[0001] Die Anmeldung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen und Schmelzen
von flüssigem Roheisen oder flüssigen Stahlvorprodukten in einem Einschmelzvergaser.
[0002] Bei derartigen Verfahren werden Eisenoxide oder vorreduziertes Eisen oder deren Mischungen
als eisenhaltige Einsatzstoffe dem Einschmelzvergaser zugegeben und dort unter Zufuhr
von kohlenstoffhältigem Material als festen Kohlenstoffträgern und sauerstoffhältigem
Gas in einem aus den festen Kohlenstoffträgern gebildeten Festbett erschmolzen, wobei
die Kohlenstoffräger vergast und ein CO- und H
2-haltiges Reduktionsgas erzeugt wird. Die Zufuhr des sauerstoffhaltigen Gases in das
Festbett erfolgt über eine Vielzahl von über den Umfang des Einschmelzvergasers im
Bereich des Einschmelzvergaser-Herdes verteilten Sauerstoffdüsen, genannt Sauerstoffdüsengürtel.
Die Sauerstoffdüsen durchsetzen den Metallmantel des Einschmelzvergasers und werden
von außerhalb des Einschmelzvergasers mit sauerstoffhaltigem Gas beliefert. Bei dem
sauerstoffhaltigen Gas kann es sich um Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gasgemisch
handeln; die Begriffe sauerstoffhaltiges Gas und Sauerstoff werden im folgenden synonym
verwendet.
[0003] Die Kapazität eines Einschmelzvergasers zum Herstellen von flüssigem Roheisen oder
flüssigen Stahlvorprodukten beziehungsweise seine Schmelzleistung nimmt mit seinem
Volumen zu. Eine Vergrößerung des Durchmessers, das heisst eine steigende Querschnittsfläche
des Einschmelzvergasers, lässt bei gegebener Höhe das Volumen steigen. Bei der Kapazitätssteigerung
von Einschmelzvergasern durch Querschnittflächenvergrößerung wird der aktive Bereich
des Sauerstoffdüsengürtels relativ zur Querschnittsfläche des Einschmelzvergasers
immer kleiner, da der Umfang des Einschmelzvergaser-Herdes nur linear mit dem Durchmesser
des Einschmelzvergaser-Herdes wächst, die Querschnittsfläche aber mit dem Quadrat
des Durchmessers des Einschmelzvergaser-Herdes zunimmt. Da der Abstand der Sauerstoffdüsen
voneinander im Sauerstoffdüsengürtel aus Festigkeitsgründen des Metallmantels des
Einschmelzvergasers nicht beliebig klein ausgeführt werden kann, wird die Anzahl der
installierbaren Sauerstoffdüsen ebenso wie der Umfang nur linear mit dem Durchmesser
des Einschmelzvergaser-Herdes zunehmen, während die Schmelzleistung mindestens mit
dem Quadrat des Durchmessers des Einschmelzvergaser-Herdes steigt. Das hat zur Folge,
dass die zum Einsatz kommenden Sauerstoffdüsen eine immer größere Menge sauerstoffhaltigen
Gases in den Einschmelzvergaser leiten müssen.
[0004] Da die Eindringtiefe des Sauerstoffstrahls in das Koks- oder Charbett des Festbettes,
der sogenannte Raceway, im Einschmelzvergaser mit zunehmender Gasmenge nicht wesentlich
länger wird, ergibt sich der Nachteil einer sehr hohen örtlichen Gasmenge. Durch die
Expansion des Gasstrahles durch die stark exotherme Vergasungsreaktion

welche bei Temperaturen von über 2500 °C abläuft, verursachen die heißen Gasströme
im und in weiten Bereichen über dem Raceway einen Zustand der Wirbelschichtbildung
beziehungsweise Fluidisierung.
[0005] In diesem fluiddynamischen Strömungsregime werden Feststoffpartikel in intensive
Bewegung gebracht, so dass sich diese ähnlich einer Flüssigkeit verhalten. Aus diesem
Grund wird aus dem in Schachtöfen üblichen, für den Energie- und Stoffaustausch vorteilhaften
Gegenstrom ein für die im Einschmelzvergaser ablaufenden Reduktions- und Schmelzvorgänge
ungünstiger Kreuz-Gegenstrom. Als weiterer Nachteil kommt hinzu, dass es in diesen
Bereichen zu keinem ausgeprägtem Festbett mehr kommt, welches für den idealen Gas-Feststoff-Gegenstrom
notwendig ist. Dadurch wird Material, wie Eisenerz und Eisenschwamm, mit unterschiedlichen
Eigenschaften, wie Reduktionsgrad und Temperatur, mit ebenfalls in unterschiedlichen
Zuständen befindlichen Schlacken, Zuschlagstoffen und entgaster Kohle (Char) vermischt.
Ein geregelter Energie- und Stoffaustausch ist dadurch nur sehr unvollkommen möglich.
[0006] In der
EP0114040 wird ein Verfahren beschrieben, wie durch Anordnung von zwei Düsenebenen eine Fluidisierung
des vor den Sauerstoffdüsen befindlichen Materials vermieden werden kann. Dabei wird
der unteren Sauerstoffdüsenebene eine geringere Menge von sauerstoffhältigem Gas zugeführt,
so dass eine Festbettschicht gebildet wird, welche den, wie oben beschrieben für den
Energie- und Stoffaustausch vorteilhaften, verfahrenstechnischen Effekt der Gegenstromführung
ermöglicht . Mittels dieses Verfahrens kann jedoch nur eine begrenzte Menge an sauerstoffhältigem
Gas eingebracht werden. Der über den oberen Sauerstoffdüsengürtel eingebrachte Sauerstoff
erzeugt eine Wirbelschicht.
[0007] Eine Anlage nach der österreichischen Patentschrift
AT382390B besitzt nur eine einzige Sauerstoffdüsenebene mündend in ein Festbett aus grobkörnigem
Einsatzmaterial. Dieser Weg ist aber nur bei Herddurchmessern bis etwa 7 m erfolgreich,
da bei höheren Durchmessern der einleitend erläuterte Effekt der Fluidisierung auftritt,
da die einzubringende Menge an sauerstoffhältigem Gas zu groß ist, um ein stabiles
Festbett zu ermöglichen. Ein weiteres limitierendes Kriterium ist, dass bei Einsatz
von unbehandelter Kohle diese bei der Pyrolyse in kleinere Korngrößen zerfällt, welche
ebenfalls eine Fluidisierung erleichtern.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen,
mittels derer es auch bei Einschmelzvergasern mit großem Durchmesser und Volumen möglich
ist, ohne Schwächung der Festigkeit des Stahlmantels des Einschmelzvergasers und unter
Vermeidung oder Verminderung einer Fluidisierung des Festbettes eine ausreichende
Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein
Verfahren zum Herstellen und Schmelzen von Roheisen und Stahlvorprodukten in einem
Einschmelzvergaser in einem Festbett unter Zufuhr von Eisenoxiden oder vorreduziertem
Eisen oder deren Mischungen, und von kohlenstoffhältigem Material, unter Vergasung
des kohlenstoffhältigen Materials mittels über Sauerstoffdüsen eingeleitetem sauerstoffhaltigem
Gas,
welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass das sauerstoffhaltige Gas bei mindestens
einer Sauerstoffdüse in mindestens zwei Gasströmen in das Festbett des Einschmelzvergasers
oder Kohlevergasers eingeleitet wird, und durch die geometrischen Merkmalen in Auspruch
1 definiert ist.
[0010] Die gegenständliche Erfindung vermeidet die oben diskutierten Nachteile dadurch,
dass bei mindestens einer Sauerstoffdüse sauerstoffhältiges Gas in mindestens zwei
Gasströmen in das Festbett geleitet wird. Mit dieser Maßnahme ist es möglich, bei
gleicher Anzahl von Durchlässen für Sauerstoffdüsen im Stahlmantel des Einschmelzvergasers
mehr in das Festbett eindringende Gasströme bereitzustellen. Werden aus allen Sauerstoffdüsen
jeweils mindestens zwei Gasströme eingeleitet, wird gegenüber einer herkömmlichen
Lösung mit einem Gasstrom pro Sauerstoffdüse die doppelte Anzahl von Gasströmen geschaffen.
Damit können die Volumsströme an eingebrachtem Gas für jeweils einen Raceway abgesenkt
werden, wodurch eine großräumige Fluidisierung vermieden oder vermindert werden kann.
Im Falle einer Einleitung von zwei gleich starken Gasströmen pro Sauerstoffdüse werden
die Volumsströme an eingebrachtem Gas beispielsweise auf die Hälfte abgesenkt im Vergleich
zur Einleitung mit einem Gasstrom. Werden aus einer, mehreren oder allen Sauerstoffdüsen
mehr als zwei Gasströme pro Sauerstoffdüse eingeleitet, vermindern sich die Volumsströme
an eingebrachtem Gas entsprechend stärker. Die Einleitung in mindestens zwei Gasströmen
kann bei einer, mehreren oder allen Sauerstoffdüsen erfolgen. Es können zwei, drei,
vier, fünf, sechs, oder sieben Gasströme pro Sauerstoffdüse in das Festbett eingeleitet
werden. Bevorzugt werden zwei bis vier Gasströme eingeleitet, da bei einer solchen
Anzahl die Eindringtiefe des Raceways in das Festbett gut ist und die einzelnen Raceways
nicht überlappen. Bei mehr als sieben Gasströmen sind die Eindringtiefen gering und
es besteht die Gefahr der Überlappung der einzelnen Raceways.
[0011] Nach Belieferung der Sauerstoffdüse mit sauerstoffhaltigem Gas von ausserhalb des
Einschmelzvergasers strömt das sauerstoffhaltige Gas als Einspeisungsgasstrom durch
die Sauerstoffdüse, bevor es in das Festbett eingeleitet wird.
[0012] Nach einer Ausführungsform des Verfahrens entspringen die mindestens zwei in das
Festbett eingeleiteten Gasströme aus einem einzigen Einspeisungsgasstrom für sauerstoffhaltiges
Gas. Auf diese Weise lassen sich alle aus einer Sauerstoffdüse eingeleiteten Gasströme
gleichzeitig durch Kontrolle des Einspeisungsgasstromes kontrollieren.
[0013] Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens entspringen die mindestens zwei
in das Festbett eingeleiteten Gasströme jeweils aus einem eigenen Einspeisungsgasstrom.
Das ermöglicht es, durch Kontrolle des entsprechenden Einspeisungsgasstromes jeden
der eingeleiteten Gasströme einzeln, unabhängig von weiteren aus der Sauerstoffdüse
eingeleiteten Gasströme, zu kontrollieren.
[0014] Nach einer Ausführungsform des Verfahrens treten aus einer Sauerstoffdüsenöffnung
Gasströme aus, die verschiedene Strömungsrichtungen aufweisen. Im Vergleich zur herkömmlichen
Einleitung eines Gasstromes mit einer Strömungsrichtung aus einer Sauerstoffdüsenöffnung
wird das sauerstoffhaltige Gas dadurch über einen breiteren Bereich in das Festbett
eingeleitet, und für jeden Gasstrom mit einer Strömungsrichtung bildet sich jeweils
ein eigener Raceway mit geringerer örtlicher Gasmenge aus, was die Zahl der Raceways
erhöht und die Gefahr der Fluidisierung herabsetzt.
[0015] Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens tritt jeder Gasstrom aus einer
eigenen Sauerstoffdüsenöffnung aus. Da sich vor jeder Sauerstoffdüsenöffnung ein eigener
Raceway bildet, erhöht sich damit die Zahl der Raceways, weshalb der Volumsstrom pro
Raceway vermindert werden kann. Enstprechend ist die Gefahr der Fluidisierung des
Festbettes vermindert.
[0016] Benachbart aus der Sauerstoffdüse austretende Gasströme können gleiche oder verschiedene
Strömungsrichtungen haben. Um den von einzelnen Gasströmen hervorgerufenen Raceways
genügend Abstand gegeneinander zu gewährleisten, bilden in einer bevorzugten Ausführungsform
die Strömungsrichtungen für die Gasströme einen Winkel von 5° bis 15°, zueinander
bilden. Dadurch kommt es zu einer gleichmäßigen Durchgasung der Schmelz- und Reaktionszone
vor den Sauerstoffdüsen. Je größer der Winkel ist, desto besser sind die vor der selbe
Sauerstoffdüse vorhandenen einzelnen Raceways voneinander separiert; jedoch steigt
mit steigendem Winkel die Gefahr, dass sich vor benachbarten Sauerstoffdüsen vorhandene
Raceways überlappen. Welcher Winkel optimal ist, hängt von der Nähe benachbarter Sauerstoffdüsen
zueinander ab. Bei üblichen Anzahlen von Sauerstoffdüsen am Einschmelzvergaser und
daraus resultierenden Abständen sind 5° bis 15° besonders günstig, Wie in Anspruch
1 definiert. Der besagte Winkel ist dabei der Winkel zwischen den Projektionen der
Strömungsrichtungen auf eine horizontale Ebene.
[0017] Durch die bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens im Vergleich zu bekannten
Verfahren mit einem Gasstrom pro Sauerstoffdüse geringeren Volumsströme pro Raceway
besteht innerhalb der kreisringförmigen Schmelzzone eines Raceways eine verringerte
örtliche Gasströmung. Beispielsweise verringert sich bei Einleitung des gleichen Volumens
von sauerstoffhältigem Gas mit zwei gleich großen Gasströmen statt einem Gasstrom
die örtliche Gasströmung auf die Hälfte; bei Einleitung mit mehr als zwei Gasströmen
verringert sich die örtliche Gasströmung entsprechend mehr. Durch die Verringerung
der örtlichen Gasströmung ist auch in den Zonen unmittelbar über den Raceways die
Gasgeschwindigkeit entsprechend geringer, wodurch die Bildung einer unzulässigen Vermischung
der Einsatzstoffe minimiert wird und der vorteilhafte Gas-Feststoff-Gegenstrom gewährleistet
werden kann.
[0018] Die in das Festbett eingeleiteten Gasströme können gleiche oder verschiedene Durchmesser
haben. Bevorzugt ist es, dass bei Verwendung von mehr als zwei Gasströmen die Gasströme
verschiedene Durchmesser haben. Beispielsweise kann bei drei benachbarten Gasströmen
ein mittlerer Gasstrom mit einem Durchmesser von zwei Gassströmen mit kleineren, für
beide gleichen, Durchmessern flankiert werden. Der mittlere Gasstrom tritt dann weiter
in das Festbett ein und es ist weniger wahrscheinlich, dass sein Raceway mit den Raceways
der benachbarten kleineren Gasströme überlappt. Vorzugsweise ist jeder Einspeisungsgasstrom
für sauerstoffhaltiges Gas bezüglich Druck und, über die Strömungsgeschwindigkeit,
Menge regelbar. Dadurch wird erreicht, dass die in das Festbett eingeleiteten Gasströme
, die ja durch die Einspeisungsgasströme mit sauerstoffhaltigem Gas versorgt werden,
bezüglich Druck und, über die Strömungsgeschwindigkeit, Menge regelbar sind.
[0019] Nach einer Ausführungsform des erfindungsgemäßenVerfahrens wird über die Sauerstoffdüsen
auch Feinkohle in das Festbett eingedüst. Dadurch wird dem Festbett zusätzliches kohlenstoffhältiges
Material zugeführt.
[0020] Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßenVerfahrens wird der Betrieb
der Sauerstoffdüsen durch Schauvorrichtungen überwacht. Dadurch kann der Zustand der
Sauerstoffdüsen überprüft und im Falle ungünstiger Entwicklungen, wie beispielsweise
Verlegung der Sauerstoffdüsenöffnungen, rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet oder
die Sauerstoffdüse stillgelegt werden.
[0021] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Sauerstoffdüse zum Zuführen
von sauerstoffhältigem Gas in das Festbett eines Einschmelzvergasers oder Kohlevergasers,
dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Sauerstoffeinspeisungskanal, und
mindestens zwei Sauerstoffstromauslasskanäle mit Auslassöffnungen aufweist, wobei
jeder der Sauerstoffstromauslasskanäle mit mindestens einem Sauerstoffeinspeisungskanal
verbunden ist. Die Sauerstoffdüse kann auch drei, vier, fünf, sechs, oder sieben Sauerstoffstromauslasskanäle
aufweisen. Bevorzugterweise weist sie zwei bis vier Sauerstoffstromauslasskanäle auf,
da bei einer solchen Anzahl die Eindringtiefe des vor ihnen gebildeten Raceways in
das Festbett gut ist und die einzelnen Raceways nicht überlappen. Bei mehr als sieben
Sauerstoffstromauslasskanäle sind die Eindringtiefen gering und es besteht die Gefahr
der Überlappung der einzelnen Raceways.
[0022] Nach einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sauerstoffdüse sind mindestens zwei
Sauerstoffstromauslasskanäle mit demselben Sauerstoffeinspeisungskanal verbundenen.
Das heisst, dass sich der Sauerstoffeinspeisungskanal in mindestens zwei Sauerstoffstromauslasskanäle
verzweigt.
[0023] Nach einer anderen Ausführungsform sind die Sauerstoffstromauslasskanäle jeweils
mit einem eigenen Sauerstoffeinspeisungskanal verbundenen.
[0024] Nach einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sauerstoffdüse liegen die Auslassöffnungen
der Sauerstoffstromauslasskanäle innerhalb einer einzigen Sauerstoffdüsenöffnung.
[0025] Nach einer anderen Ausführungsform bilden die Auslassöffnungen der Sauerstoffstromauslasskanäle
jeweils eine eigene Sauerstoffdüsenöffnung.
[0026] Nach einer Ausführungsform sind bei Sauerstoffdüsen mit mehr als zwei Sauerstoffstromauslasskanälen
die Durchmesser der einzelnen Auslassöffnungen unterschiedlich, um die Gasmenge und
Eindringtiefe der jeweiligen Raceways an die energetischen und geometrischen Erfordernisse
im Einschmelzvergaser anpassen zu können.
[0027] Wenn die Auslassöffnungen der Sauerstoffstromauslasskanäle jeweils eine eigene Sauerstoffdüsenöffnung
bilden, ist es bevorzugt dass der Abstand der Umfänge benachbarter Auslassöffnungen
bis zum dreifachen des Auslassöffnungsdurchmessers einer der Auslassöffnungen beträgt.
Bei verscheiden großen Auslassöffnungsdurchmessern gilt das für den kleineren Auslassöffnungsdurchmesser.
Bei einem Beispiel mit 3 Auslassöffnungen, wobei eine zentrale Auslassöffnung von
zwei Auslassöffnungen mit kleinerem, jeweils gleichem, Durchmesser flankiert ist,
beispielsweise dieser kleinere Durchmesser. Ein größerer Abstand würde Probleme dabei
bereiten, in der Sauerstoffdüse noch genügend Wandstärke zur Unterbringung von Kühlkanälen
unterzubringen.
[0028] Nach Anspruch 1 bilden die Mittelachsen der mit den Auslassöffnungen endenden Teilstücke
der Sauerstoffstromauslasskanäle einen Winkel von 5° bis 15°, zueinander. Je größer
der Winkel ist, desto besser sind die vor der selbe Sauerstoffdüse vorhandenen einzelnen
Raceways voneinander separiert; jedoch steigt mit steigendem Winkel die Gefahr, dass
sich vor benachbarten Sauerstoffdüsen vorhandene Raceways überlappen. Deshalb soll
der Winkel nicht mehr als 45° betragen. Welcher Winkel optimal ist, hängt von der
Nähe benachbarter Sauerstoffdüsen zueinander ab. Bei üblichen Anzahlen von Sauerstoffdüsen
am Einschmelzvergaser und daraus resultierenden Abständen sind 5° bis 15° besonders
günstig, wie in Aspruch 1 definiert.
[0029] Der besagte Winkel ist dabei der Winkel zwischen den Projektionen der Mittelachsen
auf eine horizontale Ebene.
[0030] Vorzugsweise ist jeder Sauerstoffeinspeisungskanal mit einer Regelvorrichtung zur
Regelung von Druck und, über die Strömungsgeschwindigkeit, Menge des eingespeisten
sauerstoffhaltigen Gases versehen.
[0031] Vorzugsweise umfasst die Sauerstoffdüse eine Schauvorrichtung zur Beobachtung der
Sauerstoffstromauslasskanäle und ihrer Auslassöffnungen.
[0032] Nach einer weitern Ausführungsform umfasst die Sauerstoffdüse eine Vorrichtung zur
Eindüsung von Feinkohle.
[0033] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Figuren, die beispielhaft
Ausführungsformen darstellen, beschrieben.
Figur 1 zeigt ein Segment eines Querschnitts eines Einschmelzvergasers im Herdbereich
des Einschmelzvergasers.
Figur 2 zeigt eine Sauerstoffdüse im Querschnitt.
Figur 3a zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer Sauerstoffdüse
mit 2 Sauerstoffstromauslasskanälen,
Figur 3b zeigt einen Längsschnitt der Sauerstoffdüse von Figur 3a
Figur 4a zeigt eine Vorderansicht einer Sauerstoffdüse
Figur 4b zeigt eine Draufsicht auf einen Schnitt längs der Linie A-A' durch die in
Figur 4a gezeigte Sauerstoffdüse.
[0034] Die exemplarisch dargestellten Sauerstoffdüsen 1 a, 1b, 1c sind, ähnlich wie Blasformen
beim Hochofen, in einem bestimmten Abstand d über dem Herd am Umfang U des Einschmelzvergasers
kreisringförmig angeordnet und werden von Außerhalb über nicht dargestellte Zuleitungen
mit sauerstoffhaltigem Gas versorgt. Zur besseren Übersichtlichkeit werden nur drei
Sauerstoffdüsen 1a,1b,1c dargestellt. Der Einschmelzvergasers hat den Radius R. Durch
hohe Gasgeschwindigkeiten, in der Regel über 100 m/s, bildet sich vor den Sauerstoffdüsen
der bereits beschriebene Raceway aus. Hier erfolgt die Reaktion mit dem kohlenstoffhältigem
Material, welche stark exotherm ist und zum Schmelzen der Einsatzstoffe dient. Die
Düsen müssen sehr hohen Temperaturen bis über 2000 °C widerstehen können und daher
entweder flüssigkeitsgekühlt oder aus geeignetem Refraktärwerkstoffen hergestellt
sein.
[0035] Das Sauerstoffhaltige Gas wird bei jeder Sauerstoffdüse 1 a, 1 b, 1 c in zwei Gasströmen
in das Festbett eingeleitet, wodurch sich vor jeder Sauerstoffdüse 1a,1b,1c zwei Raceways
2a, 2b bilden. Die Strömungsrichtungen benachbart austretender Gasströme, und damit
die entsprechenden Raceways, bilden in der Projektion auf eine horizontale Ebene,
in diesem Fall beispielsweise die Ebene des Papiers, einen Winkel zueinander. Die
Auslassöffnungen der Sauerstoffstromauslasskanäle bilden jeweils eine eigene Sauerstoffdüsenöffnung.
[0036] Figur 2 zeigt eine Sauerstoffdüse 1 im Querschnitt. Die Sauerstoffdüse 1 hat Kühlungskanäle
3 zur Kühlung der Spitze und des Körpers der Sauerstoffdüse. Zur Kühlung werden diese
Kühlungskanäle 3 von Kühlmittel durchflossen..Nach Belieferung der Sauerstoffdüse
mit sauerstoffhaltigem Gas von ausserhalb des Einschmelzvergasers strömt das sauerstoffhaltige
Gas als Einspeisungsgasstrom durch den Sauerstoffeinspeisungskanal 4 der Sauerstoffdüse,
bevor es durch die beiden vom Sauerstoffeinspeisungskanal 4 abzweigenden Sauerstoffstromauslasskanäle
5a,5b und deren Auslassöffnungen 6a,6b in das Festbett eingeleitet wird.
[0037] Über Schaugläser 7 als Schauvorrichtung können die Sauerstoffstromauslasskanäle und
Ihrer Auslassöffnungen beobachtet werden.
[0038] Solche Schauvorrichtungen zum Überwachen der Düsenfunktion sind durch geradlinige
Sauerstoffstromauslasskanäle möglich. Optional vorhandene Vorrichtungen zur Eindüsung
von Feinkohle, die den Körper der Sauerstoffdüse durchdringen und in unmittelbarer
Nähe der Auslassöffnungen auf der Seite des Raceway enden sind nicht dargestellt.
[0039] Figur 3a zeigt schematisch eine Vorderansicht einer Ausführungsform einer Sauerstoffdüse
mit 2 Sauerstoffstromauslasskanälen, deren Auslassöffnungen 8 und 9 jeweils eigene
Sauerstoffdüsenöffnungen bilden. Die 2 Sauerstoffstromauslasskanäle sind jeweils mit
einem eigenen Sauerstoffeinspeisungskanal verbunden. Die zusammengehörigen Sauerstoffstromauslasskanäle
und Sauerstoffeinspeisungskanäle haben die gleiche Richtung. Bei Projektion auf eine
horizontale Ebene überkreuzen sich die beiden Richtungen der Sauerstoffstromauslasskanäle.
[0040] Der Vorteil dieser Ausführungsform ist die Einzelregelbarkeit des Gasstromes durch
jede der Auslassöffnungen 8 und 9. Figur 3b zeigt einen Längsschnitt der Sauerstoffdüse
von Figur 3a mit Kühlkanälen 10 zur Kühlung von Körper und Spitze der Sauerstoffdüse.
[0041] Figur 4a zeigt eine Vorderansicht einer Sauerstoffdüse, bei der die Auslassöffnungen
11,12,13,14 der Sauerstoffstromauslasskanäle innerhalb einer Sauerstoffdüsenöffnung
15 liegen. Die Sauerstoffdüsenöffnung ist schlitzförmig und horizontal angeordnet.
Figur 4b zeigt eine Draufsicht auf einen Schnitt längs der Linie A-A' durch die in
Figur 4a gezeigte Sauerstoffdüse. Durch die drei Leitbleche 16,17,18 werden vier Sauerstoffstromauslasskanäle
19,20,21,22 begrenzt. Die aus diesen austretenden Gasströme besitzen verschiedene
Strömungsrichtungen.
[0042] Im Nachfolgenden werden Kennwerte für Einschmelzvergaser unterschiedlicher Schmelzleistung
gegenübergestellt:
Dabei haben die verwendeten Begriffe die folgenden Bedeutungen::
- Absolute Schmelzleistung (Tonnen/Tag)
Dieser Wert gibt die Menge an Roheisen an, weiche im Normalbetrieb täglich erzeugt
wird.
- Spezifische Herdbelastung (Tonnen/m2,Tag).
Das ist die auf einen Quadratmeter Herdfläche des Einschmelzvergasers bezogene absolute
Schmelzleistung an Roheisen. Dieser Wert charakterisiert die Energieintensität einer
Schmelzreduktionsanlage.
- Einzel-Schmelzleistung eines Raceways (Tonnen/Tag).
Dieser Wert charakterisiert die Schmelzleistung an Roheisen eines einzelnen Raceways.
[0043] Vorteilhafte Bedingungen herrschen, wenn die Zahlenwerte für Einzel-Schmelzleistung
eines Raceways und für Spezifische Herdbelastung etwa gleich sind.
[0044] Beispiele für Einschmelzvergaser mit herkömmlichen Sauerstoffdüsen, bei denen pro
Sauerstoffdüse ein Gasstrom von sauerstoffhaltigem Gas in das Festbett eingeleitet
wird:
Beispiel 1: Ein Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 1000 Tonnen
Roheisen/Tag ist durch folgende Parameter gekennzeichnet:
| Gesamtzahl der Raceways |
20 |
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
20 |
| Absolute Schmelzleistung |
1000 t/ d |
| Herddurchmesser |
5,5 m |
| Einzel-Schmelzleistung eines Raceways |
50 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
45 t/ m2,d |
Beispiel 2: Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 2500 Tonnen
Roheisen/Tag ist durch folgende Parameter gekennzeichnet:
| Gesamtzahl der Raceways |
28 |
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
28 |
| Absolute Schmelzleistung |
2500 t/ d |
| Herddurchmesser |
7,5 m |
| Einzel-Schmelzleistung eines Raceways |
89 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
57 t/ m2,d |
Beispiel 3: Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 4000 Tonnen
Roheisen/Tag ist durch folgende Parameter gekennzeichnet:
| Gesamtzahl der Raceways |
30 |
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
30 |
| Absolute Schmelzleistung |
4000 t/ d |
| Herddurchmesser |
8,9 m |
| Einzel-Schmelzleistung eines Raceways |
133 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
65 t/ m2,d |
Beispiel 4: Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 5800 Tonnen
Roheisen/Tag ist durch folgende Parameter gekennzeichnet:
| Gesamtzahl der Raceways |
34 |
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
34 |
| Absolute Schmelzleistung |
5800 t/ d |
| Herddurchmesser |
10,2 m |
| Einzel-Schmelzleistung eines Raceways |
171 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
71 t/ m2,d |
[0045] Wie aus den Beispielen zu ersehen ist, steigt die Einzel-Schmelzleistung eines Raceways
überproportional zu den spezifischen Herdbelastungen an.
[0046] Höhere Schmelzleistungen bedingen einen höheren Energieeintrag, welcher durch einen
höheren Kohlenstoffumsatz mit Sauerstoff erreicht wird. Proportional mit der Erhöhung
der zugeführten Menge von Sauerstoff steigt die erzeugte Vergasungsgasmenge an Kohlenmonoxid
an. Zunehmende Gasmengen ergeben immer stärkere Ausbildungen von fluidisierten Zonen
oberhalb der Raceways, was einen nachteiligen Effekt auf die Stabilität des Stoff-
und Energieaustausches im Einschmelzvergaser hat. Um die günstigen Bedingungen, wie
sie im Beispiel 1 und 2 gezeigt sind, auch für größere Einheiten erreichen zu können,
wären mehr Sauerstoffdüsen als sie bei den derzeitigen Anlagen aus Stabilitätsgründen
möglich sind, vorzusehen.
[0047] Erfindungsgemäß werden an Stelle von Sauerstoffdüsen, aus denen nur ein Gasstrom
austritt, solche installiert, aus denen mindestens zwei Gasströme in das Festbett
eingeleitet werden. Damit kann die durch den Umsatz von sauerstoffhältigem Gas mit
kohlenstoffhältigem Material freigesetzte Energie pro eingeleitetem Gasstrom herabgesetzt
werden. Gleichzeitig wird der Energieeintrag gleichmäßiger über den Umfang des Einschmelzvergasers
verteilt.
[0048] Beispiele mit erfindungsgemäßen Sauerstoffdüsen:
Beispiel 5: Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 2500 Tonnen
Roheisen/Tag
[0049] Bei guter Möllerverteilung sind erfindungsgemäße Sauerstoffdüsen zur Erzielung guter
Bedingungen im Festbett nicht unbedingt nötig, bei ungünstigen Rohstoffen ist eine
50 %-ige Erhöhung der eingeleiteten Gasströme von 28 auf 42 vorteilhaft. Dies kann
durch abwechselnde Anordnung von herkömmlichen und erfindungsgemäßen Sauerstoffdüsen
erreicht werden:
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
28 |
| Gesamtzahl der Raceways |
42 |
[0050] Damit ergeben sich folgende Kenngrößen:
| Einzel-Schmelzleistung eines Raceways |
59 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
57 t/ m2,d |
[0051] Es werden durch diese Maßnahme die beiden Zahlenwerte wieder angepasst.
Beispiel 6: Einschmelzvergaser mit einer absoluten Schmelzleistung von 4000 Tonnen
Roheisen/Tag
[0052] In diesem Fall ist bei Verwendung herkömmlicher Sauerstoffdüsen die Abweichung der
Zahlenwerte für Einzel-Schmelzleistung eines Raceways und für Spezifische Herdbelastung
sehr unterschiedlich, nämlich 133 zu 65. In diesem Fall ist eine Verdoppelung der
Anzahl der Raceways anzustreben. Dies ist durch ausschließliche Verwendung von erfindungsgemäßen
Sauerstoffdüsen, aus denen jeweils 2 Gasströme in das Festbett eingeleitet werden,
erreichbar.
| Gesamtzahl der Sauerstoffdüsen |
30 |
| Gesamtzahl der Raceways |
60 |
[0053] Es ergeben sich folgende Kenngrößen:
| Spezifische Schmelzleistung der Einzeldüse |
67 t/ d |
| Spezifische Herdbelastung |
65 t/ m2,d |
[0054] Es werden durch diese Maßnahme die beiden Zahlenwerte wieder angepasst
[0055] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Sauerstoffdüsen liegt darin, dass sie
in vorhandene Einschmelzvergaser-Anlagen ohne Änderung der Einschmelzvergaser nachgerüstet
werden können.
- 1,1a,1b,1c
- Sauerstoffdüse
- 2a,2b
- Raceway
- 3
- Kühlungskanal
- 4
- Sauerstoffeinspeisungskanal
- 5a,5b
- Sauerstoffstromauslasskanal
- 6
- Auslassöffnung
- 7
- Schaugläser
- 8
- Auslassöffnung
- 9
- Auslassöffnung
- 10
- Kühlkanal
- 11
- Auslassöffnung
- 12
- Auslassöffnung
- 13
- Auslassöffnung
- 14
- Auslassöffnung
- 15
- Sauerstoffdüsenöffnung
- 16
- Leitblech
- 17
- Leitblech
- 18
- Leitblech
- 19
- Sauerstoffstromauslasskanal
- 20
- Sauerstoffstromauslasskanal
- 21
- Sauerstoffstromauslasskanal
- 22
- Sauerstoffstromauslasskanal
1. Verfahren zum Herstellen und Schmelzen von Roheisen und Stahlvorprodukten in einem
Einschmelzvergaser in einem Festbett unter Zufuhr von Eisenoxiden oder vorreduziertem
Eisen oder deren Mischungen, und von kohlenstoffhältigem Material, unter Vergasung
des kohlenstoffhältigen Materials mittels über Sauerstoffdüsen eingeleitetem sauerstoffhaltigem
Gas, dadurch gekennzeichnet, dass das sauerstoffhaltige Gas bei mindestens einer Sauerstoffdüse in mindestens zwei
Gasströmen in das Festbett des Einschmelzvergasers oder Kohlevergasers eingeleitet
wird, wobei die Strömungsrichtungen benachbart austretender Gasströme einen Winkel
von 5° bis 15° zueinander bilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Gasströme aus einem einzigen Einspeisungsgasstrom für sauerstoffhaltiges
Gas entspringen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Gasströme jeweils aus einem eigenen Einspeisungsgasstrom für
sauerstoffhaltiges Gas entspringen.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Strömungsrichtungen aufweisende Gasströme aus einer Sauerstoffdüsenöffnung
austreten.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gasstrom aus einer eigenen Sauerstoffdüsenöffnung austritt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von mehr als zwei Gasströmen die Gasströme verschiedene Durchmesser
haben.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Einspeisungsgasstrom für sauerstoffhaltiges Gas bezüglich Menge und Druck regelbar
ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass über die Sauerstoffdüsen auch Feinkohle in das Festbett eingedüst wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb der Sauerstoffdüsen durch Schaulöcher überwacht wird.
10. Sauerstoffdüse zum Zuführen von sauerstoffhältigem Gas in das Festbett eines Einschmelzvergasers
oder Kohlevergasers, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Sauerstoffeinspeisungskanal, und mindestens zwei Sauerstoffstromauslasskanäle
mit Auslassöffnungen aufweist, wobei jeder der Sauerstoffstromauslasskanäle mit mindestens
einem Sauerstoffeinspeisungskanal verbunden ist, wobei die Mittelachsen der mit den
Auslassöffnungen endenden Teilstücke der Sauerstoffstromauslasskanäle einen Winkel
von 5° bis 15° zueinander bilden.
11. Sauerstoffdüse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Sauerstoffstromauslasskanäle mit demselben Sauerstoffeinspeisungskanal
verbundenen sind.
12. Sauerstoffdüse nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sauerstoffstromauslasskanäle jeweils mit einem eigenen Sauerstoffeinspeisungskanal
verbundenen sind.
13. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnungen der Sauerstoffstromauslasskanäle innerhalb einer einzigen Sauerstoffdüsenöffnung
liegen.
14. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnungen der Sauerstoffstromauslasskanäle jeweils eine eigene Sauerstoffdüsenöffnung
bilden.
15. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit mehr als zwei Sauerskoffstromauslasskanälen die Durchmesser der einzelnen Auslassöffnungen
unerschiedlich sind.
16. Sauerstoffdüse nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Umfänge benachbarter Auslassöffnungen bis zum dreifachen des Auslassöffnungsdurchmessers
einer der Auslassöffnungen beträgt.
17. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Sauerstoffeinspeisungskanal mit einer Regelvorrichtung zur Regelung von Druck
und Menge des eingespeisten sauerstoffhaltigen Gases versehen ist
18. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schauvorrichtung zur Beobachtung der Sauerstoffstromauslasskanäle und ihrer
Auslassöffnungen umfasst.
19. Sauerstoffdüse nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, sie eine Vorrichtung zur Eindüsung von Feinkohle umfasst.
1. Method for the production and the melting of pig iron and of steel intermediate products
in a melt-down gasifier in a solid bed, with the supply of iron oxides or pre-reduced
iron or mixtures thereof, and of carbon-containing material, the carbon-containing
material being gasified by means of oxygen-containing gas introduced via oxygen nozzles,
characterized in that the oxygen-containing gas is introduced, in the case of at least one oxygen nozzle,
in at least two gas streams into the sold bed of the melt-down gasifier or coal gasifier,
wherein the flow directions of adjacently emerging gas streams form an angle of 5°
to 15° to one another.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the at least two gas streams originate from a single feed gas stream for oxygen-containing
gas.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the at least two gas streams originate in each case from a specific feed gas stream
for oxygen-containing gas.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that gas streams having different flow directions emerge from an oxygen nozzle orifice.
5. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that each gas stream emerges from a specific oxygen nozzle orifice.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterized in that, when more than two gas streams are used, the gas streams have different diameters.
7. Method according to one of Claims 1 to 6, characterized in that each feed gas stream for oxygen-containing gas can be regulated in terms of quantity
and of pressure.
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that small coal is also injected into the solid bed via the oxygen nozzles.
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the operation of the oxygen nozzles is monitored through inspection holes.
10. Oxygen nozzle for the supply of oxygen-containing gas into the solid bed of a melt-down
gasifier or coal gasifier, characterized in that it has at least one oxygen feed duct and at least two oxygen stream outlet ducts
with outlet orifices, each of the oxygen stream outlet ducts being connected to at
least one oxygen feed duct, wherein the center axes of those portions of the oxygen
stream outlet ducts which end in the outlet orifices form an angle of 5° to 15° to
one another.
11. Oxygen nozzle according to Claim 10, characterized in that at least two oxygen stream outlet ducts are connected to the same oxygen feed duct.
12. Oxygen nozzle according to Claim 10, characterized in that the oxygen stream outlet ducts are connected in each case to a specific oxygen feed
duct.
13. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 12, characterized in that the outlet orifices of the oxygen stream outlet ducts lie within a single oxygen
nozzle orifice.
14. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 12, characterized in that the outlet orifices of the oxygen stream outlet ducts form in each case a specific
oxygen nozzle orifice.
15. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 12, characterized in that, with more than two oxygen stream outlet ducts, the diameters of the individual outlet
orifices are different.
16. Oxygen nozzle according to Claim 14 or 15, characterized in that the distance between the circumferences of adjacent outlet orifices amounts to three
times the outlet orifice diameter of one of the outlet orifices.
17. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 16, characterized in that each oxygen feed duct is provided with a regulating device for regulating the pressure
and quantity of the oxygen-containing gas fed in.
18. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 17, characterized in that it comprises an inspection device for observing the oxygen stream outlet duct and
their outlet orifices.
19. Oxygen nozzle according to one of Claims 10 to 18, characterized in that it comprises a device for the injection of small coal.
1. Procédé de fabrication et de fusion en lit fixe de fonte brute et de pré-produits
d'acier dans un gazéificateur de fusion, dans lequel des oxydes de fer, du fer pré-réduit
ou leurs mélanges sont apportés ainsi qu'un matériau contenant du carbone, et où le
matériau contenant du carbone est gazéifié au moyen d'un gaz contenant de l'oxygène
apporté par des tuyères d'oxygène,
caractérisé en ce que
le gaz contenant de l'oxygène est introduit dans le lit fixe du gazéificateur de fusion
ou du gazéificateur de charbon en au moins deux écoulements de gaz par au moins une
tuyère d'oxygène, les directions d'écoulement des écoulements voisins de sortie de
gaz formant l'une par rapport à l'autre un angle de 5° à 15°.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux ou plusieurs écoulements de gaz proviennent d'un unique écoulement de gaz
d'injection de gaz contenant de l'oxygène.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux ou plusieurs écoulements de gaz proviennent chacun de leur propre écoulement
d'alimentation en gaz contenant de l'oxygène.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les écoulements de gaz présentant des directions d'écoulement différentes proviennent
d'une ouverture de la tuyère d'oxygène.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque écoulement de gaz sort de la tuyère d'oxygène par sa propre ouverture.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que lorsqu'il utilise plus de deux écoulements de gaz, les écoulements de gaz ont des
diamètres différents.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que chaque écoulement d'injection de gaz contenant de l'oxygène peut être régulé en débit
et en pression.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que du charbon finement divisé peut également être injecté dans le lit fixe par les tuyères
d'oxygène.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le fonctionnement des tuyères d'oxygène est surveillé à travers des trous d'observation.
10. Tuyère d'oxygène destinée à apporter un gaz contenant de l'oxygène dans le lit fixe
d'un gazéificateur de fusion ou d'un gazéificateur de charbon,
caractérisée en ce que
elle présente au moins un canal d'injection d'oxygène et au moins deux canaux de sortie
d'écoulement d'oxygène dotés d'ouvertures de sortie, chacun des canaux de sortie d'écoulement
d'oxygène étant relié à au moins un canal d'injection d'oxygène, les axes centraux
des parties des canaux de sortie d'écoulement d'oxygène qui se terminent par les ouvertures
de sortie formant l'un avec l'autre un angle de 5° à 15°.
11. Tuyère d'oxygène selon la revendication 10, caractérisée en ce qu'au moins deux canaux de sortie d'écoulement d'oxygène sont reliés au même canal d'injection
d'oxygène.
12. Tuyère d'oxygène selon la revendication 10, caractérisée en ce que chacun des canaux de sortie d'écoulement d'oxygène est relié à son propre canal d'injection
d'oxygène.
13. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que les ouvertures de sortie des canaux de sortie d'écoulement d'oxygène sont situées
à l'intérieur d'une unique ouverture de tuyère d'oxygène.
14. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que les ouvertures de sortie des canaux de sortie d'écoulement d'oxygène forment chacune
une ouverture propre de tuyère d'oxygène.
15. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que lorsque plus de deux canaux de sortie d'écoulement d'oxygène sont prévus, les diamètres
des différentes ouvertures de sortie sont différents.
16. Tuyère d'oxygène selon les revendications 14 ou 15, caractérisée en ce que la distance entre les périphéries d'ouvertures de sortie voisines représente jusqu'à
trois fois le diamètre de l'une des ouvertures de sortie.
17. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 16, caractérisée en ce que chaque canal d'injection d'oxygène est doté d'un dispositif de régulation qui régule
la pression et le débit d'injection du gaz contenant de l'oxygène.
18. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 17, caractérisée en ce qu'elle comporte un dispositif d'observation qui permet d'observer les canaux de sortie
d'écoulement d'oxygène et leurs ouvertures de sortie.
19. Tuyère d'oxygène selon l'une des revendications 10 à 18, caractérisée en ce qu'elle comporte un dispositif d'injection de charbon finement divisé.