[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] In wasserführenden Haushaltsgeräten, wie beispielsweise Wasch- oder Geschirrspülmaschinen,
werden Wasserweichen eingesetzt, um Flüssigkeitsströme im wasserführenden Haushaltsgerät
zu steuern. Im Falle eines Einsatzes in einer Waschmaschine dienen Wasserweichen dazu,
Wasch- oder Spülwasser beispielsweise an eine erste oder eine zweite Spülkammer von
zwei Spülkammern abzugeben. Im Falle des Einsatzes in Geschirrspülmaschinen dienen
Wasserweichen dazu, Spülwasser, auch Spülflotten genannt, beispielsweise alternativ
an einen Sprüharm für einen Oberkorb oder an einen Sprüharm für einen Unterkorb der
jeweiligen Geschirrspülmaschine oder gleichzeitig an beide Sprüharme abzugeben.
[0003] Bei einer bekannten Wasserweiche (
DE 16 10 146 B2) ist in einem zylindrischen Gehäuse ein drehbarer Steuerschieber vorgesehen, der
mittels eines Schwenkrohres einen Zulaufkanal mit einem von mehreren Ablaufkanälen
verbindet. Das Schwenkrohr weist dabei einen Drehzapfen auf, der nach Art eines Kugelgelenks
in einer Gelenkpfanne des Zulaufkanals angeordnet ist. An der den Ablaufkanälen gegenüberliegenden
Mündung des Schwenkrohres ist ein hohlzylindrisches Dichtungsglied befestigt, das
in einer zylindrischen konzentrisch zur Mantelfläche des Gehäuses verlaufenden Führung
gleitet. Eine solche mechanische Abdichtungsvorrichtung eignet sich jedoch lediglich
für eine Abdichtung in einem zylindrischen Gehäuse. Für eine Abdichtung von eine flache
Drehscheibe durchziehenden Durchgangsöffnungen in Bezug auf dieser flachen Drehscheiben
gegenüberliegenden Fluid-Abführleitungen eignet sich die betreffende bekannte mechanische
Abdichtungsvorrichtung indessen nicht. Außerdem kann bei dieser bekannten Wasserweiche
ein unerwünschter Druckverlust in dem jeweils zu verteilenden Wasserstrom durch dessen
Umlenkung mittels des Schwenkrohres auftreten.
[0004] Eine andere bekannte Wasserweiche (
DE 101 33 130 A1) besteht aus einem im Druckraum einer Umwälzpumpe vor abzweigenden Druckstutzen angeordneten
Drehschieber zum Sperren und Freigeben der Druckstutzen für Spülflüssigkeit sowie
aus einem außerhalb und innerhalb des Druckraumes befindlichen Antrieb für den Drehschieber.
Der betreffende Drehschieber ist durch ein zylindrisches Bauteil gebildet, in dessen
Zylinderwand sich eine oder mehrere Blendenöffnungen zwischen ein und mehreren beweglichen
Verschlusselementen mit Ventilfunktion befinden. Die Blendenöffnungen sowie die Verschlusselemente
sind in ihrer relativen Lage bezogen auf die Druckstutzen, die Wasserzulauf- bzw.
Wasserabgabestutzen bilden, so ausgebildet, dass je nach Drehung des Drehschiebers
die dessen Zylinderwand gegenüberliegenden Druckstutzen freigegeben oder dichtend
abgesperrt sind. Damit eignet sich aber auch diese bekannte Abdichtungsvorrichtung
lediglich für die Abdichtung von in einer Zylinderwand vorgesehenen Öffnungen. Für
eine Abdichtung von eine flache Drehscheibe durchziehenden Durchgangsöffnungen in
Bezug auf dieser flachen Drehscheiben gegenüberliegenden Fluid-Abführleitungen eignet
sich die betreffende bekannte mechanische Abdichtungsvorrichtung indessen nicht. Außerdem
tritt auch bei dieser bekannten Wasserweiche ein unerwünschter Druckverlust in dem
jeweils zu verteilenden Wasserstrom durch dessen Umlenkung in dem erwähnten Drehschieber
auf.
[0005] Es ist auch schon eine Dehnungsverbindungsvorrichtung für eine ein unter Druck und
hoher Temperatur stehendes fließfähiges Medium führende Rohrleitung, insbesondere
für eine den Auspuff eines Kraftwagens mit einem der Verdichtung des Kraftstoffgemisches
dienenden Turbolader verbindende Rohrleitung bekannt (
DE 29 10 429 A1;
GB 2 016 627 A). Bei dieser bekannten Dehnungsverbindungsvorrichtung sind ein äußeres Rohrteil und
ein inneres, teleskopartig in diesem verschiebbares Rohrteil vorgesehen; ferner ist
zwischen dem Ende des äußeren Rohrteiles und der Umfangsfläche des inneren Rohrteiles
eine Dichtungsvorrichtung angeordnet, und überdies ist an dem Teleskopende des inneren
Rohrteiles eine einen Venturieffekt erzeugende Vorrichtung befestigt, die zur Reduzierung
des Druckes und der Temperatur des fließfähigen Mediums an der Dichtungsvorrichtung
dient. Durch diese bekannte Dehnungsverbindungsvorrichtung lassen sich Abgase während
des Startens eines Verbrennungsmotors in einem Leckweg dadurch vermeiden, dass durch
die Ausnutzung des erwähnten Venturieffekts sowohl der Druck als auch die Temperatur
des fließfähigen Mediums an der Dichtungs- bzw. Dämpfungsvorrichtung reduziert werden
können, welches zwischen den erwähnten teleskopartigen Rohrteilen angeordnet ist.
Ob und gegebenenfalls wie diese bekannte Dichtungsmaßnahme zur Abdichtung eines Übergangsbereichs
zwischen einem drehbaren Fluidverteilerkörper, dem ein an ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen
abzuführendes Fluid von einer Fluid-Zuführleitung zuführbar ist, genutzt werden könnte,
lässt sich allerdings aus der bekannten Dehnungsverbindungsvorrichtung nicht ableiten.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein wasserführendes
Haushaltsgerät, wie eine Geschirrspül- oder Waschmaschine, mit wenigstens einer Wasserweiche
derart weiterzubilden, dass eine wirksame Abdichtung eines Übergangsbereiches zwischen
einem verstellbaren Fluidverteilerkörper, dem ein an ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen
abzuführendes Fluid von einer Fluid-Zuführleitung zuführbar ist und Eintrittsbereichen
der betreffenden Fluid-Abführleitungen erreicht werden kann sowie zugleich bei der
Fluidabgabe den Druckverlust zu reduzieren.
[0007] Die Erfindung geht aus von einem wasserführenden Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspül-
oder Waschmaschine, wenigstens aufweisend eine Wasserweiche mit wenigstens einem verstellbaren
Fluidverteilerkörper, dem ein wahlweise durch ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen
abzuführendes Fluid von einer Fluid-Zuführleitung zuführbar ist. Dann kann eine Abdichtung
eines Übergangsbereiches zwischen dem verstellbaren Fluidverteilerkörper und Eintrittsbereichen
der betreffenden Fluid-Abführleitungen vorgesehen sein.
[0008] Die erfindungsgmäße Lösung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidverteilerkörper
mehrere Durchgangsöffnungen aufweist, deren Durchgangsöffnungen zur Abdichtung jeweils
derart trichterförmig ausgebildet sind, dass der Fluiddruck des den Übergangsbereich
zwischen der Austrittsseite der jeweiligen Durchgangsöffnung und dem Eintrittsbereich
in die jeweilige Fluid-Abführleitung durchströmenden Fluids jeweils niedriger ist
als der Druck im den betreffenden Übergangsbereich umgebenden Umgebungsbereich.
[0009] Dabei kann der Fluidverteilerkörper als verstellbare, insbesondere verschiebbare
Platte, ausgebildet sein, bspw. eine rechteckförmige Grundform aufweist. Vorzugsweise
ist jedoch vorgesehen, dass der Fluidverteilerkörper als Drehscheibe ausgebildet ist.
[0010] Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass auf besonders einfache Weise ein
Übergangsbereich zwischen einem durch eine flache Drehscheibe gebildeten drehbaren
Fluidverteilerkörper, dem ein an ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen abzuführendes
Fluid von einer Fluid-Zuführleitung zuführbar ist, und den Eintrittsbereichen der
betreffenden Fluid-Abführleitungen sicher abgedichtet werden kann, indem die jeweiligen
Durchgangsöffnungen als Venturiöffnungen derart ausgebildet sind, dass der Fluiddruck
des den Übergangsbereich zwischen der Austrittsseite der jeweiligen Durchgangsöffnung
und dem Eintrittsbereich in die jeweilige Fluid-Abführleitung durchströmenden Fluids
jeweils niedriger ist als der Druck im den betreffenden Übergangsbereich umgebenden
Umgebungsbereich. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass in dem erwähnten Übergangsbereich
kein Fluid aus den Durchgangsöffnungen in den Umgebungsbereich austritt. Ferner ist
von Vorteil, dass bei der Abdichtungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
vollständig ohne mechanische Dichtungskörper bzw. -elemente ausgekommen werden kann,
die zudem im Falle eines als flache Drehscheibe ausgebildeten drehbaren Fluidkörpers
ohnehin nur - wenn überhaupt möglich - schwierig zu realisieren wären. Überdies eröffnet
die vorliegende Erfindung auf relativ einfache Weise eine Möglichkeit dafür, bei der
Fluidabgabe durch den betreffenden Fluidverteilerkörper mit geringerem Druckverlust
auskommen zu können als bei den eingangs betrachteten bekannten Wasserweichen.
[0011] Zur besonders effizienten Nutzung der durch die vorliegende Erfindung eröffneten
Möglichkeit, bei der Fluidabgabe durch den betreffenden Fluidverteilerkörper mit geringerem
Druckverlust auskommen zu können als bei den eingangs betrachteten bekannten Wasserweichen,
sind zweckmäßigerweise die Durchgangsöffnungen der Drehscheibe bei der Vorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung zu der Fluid-Zuführleitung und zu den Fluid-Abführleitungen
jeweils derart ausgerichtet, dass die Fluidströmungsrichtungen in die Durchgangsöffnungen
hinein und aus diesen heraus jeweils in axialer Richtung der Drehscheibe verlaufen.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines besonders geringen Druckverlustes für das
durch die Durchgangsöffnungen der Drehscheibe jeweils hindurchgeführte Fluid. Dadurch
kommt man mit einer relativ geringen Förderleistung für den Transport des Fluids aus.
Die betreffende Förderleistung ist jedenfalls geringer als bei den eingangs betrachteten
bekannten Wasserweichen. Dadurch kann im vorliegenden Fall ein leistungsärmerer Förderpumpenmotor
eingesetzt werden als bei den erwähnten bekannten Wasserweichen.
[0012] Vorzugsweise ist auf der der Fluid-Zuführleitung zugewandten Seite der Durchgangsöffnungen
ein an dem Umfangsbereich der Drehscheibe anliegendes, mit der Fluid-Zuführleitung
verbundenes Erweiterungsteil vorgesehen. Dies ermöglicht auf relativ einfache Weise,
die Durchgangsöffnungen der genannten Drehscheibe in unterschiedlicher Anzahl mit
einem Fluid von der Fluid-Zuführleitung zu versorgen und damit an entsprechende Fluid-Abführleitungen
unter Ausnutzung der erwähnten Dichtungswirkung durch den Venturieffekt weiterzuleiten.
[0013] Zweckmäßigerweise ist das vorstehend erwähnte Erweiterungsteil im Bereich der Umfangsrichtung
der Drehscheibe verlaufend ovalförmig ausgebildet. Dadurch ergibt sich der Vorteil
einer besonders einfachen Gestaltungsmöglichkeit für die Durchgangsöffnungen in der
genannten Drehscheibe.
[0014] In weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weisen die Durchgangsöffnungen
in der Drehscheibe bezogen auf die Fluid-Zuführleitung und die Fluid-Abführleitungen
jeweils so gelegte und geformte Einlaufbereiche auf, dass in unterschiedlichen Drehstellungen
der Drehscheibe jeweils eine festgelegte Anzahl der Fluid-Abführleitungen mit der
Fluid-Zuführleitung für einen Fluiddurchtritt verbunden ist. Hierdurch ergibt sich
der Vorteil, dass die Drehscheibe hinsichtlich der jeweils für das Auftreten des Venturieffekts
geformten Durchgangsöffnungen so gestaltet werden kann, dass Durchgangsöffnungen in
jeweils vorgegebener Anzahl eine Fluidweiterleitung von der Fluid-Zuführleitung an
eine jeweils festgelegte Anzahl von Fluid-Abführleitungen ermöglicht ist.
[0015] Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
[0016] In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eine erfindungsgemäße Geschirrspülma- schine, bei der
die vorliegende Erfindung angewandt ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung in nicht maßstäblicher Größe einer ge- mäß der Erfindung
ausgestalteten Pumpentopfvorrichtung, wie sie in der Geschirrspülmaschine gemäß Fig.
1 einsetzbar ist,
- Fig. 3
- eine Draufsicht in nicht maßstäblicher Größe auf ein Unterteil eines Auf- nahmebehälters
einer mit der in Fig. 2 dargestellten Pumpentopfvorrich- tung verbundenen Wasserweiche,
die gemäß der Erfindung ausgebildet ist,
- Fig. 4
- eine Unteransicht in nicht maßstäblicher Größe einer flachen Drehscheibe die in dem
in Fig. 2 dargestellten Aufnahmebehälter der Wasserweiche enthalten ist,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht der Drehscheibe längs der in Fig. 4 eingetragenen Schnittlinie
A-A,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die in Fig. 4 in einer Unteransicht dargestellte flache Drehscheibe,
- Fig. 7
- in einer nicht maßstäblichen Darstellung eine Draufsicht auf das Oberteil des in Fig.
2 dargestellten Aufnahmebehälters der Wasserweiche und
- Fig. 8
- in nicht maßstäblicher Größe eine ausschnittweise Darstellung der in Fig. 2 gezeigten,
gemäß der Erfindung ausgebildeten Wasserweiche mit der zwischen dem erwähnten Unterteil
und dem erwähnten Oberteil des Aufnahmebehälters angeordneten flachen Drehscheibe.
[0017] Bevor auf die Zeichnungen näher eingegangen wird, sei zunächst angemerkt, dass gleiche
Elemente bzw. Einrichtungen in sämtlichen Zeichnungsfiguren durch gleiche Bezugszeichen
bezeichnet sind.
[0018] In der in Fig. 1 schematisch gezeigten Darstellung ist eine Geschirrspülmaschine
GS in ihrem für ein Verständnis der vorliegenden Erfindung ausreichenden Umfang dargestellt.
Die Geschirrspülmaschine GS enthält einen vorzugsweise verschließbaren Spülbehälter,
der gemäß Fig. 1 einen Nassbereich NB enthält. In diesem Nassbereich NB befindet sich
zumindest ein Geschirrkorb - im vorliegenden Fall sind indessen zwei Geschirrkörbe
vorgesehen, nämlich ein Unterkorb UK und ein darüber angeordneter Oberkorb OK. Unterhalb
des Unterkorbes UK ist ein unterer Sprüharm US angeordnet, der - wie durch Sprühstrahlen
angedeutet - eine Spülflotte von seiner Oberseite an den Unterkorb UK und an darin
gegebenenfalls befindliches Spülgut abzugeben gestattet. Bei der Abgabe dieser Spülflotte
rotiert der untere Sprüharm US in bekannter Weise infolge des Wasserdrucks der von
ihm abgegebenen Spülflotte. Oberhalb des Unterkorbes UK ist ein oberer Sprüharm OS
angeordnet, der in entsprechender Weise wie der untere Sprüharm US eine Spülflotte
von seiner Oberseite an den Oberkorb OK und an darin gegebenenfalls befindliches Spülgut
abzugeben gestattet - wie dies ebenfalls durch Sprühstrahlen angedeutet ist. Auch
dieser obere Sprüharm OS rotiert infolge des Wasserdrucks der von ihm abgegebenen
Spülflotte.
[0019] Im Nassbereich NB der Geschirrspülmaschine GS ist gemäß Fig. 1 ferner im obersten
Bereich eine sogenannte Dachbrause DB vorgesehen, die beispielsweise durch einen rotierbaren
Sprüharm gebildet sein kann, der eine Spülflotte von seiner Unterseite in Richtung
auf den Oberkorb OK und damit auch auf den Unterkorb UK abzugeben vermag, wie dies
in Fig. 1 durch Sprühstrahlen angedeutet ist.
[0020] Die Spülflotten für den unteren Sprüharm US, den oberen Sprüharm OS und die Dachbrause
DB werden durch Rohre R1, R2 bzw. R3 von einem Pumpentopf PT bereitgestellt, der sich
im unteren Teil der Geschirrspülmaschine GS befindet. Der Pumpentopf PT, der vorzugsweise
in seinem oberen Bereich kreisförmig ausgebildet und von einer entsprechend geformten
Aufnahmeöffnung einer Pumpentopfaufnahme PA aufgenommen ist, stellt eine Pumpenvorrichtung
zur Bereitstellung der erwähnten Spülflotten dar, wie dies nachstehend noch näher
ersichtlich werden wird. Diese Spülflotten werden zunächst durch Wasser von einer
mit der Geschirrspülmaschine GS verbundenen Wasserzuführleitung (nicht dargestellt)
gespeist und nach Aufnahme einer festgelegten Wassermenge durch Nutzung des durch
die Spülflotten abgegebenen Spülwassers.
[0021] Zwischen der Pumpentopfaufnahme PA und dem in diese eingesetzten Pumpentopf PT ist,
wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ein Dichtungsring DI angeordnet, durch den eine Abdichtung
des unterhalb der Pumpentopfaufnahme PA befindlichen Bereiches der Geschirrspülmaschine
GS gegenüber deren Nassbereich NB sichergestellt ist. Dadurch kann in diesen Bereich
der Geschirrspülmaschine GS, der gewissermaßen einen Trockenbereich darstellt, kein
Wasser eindringen. Bezüglich der Rohre R2 und R3 sei hier noch angemerkt, dass diese
bei einer tatsächlichen Realisierung der Geschirrspülmaschine GS an bzw. in der Rückwand
des Spülbehälters vorgesehen sein können.
[0022] Mit dem zuvor erwähnten Pumpentopf PT ist, wie in Fig. 1 angedeutet, eine Umwälzpumpe
PU verbunden, die der Geschirrspülmaschine GS durch die erwähnte Wasserzuführleitung
zugeführtes Spülwasser oder aus dem Nassbereich NB von dem Pumpentopf PT aufgefangenes
Spülwasser der Spülflotten aufnimmt und unter Druck an die bereits erwähnten Rohre
R1, R2 und R3 abgibt. Außerdem ist in Fig. 1 an dem Pumpentopf PT - also außerhalb
des Nassbereiches NB - eine Wasserweiche WW angeordnet, die gewissermaßen in bzw.
mit dem Pumpentopf PT integriert ist. Diese Wasserweiche WW ist von einer im oberen
Teil der in Fig. 1 dargestellten Geschirrspülmaschine GS vorgesehenen Steuereinrichtung
ST in unterschiedliche Stellungen derart steuerbar, dass Spülwasser bzw. Spülflotten
in jeweils festgelegter Weise an die erwähnten Rohre R1, R2 und R3 abgegeben werden
können. Hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden. Die erwähnte Steuereinrichtung
ST ist in Fig. 1 als eine beispielsweise sechs Programmtasten I, II, III, IV, V und
VI enthaltende Steuereinrichtung dargestellt, die durch Betätigen ihrer Programmtasten
I bis VI die Wasserweiche WW in jeweils eine von sechs unterschiedlichen Einstellpositionen
einzustellen gestattet. Auch hierauf wird weiter unten noch näher eingegangen werden.
An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass die Steuereinrichtung durch einen Mikrocontroller
mit eigener Software oder durch ein Mikrocomputersystem gebildet sein kann, welches
eine Zentraleinheit bzw. CPU, einen ROM-Programmspeicher, einen RAM-Arbeitsspeicher
und Schnittstellenschaltungen, wie UART- bzw. USART-Schaltungen enthält, die als Schnittstellenschaltungen
zwischen den Programmtasten I bis VI und dem Wasserweichenmotor WM einerseits und
der Zentraleinheit bzw. CPU andererseits wirken.
[0023] Nunmehr wird auf die in Fig. 2 gezeigte perspektivische Darstellung des Pumpentopfes
PT näher eingegangen, der gemäß der Erfindung in der in Fig. 1 dargestellten Geschirrspülmaschine
GS enthalten sein kann. Der Pumpentopf PT ist in Fig. 2 mit seinen wesentlichen Einrichtungen
veranschaulicht. Zu diesen Einrichtungen gehören die im Zusammenhang mit Fig. 1 ebenfalls
bereits erwähnte Umwälzpumpe PU, die von einem elektrischen Pumpenmotor PM angetrieben
wird. Außerdem gehört zu den betreffenden Einrichtungen die im Zusammenhang mit Fig.
1 ebenfalls bereits erwähnte Wasserweiche WW, die aus einem Aufnahmebehälter mit einem
Oberteil OT und einem Unterteil UT besteht. In diesem Aufnahmebehälter der Wasserweiche
WW befindet sich, wie nachstehend noch näher ersichtlich werden wird, eine mit Durchgangsöffnungen
versehene flache Drehscheibe, die durch einen elektrischen Wasserweichenmotor WM in
unterschiedliche Einstell- bzw. Drehpositionen einstellbar ist.
[0024] Im oberen Bereich des in Fig. 2 dargestellten Pumpentopfes PT - dieser obere Bereich
ist dem in Fig. 1 erwähnten Nassbereich NB des dort schematisch dargestellten Geschirrspülers
GS zugewandt - befindet sich eine Wasserauffangöffnung AO, in der Geschirrspülmaschine
GS durch die erwähnte Wasserzuführleitung zugeführtes Spülwasser oder Spülwasser der
von den Sprüharmen US, OS und der Dachbrause DB gemäß Fig. 1 abgegebenen Spülflotten
aufnehmbar und von der erwähnten Umwälzpumpe PU unter Druck durch ein in Fig. 2 gezeigtes
Zuführrohr ZR an die Wasserweiche WW abführbar ist. Die Wasserweiche WW gestattet
entsprechend der Einstellung der in ihr enthaltenen Drehscheibe das ihr durch das
Zuführrohr ZR zugeführte Spülwasser an die in Fig. 2 dargestellten Abführrohre AR1,
AR2 und AR3 in festgelegten Kombinationen zu verteilen. Die betreffenden Kombinationen
werden dabei durch Betätigen der Programmtasten I bis VI der in Fig. 1 gezeigten Steuereinrichtung
ST festgelegt. Zu den betreffenden Kombinationen gehören die Abgabe des durch das
Zuführrohr ZR zugeführten Spülwassers an jeweils eines der Abführrohre AR1, AR2, AR3,
die gleichzeitige Abgabe des genannten Spülwassers an mehrere der betreffenden Abführrohre
sowie die Unterbindung einer solchen Spülwasserabgabe.
[0025] In Fig. 3 ist in nicht maßstäblicher Darstellung eine Draufsicht auf das Unterteil
UT des Aufnahmebehälters der in Fig. 2 dargestellten Wasserweiche WW veranschaulicht.
Dieses Unterteil UT ist direkt mit dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 2 verbunden. Der Austrittsbereich
des Zuführrohres ZR ist auf der Oberseite des Unterteiles UT von einem Erweiterungsteil
in Form eines ovalförmig ausgebildeten Dichtungswulstes DW umgeben, der vorzugsweise
aus einem weichelastischen Kunststoff oder aus Gummi besteht. Auf der Oberseite des
in Fig. 3 dargestellten Dichtungswulstes DW liegt die bereits erwähnte, Durchgangsöffnungen
aufweisende flache Drehscheibe, die aus Fig. 4, 5 und 6 ersichtlich ist, derart dichtend
an, dass in deren jeder Einstell- bzw. Drehposition zwischen dem Dichtungswulst DW
und der betreffenden Drehscheibe kein bzw. kein nennenswerter Wasseraustritt - oder
allgemein kein Fluidaustritt - erfolgt.
[0026] Fig. 4 veranschaulicht in nicht maßstäblicher Darstellung eine Unteransicht der vorstehend
erwähnten Drehscheibe DR, die in der Wasserweiche WW enthalten ist und die durch den
in der perspektivischen Darstellung gemäß Fig. 2 gezeigten Wasserweichenmotor WM drehbar
ist. Die Drehscheibe DR, die vorzugsweise aus einem festen Material bzw. einem zähelastischen
Kunststoff besteht, weist eine Reihe von hier runden Durchgangsöffnungen DO1, DO2,
DO3, DO4, DO5, DO6 und DO7 auf, die entsprechend unterschiedlichen Aufgaben der durch
sie jeweils abzugebenden Spülflotten auch unterschiedlich groß ausgebildet sind.
[0027] Jeder der Durchgangsöffnungen DO1, DO2, DO3, DO4, DO5, DO6 und DO7 ist ein eigener
Einlaufbereich EB1, EB2, EB3, EB4, EB5, EB6 bzw. EB7 zugehörig. In der Mitte der Drehscheibe
DR befindet sich ein Mittelloch ML, mit welchem die betreffende Drehscheibe DR von
einer Antriebswelle aufnehmbar ist, die durch den in Fig. 2 dargestellten Wasserweichenmotor
WM antreibbar ist. Die betreffenden Einlaufbereiche EB1 bis EB7 sind so geformt, dass
sie im Zusammenwirken mit dem in Fig. 3 dargestellten Dichtungswulst DW eine jeweils
festgelegte Kombination der Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 für eine Spülwasserdurchleitung
oder auch für eine Sperre einer solchen Spülwasserdurchleitung zu positionieren gestatten,
wie dies nachstehend noch näher ersichtlich werden wird. Dabei sind sämtliche Einlaufbereiche
EB1 bis EB7 mit sie umgebenden Umrandungen versehen, die von der Drehscheibenunterseite
abstehen. Auf diese Weise sind die einzelnen Einlaufbereiche EB1 bis EB7ausgezeichnet
voneinander abgetrennt und können somit jeweils an dem Dichtungswulst DW des in Fig.
2 dargestellten Unterteiles UT des Aufnahmebehälters der Wasserweiche WW anliegen
und von dem Zuführrohr ZR Spülwasser zugeführt erhalten .
[0028] In der in Fig. 5 gezeigten Schnittansicht entsprechend dem Schnitt A-A gemäß Fig.
4 ist die Drehscheibe DR näher veranschaulicht. Wie ersichtlich, sind dabei die Durchgangsöffnungen
DO1 und DO5 mit ihren Einlaufbereichen EB1 bzw. EB5 sowie das Mittelloch ML näher
veranschaulicht. Wie ersichtlich, sind die den Durchgangsöffnungen DO1, DO5 zugehörigen
Einlaufbereiche EB1 bzw. EB5 jeweils trichterförmig ausgebildet. Die Dicke der Drehscheibe
DR liegt im Bereich zwischen 5mm und 20mm, vorzugsweise bei etwa 12,5mm. Die gerade
erwähnte trichterfömige Ausbildung hat einen Venturieffekt für das durch die betreffenden
Durchgangsöffnungen DO1, DO5 von deren Einlaufbereichen EB1 bzw. EB5 her jeweils zugeführte
Spülwasser zur Folge. Auf die Wirkung des betreffenden Venturieffekts wird weiter
unten noch näher eingegangen werden.
[0029] Dadurch, dass die Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 mit ihren zugehörigen Einlaufbereichen
EB1 bis EB7 in Bezug auf das Zuführrohr ZR und die Abführrohre AR1, AR2, AR3 so ausgerichtet
sind, dass die Fluidströmungsrichtungen in die betreffenden Durchgangsöffnungen DO1
bis D07 der Drehscheibe DR hinein und aus diesen heraus jeweils in axialer Richtung
der Drehscheibe und damit praktisch in einer geraden Linie von dem Zuführrohr ZR zu
den Abführrohren AR1, AR2, AR3 ohne eine Strömungsumlenkung verlaufen, ist zugleich
in diesem Bereich eine Fluidströmung ohne nennenswerten Druckverlust sichergestellt.
Der betreffende Druckverlust beträgt hier beispielsweise lediglich 20mbar, was deutlich
niedriger ist als bei den bisher bekannten Wasserweichen.
[0030] Fig. 6 zeigt die in Fig. 4 in einer Unteransicht dargestellte Drehscheibe DR von
ihrer Oberseite her. Dabei sind die Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 und das Mittelloch
ML ersichtlich. Die Durchgangsöffnung DO1 und die Durchgangsöffnung DO5 dienen zur
Abgabe einer Spülflotte an das in Fig. 2 dargestellte Abführrohr AR1 und damit zur
Abgabe an den unteren Sprüharm US gemäß Fig. 1. Die Durchgangsöffnungen DO2, DO3 und
D07 dienen zur Abgabe einer Spülflotte an das Abführrohr AR2 gemäß Fig. 2 und damit
zur Abgabe an den oberen Sprüharm OS gemäß Fig. 1, und die Durchgangsöffnungen DO3
und D06 dienen zur Abgabe einer Spülflotte an das Abführrohr AR3 gemäß Fig. 2 und
damit zur Abgabe an die Dachbrause DB gemäß Fig. 1. In Fig. 6 sind durch gestrichelte
Darstellung die Positionen der Durchgangsöffnungen DO3 und D06 in insgesamt sechs
verschiedenen Einstell- bzw. Drehpositionen P1, P2, P3, P4, P5 und P6 angedeutet,
in die die Drehscheibe DR durch den dargestellten Wasserweichenmotor WM in Fig. 2
in 60°-Schritten um das Mittelloch ML einstellbar ist. In diesen sechs unterschiedlichen
Dreh- bzw. Einstellpositionen P1 bis P6 verfügt die Drehscheibe DR über sechs unterschiedliche
Wirkungsbereiche WB1, WB2, WB3, WB4, WB5 und WB6, die sich jeweils generell über einen
Winkelbereich zwischen etwa 25° und 40° erstrecken.
[0031] In der Einstellposition P1 mit dem Wirkungsbereich WB1 ist das Zuführrohr ZR gemäß
Fig. 2 mit keiner der Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 verbunden. In diesem Fall ist
eine Spülflotten- bzw. Wasserweiterleitung von dem Zuführrohr ZR zu den Abführrohren
AR1, AR2, AR3 gemäß Fig. 2 gesperrt. Die Geschirrspülmaschine GS befindet sich somit
im AUS-Zustand.
[0032] In der Einstellposition P2 sind innerhalb des dieser zugehörigen Wirkungsbereiches
WB2 die Durchgangsöffnungen DO1 und D02 zwischen dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 2 und
den Abführrohren AR1 und AR2 gemäß Fig. 2 verbunden. In dieser Einstell- bzw. Drehposition
der Drehscheibe DR werden dem unteren Sprüharm US und dem oberen Sprüharm OS gemäß
Fig. 1 Spülflotten gleichzeitig zugeführt.
[0033] In der Einstellposition P3 wird durch die Drehscheibe DR innerhalb des Wirkungsbereiches
WB3, der in der Größe jedem der anderen Wirkungsbereiche entspricht, durch die Durchgangsöffnung
DO3 eine Verbindung zwischen dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 2 und allein dem Abführrohr
AR3 und damit zur Dachbrause DB gemäß Fig. 1 hergestellt.
[0034] In der Einstellposition P4 ist innerhalb des dieser zugehörigen Wirkungsbereiches
WB4 eine Verbindung zwischen dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 2 und lediglich dem Abführrohr
AR2 gemäß Fig. 2 und damit allein zu dem oberen Sprüharm OS gemäß Fig. 1 hergestellt.
[0035] In der Einstellposition P5 der Drehscheibe DR ist innerhalb des Wirkungsbereiches
WB5 eine Verbindung lediglich zwischen dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 1 und dem Abführrohr
AR1 gemäß Fig. 2 und damit lediglich zu dem unteren Sprüharm US gemäß Fig. 1 hergestellt.
[0036] In der Einstellposition P6 der Drehscheibe DR ist schließlich innerhalb des Wirkungsbereiches
WB6 eine gleichzeitige Verbindung zwischen dem Zuführrohr ZR gemäß Fig. 2 und den
Abführrohren AR2 und AR3 gemäß Fig. 2 hergestellt und damit zu dem oberen Sprüharm
OS und der Dachbrause DB gemäß Fig. 1.
[0037] Fig. 7 veranschaulicht in einer nicht maßstäblichen schematischen Darstellung das
Oberteil OT des in Fig. 2 gezeigten Aufnahmebehälters der Wasserweiche WW bestehend
aus dem bereits an Hand von Fig. 3 erläuterten Unterteil UT und dem Oberteil OT. Aus
Fig. 7 sind dabei die drei bereits erwähnten Abführrohre AR1, AR2 und AR3 in ihrer
relativen Lage zueinander ersichtlich. Diese Lage entspricht bezogen auf die in Fig.
6 gezeigte Darstellung den Durchgangsöffnungen DO1, D02 und DO3. Durch diese Lage
der Abführrohre AR1, AR2 und AR3 in Bezug auf die aus Fig. 4 und 6 ersichtlichen Durchgangsöffnungen
DO1, DO2, DO3, DO4, DO5, DO6 und D07 sind in den im Zusammenhang mit Fig. 6 erläuterten
Einstellpositionen P2 bis P6 von dem in Fig. 2 angegebenen Zuführrohr ZR an die erwähnten
Abführrohre AR1, AR2 und AR3 Spülflotten abgebbar; in der Einstellposition P1 erfolgt
keine derartige Spülflottenabgabe.
[0038] Fig. 8 veranschaulicht in einer nicht maßstäblichen Schnittdarstellung einen realisierten
Aufbau der in Fig. 2 gezeigten Wasserweiche WW mit dem aus dem Oberteil OT und dem
Unterteil UT bestehenden Aufnahmebehälter für die Drehscheibe DR. Wie aus Fig. 8 ersichtlich
ist, ist die Drehscheibe DR mit ihrer Durchgangsöffnung DO1 und deren zugehörigen
Einlaufbereich EB1 zwischen dem Zuführrohr ZR und dem Abführrohr AR1 ausgerichtet.
Von der weiteren Durchgangsöffnung DO5 ist in Fig. 8 lediglich deren zugehöriger Einlaufbereich
EB5 dargestellt, der allerdings keine Verbindung zu einem weiteren Abführrohr besitzt.
Auch das in Fig. 8 dargestellte Abführrohr AR3, welches zu der in Fig. 1 dargestellten
Dachbrause DB hinführt, weist in Fig. 8 keine Verbindung zu einer Durchgangsöffnung
der Drehscheibe DR auf.
[0039] Durch die aus Fig. 8 ersichtliche Anordnung der Durchgangsöffnung DO1 in Verbindung
mit deren zugehörigen Einlaufbereich EB1 wird auf das von dem Zuführrohr ZR her zugeführte
Spülwasser (in Fig. 8 von unten her kommend) ein Venturieffekt ausgeübt, der dazu
führt, dass die Strömungsgeschwindigkeit von der betreffenden Durchgangsöffnung DO1
abgegebenen Spülflotte in der Durchgangsöffnung DO1, also in deren Verengungsbereich
eine Geschwindigkeitserhöhung gegenüber der Strömungsgeschwindigkeit erfährt, mit
der das Spülwasser von dem Zuführrohr ZR abgegeben wird. Diese Geschwindigkeitserhöhung
ist aber entsprechend dem Venturigesetz mit einer Druckverminderung der von der Durchgangsöffnung
DO1 abgegebenen Spülflotte in dem betreffenden Übergangsbereich von der Durchgangsöffnung
DO1 in das Abführrohr AR1 verbunden. Diese Druckverminderung ist hier derart stark,
dass der Druck der durch eine in dem erwähnten Oberteil OT gebildete Durchgangsöffnung
DU an das Abführrohr AR1 abgegebenen Spülflotte oder allgemein ausgedrückt der Fluiddruck
des den Übergangsbereich zwischen der Austrittsseite der Durchgangsöffnung DO1 und
dem Eintrittsbereich in das Abführrohr AR1 durchströmenden Fluids niedriger ist als
der Druck in dem den betreffenden Übergangsbereich umgebenden Umgebungsbereich. In
dem Umgebungsbereich der betreffenden Anordnung herrscht aber normalerweise atmosphärischer
Druck von 1bar. Nachdem der Druck des von der Durchgangsöffnung DO1 an das Abführrohr
AR1 in dem Übergangsbereich zwischen der betreffenden Durchgangsöffnung und dem genannten
Abführrohr AR1 niedriger ist als der atmosphärische Druck in dem betreffenden Umgebungsbereich
- er kann beispielsweise 0,8bar betragen - ist somit sichergestellt, dass in diesem
Übergangsbereich kein Wasser des durch das Zuführrohr ZR abgegebenen Spülwassers an
den Umgebungsbereich austreten kann.
[0040] Innerhalb des Abführrohres AR1 sind in Fig. 8 Zentrierstege (und zwar insgesamt drei)
dargestellt, von denen einer mit ZS bezeichnet ist. Außerdem sind einige Rastelemente
RA vorgesehen, die zusammen mit den erwähnten Zentrierstegen ZS zur Aufnahme eines
Tragkörpers für den unteren Sprüharm US der in Fig. 1 schematisch dargestellten Geschirrspülmaschine
GS dienen.
[0041] Die vorstehend erläuterte Dichtungswirkung unter Ausnutzung des Venturieffekts tritt
nicht nur in der in Fig. 8 veranschaulichten Situation auf, sondern sie tritt auch
in sämtlichen Einstellpositionen P2 bis P6 der an Hand der Fig. 4 bis 6 erläuterten
Drehscheibe DR der Wasserweiche WW auf, also auch dann, wenn Spülflotten gleichzeitig
von mehreren der in der Drehscheibe DR enthaltenen Durchgangsöffnungen abgegeben werden.
[0042] Dadurch, dass die Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 mit ihren zugehörigen Einlaufbereichen
EB1 bis EB7 in Bezug auf das Zuführrohr ZR und die Abführrohre AR1, AR2, AR3 so ausgerichtet
sind, dass die Fluidströmungsrichtungen in die betreffenden Durchgangsöffnungen DO1
bis D07 der Drehscheibe DR hinein und aus diesen heraus jeweils in axialer Richtung
der Drehscheibe und damit praktisch in einer geraden Linie von dem Zuführrohr ZR zu
den Abführrohren AR1, AR2, AR3 ohne eine Strömungsumlenkung verlaufen, ist zugleich
in diesem Bereich eine Fluidströmung ohne Druckverlust sichergestellt.
[0043] Abschließend sei noch angemerkt, dass die vorliegende Erfindung auf den Einsatz von
Wasser als Fluid nicht beschränkt ist, um den Übergangsbereich zwischen einem drehbaren
Fluidverteilerkörper, dem ein an ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen abzuführendes
Fluid von einer Fluid-Zuführleitung zuführbar ist, und Eintrittsbereichen des betreffenden
Fluid-Abführleitungen abzudichten. Vielmehr kann die vorliegende Erfindung zur entsprechenden
Abdichtung von Übergangsbereichen in Vorrichtungen angewandt werden, in denen andere
Fluids als Wasser, wie beispielsweise Öl oder Gase zur Anwendung gelangen.
[0044] Im Hinblick auf die Durchgangsöffnungen DO1 bis D07 der Drehscheibe DR sei noch darauf
hingewiesen, dass diese gegebenenfalls auch alle gleich groß ausgebildet sein können
und dass die den unterschiedlichen Dreh- bzw. Einstellpositionen P1 bis P6 der Drehscheibe
DR zugehörigen Wirkungsbereiche WB1 bis WB6 gegebenenfalls unterschiedlich groß sein
können.
Bezugszeichenliste
[0045]
- AO
- Wasserauffangöffnung
- AR1, AR2, AR3
- Fluid-Abführleitung
- DB
- Dachbrause
- DI
- Dichtungsring
- DO1, DO2, DO3, DO4, DO5, DO6, DO7
- Durchgangsöffnung
- DR
- Drehscheibe
- DU
- Durchgangsöffnung
- DW
- Dichtungswulst
- EB1, EB2, EB3, EB4, EB5, EB6, EB7
- Einlaufbereich
- GS
- Geschirrspülmaschine
- I, II, III, IV, V, VI
- Programmtasten
- ML
- Mittelloch
- NB
- Nassbereich
- OK
- Oberkorb
- OS
- Oberer Sprüharm
- OT
- Oberteil
- P1, P2, P3, P4,P5, P6
- Einstell- bzw. Drehposition
- PA
- Pumpentopfaufnahme
- PM
- Pumpenmotor
- PT
- Pumpentopf
- PU
- Umwälzpumpe
- R1, R2, R3
- Rohr
- RA
- Rastelement
- ST
- Steuereinrichtung
- UK
- Unterkorb
- US
- Unterer Sprüharm
- UT
- Unterteil
- WB1, WB2, WB3, WB4, WB5, WB6
- Wirkungsbereich
- WM
- Wasserweichenmotor
- WW
- Wasserweiche
- ZR
- Fluid-Zuführleitung
- ZS
- Zentriersteg
1. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS), insbesondere Geschirrspül- oder Waschmaschine,
wenigstens aufweisend eine Wasserweiche (WW) mit wenigstens einem verstellbaren Fluidverteilerkörper,
dem ein wahlweise durch ein oder mehrere Fluid-Abführleitungen (AR1, AR2, AR3) abzuführendes
Fluid von einer Fluid-Zuführleitung (ZR) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidverteilerkörper mehrere Durchgangsöffnungen (DO1 bis D07) aufweist, deren
Durchgangsöffnungen (DO1 bis D07) zur Abdichtung jeweils derart trichterförmig ausgebildet
sind, dass der Fluiddruck des den Übergangsbereich (bei DU) zwischen der Austrittsseite
der jeweiligen Durchgangsöffnung (DO1 bis D07) und dem Eintrittsbereich in die jeweilige
Fluid-Abführleitung (AR1, AR2, AR3) durchströmenden Fluids jeweils niedriger ist als
der Druck im den betreffenden Übergangsbereich (bei DU) umgebenden Umgebungsbereich.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fluidverteilerkörper als Drehscheibe (DR) ausgebildet ist.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (DO1 bis D07) zu der Fluid-Zuführleitung (ZR) und zu den
Fluid-Abfühleitungen (AR1, AR2, AR3) jeweils derart ausgerichtet sind, dass Fluidströmungsrichtungen
in die Durchgangsöffnungen (DO1 bis DO7) hinein und aus diesen heraus jeweils in axialer
Richtung der Drehscheibe (DR) verlaufen.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite der Durchgangsöffnungen (DO1 bis D07) ein an einem Umfangsbereich der
Drehscheibe (DR) anliegendes, mit der Fluid-Zuführleitung (ZR) verbundenes Erweiterungsteil
(DW) vorgesehen ist.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Erweiterungsteil (DW) im Umfangsbereich der Drehscheibe (DR) verlaufend ovalförmig
ausgebildet ist.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät (GS) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (DO1 bis DO7) bezogen auf die Fluid-Zuführleitung (ZR) und
die Fluid-Abführleitungen (AR1, AR2, AR3) jeweils derart geformte Einlaufbereiche
(EB1 bis EB7) aufweisen, dass in unterschiedlichen Stellungen des Fluidverteilerkörpers
jeweils eine festgelegte Anzahl der Fluid-Abführleitungen (AR1, AR2, AR3) mit der
Fluid-Zuführleitung (ZR) für einen Fluiddurchtritt verbunden ist.
7. Wasserweiche (WW) für ein wasserführendes Haushaltsgerät (GS), insbesondere Geschirrspül-
oder Waschmaschine, nach einem der Ansprüche 1 bis 6.
1. Water-conducting domestic appliance (GS), particularly dishwasher or washing machine,
at least comprising a water switch (WW) with at least one adjustable fluid distributor
body, to which a fluid, which is to be conducted away selectably by one or more fluid
removal ducts (AR1, AR2, AR3), can be fed by a fluid feed duct (ZR), characterised in that the fluid distributor body has a plurality of passage openings (DO1 to D07), the
passage openings (DO1 to DO7) of which are, for sealing, respectively formed to be
funnel-shaped in such a manner that the fluid pressure of the fluid flowing through
the transfer region (at DU) between the outlet side of the respective passage opening
(DO1 to DO7) and the inlet region into the respective fluid removal duct (AR1, AR2,
AR3) is respectively lower than the pressure in the surrounding region surrounding
the relevant transfer region (at DU).
2. Water-conducting domestic appliance (GS) according to claim 1, characterised in that the fluid distributor body is constructed as a rotary disc (DR).
3. Water-conducting domestic appliance (GS) according to claim 2, characterised in that the passage openings (DO1 to D07) are respectively oriented towards the fluid feed
duct (ZR) and to the fluid removal ducts (AR1, AR2, AR3) in such a manner that fluid
flow directions run into the passage openings (DO1 to D07) and from these respectively
in the axial direction of the rotary disc (DR).
4. Water-conducting domestic appliance (GS) according to claim 3, characterised in that an enlarging part (DW) resting against a circumferential region of the rotary disc
(DR) and connected with the fluid feed duct (ZR) is provided on the side of the passage
openings (DO1 to D07).
5. Water-conducting domestic appliance (GS) according to claim 4, characterised in that the enlarging part (DW) is formed to extend in oval shape in the circumferential
region of the rotary disc (DR).
6. Water-conducting domestic appliance (GS) according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the passage openings (DO1 to DO7) have inlet regions (EB1 to EB7) respectively formed
in such a manner with respect to the fluid feed duct (ZR) and the fluid removal ducts
(AR1, AR2, AR3) that in different settings of the fluid distributor body a fixed number
of fluid removal ducts (AR1, AR2, AR3) is in each instance connected with the fluid
feed duct (ZR) for the passage of fluid.
7. Water switch (WW) for a water-conducting domestic appliance (GS), particularly a dishwasher
or washing machine, according to any one of claims 1 to 6.
1. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau, notamment lave-vaisselle ou lave-linge,
présentant au moins un dispositif répartiteur d'eau (WW) muni d'au moins un corps
réglable de répartition de fluide, auquel un fluide à évacuer au choix par une ou
par plusieurs conduits d'évacuation de fluide (AR1, AR2, AR3) peut être amené par
un conduit d'alimentation de fluide (ZR), caractérisé en ce que le corps de répartition de fluide présente plusieurs ouvertures de passage (DO1 à
DO7), dont les ouvertures de passage (DO1 à DO7) sont réalisées en forme d'entonnoir
pour étanchéifier de manière à ce que la pression du fluide traversant la zone de
transition (à DU) entre le côté de sortie de l'ouverture de passage respective (DO1
à D07) et la zone d'entrée dans le conduit d'évacuation de fluide respectif (AR1,
AR2, AR3) soit respectivement plus basse que la pression dans la zone environnante
entourant la zone de transition concernée (à DU).
2. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de répartition de fluide est réalisé en tant que disque tournant (DR).
3. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau selon la revendication 2, caractérisé en ce que les ouvertures de passage (DO1 à D07) vers la conduite d'alimentation de fluide (ZR)
et vers les conduits d'évacuation de fluide (AR1, AR2, AR3) sont respectivement réalisées
de manière à ce que des directions d'écoulement du fluide dans les ouvertures de passage
(DO1 à D07) et hors de celles-ci s'étendent respectivement en direction axiale du
disque tournant (DR).
4. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une pièce d'extension (DW) adjacente à une zone circonférentielle du disque tournant
(DR) et raccordée au conduit d'alimentation de fluide (ZR) est ménagée sur le côté
des ouvertures de passage (DO1 à DO7).
5. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau selon la revendication 4, caractérisé en ce que la pièce d'extension (DW) s'étendant dans la zone circonférentielle du disque tournant
(DR) est réalisée avec une forme ovale.
6. Appareil ménager (GS) à circulation d'eau selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, caractérisé en ce que les ouvertures de passage (DO1 à DO7), par rapport à la conduite d'alimentation de
fluide (ZR) et aux conduits d'évacuation de fluide (AR1, AR2, AR3), présentent respectivement
des zones d'entrée formées (EB1 à EB7) de telle sorte que dans différentes positions
du corps de répartition de fluide, un nombre déterminé des conduits d'évacuation de
fluide (AR1, AR2, AR3) est respectivement raccordé au conduit d'alimentation de fluide
(ZR) pour un passage du fluide.
7. Dispositif répartiteur d'eau (WW) pour un appareil ménager (GS) à circulation d'eau,
notamment lave-vaisselle ou lave-linge, selon l'une quelconque des revendications
1 à 6.