[0001] Die Erfindung betrifft eine Montageeinheit zur Installation in einem Wagenkastenaufbau
eines Schienenfahrzeugs. Ferner betrifft die Erfindung ein entsprechendes Schienenfahrzeug
sowie ein entsprechendes Verfahren zum Herstellen eines Schienenfahrzeugs.
[0003] Schienenfahrzeuge, beispielsweise Reisezugwagen, oder andere Transportfahrzeuge wie
Busse, Flugzeuge oder dergleichen, auf die die vorliegende Erfindung gleichermaßen
anwendbar ist, werden mit immer mehr Systemen und Funktionen ausgestattet. Zur Unterbringung
entsprechender Versorgungsleitungen bzw. Versorgungseinrichtungen, hiermit sind sämtliche
denkbaren Leitungen bzw. Funktionsbaugruppen gemeint, die zur Versorgung und Realisierung
der gewünschten Systeme und Funktionen dienen, ist im oder am Wagenkastenaufbau des
Fahrzeugs entsprechender Bauraum vorzusehen. Dieser zusätzliche Platzbedarf darf sich
allerdings nicht negativ auf die Anzahl der Sitzplätze im Fahrgastraum auswirken,
so dass die genannten Versorgungsleitungen und -einrichtungen in ungenutzten Räumen,
die im gesamten Wagenkastenaufbau verteilt sind, insbesondere im Deckenbereich, unter
den Sitzen und im Bodenbereich, angeordnet werden.
[0004] Üblicherweise werden notwendige Kabelkanäle bzw. -bündel sowie elektrische und pneumatische
Einrichtungen einzeln und ungeprüft im jeweiligen Wagenkasten montiert. Kabelkanäle,
die als Montageeinheit vorgefertigt sein können, werden dabei als reine Träger von
Leitungen ausgebildet und nur hinsichtlich der Führung dieser Leitungen vormontiert,
vorgeprüft und dann eingebaut. Nach dem Einbau erfolgt die elektrische bzw. pneumatische
Verbindung der Leitungen mit den ebenfalls separat vorgeprüften elektrischen und pneumatischen
Einrichtungen, die über den gesamten Wagenkasten verteilt angeordnet werden.
[0005] Die Versorgungsleitungen und Versorgungseinrichtungen sind hinter fest verschlossenen
und schwer zugänglichen Revisionsklappen angeordnet und werden häufig von Luftkanälen
oder Beleuchtungskörpern verdeckt. Die dezentrale Anordnung der genannten Versorgungsleitungen
und -einrichtungen sowie der klimatechnischen und beleuchtungstechnischen Einrichtungen
im Wagenkasten führt unweigerlich zu einer komplizierten Geometrie der vorzufertigenden
Kabelkanäle. Der Grund ist, dass die Kabelkanäle die vielen vereinzelt angeordneten
Versorgungseinrichtungen miteinander verbinden sollen, wobei solche Verbindungen sogar
teilweise nicht auf direktem Wege, sondern unter Umgehung einzelner der genannten
Versorgungseinrichtungen bewerkstelligt werden müssen.
[0006] Auch ist durch die Einzelanordnung der Geräte im Wagenkasten ein sehr hoher Montage-
und Wartungsaufwand notwendig. Eine vollständige Funktionsprüfung der elektrischen
und pneumatischen Einrichtungen ist erst im fertig montierten Wagenkasten bzw. bei
der Inbetriebnahme möglich. Die Zugänglichkeit ist stark eingeschränkt aufgrund der
oftmals vor den bzw. unterhalb der Versorgungseinrichtungen montierten Beleuchtungs-
und Klimatisierungseinrichtungen und -leitungen.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einem Schienenfahrzeug die
Montage und Wartung der Versorgungseinrichtungen und -leitungen zu vereinfachen.
[0008] Die zuvor hergeleitete und aufgezeigte Aufgabe wird gemäß einer ersten Lehre der
vorliegenden Erfindung gelöst durch eine Montageeinheit zur Installation in einem
Wagenkastenaufbau eines Schienenfahrzeugs, mit einem Träger, der im Innern des Wagenkastenaufbaus
in einem Bereich unterhalb des Wagenkastendachs befestigbar ist, mit mindestens einer
Versorgungsleitung, die am Träger vormontiert ist, mit mehreren mit der Versorgungsleitung
verbundenen Versorgungseinrichtungen bzw. Funktionsbaugruppen, die am Träger vormontiert
sind, mit einer ersten Schnittstelle, die am Träger vormontiert ist und mit der mindestens
einen Versorgungsleitung und/oder mit einer der Versorgungseinrichtungen verbunden
ist, und mit einer zweiten Schnittstelle, die am Träger vormontiert ist und mit der
mindestens einen Versorgungsleitung und/oder mit einer der Versorgungseinrichtungen
verbunden ist. Der Träger ist insbesondere im Deckenbereich befestigbar, kann aber
im Bedarfsfall auch im Wandbereich oder Fußbodenbereich angebracht werden. Eine Befestigung
im Innern des Wagenkastenaufbaus bedeutet, dass die Montageeinheit oder Teile davon
nicht Bestandteil des Wagenkastenaufbaus, insbesondere des Wagenkastendaches oder
der Seitenwände, sind. Auch sind keine Teile der Montageeinheit außerhalb des Wagenkastenaufbaus
angeordnet.
[0009] Indem an einem Träger bereits werksseitig die notwendigen Versorgungsleitungen, die
notwendigen Versorgungseinrichtungen und die notwendigen Schnittstellen zur Verbindung
mit dem Fahrerhaus und/oder dem benachbarten Wagenkasten vormontiert werden, können
bereits im Werk die Anschlüsse zwischen den einzelnen Leitungen und Einrichtungen
auf einfache Weise vorgenommen werden. Außerdem kann eine Prüfung der einzelnen Komponenten
bereits im Werk durchgeführt werden, was wesentlich weniger aufwendig ist, als wenn
dies im fertig montierten Wagenkasten bzw. bei der Inbetriebnahme durchgeführt wird.
Bei Funktionsstörungen können dann auch auf entsprechend einfache Weise bereits im
Werk die erforderlichen Korrekturen bzw. Reparaturen vorgenommen werden.
[0010] Mit der erfindungsgemäßen Montageeinheit ist es außerdem möglich, bereits werksseitig
notwendige Komponenten für Beleuchtung und Klimatisierung als integraler Bestandteil
der Montageeinheit vorzusehen und von vorne herein so anzuordnen, dass eventuell vorhandene
Revisionsöffnungen in einer Verkleidung ohne weiteres zugänglich sind. Insbesondere
werden dazu zumindest einige der zur Ausleuchtung des Fahrgastraums vorgesehenen Beleuchtungskörper
und/oder einige der für die Klimatisierung erforderlichen Luftkanäle zumindest teilweise
bereits werksseitig vormontiert, was, da die Montage aller Komponenten aus einer Hand
erfolgt, zu einer verbesserten Raumausnutzung führt. Aufgrund der optimierten Raumausnutzung
und optimierten Anordnung der einzelnen Komponenten wird entsprechend auch der Montageaufwand
und der spätere Wartungsaufwand reduziert.
[0011] Gemäß einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Montageeinheit ist die mindestens
eine Versorgungsleitung eine elektrische, pneumatische oder hydraulische Leitung.
[0012] Entsprechend kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen sein, dass mindestens
eine der Versorgungseinrichtungen eine elektrische, eine pneumatische oder eine hydraulische
Einrichtung ist.
[0013] Als elektrische Einrichtungen sind insbesondere Komponenten der Leittechnik, der
Videotechnik, der Zugsicherung, der Sensorik zur Überwachung des Fahrgastraums sowie
Meßeinrichtungen, Schaltgeräte, beispielsweise Schütze, Leitungsschutzschalter etc.
gemeint.
[0014] Eine der elektrischen Einrichtungen kann auch eine Steuereinrichtung sein, die beispielsweise
dazu dient, einzelne elektrische, pneumatische oder hydraulische Einrichtungen anzusteuern.
Ein Beispiel für eine Steuereinrichtung ist eine Luftfedersteuerung oder eine Leuchtensteuerung.
[0015] Auch kann die elektrische Einrichtung eine Beleuchtungseinrichtung sein. Die Beleuchtungseinrichtung
kann einen kompletten Lampenzweig oder einzelne Teile davon umfassen, beispielsweise
den Leitungsschutz, einzelne Leitungen, Schütze, Steckverbinder, Lampen, etc. Damit
kann in die erfindungsgemäße Montageeinheit die vollständige zentrale Beleuchtung
des Fahrgastraums integriert werden.
[0016] Unter einer pneumatischen bzw. hydraulischen Einrichtung wird im Sinne der Erfindung
jede Einrichtung verstanden, die mit einem pneumatischen Medium wie Luft bzw. einem
hydraulischen Medium wie Öl oder Wasser zusammenwirkt, so auch ein Leitblech, eine
Klappe oder ein Ventil. Insbesondere kann diese aber auch ein Druckbehälter, insbesondere
ein Druckluftbehälter bzw. Öl- oder Wasserdruckbehälter, ein Messumformer oder eine
Pumpe sein.
[0017] Gemäß einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Montageinheit weist die Schnittstelle
mindestens einen elektrischen, pneumatischen und/oder hydraulischen Anschluss auf.
Auf diese Weise ist die Montageeinheit mit einer entsprechenden Schnittstelle einer
anderen Montageeinheit verbindbar, die beispielsweise im Fahrerhaus, in einem benachbarten
Wagenkasten oder in einem benachbarten Abteil vorgesehen ist.
[0018] Die Schnittstelle kann einen beweglichen, insbesondere flexiblen, Abschnitt aufweisen,
der insbesondere einen Wagenübergang bildet. Es ist auch denkbar, dass ein solcher
Wagenübergang erst nachträglich angeschlossen wird, wenn zwei benachbarte Schienenfahrzeuge
bzw. Wagenkästen aneinander gekoppelt werden. So ist es mit einfachen Mitteln möglich,
zwei Montageeinheiten jeweils benachbarter Wagenkästen miteinander zu verbinden. Der
bewegliche Abschnitt kann zum Beispiel eine Mehrzahl von einzelnen Leitungen umfassen,
die vorzugsweise als Bündel oder in mehreren Bündeln zusammengefasst sind. Im Übergangsbereich
von der Montageeinheit zur Fahrerhausschnittstelle ist ein solcher beweglicher Abschnitt
nicht erforderlich, da das Fahrerhaus in der Regel Bestandteil des Wagenkastenaufbaus
ist, in welchem die Montageeinheit befestigt wird.
[0019] Gemäß wiederum einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Montageeinheit
ist eine Verkleidung vorgesehen, die die Montageeinheit zumindest teilweise zum Fahrgastraum
hin, bei einer Installation im Deckenbereich also nach unten hin, abdeckt. Eine solche
Verkleidung kann ebenfalls bereits werksseitig vormontiert werden, so dass der Montagebereich,
beispielsweise der Deckenbereich, gleichzeitig mit dem Befestigen der Montageeinheit
verkleidet wird. Dabei kann in der Verkleidung mindestens eine Revisionsöffnung, die
vorzugsweise mittels einer entsprechenden Klappe verschließbar ist, vorgesehen sein.
[0020] Gemäß noch einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Montageeinheit besteht
der Träger, welcher die einzelnen zuvor beschriebenen Komponenten trägt, zumindest
teilweise aus Metall, beispielsweise Aluminium oder Edelstahl. Ein Metallträger ist
einfach herzustellen und auch auf einfache Weise mit einer Vielzahl von Versorgungsleitungen
und - einrichtungen zu bestücken, wobei gleichzeitig eine ausreichend hohe Stabilität
der gesamten Montageeinheit gewährleistet ist.
[0021] Die Aufgabe wird ferner gemäß einer zweiten Lehre der vorliegenden Erfindung gelöst
durch ein Schienenfahrzeug, beispielsweise einen Reisezugwagen, mit einer Montageeinheit
wie sie zuvor beschrieben wurde, wobei die Montageeinheit im Innern des Wagenkastenaufbaus
in einem Bereich unterhalb des Wagenkastendachs, insbesondere im Deckenbereich, befestigt
ist. Dies ermöglicht, wie zuvor beschrieben wurde, eine optimierte Raumausnutzung
und optimierte Anordnung der einzelnen Komponenten, wodurch entsprechend auch der
Montageaufwand und der spätere Wartungsaufwand reduziert wird.
[0022] Hinsichtlich einer guten Zugänglichkeit der Komponenten bei späteren Wartungsarbeiten
ist es dabei vorteilhaft, wenn die Montageeinheit parallel zu den Seitenwänden und
vorzugsweise in der Mitte zwischen den Seitenwänden des Schienenfahrzeugs verläuft,
da dieser Bereich für einen Monteur gut erreichbar ist.
[0023] Dazu werden insbesondere die Klimakanäle, die im Stand der Technik üblicherweise
im Deckenbereich in der Mitte zwischen den Seitenwänden verlaufen, zumindest teilweise
zur Seite hin verlagert, so dass, beispielsweise in der Mitte des Deckenbereichs,
ein Raum entsteht, der für die Installation der Montageeinheit und damit für die platzsparende
Anordnung der Vielzahl an notwendigen Versorgungseinrichtungen und -leitungen nutzbar
ist. Eine dezentrale Anordnung der einzelnen Komponenten kann auf diese Weise vermieden
werden.
[0024] Dabei kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs
vorgesehen sein, dass mindestens ein Klimakanal, der beispielsweise einen Warmluft-,
einen Kaltluft- und/oder einen Umluftkanal aufweist, benachbart zur Montageeinheit
verläuft. Es ist sogar denkbar, dass auf beiden Seiten der Montageeinheit jeweils
ein solcher Klimakanal verläuft. Auf diese Weise sind zum einen neben der Montageeinheit
auch die Klimakanäle gut erreichbar und zum anderen ist eine solche Anordnung besonders
platzsparend, da die Breite des Schienenfahrzeugs, beispielsweise im Deckenbereich,
optimal ausgenutzt wird.
[0025] Vorzugsweise verlaufen die beiden seitlich der Montageeinheit angeordneten Klimakanäle
gemäß noch einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs symmetrisch
zur Montageeinheit. Auch eine asymmetrische Anordnung ist denkbar.
[0026] Die Aufgabe wird schließlich gemäß einer dritten Lehre der vorliegenden Erfindung
gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen eines Schienenfahrzeugs, unter Verwendung
der zuvor beschriebenen Montageeinheit, bei dem ein Wagenkastenaufbau des Schienenfahrzeugs
bereitgestellt wird, bei dem ein Träger im Innern des Wagenkastenaufbaus in einem
Bereich unterhalb des Wagenkastendachs befestigt wird, bei dem mindestens eine Versorgungsleitung
am Träger befestigt wird, bei dem mehrere mit der Versorgungsleitung verbundene Versorgungseinrichtungen
bzw. Funktionsbaugruppen am Träger befestigt werden, bei dem eine erste Schnittstelle
am Träger befestigt wird und mit der mindestens einen Versorgungsleitung und/oder
mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen verbunden wird, und bei dem eine
zweite Schnittstelle am Träger befestigt wird und mit der mindestens einen Versorgungsleitung
und/oder mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen verbunden wird, wobei der
Träger, die mindestens eine Versorgungsleitung, die Versorgungseinrichtungen, die
erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle zu einer Montageeinheit verbunden
werden und die Montageeinheit anschließend im Innern des bereitgestellten Wagenkastenaufbaus
befestigt wird.
[0027] Ein solches Herstellungsverfahren hat den Vorteil, dass eine Vielzahl notwendiger
Komponenten, welche im Wagenkastenaufbau vorzusehen sind und gemäß Stand der Technik
einzeln und dezentral angeordnet werden mussten, auf einfache Weise befestigt, miteinander
verbunden und geprüft werden können. Außerdem ist eine optimale Anordnung und Platzausnutzung
gewährleistet, da sämtliche Komponenten bereits vor ihrem Einbau in den Wagenkasten
optimal zueinander und zu den Klimakanälen ausgerichtet werden können. Entsprechend
werden auch die Montage- und Wartungsarbeiten vereinfacht.
[0028] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens wird die mindestens
eine Versorgungsleitung als elektrische, pneumatische oder hydraulische Leitung ausgebildet.
Entsprechend wird mindestens eine der Versorgungseinrichtungen, wie zuvor beschrieben,
als elektrische Einrichtung, insbesondere als Steuereinrichtung oder als Beleuchtungseinrichtung,
oder als pneumatische Einrichtung, insbesondere als Druckbehälter, als Pumpe, als
Leitblech, als Klappe oder als Ventil, oder als hydraulische Einrichtung, insbesondere
als Druckbehälter oder als Pumpe, ausgebildet. Auch die jeweilige Schnittstelle zum
Fahrerhaus und/oder zum benachbarten Wagenkasten bzw. Abteil kann dementsprechend
mit mindestens einem elektrischen, pneumatischen und/oder hydraulischen Anschluss
ausgebildet werden. Auf diese Weise können wie erwähnt sämtliche notwendigen Versorgungsarten,
das heißt eine elektrische, pneumatische und/oder hydraulische Versorgung, innerhalb
eines Technikkanals realisiert werden.
[0029] Um eine Verbindung von Montageeinheiten benachbarter Wagenkästen zu ermöglichen,
kann die genannte jeweilige Schnittstelle bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
mit einem beweglichen, insbesondere flexiblen, Abschnitt verbunden oder von vorne
herein ausgebildet werden, wie er bereits zuvor beschrieben wurde. Dieser Abschnitt
dient dann insbesondere als Wagenübergang und verhindert, dass im Betrieb des Schienenfahrzeugs
bei Relativbewegungen der einzelnen Wagenkästen zueinander die Verbindungen zwischen
den einzelnen Montageeinheiten beschädigt werden.
[0030] Bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren kann gemäß noch einer weiteren Ausgestaltung
auch eine Verkleidung im Innern des Wagenkastenaufbaus montiert werden, die die Montageeinheit
zumindest teilweise zum Fahrgastraum hin abdeckt. Dabei kann während der Herstellung
der Montageeinheit in der Verkleidung mindestens eine Revisionsöffnung vorgesehen
werden sowie vorzugsweise eine Klappe, mit der die Revisionsöffnung verschließbar
ist. Vorzugsweise wird die Verkleidung anschließend an die Montage der Montageeinheit
montiert, also zeitlich nach der Montage der Montageeinheit.
[0031] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann außerdem, wie ebenfalls zuvor beschrieben,
der Träger zumindest teilweise aus Metall gefertigt werden.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens wird
die Montageeinheit am Wagenkastenaufbau, insbesondere im Deckenbereich, befestigt.
Dies ermöglicht, wie bereits zuvor erläutert, eine optimierte Raumausnutzung und optimierte
Anordnung der einzelnen Komponenten sowie eine Reduzierung des Montage- und Wartungsaufwands.
[0033] Damit bei späteren Wartungsarbeiten auch eine gute Zugänglichkeit der Komponenten
gewährleistet ist, ist es dabei wie erwähnt vorteilhaft, wenn die Montageeinheit parallel
zu den Seitenwänden und vorzugsweise in der Mitte zwischen den Seitenwänden des Schienenfahrzeugs
montiert wird, da dieser Bereich für einen Monteur gut erreichbar ist. Werden die
im Stand der Technik üblicherweise im Deckenbereich in der Mitte zwischen den Seitenwänden
verlaufenden Klimakanäle zumindest teilweise zur Seite hin verlagert, entsteht ein
für die Installation der Montageeinheit und damit für die platzsparende Anordnung
der Vielzahl an notwendigen Versorgungseinrichtungen und -leitungen nutzbarer Raum.
[0034] Bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren kann gemäß einer Ausgestaltung mindestens
ein Klimakanal, der beispielsweise einen Warmluft-, einen Kaltluft- und/oder einen
Umluftkanal aufweist, benachbart zur Montageeinheit montiert werden. Es ist auch denkbar,
dass auf beiden Seiten der Montageeinheit jeweils ein solcher Klimakanal montiert
wird. Auf diese Weise sind die Klimakanäle gut erreichbar und es wird eine besonders
platzsparende Anordnung der einzelnen Komponenten geschaffen.
[0035] Vorzugsweise werden die beiden seitlich der Montageeinheit angeordneten Klimakanäle
gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens symmetrisch zur
Montageeinheit angeordnet. Auch eine asymmetrische Anordnung ist denkbar.
[0036] Die zuvor beschriebene Montageeinheit, das zuvor beschriebene Schienenfahrzeug und
das zuvor beschriebene Herstellungsverfahren führen zu einer Verkürzung der Durchlaufzeiten
in der Endmontage. Außerdem ist bereits werksseitig eine elektrische, pneumatische
und hydraulische Vorprüfung aller angeschlossenen Komponenten möglich. Da die Montageeinheit,
das Schienenfahrzeug und das Herstellungsverfahren eine optimierte Anordnung und Ausrichtung
der einzelnen Komponenten relativ zueinander ermöglicht, wird auch die Zugänglichkeit
bei Inbetriebnahme und Wartung insbesondere im Deckenbereich verbessert. Darüber hinaus
hat die Montageeinheit den Vorteil einer Einsparung von mechanischen Einzelgerüsten
und Anschweißteilen, von Zwischenklemmstellen und letztlich von Gewicht. Außerdem
werden Schnittstellen reduziert, indem ein relativ hoher Vormontagegrad vorgesehen
ist. Auch wird die Montage dadurch vereinfacht, dass alle Steckverbinder zu den Dachgeräten
auch im Außenbereich sowie alle Schnittstellen zum Wagenübergang von vorne herein
in der Montageeinheit vorgesehen werden können. Schließlich werden Elektroschränke
im Fahrgastraum zugunsten von zusätzlichen Sitzplätzen eingespart.
[0037] Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Montageeinheit,
das erfindungsgemäße Schienenfahrzeug und das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren
auszugestalten und weiterzubilden. Hierzu wird beispielsweise verwiesen einerseits
auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung
zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Montageeinheit gemäß
der vorliegenden Erfindung und
- Fig. 2
- eine Schnittansicht des Deckenbereichs eines Schienenfahrzeugs mit einer Montageeinheit
gemäß Fig. 1.
[0038] Fig. 1 zeigt eine Montageeinheit 1 für ein Schienenfahrzeug. Grundsätzlich kann diese
im Deckenbereich, Wandbereich oder Fußbodenbereich angeordnet werden.
[0039] Die Montageeinheit 1 weist einen Träger 2, der im vorliegenden Fall aus Metall besteht,
auf, der, wie in Fig. 2 dargestellt, am Wagenkastenaufbau im Deckenbereich befestigbar
ist.
[0040] Ferner ist eine elektrische Versorgungsleitung 3a und eine pneumatische Versorgungsleitung
3b vorgesehen, die ebenfalls am Träger 2 vormontiert sind. Die Versorgungsleitungen
3a und 3b verbinden verschiedene Versorgungseinrichtungen untereinander und/oder mit
entsprechenden Energiequellen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich
bei einer der Versorgungseinrichtungen um eine elektrische Einrichtung in Form einer
Steuereinrichtung 4a und um eine weitere elektrische Einrichtung in Form einer Beleuchtungseinrichtung
4b, die hier die zentrale Fahrgastraumbeleuchtung symbolisiert. Eine weitere Versorgungseinrichtung
ist als pneumatische Einrichtung in Form eines Druckbehälters 4c vorgesehen, der zur
Speicherung und Abgabe von Druckluft dient.
[0041] An den Enden des Trägers 2 der Montageeinheit 1 sind Schnittstellen 5 und 6 vorgesehen,
die dazu dienen, die Montageeinheit 1 mit weiteren Montageeinheiten (nicht dargestellt)
zu verbinden. Dabei dient die erste Schnittstelle 5 zur Verbindung mit einer entsprechenden
Montageeinheit in einem benachbarten Wagenkasten. Als Wagenübergang ist dazu ein beweglicher
und flexibler Abschnitt 7 mit einer Mehrzahl von Leitungen vorgesehen, die an die
benachbarte Montageeinheit angeschlossen werden können. Besagter Abschnitt 7 kann
auch nachträglich an der Montageeinheit 1 angeschlossen werden, beispielsweise erst
dann, wenn zwei benachbarte Wagenkästen bzw. Schienenfahrzeuge miteinander verbunden
werden.
[0042] Die zweite Schnittstelle 6 dient zur Verbindung der Montageeinheit mit einer entsprechenden
Montageeinheit des Fahrerhauses (nicht dargestellt).
[0043] Fig. 2 zeigt schließlich beispielhaft den montierten Zustand der erfindungsgemäßen
Montageeinheit 1 im Deckenbereich eines Wagenkastenaufbaus. Symmetrisch zu beiden
Seiten der Montageeinheit 1 verläuft jeweils ein Klimakanal 11a bzw. 11b. Dabei umfasst
der Klimakanal 11a einen Warmluft- und einen Umluftkanal und der Klimakanal 11b einen
Kaltluftkanal.
[0044] Die Montageeinheit 1 ist ferner an ihrer Unterseite mit einer Verkleidung 8 versehen,
die die Montageeinheit 1 zumindest teilweise zum Fahrgastraum hin abdeckt.
[0045] Für Wartungszwecke ist ferner eine Revisionsöffnung 9 in der Verkleidung 8 ausgebildet,
die von einer Klappe 10 verschließbar ist.
1. Montageeinheit (1) zur Installation in einem Wagenkastenaufbau eines Schienenfahrzeugs,
- mit einem Träger (2), der im Innern des Wagenkastenaufbaus in einem Bereich unterhalb
des Wagenkastendachs befestigbar ist,
- mit mindestens einer Versorgungsleitung (3a,3b), die am Träger (2) vormontiert ist,
- mit mehreren mit der Versorgungsleitung (3a,3b) verbundenen Versorgungseinrichtungen
(4a,4b,4c), die am Träger (2) vormontiert sind,
- mit einer ersten Schnittstelle (5), die am Träger (2) vormontiert ist und mit der
mindestens einen Versorgungsleitung (3a,3b) und/oder mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen
(4a,4b,4c) verbunden ist, und
- mit einer zweiten Schnittstelle (6), die am Träger (2) vormontiert ist und mit der
mindestens einen Versorgungsleitung (3a,3b) und/oder mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen(4a,4b,4c)
verbunden ist.
2. Montageeinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Versorgungsleitung (3a,3b) eine elektrische, pneumatische oder
hydraulische Leitung ist.
3. Montageeinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Versorgungseinrichtungen (4a,4b,4c) eine elektrische Einrichtung,
insbesondere eine Steuereinrichtung (4a) oder eine Beleuchtungseinrichtung (4b), ist.
4. Montageeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Versorgungseinrichtungen (4a,4b,4c) eine pneumatische Einrichtung,
insbesondere ein Druckbehälter (4c), eine Pumpe, ein Leitblech, eine Klappe oder ein
Ventil, ist.
5. Montageeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Versorgungseinrichtungen (4a,4b,4c) eine hydraulische Einrichtung,
insbesondere ein Druckbehälter oder eine Pumpe, ist.
6. Montageeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (5;6) mindestens einen elektrischen, pneumatischen und/oder hydraulischen
Anschluss aufweist.
7. Montageeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstelle (5;6) einen beweglichen, insbesondere flexiblen, Abschnitt (7)
aufweist, der insbesondere einen Wagenübergang bildet.
8. Schienenfahrzeug mit einer Montageeinheit (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (1) im Innern des Wagenkastenaufbaus in einem Bereich unterhalb
des Wagenkastendachs befestigt ist.
9. Schienenfahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (1) im Deckenbereich befestigt ist.
10. Schienenfahrzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (1) parallel zu den Seitenwänden des Schienenfahrzeugs und insbesondere
in der Mitte zwischen den Seitenwänden des Schienenfahrzeugs verläuft.
11. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Klimakanal (11a,11b) benachbart zur Montageeinheit (1) verläuft, wobei
insbesondere auf beiden Seiten der Montageeinheit (1) jeweils ein Klimakanal (11a,11b)
verläuft, wobei die beiden Klimakanäle vorzugsweise symmetrisch zur Montageeinheit
(1) verlaufen.
12. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verkleidung (8) vorgesehen ist, die die Montageeinheit (1) zumindest teilweise
zum Fahrgastraum hin abdeckt, wobei in der Verkleidung (8) insbesondere mindestens
eine Revisionsöffnung (9) vorgesehen ist, die vorzugsweise mit einer Klappe (10) verschließbar
ist.
13. Verfahren zum Herstellen eines Schienenfahrzeugs, unter Verwendung einer Montageeinheit
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
- bei dem ein Wagenkastenaufbau des Schienenfahrzeugs bereitgestellt wird,
- bei dem ein Träger (2) im Innern des Wagenkastenaufbaus in einem Bereich unterhalb
des Wagenkastendachs des Schienenfahrzeugs befestigt wird,
- bei dem mindestens eine Versorgungsleitung (3a,3b) am Träger (2) befestigt wird,
- bei dem mehrere mit der Versorgungsleitung (3a,3b) verbundene Versorgungseinrichtungen
(4a,4b,4c) am Träger (2) befestigt werden,
- bei dem eine erste Schnittstelle (5) am Träger (2) befestigt wird und mit der mindestens
einen Versorgungsleitung (3a,3b) und/oder mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen(4a,4b,4c)
verbunden wird, und
- bei dem eine zweite Schnittstelle (6) am Träger befestigt wird und mit der mindestens
einen Versorgungsleitung (3a,3b) und/oder mit mindestens einer der Versorgungseinrichtungen(4a,4b,4c)
verbunden wird,
wobei der Träger (2), die mindestens eine Versorgungsleitung (3a,3b), die Versorgungseinrichtungen
(4a,4b,4c), die erste Schnittstelle und die zweite Schnittstelle (6) zu einer Montageeinheit
(1) verbunden werden und die Montageeinheit (1) anschließend im Innern des bereitgestellten
Wagenkastenaufbaus befestigt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verkleidung (8) im Innern des Wagenkastenaufbaus montiert wird, die die Montageeinheit
(1) zumindest teilweise zum Fahrgastraum hin abdeckt, wobei die Verkleidung (8) vorzugsweise
anschließend an die Montage der Montageeinheit (1) montiert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (1) im Deckenbereich und/oder parallel zu den Seitenwänden des
Schienenfahrzeugs befestigt wird.
1. Mounting unit (1) for installation in a carriage body structure of a railway vehicle,
- comprising a support (2) which can be fastened in the interior of the carriage body
structure in a region below the carriage body roof,
- comprising at least one supply line (3a, 3b) which is pre-mounted on the support
(2),
- comprising a plurality of supply means (4a, 4b, 4c) which are connected to the supply
line (3a, 3b) and are pre-mounted on the support (2),
- comprising a first interface (5) which is pre-mounted on the support (2) and is
connected to the at least one supply line (3a, 3b) and/or to at least one of the supply
means (4a, 4b, 4c), and
- comprising a second interface (6) which is pre-mounted on the support (2) and is
connected to the at least one supply line (3a, 3b) and/or to at least one of the supply
means (4a, 4b, 4c).
2. Mounting unit (1) according to claim 1, characterised in that the at least one supply line (3a, 3b) is an electric, pneumatic or hydraulic line.
3. Mounting unit (1) according to claim 1 or 2, characterised in that at least one of the supply means (4a, 4b, 4c) is an electrical means, in particular
a control means (4a) or a lighting means (4b).
4. Mounting unit (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the supply means (4a, 4b, 4c) is a pneumatic means, in particular
a pressure vessel (4c), a pump, a baffle plate, a shutter or a valve.
5. Mounting unit (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that at least one of the supply means (4a, 4b, 4c) is a hydraulic means, in particular
a pressure vessel or a pump.
6. Mounting unit (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the interface (5; 6) comprises at least one electric, pneumatic and/or hydraulic
terminal.
7. Mounting unit (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the interface (5; 6) comprises a movable, in particular flexible portion (7), which
in particular forms a transition between carriages.
8. Railway vehicle comprising a mounting unit (1) according to any one of the preceding
claims, characterised in that the mounting unit (1) is fastened in the interior of the carriage body structure
in a region below the carriage body roof.
9. Railway vehicle according to claim 8, characterised in that the mounting unit (1) is fastened in the roof region.
10. Railway vehicle according to claim 8 or 9, characterised in that the mounting unit (1) extends parallel to the side walls of the railway vehicle,
in particular centrally between the side walls of the railway vehicle.
11. Railway vehicle according to any one of claims 8 to 10, characterised in that at least one air-conditioning duct (11a, 11b) extends alongside the mounting unit
(1), in particular one air-conditioning duct (11a, 11b) extending on either side of
the mounting unit (1), the two air-conditioning ducts preferably extending symmetrically
about the mounting unit (1).
12. Railway vehicle according to any one of claims 8 to 11, characterised in that a covering (8) is provided which screens the mounting unit (1) from the passenger
compartment, at least in part, in particular at least one inspection opening (9) being
provided in the covering (8) and preferably being sealable by a shutter (10).
13. Method for manufacturing a railway vehicle, using a mounting unit (1) according to
any one of claims 1 to 7,
- in which a carriage body structure for the railway vehicle is provided,
- in which a support (2) is fastened in the interior of the carriage body structure
in a region below the carriage body roof of the railway vehicle,
- in which at least one supply line (3a, 3b) is fastened to the support (2),
- in which a plurality of supply means (4a, 4b, 4c) which are connected to the supply
line (3a, 3b) are fastened to the support (2),
- in which a first interface (5) is fastened to the support (2) and connected to the
at least one supply line (3a, 3b) and/or to at least one of the supply means (4a,
4b, 4c), and
- in which a second interface (6) is fastened to the support and connected to the
at least one supply line (3a, 3b) and/or to at least one of the supply means (4a,
4b, 4c),
wherein the support (2), the at least one supply line (3a, 3b), the supply means (4a,
4b, 4c), the first interface and the second interface (6) are connected to form a
mounting unit (1) and the mounting unit (1) is subsequently fastened in the interior
of the provided carriage body structure.
14. Method according to claim 13, characterised in that a covering (8) is mounted in the interior of the carriage body structure and screens
the mounting unit (1) from the passenger compartment, at least in part, the covering
(8) preferably being mounted subsequently to the assembly of the mounting unit (1).
15. Method according to claim 13 or 14, characterised in that the mounting unit (1) is fastened in the roof region and/or parallel to the side
walls of the railway vehicle.
1. Unité de montage (1) pour l'installation dans une superstructure de caisse de voiture
d'un véhicule ferroviaire,
- avec un support (2) qui peut être fixé à l'intérieur de la superstructure caisse
de voiture dans une zone en dessous du toit de caisse de voiture,
- avec au moins une ligne d'alimentation (3a, 3b) qui est prémontée sur le support
(2),
- avec plusieurs éléments d'alimentation (4a, 4b, 4c) reliés à la ligne d'alimentation
(3a, 3b), qui sont prémontés sur le support (2),
- avec une première interface (5) qui est prémontée sur le support (2) et qui est
reliée avec l'au moins une des lignes d'alimentation (3a, 3b) et/ou au moins un des
dispositifs d'alimentation (4a, 4b, 4c) et
- avec une seconde interface (6) qui est prémontée sur le support (2) et qui est reliée
avec l'au moins une ligne d'alimentation (3a, 3b) et/ou au moins un des dispositifs
d'alimentation (4a, 4b, 4c).
2. Unité de montage (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins une ligne d'alimentation (3a, 3b) est une ligne électrique, pneumatique
ou hydraulique.
3. Unité de montage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins un des dispositifs d'alimentation (4a, 4b, 4c) est un dispositif électrique,
en particulier un dispositif de commande (4a) ou un dispositif d'éclairage (4b).
4. Unité de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un des dispositifs d'alimentation (4a, 4b, 4c) est un dispositif pneumatique,
en particulier un récipient sous pression (4c), une pompe, une tôle déflectrice, un
clapet ou une soupape.
5. Unité de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins un des dispositifs d'alimentation (4a, 4b, 4c) est un dispositif hydraulique,
en particulier un récipient sous pression ou une pompe.
6. Unité de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'interface (5; 6) présente au moins un branchement électrique, pneumatique et/ou
hydraulique.
7. Unité de montage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'interface (5; 6) présente au moins une section (7) mobile, en particulier flexible,
qui forme en particulier un passage intermédiaire de voiture.
8. Véhicule ferroviaire avec une unité de montage (1) selon l'une des revendications
précédentes, caractérisée en ce que l'unité de montage (1) est fixée à l'intérieur de la superstructure de caisse de
voiture dans une zone en dessous du toit de la caisse de voiture.
9. Véhicule ferroviaire selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'unité de montage (1) est fixée dans la zone de plafond.
10. Véhicule ferroviaire selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'unité de montage (1) s'étend parallèlement aux parois latérales du véhicule ferroviaire
et en particulier au milieu entre les parois latérales du véhicule ferroviaire.
11. Véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un canal de climatisation (11a, 11b) s'étend à proximité de l'unité de montage
(1), en particulier un canal de climatisation (11a, 11b) s'étendant sur les deux côtés
de l'unité de montage (1), les deux canaux de climatisation s'étendant de préférence
symétriquement à l'unité de montage (1).
12. Véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'il est prévu un habillage (8) qui recouvre l'unité de montage (1) au moins partiellement
rélativ à l'espace passager, au moins une ouverture de service (9) étant particulièrement
prévue dans l'habillage (8), ouverture qui peut être fermée de préférence par une
trappe (10).
13. Procédé pour la fabrication d'un véhicule ferroviaire en utilisant une unité de montage
(1) selon l'une des revendications 1 à 7,
- où une superstructure de caisse de voiture du véhicule ferroviaire est préparée,
- un support (2) étant fixé à l'intérieur de la superstructure de caisse de voiture
dans une zone en dessous du toit de caisse de voiture du véhicule ferroviaire,
- où au moins une ligne d'alimentation (3a, 3b) est fixée sur le support (2),
- où plusieurs dispositifs d'alimentation (4a, 4b, 4c) reliés à la ligne d'alimentation
(3a, 3b) sont fixés sur le support (2),
- où une première interface (5) est fixée sur le support (2) et est reliée à l'au
moins une ligne d'alimentation (3a, 3b) et/ou au moins un des dispositifs d'alimentation
(4a, 4b, 4c), et
- où une seconde interface (6) est fixée sur le support et est reliée à l'au moins
une ligne d'alimentation (3a, 3b) et/ou au moins un des dispositifs d'alimentation
(4a, 4b, 4c),
ce support (2), l'au moins une ligne d'alimentation (3a,3b), les dispositifs d'alimentation
(4a, 4b, 4c), la première interface et la seconde interface (6) étant reliées pour
former une unité de montage (1), et l'unité de montage (1) étant fixée ensuite à l'intérieur
de la superstructure de caisse de voiture préparée.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'un habillage (8) est monté à l'intérieur de la superstructure de caisse de voiture
qui recouvre l'unité de montage (1) au moins partiellement en direction de l'espace
de passager, l'habillage (8) étant monté de préférence après le montage de l'unité
de montage (1).
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce l'unité de montage (1) est fixée dans la zone de toit et/ou parallèlement aux parois
latérales du véhicule ferroviaire.