[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dämmsystem mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1 sowie eine modular aufgebaute Dämmplatte mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 6.
[0002] Die Wärmedämmung von Gebäuden zur Einsparung von Heizenergie hat angesichts der Verknappung
und Verteuerung der Energie gerade in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert erhalten.
Hinzu kommt, dass gleichzeitig gesetzliche Vorschriften zur Wärmedämmung von Gebäuden
beschlossen wurden, wodurch dieser Trend weiter verstärkt wird. Baustoffe wie Stahl,
Beton und Glas, aber auch Natursteine sind relativ gute Wärmeleiter, so dass diese
Materialien mit sogenannten Dämmstoffen, die eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen
verkleidet werden, um zu verhindern, dass die Wärme nach außen tritt.
[0003] Gebräuchliche Dämmmaterialien sind geschäumte Kunststoffe, wie zum Beispiel Polystyrol
oder Polyurethan, Mineralwolle, Glaswolle oder Schaumglas, mineralische Schäume, Holzfaserwerkstoffe,
pflanzliche oder tierische Fasern, oder Schilfrohrplatten. Dabei erfreuen sich gerade
die Dämmmaterialien aus nachwachsenden und erneuerbaren Rohstoffen, wie zum Beispiel
Holzfaserplatten, Kork oder ähnliche Materialien, immer größerer Beliebtheit.
[0004] Beispiele für Dämmmaterialien aus nachwachsenden und erneuerbaren Rohstoffen sind
Dämmplatten aus Lignozellulose, auch Holzfaserdämmplatten oder Holzfaserisolierplatten
genannt, wobei es sich um formatierte im Trocken- oder Nassverfahren hergestellte,
weiche Faserplatten handelt, bei welchen das Fasermaterial geformt und gegebenenfalls
getrocknet wird. Derartige Dämmplatten finden im Bauwesen zur Schall- und Wärmedämmung
eine breite Anwendung.
[0005] Es ist auch bekannt, Dämmplatten auf Basis von Lignozellulose aus mehreren Schichten
unterschiedlicher Rohdichte aufzubauen, wobei man beispielsweise zwischen Tragschichten,
die eine höhere Rohdichte aufweisen und für die Stabilität und Steifigkeit der Dämmplatte
verantwortlich sind, und den eigentlichen Dämmschichten mit einer geringeren Rohdichte
unterscheidet.
[0006] Häufig sind solche Platten dreischichtig aufgebaut, wobei die eigentliche Dämmschicht
zwischen zwei Tragschichten eingelagert ist. So wird beispielsweise in der
DE 298 11 976 U1 ein Wandungselement beschrieben, das aus einer tragenden Konstruktion aus mindestens
zwei in einem bestimmten Abstand voneinander angeordneten Trägern besteht, die über
Stege miteinander verbunden sind, wobei zwischen den Trägern eine Dämmung angeordnet
ist, die vorzugsweise als Holzfaserplatte ausgeführt ist.
[0007] Mehrlagige Dämmplatten aus Lignozellulose sind auch aus der
DE 295 17 568 U1 bekannt, wobei die einzelnen Schichten der Dämmplatte jeweils Lignozelluloseschichten
mit unterschiedlichen Raumgewichten sind, die miteinander verleimt sind. Dabei weist
die eigentliche Dämmschicht oder auch Kontaktschicht, mit welcher die Dämmplatte auf
den zu dämmenden Untergrund aufgebracht wird, eine Rohdichte von 155 kg/m
3 - 180 kg/m
3 auf. Mit dieser Rohdichte besitzt die Dämmschicht eine ausreichende Festigkeit, um
direkt auf dem Mauerwerk oder dem zu dämmenden Untergrund befestigt zu werden. Insbesondere
bei unebenem Untergrund ergeben sich bei dieser Art der Befestigung jedoch häufig
Schwierigkeiten, ebene Außenflächen zu erhalten, die anschließend problemlos verputzt
oder mit einer Tapete beklebt werden können.
[0008] Häufig werden diese Probleme dadurch gelöst, dass zunächst auf dem Untergrund ein
Lattengerüst angebracht wird, auf dem dann die Dämmplatten befestigt werden. Dabei
können die entstehenden Zwischenräume zusätzlich mit Dämmmaterial ausgefüllt werden
oder auch frei bleiben. Nachteilig bei diesem Verfahren ist der relativ hohe Arbeitsaufwand
des Befestigens der Dämmplatten. Ein weiterer Nachteil dieses Systems ist in der relativ
hohen Rohdichte der Dämmschicht begründet, wobei das Gewicht der Holzfaserdämmplatten
bei vergleichbarer Schichtdicke und Wärmeleitfähigkeit insbesondere im Vergleich zu
Platten aus geschäumtem Kunststoff, wie zum Beispiel aus Polystyrol oder Polyurethan,
deren Rohdichte bei 30 kg/m
3 - 60 kg/m
3 liegt, wesentlich höher liegt und damit für die Verarbeitung ungünstiger ist. Die
Kunststoffplatten haben allerdings den Nachteil, dass bei ihrem Einsatz die Abgabe
von Chemikalien möglich ist und vor allem bei ihrer Herstellung und im Brandfall die
Freisetzung giftiger Chemikalien zu befürchten ist. Somit hat die Holzfaserdämmplatte
gegenüber den geschäumten Platten aus Kunststoff zwar den enormen Vorteil, dass sie
aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt ist und optimale bauphysiologische Eigenschaften
aufweist, jedoch ist ihre Verarbeitung aufgrund ihres vergleichsweise hohen Gewichts,
deutlich aufwändiger.
[0009] Es bestand somit die Aufgabe, eine Dämmplatte beziehungsweise ein Dämmsystem zur
Verfügung zu stellen, das die oben geschilderten Nachteile des Standes der Technik
nicht aufweist. Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Dämmsystem, das im Wesentlichen
aus zwei modular miteinander kombinierten Dämmplatten sowie einem für das System konzipierten
Dämmstoffdübel mit Schraube besteht.
[0010] Als bevorzugtes Basismaterial für das Dämmsystem ist Lignozellulose vorgesehen. Das
Prinzip kann jedoch auch mit nichtpflanzlichen Materialien, wie zum Beispiel Mineralfasern
oder Steinwolle, verwirklicht werden.
[0011] Das Erfindungsprinzip beruht darauf, dass die zwei modular miteinander kombinierten
Dämmplatten aus einer biegefesten Modulträgerplatte mit einer Rohdichte zwischen 180
kg/m
3 und 280 kg/m
3, die die Außenfläche des Dämmsystems bildet, und einer flexiblen Modulausgleichsplatte
mit einer Rohdichte zwischen 30 kg/m
3 und 80 kg/m
3, die die Kontaktschicht zu dem zu dämmenden Untergrund bildet, bestehen.
[0012] Beide Dämmplatten bilden zusammen die Basis für ein Dämmsystem, mit dem Unebenheiten
auf dem zu dämmenden Untergrund problemlos ausgeglichen werden können. Dabei können
die beiden Platten gleiche oder unterschiedliche Schichtstärken aufweisen, wobei die
Schichtstärke der flexiblen Modulausgleichsplatte nicht zuletzt von der zu vollziehenden
Anpassung an den Untergrund abhängt, da diese flexible Platte neben der Dämmwirkung
vor allem auch die Aufgabe hat, sich an die Unebenheiten des Untergrundes anzuschmiegen
und diese auszugleichen. Auf diese Weise können Unebenheiten bis zu 8 cm Unterschied
auf dem zu dämmenden Untergrund formschlüssig ausgeglichen werden.
[0013] Die Modulträgerplatte, die aus mehreren Schichten unterschiedlicher oder gleicher
Rohdichte bestehen kann, hat die Aufgabe der Dämmplatte die erforderliche Festigkeit
zu verleihen.
[0014] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Modulträgerplatte und die Modulausgleichsplatte
miteinander verklebt sind, wobei diese Verklebung jedoch die Funktionalität des Systems
nicht beeinflusst, sondern vor allem als Montagehilfe zu sehen ist.
[0015] Der für das Dämmsystem vorgesehene Dämmstoffdübel ist ein Spezialdübel, der Mittel
zum Justieren des Abstands der Außenfläche des Dämmsystems von dem zu dämmenden Untergrund
aufweist und damit Formschlüssigkeit zum Untergrund herstellt, auf diese Weise Hinterlüftungen
unterbindet und Dämmwerte und Feuchtetransport zur Verhinderung von Schimmelbildung
in der Konstruktion sicherstellt, wobei über den speziell verstellbaren Dübel der
entsprechende Anpressdruck für die Dämmplatte auf den Untergrund eingestellt werden
und gleichzeitig ein problemloses Justieren der Oberfläche in Bezug auf horizontale
oder vertikale Vorgaben erfolgen kann. Das Justieren kann beispielsweise mit Hilfe
eines Zweiebenen-Lasers durchgeführt werden. Dabei umfassen die Mittel zum Justieren
des Abstand seitlich am Dübel angeordnete, L-förmige und clipsartige Krallen, die
beim Eindrehen der Schraube zunächst seitlich herausgedrückt werden und sich dann,
sobald der Schraubkopf in die für ihn vorgesehene Senke in der Bohrung des Dübels
eingeführt ist, über dem Schraubkopf schließen und damit die Schraube in Bezug auf
den Dübel fixieren und so ein Verstellen und Justieren des gesamten Dämmsystems ermöglichen.
[0016] Das erfindungsgemäße Dämmsystem kann sowohl im Außenwandbereich als auch bei Innendämmungen
von Außenwänden sowie im Dachbereich eingesetzt werden, wobei die Dämmplatte gleichzeitig
als Putzträger dienen kann.
[0017] Die Verklebung zwischen Modulträgerplatte und Modulausgleichsplatte kann optional
durch Aufbringen einer entsprechend dicht verklebten Beschichtung als funktionelle
Dampfbremse oder Dampfsperre ausgebildet sein, so dass das erfindungsgemäße Dämmsystem
hervorragend zur luftdichten Abdichtung im Dach- und Wandbereich geeignet ist.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass
die Modulträgerplatte mehrschichtig mit Schichten gleicher oder unterschiedlicher
Schichtdichte ausgebildet ist, dabei Nut und Feder und zusätzlich zur Putzträgerseite
hin diagonale Sägerillen aufweist, um mit umlaufender Nut und Feder die Verwerfungsfreiheit
sicherzustellen, wobei die Ausbildung von Nut und Feder auf einfache Weise dadurch
erreicht werden kann, dass die Modulträgerplatte aus insgesamt drei Schichten aufgebaut
ist, wobei die mittlere Schicht gegenüber den beiden äußeren Schichten diagonal verschoben
ist.
[0019] Wird für die Modulausgleichsplatte eine höhere Festigkeit gewünscht, so kann die
flexible Modulausgleichsplatte mit einem zusätzlichen Stützgewebe versehen werden.
[0020] Die Eigenschaften des Dämmsystems können zusätzlich dadurch verbessert werden, dass
die Modulausgleichsplatte hydrophobiert ist oder auch mit einem Flammschutzmittel
imprägniert ist. Für diese Nachbehandlung bietet sich aufgrund ihrer geringen Rohdichte
insbesondere die Modulausgleichsplatte an, wahlweise können jedoch auch Modulträgerplatte
und Modulausgleichsplatte hydrophobiert beziehungsweise mit Flammschutzmitteln imprägniert
werden. Diese Nachbehandlung ermöglicht es, das Dämmsystem auch in Feuchtbereichen
einzusetzen und eventuelle Brandschutzvorschriften zu erfüllen.
[0021] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand Zeichnungen ausführlich erläutert.
Dabei zeigen
- Figur 1
- das System im Querschnitt in einer Art Explosionsdarstellung,
- Figur 2
- das erfindungsgemäße Dämmsystem im Querschnitt,
- Figur 3
- den für das erfindungsgemäße Dämmsystem konzipierten Dübel im Querschnitt und
- Figur 4
- eine Schnittdarstellung des Dübels in der Draufsicht.
[0022] Die Figur 1 zeigt in einer Explosionsdarstellung im Querschnitt den generellen Aufbau
des erfindungsgemäßen Dämmsystems aus zwei modular miteinander kombinierten Dämmplatten
1, 2 auf Basis von Lignozellulose und einem für das System konzipierten Dämmstoffdübel
3 mit Schraube 4. Die wesentlichen Bestandteile des Systems sind die als Modulträgerplatte
1 ausgebildete Holzfaserdämmplatte, die für die Stabilität des Systems verantwortlich
ist und eine Rohdichte zwischen 180 kg/m
3 und 280 kg/m
3 aufweist, und die auf der Unterseite der Modulträgerplatte 1 in Richtung des zu dämmenden
Untergrunds 5 vorgesehene Modulausgleichsplatte 2 mit einer Rohdichte zwischen 30
kg/m
3 und 80 kg/m
3. Zur Befestigung der kombinierten Dämmplatte sind Dämmstoffdübel 3 mit Schrauben
4 vorgesehen. In der Figur 1 ist in der Modulträgerplatte 1 die Ausbildung von Nut
6 und Feder 7 zu erkennen, die für die Befestigung der Platten untereinander genutzt
werden. Bei der in der Figur 1 gewählten Ausführung sind die Modulträgerplatte 1 und
die Modulausgleichsplatte 2 bereits vor der Montage des Dämmsystems miteinander verklebt,
wobei die Klebeschicht 8 als Dampfbremse ausgebildet ist, was aus dieser Darstellung
allerdings nicht hervorgeht.
[0023] Die Figur 2 zeigt ebenfalls im Querschnitt das erfindungsgemäße Dämmsystem im verbauten
Zustand. Dabei ist zu erkennen, dass sich die Modulträgerplatte 2 dem unebenen Untergrund
5 angepasst hat. Die Dämmstoffdübel 3 sind in der Modulträgerplatte versenkt und die
kombinierten Dämmplatten sind mit Hilfe der Schrauben 4 im Untergrund 5 befestigt
und gleichzeitig über eine Nut 6 und eine Feder 7 formschlüssig miteinander verbunden.
Die Länge und die Art der Schrauben 4 sind dem Untergrund angepasst und entsprechend
variabel. So werden beispielsweise für einen Holzuntergrund andere Schrauben ausgewählt
als für Mauerwerk. Hierzu kann angemerkt werden, dass bei Mauerwerk als Untergrund
zur Befestigung zusätzlich Spreizdübel im Mauerwerk selber eingesetzt werden, während
beim Holzuntergrund die Schrauben 4 direkt in das Holz eingeschraubt werden.
[0024] Die Figur 3 zeigt einen Dämmstoffdübel 3 als Schnitt, wobei ein relativ breiter Dübelteller
9 zu erkennen ist, der bei der Montage flach auf der Dämmplatte aufliegt und ein Eindringen
des Dübels 3 in die relativ weiche Dämmplatte verhindert. Der Dämmstoffdübel 3 selber
ist relativ kurz und dient dazu, die Befestigungsschraube aufzunehmen und einen Halt
der Schraube 4 in der Dämmplatte zu ermöglichen. Die Bohrung 11 des Dämmstoffdübels
3 ist im Bereich des Dübelkopfs 15 tief und breit ausgeführt, so dass sie den Schraubenkopf
aufnehmen kann, der bis zur Senke 12 in den Dübel 3 eindringt. Beim Einschrauben des
Dämmstoffdübels 3 in die Dämmplatte werden die krallenförmigen und clipsartig aufgebauten
Rastelemente 10 in die Bohrung 11 hineingedrückt und schließen sich nach dem Eindrehen
des Schraubkopfes über diesem, womit die Schraube in Bezug auf den Dübel 3 fixiert
wird, so dass mit Hilfe der Schraube ein problemloses Einjustieren der Oberfläche
in Bezug auf mögliche horizontale oder vertikale Vorgaben erfolgen kann. Um ein späteres
problemloses Verstellen des Dämmplattensystems bzw. einen Zugang zur Schraube zu ermöglichen,
ist optional zum Verschließen der Bohrung ein Stopfen vorgesehen, der beispielsweise
mit Hilfe einer flexiblen Halterung an dem breit ausgeführten Dübelteller befestigt
sein kann und dazu dient, die relativ tiefe Bohrung frei von Putz oder anderen Materialien
zu halten mit denen die Dämmplatte möglicherweise auf der Außenseite beschichtet wird.
Darüber hinaus sind in der Figur 3 Krallen 14 zu sehen, die beim Eindrehen der Schraube
ausgefahren werden und sich dabei im Dämmstoff verhaken.
[0025] Die Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch den Dämmstoffdübel 3 in der in Figur 3
mit einer gestrichelten Linie angedeuteten Schnittebene A. Bei dieser Darstellung
sind wiederum die Rastelemente 10 zu sehen, wobei hier zu erkennen ist, dass die Rastelemente
10 bei entsprechendem seitlichen Druck soweit in die Bohrung 11 hineingedrückt werden,
dass sie den Rand der Senke 12 überdecken und damit eine eingeführte Schraube in dem
Dämmstoffdübel 3 fixieren. Bei dieser Darstellung ist außerdem der Ansatz einer weiteren
Kralle 13 zu sehen.
[0026] Auch wenn das oben angeführte Ausführungsbeispiel sich auf Lignozellulose als Materialbasis
bezieht, die aufgrund ihrer bauphysiologisch günstigen und umweltfreundlichen Eigenschaften
eine bevorzugtes Rohmaterial darstellt, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf
beschränkt, sondern kann prinzipiell auch für nichtpflanzliche Materialien, wie z.B.
Glasfasern, Steinwolle oder Mineralfasern, mit denen sich die in der Beschreibung
angegeben Dichtewerte verwirklichen lassen, eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Modulträgerplatte
- 2
- Modulausgleichsplatte
- 3
- Dämmstoffdübel
- 4
- Schraube
- 5
- Untergrund
- 6
- Nut
- 7
- Feder
- 8
- Klebeschicht
- 9
- Dübelteller
- 10
- Rastelement
- 11
- Dübelbohrung
- 12
- Schraubkopfsenke
- 13
- Kralle
- 14
- Kralle
- 15
- Dübelkopf
1. Dämmsystem aus zwei modular miteinander kombinierten Dämmplatten (1, 2) sowie einem
für das System konzipierten Dämmstoffdübel (3) mit Schraube (4),
dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine biegefeste, eine Rohdichte zwischen 180 und 280 kg/m3 aufweisende, die Außenfläche des Dämmsystems bildende erste Dämmplatte als Modulträgerplatte
(1) und eine flexible, eine Rohdichte zwischen 30 und 80 kg/m3 aufweisende zweite Dämmplatte als Modulausgleichsplatte (2) aufweist.
2. Dämmsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rohstoffbasis für das Dämmsystem Lignozellulose ist.
3. Dämmsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rohstoffbasis für das Dämmsystem nichtpflanzliche Rohstoffe, wie z.B. Mineralfasern,
Steinwolle oder Glaswolle, sind.
4. Dämmsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Dämmstoffdübel (3) Mittel zum Justieren des Abstands der Außenfläche des Dämmsystems
vom zum dämmenden Untergrund (5) aufweist.
5. Dämmsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zum Justieren seitlich am Dämmstoffdübel (3) clipsartig angeordnete, krallenförmige
Rastelemente (10) umfassen, durch die eine eingeschraubte Befestigungsschraube (4)
Dämmstoffdübel (3) fixierbar ist.
6. Mindestens zweischichtige, modular aufgebaute, kombinierte Dämmplatte auf Basis von
Lignozellulose oder nichtpflanzlichen Rohstoffen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dämmplatte eine biegefeste, eine Rohdichte zwischen 180 und 280 kg/m3 aufweisende erste Dämmplatte als Modulträgerplatte (1) und eine flexible, eine Rohdichte
zwischen 30 und 80 kg/m3 aufweisende zweite Dämmplatte als Modulausgleichsplatte (2) aufweist, wobei die Modulträgerplatte
(1) und die Modulausgleichsplatte (2) miteinander verklebt sind.
7. Dämmplatte nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verklebung (8) als Dampfschichtbremse oder Dampfsperre ausgebildet ist.
8. Dämmplatte nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Modulträgerplatte (1) aus mehreren Schichten gleicher oder unterschiedlicher Rohdichte
aufgebaut ist.
9. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Modulträgerplatte (1) umlaufend Nut (6) und Feder (7) aufweist.
10. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Modulausgleichsplatte (2) ein Stützgewebe umfasst.
11. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Modulausgleichsplatte (2) hydrophobiert ist.
12. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Modulausgleichsplatte (2) mit einem Flammschutzmittel imprägniert ist.
13. Dämmplatte nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
sowohl die Modulausgleichsplatte (2) als auch die Modulträgerplatte (1) hydrophobiert
und/oder mit einem Flammschutzmittel imprägniert sind.