[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Stativkopf mit einer Neigevorrichtung mit einem
Kugelgelenk, das eine in einem Lagergehäuse verschwenkbar gelagerte Gelenkkugel aufweist,
die zwischen zwei Gleitlagern in dem Lagergehäuse gelagert ist, von denen eines der
Gleitlager in Beabstandungsrichtung der Gleitlager axial verschiebbar in dem Lagergehäuse
gelagert ist, wobei das Kugelgelenk zwischen an einander abgewandten Enden der Neigevorrichtung
befindlichen Anschlussstellen angeordnet ist, von denen eine mit einer Kamera, einem
Spektiv, einem Fernglas oder dergleichen optischen Gerät oder einer Haltevorrichtung
und die andere mit wenigstens einem Stativbein oder dergleichen Halterung verbunden
oder verbindbar ist.
[0002] Eine solche Neigeeinheit ist beispielsweise aus der deutschen Patentanmeldung
10 2006 001 580 A1 bekannt. Das axial verschiebbare Gleitlager ist dabei aber nur an einer Stelle durch
einen kegelförmigen Stift abgestützt. Durch die geringe Auflagefläche ist die Kraft,
mit der das Gleitlager gegen das Kugelgelenk gepresst werden kann, entsprechend gering.
Dadurch ergibt sich eine insgesamt nur geringe Tragfähigkeit des gesamten Stativkopfes.
Darüber hinaus entsteht durch die einseitige Kraftbeaufschlagung ein Kippmoment, durch
das das Gleitlager in dem Lagergehäuse verkanten kann und es dadurch zu Beschädigungen
des Lagergehäuses oder des Gleitlagers kommen kann.
[0003] Aus der
EP 1 473 510 A1 ist ein Stativkopf vorbekannt, der ein zylindrisches Lagergehäuse hat, in dessen
Gehäuseinneren eine Gelenkkugel drehbar und schwenkbar gelagert ist. Im Lagergehäuse
des vorbekannten Stativkopfes ist auch ein Lagerelement axial verschiebbar und drehbar
angeordnet, das eine am Umfang der Gelenkkugel anliegende Gleitfläche aufweist. Dem
Lagerelement ist ein Auflager zugeordnet, das mit einer Stelleinrichtung derart in
Wirkverbindung steht, dass das Lagerelement zur Erzielung der Klemmwirkung gegen die
Gelenkkugel verschoben werden kann. Diese Stelleinrichtung hat kreisbogenförmige Organe,
die über eine Stellschraube miteinander verbunden sind, welche Stellschraube im Bereich
der Organe gegenläufige Gewindeabschnitte aufweist. An diesen Organen sind zueinander
parallele Schrägflächen vorgesehen, die mit einer komplementären Gegenschräge an der
der Gelenkkugel abgewandten Stirnseite des Auflagers zusammenwirken. Weitere Stativköpfe
mit Neigevorrichtungen sind auch aus der
FR 2 799 807 A und der
US 2007/147829 A1 bekannt.
[0004] Durch die bei dem aus der
EP 1 473 510 A1 vorbekannten Stativkopf vorgesehenen Schrägen und Gegenschrägen müssen hohe Reibkräfte
überwunden werden, um die durch die Stellschraube aufgebrachte Relativbewegung der
Organe zueinander in eine axiale Stellbewegung des Auflagers und des darauf befindlichen
Lagerelements in Klemmrichtung zur Gelenkkugel umzusetzen. Aufgrund der hohen Reibkräfte
lassen sich auf die Gelenkkugel kaum solche Klemmkräfte aufbringen, die zum Festklemmen
einer durch schwere Lasten beaufschlagten Gelenkkugel erforderlich wären. Der aus
EP 1 473 510 A1 vorbekannte Stativkopf ist daher für schwere Kameras oder dergleichen optische Geräte
weniger gut geeignet.
[0005] Nachteilig ist im übrigen auch, dass vergleichbar hohe Reibkräfte auch überwunden
werden müssen, wenn die Klemmverbindung zwischen Gelenkkugel und Lagerelement gelockert
und die Organe dazu in ihre Ausgangsstellung bewegt werden sollen.
[0006] Aus der
DE 27 47 677 A1 ist bereits ein Stativkopf vorbekannt, der eine Wechselplatte hat, an der eine Kamera,
ein Fernglas, ein Spektiv oder dergleichen optisches Gerät befestigt werden kann.
Dieser Wechselplatte ist eine Basis zugeordnet, die an einem Stativ oder dergleichen
Tragegestell befestigt werden kann. An der Basis ist eine Schwalbenschwanzführung
mit einer Führungsschiene zur verschieblichen Lagerung der Wechselplatte und einer
zur Basis relativ beweglichen Klemmvorrichtung zur Festlegung der Wechselplatte in
die Führungsschiene vorgesehen. Die Klemmvorrichtung kann als ein Schwenkhebel ausgestaltet
sein, der zwischen einer die Wechselplatte zur Entnahme freigebenden Offenstellung
und einer Schließstellung verdrehbar ist, in welcher Schließstellung die Wechselplatte
verschieblich in der Führung aufgenommen ist. Während der Schwenkhebel in seiner Offenstellung
die für die Wechselplatte bestimmte Ausnehmung in der Basis freigibt, wird die Wechselplatte
in der Schließstellung des Schwenkhebels der Basis blockiert. Da die Wechselplatte
in der Offenstellung noch in der Basis gesichert ist und da zur Sicherung der Wechselplatte
in der Basis noch ein Verdrehen des Schwenkhebels erforderlich ist, ist der vorbekannte
Stativkopf für eine einzelne Bedienperson nur schwer handhabbar, insbesondere wenn
diese Bedienperson ein schweres optisches Gerät an dem aus
DE 27 47 677 A 1 vorbekannten Stativkopf befestigen will.
[0007] Es besteht daher die Aufgabe, einen Stativkopf zu schaffen, der im Vergleich zum
oben beschriebenen Stand der Technik eine höhere Tragkraft insbesondere auch für schwere
optische Instrumente aufweist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in dem Lagergehäuse ein an
einem Spalt aufweitbarer Klemmring mit einer sich zur Längsmittelebene in Richtung
zur Gelenkkugel verjüngenden Schrägfläche angeordnet ist und die Schrägfläche mit
einer komplementär geformten Gegenschräge an dem axial verschiebbaren Gleitlager zusammenwirkt.
[0009] Wird nun der Klemmring aufgeweitet, gleitet das Gleitlager an der Schrägfläche in
axialer Richtung gegen die Gelenkkugel und drückt diese gegen das zweite, feststehende
Gleitlager.
[0010] Der Klemmring ist dabei auf der anderen Seite durch einen Sprengring oder dergleichen
Mittel in seiner Position festgelegt, so dass keine andere Ausweichbewegung möglich
ist.
[0011] Da der Klemmring, bis auf den schmalen Spalt, vollumfänglich mit dem Gleitlager zusammenwirkt,
wird die axiale Kraft gleichmäßig über den Umfang des Gleitlagers verteilt, so dass
kein Kippmoment entsteht. Eine Beschädigung des Gleitlagers oder des Lagergehäuses
durch ein Verkanten ist daher praktisch ausgeschlossen.
[0012] Weiterhin kann dadurch eine wesentlich größere Andruckkraft auf die Gelenkkugel aufgebracht
werden, wodurch die Tragfähigkeit des Stativkopfes im Vergleich zum Stand der Technik
wesentlich erhöht wird.
[0013] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und dem Ausführungsbeispiel, das nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert
ist. Die Haltevorrichtung, die in den Fig. 1, 3 und 4 erlaütest ist, gehört jedoch
nich zu der Erfindung.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Sta- tivkopf mit Haltevorrichtung und
Wechselplatte,
- Fig. 2
- ein Querschnitt durch den Stativkopf,
- Fig. 3
- ein Querschnitt durch die Haltevorrichtung mit halb eingerasteter Wechselplatte und
- Fig. 4
- eine Aufsicht der Haltevorrichtung.
[0015] Die Fig. 1 zeigt einen im Ganzen mit 1 bezeichneten Stativkopf mit einer Neigevorrichtung
2 und einer daran befestigten Haltevorrichtung 100 mit einer Schnellwechselplatte
101.
[0016] Die Neigevorrichtung 2 weist ein etwa zylinderförmiges Lagergehäuse 3 auf, das als
Hohlzylinder ausgebildet ist. An seinem oberen Ende 4 ist ein in der Abbildung nicht
sichtbarer, rechtwinklig nach innen gerichteter Flansch angeordnet, der eine obere
Lagerschale für ein Kugelgelenk bildet. An dem Flansch ist ein ebenfalls durch die
Teilschnittansicht nicht sichtbares Gleitlager mit einer vorzugsweise sphärischen
Gleitfläche angeordnet, das mit einer Gelenkkugel 5 zusammenwirkt.
[0017] Die Gelenkkugel 5 weist in axialer Richtung des Lagergehäuses 3 einen geraden Fortsatz
6 mit einem Gewinde auf, an dem eine Nutzlast befestigt werden kann. Unterhalb der
Gelenkkugel 5 ist ein weiteres, axial verschiebliches Gleitlager 7 mit einer sphärischen,
an die Kugel 5 angepassten Lagerfläche 8 angeordnet. An das Gleitlager 7 schließt
sich ein Klemmring 9 an. Die gesamte Anordnung wird durch ein Widerlager 10 nach unten
abgestützt und damit im Lagergehäuse 3 gehalten.
[0018] Der Klemmring 9 weist einen im Vergleich zum Innendurchmesser des Lagergehäuses 3
reduzierten Umfang auf. Weiterhin verfügt der Klemmring 9 an seiner Oberkante eine
zur Längsmittelachse 11 in Richtung zur Gelenkkugel 5 verjüngende Schrägfläche 12,
die mit einer komplementär geformten Gegenschräge 13 an der Unterseite des Gleitlagers
7 zusammenwirkt.
[0019] Im Lagergehäuse 3 ist ungefähr auf der Höhe des Klemmringes 9 eine Gewindebohrung
14 angeordnet, in der ein Gewindebolzen 15 quer zur Längsmittelachse 11 des Lagergehäuses
3 bewegt werden kann. Am äußeren Ende 16 des Gewindebolzens 15 ist ein Handrad 17
zur manuellen Betätigung angeordnet. Das innere Ende 18 ist etwa konisch zulaufend
ausgeformt und greift, in einen axialen Spalt 19 im Klemmring 9 ein. Der Spalt 19
wirkt dabei mit dem konischen Ende 18 des Gewindebolzens 15 derart zusammen, dass
bei zunehmendem Eindringen des Gewindebolzens 15 in den Spalt 19, der Klemmring 9
aufgeweitet wird. Etwa gegenüber dem Spalt 19 weist der Klemmring 9 eine Materialschwächung
20 auf, um ein einfacheres Aufweiten zu ermöglichen.
[0020] Beim Aufweiten des Klemmringes 9 wird nun durch das Zusammenwirken der Schrägflächen
12, 13 das untere Gleitlager 7 axial in Richtung der Gelenkkugel 5 verdrängt, wodurch
ein höherer Anpressdruck erzeugt wird. Die Gelenkkugel 5 wird dadurch fester gegen
das obere Gleitlager gedrückt und durch die höhere Reibung festgesetzt. Durch stärkeres
Aufweiten des Klemmringes 9 wird die Gelenkkugel 5 fester gehalten.
[0021] Da der Klemmring 9 über den gesamten Umfang des Gleitlagers 7 gleichmäßig wirkt,
ist eine sehr homogene Krafteinwirkung gegeben. Es entstehen bei diesem Klemmvorgang
keine Dreh- oder Kippmomente auf das Gleitlager 7, so dass Beschädigungen des Lagergehäuses
3 oder des Gleitlagers 7 durch Verkanten praktisch ausgeschlossen sind. Zudem ist
durch die vollumfängliche Abstützung des Gleitlagers 7 die Tragkraft der Neigevorrichtung
2 wesentlich hoher als im Stand der Technik.
[0022] Beim Ausdrehen des Gewindebolzens 15 wird der Klemmring 9 durch die eigene elastische
Federkraft wieder zusammengezogen. Das Gleitlager 7 kann, durch die Gewichtskraft
bedingt, nach unten rutschen und so die Gelenkkugel 5 für Bewegungen freigeben.
[0023] Der Gewindebolzen 15 ist zum Schutz vor Verschmutzung von einer an das Lagergehäuse
3 angeformten zylinderförmigen Buchse 21 umgeben, wobei in einer Nut an dem Gewindebolzen
15 ein O-Ring 22 eingesetzt ist, der andererseits an der Innenwand der Buchse 21 anliegt.
Das Handrad 17 am Ende des Gewindebolzens 15 weist einen in Richtung zum Lagergehäuse
3 vorstehenden Rand 23 auf, der die Buchse 21 übergreift und ein Vordringen von Schmutz
zu der Buchse 21 erschwert.
[0024] In Fig. 2 ist zu erkennen, dass der Klemmring 9 in entspanntem Zustand nur im Bereich
der Materialschwächung 20 an der Lagergehäuse-Innenwand anliegt damit genug Raum zur
Aufweitung zur Verfügung steht. Der Spalt 19 im Klemmring 9 ist im Grundzustand ungefähr
so breit wie die Materialdicke. Das Widerlager 10 ist im Ausführungsbeispiel durch
einen Sicherungsring gebildet, der in einer umlaufenden inneren Nut im Lagergehäuse
unterhalb des Klemmringes 9 angeordnet ist. Die beiden anderen angeformten Buchsen
24, 25 sind für weitere Funktionen vorgesehen, die jedoch nicht Gegenstand der Erfindung
sind.
[0025] In der Fig. 1 ist weiterhin eine Haltevorrichtung 100 gezeigt, die im wesentlichen
eine Basis 102 mit einer zentralen Gewindebohrung 127 aufweist, in die der Gewindefortsatz
6 der Gelenkkugel 5 geschraubt ist.
[0026] Die Basis 102 weist eine als Schwalbenschwanzführung ausgeformte Aufnahme für eine
Wechselplatte 101 auf. Die Wechselplatte 101 wird an einem optischen Instrument befestigt,
das mit der Basis 102 verbunden werden soll.
[0027] An der etwa rechteckigen Basis 102 ist an einer Längsseite 103 eine Führungsschiene
104 der Schwalbenschwanzführung angeformt. An der gegenüberliegenden Längsseite 105
der Basis 102 ist eine etwa zylinderförmige Nut 106 angeordnet, in die eine zylinderförmige
Klemmvorrichtung 107 eingesetzt ist. Damit die Klemmvorrichtung 107 nicht in Längsrichtung
128 aus der Nut 106 fallen kann, ist an beiden Enden der Klemmvorrichtung 107 jeweils
ein über die Nut 106 ragender Kragen 108 angeformt. Die Klemmvorrichtung 107 weist
eine in Längsrichtung 128 durchgehende, segmentförmige Öffnung 109 auf, die die Gegenführung
der Schwalbenschwanzführung bildet. Erfindungsgemäß ist die Klemmvorrichtung 107 drehbar
in der Nut 106 gelagert und weist im wesentlichen zwei Stellungen auf.
[0028] In der in der Fig. 1 gezeigten, geschlossenen Stellung wird eine eingesetzte Wechselplatte
101 verschieblich in der Führung gehalten.
[0029] Eine zweite, offene Stellung der Klemmvorrichtung 107, in der die Wechselplatte 101
nach oben entnommen oder von oben eingesetzt werden kann, ist in der Fig. 3 gezeigt.
Beim Einsetzen der Wechselplatte 101 in der offenen Stellung, wird die Wechselplatte
101 zuerst, wie abgebildet, einseitig in die feste Führungsschiene 104 eingehakt und
dann abgesenkt. Beim Auflegen der Wechselplatte 101 auf die Klemmvorrichtung 107 dreht
diese sich durch den Auflagedruck in die geschlossene Stellung.
[0030] Die Rastvorrichtung 110 besteht aus einer Feder 111 und einer Rastkugel 112, die
in einer Bohrung 113 in der Basis 102 etwa mittig von der Klemmvorrichtung 107 angeordnet
ist und mit einer kugelförmigen Vertiefung 114 in der Klemmvorrichtung 107 zusammenwirkt.
Durch die Rastvorrichtung 110 erhält die Offen-Stellung der Klemmvorrichtung 107 eine
definierte Lage.
[0031] Wie aus einem Vergleich der Figuren 1 und 3 erkennbar ist, wird die Klemmvorrichtung
107 von der Rastkugel 112 beaufschlagt, die mittels der Feder 111 gegen den Umfang
der Klemmvorrichtung 107 gepresst wird. Am Umfang der Klemmvorrichtung 107 ist die
vorzugsweise kugelförmige oder sonst wie kugelige Vertiefung 114 vorgesehen, in welche
die Rastkugel 112 unter Übertragung eines Drehmomentes und Verdrehen der Klemmvorrichtung
107 in die Entnahmestellung einrücken kann. Beim Aushebeln der an der Kamera vorgesehenen
Wechselplatte 101 aus der Klemmvorrichtung 107 wird diese noch nicht vollständig in
ihre Entnahmestellung verschwenkt, - vielmehr dreht die Klemmvorrichtung 107 erst
in Folge des durch die sich in die Vertiefung 114 bewegende Rastkugel 112 bewirkten
Drehmoments vollständig in die Entnahmeposition. In dieser Entnahmeposition lässt
sich eine Wechselplatte 101 mit ihrer an dem benachbarten Längsrand vorgesehenen Feder
ohne größeres Einfädeln in die komplementär geformte Längsnut in der Klemmvorrichtung
107 einschwenken.
[0032] An der Klemmvorrichtung 107 ist weiterhin eine Sicherung 115 angeordnet, die ein
unbeabsichtigtes Verdrehen der Klemmvorrichtung 107 und dadurch ein Lösen der Wechselplatte
101 verhindert. Dazu ist, wie in Fig. 4 erkennbar, in der Basis 102 in Längsrichtung
128 neben der Klemmvorrichtung 107 ein Federstift 116 angeordnet, der drei verschiedene
Durchmesser 117, 118, 119 aufweist und am Kragen 108 der Klemmvorrichtung 107 eine
Kerbe angeordnet. In der geschlossenen Stellung der Klemmvorrichtung 107 liegt die
Kerbe an dem mittleren Durchmesser-Teil 118 des Federstifts 116 an und blockiert damit
eine Drehbewegung der Klemmvorrichtung 107. Der weiter innen liegende größere Durchmesser
117 liegt in Längsrichtung 128 an dem Kragen 108 an und verhindert in beiden Stellungen
der Klemmvorrichtung 107 ein Herausfallen des Federstifts 116 aus der Bohrung 121.
Zum Öffnen der Sicherung 115 muss nun der Federstift 116 gegen die Feder 120 nach
innen gedrückt werden, so dass der Teil 119 mit dem geringsten Durchmesser dem Kragenumfang
gegenübersteht und der Eingriff der Kerbe aufgehoben wird und die Klemmvorrichtung
107 zur Drehung freigegeben wird. Durch das Herausheben der Wechselplatte 101 aus
der Führung wird die Klemmvorrichtung 107 in die Offen-Stellung gedreht.
[0033] Um ein Verschieben der Wechselplatte 101 in der Schwalbenschwanzführung zu verhindern,
kann die Klemmvorrichtung 107 zusätzlich noch in Querrichtung 122 bewegt werden. Dazu
ist die Nut 106 in Querrichtung 122 der Basis 102 etwas größer als der Durchmesser
der Klemmvorrichtung 107, so dass eine lineare Bewegung möglich ist.
[0034] Zur Betätigung der Klemmvorrichtung 107 ist ein Bedienelement 123 vorgesehen, das
drehbar an der Basis 102 gelagert ist und ein Exzenterrad 124 aufweist, das mit der
Klemmvorrichtung 107 zusammenwirkt. Eine Drehbewegung des Bedienelements 123 wird
dadurch in eine Querbewegung der Klemmvorrichtung 107 umgesetzt.
[0035] Wie in der Fig. 4 zu erkennen ist, weist die Klemmvorrichtung 107 im Angriffsbereich
des Bedienelements eine umlaufende sphärische Nut 125 auf. Am Umfang des Exzenterrads
124 ist eine ebenfalls sphärische Nut 126 angeordnet, die entsprechend der Exzentrizität
im Verlauf des Umfangs tiefer wird und mit der Nut 125 in der Klemmvorrichtung 107
zusammenwirkt. Diese sphärische Nut 126 ist notwendig, weil die Klemmvorrichtung 107
zusätzlich drehbar ist.
[0036] Nicht abgebildet ist ein weiterer Sicherungsstift, der verhindert, dass die Wechselplatte
101 versehentlich aus der Führung herausgeschoben werden kann.
[0037] Die Haltevorrichtung 100 mit der drehbaren Klemmvorrichtung 107 ermöglicht ein einfaches
Einsetzen auch schwerer oder sperriger optischer Instrumente auf den Stativkopf 1.
Dabei muss der Benutzer sich nicht bücken oder umständlich die Führung in der Haltevorrichtung
100 ertasten. Weiterhin ermöglicht der erfindungsgemäße Kugelkopf 2 die sichere Aufnahme
und Arretierung der schweren Instrumente, da die Tragkraft durch die gleichmäßige
Klemmung der Gelenkkugel 5 gegenüber dem Stand der Technik entsprechend vergrößert
wird.
Bezugszeichen
[0038]
- 1
- Stativkopf
- 2
- Neigevorrichtung
- 3
- Lagergehäuse
- 4
- Oberes Ende
- 5
- Gelenkkugel
- 6
- Gewindefortsatz
- 7
- Gleitlager
- 8
- Lagerfläche
- 9
- Klemmring
- 10
- Widerlager
- 11
- Längsmittelachse
- 12
- Schrägfläche
- 13
- Gegenschräge
- 14
- Gewindebohrung
- 15
- Gewindebolzen
- 16
- Äußeres Ende
- 17
- Handrad/Beaufschlagungselement
- 18
- Inneres Ende
- 19
- Spalt
- 20
- Materialschwächung
- 21
- Buchse
- 22
- O-Ring
- 23
- Rand
- 24
- Buchse
- 25
- Buchse
- 100
- Haltevorrichtung
- 101
- Wechselplatte
- 102
- Basis
- 103
- Längsseite (fest)
- 104
- Führungsschiene (fest)
- 105
- Längsseite
- 106
- Nut
- 107
- Klemmvorrichtung
- 108
- Kragen
- 109
- Öffnung
- 110
- Rastvorrichtung
- 111
- Feder
- 112
- Kugel
- 113
- Bohrung
- 114
- Vertiefung
- 115
- Sicherung
- 116
- Federstift
- 117
- Durchmesser groß
- 118
- Dito Mittel
- 119
- Dito Klein
- 120
- Feder
- 121
- Bohrung
- 122
- Querrichtung
- 123
- Bedienelement
- 124
- Exzenterrad
- 125
- Nut Klemmvorr.
- 126
- Nut Exzenter
- 127
- Gewindebohrung
- 128
- Längsrichtung
1. Stativkopf mit einer Neigevorrichtung (100) einem Kugelgelenk, das eine in einem Lagergehäuse
(3) verschwenkbar gelagerte Gelenkkugel (5) aufweist, die zwischen zwei Gleitlagern
in dem Lagergehäuse (3) gelagert ist, von denen eines der Gleitlager (7) in Beabstandungsrichtung
der Gleitlager (7) axial verschiebbar in dem Lagergehäuse (3) gelagert ist, wobei
das Kugelgelenk zwischen an einander abgewandten Enden der Neigevorrichtung (100)
befindlichen Anschlussstellen angeordnet ist, von denen eine mit einer Kamera, einem
Spektiv, einem Fernglas oder dergleichen optischen Gerät oder einer Haltevorrichtung
und die andere mit wenigstens einem Stativbein oder dergleichen Halterung verbunden
oder verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Lagergehäuse (3) ein an einem Spalt aufweitbarer Klemmring (9) mit einer sich
zur Längsmittelebene in Richtung zur Gelenkkugel (5) verjüngenden Schrägfläche (12)
angeordnet ist und die Schrägfläche (12) mit einer komplementär geformten Gegenschräge
(13) an dem axial verschiebbaren Gleitlager (7) zusammenwirkt.
2. Stativkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring (9) etwa gegenüber dem Spalt (19) eine Materialschwächung (20) aufweist.
3. Stativkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Beaufschlagungselement (17) vorgesehen ist, das ein etwa konisch ausgebildetes,
in den Spalt (19) des Klemmrings (9) eingreifendes Ende (18) aufweist und das in einem
Gewindeloch (14) des Lagergehäuses (3) drehbar gelagert ist.
1. A tripod head with an inclination device (100) with a universal joint, which comprises
a joint ball (5) mounted in a swivelling manner in a bearing housing (3), said joint
ball being mounted between two sliding bearings in the bearing housing (3), one of
the sliding bearings (7) whereof being mounted axially displaceable in the bearing
housing (3) in the direction of the spacing of the sliding bearings (7), wherein the
universal joint is disposed between connecting points located at ends of the inclination
device (100) facing away from one another, one of which connecting points is or can
be connected to a camera, a spotting scope, a pair of binoculars or such optical instrument
or a holding device and the other is or can be connected to at least one tripod leg
or such holding device, characterised in that a clamping ring (9), which can be splayed at a gap and has a bevelled face (12) tapering
towards the longitudinal central plane in the direction towards the joint ball (5),
is disposed in the bearing housing (3) and the bevelled face (12) cooperates with
a counter-bevel (13) formed in a complementary manner on the axially displaceable
sliding bearing (7).
2. The tripod head according to claim 1, characterised in that the clamping ring (9) comprises a material weakening (20) approximately opposite
the gap (19).
3. The tripod head according to claim 1 or 2, characterised in that an admission element (17) is provided, which comprises an end (18) formed roughly
conically and engaging in the gap (19) of the clamping ring (9) and which is mounted
in a rotatable manner in a threaded hole (14) of the bearing housing (3).
1. Tête de trépied dotée d'un dispositif d'inclinaison (100) avec une articulation à
rotule, qui comprend une rotule articulée (5) logée à pivotement dans un boîtier de
palier (3), laquelle est montée entre deux paliers lisses dans le boîtier de palier
(3), dont l'un des paliers lisses (7) est monté dans le boîtier de palier (3) de façon
coulissante axialement dans le sens d'espacement des paliers lisses (7), l'articulation
à rotule étant disposée entre des points de branchement se trouvant sur des extrémités
opposées les unes aux autres du dispositif d'inclinaison (100), points dont l'un est
relié ou peut être relié à une caméra, une longue vue, des jumelles ou un appareil
optique similaire ou un dispositif de maintien et l'autre est relié ou peut être relié
à au moins une branche de trépied ou un support similaire, caractérisée en ce qu'une bague de serrage (9) pouvant s'élargir sur une fente avec une surface inclinée
(12) se rétrécissant par rapport au plan médian longitudinal en direction de la rotule
articulée (5) est disposée dans le boîtier de palier (3) et la surface inclinée (12)
coopère avec un contre-chanfrein (13) formé de façon complémentaire sur le palier
lisse (7) coulissant axialement.
2. Tête de trépied selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bague de serrage (9) présente un affaiblissement de matière (20) à peu près en
face de la fente (19).
3. Tête de trépied selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il est prévu un élément de
sollicitation (17) qui présente une extrémité (18) conçue à peu près en forme de cône,
s'engageant dans la fente (19) de la bague de serrage (9), et qui est monté à rotation
dans un trou fileté (14) du boîtier de palier (3).