[0001] Die Erfindung betrifft eine fahrbare Vorrichtung für das Ausbringen von Füllgut gemäß
dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0002] Bei dem Bau eines Kunstrasenplatzes sind verschiedene Arbeitsschritte zu erledigen.
Zunächst ist natürlich der Baugrund entsprechend einzuebnen, damit auf diesem der
Kunstrasen ausgelegt werden kann. Der Kunstrasen wird dabei als Bahnenware nebeneinander
verlegt und gegebenenfalls auch miteinander verbunden. Allerdings besteht grundsätzlich
die Gefahr, dass diese Bahnenware, da diese verhältnismäßig leicht ist, im Spielbetrieb
(zum Beispiel bei Feldhockey oder Fussball) verrutscht.
[0003] Es ist daher bekannt mit fahrbaren Vorrichtungen, wie sie eingangs beschrieben sind,
Füllgut auf dem Kunstrasenplatz auszubringen. Als Füllgut wird dabei Sand und/oder
Gummigranulat verwendet, wobei in dem jeweiligen Mischungsverhältnis von Sand und
Gummigranulat die Eigenschaften der Spieloberfläche einstellbar sind. Darüberhinaus
sorgt das Gewicht des aufgebrachten Füllgutes für eine entsprechende Fixierung des
Kunstrasens, ein Verrutschen des Kunstrasens wird damit zuverlässig vermieden.
[0004] Die
EP 1 816 262 zeigt eine Vorrichtung zum verfüllen und/oder zur Pflege von Kunstrasen. Die gezeigte
Vorrichtung weist jedoch lediglich eine Bewegungsrichtung auf, die Anordnung des ausbringen
Bereiches ist zudem im vorderen Bereich der Vorrichtung vorgesehen.
[0005] Auch die
DE 33 40 846 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen von Sand auf Kunstrasenmatten.
Der Vorratsbehälter ist hierin außermittig angeordnet, die Vorrichtung verfügt ebenfalls
über lediglich eine Bewegungsrichtung.
[0006] Das Dokument
JPS 6393904A zeigt eine Vorrichtung zum Ausbringen von Sand, welche in beiden Richtungen verwendbar
ist.
[0007] Das Dokument
JP 2003 328 312 A zeigt eine Vorrichtung zum Ausbringen von Sand oder ähnlichen Materialien, welche
mit einer Abdeckung versehen ist. Die Vorrichtung ist dazu ausgebildet, den Sand oder
das ähnliche Material zwischen zwei Achsen der Vorrichtung auszubringen.
[0008] Um eine möglichst homogene Spielfläche zu erhalten, wird natürlich ein konstantes
Flächengewicht angestrebt.
[0009] Für das Aufbringen des Füllgutes sind die eingangs beschriebenen Vorrichtungen vorgesehen.
Entlang der Längs- oder Querachse werden dann in parallelen Bahnen durch die Vorrichtung
das Füllgut ausgebracht und in geeigneter Weise auf den Kunstrasen verteilt. Am Ende
einer Bahn, zum Beispiel am Ende des Spielfeldes oder an seinen Seitenrändern, stellt
sich nun das Problem, dass die fahrbare Vorrichtung zu wenden hat, um dann in der
bevorzugten Vorwärtsfahrtrichtung das weitere Füllgut bei der nächsten Bahn auszubringen.
Allerdings ist auf den noch fragilen, weil nicht verfüllten Kunstrasenplätzen das
Wenden mit den traktorähnlichen Fahrzeugen mit kleinem Radius nicht empfehlenswert,
da dies zu einer erheblichen Zugbeanspruchung des Kunstrasenplatzes führen kann, oder
aber der noch nicht beschwerte Kunstrasen wird durch den Wendevorgang verschoben.
[0010] Um die vorstehenden Probleme zu vermeiden, geht man in der Praxis davon aus, entweder
einen sehr großen Wendebogen (wenn möglich) zu fahren, oder auf der soeben ausgebrachten
Bahn im Rückwärtsgang, ohne Ausbringen von Füllgut, wieder zurückzufahren, um dann
in gleicher Weise, versetzt die nächste Bahn abzufahren.
[0011] Hieraus resultiert ein sehr hoher Zeitaufwand für das Ausbringen des Füllgutes auf
dem Kunstrasenplatz und damit verbunden entsprechend hohe Herstellungskosten eines
so zu bearbeitenden Kunstrasenplatzes.
[0012] Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Herstellungskosten eines Kunstrasenplatzes,
welcher mit einer Vorrichtung wie eingangs beschrieben erstellt wird, zu reduzieren.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer fahrbaren Vorrichtung
wie eingangs beschrieben und schlägt vor, dass das Ausbringen des Füllgutes wahlweise
in Vorwärts- und/oder Rückwärtsfahrtrichtung der Vorrichtung erfolgt und sich unterhalb
der Vorrichtung ein Ausbringbereich befindet, in welchen das Füllgut von der Ausbringvorrichtung
ausgebracht wird und in der jeweiligen Fahrtrichtung vor dem Ausbringbereich eine
Ausrichteinrichtung für die Halme des Kunstrasens und in der jeweiligen Fahrtrichtung
hinter dem Ausbringbereich eine Verteileinrichtung für das möglichst gleichmäßige
Verteilen des Füllgutes vorgesehen ist.
[0014] Gemäß manchen Ausführungen, welche im Stand der Technik bekannt sind, ist ein Ausbringen
des Füllgutes nur in der Vorwärtsrichtung vorgesehen. Dies führt zu den oben geschilderten
Problemen. Erfindungsgemäß wird jetzt vorgeschlagen, dass das Ausbringen des Füllgutes
sowohl in Vorwärts- wie auch in Rückwärtsfahrtrichtung in gleicher Weise möglich ist.
Am Ende der Bahn ist die erfindungsgemäße fahrbare Vorrichtung nur in wenigen spitzwinkligen
Zügen auf die neue Bahn zu positionieren und fährt dann, unter Ausbringung des Füllgutes,
in gleicher Weise wie bei der Vorwärtsfahrt, zurück auf die Startseite. Dort wird
dann die fahrbare Vorrichtung wieder auf die nächste neue Bahn gesetzt, wobei geschickterweise
bei den Rangiervorgängen ein Ausbringen des Füllgutes unterbleibt. Der wesentliche
Vorzug der Erfindung im Vergleich zu Vorrichtungen, welche nur in einer Richtung verwendbar
sind, liegt also darin, dass gezielt während der Vorwärts- und/oder Rückwärtsfahrt
wahlweise das Füllgut ausgebracht werden kann und damit im Stand der Technik notwendige
Leerfahrten oder aufwendige Wendefahrten vermieden werden, wodurch die Effizienz mit
der erfindungsgemäßen fahrbaren Vorrichtung erheblich steigt. Ein Wenden der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist nicht notwendig.
[0015] Bevorzugt ist bei einer fahrbaren Vorrichtung für das Ausbringen von Füllgut auf
einem Kunstrasenplatz vorgesehen, dass die Vorrichtung einen Vorratsbehälter für das
Füllgut besitzt und in einem Ausbringbereich ein Ausbringen des Füllgutes erfolgt,
wobei in einem ersten Bereich, welcher in einer ersten Fahrtrichtung vor dem Ausbringbereich
ist, die Halme des Kunstrasens aufgerichtet und in einem zweiten Bereich, welcher
in der ersten Fahrtrichtung hinter dem Ausbringbereich ist, das ausgebrachte Füllgut
verteilt wird und in einer zweiten, zur ersten Fahrtrichtung entgegengesetzten Fahrtrichtung,
die beiden Bereiche relativ zur Vorrichtung wechseln. Hierdurch wird erreicht, dass
sowohl bei der (ersten) Vorwärtsfahrt, wie auch bei der dazu entgegengesetzten (zweiten)
Rückwärtsfahrt, jeweils an der Vorrichtung bezüglich der jeweiligen Fahrtrichtung
im Einsatz befindlichen Funktionen, die in den jeweiligen ersten und zweiten Bereich
eingesetzt werden, wechseln. Dadurch wird unabhängig von Vor- oder Rückwärtsfahrt
das gleiche Ergebnis erzielt.
[0016] Ein wesentlicher Vorzug der Erfindung liegt darin, dass mit Hilfe der erfindungsgemäß
vorgeschlagenen Vorrichtung das Ausbringen des Füllgutes in Vorwärts- wie auch in
Rückwärtsfahrrichtung mit möglichst gleicher Qualität erfolgt. Ziel ist es, einen
möglichst homogenen Kunstrasenplatz zu realisieren. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung
ist es möglich, mit hoher Effizienz und zeitsparend das Füllgut in gleichbleibender
Qualität (zum Beispiel Flächengwicht oder Zusammensetzung) auf dem Kunstrasenplatz
auszubringen, wobei die Art und Weise wie das Füllgut ausgebracht wird, in beiden
Richtungen, also in Rückwärts- oder Vorwärtsrichtung bezogen auf die normale Fahrtrichtung,
möglichst gleich ist. Geschickterweise resultiert hieraus ein zumindest funktional
(also erfindungsgemäß nicht zwingend, aber auch in einer erfindungsgemäßen Variante
vorgesehene symmetrische Konstruktion) symmetrischer Aufbau der fahrbaren Vorrichtung,
um, egal in welche Richtung die Vorrichtung bewegt wird, die gleichen Arbeitsergebnisse
zu erzielen. Die Qualität des Arbeitsergebnisses wird zum Beispiel in einem gleichmäßigen
Flächengewicht über der Fläche des Kunstrasenplatzes angesehen beziehungsweise in
einer homogenen Höhe des eingebrachten Füllgutes auf dem Platz. Auch der Schichtenaufbau
des aufgebrachten Füllgutes ist ein Qualitätsmerkmal, da dadurch die Spiel- und Laufeigenschaften
entsprechend veränderbar sind. In der erfindungsgemäßen Anordnung wird erreicht, dass
diese Eigenschaften und Qualitäten sowohl bei der Vorwärtsfahrtrichtung wie auch bei
der Rückwärtsfahrtrichtung möglichst gleich, also (mindestens fast) identisch sind.
[0017] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass sich unterhalb der Vorrichtung ein Ausbringbereich
befindet, in welchen das Füllgut von der Ausbringvorrichtung ausgebracht wird und
sich in der jeweiligen Fahrtrichtung vor dem Ausbringbereich eine Aufrichteinrichtung
für die Halme des Kunstrasens und in der jeweiligen Fahrtrichtung hinter dem Ausbringbereich
eine Verteileinrichtung für das möglichst gleichmäßige Verteilen des Füllgutes vorgesehen
ist. Der Pfiff der Erfindung liegt darin, dass sie unabhängig von der Fahrtrichtung,
also ob in der bevorzugten Vorwärts- oder Rückwärtsfahrtrichtung, durch die fahrbare
Vorrichtung immer die relativ gleiche Bearbeitung des Kunstrasenplatzes erfolgt. So
ist es nach dem Transport des Kunstrasens notwendig, die, aufgrund der zusammengerollten
Bahnware, niedergedrückten Halme vor dem Einbringen des Füllgutes aufzurichten. Dazu
dient die hier vorgeschlagene Aufrichteinrichtung. Hernach erfolgt dann das Ausbringen
des Füllgutes zwischen den hochstehenden Halmen. Das als Schüttgut vorliegende Füllgut
(Sand und/oder Gummigranulat) liegt aber dann zunächst im oberen Bereich des Kunstrasens,
also am freien Ende der Halme auf und wird dann durch die Verteileinrichtung homogen
zwischen die Halme im Florbereich verteilt.
[0018] Unter dem Begriff "verteilen" wird im Sinne dieser Erfindung sowohl ein Verteilen
in der Fläche des Kunstrasenplatzes, also in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene,
als aber auch ein Verteilen in der Vertikalen, das heißt, ein Einbetten des Füllgutes
im Florbereich des Kunstrasens, wahlweise, verstanden.
[0019] Im Sinne der Erfindung wird auch eine Anordnung unterhalb der Vorrichtung angesehen,
bei welcher sich der Ausbringbereich seitlich neben der Vorrichtung, also zum Beispiel
außerhalb der durch die Räder definierte Spur befindet.
[0020] Kunstruktiv bilden sich hierzu nun mehrere Möglichkeiten an. Es ist zum Beispiel
möglich, die Aufrichteinrichtung und die Verteileinrichtung unterschiedlich zu realisieren
und mit einer entsprechenden Anheb-Absenk-Mechanik, in Abhängigkeit der Bewegungsrichtung
(Vorwärts- oder Rückwärtsfahrtrichtung) die jeweiligen auf die Aufrichtaufgabe oder
Verteilaufgabe spezialisierten Baugruppen auf den Kunstrasen abzusenken und zur Bearbeitung
einzusetzen. Hieraus resultiert, dass vor und hinter dem Ausbringbereich zwei unterschiedliche
Baugruppen, nämlich die Aufrichteinrichtung und die Verteileinrichtung vorzusehen
sind und natürlich eine so ausgestaltete erfindungsgemäße Vorrichtung zwei Aufrichteinrichtungen
und zwei Verteileinrichtungen besitzt.
[0021] In einer Weiterentwicklung der Erfindung wird vorgesehen, dass die Aufrichteinrichtung
und die Verteileinrichtung im Wesentlichen gleich aufgebaut sind und so multifunktionabel
sind.
[0022] In einer weiteren erfindungsgemäßen Variante ist vorgesehen, dass sich vor und hinter
dem Ausbringbereich mindestens je ein Borstenträger mit Borsten befindet. Dieser Borstenträger
mit Borsten bildet in einer ersten Variante die Aufrichteinrichtung beziehungsweise
die Verteileinrichtung, und stellt somit eine identische Baugruppe für die verschiedenen
Aufgaben dar. Erfindungsgemäß ist es aber auch möglich, einer verhältnismäßig spezialisierten
Aufrichteinrichtung beziehungsweise Verteileinrichtung noch zusätzlich einen Borstenträger
mit Borsten zuzuordnen und so zum Beispiel den Aufrichtvorgang beziehungsweise den
Verteilvorgang besser zu unterstützen.
[0023] Die Borsten sind an dem Borstenträger so angeordnet, dass das freie Ende der Borsten
dem Kunstrasen zugewandt ist. Durch die Länge der Borsten, deren Stellung zu den Halmen
(deren Höhenlagen) sowie deren Steifigkeit beziehungsweise deren Biegeelastizität
ist das Zusammenwirken der Borsten während des Aufrichtens der Halme oder beim Verteilen
des Füllgutes optimierbar, wodurch ein möglichst gutes Ergebnis sowohl bei der Vorwärtsfahrt
wie bei der Rückwärtsfahrt der fahrbaren Vorrichtung resultiert.
[0024] Des Weiteren wird ein möglichst homogenes Bearbeitungsergebnis durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung erreicht, derart, dass die Borsten in möglichst homogener Dichte, also
Anzahl pro Fläche, zumindest über die Breite des Austragbereiches erstrecken.
[0025] Die verschiedenen Kunstrasentypen, die ausgelegt werden, unterscheiden sich untereinander
insbesondere durch die Ausgestaltung ihrer Halme. Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass die Borsten an dem Borstenträger in einfacher Weise austauschbar sind und so
die Qualität der Borsten der jeweiligen Qualität der Halme des Kunstrasens (zum Beispiel
deren Steifigkeit beziehungsweise deren Länge und auch Dichte) in einfacher Weise
anpassbar ist.
[0026] Aufgabe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, möglichst zeitsparend und effizient
Füllgut auf Kunstrasenplätze zu verteilen. Es wird daher angestrebt, dass die jeweilige
Bahnbreite, die die erfindungsgemäße Vorrichtung abfährt, möglichst groß ist und auf
der gesamten Fahrbreite ein möglichst homogenes Bearbeitungsergebnis am Ende entsteht.
Da im Ausbringbereich das Füllgut abgegeben wird, besitzt der Ausbringbereich quer
zur Fahrtrichtung (zum Beispiel in Vorwärts- oder Rückwärtsfahrtrichtung) eine gewisse
Breite, in welcher Füllgut auf den Kunstrasen ausgebracht wird. Zumindest diese Füllgutbreite
ist von der Verteileinrichtung hinterher zu überstreichen.
[0027] Es ist daher auch klar, dass bevorzugt auch die Breite der Aufrichteinrichtung und/oder
die Breite der Verteileinrichtung zumindest der Breite des Ausbringbereiches entsprechen,
um zum einen sowohl ein optimales Aufrichtergebnis der Halme vor dem Ausbringen des
Füllgutes sowie hernach ein entsprechendes Verteilergebnis des Füllgutes zwischen
den Halmen zu erreichen.
[0028] Die Breite der Aufrichteinrichtung beziehungsweise Verteileinrichtung ist dabei quer
zur Fahrtrichtung der Vorrichtung zu sehen.
[0029] Des Weiteren wird in einer erfindungsgemäßen Variante vorgesehen, dass die Borsten
steifer sind als die Halme des Kunstrasens. Dadurch wird erreicht, dass durch die
Borsten die Halme des Kunstrasens entsprechend aufgerichtet und bewegt werden und
nicht die Borsten im Zusammenwirken mit den Halmen des Kunstrasens nachgeben.
[0030] In der erfindungsgemäßen Variante ist vorgesehen, dass als Aufrichteinrichtung und/oder
als Verteileinrichtung je mindestens ein Borstenträger mit Borsten vorgesehen ist.
In diser erfindungsgemäßen Variante ist die Aufrichteinrichtung und/oder die Verteileinrichtung
als ein Borstenträger wie vorbeschrieben realisiert. Natürlich ist es möglich, eine
Mehrzahl von Borstenträgern hintereinander oder seitlich überlappend, versetzt zueinander
einzusetzen. Auch die Anzahl der Borstenträger muss bei der Aufrichteinrichtung und
der Verteileinrichtung nicht gleich sein, allerdings wird für ein möglichst homogenes
Arbeitsergebnis angestrebt, die Ausstattung der einzelnen Funktionseinheiten gleich
zu wählen, da die Baugruppen, je nach Fahrtrichtung, unterschiedliche Funktionen einnehmen.
[0031] Alternativ dazu ist es aber auch möglich, dass die Aufrichteinrichtung zum Beispiel
als Stachelwalze ausgerichtet ist, deren Rotationsbewegung die zusammengefalteten
Kunstrasenhalme aufrichtet. Des Weiteren ist es in einer erfindungsgemäßen Variante
möglich, dass das Füllgut durch die Verteileinrichtung ausgebracht wird und gleichzeitig
entsprechend zwischen den Halmen zu liegen kommt.
[0032] Des Weiteren wird in einer erfindungsgemäßen Variante vorgesehen, dass sich der Austragbereich
mindestens über die Breite der fahrbaren Vorrichtung erstreckt. Die Breite der fahrbaren
Vorrichtung ist die Quererstreckung rechtwinklig zur normalen Fahrtrichtung der Vorrichtung.
Durch eine Ausgestaltung des Austragbereiches derart, dass sich diese mindestens über
die Breite der Vorrichtung erstreckt, wird erreicht, dass die Bahnbreiten der Fahrzeugbreite
entspricht oder sogar größer ist, wodurch sich die Anzahl der zu fahrenden Bahnen
reduziert. Oftmals orientiert man sich am Abdruck der Reifen der vorherigen Bahn.
In diesem Fall ist ein gleichmäßiges Ausbringen dann leicht erreichbar, wenn die Breite
des Ausbringbereiches der Spurbreite der Vorrichtung entspricht.
[0033] Des Weiteren wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Ausbringvorrichtung eine
Dosierungsvorrichtung aufweist. Mit Hilfe der Dosierungsvorrichtung ist es möglich,
die auf die jeweilige Fläche auszubringende Füllgutmenge einzustellen und zu variieren.
[0034] Dabei wird in einer erfindungsgemäßen Variante vorgesehen, dass die Dosierungsvorrichtung
den Füllgutfluss in Abhängigkeit der Geschwindigkeit der fahrbaren Vorrichtung steuert.
Eine solche Ausgestaltung hat zum Ziel, dass unabhängig von der Geschwindigkeit der
fahrbaren Vorrichtung, hernach immer ein gleichbleibendes Flächengewicht an Füllgut
auf den Kunstrasen aufgebracht wird. Um dies zu erreichen wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
dass eine insbesondere hydraulisch wirkende Kopplung zwischen der Dosiervorrichtung
und dem Fahrantrieb, zum Beispiel auf Ebene der Antriebsachsen, besteht. Natürlich
ist auch eine elektronische Kopplung beziehungsweise ein entsprechender Steuer-Regel-Kreis
erfindungsgemäß umfasst. Dabei wird der Füllgutfluss, also die Menge an Füllgut, die
pro Zeiteinheit auf den Kunstrasen ausgebracht wird, um so mehr erhöht, je höher die
Geschwindigkeit der fahrbaren Vorrichtung ist.
[0035] In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Variante ist vorgesehen, dass eine quer zur
Fahrtrichtung oszillierende oder kreisende Bewegung der Aufrichteinrichtung, der Verteileinrichtung
und/oder des Borstenträgers vorgesehen ist. Es ist gefunden worden, dass durch die
oszillierende Bewegung, also einem Bewegungsanteil der Aufrichteinrichtung, der Verteileinrichtung
und/oder des Borstenträgers, zumindest schräg oder rechtwinklig, also quer zur Fahrtrichtung,
das jeweilige Arbeitsergebnis, also das Aufrichten des Halmes oder das Einarbeiten
des Füllgutes in den Kunstrasen, entsprechend verbessert wird. Natürlich ist auch
eine bezüglich der fahrbaren Vorrichtung stillstehende Aufrichteinrichtung, Verteileinrichtung
oder ein Borstenträger ebenfalls erfindungsgemäß umfasst. Bei der oszillierenden oder
kreisenden Bewegung resultiert letztendlich eine Bewegungsbahn der Aufrichteinrichtung,
der Verteileinrichtung beziehungsweise des Borstenträgers in einer Ebene parallel
zur Fläche des Kunstrasens. Eine oszillierende Bewegung unterscheidet sich dabei von
der kreisenden Bewegung dadurch, dass die oszillierende Bewegung bezüglich der fahrbaren
Vorrichtung eine lineare Bewegung zwischen zwei Endpunkten, quer zur Fahrtrichtung
ausführt, wohingegen bei einer kreisenden Bewegung eine flächige Bewegung, bezogen
auf die fahrbare Vorrichtung, resultiert. Bei der kreisenden Bewegung werden in geeigneter
Weise Bewegungsanteile parallel/schräg und schräg/rechtwinkelig zur Fahrtrichtung
miteinander kombiniert. Es ist klar, dass die lineare oszillierende Bewegung überlagert
mit der Fahrbewegung der fahrbaren Vorrichtung ebenfalls zu einer kreisenden Bewegung
führt. Mit Hilfe dieser Bewegungsanteile ist das jeweilige Bearbeitungsergebnis beeinflussbar.
[0036] In einer Weiterentwicklung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Steuerung für
die Geschwindigkeit der oszillierenden oder kreisenden Bewegung der Aufrichteinrichtung,
der Verteileinrichtung beziehungsweise des Borstenträgers vorgesehen ist. Dabei wird
mit Hilfe der Steuerung auch die Geschwindigkeit der Bewegung in Abhängigkeit der
Geschwindigkeit der fahrbaren Vorrichtung beeinflusst. Durch eine solche Anordnung
macht man sich, ähnlich wie bei der steuerbaren Dosiervorrichtung, mit dem Bearbeitungsergebnis
möglichst unabhängig von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Vorrichtung.
[0037] Ein wesentlicher Vorzug der Erfindung ist, dass eine selbstfahrende fahrbare Vorrichtung
erfindungsgemäß vorgesehen ist. Eine solche Vorrichtung ist dann traktorähnlich. Die
Bedienperson fährt mit der Vorrichtung mit. Zwar wird das Gewicht einer solchen Vorrichtung
höher, da der Antriebsmotor und die dazugehörigen Steuer-Lenkeinheiten an der Vorrichtung
untergebracht werden müssen. Jedoch ist die Rangierfähigkeit eines solchen Fahrzeuges
gegenüber einer nur geschleppten Vorrichtung erheblich erhöht. Insbesondere da erfindungsgemäß
ja vorwärts wie rückwärts Füllgut ausgebracht werden soll, wird durch die selbstfahrend
Vorrichtung eine erhebliche Arbeitserleichterung erreicht. Trotzdem umfasst die Erfindung
auch eine geschleppte Vorrichtung, die gegebenenfalls mit entsprechenden Steuerungshilfen
in gleicher Weise auch in der Vorwärts- wie in der Rückwärtsbewegung einsetzbar ist.
[0038] Es hat sich als günstig erwiesen, dass die Vorrichtung mindestens zwei, je eine Walze
oder Räder tragende Achsen besitzt. Die gesamte Vorrichtung stützt sich über die Räder
oder Walzen auf dem Kunstrasen ab. Dabei sind punktuelle Überbeanspruchungen möglichst
zu vermeiden, um den Kunstrasen nicht zu beschädigen. Daher werden verhältnismäßig
breite Reifen oder auch Walzen oder Walzenteile eingesetzt, um eine möglichst großflächige
Auflagefläche zu realisieren.
[0039] Durch eine solche erfindungsgemäße Variante ist es möglich, eine hohe Zuladung, also
einen verhältnismäßig großen Vorratsbehälter vorzusehen, durch welchen dann notwendige
Nachladevorgänge reduziert werden können, was ebenfalls günstig ist für eine möglichst
schnelle und effiziente Bearbeitung.
[0040] Um eine optimale Lastverteilung zwischen den beiden Achsen zu erreichen ist vorgesehen,
dass der Ausbringbereich zwischen den beiden Achsen angeordnet ist. Daher befindet
sich auch der Vorratsbehälter zwischen den beiden Achsen. Es ist natürlich auch möglich,
zur besseren Lastverteilung, drei oder vier Achsen vorzusehen und den Ausbringbereich
zwischen den beiden in der Mitte beabstandeten Achsen vorzusehen.
[0041] Des Weiteren wird in einer erfindungsgemäßen Variante vorgeschlagen, dass ein nach
unten sich trichterförmig verjüngender Vorratsbehälter vorgesehen ist, an welchen
sich eine quer zur Fahrtrichtung erstreckende Füllgutaustrittsöffnung anschließt.
Durch die trichterförmige Ausgestaltung des Vorratsbehälters läuft das als Schüttgut
vorgesehene Füllgut effektiv zusammen und versorgt regelmäßig und automatisch die
Ausbringvorrichtung. Der richtige
[0042] Füllgutfluss wird durch die erfindungsgemäß vorgesehen Dosiervorrichtung eingestellt.
Die trichterförmige
[0043] Ausgestaltung erlaubt es aber auch, seitlich unterhalb oder neben dem Vorratsbehälter
zusätzliche Baugruppen der Vorrichtung unterzubrigen. Hierbei ist insbesondere an
die verschiedenen Antriebe aber auch an die Aufricht- beziehungsweise Verteileinrichtung
zu denken.
[0044] Ziel der Erfindung ist, möglichst effizient und zeitsparend und daher auch kostensparend
Füllgut auf dem Kunstrasenplatz auszubringen. Je breiter daher die Fahrbreite oder
Bahnbreite beim Ausbringen ist, umso weniger Fahrten sind notwendig, um den gesamten
Platz zu bearbeiten. Daher erstreckt sich geschickterweise die Füllgutaustrittsöffnung
quer zur Fahrtrichtung und möglichst über die gesamte Fahrzeugbreite, woraus sich
ein möglichst breiter Ausbringbereich ergibt.
[0045] In einer bevorzugten Variante der Erfindung ist eine Höhenverstellbarkeit der Aufrichteinrichtung,
der Verteileinrichtung und/oder des Borstenträgers vorgesehen. Durch diese Höhenverstellbarkeit
ist das einzelne Element, zum Beispiel die Aufrichteinrichtung getrennt von der Verteileinrichtung
beziehungsweise des Borstenträgers in ihrer Wirkhöhe veränderbar. Es ist natürlich
auch möglich, dass die Verteileinrichtung gemeinsam zusammen mit der Aufrichteinrichtung
an einem gemeinsamen Einrichtungsträger angeordnet sind und dort in geeigneter Weise
höhenverstellbar gelagert sind. Dies kann durch eine entsprechende Lagerung durch
einen Schwenkhebel oder entsprechende Schienenführung und so weiter erfolgen.
[0046] Durch die Höhenverstellbarkeit ist es möglich, die Eingriffstiefe der Borsten, des
Borstenträgers, der Aufrichteinrichtung beziehungsweise der Verteileinrichtung in
die Fasern des Kunstrasens zu variieren und sich so den verschiedenen, speziellen
Begebenheiten optimal anzupassen.
[0047] Des Weiteren wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Verfahren für das Ausbringen
von Füllgut auf einem Kunstrasenplatz mit Hilfe einer fahrbaren Vorrichtung gelöst,
wobei das Füllgut sowohl in Vorwärts- wie auch in Rückwärtsfahrtrichtung der Vorrichtung
ausgebracht wird.
[0048] Die Erfindung ist schematisch in der einzigen Zeichnung als eine Variante eines Ausführungsbeispiels
gezeigt. Dabei zeigt diese Fig. eine Seitenansicht der erfindungsgemäß fahrbaren Vorrichtung.
[0049] In der als Seitenansicht ausgeführten Fig. ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1
schematisch gezeigt. Sie besteht aus einem Fahrgestell, welches am vorderen und hinteren
Ende je eine Achse 14, 15 aufweist. Die Vorderachse 15 trägt dabei Räder mit geringerem
Durchmesser als das Rad 12 der Hinterachse 14.
[0050] Die Vorrichtung 1 trägt im oberen Bereich den Vorratsbehälter 2, welcher das Füllgut
3 aufnimmt. Der Vorratsbehälter 2 ist trichterförmig ausgebildet und besitzt an seinem
unteren Ende die Ausbringvorrichtung 4, die für das Ausbringen des Füllgutes 3 sorgt.
[0051] Durch eine Dosiervorrichtung 11 ist es möglich, den Füllgutfluss zu steuern. Letztendlich
wird dadurch die Breite der
[0052] Füllgutaustrittsöffnung variiert und zum Beispiel in Abhängigkeit der Geschwindigkeit
oder anderer Parameter eingestellt.
[0053] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung 1 bidirektional zum Ausbringen
des Streugutes einsetzbar ist. Die Bidirektionalität ist mit dem Doppelpfeil 5 angegeben,
der Doppelpfeil 5 teilt sich dabei auf in die Vorwärtsbewegung 5a (der rechte Teilpfeil)
und die Rückwärtsbewegung 5b (der linke Teilpfeil des Doppelpfeiles 5).
[0054] Für eine möglichst optimale gleichmäßige Lastverteilung ist der Vorratsbehälter 2
mittig zwischen den beiden Achsen 14 und 15 angeordnet. Geschickterweise werden Reifen
12, 13 verwendet, die eine möglichst große Auflagefläche auf dem Untergrund bieten,
um die Flächenbelastung gering zu halten.
[0055] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Ausbringbereich 6, in welchem das Füllgut
3 auf dem Boden gelangt, zwischen den beiden Achse 14, 15 ist. Hierdurch resultiert
zum einen eine gute Gewichtsverteilung im Einsatz und zum anderen auch eine kompakte
Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung. In Fahrtrichtung, zum Beispiel in Vorwärtsrichtung
5a, ist vor dem Ausbringbereich 6 eine Aufrichteinrichtung 7 vorgesehen. Die Aufrichteinrichtung
7 befindet sich in Fahrtrichtung vorwärts 5a noch hinter dem Rad 13.
[0056] In Vorwärtsfahrtrichtung 5a hinter dem Ausbringbereich 6 ist die Verteileinrichtung
8 vorgesehen. Die Verteileinrichtung 8 befindet sich in Fahrtrichtung 5a immer noch
vor dem Hinterrad 12.
[0057] Die Aufrichteinrichtung 7 und die Verteileinrichtung 8 sind an einem gemeinsamen
Einrichtungsträger 16 angeordnet. Dabei ist die Aufrichteinrichtung 7 am in Vorwärtsrichtung
vorderen Ende eines Tragrahmens 18 angeordnet, wobei der Tragrahmen 18 im
[0058] Übrigen mindestens eine Öffnung aufweist, damit das von der Ausbringvorrichtung 4
ausgeworfene Füllgut 3 durch den Rahmen 18 nach unten fallen kann. Der gesamte Einrichtungsträger
16 mit der daran angeordneten Aufrichteinrichtung 7 und der Verteileinrichtung 8 stützt
sich bei Bedarf über Tragrollen 17 zusätzlich auf dem Boden ab. Vorliegend ist aber
auch vorgesehen, dass der Einrichtungsträger 16 und somit auch die Aufrichteinrichtung
7 beziehungsweise Verteileinrichtung 8 höhenverstellbar ist. Hierzu ist der Einrichtungsträger
16 über Schwenkhebel 19 an den Chassis der fahrbaren Vorrichtung 1 angelenkt und mit
einem entsprechenden Positionsantrieb ausgestattet. Damit ist es möglich, die Einwirktiefe
der Aufrichteinrichtung 7 beziehungsweise Verteileinrichtung 8 einzustellen.
[0059] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Aufrichteinrichtung 7 und die
Verteileinrichtung 8 gemeinsam in gleicher Weise angehoben oder abgesenkt. Natürlich
ist es möglich, die Höhenverstellbarkeit dieser beiden Elemente getrennt voneinander
zu realisieren.
[0060] In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Aufrichteinrichtung 7 und Verteileinrichtung
8 im Wesentlichen identisch aufgebaut und besteht jeweils aus einem Borstenträger
9, der sich zumindest über die Breite (rechtwinklig zur Fahrtrichtung 5) des Ausbringbereiches
6 erstreckt. Der Borstenträger 9 trägt eine Vielzahl von untereinander jeweils gleichen
Borsten 10 in gleichbleibender Anordnung, um, je nach dem Anwendungsbereich des Trägers,
als Aufrichteinrichtung oder Verteileinrichtung über die Breite gleichbleibende Arbeitsergebnisse
zu erreichen.
[0061] Es ist klar, dass neben dieser identischen Ausgestaltung der Aufrichteinrichtung
7 und der Verteileinrichtung 8 natürlich auch unterschiedliche Baugruppen, spezialisiert
für die jeweiligen Anwendungsfälle, eingesetzt werden können und dann bei der Rückwärtsfahrt
5b paarweise andere Baugruppen zum Einsatz kommen.
[0062] Bezüglich des mittig angeordneten Ausbringbereiches 6 befindet sich bei der Vorwärtsfahrt
5a die Ausbringeinrichtung 7 vor dem Ausbringbereich (rechts davon) und die Verteileinrichtung
8 dahinter (links davon).
[0063] Diese Funktionalität wird aber bei der Rückwärtsfahrt 5b umgedreht. In diesem Fall
befindet sich die Aufrichteinrichtung 7b links vom Ausbringbereich 6, die Verteileinrichtung
8b rechts vom Ausbringbereich 6.
[0064] An Stelle von der hier gezeigten einfachen Ausgestaltung des Borstenträgers 9 ist
natürlich auch eine Mehrfachanordnung von Borstenträgern 9 vorgesehen. Des Weiteren
ist vorgesehen, dass die Borstenträger 9 zumindest rechtwinklig zur Blattebene beweglich
sind, um eine oszillierende beziehungsweise auch kreisende Bewegung auszuführen, was
sowohl die Aufstellbewegung der Halme des Kunstrasens wie auch das Verteilen des Füllgutes
(Sand und/oder Gummigranulat) erheblich erleichtert.
[0065] Bei der Umsteuerung von Vorwärts- 5a nach Rückwärtsfahrt 5b wechseln dann auch der
erste Bereich 21, der in Fahrtrichtung 5a vor dem Ausbringbereich 6 liegt, mit dem
zweiten Bereich 22, der in Fahrtrichtung 5a hinter dem Ausbringbereich 6 liegt, die
jeweilige Lage an der Vorrichtung 1. Egal wie die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 bewegt
wird, es befindet sich immer in Fahrtrichtung vor dem Ausbringbereich 6 der erste
Bereich 21 zum Aufrichten der Halme und in Fahrtrichtung hinter dem Ausbringbereich
6 der zweite Bereich 22 zum Verteilen des Füllgutes.
1. Fahrbare Vorrichtung für das Ausbringen von Füllgut auf einem Kunstrasenplatz, wobei
die Vorrichtung einen Vorratsbehälter für das Füllgut besitzt und eine Ausbringvorrichtung
für das Ausbringen des Füllgutes sorgt, wobei die Vorrichtung (1) mindestens zwei,
je eine Walze oder Räder (12, 13) tragende Achsen (14, 15) besitzt und der Ausbringbereich
(4) zwischen den beiden Achsen (14, 15) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausbringen des Füllgutes (3) wahlweise in Vorwärts- und/oder Rückwärtsfahrrichtung
(5, 5a, 5b) der Vorrichtung erfolgt und sich unterhalb der Vorrichtung (1) ein Ausbringbereich
(6) befindet, in welchen das Füllgut (3) von der Ausbringvorrichtung (4) ausgebracht
wird und in der jeweiligen Fahrtrichtung (5a, 5b) vor dem Ausbringbereich (6) eine
Aufrichteinrichtung (7) für die Halme des Kunstrasens und in der jeweiligen Fahrtrichtung
(5a, 5b) hinter dem Ausbringbereich (6) eine Verteileinrichtung (8) für das möglichst
gleichmäßige Verteilen des Füllgutes (3) vorgesehen ist.
2. Fahrbare Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausbringen des Füllgutes (3) in Vorwärts- (5a) wie auch in Rückwärtsfahrrichtung
(5b) mit möglichst gleicher Qualität erfolgt und/oder das Ausbringen des Füllgutes
(3) ohne Wenden der Vorrichtung (1) erfolgt.
3. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen im Wesentlichen gleichen Aufbau der Aufrichteinrichtung (7) und der Verteileinrichtung
(8) und/oder sich vor und hinter einem Ausbringbereich (6) mindestens je ein Borstenträger
(9) mit Borsten (10) befindet und/oder sich die Borsten (10) in möglichst homogener
Dichte zumindest über die Breite des Ausbringbereiches (6) erstrecken.
4. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite der Aufrichteinrichtung (7) und/oder der Verteileinrichtung (8) vorgesehen
ist, die zumindest der Breite des Ausbringbereiches (4) entspricht und/oder sich der
Ausbringbereich (6) mindestens über die Breite der fahrbaren Vorrichtung (1) erstreckt.
5. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine höhere Steifigkeit der Borsten (10) als die Steifigkeit der Halme des
Kunstrasens vorgesehen ist und/oder als Aufrichteinrichtung (7) und/oder als Verteileinrichtung
(8) je mindestens ein Borstenträger (9) mit Borsten (10) vorgesehen ist.
6. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringvorrichtung (4) eine Dosiervorrichtung (11) aufweist und/oder die Dosiervorrichtung
(11) den Füllgutfluss in Abhängigkeit der Geschwindigkeit der fahrbaren Vorrichtung
(1) steuert.
7. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine quer zur Fahrtrichtung (5) oszillierende oder kreisende Bewegung der Aufrichteinrichtung
(7), Verteileinrichtung (8) und/oder des Borstenträgers (9) vorgesehen ist.
8. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung für die Geschwindigkeit der oszillierenden oder kreisenden Bewegung
der Aufrichteinrichtung (7), der Verteileinrichtung (8) und/oder des Borstenträgers
(9), insbesondere in Abhängigkeit der Geschwindigkeit der fahrbaren Vorrichtung (1)
vorgesehen ist.
9. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine selbst fahrende Vorrichtung (1) und/oder eine geschleppte Vorrichtung (1).
10. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach unten sich trichterförmig verjüngender Vorratsbehälter (2) mit einer sich
quer zur Fahrtrichtung erstreckenden Füllgutaustrittsöffnung vorgesehen ist.
11. Fahrbare Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Höhenverstellbarkeit der Aufrichteinrichtung (7), der Verteileinrichtung (8)
und/oder des Borstenträgers (9).
12. Fahrbare Vorrichtung für das Ausbringen von Füllgut auf einem Kunstrasenplatz nach
einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung einen Vorratsbehälter
für das Füllgut besitzt und in einem Ausbringbereich das Füllgut ausbringt, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Bereich (21), welcher in einer ersten Fahrtrichtung (5a) vor dem
Ausbringbereich (6) ist, die Halme des Kunstrasens aufgerichtet und in einem zweiten
Bereich (22), welcher in der ersten Fahrtrichtung hinter dem Ausbringbereich (6) ist,
das aufgebrachte Füllgut (3) verteilt wird und in einer zweiten (5b), zur ersten Fahrtrichtung
(5a) entgegengesetzten Fahrtrichtung die beiden Bereiche (21, 22) relativ zur Vorrichtung
(1) wechseln.
13. Verfahren für das Ausbringen von Füllgut auf Kunstrasenplätzen mit Hilfe einer fahrbaren
Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Füllgut
sowohl in Vorwärts- wie auch in Rückwärtsrichtung der Vorrichtung ausgebracht wird.
1. Mobile device for the output of bulk material onto an artificial turf field wherein
the device has a container for the bulk material and an output device serves for the
output of the bulk material, wherein the device (1) has at least two axles (14, 15)
each carrying a cylinder or wheels (12, 13), and the output area (4) is arranged between
the two axles (14, 15), characterized in that the output of the bulk material (3) is carried out optionally in backward and/or
forward traveling direction (5, 5a, 5b) of the device, and an output area (6) is positioned
underneath the device (1) where the bulk material (3) is output by the output device
(4), and in the respective traveling direction (5a, 5b) before the output area (6)
a straightening device (7) is provided for the blades of the artificial turf, and
in the respective traveling direction (5a, 5b) behind the output area (6) a distributing
device (8) is provided for distributing the bulk material (3) as evenly as possible.
2. Mobile device according to claim 1, characterized in that the output of the bulk material (3) in forward (5a) as well as in backward (5b) direction
of traveling is performed with a quality as consistent as possible, and/or the output
of the bulk material (3) is performed without turning the device (1).
3. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized by an essentially identical construction of the straightening device (7) and the distributing
device (8), and/or in that before or behind an output area (6) at least one bristle
carrier (9) with bristles (10) is arranged, and/or the bristles (10) extend with a
density as homogenous as possible at least over the width of the output area (6).
4. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that a width of the straightening device (7) and/or the distributing device (8) is provided
such that at least it corresponds with the width of the output area (4), and/or the
output area (6) extends at least over the width of the mobile device (1).
5. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that a stiffness of the bristles (10) is higher than the stiffness of the blades of the
artificial turf, and/or as straightening device (7) and/or distributing device (8)
one bristle carrier (9) with bristles (10) each is provided.
6. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the output device (4) has a dosing device (11), and/or the dosing device (11) controls
the flow of the bulk material depending on the speed of the mobile device (1).
7. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that an either oscillating transversely to the traveling direction (5) or circling movement
of the straightening device (7), distributing device (8) and/or bristle carrier (9)
is provided.
8. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that a control is provided for the speed of the oscillating or circling movement of the
straightening device (7), distributing device (8) and/or bristle carrier (9), in particular
depending on the speed of the mobile device (1).
9. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized by an automobile device (1), and/or a hauled device (1).
10. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized in that a downwards funnel-like tapering container (2) with a discharge opening extending
transversely to the traveling direction is provided.
11. Mobile device according to one or more of the preceding claims, characterized by a height adjustment of the straightening device (7), distributing device (8) and/or
bristle carrier (9).
12. Mobile device for the output of the bulk material on an artificial turf field according
to one or more of the preceding claims, wherein the device has a container for the
bulk material, and outputs the bulk material in an output area, characterized in that in a first area (21), that is in a first traveling direction (5a) before the output
area (6), the blades of the artificial turf are straightened, and in a second area
(22), that is in the first traveling direction behind the output area (6), the output
bulk material (3) is distributed, and the two areas (21, 22) change in a second (5b)
traveling direction opposite to the first (5a) traveling direction relatively to the
device (1).
13. Method for the output of bulk material onto artificial turf fields by means of a mobile
device according to one or more of the preceding claims, wherein the bulk material
is output in forwards as well as in backwards direction of the device.
1. Dispositif sur roues pour l'apport de matériau de terrassement sur un terrain en gazon
synthétique comportant un réservoir recevant le matériau de terrassement pendant qu'un
dispositif de distribution du matériau de terrassement sert à épandre le matériau
de terrassement, de façon à ce que le dispositif (1) comporte au moins deux axes (14,
15) comprenant chacun un rouleau ou une roue (12, 13) et de façon à ce que la zone
d'épandage (6) soit située entre ces deux axes (14, 15), caractérisé en ce que l'apport du matériau de terrassement (3) s'effectue au choix selon une direction
d'avancement et/ou de reculement (5, 5a, 5b) du dispositif et en ce qu'une zone d'épandage (6) est située en-dessous du dispositif (1) dans laquelle le matériau
de terrassement (3) est épandu par le dispositif de distribution (4) et en ce qu'un dispositif de redressement (7) des tiges du gazon synthétique est situé avant la
zone d'épandage (6) dans chacune des directions de déplacement (5a, 5b) et en ce qu'un dispositif d'égalisation (8) est situé derrière la zone d'épandage (6) dans chacune
des directions d'avancement (5a, 5b) afin de permettre une distribution la plus uniforme
possible du matériau de terrassement (3).
2. Dispositif sur roues selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'apport du matériau de terrassement (3) s'effectue selon la direction d'avancement
(5a) et de reculement (5b) avec une qualité la plus similaire possible et/ou en ce que l'épandage du matériau de terrassement (3) s'effectue sans que le dispositif (1)
doive réaliser un virage.
3. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par une construction essentiellement identique du dispositif de redressement (7) et du
dispositif de distribution (8) et/ou en ce qu'il existe au moins une brosse (9) avec
des poils (10) devant et derrière la zone d'épandage (6) et/ou en ce que les poils
(10) s'étendent avec une densité la plus homogène possible au moins sur la largeur
de la zone d'épandage (6).
4. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la largeur du dispositif de redressement (7) et/ou du dispositif d'égalisation (8)
correspond au moins à la largeur de la zone d'épandage (6) et/ou en ce que la zone d'épandage (6) s'étend au moins sur la largeur du dispositif sur roues (1).
5. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la rigidité des poils (10) est supérieure à celle des tiges du gazon synthétique
et/ou en ce que le dispositif de redressement (7) et/ou le dispositif d'égalisation (8) est chacun
réalisé par au moins une brosse (9) comportant des poils (10).
6. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de distribution (4) comporte un dispositif de dosage (11) et/ou en ce que le dispositif de dosage (11) commande le débit du matériau de terrassement en fonction
de la vitesse de déplacement du dispositif sur roues (1).
7. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mouvement oscillant ou circulaire, perpendiculaire à la direction de déplacement
(5), est prévu pour le dispositif de redressement (7), pour le dispositif de distribution
(8) et/ou pour la brosse (9).
8. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un système de contrôle est prévu permettant de commander la vitesse de mouvement oscillant
ou circulaire du dispositif de redressement (7), du dispositif de distribution (8)
et/ou de la brosse (9) et ceci en particulier en fonction de la vitesse de déplacement
du dispositif sur roues (1).
9. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par un dispositif autotracté (1) et/ou par un dispositif tracté (1).
10. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un réservoir (2) en forme d'entonnoir d'une section inférieure plus faible que celle
de la partie supérieure est prévu et comprenant une ouverture pour l'épandage du matériau
de terrassement s'étendant perpendiculairement à la direction de déplacement.
11. Dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par la possibilité d'ajuster la hauteur du dispositif de redressement (7), du dispositif
de distribution (8) et/ou de la brosse (9).
12. Dispositif sur roues pour l'apport de matériau de terrassement sur un terrain en gazon
synthétique selon une ou plusieurs des revendications précédentes comprenant un réservoir
pour le matériau de terrassement et permettant d'apporter le matériau de terrassement
sur une zone d'épandage, caractérisé en ce que, dans une première zone (21) située selon une première direction de déplacement (5a)
avant la zone d'épandage (6), les tiges du gazon synthétique sont redressées et, dans
une deuxième zone (22) située selon la première direction de déplacement derrière
la zone d'épandage (6), le matériau de terrassement apporté (3) est égalisé et en ce que selon une deuxième direction de déplacement (5b) opposée à la première direction
de déplacement (5a), les fonctionnement des deux zones (21, 22) sont interchangés
par rapport au dispositif (1).
13. Procédé destiné à l'apport de matériau de terrassement sur des terrains en gazon synthétique
à l'aide d'un dispositif sur roues selon une ou plusieurs des revendications précédentes
de façon à pouvoir épandre le matériau de terrassement aussi bien selon la direction
d'avancement que selon la direction de reculement du dispositif.