[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tischmöbel, insbesondere ein flexibel einsetzbares
Tischmöbel.
[0002] Es sind Tischmöbel bekannt, die integrierte Versorgungs- und Kommunikationsanschlüsse
zum Anschließen eines Notebooks aufweisen. So offenbart zum Beispiel die
DE 10 2006 044 464 A1 ein Konferenztischsystem, das einen zentralen Steuertisch und mehrere Konferenztische
umfasst, wobei die Konferenztische jeweils mit einem Anschlussmodul zum Verbinden
eines Notebooks mit dem zentralen Steuertisch und über diesen mit externen Vorrichtungen
versehen sind.
[0003] Darüber hinaus sind auch Tischmöbel mit integrierten Bildschirmen bekannt. So beschreibt
zum Beispiel die
DE 298 21 588 U1 ein Tischmöbel für PC-unterstützte Beratungen und Konferenzen, das kundenseitig unterhalb
der Tischplatte einen Bildschirm aufweist, der mit einem Computer eines Beraters gekoppelt
und über eine Verglasung in der Tischplatte durch den Kunden einsehbar ist.
[0004] Weiter zeigt die
DE 101 53 492 A1 einen Schülertisch, in dem ein Flachbildschirm integriert ist, der zwischen einer
Verstauposition unterhalb der Tischplatte und einer Arbeitsposition oberhalb der Tischplatte
bewegt werden kann. Zusätzlich ist ein Aufnahmeraum für eine Tastatur vorgesehen,
die bei Bedarf entnommen und auf die Tischplatte gelegt wird.
[0005] Die
WO 2007/018405 A1 beschreibt einen Computertisch mit mehreren Aufbewahrungsmöglichkeiten für den Computer
und seine Peripheriegeräte sowie einer Arbeitsplatte zum Aufstellen des Bildschirms.
[0006] Diese bekannten Tischmöbel bieten dem Benutzer zwar flexible Einsatzmöglichkeiten,
jedoch wird jeweils die durch die Tischplatte zur Verfügung gestellte Arbeitsfläche
während einer Benutzung des Notebooks oder Bildschirms entsprechend verkleinert, sodass
die Tischmöbel im Allgemeinen nicht gleichzeitig mehrfach genutzt werden können.
[0007] Des Weiteren ist zum Beispiel aus der
JP 2004-267764 A ein mobiler Arbeitstisch bekannt, der seitlich ausziehbare Arbeitsplatten aufweist,
um die Einsatzmöglichkeiten zu erweitern. In ähnlicher Weise besitzt auch der Schreibmaschinentisch
der
DE 19 59 250 U1 seitlich ausziehbare Arbeitsbretter und Schubladen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Tischmöbel zu schaffen,
das flexibel einsetzbar ist. Das Tischmöbel soll insbesondere dem Benutzer den einfachen
und kurzfristigen Einsatz eines Notebooks ermöglichen, ohne die durch die Tischplatte
zur Verfügung gestellte Arbeitsfläche einzuschränken.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Tischmöbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
[0010] Das Tischmöbel gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Tischplatte, ein die Tischplatte
tragendes Gestell und eine in Höhenrichtung des Tischmöbels unter der Tischplatte
angeordnete Schublade, die in einer Schubladenführung in einer Richtung quer zu einer
Hauptbenutzungsrichtung des Tischmöbels zwischen einer Nichtgebrauchsstellung unterhalb
der Tischplatte und einer Gebrauchsstellung zumindest teilweise neben der Tischplatte
bewegbar ist, auf. Die Schublade und die Schubladenführung sind dabei derart ausgebildet
und dimensioniert, dass in der Nichtgebrauchsstellung der Schublade ein zugeklapptes
Notebook darin aufgenommen werden kann und in der Gebrauchsstellung der Schublade
ein aufgeklapptes Notebook darin aufgenommen und benutzt werden kann. Weiter weist
die Schublade wenigstens einen Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss zum Anschließen
von entsprechenden Notebook-Verbindungsleitungen des in der Schublade aufgenommenen
Notebooks auf, wobei diese Notebook-Verbindungsleitungen ebenfalls in der Schublade
aufgenommen werden können. Schließlich ist der wenigstens eine Versorgungs- und/oder
Kommunikationsanschluss der Schublade mit entsprechenden Tischmöbel-Verbindungsleitungen
verbunden, über welche der wenigstens eine Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss
an entsprechende Versorgungs- bzw. Kommunikationsanschlüsse eines Gebäudes angeschlossen
werden kann.
[0011] In der Schublade des erfindungsgemäßen Tischmöbels kann ein Notebook aufbewahrt werden.
Aufgrund der in der Schublade vorgesehenen Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschlüsse
für das Notebook und der Konstruktion von Schublade und Schubladenführung, die eine
Benutzung des Notebooks in der Gebrauchsstellung der Schublade ermöglichen, ist das
Notebook bei Bedarf sofort und ohne Aufwand einsatzbereit. Da das Notebook während
seiner Benutzung in der Schublade verbleiben kann und nicht auf die Tischplatte gestellt
werden muss, bleibt die gesamte Tischplatte weiterhin als Arbeitsfläche für andere
Tätigkeiten verfügbar.
[0012] Unter der "Nichtgebrauchsstellung" der Schublade soll die vollständig geschlossene
Schubladenstellung verstanden werden, während unter der "Gebrauchsstellung" der Schublade
ihre maximal geöffnete Stellung verstanden werden soll. Selbstverständlich kann die
Schublade üblicherweise auch in Zwischenstellungen zwischen Nichtgebrauchsstellung
und Gebrauchsstellung positioniert werden.
[0013] Das Tischmöbel besitzt in üblicher Weise eine Benutzerseite", auf welcher sich ein
Benutzer hauptsächlich in Bezug auf das Tischmöbel befindet, um an dem Tischmöbel
zu arbeiten. Der Begriff der "Hauptbenutzungsrichtung" soll jene Richtung bezeichnen,
die von dieser Benutzerseite zu der dieser gegenüber liegenden Seite des Tischmöbels
gerichtet ist. Im Fall einer rechteckigen Grundform der Tischplatte und einer längeren
Seitenkante als Benutzerseite würde diese Hauptbenutzungsrichtung beispielsweise mit
der kürzeren Hauptachse der Tischplatte zusammenfallen bzw. parallel zu ihr verlaufen.
[0014] Der wenigstens eine "Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss" der Schublade
ist zum Beispiel ausgewählt aus einem Stromanschluss, einem Internet-Anschluss und
einem (internen oder externen) Datennetzanschluss.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Schublade mit einem Verriegelungsmechanismus
zum Abschließen der Schublade versehen sein. Auf diese Weise kann ein Notebook sicher
in der Schublade des Tischmöbels aufbewahrt werden.
[0016] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Schublade auch derart ausgebildet
und dimensioniert sein, dass zusätzlich zu dem Notebook auch wenigstens ein Peripheriegerät
des Notebooks, wie beispielsweise eine Computermaus, darin aufgenommen werden kann.
[0017] Ferner kann die Schublade auf ihrer der Benutzerseite des Tischmöbels zugewandten
Seite eine Seitenwange aufweisen, deren Höhe niedriger als die Höhe der Schublade
ist. Alternativ kann die Schublade auf ihrer der Benutzerseite des Tischmöbels zugewandten
Seite eine Seitenwange aufweisen, die zur Benutzerseite hin aufklappbar ist. In einer
weiteren Alternativen kann die Schublade auf ihrer der Benutzerseite des Tischmöbels
zugewandten Seite offen ausgebildet sein. Diese Konstruktionen der Schublade ermöglichen
jeweils einen benutzerfreundlichen Zugang zu dem in der Schublade aufgenommenen Notebook,
um es in der Gebrauchsstellung der Schublade komfortabel benutzen zu können.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Tischmöbel-Verbindungsleitungen
in einem flexiblen Leitungskanal geführt sein, der eine Bewegung der Schublade zwischen
ihrer Nichtgebrauchsstellung und ihrer Gebrauchsstellung erlaubt, ohne die Verbindungsleitungen
zu beschädigen bzw. zu verschleißen.
[0019] Weiter können die Tischmöbel-Verbindungsleitungen auch in einem flexiblen Leitungskanal
geführt sein, der eine variable Positionierung des Tischmöbels erlaubt. Dabei weist
das Tischmöbel vorzugsweise eine Haltevorrichtung zum Aufnehmen dieses flexiblen Leitungskanals
bei Nichtgebrauch der Tischmöbel-Verbindungsleitungen auf, um diese platzsparend verstauen
zu können.
[0020] In einer Ausführungsform kann das Gestell des Tischmöbels eine Säule zum Tragen der
Tischplatte aufweisen, an deren der Tischplatte abgewandten Endbereich mehrere Ausleger
angebracht sind. Zum Beispiel kann die Säule des Gestells in Bezug auf die Hauptbenutzungsrichtung
des Tischmöbels außermittig angeordnet sein und können die mehreren Ausleger des Gestells
entsprechend dieser Position der Säule asymmetrisch angeordnet und ausgebildet sein.
[0021] Weiter kann die Tischplatte zum Beispiel eine rechteckige Grundform besitzen, wobei
die dem Benutzer zugewandte Seitenkante der Tischplatte und/oder die dem Benutzer
abgewandte Seitenkante der Tischplatte zumindest teilweise (konvex oder konkav) gekrümmt
ausgebildet sein können.
[0022] Es kann ferner vorteilhaft sein, dass das Tischmöbel eine weitere Schublade aufweist,
die in Höhenrichtung des Tischmöbels ebenfalls unter der Tischplatte angeordnet ist
und in einer Schubladenführung in einer Richtung quer zur Hauptbenutzungsrichtung
des Tischmöbels zwischen einer Nichtgebrauchsstellung unterhalb der Tischplatte und
einer Gebrauchsstellung zumindest teilweise neben der Tischplatte (auf der der ersten
Schublade abgewandten Seite des Tischmöbels) bewegbar ist.
[0023] Bei dieser Ausführungsform können die Schubladenführung der einen Schublade und die
Schubladenführung der weiteren Schublade zum Beispiel auch als eine gemeinsame Schubladenführung
ausgebildet sein.
[0024] Ferner kann das Gestell des Tischmöbels höhenverstellbar ausgebildet sein. So kann
das Tischmöbel von einem Benutzer zum Beispiel je nach Bedarf wahlweise in einer sitzenden
oder stehenden Arbeitshaltung benutzt werden und natürlich auch an die Körpergröße
des jeweiligen Benutzers angepasst werden.
[0025] Außerdem kann das Gestell des Tischmöbels wenigstens eine Fußrolle aufweisen, welche
vorzugsweise feststellbar ausgebildet ist. Durch die Fußrollen kann ein mobiles, einfach
bewegbares Tischmöbel geschaffen werden.
[0026] Obige sowie weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
werden aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten, nichteinschränkenden
Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen besser verständlich.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels eines Tischmöbels gemäß
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht des Tischmöbels von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht des Tischmöbels von Fig. 1;
- Fig. 4
- eine schematische Perspektivansicht des Tischmöbels von Fig. 1, mit der Schublade
in ihrer Gebrauchsstellung und einem darin aufgenommenen Notebook; und
- Fig. 5
- eine schematische Unteransicht des Tischmöbels von Fig. 1.
[0027] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend am Beispiel eines Tischmöbels näher beschrieben,
das in vorteilhafter Weise für einen Lehrerarbeitsplatz eingesetzt werden kann, ohne
dass die Erfindung auf diese spezielle Anwendung beschränkt sein soll.
[0028] Das Tischmöbel hat eine Tischplatte 10 und ein diese Tischplatte 10 tragendes Gestell
16. Die Grundform der Tischplatte 10 ist zum Beispiel rechteckig, wobei die dem Benutzer
zugewandte Seitenkante 12 (entspricht der Benutzerseite, vorne in Fig. 1 bzw. unten
in Fig. 3) und auch die dem Benutzer abgewandte Seitenkante 13 (hinten in Fig. 1 bzw.
oben in Fig. 3) konvex, d.h. nach außen gekrümmt sind. Wahlweise sind aber auch geradlinige
Seitenkanten 12, 13, konkav gekrümmte Seitenkanten, nur teilweise gekrümmte Seitenkanten
oder unterschiedlich geformte Seitenkanten 12 und 13 realisierbar. Des Weiteren kann
die Tischplatte 10 natürlich auch andere Grundformen, wie zum Beispiel quadratisch,
polygonal (mit wenigstens fünf Ecken), elliptisch oder kreisförmig, haben.
[0029] Mit der Bezugsziffer 14 ist in Fig. 1 auch die Hauptbenutzungsrichtung des Tischmöbels
angedeutet. Diese Hauptbenutzungsrichtung 14 entspricht bei der rechteckigen Grundform
der Tischplatte 10 der kurzen Hauptachse der Tischplatte 10 (Oben/Unten-Richtung in
Fig. 3) bzw. verläuft im Wesentlich parallel zu dieser.
[0030] Das Gestell 16 weist eine Säule 18 auf, die vorzugsweise höhenverstellbar ausgebildet
ist. Zur Höhenverstellung ist im Bereich der Benutzerseite 12 der Tischplatte 10 ein
Betätigungsmechanismus 24 vorgesehen. Die Höhenverstellung selbst ist zum Beispiel
mit einer Gasdruckfeder oder einem Elektromotor ausgestaltet.
[0031] An dem der Tischplatte 10 abgewandten Endbereich der Säule 18 sind mehrere (hier:
vier) Ausleger 20 angebracht, an deren Enden jeweils eine Fußrolle 22 befestigt ist.
Zumindest einige dieser Fußrollen 22 sind vorzugsweise feststellbar ausgebildet. Durch
das Gestell 18 mit Fußrollen 22 ist das Tischmöbel einfach verfahrbar und dem Benutzer
steht ein mobiles Tischmöbel zur Verfügung.
[0032] Wie insbesondere in Fig. 3 zu erkennen, ist in der vorliegenden Ausgestaltung die
Säule 18 des Gestells 16 in Bezug auf die Hauptbenutzungsrichtung 14 außermittig angeordnet,
genauer gesagt in Richtung zu der dem Benutzer abgewandten Seitenkante 13 der Tischplatte
10 versetzt angeordnet. Die vier Ausleger 20 des Gestells 16 sind dementsprechend
asymmetrisch angeordnet und mit unterschiedlichen Längen ausgebildet. Zur Erhöhung
der Stabilität des gesamten Tischmöbels erstrecken sich die Ausleger 20 bevorzugt
im Wesentlichen bis in die Eckbereiche der Tischplatte 10, wie in Fig. 3 angedeutet.
Diese Anordnung von Säule 18 und Auslegern 20 bietet dem Benutzer auf der Benutzerseite
12 eine größtmögliche Beinfreiheit, ohne die Stabilität des Tischmöbels zu gefährden.
[0033] An ihrem der Tischplatte 10 zugewandten Ende weist die Säule 18 zum Beispiel eine
Trägerplatte 25 auf, mit welcher die Tischplatte 10 verschraubt ist (siehe z.B. Fig.
5).
[0034] An der Unterseite der Tischplatte 10 ist eine Schubladenführung 26 montiert, die
im Wesentlichen quer zur Hauptbenutzungsrichtung 14 des Tischmöbels verläuft. In dieser
Schubladenführung 26 sind eine erste Schublade 26 (rechts in Fig. 1-3) und eine zweite
Schublade 30 (links in Fig. 1-3) bewegbar geführt. Anstelle der gemeinsamen Schubladenführung
26 für die beiden Schubladen 28, 30 können alternativ auch zwei getrennte Schubladenführungen
vorgesehen sein.
[0035] Die erste Schublade 28 dient in diesem Ausführungsbeispiel als Notebook-Schublade.
Die andere Schublade 30 kann wahlweise ebenfalls als Notebook-Schublade oder auch
als gewöhnliche Schublade verwendet werden.
[0036] Wie in Fig. 2 und 3 angedeutet, ist die Schublade 28 in der Richtung quer zur Hauptbenutzungsrichtung
14 des Tischmöbels zwischen einer geschlossenen Nichtgebrauchsstellung unterhalb der
Tischplatte 10 (gestrichelte Linien) und einer geöffneten Gebrauchsstellung seitlich
neben der Tischplatte 10 (durchgezogene Linien) bewegbar. Zudem besitzt die Schublade
28 einen Verriegelungsmechanismus 32, um die Schublade 28 in der geschlossenen Nichtgebrauchsstellung
abschließen und ihren Inhalt sicher verwahren zu können.
[0037] Die Schubladenführung 26 und die Schublade 28 selbst sind dabei derart ausgebildet
und dimensioniert, dass die Schublade 28 in ihrer geschlossenen Nichtgebrauchsstellung
ein zugeklapptes Notebook 36 aufnehmen kann. In der geöffneten Gebrauchsstellung der
Schublade 28 kann in ihrem Aufbewahrungsraum 34 ein aufgeklapptes Notebook 36 so aufgenommen
werden, dass es benutzbar ist, wie in der Darstellung von Fig. 4 veranschaulicht.
Insbesondere sind die Abmessungen des Aufbewahrungsraums 34 der Schublade 28 so gewählt,
dass Notebooks 36 mit Maßen in einem gewissen Standardbereich darin aufgenommen werden
können.
[0038] Um das Notebook 36 in der geöffneten Gebrauchsstellung der Schublade 28 besser bedienen
zu können, ohne es entnehmen und auf der Tischplatte 10 platzieren zu müssen, ist
die der Benutzerseite zugewandte Seitenwange 38 der Schublade 28 zum Beispiel niedriger
ausgebildet, weggelassen oder aufklappbar konzipiert.
[0039] In der Schublade 28 ist zudem eine Anschlussleiste 40 mit wenigstens einem Versorgungs-
und/oder Kommunikationsanschluss vorgesehen. Dieser wenigstens eine Versorgungs- und/oder
Kommunikationsanschluss ist typischerweise ausgewählt aus einem Stromversorgungsanschluss,
einem Internet-Anschluss und einem (externen oder internen) Datennetzanschluss. Das
Notebook 36 ist über entsprechende Verbindungsleitungen 42 mit diesen Versorgungs-
und/oder Kommunikationsanschlüssen verbindbar, sodass das Notebook 36 nach dem Öffnen
der Schublade 28 in die Gebrauchsstellung sofort einsatzbereit sein kann.
[0040] Die Notebook-Verbindungsleitungen 42 sind ebenfalls in der Schublade 28 aufgenommen.
Außerdem kann der Aufnahmeraum 34 der Schublade 28 in vorteilhafter Weise so groß
ausgestaltet sein, dass er neben dem Notebook 36 und den Notebook-Verbindungsleitungen
42 auch wenigstens ein Peripheriegerät des Notebooks wie beispielsweise eine Computermaus
aufnehmen kann.
[0041] Die Anschlussleiste 40 der Schublade 28 ist über entsprechende Verbindungsleitungen
mit entsprechenden Versorgungs- bzw. Kommunikationsanschlüssen in einem Gebäude verbindbar.
Dabei sind diese Tischmöbel-Verbindungsleitungen in einem flexiblen Kabelkanal 44,
46 geführt, dessen erster, der Schublade 28 zugewandter Abschnitt 44 so angeordnet
und am Tischmöbel befestigt bzw. geführt ist, dass eine Bewegung der Schublade 28
zwischen ihrer Nichtgebrauchsstellung und ihrer Gebrauchsstellung ohne Beschädigung
bzw. Verschleiß des Kabelkanals 44 und der Verbindungsleitungen möglich ist. Dies
ist beispielhaft in der ausschnittweisen Unteransicht des Tischmöbels von Fig. 5 dargestellt.
[0042] Der zweite Abschnitt 46 des Kabelkanals für die Tischmöbel-Verbindungsleitungen ist
ebenfalls flexibel ausgestaltet, sodass das Tischmöbel variabel in einem Raum positioniert
werden kann. Bei Nichtgebrauch des Tischmöbels bzw. des darin aufbewahrten Notebooks
36 wird dieser zweite Abschnitt 46 des Kabelkanals vorzugsweise an einer Haltevorrichtung
(nicht dargestellt) des Tischmöbels in platzsparender Weise fixiert (z.B. aufgewickelt).
[0043] Das wie oben beschrieben aufgebaute Tischmöbel zeigt verschiedene Vorteile. Bei Nichtgebrauch
des Notebooks 36 kann das Tischmöbel als "normaler" Tisch mit einer Arbeitsfläche
benutzt werden. Durch die Höhenverstellung des Gestells 16 kann der Benutzer in verschiedenen
Körperhaltungen (sitzend, stehend) daran arbeiten und kann das Tischmöbel an die Körpergrößen
verschiedener Benutzer angepasst werden.
[0044] Will der Benutzer des Tischmöbels mit dem Notebook 36 arbeiten, muss das Tischmöbel
lediglich an geeignete Anschlüsse in einem Gebäude (z.B. Bodentank, Wanddosen, Deckenanschlüsse,
etc.) angeschlossen und die Schublade 28 geöffnet werden. Das Notebook 36 kann in
der Schublade 28 verbleiben und ist sofort einsatzbereit und bequem benutzbar. Gleichzeitig
bleibt die gesamte Arbeitsfläche der Tischplatte 10 erhalten, da das Notebook im Gegensatz
zu herkömmlichen Tischmöbeln nicht auf der Tischplatte 10 selbst platziert werden
muss.
BEZUGSZIFFERNLISTE
[0045]
- 10
- Tischplatte
- 12
- dem Benutzer zugewandte Seitenkante der Tischplatte bzw. Benutzerseite des Tischmöbels
- 13
- dem Benutzer abgewandte Seitenkante der Tischplatte
- 14
- Hauptbenutzungsrichtung
- 16
- Gestell
- 18
- Säule
- 20
- Ausleger
- 22
- Fußrollen
- 24
- Betätigungsmechanismus für die Höhenverstellung des Gestells
- 26
- Schubladenführung
- 28
- Schublade
- 30
- Schublade
- 32
- Verriegelungsmechanismus
- 34
- Aufbewahrungsraum
- 36
- Notebook
- 38
- dem Benutzer zugewandte Seitenwange der Schublade
- 40
- Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss
- 42
- Notebook-Verbindungsleitungen
- 44
- flexibler Kabelkanal
- 46
- flexibler Kabelkanal
1. Tischmöbel, mit einer Tischplatte (10); einem die Tischplatte (10) tragenden Gestell
(16); und einer in Höhenrichtung des Tischmöbels unter der Tischplatte (10) angeordneten
Schublade (28), die in einer Schubladenführung (26) in einer Richtung quer zu einer
Hauptbenutzungsrichtung (14) des Tischmöbels zwischen einer Nichtgebrauchsstellung
unterhalb der Tischplatte (10) und einer Gebrauchsstellung zumindest teilweise neben
der Tischplatte (10) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) und die Schubladenführung (26) derart ausgebildet und dimensioniert
sind, dass in der Nichtgebrauchsstellung der Schublade (28) ein zugeklapptes Notebook
(36) darin aufgenommen werden kann und in der Gebrauchsstellung der Schublade (28)
ein aufgeklapptes Notebook (36) darin aufgenommen und benutzt werden kann;
die Schublade (28) wenigstens einen Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss
(40) zum Anschließen von entsprechenden Notebook-Verbindungsleitungen (42) des in
der Schublade (28) aufgenommenen Notebooks (36) aufweist, wobei die Notebook-Verbindungsleitungen
(42) ebenfalls in der Schublade (28) aufgenommen werden können; und
der wenigstens eine Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss (40) der Schublade
(28) mit entsprechenden Tischmöbel-Verbindungsleitungen verbunden ist, über welche
der wenigstens eine Versorgungs- und/oder Kommunikationsanschluss (40) an entsprechende
Versorgungs- bzw. Kommunikationsanschlüsse eines Gebäudes angeschlossen werden kann.
2. Tischmöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) mit einem Verriegelungsmechanismus (32) zum Abschließen der Schublade
(28) versehen ist.
3. Tischmöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) derart ausgebildet und dimensioniert ist, dass zusätzlich zu einem
Notebook (36) auch wenigstens ein Peripheriegerät des Notebooks (36) darin aufgenommen
werden kann.
4. Tischmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) auf ihrer der Benutzerseite (12) des Tischmöbels zugewandten Seite
eine Seitenwange (38) aufweist, deren Höhe niedriger als die Höhe der Schublade ist.
5. Tischmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) auf ihrer der Benutzerseite (12) des Tischmöbels zugewandten Seite
eine Seitenwange aufweist, die zur Benutzerseite hin aufklappbar ist.
6. Tischmöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schublade (28) auf ihrer der Benutzerseite (12) des Tischmöbels zugewandten Seite
offen ausgebildet ist.
7. Tischmöbel nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tischmöbel-Verbindungsleitungen in einem flexiblen Leitungskanal (44) geführt
sind, der eine Bewegung der Schublade (28) zwischen ihrer Nichtgebrauchsstellung und
ihrer Gebrauchsstellung erlaubt.
8. Tischmöbel nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tischmöbel-Verbindungsleitungen in einem flexiblen Leitungskanal (46) geführt
sind, der eine variable Positionierung des Tischmöbels erlaubt.
9. Tischmöbel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tischmöbel eine Haltevorrichtung zum Aufnehmen des flexiblen Leitungskanals (46)
bei Nichtgebrauch der Tischmöbel-Verbindungsleitungen aufweist.
10. Tischmöbel nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gestell (16) eine Säule (18) zum Tragen der Tischplatte (10) aufweist, an deren
der Tischplatte (10) abgewandten Endbereich mehrere Ausleger (20) angebracht sind.
11. Tischmöbel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Säule (18) des Gestells (16) in Bezug auf die Hauptbenutzungsrichtung (14) des
Tischmöbels außermittig angeordnet ist und die mehreren Ausleger (20) des Gestells
(16) entsprechend der Position der Säule (18) asymmetrisch angeordnet und ausgebildet
sind.
12. Tischmöbel nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Tischplatte (10) eine rechteckige Grundform besitzt; und
die dem Benutzer zugewandte Seitenkante der Tischplatte (10) und/oder die dem Benutzer
abgewandte Seitenkante der Tischplatte (10) gekrümmt ausgebildet ist.
13. Tischmöbel nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Tischmöbel eine weitere Schublade (30) aufweist, die in Höhenrichtung des Tischmöbels
unter der Tischplatte (10) angeordnet ist und in einer Schubladenführung (26) in einer
Richtung quer zur Hauptbenutzungsrichtung (14) des Tischmöbels zwischen einer Nichtgebrauchsstellung
unterhalb der Tischplatte (10) und einer Gebrauchsstellung zumindest teilweise neben
der Tischplatte (10) bewegbar ist.
14. Tischmöbel nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schubladenführung (26) der Schublade (28) und die Schubladenführung (26) der weiteren
Schublade (30) als eine gemeinsame Schubladenführung ausgebildet sind.