[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckturm mit mindestens zwei übereinander angeordneten
Druckwerken und mit mindestens einer Hebebühne gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Durch die
WO 2004/080718 A1 ist ein Druckturm mit mindestens zwei übereinander angeordneten Druckwerken bekannt,
welcher mindestens eine Hebebühne zum Verbringen von Bedienpersonal in unterschiedliche
Höhen entsprechend den unterschiedlich hoch angeordneten Druckwerken aufweist.
[0003] Die
DE 198 33 468 A1 offenbart einen Druckturm mit zwei auseinanderfahrbaren Gestellhälften. Im auseinander
gefahrenen Zustand des Druckturms ist zwischen den Gestellhälften eine heb- und senkbare
Arbeitsbühne angeordnet. Einzelheiten über den Ort der Arbeitsbühne, insbesondere
bei geschlossenem Zustand wird keine Angabe gemacht.
[0004] Aus der
DE 94 21 112 U1 ist ein Druckturm mit mehreren übereinander angeordneten Druckwerken bekannt, wobei
die Druckwerke in Seitengestellen gelagert sind, die relativ zueinander in einer horizontalen
Richtung verschiebbar sind.
[0005] Die
US 2004/0182271 A1 beschreibt eine Druckmaschine mit einer zwischen den Seitengestellen verfahrbaren
Hebebühne.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckturm mit mindestens zwei übereinander
angeordneten Druckwerken und mit mindestens einer Hebebühne zu schaffen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Ein Druckturm mit mindestens zwei übereinander angeordneten Druckwerken und mit mindestens
einer Hebebühne zum vorzugsweise Verbringen von Bedienpersonal in unterschiedliche
Höhen entsprechend den unterschiedliche hoch angeordneten Druckwerken verfügt demnach
über mindestens zwei relativ zueinander in einer horizontalen Richtung abstandsveränderbare
Seitengestelle, welche jeweils mindestens zwei übereinander angeordnete Druckwerke
oder Teile beispielsweise Plattenzylinder und/oder Übertragungszylinder und/oder Farbwerke
und/oder Feuchtwerke von mindestens zwei übereinander angeordneten Druckwerken aufnehmen
und von denen zumindest ein Seitengestell zwischen einer Funktionsstellung, in der
die Seitengestelle zusammengeführt sind, und einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander
beabstandet sind, bewegbar ist, wobei eine der Hebebühnen zwischen den beiden sich
in ihrer Öffnungsstellung befindlichen Seitengestellen angeordnet ist.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
die abstandsveränderbaren Seitengestelle eine besonders gute Zugänglichkeit der Teile
der Druckwerke im Inneren des Druckturms möglich ist, wodurch Wartungs- und Inspektionsarbeiten
einfach und übersichtlich durchführbar sind, wobei durch die in der Öffnungsstellung
zwischen den Seitengestellen angeordnete Hebebühne die Wartungs-und Inspektionsarbeiten
im Inneren des Druckturms ergonomisch günstig durchgeführt werden können.
[0010] Vorteilhafterweise ergibt sich ein einfacher Aufbau des Druckturms und der Hebebühne,
da insbesondere die Hebebühne außer der Hubbewegung nicht bewegt werden muss. Die
Hebebühne verbleibt versenkt zwischen den Seitengestellen, insbesondere befindet sich
in einfacher Weise die Ruhestellung der Hebebühne unter den verfahrbaren Seitengestellen
(insbesondere zumindest unter dem unteren Übertragungszylinder, vorteilhafterweise
unter dem unteren Übertragungszylinder und unterem Formzylinder).
[0011] In einer alternativen oder ergänzenden Ausführung ist eine Schutzeinrichtung, vorzugsweise
ein Geländerteil zur Verbesserung des Personenschutzes zwischen, vorzugsweise zwei
relativ zueinander beweglichen Seitengestellen angeordnet.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
[0013]
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Druckturms mit relativ zueinander in einer horizontalen
Richtung abstandsveränderbaren Seitengestellen in einer Funktionsstellung in einer
Seitenansicht, mit einer in ihrer Öffnungsstellung zwischen den beiden Seitengestellen
befindlich angeordneten Hebebühne;
- Fig. 2
- eine dahingehend vereinfachte Darstellung des Druckturms aus Fig. 1, dass Farb- und
Feuchtwerke sowie Platten- und Übertragungszylinder der Druckwerke nicht dargestellt
sind;
- Fig. 3
- den Druckturm aus Fig. 2 mit der Hebebühne in ihrer unteren Ruheposition;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Druckturms aus Fig. 3;
- Fig. 5
- den Druckturm aus Fig. 3 mit der Hebebühne in einer angehobenen Arbeitsposition;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung des Druckturms aus Fig. 5;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer als Scherenhubtisch ausgebildeten, zwischen den
beiden sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen Seitengestellen angeordneten Hebebühne
in einer Seitenansicht;
- Fig. 8
- die Hebebühne aus Fig. 7 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung einer als Aufzug ausgebildeten, zwischen den beiden
sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen Seitengestellen angeordneten Hebebühne
in einer Seitenansicht.
[0014] Ein in Fig. 1 dargestellter Druckturm 01 besteht in einer Seitenansicht im Wesentlichen
aus jeweils zwei relativ zueinander in einer horizontalen Richtung abstandsveränderbaren
Seitengestellen 11; 12, welche jeweils vier übereinander angeordnete Druckwerke 03;
04 oder Teile hiervon, wie etwa Formzylinder 02; 14, insbesondere Plattenzylinder
02; 14, Übertragungszylinder 05; 06, Feucht- und/oder Farbwerke 07; 08 aufnehmen.
Ein Seitengestell 12 ist zwischen einer Funktionsstellung, in der die Seitengestelle
11; 12 zusammengeführt sind, und einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander beabstandet
sind, bewegbar. In der Öffnungsstellung wird zwischen den beiden Seitengestellen ein
begehbarer Zwischenraum gebildet.
[0015] An beiden außen liegenden Seiten des Druckturms 01 ist vorzugsweise jeweils eine
Hebebühne 09; 10 zum Verbringen von Bedienpersonal in unterschiedliche Höhen entsprechend
den unterschiedliche hoch angeordneten Druckwerken 03; 04 vorgesehen. Eine weitere
Hebebühne 13 ist vorgesehen, welche zwischen den beiden sich in ihrer Öffnungsstellung
befindlichen Seitengestellen 11; 12 angeordnet ist. Mit den Hebebühnen 09; 10; 13
ist eine optimale Bedienung in ergonomischer Haltung möglich, beispielsweise zum Plattenvorlegen
sowie für Wartungs- und Reinigungsarbeiten.
[0016] Der Druckturm 01 ist als 4er oder 8er Druckturm ausgebildet und arbeitet nach einem
Offsetverfahren. Die übereinander angeordneten Druckwerke 03; 04 des Druckturms 01
sind als Doppeldruckwerke 46 ausgebildet, wobei der Druckturm 01 durch die abstandsveränderbaren
Seitengestelle 11; 12 zumindest im Wesentlichen in der Berührungsebene der aneinander
anliegenden Übertragungszylinder 05; 06 der Doppeldruckwerke 46 teilbar ist. Der vorzugsweise
für den Zeitungsdruck vorgesehene Druckturm 01 ist vier Druckformen breit ausgebildet
und ist vorzugsweise als 4/2-Druckeinheit ausgebildet. Der Druckturm 01 kann auch
sechs Druckformen breit ausgebildet sein, wobei er vorzugsweise als 6/2-Druckeinheit
ausgebildet ist. Ebenfalls ist denkbar, dass der Druckturm als 4/1- oder als 5/2-Druckeinheit
ausgebildet ist.
[0017] In jedem Seitengestell 11; 12 sind mehrere, vorzugsweise 4 Druckwerke 03; 04 übereinander
angeordnet. Jedes Druckwerk 03; 04 weist vorzugsweise zumindest eine Formzylinder
02; 14, einen Übertragungszylinder 05; 06 und ein Farbwerk 07; 08 auf. Zusätzlich
kann jeweils ein Feuchtwerk vorgesehen sein. Je zwei horizontal gegenüber liegende
Druckwerke 03; 04 bilden ein Doppeldruckwerk 46 und bedrucken gleichzeitig eine Bahn
beiderseits.
[0018] Die Anordnung der zwischen den beiden sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen
Seitengestellen 11; 12 angeordneten Hebebühne 13 wird ausführlich anhand der Fig.
2 bis 5 beschrieben, worin der Druckturm 01 mit Hebebühne 13 dahingehend vereinfacht
dargestellt ist, dass Farb- 07; 08 und/oder Feuchtwerke sowie Platten- 02; 14 und
Übertragungszylinder 05; 06 der Druckwerke 03; 04 ebenso wie die Hebebühnen 09; 10
an den beiden außen liegenden Seite des Druckturms 01 nicht dargestellt sind.
[0019] In Fig. 2 befinden sich die zwei abstandsveränderbaren Seitengestelle 11; 12 in ihrer
Funktionsstellung, so dass die Übertragungszylinder 05; 06 der Druckwerke 03; 04 (Fig.
1) in einer Berührungsebene, insbesondere unter Zwischenschaltung einer Bedruckstoffbahn,
aneinander anliegen und/oder anliegen können. In den Fig. 3 bis 6 befinden sich die
zwei abstandsveränderbaren Seitengestelle 11; 12 in ihrer Öffnungsstellung, so dass
die Hebebühne 13 zwischen den in der Öffnungsstellung nicht mehr aneinander anliegenden,
sondern auseinander gefahrenen Übertragungszylindern 05; 06 der Druckwerke 03; 04
aus ihrer Ruheposition (Fig. 3 und 4) in mindestens eine Arbeitsposition definierter
Höhe anhebbar ist (Fig. 5 und 6). Die beiden Seitengestelle 11; 12 sind auf einem
Fundament 35 angeordnet. Dabei ist das Seitengestell 11 gegenüber dem Fundament 35
ortsfest, und das Seitengestell 12 gegenüber dem Fundament 35 bewegbar ausgebildet.
Die Hebebühne 13 ist in eine untere Ruheposition absenkbar, in der die geöffneten
Seitengestelle 11; 12 in ihre geschlossene Funktionsstellung verbringbar sind. Dabei
ist die Hebebühne 13 in ihrer unteren Ruheposition außerhalb des Bewegungsbereichs
des bewegbaren Seitengestells 12 angeordnet. Vorzugsweise ist die Hebebühne 13 in
ihrer Ruheposition derart außerhalb des Bewegungsbereichs des bewegbaren Seitengestells
12 angeordnet, dass sie unterhalb des bewegbaren Seitengestells 12 angeordnet ist.
Dabei kann die Hebebühne 13 in ihrer Ruheposition vorzugsweise zwischen den beiden
sich gegenüberliegenden Seitengestellteilen 33; 34 des bewegbaren Seitengestells 12
angeordnet sein (Fig. 4). Die Hebebühne 13 ist in der unteren Ruheposition vorzugsweise
unterhalb eines untersten Druckwerkes 03; 04 angeordnet, insbesondere unterhalb eines
Übertragungszylinders 05; 06 und/oder eines Formzylinders 02; 14 eines untersten Druckwerkes
03; 04. In horizontaler Richtung gesehen, ist die Hebebühne 13 ortsfest angeordnet.
[0020] Die Hebebühne 13 und das Druckwerk 04 und/oder der Übertragungszylinder 06 und /oder
der Formzylinder 14 sind in Draufsicht betrachtet bezogen auf eine horizontale Richtung
überschneidend angeordnet.
[0021] In Fig. 2, in der sich die zwei abstandsveränderbaren Seitengestelle 11; 12 des Druckturms
01 in ihrer Funktionsstellung befinden, und in den Fig. 3 bis 6, in denen sich die
zwei abstandsveränderbaren Seitengestelle 11; 12 des Druckturms 01 in ihrer Öffnungsstellung
befinden, ist darüber hinaus mindestens ein, vorzugsweise der Hebebühne 13 zugeordnetes,
z. B. an mindestens einem Seitengestell 11; 12 angeordnete Schutzeinrichtung 15, z.
B. Geländerteil 15 dargestellt, als Schutzmaßnahme zum Schutz der Bedienpersonals,
insbesondere vor Sturzgefahr in angehobener Arbeitsposition der Hebebühne 13. Dabei
ist das mindestens eine Geländerteil 15 an zwei benachbarten Seitengestellen 11; 12
gehalten. Eine relative Bewegung der zwei benachbarten Seitengestelle 11; 12 bewegt
das mindestens eine Geländerteil 15 in seine Ruheposition (Fig. 2) bzw. seine Funktionsposition
(Fig. 3 bis 6). Dabei ist das mindestens eine Geländerteil 15 durch eine relative
Bewegung der zwei benachbarten Seitengestelle 11; 12 aus einer zumindest im Wesentlichen
zusammengeklappten Ruheposition in eine demgegenüber gestreckte Funktionsposition
bewegbar.
[0022] Mindestens eine, den begehbaren Zwischenraum der beiden in der Öffnungsstellung befindlichen
Seitengestelle 11; 12 begrenzende Schutzeinrichtung 15, die insbesondere als Geländerteil
15 ausgebildet ist, ist in dem Druckturm angeordnet. Dabei ist die Schutzeinrichtung
15 den Zwischenraum in Längsrichtung eines Übertragungszylinders 05; 06 begrenzend
angeordnet. Vorzugsweise ist auf beiden Seiten des Zwischenraums jeweils mindestens
eine Schutzeinrichtung 15 angeordnet ist.
[0023] Jedes Geländerteil 15 umfasst zwei gelenkig miteinander verbundene Schwenkteile 16;
17, von denen eines an einem der beiden Seitengestelle 11 und ein anderes am anderen
der beiden Seitengestelle 12 schwenkbar gelagert ist (Fig. 3 bis 6). Grundsätzlich
ist denkbar, dass das Geländerteil 15 aus mehr als zwei Schwenkteilen 16; 17 besteht.
Die Schwenkteile 16; 17 sind als Stäbe 16; 17 ausgebildet. Die beiden durch die jeweilige
gestellseitige Schwenkachse der Schwenkteile 16; 17 und die gemeinsame Schwenkachse
der Schwenkteile 16; 17 verlaufenden Geraden schließen zwischen sich einen sich nach
unten öffnenden Winkel ein, der sowohl in der Ruheposition, als auch in der Funktionsposition
des Geländerteils 15 kleiner als 180° ist.
[0024] Je nach Höhe des Druckturms 01, Anzahl der übereinander angeordneten Druckwerke 03;
04 und Anzahl an angehobenen Arbeitspositionen definierter Höhe der Hebebühne 13 sind
zwischen den Seitengestellen 11; 12 mindestens zwei Geländerteile 15 vorgesehen, die
übereinander angeordnet sind.
[0025] Da die zwischen den sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen Seitengestellen 11;
12 angeordnete Hebebühne 13 zusätzlich zu einer unteren Ruheposition mindestens eine
angehobene Arbeitsposition definierter Höhe aufweist, sind die Höhenpositionen der
Geländerteile 15 vorzugsweise der jeweiligen Arbeitsposition definierter Höhe zugeordnet.
[0026] Dabei ist grundsätzlich denkbar, dass die Hebebühne 13 genau eine Arbeitsposition
definierter Höhe aufweist und dass dieser angehobenen Arbeitsposition zwei übereinander
angeordnete Geländerteile 15 zugeordnet sind.
[0027] Als weitere Schutzmaßnahmen kann die Hebebühne 13 über mindestens eine Notstopptaste
verfügen, welche bei einer Betätigung eine vertikale Bewegung der Hebebühne 13 unterbricht
und die Hebebühne 13 in ihrer aktuellen Position hält, unabhängig davon, ob es sich
dabei um eine Arbeits- oder Ruheposition, oder um eine beliebige Position dazwischen
handelt. Eine Notstopptaste kann an einem oder an allen Geländerteilen 15 angeordnet
sein und/oder an der Hebebühne 13 selbst. Zum Schutz vor Einklemmung kann darüber
hinaus eine beispielsweise umlaufende Schaltleiste als Fußleiste an der Hebebühne
13 montiert sein, welche beispielsweise bei einer Übertretung mit einem Fuß, die Bewegung
der Hebebühne 13 ähnlich oder genau so wie die Notstopptaste unterbricht. Zusätzlich
kann an der Unterseite der Hebebühne 13 eine Sicherheitsplatte angeordnet sein, welche
bei einem Absenken der Hebebühne 13 und einer Berührung mit einem unter der Hebebühne
13 befindlichen Objekt, wie beispielsweise einem Gegenstand, der die Hebebühne 13
beschädigen oder verklemmen könnte, oder einer Person, die durch ein weiters Absenken
der Hebebühne 13 verletzt werden könnte, die Bewegung der Hebebühne 13 ähnlich oder
genau so wie die Notstopptaste unterbricht.
[0028] Vorzugsweise ist die Hebebühne 13 als ein in den Fig. 7 und 8 dargestellter Scherenhubtisch
13 ausgebildet. Der Scherenhubtisch 13 umfasst vorzugsweise zwei miteinander gelenkig
verbundene Scheren 18; 19 bzw. Scherenpaare 18; 19. Der Scherenhubtisch 13 umfasst
darüber hinaus einen unteren Rahmen 20, an dem ein Arm 21 einer Schere 19 bzw. eines
Scherenpaares 19 schwenkbar gelagert ist. Der andere Arm 22 der Schere 19 bzw. des
Scherenpaars 19 ist am unteren Rahmen 20 verschieblich geführt. Hierzu trägt der andere
Arm 22 der Schere 19 bzw. des Scherenpaars 19 vorzugsweise Laufrollen 23. Der Scherenhubtisch
13 umfasst außerdem einen oberen Rahmen 24, an dem ein Arm 25 einer Schere 18 bzw.
eines Scherenpaares 18 schwenkbar gelagert ist. Der andere Arm 26 der Schere 18 bzw.
des Scherenpaars 18 ist am oberen Rahmen 24 verschieblich geführt. Hierzu trägt der
andere Arm 26 der Schere 18 bzw. des Scherenpaars 18 vorzugsweise Laufrollen 28. Der
obere Rahmen 24 trägt darüber hinaus eine Tischplatte 27.
[0029] Zum Bewegen der Hebebühne 13 ist zumindest ein Stellmittel 29, z. B. ein Zylinder
29 vorgesehen. Der Zylinder 29 ist vorzugsweise als Hubzylinder 29 ausgebildet. Der
Zylinder 29 ist vorzugsweise zwischen zwei miteinander gelenkig verbundenen Armen
22; 26 der aus den Scheren 19 und 18 bzw. Scherenpaaren 19 und 18 bestehenden Scherenanordnung
30 des Scherenhubtischs 13 wirkend angeordnet ist. Dabei ist der Zylinder 29 zwischen
zwei gelenkig miteinander verbundenen Armen 22; 26 zweier unterschiedlicher Scheren
19; 18 bzw. Scherenpaaren 19; 18 der Scherenanordnung 30 wirkend angeordnet. Grundsätzlich
ist auch denkbar, dass der Zylinder 29 zwischen zwei gelenkig miteinander verbundenen
Armen 21; 22 bzw. 25; 26 einer Schere 19 bzw. 18 bzw. eines Scherenpaares 19 bzw.
18 der Scherenanordnung 30 wirkend angeordnet ist.
[0030] Vorzugsweise ist ein einziger Zylinder 29 vorgesehen, der mittig zwischen den Scherenpaaren
18; 19 der Scherenanordnung 30 angeordnet ist.
[0031] Vorzugsweise ist der Zylinder 29 an mindestens einem seiner Enden an einem Schwenkhebel
31 schwenkbar gelagert. Der Zylinder 29 ist vorzugsweise mit seinem einen Ende an
einer unteren Schere 19 schwenkbar gelagert wobei der Kolben 32 des Zylinders 29 mit
seinem entgegengesetzten Ende an einer oberen Schere 18 schwenkbar gelagert ist. Dabei
ist vorzugsweise das Ende des Kolbens 32 am Schwenkhebel 31 gelagert, der seinerseits
an der oberen Schere 18 schwenkbar gelagert ist. Der zumindest eine Zylinder 29 ist
vorzugsweise als Hydraulikzylinder 29 ausgebildet.
[0032] Wichtig ist hervorzuheben, dass auch die Hebebühnen 09; 10 als Scherenhubtische ausgebildet
sein können.
[0033] Sowohl die an den außen liegenden Seiten des Druckturms 01 angeordneten Hebebühnen
09 und 10, als auch die zwischen den beiden sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen
Seitengestellen 11; 12 des Druckturms 01 angeordnete Hebebühne 13 können anstelle
als ein Scherenhubtisch beispielsweise auch als ein in Fig. 9 dargestellter, an einer
Führungsschiene 39 oder zwischen mehreren Führungsschienen 39 geführter Aufzug 36
mit Zahnstangen- oder Hubzylinderantrieb ausgeführt sein. Der Aufzug 36 weist eine
Plattform 40 auf, welche mittels in eine oder mehrere vertikale Führungsschienen 39
greifenden Laufrollen 41 in vertikaler Richtung beweglich geführt wird. Beim Zahnstangenantrieb
greift ein Ritzel 37 eines Antriebsmotors in eine Zahnstange 38 und erzeugt bei einer
Betätigung des Antriebsmotors eine lineare Relativbewegung zwischen Zahnstange 38
und Antriebsmotor. Jeder andere geeignete Linearantrieb, wie beispielsweise ein Hydraulikzylinder,
der wie ein Stempel die Plattform 40 nach oben drückt, ist dabei ebenso zum Antrieb
des Aufzugs 36 vorstellbar. Eine Zahnstange 38 kann dabei die Funktion einer Führungsschiene
39 übernehmen oder umgekehrt. Die mindestens eine Führungsschiene 39 bzw. die mindestens
eine Zahnstange 38 ist dabei vorzugsweise am ortsfesten Seitengestell 11 angeordnet.
Am beweglichen Seitengestell 12 ist vorzugsweise keine Führungsschiene 39 bzw. keine
Zahnstange 38 angeordnet.
[0034] Ein beispielsweise zur Verwendung des Aufzugs 36 als eine der an den außen liegenden
Seiten angeordneten Hebebühnen 09 oder 10 vorgesehenes Geländer 42 ist als Schutzmaßnahme
vor Herunterfallen vorgesehen. Als weitere Schutzmaßnahmen kann der Aufzug 36 über
mindestens eine Notstopptaste 45 verfügen, welche bei einer Betätigung eine vertikale
Bewegung des Aufzugs 36 unterbricht und den Aufzug 36 in seiner aktuellen Position
hält, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Arbeits- oder Ruheposition, oder
um eine beliebige Position dazwischen handelt. Eine Notstopptaste 45 kann an dem Geländer
42, oder bei einer Ausführung ohne Geländer 42 vorzugsweise zur Verwendung des Aufzugs
36 als zwischen den beiden sich in ihrer Öffnungsstellung befindlichen Seitengestellen
11; 12 angeordnete Hebebühne 13, an einem oder an allen Geländerteilen 15 angeordnet
sein und/oder am Aufzug 36 selbst.
[0035] Zum Schutz vor Einklemmung kann darüber hinaus eine beispielsweise um die Plattform
40 umlaufende Schaltleiste 43 in Form einer Fußleiste 43 am Aufzug 36 montiert sein,
welche beispielsweise bei einer Übertretung mit einem Fuß, die Bewegung des Aufzugs
36 ähnlich oder genau so wie die Notstopptaste 45 unterbricht. Zusätzlich kann an
der Unterseite des Aufzugs 36 eine Sicherheitsplatte 44 angeordnet sein, welche bei
einem Absenken des Aufzugs 36 und einer Berührung mit einem unter dem Aufzug 36 befindlichen
Objekt, wie beispielsweise einem Gegenstand, der den Aufzug 36 beschädigen oder verklemmen
könnte, oder einer Person, die durch ein weiters Absenken des Aufzugs 36 verletzt
werden könnte, die Bewegung des Aufzugs 36 ähnlich oder genau so wie die Notstopptaste
45 unterbricht.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 01
- Druckturm
- 02
- Plattenzylinder; Formzylinder
- 03
- Druckwerk
- 04
- Druckwerk
- 05
- Übertragungszylinder
- 06
- Übertragungszylinder
- 07
- Farbwerk
- 08
- Farbwerk
- 09
- Hebebühne
- 10
- Hebebühne
- 11
- Seitengestell
- 12
- Seitengestell
- 13
- Hebebühne, Scherenhubtisch
- 14
- Plattenzylinder; Formzylinder
- 15
- Schutzeinrichtung; Geländerteil
- 16
- Schwenkteil, Stab
- 17
- Schwenkteil, Stab
- 18
- Schere, Scherenpaar
- 19
- Schere, Scherenpaar
- 20
- Rahmen, unten
- 21
- Arm
- 22
- Arm
- 23
- Laufrolle
- 24
- Rahmen, oben
- 25
- Arm
- 26
- Arm
- 27
- Tischplatte
- 28
- Laufrolle
- 29
- Stellmittel; Zylinder, Hubzylinder, Hydraulikzylinder
- 30
- Scherenanordnung
- 31
- Schwenkhebel
- 32
- Kolben
- 33
- Seitengestellteil
- 34
- Seitengestellteil
- 35
- Fundament
- 36
- Aufzug
- 37
- Ritzel
- 38
- Zahnstange
- 39
- Führungsschiene
- 40
- Plattform
- 41
- Laufrolle
- 42
- Geländer
- 43
- Schaltleiste, Fußleiste
- 44
- Sicherheitsplatte
- 45
- Notstopptaste
- 46
- Doppeldruckwerk
1. Druckturm (01) mit mindestens zwei übereinander angeordneten Druckwerken (03; 04)
und mit mindestens einer Hebebühne (09; 10; 13), wobei der Druckturm (01) mindestens
zwei relativ zueinander in einer horizontalen Richtung abstandsveränderbare Seitengestelle
(11; 12) umfasst, welche jeweils mindestens zwei übereinander angeordnete Druckwerke
(03; 04) oder Teile (02; 14; 05; 06; 07; 08) von mindestens zwei übereinander angeordneten
Druckwerken (03; 04) aufnehmen und von denen zumindest ein Seitengestell (12) zwischen
einer Funktionsstellung, in der die Seitengestelle (11; 12) zusammengeführt sind,
und einer Öffnungsstellung, in der sie voneinander beabstandet sind, bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine einen begehbaren Zwischenraum der beiden in der Öffnungsstellung
befindlichen Seitengestelle (11; 12) begrenzende Schutzeinrichtung (15) angeordnet
ist.
2. Druckturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung (15) den Zwischenraum bezogen auf eine Längsrichtung eines
Übertragungszylinders (05; 06) begrenzend angeordnet ist.
3. Druckturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Seiten des Zwischenraums jeweils mindestens eine Schutzeinrichtung (15)
angeordnet ist.
4. Druckturm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schutzeinrichtung (15) als Geländerteil (15) ausgebildet ist.
5. Druckturm nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein der Hebebühne (13) zugeordnetes Geländerteil (15) an mindestens einem
Seitengestell (11; 12) angeordnet ist.
6. Druckturm nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Geländerteil (15) an zwei benachbarten Seitengestellen (11; 12)
gehalten ist.
7. Druckturm nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine relative Bewegung zweier benachbarter Seitengestelle (11; 12) das mindestens
eine Geländerteil (15) in seine Ruheposition bzw. seine Funktionsposition bewegt.
8. Druckturm nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Geländerteil (15) aus einer zumindest im Wesentlichen zusammengeklappten
Ruheposition in eine demgegenüber gestreckte Funktionsposition bewegbar ist.
9. Druckturm nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Geländerteil (15) mindestens zwei gelenkig miteinander verbundene
Schwenkteile (16; 17) umfasst, von denen eines der Schwenkteile (16) an einem der
beiden Seitengestelle (11) und ein anderes Schwenkteil (17) am anderen der beiden
Seitengestelle (12) schwenkbar gelagert ist.
10. Druckturm nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Geländerteile (15) vorgesehen sind, die übereinander angeordnet sind.
11. Druckturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zwischen den Seitengestellen (11; 12) angeordnete Hebebühne (13) zusätzlich
zu einer unteren Ruheposition mindestens eine angehobene Arbeitsposition definierter
Höhe aufweist.
12. Druckturm nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenpositionen der Geländerteile (15) der jeweiligen Arbeitsposition definierter
Höhe zugeordnet ist.
13. Druckturm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vier Druckwerke (03; 04) übereinander angeordnet sind, und dass jedes Druckwerk (03;
04) einen Übertragungszylinder (05; 06), einen Formzylinder (02; 14) und ein Farbwerk
(07; 08) aufweist.