| (19) |
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(11) |
EP 2 214 839 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.2008 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/010134 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2009/068310 (04.06.2009 Gazette 2009/23) |
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| (54) |
BEUTELSCHMELZER
MELTING SYSTEM FOR BAGS
GÉNÉRATEUR DE COLLE À CHAUD
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.11.2007 DE 202007016705 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.08.2010 Patentblatt 2010/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Illinois Tool Works Inc. |
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Glenview, IL 60025 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ROTHEN, Michael
40764 Langenfeld (DE)
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| (74) |
Vertreter: Roche, von Westernhagen & Ehresmann |
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Patentanwaltskanzlei
Friedrich-Engels-Allee 430-432 42283 Wuppertal 42283 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 309 716 EP-A1- 0 434 617 WO-A-2007/118907 DE-A1- 10 020 571 US-A- 2 518 748
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EP-A- 1 514 611 WO-A-93/04951 DE-A1- 2 232 601 DE-A1-102004 011 628 US-A1- 2001 025 864
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine als Beutelschmelzer bekannte Vorrichtung zum sukzessiven
Abschmelzen eines in einem Verpackungsbeutel abgepackten festen Arbeitsstoffes, wie
einem Heißschmelzkleber, und zum Auspressen des abgeschmolzenen Arbeitsstoffes aus
dem Verpackungsbeutel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Demnach weist die Abschmelzvorrichtung
einen zylindrischen, mit mindestens einer endseitigen Austrittsöffnung versehenen
Aufnahmeraum zum Aufnehmen des mit dem Arbeitsstoff gefüllten Verpackungsbeutels auf,
wobei der Verpackungsbeutel in geeigneter Weise, z.B. von einem der Austrittsöffnungen
gegenüberliegenden Eintrittsende in den Aufnahmeraum eingeführt werden kann. Mindestens
ein Heizelement ist im Bereich der mindestens einen Austrittsöffnung des Aufnahmeraumes
vorgesehen und dient zum Abschmelzen des Arbeitsstoffes an dem frontseitigen, eine
Abgabeöffnung für abgeschmolzenen Arbeitsstoff aufweisenden Ende des Verpackungsbeutels,
wobei dieser an seinem rückwärtigen Ende in der Regel geschlossen bleibt. Eine Auspresseinrichtung
mit einem innerhalb des Arbeitsraumes verfahrbaren und auf das rückwärtige Ende des
Verpackungsbeutels wirkenden Auspresskolben dient zum Auspressen bereits abgeschmolzenen
Arbeitsstoffes aus dem Verpackungsbeutel und aus dem Aufnahmeraum der Abschmelzvorrichtung.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0002] Abschmelzvorrichtungen der eingangs genannten Art sind am Markt für die insbesondere
dosierte Abgabe von Heißschmelzklebern mit Erfolg im Einsatz. Um die gefüllten Verpackungsbeutel
möglichst behinderungsfrei in den Aufnahmeraum der Abschmelzvorrichtung einschieben
zu können, muss darauf geachtet werden, dass die innere Zylinderwand des Aufnahmeraumes
zumindest in ihrem nicht geheizten Teilbereichen, sowie der Auspresskolben mit dem
Klebstoff nicht in Berührung kommt. Anderenfalls sind aufwendige Reinigungsschritte
vor dem erneute Einsetzen eines Verpackungsbeutels in die Abschmelzvorrichtung erforderlich.
Es muss daher insbesondere verhindert werden, dass an der Abgabeöffnung des Verpackungsbeutels
abgeschmolzener Klebstoff auf die Beutelaußenseite und damit an die innere Zylinderwandung
des Aufnahmeraumes gelangen kann.
[0003] Die notwendige Abdichtung zwischen der die Abgabeöffnung des Verpackungsbeutels umgebenden
Randzone des Verpackungsbeutels und der inneren Zylinderwand des Aufnahmeraumes ist
in der Vergangenheit dadurch erfolgt, dass die Verpackungsbeutel nicht prall mit Arbeitsstoffen
gefüllt waren. Vielmehr wurde ein gewisses Übermaß des Verpackungsbeutels und damit
verbundene Faltenbildungen des mit festen Arbeitsstoff gefüllten Verpackungsbeutels
zugelassen. Die mit der Erhitzung beim Abschmelzen des Arbeitsstoffes einhergehende
Volumenausdehnung des Arbeitsstoffes führte dann dazu, dass sich der Verpackungsbeutel
entfalten und eng und damit dicht an die innere Zylinderwand des Aufnahmeraumes der
Abschmelzvorrichtung im Bereich der Heizzone anlegen konnte. Dies wurde durch den
von der Auspresseinrichtung erzeugten Auspressdruck auf den abgeschmolzenen Heißschmelzkleber
unterstützt.
[0004] Aufgrund der oben erwähnten Faltenbildung des Verpackungsbeutels konnte dieser am
Ende nicht völlig entleert werden. Vielmehr verblieb ein gewisser Rest an Arbeitsstoff
in den Falten des von dem Auspresskolben axial zusammengedrückten Verpackungsbeutels.
Damit geht nicht nur ein Verlust an Heißschmelzkleber sondern auch ein Umweltproblem
einher, denn die ausgepressten Verpackungsbeutel konnten nicht mehr rezykliert sondern
mussten als Sondermüll und damit relativ kostspielig entsorgt werden.
[0005] Es besteht daher der Wunsch, auf Verpackungsbeutel mit einem gewissen Untermaß zu
wechseln, d.h. den Verpackungsbeutel prall mit Arbeitsstoff zu füllen, so dass die
vorerwähnten Faltenbildungen unterbleiben. Andererseits ist es erforderlich, den mit
festem Arbeitsstoff gefüllten Verpackungsbeutel mit einem geringfügigen Untermaß bezogen
auf den Querschnitt des Aufnahmeraumes der Abschmelzvorrichtung zu produzieren, damit
ein Einschieben in den Aufnahmeraum mit vertretbarem Aufwand möglich ist. Es hat sich
herausgestellt, dass die pralle Füllung der Verpackungsbeutel in Verbindung mit dem
erforderlichen Untermaß bezüglich des Aufnahmeraums dazu führen kann, dass sich der
Verpackungsbeutel in der Heizzone nicht mehr dichtend an die zylindrische Innenwand
des Aufnahmeraumes andrücken lässt.
[0006] Aus der
EP 0 434 617 A1 ist zudem eine Förderanlage für zähflüssige, pastöse oder im kalten Zustand feste
Massen offenbart, bei welcher auf ein einen Aufnahmeraum bereitstellendes Gehäuse
ein Abgabekopf aufschraubbar ist. Der Abgabekopf ist in seinem gehäuseseitigen Bereich
mit einer zentralen Öffnung zu einem Austrittskanal 9 versehen und einer kegelförmigen
Vertiefung, welche in die Öffnung mundet.
[0007] Ferner ist aus der
DE 10 2004 011 628 A1 ein Schmelzklebstoffgerät bekannt, welches als Teilbauteil einen Klebstoffbehälter
für mit Heißschmelzklebstoff befüllte Folienbeutel aufweist. In den Klebstoffbehälter
ist ein Kolbenelement einfahrbar, jedoch nur bis zu etwa der Mitte des Behälters.
In der unteren Behälterhälfte ist ein Schmelzkörper aus Aluminium eingebracht, auf
welchem ein Auflagering mit einem Dichtwulst aufliegt. Der Auflagering ist vom unteren
Ende des Klebstoffbehälters daher beabstandet, so dass ein Raum zum Aufnehmen von
geschmolzenem Klebstoff in der unteren Behälterhälfte gebildet wird. Der geschmolzene
Klebstoff kann aus der unteren Behälterhälfte durch ein Siebblech ablaufen und mithilfe
eines Funktionsblocks, welcher nur eine einzige Öffnung aufweist, abgepumpt werden.
Ziel ist ein kontinuierlicher Betrieb, da fester Klebstoff durch Druckbeaufschlagung
des Kolbens in die untere Hälfte des Behälters gelangt und erst dort aufgeschmolzen
wird.
[0008] Aus einem gattungsfremden Stand der Technik, welcher nicht für Beutel eingesetzt
wird, sondern dem technischen Gebiet der Verarbeitung von Modellierlehm entspricht,
ist gemäß der
US 2, 518,748 A zudem eine Vorrichtung bekannt, bei welcher der Modellierlehm in einen Behälter über
seine gesamte Höhe erwärmt und geschmolzen wird. Ein Auspresskolben kann in den Behälter
eindringen, um von oben auf den Lehm einzudrücken. Dieser Kolben kann aber in einen,
einer unteren Ausgussöffnung zugeordneten, eingeschnürten Bereich aufgrund seiner
maximalen Querschnittsausdehnung nicht eindringen, dient vielmehr somit einer allgemeinen
Nachführung des Lehms und nicht dem vollständigen Auspressen des Innenraumes.
[0009] Davon ausgehend liegt der Erfindung das Problem zugrunde, Beutelschmelzer auch bei
der Verwendung von prall gefüllten Verpackungsbeuteln mit Untermaß vor Verunreinigungen
mit abgeschmolzenem Arbeitsstoff zu schützen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine
Abschmelzvorrichtung (Beutelschmelzer) mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Die Erfindung sieht demnach vor, bei gattungsgemäßen Abschmelzvorrichtungen den Aufnahmeraum
an seinem der mindestens einen Austrittsöffnung zugewandten Mündungsende mit einer
ringartigen Einschnürung mit einer umlaufend dichtenden Auflagefläche für den Verpackungsbeutel
zumindest an dessen die Abgabeöffnung des Verpackungsbeutels umgebenden Randzone zu
versehen. Eine Selbstzentrierung des Verpackungsbeutels im Bereich der Einschnürung
wird erreicht, wenn die Einschnürung in Richtung auf die mindestens eine Austrittsöffnung
vorzugsweise konisch zulaufend geformt ist. Zur erleichterten Anpassung an unterschiedliche
Spezifikationen der Verpackungsbeutel und des Arbeitsstoffes sowie zum Zwecke vereinfachter
Reinigung kann die ringartige Einschnürung als Einsetz- oder Ansetzteil am Mündungsende
des Aufnahmeraumes lösbar vorgesehen sein.
[0010] Um den Verpackungsbeutel auch im Bereich der Einschnürung am Ende des Entleerungsvorgangs
möglichst vollständig entleeren zu können, ist der Auspresskolben mit einer aus ihm
ausfahrbaren Kopfplatte versehen, deren Querschnitt geringer als der Querschnitt des
Auspresskolbens ist. Die gewünschte Scharkantigkeit des Auspresskolbens an seiner
voreilenden umlaufenden Kante kann erhalten bleiben. Dies ist zum schabenden und damit
reinigenden Entlanggleiten an der inneren Zylinderwand des Aufnahmeraumes wünschenswert.
[0011] Durch die Erfindung wird unter anderem erreicht, dass die Verpackungsbeutel vergleichsweise
gründlich von abgeschmolzenem Arbeitsstoff entleert werden können, ohne dass ein allzu
häufiges Reinigen des Aufnahmeraumes und/oder des Auspresszylinders erforderlich ist.
[0012] Wenn ein zwischen einem Auspresskolben und einer Schabe- oder Abstreifplatte Kompressionsfedern
vorgesehen sind, ist die Schabe- oder Abstreifplatte in drucklosen Ruhezustand ausgefahren,
so dass Verletzungen beim Einsetzen des Kolbens in den Zylinder vermieden werden.
Im Auspressstadium sind diese Druckfedern komprimiert. Auch diese Lösung ist von eigenständig
erfinderischer Bedeutung.
[0013] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0014] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel eines Beutelschmelzers
dargestellt ist.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0015] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- einen Beutelschmelzer im halbseitigen Axialschnitt bei frisch eingesetztem und gefüllten
Verpackungsbeutel;
- Fig. 2
- dieselbe Vorrichtung nach völligem Auspressen abgeschmolzenem Arbeitsstoffes aus dem
Aufnahmebeutel;
- Fig. 3A/B
- von dem Beutelschmelzer nach Fig. 1 und 2 eine Abstreifplatte in Draufsicht sowie
- Fig. 4A/B
- eine alternative Ausführungsform mit federn abgestützter Schabe- oder Abstreifplatte
im drucklosen bzw. komprimierten Zustand.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0016] Der in Figuren 1 und 2 in zwei Arbeitspositionen dargestellte Beutelschmelzer 10
umfasst einen von einer zylindrischen Innenwand 12A umgebenen Aufnahmeraum 12. Die
den Aufnahmeraum 12 umschließende Wandung 12B bildet gegenüberliegende Mündungsenden
12C und 12D an ihrem in Arbeitsposition oberen bzw. unteren Ende. Das untere Mündungsende
12D ist mit einer mehrere Austrittsöffnungen 14A aufweisenden Endplatte 14 verschlossen.
Innerhalb des Aufnahmeraums 12 befindet sich (Fig. 1) ein mit einem Heißschmelzkleber
16 straff gefüllter Verpackungsbeutel 18. Der Verpackungsbeutel ist an seinem in der
Zeichnung oben liegenden rückwärtigen Ende 18A dicht geschlossen und an seinem in
der Zeichnung unten liegenden frontseitigen Ende 18B unter Ausbildung einer Abgabeöffnung
18C völlig geöffnet. Dieses Öffnen geschieht in der Regel unmittelbar vor dem Einsetzen
des mit festem Arbeitsstoff straff gefüllten Verpackungsbeutels 18 in den Aufnahmeraum
12 von oben nach unten, d.h. vom oberen Mündungsende 12C her. Hierzu ist die Auspresseinrichtung
20 für den Verpackungsbeutel 18 in geeigneter Weise entfernbar.
[0017] Die Auspresseinrichtung 20 umfasst einen Auspresskolben 22, der innerhalb des Aufnahmeraumes
12 axial vorschiebbar ist. Der Auspresskolben 22 verfügt über eine Schabe- oder Abstreifplatte
24 (z.B. aus PTFE, z.B. Teflon®) und besitzt eine scharfkantige umlaufende Schabekante
24A. In Verbindung mit einer PTFE-Innenbeschichtung 12E der Wandung 12B des Aufnahmeraumes
12, ist ein verlustarmes Gleiten des Auspresskolbens 22 an der Zylinderwand und damit
ein einigermaßen genau definierter Pressdruck auf abgeschmolzenen Arbeitsstoff 16A
im Bereich der unteren Heizzone realisierbar.
[0018] Der Aufnahmeraum 12 verfügt im Bereich seines unteren Mündungsendes 12D über eine
ringartige Einschnürung 40. Diese ist in dem dargestellten und insoweit bevorzugten
Ausführungsbeispiel als am unteren Mündungsende des Aufnahmeraumes 12 an dessen Wandung
12B lösbar ansetzbarer Ring ausgeführt. Dieser weist auf seiner dem Aufnahmeraum 12
zugewandten Seite eine konische, als Abdichtfläche 40A dienende Wandung auf. Diese
wirkt selbstzentrierend auf den Verpackungsbeutel 18 bei dessen Einschieben in den
Aufnahmeraum 12. Sobald das Heizelement 30 zu einem Abschmelzen im Bereich 16A des
Arbeitsstoffes 16 führt, legt sich die Randzone 18D des Verpackungsbeutels 18 selbsttätig
an die konische Abdichtfläche 40A an. Hierfür reicht in der Regel bereits der seitliche
Druck den der sich ausdehnende Arbeitsstoff unter dem Pressdruck auf die Randzone
18D ausübt.
[0019] Der Auspresskolben 22 ist ferner mit einer Kopfplatte 26 ausgestattet, die über Druckfedern
28, welche durch die Schabeplatte 24 hindurchgeführt sind, mit dem Auspresskolben
22 verbunden sind. Diese Querschnittsfläche der Kopfplatte ist geringer als die der
Schabeplatte 24, und zwar derart, dass ein Randspalt 26A zwischen dem Außenrand der
Kopfplatte und der Zylinderwandung 12A des Aufnahmeraums 12 verbleibt. Dieser Randspalt
26A ist so bemessen, dass die Kopfplatte 26 in die hinsichtlich ihres Querschnitts
eingeschnürte Zone am unteren Mündungsende des Aufnahmeraumes 12 um eine vorgebbare
Strecke eindringen kann. In der in Figur 1 dargestellten Arbeitsposition sind die
Druckfedern 24 unter dem Druck des Auspresskolbens komprimiert. Wenn hingegen der
Verpackungsbeutel 18 so gut wie entleert ist und der in ihm noch verbliebene Arbeitsstoff
verflüssigt ist, reicht der Druck der Federn 28 aus, um die Kopfplatte in den Einschnürungsbereich
vorzuschieben und damit die letzten Reste an Arbeitsstoff aus dem Verpackungsbeutel
auszupressen, obwohl die Schabeplatte 24 sich nicht weiter absenkt, sondern vor dem
Beginn der Einschnürung 40 stehen bleibt.
[0020] Aus Figur 3A ist eine Schabe- oder Abstreifplatte 24 in Draufsicht ersichtlich, welche
vier auf einem Umfangskreis angeordnete Durchbrechungen 24B für die Druckfedern 28
erkennen lässt. Außerdem ist eine zentrale Durchbrechung 24C ersichtlich, von welcher
strahlenförmig acht Ausnehmungen 24D ausgehen. Dadurch wird die Schabe- oder Abstreifplatte
24 radial etwas verformbar, d.h., dass sie durch radialen, zum Zentrum hin gerichteten
Druck komprimierbar und/oder nach radial außen expandierbar wird. Wenn eine derart
gestaltete Schabe- oder Abstreifplatte mittels eines Einführkonusses 12C' am oberen
Mündungsende 12C in den Aufnahmeraum 12 eingepresst wird, liegt die Schabekante 24A
nachfolgend dicht an der zylindrischen Innenwand 12A des Aufnahmeraumes 12 an. Wenn
sich der Querschnitt des Aufnahmraums 12 im Bereich des Heizelementes 30 durch Erwärmung
vergrößert, kann der Querschnitt der Schabe- oder Abstreifplatte 24 dieser Querschnittsvergrößerung
folgen.
[0021] Wegen des möglicherweise großen Wärmeausdehnungskoeffizienten der Schabe- oder Abstreifplatte
24 im Vergleich zum Wärmeausdehnungskoeffizienten der Wandung 12B des Aufnahmeraumes
12, kann es von Vorteil sein, die Schabe- oder Abstreifplatte 24 mit einem Nenndurchmesser
zu versehen, der bei Raumtemperatur einigermaßen exakt dem Nenndurchmesser der zylindrischen
Innenwand 12A des Aufnahmeraumes 12 entspricht. Um auch dann ein gutes Abstreifergebnis
zu erzielen, wenn die Schabe- oder Abstreifplatte 24 von dem Heizelement 30 zunehmend
aufgewärmt wird, ist es von Vorteil, wenn in die Aussparung 24C, 24D ein expandierbares
Rückstellelement 25 eingesetzt ist. Ein solches ist in Figur 3B dargestellt und z.B.
aus einem gummielastischen Werkstoff hergestellt. Dadurch wird erreicht, dass sich
die Schabe- oder Abstreifplatte 24 nach einer etwaigen anfänglichen radialen Kompression
bei Nachlassen der radial nach innen gerichteten Kräfte wieder leichter expandieren
kann und/oder dass sich die Schabe- oder Abstreifplatte 24 nach einer anfänglich radialen
Expansion aufgrund des eingesetzten expandierbaren Rückstellelementes 25 aufgrund
von außen aufgebrachter radialer Kompressionskräfte auf das ursprüngliche Querschnittsmaß
reversibel zurückverformen kann. Insgesamt hilft eine derartig gestaltete Schabe-
oder Abstreifplatte 24, die von eigenständig erfinderischer Bedeutung ist, die innere
Zylinderwand 12A des Aufnahmeraumes 12 sauber zu halten und eine besonders hohe Dichtwirkung
zu erzielen, ohne dass die Gleitbeschichtung 12E des Aufnahmeraumes 12 verletzt wird.
[0022] Bei der alternativen Ausführungsform nach Figur 4 A/B sind zwischen dem Auspresskolben
22 und der Schabe- oder Abstreifplatte 24 Kompressionsfedern 42 so vorgesehen, dass
sie im drucklosen Zustand (Fig. 4A) die Schabe- und Abstreifplatte 24 im ausgefahrenen
Zustand mit axialem Abstand vom Auspresskolben halten. In dem in Figur 4B dargestellten
Kompressionszustand wird der Kolbendruck des Auspresskolbens 22 durch Anlage an der
Schabe- oder Abstreifplatte 24 auf diese übertragen.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 10 |
Beutelschmelzer |
18D |
Randzone |
| 12 |
Aufnahmeraum |
20 |
Auspresseinrichtung |
| 12A |
zylindrische Innenwand |
22 |
Auspresskolben |
| 12B |
Wandung |
24 |
Schabe- oder Abstreifplatte |
| 12C |
oberes Mündungsende |
24A |
Schabekante |
| 12C' |
Einführkonus |
24B |
Durchbrechungen |
| 12D |
unteres Mündungsende |
24C |
zentrale Durchbrechungen |
| 12E |
Innenbeschichtung |
24D |
radiale Ausnehmungen |
| 14 |
Endplatte |
25 |
expandierbares Rückstellelement |
| 14A |
Austrittsöffnungen |
26 |
Kopfplatte |
| 16 |
Heißschmelzkleber |
26A |
Randspalt |
| 16A |
abgeschmolzener Heißschmelzkleber |
28 |
Druckfeder |
| 18 |
Verpackungsbeutel |
30 |
Heizelement |
| 18A |
rückwärtiges Ende |
40 |
Einschnürung |
| 18B |
frontseitiges Ende |
40A |
konische Abdichtfläche |
| 18C |
Abgabeöffnung |
42 |
Kompressionsfedern |
1. Heißschmelzkleber-Beutelschmelzer, vorgesehen zum sukzessiven Abschmelzen eines in
einem Verpackungsbeutel (18) abgepackten Heißschmelzklebers (16) und zum Auspressen
des abgeschmolzenen Heißschmelzklebers aus dem Verpackungsbeutel mit
- einem zylindrischen, mit mindestens einer endseitigen Austrittsöffnung versehenen
Aufnahmeraum (12) zum Aufnehmen des mit dem Heißschmelzkleber gefüllten, ein Frontende
(18B) und ein rückwärtiges Ende (18A) aufweisenden Verpackungsbeutels (18),
- mindestens einem Heizelement (30) im Bereich der mindestens einen Austrittsöffnung
(14A) zum Abschmelzen des Heißschmelzklebers an dem frontseitigen, eine Abgabeöffnung
(18C) für abgeschmolzenen Arbeitsstoff aufweisenden Frontende des Verpackungsbeutels
(18) und
- einer Auspresseinrichtung (20) mit einem innerhalb des Aufnahmeraumes (12) verfahrbaren
und auf das rückwärtige Ende (18A) des Verpackungsbeutels (18) wirkenden Auspresskolben
(22),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufnahmeraum (12) an seinem der mindestens einen Austrittsöffnung (14A) zugewandten
Mündungsende (12D) eine ringartige Einschnürung (40) mit einer umlaufend dichtenden
Auflagefläche (40A) für den Verpackungsbeutel (18) zumindest an dessen die Abgabeöffnung
(18C) umgebenden Randzone (18D) aufweist, wobei der Auspresskolben (22) mit einer
bezüglich des Querschnittes des Aufnahmeraumes (12) querschnittsverjüngten Kopfplatte
(26) versehen ist, die bezüglich des Auspresskolbens axial verfahrbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtfläche (40A) der Einschnürung (40) sich zum unteren Mündungsende (12D)
des Aufnahmeraums (12) allmählich, insbesondere konisch, verjüngt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ringartige Einschnürung (40) Bestandteil eines in den unteren Endbereich des
Aufnahmeraumes (12) fest oder lösbar einsetzbaren Ringelementes ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Federanordnung, wie Druckfedern (28), die Kopfplatte (26) axial vorschiebt,
wenn die Kopfplatte (26) sich der abgeschmolzenen Zone (16A) des aufschmelzbaren Heißschmelzklebers
nähert oder sie erreicht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 4, bei der der Auspresskolben (22)
mit einer die zylindrische Innenwand (12A) des Aufnahmeraumes (12) berührenden Schabe-
oder Abstreifplatte (24) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schabe- oder Abstreifplatte (24) mit mindestens einer in ihre axiale Oberseite
und/oder in ihre axiale Unterseite und/oder zwischen ihrer axialen Ober- und Unterseite
eingefügten, eine zumindest radiale Kompression der Schabe- oder Abstreifplatte (24)
ermöglichenden Aussparung (24C, 24D) versehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in die Aussparung (24C, 24D) der Schabe- oder Abstreifplatte (24) mindestens ein
expandierbares Rückstellelement (25) eingesetzt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (24C, 24D) sternförmig mit radial erstreckten Streifen gestaltet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das expandierbare Rückstellelement gummielastisch und leichter elastisch verformbar
als die Schabe- oder Abstreifplatte (24) ist.
1. Hotmelt adhesive melting system for bags, intended for the successive melting of a
hotmelt adhesive (16) packed in a packaging bag (18) and for squeezing out the melted
hotmelt adhesive from the packaging bag, comprising:
- a cylindrical receiving space (12), which is provided with at least one end-side
outlet opening and is intended for receiving the packaging bag (18) filled with the
hotmelt adhesive and having a front end (18B) and a rearward end (18A),
- at least one heating element (30) in the region of the at least one outlet opening
(14A) for melting the hotmelt adhesive at the front-side front end of the packaging
bag (18) having a delivery opening (18C) for melted working material, and
- a squeezing-out device (20) with a squeezing-out plunger (22) that can move within
the receiving space (12) and acts on the rearward end (18A) of the packaging bag (18),
characterized in that
the receiving space (12) has at its mouth end (12D) facing the at least one outlet
opening (14A) an annular constriction (40) with a peripherally sealing supporting
surface (40A) for the packaging bag (18), at least at the edge zone (18D) thereof
surrounding the delivery opening (18C), the squeezing-out plunger (22) being provided
with a head plate (26), which is cross-sectionally tapered with respect to the cross
section of the receiving space (12) and is movable axially with respect to the squeezing-out
plunger.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the sealing surface (40A) of the constriction (40) tapers gradually, in particular
conically, towards the lower mouth end (12D) of the receiving space (12).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the annular constriction (40) is a component part of a ring element that can be fixedly
or releasably fitted into the lower end region of the receiving space (12).
4. Device according to Claim 1, characterized in that a spring arrangement, such as compression springs (28), axially advances the head
plate (26) when the head plate (26) approaches or reaches the melted zone (16A) of
the meltable hotmelt adhesive.
5. Device according to one of Claims 1 to 3 or 4, in which the squeezing-out plunger
(22) is provided with a scraping or stripping plate (24), which contacts the cylindrical
inner wall (12A) of the receiving space (12), characterized in that the scraping or stripping plate (24) is provided with at least one recess (24C, 24D)
that is inserted in its axial upper side and/or in its axial lower side and/or between
its axial upper side and lower side and allows an at least radial compression of the
scraping or stripping plate (24).
6. Device according to Claim 5, characterized in that at least one expandable restoring element (25) is fitted in the recess (24C, 24D)
of the scraping or stripping plate (24).
7. Device according to Claim 5 or 6, characterized in that the recess (24C, 24D) is star-shaped, with radially extending strips.
8. Device according to Claim 6 or 7, characterized in that the expandable restoring element is rubber-elastic and more easily elastically deformable
than the scraping or stripping plate (24).
1. Fondoir à colle pour adhésif thermofusible, prévu pour faire fondre successivement
un adhésif thermofusible (16) emballé dans un sachet d'emballage (18) et pour exprimer
l'adhésif thermofusible fondu hors du sachet d'emballage, comprenant
- un espace de réception cylindrique (12) pourvu d'au moins une ouverture de sortie
du côté de l'extrémité, pour recevoir le sachet d'emballage (18) rempli de l'adhésif
thermofusible et présentant une extrémité avant (18B) et une extrémité arrière (18A),
- au moins un élément chauffant (30) dans la région de l'au moins une ouverture de
sortie (14A) pour faire fondre l'adhésif thermofusible au niveau de l'extrémité avant
du sachet d'emballage (18) du côté frontal, présentant une ouverture de distribution
(18C) pour la substance de travail fondue et
- un dispositif d'expression (20) avec un piston d'expression (22) déplaçable à l'intérieur
de l'espace de réception (12) et agissant sur l'extrémité arrière (18A) du sachet
d'emballage (18),
caractérisé en ce que
l'espace de réception (12) présente, au niveau de son extrémité d'embouchure (12D)
tournée vers l'au moins une ouverture de sortie (14A), un rétrécissement de type annulaire
(40) avec une surface d'appui (40A), réalisant une étanchéité sur la périphérie, pour
le sachet d'emballage (18) au moins au niveau de sa zone de bord (18D) entourant l'ouverture
de distribution (18C), le piston d'expression (22) étant pourvu d'une plaque de tête
(26) de section transversale rétrécie par rapport à la section transversale de l'espace
de réception (12), qui est déplaçable axialement par rapport au piston d'expression.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface d'étanchéité (40A) du rétrécissement (40) se rétrécit progressivement,
notamment sous forme conique, vers l'extrémité inférieure d'embouchure (12D) de l'espace
de réception (12).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le rétrécissement annulaire (40) fait partie d'un élément annulaire pouvant être
inséré fixement ou de manière amovible dans la région d'extrémité inférieure de l'espace
de réception (12).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un agencement de ressort, tel que des ressorts de compression (28), fait avancer axialement
la plaque de tête (26) quand la plaque de tête (26) se rapproche ou atteint la zone
fondue (16A) de l'adhésif thermofusible pouvant être fondu.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3 ou 4, dans lequel le piston
d'expression (22) est pourvu d'une plaque de racloir ou de raclage (24) venant en
contact avec la paroi cylindrique interne (12A) de l'espace de réception (12), caractérisé en ce que la plaque de racloir ou de raclage (24) est pourvue d'au moins un évidement (24C,
24D) inséré dans son côté supérieur axial et/ou dans son côté inférieur axial et/ou
entre son côté supérieur axial et son côté inférieur axial, permettant une compression
au moins radiale de la plaque de racloir ou de raclage (24).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que dans l'évidement (24C, 24D) de la plaque de racloir ou de raclage (24) est inséré
au moins un élément de rappel expansible (25).
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'évidement (24C, 24D) est configuré en forme d'étoile avec des bandes s'étendant
radialement.
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'élément de rappel expansible présente l'élasticité du caoutchouc et peut se déformer
plus facilement de manière élastique que la plaque de racloir ou de raclage (24).
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