Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur variablen Einstellung der Steuerzeiten
von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine mit einem Antriebselement, einem Abtriebselement,
zumindest einer Druckkammer, einer Druckmittelversorgungseinrichtung und zumindest
einem Druckspeicher, wobei mittels der Druckmittelversorgungseinrichtung der mindestens
einen Druckkammer Druckmittel zugeführt oder von dieser abgeführt werden kann, wobei
durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfluss von der Druckkammer eine Phasenlage
des Abtriebselements relativ zum Antriebselement veränderbar ist, wobei der Druckspeicher
ein verlagerbares Element aufweist, das mit einer erste Druckfläche versehen ist,
die einen Vorratsraum teilweise begrenzt, wobei der Vorratsraum mit der Druckmittelversorgungseinrichtung
verbunden ist, wobei durch Druckbeaufschlagung des Vorratsraums das verlagerbare Element
gegen die Kraft eines Kraftspeichers verschoben werden kann.
Hintergrund der Erfindung
[0002] In modernen Brennkraftmaschinen werden Vorrichtungen zur variablen Einstellung der
Steuerzeiten von Gaswechselventilen eingesetzt, um die Phasenrelation zwischen Kurbelwelle
und Nockenwelle in einem definierten Winkelbereich, zwischen einer maximalen Früh-
und einer maximalen Spätposition, variabel gestalten zu können. Die Vorrichtung umfasst
üblicherweise eine Stelleinrichtung, die von einer Kurbelwelle angetrieben wird und
deren Drehmoment auf die Nockenwelle überträgt. Dabei ist innerhalb der Stelleinrichtung
ein hydraulischer Stellantrieb ausgebildet, der es ermöglicht die Phasenlage zwischen
Kurbelwelle und Nockenwelle gezielt zu beeinflussen. Zur Versorgung der Stelleinrichtung
mit Druckmittel ist eine Druckmittelversorgungseinrichtung vorgesehen.
[0003] Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 1 025 343 B1 bekannt. Die Vorrichtung umfasst zwei gegeneinander verdrehbare Rotoren, wobei ein
Außenrotor in Antriebsverbindung mit der Kurbelwelle steht und der Innenrotor drehfest
mit der Nockenwelle verbunden ist. Die Vorrichtung umfasst mehrere Hohlräume, wobei
jeder der Hohlräume mittels eines Flügels in zwei gegeneinander wirkende Druckkammern
unterteilt wird. Durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfuhr von den Druckkammern
werden die Flügel innerhalb der Druckräume verschoben, wodurch eine gezielte Verdrehung
der Rotoren zueinander und somit der Nockenwelle zur Kurbelwelle bewirkt wird.
[0004] Der Druckmittelzufluss zu, bzw. der Druckabfluss von den Druckkammern wird mittels
einer Druckmittelversorgungseinrichtung gesteuert, die eine Druckmittelpumpe, einen
Tank, ein Steuerventil, und mehrere Druckmittelleitungen umfasst. Dabei verbindet
eine Druckmittelleitung die Druckmittelpumpe mit dem Steuerventil. Jeweils eine weitere
Druckmittelleitung verbindet einen der Arbeitsanschlüsse des Steuerventils mit den
Druckkammern. Das Druckmittel wird üblicherweise dem Schmiermittelkreislauf der Brennkraftmaschine
entnommen.
[0005] Um die Funktion der Vorrichtung zu gewährleisten, muss der Druck im Druckmittelsystem
in jeder Betriebsphase der Brennkraftmaschine einen bestimmten Wert übersteigen. Dies
ist besonders in den Leerlaufphasen der Brennkraftmaschine kritisch, da die Druckmittelpumpe
von der Kurbelwelle angetrieben wird und somit der Systemdruck mit der Drehzahl der
Brennkraftmaschine ansteigt. Der von der Druckmittelpumpe bereitgestellte Systemdruck
ist weiterhin von der Druckmitteltemperatur abhängig, wobei der Systemdruck bei steigender
Temperatur sinkt. Somit muss die Druckmittelpumpe derart ausgelegt werden, dass diese
unter den ungünstigsten Bedingungen ausreichend Systemdruck zur Verfügung stellt,
um eine ausreichend schnelle Verstellung der Phasenlage des Innenrotors zum Außenrotor
zu gewährleisten. Um die geforderte Verstellgeschwindigkeit selbst bei ungünstigsten
Druckverhältnissen, wie beispielsweise hohe Druckmitteltemperaturen und/oder niedrigen
Drehzahlen zu gewährleisten, muss die Druckmittelpumpe dementsprechend ausgelegt werden.
Dies führt dazu, dass Druckmittelpumpen Einsatz finden, die auf die Spitzenanforderungen
der Stelleinrichtung ausgelegt sind und somit während der meisten Betriebsphasen der
Brennkraftmaschine zu groß dimensioniert sind. Alternativ können regelbare Druckmittelpumpe
Einsatz finden, die bedarfsgerecht Druckmittel zur Verfügung stellen. In beiden Fällen
wirkt sich der erhöhte Aufwand negativ auf die Kosten, den Bauraumbedarf und den Kraftstoffverbrauch
der Brennkraftmaschine aus.
[0006] In der
US 5,775,279 A eine weitere derartige Vorrichtung offenbart. In dieser Ausführungsform ist zwischen
der Druckmittelpumpe und dem Steuerventil ein Druckspeicher angeordnet, der mit der
Druckmittelversorgungseinrichtung kommuniziert. Dieser Druckspeicher wird in Phasen
hohen Systemdrucks mit Druckmittel befüllt. Fällt der Systemdruck ab, so entleert
sich der Druckspeicher automatisch, wodurch der Druckmittelversorgungseinrichtung
zusätzliches Druckmittel zur Verfügung gestellt wird. Somit wird die Phasenverstellung
der Vorrichtung unterstützt.
[0007] Nachteilig an dieser Ausführungsform ist der Umstand, dass der Druckspeicher auch
dann entleert wird, wenn der Systemdruck nicht aufgrund eines Verstellvorgangs, sondern
aufgrund anderer äußerer Umstände, beispielsweise durch ein Absinken der Drehzahl,
abfällt. Somit stehen für einen sich anschließenden Phasenverstellvorgang eine geringere
Druckunterstützung und ein geringeres Druckmittelvolumen aus dem Druckspeicher zur
Verfügung.
[0008] Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der maximale Druck, mit dem der Druckspeicher
die Druckmittelversorgungseinrichtung unterstützen kann, dem Druck entspricht, der
direkt vor dem Phasenverstellvorgang in der Druckmittelversorgungseinrichtung vorgeherrscht
hat. Wird bei hohen Temperaturen und niedrigen Drehzahlen von der Motorsteuerung eine
Verstellanforderung an die Vorrichtung gerichtet, so fällt die Druckunterstützung
des Druckspeichers geringer aus, da der Systemdruck, mit dem der Druckspeicher gefüllt
wurde, gering war. Dies kann dazu führen, dass der Verstellvorgang nicht durchgeführt
werden kann, bzw. die Verstellgeschwindigkeit erheblich reduziert wird. Somit ist
auch in diesem Fall eine Auslegung der Druckmittelpumpe auf die Spitzenlast mit den
daraus resultierenden Nachteilen erforderlich.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung zur variablen Einstellung
der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine zu schaffen, wobei
ein funktionssicheres Einstellen der Steuerzeiten bei hohen Verstellgeschwindigkeiten
in jeder Betriebsphase der Brennkraftmaschine sichergestellt werden soll. Dabei soll
auf eine Überdimensionierung der Druckmittelpumpe (Auslegung auf die zu erwarteten
Spitzenlasten) ebenso verzichtet werden können, wie auf die Verwendung variabler Druckmittelpumpen.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das verlagerbare Element mindestens
eine zweite Druckfläche aufweist, die einen Steuerraum teilweise begrenzt, wobei durch
Druckbeaufschlagung des Steuerraums das verlagerbare Element gegen die Kraft des Kraftspeichers
verschoben werden kann und wobei innerhalb des Druckspeichers ein Druckmittelfluss
von dem Vorratsraum in den Steuerraum unterbunden ist.
[0011] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Vorratsraum und der Steuerraum innerhalb des
Druckspeichers nicht miteinander kommunizieren.
[0012] Das verlagerbare Element kann beispielsweise als Druckkolben ausgebildet sein, welcher
innerhalb eines Druckbehälters gegen die Kraft eines als Federelement ausgebildeten
Kraftspeichers verschoben werden kann. Alternativ können auch andere Formen von Kraftspeichern
Einsatz finden, beispielsweise reversibel deformierbare Körper, beispielsweise aus
Elastomeren, oder gasbefüllte Blasen. Durch die Ausbildung des Druckspeichers mit
einem verlagerbaren Element, welches voneinander isolierte Räume innerhalb des Druckspeichers
teilweise begrenzt, können diese beiden Räume getrennt voneinander angesteuert, d.h.
befüllt und/oder entleert, werden. Abgesehen von Leckage besteht keine Verbindung
zwischen den Räumen. So können beispielsweise unterschiedliche Druckquellen zum Befüllen
des Vorratsraums und des Steuerraums verwendet werden.
[0013] Alternativ kann auch eine Druckmittelverbindung zwischen dem Vorratsraum und dem
Steuerraum innerhalb des Druckspeichers vorgesehen sein. Druckmittel welches dem Steuerraum
zugeführt wird, kann über diese Druckmittelverbindung in den Vorratsraum gelangen.
Dabei ist aber zu beachten, dass ein umgekehrter Druckmittelfluss, von dem Vorratsraum
in den Steuerraum unterbunden wird. Dies kann beispielsweise über einen Druckmittelkanal
in dem Druckkolben oder dem Gehäuse des Druckspeichers realisiert werden, in dem ein
Rückschlagventil angeordnet ist. In diesem Fall kann die Befüllung des Vorratsraums
und des Steuerraums alleine durch die Befüllung des Steuerraums erfolgen. Soll der
Druckspeicher entleert werden, so wird der Steuerraum auf Tank geschalten. Der Vorratsraum
entleert sich in die Druckmittelversorgungseinrichtung, der Steuerraum drucklos in
den Tank. Ein Übertritt von Druckmittel von dem Vorratsraum in den Steuerraum wird
durch das Rückschlagventil verhindert.
[0014] Ist vorgesehen, dass eine Druckmittelbeaufschlagung des Vorratsraums das verlagerbare
Element in die gleiche Richtung verlagert, wie eine Druckmittelbeaufschlagung des
Steuerraums, so kann der Steuerraum das Befüllen des Vorratsraums unterstützen. Zu
diesem Zweck wird der Steuerraum während des Befüllvorgangs des Vorratsraums ebenfalls
mit Druckmittel befüllt. Dadurch wirkt auf beide Druckflächen des Druckkolben eine
Kraft auf diesen, wodurch in dem Kraftspeicher eine höhere Kraft gespeichert wird
(das Federelement stärker komprimiert wird). Erhält der befüllte Druckspeicher von
der Motorsteuerung den Befehl den Phasenverstellvorgang zu unterstützen, so kann der
Steuerraum unabhängig vom Vorratsraum entleert werden. Das heißt, während der Vorratsraum
in die Druckmittelversorgungseinrichtung entleert wird, und damit der Phasenverstellvorgang
unterstützt, kann der Steuerraum gegen Atmosphärendruck in einen Tank entlüftet werden.
Durch geeignete Auslegung kann die Entlüftung des Steuerraums schneller erfolgen als
die Entleerung des Vorratsraums in die Druckmittelversorgungseinrichtung. Somit wirkt
die gesamte Kraft, die in dem Kraftspeicher gespeichert wurde, über die erste Druckfläche
auf den Vorratsraum. Als Folge kann der der Druck bei Beginn des Unterstützungsvorgangs
um bis zu einem Faktor von

ansteigen, abhängig von der Last, die zu diesem Zeitpunkt auf den Kraftspeicher wirkt.
Dabei entspricht A
1 dem Flächeninhalt der ersten Druckfläche und A
2 dem Flächeninhalt der zweiten Druckfläche. Wird als Kraftspeicher beispielsweise
ein Federelement eingesetzt, so steigt der Druck bei Beginn des Unterstützungsvorgangs
um den vollen Faktor

an, solange die Feder noch nicht ihren maximal komprimierten Zustand erreicht hat.
[0015] Die Erfindung beruht darauf, dass in einer Vorrichtung zur variablen Einstellung
der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine mit einem Antriebselement,
einem Abtriebselement, zumindest einer Druckkammer, einer Druckmittelversorgungseinrichtung
und zumindest einem Druckspeicher, wobei mittels der Druckmittelversorgungseinrichtung
der mindestens einen Druckkammer Druckmittel zugeführt oder von dieser abgeführt werden
kann, wobei durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfluss von der Druckkammer
eine Phasenlage des Abtriebselements relativ zum Antriebselement veränderbar ist,
ein verlagerbares Element des Druckspeichers zumindest zwei unabhängig voneinander
ausgebildete und mit Druck beaufschlagbare Räume in Verlagerrichtung des Elements
begrenzt. Dabei ist zumindest einer der Räume (Vorratsraum) mit der Druckmittelversorgungseinrichtung
verbunden und kann während eines Phasenverstellvorgangs in die Druckmittelversorgungseinrichtung
entleert werden. Des Weiteren wird zumindest ein weiterer Raum (Steuerraum) während
des Befüllvorgangs des Vorratsraums ebenfalls mit Druckmittel beaufschlagt und während
des Entleervorgangs des Vorratsraums schneller als dieser entleert. Dies kann beispielsweise
gegen Atmosphärendruck, in einen Tank erfolgen. Somit unterstützt der Steuerraum den
Befüllvorgang derart, dass das verlagerbare Element stärker ausgelenkt wird, als dies
ohne Druckmittelbeaufschlagung des Steuerraums der Fall wäre.
[0016] Durch die Erhöhung des vom Druckspeicher bereitgestellten Drucks, kann der Druckspeicher
Spitzenverbräuche abfangen, so dass die Druckmittelpumpe auf den Normalbetrieb der
Brennkraftmaschine ausgelegt werden kann. Es sind keine überdimensionierten oder geregelten
Druckmittelpumpen nötig, um ein funktionssicheres und schnelles Verstellen der Phasenlage
zu gewährleisten. Zusätzlich wird die Verstellgeschwindigkeit der Stelleinrichtung
erhöht. Alternativ kann bei gleicher Verstellgeschwindigkeit die Stelleinrichtung
kleiner dimensioniert werden. Wodurch die Masse, das Massenträgheitsmoment und die
Kosten gesenkt werden können.
[0017] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Steuerraum während
des Betriebs der Brennkraftmaschine wahlweise mit einer Druckquelle oder einem Tank
verbunden werden kann. Die Druckquelle kann beispielsweise die Druckmittelversorgungseinrichtung
bzw. deren Druckmittelpumpe oder eine dazu separate Quelle, beispielsweise die Druckquelle
eines Servoverbrauchers (bspw. der Servolenkung) sein. Im zweiten Fall kann auch in
Betriebsphasen mit niedrigem Systemdruck der Druckspeicher vollständig befüllt werden.
Die wahlweise Verbindung mit einer Druckquelle bzw. dem Tank wird über Steuermittel,
beispielsweise ein 3/2-Wegeventil in Form eines Schaltventils (bspw. Sitzventil) oder
eines Proportionalventils (bspw. Schieberventils), hergestellt. Alternativ kommen
auch zwei Steuermittel in betracht, wobei eines der Steuermittel die Verbindung Druckquelle
-> Steuerraum und das andere Steuermittel die Verbindung Steuerraum → Tank sperrt
bzw. freigibt. Die Steuermittel können beispielsweise elektromagnetisch betätigte
Hydraulikventile, wie Wegeventile (bspw. Schalt- oder Proportionalventile), entsperrbare
Rückschlagventile oder dergleichen sein. Diese Steuermittel erhalten von einem Motorsteuergerät
der Brennkraftmaschine Steuersignale, gemäß derer der Druckspeicher befüllt oder entleert
wird. Somit können verschiedenste Unterstützungsstrategien realisiert werden.
[0018] Ebenso denkbar ist der Einsatz von hydraulisch betätigten Steuermitteln. Dabei kann
vorgesehen sein, dass die hydraulische Betätigungseinrichtung der Steuermittel mit
der Druckmittelversorgungseinrichtung kommuniziert. So werden die Steuermittel bei
Absinken des Drucks in der Druckmittelversorgungseinrichtung unter einen definierten
Wert automatisch geschalten werden. Dadurch verringert sich der Regelaufwand erheblich.
[0019] In einer Konkretisierung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Steuerraum, ohne
Umweg über einen Verbraucher, in einen Tank entleert werden kann. Dabei wird der Steuerraum
vorzugsweise gegen Atmosphärendruck, üblicherweise über ein Proportional- oder Schaltventil
entleert.
[0020] In einer Weiterbildung der Erfindung sind Steuermittel vorgesehen, wobei der Steuerraum
mittels der Steuermittel wahlweise mit einem Tank oder der Druckquelle verbunden werden
kann. Die Steuermittel können beispielsweise als Wegeventil ausgebildet sein.
[0021] In einer dazu alternativen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass Steuermittel
vorgesehen sind, die in einem ersten Zustand einen Druckmittelfluss von dem Vorratsraum
zur Druckmittelversorgungseinrichtung sperren und einen Druckmittelfluss zu dem Vorratsraum
und dem Steuerraum zulassen und die in einem weiteren Zustand den Druckmittelfluss
von dem Vorratsraum zu der Druckmittelversorgungseinrichtung zulassen und eine Verbindung
zwischen dem Steuerraum und einem Tank, ohne Umweg über einen Verbraucher, herstellen.
Dabei kann vorgesehen sein, dass der Vorratsraum und der Steuerraum über ein Rückschlagventil
verbunden sind, wobei die Verbindung zwischen den Steuermitteln und den Räumen angeordnet
ist und wobei das Rückschlagventil einen Druckmittelfluss von dem Vorratsraum zu dem
Steuerraum sperrt.
[0022] Somit wird verhindert, dass der Vorratsraum mit der Druckmittelversorgungseinrichtung
in Betriebsphasen der Brennkraftmaschine kommuniziert, in denen keine Phasenverstellung
stattfindet, der Systemdruck aber trotzdem abfällt. Somit werden das Druckmittelvolumen
und der Druck in dem Vorratsraum auf einem hohen Wert gehalten.
[0023] Dabei kann eine Vorratsleitung vorgesehen sein, die die Druckmittelversorgungseinrichtung
mit dem Vorratsraum verbindet und eine Steuerleitung vorgesehen sein, die den Steuerraum
mit einer Druckquelle verbindet.
[0024] Des Weiteren kann das Steuermittel als ein einziges Wegeventil ausgebildet sein,
das je einen Anschluss für die Vorratsleitung, die Steuerleitung, den Steuerraum,
den Vorratsraum und den Tank aufweist. Dadurch wird die Anzahl der Bauteile und der
Regelaufwand während des Betriebs der Brennkraftmaschine verringert.
[0025] Alternativ kann das Steuermittel zumindest ein erstes Wegeventil umfassen, welches
in der Steuerleitung angeordnet ist. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Steuermittel
weiterhin ein zweites Wegeventil umfassen, welches in der Vorratsleitung angeordnet
ist. Dabei können die Wegeventile beispielsweise als Schalt oder Proportionalventile
ausgebildet sein. Alternativ können die Steuermittel weiterhin ein entsperrbares Rückschlagventil
umfassen, welches in der Vorratsleitung angeordnet ist.
[0026] Vorteilhafterweise kann in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwischen dem Steuerraum
und der Druckquelle ein Rückschlagventil vorgesehen sein, welches einen Druckmittelstrom
von dem Steuerraum in Richtung der Druckquelle sperrt. Somit wird das in dem Steuerraum
befindliche Druckmittelvolumen bis zu dessen Verbindung mit einem Tank eingeschlossen.
Dadurch wird das verlagerbare Element in der ausgelenkten Position gehalten, selbst
wenn der Systemdruck abfällt und damit ein ungewolltes Entleeren des Vorratsraums
verhindert.
[0027] In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein dass zwischen dem Vorratsraum
und der Druckmittelversorgungseinrichtung ein Rückschlagventil vorgesehen ist, welches
einen Druckmittelstrom von der Druckmittelversorgungseinrichtung in Richtung des Vorratsraums
sperrt. Dadurch wird verhindert, dass Druckspitzen, die in der Stelleinrichtung generierte
werden, in den Druckspeicher übertragen werden. Somit stützt sich das während einer
Druckspitze aus der Druckkammer der Stelleinrichtung zurückfließende Druckmittel auf
dem Rückschlagventil ab, wodurch die hydraulische Steifigkeit der Vorrichtung erhöht
und somit die Verstellgeschwindigkeit erhöht und die Momentübertragung von der Kurbelwelle
auf die Nockenwelle verbessert wird.
[0028] Die Druckunterstützung des Druckspeichers kann also durch einfaches Schalten von
einem oder mehreren Steuermittel aktiviert werden. Dabei wird das Druckmittelvolumen
bereitgestellt, welches in den Betriebsphasen der Brennkraftmaschine, in denen die
Phasenlage konstant gehalten wird, in dem Vorratsraum gesammelt wird. Dabei entspricht
der vom Druckspeicher bereitgehaltene Druck je nach Ausführungsform entweder dem aktuellen
Systemdruck multipliziert mit einem Faktor, der bis zu 1+A
2/A
1 betragen kann oder einem maximalen Systemdruck, der während der Befüllphase vorhanden
ist, multipliziert mit dem selben Faktor. Der volle Faktor 1+A
2/A
1 liegt immer dann vor, wenn die volle Speicherkapazität des Kraftspeichers noch nicht
ausgeschöpft wurde, das Federelement noch nicht auf Block komprimiert ist bzw. der
Druckkolben noch an den Anschlägen anliegt.
[0029] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das verlagerbare Element
eine dritte Druckfläche aufweist, die einen Gegendruckraum zumindest teilweise begrenzt,
wobei eine Druckmittelbeaufschlagung des Gegendruckraums das verlagerbare Element
in die entgegengesetzte Richtung verlagert, wie eine Druckmittelbeaufschlagung des
Steuerraums oder des Vorratsraums. Somit wird der vom Druckspeicher zur Verfügung
stellbare Druck nochmals erhöht, da sich nun die von dem Kraftspeicher auf das verlagerbare
Element ausgeübte Kraft um die von dem Druck, der gegen die dritte Druckfläche wirkt,
hervorgerufene Kraft erhöht wird.
[0030] Die Druckunterstützung des Druckspeichers kann bei jedem Phasenverstellvorgang genutzt
werden. Zu diesem Zweck werden immer dann die Steuermittel (Wegeventile und/oder entsperrbare
Rückschlagventile) in die Position gebracht, in der der Vorratsraum entleert wird,
wenn eine Phasenverstellung angefordert wird. In den Betriebsphasen zwischen den Phasenverstellanforderungen
kann sich der Druckspeicher befüllen.
[0031] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Druckunterstützung des Druckspeichers
bedarfsabhängig zuzuschalten. Detektiert die Motorsteuerung, dass der von der Druckmittelpumpe
gelieferte Druck oder Volumenstrom für die Phasenverstellung nicht ausreicht, so gibt
sie die Druckunterstützung durch den Druckspeicher frei. Dieses Vorgehen verlängert
die Zeiten, in denen der Druckspeicher befüllt werden kann und somit die Performance
des Druckspeichers während der Druckunterstützung.
[0032] Alternativ kann vorgesehen sein die Druckunterstützung des Druckspeichers lediglich
als "boost"-Funktion für kritische Verstellvorgänge zu nutzen, die beispielsweise
einen hohen Volumenstrom oder eine hohe Verstellgeschwindigkeit benötigen. Detektiert
die Motorsteuerung, dass ein derartiger kritischer Verstellvorgang eingeleitet werden
soll, so schaltet diese die Druckunterstützung durch geeignete Einstellung der Steuermittel
frei.
[0033] Ebenso denkbar ist es die Steuermittel einteilig mit einem Steuerventil auszubilden,
welches den Druckmittelfluss zu und von den Druckkammern der Stelleinrichtung steuert.
[0034] In einer Konkretisierung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Verhältnis zwischen
dem minimalen Durchflussquerschnitt zwischen dem Steuerraum und dem Tank und dem minimalen
Durchflussquerschnitt zwischen dem Vorratsraum und der Stelleinrichtung größer ist,
als das Verhältnis zwischen dem Flächeninhalt der zweiten Druckfläche und dem Flächeninhalt
der ersten Druckfläche.
[0035] Vorteilhafterweise entspricht das maximale Volumen des Vorratsraums zumindest dem
zweifachen des Volumens der für eine Phasenverstellung von einermaximalen Spätstellung
zu einer maximalen Frühstellung benötigt wird.
[0036] Der Druckspeicher kann beispielsweise in die Druckmittelleitung zwischen der Druckmittelpumpe
und dem Steuerventil münden.
[0037] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Druckspeicher in eine der Druckmittelleitungen
mündet, die einen der Arbeitsanschlüsse des Steuerventils mit einer Gruppe von Druckkammern
verbindet. Zusätzlich kann in dieser Ausführungsform ein zweiter Druckspeicher vorgesehen
sein, der in die Druckmittelleitung mündet, die den anderen Arbeitsanschluss des Steuerventils
mit der anderen Gruppe von Druckkammern verbindet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0038] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung vereinfacht dargestellt
sind. Es zeigen:
- Figur 1
- nur sehr schematisch eine Brennkraftmaschine,
- Figur 2a
- einen Längsschnitt durch die Stelleinrichtung
- Figur 2b
- einen Querschnitt durch eine Stelleinrichtung,
- Figur 3
- eine erste erfindungsgemäße Ausführungsform einer Vorrichtung,
- Figur 4-12
- weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen einer Vorrichtung.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0039] In Figur 1 ist eine Brennkraftmaschine 1 skizziert, wobei ein auf einer Kurbelwelle
2 sitzender Kolben 3 in einem Zylinder 4 angedeutet ist. Die Kurbelwelle 2 steht in
der dargestellten Ausführungsform über je einen Zugmitteltrieb 5 mit einer Einlassnockenwelle
6 bzw. Auslassnockenwelle 7 in Verbindung, wobei eine erste und eine zweite Vorrichtung
10 für eine Relativdrehung zwischen Kurbelwelle 2 und den Nockenwellen 6, 7 sorgen
können. Die Vorrichtungen 10 umfassen jeweils eine hydraulische Stelleinrichtung 10a,b,c
und eine Druckmittelversorgungseinrichtung 37. Nocken 8 der Nockenwellen 6, 7 betätigen
ein oder mehrere Einlassgaswechselventile 9a bzw. ein oder mehrere Auslassgaswechselventile
9b. Ebenso kann vorgesehen sein nur eine der Nockenwellen 6, 7 mit einer Vorrichtung
10 auszustatten, oder nur eine Nockenwelle 6, 7 vorzusehen, welche mit einer Vorrichtung
10 versehen ist.
[0040] Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10,
mit Stelleinrichtungen 10a,b,c einer Druckmittelversorgungseinrichtung 37 und einem
Druckspeicher 43. Die Figuren 2a und 2b zeigen eine Stelleinrichtung 10a,b,c im Längsschnitt
bzw. im Querschnitt.
[0041] Die Stelleinrichtung 10a,b,c weist ein als Außenrotor 22 ausgebildetes Antriebselement
und ein als Innenrotor 23 ausgebildetes Abtriebselement auf. Der Außenrotor 22 weist
ein Gehäuse 22a und zwei Seitendeckel 24, 25 auf, die an den axialen Seitenflächen
des Gehäuses 22a angeordnet sind. Der Innenrotor 23 ist in Form eines Flügelrades
ausgeführt und weist ein im Wesentlichen zylindrisch ausgeführtes Nabenelement 26
auf, von dessen äußerer zylindrischer Mantelfläche sich in der dargestellten Ausführungsform
fünf Flügel 27 in radialer Richtung nach außen erstrecken. Die Flügel 27 sind separat
zum Innenrotor 23 ausgebildet und in Flügelnuten 28 angeordnet, die an dem Nabenelement
26 ausgebildeten sind. Die Flügel 27 werden mittels Flügelfedern 27a, die zwischen
den Nutgründen der Flügelnuten 28 und den Flügeln 27 angeordnet sind, radial nach
außen mit einer Kraft beaufschlagt.
[0042] Ausgehend von einer äußeren Umfangswand 29 des Gehäuses 22a erstrecken sich mehrere
Vorsprünge 30 radial nach innen. In der dargestellten Ausführungsform sind die Vorsprünge
30 einteilig mit der Umfangswand 29 ausgebildet. Der Außenrotor 22 ist mittels radial
innen liegender Umfangswände der Vorsprünge 30 relativ zu dem Innenrotor 23 drehbar
auf diesem gelagert.
[0043] An einer äußeren Mantelfläche der Umfangswand 29 ist ein Kettenrad 21 angeordnet,
mittels welchem über einen nicht dargestellten Kettentrieb Drehmoment von der Kurbelwelle
2 auf den Außenrotor 22 übertragen werden kann.
[0044] Je einer der Seitendeckel 24, 25 ist an einer der axialen Seitenflächen des Gehäuses
22a angeordnet und drehfest an diesem fixiert. Zu diesem Zweck ist in jedem Vorsprung
30 eine Axialöffnung vorgesehen, die von einem Befestigungselement 32, beispielsweise
einer Schraube, durchgriffen wird, welches zur drehfesten Fixierung der Seitendeckel
24, 25 an dem Gehäuse 22a dient.
[0045] Innerhalb der Stelleinrichtung 10a,b,c ist zwischen jeweils zwei in Umfangsrichtung
benachbarten Vorsprüngen 30 ein Hohlraum 33 ausgebildet. Jeder der Hohlräume 33 wird
in Umfangsrichtung von gegenüberliegenden, im Wesentlichen radial verlaufenden Begrenzungswänden
34 benachbarter Vorsprünge 30, in axialer Richtung von den Seitendeckeln 24, 25, radial
nach innen von dem Nabenelement 26 und radial nach außen von der Umfangswand 29 begrenzt.
In jeden der Hohlräume 33 ragt ein Flügel 27, wobei die Flügel 27 derart ausgebildet
sind, dass diese sowohl an den Seitendeckeln 24, 25, als auch an der Umfangswand 29
anliegen. Jeder Flügel 27 teilt somit den jeweiligen Hohlraum 33 in zwei gegeneinander
wirkende Druckkammern 35, 36.
[0046] Der Innenrotor 23 ist in einem definierten Winkelbreich drehbar zu dem Außenrotor
22. Der Winkelbereich wird in einer Drehrichtung des Innenrotors 23 dadurch begrenzt,
dass die Flügel 27 an je einer korrespondierenden Begrenzungswand 34 (Frühanschlag
34a) der Hohlräume 33 zum Anliegen kommen. Analog wird der Winkelbereich in der anderen
Drehrichtung dadurch begrenzt, dass die Flügel 27 an den anderen Begrenzungswänden
34 der Hohlräume 33, die als Spätanschlag 34b dienen, zum Anliegen kommen.
[0047] Durch Druckbeaufschlagung einer Gruppe von Druckkammern 35, 36 und Druckentlastung
der anderen Gruppe kann die Phasenlage des Außenrotors 22 zum Innenrotor 23 variiert
werden. Durch Druckbeaufschlagung beider Gruppen von Druckkammern 35, 36 kann die
Phasenlage der beiden Rotoren 22, 23 zueinander konstant gehalten werden. Alternativ
kann vorgesehen sein, keine der Druckkammern 35, 36 während Phasen konstanter Phasenlage
mit Druckmittel zu beaufschlagen. Als hydraulisches Druckmittel wird üblicherweise
das Schmieröl der Brennkraftmaschine 1 verwendet.
[0048] Zur Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfuhr von den Druckkammern 35, 36 ist eine
Druckmittelversorgungseinrichtung 37 vorgesehen, die in Figur 3 dargestellt ist. Die
Druckmittelversorgungseinrichtung 37 umfasst eine Druckquelle, die als Druckmittelpumpe
38 ausgeführt ist, einen Tank 39, ein Steuerventil 40 und mehrere Druckmittelleitungen
41. Das Steuerventil 40 weist einen Zulaufanschluss P, einen Tankanschluss T und zwei
Arbeitsanschlüsse A, B auf. Jeweils eine der Druckmittelleitung 41 verbindet die Druckmittelpumpe
38 mit dem Zulaufanschluss P, den ersten Arbeitsanschluss A mit der ersten Druckkammer
35, den zweiten Arbeitsanschluss B mit der zweiten Druckkammer 36 und den Tankanschluss
T mit dem Tank 39. Somit kann Druckmittel von der Druckmittelpumpe 38 über die Druckmittelleitung
41 zu dem Zulaufanschluss P des Steuerventils 40 gelangen.
[0049] In einer ersten Stellung des Steuerventils 40 ist der Zulaufanschluss P mit den ersten
Druckkammern 35 verbunden, während die zweiten Druckkammern 36 mit dem Tank 39 verbunden
sind.
[0050] In einer zweiten Stellung des Steuerventils 40 ist vorgesehen, dass keine der Druckkammern
35, 36 mit dem Tank 39 und dem Zulaufanschluss P kommuniziert.
[0051] In einer dritten Stellung des Steuerventils 40 ist der Zulaufanschluss P mit den
zweiten Druckkammern 36 verbunden, während die ersten Druckkammern 35 mit dem Tank
39 verbunden sind.
[0052] Während des Betriebs der Brennkraftmaschine 1 wirkt auf die Nockenwelle 6, 7 ein
Wechselmoment, welches durch das Abwälzen der Nocken 8 auf Nockenfolgern hervorgerufen
wird. Dabei wirkt die Kraft von Ventilfedern bis zur vollständigen Öffnung des Gaswechselventils
bremsend auf die Nockenwelle 6, 7 ein. Anschließend wird die Nockenwelle 6, 7 durch
die Kraft der Ventilfedern beschleunigt. Als Konsequenz werden innerhalb der Stelleinrichtung
10a,b,c Druckspitzen erzeugt, die dazu führen, dass die mit dem Zulaufanschluss P
verbundene Druckkammern 35, 36 gegen die Druckmittelpumpe 38 entleert werden, was
zu einer erheblichen Verringerung der Verstellgeschwindigkeit führt. Um dies zu verhindern
ist in der Druckmittelleitung 41, die die Druckmittelpumpe 38 mit dem Steuerventil
40 verbindet, ein Rückschlagventil 42a vorgesehen. Das Rückschlagventil 42a verhindert
ein Zurückströmen des Druckmittels von den Druckkammern 35, 36 über das Steuerventil
40 zur Druckmittelpumpe 38. Die Druckspitzen stützen sich auf dem Rückschlagventil
42a ab, wodurch eine ungewollte Entleerung der Druckkammern 35, 36 effektiv verhindert
wird und somit die Steifigkeit der Momentübertragung und die Verstellgeschwindigkeit
erhöht wird.
[0053] Die Verstellgeschwindigkeit der Stelleinrichtungen 10a,b,c ist abhängig von dem bereitgestellten
Druck, bzw. dem bereitgestellten Druckmittelvolumenstrom der Druckmittelpumpe 38.
Der bereitgestellte Druck, bzw. der bereitgestellte Druckmittelvolumenstrom sind ihrerseits
von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, beispielsweise von der Drehzahl der Brennkraftmaschine
1 und der Druckmitteltemperatur. Um die geforderte Verstellgeschwindigkeit selbst
bei ungünstigsten Verhältnissen, wie beispielsweise hohe Druckmitteltemperaturen und
oder niedrigen Drehzahlen zu gewährleisten, muss die Druckmittelpumpe 38 dementsprechend
ausgelegt werden. Dies führt dazu, dass Druckmittelpumpen 38 Einsatz finden, die auf
die Spitzenanforderungen der Stelleinrichtung 10a,b,c ausgelegt sind und somit während
der meisten Betriebsphasen der Brennkraftmaschine 1 zu groß dimensioniert sind. Alternativ
können auch regelbare Druckmittelpumpen 38 Einsatz finden, die bedarfsgerecht Druckmittel
zur Verfügung stellen. In beiden Fällen wirkt sich der erhöhte Aufwand negativ auf
die Kosten und den Kraftstoffverbrauch der Brennkraftmaschine 1 aus.
[0054] Um diese Nachteile zu vermeiden, ist in der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 ein
Druckspeicher 43 vorgesehen. Der Druckspeicher 43 umfasst ein als Druckkolben 45 ausgeführtes
verlagerbares Element, welches innerhalb eines Druckbehälters 44 gegen die Kraft eines
Kraftspeichers verschoben werden kann. In der dargestellten Ausführungsform ist der
Kraftspeicher als Federelement 46 ausgeführt. Denkbar sind allerdings auch andere
Arten von Kraftspeichern, wie beispielsweise geeignet geformte Elastomerkörper oder
gasbefüllte Blasen.
[0055] Der Druckkolben 45 weist zwei Druckflächen 47, 48 auf. Gemeinsam mit dem Druckbehälter
44 begrenzt die erste Druckfläche 47 einen Vorratsraum 49 und die zweite Druckfläche
48 einen Steuerraum 50. Dabei sind der Druckkolben 45 und der Druckbehälter 44 derart
ausgebildet, dass innerhalb des Druckspeichers 43 keine Verbindung zwischen den beiden
Räumen 49 und 50 besteht. In der dargestellten Ausführungsform wird zu diesem Zweck
der Verschiebweg des Druckkolbens 45 durch Anschläge 54 begrenzt
[0056] Der Vorratsraum 49 ist mittels einer Vorratsleitung 51 mit der Druckmittelversorgungseinrichtung
37 verbunden, wobei die Vorratsleitung 51 stromabwärts des Rückschlagventils 42a in
diese mündet.
[0057] Der Steuerraum 50 kann wahlweise mit einem Tank 39 oder mittels einer Steuerleitung
52 mit einer Druckquelle oder verbunden werden. In der dargestellten Ausführungsform
dient als Druckquelle die Druckmittelversorgungseinrichtung 37. Ebenfalls denkbar
ist aber, dass eine andere Druckquelle, wie beispielsweise die Druckmittelpumpe 38
eines Servoverbrauchers, bspw. der Servolenkung, genutzt wird. In diesem Fall wird
das von dem Steuerraum 50 abfließende Druckmittel nicht in den Tank 39 des Schmierölkreislaufes
der Brennkraftmaschine 1, sondern zu dem entsprechenden Tank 39 des Servoverbrauchers
geleitet.
[0058] Um den Druckmittelfluss zu und von dem Steuerraum 50 zu steuern ist ein Steuermittel
60 in Form eines ersten Wegeventils 53 vorgesehen. Das erste Wegeventil 53 weist einen
Druckanschluss P
1, einen Steuerraumanschluss A
1 und einen Ablaufanschluss T
1 auf. Der Druckanschluss P
1 ist mit der Druckquelle, in der dargestellten Ausführungsform über die Steuerleitung
52 mit der Druckmittelversorgungseinrichtung 37 verbunden. Der Steuerraumanschluss
A
1 ist mit dem Steuerraum 50 und der Ablaufanschluss T
1 mit dem Tank 39 verbunden. In einer ersten Steuerstellung des ersten Wegeventils
53 ist der Steuerraumanschluss A
1 mit dem Druckanschluss P
1 verbunden, während der Ablaufanschluss T
1 mit keinem der anderen Anschlüsse P
1, A
1 kommuniziert.
[0059] In einer zweiten Steuerstellung des ersten Wegeventils 53 ist der Steuerraumanschluss
A
1 mit dem Ablaufanschluss T
1 verbunden, während der Druckanschluss P
1 mit keinem der anderen Anschlüsse T
1, A
1 kommuniziert.
[0060] Zusätzlich kann ein weiteres Rückschlagventil 42b vorgesehen sein, welches in der
Steuerleitung 52 angeordnet ist und ein Rückströmen von Druckmittel von dem Steuerraum
50 zur Druckmittelversorgungseinrichtung 37 verhindert. Wird während des Betriebs
der Brennkraftmaschine 1 von der Motorsteuerung keine Verstellanforderung an die Vorrichtung
10 gerichtet, so befindet sich das Steuerventil 40 in der zweiten (mittleren) Stellung
und das erste Wegeventil 53 in der ersten Stellung. Folglich fließt kein Druckmittel
zu oder von der Stelleinrichtung 10a. Gleichzeitig gelangt Druckmittel sowohl über
die Vorratsleitung 51 in den Vorratsraum 49 als auch über die Steuerleitung 52 in
den Steuerraum 50. Das in den Vorratsraum 49 bzw. den Steuerraum 50 eingebrachte Druckmittel
wirkt auf die Druckfläche 47 bzw. die Druckfläche 48 wodurch der Druckkolben 45 in
Richtung der Anschläge 54 entgegen der Kraft des Federelements 46 verschoben wird,
so dass das Volumen sowohl des Steuerraums 50 als auch des Vorratsraums 49 zunimmt.
[0061] Sinkt der Druck in der Druckmittelversorgungseinrichtung 37, so sinkt in gleichem
Maße auch der Druck in dem Vorratsraum 49. Auf Grund des Druckgefälles zwischen dem
Steuerraum 50 und der Druckmittelversorgungseinrichtung 37 schließt das Rückschlagventil
42b in der Steuerleitung 52, wodurch ein Druckabfall in dem Steuerraum 50 und ein
Druckmittelabfluss aus diesem vermieden wird. Dies hat zur Folge, dass das Volumen
des Steuerraums 50 und des Vorratsraums 49 trotz des Druckabfalls in der Druckmittelversorgungseinrichtung
37 konstant bleibt. Dabei gilt für den Weg x, den der Druckkolben 45 aus seiner Ruhelage
ausgelenkt wurde:

wobei A
1 dem Flächeninhalt der ersten Druckfläche 47, A
2 dem Flächeninhalt der zweiten Druckfläche 48, P
max dem während der Befüllphase maximal auftretenden Systemdruck und D der Federkonstante
des Federelements 46 entspricht. Dabei ist der maximale Verschiebeweg durch die Anschläge
54 begrenzt. Unter der Ruhelage ist der Zustand des Druckkolbens 45 zu verstehen,
in der das Federelement 46 maximal entspannt ist.
[0062] Wird von dem Motorsteuergerät eine Phasenwinkelverstellung angefordert, so wird das
Steuerventil 40 in dessen erste bzw. dritte Stellung überführt. Somit gelangt Druckmittel
von der Druckmittelpumpe 38 zu den ersten bzw. zweiten Druckkammern 35, 36, wodurch
eine Phasenverstellung durch die Stelleinrichtung 10a,b,c hervorgerufen wird. Ist
der von der Druckmittelpumpe 38 geförderte Volumenstrom zu gering um die Verstellung
zu gewährleisten oder soll eine höhere Verstellgeschwindigkeit erreicht werden, so
wird das erste Wegeventil 53 in dessen zweite Steuerstellung überführt. In dieser
Steuerstellung ist der Steuerraum 50 mit einem Tank 39 verbunden. Das in dem Steuerraum
50 unter Druck stehende Druckmittel wird somit mit atmosphärischem Druck verbunden,
wodurch eine rapide Entleerung des Steuerraums 50 erfolgt. Gleichzeitig wird der Vorratsraum
49 in die Druckmittelversorgungseinrichtung 37 entleert. Erfolgt die Druckmittelentleerung
des Steuerraums 50 derart schnell, dass sich der Druckkolben 45 ausschließlich über
die erste Druckfläche 47 gegenüber dem Vorratsraum 49 abstützt, so wirkt die gesamte
Kraft des Federelements 46 lediglich auf den Vorratsraum 49. Somit gilt für den Druck
p in dem Vorratsraum 49 zu Beginn des Entleervorgangs:

[0063] Solange der Druckkolben 45 noch nicht vollständig ausgelenkt wurde, also nicht an
den Anschlägen 54 anliegt.
[0064] Da das Rückschlagventil 42a in der Druckmittelleitung 41 stromaufwärts der Vorratsleitung
51 angeordnet ist, ist sichergestellt, dass der gesamte Druck p und das gesamte Volumen
des Vorratsraum 49 der Stelleinrichtung 10a zur Verfügung steht und nicht in Ölgalerie
der Brennkraftmaschine 1 abfließt. Somit steht nicht nur, wie in Anwendungen mit konventionellen
Druckspeichern, der aktuelle Systemdruck oder der maximale Befülldruck zur Verfügung,
sondern ein um den Faktor 1+A
2/A
1 erhöhter Druck. Die Druckmittelversorgungseinrichtung 37 kann somit durch Einstellen
der zweiten Steuerstellung an dem ersten Wegeventil 53 eine Druckunterstützung erfahren.
Somit kann die Verstellgeschwindigkeit des Stelleinrichtung 10a bei gleicher Dimensionierung
signifikant erhöht bzw. die Stelleinrichtung 10a bei gleicher Verstellgeschwindigkeit
kleiner ausgeführt werden, ohne die Nachteile einer überdimensionierten oder einer
geregelten Druckmittelpumpe 38 in Kauf nehmen zu müssen.
[0065] Ebenso denkbar sind Ausführungsformen, in denen auf die Anordnung eines Rückschlagventils
42b in der Steuerleitung 52 verzichtet wird. In Betriebsphasen der Brennkraftmaschine
1, in denn die Phasenlage konstant gehalten wird, füllt sich der Druckspeicher 43
analog der oben beschriebenen Ausführungsform. Sinkt der Systemdruck, so fließt Druckmittel
sowohl aus Vorratsraum 49 als auch aus dem Steuerraum 50 ab. Dies führt zu einem Druckabfall
in beiden Räumen 49, 50, was zu einer Verschiebung des Druckkolbens 45 in Richtung
seiner Ruhelage führt. Somit wird in dieser Ausführungsform sowohl das zur Phasenverstellung
bereitstellbare Druckmittelvolumen als auch der bereitstellbare Druck im Vorratsraum
49 abgesenkt. Trotzdem findet die Druckerhöhung im Vorratsraum 49 statt, wenn das
erste Wegeventil 53 in die zweite Schaltstellung überführt wird. In diesem Fall gilt
für den bereitgestellten Druck p bei noch nicht vollständig ausgelenktem Druckkolben
45:

wobei p
sys dem bei Beginn der Druckunterstützung herrschenden Systemdruck entspricht. Denkbar
ist der Einsatz dieser Ausführungsform in Brennkraftmaschinen 1 in denen der benötigte
Spitzensystemdruck nur geringfügig oberhalb der Kapazität der Druckmittelpumpe 38
liegt. In diesem Fall kann auf das Rückschlagventil 42b in der Steuerleitung 52 verzichtet
werden, wodurch die Kosten sinken.
[0066] Um die Druckerhöhung zu realisieren muss für das Verhältnis des Druckmittelstroms
aus dem Steuerraum 50 zu dem Druckmittelstrom aus dem Vorratsraum 49 Q
D/Q
V 
gelten. Um dies zu erreichen ist vorgesehen, dass für den minimalen Durchflussquerschnitt
zwischen dem Steuerraum 50 und dem Tank 39 A
D 
gilt, wobei A
V dem minimalen Durchflussquerschnitt zwischen dem Vorratsraum 49 und der Stelleinrichtung
10a bzw. der Stelleinrichtung 10a und dem Tank 39 entspricht.
[0067] Ebenfalls denkbar ist, dass neben der ersten Stelleinrichtung 10a auch eine oder
mehrere weitere Stelleinrichtung 10b, 10c durch die Druckmittelversorgungseinrichtung
37 über weitere Druckmittelleitungen 41 und weitere Steuerventile 40 gesteuert werden
können. Dabei kann die weitere Stelleinrichtung 10b ebenfalls von dem Druckspeicher
43 profitieren. Zu diesem Zweck liegt der Abzweig, der zu dieser Stelleinrichtung
10b führt, in Strömungsrichtung hinter dem Rückschlagventil 42a.
[0068] Soll der Druckspeicher 43 lediglich die erste Stelleinrichtung 10a unterstützten,
so ist der Abzweig zur weiteren Stelleinrichtung 10c in Strömungsrichtung vor dem
Rückschlagventil 42a anzuordnen.
[0069] Um die Funktionsfähigkeit des Druckspeichers 43 zu gewährleisten ist eine Entlüftung
46a des Federraums zum Tank 39 vorgesehen.
[0070] Ebenso denkbar ist es, das Rückschlagventil 42a stromabwärts der Abzweigung zur Vorratsleitung
51 anzuordnen (Figur 4). In diesem Fall erfolgt die Abstützung der Druckspitzen zwischen
der Stelleinrichtung 10a,b und dem Abzweig zur Vorratsleitung 51. Die Druckspitzen
können somit den Druckspeicher 43 nicht erreichen, wodurch eine steifere Momentübertragung
durch die Stelleinrichtung 10a,b erreicht wird.
[0071] Ebenfalls denkbar ist der Einsatz jeweils eines Rückschlagventils 42a in der Druckmittelleitung
41 stromaufwärts und stromabwärts der Abzweigung zur Vorratsleitung 51 (Figur 5).
Hierbei wird sowohl eine steife Momentübertragung durch die Stelleinrichtung 10a,b
erreicht als auch verhindert, dass der Druck, bzw. das Druckmittevolumen des Vorratsraums
49 in die Ölgalerie der Brennkraftmaschine 1 abfließt.
[0072] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 ist in Figur 6
dargestellt. Im Unterschied zu der in Figur 3 dargestellten Ausführungsform ist in
dieser Ausführungsform ein zusätzliches Rückschlagventil 42c in der Vorratsleitung
51 angeordnet. Dieses Rückschlagventil 42c verhindert einen Druckmittelfluss von der
Druckmittelversorgungseinrichtung 37 zu dem Vorratsraum 49, wodurch in den Stelleinrichtungen
10a,b,c generierte Druckspitzen nicht bis zu dem Vorratsraum 49 des Druckspeichers
43 vordringen können, sondern sich auf dem Rückschlagventil 42c abstützten. Somit
wird die hydraulische Steifigkeit der Vorrichtung 10 analog der Ausführungsform aus
Figur 5 erhöht.
[0073] Um den Vorratsraum 49 des Druckspeichers 43 zu befüllen, ist eine Verbindungsleitung
55 vorgesehen, die einerseits zwischen der Druckmittelversorgungseinrichtung 37 und
dem ersten Wegeventil 53 in die Steuerleitung 52 und andererseits zwischen dem Rückschlagventil
42c und dem Vorratsraum 49 in die Vorratsleitung 51 mündet. Dabei kann in der Verbindungsleitung
55 ein zusätzliches Rückschlagventil 42d angeordnet sein, dass verhindert, dass Druckmittel
aus dem Vorratsraum 49 zwischen der Druckmittelpumpe 38 und dem Rückschlagventil 42a
in die Druckmittelversorgungseinrichtung 37 fließt.
[0074] In einer leichten Abwandlung der Ausführungsform könnten auch das Rückschlagventil
42b und/ oder die gesamte Druckmittelleitung 41, in der das Rückschlagventil 42a angeordnet
ist, zwischen den Mündungspunkten des Druckspeichers 43 entfallen.
[0075] In den Figuren 7 bis 11 sind weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen einer Vorrichtung
10 dargestellt. In diesen Ausführungsformen sind sowohl in der Steuerleitung 52 als
auch in der Vorratsleitung 51 Steuermittel 60 vorgesehen, die den Durchfluss von Druckmittel
zumindest in eine Richtung sperren können.
[0076] In der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform ist ein einziges Steuerventil in
Form eines Wegeventils 56 vorgesehen. Das Wegeventil 56 weist einen Druckanschluss
P
1, einen Steuerraumanschluss A
1, einen Vorratsanschluss V
1, einen Vorratsraumanschluss B
1 und einen Ablaufanschluss T
1 auf. Der Druckanschluss P
1 und der Vorratsanschluss V
1 sind mit der Druckquelle, in der dargestellten Ausführungsform über die Steuerleitung
52 bzw. die Vorratsleitung 51 mit der Druckmittelversorgungseinrichtung 37, verbunden.
Der Steuerraumanschluss A
1 ist mit dem Steuerraum 50, der Vorratsraumanschluss B
1 mit dem Vorratsraum 49 und der Ablaufanschluss T
1 mit dem Tank 39 verbunden.
[0077] Des Weiteren ist eine Verbindungsleitung 55 vorgesehen, die einerseits zwischen dem
Wegeventil 56 und dem Steuerraum 50 in die Steuerleitung 52 und andererseits zwischen
dem Wegeventil 56 und dem Vorratsraum 49 in die Vorratsleitung 51 mündet. In der Verbindungsleitung
55 ist ein Rückschlagventil 42d angeordnet, welches einen Druckmittelfluss von der
Vorratsleitung 51 zur Steuerleitung 52 verhindert.
[0078] In einer ersten Steuerstellung des Wegeventils 56 ist lediglich der Steuerraumanschluss
A
1 mit dem Druckanschluss P
1 verbunden, während alle anderen Anschlüsse B
1, T
1, V
1 verschlossen sind.
[0079] In einer zweiten Steuerstellung des Wegeventils 56 kommuniziert der Vorratsanschluss
V
1 mit dem Vorratsraumanschluss B
1 und der Steuerraumanschluss A
1 mit dem Tankanschluss T
1, während der Druckanschluss P
1 mit keinem der anderen Anschlüsse A
1, B
1, T
1, V
1, kommuniziert.
[0080] Wird während des Betriebs der Brennkraftmaschine 1 von der Motorsteuerung keine Verstellanforderung
an die Vorrichtung 10 gerichtet, so befindet sich das Wegeventil 56 in der ersten
Steuerstellung. In diesem Zustand kann Druckmittel von der Druckmittelversorgungseinrichtung
37 über die Steuerleitung 52 und das Wegeventil 56 in den Steuerraum 50 gelangen.
Gleichzeitig wird ebenfalls der Vorratsraum 49 über die Verbindungsleitung 55 befüllt.
In diesem Zustand verhält sich der Druckspeicher 43 ähnlich zu dem in Figur 3 dargestellten
Druckspeicher 43. Der Druckkolben 45 wird gegen die Kraft des Federelements 46 verschoben
und die Räume 49, 50 mit Druckmittel befüllt. Sinkt der Druck der Druckmittelversorgungseinrichtung
37, so sinkt ebenfalls der Druck in dem Steuerraum 50. Der Vorratsraum 49 hält aber
den hohen Druckzustand bei, da er einerseits durch das Wegeventil 56 und andererseits
durch das Rückschlagventil 42d gegenüber der Druckmittelversorgungseinrichtung 37
isoliert ist. Somit behält der Druckspeicher 43 seinen befüllten Zustand bei.
[0081] Wird das Wegeventil 56 in den zweiten Steuerzustand überführt, so entleert sich einerseits
der Steuerraum 50 in den Tank 39 und andererseits der Vorratsraum 49 in die Druckmittelversorgungseinrichtung
37. Dieser Vorgang verläuft analog zur ersten Ausführungsform (Figur 3).
[0082] Figur 8 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform, die sich von der vorangegangenen
Ausführungsform lediglich durch die Anordnung des Rückschlagventils 42a unterscheidet.
Dabei ist das Rückschlagventil 42a analog zur Ausführungsform aus Figur 4 angeordnet.
Denkbar ist auch eine Ausführungsform analog Figur 5 mit zwei Rückschlagventilen 42a,
jeweils einem stromaufwärts und stromabwärts der Vorratsleitung 51.
[0083] Die Figuren 9 bis 11 zeigen weitere erfindungsgemäße Vorrichtungen 10, die im Wesentlichen
denen aus Figur 7 und 8 gleichen. Im Unterschied zu diesen sind die in den Figuren
9 bis 11 dargestellten Vorrichtungen 10 statt mit einem einzigen Steuermittel 60 (in
der dargestellten Ausführungsform mit einem einzigen Wegeventil 56) mit zwei Steuermitteln
60 versehen. Dabei steuert das erste Steuermittel 60 die Kommunikation zwischen der
Druckmittelversorgungseinrichtung 37 und dem Vorratsraum 49, während das zweite Steuermittel
60 die Kommunikation zwischen der Druckmittelversorgungseinrichtung 37, dem Steuerraum
50 und dem Tank 39 steuert.
[0084] In der in Figur 9 dargestellten Ausführungsform ist das erste Steuermittel 60 als
entsperrbares Rückschlagventil 42e ausgebildet, das in einer ersten Steuerstellung
einen Druckmittelfluss von der Druckmittelversorgungseinrichtung 37 zum Vorratsraum
49 zulässt, einen entgegengesetzten Druckmittelstrom aber unterbindet. In der zweiten
Steuerstellung werden die Druckmittelflüsse in beide Richtungen zugelassen.
[0085] Das zweite Steuermittel 60 ist in diesem Fall das in der ersten Ausführungsform dargestellte
erste Wegeventil 53.
[0086] Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Figur 9 zeigt Figur 10 eine Ausführungsform,
in der das entsperrbare Rückschlagventil 42e durch ein zweites Wegeventil 57, in der
speziellen Ausführungsform ein 2/2-Wegeventil, ersetzt ist. In einer ersten Steuerstellung
lässt das zweite Wegeventil 57 keinen Druckmittelfluss zwischen der Druckmittelversorgungseinrichtung
37 und dem Vorratsraum 49 zu. In einer zweiten Steuerstellung kann das Druckmittel
in beide Richtungen fließen.
[0087] Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß Figur 10 zeigt Figur 11 eine Ausführungsform,
in der das erste Wegeventil 53 dahingehend modifiziert wurde, dass in der ersten Steuerstellung
lediglich ein Druckmittelfluss von der Druckmittelversorgungseinrichtung 37 in Richtung
des Steuerraums 50 zugelassen wird, wohingegen ein entgegengesetzter Druckmittelfluss
in dem ersten Wegeventil 53 unterbunden wird.
[0088] Figur 12 zeigt einen weiteren Aspekt der Erfindung, der anhand der in Figur 6 dargestellten
Ausführungsform erläutert wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser
Aspekt in allen vorangegangenen Ausführungsformen Einsatz finden kann. Die Vorrichtung
10 unterscheidet sich von der in Figur 6 gezeigten Vorrichtung 10 dadurch, dass die
Verbindungsleitung 55 zwischen dem ersten Wegeventil 53 und dem Steuerraum 50 in die
Steuerleitung 52 mündet und dass keine Entlüftung 46a des Federraums vorgesehen ist.
Der Federraum ist vielmehr als Gegendruckraum 58 ausgestattet, der mit Druckmittel
befüllt werden kann.
[0089] Das erste Wegeventil 53 ist in dieser Ausführungsform mit einem zusätzlichen Gegendruckanschluss
G versehen, welcher mit dem Gegendruckraum 58 kommuniziert.
[0090] In einer ersten Steuerstellung des ersten Wegeventils 53 ist der Steuerraumanschluss
A
1 mit dem Druckanschluss P
1 verbunden, während der Gegendruckanschluss G mit dem Ablaufanschluss T
1 kommuniziert.
[0091] In einer zweiten Steuerstellung des ersten Wegeventils 53 ist der Steuerraumanschluss
A
1 mit dem Ablaufanschluss T
1 verbunden, während der Druckanschluss P
1 mit dem Gegendruckanschluss G kommuniziert.
[0092] Befindet sich das erste Wegeventil 53 in der ersten Steuerstellung treten keine Änderungen
gegenüber der Ausführungsform aus Figur 6 auf. In der zweiten Steuerstellung wird
allerdings zusätzlich Druckmittel in den Gegendruckraum 58 geleitet. Dieses beaufschlagt
eine dritte Druckfläche 59 des Druckkolbens 45 mit einer Kraft, die in die gleiche
Richtung, wie das Federelement 46 wirkt. Dadurch wird der Druck in dem Vorratsraum
49 zusätzlich erhöht.
[0093] In sämtlichen dargestellten Ausführungsformen mündet der Druckspeicher 43 mit der
Druckmittelleitung 41, die die Druckmittelpumpe 38 mit dem bzw. den Steuerventilen
40 verbindet. Ebenso denkbar sind Ausführungsformen, in denen der oder die Druckspeicher
43 in die Druckmittelleitungen 41 mündet, die das bzw. die Steuerventile 40 mit den
Stelleinrichtungen 10a,b verbindet.
[0094] Neben dem Einsatz des Druckspeicher 43 in Anwendungen zur variablen Einstellungen
der Steuerzeiten einer Brennkraftmaschine 1 kann der Druckspeicher 43 auch in anderen
Fahrzeuganwendungen Einsatz finden, beispielsweise bei schaltbaren Nockenfolgern oder
in Anwendungen in automatisierten Getrieben.
Bezugszeichen
[0095]
- 1
- Brennkraftmaschine
- 2
- Kurbelwelle
- 3
- Kolben
- 4
- Zylinder
- 5
- Zugmitteltrieb
- 6
- Einlassnockenwelle
- 7
- Auslassnockenwelle
- 8
- Nocken
- 9a
- Einlassgaswechselventil
- 9b
- Auslassgaswechselventil
- 10
- Vorrichtung
- 10a
- erste Stelleinrichtung
- 10b,c
- weitere Stelleinrichtung
- 21
- Kettenrad
- 22
- Außenrotor
- 22a
- Gehäuse
- 23
- Innenrotor
- 24
- Seitendeckel
- 25
- Seitendeckel
- 26
- Nabenelement
- 27
- Flügel
- 27a
- Flügelfedem
- 28
- Flügelnuten
- 29
- Umfangswand
- 30
- Vorsprung
- 32
- Befestigungselement
- 33
- Hohlraum
- 34
- Begrenzungswand
- 34a
- Frühanschlag
- 34b
- Spätanschlag
- 35
- erste Druckkammer
- 36
- zweite Druckkammer
- 37
- Druckmittelversorgungseinrichtung
- 38
- Druckmittelpumpe
- 39
- Tank
- 40
- Steuerventil
- 41
- Druckmittelleitung
- 42a
- Rückschlagventil
- 42b
- Rückschlagventil
- 42c
- Rückschlagventil
- 42d
- Rückschlagventil
- 42e
- entsperrbares Rückschlagventil
- 43
- Druckspeicher
- 44
- Druckbehälter
- 45
- Druckkolben
- 46
- Federelement
- 46a
- Entlüftung
- 47
- erste Druckfläche
- 48
- zweite Druckfläche
- 49
- Vorratsraum
- 50
- Steuerraum
- 51
- Vorratsleitung
- 52
- Steuerleitung
- 53
- erstes Wegeventil
- 54
- Anschlag
- 55
- Verbindungsleitung
- 56
- Wegeventil
- 57
- zweites Wegeventil
- 58
- Gegendruckraum
- 59
- dritte Druckfläche
- 60
- Steuermittel
- A
- erster Arbeitsanschluss
- B
- zweiter Arbeitsanschluss
- P
- Zulaufanschluss T Ablaufanschluss
- P1
- Druckanschluss
- T1
- Ablaufanschluss
- A1
- Steuerraumanschluss
- B1
- Vorratsraumanschluss
- V1
- Vorratsanschluss
- G
- Gegendruckanschluss
1. Vorrichtung (10) zur variablen Einstellung der Steuerzeiten von Gaswechselventilen
(9a,b) einer Brennkraftmaschine (1) mit
• einem Antriebselement (22), einem Abtriebselement (23), zumindest einer Druckkammer
(35, 36), einer Druckmittelversorgungseinrichtung (37) und zumindest einem Druckspeicher
(43),
• wobei mittels der Druckmittelversorgungseinrichtung (37) der mindestens einen Druckkammer
(35, 36) Druckmittel zugeführt oder von dieser abgeführt werden kann,
• wobei durch Druckmittelzufuhr zu bzw. Druckmittelabfluss von der Druckkammer (35
36) eine Phasenlage des Abtriebselements (23) relativ zum Antriebselement (22) veränderbar
ist,
• wobei der Druckspeicher (43) ein verlagerbares Element (45) aufweist, das mit einer
erste Druckfläche (47) versehen ist, die einen Vorratsraum (49) teilweise begrenzt,
• wobei der Vorratsraum (49) mit der Druckmittelversorgungseinrichtung (37) verbunden
ist,
• wobei durch Druckbeaufschlagung des Vorratsraums (49) das verlagerbare Element (45)
gegen die Kraft eines Kraftspeichers (46) verschoben werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass
• das verlagerbare Element (45) mindestens eine zweite Druckfläche (48) aufweist,
die einen Steuerraum (50) teilweise begrenzt,
• wobei durch Druckbeaufschlagung des Steuerraums (50) das verlagerbare Element (45)
gegen die Kraft des Kraftspeichers (46) verschoben werden kann und
• wobei innerhalb des Druckspeichers (43) ein Druckmittelfluss von dem Vorratsraum
(49) in den Steuerraum (50) unterbunden ist.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerraum (50) während des Betriebs der Brennkraftmaschine (1) wahlweise mit
einer Druckquelle (38) oder einem Tank (39) verbunden werden kann.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerraum (50), ohne Umweg über einen Verbraucher, in einen Tank (39) entleert
werden kann.
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel (60) vorgesehen sind, wobei der Steuerraum (50) mittels der Steuermittel
(60) wahlweise mit einem Tank (39) oder der Druckquelle (38) verbunden werden kann.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel (60) vorgesehen sind,
• die in einem ersten Zustand einen Druckmittelfluss von dem Vorratsraum (49) zur
Druckmittelversorgungseinrichtung (37) sperren und einen Druckmittelfluss zu dem Vorratsraum
(49) und dem Steuerraum (50) zulassen und
• die in einem weiteren Zustand den Druckmittelfluss von dem Vorratsraum (49) zu der
Druckmittelversorgungseinrichtung (37) zulassen und eine Verbindung zwischen dem Steuerraum
(50) und einem Tank (39), ohne Umweg über einen Verbraucher, herstellen.
6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorratsleitung (51) vorgesehen ist, die die Druckmittelversorgungseinrichtung
(37) mit dem Vorratsraum (49) verbindet und eine Steuerleitung (52) vorgesehen ist,
die den Steuerraum (50) mit einer Druckquelle (38) verbindet.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuermittel (60) als ein einziges Wegeventil (56) ausgebildet ist, das je einen
Anschluss (A1, B1, P1, T1, V1,) für die Vorratsleitung (51), die Steuerleitung (52), den Steuerraum (50), den Vorratsraum
(49) und den Tank (39) aufweist.
8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (60) zumindest ein erstes Wegeventil (53) umfassen, welches in der
Steuerleitung (52) angeordnet ist.
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (60) weiterhin ein zweites Wegeventil (57) oder ein entsperrbares
Rückschlagventil (42e) umfassen, welches in der Vorratsleitung (51) angeordnet ist.
10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (60) weiterhin ein entsperrbares Rückschlagventil (42e) umfassen,
welches in der Vorratsleitung (51) angeordnet ist.
11. Vorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsraum (49) und der Steuerraum (50) über ein Rückschlagventil (42d) verbunden
sind, wobei die Verbindung zwischen den Steuermitteln (60) und den Räumen (49,50)
angeordnet ist und wobei das Rückschlagventil (42d) einen Druckmittelfluss von dem
Vorratsraum (49) zu dem Steuerraum (50) sperrt.
12. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Steuerraum (50) und der Druckquelle (38) ein Rückschlagventil (42b)
vorgesehen ist, welches einen Druckmittelstrom von dem Steuerraum (50) in Richtung
der Druckquelle (38) sperrt.
13. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Vorratsraum (49) und der Druckmittelversorgungseinrichtung (37) ein
Rückschlagventil (42c) vorgesehen ist, welches einen Druckmittelstrom von der Druckmittelversorgungseinrichtung
(37) in Richtung des Vorratsraums (49) sperrt.
14. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckmittelbeaufschlagung des Vorratsraums (49) das verlagerbare Element (45)
in die gleiche Richtung verlagert, wie eine Druckmittelbeaufschlagung des Steuerraums
(50).
15. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das verlagerbare Element (45) eine dritte Druckfläche (59) aufweist, die einen Gegendruckraum
(58) zumindest teilweise begrenzt, wobei eine Druckmittelbeaufschlagung des Gegendruckraums
(58) das verlagerbare Element (45) in die entgegengesetzte Richtung verlagert, wie
eine Druckmittelbeaufschlagung des Steuerraums (50) oder des Vorratsraums (49).
16. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen dem minimalen Durchflussquerschnitt zwischen dem Steuerraum
(50) und dem Tank (39) und dem minimalen Durchflussquerschnitt zwischen dem Vorratsraum
(49) und der Stelleinheit (10a,b) größer ist, als das Verhältnis zwischen dem Flächeninhalt
der zweiten Druckfläche (48) und dem Flächeninhalt der ersten Druckfläche (47).
17. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsraum (49) und der Steuerraum (50) innerhalb des Druckspeichers (43) nicht
miteinander kommunizieren.
18. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (60) als ein Wegeventil (53) ausgebildet sind.
1. Device (10) for variably adjusting the control times of gas exchange valves (9a,b)
of an internal combustion engine (1), having
• a drive input element (22), a drive output element (23), at least one pressure chamber
(35, 36), a pressure medium supply device (37) and at least one pressure accumulator
(43),
• with it being possible for pressure medium to be supplied to or discharged from
the at least one pressure chamber (35, 36) by means of the pressure medium supply
device (37),
• with it being possible for a phase position of the drive output element (23) relative
to the drive input element (22) to be varied by means of the supply of pressure medium
to or discharge of pressure medium out of the pressure chamber (35, 36),
• with the pressure accumulator (43) having a movable element (45) which is provided
with a first pressure surface (47) which partially delimits a store chamber (49),
• with the store chamber (49) being connected to the pressure medium supply device
(37),
• with it being possible by means of the pressurization of the store chamber (49)
for the movable element (45) to be moved counter to the force of a force store (46),
characterized in that
• the movable element (45) has at least one second pressure surface (48) which partially
delimits a control chamber (50),
• with it being possible by means of the pressurization of the control chamber (50)
for the movable element (45) to be moved counter to the force of the force store (46),
and
• with a pressure medium flow within the pressure accumulator (43) from the store
chamber (49) into the control chamber (50) being prevented.
2. Device (10) according to Claim 1, characterized in that, during the operation of the internal combustion engine (1), the control chamber
(50) can be selectively connected to a pressure source (38) or to a tank (39).
3. Device (10) according to Claim 1, characterized in that the control chamber (50) can be emptied into a tank (39) without diversion via a
consumer.
4. Device (10) according to Claim 2, characterized in that control means (60) are provided, with it being possible for the control chamber (50)
to be selectively connected to a tank (39) or to the pressure source (38) by the control
means (60).
5. Device (10) according to Claim 2,
characterized in that control means (60) are provided,
• which, in a first state, block a pressure medium flow from the store chamber (49)
to the pressure medium supply device (37) and permit a pressure medium flow to the
store chamber (49) and to the control chamber (50), and
• which, in a further state, permit the pressure medium flow from the store chamber
(49) to the pressure medium supply device (37) and produce a connection between the
control chamber (50) and a tank (39) without diversion via a consumer.
6. Device (10) according to Claim 5, characterized in that a store line (51) is provided which connects the pressure medium supply device (37)
to the store chamber (49), and a control line (52) is provided which connects the
control chamber (50) to a pressure source (38).
7. Device (10) according to Claim 6, characterized in that the control means (60) is designed as a single directional valve (56) which has in
each case one port (A1, B1, P1, T1, V1) for the store line (51), the control line (52), the control chamber (50), the store
chamber (49) and the tank (39).
8. Device (10) according to Claim 6, characterized in that the control means (60) comprise at least one first directional valve (53) which is
arranged in the control line (52).
9. Device (10) according to Claim 8, characterized in that the control means (60) also comprise a second directional valve (57) or a double
check valve (42e) which is arranged in the store line (51).
10. Device (10) according to Claim 8, characterized in that the control means (60) also comprise a double check valve (42e) which is arranged
in the store line (51).
11. Device (10) according to Claim 5, characterized in that the store chamber (49) and the control chamber (50) are connected via a check valve
(42d), with the connection being arranged between the control means (60) and the chambers
(49,50) and with the check valve (42d) blocking a pressure medium flow from the store
chamber (49) to the control chamber (50).
12. Device (10) according to Claim 1, characterized in that a check valve (42b) is provided between the control chamber (50) and the pressure
source (38), which check valve (42b) blocks a pressure medium flow from the control
chamber (50) in the direction of the pressure source (38).
13. Device (10) according to Claim 1, characterized in that a check valve (42c) is provided between the store chamber (49) and the pressure medium
supply device (37), which check valve (42c) blocks a pressure medium flow from the
pressure medium supply device (37) in the direction of the store chamber (49).
14. Device (10) according to Claim 1, characterized in that a pressurization of the store chamber (49) moves the movable element (45) in the
same direction as a pressurization of the control chamber (50).
15. Device (10) according to Claim 1, characterized in that the movable element (45) has a third pressure surface (59) which at least partially
delimits a counterpressure chamber (58), with a pressurization of the counterpressure
chamber (58) moving the movable element (45) in the opposite direction to a pressurization
of the control chamber (50) or of the store chamber (49).
16. Device (10) according to Claims 2 or 5, characterized in that the ratio between the minimum throughflow cross section between the control chamber
(50) and the tank (39) and the minimum throughflow cross section between the store
chamber (49) and the actuating unit (10a,b) is greater than the ratio between the
surface area of the second pressure surface (48) and the surface area of the first
pressure surface (47).
17. Device (10) according to Claim 1, characterized in that the store chamber (49) and the control chamber (50) do not communicate with one another
within the pressure accumulator (43).
18. Device (10) according to Claim 4, characterized in that the control means (60) are designed as a directional valve (53).
1. Dispositif (10) pour réguler de manière variable les temps de commande de soupapes
d'échange des gaz (9a,b) d'un moteur à combustion interne (1), comprenant :
- un élément d'entraînement (22), un élément de prise de force (23), au moins une
chambre de pression (35, 36), un dispositif d'alimentation en fluide sous pression
(37) et au moins un accumulateur de pression (43),
- du fluide sous pression pouvant être acheminé à l'au moins une chambre de pression
(35, 36) ou évacué de celle-ci par le biais du dispositif d'alimentation en fluide
sous pression (37),
- une position de phase de l'élément de prise de force (23) par rapport à l'élément
d'entraînement (22) pouvant être modifiée par alimentation en fluide sous pression
vers, ou évacuation de fluide sous pression depuis, la chambre de pression (35, 36),
- l'accumulateur de pression (43) présentant un élément déplaçable (45) qui est pourvu
d'une première surface de pression (47) qui limite en partie un espace de réserve
(49),
- l'espace de réserve (49) étant connecté au dispositif d'alimentation en fluide sous
pression (37),
- par sollicitation en pression de l'espace de réserve (49), l'élément déplaçable
(45) pouvant être déplacé à l'encontre de la force d'un accumulateur de force (46),
caractérisé en ce que
- l'élément déplaçable (45) présente au moins une deuxième surface de pression (48)
qui limite en partie un espace de commande (50),
- par sollicitation en pression de l'espace de commande (50), l'élément déplaçable
(45) pouvant être déplacé à l'encontre de la force de l'accumulateur de force (46)
et
- à l'intérieur de l'accumulateur de pression (43), un flux de fluide sous pression
depuis l'espace de réserve (49) dans l'espace de commande (50) étant supprimé.
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de commande (50) peut être connecté de manière sélective à une source de
pression (38) ou à un réservoir (39) pendant le fonctionnement du moteur à combustion
interne (1).
3. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de commande (50) peut être vidangé dans un réservoir (39) sans contournement
par un consommateur.
4. Dispositif (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que des moyens de commande (60) sont prévus, l'espace de commande (50) pouvant être connecté
de manière sélective à un réservoir (39) ou à la source de pression (38) au moyen
des moyens de commande (60).
5. Dispositif (10) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que des moyens de commande (60) sont prévus,
- lesquels, dans un premier état, bloquent un flux de fluide sous pression depuis
l'espace de réserve (49) vers le dispositif d'alimentation en fluide sous pression
(37) et libèrent un flux de fluide sous pression vers l'espace de réserve (49) et
l'espace de commande (50) et
- lesquels, dans un deuxième état, libèrent le flux de fluide sous pression depuis
l'espace de réserve (49) vers le dispositif d'alimentation en fluide sous pression
(37) et établissent une connexion entre l'espace de commande (50) et un réservoir
(39), sans contournement par un consommateur.
6. Dispositif (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'il est prévu une conduite de réserve (51) qui relie le dispositif d'alimentation en
fluide sous pression (37) à l'espace de réserve (49) et une conduite de commande (52)
qui relie l'espace de commande (50) à une source de pression (38).
7. Dispositif (10) selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moyen de commande (60) est réalisé sous forme d'unique soupape de distribution
(56), qui présente un raccord respectif (A1, B1, P1, T1, V1) pour la conduite de réserve (51), la conduite de commande (52), l'espace de commande
(50), l'espace de réserve (49) et le réservoir (39).
8. Dispositif (10) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les moyens de commande (60) comprennent au moins une première soupape de distribution
(53) qui est disposée dans la conduite de commande (52).
9. Dispositif (10) selon la revendication 8, caractérisé en ce que les moyens de commande (60) comprennent en outre une deuxième soupape de distribution
(57) ou un clapet anti-retour déverrouillable (42e), qui est disposé dans la conduite
de réserve (51).
10. Dispositif (10) selon la revendication 8, caractérisé en ce que les moyens de commande (60) comprennent en outre un clapet anti-retour déverrouillable
(42e), qui est disposé dans la conduite de réserve (51).
11. Dispositif (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'espace de réserve (49) et l'espace de commande (50) sont connectés par le biais
d'un clapet anti-retour (42d), la connexion étant disposée entre les moyens de commande
(60) et les espaces (49, 50), et le clapet anti-retour (42d) bloquant un flux de fluide
sous pression depuis l'espace de réserve (49) jusqu'à l'espace de commande (50).
12. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu entre l'espace de commande (50) et la source de pression (38) un clapet
anti-retour (42b) qui bloque un flux de fluide sous pression depuis l'espace de commande
(50) dans la direction de la source de pression (38).
13. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu entre l'espace de réserve (49) et le dispositif d'alimentation en fluide
sous pression (37) un clapet anti-retour (42c) qui bloque un flux de fluide sous pression
depuis le dispositif d'alimentation en fluide sous pression (37) dans la direction
de l'espace de réserve (49).
14. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une sollicitation avec du fluide sous pression de l'espace de réserve (49) déplace
l'élément déplaçable (45) dans la même direction qu'une sollicitation en fluide sous
pression de l'espace de commande (50).
15. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément déplaçable (45) présente une troisième surface de pression (59) qui limite
au moins en partie un espace de contre-pression (58), une sollicitation en fluide
sous pression de l'espace de contre-pression (58) déplaçant l'élément déplaçable (45)
dans la direction opposée à une sollicitation en fluide sous pression de l'espace
de commande (50) ou de l'espace de réserve (49).
16. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications 2 ou 5, caractérisé en ce que le rapport entre la section transversale d'écoulement minimale entre l'espace de
commande (50) et le réservoir (39) et la section transversale d'écoulement minimale
entre l'espace de réserve (49) et l'unité de régulation (10a,b) est supérieur au rapport
entre la superficie de la deuxième surface de pression (48) et la superficie de la
première surface de pression (47).
17. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace de réserve (49) et l'espace de commande (50) ne communiquent pas l'un avec
l'autre à l'intérieur de l'accumulateur de pression (43).
18. Dispositif (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que les moyens de commande (60) sont réalisés sous forme de soupape de distribution (53).