[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter für Fisch nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Derartige Transportbehälter sind aus der Praxis bekannt. Sie werden üblicherweise
als "Fish Box" bezeichnet und dienen nicht zum Transport lebender Fische, sondern
zum Transport von zum Verzehr bestimmten Fischteilen. Der Transport erfolgt dabei
von einem Fisch-Verarbeiter, beispielsweise einem Zerlegebetrieb, zum Verkäufer, beispielsweise
einem Großmarkt.
[0003] Im einfachsten Fall bestehen - gattungsfremde - Fischboxen aus einer einfachen Wanne,
die zunächst mit den Fischteilen und dann mit Eis gefüllt wird, um den Fisch während
des Transports zu kühlen. Dabei ist nachteilig, dass ein Großteil der Nutzlast durch
das Eis ausgemacht wird, so dass in wirtschaftlich nachteiliger Weise der Fischanteil
in der Nutzlast beim Transport vergleichsweise gering ist.
[0004] Demgegenüber weisen gattungsgemäße Transportbehälter für Fisch den Vorteil auf, dass
sie durch ihre wärmeisolierten Wände entweder gar kein Eis oder eine reduzierte Eismenge
erfordern, um den Fisch während des Transports ausreichend kühl zu halten, so dass
der Anteil des Fisches an der Nutzlast verbessert ist. Diese Transportbehälter bestehen
häufig aus einem Schauwerkstoff, besispielsweise expandiertem Polystyrol, so dass
die Wandstärken zugunsten der mechanischen Stabilität vergleichsweise dick sind. Ökologisch
nachteilig werden diese Transportbehälter als Einweg- oder Einmalbehälter verwendet
und nach dem Transport entsorgt.
[0005] Für unterschiedliche Mengen an Fisch sind bei den gattungsgemäßen Transportbehältern
unterschiedlich große Transportbehälter mit unterschiedlich großen Nutzvolumina üblich,
so dass beispielsweise Fisch in Mengen von 3 kg oder 5 kg jeweils in einer Fischbox
angepasster Größe transportiert wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Transportbehälter
ökologisch und ökonomisch dahingehend zu verbessern, dass dieser mehrfach verwendbar
ist und eine möglichst umkomplizierte Logistik ermöglicht, also sowohl vor und während
des Transports, mit Fisch befüllt, als auch während eines Rücktransports als Leergut
möglichst einfach und wirtschaftlich vorteilhaft gehandhabt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Transportbehälter mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, den Transportbehälter in mehreren Aspekten
vorteilhaft auszugestalten, so dass sich insgesamt eine erheblich verbesserte Handhabung
bzw. Logistik für diesen Behälter ergibt: Das Unterteil weist einen Querschnitt auf,
der sich nach unten verringert, so dass zwei gleiche Unterteile ineinander stapelbar
sind. Auf diese Weise kann - beispielsweise im Rahmen eines Rücktransports der Mehrwegbehälter
- wirt-schaftlich vorteilhaft eine möglichst große Menge an Unterteilen leer transportiert
werden, da nicht das gesamte Behältervolumen bzw. das gesamte Volumen eines Unterteils
ungenutzt und leer transportiert werden muss.
[0009] Weiterhin ist das Unterteil vorschlagsgemäß doppelwandig ausgestaltet. Auf diese
Weise wird eine gute Wärmeisolation ermöglicht, und gleichzeitig wird die Verwendung
vergleichsweise fester und somit mechanisch belastbarer Werkstoffe für die Ausgestaltung
der Wände ermöglicht. Im Vergleich zu beispielsweise einwandigen Behältern aus einem
Schaumwerkstoff ermöglicht die verbesserte mechanische Stabilität des vorschlagsgemäßen
Transportbehälters, den Transportbehälter mehrfach zu nutzen, so dass in ökologisch
vorteilhafter Weise der Behälter nicht - wie die erwähnten Behälter aus Schaummaterial
- als Einmalbehälter ausgestaltet sein muss, der nach einmaliger Verwendung in den
Abfall gelangt.
[0010] Weiterhin ist vorschlagsgemäß vorgesehen, dass der Deckel des Transportbehälters
über seine Höhe unterschiedliche Querschnitte aufweist, so dass der Behälter in einer
ersten "hohen" Anordnung auf das Unterteil aufgesetzt werden kann. In dieser hohen
Anordnung ist nahezu der gesamte Innenraum des Unterteils als Nutzraum verwendbar,
wobei sogar vorgesehen sein kann, dass der Deckel in dieser hohen Anordnung ähnlich
einer Wölbung sich über das Unterteil hinaus nach oben erstrecken und den Nutzraum
des Unterteils sogar vergrößern kann.
[0011] In einer um 180 °gedrehten Ausrichtung, die als "tiefe" Ausrichtung bezeichnet wird,
bewirkt die zuvor als Wölbung bezeichnete Ausgestaltung des Deckels nun die Ausgestaltung
einer Mulde, so dass der Deckel in den Innenraum des Unterteils eintaucht und dessen
nutzbares Volumen reduziert. Auf diese Weise kann, nur durch unterschiedliche Anordnung
des Deckels, der ansonsten gleiche Transportbehälter wahlweise als 3 Kilogramm-Behälter
oder als 5 Kilogramm-Behälter genutzt werden.
[0012] Somit müssen nur zwei unterschiedliche Bauteile gehandhabt werden, nämlich das Unterteil
und der Deckel, während ansonsten bei bekannten Transportbehältern für 3 kg Fisch
oder für 5 kg Fisch ggf. zwei unterschiedliche Unterteile und auch zwei unterschiedliche
Deckel vorgesehen sein können, so dass sich hierdurch vorschlagsgemäß die Handhabungskosten
und Logistikkosten deutlich reduzieren: Es wird weniger Lagerplatz benötigt, da weniger
unterschiedliche Teile hergestellt, gehandhabt und - z. B. in einem Ersatzteillager
- bevorratet werden müssen.
[0013] Schließlich weist der vorschlagsgemäße Transportbehälter Stapelhilfen am Deckel auf,
und zwar sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite des Deckels, so dass
in beiden Ausrichtungen des Deckels, also bei dessen hoher und bei dessen tiefer Anordnung
jeweils an der Oberseite des gesamten Transportbehälters eine Stapelhilfe bereitgestellt
wird, welche das Aufstapeln eines zweiten, gleichartigen Behälters auf den vorliegenden
Behälter ermöglicht. Auf diese Weise kann höchst flexibel aus einem Vorratsstapel
von gleichen, leeren Behältern je nach Bedarf eine beliebig gemischte Anzahl von 3-Kilogramm-Behältern
und 5-Kilogramm-Behältern geschaffen werden. Diese unterschiedlichen Behälter, nämlich
Behälter mit unterschiedlichem Nutzvolumen, können im gemischten Verbund gestapelt
werden, so dass einerseits die Handhabung dieser unterschiedlichen Behälter besonders
einfach und somit besonders zeitsparend erfolgen kann und auch die Raumausnutzung
in dem Nutzraum eines Transportfahrzeugs optimiert werden kann, da keine unterschiedlichen
Stapel für unterschiedliche Behälter geschaffen werden müssen. Die Stapelhilfen bewirken
zudem in an sich bekannter Weise einen vorteilhaft sicheren Verbund zwischen aufeinander
gestapelten Behältern im Sinne einer verbesserten Transportsicherheit.
[0014] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass sich der Querschnitt des Unterteils stufig
nach unten verringert. Im Gegensatz zu konisch verlaufenden Behälterwänden kann durch
eine Belastung von oben keine Verklemmung ineinander gestapelter Behälter erfolgen,
sondern vielmehr liegen die ineinander gestapelten Unterteile entlang der Stufe einander
an und können dementsprechend leicht voneinander getrennt werden. Auch wird im Gegensatz
zu konisch verlaufenden Behälterwänden vermieden, dass der obere, in den unteren Behälter
eingesteckte Behälter den unteren Behälter durch einen nach außen wirkenden Berstdruck
zum Bersten bringt.
[0015] Vorteilhaft kann auch der Deckel doppelwandig ausgestaltet sein, um eine verbesserte
Wärmeisolierung zu gewährleisten.
[0016] Vorteilhaft kann beim Unterteil und / oder beim Deckel vorgesehen sein, dass bei
einer doppelwandigen Ausgestaltung ein thermisch isolierendes Material zwischen der
Innen- und der Außenwand vorgesehen ist. Auf diese Weise muss die thermische Isolierwirkung
des Unterteils oder des Deckels nicht durch eine Evakuierung optimiert werden, die
ansonsten die mechanische Stabilität des Unterteils oder des Deckels erheblich beeinträchtigen
würde. Vielmehr kann mittels des thermisch isolierenden Materials bewirkt werden,
dass eine Konvektion zwischen der Innen- und der Außenwand wirksam unterbunden wird,
so dass die thermisch isolierende Wirkung dieser doppelwandigen Ausgestaltung deutlich
verbessert werden kann.
[0017] Vorteilhaft kann als thermisch isolierendes Material ein Schaumwerkstoff verwendet
werden, beispielsweise EPP.
[0018] Vorteilhaft können die Wände des Behälters aus PP bestehen. PP weist auch in dem
für den Fischtransport relevanten Temperaturbereich vorteilhafte Produkteigenschaften
auf, um einen mechanisch stabilen und schlagzähen Behälter zu schaffen.
[0019] Insbesondere, wenn als Wandmaterial PP und als Isolierungsmaterial EPP verwendet
wird, wird ein sortenreiner Behälter geschaffen, was ökologisch vorteilhaft ist und
beispielsweise das Recycling dieses Behälters erleichtert. Bei Verwendung anderer
Materialien für die Wände und für die Isolierung kann aus diesem Grund ebenfalls vorteilhaft
vorgesehen sein, für diese beiden Materialien das gleiche Grundmaterial zu verwenden.
[0020] Vorteilhaft kann über die temperaturwahrende Isolierwirkung des Transportbehälters
hinausgehend eine zusätzliche Kühlung vorgesehen sein, so dass der Fisch nicht nur
durch die isolierende Wirkung des Transportbehälters kühl gehalten wird und auf seinem
Temperaturniveau verbleibt, sondern so dass mit einem Temperaturanstieg einhergehende
Kühlverluste ausgeglichen werden können. Hierzu können Kühlelemente in fester oder
in Beutelform vorgesehen sein, wie sie beispielsweise umgangssprachlich als "Kühlakkus"
bekannt sind und die einen kühlbaren Wärmeträger, beispielsweise eine Kühlflüssigkeit
oder ein Gel, enthalten.
[0021] Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Deckel eine Aufnahme für ein Kühlelement
aufweist, so dass die Kühlwirkung physikalisch vorteilhaft von oben nach unten auf
das im Transportbehälter befindliche Transportgut wirken kann. Diese Aufnahme kann
so ausgestaltet sein, dass das Kühlelement fest im Deckel angeordnet ist, z. B. zwischen
den beiden Wänden des Deckels, so dass das Kühlelement nicht herabfallen und in Kontakt
mit dem Fisch kommen kann. Alternativ kann die Aufnahme so ausgestaltet sein, dass
das Kühlelement entnehmbar am Deckel gehalten ist, z. B. kann ein fester Kühlakku
in eine entsprechende Halterung eingeclipst werden. Durch die Entnehmbarkeit kann
der Platzbedarf in einer Kühleinrichtung verringert werden, indem dort nicht eine
Vielzahl von Deckeln, sondern lediglich die demgegenüber kleineren Kühlelemente heruntergekühlt
werden müssen, bevor sie beim Fischtransport verwendet werden.
[0022] Vorteilhaft kann die Außenseite des Behälters profiliert sein. Hierdurch wird erleichtert,
dass auf den Behälter aufgeklebte Etiketten problemlos abgelöst werden können, was
insbesondere bei der angestrebten Mehrfachverwendung des Transportbehälters von Bedeutung
ist.
[0023] Um die Wirkung der Profilierung zu verbessern, kann insbesondere vorteilhaft vorgesehen
sein, dass der Flächenanteil an Profilierungsvorsprüngen deutlich geringer ist als
der Flächenanteil der tiefer liegenden Profilabschnitte, so dass ein nur geringfügiger
Kontakt zwischen den Etiketten und der Behälterwand entsteht. So kann insbesondere
vorteilhaft vorgesehen sein, dass als Profilierung vorgesehen ist, die Behälterwand
mit Noppen zu versehen.
[0024] Im Inneren des Unterteils liegt der Fisch auf einem Boden des Unterteils auf. Um
eine optimale Qualität des Fisches sicherzustellen, kann vorgesehen sein, Flüssigkeiten
in einer Vertiefung zu sammeln, so dass der Fisch nicht während des Transports in
dieser Flüssigkeit liegt, bei der es sich, falls Eis in geringen Mengen verwendet
wird, um Schmelzwasser handeln kann, oder ansonsten um aus dem Fisch austretende Flüssigkeit.
[0025] Während der Boden beispielsweise grundsätzlich eine Auflagefläche für den Fisch bildet,
kann die Vertiefung vorteilhaft als Rinne ausgestaltet sein, welche neben der Auflagefläche
angeordnet ist und beispielsweise den übrigen Boden umgibt, oder welche an einer oder
den beiden Längs- oder Stirnseiten des Bodens verläuft. Jedenfalls wird ein Bereich
des Bodens geschaffen, auf dem der Fisch aufliegt, während sich die eventuell auftretende
Flüssigkeit, optimal vom Fisch ferngehalten, in der Rinne sammelt.
[0026] Vorteilhaft kann der Boden, auf dem der Fisch aufliegt, gewölbt verlaufen. Somit
wird ein natürliches Gefälle geschaffen, welches auftretende Flüssigkeit zum tiefsten
Punkt dieses gewölbten Bodens leitet und vom Fisch fern hält.
[0027] Dabei kann insbesondere vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Boden in seinem mittleren
Bereich am höchsten ist, so dass die Flüssigkeit an den Außenrand des Bodens geleitet
wird.
[0028] Vorteilhaft kann der Boden, bis auf die erwähnten Vertiefung und Wölbung, frei von
einer Profilierung sein. Da die Wölbung im Vergleich zu einer kleinteiligen Profilierung
viel großflächiger verläuft, kann durch den Verzicht auf eine Profilierung sichergestellt
werden, dass sich kein reliefartiges Muster in den auf dem Boden aufliegenden Fisch
eindrückt.
[0029] Vorteilhaft kann der Transportbehälter Grundabmessungen von etwa 300 x 400 mm aufweisen.
Auf diese Weise wird ein international übliches Teilungsmaß einer Palettengröße verwendet,
welches die Handhabung der Transportbehälter erleichtert und die optimale Nutzung
von Stauraum in Transportfahrzeugen unterstützt.
[0030] Vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die inneren und äußeren Wände des Transportbehälters,
also beispielsweise des Unterteils und ggf. auch eines doppelwandig ausgestalteten
Deckels, miteinander verschweißt sind. Auf diese Weise wird hygienisch vorteilhaft
der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden geschlossen, so dass das Eindringen von
Verschmutzungen oder Keimen ausgeschlossen ist, oder auch das Eindringen von Spülflüssigkeit
beim Reinigen der Behälter.
[0031] Vorteilhaft kann eine Dichtung zwischen Unterteil und Deckel vorgesehen sein, um
einen möglichst hygienischen Transport des Fisches zu gewährleisten. Aufgrund der
unterschiedlichen Anordnungsmöglichkeiten des Deckel kann die Dichtung vorteilhaft
oben am Unterteil vorgesehen sein, so dass stets eine dichte Anlage des Deckels unabhängig
von dessen Ausrichtung gegeben ist.
[0032] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen
nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf einen Transportbehälter für Fisch, bei welchem der
Deckel in einer tiefen Anordnung vorgesehen ist,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch den Behälter von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Behälter von Fig. 1 und
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den Behälter von Fig. 1,
- Fig. 5-8
- Ansichten ähnlich denen der Fig. 1 - 4, wobei jedoch der Deckel in einer anderen,
nämlich der "hohen" Anordnung ausgerichtet ist.
[0033] In den Zeichnungen ist mit 1 insgesamt ein Transportbehälter für Fisch bezeichnet,
der aus zwei Bauteilen gebildet ist, nämlich einem Unterteil 2 und einem Deckel 3.
Das Unterteil 2 ist doppelwandig ausgestaltet, mit einer Innenwand 4 und einer Außenwand
5, und auch der Deckel 3 weist eine Innenwand 6 und eine Außenwand 7 auf.
[0034] Die Außenwand 5 des Unterteils 2 ist profiliert, nämlich mit einer Vielzahl von Noppen
8 versehen, so dass aufgeklebte Etiketten leicht entfernt werden können. Das Unterteil
2 weist eine umlaufende Stufe 9 auf, so dass es in seinem oberen Bereich einen größeren
Querschnitt aufweist als in seinem unteren Bereich unterhalb der Stufe 9.
[0035] Auch der Deckel 3 ist stufig ausgestaltet: Über einen gewissen Teil seiner Höhe weist
er die gleichen Außenabmessungen auf wie der obere Bereich des Unterteils 2. In den
Fig. 1 - 4 ist eine Anordnung des Deckels 3 dargestellt, in welcher der Deckel muldenartig
tief nach unten verläuft. Mit seinem vergleichsweise größeren Querschnittsabschnitt
verlängert er das Unterteil 2 nach oben, während er mit einem demgegenüber verringerten
Querschnittsteil in das Unterteil 2 eintaucht. Hierdurch wird ein fester Verbund zwischen
Deckel 3 und Unterteil 2 geschaffen, so dass der Deckel 3 verschiebesicher am Unterteil
2 anliegt. In dieser besonders platzsparenden Anordnung von Unterteil 2 und Deckel
3 weist der Transportbehälter 1 ein Nutzvolumen von etwas weniger als sechs Litern
auf und ist für den Transport von drei Kilogramm Fisch geeignet.
[0036] In den Fig. 5 - 8 ist grundsätzlich derselbe Transportbehälter 1 dargestellt, wobei
allerdings der Deckel 3 in einer um 180° gedrehten Ausrichtung auf dem Unterteil 2
angeordnet ist. Während in der tiefen Anordnung der Fig. 1 - 4 der Deckel den nutzbaren
Innenraum des Unterteils 2 verringert, da er teilweise in das Unterteil 2 eintaucht,
ist in dieser hohen Anordnung des Deckels 3 der Fig. 5 - 8 nicht nur das volle Nutzvolumen
des Unterteils 2 nutzbar, sondern der Deckel 3 erweitert das Nutzvolumen des Transportbehälters
1 nach oben, so dass bei dieser Ausrichtung des Deckels 3 der Transportbehälter ein
Nutzvolumen von etwa 8,7 Litern bereitstellt und für den Transport von fünf Kilogramm
Fisch vorgesehen ist.
[0037] Der Deckel 3 umgreift bei dieser hohen Ausrichtung mit einem umlaufenden Kragen 10
den oberen Rand des Unterteils 2 und weist vier nach oben ragende Stapelecken 11 auf,
die das Aufstapeln eines Unterteils wie des dargestellten Unterteils 2 auf den Transportbehälter
1 ermöglichen und dabei einen Verbund zwischen den beiden Transportbehältern 1 schaffen.
Bei der Ausrichtung des Deckels 3 gemäß den Fig. 1 - 4 wird eine Stapelhilfe durch
den Deckel 3 geschaffen, indem ein Unterteil 2 in den nach oben offenen Deckel 3 eintauchen
kann, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist: Die Abmessungen des Unterteils 2 unterhalb der
Stufe 9 erlauben es, ein derartiges Unterteil in den Deckel 3 einzusetzen, wenn sich
der Deckel 3 in seiner tiefen Anordnung gemäß Fig. 1 - 4 befindet.
[0038] Die Innen- und Außenwände 4 und 5 bzw. 6 und 7 der Unterteile 2 und Deckel 3 bestehen
aus PP, wobei zu Gunsten einer verbesserten Isolierwirkung der Zwischenraum zwischen
den Innen- und Außenwänden durch expandiertes PP, also EPP ausgeschäumt ist.
[0039] Der Boden des Unterteils 2 weist eine Wölbung 12 auf. Hierzu verläuft der Boden über
die Länge des Unterteils 2 gesehen von den beiden äußeren Stirnenden zur Mitte hin
etwa dachartig nach oben, so dass die Wölbung 12 im mittleren Bereich des Unterteils
2 ihre größte Höhe aufweist. Der auf den Boden aufgelegte Fisch wird dadurch möglichst
trocken gehalten, dass evtl. auftretende Flüssigkeit zu den beiden Stirnenden des
Unterteils 2 ablaufen kann. Zudem erstreckt sich die Wölbung nicht über die gesamte
Breite des Bodens, wie aus den Fig. 4 und 8 deutlich wird: An den beiden Längsseiten
des Unterteils 2 ist seitlich neben der Wölbung 12 jeweils eine Rinne 14 vorgesehen,
so dass sich Flüssigkeit in diesen beiden Vertiefungen sammeln kann.
[0040] Im Übrigen ist der Boden des Unterteils 2 insbesondere dort, wo er neben den Rinnen
14 eine Auflagefläche für den Fisch bildet, frei von Profilierungen, so dass in den
auf dem Boden aufliegenden Fisch nicht durch sein Eigengewicht ein Abbild dieses Profils
eingeprägt wird.
1. Transportbehälter für Fisch,
mit einem wannenartigen Unterteil, welches wärmeisolierte Wände aufweist,
und mit einem die Öffnung des Unterteils abdeckenden Deckel,
dadurch gekennzeichnet, dass
• das Unterteil einen sich nach unten verringernden Querschnitt aufweist, derart,
dass zwei gleiche Unterteile ineinander stapelbar sind,
• das Unterteil doppelwandig ausgestaltet ist,
• der Deckel einen sich über die Höhe des Deckel ändernden Querschnitt aufweist, derart,
dass der Deckel je nach Ausrichtung bei seiner Auflage auf dem Unterteil unterschiedlich
weit in das Innere des Unterteils eintaucht,
• und der Deckel Stapelhilfen auf seiner Ober- und seiner Unterseite aufweist,
derart, dass in beiden Ausrichtungen des Deckels eine Stapelhilfe für einen oberen,
auf den Deckel aufzustapelnden gleichen Behälter vorgesehen ist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Querschnitt des Unterteils nach unten stufig verringert, derart, dass zwei
ineinander gestapelte Unterteile entlang der Stufe aneinander anliegen.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel doppelwandig ausgestaltet ist.
4. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Innen- und der Außenwand des doppelwandigen Unterteils und / oder des
doppelwandigen Deckels ein thermisch isolierendes Material angeordnet ist.
5. Transportbehälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material für die Innen- und Außenwände sowie das thermisch isolierende Material
aus dem gleichen Grundmaterial bestehen.
6. Transportbehälter nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass als thermisch isolierendes Material EPP vorgesehen ist.
7. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wände des Behälters aus PP bestehen.
8. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckel eine Aufnahme für ein Kühlelement aufweist.
9. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenseite des Behälters profiliert ist.
10. Transportbehälter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenseite des Behälters Noppen aufweist.
11. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Unterteils ein Boden vorgesehen ist, auf welchem der Fisch aufliegt,
wobei der Boden eine Vertiefung zur Aufnahme von Flüssigkeit aufweist.
12. Transportbehälter nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vertiefung als Rinne ausgestaltet ist, welche neben einer Auflagefläche für den
Fisch angeordnet ist.
13. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Unterteils ein Boden vorgesehen ist, auf welchem der Fisch aufliegt,
wobei der Boden gewölbt verläuft.
14. Transportbehälter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden im Bereich seiner Mitte am höchsten ist.
15. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Abmessungen von 300 x 400 mm.
16. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Unterteil an seiner Oberseite eine Dichtung aufweist, die eine dichte Anlage
des Deckels bewirkend ausgestaltet und angeordnet ist.
17. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden inneren und äußeren Wände miteinander verschweißt sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Transportbehälter für Fisch,
mit einem wannenartigen Unterteil, welches wärmeisolierte Wände aufweist,
und mit einem die Öffnung des Unterteils abdeckenden Deckel,
dadurch gekennzeichnet, dass
• das Unterteil einen sich nach unten verringernden Querschnitt aufweist,
derart, dass zwei gleiche Unterteile ineinander stapelbar sind,
• das Unterteil doppelwandig ausgestaltet ist,
• der Deckel einen sich über die Höhe des Deckel ändernden Querschnitt aufweist,
derart, dass der Deckel je nach Ausrichtung bei seiner Auflage auf dem Unterteil unterschiedlich
weit in das Innere des Unterteils eintaucht,
• der Deckel Stapelhilfen auf seiner Ober- und seiner Unterseite aufweist,
derart, dass in beiden Ausrichtungen des Deckels eine Stapelhilfe für einen oberen,
auf den Deckel aufzustapelnden gleichen Behälter vorgesehen ist,
• der Deckel doppelwandig ausgestaltet ist,
• zwischen der Innen- und der Außenwand des doppelwandigen Unterteils und / oder des
doppelwandigen Deckels EPP als thermisch isolierendes Material angeordnet ist,
• die Wände des Behälters aus PP bestehen,
• und der Deckel eine Aufnahme für ein Kühlelement aufweist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Querschnitt des Unterteils nach unten stufig verringert, derart, dass zwei
ineinander gestapelte Unterteile entlang der Stufe aneinander anliegen.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material für die Innen- und Außenwände sowie das thermisch isolierende Material
aus dem gleichen Grundmaterial bestehen.
3. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenseite des Behälters profiliert ist.
4. Transportbehälter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außenseite des Behälters Noppen aufweist.
5. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Unterteils ein Boden vorgesehen ist, auf welchem der Fisch aufliegt,
wobei der Boden eine Vertiefung zur Aufnahme von Flüssigkeit aufweist.
6. Transportbehälter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vertiefung als Rinne ausgestaltet ist, welche neben einer Auflagefläche für den
Fisch angeordnet ist.
7. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Inneren des Unterteils ein Boden vorgesehen ist, auf welchem der Fisch aufliegt,
wobei der Boden gewölbt verläuft.
8. Transportbehälter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Boden im Bereich seiner Mitte am höchsten ist.
9. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch Abmessungen von 300 x 400 mm.
10. Transportbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Unterteil an seiner Oberseite eine Dichtung aufweist, die eine dichte Anlage
des Deckels bewirkend ausgestaltet und angeordnet ist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden inneren und äußeren Wände miteinander verschweißt sind.