[0001] Die Erfindung betrifft einen Warenpräsentationsbehälter, insbesondere ein Kühlregal,
mit einem Gehäuse, und mit einem gegebenenfalls zweigeteilten Rollo mit Frontrollo
und Kopfrollo zum Verschließen einer Zugangsöffnung in dem Gehäuse.
[0002] Warenpräsentationsbehälter dienen zur Bevorratung und auch Bewerbung von Waren, insbesondere
Lebensmitteln in Verkaufslokalen. Vorliegend geht es primär um einen gekühlten Warenpräsentationsbehälter,
also einen solchen Behälter, welcher regelmäßig gekühlte Lebensmittel für die unmittelbare
Kundenentnahme bevorratet. Bei derartigen Warenpräsentationsbehältern handelt es sich
im Allgemeinen um Kühlregale, also offene Kühlgeräte mit ein oder mehreren Regalböden,
um Lebensmittel, die einer dauerhaften Kühlung bedürfen, für Kunden leicht zugänglich
aufzubewahren. Der Zugang zu solchen Kühlregalen wird über die wenigstens eine Zugangsöffnung
ermöglicht.
[0003] Im Unterschied zu beispielsweise geschlossenen Kühlgeräten findet bei offenen Kühlgeräten
bzw. Kühlregalen ein ständiger Austausch mit der wärmeren Umgebungsluft innerhalb
des Ladenlokals statt. Aus diesem Grund ist der Energieverbrauch bei solchen offenen
Kühlgeräten bzw. Kühlregalen deutlich höher als derjenige bei geschlossenen Kühlgeräten.
Zu diesem Zweck setzt man in der Praxis vermehrt Kühlregale ein, bei denen die Zugangsöffnung
beispielsweise durch Glasdrehtüren oder sogenannte Nachtrollos verschlossen werden
kann. Die Nachtrollos kommen insbesondere außerhalb der Ladenöffnungszeiten zum Einsatz.
Dagegen sorgen die Glasdrehtüren während des gesamten Betriebes für einen relativ
geringen Energieverlust.
[0004] Das gilt allerdings nur für den Fall, dass eine relativ geringe Kundenfrequenz beobachtet
wird. Denn bei hoher Kundenfrequenz müssen die Glastüren bzw. Glasdrehtüren oft geöffnet
werden, sodass die Energieeffizienz deutlich verschlechtert wird. Außerdem sind solche
Glastüren mit dem Nachteil verbunden, dass im Bereich des Kunden eine Sogwirkung durch
die von außen eindringende Warmluft beobachtet wird. Ganz abgesehen davon stellen
Glastüren oder auch Glasdrehtüren während der Kundennutzung eine Barriere für den
jeweiligen Kunden dar und stören den Abverkauf.
[0005] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 102 36 212 A1 wird ein Kältegerät beschrieben, das mit einem wärmeisolierten Gehäuse ausgerüstet
ist. Darüber hinaus verfügt das bekannte Kältegerät über eine wärmeisolierend ausgebildete
Abdeckung die durch längsverschiebbare rolloartig zusammenhängend sich aneinander
anschließende ebenfalls wärmeisolierende Elemente gebildet wird. Hierdurch verfügt
die Zugangsöffnung über eine insgesamt wärmeisolierend ausgebildete Abdeckung und
lässt sich mit Hilfe dieser Abdeckung verschließen.
[0006] Die beiden an dieser Stelle realisierten Hohlkammer-Rollos werden in Nuten längsverschieblich
geführt. Die Nuten finden sich innerhalb der aneinander zugekehrten Seiten der Seitenwände
und sind vorzugsweise längs des Umfangsrandes der Seitenwände umlaufend ausgebildet.
Dadurch wird möglicherweise eine einwandfreie Führung des Rollos erreicht, allerdings
kann eine solche Lösung nicht beispielsweise nachgerüstet werden. Außerdem verfolgt
die bekannte Lehre nach der
DE 102 36 212 A1 letztlich das Ziel, bisher eingesetzte Klappen oder auch Türen durch das Rollo zu
ersetzen, welches folgerichtig nach der Entnahme des gewünschten Lebensmittels wieder
geschlossen wird oder geschlossen werden muss. Hier setzt die Erfindung ein.
[0007] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Warenpräsentationsbehälter
so weiter zu entwickeln, dass die Kundennutzung bei gleichzeitig gegenüber dem Stand
der Technik verringerten Energieverbrauch nicht beeinträchtigt wird.
[0008] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Warenpräsentationsbehälter
im Rahmen der Erfindung
dadurch gekennzeichnet, dass das gegebenenfalls aus Kopfrollo und Frontrollo zusammengesetzte Rollo insgesamt
bzw. wenigstens das Kopfrollo unabhängig vom Gehäuse ausgelegt ist. Hierunter wird
erfindungsgemäß verstanden, dass das Rollo für seine Bevorratung und Führung nicht
auf das Gehäuse oder Teile desselben zurückgreift. Das heißt, das erfindungsgemäße
Rollo verfügt im Allgemeinen über ein eigenes Rollogehäuse und/oder eine gehäuseunabhängige
Führungsschieneneinrichtung. In der Regel ist wenigstens die gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung
realisiert, um die unabhängige Auslegung des Rollos vom Gehäuse zu realisieren. Dadurch
lässt sich das betreffende Rollo unschwer bei einem schon vorhandenen Gehäuse nachrüsten.
Hierzu ist es lediglich erforderlich, die gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung
an dem Gehäuse zu montieren und das Rollo - mit oder ohne Rollogehäuse - ebenfalls
am Gehäuse oder auch im Gehäuse festzulegen. Jedenfalls impliziert die unabhängige
Auslegung des Rollos vom Gehäuse üblicherweise, dass das Rollo nicht in gehäuseseitigen
Führungsnuten geführt wird, sondern insofern auf eine gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung
zurückgreift, die sich unschwer nachrüsten lässt. Dabei kann das Rollo in dem eigenen
Rollogehäuse außerhalb des Gehäuses angeordnet werden. Es ist aber auch eine Anordnung
des Rollos ohne Rollogehäuse am Gehäuse denkbar.
[0009] Im erstgenannten Fall empfiehlt es sich, dass das Rollo zusammen mit dem Rollogehäuse
außerhalb des betreffenden Gehäuses, beispielsweise auf einer Gehäusedecke, platziert
wird. In diesem Fall wird das Rollo meistens aufgewickelt in dem Rollogehäuse aufgenommen.
Auch eine faltende Anordnung des Rollos in dem Rollogehäuse ist möglich und wird erfindungsgemäß
abgedeckt. Die zweite Alternative korrespondiert beispielsweise dazu, dass das Rollo
an einer Gehäuserückwand oder im Bereich dieser Gehäuserückwand ohne eigenes Rollogehäuse
platziert wird. Selbstverständlich ist auch in diesem Fall eine Bevorratung des Rollos
in einem separaten Rollogehäuse denkbar und wird mit abgedeckt.
[0010] In jedem Fall sorgt das Rollo dafür, dass die Zugangsöffnung in dem Gehäuse ganz
oder teilweise verschlossen wird. Dabei kann ein teilweiser Verschluss der Zugangsöffnung
bereits während des Betriebes, das heißt während Ladenöffnungszeiten erfolgen, und
zwar abhängig von der Kundenfrequenz, der Lufttemperatur und/oder Feuchte im Ladenlokal
oder auch dem Füllgrad des Warenpräsentationsbehälters insgesamt. Der vollständige
Verschluss der Zugangsöffnung mit Hilfe des Rollos findet regelmäßig außerhalb der
Ladenöffnungszeiten, während der Ladenschlusszeiten, statt. Dabei wird das Rollo meistens
elektrisch betrieben, verfügt also über einen elektrischen Antrieb. Dieser elektrische
Antrieb ist regelmäßig - wie das Rollo insgesamt - unabhängig vom Gehäuse ausgelegt.
Das heißt, er mag über eine eigene Energieversorgung verfügen, was allerdings nicht
zwingend ist.
[0011] Wie bereits beschrieben, ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass das Rollogehäuse
das ausgestreckte - mithin nicht aufgewickelte und auch nicht gefaltete - Rollo in
seiner Gesamtheit beinhaltet. Für diesen Fall befindet sich das Rollo und mit ihm
das Rollogehäuse regelmäßig in einer Parkposition. Meistens korrespondiert die Parkposition
des ausgestreckten Rollos und folglich auch des zugehörigen Rollogehäuses zu seiner
Anordnung an einer Gehäuserückwand. Das heißt, die Gehäuserückwand wird als gleichsam
Parkeinrichtung für das ausgestreckte Rollo und das das ausgestreckte Rollo aufnehmende
Rollogehäuse eingesetzt. Grundsätzlich können die beiden Maßnahmen auch kombiniert
werden. Dann nimmt das Rollogehäuse beispielsweise das nur zum Teil aufgewickelte
Rollo und zusätzlich das restliche ausgestreckte Rollo in seinem Innern auf. Auch
in diesem Fall kann das Rollogehäuse mit dem darin befindlichen Rollo beispielsweise
auf der Gehäusedecke oder auch an oder sogar in der Gehäuserückwand angeordnet werden.
[0012] In jedem Fall präferiert die Erfindung eine Anbringung des Rollogehäuses außerhalb
des eigentlichen Gehäuses für das Kühlregal, sodass die Anbringung des Rollogehäuses
mit dem darin befindlichen Rollo problemlos gelingt. Grundsätzlich kann das Rollogehäuse
mit dem Rollo aber auch in dem Gehäuse für das Kühlregal Platz finden, was meistens
jedoch aus Gründen des fehlenden Einbauraumes nicht gelingt.
[0013] Denn das Gehäuse für das Kühlregal ist meistens mit geschlossenen Gehäuseseitenwänden
bzw. Seitenwänden, einer geschlossenen Rückwand bzw. Gehäuserückwand, einer geschlossenen
Gehäusedecke respektive Decke und schließlich einem geschlossenen Gehäusefuß bzw.
Fuß und einer demgegenüber offener Front oder Gehäusefront ausgerüstet. Dabei definiert
die Front bzw. Gehäusefront die Zugangsöffnung in dem ansonsten geschlossenen Gehäuse,
durch welche ein Nutzer oder Kunde die auf einem oder mehreren Regalböden befindlichen
und gekühlten Lebensmittel problemlos ergreifen kann.
[0014] Von besonderer Bedeutung ist im Rahmen der Erfindung, dass der Warenpräsentationsbehälter
bzw. das Kühlregal über eine dynamische Luftführung bzw. Kühlluftführung verfügt.
Zu diesem Zweck ist wenigstens eine Kühleinheit, insbesondere Kühllufteinheit, vorgesehen,
welche einen oder mehrere Kühlluftschleier im Bereich der Zugangsöffnung erzeugt.
Durch diesen einen oder die mehreren Kühlluftschleier im Bereich der Zugangsöffnung
wird bereits der Energieverbrauch deutlich gesenkt, weil der Schleier bzw. Kühlluftschleier
einen intensiven Austausch zwischen der wärmeren Umgebungsluft und der im Innern des
Warenpräsentationsbehälters bzw. Kühlregals regelmäßig umlaufend geführten Kühlluft
verhindert. In diesem Fall mag sich der Kühlluftschleier aus zwei einzelnen parallel
zueinander geführten Kühlluftschleiern zusammensetzen, die über eine unterschiedliche
Geschwindigkeit verfügen.
[0015] Dabei mag bei Realisierung des Kühlluftschleiers ähnlich gearbeitet werden, wie dies
die
US 4 977 754 beispielsweise in der dortigen Figur 2 zeigt. Das ist selbstverständlich nicht einschränkend
zu verstehen. So oder so eröffnet die den einen oder die mehreren Kühlluftschleier
erzeugende Kühllufteinheit unverändert die Möglichkeit, bei insgesamt geöffnetem Rollo
dem Kunden über die gesamte Zugangsöffnung einen ungehinderten Zugriff auf im Warenpräsentationsbehälter
bzw. im Kühlregal befindliche gekühlte Lebensmittel zu ermöglichen. Außerhalb der
Ladenöffnungszeiten wird jedoch das Rollo und damit die Zugangsöffnung in dem Gehäuse
regelmäßig verschlossen.
[0016] Dadurch kann der Energieverbrauch deutlich gegenüber bisherigen Lösungen gesenkt
werden und ist zugleich mit einer erhöhten Kundenakzeptanz im Vergleich zu Lösungen
mit beispielsweise Glasdrehtüren zu rechnen. Um an dieser Stelle die Energiebilanz
noch weiter zu verbessern, ist das Gehäuse für den Warenpräsentationsbehälter insgesamt
wärmeisolierend ausgeführt. Das Gleiche gilt für das Rollo, welches im Allgemeinen
als Rolllade bzw. Rollladenpanzer ausgebildet ist. Dieser Rollladenpanzer bzw. das
Rollo verfügt über einzelne drehgelenkig miteinander verbundene und wärmeisolierte
Rollladenstäbe. Die Rollladenstäbe sind vorteilhaft aus Kunststoff hergestellt und
mögen bedarfsweise transparent ausgebildet sein.
[0017] Dabei hat es sich bewährt, wenn die einzelnen Rollladen- bzw. Rollostäbe als Hohlkammerprofile
ausgestaltet sind. Die Hohlkammern dieser Hohlkammerprofile mögen mit einem wärmeisolierenden
Material wie beispielsweise geschäumtem Kunststoff ausgefüllt sein, um ihren Wärmedämmwert
gegenüber einer ansonsten realisierten Luftführung noch zu erhöhen.
[0018] Von besonderer Bedeutung für die Erfindung ist des Weiteren, dass die bereits angesprochene
gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung für das Rollo bzw. den insgesamt gebildeten
Rollladenpanzer realisiert ist. Durch die gehäuseunabhängige Auslegung der Führungsschieneneinrichtung
wird die Nachrüstung eines bestehenden Warenpräsentationsbehälters insbesondere Kühlregals
besonders erleichtert. Denn für die Nachrüstung ist es lediglich erforderlich, das
bestehende Kühlregal mit dem Rollogehäuse inklusive darin befindlichen Rollo und schließlich
der gehäuseunabhängigen Führungsschieneneinrichtung auszurüsten, die meistens außen
am Gehäuse angebracht wird. Dadurch ist es nicht erforderlich, beispielsweise auf
in Gehäuseseitenwände eingebrachte oder einzubringende Führungsnuten für das Rollo
zurückzugreifen. Vielmehr werden diese Führungsnuten in der Regel von zwei oder mehr
Seitenschienen zur Verfügung gestellt, die Bestandteile der Führungsschieneneinrichtung
sind.
[0019] Dadurch besteht die ergänzende Möglichkeit, die Führungsschieneneinrichtung insgesamt
bzw. die einzelnen Seitenschienen zur Führung beispielsweise von zwei benachbarten
Rollos einzusetzen. Außerdem gelingt es hierdurch besonders elegant, die axiale Länge
des Rollos letztlich unabhängig von der axialen Länge des Gehäuses auszulegen. Tatsächlich
kann die Länge eines einzelnen Rollos bzw. die Rollolänge einem Ein- oder Mehrfachen
der Gehäuselänge entsprechen. Dadurch lassen sich beispielsweise mehrere Gehäuse mit
einem einzigen erfindungsgemäßen Rollo bzw. einer entsprechend gestalteten Rolloeinheit
ausrüsten oder auch nachrüsten. Ebenso gut ist es möglich, die Rollolänge geringer
als die Gehäuselänge zu bemessen.
[0020] Daneben weist die Führungsschieneneinrichtung noch zumindest eine Abschlussschiene
auf, die regelmäßig den in Schließrichtung des Rollos letzten Rollostab bzw. die an
dieser Stelle letzte Rollolamelle aufnehmen. Das geht üblicherweise sowohl für das
Kopfrollo als auch für das Frontrollo. Diese Abschlussschiene kann nun zusätzlich
noch weitere Funktionen (neben ihrer eigentlichen Schließfunktion) übernehmen. So
ist es denkbar, in diese Abschlussschiene einen Quetschschutz zu integrieren, der
beispielsweise Verletzungen beim Schließen des Rollos verhindert. Außerdem kann dieser
Quetschschutz bei seiner Aktivierung dazu korrespondieren, dass das Rollo wieder geöffnet
wird.
[0021] Darüber hinaus lässt sich die Abschlussschiene mit weiteren Zusatzfunktionen ausrüsten.
Beispielsweise ist es denkbar, eine Beleuchtung zu integrieren. Diese kann besonders
vorteilhaft bei teilweise geschlossener Zugangsöffnung zum Einsatz kommen, um die
noch im Kühlregal befindlichen Waren zu beleuchten.
[0022] Dabei ist die Auslegung im Allgemeinen so getroffen, dass die Führungsschieneneinrichtung
von einem Auslaufschlitz im Rollogehäuse bis zu einer Unterkante der Zugangsöffnung
reicht. Das heißt, die Führungsschieneneinrichtung überbrückt den gesamten Weg des
im Rollogehäuse aufgenommenen Rollos von seinem Auslaufschlitz bis zu der Unterkante
der Zugangsöffnung.
[0023] In diesem Zusammenhang hat es sich weiter als günstig erwiesen, wenn die Führungsschieneneinrichtung
neben den wenigstens zwei Seitenschienen und der zumindest einen Abschlussschiene
zusätzlich noch ein oder mehrere Umlenkelemente aufweist. Mit Hilfe dieses einen oder
der mehreren Umlenkelemente wird das im Rollogehäuse aufgenommene Rollo beispielsweise
in eine vertikale Anordnung im Bereich der zu verschließenden Zugangsöffnung überführt.
Das ist unter anderem dann erforderlich, wenn das Rollogehäuse mit dem darin befindlichen
Rollo auf der Gehäusedecke angeordnet wird. Da die Gehäusedecke im Allgemeinen horizontal
ausgerichtet ist, muss das über den Austrittsschlitz des Rollogehäuses aus diesem
herausgeführte Rollo von einer horizontalen oder nahezu horizontalen Ausrichtung in
eine vertikale Ausrichtung bei seiner Überführung zum Verschluss der Zugangsöffnung
umgelenkt werden. Hierfür sorgt das eine oder sorgen die mehreren Umlenkelemente.
Diese mögen im Bereich einer Oberkante der Zugangsöffnung angeordnet sein. Die Oberkante
findet sich regelmäßig im Bereich einer Kopfblende des Gehäuses.
[0024] Die beschriebene Führungsschieneneinrichtung kann mit wenigstens einem Zusatzelement
ausgerüstet werden, um weitere Funktionen darzustellen. Bei diesem Zusatzelement mag
es sich um eine Beleuchtungseinheit, eine Anzeigeeinheit, eine Sicherungseinheit oder
dergleichen handeln. Dieses eine oder die mehreren Zusatzelemente lassen sich einzeln
oder in beliebiger Kombination an oder in der Führungsschieneneinrichtung realisieren.
So ist es beispielsweise denkbar, dass als Beleuchtungseinheit einzelne oder mehrere
Leuchtmittel, beispielsweise LED's, zum Einsatz kommen, die die Zugangsöffnung beleuchten
respektive die Regalböden und/oder frontseitige Kanten der Regalböden, an denen sich
Preisschilder oder andere Warenkennzeichnungen befinden. Das Zusatzelement mag an
oder in den Seitenschienen der Führungsschieneneinrichtung angeordnet sein. Daneben
ist es wie beschrieben aber auch möglich, das Zusatzelement an oder in der Abschlussschiene
vorzusehen.
[0025] Ferner kann das Zusatzelement alternativ oder zusätzlich auch als Anzeigeeinheit
ausgebildet werden. In diesem Fall mag die Führungsschieneneinrichtung selbst als
Kennzeichnungsfläche für die im Kühlregal bevorrateten Waren dienen. Auch das Rollo
selbst mag als Kennzeichnungsfläche fungieren. Schlussendlich kann die Führungsschieneneinrichtung
auch eine Sicherungseinheit als Zusatzelement aufweisen. Eine solche Sicherungseinheit
ist denkbar, um beispielsweise das heruntergelassene und die Zugangsöffnung verschließende
Rollo gegenüber dem Gehäuse zu verriegeln. Dadurch wird bei geschlossener Zugangsöffnung
ein Zugriff auf im Kühlregal befindliche Lebensmittel verhindert.
[0026] Das Rollogehäuse mag über einen integrierten Antrieb verfügen, um die Nachrüstbarkeit
vorteilhaft zu unterstützen. Dabei sorgt der Antrieb im Allgemeinen dafür, dass das
Rollo wahlweise zur Realisierung bestimmter Öffnungsgrade der Zugangsöffnung beaufschlagt
wird oder beaufschlagt werden kann. So ist es denkbar, den Öffnungsgrad der Zugangsöffnung
in Abhängigkeit vom Warenbestand zu verändern. Sind beispielsweise nur einzelne Regalböden
des Kühlregals gefüllt, so lässt sich das Rollo mit Hilfe des Antriebes soweit verfahren,
dass die Zugangsöffnung lediglich den Zugriff auf die befüllten Regalböden zulässt.
Daneben ist es denkbar, den Antrieb tageszeit- und/oder wochentag- und/oder temperatur-
und/oder jahreszeit- und/oder raumklimaabhängig anzusteuern. Zu diesem Zweck ist dem
Antrieb vorteilhaft eine Steuerung zugeordnet, welche in Abhängigkeit der vorgenannten
Parameter und beispielhaft den Öffnungsgrad der Zugangsöffnung durch eine entsprechende
Beaufschlagung des Rollos vorgibt.
[0027] Diese Rollosteuerung lässt sich von Warenpräsentationsbehälter zu Warenpräsentationsbehälter
selbstverständlich unterschiedlich einstellen. Es ist aber auch möglich, dass die
einzelnen Antriebe von mehreren Warenpräsentationsbehältern bzw. Kühlregalen mit einer
gemeinsamen Steuerung beaufschlagt werden, sodass über die besagte eine Steuerung
der Öffnungsgrad sämtlicher Zugangsöffnungen der im Ladenlokal befindlichen Warenpräsentationsbehälter
respektive Kühlregale vorgegeben wird. Dabei lassen sich die einzelnen Warenpräsentationsbehälter
bzw. Kühlregale modular aneinander anbauen, sodass in axialer Richtung unterschiedliche
Längen an Kühlstrecken realisierbar sind.
[0028] Eine weitere Vereinheitlichung in diesem Zusammenhang schlägt die Erfindung dadurch
vor, dass das Rollo und das Rollogehäuse (und selbstverständlich auch die Führungsschieneinrichtung)
an die Länge des Gehäuses angepasst sind. Es ist aber auch denkbar, das Rollo, das
Rollogehäuse sowie gegebenenfalls die Führungsschieneneinrichtung an die Länge mehrerer
nebeneinander angeordneter Gehäuse anzupassen. In diesem Fall überspannt das Rollo
inklusive Rollogehäuse also zwei, drei oder noch mehr Gehäuse in einem Zug. Dadurch
wird eine besonders kostengünstige Herstellung und Montage gewährleistet und im Übrigen
sichergestellt, dass die Zugangsöffnungen der solchermaßen zusammengefassten Gehäuse
der einzelnen Warenpräsentationsbehälter gleichphasig geöffnet oder geschlossen sind
oder den gewünschten Öffnungsgrad aufweisen.
[0029] Im Ergebnis wird ein Warenpräsentationsbehälter, insbesondere ein Kühlregal, zur
Verfügung gestellt, das in seinem Innern über eine überwiegend gleichmäßige Temperaturverteilung
verfügt, was sich im Wesentlichen durch die Kühllufteinheit und den hierdurch erzeugten
Kühlluftschleier erklärt. Auf diese Weise lässt sich der Wärmeaustausch zwischen der
wärmeren Umgebungsluft und der offenen Zugangsöffnung des Kühlregals bereits auf ein
Minimum bei gleichzeitig ungehinderter Zugänglichkeit der gekühlten Waren verringern.
Von besonderer Bedeutung ist nun, dass während Ladenschlusszeiten und/oder bei Nichtgebrauch
das Gehäuse des erfindungsgemäßen Warenpräsentationsbehälters einen gleichsam hermetischen
Abschluss erfährt.
[0030] Hierfür sorgt das Rollo mit dem separaten Rollogehäuse, welches durch die gehäuseunabhängige
Führungsschieneneinrichtung eine einwandfreie Führung erfährt. Dabei stellt die Führungsschieneneinrichtung
sicher, dass Spalte zwischen den einzelnen Rollos oder zu den Seitenwänden hin bzw.
an der Front des Kühlregals vermieden werden. Vielmehr wird die Auslegung meistens
so getroffen, dass die einzelnen Seitenschienen der Führungsschieneneinrichtung unmittelbar
aneinander anschließen und in Verbindung mit den in den zwei oder mehr Seitenschienen
geführten Rollladenstäben für einen hermetischen Verschluss der Zugangsöffnung sorgen.
[0031] Durch die wärmeisolierende Auslegung der einzelnen Rollolamellen bzw. der Rollladen(panzer)stäbe
wird die Wärmeleitung und Konvektion wirksam reduziert. Eine Taupunktunterschreitung
auf der äußeren Oberfläche der einzelnen Rollolamellen bzw. Rollladenstäbe kann vermieden
werden. Gegebenenfalls lässt sich die Auslegung auch so treffen, dass die Außenoberfläche
des geschlossenen Rollos mit einem beispielsweise (Abwärme-) Strom der Kühllufteinheit
beaufschlagt wird, um an dieser Stelle Kondensationen zu verhindern.
[0032] Das alles gelingt im Rahmen einer Lösung, die sich auch bei bereits vorhandenen Wärmepräsentationsbehältern
realisieren lässt. Hierfür sorgen das separate Rollogehäuse zur Aufnahme des Rollos
ebenso wie die gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung. Beide Elemente lassen
sich unschwer an einem bereits vorhandenen Kühlregal anbringen und für den beschriebenen
Betrieb nutzen. Hierzu trägt ergänzend bei, dass in das Rollogehäuse der Antrieb für
die einzelnen Rollolamellen integriert ist, welcher unschwer von einer Steueranlage
(beispielsweise drahtlos) angesprochen und betätigt werden kann.
[0033] Die Erfindung spricht insgesamt von einem Rollo im Sinne eines Schutzvorhanges zum
Verschließen und Öffnen der Zugangsöffnung. Dabei muss dieser Schutzvorhang nicht
notwendigerweise auf eine Welle gewickelt werden, weil auch eine gestreckte Anordnung
des Rollos in der beschriebenen Parkposition an der Gehäuserückwand von der Erfindung
umfasst wird. Ebenso meint Rollo nicht nur einen Schutzbehang aus beispielsweise einem
Stoff, sondern hierunter fallen erfindungsgemäß besonders Rollolamellen aus Kunststoff,
die gelenkig miteinander zu einer Matte bzw. dem Schutzbehang verbunden sind. Insofern
ist das erfindungsgemäße Rollo mit einem Rollladenpanzer oder allgemein einem Rollladen
synonym, also einem Rollabschluss aus einzelnen gelenkig miteinander verbundenen Rollladenstäben
als Verschluss der Zugangsöffnung.
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- den erfindungsgemäßen Warenpräsentationsbehälter in verschiedenen Funktionsstellungen
des Rollos zum Verschließen der Zugangsöffnung und
- Fig. 2
- den Warenpräsentationsbehälter in einem schematischen Querschnitt.
[0035] In den Figuren ist ein Warenpräsentationsbehälter dargestellt, der in seinem grundsätzlichen
Aufbau über ein Gehäuse 1 sowie im Gehäuse 1 vorgesehene mehrere Regalböden 2 verfügt,
die zur Aufnahme gekühlter Lebensmittel eingerichtet sind. Man erkennt, dass sich
das Gehäuse 1 aus zwei Gehäuseseitenwänden 1a, einer Gehäusedecke 1b, einem Gehäusefuß
1c und schließlich einer Gehäuserückwand 1d zusammensetzt. Dadurch verfügt das Gehäuse
1 über einen gleichsam schalenartigen Charakter, welcher an seiner Frontseite eine
Zugangsöffnung 3 offen lässt, um Kunden einen ungehinderten Zugriff auf Lebensmittel
zu ermöglichen, die auf dem jeweiligen Regalboden 2 angeordnet sind. Ausweislich der
Figur 1 können mehrere Gehäuse 1 in Längserstreckung modular zu einer Kühlstrecke
zusammengefasst werden.
[0036] Eine Kühleinheit bzw. Kühllufteinheit 4 im Gehäusefuß 1c sorgt dafür, dass gekühlte
Luft im Innern des Gehäuses 1 zirkuliert, wie in der Figur 2 dargestellt ist. Dadurch
wird im Bereich der Zugangsöffnung 3 ein Kühlluftschleier erzeugt, der den Austausch
von warmer Umgebungsluft mit der Kühlluft im Innern des Gehäuses 1 weitgehend verhindert.
Zu diesem Zweck ist der Gehäusefuß 1c als Kühlwanne ausgelegt. Frontseitig dieser
Kühlwanne bzw. des Gehäusefußes 1 an einer Unterkante 5 der Zugangsöffnung 3 mag ein
Warmluftschleier nach oben strömen, wenn die Zugangsöffnung 3 mit Hilfe eines Rollos
6a, 6b ganz oder teilweise geschlossen ist. Das mag während Ladenschlusszeiten gelten,
ist allerdings meistens entbehrlich, weil die Rollos 6a, 6b wärmeisolierend ausgelegt
sind, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0037] Im Normalbetrieb, das heißt üblicherweise während der Ladenöffnungszeiten und bei
geöffneter Zugangsöffnung 3, wird der beschriebene Warmluftstrom jedoch abgeschaltet.
Dieser Warmluftstrom kann von der warmen Abluft der Kühleinheit bzw. Kühllufteinheit
4 herrühren. Dabei mag die Kühleinheit bzw. Kühllufteinheit 4 insgesamt nicht in dem
Gehäuse 1 angeordnet werden, sondern es ist alternativ auch denkbar, mit einer zentralen
Kühllufteinheit 4 außerhalb des Gehäuses 1 zu arbeiten, welche beispielsweise ein
oder mehrere Gehäuse 1 mit Kühlluft versorgt. In diesem Fall mag die Kühleinheit bzw.
Kühllufteinheit 4 sogar außerhalb des Ladenlokals, beispielsweise in einem Lager,
angeordnet werden.
[0038] Wie bereits angedeutet, dient das im Ausführungsbeispiel zweiteilige Rollo 6a, 6b
zum Verschließen der Zugangsöffnung 3 in dem Gehäuse 1. Das Rollo 6a, 6b ist im Beispielfall
zweigeteilt mit Kopfrollo 6a und Frontrollo 6b ausgestaltet. Bei einer vergleichenden
Betrachtung der einzelnen Funktionsstellungen nach Figur 1 wird deutlich, dass die
vollständig geöffnete Zugangsöffnung 3 nach der linken Darstellung in Figur 1 dazu
korrespondiert, dass sowohl das Kopfrollo 6a als auch Frontrollo 6b vollständig zurückgezogen
sind. In der mittleren Darstellung nach Figur 1 ist die Zugangsöffnung 3 teilweise
geschlossen, indem das Frontrollo 6b bis fast zum ersten Regalboden 2 über dem Gehäusefuß
1c hochgefahren ist. Die ganz rechte Darstellung in Figur 1 zeigt schließlich einen
erfindungsgemäßen Warenpräsentationsbehälter in der Ausführungsform als Kühlregal,
bei welchem sowohl das Kopfrollo 6a als auch das Frontrollo 6b geschlossen sind, sodass
die Zugangsöffnung 3 einen hermetischen Verschluss erfährt. Das Gleiche gilt dann
auch für das Gehäuse 1 im Ganzen. Dieser Zustand wird regelmäßig während Ladenschlusszeiten
eingenommen oder auch dann, wenn sich keine zu kühlenden und für die Kunden vorgesehenen
Produkte im Innern des Kühlregales befinden, also bei dessen Nichtgebrauch.
[0039] Erfindungsgemäß ist nun das Rollo 6a, 6b insgesamt unabhängig von dem Gehäuse 1 ausgelegt.
Darüber hinaus verfügt wenigstens das Kopfrollo 6a im Beispielfall über ein eigenes
Rollogehäuse 7, in welchem das Kopfrollo 6a aufgenommen wird, wie insbesondere die
Figur 2 zeigt. Selbstverständlich können auch das Kopfrollo 6a und das Frontrollo
6b zusammengenommen in dem Rollogehäuse 7 platziert werden. Ebenso lässt sich ein
einteiliges Rollo 6a, 6b in dem Rollogehäuse 7 unterbringen. Darüber hinaus kann auch
ein eigenes Rollogehäuse 7 für das Frontrollo 6b realisiert werden.
[0040] Im Ausführungsbeispiel wird das Rollo 6a, 6b bzw. das Kopfrollo 6a und auch das Frontrollo
6b auf einer jeweiligen Welle 8 aufgewickelt. Die Welle 8 verfügt über einen Antrieb
9. Der Antrieb 9 ist im Rahmen des Ausführungsbeispiels in das Rollogehäuse 7 integriert.
Das gilt jedenfalls für das Kopfrollo 6a. Dagegen wird das Frontrollo 6b zusammen
mit dem eigenen und zugehörigen Antrieb 9 in dem Gehäusefuß 1c aufgenommen, und zwar
ebenfalls vorteilhaft aufgewickelt.
[0041] Man erkennt, dass das Rollogehäuse 7 außerhalb des Gehäuses 1 angeordnet ist, sich
folglich besonders für eine Nachrüstlösung eignet. Im Rahmen der Darstellung nach
Figur 2 findet sich das Rollogehäuse 7 auf der Gehäusedecke 1b, und zwar im Bereich
einer rückwärtigen Kante der Gehäusedecke 1b in Verlängerung der Gehäuserückwand 1
d.
[0042] Nach dem Ausführungsbeispiel ist die Länge des Rollos 6a, 6b und auch die diejenige
des Rollogehäuses 7 an die Länge des jeweiligen Gehäuses 1 angepasst. Es ist aber
auch möglich, dass das Rollo 6a, 6b in Verbindung mit dem Rollogehäuse 7 zwei oder
mehrere Gehäuse 1 gemeinsam überspannt und für einen gemeinsamen Verschluss der zugehörigen
Zugangsöffnungen 3 der betreffenden Gehäuse 1 sorgt. Das ist jedoch nicht dargestellt.
[0043] Um das im Rollogehäuse 7 aufgenommene Rollo bzw. Kopfrollo 6a und auch das im Gehäusefuß
1c aufgenommene Frontrollo 6b zu führen und für den gewünschten hermetischen Abschluss
der Zugangsöffnung 3 bzw. einen gewünschten Öffnungsgrad der Zugangsöffnung 3 zu sorgen,
ist eine Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 für das Rollo 6a, 6b vorgesehen. Die
Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 ist an einen Auslaufschlitz 13 im Rollogehäuse
7 einerseits angeschlossen und reicht andererseits bis zur Unterkante 5 der Zugangsöffnung
3. Zu diesem Zweck setzt sich die Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 aus wenigstens
zwei Seitenschienen 10, einer Abschlussschiene 11 und schließlich wenigstens einem
Umlenkelement 12 zusammen.
[0044] Mit Hilfe des Umlenkelementes 12 wird das aus dem Auslaufschlitz 13 aus bzw. in diesen
eintretenden Kopfrollo 6a von einem horizontalen oder nahezu horizontalen Verlauf
parallel zur Gehäusedecke 1 b in einen vertikalen oder nahezu vertikalen Verlauf im
Bereich der Zugangsöffnung 3 überführt. Dabei wird die Zugangsöffnung 3 von den wenigstens
zwei Seitenschienen 10 seitlich begrenzt. Fußseitig findet sich schließlich die Abschlussschiene
11, in welche das Rollo 6a in vollständig geschlossenem Zustand eingreift. Die Abschlussschiene
11 kann im Bereich der Unterkante 5 ortsfest an dem Gehäusefuß 1c vorgesehen werden.
Es ist aber auch möglich, die Abschlussschiene 11 - wie nach dem Ausführungsbeispiel
- kopfseitig des Frontrollos 6b zu realisieren. Auf diese Weise greift das Kopfrollo
6a in seinem geschlossenen Zustand in die kopfseitige Abschlussschiene 11 des ebenfalls
in geschlossenem Zustand befindlichen Frontrollos 6b ein. Das wird deutlich bei einer
vergleichenden Betrachtung der mittleren und rechten Darstellung der Funktionsstellungen
nach Figur 1.
[0045] Aufgrund der gehäuseunabhängigen Auslegung der Führungsschieneneinrichtung 10, 11,
12 lässt sich die Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 ebenso wie das Rollo 6a,
6b in Verbindung mit dem Rollogehäuse 7 problemlos an einem bereits vorhandenen Kühlregal
nachrüsten. Dazu ist es lediglich erforderlich, das Rollo 6a, 6b inklusive Rollogehäuse
7 im Ausführungsbeispiel auf der Gehäusedecke 1 b anzubringen und im Übrigen die Führungsschieneneinrichtung
10, 11, 12 zu montieren. Als Folge hiervon sorgt das Rollo 6a, 6b in Verbindung mit
der Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 und insbesondere aufgrund der Seitenschienen
10 in Verbindung mit der Abschlussleiste 11 für einen hermetischen Abschluss der Zugangsöffnung
3 in geschlossenem Zustand. Zusätzlich können Abdeckungen A vorgesehen werden, welche
im Ausführungsbeispiel das jeweilige Kopfrollo 6a vor Schmutz oder anderen Umwelteinflüssen
schützt.
[0046] Die Figur 1 zeigt, dass die Führungsschieneneinrichtung 10, 11, 12 mit Zusatzelementen
14 ausgerüstet werden kann. Bei diesen Zusatzelementen 14 handelt es sich im Beispielfall
um eine aus mehreren LED's bzw. allgemeinen Leuchtmitteln 14 zusammengesetzte Beleuchtungseinheit
14. Die Beleuchtungseinheit 14 bzw. die einzelnen LED's sorgen dafür, dass die Zugangsöffnung
3 und auch der Innenraum des Gehäuses 1 beleuchtet wird. Das gleiche gilt für eine
Vorderkante der Regalböden 2. Darüber hinaus mögen noch andere, allerdings nicht dargestellte,
Zusatzelemente realisiert werden, beispielsweise eine (LCD-)Anzeigeeinheit an den
beiden Seitenschienen 10, eine Sicherungseinheit zur Verriegelung des Rollos 6a, 6b
usw..
[0047] Im Ausführungsbeispiel nimmt das Rollogehäuse 7 das auf der Welle 8 aufgewickelte
Rollo 6a bzw. Kopfrollo auf. Es ist aber auch möglich, dass das Rollo 6a in seiner
ausgestreckten Funktionsstellung verbleibt und in einer Parkposition eine Anordnung
an der Gehäuserückwand 1 d erfährt. In diesem Fall ist auch das Rollogehäuse 7 entsprechend
gestaltet und nimmt das ausgestreckte Rollo 6a an der Gehäuserückwand 1 d auf.
[0048] Zur Steuerung des Rollos 6a, 6b bzw. des Kopfrollos 6a und des Frontrollos 6b sind
ein oder mehrere Antriebe 9 realisiert. Im gezeigten Beispiel mögen das Kopfrollo
6a und das Frontrollo 6b über jeweils einen eigenen Antrieb 9 verfügen. Dieser Antrieb
9 ist einerseits in das Rollogehäuse 7 integriert und findet sich andererseits in
dem Gehäusefuß 1 c, wobei der erstgenannte Antrieb 9 das Kopfrollo von der Welle 8
abwickelt und hierauf wieder aufwickelt, während der letztgenannte Antrieb 9 für entsprechende
Schließ- und Öffnungsbewegung des vom Kopfrollo 6a unabhängigen Frontrollos 6b sorgt.
Dadurch ist es möglich, das Kopfrollo 6a und das Frontrollo 6b unabhängig voneinander
zu verfahren, sodass praktisch beliebige Öffnungsgrade der Zugangsöffnung 3 eingestellt
werden können, wie die Figur 1 deutlich macht.
[0049] Auf diese Weise kann die Zugangsöffnung 3 hinsichtlich ihres Öffnungsgrades in Abhängigkeit
verschiedener Parameter vorgegeben werden. Denkbar ist es beispielsweise, die Zugangsöffnung
3 je nach Belegung des zu verschließenden Kühlregals mehr oder minder zu öffnen. Darüber
hinaus kann der Öffnungsgrad tageszeit- und/oder wochentag- und/oder temperatur- und/oder
jahreszeitabhängig vorgegeben werden. Auf diese Weise trägt die Erfindung unterschiedlichen
Anforderungen Rechnung, beispielsweise der Temperatur der Umgebungsluft, Feiertagen,
natürlich den Ladenschlusszeiten etc.. Um den Antrieb 9 bzw. die mehreren Antriebe
9 entsprechend zu beaufschlagen, ist eine Steuerung 15 vorgesehen. Die Steuerung 15
mag mit dem jeweiligen Antrieb 9 drahtlos oder drahtgebunden kommunizieren.
[0050] In der Steuerung 15 sind nun einzelne oder sämtliche der vorgenannten Parameter hinterlegt,
so dass das Rollo 6a, 6b den gewünschten oder geforderten Öffnungsgrad der Zugangsöffnung
3 einstellt. Das kann durchaus unterschiedlich von Kühlregal zu Kühlregal oder auch
gemeinsam erfolgen.
[0051] Das einzelne Rollo 6a, 6b setzt sich nach dem Ausführungsbeispiel aus einzelnen wärmeisolierten
Rollolamellen bzw. aus drehgelenkig miteinander verbundenen wärmeisolierten Rollostäben
zusammen. Auch das Gehäuse 1 ist wärmeisolierend ausgestaltet. Im Gegensatz zum Gehäuse
1, welches aus Stahl- oder Aluminiumplatten aufgebaut ist, und über eine beispielsweise
zwischengeschaltete wärmeisolierende Schicht aus geschäumtem Kunststoff besteht, sind
die Rollolamellen bzw. wärmeisolierten Rollostäbe per se aus Kunststoff gefertigt
und verfügen hierdurch bereits über gute Wärmeisolationseigenschaften.
[0052] Diese werden noch dadurch gesteigert, wenn einzelne oder alle der Rollolamellen bzw.
Rollladenstäbe hinsichtlich ihres umschlossenen Hohlraumes mit einem geschäumtem Kunststoff
gefüllt sind. Dadurch lässt sich insgesamt eine thermische Isolierung des kühlen Innenraums
des Gehäuses 1 gegenüber der Umgebungsluft erreichen, welche regelmäßig eine Taupunktunterschreitung
auf der äußeren Rollooberfläche vermeidet. Grundsätzlich kann einer Kondensation an
dieser Stelle aber auch dadurch begegnet werden, dass die Abluft der Kühl(luft)einheit
4 bei geschlossenen Rollos 6a, 6b aus dem Schlitz an der Unterkante 5 der Zugangsöffnung
3 - und nur dann - austritt. Hierbei handelt es sich selbstverständlich um eine Option
und keine zwingende Maßnahme.
1. Warenpräsentationsbehälter, insbesondere Kühlregal, mit einem Gehäuse (1), und mit
einem gegebenenfalls zweigeteilten Rollo (6a, 6b) zum Verschließen einer Zugangsöffnung
(3) in dem Gehäuse (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Rollo (6a, 6b) unabhängig vom Gehäuse (1) ausgelegt ist.
2. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollo (6a, 6b) in einem eigenen Rollogehäuse (7) aufgenommen wird, wobei das
Rollogehäuse (7) außerhalb des Gehäuses (1), beispielsweise auf einer Gehäusedecke
(1 b), angeordnet ist.
3. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollo (6a, 6b) und das Rollogehäuse (7) an die Länge des Gehäuses (1) oder die
Länge mehrerer nebeneinander angeordneter Gehäuse (1) angepasst sind.
4. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine gehäuseunabhängige Führungsschieneneinrichtung (10, 11, 12) für das Rollo (6a,
6b) vorgesehen ist.
5. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschieneneinrichtung (10, 11, 12) von einem Auslaufschlitz (13) im Rollogehäuse
(7) bis zu einer Unterkante (5) der Zugangsöffnung (3) reicht.
6. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschieneneinrichtung (10, 11, 12) wenigstens zwei Seitenschienen (10)
und eine Abschlussschiene (11) aufweist.
7. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschieneneinrichtung (10, 11, 12) wenigstens ein Umlenkelement (12) aufweist.
8. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschieneneinrichtung (10, 11, 12) mit wenigstens einem Zusatzelement (14),
beispielsweise einer Beleuchtungseinheit (14), einer Anzeigeeinheit, einer Sicherungseinheit
etc. einzeln oder in beliebiger Kombination ausgerüstet ist.
9. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollogehäuse (7) das aufgewickelte Rollo (6a, 6b) und/oder das ausgestreckte
Rollo (6a, 6b) beinhaltet.
10. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgestreckte Rollo (6a, 6b) in seiner Parkposition an einer Gehäuserückwand
(1 d) angeordnet ist.
11. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühleinheit (4) vorgesehen ist, welche einen oder mehrere Kühlluftschleier im
Bereich der Zugangsöffnung (3) erzeugt.
12. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollogehäuse (7) einen integrierten Antrieb (9) aufweist, welcher das Rollo (6a,
6b) wahlweise zur Realisierung bestimmter Öffnungsgrade der Zugangsöffnung (3) beaufschlagt.
13. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Antrieb (9) eine Steuerung (15) zugeordnet ist, welche beispielsweise tageszeit-
und/oder wochentag- und/oder temperatur- und/oder jahreszeitabhängig den Öffnungsgrad
der Zugangsöffnung (3) durch entsprechende Beaufschlagung des Rollos (6a, 6b) vorgibt.
14. Warenpräsentationsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Rollo (6a, 6b) aus wärmeisolierten Rollostäben zusammengesetzt ist.
15. Warenpräsentationsbehälter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollostäbe aus Kunststoff und bedarfsweise transparent ausgeführt sind.