[0001] Die Erfindung betrifft einen Zargenholm einer Zarge von Türen oder Toren mit einer
Befestigungseinrichtung nach dem Oberbegriff des beigefügten Anspruches 1.
[0002] Zargen dienen zur Halterung eines Türblatts an der Türöffnung eines Mauerwerks. Hierzu
weisen Zargen in der Regel wenigstens drei Zargenholme auf, die miteinander derart
verbunden sind, dass zwei vertikal anzuordnende Zargenholme vertikal und parallel
zueinander angeordnet sind und wenigstens ein horizontal anzuordnender Zargenholm
die beiden vertikalen Zargenholme in Querrichtung miteinander verbindet. Das Türblatt
wird meist an einem der vertikal anzuordnenden Zargenholme mittels Türbändern aufgehängt.
Ferner weisen die Querschnitte vieler Zargen eine Falzung auf, die als eine Abstufung
ausgebildet ist und in Richtung Türblatt zeigt, um eine Anschlagfläche für das Türblatt
im geschlossenen Zustand zu bilden.
[0003] Zargen bestehen meist aus Holz oder Metall, insbesondere Stahl, wobei die meisten
am Markt erwerblichen Zargen aus Metall, insbesondere Stahl sind. Auf diese Stahl-
oder Metallzargen wird hier der Hauptaugenmerk gerichtet.
[0004] Zur Befestigung der Zargen an einer Laibung in einem Mauerwerk können unterschiedliche
Befestigungsmethoden verwendet werden. Je nach anzutreffenden Gegebenheit werden verschiedene
Befestigungseinrichtungen verwendet. Zumeist erfolgt die Befestigung der Zargenholme
an der Mauerlaibung mit Schraubbefestigung. Hierzu weisen die Zargenholme in der Regel
Öffnungen auf, durch die ein Schraubbefestigungsmittel hindurchgeführt und mit der
Mauerlaibung verbunden wird. Zur Fixierung der Schraubbefestigungsmittel in der Mauerlaibung
werden in die Laibung Löcher gebohrt und diese mit Dübeln versehen. Anschließend wird
der Zargenholm mit seinem Loch derart vor das gebohrte Loch positioniert, dass eine
Schraube durch die Öffnung des Zargenholms hindurchgesteckt und in die Bohrung eingeschraubt
werden kann.
[0005] Insbesondere bei der Befestigung von Eckzargen ist es oft erwünscht den Schraubbefestiger
schräg in die Mauerlaibung einzubringen, um so den Schraubbefestiger möglichst nahe
an dem Türanschlagsbereich des Zargenholms zu positionieren. Durch eine Schrägbefestigung
eines Mauerankers, wie insbesondere einer Dübel- Schraubbefestigerkombination kann
man auch bei einem nahe an der Kante der Türöffnung angeordneten Angriffspunkt mit
dem Dübel weiter in die Mitte der Laibung eindringen und so insgesamt eine stärkere
Befestigung erreichen.
[0006] Ein Problem bei der Montage des Zargenholms mittels eines schräggestellten Schraubbefestigers
stellt hierbei eine mögliche Verwindung oder Verdrehung des Zargenholms während der
Montage dar. Durch ein festes Anziehen des Schraubbefestiger übt man auf den Zargenholm
ein starkes Drehmoment aus, das zu einer Verwindung des Zargenholms um seine Längsachse
führen kann. Man musste Zargenholme daher bisher sehr verwindungssteif auslegen und
insbesondere aus relativ dickwandigen Blechen oder Profilen fertigen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, einen Zargenholm mit einer Befestigungseinrichtung zur verdrehsteifen Montage
in einer Mauerlaibung zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Zargenholm mit dem Merkmal des beigefügten Anspruchs
1 gelöst.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung schlägt einen Zargenholm einer Zarge von Türen oder Toren mit einer
Befestigungseinrichtung vor zur Befestigung des Zargenholms mittels eines schräggestellten
Befestigungselements an dem Mauerwerk, wobei eine einstellbare Abstandshalteeinrichtung
zum Einstellen des Abstands zwischen einem Mauerwerk und den Zargenholm aufweist.
Der Zargeholm zeichnet sich dadurch aus, dass die Abstandshalteeinrichtung als Abstandshalterelement
mindestens eine einstellbare Keileinrichtung hat, die die vom schräggestellten Befestigungselement
ausgehende Krafteinwirkung aufnimmt. In Folge der einstellbaren Abstandshalterelemente
ist es möglich den Zargenholm mittels schräggestellter Befestigungselemente verdrehsteif
zu montieren. Insbesondere die einstellbare Keileinrichtung ermöglicht die von dem
schräggestellten Befestigungselement ausgehende Kraft vorteilhaft aufzunehmen. Zudem
wird durch die Verwendung zweier Abstandshalterelemente eine vorteilhafte Abstützung
des Zargenholms während der Montage gewährleistet. Vorteilhafterweise lassen sich
durch die einstellbaren Abstandshalterelemente je nach Anwendungsfall ein zwischen
dem Zargenholm und dem Mauerwerk vorhandenen Abstand anpassen.
[0011] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Keileinrichtung zwei gegeneinander
verschiebbare Keilelemente auf, wobei eines der Keilelemente feststeht und das andere
Keilelement gegenüber dem feststehenden Keilelement verschiebbar ist. Dementsprechend
bedarf es zur Anpassung eines zwischen dem Zargenholm und dem Mauerwerk vorhandenen
Abstands nur eines Verschiebens des verschiebbaren Keilelements, so dass sich ein
erhöhter Bedienkomfort einstellt.
[0012] Die Keileinrichtung ist derart angeordnet und ausgebildet, dass die Auflagefläche
zwischen den Keilelementen im Wesentlichen quer zur Erstreckungsrichtung des schräg
einzubringenden Befestigungselements zu liegen kommt.
[0013] Insbesondere ist die Auflagefläche zwischen den beide Keilelemente quer zur Längsrichtung
des Zargenholms und schräg zu einer Eckkante auf der Bandseite des Zargenholms hin
gerichtet.
[0014] Um eine Verdrehung des Zargenholms um eine Längsachse bei Schrägbefestigung zu vermeiden,
sind die beiden Abstandshalter im Nahbereich eines Angriffspunkt für das Befestigungselement
an dem Zargenholm und in Querrichtung des Zargenholms beabstandet zueinander. Vorteilhaft
sind sie derart angeordnet, dass sie bei der Schrägbefestigung das Befestigungselement
zwischen sich aufnehmen.
[0015] Vorteilhaft weisen die Keilelemente auf ihren einander zugewandten Flächen eine Erfassungseinrichtung
zum formschlüssigen Feststellen der Keilelemente relativ zueinander auf. In Folge
der Erfassungseinrichtung lassen sich die Positionen der Keilelemente zueinander und
folglich der Abstand zwischen dem Zargenholm und dem Mauerwerk vorteilhaft einstellen
und insbesondere sicher fixieren und feststellen.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Erfassungseinrichtung eine
Reihe von Zähnen an jedem Keilelement auf, die während der Auflage der beiden Keilelemente
formschlüssig ineinander greifen. Hierdurch können die Keilelemente formschlüssig
zueinander positioniert werden, so dass nach dem Verschieben das verschiebbare Keilelement
seine Position beibehält.
[0017] Die Keilelemente haben weiter vorteilhaft das Profil eines rechtwinkligen Dreiecks
mit Hypotenuse, Kathete und Ankathete. Eine solche Form ist besonders einfach herstellbar.
[0018] Vorteilhafterweise liegt das verschiebbare Keilelement mit seiner der Hypotenuse
zugewandten Fläche auf einen der Hypotenuse zugewandten Fläche des feststehenden Keilelements
derart auf, dass sich die der Gegenkathete zugewandten Flächen beider Keilelemente
gegenüberliegen. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Keilelement, welches an dem
Mauerwerk anliegt, stets einen parallelen vollflächigen Kontakt mit seiner an dem
Mauerwerk anliegenden Fläche aufweist.
[0019] Der Zargenholm ist derart vorteilhaft ausgebildet, dass die Keilelemente auf ihren
einander zugewandten Seiten Führungselemente aufweisen, die zum linearen Verschieben
der beiden Keilelemente ineinander greifen. Hierdurch lassen sich die beiden Keilelemente
nur in linearer Richtung verschieben, so dass ein Versatz der beiden Keilelemente
quer zur linearen Verschieberichtung nicht möglich ist. Zudem wird ein Verkippen des
verschiebbaren Keilelements verhindert.
[0020] Vorteilhafterweise hat die Keileinrichtung ein Fixierelement zum Festellen der Keilelemente
in einer auswählbaren Position. Das Fixierelement ermöglicht ein kraftschlüssiges
Fixieren des verschiebbaren Keilelements, so dass durch Aufbringen einer erhöhten
Kraft auf die Keileinrichtung kein Verrutschen des verschiebbaren Keilelements möglich
ist.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Fixierelement in einer Aussparung
des feststehenden Keilelements aufgenommen und dient zur kraftschlüssigen Fixierung
des verschiebbaren Keilelements. Hierdurch wird das Fixierelement platzsparend in
dem Keilelement aufgenommen. Demgemäß ist es nicht erforderlich, an dem Zargenholm
eine Ausbuchtung vorzusehen, die das hervorstehende Fixierelement aufnimmt. Dementsprechend
wird ein nach außen hin optisch ansprechendes Erscheinungsbild des Zargenholms sichergestellt.
[0022] Vorteilhafterweise weist der Zargenholm wenigstens ein Abstandseinstellelement auf,
das ein in seiner Länge einstellbares Stiftelement umfasst. Ein derartiges Abstandseinstellelement
ermöglicht zusammen mit der Keileinrichtung eine verdrehsteife Montage des Zargenholms,
da das Stiftelement den Zargenholm an dem Mauerwerk gegen eine Verdrehung um eine
Längsachse abstützt.
[0023] Vorteilhafterweise umfasst das Stiftelement eine Kontermutter, eine Gewindeschraube
und/oder ein Lageelement. Ein derartiges Stiftelement zeichnet sich durch seinen einfachen
und kostengünstigen Aufbau aus.
[0024] Vorteilhafterweise ist die Gewindeschraube mittels der Kontermutter axial verschiebbar
in dem Lageelement angeordnet. In Folge der axialen Verschiebbarkeit der Gewindeschraube
mittels der Kontermutter kann die Gewindeschraube vorteilhaft an den zwischen dem
Mauerwerk und den Zargenholm vorhanden Abstand angepasst werden.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die Keileinrichtung in einem Falzabschnitt
des Zargenholms angeordnet. Da das schräggestellte Befestigungselement im Falzabschnitt
eingebracht wird, ist es von Vorteil, die Keileinrichtung ebenfalls in diesem Abschnitt
anzuordnen, um eine ausreichende Kraftaufnahme während der Montage durch die Keileinrichtung
sicherzustellen.
[0026] Vorteilhaft ist das Stiftelement in einem Mauerlaibungsbereich des Zargenholms angeordnet.
In Folge der Anordnung der beiden Abstandseinstellelementen in unterschiedlichen Abschnitten
des Zargenholms, wird eine vorteilhafte Abstützung des Zargenholms erreicht.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Befestigungseinrichtung zur
Aufnahme des schräggestellten Befestigungselements an einer dem Mauerwerk abzuwendende
Seite eine Vertiefung mit einer gegenüber den die Vertiefung umgebenden Bereich des
Zargenholms schrägverlaufende Durchgangsöffnung auf. Hierdurch wird ein vorteilhaftes
Einsetzen des Befestigungselements sichergestellt.
[0028] Vorteilhaft ist die Vertiefung zur vollständigen Aufnahme eines Kopfes des Befestigungselementes
ausgebildet. Demgemäß kann die Öffnung mit einem Verschlussstopfen versehen werden,
so dass keine das optische Erscheinungsbild beeinträchtigten Öffnungen oder hervorstehenden
Schraubköpfe sichtbar sind.
[0029] Vorteilhaft ist die Vertiefung in Querrichtung des Zargenholms gesehen zwischen den
Abstandshalteelementen angeordnet. Hierdurch wird eine vorteilhafte Abstützung des
Zargenholms während der Montage des schräggestellten Dübels ermöglicht. Dementsprechend
kann sich der Zargenholm während der Montage nicht verdrehen, so dass eine verdrehsteife
Montage des Zargenholms gewährleistet wird.
[0030] Vorteilhaft ist der Schrägverlauf der Vertiefung im Wesentlichen parallel zu den
einander zugewandten Seiten von Keilelementen der Keileinrichtung , so dass die Mittelachse
der Durchgangsöffnung im Wesentlichen senkrecht zu diesen einander zugewandten Seiten
der Keilelemente verläuft. Dadurch wird ein Querverlauf des Befestigungselements zu
einer Abstützfläche der Keileinrichtung geschaffen, so dass Anziehkräfte des Befestigungselements
durch die Keileinrichtung sicher aufgenommen werden können.
[0031] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht eines Teilbereich eines Zargenholms mit einer Befestigungseinrichtung;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch den Zargenholm gemäß der Linie II- II von Fig. 1 in einem
an einer Kante einer Türöffnung in einem Mauerwerk befestigten Zustand;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Zargenholm gemäß der Linie III- I von Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des Zargenholms von Fig. 1, jedoch in einer weiteren Einbausituation
mit einem gegenüber der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Einbausituation vergrößerten
Abstand zwischen Zargenholm und Mauerwerk;
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch den Zargenholm gemäß der Linie V- V von Fig. 3; und
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch den Zargenholm gemäß der Linie VI- VI von Fig. 1.
[0032] Figur 1 zeigt eine Vorderansicht eines Zargenholms 10 einer Zarge 1 mit einer Befestigungseinrichtung
20. Die Befestigungseinrichtung 20 umfasst eine Keileinrichtung 24, ein Stiftelement
26 und eine Vertiefung 28, die mit einer schräg verlaufenden Durchgangsöffnung 30
versehen ist.
[0033] Wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt, ermöglicht die Befestigungseinrichtung 20
den Zargenholm 10 an dem Mauerwerk 12 abzustützen und einen zwischen dem Zargenholm
10 und dem Mauerwerk 12 vorhandenen Abstand auszugleichen. Hierdurch wird eine verdrehsteife
Montage des Zargenholms 10 an dem Mauerwerk 12 mittels eines schräggestellten Befestigungselements
31 ermöglicht.
[0034] Die in Figur 2 dargestellte Zarge 1 ist eine Eckzarge, die einen Falzbereich 14,
einen Mauerlaibungsbereich 16 und einen Schenkelbereich 18 aufweist. Das Stiftelement
26 ist in dem Mauerlaibungsbereich 16 und die Keileinrichtung 24 ist in dem Falzbereich
14 angeordnet.
[0035] Im Folgenden wird auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen. Die Keileinrichtung 24
weist zwei Keilelemente 32, 33 auf, wobei eines der Keilelemente ein an dem Profil
des Zargenholms 10 befestigtes feststehendes Keilelement 32 und das andere ein gegenüber
dem feststehenden Keilelement 32 verschiebbares Keilelement 33 ist.
[0036] Das feststehende Keilelement 32 umfasst einen Keilbereich 34 und einen Anschlagsbereich
36. Der Anschlagsbereich 36 ist rechteckförmig ausgebildet, wobei eine Seite an dem
Schenkelbereich 18 anliegt. Dementsprechend dient der Anschlagsbereich 36 dazu, das
feststehende Keilelement 32 an dem Schenkelbereich 18 festzulegen und die Krafteinleitungsfläche
zu vergrößern. Der Keilbereich 34 hat von der Seite aus (in Längsrichtung des Zargenholms)
gesehen die Form eines rechtwinkligen Dreiecks, welches entsprechend eine Hypotenuse
44, eine Gegenkathete 46 und eine Ankathete 47 aufweist. In der der Gegenkathete 46
zugewandten Fläche ist eine Aussparung 37 eingebracht, die einen vorderen Aussparungsbereich
38 und einen hinteren Aussparungsbereich 39 aufweist. Der hintere Aussparungsbereich
39 ist mit einem Innengewinde versehen. Über die Aussparung 37 ist ein Fixierelement
40 mit einem Außengewinde derart in den Keilbereich 34 eingesetzt, dass das Fixierelement
40 mit dem hinteren Aussparungsbereichs 39 verschraubt ist. Durch Drehen des Fixierelements
40 kann das Fixierelement 40 in Richtung des verschiebbaren Keilelements 33 bewegt
werden. Vorteilhaft lässt sich das Fixierelement 40 über den vorderen Öffnungsbereich
38 drehen.
[0037] In der der Hypotenuse 44 zugewandten Fläche ist eine T-förmige Führungsnut 52 eingebracht.
Links und rechts von der Führungsnut 52 ist jeweils eine Auflagefläche 48 vorgesehen,
die mit einer Erfassungseinrichtung 41 versehen ist. Die Erfassungseinrichtung 41
weist eine Vielzahl an Zähnen 42 auf, wie in Figur 1 dargestellt.
[0038] Das verschiebbare Keilelement 33 ist näherungsweise als ein rechtwinkliges Dreieck
ausgebildet und umfasst eine Hypotenuse 44, eine Gegenkathete 46 und eine Ankathete
47. Auf seiner der Hypotenuse 44 zugewandten Fläche weist das verschiebbare Keilelement
33 ein T-förmiges Führungselement 50 auf, das der Form der T-förmigen Führungsnut
52 entspricht. Links und rechts von dem Führungselement 50 ist jeweils eine Auflagefläche
48 angeordnet, die eine Erfassungseinrichtung 41 in Form von Zähnen 42 aufweist.
[0039] Die beiden Keilelemente 32, 33 sind derart zueinander angeordnet, dass das verschiebbare
Keilelement 33 mit seinem Führungselement 50 in die Führungsnut 52 des feststehenden
Keilelements 32 eingreift. Demgemäß ist das verschiebbare Keilelement 33 nur in einer
Richtung gegenüber dem feststehenden Keilelement 32 verschiebbar. Die beiden Auflageflächen
48 der Keilelemente 32, 33 liegen aufeinander und die Zähne 42 der jeweiligen Erfassungseinrichtung
41 greifen ineinander. Das verschiebbare Keilelement 33 liegt mit einer der Ankathete
47 entsprechenden mauerwerksseitigen Anlagefläche 54 an dem Mauerwerk 12 an. Demgemäß
kann durch ein Verschieben des verschiebbaren Keilelements 33 eine Anlage seiner mauerwerksseitigen
Anlagefläche 54 an dem Mauerwerk erzielt werden.
[0040] Im Folgenden wird auf die Fig. 1 und 3 Bezug genommen. Das Stiftelement 26 weist
ein Lagerelement 56, eine Kontermutter 58 und eine Gewindeschraube 60 auf. Das Lagerelement
56 ist in dem Mauerlaibungsabschnitt 16 des Zargenholms 10 angeordnet und mit einem
Innengewinde versehen. In das Innengewinde ist die Gewindeschraube 60 eingeschraubt,
wobei am Ende des nicht eingeschraubten Abschnitts ein Auflageelement 62 angeordnet
ist, das an dem Mauerwerk 12 anlegbar ist. Das Auflageelement 62 sorgt für eine größere
Aufstandsfläche des Stiftelements 26 an dem Mauerwerk 12. An der Stelle, an der die
Gewindeschraube 60 aus dem Lagerelement 56 herausragt, ist die Kontermutter 58 angeordnet,
so dass durch ein Drehen der Kontermutter 58 die Gewindeschraube 60 in Richtung Mauerwerk
12 verschiebbar ist. Demgemäß kann die Gewindeschraube 60 an einem zwischen dem Zargenholm
10 und dem Mauerwerk 12 vorhandenen Abstand angepasst werden.
[0041] Die Vertiefung 28 mit der darin mittig angeordneten Durchgangsöffnung 30 ist zwischen
der Keileinrichtung 24 und dem Stiftelement 26 angeordnet. Die Vertiefung 28 ist derart
vorteilhaft ausgebildet, dass sie den Kopf des schräggestellte Befestigungselements
31 vollständig aufnehmen kann. Demgemäß kann die Vertiefung 28 mit einem Verschlussstopfen
versehen werden, so dass ein nach außen hin optisch ansprechendes Erscheinungsbild
des Zargenholms gewährleistet wird. Über die schräg verlaufende Durchgangsöffnung
30 wird das Befestigungselement 31 schräg mit dem Mauerwerk 12 verbunden.
[0042] Wie gut aus den Fig. 3 und Fig. 6 ersichtlich, ist der Boden der Vertiefung 28 etwa
parallel zu den einander erfassenden Seiten der Keilelemente 32, 33 angeordnet. Die
Durchgangsöffnung 30 ist daher mit ihrer Mittelachse etwa senkrecht zu diesen einander
erfassenden Seiten der Keilelemente 32, 33, d.h. hier den Hypotenusen 44 angeordnet.
Dadurch stützt die Keileinrichtung 24 Befestigungskräfte sicher ab.
[0043] Im Folgenden wird eine mögliche Vorgehensweise zur Montage des Zargenholms 10 an
dem Mauerwerk 12 beschrieben. Hierzu wird zunächst ein schräges Loch in das Mauerwerk
12 eingebracht und mit einem Dübel versehen. Anschließend wird der Zargenholm 10 derart
vor das in das Mauerwerk 12 eingebrachte Loch positioniert, dass die Durchgangsöffnung
30 mit dem Loch in dem Mauerwerk 12 fluchtet. Als Nächstes wird das verschiebbare
Keilelement 33 derart gegenüber dem feststehenden Keilelement 32 verschoben, dass
das verschiebbare Keilelement 33 mit seiner mauerwerkseitigen Auflagefläche 34 an
dem Mauerwerk 12 anliegt. Zur Fixierung des verschiebbaren Keilelements 33 wird das
Fixierelement 34 durch Drehen derart in Richtung des Führungselements 50 bewegt, dass
zwischen dem Fixierelement 40 und dem Führungselement 50 eine kraftschlüssige Verbindung
entsteht. Durch eine Kombination des formschlüssigen Ineinandergreifens der Zähne
42 des feststehenden Keilelements 32 und des verschiebbaren Keilelements 33 sowie
durch das kraftschlüssige Fixieren des Führungselements 50 mittels des Fixierelements
40 erfolgt eine starke Fixierung der Lage des verschiebbaren Keilelements 33. Auch
wird das Auflageelement 62 der Gewindeschraube 60 an dem Mauerwerk zur Anlage gebracht.
Hierzu wird die Kontermutter 58 derart gedreht, dass sich die Gewindeschraube 60 in
Richtung Mauerwerk 12 bewegt, bis schließlich das Auflageelement 62 kraftschlüssig
an dem Mauerwerk anliegt. Als Letztes wird das Befestigungselement 31 in die Vertiefung
28 eingesetzt und mit dem Dübel in dem Mauerwerk 12 verschraubt. Für die stabile Fixierung
des Zargenholms 10 an dem Mauerwerk 12 sind mehrere Befestigungselemente 31 vorgesehen,
so dass ein Zargenholm mehrere Befestigungseinrichtungen 20 aufweist.
[0044] In den Fig. 4 bis 6 ist noch eine weitere Einbausituation für den Zargenholm 10 dargestellt.
Die Einbausituation der Figuren 4 bis 6 unterscheidet sich von der Einbausituation
gemäß den Fig. 1 bis 3 dadurch, dass zwischen dem Zargenholm 10 und dem Mauerwerk
12 ein größerer Abstand vorhanden ist.
[0045] Dementsprechend sind die Abstandshalterelemente 22 an den zwischen dem Zargenholm
10 und dem Mauerwerk 12 vorzusehenden Abstand anzupassen.
[0046] Die hier dargestellte Befestigungseinrichtung 20 zeichnet sich dadurch aus, dass
in Folge der beiden Abstandshalterelemente 22 eine verdrehsteife Montage eines Zargenholms
10 an einem Mauerwerk 12 mittels eines schrägegestellten Befestigungselements 31 ermöglicht
wird. Zudem ermöglicht die mittige Anordnung der Vertiefung 28 zwischen dem Stiftelement
26 und der Keileinrichtung 24 ein vorteilhaftes Abstützen des Zargenholms 10 an dem
Mauerwerk 12 während der Montage. In Folge der verstellbaren Abstandshalterelemente
22 kann die Befestigungseinrichtung 20 vorteilhaft an die jeweilige Einbausituation
angepasst werden. Des Weiteren gewährleistet die Vertiefung 28 ein optisch ansprechendes
Erscheinungsbild, da der Kopf des Befestigungselements 31 in der Vertiefung 28 aufgenommen
wird und die Vertiefung 28 mit einem Verschlussstopfen versehen werden kann. Ebenso
das Stiftelement 26 gewährleistet eine einfache Anpassung des zwischen dem Mauerwerk
12 und dem Zargenholm 10 vorhandenen Abstands auszugleichen. Zur verdrehsteifen Montage
der Zarge 1 an dem Mauerwerk 12 weist die Zarge 1 mehrere in äquidistanten Abständen
angeordnete Befestigungseinrichtungen 20 auf.
Bezugszeichenliste
| 1 Zarge |
46 Gegenkathete |
| 10 Zargenholm |
47 Ankathete |
| 12 Mauerwerk |
48 Auflagefläche |
| 14 Falzbereich |
50 T-förmiges Führungselement |
| 16 Mauerlaibungsbereich |
|
| 18 Schenkelbereich |
52 Führungsnut |
| 20 Befestigungseinrichtung |
54 mauerwerksseitige Anlagefläche |
| 21 Abstandshalteeinrichtung |
|
| 22 Abstandshalterelement |
56 Lagerelement |
| 24 Keileinrichtung |
58 Kontermutter |
| 26 Stiftelement |
60 Gewindeschraube |
| 28 Vertiefung |
62 Auflageelement |
| 30 Durchgangsöffnung |
|
| 31 schräggestelltes Befestigungselement |
|
| 32 feststehendes Keilelement |
|
| 33 verschiebbares Keilelement |
|
| 34 Keilbereich |
|
| 36 Anschlagsbereich |
|
| 37 Aussparung |
|
| 38 vorderer Aussparungsbereich |
|
| 39 hinterer Aussparungsbereich |
|
| 40 Fixierelement |
|
| 41 Erfassungseinrichtung |
|
| 42 Zähne |
|
| 44 Hypotenuse |
|
1. Zargenholm (10) einer Zarge (1) von Türen oder Toren mit einer Befestigungseinrichtung
(20) zur Befestigung des Zargenholms (12) mittels eines schräggestellten Befestigungselements
(31) an einem Mauerwerk (12), wobei die Befestigungseinrichtung (20) eine einstellbare
Abstandshalteeinrichtung (21) zum Einstellen des Abstands zwischen dem Mauerwerk (12)
und den Zargenholm (10) aufweist,
wobei die Abstandshalteeinrichtung (21) als Abstandshalterelement (22) mindestens
eine einstellbare Keileinrichtung (24) hat, die zur Aufnahme der vom schräggestellten
Befestigungselement (31) ausgehenden Krafteinwirkung ausgebildet ist.
2. Zargenholm (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keileinrichtung (24) zwei gegeneinander verschiebbare Keilelemente (32, 33) aufweist,
wobei eines der Keilelemente (32) feststeht und das andere Keilelement (33) gegenüber
dem feststehenden Keilelement (32) verschiebbar ist.
3. Zargenholm (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilelemente (32, 33) auf ihren einander zugewandten Flächen eine Erfassungseinrichtung
(41) zum formschlüssigen Feststellen der Keilelemente (32, 33) relativ zueinander
aufweisen.
4. Zargenholm (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (41) eine Reihe von Zähnen (42) an jedem Keilelement (32,
33) aufweist, die während der Auflage der beiden Keilelemente (32, 33) formschlüssig
ineinandergreifen.
5. Zargenholm (10) nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare Keilelement (33) mit seiner der Hypotenuse (44) zugewandten Fläche
auf einer der Hypotenuse (44) zugewandten Fläche des feststehenden Keilelements (32)
derart aufliegt, dass sich die der Gegenkathete (46) zugewandten Flächen beider Keilelemente
(32, 33) gegenüberliegen.
6. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilelemente (32, 33) auf ihren einander zugewandten Seiten Führungselemente
(50, 52) aufweisen, die zum linearen Verschieben der beiden Keilelemente (32, 33)
ineinandergreifen.
7. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Keileinrichtung (24) ein Fixierelement (40) zum Feststellen der Keilelemente
(32, 33) in einer auswählbaren Position hat.
8. Zargenholm (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierelement (40) in eine Aussparung (37) des feststehenden Keilelements (32)
aufgenommen ist und zur kraftschlüssigen Fixierung des verschiebbaren Keilelements
(33) dient.
9. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (48) zwischen den beiden Keilelementen (32, 33) quer zu einer Längsrichtung
des Zargenholms (10) und schräg zu einer Eckkante auf der Bandseite des Zargenholms
(10) hin gerichtet ist.
10. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalteeinrichtung (21) wenigstens zwei Abstandshalterelemente (22) aufweist,
die in Querrichtung des Zargenholms (10) zueinander beabstandet sind.
11. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Abstandshalterelement (22) ein in seiner Länge einstellbares Stiftelement
(26) aufweist, wobei vorzugsweise das Stiftelement (26) eine Kontermutter (58), eine
Gewindeschraube (60) und/oder ein Lagerelement (56) umfasst.
12. Zargenholm (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindeschraube (60) mittels der Kontermutter (58) axial verschiebbar in dem
Lagerelement (56) angeordnet ist.
13. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Keileinrichtung (24) in einem Falzbereich (14) des Zargenholms (10) angeordnet
ist.
14. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Stiftelement (26) in einem Mauerlaibungsbereich (16) des Zargenholms (10) angeordnet
ist.
15. Zargenholm (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (20) zur Aufnahme des schräggestellten Befestigungselements
(31) an einer dem Mauerwerk (12) abzuwendenden Seite eine Vertiefung (28) mit einer
gegenüber dem die Vertiefung (28) umgebenden Bereich des Zargenholms (12) schräg verlaufende
Durchgangsöffnung (30) aufweist, wobei vorzugsweise die Vertiefung (28) zur vollständigen
Aufnahme eines Kopfes des Befestigungselements (31) ausgebildet ist und wobei vorzugsweise
die Vertiefung (28) zwischen den Abstandshalterelementen (22) angeordnet ist.