[0001] Es wird ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung angegeben.
[0002] Die Druckschrift
US 2005/0269580 beschreibt ein Betriebsverfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruch 1.
[0003] Die zu lösende Aufgabe besteht darin, ein besonders Strom sparendes Verfahren zum
Betreiben einer Anzeigevorrichtung anzugeben.
[0004] Die Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren nach Anspruch 1.
[0005] Es wird eine Anzeigevorrichtung angegeben. Mittels der Anzeigevorrichtung ist es
beispielsweise möglich, den Betriebszustand eines angeschlossenen Geräts anzuzeigen.
Die Anzeigevorrichtung kann dabei Teil einer Bedienvorrichtung sein, mittels der das
Gerät vom Benutzer bedienbar und steuerbar ist.
[0006] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung umfasst die Anzeigevorrichtung
eine Pulsweitenmodulationsschaltung. Die Pulsweitenmodulationsschaltung erzeugt ein
pulsweitenmoduliertes Signal. Das pulsweitenmodulierte Signal weist eine Einschaltzeit
auf, in der ein angeschlossenes Gerät von der Pulsweitenmodulationsschaltung mit Strom
versorgt wird und eine Ausschaltzeit, während der das angeschlossene Gerät beispielsweise
nicht mit einem Strom versorgt wird.
[0007] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung weist die Anzeigevorrichtung
einen Demultiplexer auf. Der Demultiplexer umfasst zumindest einen Signaleingang und
zumindest zwei Signalausgänge. Beispielsweise umfasst der Demultiplexer genau einen
Signaleingang und eine Vielzahl von Signalausgängen. In jedem Fall umfasst der Demultiplexer
mehr Signalausgänge als Signaleingänge. Mittels des Demultiplexers wird ein Eingangssignal
auf genau einen von mehreren Ausgängen geschaltet.
[0008] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung ist der Demultiplexer
mit der Pulsweitenmodulationsschaltung an seinem Signaleingang verbunden. Das heißt,
das von der Pulsweitenmodulationsschaltung erzeugte pulsweitenmodulierte Signal wird
über den Signaleingang in den Demultiplexer eingeprägt.
[0009] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung umfasst die Anzeigevorrichtung
zumindest zwei Leuchtdioden, die jeweils mit einem Signalausgang des Demultiplexers
verbunden sind. Das heißt, die Leuchtdioden werden vom Demultiplexer mit Betriebsstrom
versorgt. Der Demultiplexer schaltet das Eingangssignal der Pulsweitenmodulationsschaltung
auf einen der Signalausgänge, der mit einer Leuchtdiode verbunden ist. Auf diese Weise
wird dann diese Leuchtdiode mit dem pulsweitenmodulierten Signal bestromt.
[0010] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung umfasst die Anzeigevorrichtung
eine Pulsweitenmodulationsschaltung und einen Demultiplexer, der zumindest einen Signaleingang
und zumindest zwei Signalausgänge aufweist, wobei der Signaleingang mit der Pulsweitenmodulationsschaltung
verbunden ist. Die Anzeigevorrichtung umfasst ferner zumindest zwei Leuchtdioden,
die jeweils mit einem Signalausgang des Demultiplexers verbunden sind.
[0011] Die hier beschriebene Anzeigevorrichtung macht dabei unter anderem von der folgenden
Idee Gebrauch: Eine Anzeigevorrichtung, die den Betriebszustand beispielsweise mehrerer
angeschlossener Geräte anzeigen soll, kann zum Anzeigen des Betriebszustands eine
Vielzahl von Leuchtdioden aufweisen. Werden nun sämtliche Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung
gleichzeitig bestromt, so weist die Anzeigevorrichtung eine relativ hohe Leistungsaufnahme
auf.
[0012] Der hier beschriebenen Anzeigevorrichtung liegt nun unter anderem die Erkenntnis
zugrunde, dass - aufgrund der Trägheit des menschlichen Auges - die Leuchtdioden der
Anzeigevorrichtung nicht zwangsläufig gleichzeitig betrieben werden müssen, um beim
Betrachter den Eindruck zu erwecken, dass sie gleichzeitig leuchten. Vielmehr ist
es ausreichend, jeweils nur eine der Leuchtdioden zu betreiben, während die restlichen
Leuchtdioden nicht bestromt werden.
[0013] Werden die Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung abwechselnd einzeln betrieben und
geschieht das Betreiben der Leuchtdioden in schneller Abfolge, so entsteht beim Betrachter
der Eindruck, dass sämtliche Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung gleichzeitig leuchten.
Da tatsächlich aber jeweils nur eine Leuchtdiode leuchtet, reduziert sich die Leistungsaufnahme
auf ein n-tel der Leistungsaufnahme, welche die Anzeigevorrichtung haben würde, wenn
sämtliche Leuchtdioden gleichzeitig betrieben werden, wobei n die Zahl der Leuchtdioden
der Anzeigevorrichtung ist.
[0014] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung weist der Demultiplexer
einen Steuereingang auf, der mit einem Steuereingang der Pulsweitenmodulationsschaltung
verbunden ist. Über die Verbindung von Demultiplexer und Pulsweitenmodulationsschaltung
ist es möglich, dass Demultiplexer und Pulsweitenmodulationsschaltung zueinander synchronisiert
werden. Auf diese Weise kann beispielsweise sichergestellt werden, dass jede Leuchtdiode
der Anzeigevorrichtung mit dem für sie bestimmten pulsweitenmodulierten Signal betrieben
wird. Ferner kann sichergestellt werden, dass ein Schalten des Demultiplexers von
einem Signalausgang auf den nächsten, das heißt von einer Leuchtdiode zu der nächsten,
in der Ausschaltzeit des pulsweitenmodulierten Signals erfolgt. Auf diese Weise können
unangenehme Lichtblitze beim Einschalten der Leuchtdioden vermieden werden.
[0015] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung umfasst jede der Leuchtdioden
der Anzeigevorrichtung mindestens zwei Leuchtdiodenchips. Beispielsweise umfasst jede
Leuchtdiode einen rotes Licht emittierenden Leuchtdiodenchip, einen grünes Licht emittierenden
Leuchtdiodenchip sowie einen blaues Licht emittierenden Leuchtdiodenchip. Jeder Leuchtdiodenchip
ist dabei mit einem Signalausgang des Demultiplexers ein-eindeutig verbunden. Das
heißt, jedem Signalausgang des Demultiplexers ist in dieser Ausführungsform genau
ein Leuchtdiodenchip zugeordnet und jedem Leuchtdiodenchip ist genau ein Signalausgang
des Demultiplexers zugeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Leuchtdiodenchips
einer Leuchtdiode unabhängig voneinander betrieben werden können. So kann beispielsweise
mittels RGB-Leuchtdioden ein bestimmter Farbort des von der Leuchtdiode erzeugten
Lichts eingestellt werden.
[0016] Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Anzeigevorrichtung beträgt die Leistungsaufnahme
der Anzeigevorrichtung höchstens 0,5 W. Die Anzeigevorrichtung umfasst dabei acht
oder mehr Leuchtdioden. Dies ist insbesondere dadurch ermöglicht, dass die Leuchtdioden
der Anzeigevorrichtung nicht gleichzeitig, sondern sequentiell betrieben werden.
[0017] Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung, die
zumindest zwei Leuchtdioden aufweist, angegeben. Bei der Anzeigevorrichtung kann es
sich zum Beispiel um eine hier beschriebene Anzeigevorrichtung handeln. Das heißt,
sämtliche in Verbindung mit der Anzeigevorrichtung beschriebenen Merkmale sind auch
in Verbindung mit dem Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung offenbart und
umgekehrt.
[0018] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens weist das Verfahren den Verfahrensschritt
auf, wonach ein pulsweitenmoduliertes Signal erzeugt wird, das eine Einschaltzeit
und eine Ausschaltzeit aufweist. Insbesondere weist das pulsweitenmodulierte Signal
eine Vielzahl von Einschaltzeiten und von Ausschaltzeiten auf, die zum Beispiel periodisch
aufeinander abfolgen.
[0019] Beispielsweise werden die zumindest zwei Leuchtdioden mittels des pulsweitenmodulierten
Signals betrieben.
[0020] In der Einschaltzeit wird eine der Leuchtdioden dann in Vorwärtsspannung bestromt,
in der Ausschaltzeit wird die Leuchtdiode nicht bestromt, oder sie wird mit einer
geringen Stromstärke in Sperrrichtung bestromt. Das pulsweitenmodulierte Signal wird
dabei mittels einer Pulsweitenmodulationsschaltung erzeugt.
[0021] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren den Verfahrensschritt,
wonach das pulsweitenmodulierte Signal zu einem Demultiplexer geleitet wird. Beispielsweise
ist dazu ein Signalausgang der Pulsweitenmodulationsschaltung mit einem Signaleingang
des Demultiplexers verbunden.
[0022] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Verfahren einen
Verfahrensschritt, in dem die Pulsweitenmodulationsschaltung und der Demultiplexer
synchronisiert werden, derart, dass das pulsweitenmodulierte Signal vom Demultiplexer
während einer Ausschaltzeit zu einer Leuchtdiode von den zumindest zwei Leuchtdioden
geleitet wird. Das heißt, der Demultiplexer schaltet beispielsweise sequentiell die
Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung durch und verbindet sie jeweils mit einem seiner
Signalausgänge. Das Schalten von einer Leuchtdiode zu einer anderen Leuchtdiode erfolgt
dabei vorzugsweise während der Ausschaltzeit des pulsweitenmodulierten Signals. Auf
diese Weise können unangenehme Lichtblitze beim Schalten von einer Leuchtdiode auf
die nächste vermieden werden.
[0023] Das heißt, gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens treten zwischen dem Schalten
von einer Leuchtdiode auf die nächste Leuchtdiode keine Lichtblitze auf. Die nächste
Leuchtdiode wird zeitlich erst nach dem Schalten durch das pulsweitenmodulierte Signal
eingeschaltet und nicht während des Schaltens von der vorherigen Leuchtdiode auf die
nächste Leuchtdiode.
[0024] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung,
die zumindest zwei Leuchtdioden umfasst, umfasst das Verfahren die folgenden Schritte,
insbesondere in der folgenden Reihenfolge:
- Erzeugen eines pulsweitenmodulierten Signals, das eine Einschaltzeit und eine Ausschaltzeit
aufweist, mittels einer Pulsweitenmodulationsschaltung,
- Leiten des pulsweitenmodulierten Signals zu einem Demultiplexer,
- Synchronisieren von Pulsweitenmodulationsschaltung und Demultiplexer, sodass das pulsweitenmodulierte
Signal vom Demultiplexer während einer Ausschaltzeit zu einer Leuchtdiode von den
zumindest zwei Leuchtdioden geleitet wird.
[0025] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens weist zumindest eine der Leuchtdioden
zumindest zwei Leuchtdiodenchips auf. Beispielsweise handelt es sich bei sämtlichen
Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung um so genannte RGB-Leuchtdioden, die jeweils einen
rotes Licht, einen blaues Licht und einen grünes Licht emittierenden Leuchtdiodenchip
umfassen. Pro Leuchtdiodenchip wird dabei ein pulsweitenmoduliertes Signal zur Leuchtdiode
geleitet. Dabei ist es möglich, dass gleichzeitig jedem Leuchtdiodenchip der Leuchtdiode
ein pulsweitenmoduliertes Signal zugeleitet wird, sodass die Leuchtdiodenchips einer
Leuchtdiode gleichzeitig betrieben werden. In diesem Fall ist die Pulsweitenmodulationsschaltung
beispielsweise dazu geeignet, gleichzeitig drei unterschiedliche pulsweitenmodulierte
Signale zu erzeugen. Beim Schalten von einer Leuchtdiode auf die nächste Leuchtdiode
werden dann die drei pulsweitenmodulierten Signale von drei ersten Signalausgängen
des Demultiplexers auf drei zweite Signalausgänge des Demultiplexers gelegt.
[0026] Alternativ ist es auch möglich, dass die Leuchtdiodenchips der Leuchtdiode sequentiell
betrieben werden. Das heißt, der Demultiplexer schaltet nicht nur zwischen den einzelnen
Leuchtdioden, sondern zwischen den einzelnen Leuchtdiodenchips durch. Auf diese Weise
kann die Anzeigevorrichtung besonders energiesparend betrieben werden, da jeweils
nur ein einziger Leuchtdiodenchip zu einer bestimmten Zeit bestromt wird.
[0027] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens wird das pulsweitenmodulierte
Signal vom Demultiplexer sequentiell zu den zumindest zwei Leuchtdioden geleitet.
Das heißt, die Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung werden nacheinander einzeln betrieben,
keine der Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung wird zur gleichen Zeit wie eine andere
Leuchtdiode der Anzeigevorrichtung betrieben. Dabei ist es, wie gerade ausgeführt,
auch möglich, dass die Leuchtdiodenchips der Leuchtdioden ebenfalls einzeln betrieben
werden.
[0028] Gemäß zumindest einer Ausführungsform des Verfahrens werden die Leuchtdiodenchips
der zumindest zwei Leuchtdioden der Anzeigevorrichtung während der Einschaltzeit des
pulsweitenmodulierten Signals jeweils mit der maximalen zulässigen Stromstärke betrieben.
Aufgrund des sequentiellen Betreibens der Leuchtdioden und/oder der Leuchtdiodenchips
der Anzeigevorrichtung scheint das von den Leuchtdioden erzeugte Licht insgesamt weniger
hell, als wenn sämtliche Leuchtdioden gleichzeitig betrieben werden.
[0029] Um diesen Helligkeitsunterschied auszugleichen, werden die Leuchtdioden während der
kurzen Zeit, zu der sie betrieben werden, mit der maximal für sie zulässigen Stromstärke
betrieben. Da das Betreiben der Leuchtdioden beziehungsweise der Leuchtdiodenchips
stets nur kurz erfolgt, wird dadurch die Lebensdauer der Leuchtdioden kaum oder gar
nicht negativ beeinflusst. Andererseits kann der Helligkeitsverlust aufgrund des sequentiellen
Betreibens durch diese Maßnahme so stark ausgeglichen werden, dass für den Betrachter
kaum ein Helligkeitsrückgang feststellbar ist.
[0030] Es wird darüber hinaus eine Beleuchtungsvorrichtung und eine Anzeigevorrichtung angegeben.
Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine hier beschriebene Anzeigevorrichtung, sodass
sämtliche in Verbindung mit der Anzeigevorrichtung beschriebenen Merkmale auch in
Verbindung mit der Beleuchtungsvorrichtung offenbart sind.
[0031] Die Beleuchtungsvorrichtung umfasst neben der Anzeigevorrichtung zumindest eine Lampe,
die mit der Anzeigevorrichtung verbunden ist, wobei die Anzeigevorrichtung dazu vorgesehen
ist, einen Betriebszustand der zumindest einen Lampe anzuzeigen. Dabei ist es möglich,
dass die Anzeigevorrichtung beispielsweise folgende Eigenschaften des von der Lampe
erzeugten Lichts anzeigt: Farbort, Farbtemperatur und/oder Helligkeit.
[0032] Im Folgenden wird die hier beschriebene Anzeigevorrichtung, das hier beschriebene
Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung sowie die hier beschriebene Beleuchtungsvorrichtung
anhand von Ausführungsbeispielen und den zugehörigen Figuren näher erläutert.
[0033] Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit denselben
Bezugszeichen versehen. Die Figuren und die Größenverhältnisse der in den Figuren
dargestellten Elemente untereinander sind nicht als maßstäblich zu betrachten. Vielmehr
können einzelne Elemente zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren Verständnis
übertrieben groß dargestellt sein.
[0034] Die Figur 1 zeigt anhand einer schematischen Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel
einer hier beschriebenen Anzeigevorrichtung. Die Anzeigevorrichtung umfasst eine Pulsweitenmodulationsschaltung
1. Die Pulsweitenmodulationsschaltung 1 weist einen Signalausgang 12 und einen Steuereingang
13 auf.
[0035] Die Pulsweitenmodulationsschaltung 1 erzeugt ein pulsweitenmoduliertes Signal 10.
Das pulsweitenmodulierte Signal 10 weist Einschaltzeiten t1 und Ausschaltzeiten t2
auf. Beispielsweise ist das pulsweitenmodulierte Signal 10 nach Art eines Rechteckimpulses
ausgebildet.
[0036] Die Anzeigevorrichtung umfasst weiter einen Demultiplexer 2. Der Demultiplexer 2
weist einen Signaleingang 21 auf. Ferner weist der Demultiplexer 2 eine Vielzahl von
Signalausgängen 22 auf. Schließlich weist der Demultiplexer einen Steuereingang 23
auf.
[0037] Die Pulsweitenmodulationsschaltung 1 und der Demultiplexer 2 sind über den Signalausgang
12 der Pulsweitenmodulationsschaltung 1 und den Signaleingang 21 des Demultiplexers
2 miteinander verbunden.
[0038] Darüber hinaus sind die Pulsweitenmodulationsschaltung 1 und der Demultiplexer 2
über ihre Steuereingänge 13, 23 verbunden. Dadurch ist ein Regelkreis 4 zwischen Pulsweitenmodulationsschaltung
1 und Demultiplexer 2 erzeugt.
[0039] Die Anzeigevorrichtung weist darüber hinaus eine Vielzahl von Leuchtdioden 3 auf.
Bei den Leuchtdioden 3 handelt es sich vorliegend um RGB-Leuchtdioden, welche drei
Leuchtdiodenchips 30 aufweisen, von denen einer im Betrieb rotes, einer blaues und
einer grünes Licht erzeugt. Über die Signalausgänge 22 ist jeder der Leuchtdiodenchips
30 ein-eindeutig mit dem Demultiplexer 2 verbunden. Das heißt, die Zahl der Signalausgänge
22 entspricht beispielsweise dreimal der Zahl der Leuchtdioden 3 der Anzeigevorrichtung.
[0040] Im Betrieb der Anzeigevorrichtung wird von der Pulsweitenmodulationsschaltung 1 ein
pulsweitenmoduliertes Signal 10 erzeugt. Das pulsweitenmodulierte Signal 10 wird durch
den Signaleingang 21 in den Demultiplexer 2 eingeprägt, der das pulsweitenmodulierte
Signal 10 auf genau einen seiner Signalausgänge 22 schaltet, sodass ein geschaltetes
pulsweitenmoduliertes Signal 20 zu einem der Leuchtdiodenchips 30 gesendet wird.
[0041] Über den Regelkreis 4 sind der Demultiplexer 2 und die Pulsweitenmodulationsschaltung
1 miteinander synchronisiert, sodass das Umschalten von einem Leuchtdiodenchip 30
auf den nächsten Leuchtdiodenchip 30 jeweils während der Ausschaltzeit t2 erfolgt.
Auf diese Weise ist ein unangenehmes Aufblitzen der Leuchtdiodenchips 30 beim Umschaltvorgang
verhindert. Die Leuchtdiodenchips 30 werden nacheinander, das heißt sequentiell, in
schneller Abfolge jeweils mit einem pulsweitenmodulierten Signal beaufschlagt, sodass
das Schalten dem Betrachter aufgrund der Trägheit des menschlichen Auges nicht auffällt.
[0042] Im Unterschied zum in Verbindung mit der Figur 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist es auch möglich, dass die Pulsweitenmodulationsschaltung 1 mehrere pulsweitenmodulierte
Signale 10 erzeugt, wobei die Zahl der Signale 10 der Zahl der Leuchtdiodenchip 30
pro Leuchtdiode entspricht. Auf diese Weise können die Leuchtdiodenchips 30 einer
einzigen Leuchtdiode jeweils gleichzeitig betrieben werden, sodass ein sequentielles
Umschalten nicht zwischen einzelnen Leuchtdiodenchips, sondern zwischen einzelnen
Leuchtdioden erfolgt.
[0043] In Verbindung mit der Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer hier beschriebenen
Beleuchtungsvorrichtung näher erläutert.
[0044] Die Figur 2 zeigt eine Anzeigevorrichtung 100, wie sie beispielsweise in Verbindung
mit der Figur 1 näher erläutert ist. Die Anzeigevorrichtung 100 umfasst zwölf einzelne
Leuchtdioden 3, die jeweils hinter einem Sichtfenster 140 angeordnet sind. Die Anzeigevorrichtung
umfasst ein Bedienfeld 31, auf dem Bedienelemente 120 angeordnet sind, die mittels
Berührung des Bedienfeldes 31 aktiviert werden können. Beispielsweise handelt es sich
bei dem Bedienfeld 31 um eine Glasoberfläche, hinter der kapazitive Schalter im Bereich
der Bedienelemente 120 angeordnet sind. Eine Bedienanordnung mit einem solchen Bedienfeld
ist zum Beispiel in den Druckschriften
DE 10 2005 059 067 A1 und
DE 10 2007 017 335 A1 näher erläutert.
[0045] Die Anzeigevorrichtung ist mit einer oder mehrerer Lampen 200 verbunden, die jeweils
eine Vielzahl von Leuchtdioden 201 aufweisen können. Mittels der Leuchtdioden 3 der
Anzeigevorrichtung kann der Betriebszustand der Lampen 200 angezeigt werden. Beispielsweise
kann jedem Bedienelement genau eine Lampe zugeordnet sein, deren Betriebszustand durch
die Leuchtdiode 3 angezeigt wird.
[0046] Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung
102009007504.6.
1. Verfahren zum Betreiben einer Anzeigevorrichtung, die zumindest zwei Leuchtdioden
(3) aufweist, mit den folgenden Schritten:
- Erzeugen eines pulsweitenmodulierten Signals (10), das zumindest eine Einschaltzeit
(t1) und zumindest eine Ausschaltzeit (t2) aufweist, mittels einer Pulsweitenmodulationsschaltung
(1),
- Leiten des pulsweitenmodulierten Signals (10) zu einem Demultiplexer (2),
- Synchronisieren von Pulsweitenmodulationsschaltung (1) und Demultiplexer (2), wobei
- der Demultiplexer (2) zumindest einen Signaleingang (21) und zumindest zwei Signalausgänge
(22) aufweist, wobei der Signaleingang (21) mit der Pulsweitenmodulationsschaltung
(1) verbunden ist und der Demultiplexer (2) mehr Signalausgänge (22) als Signaleingänge
(21) aufweist, und
- die Leuchtdioden (3) jeweils mit einem Signalausgang (22) des Demultiplexers verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass
- das Synchronisieren von Pulsweitenmodulationsschaltung (1) und Demultiplexer (2)
derart erfolgt, dass ein Schalten des Demultiplexers (2) von einer der Leuchtdioden
zur nächsten Leuchtdiode während einer der Ausschaltzeiten (t2) des pulsweitenmodulierten
Signals (10) geschieht, und
- der Demultiplexer (2) die Leuchtdioden (3) mit Betriebsstrom versorgt, wobei der
Demultiplexer das pulsweitenmodulierte Signal (10) der Pulsweitenmodulationsschaltung
(1) auf einen der Signalausgänge (22), der mit einer der Leuchtdioden (3) verbunden
ist, schaltet.
2. Verfahren gemäß dem vorherigen Anspruch,
wobei zumindest eine der Leuchtdioden (3) zumindest zwei Leuchtdiodenchips (30) aufweist
und pro Leuchtdiodenchip (30) ein pulsweitenmoduliertes Signal (10) zur Leuchtdiode
(3) geleitet wird.
3. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei das pulsweitenmodulierten Signal (10) vom Demultiplexer (2) sequentiell zu den
zumindest zwei Leuchtdioden (3) gleitet wird.
4. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei die Leuchtdiodenchips (30) der zumindest zwei Leuchtdioden (3) in der Einschaltzeit
(t1) des pulsweitenmodulierten Signals (10) jeweils mit der maximal zulässigen Stromstärke
betrieben werden.
5. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei der Demultiplexer (2) einen Steuereingang (23) aufweist, der mit einem Steuereingang
(13) der Pulsweitenmodulationsschaltung (1) verbunden ist.
6. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche,
wobei jede Leuchtdiode (3) zumindest zwei Leuchtdiodenchips (30) umfasst, wobei jeder
Leuchtdiodenchip (30) mit einem Signalausgang (22) des Demultiplexers (2) ein-eindeutig
verbunden ist.
7. Verfahren gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Anzeigevorrichtung zumindest
acht Leuchtdioden (3) umfasst, wobei die Leistungsaufnahme der Anzeigevorrichtung
höchstens 0,5 Watt beträgt.
1. Method for operating an indicator apparatus which has at least two light-emitting
diodes (3), having the following steps:
- a pulse-width-modulated signal (10), which has at least one switched-on time (t1)
and at least one switched-off time (t2), is produced by means of a pulse width modulation
circuit (1),
- the pulse-width-modulated signal (10) is routed to a demultiplexer (2),
- pulse width modulation circuit (1) and demultiplexer (2) are synchronized,
wherein
- the demultiplexer (2) has at least one signal input (21) and at least two signal
outputs (22), wherein the signal input (21) is connected to the pulse width modulation
circuit (1) and the demultiplexer (2) has more signal outputs (22) than signal inputs
(21), and
- the light-emitting diodes (3) are each connected to a signal output (22) of the
demultiplexer, characterized in that
- pulse width modulation circuit (1) and demultiplexer (2) are synchronized such that
the demultiplexer (2) is switched from one of the light-emitting diodes to the next
light-emitting diode during one of the switched-off times (t2) of the pulse-width-modulated
signal (10), and
- the demultiplexer (2) supplies the light-emitting diodes (3) with operating current,
wherein the demultiplexer switches the pulse-width-modulated signal (10) from the
pulse width modulation circuit (1) to one of the signal outputs (22) which is connected
to one of the light-emitting diodes (3).
2. Method according to the preceding claim,
wherein at least one of the light-emitting diodes (3) has at least two light-emitting-diode
chips (30) and for each light-emitting-diode chip (30) a pulse-width-modulated signal
(10) is routed to the light-emitting diode (3).
3. Method according to one of the preceding claims,
wherein the pulse-width-modulated signal (10) is routed from the demultiplexer (2)
sequentially to the at least two light-emitting diodes (3).
4. Method according to one of the preceding claims,
wherein the light-emitting-diode chips (30) of the at least two light-emitting diodes
(3) are each operated at the maximum permissible current level in the switched-on
time (t1) of the pulse-width-modulated signal (10).
5. Method according to one of the preceding claims,
wherein the demultiplexer (2) has a control input (23) which is connected to a control
input (13) of the pulse width modulation circuit (1).
6. Method according to one of the preceding claims,
wherein each light-emitting diode (3) comprises at least two light-emitting-diode
chips (30), wherein each light-emitting-diode chip (30) is bijectively connected to
a signal output (22) of the demultiplexer (2).
7. Method according to one of the preceding claims,
wherein the indicator apparatus comprises at least eight light-emitting diodes (3),
wherein the power consumption of the indicator apparatus is no more than 0.5 watt.
1. Procédé de mise en fonctionnement d'un dispositif d'affichage comportant au moins
deux diodes électroluminescentes (3), comprenant les étapes consistant à :
- générer un signal modulé en largeur d'impulsion (10) comportant au moins un temps
actif (t1) et au moins un temps inactif (t2) au moyen d'un circuit de modulation d'impulsion
en largeur (1),
- fournir le signal modulé en largeur d'impulsion (10) à un démultiplexeur (2),
- synchroniser le circuit de modulation d'impulsion en largeur (1) et le démultiplexeur
(2),
- le démultiplexeur (2) comportant au moins une entrée de signal (21) et au moins
deux sorties de signaux (22), l'entrée de signal (1) étant connectée au circuit de
modulation d'impulsion en largeur (1) et le démultiplexeur (2) comportant plus de
sorties de signaux (22) que d'entrées de signaux (21), et
- les diodes électroluminescentes (3) étant respectivement connectées à une sortie
de signal (22) du démultiplexeur, caractérisé en ce que
- la synchronisation du circuit de modulation d'impulsion en largeur (1) et du démultiplexeur
(2) s'effectue de telle manière que le basculement du démultiplexeur (2) de l'une
des diodes électroluminescentes à la diode électroluminescente suivante se produise
pendant l'un des temps inactifs (t2) du signal modulé en largeur d'impulsion (10),
et
- le démultiplexeur (2) alimente en courant de fonctionnement les diodes électroluminescentes
(3), le démultiplexeur appliquant le signal modulé en largeur d'impulsion (10) du
circuit de modulation d'impulsion en largeur (1) à l'une des sorties de signaux (22)
qui est connectée à l'une des diodes électroluminescentes (3).
2. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel au moins l'une des diodes électroluminescentes
(3) comporte au moins deux puces à diodes électroluminescentes (30) et un signal modulé
en largeur d'impulsion (10) par puce à diodes électroluminescentes (30) est fourni
à la diode électroluminescente (3).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le signal
modulé en largeur d'impulsion (10) est fourni séquentiellement aux au moins deux diodes
électroluminescentes (3) par le démultiplexeur (2).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel les puces
à diodes électroluminescentes (30) des au moins deux diodes électroluminescentes (3)
sont respectivement mises en fonctionnement pendant le temps actif (t1) du signal
modulé en largeur d'impulsion (10) avec l'intensité de courant maximale admissible.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le démultiplexeur
(2) comporte une entrée de commande (23) qui est connectée à une entrée de commande
(13) du circuit de modulation d'impulsion en largeur (1).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel chaque
diode électroluminescente (3) comprend au moins deux puces à diodes électroluminescentes
(30), chaque puce à diodes électroluminescentes (30) étant connectée une à une à une
sortie de signal (22) du démultiplexeur (2).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
d'affichage comprend au moins huit diodes électroluminescentes (3), la consommation
de puissance du dispositif d'affichage étant au plus de 0,5 Watt.