[0001] Die Erfindung betrifft Sitzmöbel mit einem Gestell und mit einer am Gestell in einer
Lehnenaufnahme befestigten Lehne.
[0002] Derartige Sitzmöbel sind z.B. Stühle, an deren Gestell eine Lehne angeschraubt ist.
Nach dem Ansetzen der Lehne werden beispielsweise Schrauben durch die Lehne und das
Gestell hindurch gesteckt und mit Muttern gesichert.
[0003] Das Dokument
GB 2 346 322 A offenbart ein Sitzmöbel mit Gestell und Lehne nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zugrunde, Sitzmöbel zu
entwickeln, die eine einfache und sichere Montage der Lehne ermöglichen und bei denen
die Verbindungsmittel zwischen der Lehne und dem Gestell nach der Montage nicht sichtbar
sind.
[0005] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches gelöst. Dazu weist
das Gestell im Bereich der Lehnenaufnahme eine an ein freies Gestellende angrenzende
Hintergriffsnut auf. Die Lehne umfasst mindestens einen an dieser befestigten und/oder
angeformten Nutenstein mit einer Hintergriffsleiste. Das freie Gestellende ist mit
einer Kappe verschlossen. Diese Kappe weist mindestens einen Arm auf, der sowohl an
der Hintergriffsleiste als auch an einer Hintergriffsfläche der Hintergriffsnut anliegt
und damit die Lage der Lehne zum Gestell kraft- und/oder formschlüssig sichert.
[0006] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung schematisch dargestellter Ausführungsformen.
- Figur 1:
- Stuhl;
- Figur 2:
- Dimetrische Ansicht des Gestells;
- Figur 3:
- Detail des Gestells;
- Figur 4:
- Dimetrische Ansicht der Lehne;
- Figur 5:
- Detail aus Figur 4;
- Figur 6:
- Dimetrische Ansicht der Sicherungsleiste;
- Figur 7:
- Dimetrische Ansicht der Kappe;
- Figur 8:
- Detail der Lehne mit einem Nutenstein;
- Figur 9:
- Rückansicht der Lehnenbefestigung;
- Figur 10:
- Längsschnitt der Lehnenbefestigung;
- Figur 11:
- Schnitt von Figur 9.
[0007] Die Figuren 1 - 8 zeigen ein Sitzmöbel (10), z.B. einen Stuhl (10). Dieser umfasst
ein Gestell (20), eine Sitzschale (13) und eine Lehne (40).
[0008] Das Gestell (20) des dargestellten Stuhls (10) hat auf jeder Seite ein Beinpaar (21).
Das einzelne Beinpaar (21) ist beispielsweise aus einem gebogenen, eloxierten Vierkantrohr
aus Aluminium hergestellt. Das Rohr hat hier eine Breite normal zur Darstellungsebene
der Figur 1 von 30 Millimetern und eine Höhe von 21 Millimetern. Seine Wandstärke
beträgt zwei Millimeter.
[0009] Das einzelne Beinpaar (21) hat zwei Beine (22, 23), die miteinander einen Winkel
von z.B. 30 Grad einschließen und mittels eines Längsträgers (24) verbunden sind.
Letzterer ist beispielsweise um zwei Grad zur Standebene (1) des Stuhls (10) geneigt.
An der Vorderseite des Stuhles (10) liegt die Oberseite des Längsträgers (24) im Ausführungsbeispiel
454 Millimeter über der Standebene (1).
[0010] Auf den Innenseiten des Beinpaars (21) ist jeweils ein Distanzstück (39) und ein
Sitzflächen- und Lehnenträger (25) befestigt. Hierbei sind die Befestigungsmittel,
z.B. Schrauben von der Innenseite des Sitzflächen- und Lehnenträgers (25) montiert,
so dass sie in der Seitenansicht der Figur 1 nicht sichtbar sind. Die beiden Beinpaare
(21) sind außerdem mittels zweier Querholme (14, 15) miteinander verbunden.
[0011] Gegebenenfalls kann das Gestell (20) nur einen z.B. zentralen Sitzflächen- und Lehnenträger
(25) aufweisen.
[0012] Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat der einzelne Sitzflächen- und Lehnenträger
(25) den gleichen Querschnitt wie das einzelne Beinpaar (21) und ist aus dem gleichen
Werkstoff wie dieses hergestellt. Die Abmessungen und der Werkstoff des Sitzflächen-
und Lehnenträgers (25) können sich aber auch von denen des Beinpaars (21) unterscheiden.
[0013] Im vorderen Bereich des Stuhles (10) folgt in der Seitenansicht der Figur 1 der Sitzflächen-
und Lehnenträger (25) der Kontur des Beinpaares (21). Im hinteren Bereich des Stuhles
(10) ragt er z.B. um 180 mm nach oben, wobei die Lehnenaufnahme (26) und die Sitzflächenaufnahme
(27) beispielsweise einen Winkel von 100 Grad einschließen.
[0014] Die Lehnenaufnahme (26) des Sitzflächen- und Lehnenträgers (25) ist in der Figur
3 dargestellt. Angrenzend an das offene Ende (28) hat die Lehnenseite (29) einen z.B.
115 Millimeter langen Längsschlitz (31) mit einer Breite von 10 Millimetern. Zwei
beispielsweise halbkreisförmig begrenzte Ausbuchtungen (32) des Längsschlitzes (31),
die zueinander z.B. um 25 Millimeter beabstandet sind, haben eine Breite von 16 Millimetern.
Die Lehnenaufnahme (26) umfasst damit eine Hintergriffsnut (35), die durch den Längsschlitz
(31) und den Innenraum (33) des Trägers (25) gebildet wird. Im Ausführungsbeispiel
ist diese Hintergriffsnut (35) als T-förmige Nut (35) ausgebildet, wobei die Hintergriffsflächen
(34) die an den Längsschlitz (31) angrenzenden Innenflächen des Vierkantrohrs sind,
vgl. Figur 11.
[0015] An der Lehnenaufnahme (26) ist die Lehne (40) befestigt. Die in der Figur 4 dargestellte
Lehne (40) ist beispielsweise ein Spritzgußteil aus einem thermoplastischen Kunststoff,
z.B. Polypropylen. Dieser Werkstoff kann glasfaserverstärkt sein. Im Ausführungsbeispiel
hat die Lehne (40) eine Lehnenschale (41) mit einer Dicke von 6 Millimetern. An ihrem
oberen Ende hat die Lehnenschale (41) einen konstanten Krümmungsradius von 445 Millimetern.
Die Lehnenschale (41) kann mit Stoff, Leder, etc. verkleidet sein.
[0016] In den Seitenbereichen der Rückseite (42) sind an die Lehnenschale (41) jeweils vier
gleichmäßig zueinander beabstandete Führungsklötze (43 - 46) z.B. angeformt, vgl.
die Figuren 4 und 5. Sie werden beispielsweise zusammen mit der Lehnenschale (41)
in einem Spritzgußverfahren hergestellt. Die Breite der im Anspritzbereich (54) beispielsweise
15 Millimeter langen und z.B. 12 Millimeter hohen Führungsklötze (43 - 46) beträgt
im Ausführungsbeispiel 9,5 Millimeter. Alle Führungsklötze (43 - 46) haben im Anspritzbereich
(54) eine quer angeordnete Aussparung (47), in die eine Gewindebohrung (48) mündet.
[0017] Die Führungsklötze (43 - 46) können auch an die Lehnenschale (41) angeschraubt sein.
Beispielsweise hat dann der einzelne Führungsklotz (43 - 46) eine Durchgangsbohrung
und die Lehnenschale (41) ein Gewinde oder einen Gewindeeinsatz. Beispielsweise kann
diese Lehnenschale (41) eine Holzschale sein.
[0018] Es ist auch denkbar, für jede Lehnenbefestigung nur einen Führungsklotz einzusetzen,
der dann z.B. die Länge aller vier angeformten Führungsklötze (43 - 46) hat.
[0019] Der oberste (43) und der unterste Führungsklotz (46) haben jeweils eine nach außen
hervorragende Nase (49, 56). Im Ausführungsbeispiel hat der oberste Führungsklotz
(43) eine rechteckigen Zentrierabsatz (51) und der unterste Führungsklotz (46) einen
runden Zentrierabsatz (52).
[0020] Die beiden mittleren Führungsklötze (44, 45) sind z.B. zueinander identisch aufgebaut.
An ihrem oberen Ende haben sie eine an den Anspritzbereich (54) angrenzende Querleiste
(53), deren Höhe z.B. 2,4 Millimeter und deren Breite 16 Millimeter beträgt.
[0021] Auf den Führungsklötzen (43 - 46) sitzt z.B. formschlüssig auf den Zentrierabsätzen
(51, 52) eine Sicherungsleiste (61), vgl. Figur 8. Diese ist z.B. mittels Befestigungsschrauben,
beispielsweise Linsenkopfschrauben (62) mit Innensechskant an den Führungsklötzen
(43 - 46) befestigt. Im Ausführungsbeispiel schließt die der Lehnenschale (41) zugewandte
Gleitfläche (68) der Sicherungsleiste (61) mit diesem Bereich der Lehnenschale (41)
einen Winkel von z.B. einem Grad ein. Hierbei liegt der gedachte Scheitelpunkt des
eingeschlossenen Winkels unterhalb der Lehne (40). Die Führungsklötze (43 - 46) und
die Sicherungsleiste (61) bilden zusammen einen T-Nutenstein (71). Die Sicherungsleiste
(61) bildet die Hintergriffsleiste (61) dieses Nutensteins (71).
[0022] Die Sicherungsleiste (61) ist beispielsweise aus einem thermoplastischen Werkstoff
im Spritzgußverfahren hergestellt. Sie ist als Einzelteil in der Figur 6 dargestellt.
Ihre Gesamtlänge beträgt im Ausführungsbeispiel 114 Millimeter, ihre größte Breite
ist 20,5 Millimeter und ihre Dicke beträgt sieben Millimeter. An ihrer Oberseite hat
sie Ausnehmungen (63) für die Befestigungsschrauben (62). Die Sicherungsleiste (61)
kann auch keilförmig ausgebildet sein.
[0023] Beispielsweise münden die Ausnehmungen (63) beidseitig in Absätze (69), auf denen
die Schraubenköpfe aufliegen. Die Absätze (69) sind unsymmetrisch zur Mittellinie
der Sicherungsleiste (61). Hiermit kann durch Umdrehen der Sicherungsleiste (61) diese
an verschiedene Stärken der Bezugsstoffe der Lehnenschale (41) angepasst werden.
[0024] Die Sicherungsleiste (61) kann auch in die Lehne (40) integriert sein, z.B. kann
sie an diese angeformt sein. Die Verbindungsmittel (62) und die Zentrierabsätze (51,
52) der Führungsklötze (43 - 46) sind dann nicht erforderlich.
[0025] An beiden Längsseiten (64) der Sicherungsleiste (61) ist jeweils ein Federhaken (65)
angeordnet. Dieser umfasst einen nach außen ragenden Rastnocken (66). Im entlasteten
Zustand, vgl. Figur 6, ragt der Federhaken (65) nach außen. Zur Aufnahme des belasteten
Federhakens (65) hat der Seitenbereich der Sicherungsleiste (61) Ausnehmungen (67).
Im belasteten Zustand sind die in die Ausnehmungen (67) eingetauchten Rastnocken (66)
sind bündig mit den Seitenflächen (64).
[0026] Das freie Ende (28) des Gestells (20) ist mittels einer Kappe (80) verschlossen,
vgl. die Figuren 1, 9 und 10. Diese Kappe (80) ist als Einzelteil in der Figur 7 dargestellt.
Sie hat einen Kopfbereich (81) und zwei lange, spiegelbildlich zueinander ausgebildete
Arme (85).
[0027] Die sich in der Darstellung der Figur 7 nach unten verjüngenden Arme (85) haben beispielsweise
eine Länge von 125 Millimeter, eine Höhe von 16 Millimetern und eine Breite von 8
Millimetern. Der Abstand beider Arme (85) zueinander beträgt z.B. 9,5 Millimeter.
[0028] Beide Arme (85) haben an den einander zugewandten Seiten einen Absatz (86) mit einer
Auflagefläche (87) und einer normal zur Oberseite (89) orientierten Führungsfläche
(88). Die keilförmig ausgebildeten Auflageflächen (87) schließen mit der Oberseite
(89) und der Unterseite (91) der Arme (85) jeweils einen Winkel von einem Grad ein.
Im Bereich der Führungsflächen (88) ist die Breite der Arme (85) auf die Hälfte reduziert.
[0029] Zumindest annähernd mittig in jeder Führungsfläche (88) ist eine normal zur Oberseite
(89) orientierte Riegelnut (92) angeordnet. Ihre Breite beträgt z.B. 4 Millimeter.
[0030] Der Kopfbereich (81) hat eine z.B. gestufte Querbohrung (82). Diese kann z.B. mit
einem Verschlussdeckel verschlossen sein. Auch kann in ihr eine Armlehne befestigt
sein. Mit der den Armen (85) zugewandten Anlagefläche (83) liegt die montierte Kappe
(80) auf dem Gestellrohr (25) auf. Dort ist sie z.B. in den Aussparungen (37) zentriert.
[0031] Zur Montage des Stuhls (10) wird zunächst das Gestell (20) montiert. An diesem wird
dann beispielsweise die Sitzschale (13) befestigt.
[0032] An den Führungsklötzen (43 - 46) der Lehne (40) werden die Sicherungsleisten (61)
z.B. mittels der Befestigungsmittel (62) befestigt. Die beidseitigen Führungsklötze
(43- 46) und/oder die Sicherungsleisten (61) können identisch oder z.B. spiegelbildlich
zueinander ausgeführt sein. Nach der Montage haben die Sicherungsleisten (61) kein
Spiel zur Lehne (40), so dass der Hals (72) der T-Nutensteine (71) nach dem Anbau
der Sicherungsleiste (61) an die Lehne (40) eine unveränderliche Länge hat.
[0033] Die Länge des Halses (72) kann je nach Bezug (55) der Lehnenschale (41), vgl. Figur
11, unterschiedlich sein. Beispielsweise kann der Hals (72) bezugfreien Lehnenschale
(41) kürzer sein als bei einer Lehnenschale (41) mit einem dicken Lederbezug. Um die
Halslänge an den Bezug (55) anzupassen, kann die Höhe der Führungsklötze (43 - 46)
und/oder die Höhe der Sicherungsleiste (61) angepasst sein. Gegebenenfalls kann der
Höhenausgleich auch mittels eines Adapterbauteils erfolgen.
[0034] Die Lehne (40) wird so an die freien Enden (28) des Gestells (20) angesetzt, dass
die T-Nutensteine (71) in die T-förmigen Nuten (35) hineinragen. Die Lehne (40) wird
so weit eingeschoben, bis die Querleisten (53) in die Ausbuchtungen (32) der Längsschlitze
(31) eingreifen, vgl. Figur 9. Beispielsweise sichert die das untere Ende (36) überragende
untere Nase (56) zusätzlich die Lehne (40) gegen ein Abheben, vgl. Figur 10. Die obere
Nase (49) schließt beispielsweise bündig mit dem oberen Ende (28) des Sitzflächen-
und Lehnenträgers (25) ab. Dies kann z.B. als zusätzliche Kontrolle für den richtigen
Sitz der Lehne (40) genutzt werden. Die Lehne (40) ist so - ohne Werkzeugeinsatz -
im Gestell (20) fixiert.
[0035] Nun wird die Kappe (80) auf das freie Ende (28) aufgesetzt. Hierbei werden die Arme
(85) so in den Innenraum (33) des Gestellrohrs (25) eingeführt, dass die Auflageflächen
(87) der Gleitfläche (68) der Sicherungsleiste (61) zugewandt ist und die Führungsflächen
(88) den Seitenflächen (64) der Sicherungsleiste (61) zugewandt sind. Gleichzeitig
sind die Unterseiten (91) der Arme (85) den Hintergriffsflächen (34) zugewandt.
[0036] Beim Einschieben der Kappe (80) ziehen die keilförmigen Auflageflächen (87) mittels
der T-Nutensteine (71) die Lehne (40) gegen das Gestell (20). Hierbei gleiten die
Auflageflächen (87) entlang der keilförmig ausgebildeten Gleitflächen (68) der Nutensteine
(71). Mittels dieses Keilgetriebes (68, 87) wird die Lehne (40) fest gegen das Gestell
(20) gezogen. Die durch die Querleisten (53) und die Ausbuchtungen (32) gebildete
Auszugssicherung (11) verhindert hierbei formschlüssig ein Verrutschen der Lehne (40)
relativ zum Gestell (20).
[0037] Beim weiteren Einschieben der Kappe (80) werden die Federhaken (65) eingedrückt,
bis die Rastnocken (66) - beim weiteren Einschieben - in die Riegelnuten (92) einrasten,
vgl. Figur 9. Die Rastnocken (66) und die Riegelnuten (92) bilden so eine formschlüssige
Kappenauszugssicherung (12). Die Kappe (80) liegt nach dem Einschieben mit der Anlagefläche
(83) auf dem Gestellrohr (25) auf. Sie kann weder weiter eingeschoben werden, noch
kann sie herausgezogen werden. Diese Montage kann ohne Werkzeug erfolgen.
[0038] Gegebenenfalls kann der Stuhl (10) so ausgeführt sein, dass die Lehne (40) nach ihrem
Einsetzen mit den Hälsen (72) der T-Nutensteine (71) an den unteren Enden (36) der
T-förmigen Nuten (35) aufsitzt. Der Stuhl kann dann ohne die Querleisten (53) und
die Ausbuchtungen (32) ausgeführt sein.
[0039] Es ist auch denkbar, den Stuhl (10) ohne die Auszugssicherung (11) und die Kappenauszugssicherung
(12) auszuführen. Gegebenenfalls ist der Keilwinkel des Keilgetriebes (68, 87) dann
kleiner als beschrieben. Die Lage der Lehne (40) relativ zum Gestell (20) ist dann
nur kraftschlüssig gesichert. Bei dieser Montage kann der Einsatz eines Hammers erforderlich
sein.
[0040] Statt des beschriebenen Keilgetriebes kann das Keilgetriebe auch zwischen der Kappe
(80) und der Hintergriffsfläche (34) angeordnet sein. Hierzu ist auf der Hintergriffsfläche
(34) beispielsweise ein keilförmiger Adapter z.B. aufgeklebt.
[0041] Gegebenenfalls kann der Stuhl (10) ohne Keilgetriebe ausgeführt sein. Die Auflagefläche
(87) ist dann z.B. parallel zur Oberseite (89). Ebenso ist die Gleitfläche (68) dann
parallel zur Lehnenschale (41). Die Lage der einzelnen Bauteile (20, 40, 80) zueinander
ist dann z.B. nur mittels der Auszugssicherung (11) und der Kappenauszugssicherung
(12) formschlüssig gesichert. Die Abmessungen und die Toleranzen der Kappe (85) und
des Nutensteins (71) sind dann z.B. so gewählt, dass nach der Montage ein Klappern
wirksam verhindert wird.
[0042] Die Kappe (80) kann statt zweier Arme (85) einen einzelnen Arm (85) umfassen. Dieser
liegt dann z.B. mit seiner Unterseite (91) an einer Hintergriffsfläche (34) und mit
der Auflagefläche (87) an einer Gleitfläche (68) an.
[0043] Der Nutenstein (71) kann L-förmig ausgebildet sein. Beispielsweise ragt die Hintergriffsleiste
(61) dann nur einseitig über die Führungsklötze (43 - 46) über.
[0044] Ebenso ist es denkbar, die als T-förmige Nut (35) beschriebene Hintergriffsnut (35)
L-förmig auszubilden. Beispielsweise hat sie dann nur einseitig eine im Innenraum
(33) an den Längsschlitz (31) angrenzende Hintergriffsfläche (34).
[0045] Im montierten Zustand, vgl. die Figur 1 und die Rückansicht der Figur 9, sind weder
an der Lehnenschale (41) noch am Gestell (20) Befestigungsmittel zum Befestigen der
Lehne (40) am Gestell (20) sichtbar.
[0046] Auch Kombinationen der verschiedenen Ausführungsbeispiele sind denkbar.
Bezugszeichenliste:
[0047]
- 1
- Standebene
- 10
- Sitzmöbel, Stuhl
- 11
- Auszugssicherung
- 12
- Kappenauszugssicherung
- 13
- Sitzschale
- 14
- Querholm
- 15
- Querholm
- 20
- Gestell
- 21
- Beinpaar
- 22
- Bein
- 23
- Bein
- 24
- Längsträger
- 25
- Sitzflächen- und Lehnenträger, Träger, Gestellrohr
- 26
- Lehnenaufnahme
- 27
- Sitzflächenaufnahme
- 28
- Freies Gestellende, freies Ende von (25)
- 29
- Lehnenseite
- 31
- Längsschlitz
- 32
- Ausbuchtungen, Nutaufweitung
- 33
- Innenraum
- 34
- Hintergriffsflächen
- 35
- Hintergriffsnut, T-förmige Nut
- 36
- unteres Ende von (35)
- 37
- Aussparungen
- 39
- Distanzstück
- 40
- Lehne
- 41
- Lehnenschale
- 42
- Rückseite
- 43
- Führungsklotz
- 44
- Führungsklotz
- 45
- Führungsklotz
- 46
- Führungsklotz
- 47
- Aussparung
- 48
- Gewindebohrung
- 49
- Nase
- 51
- Zentrierabsatz
- 52
- Zentrierabsatz
- 53
- Anschlagleiste, Querleiste
- 54
- Anspritzbereich
- 55
- Bezug
- 56
- Nase
- 61
- Hintergriffsleiste, Sicherungsleiste
- 62
- Befestigungsschrauben, Linsenkopfschrauben
- 63
- Ausnehmungen
- 64
- Längsseiten, Seitenflächen
- 65
- Federhaken
- 66
- Rastnocken
- 67
- Ausnehmungen
- 68
- Gleitfläche, Keilfläche, Teil des Keilgetriebes (68, 87)
- 69
- Absätze
- 71
- Nutenstein, T-Nutenstein
- 72
- Hals von (71)
- 80
- Kappe
- 81
- Kopfbereich
- 82
- Querbohrung
- 83
- Anlagefläche
- 85
- Arme
- 86
- Absatz
- 87
- Auflagefläche, Teil des Keilgetriebes (68, 87)
- 88
- Führungsfläche
- 89
- Oberseite von (85)
- 91
- Unterseite von (85)
- 92
- Riegelnut
1. Sitzmöbel (10) mit einem Gestell (20) und mit einer am Gestell (20) in einer Lehnenaufnahme
(26) befestigten Lehne (40),
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Gestell (20) im Bereich der Lehnenaufnahme (26) eine an ein freies Gestellende
(28) angrenzende Hintergriffsnut (35) aufweist,
- dass die Lehne (40) mindestens einen an dieser befestigten und/oder angeformten Nutenstein
(71) mit einer Hintergriffsleiste (61) umfasst,
- dass das freie Gestellende (28) mit einer Kappe (80) verschlossen ist und
- dass diese Kappe (80) mindestens einen Arm (85) aufweist, der sowohl an der Hintergriffsleiste
(61) als auch an einer Hintergriffsfläche (34) der Hintergriffsnut (35) anliegt und
damit die Lage der Lehne (40) zum Gestell (20) kraft- und/oder formschlüssig sichert.
2. Sitzmöbel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (40) eine Anschlagleiste (53) aufweist, die in eine Nutaufweitung (32)
der Hintergriffsnut (35) eingreift.
3. Sitzmöbel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintergriffsnut (35) eine T-förmige Nut (35) ist.
4. Sitzmöbel (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutenstein (71) ein T-Nutenstein (71) ist.
5. Sitzmöbel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutenstein (71) mindestens einen Rastnocken (66) aufweist, in den die Kappe (80)
eingreift.
6. Sitzmöbel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lehne (40) eine Lehnenschale (41) aufweist, an die zumindest ein Teil des Nutensteins
(71) angeformt ist.
7. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (80) zwei zueinander beabstandete, keilförmig ausgebildete Arme (85) aufweist.
8. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (80) und der Nutenstein (71) ein Keilgetriebe bilden.
1. Seating furniture (10) comprising a frame (20) and a backrest (40) secured to frame
(20) by a backrest receiving mechanism (26),
characterized in that
- frame (20) has therein in the region of backrest receiving mechanism (26) a grip-behind
groove (35) which extends to a free frame end (28);
- backrest (40) has at least one sliding block (71) secured thereto and/or formed
integral therewith, said sliding block comprising a grip-behind ledge (61);
- free frame end (28) is closed by means of a cap (80);
- said cap (80) has at least one arm (85) engaging both ledge (61) and an grip-behind
surface (34) of groove (35), thereby securing the position of backrest (40) relative
to frame (20) in a positive fit and/or an interference fit.
2. Seating furniture (10) as claimed in claim 1, characterized in that backrest (40) has an abutment ledge (53) gripping into an expanded portion (32) of
grip-behind groove (35).
3. Seating furniture (10) as claimed in claim 1, characterized in that grip-behind groove (35) comprises a T-groove (35).
4. Seating furniture (10) as claimed in claim 3, characterized in that sliding block (71) comprises a T-block (71).
5. Seating furniture (10) as claimed in claim 1, characterized in that sliding block (71) has at least one catch lobe (66) engaged by cap (80).
6. Seating furniture (10) as claimed in claim 1, characterized in that backrest (40) comprises a backrest shell (41), said backrest shell having at least
a portion of sliding block (71) formed integral therewith.
7. Seating furniture as claimed in claim 1, characterized in that cap (80) has two spaced arms (85) shaped to form wedges.
8. Seating furniture as claimed in claim 1, characterized in that cap (80) and sliding block (71) jointly form a wedge-type transmission.
1. Meuble-siège (10) avec un châssis (20) et un dossier (40) fixé sur le châssis (20)
dans un élément de réception de dossier (26),
caractérisé en ce
- qu'à la hauteur de l'élément de réception, le châssis (20) présente une rainure de prise
arrière (35) adjacente à une extrémité libre (28) du châssis,
- que le dossier (40) comprend au moins un coulisseau (71) fixé et/ou formé sur le dossier,
avec une barre de prise arrière (61),
- que l'extrémité libre (28) est fermée avec un capuchon (80) et
- que ce capuchon (80) présente au moins un bras (85) qui s'applique contre la barre de
prise arrière (61) mais aussi contre une surface de prise arrière (34) de la rainure
de prise arrière (35) de manière à maintenir la position du dossier (40) par rapport
au châssis (20) par force et/ou par coopération de forme.
2. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dossier (40) présente une traverse de butée (53) qui s'engage dans un élargissement
(32) de la rainure de prise arrière (35).
3. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la rainure de prise arrière (35) est une rainure en T (35).
4. Meuble-siège (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le coulisseau (71) est un coulisseau en T (71).
5. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coulisseau (71) présente au moins une came d'arrêt (66) dans lequel s'engage le
capuchon (80).
6. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dossier (40) présente une coque de dossier (41) sur laquelle est formée au moins
une partie du coulisseau (71).
7. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la capuchon (80) présente deux bras (85) disposés à une distance donnée l'un de l'autre
aux extrémités en forme de coin.
8. Meuble-siège (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capuchon (80) et le coulisseau (71) forment un mécanisme à clavette.