[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur korrosionsschützenden Vorbehandlung
von metallischen Bauteilen, die zumindest teilweise metallische Oberflächen aus Eisen
aufweisen, mit einer chromfreien wässrigen Behandlungslösung, die Fluorokomplexe von
Zirconium und/oder Titan sowie Phosphationen in einem spezifischen Verhältnisbereich
zueinander enthält, sowie ein metallisches Bauteil, das entsprechend vorbehandelt
ist, und dessen Verwendung für die Applikation weiterer korrosionsschützender Beschichtungen
und/oder Lacksysteme. Das Verfahren eignet sich insbesondere als Vorbehandlung für
eine Elektrotauchlackierung von metallischen Bauteilen, die in Form von nicht-geschlossenen
Hohlkörpern vorliegen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ebenso ein
Verfahren zur Beschichtung eines nicht-geschlossenen metallischen Hohlkörpers, welches
sowohl die Vorbehandlung mit der chromfreien wässrigen Behandlungslösung als auch
eine nachfolgende Elektrotauchlackierung umfasst, sowie ein metallischer Hohlkörper,
der entsprechend des erfindungsgemäßen Verfahrens beschichtet ist, und dessen Verwendung
für die Herstellung von Radiatoren.
[0002] Die Passivierung von metallischen Werkstoffen, insbesondere von Eisen und Eisenstählen,
wird vornehmlich über die Zink- oder Eisenphosphatierung gewährleistet. So werden
bei der Zink- oder Eisenphosphatierung zumeist kristalline anorganische Überzüge auf
dem metallischen Basismaterial erzeugt, die eine Schichtdicke von mehreren Mikrometern
aufweisen und aufgrund ihrer Oberflächentopographie eine hervorragende Haftung zu
organischen Deckschichten, speziell zu im Elektrotauchverfahren aufgebrachten Lacksystemen,
besitzen. Bei der nichtschichtbildenden Eisenphosphatierung wird die Konversion der
Metalloberfläche typischerweise in einem phosphorsauren Medium ebenfalls in Gegenwart
von Beschleunigern und Netzmitteln bei erhöhter Badtemperatur vorgenommen. Derartige
Eisenphosphatschichten weisen selten Schichtgewichte von mehr als 1 g/m
2 auf und sind im Gegensatz zu Phosphatierungen mit hohen Schichtgewichten amorph.
Üblicherweise stellt die klassische Phosphatierung ein Mehrschritt-Verfahren bestehend
aus einem Reinigungsschritt zur Entfettung des Bauteils, einem Aktivierungsprozess
und letztendlich der eigentlichen Phosphatierung dar, wobei zur Entkopplung der Prozessbäder
im kontinuierlichen Betrieb Spülschritte eingebaut sind. Ein derartiger Spülvorgang
ist zumindest nach dem Reinigungsschritt obligat, so dass die Phosphatierung sich
aus mindestens vier Einzelprozessen zusammensetzt, die verfahrenstechnisch in Einzelbädern
überwacht und gesteuert werden müssen. Diese hohen verfahrenstechnischen Anforderungen
und die damit verbundene Komplexität eines Phosphatierbetriebes stellen zuweilen ein
Hindernis für die Einführung einer derartigen Passivierung der Bauteile in Low-Cost-Anwendungen
jenseits der automobilen Fertigung dar. Ein weiterer Nachteil technischer Natur ist
die Aufarbeitung von Reststoffen, wie von mit Schwermetallen belasteten Phosphatschlämmen,
die bei den hohen Phosphat-Gehalten im passivierenden Tauchbad nicht vermeidbar sind
und nur unter erneutem Energie- und Stoffumsatz aufgearbeitet werden können. Nicht
zuletzt die erhöhten Badtemperaturen machen die klassische Phosphatierung damit insgesamt
zu einem Verfahren mit hohem Energieaufwand und einem enormen Bedarf an Rückgewinnungsmaßnahmen.
[0003] Zusätzliche Alternativverfahren zur Standard-Phosphatierung, die Schichtgewichte
von deutlich mehr als 1 g/m
2 liefert, sind neben der nicht-schichtbildenden Eisenphosphatierung Konversionsbehandlungen
der metallischen Oberflächen unter Ausbildung von rein amorphen, anorganischen Passivschichten
mit weit niedrigeren Schichtgewichten in der Größenordnung von zum Teil weniger als
200 mg/m
2.
Sämtliche Verfahren zur Vorbehandlung, die eine solche "nicht-schichtbildende" (nicht-kristalline)
Phosphatierung und/oder Konversion der Metalloberfläche herbeiführen, haben den Vorteil,
dass eine Aktivierung der Oberfläche überflüssig wird und so in der Prozesskette der
Vorbehandlung eingespart werden kann. Ein weiterer Vorteil gegenüber der schichtbildenden
Zinkphosphatierung ist die Verringerung von Phosphatschlämmen in den Phosphatierbädern.
[0004] Beispielsweise lehren die
US 5,356,490 und die
WO 04/063414 phosphatfreie und chromfreie wässrige Behandlungslösungen enthaltend Zirconium- und/oder
Titanverbindungen, die im sauren Medium aufgrund des Beizangriffes der behandelten
metallischen Oberflächen als so genannte passivierende Konversionsschicht auf dem
metallischen Bauteil abgeschieden werden. Beide Schriften lehren, dass dispergierte
wasserunlösliche anorganische Verbindungen zusätzlich enthalten sein müssen, um den
gewünschten Effekt hinsichtlich Korrosionsschutz und Lackhaftung zu erzielen, wobei
die
WO 04/063414 explizit das Vorhandensein von säurestabilen, nanodispergierten Verbindungen auf
der Basis von Silika fordert und im Gegensatz zur
US 5,356,490 ohne den Zusatz von organischen Polymeren auskommt.
[0005] Die
DE 1933013 offenbart ebenfalls phosphatfreie Behandlungsbäder mit einem pH-Wert oberhalb 3,5,
die neben komplexen Fluoriden des Bors, Titans oder Zirconiums in Mengen von 0,1 bis
15 g/l, bezogen auf die Metalle, zusätzlich 0,5 bis 30 g/l Oxidationsmittel, insbesondere
Natrium-m-nitrobenzolsulfonat enthalten. Dem Oxidationsmittel Natrium-m-nitrobenzolsulfonat
kommt gemäß der Lehre der
DE 1933013 die Funktion zu, die Behandlungsdauer der Metalloberflächen in besonders großem Umfang
zu variieren.
[0006] Demgegenüber offenbart die
WO 03/002781 Vorbehandlungslösungen enthaltend neben Phosphorsäure auch Fluorokomplexe von Zirconium-
und/oder Titan und ein Homo- oder Copolymer von Vinylpyrrolidon. Eine solche Vorbehandlungslösung
liefert amorphe gemischt organisch/anorganische Passivierungen mit niedrigem Schichtgewicht,
die mit einem Elektrotauchlack versehen werden können.
[0007] DE 2715292 offenbart Behandlungsbäder für die chromfreie Vorbehandlung von Aluminiumdosen, die
mindestens 10 ppm Titan und/oder Zirconium, zwischen 10 und 1000 ppm Phosphat und
eine zur Bildung komplexer Fluoride des vorhandenen Titans und/oder Zirconiums ausreichenden
Menge Fluorid, mindestens jedoch 13 ppm, enthalten und pH-Werte zwischen 1,5 und 4
aufweisen.
[0008] Aus der Offenlegungsschrift
US 2007/0068602 geht eine passivierende Vorbehandlungslösung hervor, die neben Fluorokomplexen von
Zirconium und Phosphat-Anionen auch Oxoanionen von Vanadium enthält, deren jeweiligen
Gehalte in einem vorgegebenen Verhältnisbereich zueinander stehen müssen, um einen
effektiven Korrosionsschutz zu erzielen.
[0009] Die
WO 2009/045872 offenbart als nachveröffentlichter Stand der Technik gemäß Art. 54(3) EPÜ Verfahren
zur korrosionsschützenden Behandlung von Eisenoberflächen, bei dem wässrige Zusammensetzungen
mit einem pH-Wert im Bereich von 4 bis 5,5 enthaltend im Wesentlichen eine Metallverbindung
ausgewählt aus Elementen der Gruppen IIIB und/oder IVB und Phosphationen, wobei das
Gewichtsverhältnis von Metallverbindungen zu Phosphationen zumindest 2 : 1 beträgt,
mit den Eisenoberflächen in Kontakt gebracht und selbige anschließend mit einem ein
filmbildendes Harz enthaltendes Mittel beschichtet werden. Insbesondere offenbart
die
WO 2009/045872 den Ausführungsbeispielen insbesondere solche Verfahren zur Vorbehandlung im Sinne
der vorliegenden Erfindung, in denen Stahlbleche zunächst mit einem alkalischen Reiniger
gereinigt, danach zweimal mit Stadtwasser gespült, sodann mit einem Bad, das bei einem
pH-Wert von 5 so zusammengesetzt ist, dass neben 10 ppm Eisen-Ionen entweder 80 ppm
Zirconium und 55 ppm Phosphationen oder 150 ppm Zirconium und 100 ppm Phosphationen
enthalten sind, behandelt und anschließend mit Stadtwasser gespült werden.
[0010] Die
DE 10 2005 059314 A1 offenbart eine Konversionsbehandlung für Stahloberflächen, die elektrotauchlackiert
werden. Die hierfür verwendete wässrige Konversionslösung hat einen pH-Wert von 2,5
bis 5 und enthält 10-500 ppm Ti oder Zr als Hexafluorokomplex. Weiterhin kann die
Lösung 10 - 500 ppm Phosphat und 50 - 500 ppm Kieselsäure mit einer mittleren Teilchengröße
von weniger als 1 µm sowie 10 - 1000 ppm an aromatischen Hydroxycarbonsäuren und 500
- 2000 ppm Nitrobenzolsulfonsäure enthalten.
[0011] Die
WO 03/100130 A offenbart ein Konversionsverfahren für Stahloberflächen, die elektrotauchlackiert
werden. Die Konversionslösungen enthalten Phosphat, eine Verbindung eines Metalls
der Gruppe IVB und einen Beschleuniger, der ausgewählt sein kann aus Nitrobenzolsulfonsäure.
[0012] Die
US-A-4017335 offenbart eine Methode zur phosphatierenden Vorbehandlung von Eisenoberflächen vor
einer nachfolgenden Aufbringung einer organischen Beschichtung. Die Konzentrate zur
Anwendung in einem solchen Verfahren können neben Phosphat, auch Fluorosäuren der
Elemente Zr und Ti, ein Tensid und einen Beschleuniger, der Nitrobenzolsulfonsäure
sein kann, enthalten.
[0013] Dem Stand der Technik zur passivierenden Vorbehandlung mit Zusammensetzungen enthaltend
Verbindungen von Zirconium- und/oder Titan und Phosphat kann jedoch keine Lehre entnommen
werden, welche spezifischen Zusammensetzungen derartiger Vorbehandlungslösungen einen
optimalen Korrosionsschutz bei optimaler Elektrotauchlackierbarkeit der amorphen Passivierungsschichten
gewährleisten. Insbesondere ist für die Originalhersteller ein vergleichsweise geringer
Lackverbrauch bei gutem Lackumgriff und gleicher Korrosionsbeständigkeit des beschichteten
metallischen Bauteils von wirtschaftlicher Bedeutung.
[0014] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demnach darin, eine Konversionsbehandlung
von metallischen Bauteilen bestehend zumindest teilweise aus Eisen bereitzustellen,
die gegenüber den im Stand der Technik bekannten nicht-schichtbildenden Behandlungsmethoden
zumindest vergleichbare oder verbesserte Resultate bezüglich Korrosionsschutz und
Elektrotauchlackverbrauch liefert, ohne jedoch auf die aufwendigen und energieintensiven
Prozessschritte der schichtbildenden Phosphatierung zurückgreifen zu müssen. Dabei
soll das alternative Verfahren zum einen in möglichst wenigen und leicht zu kontrollierenden
Prozessschritten eine korrosionsgeschützte metallische Oberfläche, insbesondere Eisenoberfläche,
bereitstellen und zum anderen möglichst ressourcenschonend unter Vermeidung von schwer
aufzuarbeitenden Reststoffen, beispielsweise Phosphatschlämmen, durchführbar sein.
Darüber hinaus muss ein solches Alternativverfahren die nachträgliche Elektrotauchlackierung
des behandelten metallischen Bauteils, vorzugsweise in Form eines nicht-geschlossenen
Hohlkörpers, gewährleisten, wobei bei optimalem Lackumgriff grundsätzlich ein möglichst
niedriger Lackverbrauch angestrebt wird.
[0015] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur korrosionsschützenden Vorbehandlung
metallischer Bauteile, die zumindest teilweise metallische Oberflächen aus Eisen aufweisen,
wobei das Bauteil mit einer chromfreien wässrigen Behandlungslösung enthaltend
- (i) nicht weniger als 50 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Zirconium und/oder Titan
in Form ihrer Fluorokomplexe,
- (ii) nicht weniger als 10 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Phosphationen, wobei das
molare Verhältnis von Zirconium und/oder Titan zu Phosphationen nicht größer als 10
: 1 und nicht kleiner als 1 : 1 ist,
- (iii) weniger als 50 ppm an Oxoanionen von Vanadium, Wolfram und/oder Molybdän, sowie
- (iv) nicht mehr als 1 ppm an organischen Polymeren,
bei einem pH-Wert von nicht weniger als 3,5 und nicht größer als 6,0 in Kontakt gebracht
wird, wobei solche Verfahren ausgenommen sind, in denen Stahlbleche zunächst mit einem
alkalischen Reiniger gereinigt, danach zweimal mit Stadtwasser gespült, sodann mit
einem Bad, das bei einem pH-Wert von 5 so zusammengesetzt ist, dass neben 10 ppm Eisen-Ionen
entweder 80 ppm Zirconium und 55 ppm Phosphationen oder 150 ppm Zirconium und 100
ppm Phosphationen enthalten sind, behandelt und anschließend mit Stadtwasser gespült
werden.
[0016] Vorzugsweise besteht das metallische Bauteil dabei vollständig aus Eisen und/oder
einer Eisenlegierung mit einem Gehalt von mehr als 50 At.-% an Eisen oder aus Oberflächen,
deren Eisenanteil größer als 50 At.-% ist.
[0017] Die Behandlungslösung bedarf keiner Zusätze an Chrom-Verbindungen und ist daher aus
ökologischen Gründen und zur Gewährleistung eines hohen Arbeitsschutzes chromfrei.
Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass aus dem Behältermaterial oder aus den zu
behandelnden Oberflächen wie beispielsweise Stahllegierungen Ionen von Chrom in geringer
Konzentration in die Vorbehandlungslösung gelangen. Jedoch wird in der Praxis erwartet,
dass die Konzentration von Chrom in der anwendungsfertigen Behandlungslösung nicht
höher als etwa 10 ppm, vorzugsweise nicht höher als 1 ppm ist.
Der pH-Wert der Behandlungslösung kann mittels der Zugabe von verdünnter Salpetersäure
oder ammoniakalischer Lösung in dem angegebenen Bereich beliebig eingestellt werden.
Besonders bevorzugt liegt der pH-Wert der Behandlungslösung jedoch unterhalb von 5,5,
insbesondere unterhalb von 5,0.
[0018] Über das molare Verhältnis von Zirconium und/oder Titan zum in der Behandlungslösung
befindlichen Phosphat kann die Performance der Vorbehandlung hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit
der behandelten Bauteile und des Umgriffverhaltens bei einer sich anschließenden Elektrotauchlackierung
abgestimmt werden. Überraschenderweise zeigt sich, dass sowohl zu hohe Verhältnisse
von Zirconium und/oder Titan zum in der Behandlungslösung befindlichen Phosphat als
auch zu niedrige relative Zirconium- und/oder Titan-Gehalte das Umgriffverhalten deutlich
negativ beeinflussen. Ein optimales Ergebnis also ein maximaler Umgriff bei der Lackabscheidung
wird dann erreicht, wenn das molare Verhältnis von Zirconium und/oder Titan zu Phosphationen
nicht kleiner als 1 : 1 eingestellt wird. Bei einer Erhöhung des Verhältnisses zugunsten
von Zirconium und/oder Titan auf Werte größer als 10 : 1 kann eine zirconium- und/oder
titanbasierte Phosphatpassivierung offensichtlich nicht mehr effektiv vollzogen werden,
da der Umgriff bei der nachträglichen Lackabscheidung deutlich abnimmt. Gleiches gilt
auch für die korrosionsschützenden Eigenschaften der Vorbehandlung, die in den angegebenen
bevorzugten Bereichen für die molaren Verhältnisse von Zirconium- und/oder Titan zu
Phosphationen besonders ausgeprägt sind.
[0019] Die Verwendung von Zirconiumverbindungen liefert bei den unterschiedlichen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung technisch bessere Ergebnisse als die Verwendung von Titanverbindungen
und ist daher bevorzugt. Beispielsweise können komplexe Fluorosäuren oder deren Salze
eingesetzt werden.
[0020] Im erfindungsgemäßen Verfahren sind des Weiteren solche Behandlungslösungen bevorzugt
die als Komponente (i) mindestens 150 ppm, vorzugsweise mindestens 200 ppm, aber nicht
mehr als 350 ppm, vorzugsweise nicht mehr als 300 ppm Zirconium in Form eines Fluorokomplexes
enthalten.
[0021] Der erfindungsgemäße Phosphat-Gehalt der Behandlungslösung ist im Vergleich zu im
Stand der Technik beschriebenen Zink- oder Eisen-Phosphatierbädern äusserst niedrig.
Bereits eine geringe Konzentration an Phosphationen von mindestens 10 ppm führt im
Zusammenwirken mit den Fluorokomplexen von Zirconium und oder Titan zur Ausbildung
einer dünnen amorphen Zirconium- und/oder Titanphosphatschicht und damit zur gewünschten
Passivierung der Metalloberfläche, insbesondere der Eisenoberfläche. So erfolgt eine
homogene Passivierung bereits bei Phosphat-Gehalten von bevorzugt 30 ppm, besonders
bevorzugt mindestens 60 ppm. Aus Gründen der Prozesswirtschaftlichkeit und zur Vermeidung
von Phosphatschlämmen im Behandlungsbad sollte der Phosphat-Gehalt jedoch 1000 ppm
nicht überschreiten und vorzugsweise nicht mehr als 180 ppm, besonders bevorzugt nicht
mehr als 120 ppm Phosphationen betragen.
[0022] Überraschenderweise zeigt sich, dass aus der Zink- und Eisenphosphatierung bekannte
Beschleuniger die Ausbildung einer homogenen Passivierung begünstigen. Derartige Beschleuniger
stellen Oxidationsmittel dar, die in der Phosphatierung die Aufgabe eines "Wasserstofffängers"
erfüllen, indem diese den durch den Säureangriff auf die metallische Oberfläche entstehenden
Wasserstoff unmittelbar oxidieren und dabei selbst reduziert werden. Das Unterbinden
einer massiven Wasserstoffentwicklung an der Werkstoffoberfläche erleichtert bei der
schichtbildenden Phosphatierung die Ausbildung der kristallinen Phosphatschicht mit
mehreren Mikrometern Schichtdicke. Gleiches gilt für die Anwesenheit der Beschleuniger
in der nicht-schichtbildenden Eisenphosphatierung, bei der Schichtdicken von nicht
wesentlich mehr als einem Mikrometer erzeugt werden. Offensichtlich vermögen die im
Stand der Technik bekannten Beschleuniger, auch die homogene Ausbildung einer amorphen,
nur wenige Nanometer umfassenden Passivschicht auf Basis von Zirconium- und/oder Titanphosphat
zu unterstützen. Allerdings ist die Aktivität der Beschleuniger im Behandlungsbad
wesentlich geringer einzustellen als es beispielsweise in der Zinkphosphatierung der
Fall ist, so dass typische Oxidationsmittel in Gehalten von nicht mehr als 1000 ppm
einzusetzen sind, mindestens aber ein Gehalt von 10 ppm in der Behandlungslösung vorliegen
muss, um die Zirconium- und/oder Titan-basierte Passivierung der eisenhaltigen Metalloberfläche
zu begünstigen. Typische Vertreter der Oxidationsmittel sind Chlorationen, Nitritionen,
Nitroguanidin, N-Methylmorpholin-N-oxid, m-Nitrobenzoat-lonen, p-Nitrophenol, m-Nitrobenzolsulfonat-Ionen,
Wasserstoffperoxid in freier oder gebundener Form, Hydroxylamin in freier oder gebundener
Form, reduzierende Zucker. Insbesondere mit dem m-Nitrobenzolsulfonat als Beschleuniger
werden bei Gehalten von nicht weniger als 20 ppm, vorzugsweise nicht weniger als 50
ppm und nicht mehr als 500 ppm, vorzugsweise nicht mehr als 300 ppm deutlich verbesserte
Passivierungseigenschaften der Behandlungslösung erreicht.
[0023] Eine weitere Verbesserung der Passivschichteigenschaften und der Haftung zu nachträglich
aufgebrachten Lackschichten resultiert bei Zugabe von partikulären anorganischen,
wasserunlöslichen Verbindungen der Elemente Silizium, Aluminium, Zink, Titan, Zirconium,
Eisen, Kalzium und/oder Magnesium, wobei der Gehalt an diesen Verbindungen in der
Behandlungslösung bezogen auf das Element mindestens 10 ppm beträgt, aber 200 ppm
nicht überschreiten sollte, um die Behandlungslösung durch Agglomerations- und Sedimentationsprozesse
der partikulären Bestandteile nicht zu destabilisieren. Vorzugsweise werden die oxidischen
Verbindungen der genannten Elemente in nanopartikulärer Form eingesetzt.
[0024] Die deutsche Patentanmeldung
DE 100 05 113 basiert auf der Erkenntnis, dass Homo- oder Copolymere von Vinylpyrrolidon eine hervorragende
Korrosionsschutzwirkung aufweisen. Ebenso werden Polymere mit Hydroxyl- und/oder Carboxylfunktionalitäten
vielfach in erheblichen Mengen (> 1g/l) den Passivierungsbädern hinzugesetzt, um eingebaut
in der anorganischen Passivschicht als Binder zu weiteren nachträglich aufgebrachten
organischen Beschichtungen zu wirken. Der Zusatz weiterer Polymere erhöht jedoch den
Prozessaufwand erheblich, da in Abhängigkeit vom Übertrag ("Drag Over") der polymeren
Bestandteile aus der Vorbehandlungslösung in das Tauchlackbad die Stabilität des Tauchlackbades
oder die Güte der Lackbeschichtung selbst negativ beeinflusst werden kann. Da jegliche
Polymerzugabe in der Behandlungslösung demnach in einem Verfahren mit nachträglicher
Elektrotauchlackierung zumindest einen intensiven Spülschritt unmittelbar nach der
erfindungsgemäßen Vorbehandlung erzwingt, sollte das erfindungsgemäße Verfahren zur
Reduktion der Spüldauer und der Spülwassermenge hinsichtlich der molaren Verhältnisse
von Zirconium- und/oder Titan zu Phosphationen derart eingestellt werden, dass von
einer Polymerzugabe gänzlich abgesehen werden kann. Daher betrifft die vorliegende
Erfindung nur solche Verfahren, in denen die Menge an organischen Polymeren in der
Behandlungslösung nicht größer als 1 ppm ist.
[0025] Darüberhinaus benötigt das erfindungsgemäße Verfahren keine weiteren anorganischen
Zusätze ausgewählt aus Oxoanionen von Vanadium, Wolfram und/oder Molybdän, um eine
hinreichende Passivierung der Metalloberfläche, insbesondere Eisenoberfläche, zu erzeugen.
Bei der Behandlung spezieller Metalloberflächen, insbesondere spezieller Eisenlegierungen,
können im erfindungsgemäßen Verfahren geringe Mengen dieser Oxoanionen, insbesondere
Vanadate und Molybdate, als zusätzlicher Bestandteil in der Behandlungslösung zugegen
sein, um Defekte in der Zirconium- und/oder Titan-basierten Phosphatschicht bereits
während der Passivierung auszuheilen. Aus Gründen der Prozesswirtschaftlichkeit ist
der Anteil an diesen Verbindungen in der Behandlungslösung des erfindungsgemäßen Verfahrens
bezogen auf das jeweilige Element jedoch kleiner als 50 ppm, vorzugsweise kleiner
als 10 ppm.
[0026] Im erfindungsgemäßen Verfahren kann die Behandlungslösung zusätzlich chelatisierende
Substanzen enthalten. Überraschenderweise zeigt sich, dass durch die Anwesenheit chelatisierender
Substanzen, insbesondere solcher auf Basis von α-Hydroxycarbonsäuren, die Beizrate
im Behandlungsbad bei längerer Betriebsdauer eines Bades stabilisiert wird, so dass
weitgehend unabhängig vom Gehalt der Metall-Ionen, die durch das Anbeizen der Metalloberfläche
ins Bad gelangen, konstante Schichtauflagen der Zirconium- und/oder Titan-basierten
Phosphatschicht resultieren. Des Weiteren kann durch Zugabe der chelatisierenden Substanzen
die Schlammbildung bestehend aus schwerlöslichen Metallhydroxiden deutlich minimiert
werden. Vorzugsweise sind die chelatisierenden Substanzen als Zusatz zur Behandlungslösung
im erfindungsgemäßen Verfahren ausgewählt aus α-Hydroxycarbonsäuren, besonders bevorzugt
ausgewählt aus Polyhydroxysäuren mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen, wobei insbesondere
Gluconsäure bevorzugt ist.
Der Gehalt an chelatisierenden Substanzen in der Behandlunslösung des erfindungsgemäßen
Verfahrens beträgt vorzugsweise mindestens 0,01 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens
0,05 Gew.-%, aber vorzugsweise nicht mehr als 2 Gew.-%, besonders bevorzugt nicht
mehr als 1 Gew.-%.
[0027] Das im erfindungsgemäßen Verfahren zu behandelnde metallische Bauteil wird gegebenenfalls
zuvor in einem Reinigungsschritt von oberflächlichen Verunreinigungen, insbesondere
von Schmier- und/oder Korrosionsschutz-Ölen befreit. Unterbleibt eine solche Reinigung,
so kann eine über die gesamte Metalloberfläche des Bauteils homogen ausgebildete Passivierung
im erfindungsgemäßen Verfahren nicht erzielt werden. Um den der erfindungsgemäßen
Vorbehandlung vorgelagerten Reinigungsschritt einzusparen, kann die saure Behandlungslösung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zusätzlich mindestens eine oberflächenaktive Substanz
enthalten, so dass die effektive Reinigung der Metalloberflächen des Bauteils und
deren Passivierung miteinander einhergehen. Der Einsatz von oberflächenaktiven Substanzen
in passivierenden Vorbehandlungslösungen ist nicht selbstverständlich und insofern
im erfindungsgemäßen Verfahren überraschend. So erfolgt beispielsweise in Gegenwart
von Niotensiden in phosphatfreien Behandlungsbädern gemäß der
DE 1933013 (Bonderite NT
®) keine hinreichende Passivierung der Metalloberfläche. Als oberflächenaktive Substanzen
können grundsätzlich sämtliche gängigen Tenside, vorzugsweise Niotenside verwendet
werden, die in der Behandlungslösung des erfindungsgemäßen Verfahrens stabil sind
und eine niedrige kritische Mizellbildungskonzentration unterhalb von 10
-3 mol/l, bevorzugt unterhalb von 10
-4 mol/l aufweisen.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren zur passivierenden Vorbehandlung wird bevorzugt bei
Badtemperaturen der Behandlungslösung von nicht mehr als 40 °C durchgeführt. Enthält
die Vorbehandlungslösung zusätzlich oberflächenaktive Substanzen, so beträgt die Badtemperatur
für eine hinreichende Reinigung der Metalloberflächen des zu behandelnden Bauteil
bevorzugt zumindest 30 °C, wobei höhere Badtemperaturen als 80 °C zum einen nicht
erforderlich und sich zum anderen negativ auf die Energieeffizienz des Verfahrens
auswirken.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Behandlungsverfahren können die Metalloberflächen sowohl
durch Eintauchen oder Aufspritzen mit der Vorbehandlungslösung in Kontakt gebracht
werden.
[0030] In einem weiteren Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung ebenso ein Verfahren zur
korrosionsschützenden Beschichtung von nicht-geschlossenen metallischen Hohlkörpern,
die zumindest teilweise metallische Oberflächen aus Eisen aufweisen, wobei dem zuvor
beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren zur korrosionsschützenden Vorbehandlung
eine Elektrotauchlackierung mit oder ohne dazwischenliegendem Spülschritt nachfolgt.
Überraschenderweise zeigt die nach der erfindungsgemäßen Vorbehandlung resultierende
amorphe und äußerst dünne Zirconium- und/oder Titan-basierte Phosphatpassivierung
nach der Elektrotauchlackierung eine im Vergleich zu elektrotauchlackierten kristallinen
Phosphatschichten akzeptable Korrosionsbeständigkeit und Lackhaftung. Zu Alternativverfahren,
die ebenfalls in einer Vorbehandlungsstufe amorphe Passivschichten allerdings auf
Basis von oxydischen Zirconium-haltigen Konversionsschichten ausbilden (Bonderite
NT
®), ist das erfindungsgemäße Beschichtungsverfahren bezüglich der Korrosionsbeständigkeit
und der Lackhaftung auf Eisen oder Stahl hingegen mindestens gleichwertig. Ein entscheidender
Vorteil der erfindungsgemäßen Vorbehandlung zu solchen Alternativverfahren ist jedoch
der sich bei der Elektrotauchlackierung ergebende geringere Lackverbrauch bei identischem
Umgriffverhalten.
[0031] Vorzugsweise sollen erfindungsgemäß solche nicht-geschlossene metallische Hohlkörper
bestehend zumindest teilweise aus Eisenoberflächen beschichtet werden, bei denen das
Verhältnis von innerer Mantelfläche des nicht geschlossenen Hohlkörpers zur Öffnungsfläche
desselben nicht kleiner als 5 ist, die also beispielsweise zumindest würfelförmig
sind.
[0032] Das Umgriffverhalten also die Abscheidung des Tauchlackes an den der Gegenelektrode
abgewandten Flächen des Bauteils oder an den Innenbereichen des metallischen Hohlkörpers,
die aufgrund ihrer faradayschen Abschirmung zu Beginn der Abscheidung nahezu feldlinienfrei
sind und daher lediglich über den Widerstandsaufbau der sich abscheidenden Lackschicht
für die Schichtbildung zugänglich werden, wird entscheidend durch die erfindungsgemäße
passivierende Vorbehandlung bestimmt und kann daher ebenso als kennzeichnendes Merkmal
der erfindungsgemäßen Vorbehandlung oder der erfindungsgemäßen Beschichtung herangezogen
werden. So ist die verfahrensspezifische Begrenzung der Schichtdicke des Elektrotauchlackes
entscheidend für den Umgriff des Lackes, da bei gleicher Ladungsmenge, aber geringerer
begrenzter bzw. maximaler Lackschichtdicke, zwangsläufig ein besserer Umgriff erfolgt.
In diesem Sinne kann als Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens eine spezifische
Schichtdickenbegrenzung als das Verhältnis der Schichtdicke des Elektrotauchlackes
auf der äußeren Mantelfläche eines erfindungsgemäß beschichteten Hohlkörpers zur Schichtdicke
des Elektrotauchlackes nach identischer, aber alleiniger Elektrotauchlackierung ohne
vorherige Vorbehandlung auf der identischen äußeren Mantelfläche eines identischen
unbehandelten, aber gereinigten und entfetteten Hohlkörpers angegeben werden. Dieses
soll entsprechend der vorliegenden Erfindung nicht größer als 0,95, bevorzugt nicht
größer als 0,9 und besonders bevorzugt nicht größer als 0,8 sein.
[0033] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Beschichtung eines metallischen Hohlkörpers kann
so ausgeführt werden, dass zwischen den Verfahrensschritten der erfindungsgemäßen
Vorbehandlung und dem Verfahrensschritt der Elektrotauchlackierung ein Spülschritt
erfolgt, vorzugsweise mit entionisiertem Wasser oder Stadtwasser.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahrens
erfolgt nach der erfindungsgemäßen Vorbehandlung und vor dem Verfahrensschritt der
Elektrotauchlackierung keine Trocknung des metallischen Hohlkörpers.
[0035] Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind ebenfalls die unmittelbar mit den erfindungsgemäßen
Verfahren zur Vorbehandlung und Beschichtung behandelten metallischen Bauteile und
nicht-geschlossenen metallischen Hohlkörper, wobei die zu behandelnden metallischen
Bauteile und Hohlkörper zumindest teilweise metallische Oberflächen aus Eisen aufweisen.
[0036] Ferner umfasst die vorliegende Erfindung die Verwendung eines metallischen Bauteils,
dessen gesamte Oberfläche, die zumindest teilweise aus metallischen Oberflächen aus
Eisen besteht, entsprechend des erfindungsgemäßen Verfahrens mit der chromfreien wässrigen
Behandlungslösung vorbehandelt wurde, für die Applikation weiterer korrosionsschützender
Beschichtungen und/oder organischer Lacksysteme.
[0037] Ebenso umfasst die vorliegende Erfindung die Verwendung eines nicht-geschlossenen
metallischen Hohlkörpers, dessen gesamte Oberfläche, die zumindest teilweise aus metallischen
Oberflächen aus Eisen besteht, entsprechend des erfindungsgemäßen Verfahrens zunächst
mit der chromfreien wässrigen Behandlungslösung vorbehandelt und anschließend mit
oder ohne dazwischenliegendem Spülschritt elektrotauchlackiert wurde, für die Herstellung
von Radiatoren.
Ausführungsbeispiele:
[0038] Im Folgenden sind erfindungsgemäße Ausführungsbeispiele und Vergleichsbeispiele zur
Vorbehandlung von Stahlblechen (CRS: Cold Rolled Steel) einschließlich deren nachfolgende
Elektrotauchlackierung genannt.
Vergleichsbeispiel "alkalische Reinigung":
[0039] CRS Bleche werden im Tauchverfahren für 5 min bei 50 °C in einer wässrigen Lösung
zusammengesetzt aus 3 Gew.-% Ridoline 1562
® und 0,3 Gew.-% Ridosol 1270
® unter Rühren der Reinigungslösung behandelt.
Vergleichsbeispiel "Bonderite NT-1®":
[0040] CRS Bleche werden zunächst im Tauchverfahren gemäß dem Vergleichsbeispiel "alkalische
Reinigung" gereinigt, wonach das gereinigte Blech für 1 min unter fließendem vollentsalztem
Wasser (k < 1 µScm
-1) abgespült wird. Anschließend erfolgt im Tauchverfahren für 1 min bei 20 °C die Behandlung
mit Bonderite NT-1
® (Fa. Henkel KGaA) einer Zirconium-haltigen, aber phosphatfreien wässrigen Lösung.
Das derart vorbehandelte Blech wird hiernach für 1 min unter fließendem vollentsalztem
Wasser (k < 1 µScm
-1) abgespült.
Vergleichsbeispiel "Zn-phosphatiert":
[0041] CRS Bleche werden zunächst im Tauchverfahren gemäß dem Vergleichsbeispiel "alkalische
Reinigung" gereinigt, wonach das gereinigte Blech für 1 min unter fließendem vollentsalztem
Wasser (k < 1 µScm
-1) abgespült wird. Anschließend erfolgt im Tauchverfahren die Behandlung mit dem kommerziellen
Produkt Granodine 958
® (Fa. Henkel KGaA) entsprechend der Gebrauchsanweisung. Diese Behandlung schließt
einen Aktivierungsschritt vor der eigentlichen Phosphatierung mit ein. Das derart
vorbehandelte Blech wird hiernach für 1 min unter fließendem vollentsalztem Wasser
(κ < 1 µScm
-1) abgespült.
Erfindungsgemäßes Beispiel "Zr-phosphatiert":
[0042] CRS Bleche werden zunächst im Tauchverfahren gemäß dem Vergleichsbeispiel "alkalische
Reinigung" gereinigt, wonach das gereinigte Blech für 1 min unter fließendem vollentsalztem
Wasser (k < 1 µScm
-1) abgespült wird. Anschließend erfolgt im Spritzverfahren die Behandlung mit einer
erfindungsgemäßen wässrigen Lösung zusammengesetzt aus
| 300 ppm |
Zr als H2ZrF6, |
| 100 ppm |
PO4 als H3PO4, |
| 100 ppm |
Natrium-m-nitrobenzolsulfonat (m-NBS) und |
| 3000 ppm |
Ridosol 2000® (Reiniger der Fa. Henkel KGaA) |
für 2 min bei 50 °C, wobei der pH-Wert mit ammoniakalischer Lösung auf pH 4,5 eingestellt
wird. Das derart vorbehandelte Blech wird hiernach für 1 min unter fließendem vollentsalzten
Wasser (k < 1 µScm
-1) abgespült.
[0043] Sämtliche vorbehandelten Bleche werden sodann mit einem kathodischen Tauchlack Cathogard
500 der Fa. BASF beschichtet und bei 180°C für 30 min eingebrannt.
Die mittlere Lackschichtdicke wird mittels des Schichtdickenmessgerätes PosiTector
6000 (DeFelsko Ltd., Kanada) durch Mehrfachmessung an unterschiedlichen Stellen auf
der der Anode zugewandten Seite des Bleches ermittelt. Für die Bestimmung der Lackschichtdicke
des "Zn-phosphatierten" Stahlbleches wird vor der Elektrotauchlackierung zunächst
die Schichtdicke der Zinkphosphatschicht mit Hilfe des PosiTector 6000 durch Mehrfachmessung
bestimmt und von der ermittelten Schichtdicke nach der Lackierung subtrahiert.
[0044] Aus der Tabelle 1 geht hervor, dass die erfindungsgemäße Vorbehandlung gegenüber
den "nicht-schichtbildenden" Vorbehandlungen bei identischer Elektrotauchlackierdauer
die niedrigste Schichtdicke besitzt. Lediglich das schichtbildend phosphatierte CRS
Blech weist nach der Elektrotauch-lackierung eine noch geringere Lackschichtdicke
auf.
[0045] Diese experimentellen Daten machen deutlich, dass über die erfindungsgemäße Vorbehandlung
ein geringerer Lackverbrauch und damit automatisch auch ein verbesserter Umgriff im
Vergleich zum nicht-schichtbildenden Passivierungsverfahren aus dem Stand der Technik
erreicht wird.
| Tabelle 1 |
| Schichtdicke des Elektrotauchlackes und Ladungsausbeute der Elektrotauchlackierung
in Abhängigkeit von der Art der Vorbehandlung |
| Vorbehandlung |
alkalische Reinigung |
Zr-phosphatiert |
Zn-phosphatiert |
Bonderite NT-1® |
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| Einzelbleche (CRS) |
1 |
2 |
3 |
4 |
1 |
2 |
3 |
4 |
1 |
2 |
3 |
4 |
1 |
2 |
3 |
4 |
| |
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|
| 1Ladungsmenge / As |
102 |
102 |
102 |
102 |
91 |
91 |
90 |
90 |
86 |
86 |
85 |
85 |
95 |
95 |
95 |
95 |
| Mittlere Ladungsmenge / As |
102 |
90,5 |
85,5 |
95 |
| |
|
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| 2Schichtdicke / µm |
29,7 |
29,4 |
29,0 |
29,5 |
26,2 |
26,8 |
26,1 |
25,7 |
24,6 |
25,3 |
25,0 |
24,7 |
27,8 |
26,9 |
28,3 |
26,6 |
| Mittlere Schichtdicke / µm |
29,4 |
26,2 |
24,9 |
27,4 |
| |
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|
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| Mittlere Ladungsausbeute / µm(As)-1 |
0,288 |
0,290 |
0,291 |
0,288 |
| 1 Ladungsmenge nach einer Elektrotauchlackierdauer von 2 min bei einer angelegten Gleichspannung
von 240 V |
| 2 Schichtdickenbestimmung des Elektrotauchlackes des Zn-phosphatierten Bleches über
Differenzbildung der Schichtdicken gemessen nach der Vorbehandlung und nach der Elektrotauchlackierung. |
[0046] Die Korrosionsbeständigkeit der entsprechend einer Formulierung gemäß dem vorherigen
Beispiel ("Zr-phosphatiert"), aber mit variierendem Anteil von Zirconium, Phosphat
und Natrium-m-nitrobenzolsulfonat vorbehandelten und gemäß den vorherigen Beispielen
elektrotauchlackierten Bleche, ist in Abbildung 1 wiedergegeben. Die korrosive Unterwanderung
am Ritz gemessen nach einer Auslagerung der derart beschichteten CRS Bleche über einen
Zeitraum von 504 h gemäß Salzsprühnebelprüfung (DIN 50021 SS) belegt, dass für diejenigen
Vorbehandlungslösungen, für die ein Molverhältnis von Zirconium zu Phosphat von 1
: 1 bis 10 : 1 vorliegt, eine optimale Korrosionsbeständigkeit erreicht wird. Die
Unterwanderungswerte sind damit vergleichbar und sogar besser als diejenigen, die
sich bei der korrosiven Unterwanderung nach einer Eisenphosphatierung nach 504 h einstellen
und die typischerweise bei 1,5 mm liegen, und unwesentlich größer als nach der Vorbehandlung
mit Bonderite NT-1
®, die Unterwanderungswerte von 0,9 mm liefert.
[0047] In analoger Weise kann festgestellt werden, dass das Umgriffverhalten ebenfalls für
CRS Bleche, die mit Zusammensetzungen mit den entsprechenden erfindungsgemäßen molaren
Verhältnissen vorbehandelt wurden, optimal ist (Abbildung 2). Der Umgriff wird dabei
an der von der Anode abgewandten Seite des Bleches an unterschiedlichen Stellen mehrfach
vermessen und gemittelt.
1. Verfahren zur korrosionsschützenden Vorbehandlung metallischer Bauteile, die zumindest
teilweise metallische Oberflächen aus Eisen aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil mit einer chromfreien wässrigen Behandlungslösung enthaltend
(i) nicht weniger als 50 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Zirconium und/oder Titan
in Form ihrer Fluorokomplexe,
(ii) nicht weniger als 10 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Phosphationen, wobei das
molare Verhältnis von Zirconium und/oder Titan zu Phosphationen nicht größer als 10
: 1 und nicht kleiner als 1 : 1 ist,
(iii) weniger als 50 ppm an Oxoanionen von Vanadium, Wolfram und/oder Molybdän, sowie
(iv) nicht mehr als 1 ppm an organischen Polymeren,
bei einem pH-Wert von nicht weniger als 3,5 und nicht größer als 6,0 in Kontakt gebracht
wird, wobei solche Verfahren ausgenommen sind, in denen Stahlbleche zunächst mit einem
alkalischen Reiniger gereinigt, danach zweimal mit Stadtwasser gespült, sodann mit
einem Bad, das bei einem pH-Wert von 5 so zusammengesetzt ist, dass neben 10 ppm Eisen-Ionen
entweder 80 ppm Zirconium und 55 ppm Phosphationen oder 150 ppm Zirconium und 100
ppm Phosphationen enthalten sind, behandelt und anschließend mit Stadtwasser gespült
werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung als Beschleuniger (iii) Nitrobenzolsulfonsäure mit einem Gehalt
von nicht weniger als 20 ppm, vorzugsweise nicht weniger als 50 ppm und nicht mehr
als 500 ppm, vorzugsweise nicht mehr als 300 ppm enthält.
3. Verfahren gemäß einem oder beiden der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung als Komponente (i) vorzugsweise mindestens 150 ppm, besonders
bevorzugt mindestens 200 ppm, aber vorzugsweise nicht mehr als 350 ppm, besonders
bevorzugt nicht mehr als 300 ppm Zirconium in Form eines Fluorokomplexes enthält.
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung vorzugsweise mindestens 30 ppm, besonders bevorzugt mindestens
60 ppm, aber vorzugsweise nicht mehr als 180 ppm, besonders bevorzugt nicht mehr als
120 ppm Phosphationen enthält.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung zusätzlich nanopartikuläre anorganische Verbindungen der Elemente
Silizium, Aluminium, Zink, Titan, Zirconium, Eisen, Kalzium und/oder Magnesium enthält,
wobei der Gehalt an diesen Verbindungen in der Behandlungslösung bezogen auf das Element
mindestens 10 ppm beträgt, aber 200 ppm nicht überschreitet.
6. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung zusätzlich chelatisierende Substanzen ausgewählt aus α-Hydroxycarbonsäuren,
vorzugsweise ausgewählt aus Polyhydroxysäuren mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen
und besonders bevorzugt Gluconsäure enthält.
7. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an α-Hydroxycarbonsäuren in der Behandlungslösung mindestens 0,01 Gew.-%,
vorzugsweise mindestens 0,05 Gew.-%, aber nicht mehr als 2 Gew.-%, vorzugsweise nicht
mehr als 1 Gew.-% beträgt.
8. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung zusätzlich mindestens eine oberflächenaktive Substanz enthält.
9. Verfahren zur korrosionsschützenden Beschichtung nicht geschlossener metallischer
Hohlkörper, die zumindest teilweise metallische Oberflächen aus Eisen aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper zunächst
(A) mit einer chromfreien wässrigen Behandlungslösung enthaltend
(i) nicht weniger als 50 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Zirconium und/oder Titan
in Form ihrer Fluorokomplexe,
(ii) nicht weniger als 10 ppm und nicht mehr als 1000 ppm Phosphationen, wobei das
molare Verhältnis von Zirconium und/oder Titan zu Phosphationen nicht größer als 10
: 1 und nicht kleiner als 1 : 1 ist,
(iii) weniger als 50 ppm an Oxoanionen von Vanadium, Wolfram und/oder Molybdän, sowie
(iv) nicht mehr als 1 ppm an organischen Polymeren,
bei einem pH-Wert von nicht weniger als 3,5 und nicht größer als 6,0 in Kontakt gebracht
wird; und anschließend
(B) mit oder ohne dazwischenliegendem Spülschritt elektrotauchlackiert wird.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von innerer Mantelfläche des nicht geschlossenen Hohlkörpers zur Öffnungsfläche
desselben nicht kleiner als 5 ist.
11. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Vorbehandlung (A) und vor dem Verfahrensschritt (B) der Elektrotauchlackierung
keine Trocknung des metallischen Hohlkörpers erfolgt.
12. Verfahren gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Schichtdicke des Elektrotauchlackes auf der äußeren Mantelfläche
eines gemäß der Verfahrenschritte (A) und (B) beschichteten Hohlkörpers zur Schichtdicke
des Elektrotauchlackes nach identischer, aber alleiniger Elektrotauchlackierung gemäß
Verfahrensschritt (B) auf der identischen äußeren Mantelfläche eines identischen unbehandelten,
aber gereinigten und entfetteten Hohlkörpers nicht größer als 0,95, bevorzugt nicht
größer als 0,9 und besonders bevorzugt nicht größer als 0,8 ist.
13. Nicht geschlossener metallischer Hohlkörper, der zumindest teilweise metallische Oberflächen
aus Eisen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass er gemäß eines Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 12 beschichtet
wurde.
14. Verwendung eines nicht geschlossenen metallischen Hohlkörpers gemäß Anspruch 13 für
die Herstellung von Radiatoren.
1. A method for the anticorrosive pretreatment of metal parts that at least partially
have metal surfaces composed of iron,
characterized in that the part is brought into contact with a chromium-free aqueous treatment solution
containing
(i) not less than 50 ppm and not more than 1000 ppm of zirconium and/or titanium in
the form of fluorine complexes thereof,
(ii) not less than 10 ppm and not more than 1000 ppm of phosphate ions, wherein the
molar ratio of zirconium and/or titanium to phosphate ions is not greater than 10
: 1 and not less than 1 : 1,
(iii) less than 50 ppm of oxoanions of vanadium, tungsten, and/or molybdenum, and
(iv) not more than 1 ppm of organic polymers,
at a pH value of not less than 3.5 and not greater than 6.0, wherein methods in which
steel sheets are first cleaned with an alkaline cleaner, thereafter rinsed twice with
municipal water, then treated with a bath, which, at a pH value of 5, is composed
in such a way that, in addition to 10 ppm of iron ions, either 80 ppm of zirconium
and 55 ppm of phosphate ions or 150 ppm of zirconium and 100 ppm of phosphate ions
are contained, and then rinsed with municipal water, are excluded.
2. The method according to claim 1, characterized in that the treatment solution contains, as an accelerator (iii), nitrobenzenesulfonic acid
at a concentration of not less than 20 ppm, preferably not less than 50 ppm, and not
more than 500 ppm, preferably not more than 300 ppm.
3. The method according to one or both of the preceding claims, characterized in that the treatment solution contains, as component (i), preferably at least 150 ppm, especially
preferably at least 200 ppm, but preferably not more than 350 ppm, especially preferably
not more than 300 ppm, of zirconium in the form of a fluorine complex.
4. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the treatment solution contains preferably at least 30 ppm, especially preferably
at least 60 ppm, but preferably not more than 180 ppm, especially preferably not more
than 120 ppm, of phosphate ions.
5. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the treatment solution additionally contains nanoparticulate inorganic compounds
of the elements silicon, aluminum, zinc, titanium, zirconium, iron, calcium, and/or
magnesium, wherein the concentration of said compounds in the treatment solution with
respect to the element is at least 10 ppm, but does not exceed 200 ppm.
6. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the treatment solution additionally contains chelating substances selected from α-hydroxycarboxylic
acids, preferably selected from polyhydroxy acids having not more than 8 carbon atoms
and especially preferably gluconic acid.
7. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the concentration of α-hydroxycarboxylic acids in the treatment solution is at least
0.01 wt%, preferably at least 0.05 wt%, but not more than 2 wt%, preferably not more
than 1 wt%.
8. The method according to one or more of the preceding claims, characterized in that the treatment solution additionally contains at least one surface-active substance.
9. A method for the anticorrosive coating of unclosed metal hollow bodies that at least
partially have metal surfaces composed of iron,
characterized in that the hollow body is first
(A) brought into contact with a chromium-free aqueous treatment solution containing
(i) not less than 50 ppm and not more than 1000 ppm of zirconium and/or titanium in
the form of fluorine complexes thereof,
(ii) not less than 10 ppm and not more than 1000 ppm of phosphate ions, wherein the
molar ratio of zirconium and/or titanium to phosphate ions is not greater than 10
: 1 and not less than 1 : 1,
(iii) less than 50 ppm of oxoanions of vanadium, tungsten, and/or molybdenum, and
(iv) not more than 1 ppm of organic polymers,
at a pH value of not less than 3.5 and not greater than 6.0; and then
(B) is electrophoretically painted, with or without an intermediate rinsing step.
10. The method according to claim 9, characterized in that the ratio of the inner shell surface of the unclosed hollow body to the opening area
of the unclosed hollow body is not less than 5.
11. The method according to one or more of claims 9 and 10, characterized in that, after the pretreatment (A) and before the step (B) of the electrophoretic painting,
no drying of the metal hollow body occurs.
12. The method according to one or more of claims 9 to 11, characterized in that the ratio of the layer thickness of the electrophoretic paint on the outer shell
surface of a hollow body coated according to steps (A) and (B) to the layer thickness
of the electrophoretic paint after identical but unaccompanied electrophoretic painting
according to step (B) on the identical outer shell surface of an identical untreated
but cleaned and degreased hollow body is not greater than 0.95, preferably not greater
than 0.9, and especially preferably not greater than 0.8.
13. An unclosed metal hollow body that at least partially has metal surfaces composed
of iron, characterized in that the hollow body has been coated according to a method according to one or more of
claims 9 to 12.
14. The use of an unclosed metal hollow body according to claim 13 to produce radiators.
1. Procédé de traitement anticorrosion de composants métalliques qui présentent des surfaces
au moins partiellement métalliques en fer,
caractérisé en ce que le composant est mis en contact avec une solution de traitement aqueuse exempte de
chrome contenant
(i) pas moins de 50 ppm et pas plus de 1000 ppm de zirconium et/ou de titane sous
forme de complexes fluorés,
(ii) par moins de 10 ppm et pas plus de 1000 ppm d'ions phosphate, le rapport molaire
zirconium et/ou titane sur ions phosphate n'étant pas supérieur à 10:1 et pas inférieur
à 1:1,
(iii) moins de 50 ppm d'oxoanions de vanadium, de tungstène et/ou de molybdène, ainsi
que
(iv) pas plus de 1 ppm de polymères organiques,
à un pH non inférieur à 3,5 et non supérieur à 6,0, à l'exclusion de procédés dans
lesquels des tôles d'acier sont tout d'abord nettoyées avec un nettoyant alcalin,
puis rincées deux fois avec de l'eau du robinet, puis traitées avec un bain qui se
compose à un pH de 5 de sorte que sont en plus de 10 ppm d'ions de fer, soit 80 ppm
de zirconium et 55 ppm d'ions phosphate soit 150 ppm de zirconium et 100 ppm d'ions
phosphate, et enfin rincées à l'eau du robinet.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la solution de traitement contient comme accélérateur (iii) de l'acide nitrobenzène-sulfonique
avec une teneur non inférieure à 20 ppm, de préférence non inférieure à 50 ppm et
non supérieure à 500 ppm, de préférence non supérieure à 300 ppm.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications précédentes, caractérisé en ce que la solution de traitement contient comme composant (i) de préférence au moins 150
ppm, de manière particulièrement préférée au moins 200 ppm, mais de préférence pas
plus de 350 ppm, de manière particulièrement préférée pas plus de 300 ppm, de zirconium
sous forme d'un complexe fluoré.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la solution de traitement contient de préférence au moins 30 ppm, de manière particulièrement
préférée au moins 60 ppm, mais de préférence pas plus de 180 ppm, de manière particulièrement
préférée pas plus de 120 ppm, d'ions phosphate.
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la solution de traitement contient en plus des composés minéraux nano-particulaires
des éléments silicium, aluminium, zinc, titane, zirconium, fer, calcium et/ou magnésium,
la teneur en ces composés dans la solution de traitement, sur la base de l'élément,
étant d'au moins 10 ppm, mais sans être supérieur à 200 ppm.
6. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la solution de traitement contient en outre des substances de chélation choisies
parmi les acides α-hydroxycarboxyliques, de préférence choisies parmi les polyhydroxyacides
ne comportant pas plus de 8 atomes de carbone et de manière particulièrement préférée
l'acide gluconique.
7. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la teneur en acide α-hydroxycarboxyliques dans la solution de traitement est d'au
moins 0,01% en poids, de préférence d'au moins 0,05% en poids, mais non supérieure
à 2% en poids, de préférence non supérieure à 1% en poids.
8. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la solution de traitement contient en outre au moins un agent tensio-actif.
9. Procédé de revêtement anticorrosif de corps creux métallique non fermés qui présentent
des surfaces au moins partiellement métalliques en fer,
caractérisé en ce que le corps creux est mis en contact tout d'abord
(A) avec une solution de traitement aqueuse exempte de chrome contenant
(i) pas moins de 50 ppm et pas plus de 1000 ppm de zirconium et/ou de titane sous
forme de complexes fluorés,
(ii) par moins de 10 ppm et pas plus de 1000 ppm d'ions phosphate, le rapport molaire
zirconium et/ou titane sur ions phosphate n'étant pas supérieur à 10:1 et pas inférieur
à 1:1,
(iii) moins de 50 ppm d'oxoanions de vanadium, de tungstène et/ou de molybdène, ainsi
que
(iv) pas plus de 1 ppm de polymères organiques,
à un pH non inférieur à 3,5 et non supérieur à 6,0, puis
(B) est soumis à un processus d'électrodéposition avec ou sans étape de rinçage intermédiaire.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le rapport de la surface d'enveloppe intérieure du corps creux non fermé à la surface
d'ouverture de celui-ci est non inférieure à 5.
11. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 et 10, caractérisé en ce qu'après le prétraitement (A) et avant l'étape de procédé (B) de peinture par électrophorèse
par immersion aucun séchage du corps creux métallique n'est effectué.
12. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que le rapport de l'épaisseur de couche de la peinture réalisée par électrophorèse par
immersion sur la surface d'enveloppe extérieure d'un corps creux revêtu selon l'une
étapes de procédé (A) et (B) à l'épaisseur de la couche de la peinture réalisée par
électrophorèse par immersion après une opération de peinture par électrophorèse par
immersion identique, mais unique selon l'étape de traitement (B) sur la surface d'enveloppe
extérieure identique d'un corps creux identique, non traité mais nettoyé et dégraissé
est non supérieur à 0,95, de préférence non supérieur à 0,9 et de manière particulièrement
préférée non supérieur à 0,8.
13. Corps creux métallique non fermé qui comporte des surfaces au moins partiellement
métalliques en fer, caractérisé en ce qu'il a été revêtu par un procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 12.
14. Corps creux métallique non fermé selon la revendication 13 pour la fabrication de
radiateurs.