargestellt, eine Rastposition vor, in der das Hemmelement 68 weitgehend entspannt
ist. Beim Verschwenken aus dieser Rastposition muss das Hemmelement 68 wiederum den
Totpunkt auf der Gegenkontur 70 überwinden. Folglich ist der Spannhebel 26' gesichert.
In der Spannstellung des Spannhebels 26' ist die Hemmeinrichtung 66 vom Spannhebel
26' überdeckt und somit von außen nicht sichtbar.
[0042] Das Handwerkzeug aus Fig. 1 ist in Fig. 3 in einer Lösestellung zum Lösen des Werkzeuges,
gekennzeichnet durch die Lage des Spannhebels 26", dargestellt und insgesamt mit 10"
bezeichnet. Die zum Lösen des Werkzeuges erforderliche Verschiebung des Druckstückes
31 wird durch Kontakt der Kontaktfläche 30 des Druckstückes 31 mit dem Exzenter 28
im Bereich seiner größten radialen Ausdehnung bewirkt. Das Drückstück 31 verschiebt
die Spannhülse 50 gegen die Feder 48 derart, dass entlang der Schrägfläche 51 kein
Kontakt mehr zwischen der Spannhülse 50 und dem Klemmstück 54 besteht (hier nicht
dargestellt). Demzufolge kann durch Zug an der Befestigungseinrichtung 38 die Verzahnung
46 des Spannschaftes 44 axial aus dem Formschluss mit der Gegenverzahnung ausrücken,
die Klemmstücke 54 werden dabei radial nach außen verlagert. Die Befestigungseinrichtung
38 kann aus der Öffnung des Spindelrohres 14 entnommen und das Werkzeug 18 kann gewechselt
werden.
[0043] In Fig. 4 ist eine zweite Ausführung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges dargestellt.
Der Spannhebel 26 befindet sich wiederum in einer Schwenkposition zwischen der Lösestellung
und der Spannstellung. Die Hemmeinrichtung 66, versehen mit einem als gebogene Blattfeder
ausgebildeten Hemmelement 68 und einem Befestigungselement 72, ist nahe der Stirnseite
des Gehäuses 16 des Handwerkzeuges mit einem radialen Abstand von der Schwenkachse
32 angeordnet. In der Lösestellung des Spannhebels 26 wird die Hemmeinrichtung 66
von dem Spannhebel 26 verdeckt. Die Gegenkontur 70 ist wiederum auf einem radial zur
Schwenkachse 32 versetzten Umfangsbereich des Spannhebels 26 ausgebildet, beispielhaft
versehen mit einer Geometrie zum Zusammenwirken mit dem Hemmelement 68. In der gezeigten
Position des Spannhebels 26 erfolgt ein kraftschlüssiges Zusammenwirken zwischen dem
Hemmelement 68 und der Gegenkontur 70, derart, dass ein schnelles Umschlagen des Spannhebels
26 von der Lösestellung in die Spannstellung gehemmt wird.
[0044] Eine dritte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges ist in Fig. 5 und,
als Schnitt entsprechend der Linie VI-VI in Fig. 5, in Fig. 6 dargestellt. Auch hier
befindet sich der Spannhebel 26 in einer Schwenkposition zwischen Lösestellung und
Spannstellung. Die Hemmeinrichtung 66 weist erneut ein als gebogene Blattfeder ausgeführtes
Hemmelement 68 auf. Die Gegenkontur 70 ist entlang zweier Seitenflächen 33 und 34
des Spannhebels 26 angeordnet, während der Exzenter 28 weiterhin in einem von der
Schwenkachse 32 aus radial versetzten Umfangsbereich des Spannhebels 26 ausgebildet
ist. Die Gegenkontur 70 ist auch hier zum stellungsabhängigen Zusammenwirken mit dem
Hemmelement ausgelegt. Rastpositionen zur Lagesicherung des Spannhebels 26 in verschiedenen
Stellungen sind in Fig. 5 und Fig. 6 durch Vertiefungen 71 an den Seitenflächen 33
und 34 gekennzeichnet.
[0045] Fig. 7 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines erfindungsgemäßen Hemmelements 68.
Es handelt sich um eine gebogene Blattfeder. Das Hemmelement 68 weist eine Bohrung
76 zum Durchführen eines Befestigungselements 72 auf. Es sind weiterhin ein stirnseitiger
Federabschnitt 78 und zwei seitliche Federabschnitte 80 und 82 vorgesehen. Der stirnseitige
Federabschnitt 78 wirkt mit einer Gegenkontur 70 zusammen, die an einem radial zur
Schwenkachse 32 versetzten Umfangsbereich des Spannhebels 26 ausgebildet ist. Die
seitlichen Federabschnitte 80 und 82 greifen ein in eine Gegenkontur 70, die auf den
Seitenflächen 33, 34 des Spannhebels 26 angeordnet ist. Mittels der beiden seitlichen
Federabschnitte 80 und 82 und dem stirnseitigen Federabschnitt 78 lassen sich viele
Wirkflächenpaarungen realisieren, wodurch die Hemmung der Schwenkbewegung ausgeprägter
erfolgen kann und gezielter steuerbar ist. Alternativ ist vorstellbar, dass z.B. der
stirnseitige Federabschnitt 78 nur dem kraftschlüssigen Zusammenwirken mit dem Spannhebel
26 in einem Schwenkbereich zwischen der Lösestellung und der Spannstellung dient,
und die seitlichen Federabschnitte 80 und 82 nur dem Zusammenwirken mit Rastpositionen
auf der Gegenkontur 70 zur Lagesicherung der Spannstellung des Spannhebels 26 dienen.
Zusätzlich weist das dargestellte Hemmelement 68 ein Formschlusselement 84 für die
Lageorientierung und die Lage- und Verdrehsicherung am Gehäuse 16 auf.
[0046] Eine vierte Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Handwerkzeuges ist in Fig. 8 und,
als Schnitt entlang der Linie IX-IX in Fig. 8, in Fig. 9 dargestellt. Der Spannhebel
26 ist ebenso in einer Schwenkposition zwischen Lösestellung und Spannstellung gezeigt.
Das Hemmelement 68, ausgeführt als gebogene Drahtfeder, ist auf der Schwenkachse 32
angeordnet. Das Hemmelement 68 weist einen Endbereich 86 zur Abstützung am Gehäuse
16 auf. Das Hemmelement 68 kommt wiederum in Kontakt mit einer Gegenkontur 70, die
an einem radial zur Schwenkachse 32 versetzten Umfangsbereich des Spannhebels 26 ausgebildet
ist. Auch hier ist ein stellungsabhängiges Zusammenwirken des Hemmelementes 68 und
der Gegenkontur 70 ermöglicht.
1. Kraftgetriebenes Handwerkzeug (10) mit einem Gehäuse (16), mit einer Arbeitsspindel
(12) zum Antrieb eines Werkzeuges (18), wobei das Werkzeug (18) zwischen einem werkzeugseitigen
Ende der Arbeitsspindel (12) und einer Befestigungseinrichtung (38) fixierbar ist,
mit einer Verschiebeeinrichtung (24) mit einem um eine Schwenkachse (32) verschwenkbaren
Spannhebel (26) zur Verschiebung der Befestigungseinrichtung (38) zwischen einer Lösestellung,
in der die Befestigungseinrichtung (38) von der Arbeitsspindel (12) lösbar ist, und
einer Spannstellung, in der die Befestigungseinrichtung (38) gegen die Arbeitsspindel
(12) durch eine Feder (48) gespannt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Spannhebel (26) zusammenwirkende Hemmeinrichtung (66) zur Hemmung der
Schwenkbewegung des Spannhebels (26) zwischen der Löse- und der Spannstellung vorgesehen
ist.
2. Handwerkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hemmeinrichtung (66) mindestens ein elastisches Hemmelement (68) und eine relativ
dazu bewegliche Gegenkontur (70) aufweist.
3. Handwerkzeug (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontur (70) in einem Schwenkbereich des Spannhebels (26) zwischen Lösestellung
und Spannstellung zum kraftschlüssigen Zusammenwirken mit dem Hemmelement (68) ausgebildet
ist.
4. Handwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontur (70) in der Spannstellung des Spannhebels (26) eine Rastposition
für das Hemmelement (68) aufweist.
5. Handwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmelement (68) als Metallfeder ausgebildet ist.
6. Handwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontur (70) am Spannhebel (26) und das Hemmelement (68) am Gehäuse (16)
angeordnet ist.
7. Handwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontur (70) auf einem von der Schwenkachse (32) aus radial versetzten Umfangsbereich
des Spannhebels (26) angeordnet ist.
8. Handwerkzeug (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenkontur (70) auf einer Seitenfläche (33, 34) des Spannhebels (26) angeordnet
ist.
9. Handwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmelement (68) am Spannhebel (26) und die Gegenkontur (70) am Gehäuse (16)
angeordnet ist.
10. Handwerkzeug (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Hemmelement (68) auf der Schwenkachse (32) angeordnet ist.