[0001] Die Erfindung betrifft einen Formstein zur Randeinfassung einer Verkehrsfläche gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Verkehrsfläche
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11
[0002] Als Material für die Oberfläche von Verkehrsflächen, wie z. B. Straßen, wird üblicherweise
Asphalt verwendet. Herkömmlicher Asphalt ist wasserundurchlässig, sodass anfallendes
Oberflächenwasser, z. B. von Niederschlägen, auf einer Asphaltfläche nur ablaufen
kann oder, falls Vertiefungen vorhanden sind, sich in diesen sammelt und beispielsweise
zu unerwünschtem Aquaplaning führt. Über die Asphaltfläche fahrende Fahrzeuge erzeugen
außerdem störende Abrollgeräusche.
[0003] Ein diese Nachteile größtenteils beseitigender Straßenbelag ist als sogenannter "offenporiger
Asphalt" bekannt. Indem eine obere Asphaltschicht der Verkehrsfläche aus einem porösen
Asphaltmaterial verwendet wird, entsteht eine sogenannte Drainageschicht, die gleichzeitig
schalldämpfend und wasserdurchlässig ist. Zum einen wird beispielsweise durch Abrollgeräusche
entstehender Schall in der Drainageschicht absorbiert. Zum anderen kann Oberflächenwasser,
das z. B. als Niederschlag auf die Verkehrfläche trifft, in die Drainageschicht einsickern.
[0004] Um das Oberflächenwasser auch bei größeren Niederschlagsmengen zuverlässig ableiten
zu können und ein Eindringen in den Untergrund unter der Verkehrsfläche zu verhindern,
wird üblicherweise unterhalb der Drainageschicht eine sogenannte Dichtungsschicht
aus im Wesentlichen wasserundurchlässigem Material angeordnet. Das Oberflächenwasser
sammelt sich auf dieser Dichtungsschicht und wird darauf zu seitlichen Rändern der
Verkehrsfläche in seitlich daneben verlaufende Rinnen abgeleitet. Die Rinnen weisen
dazu üblicherweise seitliche Einlauföffnungen auf, die in etwa in Höhe der Unterkante
der Drainageschicht angeordnet werden, sodass das Wasser direkt seitlich in die Rinnen
einlaufen kann.
[0005] Ein gravierendes Problem stellt bei dieser Lösung eine Verschmutzung sowohl der Drainageschicht
als auch der seitliche verlaufenden Rinnen dar. Hierbei sind vor allem die direkt
seitlich an den offenporigen Asphalt angrenzenden Einlauföffnungen häufig verstopft
und lassen sich nur mit großem Aufwand wieder reinigen. Da außerdem die Anzahl und
Größe der Einlassöffnungen begrenzt ist, können besonders große Niederschlagsmengen
nicht in angemessener Zeit durch die Einlauföffnungen abgeleitet werden, sodass die
Drainageschicht ihren Zweck nicht erfüllen kann, und sich Oberflächenwasser auf der
Verkehrsfläche sammelt.
[0006] Es sind Formsteine bekannt, die zur Randeinfassung einer Verkehrsfläche dienen. Diese
Formsteine dienen dazu, einen seitlichen Abschluss der Verkehrsfläche zu schaffen
und eine Befahrbarkeit zu gewährleisten. Daher weisen sie eine üblicherweise mit Gefälle
verlaufende im Wesentlichen ebene Oberfläche auf, um damit einen Übergang zum Randbereich
zu schaffen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wasserableitung bei einer Verkehrsfläche
mit einer Deckschicht aus offenporigem Asphalt zu verbessern, insbesondere eine Verkehrsfläche
mit verbesserten Eigenschaften zur Ableitung von Wasser und/oder Schalldämmung bereitzustellen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe eignet sich ein Formstein, der durch die Merkmale des Anspruchs
1 gekennzeichnet ist. Der Formstein dient zur Randeinfassung einer Verkehrsfläche,
insbesondere einer Verkehrsfläche mit einer Deckschicht mit offenporigem Asphalt,
und weist einen Formsteinkörper mit zwei gegenüberliegenden Formsteinlängsseiten,
einer Formsteinunterseite zur Aufstellung auf einem Untergrund und einer Formsteinoberseite
auf, wobei dem Formstein oberseitig mehrere gegenüber der Formsteinoberseite hervorstehende
Oberflächenelemente zugeordnet sind. Der Formstein ist
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Oberflächenelementen mindestens eine gegenüber den Oberflächenelementen
zurückspringende Aussparung zur Aufnahme und Ableitung von Oberflächenwasser in vorzugsweise
im Wesentlichen seitlicher Richtung angeordnet ist. Dementsprechend kann Oberflächenwasser,
das beispielsweise von oben bzw. von der Seite in die mindestens eine Aussparung hineinfließt,
die Aussparung entlangfließen und an anderer Stelle der Aussparung wieder insbesondere
seitlich zu dem Formstein abfließen. Somit dient der Formstein vorzugsweise zum Weiterleiten
seitlich aufgenommenen Wassers und zur seitlichen Abgabe desselben mit Hilfe dafür
geeignet ausgebildeter Aussparungen, die jeweils im Bereich zwischen Oberflächenelementen
angeordnet sind.
[0009] Zumindest einige der Oberflächenelemente sind identisch ausgebildet. Insbesondere
sind mehrere Oberflächenelemente nebeneinander angeordnet. Vorzugsweise sind die Oberflächenelemente
in der gleichen Richtung ausgerichtet. Die Oberflächenelemente sind weiterhin bevorzugt
in einer Reihe angeordnet, insbesondere mit regelmäßigem Abstand zueinander und/oder
im Wesentlichen gleich breiten Aussparungen zwischen ihnen. Durch die identische Ausbildung
und gleichgerichtete Ausrichtung bzw. Anordnung in einer Reihe ist ein einfacher Aufbau
des Formsteins gewährleistet. Vorzugsweise sind alle Oberflächenelemente übereinstimmend
ausgebildet.
[0010] Bevorzugt weist die mindestens eine Aussparung etwa die gleiche Tiefe auf, wie die
Höhe der Oberflächenelemente. Demnach erstreckt sich die mindestens eine Aussparung
vorzugsweise ausgehend von der Oberseite des Oberflächenelements bis hinunter auf
die Formsteinoberseite. Damit wird gewährleistet, dass seitlich an die Formsteinoberseite
des Formsteins heranfließendes Oberflächenwasser von den Aussparungen aufgenommen
werden kann und im Wesentlichen auf Höhe der Formsteinoberfläche weitergeleitet werden
kann. Die Oberflächenelemente sind dementsprechend durch die Aussparungen voneinander
getrennt.
[0011] Insbesondere weist die mindestens eine Aussparung eine Gefälleneigung gegenüber der
Formsteinunterseite auf, vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung
des Formsteins. Insbesondere bei im Wesentlichen horizontaler Anordnung des Formsteins
auf einem Untergrund ist dadurch gewährleistet, dass Oberflächenwasser in der Aussparung
zu einem insbesondere tiefer gelegenen Seitenteil abfließen kann.
[0012] Besonders bevorzugt erstreckt sich die mindestens eine Aussparung auch in den Bereich
der ersten Formsteinlängsseite und/oder der zweiten Formsteinlängsseite. Somit durchbricht
die Aussparung die erste und/oder zweite Formsteinlängsseite im Randbereich. Dies
hat den Vorteil, dass Oberflächenwasser direkt seitlich in die mindestens eine Aussparung
fließen kann. Die zweite Formsteinlängsseite ist vorzugsweise der ersten Formsteinlängsseite
gegenüberliegend angeordnet.
[0013] Weiter bevorzugt ist mindestens eine der Aussparungen durchgängig zwischen den beiden
Formsteinlängsseiten verlaufend angeordnet. Dadurch kann das Oberflächenwasser von
einer Formsteinlängsseite zu einer gegenüberliegenden Formsteinlängsseite abgeleitet
werden. Besonders bevorzugt weist die mindestens eine Aussparung eine im Wesentlichen
konstante Tiefe bzw. eine gleichmäßig in eine Richtung zunehmende oder abnehmende
Tiefe auf. Somit kann das Oberflächenwasser abfließen, ohne sich beispielsweise in
Vertiefungen oder vor Erhöhungen innerhalb der Aussparung zu stauen.
[0014] Insbesondere ist zumindest eine der Aussparungen im Wesentlichen senkrecht zu der
Längsachse des Formsteinkörpers und/oder senkrecht zu mindestens einer der Formsteinlängsseiten
angeordnet. Hierdurch ist gewährleistet, dass das Oberflächenwasser auf möglichst
kurzem Weg und insbesondere hindemisfrei zwischen den beiden Längsseiten des Formsteins
leitbar ist.
[0015] Insbesondere erstrecken sich die Sohlen bzw. die Böden mehrerer Aussparungen im Wesentlichen
in einer gemeinsamen, insbesondere einer gedachten Ableitungsebene. Vorzugsweise entspricht
die Ableitungsebene der Formsteinoberseite. Da es sich bei den Sohlen der Aussparungen
jeweils im Wesentlichen um die am tiefsten angeordneten Bereiche der Aussparungen
handelt, wird sich in den Aussparungen vorhandenes Oberflächenwasser darin gleichmäßig
verteilen können, und gegebenenfalls in Richtung eines Gefälles abfließen.
[0016] Bevorzugt weisen die Oberflächenelemente eine im Wesentlichen ebene Elementoberseite
auf. Dadurch wird eine Anpassung an die Verkehrsfläche geschaffen, zu deren Randeinfassung
der Formstein dient. Insbesondere ist damit die Elementoberseite auch gut befahrbar
ausgebildet.
[0017] Die Elementoberseiten, vorzugsweise aller Oberflächenelemente sind im Wesentlichen
parallel zueinander angeordnet. Vorzugsweise sind die Elementoberseiten, vorzugsweise
aller Oberflächenelemente im Wesentlichen in einer gemeinsamen Oberflächenebene angeordnet.
Somit weist der Formstein eine im Wesentlichen ebene Oberseite auf, die lediglich
durch die Aussparungen unterbrochen ist. Damit wird sowohl ein im Wesentlichen ebener
Anschluss an eine üblicherweise ebenfalls ebene Verkehrsfläche und auch eine gute
Befahrbarkeit sichergestellt.
[0018] Die Oberflächenelemente weisen eine zu der Formsteinoberseite leicht geneigt angeordnete
Elementoberseite auf. Durch die Neigung der Formsteinoberfläche wird zum einen das
darauf auftreffende Oberflächenwasser in ebenfalls seitlicher Richtung abgeleitet,
da die Neigung in der gleichen Richtung verläuft wie die der Formsteinoberseite. Darüber
hinaus sorgt die Neigung der Elementoberseite für einen Anschluss an seitlich neben
dem Formstein tiefer angeordnete Bereiche der Verkehrsfläche.
[0019] Im Bereich einer Seitenkante zwischen einer der Formsteinlängsseiten und der Formsteinoberseite
ist vorzugsweise eine Abflusskante zur seitlichen Ableitung von Oberflächenwasser
angeordnet. Die Abflusskante erstreckt sich insbesondere über die gesamte Länge der
Seitenkante und ist bevorzugt abgerundet ausgebildet, sodass ein abgerundeter Übergang
zwischen der Formsteinlängsseite und der Formsteinoberseite entsteht. Damit ist jeweils
dafür gesorgt, dass das Oberflächenwasser auf der Oberseite des Formsteins, insbesondere
in einer der Aussparungen desselben, über eine seitliche Abflusskante in dem Bereich
einer Formsteinlängsseite abgeleitet wird, von wo es beispielsweise in eine seitlich
angeordnete Abflussrinne laufen kann. Außerdem werden die Reifen von Fahrzeugen geschont,
die die gerundeten Kanten überfahren, wie auch eine Ablagerung von Verschmutzungen
minimiert wird.
[0020] Im Bereich einer Seitenkante zwischen einer weiteren der Formsteinlängsseiten und
der Formsteinoberseite ist bevorzugt eine Zuflusskante zur seitlichen Zuleitung von
Oberflächenwasser angeordnet. Diese Zuflusskante befindet sich vorzugsweise auf Höhe
der Sohlen der Aussparungen, sodass sie gegebenenfalls abschnittsweise durch die aufragenden
Oberflächenelemente unterbrochen ist.
[0021] Besonders bevorzugt ist im Bereich einer Seitenkante zwischen der ersten seitlichen
Formsteinlängsseite und der Formsteinoberseite eine Abflusskante zur seitlichen Ableitung
von Oberflächenwasser angeordnet. Dabei erstreckt sich die Abflusskante vorzugsweise
über die gesamte Länge der Formsteinlängskante. Die Abflusskante ist bevorzugt abgerundet
ausgebildet, so dass insbesondere ein Abfließen des Oberflächenwassers gewährleistet
ist.
[0022] Im Bereich der Seitenkante zwischen der zweiten Formsteinlängsseite und der Formsteinoberseite
ist insbesondere eine Zuflusskante angeordnet zur seitlichen Zuleitung bzw. Aufnahme
von Oberflächenwasser. Die Zuflusskante weist insbesondere keine oder nahezu keine
Abrundung auf. Damit ist vorzugsweise ein Zufließen von Oberflächenwasser auf die
Formsteinoberseite sichergestellt. Gegebenenfalls ist die Zuflusskante durch die gegenüber
dieser aufragenden Oberflächenelemente unterbrochen.
[0023] Vorzugsweise weisen die Oberflächenelemente eine längliche Form auf. Die längliche
Form ist insbesondere in Draufsicht auf das jeweilige Oberflächenelement erkennbar,
sodass das Oberflächenelement in einer Querrichtung kürzer als in einer Längsrichtung
ausgebildet ist. Weiter bevorzugt sind die Oberflächenelemente zumindest zum Teil
im Wesentlichen quer zur Längserstreckung des Formsteinkörpers angeordnet. Damit wird
Oberflächenwasser in den Aussparungen entlang an den Oberflächenelementen in seitlicher
Richtung geleitet.
[0024] Insbesondere ist eine der Elementseitenflächen zumindest nahezu bündig mit der Abschlusskante
und damit vorzugsweise auch mit dem Oberflächenelement abschließend angeordnet. Somit
kann die gesamte Seitenfläche des Oberflächenelements und des Formsteinkörpers mehr
oder weniger bündig insbesondere seitlich an eine benachbarte Oberfläche wie eine
Verkehrsfläche angelegt werden.
[0025] Vorzugsweise weisen insbesondere alle Oberflächenelemente dieselbe Querschnittshöhe
auf. Als Querschnittshöhe wird der Abstand zwischen der Elementoberseite und der Formsteinoberseite
bezeichnet. Indem zumindest einige der Oberflächenelemente dieselbe Querschnittshöhe
aufweisen, wird eine einheitliche' Oberfläche des Formsteins geschaffen, die sich
besonders zum Befahren mit Fahrzeugen eignet.
[0026] Besonders bevorzugt ist die Elementoberseite und/oder die mindestens eine Aussparung
gegenüber der Formsteinoberseite geneigt angeordnet, insbesondere in Richtung der
Abflusskante abfallend. Somit ist eine seitliche Ableitung von Oberflächenwasser gewährleistet,
wie auch eine Anpassung an unterschiedliche Höhen der linksseitig bzw. rechtsseitig
neben dem Formstein angeordneten Oberflächen, wie beispielsweise einerseits der Verkehrsfläche
und andererseits einer Abflussrinne bzw. Mulde.
[0027] Besonders bevorzugt ist die Elementoberseite im Wesentlichen rechteckig ausgebildet.
Der von dem Oberflächenelement abgedeckte Teil der Formsteinoberseite zeichnet sich
dagegen im Wesentlichen durch eine Trapezform aus. Die breitere Basisseite der Trapezform
auf Höhe der Formsteinoberseite ist dabei vorzugsweise der der Abflusskante gegenüberliegenden
Elementseitenfläche zugeordnet.
[0028] Weiter bevorzugt weist der Formsteinkörper eine im Wesentlichen ebene Formsteinunterseite
zur Aufstellung des Formsteins auf einem Untergrund auf. Den Untergrund eben auszubilden
ist auf einfache Weise möglich, sodass die Aufstellung des Formsteins mit einer ebenen
Unterseite damit vereinfacht wird. Vorzugsweise auf der Unterseite des Formsteinkörpers
sind Nuten und/oder Vertiefungen zur Verankerung mit dem Material des Untergrunds
ausgebildet. In diese Nuten und/oder Vertiefungen kann beim Aufstellen des Formsteins
ein Teil des Materials des Untergrunds eindringen, sodass es zu einer Sicherung gegen
Verschieben und Verrutschen kommt.
[0029] Insbesondere ist der Formstein durch eine einstückige Ausbildung gekennzeichnet.
Dementsprechend lässt sich der Formstein beispielsweise aus Beton in einem Schritt
gießen. Die einstückige Ausbildung vereinfacht dabei die Herstellung und Handhabung.
[0030] Eine Verkehrsfläche zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale
des Anspruchs 11 auf. Demnach sind die Sohlen der Aussparungen in den Qberflächenelementen
des Formsteins zur Ableitung von Oberflächenwasser etwa auf gleicher Höhe oder geringfügig
unter der Oberkante der Dichtungsschicht bzw. der Unterkante der Drainageschicht angeordnet,
und die Formsteinoberseite liegt unterhalb der Oberseite der Deckschicht, wobei die
geneigte Ausrichtung der Elementoberseite der Oberfläcfienelemente zum wenigstens
teilweisen Ausgleich der Höhendifferenz zwischen der Formsteinoberseite und der Oberseite
der Deckschicht dient. Sowohl für das Befahren mit Fahrzeugen als auch zur sicheren
Ableitung von Oberflächenwasser ist diese Ausbildung vorteilhaft. Die Oberflächenelemente
dienen durch die geneigte Elementoberseite zum Ausgleich der Höhendifferenz zwischen
der Fahrbahn und dem seitlich an die Oberflächenelemente anschließenden Bereich. Außerdem
führt die Anordnung der Sohlen der mindestens einen Aussparung in etwa auf gleicher
Höhe mit der Oberkante der Dichtungsschicht dazu, dass Oberflächenwasser aus der Drainageschicht,
das auf der Dichtungsschicht entlangfließt, seitlich auf die mindestens eine Aussparung
des Formsteins fließen kann, ohne eine störende Höhendifferenz überwinden zu müssen.
Somit wird die Entwässerung der Verkehrsfläche gewährleistet.
[0031] Weiter bevorzugt weist der Formstein eine Formsteinunterseite auf, wobei die Formsteinunterseite
geeignet, insbesondere im Wesentlichen eben zur vorzugsweise horizontalen Aufstellung
auf einem Untergrund ausgebildet ist. Damit ist gewährleistet, dass der Formstein
als Bestandteil der Verkehrsfläche benachbart zu der Fahrbahn und deren Deckschicht
bzw. direkt damit seitlich in Kontakt stehend aufstellbar ist.
[0032] Insbesondere ist die Drainageschicht zumindest teilweise aus porösem Material, vorzugsweise
aus wasserdurchlässigem Asphalt, bevorzugt aus offenporigem Asphalt gebildet. Folglich
ist eine Drainageschicht vorhanden, die eine Wasserdurchlässigkeit mit einer Schalldämpfung
kombiniert.
[0033] Vorzugsweise ist die Dichtungsschicht zumindest teilweise aus wasserundurchlässigem
Material, vorzugsweise aus wasserundurchlässigem Asphalt, bevorzugt aus Gussasphalt
gebildet. Dementsprechend ist eine wasserdichte Schicht unterhalb der Drainageschicht
zur Ableitung des Oberflächenwassers vorhanden.
[0034] Die Querschnittshöhe des mindestens einen Oberflächenelements des Formsteins entspricht
insbesondere in etwa der Querschnittshöhe der Drainageschicht. Dadurch ist zum einen
die Anordnung der Elementoberseite auf Höhe der Oberkante der Deckschicht der Verkehrsfläche,
die insbesondere der Oberkante der Drainageschicht entspricht, gewährleistet. Gleichzeitig
ist vorzugsweise auch die gleichzeitige Anordnung der Sohlen der Aussparungen auf
Höhe der Oberkante der Dichtungsschicht bzw. der Unterkante der Drainageschicht sichergestellt.
Somit können die vorteilhaften Effekte der seitlichen Ableitung bei gleichzeitig guter
Befahrbarkeit kombiniert werden.
[0035] Insbesondere ist auf der der Deckschicht der Verkehrsfläche abgewandt bzw. entfernt
von dieser angeordneten Seite des Formsteins seitlich neben dem Formstein mindestens
eine Abflussrinne bzw. Mulde zum Ableiten von Oberflächenwasser angeordnet. Die Abflussrinne
bzw. Mulde ist vorzugsweise direkt neben dem Formstein angeordnet bzw. an diesen anschließend.
Vorzugsweise befindet sich der Formstein demnach seitlich zwischen der Deckschicht
und der Abflussrinne bzw. Mulde. Damit kann das Oberflächenwasser, das durch die mindestens
eine Aussparung des Formsteins seitlich von der Deckschicht zu der anderen Seite des
Formsteins geleitet wird, in die Abflussrinne bzw. Mulde fließen.
[0036] Vorzugsweise ist die Oberkante der Abflussrinne bzw. Mulde im Wesentlichen auf gleicher
Höhe oder tiefer als die Sohle der mindestens einen Aussparung des Formsteins angeordnet.
Dadurch ist sichergestellt, dass sich in der mindestens einen Aussparung des Formsteins
befindendes Oberflächenwasser zumindest seitlich auf gleicher Höhe oder vorzugsweise
nach unten in die Abflussrinne bzw. Mulde abgeleitet werden kann. Die Abflussrinne
bzw. Mulde weist mindestens einen Rinnenstein auf. Damit ist eine reibungslose Entwässerung
der Verkehrsfläche gewährleistet.
[0037] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Verkehrsfläche mit einem erfindungsgemäßen
Formstein,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Formsteins,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Formstein der Fig. 2, und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Formstein wie in Fig. 2 und Fig. 3.
[0038] Eine Verkehrsfläche, wie beispielsweise eine Straße 10, zeichnet sich üblicherweise
durch einen komplexen Aufbau aus. Den flächenmäßig größten Teil bildet eine Fahrbahn
12, auf der sich die Verkehrsteilnehmer wie z. B. Fahrzeuge bewegen. Seitlich daran
anschließend befindet sich ein sogenannter Fahrbahnrand 14, der auf einer oder beiden
Seiten der Fahrbahn 12 angeordnet sein kann, wobei die beiden Fahrbahnränder 14 identisch
spiegelverkehrt oder auch teilweise oder völlig verschieden voneinander aufgebaut
sein können. In der Figur 1 ist lediglich ein Ausschnitt einer Verkehrsfläche mit
nur einem dargestellten Fahrbahnrand 14 auf der rechten Seite gezeigt.
[0039] Die Fahrbahn 12 selbst weist einen mehrschichtigen Aufbau auf. Die einzelnen im Folgenden
beschriebenen Schichten sind im Wesentlichen horizontal angeordnet, weisen aber zur
Ableitung von beispielsweise in Form von Niederschlag auftreffendem Oberflächenwasser
eine geringe Querneigung in Richtung des Fahrbahnrandes 14 auf. Auf einer unteren
Asphalttragschicht 16, dem unteren Teil des Fundaments der Fahrbahn 12, ist eine Asphaltbinderschicht
18 aufgebracht. Auf diesem Fundament aus Asphalttragschicht 16 und Asphaltbinderschicht
18 ist eine Dichtungsschicht 20 aufgebracht. Darauf wiederum ist eine Drainageschicht
22 angeordnet, die als befahrbare Schicht den oberen Abschluss der Fahrbahn 12 bildet.
Die Dichtungsschicht 20 und die Drainageschicht 22 werden zusammen auch als Deckschicht
24 bezeichnet. Die Drainageschicht 22 ist aus offenporigem Asphalt gebildet und durch
ihren porösen Aufbau wasserdurchlässig und gleichzeitig schalldämpfend. Die darunter
liegende Dichtungsschicht 20 kann aus Gussasphalt gebildet sein und damit als wasserundurchlässige
Schicht zur Ableitung von Oberflächenwasser geeignet.
[0040] Im Bereich des Fahrbahnrandes 14 ist zunächst direkt angrenzend an den Rand der Fahrbahn
12 ein Formstein 26 in Längsrichtung parallel zur Fahrbahn 12 angeordnet. Parallel
dazu sind zwei Rinnensteine 28, 30 als Abflussrinne bzw. Mulde angeordnet. Etwa alle
30cm entlang der Rinne bzw. Mulde kann en Straßenablauf 32 vorgesehen sein. Als gemeinsames
Fundament für den Formstein 26, die Rinnensteine 28, 30 ist unterhalb eine Unterbetonschicht
34 ausgebildet. Seitlich neben dem Rinnenstein 30 schließt sich noch eine Betonschutzwand
36 auf einer Unterbetonschicht 38 mit einer dazwischen liegenden Zwischenschicht 40
an, die als passive Schutzeinrichtung in einem festgelegten Abstand zum Fahrbahnrand
14 dient.
[0041] Der detailliert in den Figuren 2 bis 4 dargestellte Formstein 26 weist einen Formsteinkörper
42 auf, der im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist. Der Formsteinkörper 42 hat
im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Länge, die etwa dem Sechsfachen seiner Breite
entspricht. Die Unterseite des Formsteinkörpers 42, nämlich eine Formsteinunterseite
44, dient zum Aufstellen des Formsteins 26 auf einem in den Figuren 2 bis 4 nicht
gezeigten Untergrund, wie beispielsweise der Unterbetonschicht 34 der Fig. 1. Die
Formsteinunterseite 44 ist eine im Wesentlichen rechteckige, ebene Fläche. Der Formstein
26 weist eine der Formsteinunterseite 44 gegenüberliegende Formsteinoberseite 46 auf.
Diese Formsteinoberseite 46 ist ebenfalls im Wesentlichen rechteckig und eben ausgebildet.
Wie insbesondere dem Querschnitt in Fig. 3 zu entnehmen ist, ist die Formsteinoberseite
46 leicht geneigt angeordnet, sodass die Formsteinunterseite 44 und die Formsteinoberseite
46 nicht parallel sind, sondern unter einem kleinen Winkel von wenigen Grad zueinander
gerade geneigt verlaufen.
[0042] Als äußere Flächen des Formsteinkörpers 42 im Bereich zwischen der Unterseite 44
und der Formsteinoberseite 46 sind zwei Seitenflächen, nämlich die Formsteinlängsseiten
48, 50 und zwei Stirnflächen, nämlich die Formsteinsfimflächen 52 und 54 vorhanden.
Die beiden Formsteinlängsseiten 48 und 50 verlaufen parallel zueinander an den Längsseiten
des Formsteinkörpers 42, und die beiden Formsteinstirnflächen 52 und 54 sind ebenfalls
parallel zueinander und jeweils senkrecht zu den beiden Formsteinlängsseiten 48, 50
an den Stirnseiten quer zur Längserstreckung des Formsteins 26 angeordnet. Sowohl
die beiden Formsteinlängsseiten 48, 50 als auch die beiden Formsteinstimflächen 52,
54 stehen senkrecht auf der Formsteinunterseite 44. Aufgrund der Neigung der Formsteinoberseite
46 in Form eines leichten Gefälles schließt die Formsteinoberseite 46 mit der Seitenfläche
48 einen kleineren Winkel als einen rechten Winkel, nämlich etwa 87°, und mit der
Seitenfläche 50 einen größeren Winkel als einen rechten Winkel, nämlich etwa 93°,
ein. Die Seitenkante zwischen der Formsteinlängsseite 48 und der Formsteinoberseite
46 wird auch als Zuflusskante 56 bezeichnet, da Wasser seitlich auf den Formstein
26 fließen kann und aufgrund des Gefälles in Richtung der Seitenkante zwischen der
Formsteinlängsseite 50 und der Formsteinoberseite 46, der sogenannten Abflusskante
58, abfließen kann.
[0043] Auf der Formsteinoberseite 46 sind mehrere Oberflächenelemente 60 angeordnet. Sie
sind feste Bestandteile des Formsteins 26. Die Oberflächenelemente 60 sind in regelmäßigem
Abstand zueinander angeordnet. Sie sind in der gleichen Richtung und entlang einer
Linie ausgerichtet.
[0044] Die Oberflächenelemente 60 sind identisch ausgebildet. Sie weisen eine Elementoberseite
62 auf, die als ebene, rechteckige Fläche ausgebildet ist. Eine der beiden Stirnflächen
des Oberflächenelements 60, nämlich eine Elementstirnfläche 64, liegt in einer Ebene
mit der Formsteinlängsseite 48 des Formsteinkörpers 42. Von dort ausgehend erstreckt
sich jedes der Oberflächenelemente 60 jeweils in Richtung der Formsteinslängsseite
50 des Formsteinkörpers 42. Der Elementstirnfläche 64 gegenüberliegend ist eine zweite
Elementstirnfläche 66 angeordnet, die allerdings nicht parallel zur Elementstirnfläche
64 sondern schräg dazu und damit unter einem flachen Winkel zu der Elementoberseite
62 angeordnet ist. Die Elementstirnfläche 66 ist außerdem mit abgerundeten Kanten
ausgestattet und bildet somit fließende Übergänge zu den benachbarten Flächen.
[0045] Die Elementoberseite 62 ist unter einem Winkel von etwas weniger als 90° zu der ersten
Elementstirnfläche 64 angeordnet, sodass sie mit Neigung bzw. bei entsprechender Aufstellung
des Formsteins 26 mit Gefälle in Richtung der Abflusskante 58 des Formsteinkörpers
48 verläuft. Der Winkel zwischen der Elementoberseite 62 und der Elementstirnfläche
64 ist etwas größer als der Winkel zwischen der Formsteinoberseite 46 und der Formsteinslängsseite
48. Demnach ist die Neigung bzw. das Gefälle der Elementoberseite 62 größer als die
bzw. das der Formsteinoberseite 46. Demgegenüber schließt die zweite Elementstirnfläche
66 einen deutlich größeren Winkel mit der Formsteinoberseite 46 ein und weist somit
ein wesentlich stärkeres Gefälle in Richtung der Formsteinoberseite 46 auf. Die Elementstirnfläche
66 und damit das Oberflächenelement 60 endet von der Abflusskante 58 beabstandet,
sodass die Formsteinoberseite 46 im Bereich vor der Abflusskante 58 eine ebene Fläche
ohne Unterbrechungen darstellt. Seitlich an dem Oberflächenelement 60 sind schräg
verlaufende Elementseitenflächen 68 und 70 angeordnet. Diese verlaufen ebenfalls mit
Gefälle ausgehend von der Elementoberseite 62 in Richtung der Formsteinoberseite 46
derart, dass das Oberflächenelement 60 sich im Querschnitt nach unten in Richtung
des Formsteinkörpers 42 sowohl verbreitert als auch quer zur Längserstreckung des
Formsteins 26 verlängert. Damit ist das Oberflächenelement 60 im Querschnitt keilförmig
ausgebildet.
[0046] Im Bereich zwischen den Oberflächenelementen 60 sind Aussparungen 72 angeordnet,
die sich von den Elementoberseiten bis auf die Formsteinoberseite 46 erstrecken und
somit die einzelnen Oberflächenelemente 60 voneinander trennen. Dadurch dass sich
die Oberflächenelemente 60 nicht über die komplette Breite der Formsteinoberseite
46 quer zur Längserstreckung des Formsteins 26 erstrecken, sind die Aussparungen 72
praktisch im Bereich der Formsteinoberseite 46 miteinander verbunden. Sie bilden die
Bereiche der Formsteinoberseite 46 ohne Oberflächenelemente 60.
[0047] Die Übergangsbereiche zwischen der Elementoberseite 62 und der Elementstirnfläche
66 wie auch zwischen der Elementstirnfläche 66 und den Elementseitenflächen 68 und
70 sind abgerundet, sodass in diesem Bereich keine spitzen Kanten vorhanden sind und
ein gleitender Übergang auf die Formsteinoberseite 46 geschaffen wird. Wasser kann
somit reibungslos fließen.
[0048] Der Formstein 26 ist mit seiner Seitenfläche 48 an die Fahrbahn 12 angrenzend angeordnet.
Dabei liegt die Formsteinoberseite 46 auf Höhe der Oberkante der Dichtungsschicht
20. Die Oberflächenelemente 60 befinden sich dementsprechend oberhalb der Formsteinoberseite
46 und weisen eine Höhe auf, die in etwa der Höhe der Drainageschicht 22 entspricht
bzw. etwas geringer ist. Der Höhenunterschied zur Oberseite der Drainageschicht beträgt
max. 3 cm. Dementsprechend wird durch das nahezu bündige Anliegen des Formsteins 26
mit seiner Formsteinslängsseite 48 an den Seitenflächen der einzelnen Schichten der
Fahrbahn 12 ein im Wesentlichen glatter bzw. ebener Übergang zwischen der Dichtungsschicht
20 und der Formsteinoberseite 46 sichergestellt. Darüber hinaus bildet die Oberfläche
der Fahrbahn 12 mit der Elementoberseite 62 der Oberflächenelemente 60 nahezu eine
Ebene. Somit ist auch die Oberseite des Formsteins 26, also die Elementoberseiten
62 als herausragende Flächen, als Teil der Verkehrsfläche befahrbar. Durch die in
regelmäßigen Abständen angeordneten Aussparungen 72 zwischen jeweils zwei benachbarten
Oberflächenelementen 60 wird ein rhythmisches Geräusch beim Überfahren mit den Rädern
eines Kraftfahrzeugs erzeugt, sodass der Fahrer akustisch auf ein unerwünschtes Überschreiten
des Fahrbahnrandes 14 hingewiesen wird und entsprechend gegenlenken kann.
[0049] Die Oberflächenelemente 60 weisen aufgrund ihrer identischen Ausbildung auch eine
identische Breite in Richtung der Längserstreckung des Formsteins 26 auf. Die Aussparungen
72 zwischen den in regelmäßigen Abständen auf der Formsteinoberseite 46 angeordneten
Oberflächenelementen 60 weisen eine geringere Breite auf, insbesondere lediglich ein
Drittel bis ein Viertel der Breite der Oberflächenelemente 60.
[0050] Die Erfindung funktioniert wie folgt: Auf die Fahrbahn 12 auftreffendes Oberflächenwasser,
beispielsweise aufgrund von Niederschlägen, dringt in die Drainageschicht 22 ein,
da diese porös und wasserdurchlässig ist. Das Auftreffen des Oberflächenwassers ist
in der Fig. 1 mit Pfeilen zur Kennzeichnung einer Niederschlagsrichtung 74 dargestellt.
Die unter der Drainageschicht 22 angeordnete wasserundurchlässige Dichtungsschicht
20 sorgt dafür, dass sich das Wasser auf dieser sammelt und in Richtung des Gefälles
abgeleitet wird, wie die Pfeile zur Darstellung einer Ableitungsrichtung 76 anzeigen.
Das Gefälle zeigt wie oben beschrieben entsprechend in Richtung des Fahrbahnrandes
14, d.h. das Oberflächenwasser fließt in diesem Fall im Wesentlichen innerhalb der
Drainageschicht 22 von links nach rechts auf der Dichtungsschicht 20 entlang.
[0051] Im Übergangsbereich zu dem Formstein 26 fließt das Oberflächenwasser weiter in die
Aussparungen 72 zwischen den Oberflächenelementen 60 hinein. Da die Formsteinoberseite
46 ebenfalls ein Gefälle von der Seitenfläche 48 auf der linken Seite zu der Seitenfläche
50 auf der rechten Seite des Formsteins 26 aufweist, fließt das Oberflächenwasser
weiter entsprechend der Pfeile der Ableitungsrichtung 78 über den Formstein 26 in
Richtung der Rinnensteine 28, 30 ab. Die Formsteinoberseite 46 ist in etwa auf Höhe
der Oberkante oder leicht oberhalb der Rinnensteine 28, 30 angeordnet, sodass das
Wasser von oben in diese hineinfließen kann. In den Rinnensteinen 28, 30 befinden
sich Straßenabläufe 32, mit deren Hilfe das Oberflächenwasser wie üblich abgeleitet
werden kann. Durch die großformatigen Aussparungen 72 ist der Formstein 26 leicht
zu reinigen. Zudem erlauben die Aussparungen 72 einen Blick auf die Drainageschicht
22 im Bereich des Fahrbahnrands 14. Auf diese Weise kann der Verschmutzungsgrad der
Drainageschicht 22 erkannt werden. Durch den beschriebenen Aufbau der Abflussrinne
bzw. Mulde aus den Rinnensteinen 28, 30 lässt sich die Rinne bzw. Mulde auf einfache
Weise reinigen, beispielsweise mittels eines Besenwagens.
[0052] Sofern auf eine Abflussrinne verzichtet wird und der Formstein 26 die Fahrbahn gegenüber
einem Bankett abgrenzt, kann der Formstein 26 als Leiteinrichtung beim sog. "Abschälen"
des Banketts genutzt werden. Zudem verhindert der Formstein 26 eine Verschmutzung
der Drainageschicht 22 bei diesem Vorgang.
[0053] Der Formstein 26 ist vorzugsweise einstückig aus Beton oder ähnlichen Materialien
gefertigt. Er kann eine Armierung zur Stabilisierung ausweisen. Der Formstein 26 beinhaltet
sowohl den Formsteinkörper 42 als auch alle darauf angeordneten Oberflächenelemente
60.
Bezugszeichenliste:
[0054]
- 10
- Straße
- 12
- Fahrbahn
- 14
- Fahrbahnrand
- 16
- Asphalttragschicht
- 18
- Asphaltbinderschicht
- 20
- Dichtungsschicht
- 22
- Drainageschicht
- 24
- Deckschicht
- 26
- Formstein
- 28
- Rinnenstein
- 30
- Rinnenstein
- 32
- Straßenablauf
- 34
- Unterbetonschicht
- 36
- Betonschutzwand
- 38
- Unterbetonschicht
- 40
- Zwischenschicht
- 42
- Formsteinkörper
- 44
- Formsteinunterseite
- 46
- Formsteinoberseite
- 48
- Formsteinlängsseite
- 50
- Formsteinlängsseite
- 52
- Formsteinstimfläche
- 54
- Formsteinstimfläche
- 56
- Zuflusskante
- 58
- Abflusskante
- 60
- Oberflächenelemente
- 62
- Elementoberseite
- 64
- Elementstirnfläche
- 66
- Elementstirnfläche
- 68
- Elementseitenfläche
- 70
- Elementseitenfläche
- 72
- Aussparung
- 74
- Niederschtagsrichtung
- 76
- Ableitungsrichtung
- 78
- Ableitungsrichtung
1. Formstein zur Randeinfassung einer Verkehrsfläche mit einer Deckschicht (24), die
eine Drainageschicht (22), insbesondere aus offenporigem Asphalt aufweist, und mit
einem Formsteinkörper (42), der zwei gegenüberliegenden Formsteinlängsseiten (48,
50), eine Formsteinunterseite (44) zur Aufstellung auf einem Untergrund und eine Formsteinoberseite
(46) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Formsteinoberseite (46) mehrere gegenüber derselben hervorstehende Oberflächenelemente
(60) zugeordnet sind, und dass zwischen benachbarten Oberflächenelementen (60) mindestens
eine gegenüber diesem zurückspringende Aussparung (72) angeordnet ist zur Aufnahme
und/oder Ableitung von Oberflächenwasser in einer Richtung winklig zu den Formsteinlängsseiten.
2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise alle Oberflächenelemente (60) identisch ausgebildet sind, wobei mehrere
Oberflächenelemente (60) nebeneinander, vorzugsweise in gleicher Ausrichtung und/oder
in einer Reihe angeordnet sind, insbesondere mit regelmäßigem Abstand zueinander und/oder
im Wesentlichen gleich breiten Aussparungen (72) zwischen ihnen.
3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der mindestens einen Aussparung (72) im Wesentlichen der Höhe des Oberflächnelements
(60) entspricht, insbesondere dass sich die Aussparung (72) von einer Oberseite des
Oberflächenelements (60) bis an die Formsteinoberseite (46) erstreckt.
4. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Formsteinoberseite (46) und/oder die mindestens eine Aussparung (72) eine Neigung
gegenüber der Formsteinunterseite (44) aufweist, bevorzugt im Wesentlichen senkrecht
zur Längserstreckung des Formsteins (26), so dass bei im Wesentlichen horizontaler
Aufstellung der Formsteinunterseite (44) auf einem Untergrund das Oberflächenwasser
von der Formsteinoberseite (46) und/oder der Aussparung (72) abfließen kann.
5. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aussparung (72) sich bis an eine der Formsteinlängsseiten (48,
50) erstreckt, vorzugsweise durchgehend zwischen beiden Formsteinlängsseiten (48,
50), wobei insbesondere die Sohlen mehrerer Aussparungen (72) sich im Wesentlichen
in einer gemeinsamen Ableitungsebene erstrecken.
6. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenelemente (60) eine im Wesentlichen ebene Elementoberseite (62) aufweisen,
wobei insbesondere die Elementoberseiten (62) vorzugsweise aller Oberflächenelemente
(60) im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, vorzugsweise im Wesentlichen
in einer gemeinsamen Oberflächenebene.
7. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenelement (60) mehrere jeweils im Bereich zwischen der
Formsteinoberseite (46) und der Elementoberseite (62) verlaufende Elementseitenflächen
(48, 50) aufweist, wobei die Elementseitenflächen (48, 50) vorzugsweise seitlich in
Richtung der Längserstreckung des Formsteins (26) verlaufen und/oder senkrecht zueinander
verlaufen insbesondere als zumindest abschnittsweise gerade und/oder gekrümmt verlaufende
Seitenflächen eines im Wesentlichen quaderförmigen Körpers.
8. Formstein nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer Seitenkante zwischen einer ersten seitlichen Formsteinlängsseite
(50) und der Formsteinoberseite (46) eine Abflusskante (58) zur seitlichen Ableitung
von Oberflächenwasser angeordnet ist, wobei sich die Abflusskante (58) vorzugsweise
über die gesamte Länge der Seitenkante erstreckt, und wobei die Abflusskante (58)
insbesondere abgerundet ausgebildet ist, und insbesondere dass im Bereich einer Seitenkante
zwischen einer zweiten Formsteinlängsseite (48) und der Formsteinoberseite (46) eine
Zuflusskante (56) zur seitlichen Zuleitung von Oberflächenwasser angeordnet ist, wobei
die Zuflusskante (56) bevorzugt nahezu keine Abrundung aufweist, und wobei die Zuflusskante
(56) abschnittsweise durch die Oberflächenelemente (60) unterbrochen ist.
9. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Elemeniseitenflächen (68, 70) zumindest nahezu bündig mit der Zuflusskante
(58) und damit vorzugsweise auch mit dem Oberflächenelement (60) abschließend angeordnet
ist.
10. Formstein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Elementoberseiten (62) gegenüber der Formsteinoberseite (46) geneigt angeordnet
ist, insbesondere in Richtung der Abflusskante (58).
11. Verkehrsfläche mit einer Fahrbahn (12) und einem Formstein (26) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Fahrbahn (12) eine Deckschicht (24) mit mindestens einer zumindest
teilweise wasserdurchlässigen Drainageschicht (22) und einer unterhalb der Drainageschicht
(22) angeordneten zumindest nahezu wasserundurchlässigen Dichtungsschicht (20) aufweist,
und wobei der Formsfein (26) als seitliche Begrenzung der Deckschicht (24) im Wesentlichen
neben der Deckschicht (24) entlang verlaufend angeordnet ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Sohlen der Aussparungen (72) in den Oberflächenelementen (60) des Formsteins
(26) sind zur Ableitung von Oberflächenwasser etwa auf gleicher Höhe oder geringfügig
unter der Oberkante der Dichtungsschicht (20) bzw. der Unterkante der Drainageschicht
(22) angeordnet,
b) die Formsteinoberseite (46) liegt unterhalb der Oberseite der Deckschicht (24),
wobei die geneigte Ausrichtung der Elementoberseite (62) der Oberflächenelemente (60)
zum wenigstens teilweisen Ausgleich der Höhendifferenz zwischen der Formsteinoberseite
(46) und der Oberseite der Deckschicht (24) dient.
12. Verkehrsfläche nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Drainageschicht (22) zumindest teilweise aus porösem Material, bevorzugt aus
wasserdurchlässigem Asphalt, besonders bevorzugt aus offenporigem Asphalt gebildet
ist.
13. Verkehrsfläche nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsschicht (20) zumindest teilweise aus wasserundurchlässigem Material,
bevorzugt aus wasserundurchlässigem Asphalt, besonders bevorzugt aus Gussasphalt gebildet
ist.
14. Verkehrsfläche nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittshöhe des mindestens einen Oberflächenelements (60) des Formsteins
(26) in etwa der Querschnittshöhe der Drainageschicht (22) entspricht.
15. Verkehrsfläche nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Fahrbahn (12) abgewandt bzw. entfernt angeordneten Seite des Formsteins
(26) seitlich eine Abflussrinne bzw. Mulde zum Ableiten von Oberflächenwasser angeordnet
ist, insbesondere direkt daneben bzw. an diesen anschließend, wobei sich der Formstein
(26) vorzugsweise zwischen der Deckschicht (24) der Fahrbahn (12) und der Abflussrinne
bzw. Mulde befindet, wobei insbesondere die Oberkante der Abflussrinne bzw. Mulde
auf gleicher Höhe oder tiefer als die Sohle der mindestens einen Aussparung (72) des
Formsteins (26) angeordnet ist, um Oberflächenwasser von der Aussparung (72) in die
Abflussrinne bzw. Mulde zu leiten.