[0001] Die Erfindung betrifft einen Warenpräsentationsbehälter, insbesondere ein Kühlregal,
mit einem Gehäuse, und mit wenigstens einer rolloartigen Abdeckung zum Verschließen
einer Zugangsöffnung in dem Gehäuse, wobei die Abdeckung zumindest eine randseitig
angeordnete Dichtung aufweist.
[0002] Warenpräsentationsbehälter dienen allgemein zur Bevorratung und auch Bewerbung von
Waren, insbesondere Lebensmitteln in Verkaufslokalen. Vorliegend geht es primär um
einen gekühlten Warenpräsentationsbehälter, also einen solchen, welcher regelmäßig
gekühlte Lebensmittel für die unmittelbare Kundenentnahme bevorratet und zu diesem
Zweck üblicherweise eine integrierte Kühleinrichtung aufweist. Bei gekühlten Warenpräsentationsbehältern
handelt es sich im Allgemeinen um Kühlregale, also offene Kühlgeräte mit einem oder
mehreren Regalböden. Auf diese Weise werden Lebensmittel, die einer dauerhaften Kühlung
bedürfen, für Kunden leicht zugänglich aufbewahrt. Der Zugang zu solchen Kühlregalen
wird über die wenigstens eine Zugangsöffnung ermöglicht.
[0003] Im Unterschied zu beispielsweise geschlossenen Kühlgeräten findet bei offenen Kühlgeräten
bzw. Kühlregalen ein ständiger Austausch mit der meistens wärmeren Umgebungsluft innerhalb
des Ladenlokals statt. Aus diesem Grund ist der Energieverbrauch bei solchen offenen
Kühlgeräten bzw. Kühlregalen deutlich höher als derjenige bei geschlossenen Kühlgeräten.
Zu diesem Zweck setzt man in der Praxis vermehrt Kühlregale ein, bei denen die Zugangsöffnung
beispielsweise durch Glasdrehtüren oder so genannte Nachtrollos verschlossen werden
kann. Die Nachtrollos kommen insbesondere außerhalb der Ladenöffnungszeiten zum Einsatz.
Dagegen sorgen die Glasdrehtüren während des gesamten Betriebes für einen relativ
geringen Energieverlust.
[0004] Das gilt allerdings nur für den Fall, dass eine geringe Kundenfrequenz beobachtet
wird. Denn bei hoher Kundenfrequenz müssen die Glastüren bzw. Glasdrehtüren oft geöffnet
werden, sodass die Energieeffizienz deutlich verschlechtert wird. Außerdem sind solche
Glastüren mit dem Nachteil verbunden, dass im Bereich des Kunden eine Sogwirkung durch
die von außen eindringende Warmluft beobachtet wird. Ganz abgesehen davon stellen
Glastüren oder auch Glasdrehtüren während der Kundennutzung eine Barriere für den
jeweiligen Kunden dar und stören den Abverkauf.
[0005] Im Stand der Technik nach der
DE 102 36 212 A1 wird ein Kältegerät beschrieben, das mit einem wärmeisolierten Gehäuse ausgerüstet
ist. Darüber hinaus verfügt das bekannte Kältegerät über eine wärmeisolierend ausgebildete
Abdeckung die durch längsverschiebbare rolloartig zusammenhängend sich aneinander
anschließende ebenfalls wärmeisolierende Elemente gebildet wird. Hierdurch verfügt
die Zugangsöffnung über eine insgesamt wärmeisolierend ausgebildete Abdeckung und
lässt sich mit Hilfe dieser Abdeckung verschließen.
[0006] Die beiden an dieser Stelle realisierten Hohlkammer-Rollos werden in Nuten längsverschieblich
geführt. Die Nuten finden sich innerhalb der aneinander zugekehrten Seiten der Seitenwände
und sind vorzugsweise längs des Umfangsrandes der Seitenwände umlaufend ausgebildet.
Dadurch wird möglicherweise eine einwandfreie Führung des Rollos erreicht, allerdings
kann eine solche Lösung nicht beispielsweise nachgerüstet werden. Außerdem verfolgt
die bekannte Lehre nach der
DE 102 36 212 A1 letztlich das Ziel, bisher eingesetzte Klappen oder auch Türen durch das Rollo zu
ersetzen, welches folgerichtig nach der Entnahme des gewünschten Lebensmittels wieder
geschlossen wird oder geschlossen werden muss. Hinzu kommt, dass bei der Realisierung
von mehreren und aneinander anschließenden Warenpräsentationsbehältern das Problem
besteht, dass zwischen den Abdeckungen unvermeidbare Schlitze oder Spalte realisiert
sind. - Ähnliche Probleme bereitet der Stand der Technik nach der
DE 39 12 903 A1.
[0007] Im Rahmen der gattungsbildenden Lehre nach der
DE 928 714 C wird ein Kühlschrank beschrieben, bei welchem die Tür als an sich bekannte jalousieartige
Rolltür ausgebildet ist. Diese verfügt über eine Isoliereinlage zwischen zwei biegsamen
Außenwänden. Außerdem weist die in Schließrichtung der Tür vordere Führungskante eine
Dichtung auf. Hierbei handelt es sich um ein hohl aufliegendes, U-förmiges Kautschukprofil.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Warenpräsentationsbehälter
so weiter zu entwickeln, dass etwaige Energieverluste bei konstruktiv einfachem Aufbau
minimiert sind.
[0009] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung schlägt die Erfindung bei einem gattungsgemäßen
Warenpräsentationsbehälter vor, dass eine Verformungseinrichtung für die Dichtung
vorgesehen ist, welche die Dichtung in den Spalt zwischen der Abdeckung und dem Gehäuse
und/oder zwischen zwei Abdeckungen einfädelt.
[0010] Erfindungsgemäß wird also zunächst einmal der zwischen der Abdeckung und beispielsweise
dem Gehäuse verbleibende Spalt oder Schlitz mit der zusätzlich an der Abdeckung randseitig
angeordneten Dichtung verschlossen. Das gilt auch für einen etwaigen Schlitz oder
Spalt zwischen mehreren Abdeckungen. Tatsächlich kann der Warenpräsentationsbehälter
mit beispielsweise zwei oder mehr in Längserstreckung des Gehäuses benachbarten Abdeckungen
ausgerüstet werden. Dabei lassen sich die beiden oder die mehreren Abdeckungen meistens
jeweils quer zur Längserstreckung des Gehäuses verfahren. Sofern die beiden Abdeckungen
in unmittelbarer Nachbarschaft aneinander anschließen, stellt sich das Problem, den
hier zwangsläufig entstehenden Schlitz oder Spalt zwischen den beiden unmittelbar
benachbarten Abdeckungen zu verschließen, um Energieverluste so gering wie möglich
einzustellen.
[0011] Im Gegensatz zum Stand der Technik, der an dieser Stelle üblicherweise mit feststehenden
Schienen arbeitet, greift die Erfindung auf eine Dichtung zurück, die randseitig bzw.
an einem oder beiden Seitenrändern (Seitenkanten) der Abdeckung angeordnet ist, sich
folglich mit der Abdeckung mitbewegt. Das gilt meistens sowohl für das Aufrollen wie
auch das Abrollen auf beispielsweise einer Welle, die die Abdeckung aufnimmt.
Jedenfalls verzichtet die Erfindung ausdrücklich und vorteilhaft auf feststehende
Schienen zwischen zwei benachbarten Abdeckungen. Ebenso kann eine randseitige Schiene
oder können mehrere randseitige Schienen entfallen. Dadurch lässt sich die Abdeckung
insgesamt und problemlos nachrüstbar gestalten.
[0012] Zugleich stellt die eine oder stellen die mehreren randseitig angeordneten Dichtungen
sicher, dass etwaige verbleibende Spalte oder Schlitze zwischen den benachbarten Abdeckungen
oder zwischen der Abdeckung und dem Gehäuse zuverlässig verschlossen werden. Durch
den Verzicht auf ergänzende Schienen wird die Flexibilität verbessert. Denn die Zugangsöffnung
in dem Gehäuse kann praktisch beliebig groß gestaltet werden und erfordert beispielsweise
keine Einteilung in fest vorgegebene Sektionen oder Abteilungen mit jeweils Trennschiene.
Zugleich lässt sich die Dichtungswirkung verbessern, weil die Dichtung in der Regel
aus einem flexiblen Material hergestellt ist. Dadurch werden die Spalte oder Schlitze
optimal und dichtend verschlossen, sodass Energieverluste minimiert werden.
[0013] Hierzu trägt ergänzend bei, dass es sich bei der rolloartigen Abdeckung regelmäßig
um eine bahnförmige Abdeckung handelt, die beispielsweise auf einer Welle auf- und
abgewickelt wird. Diese mag als Kunststoffbahn in Gestalt eines Rollos oder auch einer
Kunststofffolie ausgeführt sein. Neben einer Bevorratung der rolloartigen Abdeckung
in einem Wickel ist es auch möglich, die Abdeckung zusammenzufalten für die Bevorratung
und zu entfalten für die Abdeckung der Zugangsöffnung. Sofern genügend Raum zur Verfügung
steht, kann hierauf auch gänzlich verzichtet werden und die Abdeckung wird - ähnlich
einem Sektionaltor - in dem Gehäuse in hochgezogenem Zustand langerstreckt bevorratet.
Der Begriff "rolloartig" drückt also aus, dass die Abdeckung heraufgezogen und herabgelassen
werden kann und über die hierzu nötige Flexibilität verfügt. Denn bei diesem Vorgang
wird die Abdeckung umgelenkt, meistens um ca. 90°.
[0014] Das Rollo kann seinerseits aus einzelnen mattenartig und gelenkig miteinander verbundenen
Rollostäben aufgebaut sein. Die Rollostäbe sind in der Regel aus Kunststoff gefertigt.
Dabei kommen üblicherweise Hohlprofile zum Einsatz. Außerdem hat es sich bewährt,
wenn die Hohlprofile mit einem wärmeisolierenden Kern ausgerüstet sind, sodass insgesamt
besondere Energiedämmeigenschaften der Abdeckung beobachtet werden.
[0015] Wie bereits dargelegt, wird die Dichtung in der Regel an einer Unterkante und/oder
Seitenkante der Abdeckung realisiert. Dabei kann die Dichtung an die Abdeckung (lösbar)
angeschlossen sein. Das mag adhäsiv oder unter Rückgriff auf Befestigungsmittel erfolgen.
Es ist alternativ hierzu aber auch möglich, dass die Dichtung unabhängig von der Abdeckung
ausgelegt ist. In jedem Fall ist die Auslegung so getroffen, dass die Dichtung mit
der Abdeckung mitbewegt wird. D. h., etwaige beispielsweise beim Abrollen der Abdeckung
von der Welle entstehende Spalte werden durch die mit der Abdeckung mitbewegte Dichtung
automatisch verschlossen, sobald die Abdeckung ihre vollständig abgerollte oder abgewickelte
Stellung einnimmt. Dabei kann die Dichtung selbstverständlich unabhängig von der Abdeckung
bewegt werden, solange sichergestellt ist, dass sich die Dichtung insgesamt mit der
Abdeckung mehr oder minder synchron mitbewegt.
[0016] Die in der Regel aus einem flexiblen Material hergestellte Dichtung verschließt allgemein
einen Spalt zwischen der Abdeckung und dem Gehäuse. Zusätzlich oder alternativ kann
die Dichtung wie beschrieben auch einen Spalt zwischen zwei benachbarten bzw. in unmittelbarer
Nachbarschaft aneinander anschließenden Abdeckungen verschließen.
[0017] Um dies im Detail zu erreichen, ist die Dichtung regelmäßig mit wenigstens einem
Anlageschenkel ausgerüstet. Dieser Anlageschenkel liegt an der Unterkante und/oder
Seitenkante der Abdeckung an. Meistens sind zwei Anlageschenkel realisiert. Diese
Anlageschenkel finden sich üblicherweise beidseitig eines dazwischen angeordneten
Basisschenkels. Auf diese Weise sind die beiden Anlageschenkel in Verbindung mit dem
Basisschenkel in der Lage, die Unterkante und/oder die Seitenkante der Abdeckung klammerartig
zu umgreifen.
[0018] Um die bereits beschriebene Flexibilität der Dichtung zur Verfügung zu stellen, verfügt
die Dichtung über wenigstens einen Elastikschenkel neben dem zumindest einen Anlageschenkel.
Dieser Elastikschenkel ist in der Regel an dem Basisschenkel angeordnet oder fällt
mit diesem zusammen. Dabei hat es sich bewährt, wenn der Elastikschenkel im Querschnitt
eine Breite aufweist, welche an die Breite der Abdeckung angepasst ist. Auf diese
Weise formen die Abdeckung und die an der Unterkante und/oder der Seitenkante vorgesehene
Dichtung zusammengenommen gleichsam eine Matte oder ein mattenartiges Gebilde durchgängig
gleicher Stärke. Hierdurch ergibt sich ein homogenes optisches Erscheinungsbild und
wird im Übrigen die Nachrüstung bestehender Gehäuse mit Zugangsöffnung erleichtert.
[0019] Es hat sich bewährt, wenn der Elastikschenkel der Dichtung in Längserstreckung und/oder
Quererstreckung der Abdeckung elastisch nachgebend ausgebildet ist. Meistens wird
man mit einem in Längserstreckung der Abdeckung elastisch nachgiebigen Elastikschenkel
der Dichtung dann arbeiten, wenn die Dichtung an der Unterkante der Abdeckung vorgesehen
ist. Dagegen empfiehlt sich eine elastisch nachgebende Ausgestaltung des Elastikschenkels
der Dichtung in Quererstreckung der Abdeckung für den Fall, dass die Dichtung an der
Seitenkante der Abdeckung realisiert wird.
[0020] Um die elastische Nachgiebigkeit des Elastikschenkels im Detail zur Verfügung zu
stellen, handelt es sich bei dem Elastikschenkel regelmäßig um ein Hohlkammerprofil,
eine Bürstendichtung oder auch eine massive Gummilippe, welche die erforderlichen
Elastizitätseigenschaften aufweist. Selbstverständlich können auch mehrere Bürstendichtungen,
Hohlkammerprofile etc. - auch in Kombination - Verwendung finden.
[0021] Erfindungsgemäß wird die Dichtung bekanntermaßen zusammen mit der Abdeckung mitbewegt,
auch wenn sie unabhängig von der Abdeckung ausgelegt ist. Das kann so erfolgen, dass
die Dichtung keine Verbindung mit der Abdeckung eingeht und völlig unabhängig von
dieser beispielsweise auf der bereits angesprochenen Welle auf- und abgewickelt wird.
Selbstverständlich lässt sich auch eine eigene Vorratseinheit für die Dichtung denken,
muss also nicht notwendigerweise auf eine Welle zurückgegriffen werden. Im Allgemeinen
empfiehlt es sich jedoch, die Dichtung zumindest punktuell an die Abdeckung anzuschließen.
Das kann lösbar geschehen, beispielsweise indem die Dichtung mit einem metallischen
Streifen oder einem Streifen aus einem permanent magnetischen Material ausgerüstet
wird. Sobald dieser metallische Streifen auf einen korrespondierenden permanent magnetischen
Streifen an der Abdeckung trifft, wird die Dichtung magnetisch angezogen und haftet
lösbar an der Abdeckung. Daneben ist es natürlich auch denkbar, die Dichtung adhäsiv
mit der Abdeckung zu verbinden, beispielsweise durch eine zwischen der Dichtung und
der Abdeckung eingebrachte Flüssigkeit oder ein vergleichbares Adhäsivmittel. Daneben
umfasst die Erfindung einen zumindest punktuell festen Anschluss der Dichtung an die
Abdeckung, beispielsweise mit Hilfe eines oder mehrerer Befestigungsmittel.
[0022] Erfindungsgemäß wind eine Verparmungseinrichtung für die richtung ausgelegt.
[0023] Im Rahmen einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die Verformungseinrichtung
für die Dichtung ortsfest ausgelegt. Mit Hilfe dieser ortsfesten Verformungseinrichtung
wird die Dichtung in den zu verschließenden Spalt eingefädelt. Dieser Einfädelungsvorgang
erfolgt in der Regel beim Abwickeln der Abdeckung von der Welle. Denn bei diesem Vorgang
wird die Dichtung mit der Abdeckung mitbewegt und mit Hilfe der ortsfesten Verformungseinrichtung
so verformt, dass sie den zu verschließenden Spalt ausfüllt. Selbstverständlich muss
die Verformungseinrichtung nicht unbedingt ortsfest ausgelegt sein, sondern könnte
genauso gut auch mit der Abdeckung bzw. der Dichtung mitbewegt werden. Die ortsfeste
Auslegung der Verformungseinrichtung bietet sich jedoch an, weil die Dichtung beim
Passieren dieser Verformungseinrichtung so elastisch verformt wird, dass sie in den
zu verschließenden Spalt eingeführt werden kann. Sobald die Verformungseinrichtung
von der Dichtung passiert worden ist, wird die Dichtung elastisch zurückgestellt und
ist lösbar mit der Abdeckung verbunden. D. h., die Dichtung legt sich nach Passieren
der Verformungseinrichtung selbsttätig an die Unterkante und/oder die Seitenkante
der jeweiligen Abdeckung an.
[0024] Dabei wird man meistens mit einer im Querschnitt H-förmigen Dichtung arbeiten, die
über insgesamt vier Anlageschenkel und einen mittigen Basisschenkel verfügt. Zumindest
zwei sich in Bezug auf den Basisschenkel gegenüberliegende, meistens diametral gegenüberliegende,
Anlageschenkel sind notwendig. Mit Hilfe der Verformungseinrichtung wird nun der eine
Anlageschenkel oder werden die beiden Anlageschenkel so verformt, dass die Basis der
Dichtung den sich bildenden Spalt ganz oder nahezu ganz ausfüllen kann. Nach Passieren
der Verformungseinrichtung federn die zunächst für das Einfädeln mit Hilfe der Verformungseinrichtung
verschwenkten Anlageschenkel oder der wenigstens eine Anlageschenkel elastisch zurück
und sorgen insgesamt dafür, dass die Dichtung an der Seitenkante und/oder der Unterkante
der Abdeckung die gewünschte lösbare Festlegung erfährt.
[0025] Da die Verformung der einen oder der beiden Anlageschenkel der Dichtung lediglich
temporär mit Hilfe der Verformungseinrichtung beim Abrollen und/oder beim Aufrollen
vorgenommen wird, kann eine lange Lebensdauer der Dichtung gewährleistet werden. Denn
insbesondere in abgerolltem oder abgewickeltem Zustand erfährt die Dichtung keine
Verformung (mehr). Dadurch wird die Lebensdauer der Dichtung nicht negativ beeinflusst.
[0026] Im Ergebnis wird ein Warenpräsentationsbehälter zur Verfügung gestellt, der sich
insbesondere als Kühlregal eignet. Dabei wird die Abdeckung zum Verschließen der Zugangsöffnung
meistens zum Ladenschluss von beispielsweise der Welle vorgenommen, um die Zugangsöffnung
zu verschließen und Energieverluste durch einen Austausch der meistens im Inneren
des Warenpräsentationsbehälters umlaufenden Kühlluft mit der äußeren Umgebungsluft
zu minimieren. In diesem geschlossenen Zustand der Abdeckung werden etwaige und noch
verbleibende Spalte zum Gehäuse oder zwischen zwei in unmittelbarer Nachbarschaft
aneinander anschließenden Abdeckungen durch die erfindungsgemäß vorgesehene randseitige
Dichtung zuverlässig verschlossen. Dabei können praktisch beliebig große Zugangsöffnungen
beherrscht werden und lässt sich die Abdeckung vorzugsweise nachrüsten. Hierzu trägt
besonders der Umstand bei, dass die einzelnen Abdeckungen praktisch ohne Seitenschienen
auskommen.
[0027] Dennoch ist insbesondere in geschlossenem Zustand der jeweiligen Abdeckung die nötige
Stabilität gewährleistet. Diese wird beispielsweise dadurch zur Verfügung gestellt,
dass zwei unmittelbar benachbarte Abdeckungen durch die zwischen ihnen vorteilhaft
realisierte Dichtung miteinander eine mechanische Kopplung erfahren. Auf diese Weise
braucht die jeweilige Abdeckung nicht an eine bestimmte Fachgröße des Gehäuses angepasst
zu werden, weil - wie beschrieben - auf die sonst beim Stand der Technik eingesetzten
Seitenschienen ausdrücklich verzichtet wird und auch verzichtet werden kann. Hierin
sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0028] Im Folgenden wir die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig.1
- einen Warenpräsentationsbehälter in perspektivischer Ansicht entsprechend der Erfindung.
- Fig. 2A bis C
- unterschiedliche Ausführungsformen einer Dichtung zwischen benachbarten Abdeckungen,
- Fig. 3
- eine andere Ausführungsform der Dichtung zwischen zwei benachbarten Abdeckungen perspektivisch,
- Fig. 4A und B
- den Bereich der benachbarten Abdeckungen im Schnitt in zwei verschiedenen Ausgestaltungen
und
- Fig. 5A bis C
- unterschiedlich ausgestaltete Dichtungen an einer Unter- kante der Abdeckung.
[0029] In den Figuren ist ein Warenpräsentationsbehälter dargestellt, der in seinem grundsätzlichen
Aufbau über ein Gehäuse 1 sowie im Gehäuse 1 vorgesehene mehrere Regalböden 2 verfügt.
Die Regalböden 2 sind zur Aufnahme gekühlter Lebensmittel eingerichtet. Man erkennt,
dass sich das Gehäuse 1 aus zwei Gehäuseseitenwänden 1a, einer Gehäusedecke 1b, einem
Gehäusefuß 1 c und schließlich einer Gehäuserückwand 1d zusammensetzt. Dadurch verfügt
das Gehäuse 1 über eine gleichsam schalenartigen Charakter, welcher an seiner Frontseite
eine Zugangsöffnung 3 offen lässt. Auf diese Weise wird Kunden ein ungehinderter Zugriff
auf Lebensmittel ermöglicht, die auf dem jeweiligen Regalboden 2 angeordnet sind.
Anhand der Fig. 1 erkennt man, dass mehrere Gehäuse 1 in Längserstreckung modular
zu einer Kühlstrecke zusammengefasst sind.
[0030] Der dargestellte Warenpräsentationsbehälter verfügt im Ausführungsbeispiel nach der
Fig. 1 über insgesamt drei Gehäuse bzw. Einzelgehäuse 1 respektive setzt sich aus
drei Sektionen oder Abteilungen zusammen, wenn man die einzelnen Abteilungen mit dem
Bezugszeichen 1 identifiziert und von einem Gesamtgehäuse ausgeht. So oder so ermöglicht
dieser modulare Aufbau die Realisierung praktisch beliebig langer Kühlstrecken.
[0031] Bei dem Warenpräsentationsbehälter im Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein
Kühlregal. Tatsächlich sorgt eine Kühllufteinheit 4 im Bereich der Gehäuserückwand
1d dafür, dass gekühlte Luft im Innern des Gehäuses 1 zirkuliert, wie dies die Fig.
1 andeutet. Dadurch wird im Bereich der Zugangsöffnung 3 ein Kühlluftschleier erzeugt,
der den Austausch von warmer Umgebungsluft mit der Kühlluft im Innern des Gehäuses
weitgehend verhindert. Der prinzipielle Aufbau eines solchen Kühlluftschleiers ist
bekannt, wozu nur beispielhaft und nicht einschränkend auf die
EP 1 508 288 A1 verwiesen sei.
[0032] Im Normalbetrieb, d. h. üblicherweise während der Ladenöffnungszeiten und bei geöffneter
Zugangsöffnung 3, kommt es zu einem Energieaustausch zwischen der Kühlluft im Innern
des Gehäuses 1 und der demgegenüber wärmeren Umgebungsluft. Um einen damit einhergehenden
Energieverlust zumindest während der Ladungsschlusszeiten zu minimieren, sind im Ausführungsbeispiel
insgesamt drei rolloartige Abdeckungen 6 in Längserstreckung des Gehäuses 1 vorgesehen.
Die einzelnen Abdeckungen 6 lassen sich quer zur Längserstreckung verfahren, um die
zugehörige Zugangsöffnung 3 zu öffnen oder zu verschließen.
[0033] Rolloartige Abdeckung 6 meint im Rahmen der Erfindung jede flexible Materialbahn,
die beim Wechsel um einer Vorratsstellung und geöffneter Zugangsöffnung 3 in eine
Arbeitsstellung mit geschlossener Zugangsöffnung 3 umgelenkt wird bzw. umgelenkt werden
kann. Zu diesem Zweck kann die Abdeckung 6 in Längserstreckung beispielsweise unterhalb
oder oberhalb der Gehäusedecke 1b bevorratet werden. Auch eine gefaltete oder aufgewickelte
Bevorratung ist denkbar.
[0034] Bei der jeweiligen Abdeckung 6 handelt es sich im Beispielfall um ein Rollo aus mattenartig
miteinander verbundenen Rollostäben. Die Rollostäbe sind regelmäßig als Hohlprofilstäbe
ausgeführt und im Innern mit einer Isolationsfüllung ausgerüstet. Dadurch können Energieverluste
bei geschlossenem Rollo 6 bzw. geschlossener Abdeckung 6 minimiert werden.
[0035] Das jeweilige Rollo 6 bzw. die Abdeckung 6 ist unabhängig vom Gehäuse 1 ausgelegt.
Zu diesem Zweck verfügt die Abdeckung respektive das Rollo 6 über ein eigenes. Rollogehäuse
7, welches in Fig. 1 angedeutet ist. Das ist selbstverständlich nicht zwingend. In
jedem Fall wird das Rollo 6 auf einer Welle 8 aufgewickelt und abgewickelt, wofür
ein Antrieb 9 für die Welle 8 sorgt. Bei dem Antrieb 9 handelt es sich um einen elektrischen
Antrieb 9, vorliegend einen Elektromotor 9.
[0036] Man erkennt, dass das Gehäuse 7 bzw. Abdeckungsgehäuse oder Rollogehäuse 7 ebenso
wie die Abdeckung 6 außerhalb des eigentlichen Gehäuses 1 angeordnet sind. Folglich
sind das Gehäuse 7 und die Abdeckung 6 für eine Nachrüstlösung prädestiniert. Tatsächlich
ist das Rollogehäuse 7 und mit ihm die Abdeckung 6 auf der Gehäusedecke 1b des Gehäuses
1 angeordnet, was natürlich nicht einschränkend gilt.
[0037] Die gehäuseunabhängige Auslegung der Abdeckung 6 von dem Gehäuse 1 wird durch eine
angedeutete Führungseinrichtung 10 unterstützt. Bei dieser Führungseinrichtung 10
handelt es sich um ein Auflageelement, eine Auflageschiene oder dergleichen, über
welche die Abdeckung 6 beim Auf- und Abwickeln von der Welle 8 gleitet und in gewisser
Weise geführt wird. Eine zusätzliche seitliche Führung der Abdeckung 6 in beispielsweise
Seitenschienen findet im Rahmen des Ausführungsbeispiels nicht statt oder allenfalls
in Nuten in den Gehäuseseitenwänden 1a.
[0038] Die dargestellten drei und in Längserstreckung des Gehäuses 1 benachbarten Abdeckungen
6 werden über die gemeinsame Antriebseinrichtung 8, 9 betätigt. Dadurch werden die
drei Abdeckungen 6 gemeinsam aufgewickelt und abgewickelt. Das ist allerdings nicht
einschränkend zu verstehen.
[0039] Jedenfalls führt der Verzicht auf Schienen im Randbereich des Gehäuses 1 bzw. an
den Gehäuseseitenwänden 1a einerseits und andererseits zwischen den jeweils unmittelbar
benachbart aneinander anschließenden Abdeckungen 6 dazu, dass in diesen Bereichen
zwangsläufig Spalte oder Schlitze zwischen den Abdeckungen 6 oder zwischen der jeweiligen
Abdeckung 6 und dem Gehäuse 1 entstehen. Diese Spalte oder Schlitze werden nun erfindungsgemäß
sämtlich oder zumindest teilweise mit Hilfe einer oder mehrerer Dichtungen 11 geschlossen.
Beispiele für solche Dichtungen 11 sind in den Fig. 2 bis 5 dargestellt.
[0040] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels und nicht einschränkend verfügt die jeweilige
Abdeckung 6 über je eine Dichtung 11 an ihrer Unterkante 6a sowie an ihren beiden
Seitenkanten 6b. Selbstverständlich könnte auch nur eine Dichtung 11 an der Unterkante
6a oder einer der beiden Seitenkanten 6b bzw. könnten lediglich zwei Dichtungen 11
an beiden Seitenkanten 6b realisiert werden. In jedem Fall verfügt die Abdeckung 6
Ober die wenigstens eine randseitig angeordnete Dichtung 11.
[0041] Dabei mag die Dichtung 11 an die Abdeckung 6 lösbar oder unlösbar angeschlossen sein.
Es ist aber auch denkbar, dass die Dichtung 11 völlig unabhängig und ohne irgendeine
mechanische Kopplung zu der Abdeckung 6 ausgelegt ist. In jedem Fall besteht die Dichtung
11 aus einem flexiblen Material und sorgt dafür, dass der zwangsläufig entstehende
Spalt zwischen der jeweiligen Abdeckung 6 und dem Gehäuse 1 und/oder zwischen zwei
in unmittelbarer Nachbarschaft anschließenden Abdeckungen 6 verschlossen wird.
[0042] Zu diesem Zweck ist die Dichtung 11 mit wenigstens einem Anlageschenkel 11a ausgerüstet.
Meistens sind zwei Anlageschenkel 11 a realisiert, wie die Fig. 2, 4B und 5 deutlich
machen. Dabei liegen sich die Anlageschenkel 11a regelmäßig in Bezug auf eine zwischengeschaltete
Basis 11b bzw. einen Basisschenkel 11 b gegenüber. Die beiden Anlageschenkel 11 a
können gemeinsam an einer übereinstimmenden Abdeckung 6 angeordnet sein, und zwar
in gegenüberliegender Konfiguration, wie dies die Fig. 2A bis 2C für die jeweils in
Längserstreckung des Gehäuses 1 unmittelbar benachbarten Abdeckungen 6 zeigen. Hier
finden sich die jeweiligen Dichtungen 11 bzw. deren Anlageschenkel 11a an der jeweiligen
Seitenkante 6b der Abdeckung 6. Ähnliches stellen die Fig. 5A bis 5C dar, die die
gegenüberliegenden Anlageschenkel 11a der Dichtung 11 an der Unterkante 6a der zugehörigen
Abdeckung 6 erkennen lassen.
[0043] Daneben ist es aber auch möglich, dass die beiden Anlageschenkel 11a sich gegenüberliegend
an verschiedenen Abdeckungen 6 angeordnet sind, wie die Fig. 4B zeigt. Hier ist die
Dichtung 11 unmittelbar lösbar mit der jeweiligen Abdeckung 6 verbunden, und zwar
magnetisch. Zu diesem Zweck weist die Dichtung 11 einen Magnet- und/oder Metallstreifen
12 auf, welcher an einer der Abdeckung 6 zugewandten Innenseite des Anlageschenkels
11a realisiert sein mag. Dieser Magnet- und/oder Metallstreifen wirkt mit einem korrespondierenden
Magnet- und/oder Metallstreifen 13 an der zugehörigen Abdeckung 6 zusammen. Auf diese
Weise kann die Dichtung 11 Ober magnetische Kräfte an der Abdeckung 6 angebracht werden,
und zwar lösbar. Anstelle der miteinander wechselwirkenden Magnet- und/oder Metallstreifen
12, 13 ist es selbstverständlich auch möglich, mit einem Adhäsivmittel, beispielsweise
einer Flüssigkeit oder dergleichen zu arbeiten, mit deren Hilfe sich die Dichtung
11 lösbar an der Abdeckung 6 festlegen lässt.
[0044] Die Fig. 4A zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei welchem insgesamt vier Anlageschenkel
11a realisiert sind. Dabei liegen sich die Anlageschenkel 11a jeweils paarweise gegenüber.
Sämtliche Ausführungsformen außer diejenige der Fig. 4B zeichnen sich dadurch aus,
dass die wenigstens zwei Anlageschenkel 11a die Abdeckung 6 in Verbindung mit dem
Basisschenkel 11b an der Unterkante 6a klammerartig umgreifen, wie dies die Fig. 5A
bis 5C zeigen und/oder die Seitenkante 6b klammerartig umgreifen, wie dies in den
Fig. 2A bis 2C und 4A dargestellt ist.
[0045] Neben dem einen oder den mehreren Anlageschenkeln 11a verfügt die Dichtung 11 zusätzlich
zu dem Basisschenkel 11b noch über einen Elastikschenkel 14. Im Beispiel nach den
Fig. 4A und 4B fallen der Elastikschenkel 14 und der Basisschenkel 11b zusammen bzw.
bilden eine Baueinheit 11b, 14. Bei den übrigen Ausführungsbeispielen ist der Elastikschenkel
14 dagegen separat gestaltet.
[0046] In jedem Fall verfügt der Elastikschenkel 14 im Querschnitt über eine Breite B, welche
an die Breite der Abdeckung 6 angepasst ist. Dadurch formen die Abdeckungen 6 und
die jeweils zwischengeschalteten Dichtungen 11 eine insgesamt homogene Fläche praktisch
durchgängiger Materialstärke.
[0047] Der Elastikschenkel 14 ist ausweislich der Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2B,
2C und 5B, 5C als Hohlkammerprofil ausgeführt. Die Variante nach den Fig. 2A und 5A
zeigt jedoch einen Elastikschenkel 14, der die Gestalt einer Bürste mit nachgiebigen
Borsten aufweist bzw, zweier ineinander greifender Bürstenbänder (vgl. Fig. 2A), Daneben
kann der Elastikschenkel 14 als massive Gummilippe ausgelegt werden, wie dies die
Fig. 4A und 4B deutlich machen.
[0048] In jedem Fall ist der Elastikschenkel 14 in Quererstreckung Q der Abdeckung 6 elastisch
nachgebend ausgebildet, wenn die Dichtung 11 an der Unterkante 6a der Abdeckung 6
angebracht wird (vgl. Fig. 5A bis 5C). Wird die Dichtung dagegen an den Seitenkanten
6b der Abdeckung 6 angeordnet, so verfügt der Elastikschenkel 14 über eine elastisch
nachgiebige Auslegung in Längserstreckung L der Abdeckung 6 (vgl. Fig. 2A bis 2C bzw.
Fig. 3 und Fig. 4A, 4B). Selbstverständlich kann der Elastikschenkel 14 auch sowohl
in Längserstreckung L als auch in Quererstreckung Q der Abdeckung 6 elastisch nachgebend
ausgestaltet werden.
[0049] Um sicherzustellen, dass die grundsätzlich unabhängig von der jeweiligen Abdeckung
6 ausgelegte Dichtung 11 der Abdeckung 6 beim Auf- und Abwickeln von der Welle 8 folgt
und auch folgen kann, hat es sich bewährt, wenn die Dichtung 11 zumindest punktuell
an die Abdeckung 6 angeschlossen wird. Das erkennt man insbesondere in den Fig. 3
und 4A, 4B. Denn dort sind jeweils Befestigungsmittel 15 dargestellt, mit deren Hilfe
die Dichtung 11 an eine Abdeckung 6 oder zwei in unmittelbarer Nachbarschaft aneinander
anschließende Abdeckungen 6 angeschlossen ist. Bei den Befestigungsmitteln 15 kann
es sich um Schrauben, Nieten etc. aber auch Magnete handeln. Man erkennt, dass die
Befestigungsmittel 15 üblicherweise die Dichtung 11 mit der untersten Lamelle bzw.
dem untersten Rollostab der Abdeckung 6 im Beispielfall koppeln. Dadurch ist sichergestellt,
dass die Dichtung 11 der jeweiligen Abdeckung 6 beim Auf- und Abwickeln von der Welle
8 folgt.
[0050] Die Fig. 3 zeigt ergänzend eine Verformungseinrichtung 16 für die Dichtung 11. Diese
Verformungseinrichtung 16 ist ortsfest gestaltet und an dem Gehäuse 1 bzw. im Bereich
der Gehäusedecke 1b angeordnet. Bei der Verformungseinrichtung 16 handelt es sich
um einen Einfädeler, welcher sicherstellt, dass die Dichtung 11 in den Spalt zwischen
den beiden in unmittelbarer Nachbarschaft aneinander anschließenden Abdeckungen 6
eingefädelt wird, wie dies die Fig. 3 andeutet. Dazu wird die Dichtung 11 zumindest
teilweise beim Passieren der Verformungseinrichtung 16 verformt und legt sich nach
Passieren der Verformungseinrichtung 16 selbsttätig an die zugehörigen Seitenkanten
6b der unmittelbar benachbarten Abdeckungen 6 an. Grundsätzlich kann die Verformungseinrichtung
16 auch zum Einsatz kommen, wenn es darum geht, den Spalt zwischen der Unterkante
6a der Abdeckung 6 und dem Gehäuse 1 zu schließen, was allerdings nicht gezeigt ist.
[0051] Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 3 und 4A kommt eine spezielle und
im Querschnitt H-förmige Dichtung 11 zum Einsatz. Diese H-förmige Dichtung 11 verfügt
über insgesamt vier Anlageschenkel 11a, die jeweils gegenüberliegend an die mittige
Basis 11b angeschlossen sind, die zugleich den Elastikschenkel 14 darstellt. Sobald
die betreffende Dichtung 11 beim Herablassen der beiden in unmittelbarer Nachbarschaft
aneinander anschließenden Abdeckungen 6 die ortsfeste Verformungseinrichtung bzw.
den Einfädeler 16 passiert, werden im Ausführungsbeispiel die beiden außenseitigen
Anlageschenkel 11a verformt. Das geschieht in der Weise, dass die solchermaßen hochgestellten
außenseitigen Anlageschenkel 11a zusammen mit der Basis 11 b bzw. dem Elastikschenkel
14 den Spalt zwischen den beiden unmittelbar benachbarten Abdeckungen 6 passieren
können. Da die Fig. 3 einen Blick vom Inneren des Gehäuses 1 auf die Abdeckungen 6
zeigt, wird deutlich, dass bei dem beschriebenen Vorgang die beiden außenseitigen
Anlageschenkel 11a eine Verformung erfahren. Selbstverständlich können alternativ
auch die beiden innenseitigen Anlageschenkel 11a verformt werden, was allerdings nicht
dargestellt ist. Schließlich liegt es natürlich im Rahmen der Erfindung, auch nur
einen Anlageschenkel 11a mit Hilfe der Verformungseinrichtung bzw. des Einfädelers
16 zu verformen.
[0052] Der zuvor beschriebene Vorgang mag ergänzend noch durch eine nicht ausdrücklich dargestellte
Andrückvorrichtung unterstützt werden. Mit Hilfe der Andrückvorrichtung wird die Dichtung
11 durch den Spalt zwischen den Abdeckungen 6 hindurchgefädelt. Das gilt zumindest
für die beiden außenseitigen Anlageschenkel 11a und die Basis 11b bzw. den Elastikschenkel
14. Meistens übernimmt die Funktion der Andrückvorrichtung auch die bereits beschriebene
Verformungseinrichtung bzw. der Einfädeler 16.
[0053] Sobald die den nach unten in Schließrichtung bewegten Abdeckungen 6 folgende Dichtung
11 die Verformungseinrichtung 16 passiert hat, gehen die außenseitigen Anlageschenkel
11a in ihre ursprüngliche und in Verbindung mit den innenseitigen Anlageschenkeln
11a und der Basis 11b realisierte H-förmige Gestalt wieder über. Das heißt, die Anlageschenkel
11a bzw. die Dichtung 11 legt sich nach Passieren der Verformungseinrichtung 16 selbsttätig
an die jeweiligen Seitenkanten 6b der benachbarten Abdeckungen 6 an. Dieser Zustand
ist in der Fig. 4A durchgezogen dargestellt. Dahingegen wird die hochgestellte Position
der außenseitigen Anlageschenkel 11a gestrichelt gezeigt.
[0054] Jedenfalls wird deutlich, dass die Dichtung 11 mit Hilfe der Verformungseinrichtung
16 in den Spalt zwischen die benachbarten Abdeckungen 6 eingefädelt wird und nach
Passieren der Verformungseinrichtung 16 elastisch in ihre Ausgangsstellung unter gleichzeitiger
Festlegung an den beiden Abdeckungen 6 zurückspringt. Hierdurch ist sichergestellt,
dass die Dichtung 11 in geschlossenem Zustand der Abdeckungen 6 keine Verformung durch
die Verformungseinrichtung 16 mehr erfährt, sodass ihre Lebensdauer nicht beeinträchtigt
wird.
1. Warenpräsentationsbehälter, insbesondere Kühlregal, mit einem Gehäuse (1), und mit
wenigstens einer rolloartigen Abdeckung (6) zum Verschließen einer Zugangsöffnung
(3) in dem Gehäuse (1), wobei die Abdeckung (6) zumindest eine randseitig angeordnete
Dichtung (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verformungseinrichtung (16) für die Dichtung (11) vorgesehen ist, welche die
Dichtung (11) in den Spalt zwischen der Abdeckung (6) und dem Gehäuse (1) und/oder
zwischen zwei Abdeckungen (6) einfädelt.
2. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) an einer Unterkante (6a) und/oder Seitenkante (6b) der Abdeckung
(6) vorgesehen ist.
3. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) an die Abdeckung (6) angeschlossen ist.
4. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) unabhängig von der Abdeckung (6) ausgelegt ist.
5. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) einen Spalt zwischen der Abdeckung (6) und dem Gehäuse (1) und/oder
zwischen zwei benachbarten Abdeckungen (6) verschließt.
6. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) mit wenigstens einem Anlageschenkel (11a) ausgerüstet ist, welcher
an der Unterkante (6a) und/oder der Seitenkante (6b) der Abdeckung (6) anliegt.
7. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anlageschenkel (11a) realisiert sind, die die Abdeckung (6) in Verbindung mit
einem Basisschenkel (11b) an der Unterkante (6a) und/oder der Seitenkante (6b) der
Abdeckung (6) klammerartig umgreifen.
8. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) wenigstens einen Elastikschenkel (14) aufweist.
9. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastikschenkel (14) an dem Basisschenkel (11b) angeordnet ist oder mit diesem
zusammenfällt.
10. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastikschenkel (14) im Querschnitt eine Breite (B) aufweist, welche an die Breite
der Abdeckung (6) angepasst ist.
11. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Elastikschenkel (14) in Längserstreckung und/oder Quererstreckung der Abdeckung
(6) elastisch nachgebend ausgebildet ist.
12. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) zumindest punktuell an die Abdeckung (6) angeschlossen ist.
13. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (11) lösbar mit der Abdeckung (6) verbunden ist, beispielsweise magnetisch,
adhäsiv etc. an diese angeschlossen ist.
14. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Dichtung (11) nach Passieren der Verformungseinrichtung (16) selbsttätig
an die Unterkante (6a) und/oder die Seitenkante (6b) der Abdeckung (6) anlegt.
1. A container for presenting goods, in particular a refrigerated display case, comprising
a housing (1) and comprising at least one roller blind-like cover (6) for closing
an access opening (3) in the housing (1), wherein the cover (6) encompasses at least
one seal (11) arranged at the edge, characterized in that provision is made for a deforming device (16) for the seal (11), which threads the
seal (11) into the gap between the cover (6) and the housing (1) and/or between two
covers (6).
2. The container for presenting goods according to claim 1, characterized in that the seal (11) is provided at a lower edge (6a) and/or side edge (6b) of the cover
(6).
3. The container for presenting goods according to claim 1 or 2, characterized in that the seal (11) is connected to the cover (6).
4. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 3, characterized in that the seal (11) is designed independent on the cover (6).
5. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 4, characterized in that the seal (11) closes a gap between the cover (6) and the housing (1) and/or between
two adjacent covers (6).
6. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 5, characterized in that the seal (11) is equipped with at least one contact leg (11 a), which rests against
the lower edge (6a) and/or the side edge (6b) of the cover (6).
7. The container for presenting goods according to claim 6, characterized in that two contact legs (11a) are realized, which encompass the cover (6) in combination
with a base leg (11 b) at the lower edge (6a) and/or the side edge (6b) of the cover
(6) in a clamp-like manner.
8. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 7, characterized in that the seal (11) encompasses at least one elastic leg (14).
9. The container for presenting goods according to claim 8, characterized in that the elastic leg (14) is arranged at the base leg (11 b) or coincides therewith.
10. The container for presenting goods according to claim 8 or 9, characterized in that the elastic leg (14), in the cross section, encompasses a width (B), which is adapted
to the width of the cover (6).
11. The container for presenting goods according to one of claims 8 to 10, characterized in that the elastic leg (14) is embodied so as to be elastically flexible in longitudinal
extension and/or in transverse extension of the cover (6).
12. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 11, characterized in that the seal (11) is at least sporadically connected to the cover (6).
13. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 12, characterized in that the seal (11) is connected to the cover (6) so as to be capable of being removed,
for example magnetically, adhesively, etc. thereto.
14. The container for presenting goods according to one of claims 1 to 13, characterized in that the seal (11) automatically attaches itself to the lower edge (6a) and/or the side
edge (6b) of the cover (6) after passing the deforming device (16).
1. Présentoir de marchandises, notamment compartiment réfrigérant, avec une caisse (1),
et avec au moins un recouvrement (6) de type store pour fermer une ouverture d'accès
(3) dans la caisse (1), le recouvrement (6) comportant au moins une garniture d'étanchéité
(11) disposée du côté du bord, caractérisé en ce qu'un dispositif de déformation (16) pour la garniture d'étanchéité (11) est prévu, qui
insère la garniture d'étanchéité (11) dans l'interstice entre le recouvrement (6)
et la caisse (1) et/ ou entre les recouvrements (6).
2. Présentoir de marchandises selon la revendication 1, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est prévue sur une arête inférieure (6a) et/ou sur
une arête latérale (6b) du recouvrement (6).
3. Présentoir de marchandises selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est raccordée sur le recouvrement (6).
4. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est conçue indépendamment du recouvrement (6).
5. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) ferme un interstice entre le recouvrement (6) et la
caisse (1) et/ou entre deux recouvrements (6) voisins.
6. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est équipée d'au moins une branche d'appui (11 a)
qui est adjacente à l'arête inférieure (6a) et/ou à l'arête latérale (6b) du recouvrement
(6).
7. Présentoir de marchandises selon la revendication 6, caractérisé en ce que deux branches d'appui (11a) sont réalisées qui enserrent à la manière d'un crampon
le recouvrement (6) en association avec une branche de base (11b) sur l'arête inférieure
(6a) et/ou l'arête latérale (6b) du recouvrement (6).
8. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) comporte au moins une branche élastique (14).
9. Présentoir de marchandises selon la revendication 8, caractérisé en ce que la branche élastique (14) est disposée sur la branche de base (11 b) ou coïncide
avec cette dernière.
10. Présentoir de marchandises selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la branche élastique (14) présente en section transversale une largeur (B) qui est
adaptée à la largeur du recouvrement (6).
11. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que la branche élastique (14) est conçue pour être élastiquement extensible dans l'extension
longitudinale et/ou dans l'extension transversale du recouvrement (6).
12. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est raccordée au moins ponctuellement au recouvrement
(6).
13. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la garniture d'étanchéité (11) est reliée de façon amovible au recouvrement (6) par
exemple est raccordée par moyen magnétique, adhésif à ce dernier.
14. Présentoir de marchandises selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'après avoir passé le dispositif de déformation (16), la garniture d'étanchéité (11)
s'appuie automatiquement sur l'arête inférieure (6a) et/ou sur l'arête latérale (6b)
du recouvrement (6).