| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 215 293 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.01.2013 Patentblatt 2013/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.10.2008 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2008/008958 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2009/062589 (22.05.2009 Gazette 2009/21) |
|
| (54) |
STRECKWERK
DRAWING FRAME
BANC D'ÉTIRAGE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
16.11.2007 DE 102007055052
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.08.2010 Patentblatt 2010/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile Components GmbH |
|
70736 Fellbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BAY, Edgar
73257 Köngen (DE)
- DIEDRICH, Joachim
70191 Stuttgart (DE)
- ROßBACH, Ralf-Stefan
71409 Schwaikheim (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Hamann, Arndt et al |
|
Oerlikon Textile GmbH & Co. KG
Abteilung DS
Carlstrasse 60 52531 Übach-Palenberg 52531 Übach-Palenberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-B- 0 964 945 DE-B- 1 056 513 DE-C1- 10 227 463 GB-A- 2 425 541
|
DE-A1- 4 335 889 DE-C1- 4 429 671 GB-A- 873 253 US-A1- 2001 054 280
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Streckwerk gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Für das Kompaktspinnen werden an den Arbeitsstellen einer Ringspinnmaschine üblicherweise
jeweils ein Drei-Zylinder-Streckwerk mit Doppelriemchenaggregat und eine pneumatische
Verdichtungseinrichtung eingesetzt. Die Verdichtungseinrichtung ist dem Ausgangswalzenpaar
des Streckwerkes dabei zur Bündelung und Verdichtung abstehender Randfasern eines
verstreckten Faserverbandes nachgeordnet, wodurch eine Reduzierung der Haarigkeit
und eine Zunahme der Festigkeit des Garnes erreicht wird. Eine derartige Anordnung
von Streckwerk und Verdichtungseinrichtung ist in der
DE 102 27 463 C1 für ein Drei-Zylinder-Streckwerk mit pneumatisch belasteten Oberwalzen beschrieben.
Die Verdichtungseinrichtung weist eine von einem perforierten Verdichtungsriemchen
umschlungene Unterwalze und einer der Unterwalze oberseitig zugeordnete Druckwalze
auf, die mit definierter Kraft gegen die Walze gepresst wird.
[0003] Als nachteilig an der bekannten Verdichtereinrichtung hat sich gezeigt, dass die
Belastung, die die Druckwalze auf die Unterwalze ausübt, individuell für jedes Streckwerk
an der Ringspinnmaschine einzustellen ist, womit Ungenauigkeiten bei der eingestellten
Belastung an jeder nachgerüsteten Verdichtungseinrichtung eines Streckwerkes einhergehen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Streckwerk derart weiterzubilden,
dass eine vorgebbare gleichmäßige Belastung für alle Druckwalzen der Verdichtereinrichtungen
an der Ringspinnmaschine erreicht wird.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das kennzeichnende Merkmal des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Gemäß Anspruch 1 wird vorgeschlagen, dass die Druckwalze der Verdichtungseinrichtung
an einem zusätzlichen Lenker in einer Halteeinrichtung in den Oberwalzen-Trag- und
Belastungsarm integriert ist, und dass die Druckwalze über eine Druckplatte mit der
Druckkraft des pneumatischen Druckkörpers beaufschlagt ist. Durch die zentrale Bereitstellung
des Luftdruckes für den Druckkörper steht an jedem Streckwerk einer Textilmaschine
der gleiche Luftdruck an, so dass die Druckplatten der Oberwalzen sowie die Druckplatte
der Druckwalze jedes Streckwerkes gleichmäßig mit Druck beaufschlagt werden. Der daraus
resultierende Vorteil der Integration in das Streckwerk besteht somit in der Beaufschlagung
der Druckwalze mit einer Druckkraft mittels des pneumatischen Druckkörpers und die
dadurch erzielbare äußerst geringe Streuung der Anpresskräfte, die von der Druckwalze
auf die Unterwalze der Verdichtungseinrichtung aufgebracht werden. In Abhängigkeit
von der Größe der jeweiligen Druckplatte sind die auf die Oberwalzen beziehungsweise
die Druckwalze aufgebrachten Kräfte zueinander in Relation setzbar. Die zueinander
in Relation stehende Belastung der jeweiligen Oberwalzen und der Druckwalze an dem
Streckwerk kommt bei einer Variation der Belastung bei einem Partiewechsel zum Tragen.
Die durch die pneumatische Belastung mögliche stufenlose Einstellbarkeit der Belastung
durch die Variation des Luftdruckes an zentraler Stelle der Textilmaschine erlaubt
eine genau abgestimmte Anpassung der aufzubringenden Belastung nach einem Partiewechsel,
was im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem die Druckwalze durch eine Feder mit
einer Kraft beaufschlagt wird, nur stufenweise geschehen kann. Die Verstellung der
pneumatischen Belastung erfolgt in einem Bereich von unter 0,3 daN im Gegensatz zu
Belastungssprüngen von 4 - 6 daN bei einer konventionellen Feder nach dem Stand der
Technik. Darüber hinaus entfällt durch die Integration der Druckwalze in das Streckwerk
eine zur Befestigung der Druckwalze am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm erforderliche
Vorrichtung, die dazu dient, die Druckwalze zu haltern.
[0008] Vorzugsweise können elastische Mittel zur Begrenzung der vom Druckkörper aufgebrachten
Druckkraft vorgesehen sein, die mit der Druckplatte und einem gegenüber dem Lenker
unbeweglichen Teil des Streckwerkes verbunden sind. Die Verwendung von Mitteln zur
definierten Begrenzung der Druckkraft trägt dem Umstand Rechnung, dass die Druckwalze
nur mit einer geringeren Druckkraft beaufschlagt werden darf, jedoch die Reduzierung
der Größe der Druckplatte an Grenzen stößt.
[0009] Als Mittel zur Reduzierung der auf die Duckwalze über die Druckplatte ausgeübten
Druckkraft ist ein mit dem Lenker und der Halteeinrichtung verbundenes, eine Gegenkraft
erzeugendes Bauteil vorgesehen. Hierzu weist das die Gegenkraft erzeugende Bauteil
eine geeignete Federkennliniencharakteristik, vorzugsweise einen linearen Federkennlinienverlauf,
auf, um den Vorteil der stufenlosen Einstellbarkeit durch die pneumatische Belastung
der Druckwalze zu erhalten.
[0010] Insbesondere kann das Bauteil als eine an der Halteeinrichtung angeordnete Druckfeder
ausgeführt sein, die sich an der Druckplatte abstützt. Die Druckfeder stellt Bauteil
dar, welches besonders einfach im Streckwerk angeordnet werden kann.
[0011] Des Weiteren kann das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement
ausgeführt sein, das am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm sowie am Lenker angeordnet
ist. Weiterhin kann das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement
ausgeführt sein, das an der Halteeinrichtung und am Lenker angeordnet ist.
[0012] Ebenso kann das Bauteil auch als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement
ausgeführt sein, das an der Halteeinrichtung und an der Druckplatte angeordnet ist.
[0013] Insbesondere kann das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement
ausgeführt sein, das am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm sowie an der Druckplatte
angeordnet ist.
[0014] Vorzugsweise kann das Federelement beziehungsweise die Druckfeder als Schraubenfeder,
Blattfeder oder Kunststofffeder ausgeführt sein.
[0015] Alternativ können nichtelastische Mittel zur Begrenzung der vom Druckkörper aufgebrachten
Druckkraft vorgesehen sein, die mit der Halteeinrichtung verbunden sind. Die nichtelastischen
Mittel können auch mit dem Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm verbunden sein.
[0016] Hierzu kann als nichtelastisches Mittel eine Stütze vorgesehen ist, die benachbart
zur Druckplatte angeordnet ist. Die Stütze ist in ihrer vertikalen Ausdehnung derart
ausgeführt, dass sie in etwa die gleiche Arbeitshöhe aufweist, wie die Druckplatte.
Auf diese Weise wird die vom Druckkörper aufgebrachte Druckkraft teilweise auf die
Stütze und von dort auf die Halteeinrichtung oder direkt auf den Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarm abgeleitet. Insbesondere kann die Stütze die Druckplatte in vertikaler
Richtung zumindest teilweise umgebend ausgeführt sein, indem die Stütze beispielsweise
ein U-förmiges Profil aufweist.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen darstellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Teilschnittansicht eines Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung gemäß Fig. 1 mit einem plattenförmigen
Entlastungselement;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer Halteeinrichtung gemäß Fig. 1 mit einer Schraubendruckfeder;
- Fig. 4
- eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung gemäß Fig. 1 mit einer Blattfeder;
- Fig. 5
- eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung gemäß Fig. 1 mit einer hohlzylindrischen
Kunststofffeder;
- Fig. 6
- eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung gemäß Fig. 1 mit einer Zugfeder.
[0019] Fig. 1 stellt eine vereinfachte Teilschnittansicht eines Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm
1 eines Streckwerkes mit pneumatisch belasteten Oberwalzen 5, 6, 7 dar. Der Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarm 1 ist an einer Stütze 18 um eine Achse 19 gelagert und in eine obere
Endposition und eine untere Spinnbetriebsposition schwenkbar. Die Stütze 18 ist an
einer maschinenlangen Haltestange 20 angeordnet, die mit einer Zuleitung von Druckluft
für den Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 ausgeführt ist. Eine derartige Lagerung
für den Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 ist beispielsweise in der
DE 44 29 671 C1 beschrieben. Die Oberwalzen 5, 6, 7 werden gegen zugeordnete, aus Vereinfachungsgründen
nicht dargestellte Unterwalzen gedrückt, zwischen denen ein Faserband verstreckt wird.
[0020] Die Oberwalzen 5, 6, 7 sind jeweils an einem Lenker 3 in einer Halteeinrichtung 2
an dem Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 angeordnet. Die Halteeinrichtungen 2 sind
dabei in Längsrichtung des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 justierbar, nachdem
eine hier nicht dargestellte Fixierung, die kraftschlüssig oder formschlüssig wirken
kann, gelöst wurde, um eine variable Einstellung der Feldweiten von Vorverzug und
Hauptverzug zu erreichen. Die Lenker 3 bestehen aus Kunststoff oder Metall und weisen
an ihrem oberen Ende jeweils eine Druckplatte 9 auf, wie für die Ausgangsoberwalze
7 in Fig. 1 angedeutet. Auf diese Druckplatte 9 wird mittels eines schlauchartigen
Druckkörpers 4, der sich zumindest über den durch das Justieren der Halteeinrichtungen
2 einstellbaren Feldweitenbereich erstreckt, eine Druckbelastung aufgebracht. Hierzu
steht der als pneumatische Feder wirkende Druckkörper 4 direkt oder indirekt mit den
Druckplatten 9 in Verbindung. Der Lenker 3 der jeweiligen Halteeinrichtung 2 ist vertikal
auf- und abbewegbar geführt, so dass die Belastung, deren Größenordnung von der Größe
der Drucklatte 9 abhängt, auf die jeweiligen Oberwalzen 5, 6, 7 übertragen wird. In
der Spinnbetriebsposition werden die Oberwalzen 5, 6, 7 auf diese Weise mit einer
definierten Kraft gegen die Unterwalzen gedrückt.
[0021] Weiterhin ist der Ausgangsoberwalze 7 eine Druckwalze 8 nachgeordnet, die Teil einer
Verdichtungseinrichtung ist. Zur Integration der Druckwalze 8 in das Streckwerk ist
am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 eine zusätzlich Halteeinrichtung 10 angeordnet,
in der ebenfalls ein Lenker 11 vertikal auf- und abbewegbar geführt ist, der der Aufnahme
der Druckwalze 8 dient. Die Druckwalze 8 wird gegen ein nicht dargestelltes Verdichtungsriemchen
der Verdichtungseinrichtung gedrückt, indem die Druckwalze 8 ebenfalls mit einer Druckkraft
beaufschlagt wird. Hierzu weist der Lenker 11 eine Druckplatte 12 auf, die von dem
Druckkörper 4 mit einer Druckkraft beaufschlagt wird.
[0022] Die dabei auf die Druckwalze 8 aufzubringende erforderliche Druckkraft ist für den
Vorgang der Verfeinerung erheblich geringer, als die auf die Oberwalzen 5, 6, 7 für
das Verstrecken aufzubringende Druckkraft. Da die Bereitstellung der Druckluft für
alle an der Ringspinnmaschine angeordneten Streckwerke durch eine vorzugsweise zentrale
Druckluftquelle erfolgt, steht diese im gleichen Maße auch zur Beaufschlagung der
in den Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 integrierten Druckwalze 8 der Verdichtungseinrichtung
an. Zur Reduzierung der aufgebrachten Druckkraft kann die beaufschlagbare Oberfläche
der Druckplatte 12 reduziert werden. Da die Größe der Oberfläche der Druckplatte 12
ein gewisses Maß jedoch nicht unterschreiten darf sowie eine flexible Anpassung der
aufbringbaren Druckkraft durch eine Anpassung der Größe der Oberfläche der Druckplatte
12 durch deren Austausch nur bedingt möglicht und mit großem Aufwand verbunden ist,
ist zur Anpassung der auf die Druckwalze 8 aufbringbaren Druckkraft durch den Druckkörper
4 ein Mittel zur Begrenzung des Federweges des Druckkörpers 4 vorgesehen. Die nachfolgenden
Fig. 2 bis 6 zeigen unterschiedliche Ausführungsformen des Mittels, um eine Reduzierung
des Anpressdruckes respektive des Federweges zu erreichen.
[0023] Die Darstellung in Fig. 2 zeigt die Halteeinrichtung 10 sowie den Lenker 11 in einer
unbelasteten Position, in der der Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 geöffnet ist,
so dass der Lenker 11 innerhalb der Halteeinrichtung 10 nach unten absinkt. Ist der
Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 geschlossen, so nimmt der Lenker 11 seine Arbeitsposition
ein, in der sich die Druckplatte 12 und eine zu dieser benachbart angeordnete Stütze
13 auf etwa gleicher Arbeitshöhe befinden. Die Stütze 13 ist als nichtelastisches
Mittel zur Reduzierung des Anpressdruckes ausgeführt. Bei der Stütze 13 handelt es
sich um einen starren Fortsatz an der Halteeinrichtung 10, auf der der Druckkörper
4 in der Arbeitsposition des Streckwerkes aufliegt. Dadurch erfolgt die teilweise
Ableitung der von dem pneumatischen Druckkörper 4 erzeugten Druckkraft über die Stütze
13 auf die Halteeinrichtung 10. Der pneumatische Druckkörper 4 übt seine Druckkraft
auf die Stütze 13 und die Druckplatte 12 aus, wobei die Druckplatte 12 nicht mehr
vollflächig belastet wird. Die Stütze 13 reduziert somit die von dem Druckkörper 4
auf die Druckwalze 8 ausgeübte Druckkraft. Die Stütze 13 kann auch so gestaltet sein,
dass sie die Druckplatte 12 in vertikaler Richtung teilweise oder ganz umschließt.
[0024] Alternative Mittel zur Reduzierung der Druckkraft sind in den Fig. 3 bis 6 dargestellt.
So zeigt die Darstellung in Fig. 3 eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung
10 der Druckwalze 8 gemäß Fig. 1 mit einem eine Gegenkraft erzeugenden Bauteil zur
Reduzierung des Anpressdruckes. Das Bauteil ist als Schraubendruckfeder 14 ausgeführt
und stützt sich an der Druckplatte 12 sowie der Halteeinrichtung 10 ab und erzeugt
bei Belastung durch den Druckkörper 4 eine entgegen der Wirkungsrichtung der Druckbeaufschlagung
durch den Druckkörper 4 gerichtete Gegenkraft.
[0025] Die Darstellung in Fig. 4 zeigt eine schematische Ansicht der Halteeinrichtung 10
mit einem als Blattfeder 15 ausgeführten, die Gegenkraft erzeugenden Bauteil. Die
Anordnung der Blattfeder 15 ist in gleicher Weise wie bei der Schraubendruckfeder
14 gewählt, indem sich die Blattfeder 15 an der Druckplatte 12 und der Halteeinrichtung
10 abstützt.
[0026] In entsprechender Weise kann die Anordnung einer hohlzylindrischen Kunststofffeder
16 vorgesehen sein, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0027] Die Verwendung von Federn zur Begrenzung des Federweges des Druckkörpers 4 ermöglicht
den relativ einfachen Austausch der Federn, wobei Federn mit unterschiedlichen Federsteifigkeiten
zum Einsatz kommen, um die auf die Druckwalze 8 aufgebrachte Druckbelastung einzustellen.
[0028] Weiterhin zeigt Fig. 6 in vereinfachter Prinzipdarstellung eine Ausführungsform mit
zumindest einem auf Zug belastbaren Federelement 17, welches mit seinem einem Ende
am Lenker 11 und dem anderen Ende am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 1 befestigbar
ist. Bei der Aufbringung der Druckbelastung auf die Druckplatte 12 wird durch die
Zugfeder 17 eine Gegenkraft erzeugt, die den Federweg des Druckkörpers 4 entsprechend
reduziert, um die von der Druckwalze 8 auf das Verdichterriemchen aufgebrachte Druckkraft
einzustellen.
1. Streckwerk, umfassend einen Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm (1), an dem pneumatisch
belastete Oberwalzen (5, 6, 7), die jeweils an einem vertikal verschiebbaren Lenker
(3) in einer Halteeinrichtung (2) angeordnet sind, ein in dem Oberwalzen-Trag- und
Belastungsarm (1) angeordneter pneumatischer Druckkörper (4) zur Aufbringung einer
Druckkraft auf die Lenker (3), sowie eine Druckwalze (8) einer Verdichtungseinrichtung,
die weiterhin eine Unterwalze umfasst, gegen die die Druckwalze (8) mit einer Druckkraft
gepresst wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckwalze (8) der Verdichtungseinrichtung an einem zusätzlichen Lenker (11)
in einer Halteeinrichtung (10) in den Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm (1) integriert
ist,
dass die Druckwalze (8) über eine Druckplatte (12) mit der Druckkraft des pneumatischen
Druckkörpers (4) beaufschlagt ist und dass als Mittel zur Begrenzung der auf die Druckwalze
(8) über die Druckplatte (12) ausgeübten Druckkraft ein mit dem Lenker (11) und der
Halteeinrichtung (10) verbundenes, eine Gegenkraft erzeugendes Bauteil (13, 14, 15,
16, 17) vorgesehen ist.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass elastische Mittel zur Begrenzung der vom Druckkörper (4) aufgebrachten Druckkraft
vorgesehen sind, die mit der Druckplatte (12) und einem gegenüber dem zusätzlichen
Lenker (11) unbeweglichen Teil des Streckwerkes verbunden sind.
3. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil als eine an der Halteeinrichtung (10) angeordnete Druckfeder (14, 15,
16) ausgeführt ist, die sich an der Druckplatte (12) abstützt.
4. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement (17) ausgeführt ist
das am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm (1) sowie am zusätzlichen Lenker (11) angeordnet
ist.
5. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement (17) ausgeführt is
das an der Halteeinrichtung (10) und am zusätzlichen Lenker (11) angeordnet ist.
6. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement (17) ausgeführt ist,
das an der Halteeinrichtung (10) und an der Druckplatte (12) angeordnet ist.
7. Streckwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil als mindestens ein auf Zug belastbares Federelement (17) ausgeführt ist,
das am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm (1) sowie an der Druckplatte (12) angeordnet
ist.
8. Streckwerk nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (17) beziehungsweise die Druckfeder als Schraubenfeder (14, 17),
Blattfeder (15) oder Kunststofffeder (16) ausgeführt ist.
9. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nichtelastische Mittel (13) zur Begrenzung der vom Druckkörper (4) aufgebrachten
Druckkraft vorgesehen sind, die mit der Halteeinrichtung (10) verbunden sind.
10. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nichtelastische Mittel zur Begrenzung der vom Druckkörper (4) aufgebrachten Druckkraft
vorgesehen sind, die mit dem Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm (1) verbunden sind.
11. Streckwerk nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass als nichtelastisches Mittel eine Stütze (13) vorgesehen ist, die benachbart zur Druckplatte
(12) angeordnet ist.
1. Drafting arrangement, comprising a top roller carrying and weighting arm (1), on which
pneumatically loaded top rollers (5, 6, 7) are arranged, which are arranged respectively
on a vertically displaceable guide bar (3) in a holding device (2), a pneumatic pressure
body (4) arranged in the top roller carrying and weighting arm (1) for applying a
pressure force on the guide bars (3), and a pressure roller (8) of a compression device,
which also comprises a bottom roller, against which the pressure roller (8) is pressed
with a pressure force,
characterised in that
the pressure roller (8) of the compression device on an additional guide bar (11)
in a holding device (10) is integrated into the top roller carrying and weighting
arm (1), and in that the pressure roller (8) is loaded by a pressure plate (12) with the pressure force
of the pneumatic pressure body (4) and in that a component (13, 14, 15, 16, 17) producing a counterforce and connected to the guide
bar (11) and the holding device (10) is provided as the means to limit the pressure
force exerted on the pressure roller (8) by the pressure plate (12).
2. Drafting arrangement according to claim 1, characterised in that resilient means are provided for limiting the pressure force applied by the pressure
body (4) and are connected to the pressure plate (12) and a part of the drafting arrangement
which is not movable relative to the additional guide bar (11).
3. Drafting arrangement according to claim 2, characterised in that the component is configured as a compression spring (14, 15, 16) arranged on the
holding device (10) which is supported on the pressure plate (12).
4. Drafting arrangement according to claim 2, characterised in that the component is configured as at least one spring element (17) which can be placed
under tension, which is arranged on the top roller carrying and weighting arm (1)
and on the additional guide bar (11).
5. Drafting arrangement according to claim 2, characterised in that the component is configured as at least one spring element (17) which can be placed
under tension, which is arranged on the holding device (10) and on the additional
guide bar (11).
6. Drafting arrangement according to claim 2, characterised in that the component is configured as at least one spring element (17) which can be placed
under tension, which is arranged on the holding device (10) and on the pressure plate
(12).
7. Drafting arrangement according to claim 2, characterised in that the component is configured as at least one spring element (17) which can be placed
under tension, which is arranged on the top roller carrying and weighting arm (1)
and on the pressure plate (12).
8. Drafting arrangement according to any one of claims 3 to 7, characterised in that the spring element (17) or the compression spring is configured as a helical spring
(14, 17), leaf spring (15) or plastic material spring (16).
9. Drafting arrangement according to claim 1, characterised in that non-resilient means (13) are provided to limit the pressure force applied by the
pressure body (4) and are connected to the holding device (10).
10. Drafting arrangement according to claim 1, characterised in that non-resilient means are provided to limit the pressure force applied by the pressure
body (4) and are connected to the top roller carrying and weighting arm (1).
11. Drafting arrangement according to either of claims 9 or 10, characterised in that a support (13) arranged adjacent to the pressure plate (12) is provided as the non-resilient
means.
1. Banc d'étirage comprenant un bras (1) de support et de contrainte de cylindres supérieurs
sur lequel des cylindres supérieurs (5, 6, 7), contraints pneumatiquement, sont respectivement
placés dans un dispositif de retenue (2), sur une biellette (3) apte au coulissement
vertical ; un corps pneumatique de pression (4), logé dans ledit bras (1) de support
et de contrainte des cylindres supérieurs et conçu pour appliquer une force de pression
aux biellettes (3) ; ainsi qu'un cylindre de pression (8) d'un dispositif de compactage
présentant, par ailleurs, un cylindre inférieur contre lequel ledit cylindre de pression
(8) est plaqué par une force de pression,
caractérisé par le fait
que le cylindre de pression (8) du dispositif de compactage est intégré dans le bras
(1) de support et de contrainte des cylindres supérieurs, sur une biellette supplémentaire
(11) dans un dispositif de retenue (10),
que ledit cylindre de pression (8) est sollicité par la force de pression du corps pneumatique
de pression (4), par l'intermédiaire d'une platine de pression (12), et qu'une pièce
structurelle (13, 14, 15, 16, 17) développant une force antagoniste, reliée à ladite
biellette (11) et audit dispositif de retenue (10), est prévue en tant que moyen destiné
à limiter la force de pression appliquée audit cylindre de pression (8) par l'intermédiaire
de ladite platine de pression (12).
2. Banc d'étirage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que des moyens élastiques, prévus pour limiter la force de pression appliquée par le
corps de pression (4), sont reliés à la platine de pression (12) et à une partie dudit
banc d'étirage qui est immobile vis-à-vis de la biellette supplémentaire (11).
3. Banc d'étirage selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la pièce structurelle est réalisée sous la forme d'un ressort de pression (14, 15,
16) situé sur le dispositif de retenue (10) et prenant appui contre la platine de
pression (12).
4. Banc d'étirage selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la pièce structurelle est réalisée sous la forme d'au moins un élément élastique
(17) pouvant être contraint à la traction, disposé sur le bras (1) de support et de
contrainte des cylindres supérieurs, ainsi que sur la biellette supplémentaire (11).
5. Banc d'étirage selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la pièce structurelle est réalisée sous la forme d'au moins un élément élastique
(17) pouvant être contraint à la traction, placé sur le dispositif de retenue (10)
et sur la biellette supplémentaire (11).
6. Banc d'étirage selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la pièce structurelle est réalisée sous la forme d'au moins un élément élastique
(17) pouvant être contraint à la traction, placé sur le dispositif de retenue (10)
et sur la platine de pression (12).
7. Banc d'étirage selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la pièce structurelle est réalisée sous la forme d'au moins un élément élastique
(17) pouvant être contraint à la traction, disposé sur le bras (1) de support et de
contrainte des cylindres supérieurs, ainsi que sur la platine de pression (12).
8. Banc d'étirage selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé par le fait que l'élément élastique (17), ou le ressort de pression, est respectivement réalisé sous
la forme d'un ressort hélicoïdal (14, 17), d'une lame de ressort (15) ou d'un ressort
(16) en matière plastique.
9. Banc d'étirage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que des moyens (13) dépourvus d'élasticité, prévus pour limiter la force de pression
appliquée par le corps de pression (4), sont reliés au dispositif de retenue (10).
10. Banc d'étirage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que des moyens dépourvus d'élasticité, prévus pour limiter la force de pression appliquée
par le corps de pression (4), sont reliés au bras (1) de support et de contrainte
des cylindres supérieurs.
11. Banc d'étirage selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé par le fait qu'une pièce d'appui (13), occupant une position voisine de la platine de pression (12),
est prévue en tant que moyen dépourvu d'élasticité.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente